Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

NaNoWriMo 2018

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Baxeda

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Re: NaNoWriMo 2018

#11

Beitrag von Baxeda » So 4. Nov 2018, 13:09

Ich versuche mal, deine Frage zu beantworten! :) Für mich funktioniert die Geschichte und die Charaktere leben bereits. Mir würde gefallen, wenn ihre charakterlichen und äußerlichen Besonderheiten noch stärker herausgekehrt werden würden. So wie es dir hier gelungen ist:
Triborin riss die Zügel herum und wandte sich den übrigen zu. Er lächelte kalt. Drei Mann? Vielleicht noch eine Hand voll weitere im Dorf, mit schlechten Rüstungen und ohne Pferde? Es war fast schon ungerecht.
Eine sehr gute Charakterisierung! Hier ist man besonders gut im Kopf von Triborin, hier fühlt man ihn richtig und merkt, dass er keineswegs nur der Softie ist, als der er anfangs teilweise erscheint.

Lustig, wie Triborin sich für seine vermeintliche Schwäche schämt, als er den Schafen hilft. Diesen Charakterzug könntest du weiter ausbauen, wie ändert sich zum Beispiel sein Verhalten, wenn ein anderer Dunkelelf anwesend ist im Vergleich dazu, wie er handelt, wenn er alleine ist? Hätte er die Schafe dann verrecken lasen? Als Leibgardist muss er auch ein harter Brocken sein können. Wie geht er mit seiner "Schwäche" um und wissen seine Kameraden davon? Schämt er sich dafür und versteckt sie, überspielt er sie durch übertriebenes Gehabe oder steht er dazu? Antworten auf solche Fragen helfen mir als Leser, Triborin besser zu verstehen.
„Das ist nicht dein Land, nicht dein König und nicht dein Volk. Du hast hier nichts zu suchen.“
Die Zeile mag ich. Sie veranschaulicht gut die Mentalität dieser Menschen.
5. Denn auf dein Herz vertraue
Das ist ein schöner Titel!
Des Königs Männer waren alle tot und verbrannt, doch die Bewohner hatten gesehen, was passiert war.
Hier könntest du z. B. einbauen, wie ihre Wappenröcke und Banner aussehen oder so.



Hier auch noch ein paar allgemeine Tipps, da gewünscht. :-) Nimm, was du davon gebrauchen kannst und vergiss den Rest. Als Weltenbastler und visueller Lesetyp würde ich mir folgende Informationen noch wünschen:

:punkt: Alltagskultur, Speisen, Getränke, Mode, Architektur der einzelnen Länder.

Es muss nicht bis ins Detail ausgearbeitet sein, es reichen auch Andeutungen. Auch Gefühle können in die Wahrnehmung fließen. Beispiel: "In den Gassen zwischen den eng stehenden, finsteren Bauten der Dunkelelfen fühlte Triborin sich sicher, so als würde ein Stück steingewordene Nacht schützend über ihn wachen." So hat man eine Ahnung, wie die Umgebung ungefähr aussieht. Auch Informationen dazu, welche Speisen beispielsweise an Buden angeboten werden oder was im Gasthaus auf der Speisekarte steht - und wie der Protagonist das findet - sind für mich immer interessant zu lesen.

:punkt: Was ist der Unterschied zwischen Alben und Elfen, optisch und kulturell?

:punkt: Das Aussehen der Charaktere ist lange Zeit unklar.

Hier ein paar Richtwerte:

Statisten
Für namenlose Statisten reicht ein Archetyp, wie der klassische "dicke Wirt", der "verwahrloste Landstreicher", der "Ritter hoch zu Ross". Man hat sofort ein Bild vor Augen. Für Statisten reichen derartige Stempel vollkommen zu.

Nebencharaktere
Hat der Charakter einen Namen oder etwas mehr zu sagen, können noch noch ein oder zwei besonderes Merkmal hinzukommen, wie "der Ritter mit dem altmodischen Schnurrbart" oder "die kleine dicke Frau mit dem Puppengesicht" - oder dein sympathischer Dieb mit den fauligen Zähnen.

Hauptcharaktere
Bei den Hauptcharakteren kann die Beschreibung gern auch ausufernder sein, muss aber nicht. Das ist dem Geschmack des Autors überlassen. Sie kann schrittweise erfolgen, muss kein Textklotz sein, sollte aber relativ zeitig nach dem Betreten der Bühne - oder gleich währenddessen - eingewoben werden.

