Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Kapitel 15 - Verlorener Sohn

Ein kleiner Trupp vom Ring der Menschenfresser hat Naridien verlassen, um nun in Souvagne zu jagen. Angef├╝hrt werden die Bei├čer von dem als Bestie bekannte Archibald von Dornburg. Ihr Ziel: nach der Niederlage nun einen neuen Fleischtempel f├╝r den ├ältesten zu finden.
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Robere Tekuro Chud-Moreau
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Kapitel 15 - Verlorener Sohn

#1

Beitrag von Robere Tekuro Chud-Moreau » Mi 12. Sep 2018, 23:54

Silvano de Mancini
Silvano unterhielt sich gerade noch mit Boldi, als er eine Pr├Ąsenz in seinen Gedanken Gestalt annahm. Vano krallte Boldiszar schmerzhaft eine Hand in die Schulter. Seine d├╝rre Statur strafte seine Kraft L├╝gen. Boldi sah ihm an, dass etwas nicht stimmte, denn sonst h├Ątte sich Vano nicht an ihm festgeklammert und er schien nicht mehr richtig anwesend zu sein. `Mein Name ist Marquis Davard von Hohenfelde und ich ├╝bermittele mental die Befehle von Palaisin Comte Massimo de la Cantillion. Besonders gelten die Befehle f├╝r jeden Kapit├Ąn der im Hafen von Cantillion vor Anker liegt. Folgende Befehle erlie├č der Palaisin des Duc wortw├Ârtlich - ebenso sind sie umzusetzten: ...Eine wichtige Information an alle. Prinz Ciel, die Lich Gruppe ist unten am Hafen von Cantillion. Wir wollten sie gerade stellen, sie sind an uns unbemerkt vorbeigezogen. Leider sind die ziemlich clever. Prinz Ciel ich rufe als Palaisin alle im Hafen liegenden Kriegsschiffe und die Besatzungen zusammen. Die sollen auf ihre Schiffe aufpassen, dass sich die Feinde nicht an Bord schleichen. Falls die schon wen beschwatzt haben, soll die Besatzung die Feinde festnehmen.
Melville schick alle B├╝ttel runter zum Hafen um Schiffe zu verteidigen und die Gruppe festnehmen zu lassen. Der Lich und Archibald sind zu t├Âten, der Rest der Gruppe muss festgenommen werden. Aber nicht nur die Feinde befinden sich am Hafen, sondern auch Boldiszar, der Truppf├╝hrer der Unite B. Was der bei den Feinden verloren hat, kann ich euch nicht sagen. Ich vermute, dass er seinen Kamerad Robere auf eigene Faust verfolgt hat oder ihn retten wollte. Jedenfalls ist er bei der Gruppe.
Dave du bist ein Geistmagier mit vierten Rang. Du kannst auch die Nichtmagier erreichen. Dave informiere alle Captains der Kriegsschiffe ├╝ber die Gruppe. Sag denen, dass die Feindgruppe festgenommen werden soll und sag denen dass f├╝r Archibald und den Lich ein schon ein Todesurteil besteht. Warne die Captains alle vor, dass die bloss nicht den Lich oder die anderen an Bord lassen. Falls das schon passiert ist, sollen die von den Lich Abstand halten.
Da die Feindgruppe am Wasser ist und sich absetzen kann muss der Lich jetzt vernichtet werden. Dave sag den Himmelsaugen und deinen Bruder Ansgar bescheid. Die m├╝ssen jetzt den Lich angreifen. Die Himmelsaugen m├╝ssen jetzt ihre Kraft b├╝ndeln und Ansgar muss den Lich jetzt angreifen, nicht das der sich absetzt. Wir d├╝rfen den nicht entkommen lassen.
Jules du hast alles mitgeh├Ârt, jeder Magier informiert bitte soviele andere Magier wie er kann. Dave du musst die Captains informieren, die B├╝ttel und die Garde. Am besten informierst du auch das Milit├Ąr. Versuch bitte auch die Captains unterwegs zu erreichen. Wenn der Feindgruppe gelingt ein Schiff zu stehlen, m├╝ssen die anderen wissen was los ist. Dann k├Ânnen die das Schiff abfangen. Notfalls muss das Schiff versenkt werden, damit der Lich im Meer ers├Ąuft. Er darf nicht davon kommen. Sonst f├Ąngt das ganze Grauen woanders an Dave. Aber wem sag ich das, ihr alle wisst das vor allem ihr Prinz Ciel.
Und Dave warne die anderen auch vor deinen Verwandten Osmund. Der ist zwar abgezogen, aber wohin wissen wir nicht. Nicht dass sich der alte Sack da noch reinh├Ąngt und mit der Feindgruppe ein B├╝ndnis eingeht. Seid vorsichtig und bitte beeilt euch. Ich werde mit meine Truppe sofort der Feindgruppe verfolgen. Ich hoffe wir haben es bald ├╝berstanden. W├╝nscht uns Gl├╝ck... Sollte sich also die Feindesgruppe bei Ihnen am Schiff einfinden, verwehren Sie der Truppe den Zugang unter allen Mitteln. Vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass sich ein Lich - also ein Nekromant der m├Ąchtigsten Stufe unter ihnen befindet. Diese Person ist in der Lage einen Menschen oder sogar einer Gruppe binnen Sekunden Leben zu rauben und zu t├Âten! Bei der gesuchten Person handelt es sich um den Ur-Lich Freiherr Dunwolf von Hohenfelde, ca. 350 Jahre alt, was f├╝r seine Macht sprechen d├╝rfte. Vermeiden Sie jede Konfrontation, gehen Sie keinen Kampf ein, die Person ist t├Âdlich bewaffnet zu bewerten - Ihre Magie ist t├Âdlicher als jede bisher dagewesene Auspr├Ągung der Nekromantie. Halten Sie Sicherheitsabstand ein. Sollte sich die Gruppe bei Ihnen vor Ort befinden, erstatten Sie Meldung ├╝ber Ihr Schiffs-Himmelsauge. Ende der Mitteilung┬┤, empfing Vano. Er verharrte noch einen Moment ehe er hustend nach Luft schnappte.

