Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Bluthexerei 1077

Asamura hat sich verändert und auch die traditionsbewussten Souvagner konnten sich dem Fortschritt nicht verwehren.
Weltenhintergrund 1077
Im Jahre 1077 nach der Asche wird Souvagne von mehreren Mauern geschützt und die Technik ist auf einem hohen Stand. Die Souvagner sind eine eigene Spezies geworden, die der Hang zur Isolation und Abschottung durch die Krisen aller rakshanischen Invasionen rettete. Aber unbeabsichtigt schufen sie dadurch eine weitere Grenze, mit der niemand rechnete: Gebeutelt von schweren Erbkrankheiten benötigen sie dringend frisches Blut - doch ihre Gene sind mit anderen Menschen nicht mehr kompatibel. Die Lösung liegt vielleicht in der Vergangenheit.
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Alexandre de la Grange
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Bluthexerei 1077

#1

Beitrag von Alexandre de la Grange » Di 4. Sep 2018, 12:51

Bluthexerei 1077

Bluthexerei ist eine defensive Magieform, die sich vor allem gegen Untote richtet. Gemäß ihrem Credo dient sie dem Schutz und Erhalt des Lebens. In einer Welt des ewigen Krieges gegen die Außenwelt bilden die Bluthexer das bewahrende Element der Gesellschaft. Während andere Magierichtungen kriegerische Synthesen mit Kybernetik und Bionik eingingen, verschrieb die Bluthexerei sich der Forschung im Bereich der Blutaufwertung. Viele namhafte Genetiker entstammen ihrem Orden. Ihre magischen Fähigkeiten sind enorm, werden jedoch ausschließlich zum Schutz der Lebenden eingesetzt und nicht zu deren Vernichtung.


Kurzfakten

- GMO (genetisch modifizierter Organismus)
- Genotyp: YY-Genom, infertil
- Phänotyp: männlicher Souvagner, sehr weiße Haut
- Reproduktion: durch In-vitro-Fertilisation
- Blutgruppe: C (Heilwirkung, toxisch für Untote)
- Psyche: oft sehr intelligent, Neigung zu psychiatrischen Auffälligkeiten

Stärken

- Blut mit Heilwirkung
- inzwischen frei von Erbkrankheiten
- robuste körperliche Konstitution.
- immun gegen Naniten-Angriffe
- immun gegen Manipulationen an der Lebensessenz (Vampirismus, Geistmagie, Nekromantie) aufgrund ihrer besonderen Gedankenstruktur

Schwächen

- immun gegen die Heilwirkung des eigenen Blutes
- Unfruchtbarkeit
- Neigung zu psychischen Erkrankungen (Neurosen)
- Inkompatibilität mit vielen Aufwertungen
- Störanfälliges Interkom
- Keine Nanotriten-Rüstung erwünscht (hinderlich für rituelle Selbstgeißelung)


Entstehung

Religion und Wissenschaft gingen in Souvagne seit jeher Hand in Hand, denn Ainuwar ist ein Gott des Verstandes. So konnte die Bluthexerei entstehen, eine religiös motivierte Magieform, die sich gleichzeitig die Errungenschaften der Gentechnologie zunutze macht, um hocheffiziente Magier heranzuzüchten. Bluthexerei ist somit eine Hybris von uralter Magie und hochmoderner Gentechnologie.

Bluthexer suchten schon zeitig nach einer ›reinen‹ Möglichkeit zur Fortpflanzung, entkoppelt von primitiven Gelüsten. Später kam noch der Zwang dafür hinzu, da sie unfruchtbar wurden. Sie waren daher von Beginn an in die gentechnische Forschung verwickelt und noch heute sind viele namhafte Genetiker auch Bluthexer.

Auch im Jahre 1077 sind Bluthexer nach wie vor aufgrund der Heilwirkung ihres Blutes und ihrer Macht über Untote von Bedeutung. Die Chips zur Regeneration werden nur von hohen Würdenträgern oder Militärs getragen, vom Duc, der Leibgarde etc. Aber auch der Chip ist kein Wundermittel. Für schwere Verletzungen sind sie wichtig, oder auch für alle die keinen Chip tragen nur ein Interkom besitzen. Bluthexer sind für alle Zivilisten von Bedeutung, um Verletzungen zu heilen, und natürlich auch, wie stets, für die Krone, wenn es um die Wiedererweckung geht.Wer auf eine Mine tritt, benötigt einen Heiler oder Bluthexer, ebenso, wenn die untote Brut sich Souvagne nähert.


