Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Der St├Ąhlerne Lotus

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagne
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Patrice Vertcuis
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Der St├Ąhlerne Lotus

#1

Beitrag von Patrice Vertcuis » Fr 10. Aug 2018, 16:12

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Der St├Ąhlerne Lotus

Patrice Vertcuis
Patrice de Vertcuis hatte eine Weile mit seinem Coutilier verhandeln m├╝ssen, bis dieser ihm die Gelegenheit einr├Ąumte, beim Duc vorzusprechen. W├Ąhrend der Dienstzeit verbot es sich von selbst und f├╝r die einzige Stunde Freizeit am Tag musste man schon arges Gl├╝ck haben, um genau dann ohne Wartezeit vorgelassen zu werden. Patrice hatte ihn mit Engelszungen bezirzen m├╝ssen, denn Boldisz├ár nahm die Aufgabe seiner Einheit sehr Ernst und sah keinen Grund, warum einer seiner Gardisten beim Duc pers├Ânlich aufkreuzen sollte, ohne vorgeladen worden zu sein. Nun war es geschafft. Boldisz├ár hatte sich schlussendlich dazu ├╝berreden lassen, dass Patrice zu Beginn seiner freien Stunde aufbrechen durfte und er es ihm nachsehen w├╝rde, falls er zu sp├Ąt zur├╝ck zur Einheit kehrte. Nach dem anstrengenden Arbeitstag erfrischte Patrice sich, kleidete sich um und eilte zum Thronsaal, wo er klopfte und dann wartete.

Hofmarschall
Adrien Meunier ├Âffnete den Thronsaal und musterte Patrice. Er nickte knapp. ┬╗Womit kann ich Euch behilflich sein? Wen darf ich ank├╝ndigen?┬ź, fragte der feiste Mann freundlich. W├Ąhrend Patrice ein Hauch von H├Ąhnchenduft umwehte.

Patrice Vertcuis
Patrice verzog reflexartig das Gesicht und wich mit dem Oberk├Ârper etwas zur├╝ck. ┬╗Patrice Vertcuis, ich erbitte eine Privataudienz mit dem Duc und dem Archi-Duc.┬ź

Hofmarschall
Der Hofmarschall nickte freundlich und verschwand wieder im Thronsaal. Einen Augenblick sp├Ąter kehrte er zur├╝ck. ┬╗Seine Majest├Ąt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne hei├čt Euch zu einer Privataudienz willkommen. Bitte tretet ein┬ź, sagte der Hofmarschall und verlie├č den Thronsaal. Ihm folgten die Wachen, so dass Patrice allein in den fast leeren Saal schritt. Anwesend waren nur noch der Duc und sein Sohn Dreux. Beide musterten ihn wohlwollend, auch wenn Dreux etwas verwirrt und neugierig zugleich schaute.

Patrice Vertcuis
Patrice kam n├Ąher. Dabei legte er die ihm eigene, etwas ungelenk und weibisch wirkende Gangart an den Tag. Von allen Leibgardisten war er der am wenigsten beeindruckende und darum, wie er ├╝berhaupt an den Posten gekommen war, rankten sich einige geh├Ąssige Ger├╝chte. ┬╗Majest├Ąt, Hoheit┬ź, gr├╝├čte er und kniete vor den beiden Thronen nieder. ┬╗Ich dachte, es ist vielleicht an der Zeit, mich Eurem Sohn vorzustellen.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
Maximilien neigte den Kopf leicht wohlwollend, als Zeichen dass er sich ├╝ber den Besuch von Patrice freute. ┬╗Erhebt Euch Patrice Vertcuis. F├╝rwahr eine ausgezeichnete Idee. Stellt Euch unserem Sohn selbst vor, mit der Euch ├╝bertragenen und obliegenden Aufgabe. Und vergesst nicht auf Euren Sonderstatus hinzuweisen, wir geben jene Aufkl├Ąrung gerne in Eure Hand. Ebenso wie unseren Schutz. Dreux dies ist Euer Gespr├Ąch┬ź, sagte Maximilien freundlich.

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux neigte ebenso gr├╝├čend wie wohlwollend das Haupt und musterte Patrice mit offenkundigem Interesse. Immerhin hatte der Gardist nicht umsonst um eine Privataudienz gebeten. ┬╗Nun da wie unser werter Vater sagt, dies ein Gespr├Ąch zwischen Euch und unserer Person wird, tretet n├Ąher. Wor├╝ber m├Âchtet Ihr mit uns sprechen und was m├Âchtet Ihr uns offenbaren?┬ź, fragte Dreux neugierig.