Boldiszàr
Silvano h├Ârte auf einmal auf zu atmen und verkrampfte sich. Was war denn jetzt los? Boldisz├ár hielt Silvano panisch fest und br├╝llte nach dem Schiffsarzt. ┬╗Fran! Hierher! Vano hat einen Anfall!┬ź Er wollte, dass Silvano sich hinsetzte oder hinlegte, aber der klammerte sich an ihm fest und machte sich stocksteif. Keine Chance, ihn hinzulegen. ┬╗Ruhig, Vano┬ź, versuchte Boldisz├ár ihm gut zuzureden. ┬╗Ich bin da.┬ź Er umarmte ihn also im Stehen und hielt ihn. Endlich fing Silvano wieder an zu atmen. Boldisz├ár musterte ihn besorgt. ┬╗Geht`s wieder?┬ź

Silvano de Mancini
┬╗MASSIMO... WER IST DASSSS??? Wei├čt Du was diese arschleckende Kr├Âte von einem Fotzengesicht befohlen hat? Er hat befohlen, mein Schiff zu versenken! Ich schw├Âre bei allem was mir Heilig ist, also Dir, dann wenn meine Lady nur eine Schramme bekommt, versenke ich seine Frau auf offener See! Der hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank diese schwachsinnige, milchsaufende Landratte, dieser Sohn einer r├Ąudigen H├╝ndin!┬ź, br├╝llte Vano stinksauer und k├╝sste dann Boldi liebevoll und marschierte zum Steuer. ÔÇ×ANKER F├äLLT! Volle Segel, raus aus dem Hafen!ÔÇť, befahl Mancini br├╝llend. ÔÇ×Anker f├Ąllt! Volle Segel!ÔÇť, kam die Best├Ątigung und zeitgleich kam schlagartig Betriebsamkeit in die Mannschaft wie in einen Bienenschwarm, w├Ąhrend Jaques zusah, dass er sofort neben seinem Kapit├Ąn Stellung bezog. ┬╗Unser Schiffsarzt und der 8. Offizier sind noch nicht zur├╝ck an Bord K├Ąptn┬ź, erstattete Jaques Bericht. ┬╗Wenn wir hier nicht verschwinden, wird es kein ┬╗an Bord┬ź mehr geben!┬ź, antwortete Vano. Der Anker wurde gehievt, zeitgleich wurden die Segel gesetzt, so dass das Schiff dem Anker entgegenfuhr um den Matrosen das Hieven zu erleichtern und schnellstm├Âglich abzulegen. Als der Anker hochgehievt war, richtete Vano die Choucas zum Wind hin aus und das Schiff machte einen Satz nach vorne ehe es ziemlich schnell aus dem Hafen glitt. ┬╗Kurs Nord Ost - Farasani - Vorinsel - gesetzt unter volle Segel. Schiff gefechtsbereit machen! Bewaffung feuerbereit!┬ź, bellte Vano und Jaques wiederholte den Befehl seines K├Ąptns, auch wenn er etwas verdutzt dabei guckte.

Sacha Bonnet
┬╗EH┬ź, br├╝llte es von drau├čen. Das blasse Gesicht von Sacha erschien ├╝ber der Reling. ┬╗Das w├Ąre fast schief gegangen!┬ź Etwas zittrig und ziemlich schlecht gelaunt kletterte er aus dem Beiboot an Bord und half den Passagieren ebenfalls hinein.

Boldiszàr
Boldisz├ár rieb sich seine schmerzenden Ohren. Neben Silvano zu stehen, wenn der gerade Kommandos gab, war nicht sehr angenehm. ┬╗Massimo ist der Palaisin des Ducs ... wissen der Schiffsarzt und der Offi was zu tun ist, wenn die Choucas abzischt, ja?┬ź Boldisz├ár half Robere an Bord. ┬╗Macht keinen Schei├č, Mann┬ź, bat er.

Jaques
┬╗Unfreiwilliges Armtraining Sacha? Du hast es ja noch rechtzeitig geschafft. F├╝hre die Passagiere unter Deck, am besten in die Komb├╝se. Lass sie mit Kaffee und so weiter versorgen, wir reden gleich, sobald wir die Wassergrenze hinter uns gelassen haben┬ź, erkl├Ąrte Jaques.

Sacha Bonnet
┬╗Aye┬ź, murrte Sacha und verkniff sich die Erinnerung, dass einer der Passagiere schwanger war. ┬╗Wenn ihr mir bitte folgen w├╝rdet.┬ź Er gab den Weg vor.

Silvano de Mancini
Vano schaute Boldi nicht an, da er sich auf das Steuern konzentrierte. ┬╗Fran und Conni haben einen Landauftrag, wir zischen nicht ab, wir fahren eine Runde. Wir kehren also wieder zur├╝ck┬ź, sagte Vano und atmete dann so kurz, abgehackt, schnaufend aus, dass es ziemlich drohend klang. Als der Hafen aus ihrem Sichtfeld verschwunden war, drehte er bei und die Choucas legte noch etwas an Geschwindigkeit zu, als sich die Segel im Wind aufbauschten. ┬╗So in aller Ruhe. Massimo befahl alle B├╝ttel in den Hafen, zudem befahl er den Himmelsaugen diesen Lich anzugreifen. Ferner befahl er jedem Kapit├Ąn sein Schiff von der Feindesgruppe sauber zu halten. Zudem befahl DASS SCHIFF ZU VERSENKEN dass den Lich an Bord hat. Sprich wo man annimmt, dass der Lich an Bord ist, soll das Schiff auf hoher See versenkt werden, damit der Lich nicht ├╝berlebt. Und dann folgte eine Litanei an Gr├╝nden. Was ich mit diesem Massimo gerade machen m├Âchte, lasse ich unerw├Ąhnt, es hat mit Harpunen zu tun...┬ź, erkl├Ąrte Vano liebevoll und verkniff sich ein Grinsen.

Jaques
┬╗Sacha bereite unter Deck ein paar Kojen f├╝r die Passagiere vor, Bugraum┬ź, befahl Jaques. Er wollte nicht, dass die Frau sich an Bord herumtrieb. Argw├Âhnisch musterte er sie kurz.