Mentalität

Die bewahrenden Eigenschaften der Bluthexer stellen sie auch im Sozialverhalten unter Beweis. Das Wohl der Gemeinschaft steht für sie über dem eigenen und sie sind gern bereit, ihre eigenen Interessen dem der anderen unterzuordnen. Bluthexer gelten, sofern es nicht um eine theologische Diskussion geht, als kompromissbereit. Das macht sie als Zweitpartner in einer Ehe beliebt, wobei ihre Unfruchtbarkeit dem entgegenkommt. Ein Kuckuckskind ist somit ausgeschlossen, das Familienoberhaupt kann sicher sein, dass alle Nachkommen von ihm sind. Anders herum werden Bluthexer genau darum jedoch nur selten als Erstpartner erwählt, auch nicht wenn das Familienoberhaupt nur männliche Partner wünscht. Ein unfruchtbarer Partner ist selten im gleichen Maße respektiert wie ein zeugungsfähiger Mann. Sie spielen darum und wegen ihrer Unterordnungsbereitschaft meist nur die zweite Geige und viele Bluthexer bleiben darum auch lieber unter ihresgleichen. Aufgrund ihres hohen Bildungsstands und ihrer fanatischen Denkweise, was ihre Kunst anbelangt, wirken sie oft besserwisserisch und ihr exzentrischer Hang zur Selbstgeißelung ist nicht jedermanns Sache.

- Neigung zu Fanatismus, Neurosen und Selbstzerstörung für ›das höhere Wohl‹
- hoher Gemeinschaftssinn
- Opferbereitschaft

Die Grundlagen ihrer Lehren haben sich in all den Jahrhunderten nur marginal verändert
[Link zur alten Bluthexerei].


Gesundheit

Bluthexer sind frei von rezessiven Erbkrankheiten. Die Ursache dafür liegt darin, dass es bei ihnen im Gegensatz zum XY-Mann keine gesunden Merkmalsträger geben kann. Eine Erbkrankheit auf einem ihrer beiden Y-Chromosomen führt unweigerlich zum Ausbruch der Krankheit. Eine unbemerkte Weitergabe von Defekten ist somit ausgeschlossen, denn ein kranker Bluthexer wird nicht zur Reproduktion zugelassen. Im Gegensatz zu den übrigen Souvagnern sind Bluthexer mit einer robusten Gesundheit gesegnet, die sie jedoch oft genug im Zuge ihrer selbstschädigenden Rituale zugrunde richten. Wegen ihrer genetischen Besonderheit sind sie allerdings auf natürlichem Wege unfruchtbar und taugen daher nicht zur Auffrischung des inzuchtgeschädigten souvagnischen Erbguts. Es ist ein trauriges Paradoxon jener Zeit, dass ausgerechnet die gesündesten Souvagner sich nicht mehr auf natürlichem Wege fortpflanzen können.


Infertilität

Ein großer Nachteil war jahrelang die Unfruchtbarkeit der Bluthexer, welche künstliche Fortpflanzung notwendig machte, um die genetischen Modifikationen ihrer Linie zu erhalten. Kritiker bezeichnen sie als Sackgasse der Evolution, Befürworter entgegnen, dass sie die Grenzen der Evolution längst überwunden hätten. Inzwischen ist die künstliche Fortpflanzung gewährleistet und der Fortbestand der Bluthexer gewährleistet.

Wegen ihrer Unfruchtbarkeit sind sie bei Frauen als Geliebte begehrt und bei Männern als Ergänzung für einen weiblichen Harem, da sie die eigene Linie nicht gefährden. Im Allgemeinen sind Bluthexer jedoch sexuell zurückhaltend und sehr auf feste Partner fixiert.


