Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt. Die ĂŒberlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der SchlĂŒssel zur Herrschaft ĂŒber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. WĂ€hrend die Almanen auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die GeheimbĂŒnde der Schatten sehen in der Magie die mĂ€chtigste Waffe und fĂŒr die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Kapitel 5 - Heimkehr nach Souvagne

Ein kleiner Trupp vom Ring der Menschenfresser hat Naridien verlassen, um nun in Souvagne zu jagen. AngefĂŒhrt werden die Beißer von dem als Bestie bekannte Archibald von Dornburg. Ihr Ziel: nach der Niederlage nun einen neuen Fleischtempel fĂŒr den Ältesten zu finden.
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Robere Tekuro Chud-Moreau
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Kapitel 5 - Heimkehr nach Souvagne

#1

Beitrag von Robere Tekuro Chud-Moreau » Do 26. Jul 2018, 12:12

Robere
Von Shohiro nach Beaufort war es kein Katzensprung. Sie kehrten zu Fuß in die Stadt zurĂŒck und begaben sich zur großen Fuhrwerkstation. Hier verluden HĂ€ndler ihre Wagen und es ergaben sich gute Mifahrgelegenheiten. So konnten sie mit einem Wagen Naridien durchqueren. Sie hielten sich sĂŒdlich der Roten Berge und an der KĂŒste bestiegen sie ein Schiff, das sie nach Ehveros brachte. So sparten sie sich die Reise durch den DĂ€mmerwald. Von dort aus ging es erneut mit einem Fuhrwerk nach Norden, bis die im Bau befindliche Zwingermauer in Sicht kam und der HĂ€ndler sie bat, abzusteigen. Sein Weg fĂŒhrte nicht in das Nachbargroßherzogtum hinein, sondern weiter an der Mauer entlang zu einem anderen Ort in Ehveros. Die Beißer saßen im Gras, weil Tekuro etwas eingefallen war. »Leute, ich muss euch was sagen. FremdlĂ€nder dĂŒrfen nicht mehr nach Souvagne einreisen, das hatte ich vergessen. Jemand eine Idee?«

Arbogast
Arbogast saß im Gras und schaute den vorbeifahrenden Fuhrwerken zu. Er entledigte sich seiner Schuhe um es etwas bequemer zu haben, dabei dachte er angestrengt nach. Nach einigen Minuten grinste er Robere breit an. »Wir sind Souvagner, sag das einfach«, schlug er vor.

Nori
Nori schaute Robere an, als wollte sie ihm mitteilen, dass Arbo nicht ernst zu nehmen sei. Jedenfalls wĂŒrde ihr keiner glauben, dass sie Souvagnerin wĂ€re. »Wo hocken wir hier eigentlich? Wie heißt dieser Landstrich? Und warum bauen sie so eine große Mauer? Die HĂ€user und Burgen hier sehen alle sehr massiv aus. Aber das Land hat einiges abbekommen, wo genau sind wir Rob?«, fragte Nori und machte es sich neben ihrem neuen AnfĂŒhrer bequem. »Wir sollten versuchen uns bei Nacht reinzumogeln, da werden die Wachen vielleicht nicht ganz so aufmerksam sein. Oder? Du kennst Dich hier aus, gib uns mal was Info«, sagte sie grinsend und knuffte ihn.

Robere
»Na wir sind vorhin durch Drakenstein durchgekommen. Also sind wir jetzt beim Lehen vom ollen Hohenfelde. Ich glaub, der Comte Udinese wohnt in dem Eck hier. Wir mĂŒssen da durch und nach Norden, nach Beaufort, weil ich mich bei meiner Einheit zurĂŒckmelden muss. Scheiße, ich hab nicht nachgedacht. Habt ihr noch Kohle dabei? Wir bestechen die Wachen.«

Nori
Arbo und Nori lachten sich dermaßen kugelrund und scheckig, dass Robere schlagartig klar wurde, wieviel Geld die beiden einstecken hatten. »Ich könnte eine Wache bezirzen«, schlug Nori vor und ließ vielsagend die Augenbrauen hĂŒpfen.

Arbogast
»Wenn die schlecht gucken kann, ja. Sonst lassen wir das lieber, dass endet mit einem Pfeil im Kopf. Kennst Du hier irgendwen? Hohenfelde? Hier wohnen dann die Burschen, denen das Haus gehörte? Sag doch einfach, Du hast was fĂŒr die aus dem Haus. Die beiden Köpfe! Das sind... öhm... wichtige Verwandte!«, grinste Arbo.

Robere
Robere kaute eine Weile auf einem Grashalm. »So machen wir das. Mir fÀllt jetzt echt nichts anderes ein. Ich bin von der Leibgarde, ich hab Sonderstatus. Mir vertraut man, wenn ich was sage. Nori macht dem Wachmann gleichzeitig schöne Augen. Und du, Arbo, versuchst, keinen Mist zu bauen, ja?« Er erhob sich und klopfte sich den Hintern ab.

Arbogast
»Und das wo ich hier die Ideen habe. Aber ich schweige, die reden alle eh so als wĂ€ren sie erkĂ€ltet. `Ă€ttet Ir die GĂŒĂŒĂŒte mich zu begleiden? `ach `erje, ein schrecklicher Dag«, Ă€ffte Arbo die Souvagnische Sprechweise nach und musste dann ĂŒber seinen eigenen Witz grinsen. »Sonderrechte, dann fĂŒhr uns doch als Gefangene Schwerverbrecher vorbei! Wir haben die Köpfe gestohlen«, schlug Arbo vor.

Nori
Nori rollte mit den Augen. »Wir mĂŒssen schon bei einer Version bleiben Arbo«, gab sie zu bedenken und hakte sich bei Robere ein. »Also wie machen wir das Meister?«, lachte sie leise.

Robere
Robere feixte kurz, es klang mehr wie ein Schnauben. »Das interessiert da keinen, ob in Naridien Köpfe gestohlen werden. Oder was ihr in Naridien ausgefressen habt. He. Ausgefressen. Bessere Idee. Ich hab euch gekauft. In Souvagne gibts Leibeigene und ihr seid meine Sklaven. Mein Eigentum und keine Personen. So wird es klappen! Kommt jetzt.« Er ging zum Wachhaus, um ihre Einreise anzumelden.

Wachmann
Die Wache musterte Robere, die Frau und die heruntergekommene Gestalt misstrauisch. Die Helebarde lag locker in seiner Hand. »Guten Abend. Ihr befindet Euch auf souvagnischem Boden. Wer seid Ihr, was wollt Ihr?«, fragte der Mann.

Robere
»Robere Moreau, Souvagner. Von der Leibgarde seiner MajestĂ€t Duc Maximilien Rivenet de Souvagne. Ich war in Naridien zwei Sklaven kaufen und möchte sie einfĂŒhren. Muss ich Zoll zahlen?«

Wachmann
»Welcher Rasse gehören die beiden denn an? Ist die Frau gesund? Die sieht aus wie eine faulige Quitte. Ist das so eine Arutti? Nicht dass sie die Gelbsucht hat. Wurden die Sklaven untersucht? Und der abgehalfterte Kerl, der kaum noch ZĂ€hne im Maul hat, was ist der fĂŒr ein Volk? Dann schaue ich flux nach«, grinste der Souvagner und spuckte Nori genau vor die FĂŒĂŸe.

Robere
»Die gab`s dafĂŒr gĂŒnstig im Ausverkauf. Die Frau ist eine halbe Arashi und der Mann ist naridischer Almane. Untersucht? Auf was soll man die untersuchen, bin ich ein Heiler?«

Wachmann
»Weil die so gelb ist, ist Dir das nicht aufgefallen. Ahhh... Arashi, genau dass meinte ich diese eisigen Schlitzaugen. Das sind doch so Halbalben. Hat man die Dir im Halbdunklen angedreht, oder ist das ihre normale Hautfarbe? Nicht dass wir nachher die Seuche im Land haben, nur weil Du die fĂŒr ein paar Kupferlinge schießen konntest«, gab der Wachmann zu bedenken.

Robere
Robere riss sich zusammen. »Arashi sehen so aus«, knurrte er. »Die hat keine Lepra!«

Wachmann
»Gut, dann notiere ich dass mal, ehe die doch noch SpulwĂŒrmer oder sowas hat. Ich hörte die essen rohen Fisch. Davon bekommt man bekanntlich WĂŒrmer, wie von rohem Fleisch. Dein Name war Robert Mireault, Leibgarde des Duc. Wie heißt Deine Sklavin?«, fragte der Wachmann.

Robere
»Moreau! Der Mireault ist ein anderer. Ist das wichtig, wie die Sklaven heißen? Das sind GegenstĂ€nde, dacht ich.«

Wachmann
»Nein aber dennoch werden die Namen von allen eingefĂŒhrten Sklaven vermerkt, hat sie noch keinen? Dann schreibe ich einfach einen hin. Stimmt mir kam Mireault auch so bekannt vor! Ich notierte hier einfach eine Arashi und einen Naridier als Sklave als Eigentum eingefĂŒhrt von Robert Moreau, Duc Leibgarde. Hier mach Deine Paraphe und lass die Frau lieber mal einen Bader ĂŒber die Frau schauen. Die sieht mir nicht so aus, als ĂŒbersteht die den nĂ€chsten Winter, ehrlich nicht«, sagte er und hielt Robere das Klemmbrett hin.