Sacha Bonnet
┬╗Aye, mach ich alles┬ź, best├Ątigte Sacha m├╝rrisch.┬ź Er hatte das Beiboot gerade noch rechtzeitig einklinken k├Ânnen, fast w├Ąre er samt der Passagiere im Hafen zur├╝ckgeblieben. An die Passagiere gerichtet sagte er: ┬╗Ich bin Sacha und Matrose hier auf der Choucas. Ich k├╝mmere mich um unsere G├Ąste. Wenn ihr was braucht, k├Ânnt ihr euch an mich wenden.┬ź

Boldiszàr
Boldisz├ár war wenig erfreut ob der Botschaft, die Silvano f├╝r ihn hatte. ┬╗Uns alle versenken? Geht`s noch? Mann, dem L├Ąuterer ist auch gar nichts heilig. Bis vor kurzem fand ich den noch nett. St├Âr ich, soll ich dich erstmal hier lenken lassen? Oder kann ich was helfen?┬ź

Nori
Nori schaute sich etwas verunsichert um. Die Leute hier sahen alle nicht gerade wie Weicheier aus, am Steuer standen drei M├Ąnner und einer davon musterte sie grimmig. ┬╗Danke Sacha, dass ist nett von Dir. Du hast uns den Arsch gerettet, indem Du gerudert bist wie ein Besessener┬ź, bedankte sich Nori. Sie fand, dass hatte der junge Mann verdient, der aussah wie Tekuro in jung. Freundlich l├Ąchelte sie ihn an.

Arbogast
Arbogast stellte sich zitternd neben Robere und deutete auf den Kapit├Ąn und seine beiden Kollegen. ┬╗Wegen Dir wurden wir gerettet, bedanke Dich man, ehe die uns von Bord werfen. Und sag ihnen das Nathan einen Vampir in der Hose hat┬ź, erkl├Ąrte Arbo.

Kazrar
Kazrar dr├╝ckte seinen Sohn an sich und drehte ihn dann zu Sacha um. ┬╗Wer ist das Tekuro? Schau mal genau hin? Mir ist immer noch ganz flau, aber wir haben es geschafft. Das dort ist Dein Bruder Boldiszar nicht wahr? Lass ihn uns begr├╝├čen┬ź, bat Kaz.

Sacha Bonnet
┬╗Ich wollt auch nicht zur├╝ckbleiben┬ź, erwiderte Sacha und blinzelte ihr zu. Es war nur freundlich gemeint, aber er fing sich einen t├Âdlichen Blick von Noris Begleiter ein. Sacha stellten sich die Nackenhaare auf, er war noch nie derart voller Hass angeschaut worden. Zum Gl├╝ck lenkte der Arashi ihn ab. ┬╗Ich bin Sacha┬ź, wiederholte Sacha langsam und sehr deutlich, da er meinte, der Mann habe ihn vielleicht wegen Sprachschwierigkeiten nicht richtig verstanden. ┬╗Ich bin hier Matrose und f├╝r Passagiere zust├Ąndig. Also f├╝r euch.┬ź

Archibald von Dornburg
┬╗Wo ist er ├älteste?┬ź, klang es aus Nathans Hose. ┬╗Nori geh├Ârt zu Tekuro. Tekuro, Kaz was seht Ihr?┬ź, fragte Archibald aus Nathans Buxe.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro blickte in Richtung von Silvano und Boldisz├ár, anstatt den frechen Matrosen zu beachten, wie sein Vater verlangte. ┬╗Ja, das ist Boldi. Kommst du mit? Arbo kommt auch mit, sonst schei├čt er sich am Ende noch ein.┬ź Als es aus Nathans Schritt zu pl├Ąrren anfing, starrte Tekuro dort hin. ┬╗Wir sind an Bord von dem Schiff, zu dem wir wollten. Aber der ├älteste ist noch im Hafen!┬ź

Kazrar
Kazrar begleitete Tekuro seinen Sohn zu Boldiszar und den beiden anderen M├Ąnnern. Freundlich und dankbar verneigte er sich kurz vor ihnen, denn es handelte sich hierbei um den Wahlbruder seines Sohnes. Einen Mann den er einst das Leben gerettet hatte und nun hatte Boldiszar es vergolten. ┬╗Danke f├╝r unser aller Leben Boldiszar. Du hast die Lebenschuld bei meinem Sohn beglichen, aber unser aller Leben gerettet. So stehen nun wir bei Dir in einer Lebensschuld. Nach langer Suche und harter Arbeit haben Tekuro, so hei├čt Robere tats├Ąchlich uns wiedergefunden. Ich bin Kazrar Chud, der Vater von Tekuro Chud, den Du nur als Robere Moreau kennst. Lange ist es her, dass mich die Mutter von ihm verlie├č und sich nach Souvagne absetzte mit einem guten Batzen Geld. Und dann gab sie meinen Jungen ins Heim. Der Rest ist Dir bekannt. Die uns hier begleitenden Leute sind unsere Familie. Bis auf Nathan und Patrice die schlossen sich uns so an. Nathan ist der Freund von Archibald und Patrice ist der Freund meines Sohnes. Ich m├Âchte Dir aufrichtig f├╝r unsere Rettung danken. Wir haben nicht mehr damit gerechnet, dass wir ├╝berhaupt noch eine Chance haben. K├Ânntet Ihr uns in Arashima absetzen?┬ź, bat Kazrar.