Patrice Vertcuis
┬╗Sehr gern, Majest├Ąt und Hoheit also, ├Ąh...┬ź, begann Patrice. Er ├╝berlegte einen Moment, wie er anfangen sollte, tippte sich mit dem Zeigefinger gegen die Lippen und zog dann im Angesicht der Herrschaften sein Oberteil aus. Darunter trug er jedoch weitere Kleidung, ein lang├Ąrmliges Oberteil und dar├╝ber einen wei├čen Wappenrock mit einem stilisierten silbernen Lotus. Wappen waren eigentlich dem Adel vorbehalten und gem├Ą├č seines Namens war Patrice ganz und gar nicht adlig. ┬╗Ihr wisst sicher davon, wie die abtr├╝nnigen Agenten der Autarkie zu Fall gebracht wurden. Durch die Himmelsaugen, aber sie hatten Unterst├╝tzung. In den Reihen der Agenten hatte es einen Spitzel gegeben - meinen Onkel. Dank seiner Hilfe kam der geplante Putsch rechtzeitig ans Licht, so dass die Himmelsaugen handeln konnten. Die Agenten fielen bis zum letzten Mann und auch mein Onkel starb. Ich bin hier, um in seinen Fu├čstapfen zu wandeln. Auch ich bin nur dem Schein nach ein gew├Âhnlicher Leibgardist. Tats├Ąchlich ist Patrice Vertcuis gar nicht mein wahrer Name, sondern eine falsche Identit├Ąt┬ź, erkl├Ąrte er stolz.

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux h├Ârte aufmerksam zu. ┬╗Was oder besser gefragt welchen Orden oder welche Zusammenkunft symbolisiert Euer Wappen? Ja der Fall der Agenten der Autarkie ist uns bekannt. Jedem Mitglied der Krone ist dieser sch├Ąndliche Verrat bekannt und die Rolle die die Himmelsaugen dabei gespielt haben. Von der Rolle eines Spitzels ist meiner Person nichts bekannt, aber w├Ąre dem so, dann h├Ątte Euer Onkel seinen Beruf falsch ausge├╝bt und w├Ąre vermutlich auch von anderen enttarnt worden. Aber bitte fahrt fort, wir m├Âchten alles h├Âren was Ihr uns zu sagen habt... Patrice┬ź, sagte Dreux in Ermangelung dessen, da Patrice keinen weiteren Namen genannt hatte. Aber eines nach dem anderen, dachte Dreux. Ihn freute es, einen der vielen t├╝chtigen M├Ąnner kennenzulernen, die tagt├Ąglich im Hintergrund ungesehen, m├╝hevoll arbeiteten, damit sie in Sicherheit leben und ruhen konnten. Das einer von ihnen einmal aus dem Schatten trat und sich vorstellte, gefiel dem jungen Archi-Duc.

Patrice Vertcuis
┬╗Ich habe eine Besonderheit, im Volksmund nennt man Leute wie mich ÔÇ║StumpfeÔÇ╣. Ich bin vollst├Ąndig magieresistent. Das hier ist das Wappen vom Orden des St├Ąhlernen Lotus. Lotus darum, da jede Magie von uns abperlt. Kein Geistmagier kann uns orten oder auslesen, kein Vampir uns zu einem seiner Brut machen und nach dem Tode kann kein Nekromant uns beschw├Âren. Wir sind jene, die ├╝ber die W├Ąchter wachen. Der Preis daf├╝r ist, dass auch kein Heilmagier uns helfen kann. Wir kommen dort zum Einsatz, wo die Macht der Magie ausgehebelt werden soll. Der ganze Palast kann von den Himmelsaugen mental kontrolliert werden, sie kennen jeden Gedanken und wissen, wo sich wer aufh├Ąlt - aber sie wissen nicht, was in meinem Kopf vorgeht oder wo ich bin. So kann ich mich meiner Aufgabe unbemerkt im Kreise der Leibgardisten widmen. Es darf nie wieder geschehen, dass eine einzelne Einheit so viel unkontrollierte Macht besitzt, damit die Geschichte sich nicht wiederholt. Insbesondere, weil auch Nachfahren der Agenten in der Leibgarde ihren Dienst verrichten.┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux lie├č sich das Geh├Ârte langsam durch den Kopf gehen. Der Lotus war wirklich eine weise gew├Ąhltes Zeichen f├╝r diesen Orden. ┬╗Ihr seid der blinde Fleck f├╝r die Himmelsaugen. Ihr seid f├╝r ihre mentale Abtastung unsichtbar. Aber noch wichtiger ist es, dass Ihr gegen magische Angriffe, gleichg├╝ltig wie geartet, absolut immun seid. Nun leider hat dies scheinbar auch zu Folge, dass Ihr auch gegen jede magische Hilfe immun seid. Verratet mir Patrice, wie f├╝hlt es sich an, gegen solche Zugriffe v├Âllig immun zu sein? Unsere Immunit├Ąt wird k├╝nstlich von den Himmelsaugen hergestellt. Sollte ein Geistmagier einen mentalen Angriff auf meine Person aus├╝ben wollen, w├╝rden ihn die Himmelsaugen daran hindern. Ihr ben├Âtigt so eine Hilfe erst gar nicht. Zumal Euch die Himmelsaugen selbst nicht einmal wahrnehmen w├╝rden. Ist das richtig? Ihr lebt quasi so, als g├Ąbe es f├╝r Euch keine Magie, denn in Eurer Welt existiert sie nicht. Sie ist f├╝r Euch bedeutungslos, im Guten wie im Schlechten. Verratet mir, wer alles ein Nachfahre der Agenten ist. Jeden Nachfahren den Ihr kennt┬ź, bat Dreux.