Hoffe, du kannst damit was anfangen. :)

Freu mich, weiterzulesen! Triborins innerer Konflikt zwischen dem harten Krieger und seiner "weichen" Seite ist spannend zu verfolgen. Mein Tekuro/Robby hat ja das selbe Päckchen zu tragen und es ist interessant, das zu vergleichen.
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Re: NaNoWriMo 2018

#12

Beitrag von Jaro Ballivòr » Mi 7. Nov 2018, 08:02

So ENDLICH gibt's auch wieder NaNo-News von mir! :)
Das scheint ja ein richtig guter November zu werden, wenn ich mir unseren - vor alle deinen - Wordcount so anschaue. :unterschreiben:

Zunächst auch auf diesem Wege noch einmal ein fettes Dankeschön für deine tollen Tipps! Das hilft mir ungemein. :blumen:
In meinem Studium wurde ich häufig bzgl. Schilderungen "gerügt", deshalb habe ich sie großzügig reduziert, vielleicht sogar ein bisschen überkompensiert. ABER: ich habe das auch nicht sonderlich clever gemacht. Die von dir zitierte Textstelle ist ein super Beispiel, wie es zu machen ist. Ich kann es zwar schon kaum mehr hören, aber am besten funktioniert die Weitergabe von Informationen halt doch nach dem Prinzip "show, don't tell".
Wie du, liebe ich es auch, beim Lesen vollkommen in eine Welt einzutauchen. Gerüche, Geschmäcker, Geräusche... Ich versuche jetzt die Dinge häufiger konkret beim Namen zu nennen, also z.B. nicht "überall wurden köstliche Speisen angeboten", sondern "Überall dampfte und knisterte es aus offenen Kochstellen. Der Duft von geröstetem Fladenbrot vermischte sich mit dem gegrillter Forellen und gebackener Fleischpasteten."

Also: vielen vielen Dank! :)

Fürs Protokoll möchte ich auch noch einmal erwähnen, dass ich mir den wundervollen Satz
In den Gassen zwischen den eng stehenden, finsteren Bauten der Dunkelelfen fühlte Triborin sich sicher, so als würde ein Stück steingewordene Nacht schützend über ihn wachen.
direkt gemopst habe :D


Wie läuft es generell mit dem Schreiben?
Im Großen und Ganze sehr gut. Die Szenenplanung erweist sich als grandiose Stütze und es hilft tatsächlich, dass ich schon weiß, was ungefähr passiert, statt ins Blaue zu schreiben :D Auch die neue Anordnung und die Aufnahme weiterer Perspektiven gefällt mir.
Gestern bin ich das erste Mal an einen Punkt gestoßen, an dem meine Überlegungen noch nicht abgeschlossen sind und zack: es wurde hakelig. (Die entsprechende Passage wird voraussichtlich heute gepostet). Für den NaNo habe ich beschlossen, es im jetzigen Stand zu belassen und nachträglich zu überarbeiten. Da es sich um eine neue Perspektive handelt (der Anführer der Alben mit der Mondklinge), kann ich da recht beliebig drin rum ändern, da Triborin all das sowieso (noch) nicht weiß.


Anmerkungen zu "Beaufort" (aktueller Lesestand):
Bei dem Kapitel zu Beaufort sind mit zwei kleine Stolpersteine in Form von Wortwiederholungen aufgefallen, was beim NaNo jetzt aber schon etwas kleinkariert ist.
wobei dem Jungen auffiel, dass sein Vater einen völlig anderen Namen angab, als er die Zimmer mietete.
»Alte Gewohnheit«, antwortete er, als sein Zögling nachfragte und blinzelte ihm zu.
»Wohin fahren wir überhaupt?«, wollte Pascal wissen.
»Nach Beaufort, in die Hauptstadt von Souvagne. Dort habe ich Arbeit und eine Wohnung.«
Pascal fiel auf, dass Timothèe
Wie gesagt, nur eine Kleinigkeit. Vielleicht kannst du eines von beiden durch "bemerkte" oder so ersetzen.
»Die Dächer sind so steil, damit der Schnee im Winter herunter rutschen kann. Sonst würde sein Gewicht den Dachstuhl eindrücken. In La Grange fällt auch im Winter nur wenig Schnee, so dass die Dächer flacher gebaut werden können, so dass die obere Etage besser nutzbar ist«, erklärte Timothèe.
Das zweite "so dass" könntest du zum Beispiel einfach durch ein "und" oder "und folglich" ersetzen.

Etwas Schwierigkeiten hatte ich mit Timothèes Einstellung zur Magie. Ich habe die Passage mehrfach gelesen, doch ich bin mir nicht sicher, ob er die Magie verachtet oder schätzt oder vielleicht sogar ein bisschen im Zwiespalt ist. Generell, wie die Magie innerhalb des Geheimordens angesehen wird, habe ich nicht ganz verstanden. Zum Beispiel: einmal spricht er von "Verseuchten", einmal von "dieser wunderbaren Eigenschaft".
Vielleicht möchte Timo sogar, dass es unklar oder verworren ist?
Seine Erläuterungen waren ansonsten immer sehr leichtgängig, deshalb hebt sich dieses Thema davon deutlich ab. Hat Pascal verstanden worum es geht? Kann er mit Größenordnungen wie 10% der Bevölkerung etwas anfangen?
Man merkt, dass er einerseits neugierig ist, andererseits lieber aus dem Fenster blicken möchte, doch ob er versteht, was Timo ihm erklärt, kam diesem Mal nicht eindeutig für mich heraus.


