Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt. Die ĂŒberlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der SchlĂŒssel zur Herrschaft ĂŒber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. WĂ€hrend die Almanen auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die GeheimbĂŒnde der Schatten sehen in der Magie die mĂ€chtigste Waffe und fĂŒr die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Die Ankunft der Neuen

Ledwick wurde vom Krieg am stĂ€rksten gebeutelt. Gebrochene DĂ€mme haben das im Tal liegende Großherzogtum ĂŒberschwemmt. Der Großherzog ist im Krieg verschollen und Ledwick wird nun provisorisch von den fĂŒnf Counts regiert.
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Die Ankunft der Neuen

#1

Beitrag von Leviathan » Fr 31. Aug 2018, 10:35

Die Sonne ging bereits unter und fĂ€rbte den Horizont des Landes orange. Es war immer ein besonderes Ereignis welches er genoss. Doch nicht nur die Farbe der Sonne welche langsam ihre Wache verließ um sie den Mond zu ĂŒbergeben stimmte ihn freudig. Schon bald wĂŒrden sie da sein und die Schrecken der Vergangenheit wĂŒrden hinter ihnen liegen. Er wĂŒrde zu alter GrĂ¶ĂŸe und zu alten Ruhm gelangen. Er wĂŒrde einer der mĂ€chtigsten MĂ€nner des Landes sein und eine der gefĂŒrchtetsten Vereinigungen fĂŒhren die es gab. Die Könige dieses Landes wĂŒrden auch dran kommen so viel war sicher. Sie hĂ€tten sich gewĂŒnscht sich der Stadt mehr zugewandt zu haben. Er hob seinen Arm und machte seine Hand zur Faust. Das Zeichen das die Karawane welche aus einer Kutsche und drei Wagen, drei Dutzend bewaffneten Söldnern und einem Dutzend Berittener die sich hinter ihm befanden zu stoppen hatten. Er zog an den ZĂŒgeln seines Pferdes und drehte um, gab dem Tier die Sporen und ritt zu der Kutsche welche von den vier Wagen vorne fuhr. Missbilligend sah er den Wagen an. Ein zu groß gewordener Sarg auf vier RĂ€dern, der von Pferden gezogen wurde und der Platz darin war eher schlecht als Recht. Gerade einmal ein Bett passte rein. Mit einem eleganten Schwung stieg er von seinem Pferd ab und ĂŒbergab die ZĂŒgel einem heraneilenden Mann. Dann schritt er zum hinteren Teil der Kutsche und pochte etwas hart an die TĂŒr und rief „Aufwachen meine Königin!“. Dann machte er drei Schritte zurĂŒck und wartete. Die massive TĂŒr öffnete sich kurz darauf und eine Frau entstieg dem dunklen Raum. Ihre wunderschönen blauen Augen kniffen sich zusammen als sie die Sonne sah, das Schwarze Haar mit den weißen StrĂ€hnen trug sie wie fast immer offen. Und wie immer auf der langen Reise hatte sie auch heute ihre RĂŒstung an. Am liebsten hĂ€tte er sie gemalt doch das geziemte sich nicht, eventuell mal spĂ€ter. Sie stieg die drei Treppen herab und verbeugte sich vor ihm und sagte leise „Mein König!“. Mit einem Wink seiner Hand gab er ihr zu verstehen sich wieder zu erheben und beifĂ€llig fragte er „Wird euch die Sonne noch sehr schaden, meine Königin?“. Die Frau schaute zu dem nun schon kaum mehr sichtbaren Halbrund und sagte dann „Nicht sehr und die Schmerzen werden ertrĂ€glich sein.“ ein leichtes lĂ€cheln umspielte nun ihre Lippen und er wusste das sie wusste das diese Anspielung ihm gegolten hatte. Er vermisste seine Frauen und die Sachen die er mit ihnen angestellt hatte und Viktoria, die wunderschöne Albin, wusste es auch. Sie wusste auch das sie sich es herausnehmen durfte, auch wenn es ein Spiel auf einer scharfen Klinge war. Ohne eine Erwiderung ging er Wortlos an der Frau vorbei und steuerte das Bett in der Kutsche an, setzte sich drauf und legte sich dann hin. Er hörte noch wie die TĂŒr zuschlug und er versank in den Schlaf



 Die Luft hier oben in den Bergen war sehr kalt aber dafĂŒr klar. Es hatte leicht zu schneien angefangen und einzelne Flocken legten sich bereits auf seine Kleidung und machte den schwarzen Stoff etwas weiß. Der Atem seines Pferdes und sein eigener stiegen als kleine Dampfwolken auf. Hinter ihm knirschte der Schnee von den Schritten der fĂŒnf MĂ€nner welche er mitgenommen hatte. Das sonst so freudige GefĂŒhl, die Anspannung, das angenehme Kribbeln in seinen Körper blieb heute aus. Sie waren bereits lĂ€ngere Zeit unterwegs und weder Wild noch sonst etwas hatte sich gezeigt was es zu jagen lohnte. Und langsam wurde ihm langweilig. WĂ€re er heute frĂŒh nur nicht von seinen Frauen aufgestanden. Dann könnte er jetzt sie lustvoll quĂ€len und sie hĂ€tten Spaß miteinander, es wĂ€re warm und ihm wĂ€re nicht langweilig. Oder sollte er einen der JĂ€ger spĂŒren lassen das ihm langweilig war? Nein sie konnten ja nichts dafĂŒr das der Wald und seine Geschöpfe sich versteckt hielten. Doch es musste bald was geschehen sonst drehte er noch durch. Die Sonne wĂŒrde bald untergehen und er wĂŒrde erst spĂ€t wieder zu Hause ankommen. Frustriert und zornig wahrscheinlich. In Gedanken ging er die Bediensteten durch wer wĂŒrde sich fĂŒr den Abbau eignen. Da plötzlich hörte er was man in einem Wald nicht vermutete. Das Klirren von Klingen, Schreie die von Schmerzen herstammten, Rufe die in einem unverwechselbaren Ton gerufen wurden. Eine Schlacht hier oben. In dem Gebiet war es eher selten das die Arashi und die Frostalben sich bekriegten, jedoch waren es GerĂ€usche die auf so was hindeuteten. Er lenkte sein Pferd seitlich und und lauschte in die Richtung. Nein eine Schlacht hörte sich anders an, dachte er, dies war eher ein Kampf oder ScharmĂŒtzel. Eine kleine Gruppe von Personen die sich bekĂ€mpften. Er schaute die MĂ€nner hinter sich an wie sie mit ihren Bögen dastanden. Die Angst war ihnen deutlich anzusehen, Augen weit geöffnet, der Körper steif und ihre Blicke wanderten hin und her. Keine Soldaten sondern nur JĂ€ger dachte er bei sich. Gekonnt schwang er sich vom Sattel seines Pferdes und landete im Schnee. An den ZĂŒgel fĂŒhrte er das Tier zu einem nahe gelegenen Baum und band es fest. Zu groß war der Wert des Tieres als das es in einem Kampf verletzt oder gar getötet werde. Außerdem eignete sich das GelĂ€nde nicht dafĂŒr. Er winkte zwei der MĂ€nner zu sich und sagte mit seiner kĂŒhlen Stimme „Ihr beide werdet dieses Tier mit euren Leben beschĂŒtzen. Sollte das Tier weg sein, und keiner euer beiden wertlosen Körper liegt daneben oder Fußspuren folgen dem des Tieres, so werdet ihr erfahren was Schmerzen sind und ihr werdet euch wĂŒnschen das ihr gestorben wĂ€rt.“ er machte ein kurze Pause bevor er fortfuhr „Verstanden?“. Beide nickten und in ihren Augen las er das sie es wirklich verstanden hatten. Nun schritt er zu den verbliebenen Drei und machte mit einer Handbewegung deutlich das sie ihm folgen sollen. Zwar bekam er nun keine Jagd, doch er konnte töten und vielleicht sogar kĂ€mpfen. Und da war es auf einmal das GefĂŒhl der GlĂŒckseligkeit, das Kribbeln im Körper und die Anspannung.