Boldiszàr
Boldisz├ár betrachtete Kazrar sehr aufmerksam. Wo war Bellamy? Der hatte daran gezweifelt, dass Robere wirklich seinen Vater gefunden hatte. Boldisz├ár fand, dass, wenn dies tats├Ąchlich ein abgekartetes Spiel sein sollte, Kazrar sehr ├╝berzeugend die Vaterrolle spielte. Boldisz├ár f├╝r seinen Teil war bereit, an die Geschichte zu glauben. Sie war keineswegs weniger glaubw├╝rdig als die von ihrem eigenen Vater. ┬╗Angenehm, Boldisz├ár Boucher. Ich bin der Coutilier von Robere und Patrice. Freut mich, dass ihr euch nach all den Jahren gefunden habt. Manchmal geschehen eben doch noch Wunder. Wer von den Anwesenden ist Archibald?┬ź Er wandte sich an seinen Mann. ┬╗Vano? K├Ânnen wir unsere Passagiere nach Arashima bringen?┬ź

Silvano de Mancini
Vano musterte Robere. ┬╗Gr├╝├če, nein es gibt keine Passage aus der Azursee heraus. Wir k├Ânnen Euch lediglich an der Zwergenpforte Dunkelerz absetzen. Auf diesem St├╝ck Land w├Ąrt Ihr auf Waldalbengebiet. Haltet Ihr Euch n├Ârdlich, dann erreicht Ihr per Land die K├╝ste der Skallischen See. Wir k├Ânnten Euch so absetzen, dass Ihr so gen Norden wandern k├Ânnt, dass Ihr genau an der Meeresenge bei der Wolfswacht herauskommen w├╝rdet. An der K├╝ste findet Ihr sicher eine M├Âglichkeit bei einem Schiff an Bord zu gehen um bis nach Arashima zu fahren. Wir k├Ânnen Euch das nicht bieten. Auch wenn die Fahrt verlockend w├Ąre. Wir zwei hatten eine andere Vereinbarung Rob, aber sei es drum, Deine Leute leben┬ź, schmunzelte Vano und strich Boldi einmal liebevoll ├╝ber das Kreuz. Einerseits um zu zeigen, dass seine Wut nicht ihm galt und er ihn nach wie vor liebte, andererseits um den Passagieren zu zeigen, wem dieser Mann geh├Ârte.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro grinste entschuldigend. ┬╗Es wird dein Schaden nicht sein und wir machen keinen ├ärger. Wir sind ganz lieb. Ist meine R├╝stung noch an Bord?┬ź

Silvano de Mancini
┬╗Ist sie, aber das Mitbringsel ist Fischfutter und Dein Pl├Ârren wird gerade von meinem 8. Offizier und Schiffsmed abgeholt. Wir bleiben deshalb in Sichtweite zum K├╝stenstreifen. Sie werden sich bemerkbar machen, dann sacken wir sie ein. Jaques ├╝bernimm Du das Steuer, ich gehe mit unseren G├Ąsten in die Komb├╝se. Mach Meldung sobald Conni und Fran zur├╝ck sind┬ź, bat Vano. ┬╗Aye K├Ąptn┬ź, best├Ątigte Jaques und ├╝bernahm das Steuer von Vano, w├Ąhrend dieser den Weg in die Komb├╝se vorgab.

Robere Tekuro Chud-Moreau
┬╗Ah, zu freundlich. Ich zeig mich erkenntlich, sobald ich die Gelegenheit erhalte. Boldi wei├č, dass das keine hohlen Worte sind. Ich schulde dir viel, Silvano.┬ź Er freute sich auf die Mahlzeit und grabschte Arbogast am ├ärmel. Wie d├╝nn der Mann wirklich war, hatte er gemerkt, als er ihn getragen hatte. Es war wichtig, dass er was zwischen seine stumpfen Bei├čer bekam.

Silvano de Mancini
┬╗K├Ąptn verl├Ąsst Deck, erster Offizier am Steuer!┬ź, bellte Jaques und w├Ąhrend die Gruppe sich auf dem Weg in die Komb├╝se befand, gesellte sich ein Mann den Boldi noch nicht kannte zu Jaques ans Steuer. ┬╗Anacleto Pagnotto, 2. Offizier┬ź, erkl├Ąrte Vano Boldi freundlich, ehe sie die Komb├╝se betraten. Silvano machte es sich direkt an seinem Tisch gem├╝tlich und deutete Sacha an, f├╝r gen├╝gend Futter und Getr├Ąnke zu sorgen. ┬╗Lass auftischen und besorg uns Kaffee Sacha, den k├Ânnen garantiert alle gebrauchen. Nun Du k├Ânntest mir sagen, weshalb Massimo derma├čen einen Hass auf Dich hat, dass er sogar mein Schiff bedroht. Fangen wir doch damit an. Oder noch ein St├╝ck fr├╝her - wieso bist Du zur├╝ckgekommen beim heiligen Dueraux? Ich muss Dir nachher etwas gestehen Boldi, aber vorher ben├Âtige ich einen Rum┬ź, sagte Vano und fl├Ątzte sich in den Stuhl.

Sacha Bonnet
┬╗Aye, K├Ąpt`n┬ź, best├Ątigte Sacha und beeilte sich, den Rum f├╝r Silvano und f├╝r all die G├Ąste den Kaffee zu bringen, da der Smutje in der K├╝che erst einmal das Essen in den Sch├╝sseln vorbereiten musste. Das konnte er in der Zeit tun, wo Sacha f├╝r die Getr├Ąnke hin und her flitzte.

Boldiszàr
Boldisz├ár setzte sich neben Silvano. ┬╗Was Massimo f├╝r ein Problem mit mir hat, kann ich nicht sagen. Wir sind eigentlich bisher gut ausgekommen, ich war nur zwischenzeitlich sauer auf ihn, weil er dar├╝ber gelacht hat, dass Patrice tot ist.┬ź Patrice guckte wenig begeistert weg. Rober hingegen feixte. Boldisz├ár war froh, dass Robere und Silvano sich scheinbar verstanden, nachdem Silvano die Bei├čer an Bord gelassen hatte. Dass Robere eifers├╝chtig reagieren k├Ânnte, war eine gro├če Sorge gewesen, denn mit Robere zu streiten machte absolut keinen Spa├č. Doch der war scheinbar mit seinen eigenen Anh├Ąngseln ausgelastet, wobei Boldisz├ár noch nicht ganz durchschaut hatte, wer zu wem geh├Ârte. ┬╗Wer ist nun eigentlich Archibald?┬ź, fragte er, da er wissen wollte, auf wen der T├Âtungsbefehl stand und starrte den Braunhaarigen an. ┬╗Du?┬ź