Robere
VerĂ€rgert korrigierte Robere seinen Namen, den er sowieso schon nicht leiden konnte und der nun auch noch dauernd falsch geschrieben wurde, und setzte seine Unterschrift drunter. »Ich ĂŒberleg mir noch irgendeinen Namen fĂŒr die und lass die ordentlich sauber machen.«

Wachmann
»Recht so, schönen Abend noch«, sagte der Wachmann und nahm sein Klemmbrett wieder an sich. Als Nori und Arbo hinter Robere vorbei gingen half der Wachmann etwas mit der Helebarde nach, damit sie schneller gingen und den Weg frei machten. »Hier wird Ordnung gehalten«, murmelte er sich in seinen nicht vorhandenen Bart.

Arbogast
Arbogast guckte so neutral, wie er nur gucken konnte. Das der Typ mit einer Helebarde vor ihnen rumfummelte machte die Einreise nicht angenehmer. Auch Noris Blick sprach BĂ€nde. Ihr Mund war eine winzige, schmale Linie. Aber das war besser, als wenn sie ihn geöffnet hĂ€tte. Vermutlich hĂ€tte der Wachmann noch in seiner Not eine Alarmierung ausgerufen, wo sie schon so krank aussah fĂŒr seine Augen. Sie beide folgten Robere bis sie außer Hörweite waren. »Man sind Deine Leute alle so lustig?«, fragte Arbo und befĂŒhlte seinen Hintern, ob ihn der Wachmann gestochen hatte.

Robere
»Ja, sie sind alle so. Seht ihr, mein Plan hat funktioniert«, freute Robere sich. »Jetzt gehört ihr offiziell mir und nach den SchÀdeln hat er auch nicht gefragt. Der wollte nicht mal eine Bestechung. Los, lasst uns nach einem Fuhrwerk schauen. Dein Arsch ist in Ordnung, ist noch genau so flach wie vorher.«

Arbogast
»Wir hÀtten doch eh keine Bestechung gehabt. Na der hat mit der Helebarde rumgefummelt. Gut wir gehören offiziell Dir, wunderbar. Was ist mit meinem Arsch nicht in Ordnung? Nori sei nicht traurig, die kennen hier keine Arashi«, lachte Arbo.

Nori
»Na das habe ich auch gemerkt, er tat ja so als hĂ€tte ich die Seuche am Bein. Aber da er mich so abstoßend fand, hatte er keine Zeit nach den SchĂ€deln zu gucken«, gab sie zu bedenken und deutete auf einen Umladeplatz auf dem mehrere Fuhrwerke standen. »Die laden dort irgendetwas ab, vielleicht nehmen sie uns dann mit«, schlug sie vor.

Robere
»Ja, dann lasst uns fragen gehen. Dein Arsch ist flach, Arbo, einfach nur flach wie ein Brett, genau wie deine Brust. Du brauchst paar mehr Muskeln. - Nori.« Er reichte ihr eine Rauchstange rĂŒber. Dann eine fĂŒr Arbogast, ehe er sich im Gehen selbst eine drehte.

Nori
Arbo und Nori nahmen die Rauchstangen gut gelaunt entgegen. »Er hat keine Muskeln, er muss mehr trainieren«, sagte Nori und steckte sich die Rauchstange in den Mundwinkel.

Arbogast
»Ich arbeite, ich habe keine Zeit um zu trainieren. Naja gut jetzt hĂ€tte ich Zeit, aber zuerst mĂŒssen wir einmal ankommen. Hau wen an Tek und dann fahren wir zu Dir nach Hause«, schlug Arbo vor.

Nori
»Genau, bei Dir Zuhause sind wir vorerst sicher. Niemand kennt uns und dort können wir uns in Ruhe der Planung widmen«, sagte sie freundlich.

Robere
»Mein zu Hause ist der Palast. Ich hab da eine Kammer. Aber ich wohne die meiste Zeit im Mannschaftsquartier meiner Einheit. Drum ist die Kammer nur klein. Aber meinetwegen.« Er organisierte ihnen ein Fuhrwerk und wenige Tage spĂ€ter trafen sie in Beaufort ein. Vom Umladeplatz aus war es ein lĂ€ngerer Fußmarsch, doch schließlich gelangten sie vor dem Palast an.

BoldiszĂ r
BoldiszĂ r mussten sie nicht erst suchen. Er war gerade auf einem seiner vielen Wege, die er zu erledigen hatte und lief ihnen mitten im Palast ĂŒber den Weg. Erstaunt blieb er stehen und musterte erst Robere und dann seine beiden Begleiter. »Was hast du hier mit her geschleppt«, murrte er.

Robere
»Hab mir zwei Sklaven gekauft in Naridien.« Robere grinste etwas.

Arbogast
»Ja der liebe Herr hat uns gekauft, uns wollte sonst keiner«, pflichtete Arbo gehorsam bei und grinste.

BoldiszĂ r
BoldiszĂ r blickte kurz zu dem Sklaven, dann zu Robere zurĂŒck. »Das geht nicht so einfach. Die kannst du nicht hierbehalten, im Palast. Ich glaub nicht, dass das geht. Kommt mit. Massimo ist nicht da, aber ich frag Bellamy, ob das klar geht.« Er ging mit ihnen im Schlepptau Bellamy suchen.

Bellamy Bourgeois
Bellamy saß bei einem Feierabendbierchen draußen auf einer der Banken und ließ sich sein GetrĂ€nk wie auch sein Brot schmecken. Er war gerne draußen und er genoss die kĂŒhle Abendluft. Robere und Boldi nĂ€herten sich und hatten zwei weitere Personen im Schlepptau. Bell schaute Boldi fragend an. »Was sind das fĂŒr Gestalten?«, fragte er neugierig und nahm einen Schluck Bier.

BoldiszĂ r
»Robby hat die in Naridien gekauft. Das sind zwei Sklaven, sagt er, und will die jetzt im Palast wohnen lassen, wenn ich das recht verstanden habe. Kann ein Leibeigener ĂŒberhaupt Sklaven halten?«

Bellamy Bourgeois
Bellamy schĂŒttelte den Kopf. »Nein, nur ein Freier kann einen Schwur leisten und Eigentum erwerben. Er ist selbst Eigentum. Ich kann mir einen Sklaven kaufen und einem Lehnsherrn oder sonstigem Herrn die Treue schwören. Ein Leibeigener kann das nicht. Er ist ja bereits zur Treue durch seine Leibeigenschaft verpflichtet. Also rein rechtlich gehören die Sklaven dann seinem Besitzer. Das sind jetzt keine besonders hĂŒbschen Typen, ich wĂŒrde sagen fĂŒr normale Bewirtschaftung oder so, mĂŒsste es ausreichen. Hole Dir Dein Geld woanders wieder Robere und gibt die beiden ab. Vielleicht möchte einer der Adligen sie erwerben. Ansonsten vielleicht reine ArbreitskrĂ€fte? Aber am Hof werden sie vorher ĂŒberprĂŒft. Da bekommst Du nur Ärger was Du angeschleppt hast. Verkauft sie an einen Comte oder Chevalier. Das ist das Beste«, schlug Bellamy vor und knuffte Boldi.

Robere
»Das geht nicht so einfach. Erstens waren die teuer. Und zweitens sind das Kumpels, die ich irgendwie ĂŒber die Grenze bringen musste. Drum hab ich sie zu meinem Besitz erklĂ€rt. Kann man da nix machen?«

Bellamy Bourgeois
Bellamy ĂŒberlegte. »Kumpel? Naja gut, Deine Wahl. Quartier sie im ArbeiterflĂŒgel ein. Dort wird man keine großen Fragen stellen und falls doch, sind die beiden von mir. Ich ĂŒberlege mir einen Hausstand anzuschaffen«, erklĂ€rte Bell.

Robere
»Du hast was gut bei mir, zwei Mal jetzt schon. Dann bring ich sie dort unter, da mĂŒssen die nicht in meiner eigenen Kammer wohnen.«

BoldiszĂ r
»Willst du dir echt einen Hausstand anschaffen?«, fragte Boldiszàr perplex.

Bellamy Bourgeois
»Ja ich erinnere Dich bei Zeiten dran, wenn ich einen Gefallen benötige. Und schick die beiden in den Zuber. Sonst fĂ€llt das zu sehr auf. Die können aussehen wie sie wollen, den letzten Fetzen tragen,aber sauber mĂŒssen sie sein«, erklĂ€rte Bell. Auf die Frage von Boldizar lachte Bellamy schallend auf. »Als Ausrede fĂŒr Robere schon, sonst nein. Was sollte ich damit wollen? Keine Panik Boldi, ich bleibe Dir noch eine Weile erhalten und ich diene Prince Ciel. Ich habe ein Dach ĂŒber dem Koch, einen vollen Bauch und eine gute Stelle. Ich gehe nicht«.

BoldiszĂ r
»Tse, ich dachte schon, jetzt hakts aus, jetzt wird er sesshaft.« Erleichtert, dass Bellamy ihm erhalten blieb und dass Robere wieder wohlbehalten heimgekehrt war, drehte er sich eine besonders dicke Rauchstange.

Bellamy Bourgeois
»Nein ganz ruhig, dafĂŒr bin ich noch ein bisschen zu jung Bold. Frag mich so in 40 Jahren nochmal«, grinste Bell schief und hielt die Hand auf. »Bekomme ich auch eine?«, bat er.

BoldiszĂ r
BoldiszĂ r reichte ihm gleich seine, auch wenn er die schon im Mund gehabt hatte und sie schon brannte. »DafĂŒr sind wir beide zu jung, genieß deine Jugend.« Er grinste sein einseitiges Grinsen.

Bellamy Bourgeois
Bellamy ließ sich die Rauchstange schmecken und bließ Kringel in die Luft. »Das tue ich mein Bester«, freute sich Bell.