Sie waren ein paar Schritte gegangen und hatten eine Lichtung erreicht auf der sich etwas unfassbares abspielte. Wie es aussah war die Lichtung als Lager genutzt wurden. Dem Anschein nach ein Banditenlager welches von irgendeiner gesetzestreuen Einheit gefunden und angegriffen wurde. Das unglaubliche daran war das sich die Banditen sehr schnell bewegten, etwas zu schnell fĂŒr Menschen oder gar Alben. Die Einheit hatte sich zur Mitte des Lager vorgekĂ€mpft war jedoch von dem Banditen umstellt wurden. Wahrscheinlich haben die Gesetzestreuen gedacht mit einem geballten Sturmangriff wurde es klappen. Fehlanzeige. Das Bizarre an der Gruppe war das ihre Schwerter in Flammen standen. Auch hatte er diesen Waffenrock hier noch nie gesehen. Die Banditen waren wahrscheinlich Frostalben, denn sie trugen keine Pelze die sie wĂ€rmten. Stattdessen trugen sie LederrĂŒstungen, welche fĂŒr Menschen hier oben untypisch waren. In der Mitte der Gesetzestreuen standen BogenschĂŒtzen und verschossen Pfeile. Die SchĂŒtzen mussten gut ausgebildet wurden sein denn einige Pfeile trafen die Banditen, welche im Kreis um die Gruppe rannen. Da wieder ein dumpfes GerĂ€usch gefolgt von einem Schmerzensschrei. Er schaute in die Richtung aus der es kam. Ein Alb mit weißem Haar fiel auf die Knie. Ein Pfeil steckte in seiner Brust. Jetzt schaute er genauer hin und sah das einige der Banditen welche meist ein Pfeil in sich stecken hatten am Rande des Lager standen. Und da bemerkte er es. Ihr Atmung ging schnell doch es fehlte bei jedem die Wolke. Was waren das nur fĂŒr Wesen. Plötzlich hörte er „FÜR DAS LEBEN!“ und als er sich dem Ruf zuwandte sah er wie die Gesetzestreuen mit dem Flammenschwertern aus ihrer Formationen brachen und die Banditen angriffen, welche seltsamer weise nun langsamer waren. Sein Blick wanderte nun ĂŒber seine Schulter zu den drei MĂ€nnern. Unter einem war der Schnee leicht gelb. Der Mann hatte sich vor Angst einuriniert. Die anderen Beiden umklammerten ihren Bögen. Plötzlich hörte er etwas, was er nicht erwartet hatte z hören. Ein Schrei von einer Frau. Sein Blick schoss sofort in das Gemetzel. Es hatten sich vereinzelte GrĂŒppchen gebildet die nun ihren Konflikt im Nahkampf versuchten zu lösen. Schnell drehte er sich um und sagte „Schießt auf die mit dem Waffenrock. Sollte ihr fliehen werdet ihr einen qualvollen Tod sterben!“. Er sah noch wie die MĂ€nner einen Pfeil auf die Sehne legten, dann rannte er los das Schwert fest in der Hand. Seine Blicke huschten ĂŒber das Schlachtfeld. Vereinzelt lagen tote Banditen auf den Boden doch die Mehrzahl der Leichen auf die er stieß waren Gesetzestreue. Wieder ertönte die Frauenstimme und nun wusste er das sie in der NĂ€he sein musste. Er bog an einen der Zelte ab und da stand sie. Zwei Schwerter in den HĂ€nden, das weiße Haar von schwarzen StrĂ€hnen durchzogen, vereinzelt rot von Blut. Das hĂŒbsche Gesicht ebenfalls mit Blut besprenkelt. Zwei Gegner waren vor ihr, einer mit Schwert und der andere mit Bogen. Ein Pfeil steckte bei der Dame in der Schulter. Sie hatten ihn noch nicht bemerkt. Nun musste es schnell und sauber von statten gehen. „Na Schlampe, totes Blut macht euch Bastarde langsamer!“. Die Frau lachte auf und erwiderte „Aber ihr werdet trotzdem sterben!“. Sie gefiel ihm,sie hatte Biss. Der BogenschĂŒtze legte einen neuen Pfeil ein. Langsam schlich er sich an den Mann heran. Das Schwert umklammerte er mit jedem Schritt fester. Hoffentlich knirschte der Schnee nicht auf einen Kampf war er zwar eingestellt jedoch fehlten ihm RĂŒstung. Noch ein paar Schritte, der SchĂŒtze legte an, Zog die Sehne nach hinten und zielte. Verdammt dachte er sich, tötet ich ihn jetzt dann lĂ€sst er die Sehne los und der Pfeil fliegt los. Das schnelle töten hatte sich damit erledigt als auf die gute alte Art. Er stand nun fast hinter dem SchĂŒtzen, nun musste es schnell gehen, erhob das Schwert, berĂŒhrte mit der freien Hand den SchĂŒtzen an der Schulter welcher sich herum drehen wollte um zu schauen, dies jedoch nicht mehr konnte da die Klinge die Kehle und die Sehne des Bogen durchschnitten hatte. Der Mann röchelte was den SchwertkĂ€mpfer herum wirbeln lies. Der Körper des Toten, aus dessen Wunde Blut nun schoss sackte zu Boden. Der SchwertkĂ€mpfer schaute ihn fassungslos an und sagte dann „Was habt ihr getan? Wieso? Warum tötet ihr fĂŒr die Vam...“ weiter kam er nicht den eine Klinge fuhr durch seine Brust. Die Frau hatte die Ablenkung genutzt. Wie ein nasser Sack sank er zu Boden und sein Blut fĂ€rbte den Schnee rot. Die Unbekannte stand noch da und betrachte die Leiche, dann fiel sie auf die Knie und vorne ĂŒber. Die Pfeilspitze bohrte sich durch und drang aus der Schulter. Schnell eilte er zu ihr. Ohne zu ĂŒberlegen hob er sie hoch und ging mit ihr in Richtung Wald, sollte der Doktor sich um sie kĂŒmmern.