Patrice Vertcuis
Patrice freute sich ├╝ber das Interesse des Archi-Ducs, das ├╝ber reine Organisation hinausging. Er schien regelrecht fasziniert davon zu sein, dass jemand v├Âllig abgeschottet von jeder Magie leben konnte. ┬╗Ihr liegt richtig, die Himmelsaugen bemerken meine Anwesenheit nicht einmal. Der korrekte Terminus f├╝r einen Stumpfen ist ÔÇ║AntimagierÔÇ╣. Mir sfehlt jeder Sinn f├╝r die Wahrnehmung von Magie, w├╝rde ein Geistmagier mich angreifen oder auslesen wollen, w├╝rde ich davon keine Notiz nehmen. Ich lebe zwar in einer Welt ohne Magie, doch ist sie auch f├╝r mich nicht ohne Zauber. All meine Wahrnehmung ist auf die Physis gerichtet, hier lebe ich und nirgends sonst. Es gibt Gelehrte, die davon ausgehen, dass ein Stumpfer keine Seele h├Ątte. Dass unsere Existenz mit dem Tod vollst├Ąndig erlischt, was erkl├Ąren w├╝rde, warum man uns nicht beschw├Âren kann. Vielleicht bin ich wirklich seelenlos. Aber f├╝r mich und meine Familie, wie auch f├╝r meine Ordensgeschwister ist es v├Âllig normal, keine Seele zu haben. Wir genie├čen das eine Leben, das wir haben und setzen all unsere Energie hinein, die bemessene Zeit, die uns bleibt, zu nutzen.┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux schmunzelte. ┬╗Nun wer sich selbst in Frage stellen kann, der lebt. Ob dieses Leben nun organisch, synthetisch, magisch oder was auch immer ist. Das Ihr keine Seele habt halten wir gelinde gesagt f├╝r Unsinn Patrice. Denn wer behauptet, dass die Seele magischer Natur ist? Demnach h├Ątten nur Magier eine Seele und nicht einmal meine Person h├Ątte eine. Nein nach unserem Erkenntnisstand besteht die Seele nicht aus Magie, sondern aus einer Art Ur-Energie. Und dorthin Patrice kehrt sie auch wieder zur├╝ck. Folglich sind wir alle auf gewisse Art unsterblich, da unsere Energie zum Ursprung zur├╝ckkehren wird. Unser kleines bisschen Seele, autark und dennoch ein Teil vom einem gro├čen Ganzen, so wie wir auch lebten, nicht wahr? Wir sind wir und dennoch ein Teil von wesentlich mehr. Dass Ihr nicht beworen werden k├Ânnt, bedeutet nur eines - auf Eure Energie haben Magier keinen Zugriff. Eure Seele ist sozusagen beschichtet und kann nicht ergriffen werden. Selbst nach dem Tode nicht, denn sie bleibt vermutlich dass, wof├╝r auch der Lotus steht - rein, ohne jede M├Âglichkeit der Manipulation durch Fremde. Wenn etwas derart reines existiert, dass niemand korrumpieren kann, wie k├Ânnte es dann keine Seele haben? Und wenn alles Leben an sich beseelt ist, wie k├Ânntet Ihr keine Seele haben? Man darf hier nicht den Fehler machen Bewusstsein und Beseelt zu verwechseln. Ein Baum hat eine Seele, aber hat er ein Bewusstsein? Das ist der Unterschied, aber jedes Leben tr├Ągt einen g├Âttlichen Funken in sich - die Urenergie. Ohne diese w├Ąre Leben schlichtweg unm├Âglich. Jeder sollte das eine Leben genie├čen, dass ihm gerade zu Teil wird, es ist Hohn an Ainwuar es zu verschwenden und auf das n├Ąchste zu hoffen. Auf bessere Zeiten f├╝r ein Nachleben zu hoffen. Es mag Situationen geben, in denen alles Hoffnungslos erscheint, aber dann bitten wir darum - m├Âge diese Person am Hofe erscheinen. Nichts ist so hoffnungslos wie es im ersten Moment aussieht. Also gew├Âhnt Euch daran Patrice, dass auch Ihr beseelt seid, aber Ihr eben den normalen Kreislauf des Lebens nicht durchbrechen k├Ânnt┬ź, antwortete Dreux.