Reproduktion und Aufzucht

Aufgrund der notwendigen beiden Y-Chromosomen kommen für Bluthexer nur männliche Fortpflanzungspartner in Betracht. Aus diesem Grunde sind Frauen für sie in der Regel uninteressant. Vor natürlichen Geburten empfinden Bluthexer Ekel und erachten sie als unreine und veraltete Reproduktionsmethode, die eines Souvagners unwürdig sei und obendrein die Gesundheit von Mutter und Kind gefährde.

:punkt: Variante 1 (die Norm)
In der Regel erfolgt die Fortpflanzung in einem verborgenen Bunker, wo der Bluthexer seine Blutspende abgibt, ohne genau zu wissen, was sich im Inneren abspielt. Nur bewährte Bluthexer erhalten die Ehre, dass ihr Blut angenommen wird. Im Inneren des Bunkers agieren die Behüter. Sie schaffen das neue, werdende Leben mit den sogenannten Schöpfermaschinen. Sein Blut wird dazu im Inneren der Anlage aufgewertet durch das der Behüter, welche in diesem Bunker leben. Diese sind die besten, gesündesten und fähigsten Bluthexer. Sobald das Kind geboren und die Zeit reif ist, darf der spendende Bluthexer sein Kind abholen.

:punkt: Variante 2 (selten)
Ein Bluthexer bittet den anderen um sein Blut, wenn er zum Ausdruck bringen möchte, dass er ein gemeinsames Kind wünscht. Die Blutgabe wird als Ritual gestaltet. Aus dem Blut der beiden Väter wird später im Labor das Genom gewonnen, nicht aus dem »schmutzigen« Samen. Nach dem Ritual kann es zum Geschlechtsakt kommen, muss jedoch nicht. Es gibt auch rein platonisch liebende Paare. Nach der Zeugung dauert es circa ein Jahr bis die Kinder von Geräten unabhängig überleben können.

Im Anschluss beginnt das Leben der Kinder als Novizen im Tempel des Blutes, das sie auf das Leben als Bluthexer vorbereitet. Die Väter dürfen ihre Kinder zu festgelegten Zeiten besuchen und mit ihnen die Freizeit verbringen oder diese zu sich nehmen, wenn sie alt genug sind.


Immunität gegen Geistmagie und Interkom

Geistmagischen und nekromantische Angriffe auf die Bluthexer sind zum Scheitern verurteilt. Sie haben andere Gedankenwellen aufgrund ihrer Modifizierung und eine andere Gedankenstruktur. Es wird zudem vermutet, dass ein Teil des menschlichen Geistes nur ein Spiegel der physischen Ebene ist und die Blutgruppe C auf physischem Wege zur Immunität beiträgt.

Nicht überwunden haben die Bluthexer die mentale Mauer der Souvagner. Ihre genetischen Besonderheiten machen ihr Interkom, welches für normale Souvagner entwickelt wurde, störanfällig, bei manchen Bluthexern funktioniert es überhaupt nicht. Auch andere Aufwertungen können davon betroffen sein. Grund ist die überdurchschnittlich hohe Autoimmunreaktion ihres Blutes. Eine zeitgemäße mentale Kommunikation ist für Bluthexer daher schwierig bis unmöglich.


Aktuelles

Derzeit laufen Untersuchungen, um ein künstliches Verfahren zur Auffrischung des Erbguts der inzuchtgeschädigten Souvagner zu entwickeln, bei dem wegen ihrer Robustheit und dem Fehlen von Erbkrankheiten auch die Bluthexer ein Forschungsgegenstand sind.


Historie der Bluthexerei

Phase I: Archaische Phase (bis 800 n.d.A.)
  • Magische Anreicherung des Blutes durch Ernährung und Meditation

    Der Bluthexer dieser Zeit ist ein gewöhnlicher Geistmagier. Seine blutmagischen Fähigkeiten erlangt er durch zielgerichtete magische Ausbildung. Die Besonderheit seines Blutes ist nicht angeboren, sondern wird durch Meditation erreicht, die auf die energetische Anreicherung des Blutes zielt sowie eine besondere Diät zur Optimierung der Zusammensetzung.