Seine Umwelt verĂ€nderte sich und nun lag er auf einem Bett, gefesselt, in einem kleinen, nein in einen winzigen Raum. Eine komische Konstruktion hing von der Decke und spendete Licht. Er sah an sich herunter und erschreckte. Sein ganzer Körper war ĂŒbersĂ€t mit Wunden. Sofort setzten die Schmerzen ein. Es waren so viele das er sie nicht einordnen konnte. Die Welt um ihn herum begann sich zu drehen. So musste sich Wahnsinn anfĂŒhlen. Jetzt hörte er eine hohe piepslige Stimme „Was haben sie gemacht? So viele Wunden habe ich bei noch niemanden gesehen. Man sagte mir sie haben sich duelliert, doch das hier sieht aus als ob Sie in der Schlacht gewesen wĂ€ren. Ich werde ihnen nun einen Trank einflĂ¶ĂŸen damit sie schlafen, wĂ€hrend dessen nĂ€he ich ihre Wunden. Einige werde ich versiegeln mĂŒssen. Das wird nicht leicht. Ich hoffe sie hĂ€ngen an ihren Leben und kĂ€mpfen.“ jetzt fĂŒhlte er wie jemand mit seiner Hand hinter seinen Kopf griff ihn leicht anhob. Dann vernahm er den Rand eines Bechers und ein bitteres GetrĂ€nk wurde ihm ein gefĂŒhrt. Er wollte es ausspucken doch ging es nicht. Eine Hand legte sich auf dem Mund und eine andere hielt die Nase zu. „Immer das selbe!“ sagte die piepsige Stimme „Ich bin ĂŒbrigens NaakhĂŒrz!“. Er schluckte den Saft. Die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten und er schlief ein. Als er die Augen wieder öffnete lag er immer noch in dem Raum, war immer noch an das Bett gefesselt doch die Schmerzen waren dumpf. Er hob den Kopf und sah das sein Körper in LeinentĂŒchern gewickelt war. „Ah sind wir aufgewacht?“ sagte die piepsige Stimme und als er sich der Quelle zu wandte sah er einen kleinen grĂŒnen Goblin.

Wieder verschwamm seine Umgebung und formte sich zu etwas neuen. Er saß nun in einem Raum auf einem riesigem Kissen. Seine Arme waren zur Seite ausgestreckt und in ihnen lagen zwei schöne, leicht bekleidete Menschenweiber. Sie schmiegten sich an ihm und streichelten seine nackte Brust sanft. In der Luft lag ein sĂŒĂŸlicher Geruch. Er schaute sich im Raum und sah noch andere MĂ€nner und Frauen. Er war in einem Bordell. „Nun Herr Leviathan was fĂŒhrt sie zu mir“ sprach eine dunkle tiefe Stimme welche zu einem großen etwas dicklichen wirkenden Mann gehörte, welcher ihm gegenĂŒber saß. Seine braunen Augen musterten ihn von oben nach unten und der Mann sprach „Franz sagte mir das Sie ihm aus einer eher prekĂ€ren Situation gerettet haben. Mein Dank gehört ihnen doch ich kann ihnen nicht mehr bieten als diese zwei Damen!“. Leviathan lĂ€chelte und erwiderte automatisch und ohne es zu wollen „Herr von BĂ€renstein, ich möchte gerne in euer Gewerbe einsteigen. Jedoch fehlen mir dazu die nötigen Kenntnisse. Ich möchte auch nicht das Gewerbe hier eröffnen also mĂŒsst ihr euch keine Sorgen um Konkurrenz machen.“ er machte eine Pause und der Herr von BĂ€renstein sprach wieder „Also sprecht was ihr vor habt, denn ich habe nicht den ganzen Abend Zeit.“. Wieder lĂ€chelte Leviathan den Mann an und sagte dann wieder automatisch „Ich wĂŒrde euch eine VergrĂ¶ĂŸerung anbieten. Jedoch sind noch andere Personen an dem Plan beteiligt. Also wĂŒrde ich sagen ihr organisiert ein Zimmer fĂŒr zwei weitere Personen plus uns beiden, welches Abseits des Tumults liegt und wir reden dort weiter, ich werde mich in der zwischen zeit mit den beiden Damen vergnĂŒgen.“ kaum hatte er das letzte Wort gesprochen da verschwamm der Raum wieder und er befand sich nun in einem Keller, an dessen Moosbewachsenen WĂ€nden Fackeln brannten, in der Mitte stand ein Tisch, um ihn herum saßen die Dame aus den Bergen, der Goblin und der Herr von BĂ€renstein. Alle drei starrten ihn an. Er begann zu reden „Nun wie einige hier wissen musste ich mein Zuhause aufgeben. Ein ehemaliger Freund hat mir solche Probleme gemacht das die örtlichen Herren mich am liebsten hĂ€tten tot sehen wollen. Er erzĂ€hlte ihnen LĂŒgen die diesen ihm glaubten. Also war ich gezwungen mein Heim zu verlassen. Ich habe vor mich woanders nieder zu lassen und möchte dort gerne leben wie vorher. Dazu benötige ich jedoch eure Hilfe. Zuerst zu Ihnen Herr von BĂ€renstein. Ich habe noch etwas Gold ĂŒbrig was ich ihnen gerne geben wĂŒrde damit sie vor Ort ein neues Bordell eröffnen, es sollte fĂŒr ein GebĂ€ude, die nötigste Ausstattung und das nötigste Personal reichen. Des weiteren schlage ich vor das sie auch dort der Kopf einer Diebesbande werden und den Waisen ein neues Heim geben. Die Gewinne aus den Bordell und dem Diebesgut werden aufgeteilt zwischen uns beiden. Ich wĂŒrde mich mit einem Teil von Drei begnĂŒgen. NaakhĂŒrz hier wird ihre Diebe und ihre MĂ€dchen behandeln, er ist Heiler wenn ich das so sagen darf.“ er wandte sich nun den Goblin zu „Eure Aufgaben fĂŒr mein neues Reich NaakhĂŒrz werden folgende sein. Ihr werdet mein Personal und meine Frauen heilerisch betreuen, außerdem werdet ihr Pflanzen anbauen und TrĂ€nke und Pulver herstellen die der Bevölkerung helfen. Im Gegenzug erhaltet ihr auch zwei Anteile an den Verkauf der Produkte. Ihr werdet mir assistieren wenn ich euch brauche. Aber das alles wisst ihr ja schon. Mein alter Freund.“. Nun wandte er sich der Frau zu „Viktoria meine Königin! Euch und euer Gefolge brauche ich fĂŒr meinen Schutz. Doch genau so seit ihr wichtig um Diplomatie zu betreiben. Ihr werdet versuchen an den Höfen und in die HĂ€user der feinen Herren zu gelangen die in dem Land regieren. Ihr werdet mir Kontakte knĂŒpfen. Das ist der Gefallen den ich fordere. Außerdem werden eure MĂ€nner eine wichtige Goldeinahmequelle sein. Aber dazu spĂ€ter mehr.“. erneut verschwamm seine Umgebung