Kazrar
Kazrar setzte sich mit dankbarem Nicken zu Silvano und Boldi an den Tisch. Erneut musste er Tekuro und Sacha vergleichen, w├Ąhrend der junge Mann herumflitzte. Er schaute Boldi an und nickte kaum merklich in die Richtung von Sacha in der Hoffnung dass er die nonverbale Botschaft verstehen w├╝rde. Ganz langsam trank er einen Schluck von dem Rum, das Getr├Ąnk brannte sich seine Kehle herunter und er musste ein Husten unterdr├╝cken. Aber der Geschmack war extrem lecker. Den n├Ąchsten Schluck nahm er noch langsamer, um nicht gleich betrunken zu sein. ┬╗Tekuro schau Dir den jungen Mann an┬ź, fl├╝sterte Kazrar und deutete auf kaum merklich auf Sacha und nahm noch einen Schluck von dem Getr├Ąnk. Kaz lehnte sich m├╝de an Tekuro an, die kurze Flucht hatte seinen geschw├Ąchten K├Ârper arg zugesetzt, aber der Rum biss die Schmerzen aus seinen neuen Z├Ąhnen, w├Ąhrend es in Nathans Hose zu toben anfing. Kaz rieb sich die Augen, ehe ihm einfiel dass Arch dort eingesperrt war. Ein breites, messerscharfes Grinsen schlich sich auf sein Gesicht. ┬╗Auf Dich Sohnemann und Dich K├Ąptn┬ź, grinste Kaz breit und leerte sein viertes Glas und galsig wurden auch schon seine Augen.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro legte den Arm um seinen Vater, damit der sich gem├╝tlich anlehnen konnte und k├╝sste ihn auf den Mund. Dann fl├╝sterte er ihm ins Ohr: ┬╗H├╝bsch, aber frech. Gef├Ąllt er dir? Dann m├╝ssen wir warten, bis es an Land geht. Mit Silvanos Mannschaft k├Ânnen wir es nicht aufnehmen und will ich auch nicht, wenn es sich vermeiden l├Ąsst. Ich werte ihn als Freund.┬ź

Nathan
┬╗Oh... oh... Archi!┬ź, st├Âhnte Nathan auf und versteckte sein Gesicht hinter den H├Ąnden. Die Vampirfledermaus hatte wenig sp├Ąter kaum noch Platz in der Hose und es war auch nicht mehr so sch├Ân weich.

Kazrar
Kaz sch├╝ttelte den Kopf. ┬╗Rede mit Boldi oder Silvano, der Junge sieht aus wie Du Tekuro, er hat Dein Gesicht schau nur┬ź, sagte Kazrar und strich Teku liebevoll durch die Haare, ehe er sich an seinem f├╝nften Glas zu schaffen machte. ┬╗Wer ist das wirklich?┬ź, fl├╝sterte er.

Nori
Noris Augenlider zuckten nerv├Âs, als sie den Ausruf von Nathan h├Ârte, Arbo erging es nicht besser. Tag ein Tag aus h├Ârten sie nur Oh Archi, aber ihren Vater schien es gl├╝cklich zu machen, so schwiegen die beiden. ┬╗K├Ânnte ich bitte etwas ohne Alkohol zu trinken haben┬ź, bat sie Sacha und lehnte sich an die andere Seite von Tekuro an.

Robere Tekuro Chud-Moreau
┬╗Du meinst ...┬ź Tekuro wartete, bis Sacha erneut vorbeikam, die ersten Sch├╝sseln verteilte und wieder verschwand. Er sch├╝ttelte den Kopf. ┬╗Kann ja gar nicht sein.┬ź Sacha brachte Nori einen Becher Wasser. ┬╗F├╝r mich auch alkfrei┬ź, befahl Tekuro und Sacha musste ein zweites Mal f├╝r die selbe Sache loslaufen. Tekuro legte derweil seinen anderen Arm um Nori. Er genoss ihre N├Ąhe, aber es verst├Ârte ihn auch, so zu empfinden. Er streichelte unbeholfen ihre Flanke. ┬╗Wie geht`s Tanuki?┬ź, fragte er sie.

Silvano de Mancini
Der Smut dr├╝ckte Sacha die Sch├╝sseln in die Hand, die er dem Kapit├Ąn und seinem Mann, sowie den Passagieren vor die Nase stellen sollte. Er selbst stellte die gro├če, dampfende Eintopfsch├╝ssel mitten auf den Tisch. Sie roch lecker nach Fisch, Meeresfr├╝chte und jeder Menge Gem├╝se. Dazu reichte er frisches Brot. Vano nahm sich als erstes und reichte seine Schale an Boldi weiter, ehe er sich selbst bediente. ┬╗Bon Apetit und f├╝r die Fremdlinge Guten Hunger. Tanuki? Der Marderhund mit dem dicken Sack? Wer ist das?┬ź, schmunzelte Vano freundlich und rutschte so nah, dass er und Boldi sich ber├╝hrten. ┬╗Bist Du w├╝tend auf mich?┬ź, fl├╝sterte Vano Boldi ins Ohr.

Boldiszàr
┬╗Warum sollte ich w├╝tend auf dich sein? Bin ich nicht. Aber ich frage mich, welche ├ťberraschung du f├╝r mich hast und hoffe, es ist was Gutes und keine weitere Horrornachricht.┬ź Er k├╝sste Silvano und nicht nur ein bisschen.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro guckte den beiden beim K├╝ssen zu und wusste nicht, was er davon halten sollte. ┬╗Tanuki ist mein Sohn┬ź, erkl├Ąrte er. ┬╗Woher wei├čt du, was der Name bedeutet?┬ź