Sehr schön hat mir dagegen die Darstellung / Veränderung der Landschaft und der Stadt gefallen. Passt ja auch zu unserem aktuellen Thema :) Es ist eine gute Mischung visueller, akustischer und wie-sagt-man-zu-fühl-und-riechbarer Eindrücke.
Das Highlight war die trockene, ja beinahe beiläufige Anmerkung "Das ist Pascal". Sehr gut! :D :D

Ich freue mich auf die weitere Entwicklung des Knaben und auf Robere und seine Variante des Konflikts "Härte vs. weicher Kern".

Frohes Schreiben! :)
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Re: NaNoWriMo 2018

#13

Beitrag von Baxeda » Mi 7. Nov 2018, 10:53

Huhu Jaro! :-)

Du hast doch auch einen mehr als soliden Schnitt, ich glaub so eine schöne Kurve mit so einem fetten Polster hatte ich noch nie. *g* Und ich habe entdeckt, dass du dir ein Cover gemalt hast. Darf ich das mal in groß sehen? Auf der NaNo-Seite ist das ja leider winzig.

Beim NaNo "schummel" ich durchs abentliche Chat-rpg. *g* Das ist zwar auch kreatives Schreiben, aber geht mir leichter von der Hand, als allein zu schreiben. Wobei ich denke, dass ich dieses Jahr auch ohne Chat-rpg bisher nahe am erforderlichen Wordcount dran wäre, da ich momentan auch den Weltenhintergrund von Lion's Dream ausarbeite und da einiges zusammengekommen ist. Momentan habe ich einen Schnitt von 2600 Wörtern am Tag.

Deine Anmerkungen sind sehr hilfreich und ich konnte es nicht lassen, sie gleich mal einzuarbeiten, obwohl ich sie eigentlich nur erstmal ausdrucken und hinter dem Kapitel abheften wollte. Hier für dich die Änderungen mal isoliert, damit du nicht alles noch mal neu lesen musst:

Deine Formulierungsvorschläge für die Wortwiederholungen habe ich übernommen.

Timos Einstellung und Pascals Verständnisprobleme habe ich versucht, deutlicher herauszuarbeiten:
In dir schlummert eine Gabe, die dich sehr viel wertvoller macht als einen Magier. Von denen gibt es ungefähr 10% der Bevölkerung, jene mitgerechnet, die nicht wissen, dass sie diese Abnormität in sich tragen.

(Vorher stand da "Funken")
Er [Pascal] wusste nicht, was mit Prozent gemeint war, aber er wusste, dass zehn mehr als fünf waren. Auch fragte er sich, warum Timothèe so auf die Magier schimpfte. Zwar war ihm von klein auf beigebracht worden, sie als etwas Schlimmes zu sehen, doch niemand hatte ihm bislang erklärt, warum.
Pascal dachte eine Weile darüber nach, während ein blühender Apfelhain an dem Fenster der Kutsche vorbeizog. Timothèe erklärte vieles auf einmal. Sein Schüler verstand zwar die Worte, doch die Zusammenhänge nur teilweise. Er ging jedoch davon aus, dass sein Mentor ihm zu einem späteren Zeitpunkt alles noch einmal langsam Stück für Stück beibringen würde, was er als Stählerner Lotos wissen musste. Wichtig war, dass er ein Antimagier war und als Krieger gegen Magier in die Schlacht ziehen würde. Und das hörte sich nach einem abenteuerlichen Leben an. Er warf einen verstohlenen Blick nach draußen. Ein Meer von duftendem Rosa und Weiß. Unter den Kronen standen Bienenstöcke und überall summte und brummte es.
Timothèe:
"Unsere Gabe ist es, keine Gabe zu besitzen."
--> Hoffe, der Unterschied zwischen Antimagie als passiver Gabe und Magie als aktive Gabe ist nun deutlicher.

Was Umgebungsbeschreibungen etc anbelangt, scheiden sich die Geister. Einige langweilen sich damit zu Tode, andere versinken gern darin. Ich halte ein Mindesmaß jedoch für erforderlich, damit die Figuren nicht im Vakuum schweben, sondern eine glaubwürdige Kulisse haben. Es gibt einige Kniffe, wie man verhindern kann, dass Umgebungsbeschreibungen zum Infodump werden:

:punkt: Manchmal sind große Informationsmengen wichtig. Solche Informationen nicht länger als einen Absatz auf einmal servieren, dann eine Handlung des Protagonisten dazwischenschieben oder einen Dialog. So hat der Leser das Gefühl, dass die Geschichte parallel weitergeht, auch wenn das Tempo gerade verlangsamt wird und kann kurz verschnaufen.