Phase II: Modifikationsphase (800 - 900 n.d.A.)
  • Der Körper wird dazu gebracht, selbst verändertes Blut zu produzieren

    Mit der Erschaffung der genetischen Mauer erfolgen auch erste Schritte in der Gentherapie für Bluthexer. Ziel ist, magisch hochwirksames Blut zu erzeugen. Blutbildung erfolgt im Knochenmark und an dieser Stelle setzt die Modifikation an. Um das Blut eines Menschen dauerhaft zu verändern, werden eigene Stammzellen aus dem blutbildenden Knochenmark entnommen und gentechnisch verändert. Anschließend gibt man die modifizierten Stammzellen dem Bluthexer zurück. Sein Knochenmark beginnt nun, das veränderte Blut zu produzieren. Dieses Verfahren muss bei jedem Bluthexer individuell angewendet werden. Aus jedem normalen Geistmagier kann somit ein Bluthexer erschaffen werden. Leukämie ist eine häufige Nebenwirkung und lange Zeit Haupttodesursache der Bluthexer.

Phase III: Reproduktionsphase (900 - 1012 n.d.A.)
  • Reproduktion des veränderten Organismus

    Anstatt jeden Bluthexer einzeln mit Gentherapie behandeln zu müssen, werden die genetischen Merkmale nun an die Nachfahren vererbt. Ermöglicht wurde dies dadurch, dass nicht nur die blutbildenden Stammzellen gentechnisch verändert wurden, sondern das gesamte Genom der Bluthexer und somit auch ihre Keimzellen (Spermien). Diese weitreichenden Veränderungen führten zu einer steigenden Rate an Fehlgeburten oder schwerbehinderten Nachkommen. Gesunde Kinder zu zeugen, war für die Nachkommen modifizierter Bluthexer von der ersten Generation an unmöglich*. Dem entgegen stand der Wunsch der Krone, das enorme magische Potenzial zum Schutze Souvagnes zu erhalten und weiter auszubauen, was zu einer Verstärkung der Forschungen führte.
* siehe Projekt Alexandre


Phase VI: Stabilisierungsphase (1013 n.d.A. bis Gegenwart)
  • Langfristiger Erhalt der Eigenschaften

    Es gelang während der Forschungen zum Erhalt der Bluthexer, ihre schweren Erbkrankheiten zurückzudrängen. Der Preis war der endgültige Verlust ihrer Fruchtbarkeit. Bluthexer gelten heute als gesund, aber sind aufgrund des massiv veränderten Genoms infertil. Es gibt nur noch männliche Bluthexer, die sich untereinander In-vitro vermehren. Ihr magisches Potenzial ist enorm. Phase IV ist gegenwärtiges Endstadium des Projekts. Um die Frage, ob im Fall der Bluthexer der Zweck die Mittel heiligen durfte, drehen sich hinter vorgehaltener Hand einige ethische Debatten.

Persönlichkeiten der Bluthexerei

Alexandre de la Grange (167 - 210 n.d.A.) - Wegbereiter der archaischen Bluthexerei, um den sich viele Legenden ranken, Ikone für Anhänger der Selbstgeißelung

Saint Ciel Felicien de Souvagne (188 - 213 n.d.A.) - erster Bluthexer aus der Familie de Souvagne, Schutzheiliger des ersten Ringes

Jean-Claude Lefebvre (800-837) - Erster Phase-II-Bluthexer mit modifiziertem Erbgut. Er starb sieben Jahre nach dem gentherapeutischen Eingriff an Leukämie.

Irenée de Remuer (977-1013) - Initiator von Projekt Alexandre, hingerichtet, gilt unter Bluthexern wahlweise als Märtyrer oder Häretiker.

Noel en Dernier (1012-1013) - letzter Phase-III-Bluthexer und somit letzter Bluthexer, der auf natürlichem Wege gezeugt und geboren wurde. Schwer behindert, starb als Säugling.

Macaire du Verre (1012-1028) - »Gesegneter aus dem Glas«, Prototyp. Erster künstlich geschaffener Phase-IV-Bluthexer, Klon von Irenée de Remuer. Gesundheitlich labil, starb noch vor Erreichen der Volljährigkeit.

Oliver Vallis de la Grange (*1043) - ein Nachfahre in direkter Linie von Alexandre de la Grange, ab 1040 Erzhexer der Bluthexerei, Ehemann von Duc Pierre Agramant de Souvagne


Projekt Alexandre (1012 n.d.A.)