Robere
Etwas eifersĂŒchtig beobachtete Robere die beiden, wie sie gemeinsam rauchten. Kaum war er mal einen Monat außer Haus, schon war er außen vor. »Na dann, kommt«, knurrte er zu Arbogast und Nori. »Die zwei wollen scheinbar ungestört reden. Ich zeig euch, wo ihr wohnen werdet und wo ihr baden könnt. Morgen organisieren wir euch normale Klamotten.«

Arbogast
Arbogast wurde hellhörig bei der Aussicht auf neue Kleidung. »Das wĂ€re klasse, ich brauche echt was Neues, meins ist total durch. Du hast ein eigenes Quartier? Du hast es gut. Na ich bin gespannt, wo Du uns unterbringst«, freute sich Arbo auf ein gemĂŒtliches Bett und vor allem auf neue Kleidung. Nagelneu, jedenfalls vermutete er das. Nori trottete hinterher und sah sich staunend um. So etwas gewaltiges wie den Palast, samt seinen GĂ€rten und NebengebĂ€uden hatte sie noch nie gesehen.

Robere
»Tja, wer hat ,der hat«, sprach Robere. »Ich hab mir den Platz hier erarbeitet, ich hab das nicht geschenkt gekriegt oder wegen irgendwelcher Beziehungen erhalten. Ich hab mich von ganz unten bis zum Palast hochgekĂ€mpft. Ihr werdet euch fortan tĂ€glich waschen mĂŒssen und benehmt euch, sonst krieg nicht nur ich, sondern auch Belly Ärger. Und Belly ist ein Kumpel, der legt fĂŒr euch die Hand ins Feuer, also enttĂ€uscht ihn nicht.«

Arbogast
Arbo nickte so ernst, wie ihn Rob sonst nicht kannte. »Wir werden uns gut benehmen, keine Sorge«, versprach er.

Nori
Nori boxte Rob vor die Schulter. »Hier sind wir unerkannt und sicher. Wir werden unser Bestes geben, dass das so bleibt. Halt nach Arch Ausschau!«, sagte Nori.

Robere
Robby knuffte beide zurĂŒck. »Arch kann hier nicht rein, aber er wird sich bemerkbar machen. Wir haben einen Treffpunkt im Schlossgarten, eine Bank bei einem kleinen Teich. Dort habe ich Archibald oft gesehen, wenn er Gesellschaft suchte, manchmal traf er sich da mit wem und ich traf ihn da auch. Das war die Bank, wo du mich abgeholt hast, Arbo. Da hatte ich eigentlich auf deinen Vater gewartet.«

Arbogast
»Dann wird diese Bank der Treffpunkt unserer Zusammenkunft sein! Der Ausflug nach Obenza, die Aufnahme in den Zirkel, der Besuch im Haus, unsere geglĂŒckte Flucht und nun die Reise nach Souvagne. Unsere Reise ist noch lange nicht zuende Robby, ich denke sie fĂ€ngt gerade erst an. Und was soll ich sagen? Mir gefĂ€llt es!«, grinste Arbo.

Robere
Robere blickte Arbogast einen Moment zu lange an. »Ja, mir auch«, bestĂ€tigte Robere. »Das wird eine geile Reise und eine noch bessere Jagd. Wir sind da, hier ist der GesindeflĂŒgel. Wartet.« Er verschwand kurz und kam mit zwei SchlĂŒsseln wieder. »Ihr habt Schwein. Es ist gerade genĂŒgend Platz, so dass jeder von euch ein eigenes Quartier bekommt.« Er brachte die beiden zu ihren TĂŒren.
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Ein Ruheplatz fĂŒr Kazrar und Narbi

#2

Beitrag von Robere Tekuro Chud-Moreau » Fr 27. Jul 2018, 07:39

Mit einer fĂŒr ihn untypischen Liebe schuf Tekuro einen Ruheplatz fĂŒr seinen Vater und dessen Freund. Er wischte den halbhohen Schrank mit den Schubladen ab und legte ein ordentliches Tuch darĂŒber. Sorgsam arrangierte er die beiden schwarz verbrannten SchĂ€del, so dass sie in Richtung des Bettes schauten und dabei leicht zueinandergedreht waren. Am Wangenknochen berĂŒhrten sie sich. Dort, wo ihre leeren Blicke sich trafen, war das Kissen, auf dem Tekuros Kopf zum Schlafen ruhte. Andere wĂŒrden die Vorstellung, im Schlaf von zwei TotenschĂ€deln beobachtet zu werden, vielleicht unheimlich finden, doch ihm gaben sie das wĂ€rmende GefĂŒhl, dass jemand ĂŒber ihn wachte. Warum sollte er seinen eigenen Vater fĂŒrchten oder jemanden, dem sein Vater vertraut hatte? Schade, dass der Teppich mit der Landschaft in Obenza verblieben war. Er wĂŒrde sich gut an der Wand hinter ihnen machen.

Inzwischen kannte Tekuro Kazrars SchĂ€del auswendig. Mehrmals am Tag hatte er wĂ€hrend der Heimreise seine Finger darĂŒber gleiten lassen, jeden Winkel erkundet, das ebenmĂ€ĂŸige Gebiss - schöne ZĂ€hne hatte Kazrar gehabt - war jede einzelne Knochennaht nachgefahren, alle Erhebungen, jede Delle. Er fand einige UnregelmĂ€ĂŸigkeiten, die auf Stoßverletzungen hinwiesen und wohl ein Erbe von Kazrars gefĂ€hrlichem Dasein waren, aber keine Hinweise auf BrĂŒche. Trotz aller Unwilligkeit, sich zu einem brauchbaren JĂ€ger ausbilden zu lassen, hatte sein Vater es geschafft, sich unbehelligt durch sein Leben zu mogeln, bis zum letzten Tag. Was an diesem schief gelaufen war, entzog sich Tekuros Kenntnis. Er hĂ€tte gern gewusst, ob es einen Kampf gegeben hatte, ob Kazrar und Narbi hinterrĂŒcks ĂŒberrascht worden waren oder ob der Mörder sie im offenen Kampf gestellt hatte. Wie lange hatte es gedauert, wie war ihr Tod eingetreten? Tekuro hoffte nicht, dass sie lebendig enthauptet worden waren. Diese Frage wĂŒrde ihn nicht ewig quĂ€len, er wĂŒrde bald alle Informationen erhalten, aus erster Hand: An dem Tag, an dem der Mörder erfuhr, dass Kazrar der Welt einen Sohn hinterlassen hatte.

Die Tatsache, wie Ă€hnlich Tekuro seinem Vater sah, setzte dem Ganzen eine Krone aus gehĂ€ssig emporragenden HaifischzĂ€hnen auf. Ansgar wĂŒrde ihn sehen und er wĂŒrde wissen, wofĂŒr er starb, ohne dass Tekuro es ihm erklĂ€ren musste.

Tekuro war mit seinem Werk zufrieden. Er legte seine Lippen an die schwarze, glatte Stirn dessen, was einst Kazrar gewesen war. »Bis spĂ€ter, Papa«, murmelte er. »Muss erstmal zur Arbeit. Ich wohne im Mannschaftsquartier, wenn ich keinen Urlaub habe, das ist hier im Palast. Also nicht weit weg. Aber ich hab am Tag eine Stunde Freizeit. Dann komm ich dich besuchen. Schlaf gut. Du auch, Narbi.« Er legte eine Decke ĂŒber die beiden und kehrte zurĂŒck in die Welt der Lebenden.
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Re: Kapitel 5 - Heimkehr nach Souvagne

#3

Beitrag von Archibald von Dornburg » Sa 11. Aug 2018, 14:48

Magische Mitreisegelegenheit


Er verharrte vor dem geschĂ€ndeten Altar, harrte aus und wartete auf die Wiederkehr seines MĂŒndels. Es schien ihm, als wĂ€re es Äonen von Jahren her, als er das erste Mal hier unten gestanden hatte. Nichts weiter als ein sehr einsames, dummes, neugieriges Kind war er gewesen. Ainuwar hatte weder seine Gebete erhört, sich offenbart, noch ihm jemals eine Antwort auf seine Frage geliefert. Sie war schlicht gehalten, beinhaltete aber seine zerstörte Welt. Die Frage lautete – Warum?

Warum hatte ihn seine Mutter direkt nach der Geburt weggegeben und von einer Amme aufziehen lassen?
Warum wurde er als Kleinkind jener Amme, die ihn liebte und die er liebte, wieder abgenommen?
Warum fĂŒhlte er sich stĂ€ndig hol und leer, wie ein GefĂ€ĂŸ, fĂŒr das es keinen passenden Inhalt gab?
Warum war er ĂŒberhaupt auf die Welt gekommen, wenn ihn niemand haben wollte?
Und warum hatte ihn der einzigen Person entrissen, bei der dies genau anders war?

Warum
 eine Frage fĂŒr tausend Fragen, ein endloses Spiel, voller quĂ€lender Gedanken die er nicht aussprach. Nicht aussprechen konnte, ohne in einen GemĂŒtszustand völliger Desorientierung zu geraten.

Es war wieder einer dieser unsagbar langweiligen Tage gewesen, an denen Dunwin trainierte und er im Herrenhaus stromern ging. Sein Gastgeber Alastair von Hohenfelde hatte nichts dagegen, oder er hatte einfach kein Interesse, die Neugier seines kleinen Permanent-Besuchers einzudÀmmen. Vielleicht fand er es auch ganz unterhaltsam und hoffte, dass er vom Haus verschluckt wurde, wie es einigen hier ergangen war. Aber im Gegensatz zu den normalen Besuchern, die schon beim Betreten des Herrenhauses mit den Knien schlotterten, liebte Archibald die alten, kalten, finsteren Mauern.