:punkt: Nicht zuletzt können längere Beschreibungen auch ein stilistisches Mittel sein, um bewusst das Tempo herauszunehmen. Nicht alle Infodumps sind schlecht, manche sind sogar nützlich. Man muss sie nur schön verpacken. ;) Freilich an den richtigen Stellen setzen. In einer Actionszene hat eine ruhige Umgebungsbeschreibung nichts verloren. Dann besser nur blitzlichtartig einstreuen, wie es da gerade aussieht und am besten direkt in das Geschehen einweben.

z.B. Er rutschte auf dem nassen Kopfsteinpflaster aus und schlug der Länge nach hin. Sein Dolch schlitterte davon und verschwand in einem Müllberg.

:punkt: Statt dem Herunterbeten von Fakten das Herausstreichen der Stimmung, welche die Umgebung auf den Protagonisten hat. Da ich gerade mein Kapitel noch einmal dahingehend überarbeitet habe, nehme ich gleich mal ein Beispiel daraus.

Falsch:

Das Haus war eng und Dunkel. Der Flur war mit Möbeln vollgestellt. Alles war voller Gerümpel.

Hoffentlich besser:

Ein schmaler Flur führte ins Innere. Das Haus war eng und dunkel, mit zu vielen alten Möbeln bestückt, so dass Timothèe mit dem Koffer kaum hindurch kam. Pascal gefiel das Labyrinth aus dunklem Holz und verblichener Mustertapete. Die vielen Räume und Flure mit den Kommoden, Bücherregalen und verstaubten Gegenständen, deren Bedeutung er manchmal nur erahnen konnte, erwarteten ihn wie eine Schatzsuche. Ein Zimmer wirkte wie eine aufgegebene Werkstatt, ein anderes wie das Atelier eines Künstlers, das nächste war bis zur Tür vollgestellt, so dass sie gar nicht eintreten konnten.

:punkt: Ein weiterer Kniff, der mir immer gute Dienste leistet und den ich gern weitergebe, ist das Bevorzugen von aktiven, starken Verben anstelle von passiven, schwachen Verben.

Falsch:

Der Flur, der ins Innere führte, war schmal.
Die steile Straße war gewunden.
Der Wald hatte einen dichten Baumbestand.

Hoffentlich Besser:

Ein schmaler Flur führte ins Innere.
Die Straße wand sich den Berg hinauf.
Die Bäume standen dicht.

:punkt: Und natürlich: Möglichst mehrere Sinne ansprechen, nicht nur den Sehsinn und - wenn es Sinn macht - auch die Gefühle, die ein Ablick im Protagonisten auslöst. Kann auch subtil erfolgen, man muss dafür keinen Vorschlaghammer einsetzen.

Falsch:

Im Haus war überall dicker, braun gemusterter Teppich verlegt.

Hoffentlich besser:

Der dicke, braun gemusterte Teppich dämpfte ihre Schritte. Darunter knarrten alte Dielen.

Danke noch mal für deine Tipps, mein Kapitel hat dadurch viel gewonnen. :-) Ich hoffe, ich konnte mich angemessen revanchieren. :-D

Man liest sich
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Re: NaNoWriMo 2018

#14

Beitrag von Jaro Ballivòr » Do 8. Nov 2018, 21:09

Guten Abend :)

Ich finde die Anpassungen sehr gelungen. Dass Pascal nicht alles versteht, aber auch nicht direkt alles verstehen will bzw. darauf vertraut, dass er das noch wird, finde ich sehr authentisch! Vor allem vor dem Hintergrund, dass er gerade mit so viel neuen Eindrücken überflutet wird. Und trotzdem wird jetzt deutlich, wie er das Gesagte aufnimmt :tiptop:

Danke auch für die Textbeispiele und ich kann dir sagen: ja, sie sind besser :D
Das Thema "starke Verben" vor allem auch um Adjektive einzusparen, kam bei mir im Studium auch schon dran. Komisch, es ist eigentlich naheliegend, aber wenn man sich nicht ständig daran erinnert, ist man direkt wieder bei der unschönen Variante.


Ich bin auch zufrieden mit meinem Polster :) Mein Schnitt ging jetzt etwas runter aber ist total im grünen Bereich (2200 oder so ähnlich). Und dass du die chat rpgs mit aufnimmst, finde ich nicht schlimm. Im Endeffekt ist es eine Definitionssache und du hast es von Anfang an so festgelegt :) Schummelei wäre es, wenn du aus Wordcount-Not mittendrin entscheiden würdest, noch irgendetwas "Fremdes" aufzunehmen.

