Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt. Die ├╝berlebenden V├Âlker beginnen zu ahnen, dass der Schl├╝ssel zur Herrschaft ├╝ber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. W├Ąhrend die Almanen auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimb├╝nde der Schatten sehen in der Magie die m├Ąchtigste Waffe und f├╝r die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Ciels Verlobung

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagne
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
Antworten
Benutzeravatar
Maximilien Rivenet de Souvagne
Duc
Beitr├Ąge: 257
Registriert: So 8. Okt 2017, 15:04
Steckbrief: [ externes Bild ]

Ciels Verlobung

#1

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » So 14. Okt 2018, 03:09

Ciels Verlobung

Ciel Felicien de Souvagne
"Bis gleich", antwortete Ciel und ging zur├╝ck zu Francois und Verrill. Nun gab es nur noch eines zu erledigen - den Duc zu bitten, die Verlobung offiziell zu machen. Ciel l├Ąchelte bei dem Gedanken.

Ciel Felicien de Souvagne
Er befahl den wachhabenden Gardisten, an die T├╝r bei den Gem├Ąchern seines Vaters zu klopfen.

Maximilien Rivenet de Souvagne
Die Gardisten klopften und Fabien ├Âffnete einige Augenblicke sp├Ąter die T├╝r. Er trat zur Seite und machte eine einladende Geste. "Eure Majest├Ąt, Euer Sohn Prince Ciel de Souvagne w├╝nscht Euch zu sprechen", sagte Fabien freundlich und schloss hinter Ciel die T├╝r. Maximilien kam aus dem Wohnzimmer und begr├╝├čte seinen Sohn indem er ihn liebevoll dr├╝ckte. "Warum so f├Ârmlich?", fragte er gut gelaunt. "Das war mein Fehler", entschuldigte sich Fabien und lie├č die beiden allein. "Gut sein Fehler. Was ist los mein Kleiner?", fragte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel ├Ąugte einen Moment misstrauisch in Richtung der T├╝r, durch die Fabien sich verdr├╝ckt hatte. "Er redet wirr", murmelte er. Dann sagte er laut und feierlich: "Papa, ich m├Âchte dich bitten, die Verlobung von Fran und mir offiziell zu machen. Uns beiden ist wichtig, dass aus der Formulierung Frans wahre Natur hervorgeht, da er sich nicht verstecken m├Âchte und ich ein Zeichen setzen will."

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Das freut mich zu h├Âren, zumal Eurer M├Ąuschen dann auch ehelich geboren wird. Das ist immer sch├Âner, so ist es direkt anerkannt. Ich werde umgehend etwas aufsetzen und es morgen fr├╝h bekannt geben. Hast Du an eine bestimmte Formulierung Fran betreffend gedacht?", fragte Max und k├╝sste seinen Sohn liebevoll auf den Kopf.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ich zerbreche mir den Kopf und finde einfach kein sch├Ânes Wort", klagte Ciel. "Mir ist wichtig, dass hervorgeht, dass er beides ist, Mann und Frau. Aber wie umschreibt man es klangvoll aber so, dass jeder es versteht? Vielleicht einfach 'Verlobte und Verlobter Francois Arbettini Grimard'?"

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Mal ├╝berlegen, Beidgeschlechtlicher klingt herabreduziert auf das Geschlecht oder? Zwitter ist eine Bezeichnung f├╝r die mich Verrill an die Wand nageln wird, sobald sie es liest, oder weint, was noch schlimmer w├Ąre. Hermaphrodit klingt auch nicht gerade gut. Wie k├Ânnen wir dazu sagen?", gr├╝belte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ich dachte an Ainuwargesegneter oder etwas dergleichen, aber dabei k├Ânnte man auch an einen Priester denken oder einen Kastraten", ├╝berlegte Ciel.

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Ja oder dass Du einen M├Ânch heiratest, was nicht gerade von Vorteil w├Ąre. Mischwesen klingt noch grausiger. Mann-Frau? Dass klingt seltsam, aber nicht grausig. Denn bei Es w├╝rde Verrill uns beide an die Wand nageln, wie Du wei├čt. Denk doch mal mit", bat Max freundlich.

Ciel Felicien de Souvagne
"Vollst├Ąndiger Mensch?", sinnierte Ciel weiter. "Man k├Ânnte es poetisch umschreiben. W├Ąhrend wir stets die andere H├Ąlfte suchen, sind einige von uns bereits allein vollst├Ąndig. Und dennoch ben├Âtigen auch sie f├╝r das ganze Gl├╝ck einen weiteren Menschen an ihrer Seite. So was in der Art?"

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Das ist eine sehr gute Einleitung, aber wir ben├Âtigen auch f├╝r das Gesetz eine eindeutige Bezeichnung. Zwitter - und daf├╝r einen Namen der bei uns gilt. Und so bezeichnen wir ihn dort auch. Erstmalig vorkommend. Es soll wertig klingen, geschmackvoll", erkl├Ąrte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Sie sind Deux fois - zweimal. Dufoje, wie die Rakshaner sagen. Androgynoi wird es in den Schriften der Gelehrten genannt. Vielleicht sollten wir in diese Richtung denken?┬ź, gr├╝belte Ciel weiter. ┬╗Die Waldalben sprechen von Zweigeistern, aber ich denke, damit sind eher seelische Dopplungen gemeint.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Dabei sind sie seelisch nicht doppelt Ciel, sie sind seelisch komplett und eins. Wir sind es, die die andere H├Ąlfte suchen, wir sind die Halben, sie sind die Ganzen. Jedenfalls jene, die die Auspr├Ągung wie Dein Geschwister Verrill hat oder Dein Verlobter Francois. Es gibt auch Kinder die nicht ganz auf die eine oder andere Art ausgebildet sind. M├Ąnner mit Mikropenis, kaum gr├Â├čer als eine Klitoris - ist er deshalb eine Frau? Oder eine Frau mit zu gro├čer Klitoris. Ist sie nun ein Mann? Es gibt mehr als wir denken, oder unwissend f├╝r m├Âglich halten. Bis man uns das Thema um die Ohren knallt und man sich zwangsl├Ąufig damit befassen muss. Nathalie musste es, ich musste es und Verrill ebenso. Mir gef├Ąllt es den seelischen und k├Ârperlichen Teil hineinzubringen. Und mir gef├Ąllt es wie Du gew├Ąhlt hast und das ohne Scheu. Du hast mehr Mumm in den Knochen dazu zu stehen als ich ihn damals hatte. Ich hatte ├╝berhaupt keinen, ich hatte einfach nur Angst um Verrill. Um ihre Gesundheit, darum was andere ihr antun k├Ânnten, w├╝rden und was wei├č ich nicht alles. Tausend ├ängste und keine wurde wahr. Daf├╝r danke ich Ainuwar auf Knien", gestand Max.


(Fortsetzung folgt)
[ externes Bild ]

"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
"Eine Entscheidung f├╝r etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."

Antworten