Patrice Vertcuis
Patrice guckte einen Moment lang verst├Ârt und traute sich nicht zu l├Ącheln, obgleich ihm gefiel, was der Archi-Duc gesagt hatte und in welch sch├Âne Worte er seine Meinung zu h├╝llen vermochte. Aber er kannte diesen zu wenig, um zu wissen, ob ein Schmunzeln auf den scherzhaften letzten Satz von ihm als Anma├čung empfunden wurde. Patrices gr├╝nen Augen mit den langen Wimpern sahen riesig aus, wie er da von unten etwas ├Ąngstlich guckte. ┬╗Habt Ihr noch weitere Fragen?┬ź, erkundigte er sich h├Âflich.

Dreux Gifford de Souvagne
┬╗Nun so einige Patrice, ich m├Âchte gerne alle Kinder der Agenten kennen, die Ihr kennt. Wie ich Euch bat, verratet mir ihre Namen und wer sie jetzt sind. Sie werden weiterhin ein sorgloses Leben f├╝hren, solange sie sich ordentlich verhalten. Nur m├Âchte unsere Person ebenfalls ein Fehlverhalten sofort richtig einsch├Ątzen k├Ânnen. Zudem w├╝sste ich gerne Euren Namen. Nicht Euren vollst├Ąndigen, aber ich w├╝sste gerne Euren wahren Vornamen┬ź, sagte Dreux freundlich.

Patrice Vertcuis
┬╗Oh, ├Ąh, ich bitte um Verzeihung┬ź, stammelte Patrice erschrocken. ┬╗In der Leibgarde dienen zwei S├Âhne. Oder in einem Fall muss man nun von der Vergangenheit sprechen. Man kennt die beiden unter den Namen Bellamy Bourgeois und Boldisz├ár Boucher. Es sind Vollgeschwister, aber sie wissen nichts davon. Sie sind die S├Âhne des Mannes, der meinen Onkel mit sich in den Tod riss, von Berzan Bovier. Ein weiterer mir bekannter Agentennachkomme dient unter den de Chevrettes adoptiert und hei├čt heute Silvano Giovanni de Mancini. Geboren wurde er jedoch als Delacy Desnoyer. Mein wahrer Vorname lautet Pascal. Meine Mutter benannte mich nach ihrem Bruder, meinem toten Onkel - obwohl dies sein Tarnname war.┬ź Nun schmunzelte er doch etwas.

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux schmunzelte zur├╝ck. ┬╗Nun Pascale, Danke f├╝r die offenen Worte und die Erl├Ąuterung, wir gehen davon aus, dass es der absoluten Geheimhaltung unterliegt, sonst h├Ąttet Ihr keine Privataudienz erhalten. Tja die Bef├Ąhigung liegt den M├Ąnnern wohl im Blut, aber sie k├Ânnen nichts f├╝r die Fehlentscheidungen ihrer Vorfahren. Wir hoffen sie gehen ihren Lebensweg besser. Denn letztendlich haben die Agenten nicht nur uns und ihr Land verraten, sondern auch ihre Kinder. Sie retteten ihnen zwar das Leben und die Himmelsaugen lie├čen Gnade walten, aber zu welchem Preis? Welches Kind sollte ohne Eltern aufwachsen? Diesen Preis haben die Agenten ihren Kindern aufgeb├╝rdet. Sie selbst sind einfach tot, gelitten haben f├╝r ihre Frevel andere┬ź.

Patrice Vertcuis
Patrice nickte. ┬╗Aber sie sollten trotzdem im Auge behalten werden, denn nicht nur ihre Bef├Ąhigung k├Ânnte ihnen im Blut liegen, sondern auch das Dunkel, was in ihren V├Ątern schlummerte und sie schlie├člich zerst├Ârte, zusammen mit hunderten unschuldigen Himmelsaugen und Gardisten. Ja, alle Informationen unterliegen der Geheimhaltung, nur der Duc und sein Nachfolger d├╝rfen davon erfahren. Und f├╝r den gr├Â├čten Notfall gibt es noch einen Geheimniswahrer, der in schriftlicher Form dieses Wissen in einer abgeschlossenen Kiste verwahrt.┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
┬╗Nun manches ist nicht nur reine Willensentscheidung dass stimmt. Das haben wir bei unserem neuen Familienzweig gesehen. Unser Schwager bem├╝ht sich wirklich die dunklen Pfade zu verlassen, aber ein manches mal ist es schwieriger als er es sich w├╝nscht. Obwohl er eine gute Person ist, er versucht es aufrichtig - verf├Ąllt er doch ab und an in alte Muster. Aber will man es ihm verdenken, wenn er sein Leben lang nichts anderes kannte? Er ist auf einem guten Weg. Vielleicht ist es f├╝r die Kinder der Agenten ganz gut, dass sie nicht wissen, von wem sie abstammen. Dies kann auch eine B├╝rde sein, an der ein Geist zerbricht, oder bewusst die falsche Entscheidung trifft um sich selbst seine Unzul├Ąnglichkeiten zu erkl├Ąren┬ź, sagte Dreux.