Nun saß er mit Viktoria alleine da, er schaute sich um und erkannte den Raum wieder, in dem sie zu vor zu dritt gesessen hatten. Sie schaute ihn neugierig und skeptisch an. „Meine Königin, nach all den Jahren die wir uns kennen immer noch so skeptisch?“ fragte er und erwiderte ihren Blick. Sie biss sich auf die Lippe und sagte dann „Ich weiß noch nicht ob ich euer Bitte nachkommen werde...“ sie machte eine Pause. Etwas Zorn stieg in ihm hoch, wie konnte sie ihm nicht gehorchen. „
 ich hĂ€tte etwas anderes erwartet nach den ganzen Blicken die ihr mir zugeworfen habt, jedoch ein Gefallen ist ein Gefallen. Jedoch gefĂ€llt es mir nicht in eure Knechtschaft zu wandern.“. Also daher wehte der Wind dachte er sich und ĂŒberlegte wie er ihr einen anderen Blickwinkel geben konnte. „Sieh es nicht als Knechtschaft an sonder eher als Partnerschaft. Wie ich schon zuvor sagte seid ihr und eure Gefolgschaft ein wichtiger Bestandteil meines neues Leben. Die Sicherheit ist eine Sache jedoch mĂŒssen wir uns vor Ort nach eventuellen neuen WĂ€chtern fĂŒr die Nacht umsehen. Gargoyls eventuell.“. Er lehnte sich auf seinen Stuhl zurĂŒck und beobachtete seinen GegenĂŒber. Die letzten Worte hatten ihr nicht gepasst, dies sah er. Sie verzog den Mund etwas und in ihren Augen funkelte Widerstand. Bevor sie etwas dazu sagen konnte fuhr er fort „ Ihr und eure MĂ€nner werdet fĂŒr mich das dreckige GeschĂ€ft ĂŒbernehmen, wie EntfĂŒhrungen mit Erpressung, Auftragsmorde und so weiter. Wir werden es so aussehen lassen als ob eine neue Bande von Banditen sich eingenistete hat. Manch eine EntfĂŒhrung wird nur einen Gefallen fordern andere mehr. Ihr leitet euer eigenes kleines Imperium unter meiner FĂŒhrung nun was sagt ihr dazu?“. Ein lautes Donnergrollen ertönte. Mehrmahls hinter einander. Eine Stimme sagte seinen Namen „Mein Heer Leviathan, Mein Herr Leviathan!“.

Er schlug die Augen auf und sah einen seiner MĂ€nner, welcher am ihn an der Schulter berĂŒhrte . Als er merkte das er wach war lies der Mann von seiner Schulter. „Was ist?“ fragte er etwas genervt und dachte nur was fĂŒr verrĂŒckte TrĂ€ume. Statt des Mannes hörte er Viktorias Stimme die sagte „Mein König wir sind da. Ledwig erwartet euch!“.
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Re: Die Ankunft der Neuen