Die Aussicht auf schwerbehinderte Nachkommen führte um die Jahrtausendwende herum zu einem erneuten Aufleben des Keuschheitskultes im Orden der Bluthexer, ein letzter Versuch, den Teufelskreis zu durchbrechen, indem man ihn radikal beendete und sich selbst dem Fortpflanzungszyklus entzog.

Anstatt die Forschung aufzuhalten, wurde sie auf einen Erlass von Duc Raphael Janou de Souvagne hin jedoch sogar verstärkt: Aufgrund der Weigerung, sich freiwillig fortzupflanzen, wurden Bluthexern gegen ihren Willen Keimzellen entnommen. Im Jahr 1012 rief Erzhexer des Blutes Irenée de Remuer die Bluthexer daher öffentlich zu einem flächendeckenden Kastrationsprojekt auf, um sich diesem Eingriff zu entziehen. Benannt wurde dieses Projekt nach dem Wegbereiter der archaischen Bluthexerei, Alexandre de la Grange, dessen Geschlechtsorgane der Überlieferung nach amputiert waren. Viele Bluthexer folgten seinem Beispiel, indes nützten es ihnen nichts.

Die gewaltsame Vermehrung erfolgte nunstattdessen durch Gene, die aus ihren Blutzellen extrahiert wurden. Es war ein Machtbeweis von Duc Raphael, dass sich nichts und niemand der Macht des Staates entziehen kann. Eine Amputation der Hoden war nutzlos. Der erste Bluthexer, der mit diesem Verfahren In vitro reproduziert wurde, war Irenée de Remuer während seiner Gefangenschaft. Im Jahre 1013 wurde er nach Bekanntgabe seiner erfolgreichen Reproduktion der Häresie für schuldig befunden und öffentlich hingerichtet. Mit dem Verlust ihres Anführers war der kurze Widerstand der Bluthexer gebrochen. Die Linie der modifizierten Bluthexer wurde auch gegen ihren Willen erhalten und weiter genetisch verändert.

Kastration ist trotz allem bis in die Gegenwart unter Bluthexern eine beliebte Praxis geblieben.

Da Selbstverstümmelung seit jeher Tradition in der Bluthexerei war und für die Reproduktion bedeutungslos geworden ist, lässt man ihnen dahingehend ihren Willen. Um zu verhindern, dass sich der Aufstand wiederholt, werden die künstlich erschaffenen Kinder seither per Dekret in den Tempelschulen des Blutes einer strengen politischen Indoktrination unterzogen.

Projekt Alexandre konnte den Marsch in die eingeschlagene Richtung nicht aufhalten, sondern führte zu einem noch schnelleren Voranschreiten der Reproduktionsmedizin. Irenée de Remuer gilt trotz seines Scheiterns und trotz aller Indoktrination vielen Bluthexern noch heute als Visionär und Märtyrer.


Zauber der Bluthexerei 1077

Passive Eigenschaften:

- immun gegen Naniten
- immun gegen Manipulationen an der Lebensessenz (Vampirismus, Nekromantie, Geistmagie)

[Zauber ergänzen]


Realwissenschaftliche Hintergründe der Gentherapie
Gentherapie sorgt für eine Reparatur defekter DNA. Zunächst werden eigene Stammzellen aus dem blutbildenden Knochenmark entnommen und gereinigt. Dann wird mithilfe eines Retrovirus eine gesunde Kopie des defekten Gens in die Erbinformationen der Stammzellen eingeschleust (Gentransfer). Anschließend gibt man die modifizierten Stammzellen dem Patienten zurück. Die Körperzellen sind nun in der Lage, einen bestimmten Stoff, zum Beispiel ein Eiweiß, selbst herzustellen. Nach der Korrektur der Stammzellen verändert sich innerhalb eines Jahres die Zahl und Funktion der verschiedenen Blutzellen. Die erwünschten Effekte treten ein.

→ Basis für Blutveränderung der Bluthexer

Der Retrovirus, der für das Einschleusen der neuen DNA verwendet wird, fungiert sozusagen als Fähre. Die krankmachenden Virusgene wurden zuvor entfernt und stattdessen das gewünschte Genom eingesetzt. Dieses trägt er nun in das blutbildende Knochenmark. Im Normalfall reicht eine einzige Behandlung aus.
Wichtig für die Vererbung:

Da Bluthexer sich über ihr Blut vermehren - und nicht über das Erbgut aus ihrem sterilen Samen - werden die in den Stammzellen erzeugten Eigenschaften an die Nachfahren weitergegeben!