Er fĂŒhlte sich in dem Herrenhaus geborgen. Dem einen war die Dunkelheit ein Feind, fĂŒr ihn war sie ein schĂŒtzender Freund. Sie verbarg ihn, schĂŒtzte ihn vor seinen AnfĂ€llen und irgendwann wurde sein Geist scheinbar eins mit ihr. Ihm war es Recht, er hatte dem Licht nichts abzugewinnen, es bedeutete Gefahr und Schmerzen.

An jenem besonderen Tag, entdeckte er auf seinen unermĂŒdlichen StreifzĂŒgen das Siegel. Die WĂ€nde des Hauses verschoben sich, was einem gerade noch als offener Weg prĂ€sentiert wurde, war Sekunden spĂ€ter eine Sackgasse. Manch einer war schon hier verzweifelt, dem Wahnsinn verfallen oder gestorben, da er nie wieder hinaus gefunden hatte. FĂŒr Archibald waren die sich verschiebenden WĂ€nde ein wundervolles RĂ€tsel. Ein Labyrinth mit dem man spielen konnte, was scherte es ihn, dass sein einziger Spielkamerad ein uraltes Haus war?

Das Siegel war nichts weiter, als eine zusĂ€tzliche Spielerei, ein neues RĂ€tsel, vor das ihn sein Freund das alte Haus stellte. Archibald liebte Spielzeuge jeder Art, besonders mechanische und technische hatten es ihm angetan. Und so saß er stundenlang zufrieden vor dem Siegel, in fast absoluter SchwĂ€rze und knobelte. Als sich das Siegel hob, schaute er in ein tiefes schwarzes Loch, dem Abgrund gleich. Die Finsternis war durchdringend und streckte ihre schwarzen HĂ€nde einladend nach ihm aus. Archibald sprang in die Tiefe und wurde mit einem weiteren RĂ€tsel belohnt. Einer TĂŒr, hinter der sich nichts weiter verbarg als tausende Falschen. Das wundervolle an den FlĂ€schchen war, dass Geister darin herumschwebten. Sorgsam stellte er sie zurĂŒck, denn er sah auf den ersten Blick, dass es sich hier um eine liebevoll gepflegte Spielzeugsammlung halten musste.

Der junge Archibald verließ den Raum, auf dem gleichen Weg, wie er ihn betreten hatte. Erneut ein RĂ€tsel, es war leicht zu lösen.
Man musste es einfach nur erweitern

333 und Du bist frei.
666 und ab ins VersteckÂŽs.
999 und Du kannst bei uns sein


Eine witzige EselsbrĂŒcke, auch wenn sie sich nicht ganz reimte.

Nachdem er den Raum hinter der TĂŒr mit dem Stern betreten hatte, blieb er erfĂŒhrchtig stehen. Der Raum war wie eine dreiblĂ€ttrige Blume angelegt. Die runden Alkoven bildeten in der Mitte eine Erhöhung wie der Stempel der BlĂŒte. Auf dieser Empore thronte ein schwarzer Altar, der die gleiche Form in Miniatur wiederspiegelte, die der gewaltige Raum vorgab. Auf dem Altar lagen drei MĂ€nner, ihre Köpfe trafen sich in der Mitte des Altars, so als ob sie einen Traum teilen wollten. In den Alkoven des Raumes standen seltsame Apparaturen, die Archibald vorher noch nie gesehen hatte. Dicke Leitungen gingen von seltsamen Tanks ab und kamen vor dem Altar wieder aus dem Boden. Die drei MĂ€nner auf dem Altar waren jeweils einen AltarflĂŒgel und somit einem bestimmten AlkovenflĂŒgel angeschlossen. Untereinander waren sie ebenfalls durch eine Vielzahl kaum ĂŒberschaubarer Leitungen verbunden.

Das Ganze erinnerte Archibald an eine Blume in einem Spinnennetz. Vorsichtig malte er die Leitungen nach, aber er konnte nicht ergrĂŒnden welchem Zweck sie dienten. Also schaute er sich die Tanks an. Er stellte sich auf die Zehenspitzen um in einen der großen Messingstanks hineinschauen zu können. Der obere Glaskörper war jedoch zu weit entfernt, als dass er einen Blick hĂ€tte hineinwerfen können. In dem Moment wo er sich zurĂŒck auf die Fersen sinken ließ, spĂŒrte er, dass er nicht mehr allein im Raum war.

Jemand, besser gesagt Etwas war anwesend.

Arch drehte sich in Zeitlupe um. Über den drei Körpern in der Mitte des Raumes schwebte eine Gestalt ĂŒber dem Altar. Hunderte weiße, leuchtende FĂ€den schlĂ€ngelten sich aus dem RĂŒcken und dem unteren Ende der Wesenheit. Eine seltsame Leuchtkraft ging von diesem Geschöpf aus, einem Paradoxon gleich, absorbierte sein Strahlen sĂ€mtliches Licht und schenkte Finsternis. Die Erscheinung war im permanenten Wandel wie fließendes Wasser. Es bestand aus drei Wesenheiten, von denen sich eine stets völlig materialisierte und mit Gesicht zeigte.

Archibald fiel auf die Knie und zitterte hemmungslos.
Aber im Gegensatz zu all den anderen, die jemals einen Blick auf diese Erscheinung erhaschen mussten, zitterte er nicht aus Angst.
Er lag nicht im Staub und bettelte um sein Leben.

Er betete!

Er lag dort, hatte sein Gesicht abgewandt, weil er niemals zuvor in seinem Leben etwas Schöneres und Erhabeneres gesehen hatte als diese Erscheinung. Der Blick der Wesenheit wandelte sich von erbost in neugieriges Erstaunen.

Es schwebte nĂ€her
 berĂŒhrte ihn
 segnete ihn
.
Und beantwortete all seine Fragen nach dem Warum

Sogar wer und was es war


Sie waren die Ältesten

Sie hatten den wahren Pfad der Tugend erschaffen

Sie verkörperten die Dunkelheit und ein jeder Ältere reprĂ€sentierte eine der Drei grĂ¶ĂŸten Tugenden


HinterhÀltigkeit

Reichtum

Mord


All dies galt es sich anzueignen, wenn man dem Weg der Älteren folgten wollte. Sie waren hart, sie waren grausam, sie waren brutal aber sie waren auch gĂŒtig, anerkennend, liebend und schĂŒtzend. Ihre Verehrung versprach grenzenlose Macht und ebensolchen Beistand, dafĂŒr erwarteten sie unumstĂ¶ĂŸliche LoyalitĂ€t und Treue.

Der mĂ€chtigste Älteste unterhielt sich lange mit ihm. Augen so hell und kalt wie Packeis leuchteten wie zwei kleine blaue Sonnen in seinem SchĂ€del, die langen tintenschwarzen Haare nichts Dunkelheit und Rauch die seine Schultern umwabberten. Der Älteste sprach mit den vertrockneten Lippen eines Jahrtausende alten Greises, aber die ZĂ€hne dahinter waren so weiß und scharf, wie die eines Hais. Die Arme des Ältesten waren ungeheuer lang und mit seltsamen Runen bedeckt. Seine NĂ€gel verdienten diese herabwĂŒrdigende Bezeichnung nicht, es waren messerscharfe Klauen.

Aber nichts was im Leben von Wert war gab es umsonst, erklĂ€rte der Älteste.

ZĂ€hne und Klauen mussten sich ihre AnhĂ€nger verdienen, dass RĂŒstzeug um in einer Welt voller Beute zu bestehen, musste man sich selbst zu einem JĂ€ger erheben. Und man musste sein Fell, seine Haut fĂŒr andere JĂ€ger kenntlich machen. Denn nichts war eine grĂ¶ĂŸere Schande, als wenn ein JĂ€ger einen anderen JĂ€ger jagte.

Archibald saugte jedes Wort und die kleinste Aufmerksamkeit des Ältesten auf, er glaubte



Heute waren die Ältesten keine Glaubensfrage mehr, sondern eine festzementierte Tatsache in seinem Verstand. Die Grundfeste seines Verstandes war an diesem Tag erschĂŒttert worden, als man den Tempel der Ältesten geschĂ€ndet hatte. Arch hatte Robere, Nori und Arbogast fĂŒr die Wiederherstellung des Altars vorgesehen, aber scheinbar hatte Robere wundervolle Bedeutung die er ihm offenbarte nicht begriffen. Nun Tek war noch klein, er hatte noch kein VerstĂ€ndnis fĂŒr die Geheimnisse und MĂ€chte die die Ältesten boten. Vielleicht fĂŒrchtete er sich sogar insgeheim vor ihrer Macht. Nicht jeder war letztendlich in der Lage, ein GefĂ€ĂŸ fĂŒr eine Gottheit abzugeben.

Archibald wartete vergebens. Die Lösung Robere
 war nicht mehr
 Arch war er seinem MĂŒndel nicht böse. Die meisten scheuten den Preis der Macht, und Tek hatte sich nicht einmal die ZĂ€hne verdient. Er hatte den Kleinen ĂŒberfordert. Schweren Herzen und unsagbar mĂŒde, stand Archibald auf und strich ein letztes Mal liebevoll mit den Fingerspitzen ĂŒber den Altar.

Er drehte sich um


Grabeskalte, spröde Lippen pressten sich auf seine

Er hieß es mit Freude willkommen.