Kazrar
Kazrar grinste Boldi an und schaute dann zu Tekuro und Nori r├╝ber. ┬╗Wenn es doch immer so sein k├Ânnte. Man f├Ąhrt auf dem Wind allen Sorgen davon, bleibt auf See und l├Ąsst sich von ihr ern├Ąhren. Oder man sucht sich eine kleine sichere Bucht, weitab der Heimat. So tat es einst mein Vater, als er f├╝r die Liebe seine Heimat verlie├č. Er war ein Alamane und ein herzensguter Mann, mein Sohn Tekuro kommt nach ihm. Und damit er seine Wurzeln kennenlernt, nicht nur seinen alten Vater, sondern seine wahren Wurzeln, seine Heimat, deshalb m├Âchte ich mit ihm nach Arashima reisen. Ein Mann muss seine Wurzeln kennen, sonst kann er um die ganze Welt reisen, aber findet doch niemals zu sich selbst. Dass sagte einst mein Vater. Er war Fischer, er fuhr also auch zur See. Aber nicht wie ihr hier, sondern er fuhr fr├╝h hinaus und kam zeitig zur├╝ck. Und oft war uns das Meer hold. Aber im Gegensatz zu Eurem Land, ist unser Meer rau, eisig, es verlangt dem Fischer alles ab. Es weht stets ein kalter Wind, so dass man sich trotz der w├Ąrmenden Sonne gerne in die weiche Kleidung dr├╝ckt. Und es kann kalt werden, bitter kalt. Aber nichts auf dieser Welt ist derma├čen kalt, wie von seinem geliebten Kind getrennt zu sein. Kein Schneesturm, keine raue See kann ann├Ąhernd so kalt werden. Unsere kleine Kate stand direkt am Meer, meine Mutter ging morgens in den Garten und k├╝mmerte sich um die sp├Ąrlichen Gem├╝sepflanzen. Sie hatte ihnen extra einen Windschutz gebaut, damit sie die Sonne genie├čen konnten, aber der eisige Wind ihnen nicht schadete. Ich werde redseelig vom Schnaps und der Fischsuppe, verzeiht┬ź, sagte Kaz wehm├╝tig und seine Augen waren feucht von den Gedanken und Erinnerungen an seine Heimat.

Robere Tekuro Chud-Moreau
┬╗He, Papa.┬ź Tekuro nahm den Arm von Nori weg, aber so, dass sie gegen ihn sank und trotzdem an ihm lehnen konnte, wenn sie wollte. Aber er brauchte jetzt beide Arme f├╝r seinen Vater. Er umarmte ihn und kuschelte seinen Kopf an den von Kazrar. ┬╗Lass uns nach vorn schauen. So was passiert kein zweites Mal. Wir werden die Heimat bereisen, zusammen, ich freu mich drauf. Und bald bist du Opa, denk an den Kleinen.┬ź Den Schnaps, den Sacha zuerst f├╝r ihn hingestellt hatte, schob er Kazrar r├╝ber.

Silvano de Mancini
Vano hatte bei der Erkl├Ąrung von Kazrar mitten beim Suppel├Âffeln inne gehalten, als ihm das selbst bewusst wurde r├Ąusperte er sich und a├č weiter. ┬╗Klingt wie Zuhause...┬ź, sagte er sanft und schmiegte sich mit seiner Flanke an Boldi. ┬╗Was ein Tanuki ist, wei├č ich von meinem ersten Mann. Er ist ziemlich weit herumgekommen. F├╝r einige Landabstecher und Forschungsarbeiten war er als junger Mann in Arashima, er berichtete mir davon, sie waren damals sogar noch mit einigen Goblins unterwegs. So ├Ąndern sich die Zeiten. Mein Mann liebte au├čergew├Âhnliches Wissen. Daher wei├č ich davon┬ź, antwortete Vano freundlich.

Boldiszàr
Boldisz├ár druckste herum, als Tekuro von seinem werdenden Sohn sprach, den er ihm von Herzen g├Ânnte. Er stupste Silvano an und nickte in Richtung von Sacha. ┬╗Er sollte sich zu uns setzen. Willst du vielleicht mit ihnen dr├╝ber reden? Wir haben unser zu Hause gefunden, Vano. Die Choucas. Hier haben wir alles, was ein zu Hause braucht, ein Dach ├╝ber dem Kopf, ein Doppelbett, Partnerin oder Partner da drin und gute Freunde in der N├Ąhe.┬ź

Kazrar
Kazrar trank langsam den Rum. ┬╗Mit bereisen ist es nicht getan. Man kann die Heimat nicht einfach bereisen, man muss sich erinnern mit einem Teil seiner Seele. Und man wird sich erinnern, auch wenn man noch niemals dort gewesen ist. Ein alter Kamerad nannte es immer, es singt in Deinem Blut. Tekuro singt Arashima im Blut, wie Dir ein ├Ąhnlicher Ort, darum Dein Blick. Aber eine Heimat einfach bereisen wirst Du nie k├Ânnen Silvano. Und auch Tekuro kann das nicht. Hinfahren und ansehen? Oh nein. Tekuro muss Arashima f├╝hlen, atmen, riechen, schmecken, mit all seinen Sinnen aufnehmen. Die Luft wie frisch sie sich anf├╝hlt und nach was sie duftet. Nach diesen kleinen immergelben Gr├Ąsern die sich im Wind wiegen und auf so kargem Boden wachsen, dass man ihnen allein daf├╝r schon Respekt zollen muss. Hart und dennoch biegsam, nicht einmal der h├Ąrteste Sturm bricht diese Halme. Er muss Arashima essen, das Originale Essen, so wie man in der Heimat speist. Dann wird er verstehen welche Macht die kleinsten Quentchen von Gew├╝rzen haben k├Ânnen und wie gut ein echter frischer Fisch schmeckt und welche Erinnerungen er ausl├Âsen kann. Wie diese hier in der Suppe. Wir essen Souvagne zur See. Und so wird er das Arashima seiner Gro├čeltern essen. Er wird mit mir am Strand liegen, die Sonne wird uns ins Gesicht scheinen und der Nordwind wird ├╝ber unsere K├Ârper streichen. W├Ąrme und K├Ąlte so nah beieinander, es erinnert uns daran, dass die wei├čen Unholde aus dem Hohen Norden kommen, genauso wei├č und kalt wie dieser Wind. Und er muss Arashima tr├Ąumen, wenn er sich nachts zur Ruhe bettet, nicht in einem Bett sondern auf der traditionellen Matte, dann werden auch seine Tr├Ąume in Arashima angekommen sein und sein Herz zuhause┬ź, erkl├Ąrte Kazrar liebevoll und k├╝sste Tekuro auf die Stirn. ┬╗Ja bitte der junge Mann soll sich setzen┬ź, bat er.