Nebenwirkungen:

Im ungünstigen Fall werden unerwünschte Gene aktiviert (Insertionsmutagenese), was zu Leukämie führt. Neue Genfähren können das Risiko verringern (SIN-adaptierte Retroviren, die weniger interagieren).
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Oliver Vallis de Souvagne
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Re: Bluthexerei 1077

#2

Beitrag von Oliver Vallis de Souvagne » So 13. Jan 2019, 17:38

Die Prophezeiung der Bluthexer

„Dich hat keine Frau geboren, Du wurdest in Perfektion erschaffen“, sagte Pierre ernst.

„Danke für das Kompliment. Ich empfange es stellvertretend für alle Bluthexer. Wir haben die Fortpflanzung schon vor fast 200 Jahren erfolgreich von der Sexualität entkoppelt und vor 65 Jahren das System zur Reproduktion perfektioniert. Seither läuft es stabil. Wir brauchen keine Frauen mehr, keine Eizellen, wir brauchen nicht einmal mehr Sperma. Es genügt die edelste aller Körpersubstanzen, die Lebensessenz schlechthin, das Blut. Die Endstufe wird sein, dass wir keine Sexualität mehr besitzen, im Idealfall nicht einmal mehr Genitalien. Wir werden geschlechtslos sein wie Ainuwar. Die Souvagner hingegen haben sich genau in die gegenteilige Richtung entwickelt, ihr alle seit genetisch zweigeschlechtlich. Und das war euer großer Fehler, ihr habt das Übel noch verschlimmert. Einige meines Ordens bereiten sich bereits auf die Zeit vor ... in der es euch nicht mehr geben wird. In der wir es sind, welche das letzte Bollwerk bilden.“

„Was wird geschehen, wenn Ihr das letzte Bollwerk seid?“, hakte Pierre nach und musterte Oliver besorgt.

„Es wird der Punkt erreicht werden, da kein Souvagner mehr reproduziert werden kann, weder auf natürlichem Wege noch in vitro. Das wird auch das Ende deiner Linie sein. Wenn der letzte Duc stirbt, dann beginnt ein neues Zeitalter. Eine zweite Ära des Chaos und aus allen Abgründen werden die Wesen des Rakshor kriechen, ihre Chance witternd. So wie es momentan aussieht, vermuten wir, dass es Carnac, worauf sich die Prophezeiung bezieht. Andere sehen die Hauptstreitmacht von dem Ort ausgehend, den du aufzusuchen gedenkst - Obenza. Doch von wo auch immer unsere Feinde nahen, der Kampf wird schrecklich. Die Souvagner werden diesen Krieg verlieren und er wird in ihrer vollständigen Vernichtung enden. Doch die letzten von euch werden die Zugänge versiegeln, welche in die Bunkertempel der Bluthexer führen, da wir jene sind, auf denen alle Hoffnungen ruhen. Und dann beginnt das Zeitalter des Blutes. Wenn es nach mir geht, wird es kein Zeitalter des Blutes geben, auch wenn es einige meines Ordens geben, die sich regelrecht darauf zu freuen scheinen, dass ihr die Bühne räumt.“

„Weshalb manche sich manche eine Zerstörung herbei sehnen, ist mannigfaltig. Die einen denken an ein reinigendes Feuer, aus der Asche entsteht neues Leben wie damals vor Äonen. Manche meinen es ist ein großer Kreislauf, Werden und Vergehen. Vielleicht stimmt beides, vielleicht nichts, aber es hat immer einen Duc gegeben, vor mir und nach mir. Wir sind ewig, gleich wie unsere Form aussehen mag. Und wenn der Duc ein Bluthexer ist im Jahr 1500, nun dann sei dem so. Sie werden wissen, wie man uns kompatibel macht.“

„Ich weiß nicht, ob das überhaupt möglich ist“, sagte Oliver, „oder ob wir genetisch schon zu weit voneinander entfernt sind. Aber wenn wir beide es nicht versuchen, wer dann?“

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