Hier ist das Cover in hoffentlich größer:

[ externes Bild ]

Wie immer war ich ungeduldig und habe direkt den ersten Entwurf genommen, deshalb ist es an mancher Stelle vielleicht gar nicht schlecht, wenn man es nicht zu groß sieht :lol:

So, ansonsten muss ich mir unbedingt auch mal anschauen, was im Lion's Dream schon alles entstanden ist :)
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Re: NaNoWriMo 2018

#15

Beitrag von Baxeda » Di 13. Nov 2018, 13:02

Hallo Jaro,

nun komme ich endlich wieder dazu, meinen Senf da zu lassen. :cool:

Deine Geschichte ist und bleibt sehr spannend. Die Sprache ist flüssig zu lesen und die Charaktere unterscheiden sich trotz ihrer zunehmenden Menge gut genug voneinander, um sie auseinander halten zu können. Man mag kaum glauben, dass dies ein Erstentwurf sein soll. Ich hoffe sehr, dass du den Goldenen Baum und die beiden folgenden Teile bis zum Ende durchziehen wirst. :)

Linu ist eine sympathische kleine Aviare, temperamentvoll, aber keine Zicke. Ich mag sie und ihr jugendlicher Trotz kommt glaubhaft herüber. Wenn es hart auf hart kommt, steckt sie zurück und hilft ohne Wenn und Aber und ist darin widerum sehr erwachsen. Besonders schön fand ich die Stelle, als sie ihren Vater veräppeln will, indem sie beim Hinaufsteigen der Treppe die letzten Schritte auf der Stelle stapft - und dieser es durchschaut. *g* Auch ihr Vater gefällt mir sehr gut, er ist gerissen und von Natur aus freundlich, kann sich aber auch gegenüber seinem pubertierenden Spross durchsetzen, ohne große Geschütze auffahren zu müssen.

Gut hat mir auch gefallen, wie der Schiffbrüchige von seiner Heimat schwärmt und von seiner edlen Herkunft - und alle glotzen ihn in einem Moment peinlicher Stille verständnislos an. :lol: Das macht den Mann auch irgendwo sympathisch.

Lachen musste ich, als Rak einen Ritter an seinem Oberlippenbart zieht, um sich zu wehren, das kam so überraschend und witzig. *ggg*

An Verbesserungsvorschlägen ist diesmal wenig zu machen. Vielleicht der allgemeine Hinweis, den übergeordneten Konflikt, der drohend über allem schwebt (ich vermute, er hängt mit Triborins Mission zusammen?) noch stärker herauszukehren an Stellen, wo es passt. So dass man sieht, dies betrifft nicht nur den gerade stattfindenen Handlungsstrang, z.B. von Triborin, sondern sie alle sind davon betroffen, die Welt ist in Gefahr - wenn sie es denn ist.

Weiter so! :tiptop:

Ich habe auch an Pascals Story weitergeschrieben, die ja ein Subplot vom Skorpion ist, aber leider ist genau das Kapitel, was chronologisch an der Reihe wäre, zu Hause an meinem Rechner und ich habe den Stick vergessen, mit hierher zu nehmen. So habe ich beim übernächsten Kapitel weitergemacht. Da ich es aber beim Posten auch nicht durcheinanderhauen will, gibt es dann ab Do oder Fr einen riesen Klotz am Stück (Wochenendlektüre^^).

Bei Lion's Dream steht, was den Weltenbau betrifft, das Wiki noch unter Verschluss, da es noch bearbeitet wird und sich zu dem frühen Stand sehr viel wieder ändert. Wenn wir wieder zu Hause sind, kann ich aber gern mal einen Beitrag hier posten, der mir besonders am Herzen liegt - den Traum von Eskindir. :) Dieser Traum ist der Dreh- und Angelpunkt der Spielwelt. Was die Spielmechanik angeht, kannst du hier nachlesen, wie weit wir sind und dort gibt es auch neue Screenshots: Lion' s Dream Entwicklerblog auf Pewn. Die momentane Herausforderung ist es, die richtigen Werte für alle Einstellungsoptionen in Unity und der dazugehörigen Assets beim Levelbau zu finden (das sind hunderte, die alle miteinander wechselwirken x.x), damit das Spiel auch ohne Highend-Rechner flüssig spielbar ist. Erst, wenn diese Werte gefunden sind, kann ich mit dem Landschaftsdesign und Levelbau beginnen.

Man liest sich und sieht sich morgen Abend. :klasse:

MfG
Bax
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Re: NaNoWriMo 2018

#16

Beitrag von Jaro Ballivòr » Do 15. Nov 2018, 21:05

Hallo und willkommen zurück, Bax!