Silvano de Mancini
┬╗Sacha setz Dich zu uns┬ź, bat Vano freundlich und lehnte sich kurz zur├╝ck. ┬╗Unser Zuhause... das letzte Mal habe ich vor 14 Jahren so etwas Sch├Ânes geh├Ârt Boldi. Die Choucas ist unser Zuhause und niemand nimmt sie uns weg. Warte kurz┬ź, bat Vano und zog sich die Jacke aus. Er ├Âffnete etwas das Hemd und zerrte es sich ├╝ber die rechte Schulter. ┬╗Kein Kunstwerk, aber mit Liebe gestochen. Jaques war so freundlich. Wegen Sacha da machst Du den Anfang aber erst schau Dir die ├ťberraschung an┬ź, grinste Vano.

Silvano de Mancini
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Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro hatte die Augen geschlossen. Er liebte es, wenn sein Vater erz├Ąhlte. Er liebte seine Stimme, er liebte seine Art, die Dinge zu beschreiben, dass es fast wie ein Gedicht klang. Er selbst konnte nicht sehr gut sprechen, es klang eher wie Hundegebell, was vielleicht daran lag, dass er den Gro├čteil des Tages bei der Leibgarde entweder ├╝berhaupt nicht sprach oder Kommandos erteilte. ┬╗Sprich nicht von den Frostalben┬ź, bat Tekuro. ┬╗Nicht heute, nicht jetzt, nicht wenn Tanuki es h├Ârt.┬ź Er ├Âffnete die Augen erst wieder, als er Kleidung rascheln h├Ârte.

Boldiszàr
Boldisz├ár betrachtete die entbl├Â├čte Schulter, auf der sich ein frisches Tattoo abzeichnete. Er schaute es sich an und war so ger├╝hrt, dass er nicht l├Ącheln konnte, weil ihm zum Heulen zu Mute war. Er k├╝sste das Tattoo, sabberte versehentlich dabei und tupfte die Spucke wieder weg. ┬╗Vano, das ... ich bin ger├╝hrt. Ich h├Ątte gern das Gegenst├╝ck dazu, an der gleichen Stelle. Die ├ťberraschung ist dir gelungen, Schatz!┬ź Er packte Silvano und k├╝sste ihn heftig auf den Mund, so dass Tekuro wegschauen musste. Als er damit fertig war und Sacha etwas versch├╝chtert mit am Tisch sa├č, wandte er sich seinem alten Freund wieder zu. Aber er brachte es nicht ├╝ber sich, es auszusprechen, was er vermutete, falls er sich doch irrte. ┬╗Vano, hilf mir┬ź, bat er. ┬╗Ich bin nicht gut in so was und hau blo├č wieder mit dem Vorschlaghammer um mich, wo Samthandschuhe gefragt w├Ąren.┬ź

Silvano de Mancini
┬╗Alles was ich ben├Âtige sind ein paar zusammengebundene Nadeln, Tinte und Licht. Den Rest mache ich mit Liebe, wenn Du es von mir gestochen haben m├Âchtest. Eigentlich solltest Du es bei unserem Wiedersehen sehen, also Du verstehst schon unter welchen Bedingungen wo es ist. Der Anker steht f├╝r Treue. Ich trage zwei, falls Du es nicht wei├čt. Deinen und den von Davet. Ich m├Âchte den Anker von ihm gerne behalten, einverstanden?┬ź, sagte Vano und zog sich wieder richtig an. ┬╗So versch├Ąmt? Noch nie ein Ehepaar gesehen Robere? Menschen sind Menschen, eine Beziehung ist eine Beziehung und Liebe ist Liebe - egal zwischen wem. Boldiszar ist mein Mann, also gew├Âhne Dich an den Anblick, dass w├Ąre zum Beispiel eine gute Begleichung. G├Ânne ihm, was er Dir g├Ânnt. Zu Sacha, Boldi hat ihn damals hier bei mir auf der Choucas kennengelernt und er sagte, er ist Dir wie aus dem Gesicht geschnitten. Er fragte sich ob es m├Âglich sein kann, dass dieser junge Mann hier Dein Sohn ist. Er ist genau wie Du im Heim aufgewachsen, ebenso wie Boldi und einige andere an Bord┬ź, sagte Vano und nahm einen Schluck Rum.

Robere Tekuro Chud-Moreau
┬╗Ich hab schon tausend Paare gesehen, aber es ist Boldi und Boldi knutscht in meiner Welt nicht!┬ź, verteidigte sich Tekuro. ┬╗Das passt ├╝berhaupt nicht, ist total komisch, als ob da ein Doppelg├Ąnger sitzt. Jetzt muss ich mich umgew├Âhnen. Au├čerdem bin ich pissig, weil er mir nicht gesagt hat, dass er auf Kerle steht!┬ź Doch das war nur der Gipfel des Eisberges. Bei den letzten Worten von Silvano bekam Tekuro nicht nur einen Schreck, sondern einen regelrechten Schock. Er starrte den jungen Matrosen an, der genau so entgeistert zur├╝ck starrte und pl├Âtzlich war es, als w├╝rde er in einen Spiegel blicken. Tekuro wurde schlecht. Er sprang auf, stie├č dabei seinen Hocker um und rannte aus der Komb├╝se.

Nori
Nori und Kazrar fielen fast um, fielen aber gegeneinander, so dass ihnen nichts passiert. Die junge Arashi musterte Sacha ganz genau. ┬╗Du siehst wirklich aus wie Tekuro. Wie alt bist Du und woher stammst Du?┬ź, fragte sie neugierig.

Kazrar
Kazrar konnte sich auch so gerade noch abfangen. Er hatte zuviel von dem leckeren Rum getrunken. Dass sein Sohn derma├čen au├čer sich war, erstaunte ihn. Er hoffte, er war positiv au├čer sich. ┬╗Ich w├╝rde ihm gerne nachgehen, aber ich glaube ich schwanke. K├Ânnte bitte einer von Euch?┬ź, bat Kaz.