#2

Beitrag von Leviathan » Mi 5. Sep 2018, 09:28

Er sah ihn an. Das konnte nicht wahr sein dachte er. Er wollte es nicht wahr haben und doch war es passiert und er musste jetzt reagieren. Eigentlich wollte er das ganze ruhig angehen und sein Potenzial erst spĂ€ter entfalten doch dieser Zwischenfall Ă€nderte sich alles. „Es tut mir leid mein Herr, aber ich konnte darauf noch nicht reagieren.“ hörte er die tiefe Stimme von BartholomĂ€us. Am liebsten hĂ€tte er ihn umgebracht aber das wĂŒrde nichts bringen. Seine Fehler wĂŒrde Konsequenzen haben jedoch musste er diesen nun ausbaden. „Sie kamen einfach rein und haben es einfach ĂŒbernommen. Unsere WachmĂ€nner haben sie einfach umgebracht, die MĂ€dchen arbeiten nun fĂŒr sie . Sie verschonten mich weil ich ein Landsmann wĂ€re und die Regeln dieser Stadt erst lernen mĂŒsste.“. Mit jedem Wort aus dem Mund von BartholomĂ€us stieg seine Wut auf diese Stadt und deren Leute, sowie auf BartholomĂ€us an. „Warum hasst du nicht versucht es zurĂŒck zu holen?“ raunzte er ihn an. Der stĂ€mmige Mann antwortete murmelnd „Ich wollte kein Aufsehen erregen und schon am ersten Tage fĂŒr schlechtes GeschwĂ€tz sorgen bei den Klatschweibern!“. Kaum hatte er die letzten Worte ausgesprochen dĂ€mpfte sich Leviathans Zorn sich ein wenig. Der Mann hatte Köpfchen das gab er still zu. „Wie viele MĂ€nner waren es?“ fragte der Tiefling ungeduldig und BartholomĂ€us antworte „So um die fĂŒnfzehn!“. „Wie waren sie Bewaffnet, hatten sie Waffenröcke an?“ bohrte Leviathan weiter und wieder antworte BartholomĂ€us klein laut „Sie hatten KnĂŒppel und Heugabeln, einer hatte auch ein Kurzschwert.“. Gut dachte Leviathan sich, also keine MĂ€nner der Regenten. Vielleicht ein kleiner Gauner der seinen Ruf verteidigen wollte. Dies wĂŒrde er noch rausfinden. Das Freudenhaus musste er sich zurĂŒck holen. Auch wenn es in dieser Stadt wenig MĂ€nner gab, so war es eine seiner wichtigsten Einnahmequellen und sein Wohnsitz. „Wo ist eigentlich der Heiler, dieser kleine grĂŒne Wicht? Reistet ihr nicht zusammen?“. Fragte er erneut und sah das BartholomĂ€us seinen Blick senkte und ein paar Schritte rĂŒckwĂ€rts ging. „Nun...“ fing BartholomĂ€us an „
 die Wache an den Toren sahen ihn und ließen ihn nicht rein...“ er schluckte schwer „er hat sich außerhalb der Stadt ein Zelt gebaut und warte auf euch.“. Leviathan reichte es und um seinen Ärger Luft zu machen stampfte er auf den Boden und schrie laut. Ein Quietschen ertönte und aus einem der Umliegenden HĂ€user schimpfte eine alte Schachtel mit HĂ€ubchen und Nachthemd „Seid leise zu so spĂ€ter Stunde.“. Jetzt riss ihm der Geduldsfaden endgĂŒltig und er schrie zu der Alten hinauf „Wenn ihr nicht gleich eure LĂ€den wieder verschließt und uns in Ruhe lasst werde ich zu euch rauf kommen und jeden der mit euch wohnt vor euren Augen quĂ€len und töten, danach werdet ihr gefoltert und sterbt einen grausamen Tod altes Menschenweib!“. Wie konnte ein so hĂ€sslicher Mensch sich es wagen mit ihm zu sprechen. Seine Worte hatten anscheinend Erfolg denn die Alte verschloss ihre LĂ€den wieder. Wenigsten das ging in dieser Stadt. Er musste ĂŒberlegen. Einen direkten Angriff könnte er starten jedoch wĂŒrde das gleich die Wachen auf den Plan rufen. Dann blieb nur die gute alte Schule ĂŒbrig. „Herr von BĂ€renstein“fing Leviathan an zu sprechen und versuchte dabei so ruhig wie möglich zu klingen „Ihr werdet in der Stadt euch umhören und versuchen jemanden davon zu ĂŒberzeugen sich in mein Freudenhaus zu schleichen und Informationen zu bekommen. Der Preis spielt dabei keine Rolle! Egal wer es ist oder was es ist, Hauptsache ich bekomme meine Investitionen zurĂŒck! Ich werde derweilen mit meiner Kutsche vor die Stadt fahren und NaakhĂŒrz suchen und bei ihm verweilen, wir werden fĂŒr euch und den Spion spuren hinterlassen. Hab ihr einen Kandidaten gefunden so bringt ihn zu mir.“. BartholomĂ€us nickte und wandte sich zum gehen. Leviathan tat es ihm gleich und steuerte auf die Hauptstraße zu wo seine Kutsche mit Viktoria wartete.
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Re: Die Ankunft der Neuen

#3

Beitrag von Ernestina Roberta Aurelia di Zopporrone » Mo 8. Okt 2018, 21:31

Ernestina Roberta Aurelia di Zopporrone war wĂŒtend! Nicht nur ein wenig, sondern sehr wĂŒtend! Das SchmollmĂŒndchen unter dem StubsnĂ€schen begann zu beben! Was hatte sich der Kerl wohl dabei gedacht? Nicht nur, dass es mitten in der Nacht war, eine Zeit in der sie dringend ihren Schlaf benötigt hĂ€tte, nein, sie wusste nicht einmal wo sie ihn genau suchen sollte. Obwohl, sie konnte es sich denken. Wer möchte schon kurz nach 8 Uhr Abends noch einmal Pfeiffentabak kaufen gehen. Nur gut, dass ein DienstmĂ€dchen ihn gesehen hatte, so wusste sie wenigstens, in welche Richtung er geritten war. Sie schniefte aus ihrem SchmollmĂŒndchen. Pfeiffentabak wil er und nimmt alles an Mannen mit, was nicht gerade im Dienst war.

Pfeiffentabek schnief sie nochmals aus ihrem SchmollmĂŒndchen, eine Pfeiffe kann er bekommen und bekommt er persönlich angezĂŒndet.

Noch ehe ihre Gedanken zu Ende waren, hörte sie wildes Geschrei. Geschrei welches an einen Kampf erinnerte. Eigentlich wollte sie nicht in diese Richtung gehen. MĂ€nnersache dachte sie sich. Diese elenden Kerle, zu nichts nĂŒtze, ausser zum KĂ€mpfen. Ach wie gern wollte sie einen eleganten, gebildeten und intelligenten Kerl haben. Leviathan, hauchte sie! Ein netter Kerl, aber viel zu aufdringlich, energisch und manche seiner Gedanken machten ihr Angst. Eigentlich konnte sie es sich denken, der Rabauke war wieder in einem Kampf verwickelt. Wo es Ärger gab, konnte er nicht weit sein. Also konnte sie auch glaub in die Richtung der Schreie gehen, die Chance auf ihn zu treffen, war unĂŒbertroffen.

Schon von weiten sah sie das Gemetzel und wer lungerte an einem Baum, Leviathan! Sie wartete bis die grĂ¶ĂŸte Schlacht vorbei war und nĂ€herte sich dann auf ihrem Pferd langsam.