Erst mal, schade, dass wir uns nicht sehen konnten. Ich habe Peter gleich nachdem ich zu Hause war geschrieben, aber das war eben schon 21 Uhr und ich verstehe total, dass ihr die lange Fahrt nicht zu lange hinauszögern wolltet. Macht nichts - wir sehen uns wann anders :D

Dann: vielen, vielen Dank für das viele Lob :) Ich denke, ich profitiere viel vom letztjährigen Nano und dem "Ruhen" der Geschichte seither. Obwohl ich jetzt gegen Mitte November schon ab und zu kämpfen muss, um die Tagesrationen zu packen, macht es auch super viel Spaß.
Der Tipp bzgl. des übergeordneten Konflikts ist super! Ehrlich und unter uns gesagt, habe ich die Gesamtbedrohung noch nicht 100%ig zu Ende gedacht. Vielleicht rührt das daher, das es noch recht unauffällig ist. Ich versuche trotzdem von dem, was ich schon weiß, mehr Indizien einfließen zu lassen.
Ich nehme mir fest vor dran zu bleiben und die Romane wirklich fertig zu stellen. Im Studium ist ein Lektorat enthalten und der (überarbeitete) Goldene Baum ist, was ich Stand heute einreichen möchte.

Auf Pascals weitere Story bin ich sehr gespannt, ebenso auf den Rest vom Skorpion.
Das erklärt, warum ich Lion's Dream nicht gefunden habe :lol: Die Idee, Katzen als Charaktere zu haben, finde ich super :tiptop:
Ich würde mich über das Exzerpt freuen, aber nur, wenn es wirklich ok für dich ist, es zu posten.

Du - allein die Vorstellung, ein Spiel zu entwickeln, überschreitet meine Hirnkapazität :D Da glaube ich dir aufs Wort, dass das komplex ist! Viel Erfolg weiterhin damit.


Gestern und vorgestern habe ich das erste Mal von meinem Wortpuffer gezehrt. Die Zeit hat es einfach nicht hergegeben, mehr zu schreiben. Die nächsten drei Tage wird es auch eng. Morgen spiele ich um 17 Uhr ein Konzert, wo ich mehr oder weniger direkt aus der Arbeit hinfahre und Samstag und Sonntag bin ich ganztägig auf Celloworkshop. Da werde ich aber die frühen Morgen- und späten Abendstunden nutzen, um ein bisschen was gut zu machen.

Lustiges Rechercheergebnis: Wasserspinat - bei der Suche nach Essbarem im Sumpf.
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Re: NaNoWriMo 2018

#17

Beitrag von Jaro Ballivòr » Sa 17. Nov 2018, 07:51

Hallo Bax :)

möchte dir gerne Rückmeldung zu Eskindir geben.
Es gefällt mir sehr gut! Total poetisch. Ich finde, das Wort "liebevoll" passt auch gut. Es kommt nicht nur raus, was für eine zartes Wesen Eskindir ist, sondern auch, wie wichtig er den anderen ist.


Weil du gefragt hast, ein paar Anmerkungen zum Englischen. Es ist allerdings sehr gut geschrieben und ich bin auch keine Studierte oder so :) Ich lese sehr gerne in Englisch, würde mich deshalb aber nicht als Kenner bezeichnen. Nimm einfach raus, was du schön findest und den Rest kannst du unter den Teppich kehren :D
  • zweite Zeile: ich war nicht sicher, ob es heißen soll, dass die Visionen vom Leben zusammen gebracht werden oder ob die Visionen zusammen gebracht werden, um gemeinsam zu leben. Wenn ersteres der Fall ist: "[…] bring their visions of life together"
    Falls zweiteres der Fall ist: "[…] bring their visions to live together"
  • zweiter Absatz: noch besser fände ich "his coat" statt "a coat".
    Anstelle von "he is told to be" würde ich schreiben "he is said to be"
  • dritter Absatz: Vorschlag, um das "Wir" stärker rein zu bringen: "Those of us who had […]" Ich finde, dann hängt die Frage danach weniger in der Luft.
    Vorschlag für die Frage: Could he really be the one destined to be our leader?
  • Vierter Absatz: da es so poetisch geschrieben ist, würde ich "could not" statt "could'nt" schreiben.
  • Fünfter Absatz: kleiner Tippfehler --> "being" statt "beeing" (außer es hat etwas mit Bienen zu tun - kleiner Scherz :D)
    Vorschlag: anstelle von "[…] feel our soul is gently being touched" --> "[…] feel our soul gently being touched."
    Das "the lions say" im letzten Satz würde ich vermutlich streichen. Es schafft ein bisschen Distanz und steht für mich dadurch im Konflikt mit dem "Wir".

Ich hoffe das hilft dir.
Es hat mich sehr gefreut, diesen Ausschnitt zum Lesen zu bekommen.