Das was es verursachte, bot er bereits – ein Loch in der Seele.
Er wĂŒrde sie beide ernĂ€hren, bis er einen neuen Tempel fĂŒr es gefunden hatte


****
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Re: Kapitel 5 - Heimkehr nach Souvagne

#4

Beitrag von Archibald von Dornburg » Sa 11. Aug 2018, 14:49

Die Beißer-Bande


Archibald von Dornburg
Archibald hatte das Herrenhaus der Hohenfeldes verlassen. Geduldig hatte er bis zum Einbruch der Nacht ausgeharrt. Die Nacht war seine Zeit, schon von jeher, nicht erst seitdem er zu einem Vampir erhoben worden war.

Arch nahm die seine zweite Gestalt, die einer schwarzen Fledermaus, an und erhob sich flatternd in die LĂŒfte. Die erste Reise, die er antreten musste, fĂŒhrte ihn zurĂŒck nach Obenza. Robere, oder vielmehr Tekuro wie er tatsĂ€chlich hieß, war Hals ĂŒber Kopf geflohen.

Er hatte es nicht verstanden, Tekuro hatte nicht begriffen zu was Arch ihn erheben wollte. Ihn, Nori und auch Arbogast. Aber woher sollten sie das auch wissen? Sie hatten niemals einen Ältesten zu Gesicht bekommen. Sie hatten nicht seine Erhabenheit, seine Glorie, seine Weisheit und seine wundervolle ÜbernatĂŒrlichkeit genießen dĂŒrfen.

All dies war ihnen verwehrt geblieben, sie tappten im Dunkeln. Und obwohl er in der Finsternis lebte, war er der einzig Erleuchtete. Nun, die Zeiten Ă€nderten sich und er hatte eine neue Aufgabe vor sich. Er war fĂŒr Tekuro verantwortlich und fĂŒr Angst musste man sich nicht schĂ€men. Arch wĂŒrde ihn sanft an die Ältesten heranfĂŒhren.

Ein Medium war nicht mehr nötig, die Körper waren entweiht, zerstört, genauso wie die Körper von Narbenfresse und Kazar, seinem MĂŒndel und Teks Vater. Im Grunde war er der Opa von Robby, was Archibald wehmĂŒtig aufstöhnen ließ. Arch legte einen FlĂŒgelschlag zu und flog so schnell er konnte nach Obenza.

Die verkommene Hafenstadt war nicht gerade weit entfernt, aber fĂŒr so einen kleinen Körper, war es doch schon ein gewaltig langer Flug. Endlich kamen die schĂ€bigen HĂŒtten und Baracken in Sicht, die das vertraute GefĂŒhl der JagdgrĂŒnde mit sich trugen. Untermalt wurde das Ganze von dem Kloakenartigen Gestank der Gosse. Ein Aroma dass in seiner ureigenen Art von dem Recht des StĂ€rkeren sprach. Wer hier versagte, versagte meist nur einmal und verrottete im Dreck der engen Nebenstraßen oder Sackgassen. Eine Straße ohne Wiederkehr war hier wörtlich zu nehmen, ebenso die Straßen der langen Messer.

Archibald erreichte das Hauptquartier des Zirkel erschöpft aber glĂŒcklich. Er lief den finsteren Gang hinab und tippte einzelne kleine, schwarze Kinder an. Er hatte vor einer Ewigkeit diese Deko erfunden und war noch heute stolz drauf. Die lieben Kleinen fĂŒhrten sie in den tatsĂ€chlichen Abgrund, wenn man vom Zirkel zum Essen eingeladen worden war.

Arch betrat ohne Probleme das Hauptquartier, grĂŒĂŸte den einen Bruder, wechselte hier und dort ein paar nette Worte mit einer Schwester und ging letztendlich ins Quartier von Tek. DafĂŒr war er hierher zurĂŒckgekehrt.

Kazrar hatte es nicht geschafft. Im großen Wettlauf des Überlebens war ihm kurz vor der Ziellinie die Puste ausgegangen. Unvorsichtig war er gewesen, oder zu abhĂ€ngig von seinem Ziehvater. Arch schalt sich heute noch dafĂŒr in Gedanken ihn nicht hĂ€rter zu einer menschlichen Waffe geformt zu haben. Mit Tekuro wĂŒrde ihm dieser Fehler nicht unterlaufen.

Tekuro war seine zweite Chance und er war die zweite Chance fĂŒr Tekuro.

Archibald verpackte vorsichtig die TagebĂŒcher von Kazrar, ebenso verstaute er den Teppich und die Briefe die er geschrieben hatte. Arch schaute sich um und legte alle Habseligkeiten von Kaz in die handgeschnitzte Truhe seines einstigen MĂŒndels. Arch legte ebenfalls die Tageskleidung von Kazrar dazu, sowie auch diese seltsame Jacke die er immer trug, sobald ihn das Heimweh nach seiner Heimat plagte, an die er sich kaum noch bewusst erinnern konnte.

Auch die seltsame Haarnadel, die Archibald immer fĂŒr eine Waffe gehalten hatte, legte er dazu. Eine Nadel aus Knochen, die sich wunderbar glatt in der Hand anfĂŒhlte. Als er alle Erinnerungen als Paket in der Truhe verstaut hatte, machte sich Archibald auf den langen Weg zurĂŒck nach Souvagne.

Gut eine Woche spĂ€ter saß er auf der Parkbank und wartete auf Tek. Seine Hand ruhte auf der handgeschnitzten Truhe, Roberes Schatz.

(die Nadel als Bild)
https://i.etsystatic.com/15579628/r/il/ ... 9_552e.jpg


Robere
Jeden Abend nach DĂ€mmerung schaute Tekuro zunĂ€chst bei der Bank vorbei, die zu ihrem inoffiziellen Treffpunkt geworden war. Auch Nathan schlich hier manchmal herum und verschwand, sobald er Tekuro aus dem Dunkel auftauchen sah. Gelegentlich hatte er BoldiszĂ r getroffen, der allein fĂŒr sich rauchte und ihm Gesellschaft geleistet. Aber sonst war niemand hier hergekommen. Tekuro war dann zurĂŒck in den Palast gekehrt und hatte seinen Vater und Narbi besucht, mit ihren SchĂ€deln gesprochen und sich dann seiner Freizeit auf die ĂŒbliche Weise gewidmet, meist beim GlĂŒcksspiel mit den MĂ€nnern seiner Einheit. Da er nicht damit rechnete, dass sich heute etwas Ă€nderte, hatte er Arbogast und mit in den Garten genommen. Nori war anderweitig beschĂ€ftigt, sie wollte sich in der Stadt umschauen. Arbogast hatte sich wieder bei ihm eingehakt, was Tekuro keineswegs Recht war in Sichtweite des Palasts. Die Gardisten, die ihre Runden marschierten, schlichen nicht, sondern zeigten PrĂ€senz, so dass man ihr Nahen bemerkte und er die Vertraulichkeit duldete. Momentan waren sie allein fĂŒr sich. Die GlĂŒhwĂŒrmchen, die sich bei dem kleinen Teich bei der Bank aufhielten, umschwirrten sie auf die ihnen eigene langsame Art und Weise. Jemand saß auf der Bank. Nicht Boldi diesmal und nicht Nathan. Archibald war es. Tekuro konnte sich ein breites Grinsen nur mĂŒhsam verkneifen. »Archibald«, grĂŒĂŸte er und nickte zum Gruß.

Archibald von Dornburg
Archibald musterte gut gelaunt die beiden Neuankömmlinge. "Na wieder festen Boden unter den FĂŒĂŸen Tek? Oder immer noch am weglaufen. Kleiner Spaß, kommt her Ihr beiden. Ich habe Dir etwas mitgebracht und zwar die Habseligkeiten Deines Vaters. Du lebst hier, darum dachte ich Du möchtest sie gerne bei Dir haben. Das Quartier ist eine Notlösung fĂŒr Dich, Du hast schließlich nun ein Zuhause. Aber dass hier, dass was in der Kiste ist, dass ist ein Teil Deiner Vergangenheit, Deine Herkunft, Deine Heimat. Darum habe ich es Dir mitgebracht Tek. Nur zu, nimm", sagte Archibald freundlich.

Robere
Tekuro starrte ihn an. Dann zog er seinen Arm aus Arbogasts HĂ€nden und nahm ehrfĂŒrchtig die Kiste entgegen. Er setzte sich neben Archibald. Mit dem Kopf gab er Arbogast ein kurzes Zeichen, sich neben ihn zu setzen, damit er da nicht rumstand wie Falschgeld. Tekuro betrachtete die Kiste auf seinen Knien und ließ die HĂ€nde einen Moment darauf liegen. Dann öffnete er sie und schaute, was er darin finden wĂŒrde. Ganz langsam und vorsichtig ließ er alles durch seine Finger gleiten. Den Teppich, die Haarnadel, die BĂŒcher. Die Briefe! Und Kleidung. Tekuro presste sie an sein Gesicht und ließ sie darauf gedrĂŒckt. Lansam ließ er sie wieder sinken. "Danke", sagte er knapp. "Ich ... kann das nicht lesen. Wann liest du mir daraus vor?"

Archibald von Dornburg
"Nun ich kann Dir nur nachts daraus vorlesen. TagsĂŒber geht das leider nicht. Wann immer Du möchtest, lese ich Dir aus den TagebĂŒchern vor. Er hat sie Ă€hnlich geschrieben, wie ich meines. Nur nicht so sprunghaft. Er war ein wenig geradliniger als ich. Das gebe ich gerne zu. Ich dachte mir, dass Du die Sachen von ihm gerne bei Dir hast Tek. Pass gut auf sie auf. Die Briefe lese ich Dir ebenso vor, wenn Du möchtest", sagte Arch, wĂ€hrend sich Arbo neben ihn setze und mit in die Truhe guckte.