Patrice Vertcuis
┬╗Ihr k├Ânntet ihm auch einen St├Ąhlernen Lotus an die Seite stellen┬ź, schlug Patrice vor. ┬╗Wir beherrschen es, vielerlei Rollen zu spielen und wir haben f├╝r jeden Berufszweig und jeden Stand Spezialisten, vom Bauern bis zum Hochadligen. Die Kinder der Agenten wurden mit einem gel├Âschten Ged├Ąchtnis auf die Waisenh├Ąuser und Kinderheime verteilt. Ich denke, es ist besser, wenn sie auf ewig in Unwissen belassen werden, damit keine Gedanken an Rache ihre Herzen vergiften.┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
┬╗Absolut richtig, dass sehen wir auch so. Es mag einige geben, die es besser machen wollen w├╝rden. Die eine alte Schuld s├╝hnen wollen w├╝rden. Aber es gibt auch sicher genug, die ihre verr├Ąterischen Verwandten r├Ąchen wollten. Nun dass w├Ąre eine sehr gute Idee. Er baut sich gerade einen eigenen Stab aus f├Ąhigen Leuten auf. Ein Lotus k├Ânnte diesen Stab bereichern┬ź, schlug Dreux gut gelaunt vor.

Patrice Vertcuis
┬╗Wenn Ihr das w├╝nscht, wird es geschehen┬ź, sprach Patrice. ┬╗Habt Ihr einen, ├Ąh, bestimmten Typus Mensch im Auge?┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux dachte gut ├╝ber die Frage nach, denn nicht ihm, sondern Linhard musste der Mann zusagen. ┬╗Er m├╝sste ungef├Ąhr in Linhards Alter sein. Er ist 18 Jahre alt, so dass er ihn nicht nur als Stabler, sondern auch als Freund akzeptiert. Und er sollte gut mit Stichwaffen umgehen k├Ânnen, denn darauf legt unser Schwager Wert und auf Reitf├Ąhigkeit. Er hat Spa├č daran mit Pferden und Drachenh├╝hnern umzugehen. Eine Gemeinsamkeit kann nicht schaden. Ansonsten ist er ein offener Typ, was die normale Kommunikation angeht. Was den Kampf angeht, bevorzugt er zwar den offenen Kampf, wei├č aber sehr genau wie er hinterr├╝cks agieren kann. Allerdings darf ihm nichts geschehen, er ist der Ehemann meines Bruders. Was wisst Ihr ├╝ber meinen Bruder?┬ź, fragte Dreux.

Patrice Vertcuis
Patrice neigte ergeben das Haupt. Eine Haarestr├Ąhne fiel ihm unvorteilhaft ins Gesicht. ┬╗Was den Lotus f├╝r Prince Linhard anbelangt, werde ich mit meinem Ordensoberhaupt sprechen. Sehr bald schon wird sich ein geeigneter Kandidat bei dem Prince f├╝r den Stab bewerben und sollte er diesen ablehnen, wird seine Majest├Ąt ihm einen anderen zuweisen, den er, gebunden an die Gesetze der H├Âflichkeit, nicht ablehnen kann. Was Euren Bruder anbelangt, wei├č ich alles, was ich wissen muss, um ihn und das ungeborene Kind sch├╝tzen zu k├Ânnen.┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux schmunzelte erleichtert. ┬╗Aus diesem Grund m├╝sst Ihr auch Linhard besch├╝tzen, notfalls sogar vor sich selbst. Er soll niemandem schaden, au├čer unseren Feinden. Aber er soll sich selbst nicht schaden. Er geh├Ârt zu unserer Familie, Gregoire liebt ihn sehr, auch wenn er im Moment ein klein wenig unleidlich ist durch die Schwangerschaft. Aber ich wei├č was ihm Linhard bedeutet und wie sehr er ihn liebt. Aus diesem Grunde wurde er schon oft unleidlich genug, aber beide bem├╝hen sich und Gregoire hat mit seiner Natur ein besonders Schicksal zu tragen. Und sind wir ehrlich, Linhard hat es sehr liebevoll und positiv angenommen. H├Ątte dies jeder? Das verm├Âgen wir nicht zu sagen, aber er tat es und er macht unsere Verrill gl├╝cklich, also soll ihm kein Leid geschehen, schon gar nicht aus eigener Dummheit heraus. Lasst Euren Lotus unserem Schwager ausrichten, dass wir uns umgeh├Ârt h├Ątten. Dann wird er ihn nicht abweisen, sondern dies als Freundlichkeit werten┬ź, schlug Dreux vor.