Sacha Bonnet
┬╗Saint Aumery┬ź, antwortete Sacha. ┬╗Das ist ein Waisenhaus in Cantillion, wo ich abgegeben wurde. Ich bin zwanzig.┬ź

Arbogast
Arbogast hatte die ganze Zeit still am Tisch gesessen und seine Suppe gel├Âffelt. Das Boldi mit dem Kapit├Ąn zusammen war, st├Ârte ihn nicht. Der Mann der breiter war als jeder T├╝rsteher den Arbo kannte, machte nicht den Eindruck als w├╝rde er mit etwas spa├čen. Vano sa├č neben ihm und schien zu wissen wo er hingeh├Ârte. Boldi war eine beeindruckende und be├Ąngstigende Erscheinung. Nicht riesig aber breit mit so hellen Augen, dass sie einen zu durchleuchten schienen, struppigen Haaren und einer gewaltigen Narbe im Gesicht. Arbo war hin und hergerissen zwischen neugierig hingucken wollen und sich es doch nicht zu trauen. So wie der Bursche seinen Mann auf die Schulter gek├╝sst hat, so h├Ątte er gerne mal Tekuro oder Patti gek├╝sst, aber das behielt er lieber f├╝r sich, wie seine Z├Ąhne, dachte Arbo. ┬╗Ich gehe ihm nach┬ź, sagte Arbogast und lief Robere hinterher. ┬╗Warte, so warte doch!┬ź, Arbo wurde schwummerig von der See, als er rausschaute. ┬╗Teku?┬ź, rief er und eilte zu seinem Bruder. ┬╗Teku, was ist denn los?┬ź, fragte er verwirrt.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Arbogast fand Tekuro abseits, v├Âllig allein, wo er ein Pfeifenkrautblatt in der Hand hielt, aber es nicht einrollte, sondern einfach nur hielt. Als Arbogast n├Ąher kam, sah es aus, als ob Robere zitterte und als er bei ihm war, erkannte er, dass der mit den Tr├Ąnen k├Ąmpfte. ┬╗Was hab ich getan┬ź, fl├╝sterte er. ┬╗Er ist ... das ist ... sie haben recht, es haut hin. Aber das hei├čt ... das hei├čt ...┬ź Ihm fiel das Pfeifenkrautblatt aus der Hand und segelte ins Wasser. ┬╗Ich ... habe ihn zu einem Waisenkind ... wegen mir ... ich wusste das nicht, Arbo!┬ź

Arbogast
Arbogast ging ganz langsam auf Tekuro zu und nahm ihn in die Arme. ┬╗Ganz ruhig Tekuro. Wenn Du es nicht wusstest, kannst Du es nicht ├Ąndern. Aber jetzt wei├čt Du es. Ist das Zufall, dass Dein Bruder Boldi ihn findet, hier wo er seinen Mann gefunden hat? Man denk mal nach! Er sieht aus wie Du in Mini und so Mini ist er gar nicht. Wenn ich das sagen darf, er ist so h├╝bsch wie Du oder Dein Vater. Nicht so eine Gurke wie ich. Meine Mutter muss ausgesehen haben wie eine Wanderwarze. Aber Du, schau Dich an und schau ihn an. Und Dein Bruder ist gl├╝cklich, man dass sieht man doch. Er ist eine Kante, ein Schrank, er ist ein totaler Besch├╝tzer. Man ich w├╝nschte ich h├Ątte so jemanden! Nur nicht mit so stechenden Augen. Und er besch├╝tzt Dich Tekuro. Du damals ihn, er heute Dich. Und er diesen Silvano und der wieder Dich und Deinen Sacha. Man dass ist Familie kapierst Du das nicht? Du wurdest gerettet um hierher zur├╝ckzukommen. Damit Du ihn triffst. Also rede mit Sacha. Wenn der nicht Dein Kind ist, wer dann?┬ź, sagte Arbo und richtete Tekuro wieder auf. ┬╗Du hast uns alle gerettet, weil wir Deine Familie sind. Du hast hier einen Sohn und einen Schwager bekommen. Man Teku, dass ist ein Grund zu freuen, Dein Rudel wird gr├Â├čer und pr├Ąchtiger┬ź, munterte Arbo ihn auf. Und er sah es wirklich so.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro str├Ąubte sich diesmal nicht, sondern umarmte Arbogast zur├╝ck. Er versteckte sein Gesicht an seinem d├╝rren Hals, weil er sich derma├čen sch├Ąmte. Gleichzeitig gefiel ihm, was Arbogast sagte. ┬╗Familie ... du hast recht. Sacha war nicht geplant, wie Tanuki. Aber ich mach`s wieder gut, dass ich ihn da zur├╝ckgelassen habe. Hoffentlich will er das ├╝berhaupt! Was, wenn er sauer ist? Ich versteh gerade, wie Papa sich gef├╝hlt haben muss. Was er durchgemacht hat an Angst und Scham. Wie er sich f├╝hlte, als er mir unter die Augen trat, nachdem er mich in dieses Kackloch gebracht hatte. Und ich hab meinen eigenen Sohn in das selbe Loch gebracht! Ich hab nicht nachgedacht damals, ich wollte nur Spa├č haben. Nun ist er auf einmal da und ist zwanzig! Bitte, komm mit rein, Arbo. Ich kann das nicht allein. Und noch was.┬ź Er trat ein wenig von ihm zur├╝ck. ┬╗Du hast einen Besch├╝tzer, wenn du mich haben willst. Und h├Âr auf zu sagen, dass du h├Ąsslich bist. Ich will das nicht h├Âren. Ich mag dich und ich mag, wie du aussiehst, ja?┬ź

Arbogast
┬╗Ja verstanden, Danke Tekuro, dass bedeutet mir sehr viel wei├čt Du dass? Ich bin an Deiner Seite, Du bist das auch immer f├╝r mich. Wenn er sauer ist, lass ihn. Er muss da durch, vielleicht muss er seine Wut und Entt├Ąuschung erst loswerden, bevor er Dich selbst sehen kann. Arch muss bei mir auch immer an der Entt├Ąuschung vorbeigucken. Vielleicht freut er sich aber auch einfach, so wie Du, ich und die anderen auf eine Familie. Komm wir packen das zusammen┬ź, sagte Arbo und ging mit Tekuro im Arm zur├╝ck in die Komb├╝se und in einen neuen Familienabschnitt.
"Not all those who wander are lost."
J.R.R. Tolkien

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