Robere
"Jetzt?", fragte Tekuro hoffnungsvoll. "Ich hab es Kazrar und Narbi hĂŒbsch gemacht, willst du es sehen?" Er knaubelte auf der Innenseite seiner Unterlippe. Er hatte noch nie einen so seltsamen Mix aus Freude und Trauer empfunden. Dass zwei so gegensĂ€tzliche GefĂŒhle sich ĂŒberhaupt vereinen konnten, war ihm ein RĂ€tsel. "Danke, Mann. Mir fehlen die Worte. Aus wem besteht die Spange? Ist das wer Bestimmtes?"

Archibald von Dornburg
"Ja natĂŒrlich, wie alles von uns. Das ist die Haarnadel aus seinem ersten selbsterlegten Opfer. Oberschenkelknochen, grĂ¶ĂŸter beziehungsweise lĂ€ngster Knochen im menschlichen Körper. Ich sehe Dir an was Du empfindest und ich verstehe es. Denn ich empfand Ă€hnlich, als ich die Kiste fĂŒr Dich packte, Dein PĂ€ckchen Kazrar fĂŒr Dich schnĂŒrte. Ist es nicht seltsam, dass alles was von einem Menschen oder WeggefĂ€hrten bleibt, in so eine Kiste passt? Und noch eine Generation weiter, ist alles verschwunden. WofĂŒr hat er sich die Nadel erkĂ€mpft? WofĂŒr hat er sie geschnitzt? Letztendlich wird sie verloren gehen, im Strom der Zeit und in Vergessenheit geraten. So lĂ€uft es immer, Melancholie... nur einsame Seelen kennen Poesie... denn sie liegt ganz nah bei der Melancholie... und Du Tek bist so allein, wie ein Mensch nur sein kann. Völlig allein auf dieser Welt. Ohne Eltern, ohne einen Vater der Dich liebt, ohne einen BeschĂŒtzer oder Mentor. Du bist allein. Und Du wirst erst glĂŒcklich werden, wenn Du das akzeptierst. Nur wenn Du völlig allein sein kannst, seelisch und körperlich, dann Tek - dann kannst Du auch Kameradschaft, Freundschaft und Familie halten. Ich Tek - ich kann es nicht, ich bin dran kaputt gegangen. Aber das habe ich Dir niemals gestanden. Ich bin hier, da Du Kazrars Platz einnimmst, als mein MĂŒndel, mein Enkel, so wie ich es Dir versprach. Darum die Überreichung Deines Eigentums", sagte Arch.

Robere
Tekuro gab ein kurzes GerĂ€usch von sich, das ein wenig nach Schnauben und ein wenig nach Keuchen klang. Er starrte in die Kiste und dann hob sich sein Blick und er starrte Archibald an. Angst und Abwehr flackerten in seiner Seele, Angst davor, auch nur zu hoffen, dass Archibald es genau so meinen könnte, wie er sagte. Er betrachtete ihn von oben bis unten, blickte immer wieder in sein Gesicht, auf der Suche nach BestĂ€tigung fĂŒr seinen Zweifel. »Wann wirst du das nĂ€chste Mal einfach verschwinden?«, fragte er. »Ich bin nicht ... allein. Ich hab meine Einheit und Boldi. Ich bin trotzdem einsam, weil mein Vater fehlt. Aber allein, nein. Warum hat Kazrar seine ZĂ€hne nicht bekommen fĂŒr das hier?« Er hob die Haarnadel und leckte daran.

Archibald von Dornburg
Archibald verschrĂ€nkte die Arme vor der Brust und schaute genauso offen zurĂŒck. "Wann ich das nĂ€chste Mal verschwinde? Immer dann wenn mir danach ist, kurzum sobald ich Hunger oder Jagdlust verspĂŒre. Nun in Wahrheit bist Du allein. Allein und einsam Tek. Wo ist denn Deine Einheit gewesen, als Du sie gebraucht hast? Sie sind nicht da, denn sie wissen nicht einmal davon. In einer Gruppe kann man einsamer sein, als völlig allein im Wald, zum Beispiel. Boldi hattest Du als Kind verloren und wiedergefunden. Und dazwischen? War es nach dem Wiedersehen wie immer? Er war Dir fremd geworden nicht wahr? So wie sie einem alle fremd werden, wenn man Abschied nehmen muss. Nach jeder Trennung Tek fehlt bei der Wiederkehr ein kleines StĂŒckchen. Am Anfang kaum merklich, doch es ist so. Am Ende kann man ihnen nicht einmal mehr trauen, obwohl man sich nichts sehnlicher wĂŒnscht. Du weißt, fĂŒhlst, spĂŒrst dass sie Dich verraten werden. Ob? LĂ€cherlich, die Frage lautet wann.... Sie leben nur neben Deiner AbnormitĂ€t, sie leben nicht mit ihr und schon gar nicht fĂŒr sie so wie Du. Du bist anders, gefĂ€hrlich, unberechenbar... aber all das bist Du nicht. Herunterreduziert auf nur einen wesentlichen Bestandteil Deiner puren Existenz bist Du so einsam dass Du daran kaputt gehen wirst. Und damit der Schmerz aufhört, sticht der Skorpion, und die Bestie frisst. Sind sie in uns, wird aus ich ein wir. Ein wir Tek, dass es vermutlich nicht gibt, nur in diesem einem lustvollen Moment des Fressens, fĂŒr diesen kleinen erhabenen Moment der NĂ€he, dafĂŒr töten wir. Weil wir sonst keine NĂ€he empfinden können. Ich kann es nicht, aber ich wĂŒrde es gerne. Warum er keine ZĂ€hne trug? Weil ich zu streng war und ungerecht und weil ich ein klein wenig wie er dachte. Denn trĂ€gt er die ZĂ€hne, dann muss er gehen. Also hat er zu versagen... und ich ihn zu bestrafen. FĂŒr ein Versagen, dass ich guthieß, da er mein MĂŒndel war", gestand Arch traurig.

Robere
»Er hĂ€tte nicht sterben mĂŒssen«, sagte Tekuro bitter. »Er ist umgekommen wegen einem bescheuerten MissverstĂ€ndnis. Ich weiß, dass sie alle gehen werden. Drum ... hab ich dauernd Hunger. Wenn man das Spiel weitertreibt ... ich hab in der Krypta ein StĂŒck von Papa genascht. Das bleibt nun fĂŒr immer in mir. WĂŒrde ich Kinder haben, und die mich aufessen ... Arch, wenn ich mal tot bin, bitte esst mich auf. Jeder kriegt ein StĂŒck.«

Archibald von Dornburg
"Dies ist sogar eine uralte Bestattungsform, ich weiß nicht mehr von welchem Volk. Letztendlich hĂ€tte wohl niemand von uns sterben mĂŒssen, weder Kaz, noch Narbenfresse und schon gar nicht Dunwin, wenn ich meinen Job besser erledigt hĂ€tte. Nicht dass ich sie nicht beschĂŒtzt hĂ€tte. Du weißt wer Derya hier bei Euch befreit hat? Wie oft habe ich Deinem Vater ganz Ă€hnlich den Arsch gerettet? Viermal? FĂŒnfmal? Aber das nĂŒtzt alles nicht, ich hĂ€tte ihm einbleuen mĂŒssen, wie er sich selbst verteidigen kann. Gut er konnte es, aber er hĂ€tte es noch besser, hĂ€rter, gnadenloser und brutaler tun mĂŒssen. Er verstand nicht, warum ich ihn quĂ€lte. Und warum ich manches unterließ. Ich wollte dass er perfekt wird, so perfekt dass ihm niemand etwas anhaben kann. Allein ist bedeutungslos, er hĂ€tte sich selbst gehabt. Er wĂ€re ein Dornburg geworden. Und zeitgleich verabscheue ich nichts weiter, als diese Blutlinie. Es gibt nur noch mich... weshalb? Ich löschte sie aus und dennoch gab ich die Linie weiter. VerabscheuungswĂŒrdig und verachtenswert der schwache und feige Wunsch nach NĂ€he. Niemand braucht so einen SchwĂ€chling, der sich nach einer Umarmung oder gar nach Gesellschaft sehnt - die Worte meiner Mutter. Aber bin ich so eine Person? Nach außen hin - ja. Nach innenhin - tja... es gibt nur eine Person auf der Welt, die ich aufrichtig und ohne Scheu liebte und ich meide sie bis heute, damit sie nicht sieht was ich wurde, seit man mich ihr entriss. Was wĂŒrde sie wohl dazu sagen? Ich weiß es nicht, aber eines weiß ich - ich könnte ihr Mitleid im Blick nicht ertragen. Ich werde Dich fressen Tek, versprochen - Skarak", sagte Arch leise.

Robere
"Du weißt nicht, wer du bist. Aber ich bin der Skorpion. Das weiß ich. Du bist nicht schwach, mein Vater sah zu dir auf und er wusste, warum." Ihm fiel auf, dass er zuvor Papa gesagt hatte. Das war peinlich. Diese Koseform sollte niemand anderes als Kazrar hören. "Wie hast du meinen Vater gequĂ€lt? QuĂ€l mich genau so und noch mehr. Mach mich zu dem, der er hĂ€tte sein wollen. Ich bin schon fast perfekt, meine Ausbildung ist hervorragend. Aber ich werde Ă€lter, mir laufen die Jahre davon. Was heißt Skarak? Ich fress dich auch, Archibald", versprach Tekuro. "Arbo, du darfst dir ein StĂŒck von mir reservieren. Du magst Rippchen. Magst du meine haben?"