"Leviathan! Was verstehst du eigentlich unter Pfeiffentabak holen?"

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Re: Die Ankunft der Neuen

#4

Beitrag von Leviathan » Fr 12. Okt 2018, 05:26

Und da war sie wieder, diese Stimme des grĂ¶ĂŸten Fehlers seines Leben. Der werte Herr von BĂ€renstein meinte es wĂ€re eine gute Idee, eine OrtsansĂ€ssige zu ehelichen. Gegen die Ehe hatte er ja nichts. In seiner Vergangenheit hatte er ja auch schon mehr als nur eine Frau besessen, doch diese waren hörig gewesen und hatten geschwiegen. Nicht das ihm seine neue Frau nicht gefiel, nein das ganz im Gegenteil, ihre Reize waren da und genug Fantasie was man mit ihnen anstellen konnte auch, doch diese Frau war alles andere als hörig. Sie war eigenstĂ€ndig, neugierig und etwas nervig. Er versuchte sich eine Existenz aufzubauen mit legalen und illegalen Sachen und wollte nur in Ruhe gelassen werden. Frauen waren bis auf Viktoria und einige andere sowieso nur zu gewissen Dingen fĂ€hig. Den Haushalt zu schmeißen, NĂ€harbeiten zu verrichten und ihren MĂ€nnern zu gefallen und zu Willen zu sein. Und dies sollte sie auch machen, nein sie sollte gar nicht hier draußen sein! Sie sollte in ihrem Bett liegen und schlafen. Leider war diese Person die einzige Frau mit einem Vater gewesen der seine Tochter einen Tiefling gab, inzwischen glaubte er das ihr Vater sie auch einem Lebrakranken gegeben hĂ€tte. Am liebsten hĂ€tte er den Antrag annulliert, es ungeschehen gemacht doch ihm war klar wenn er in diesem Herzogtum Fuß fassen wollte und eventuell es schaffen wĂŒrde sich ein Imperium aufzubauen, musste er diese Frau heiraten. TatsĂ€chlich hatte er zu ihr gesagt das er sich „Tabak“ holen gehen wĂŒrde. Sie kannte ihn noch nicht lange genug um zu wissen das er nur selten raucht und dann nur wenn er mit einer oder zwei Frauen zusammen war. Er hatte sie ja noch nicht einmal nackt gesehen. Er verfluchte den Kerl der das Gebot aufgestellt hatte keine Vereinigung vor der Ehe. Was sollte den der Scheiß? Da kaufte man ja die Katze im Sack, statt des Kaninchen. Aber er brauchte den Einfluss und so wĂŒrde er es ertragen. Aber warum kam die Nuss ihm jetzt hinterher gelaufen? Jetzt wo er einem seiner GeschĂ€fte nach ging die nicht ganz so legal waren.

Im nĂ€chsten Moment hörte er nur ein Knacken und ein Raunen. Der Kampf war vorbei und er hatte auf den Richtigen gesetzt. Kurz huschte sein Blick zum provisorisch errichteten Ring in dem die Albin gerade dem letzten Gegner das Genick gebrochen hatte. Wie es bei FaustkĂ€mpfen oder wie man eher sagen konnte illegalen ganz Körper KĂ€mpfen ĂŒblich war, hatten die KĂ€mpfer nur Hosen an und kĂ€mpften mit nacktem Oberkörper. Bei Viktoria hatte man da eine Ausnahme gemacht. Sie durfte ihre Brust mit einem schmalen Tuch bedecken. Leichte Schweißperlen waren auf ihrer blassen Haut zu sehen und in ihm stieg das Verlangen nach ihr. Jedoch wusste er das dies nie passieren wĂŒrde. Und doch hatte es was Gutes. Die MĂ€nner um dem Ring hatten den gleichen lĂŒsternen Blick drauf wie er. Was wenn er in seinem Bordell auch solche KĂ€mpfe veranstalten wĂŒrde. Klar in dem Herzogtum mangelte es an MĂ€nnern und es gab einen FrauenĂŒberschuss was ihm gefiel doch irgendwo her wĂŒrde er junge starke MĂ€nner bekommen. Diese dann noch einölen lassen von den Kundinnen und derjenigen mit den höchsten WetteinsĂ€tzen winkte noch eine Nacht mit dem Sieger. Gute Idee doch bevor er sie in die Tat umsetzen kann muss er sich um seine Verlobte kĂŒmmern die bei jetziger genauer Betrachtung etwas wĂŒtend aussah. Langsam fing er an zu Kauen. Hatte sie Kautabak geschrien? Verdammt er war von dem Kampf den er organisiert hatte abgelenkt gewesen. Nun versuchte er eine Unschuldsmiene aufzusetzen was ihm nicht wirklich gelang nach dem Blick seiner ZukĂŒnftigen zu folgern. Wie einfach war sein Leben doch gewesen. FrĂŒher hatte er sich nicht vor Frauen rechtfertigen mĂŒssen, da war es eher andersrum gewesen. Die Bestrafungen und die Luststillung fehlten ihm. Und dieses Weib wĂŒrde sich nicht so einfach bĂ€ndigen lassen. Zum GlĂŒck besaß er ein Bordell. Doch selbst das könnte ihm verwehrt bleiben. Er riss sich aus den Gedanken raus und sagte dann unverblĂŒmt „Hallo meine schöne Maid, wie ihr seht habe ich meinen Tabak bekommen und schaue mir einen Ringkampf an. Und ich habe gewonnen!“. Er lĂ€chelte sie an.
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Re: Die Ankunft der Neuen

#5

Beitrag von Ernestina Roberta Aurelia di Zopporrone » So 14. Okt 2018, 20:42

"Leviathan! Nur wenige Straßen von der Behausung meines Vaters ist ein vorzĂŒglicher Tabakladen. Nicht selten wird meine Dienerin zu derlei Aufgaben genötigt! Gibt zu, du wolltest mir das Herz brechen!"

Ernstantina fing langsam an zu schniefen und unterdrĂŒckte die ersten TrĂ€nen. Ein gebrochenes Herz ist das letzte was sie haben wollte, nach all der Zeit mit ihm. War sie ihm etwa nicht gut genug? Was wollte er nur hier? WĂ€re es fĂŒr ihn nicht ein schöneres vergnĂŒgen, ihr lieblich etwas vorzusingen, anstatt wilde KĂ€mpfe zu beobachten? Sie konnte sich zumindest nichts schöneres vorstellen, als das zarte Stimmlein, des holden und mutigen Leviathan.