Ich kann heute mal einen Rekord verzeichnen, bzw. gestern: NaNo-Lifetime-Minusrekord :lol:
Bin gestern auf sagenhafte 264 Wörter gekommen. Musste von der Arbeit mehr oder weniger direkt zum Konzert und danach war ich so Banane, dass nichts mehr ging. Naja - wofür hat man denn einen Puffer? :lol:
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Re: NaNoWriMo 2018

#18

Beitrag von Baxeda » Do 22. Nov 2018, 09:44

Hallo Jaro,

wie schon im Chat auch noch mal an dieser Stelle ein dickes Danke! Das hilft mir sehr weiter und wird so übernommen. :)

Natürlich habe ich weiterhin fleißig "den Goldenen Baum" gelesen, war nur die letzten Tage etwas stiller aufgrund eines Notfalls mit meinem verbliebenen Hund.
Krinkgard lag im Grünen, Grauenstein hingegen machte seinem Namen alle Ehre.
Meine absolute Lieblingsstelle. *g*

Den Priester Ren mag ich, er ist sympathisch mit seiner überlegten Art. Es tat mir leid, wie allein er in dem zu groß wirkenden Haus lebt, auch wenn es ihn selbst nicht zu stören scheint (zumindest behauptet er das).
Bestimme nicht, behüte. [...] Wo war die Grenze zwischen behüten und bestimmen?
Die Stelle fand ich interessant. Ich bin gespannt, wie er diesen Gewissenskonflikt für sich entscheidet.

Den kleinen Dialog hier mochte ich besonders:
„Kannst... kannst du dich erinnern?“, fragte Linu irgendwann vorsichtig, ihren Vater dabei bange musternd. Doch Aalon nickte ihr knapp zu und auch Halldor hob den Kopf.
„Nein.“
„Der Anhänger...“
„Nein!“
Linu fuhr zusammen und verstummte.
Ich bin sehr gespannt, wie sich die Ausbildung weiter entwickelt. :-D Wenn du dafür Input brauchst und es etwas auswalzen willst - in Harry Potter wurde das richtig gut gemacht. Unterschiedliche Lehrer, verschiedene Fächer. Ich muss mir da auch noch eine Scheibe abschneiden für den guten Pascal.

Freu mich drauf, wie es weitergeht, schade, dass der NaNo fast vorbei ist. :/
Heute oder morgen werde ich die 50K knacken, das ging dieses Jahr verblüffend einfach durch das rpg.
Ich glaub, nächstes Jahr zähle ich das nicht mehr mit hinein, um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen. :teufel:

MfG
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Re: NaNoWriMo 2018

#19

Beitrag von Jaro Ballivòr » Do 22. Nov 2018, 11:58

Hallo Bax,

das neuste Pascal-Kapitel hat mir sehr gut gefallen. Es ist sehr zügig erzählt, doch das ist nicht unangenehm. Im Gegenteil: es ist sehr spannend und nach vorne gerichtet verfasst und liest sich flüssig. Ich habe sehr schnell gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, was passiert :)

Timothée mag ich sehr gern. Diese reservierte, freundliche Art und dahinter verbirgt sich u.U. ein eiskalter Killer. Seinen "Ausbruch", Pascal möge es endlich einmal krachen lassen, fand ich lustig, habe mich aber zeitgleich gefragt, wie er wirklich dazu steht. In meiner bisherigen Vorstellung der Lotos ist Maßlosigkeit etwas, das in ihrem Vokabular nicht vorkommt. Wohl aber kontrollierte Ausflüchte o.ä. Deshalb bin ich sehr gespannt, was Pascal aus der "Chance" oder eher Strafe ( ;) ) macht und wie Timo dann reagiert.
Vielleicht ändert sich aber auch einfach mein Bild / meine Vorstellung. So oder so: ich will gerne mehr erfahren :D


Bei mir läuft es sagen wir holprig. Zum Glück habe ich meinen Puffer vom Anfang :D Momentan schaffe ich nur die umgerechnet nötige Tagesration von 1.100 bis 1.200 Wörtern. Das liegt zum einen daran, dass ich wirklich nicht viel Zeit habe, zum anderen dass ich mich in einem recht lose beplantem Abschnitt der Story befinde. Das stabile Gerüst, an dem ich mich zu Beginn entlang hangeln konnte, fehlt mir hier und ich muss oft während dem Schreiben Entscheidungen treffen.
Trotzdem bin ich guter Dinge, dass ich die 50.000 am Ende packe.

Danke für dein Feedback :) Tatsächlich habe ich bzgl. der Ausbildung auch schon an Harry Potter gedacht. Denn da ist es ja wirklich perfekt. Noch immer (mit 30) wünsche ich mir, dass der Hogwarts-Brief bei mir ankommt :lol:
Ich bin noch etwas unentschlossen, wie detailliert ich das ausführe. Zuletzt wollte ich eher schnell drüber, um nicht zu viel "Zeit" zu verlieren, aber durch deine Anmerkungen bin ich wieder motiviert, doch ein bisschen mehr Leben rein zu geben. Vielleicht mache ich das dann aber auch erst nach dem NaNo in Ruhe.