Archibald von Dornburg
"Du verstehst den Sinn hinter all dem nicht Tek. Kaz hat versagt um bei mir zu bleiben. Ich ließ ihn versagen um ihn bei mir zu behalten. HĂ€tten wir nur einmal offen und ehrlich gesagt, was wir beide uns wĂŒnschen, hĂ€tte es niemals solche Probleme gegeben. Nun gut, wir waren jung und unerfahren. Jedenfalls was menschliches Miteinander angeht und die Ältesten hatten darauf keine Antwort. Und woher sollte ich sie haben, wenn ich nie in so einer Gemeinschaft lebte? Meine Familie, meine Wahlfamilie war doch Dunwin samt Stab. Meine "Kinder" waren Kaz und Narbenfresse und mein Bruder war Dunwin. Familienoberhaupt, Bruder, Vater, BeschĂŒtzer und so einiges in einem. Ich habe ihn geliebt und manchmal abgrundtief gehasst. Aber ihm erging es ebenso und ich vermisse ihn, Kaz und so einige von ganzem Herzen. Wie ich ihn quĂ€lte? Ich habe ihn gedrillt, beschimpft - damit er sich mehr anstrengt, ich habe ihn fĂŒr sein Versagen bestraft, ich habe die MaßstĂ€be utopisch hoch angesetzt... den Grund nannte ich Dir eben. Nein ich weiß nicht wer ich bin... leider. Aber ich weiß was ich bin, dass ist doch etwas oder? Skarak heißt Geschworen Tek. Und ich schwöre es Dir, das ich als Dein "Opa" Dich zu einer menschlichen Waffe forme. Das was Du jetzt kannst, ist ein Scheiß dagegen. Hast Du mich je kĂ€mpfen sehen? Nun ich möchte dass mich mein SchĂŒler ĂŒberbietet in seinen FĂ€higkeiten und das wirst Du auch mĂŒssen. Magst Du Musik? Ich hasse sie. Aber ich finde eine Knochenflöte aus dem Oberschenkelknochen von Ansgar, wĂ€re doch eine schöne erste Beute fĂŒr Dich", schlug Archibald vor. Arbo starrte Robere an und machte den Mund auf, wieder zu und wieder auf. Er sah aus wie ein Karpfen auf dem Land, dem es die Sprache verschlagen hatte.

Robere
Tekuro klopfte Arbo einige Male krĂ€ftig die Schulter. "So schnell sterb ich nicht. Aber wenn, wĂ€r es gut, wenn du dir schon mal Gedanken machst. Du kriegst den ersten Bissen. Such dir was aus. Dann bin ich nie wirklich weg. Ich versprech dir auch, dich zu essen, wenn du es erlaubst und wir schon mal dabei sind. Ganz in Ruhe, wir machen`s uns dabei gemĂŒtlich. Du wirst es gut haben in mir." Er wandte sich wieder Archibald zu. "Die Flöte gefĂ€llt mir. Ich mag Musik, ich tanz gern. Arbo weiß es. Du hast dir deine Familie gebaut. Die echte beseitigt und eine Bessere erschaffen. Sogar mit Kindern. Arbo ist mein Bruder, darauf haben wir uns geeinigt. Also auch ein Anfang. Zwei große BrĂŒder hab ich nun schon, ihn und Boldi, und einen Opa. Bilde mich genau so aus wie Kazrar, ich hab keine Angst. Mach meinen Skorpionpanzer zu Stahl und die Scheren zu Klingen. Ich mach alles, um Ansgar zu erledigen."

Arbogast
Arbogast wusste nicht was er sagen sollte. Eigentlich wusste er es schon, er wollte Robere nicht fressen, er wĂŒnschte ihm ein langes glĂŒckliches Leben und er hoffte, dass er ihn niemals verspeisen mĂŒsste. Auch er wollte nicht verspeist werden. Aber wenn er schon einmal tot war, konnte ihm das auch gleich sein. Mit einem Augenzwinkern dachte er daran, dass Robere danach vermutlich sturzbetrunken sein wĂŒrde, sollte er ausreichend von seinem Fleisch essen. "Bist Du sicher dass Du mich essen willst? Also guck mich an, Du findest bestimmt bessere Beute und gesĂŒndere als mich. Aber wenn Du es möchtest, nur zu. Ich hatte nicht vor Dich zu fressen Robere, da ich Dich mag. Und dann fresse ich Dich nicht. Zudem esse ich am liebsten die Beute gekocht. Soll ich Dich vorher noch kochen? Nein das geht nicht", wiegelte Arbo ab und hoffte die Ausrede wĂŒrde gelten. Robby essen, seinen ersten und einzigen Freund, allein bei dem Gedanken schauerte es ihm.

Robere
"Du gehst falsch ran", sprach Tekuro. "Wen du isst, den wirst du nie mehr verlieren. Er wird eins mit dir. Ich kann dich gut leiden. Und darum will ich dich gern essen. So kannst du niemals fortlaufen, mich nie allein lassen, wir sind immer zusammen. Drum ess ich dich auf, egal, wie du aussiehst und ob du krank bist, Ehrensache. Mach dir deswegen keine Sorgen. Notfalls kochen wir dich gut durch. Du willst mich nicht essen, aber es wĂŒrde mir was bedeuten."

Archibald von Dornburg
"Ich glaube Arbo wĂŒrde Dich lieber verspeisen, wenn Du ein KnĂ€ul Nudeln wĂ€rst. Damit hĂ€tte er weitaus weniger Probleme. Richtig, verspeisen um sich die Person einzuverleiben. Das Fleisch und die Seele. Es ist nichts schlechtes daran, aber ich konnte auch nicht Merna fressen. Das war meine Frau, die Mutter von Derya. Aber ich habe ihr anders gehuldigt. Ich habe ihr Haus geschmĂŒckt, ihr eine Sonne gebastelt, was man halt so macht. Eben es ist eine Geste ein Symbol Arbo, ein Fressen aus Liebe", erklĂ€rte Arch freundlich.

Robere
"Liebe?", wiederholte Tekuro. "Weiß nicht. So weit wĂŒrde ich nicht gehen."

Archibald von Dornburg
"LĂŒge, denn Du hast mir gerade gestanden ein StĂŒck Deines Vaters gegessen zu haben. Und dass Du ihn liebst. Folglich hast Du was getan? Aus Liebe gegessen. Es ist nicht verwerflich zu lieben. Ich denke Kaz wĂ€re sogar sehr stolz und glĂŒcklich, dass von Dir zu hören. Vor allem mit welchem Stolz Du seinen Namen trĂ€gst. Und wie Du ihn aufgebahrt hast. Das wolltest Du mir noch zeigen. Dann werde ich Dir auch Mernas StĂ€tte zeigen", sagte Archibald.

Robere
"Mein Vater ist was anderes", wandte Tekuro ein. "Wobei, Scheiße. Ich hab wieder nicht nachgedacht. Du kannst nicht rein. Ich kann es dir nicht zeigen! Es sei denn ... du machst dich winzig. Zu einer Fledermaus. Ich trag dich."

Archibald von Dornburg
"Du willst mich doch nur nackt sehen", lachte sich Archibald kringelig, was auch Arbogast losprusten ließ. "Da hat er eine Menge zu gucken und zu lesen", lachte Arbo gut gelaunt. "Bei Dir nicht? Gut aber nehmt meine Sachen mit!", bat Archibald und verwandelte sich in eine kleine schwarze Fledermaus.

Robere
"Tse", machte Tekuro. "Du hast wenigstens nicht so `nen Flacharsch wie dein Sohn. Er legte Archibalds Kleidung ordentlich zusammen und mit den Schuhen auf die Kiste. Die Fledermaus steckte er sich vorne in das Oberteil, wo sie mit ihren FĂŒĂŸchen klammern und sich mit ihrem HakenhĂ€nden festhalten konnte. "Komm, Arbo." Er trug die Kiste in den Palast. Als sie durch die Schwelle traten, spĂŒrte Archibald ein unangenehmes DruckggefĂŒhl, als wĂŒrden ihm die Trommelfelle nach innen gedrĂŒckt werden. Gleichzeitig hatte er das GefĂŒhl, dass magische Alarmglocken schrillten, sich langsam eine magische PrĂ€senz in seine Richtung umdrehte und astrale Finger nach ihm zu suchen begannen. Tekuro brachte ihn in sein Quartier, stellte die Kiste ab und setzte die Fledermaus auf sein Bett. "Sieh", sprach er und wies auf den Altar.

Archibald von Dornburg
Archibald verwandelte sich mitten in dem Quartier zurĂŒck und hockte somit als nackter Mann auf Tekuros Bett. Er drehte sich argwöhnisch um und rieb sich die Ohren. "Irgendetwas sucht nach mir... steh mir bei... Hilf mir und steh mir bei, verbirg uns... verhĂŒlle was nicht gesehen werden darf... ich flehe Dich an", betete Archibald und schlagartig fĂŒhlten sich Tek und Arbo als hĂ€tten sie einen Dauerlauf hinter sich, schlapp, mĂŒde, ausgelaugt, dafĂŒr konnte die fremde Wesenheit Archibald schlagartig nicht mehr sehen. Sie prallte von einer Mauer ab. "Keine Sorge, dass wird gleich wieder. Ich benötige Eure Hilfe. Ich muss noch eine Botschaft und ein Geschenk ĂŒberbringen, weiß einer von Euch beiden wo Anwolf von Hohenfelde lebt?", fragte Archibald und musterte mit dunklen toten Augen Tekuro.