Patrice Vertcuis
Patrice nickte. ┬╗Das werde ich. Er wird sich ├╝ber die Geste freuen, denn der Lotus wird seine Rolle so spielen, dass Prince Linhard sich mit ihm an seiner Seite rundum wohl und sicher f├╝hlt. Er wird auf sich anbahnendes Dunkel achten, denn daf├╝r sind wir da und Euren Vater und Euch stets informieren. Ihr k├Ânnt mich auch jederzeit zu Euch beordern, nur wenn ich zu oft hier aufschlage, wird man sich in der Leibgarde und anderswo wundern und das erschwert meine Tarnung. Kann ich Euch sonst noch behilflich sein oder habt Ihr weitere Fragen?┬ź Patrice guckte aufmerksam.

Fabien Lacomb
Fabien Lacomb klopfte und betrat den Thronsaal. Er schloss sorgf├Ąltig hinter sich die T├╝r und schritt kurz bis vor den Duc, ehe er niederkniete. ┬╗Eure Majest├Ąt ich wei├č, dass Ihr gerade eine Privataudienz abhaltet, aber ich habe folgende wichtige Kunde f├╝r Euch, sie stammt von den Himmelsaugen. Die Anwesenheit des Gardisten st├Ârt die Botschaft nicht. Herr Euer Sohn Ciel und Euer Schwiegersohn Linhard sind gemeinsam aufgebrochen, da von Prince Linhard der Bruder entf├╝hrt worden ist. Ferner scheint er besessen zu sein, ein Geist oder dergleichen hat sich seiner bem├Ąchtigt. Genaueres steht in der Nachricht, die Parcival Euch zukommen lie├č. Er erbittet weitere Instruktionen und Anweisungen. Prince Linhard m├Âchte nicht, dass sein Bruder get├Âtet wird, aber das Oberhaupt der Himmelsaugen wei├č nicht, ob der junge Anwolf von Hohenfelde ohne weiters zu retten ist. Herr bei diesem Geist handelt es sich wohl um das ├ťbel, dass sich in dem Herrenhaus der Hohenfelde eingenistet hatte. Hier bitte der Bericht, ich entschuldige mich f├╝r die Unterbrechung, aber dies war von ├Ąu├čerster Dringlichkeit. Parcival bittet Euch, sobald Ihr Zeit findet Kontakt aufzunehmen┬ź, erstattete Fabien Bericht. Er h├Ąndigte dem Duc den Bericht aus, verbeugte sich tief und verlie├č r├╝ckw├Ąrts den Thronsaal den er sofort wieder verschloss.

Maximilien Rivenet de Souvagne
Maximilien las sich den Bericht durch und wandte sich an Patrice. ┬╗Ihr habt geh├Ârt was mein Leibdiener sagte. Habt Ihr einen L├Âsungsvorschlag um dieser magischen Bedrohung Herr zu werden? Bei dem Geist handelt es sich wohl nicht tats├Ąchlich um einen Geist, sondern um einen Lich. Einem uralten Nekromanten wie in Erfahrung gebracht werden konnte. Laut Bericht reisen unsere Verwandten einer Gruppe nach, die den jungen Anwolf von Hohenfelde entf├╝hrt haben. Wir k├Ânnen eine Einheit Gardisten hinterher schicken, aber das w├╝rde den Lich warnen. Wir sollten solch eine Kreatur nicht vorwarnen. K├Ânnt Ihr der Bedrohung die Stirn bieten?┬ź, fragte Maximilien.

Patrice Vertcuis
┬╗Daf├╝r bin ich da┬ź, antwortete Patrice. ┬╗Mir kann kein Lich etwas anhaben oder mich auch nur bemerken, wenn er sich nur auf seinen magischen Sinn verl├Ąsst. Ich kann mir die Situation vor Ort anschauen und dann einsch├Ątzen, ob ich allein an ihn herankomme oder ob ich Hilfe ben├Âtige. Das w├╝rde ich Euch dann schnellstm├Âglich mitteilen. Soll ich die Prinzen offen begleiten, also als Leibgardist auftreten oder mich unter die Bev├Âlkerung mischen?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Begleitet sie als Leibgardist um so nah wie m├Âglich bei ihnen zu sein, sollte es zu einer Gefahrensituation kommen. Und habt Ihr die M├Âglichkeit, dann befreit den jungen Mann von dieser Kreatur. Er wurde nicht nur entf├╝hrt, er wurde von diesem Lich missbraucht. Solltet Ihr ihn aus dem K├Ârper von Anwolf bekommen, t├Âtet diese Kreatur ohne zu z├Âgern. Ihr habt vollumf├Ąngliche Vollstreckungsgewalt. Urteilt und richtet ihn hin┬ź, befahl der Duc.