"Ich arme holde Maid! Was hab ich alles auf mich genommen, nur damit mein Vater dich akzeptiert! Du bist nun einmal ein Tiefling und dann tuhst du so etwas! Was ist mit unseren SpaziergÀngen, meinen Poesievorlesungen, meinen Gedichten, ist dir das nichts Wert?"

Ernstantine wusste nicht ob sie weinen oder wĂŒtend sein sollte. Spielte er etwa nur mit ihr? Ging es bei ihrer Verlobung nur um Macht und Einfluss? Gerade das wollte sie nicht! Keinen Schnösel, der nur an den LĂ€ndereien und SchĂ€tzen des Vaters interessiert war. Dann hĂ€tte er auch gleich ihren Vater heiraten können. Was sie wollte, war weg von diesem Leben. Was wollte Leviathan?

"Du lĂ€sst mich allein sitzen, wegen einem Ringkampf mitten in der Nacht? WĂ€ren wir wenigstens zusammen geritten aber so. Das ist zu viel fĂŒr mich!"

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Re: Die Ankunft der Neuen

#6

Beitrag von Leviathan » Mi 17. Okt 2018, 14:05

Ein Vulkan war nichts im Vergleich zu seiner jetzigen Lage. Am liebsten hĂ€tte er seine ZukĂŒnftige gepackt, sie zwischen zwei BĂ€ume gestellt, ihre Arme wie ein Kreuz ausgestreckt danach mit seilen fixiert und ihr ordentlich den RĂŒcken und das GesĂ€ĂŸ ausgepeitscht. Wie konnte sie es wagen hier aufzutauchen ihm eine Szene machen. Das wĂŒrde wieder viel Arbeit mit sich bringen seinen Ruf den er sich etwas aufgebaut hatte wieder in Ordnung zu bringen. Schon jetzt hörte er von den Beteiligten unterdrĂŒcktes Lachen. Sie arme Holde Maid?! Eher er armer holder, nein das war er nicht, hold, Mann. Er kam sich wie in einem KĂ€fig vor mit einem der besten Aufpasser dieser verfluchten Gegend. Wo waren die Ausritte, die Gedichte, die Poesievorlesungen?! Einen Ausritt hatte sie nun bekommen und dies bei Mondenschein, zwar war sie teils Alleine geritten und unter Ausritt verstand er was anderes, zu mindesten bisher, doch eines war gewiss sie wurden zusammen zurĂŒckreiten. Ihm kam ein sehr böser Gedanke. Gab es nicht immer hĂ€ufiger ReitunfĂ€lle bei dem der Reiter starb. Aber das wĂŒrde ihm zwar Ruhe bringen doch nicht die LĂ€ndereien ihres Vaters und dessen Einfluss bei Hof. Wie kam sie nur darauf das sie ihren Vater hatte betteln mĂŒssen ihn zum ZukĂŒnftigen zu nehmen. Den Kontakt hatte der Herr von BĂ€renstein hergestellt. Bei einer gemĂŒtlichen Weinverlesung hatten sie sich getroffen, ihr Vater und er und der Herr von BĂ€renstein. Ihr Vater war zwar eher skeptisch ihm gegenĂŒber gewesen doch als er sagte das er eine Frau suche bot er sie gleich an. Und dann hatte der Alte Sack bestimmt mitgespielt und sie betteln lassen. Das erste Kennenlernen war bei ihr Zuhause gewesen. Ein Barde hatte von weißen Rittern gesprochen die in einen Krieg gezogen seien, edel und mutig, fĂŒr ihre Damen zu Hause. Er hatte die Vorstellung damit verbracht sich seine neue Gemahlin anzuschauen denn schlecht sah sie nicht aus und natĂŒrlich hatte er das Personal gleich mit inspiziert. Dann hatte er in Gedanken bereits alles Mögliche mit ihr und dem Personal angestellt. Unterbrochen wurden diese Gedanken erst nach der Vorstellung mit der Frage von ihr warum er nicht Klatsche und ob es ihm nicht gefallen habe. Den Rest des Tages verbrachte er damit Ihr und Ihrem Vater zu lauschen und sich dabei nicht seiner einfachen Natur hinzugeben. Er spielte den edlen Mann gut und er musste diese Rolle auch jetzt spielen auch wenn er jetzt lieber den Barbaren gemimt hĂ€tte und allen die ihn auslachten die Köpfe langsam von ihren Leibern geschnitten, ihre KopfhĂ€ute langsam herunter ziehen, sich ergötzen in den Schmerzen
 „Du lĂ€sst mich allein sitzen, wegen einem Ringkampf mitten in der Nacht? WĂ€ren wir wenigstens zusammen geritten aber so. Das ist zu viel fĂŒr mich!". Sie wendete sich leicht von ihm ab und er hörte nur ein schniefen von ihr. Er blickte zu Viktoria und gab ihr mit einem Nicken zu verstehen das sie die noch zu erledigen Angelegenheiten hier regeln sollte. Sie zickte nicht rum sonder gehorchte. Wie einfach das Leben doch sein konnte dachte er sich und schritt auf seine ZukĂŒnftige zu Er nahm sie liebevoll in den Arm und unterband zĂ€rtlich ihre Gegenwehr. Damals hatte er dies gemacht wenn eine Frau das Erste mal bei ihm gelegen hatte oder wenn er es mit der ZĂŒchtigung ĂŒbertrieben hatte. Mit einem leichten Zug zog er sie an seine Brust und setzte sein Kinn auf ihren Kopf. Ihre KörpergrĂ¶ĂŸe passte zu ihm denn sie war nur anderthalb Köpfe kleiner als er. Dann fing er an zu murmeln „Es tut mir leid Liebste, ich war ein Idiot zu glauben das du schlafen wĂŒrdest. Verzeih mir mein Verhalten denn ich war ein Narr, das ich glaubte unsere Herzen können immer noch alleine schlagen. Doch ihr meine Liebste zeigtet mir das dem nicht so ist. Ich gelobe Besserung und werde euch von nun an nie mehr Alleine lassen das schwöre ich bei meinen Ahnen!“ er atmete einmal ihren lieblichen Duft ein und fuhr dann fort „Lasst uns zurĂŒck reiten die Nacht ist noch jung, und lass mich euch zu Bett bringen. Morgen werde ich mir frei nehmen und euch huldigen und wĂŒrdigen wie es euch gezieme.“ langsam gelang es ihm sie zu fĂŒhren und er fĂŒhrte sie zurĂŒck zu ihrem Pferd. Den Brechreiz den er verspĂŒrte bei so vielen netten Worten versuchte er zu ignorieren und stellte sich zuerst die spaßige Hinrichtung vor von einem der MĂ€nner die ihn gerade ausgelacht hatten und dann nach dem Vorspiel die sĂŒĂŸe Zurechtweisung und Bestrafung seiner Liebsten auch wenn diese so noch nicht statt finden wĂŒrde. Er schaute herrunter zu ihr und lĂ€chelte und sagte dann mit nicht mal viel gespielter Ehrlichkeit „Ihr seid das Beste was mir passiert ist!“.
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Re: Die Ankunft der Neuen