Robere
Tekuro, der gerade einen routiniert prĂŒfenden Blick ĂŒber Archibalds Körper hatte schweifen lassen wollen, war zusammengeklappt. Stöhnend stĂŒtzte er sich am Bett auf und wuchtete sich neben Archibald. "Anwolf, du meinst den kleinen Hohenfelde. Der ist manchmal hier, hab mich ganz gut mit ihm verstanden. Er besucht meistens Davard oder auch den neuen Prince. Scheiße, deine Augen!" Tekuro wich ein StĂŒck zurĂŒck.

Archibald von Dornburg
Arch hockte sich auf das Bett und verschrĂ€nkte seine Finger in einer seltsamen Geste. "Ahhhhh Souvagne... Anwolf ist jung.... er wird unser neuer Tempel werden. Davard... er war eine Quelle reiner Freude...", kicherte Archibald und nahm ganz behutsam einen der SchĂ€del zur Hand. "Kazrar Chud... möchtest Du mit ihm sprechen? Sobald ich meinen neuen Tempel bezogen habe, werde ich ihn rufen... ein leichtes...", sagte Arch und hielt Tekuro den SchĂ€del von Kazrar entgegen, wĂ€hrend Arbo wimmernd vor seinem Vater zurĂŒckwich. Das Licht um ihn war seltsam verzerrt, seine Haare wirkten wie Schatten und die TĂ€towierungen schienen sich zu winden. Arbo robbte zur TĂŒr und schaute Tek warnend an. "Wir mĂŒssen los... speisen... wusstest Du, dass ein Vampir ein Loch in der Seele hat? Wir speisen selbst aus solchen Seelenlöchern, sie trinken die Essenz per Blut, wir hielten es Ă€hnlich, Blut, Lebensessenz, uralt... Möchtest Du etwas von mir wissen? Ich werde Deine Fragen beantworten Tekuro... Sohn von Kazrar ohne Zahn...", schmunzelte Arch, ehe er sich zusammenkrĂŒmmete und auf dem Bett reglos liegenblieb.

Robere
"Ja, ich will mit ihm sprechen!", brĂŒllte Tekuro außer sich. "Kannst du das? Bist du ein Nekromant? Ist mir egal, ob das verboten ist, bitte! Ich geb dir alles, was du haben willst!" Er rĂŒckte immer nĂ€her zu Archibald, obgleich alle Instinkte in ihm aufbrĂŒllten, das Gegenteil zu tun. Als Archibald sich einrollte und scheinbar bewusstlos wurde, schrie Tekuro vor Wut auf. "Du hast es versprochen", brĂŒllte er und schleuderte ihn auf den RĂŒcken. "Du verdammter LĂŒgner!" Er begann, auf ihn einzuschlagen.

Archibald von Dornburg
Arch blinzelte und packte mit einem blitzartigen Griff Tekuro an der Kehle. "Hör auf, bist Du wahnsinnig? Was fÀllt Dir ein? Ich sollte Dir Manieren beibringen Du kleiner, elender undankbarer Wurm! Wieso schlÀgst Du mich und was hast Du vorher mit mir angestellt?", zischte Arch und seine NÀgel bohrten sich in Tekuros Hals.

Arbogast
"NICHTS!", brĂŒllte Arbogast. "Er tat nichts Vater, Du bist besessen von so einem Geist. Gib Robby frei!", flehte Arbo und versuchte Rob von Arch wegzuzerren.

Robere
Tekuro packte seinerseits Archibald am Handgelenk und verdrehte es kraftvoll. Er spĂŒrte, dass sein Hals blutete, aber er bekam wieder Luft. "Du hast mir angeboten, meinen Vater zu sprechen", brĂŒllte er. "Du hast es versprochen und ich hab ja gesagt! Ich bring Anwolf das Geschenk, ich bring ihm die Botschaft! Halt du dich an dein Versprechen und ich mich an meins!"

Archibald von Dornburg
Archibald ließ Tekuro los. "Was? Was faselst Du da? Ich bin kein Magier, Tek... oh...", stöhnte Arch und musterte Arbo. "Ich habe fast meinen Passagier vergessen, er... so muss sich Aimeric fĂŒhlen... ich habe Dir nichts versprochen, ich versprach dem Ältesten ihm eine neue Bleibe zu suchen, er wĂ€hlte Anwolf. Sagte er Dir das auch?", fragte Arch und schaute Tekuro ernst an.

Robere
"Ja, er wollte Anwolf als Tempel", antwortete Tekuro verwirrt und ließ von Archibald ab. "Er sagte, er muss speisen.Weil er ein Loch in der Seele hat, wie du. Er wusste, wer ich bin und wer mein Vater ist, die Sau! Und jetzt schweigt er einfach", heulte Tekuro vor Wut. "Er lĂ€sst mich mit meinem Vater reden, sobald er in seinem Tempel ist. Was mĂŒssen wir tun?"

Archibald von Dornburg
"Ich muss ihm dienen und ich werde ihm wie stets gute Dienste erweisen. Nur ist das leichter, wenn ich ich bleiben dĂŒrfte. Nun er kannte Deinen Vater, daher wusste er von ihm. Ich war mit Kazrar manchmal beten Tek. Er benötigt eine Bleibe, ein GefĂ€ĂŸ, etwas in dem er sich manifestieren kann. Schau ein Gott hat keinen weltlichen Anker, drum ergreifen sie von Person Besitz und sprechen durch diese. FrĂŒher die drei im Haus, dass war der Anker. Heute bin ich das GefĂ€ĂŸ und schon bald Anwolf, er möchte in Anwolf einziehen. Jung, magisch begabt und er gefĂ€llt ihm. Magie ist ein Splitter der göttlichen Macht, allgegenwĂ€rtig und doch nicht fĂŒr jeden zu Nutzen. Damit er auch auf Asamura direkt wirken kann, nicht nur durch Handlanger, benötigt er ein passendes GefĂ€ĂŸ, Anwolf. Ich werde wissen was zu tun ist, sobald ich ihm gegenĂŒberstehe... so sprach der Älteste in meinen Gedanken. Er wird Dir die Möglichkeit geben Tek. Gehorche und glaube, niemals haben mich die Ältesten verraten. Wo ich niemanden hatte, gaben sie mir Halt, Kraft, Mut, Glaube, sie waren mein Anker in einem tosenden Meer voller Ängste und UnzulĂ€nglichkeiten. Sie mögen hart und strenge Götter sein, aber sie sind ehrlich und zeigen sich stets erkenntlich", erklĂ€rte Arch und legte Tek eine Hand auf den Kopf. "Geht es wieder?", fragte er besorgt.

Robere
Tekuro fĂŒhlte sich immer noch sehr erschöpft. "Geht schon", log er. "Kann er mich wirklich ... mit meinem Vater sprechen lassen? Geht das? Ich helf ihm, ich schleif ihm Anwolf am Sack her, wenn er ihn haben will! Mir alles egal!"

Archibald von Dornburg
"Ein Ältester ist ein lebender Gott, natĂŒrlich kann er es. Du, ich jeder kann von ihm beseelt werden Tekuro. Aber er wĂ€hlt weise. Einst war er eine TrinitĂ€t, wo die anderen sind weiß ich nicht, vielleicht gaben sie das irdische Dasein auf? Oder manifestieren sich spĂ€ter in jemand anderen, wo Ihr Altar und Tempel entweiht wurde. Er wird Dich mit Deinem Vater Kaz sprechen lassen, sie stehen immer zu ihrem Wort", versprach Arch und nickte zur BekrĂ€ftigung

Robere
"Dann soll er mir sagen, was ich machen soll. Oder sag du es!", sprach er nun fast flehend.

Archibald von Dornburg
"Ich werde Anwolf aufsuchen, ihm sagen dass wir in Frieden miteinander reden mĂŒssen und dass ich ein Geschenk fĂŒr ihn habe. Dann wird sich offenbaren was es ist. Vermutlich, dass er in Anwolf einzieht. Der Junge weiß gar nicht, was er fĂŒr ein GlĂŒck hat. Dann wird Dir der Älteste schon helfen", erklĂ€rt Arch und knuffte Robere. "Mehr Vertrauen, manchmal offenbaren sie die Wege der Ältesten nicht sofort", grinste er.

Robere
Tekuro atmete aus. "In Ordnung. Ich versuch`s. Ich vertrau dem Ältesten." Er rĂ€umte den SchĂ€del von Kazrar wieder liebevoll an Ort und Stelle und zerrte Arbogast, der an der TĂŒr auf dem Boden rumkroch, auf die FĂŒĂŸe. "Na komm schon. Du hilfst mir, ja?"

Arbogast
Arbogast hangelte sich an Tekuro hoch, hielt sich an ihm fest und nickte knapp. "Ja Mann wir haben den Abgrund durchgemacht und nun ist was davon hier. Manches bleibt besser unangetastet. Aber wenn es Dir wegen Deinem Vater hilft, dann helfe ich Dir. Anwolf werden wir einfangen. Du bist gut und Paps auch. Wir werden Anwolf fĂŒr den Ältesten besorgen, ich tue das fĂŒr Dich", sagte Arbo.

Robere
"Du bist ein Kumpel", freute sich Tekuro. Da Arbogast in einem desolaten Zustand war, knuffte er ihn nur sanft mit dem Knie in den Hintern. "Dann lasst uns morgen gehen. Ich muss zurĂŒck zu meiner Einheit. Treffen wir uns morgen nach Feierabend wieder bei der Bank." Er wartete, bis Archibald sich wieder angezogen hatte und geleitete die beiden hinaus, um die TĂŒr zu verschließen.
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"Damaged people are dangerous. They know they can survive." - Josephine Hart

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