Patrice Vertcuis
┬╗Ich wei├č Euer Vertrauen zu sch├Ątzen und bedanke mich daf├╝r, aber ich vermag leider keine nicht-physischen Wesen zu t├Âten┬ź, sprach Patrice. ┬╗Ich k├Ânnte dies nur samt den Wirt, der ja aber gerettet werden soll. Werden die Princen begleitet oder sind sie tats├Ąchlich nur zu zweit abgereist? Es br├Ąuchte einen guten Grund, warum ausgerechnet ich ihnen hinterhergeschickt werde und nicht, ├Ąh, jemand F├Ąhigeres.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Sie werden begleitet von Parcival begleitet. Und Ihr werdet den beiden nicht allein folgen, sondern nehmt einige f├Ąhige M├Ąnner mit. Laut dem uns vorliegenden Bericht, war einer der Entf├╝hrer Linhard ehemaliger Schwertmeister... und um die Sache zu verkomplizieren befindet sich Robere - ebenfalls ein Gardist - unter den Entf├╝hrern. Inwieweit er ├╝berhaupt mit der Gruppe zusammenh├Ąngt m├╝sst Ihr herausfinden. Aber scheinbar geh├Ârt er nicht ganz der Gruppe an, wie nach einem Verh├Âr eines der Beteiligten herausgefunden werden konnte. Die Gruppe der Entf├╝hrer ist also bereits unterwandert durch ein wankelm├╝tiges Mitgleid. Was uns zum Vorteil gereicht┬ź, sagte Maximilien.

Patrice Vertcuis
┬╗Robere?┬ź Patrice rieb sich das Kinn und in seinem Hirn ratterten alle R├Ądchen. ┬╗Er ist mein Ausbilder und wir kommen gut miteinander aus. Das w├╝rde einen guten Vorwand geben - wenn Ihr dies w├╝nscht - warum ich mich zu der Gruppe geselle, in der sich der Lich befindet. So k├Ânnte ich nah genug an den Lich herankommen. ├ťber meine Einheit habe ich keine Befehlsgewalt, dies m├╝sste ├╝ber Boldisz├ár, den Palaisin oder eben Euch laufen. Was hat Priorit├Ąt - die Vernichtung des Lichs oder die Rettung von Anwolf?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Vorerst beides, wir haben nicht vor, einen so jungen Mann den Tod zu ├╝berlassen. Ferner geh├Ârt dieser unserer Familie an. Es ist jede M├Âglichkeit in Betracht zu ziehen um ihn zu retten. Sollte aber keine Rettung m├Âglich sein, muss er mit dem Lich sterben. Eine derartige Gefahr k├Ânnen wir nicht in unserem Land dulden. Die Kreatur muss aufgehalten werden, wir w├╝nschen dass Anwolf ├╝berlebt. Aber sollte es keine andere M├Âglichkeit geben, schenkt ihm einen schnellen Tod┬ź, befahl der Duc.

Patrice Vertcuis
┬╗Ja┬ź, best├Ątigte Patrice knapp. ┬╗Er wird nicht leiden. Also w├╝nscht Ihr, dass ich mich in die Gruppe des Lichs einbringe, w├Ąhrend andere an der Seite von Prince Linhard wachen? Wer soll die zus├Ątzlichen Gardisten ausw├Ąhlen und ihm nachschicken?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Wir w├Ąhlen die Gardisten aus und schicken sie unseren S├Âhnen zur Verst├Ąrkung nach, w├Ąhrend Ihr Euch bei Robere einklinkt. Lotet die Schwachstellen des Lichs aus, horcht Euch um, achtet auf jedes Wort, achtet auf die Worte die nicht gesprochen werden - diese sind oft noch wichtiger. Habt Ihr die M├Âglichkeit zuzuschlagen, oder verl├Ąsst diese Kreatur vielleicht sogar einmal den K├Ârper des Jungen, handelt. Flieht mit ihm. Findet heraus wie man diese Kreatur herauslocken kann, f├╝r was sie sich h├Ąlt, was sie tats├Ąchlich ist - nur ein Lich? Oder weshalb sie ├╝berhaupt den Jungen entf├╝hrte. Wir vermuten, dass sie genau das vorhat, was sie einst tat, sich einen Haus auszusuchen indem sie ihre unwissenden Opfer melkt und das Leben aussaugt┬ź.

Patrice Vertcuis
┬╗Also soll ich sofort handeln bis zur letzten Konsequenz, wenn sich die M├Âglichkeit bietet? Gegebenenfalls auch ohne einen Versuch zur Rettung unternommen zu haben?┬ź, r├╝ckversicherte Patrice sich.