#7

Beitrag von Leviathan » Fr 2. Nov 2018, 10:49

Worauf hatte er sich da nur eingelassen? Wollten die Göttern ihn strafen? Er hatte in letzter zeit sehr wenig gebetet, hatte aber dafĂŒr auch keinen Mord begannen oder in Auftrag gegeben doch wenn seine ZukĂŒnftige so weiter machte wurde sich das bald Ă€ndern. Nach dem sie ihn bloßgestellt hatte vor den anderen waren sie schweigend zurĂŒck geritten. Sie hatte ihn keines Blickes gewĂŒrdigt. Sie hatte sich nicht mal aus ihrem Sattel von ihm helfen lassen und war dann sobald sie festen Boden unter den FĂŒĂŸen hatte in das Haus gestĂŒrmt. Kurz hatte er ĂŒberlegt ob er das Bordell aufsuchen sollte, doch entschied es nicht zu tun. Er wusste nicht wieso aber seine Frau war verĂ€rgert. Tabak hin oder her, wenn er in dieser Stadt Fuß fassen wollte musste er sich was aufbauen. Legal und Illegal. RingkĂ€mpfe waren beliebt, besonders wenn es keine Regeln gab. Der Kampf bei dem sie Ihn erwischt hatte war von ihm organisiert wurden um ein Zeichen zu setzen. Leider wĂŒrden die meisten ihn nun als verweichlicht sehen. Die Hochzeit musste bald stattfinden und dann mĂŒsste der Vater das Testament aufsetzen oder doch ein Ehevertrag? Egal er musste es jetzt erst mal hinbekommen das seine Liebste ihn wieder verzieh. Also hatte er in aller FrĂŒh den Diener losgeschickt und hatte sich Rosen bringen lassen. Den Köchen hatte er befohlen Pfandkuchen mit Sirup zuzubereiten. Ein FrĂŒhstĂŒck am Bett hat schon so manchen umgestimmt. Dazu noch ein guter Wein aus seinem Bestand. Eigentlich eine sichere Nummer doch nicht bei ihr. Sie sah ihn nicht an als er durch die TĂŒr kam mit dem Tablett in der Hand wie ein Diener. Sie schwieg beim Essen und wĂŒrdigte nicht einmal die Rosen. Nach dem Essen waren sie in den Stall gegangen und hatten sich ihre Pferde genommen. Vorher hatte er wieder den Diener losgeschickt um einen Barden zu holen. Sie waren ausgeritten und er schaute sich die Landschaft an. Ledwick war gut um Torf abzubauen die Moore und SĂŒmpfe wĂŒrden bestimmt was hergeben. Und vielleicht hatte der Doktor schon einige KrĂ€uter entdeckt. Noch immer ließen ihn die Stadtwachen nicht rein und noch immer war sein Bordell unter der Fuchtel eines anderen. Zum GlĂŒck hatte BartholomĂ€us einen Spion arrangiert der Informationen lieferte. Bald wurde er sein Schatz wieder holen und das Leben wĂŒrde gut werden. Doch er konnte sich jetzt nicht auf das konzentrieren sondern musste den schillernden Ritter mimen. Sie erreichten eine Lichtung auf der der Barde Stand. Widerwillig lies sie sich aus dem Sattel helfen und wieder wĂŒrdigte sie ihm keines Blickes als er aus dem mitgenommen Korb eine Decke zog und Speisen auf tĂ€felte. Der Barde begann zu singen von Rittern und Drachen, von einsamen Jungfern die gerettet wurden, von holden Maiden die ihren Liebsten nicht wieder sahen weil er in einen Kampf zog. Am liebsten hĂ€tte er gekotzt, gelacht und dem Barden erklĂ€rt das es wahrscheinlich nicht so abgelaufen sein konnte. Liebe war etwas fĂŒr dumme. Begierde und Verlangen das gab es. Frauen hatten zu gehorchen und wenn nicht so sperrte man sie in einen Turm. Dann wĂŒrde ein Narr kommen und sie retten. Oder es wĂŒrden die Raubritter kommen und ihren Spaß mit ihr haben. Und dann eines Tages wĂŒrde ein noch grĂ¶ĂŸerer Narr kommen und eine Geschichte daraus machen die besungen wird. Er sah zu seiner Frau und merkte das diese den Barden etwas zu intensiv ansah. Ihre Augen funkelten und sie hatte ihre HĂ€nde vor ihrer Brust gefaltet. Nun sah er zu dem Barden. Es war ein JĂŒngling welcher eine Harfe hatte. FĂŒr einen Barden war er gut gebaut. Sein Blondes langes Haar war offen und der leichte Wind umwehte es. Seine Blauen Augen sagten, wenn er nicht wĂ€re hĂ€tte ich dich schon vernascht. Das reichte jetzt! Er wĂŒrde sich doch nicht von einem Barden abservieren lassen. Er stand langsam auf und bot ihr die Hand an. Sie sah ihn an und schĂŒttelte den Kopf. Als er sie etwas hĂ€rter als beabsichtigt am Arm packte sagte der Barde „lasst die Dame doch noch ein wenig meinen Worten lauschen!“. Und da riss ihm der Geduldsfaden. Ohne ein Wort zu verlieren lies er seine Frau los und stĂŒrzte sich auf den Barden. Er saß auf ihm und schlug ihm ins Gesicht und schrie dabei „Du bekommst sie nicht!“
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