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Nein, denn solange diese Kreatur noch auf Wanderschaft ist, haben wir immer noch die Chance den jungen Mann zu retten. Geht sie aber zur Sesshaftigkeit ├╝ber, ist die Zeit der Rettungsversuche vorbei. Sie darf sich nicht erneut irgendwo einnisten. Und eines vorneweg, diese Kreatur darf unter keinen Umst├Ąnden aus den Augen verloren werden! Wir verlagen, dass zu jeder Stunde, sogar zu jeder Minuten genau gewusst wird, wo sich diese Kreatur befindet. Gleicher Befehl geht unverz├╝glich an die Himmelsaugen heraus. Diese Kreatur wird bereits durch einen Mitstreiter ├╝berwacht und durch Himmelsaugen ├╝berwacht, dennoch darf sie nicht verloren gehen. Ob wir sie sonst wiederfinden ist ungewiss. Bedenkt diese Kreatur hat ├╝ber zwei Jahrhunderte im Verborgenen agiert ohne dass man sie entdeckte oder ihrer habhaft wurde. Was w├╝rde geschehen, w├╝rden wir sie verlieren? K├Ânnt Ihr Euch das Ausma├č des Schreckens f├╝r die Opfer vorstellen? Nein, wir d├╝rfen sie auf keinen Fall verlieren. Solange sie in Anwolf von Hohenfelde verweilt ist sie noch zu finden. Verl├Ąsst sie ihn, ist sofort zu handeln. Wir wissen nicht, ob sie von anderen Personen problemlos Besitz ergreifen kann. Diese Person muss gebannt werden. Aber dar├╝ber wird unser Sohn Ciel vor Ort gemeinsam mit den Himmelsaugen entscheiden. Eure Aufgabe ist klar, besteht Rettungsm├Âglichkeit - rettet Ihr Anwolf. Besteht keine Rettungsm├Âglichkeit und geht diese Kreatur zum ernten ├╝ber, t├Âtet sie┬ź.

Patrice Vertcuis
┬╗Ich habe verstanden. Ich habe noch eine Frage. Sollte Robere die Seiten gewechselt haben, soll ich dies ebenfalls tun?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Ihr werdet dies vorgeben und Ihr werdet schauen, ob und inwieweit er beeinflusst wurde. Sollte er zu dieser Bande geh├Âren, wisst Ihr was zu tun ist. Er hat Verrat begangen und muss ebenfalls hingerichtet werden. Wir k├Ânnen kein Sicherheitsrisiko in der Garde dulden. Zumal er einmal geschenkt bekam, er sollte den Bogen nicht ├╝berspannen, auch unsere Geduld kennt Grenzen. Und dies ist kein Geduldsspiel mehr, sondern ein Fall f├╝r die Nationale Sicherheit, wenn sich einer der Gardisten einem geisteskranken Magier anschlie├čt und beschlie├čt Souvagner auf den Speisezettel zu setzen┬ź.

Patrice Vertcuis
Das war eine andere Nummer, seinen Kameraden und Ausbilder zu t├Âten, mit dem er zusammen in einem Quartier lebte, trainierte und scherzte, als einen Adligen, den er nur vom Sehen her kannte. Er machte sich bewusst, dass Robere in Wahrheit nie sein Kamerad gewesen war. Im Notfall w├╝rde Patrice das selbe tun wie sein Onkel und alles und jeden Verraten, um den Duc zu sch├╝tzen. ┬╗Ja┬ź, best├Ątigte Patrice.

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Ihr wie wir - wir tun dies f├╝r ein h├Âheres Wohl Patrice, wir verlassen uns auf Euch. Gebt auf unsere S├Âhne acht, und ebenso auf Euch, wenn Ihr in Euch in die F├Ąnge dieser Leute begebt┬ź, sagte der Duc ernst.

Patrice Vertcuis
┬╗Ich werde ein Auge auf Eure S├Âhne haben und sie mit meinem Leben verteidigen. Ich hoffe, wir werden es schaffen, Anwolf zu befreien, den Lich in den Abgrund zu schicken und Robere die Flausen auszutreiben, sollten sich dort welche festgesetzt haben. Und wenn alles gut kommt, kehre auch ich lebend zur├╝ck.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
┬╗Ihr vor dem Lich und Robere Patrice, merkt Euch das gut┬ź, befahl der Duc freundlich.

Patrice Vertcuis
Patrice verneigte sich dankbar. Die psychische Belastung w├╝rde enorm werden, sollte es hart auf hart kommen. Aber genau das war, wof├╝r er ausgebildet worden war - ein Spitzel zu sein und niemandem wirklich nahe zu stehen, da niemand sein wahres Selbst kannte, den Pascal hinter dem Patrice. Den kannte nur die Familie, zu der er f├╝r die Zeit seines Dienstes f├╝r den St├Ąhlernen Lotus keinen Kontakt haben durfte, die Krone und die Geschwister des Ordens, die sich jedoch privat voneinander fern hielten, um sich voll auf ihre Rolle konzentrieren zu k├Ânnen.
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