Hehe - du kannst dir ja ein neues Ziel setzen, um die letzten Tage noch spannend zu gestalten. Da siehst du mal, wie viel du / ihr täglich produziert. :klasse:

Bis die Tage!
~ Die größte Offenbarung ist die Stille ~

Laotse

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Baxeda

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Re: NaNoWriMo 2018

#20

Beitrag von Baxeda » Fr 23. Nov 2018, 09:57

50K! :klasse:

Ich habe festgestellt, dass Dave und ich quasi "nebenbei" jeden Monat den NaNo knacken, allein durchs rpg. Zusätzlich schreib ich auch noch anderen Kram und komme inzwischen locker auf 3000-4000 Wörter pro Tag. Wenn ich mir so meine Texte von vor zwei Jahren anschaue und sie mit den heutigen Vergleiche, sehe ich allerdings, dass die viele Übung auch etwas bringt. Der Schreibprozess läuft flüssiger, ich muss weniger überlegen, um ein stimmiges Ganzes zu fabrizieren. Ein großes Problem waren für mich lange Zeit die Hilfsverben und Personalpronomen, die wie mit dem Salzstreuer ausgeschüttet den ganzen Text dominierten. Der Erstentwurf ist nun deutlich wertiger als früher. Das scheint auch bei dir der Fall zu sein, ich sagte ja schon, dass man kaum glauben mag, dass deine Geschichte ein Erstentwurf ist! :) Geschichten auf Romanlänge sind allerdings für mich nach wie vor eine große Herausforderung und sie verlaufen bei mir teilweise noch sehr linear. Im Skorpion versuche ich, das aufzubrechen, indem ich zwei Haupthandlungsstränge - den von Robby und den von Pascal - parallel laufen lasse (auch wenn hier momentan nur Pascal zu lesen ist, weil der gerade so schön flutscht) - und sie dann zu verweben. Mal schauen, wie das wird. :)

Falls du eine Idee brauchst, wie es bei deiner Story weitergehen soll, setze dir feste Zwischenziele, die stattfinden MÜSSEN, und dann schreibe genau die und lass den Rest erstmal weg.

Beispiel:

Ankunft von Triborin und seiner Begleiterin am Zielort.
Rak erlernt den Umgang mit dem Gestein und das vom Lehrer angesprochene Risiko tritt ein.
Halldor zeigt Linu heimlich, wie man zum Festland kommt.
...

Lass alle Umschweife weg und schreibe erstmal nur die Meilensteine, von denen du genau weißt, dass sie früher oder später eintreffen werden. Das fehlende Zwischenstück kannst du später immer noch nachschieben. :)

Ich habe momentan ein ähnliches Problem wie du, obwohl die Geschichte bis zum Ende durchgeplottet WAR. Ich kenne die Handlung bis zu 90% der Geschichte und wenn Pascal geschrieben ist, steht da auch im Wesentlichen alles. ABER. *g* Ich hatte die Geschichte angefangen zu schreiben, als Robby neu war, da ich Lust darauf hatte, sein Leben von der Kindheit bis zur Gegenwart aufzuschreiben. Dabei entstand auch Patrice, der vormals nur ein oberflächliches Liebesobjekt werden sollte, was irgendwie nebenbei vorkommt, aber dann fiel dem Kerl ein, dass er eigentlich nur so oberflächlich tut - und in Wahrheit ein Stählerner Lotos auf geheimer Mission ist, der Pascal heißt. BAMM. *g* Plotbunny!

Pascal ist der Fall eines Charakters, der sich fast völlig ohne mein aktives Zutun quasi von selbst erfunden hat und sich alleine schreibt. Dadurch ist die Geschichte besser und tiefer geworden, aber auch länger. Sie brauchte mehr Zeit als geplant. Das Rollenspiel hat die Geschichte inzwischen inhaltlich überholt - und sich natürlich in eine völlig andere Richtung entwickelt, als die Geschichte es vorsah. Manche Charaktere beherrscht man nicht, sie beherrschen dich. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass Robby sich im Rollenspiel zu einem Selbstläufer entwickeln würde. Er war am Anfang eigentlich nur dazu gedacht, der Leibgarde ein konkretes Gesicht zu geben - nur ein adoptierter NPC, da es mir leid tat, dass er von seinem Schöpfer in den Müll geworfen werden sollte. :/ Mit dieser Bedeutungsarmut als irgendein Gardist war Robby genau so wenig einverstanden wie Patrice (und wie Daves Kazrar), sie dominierten ein halbes Jahr lang das Rollenspiel - und nun muss ich mir ein neues Ende für meine Geschichte ausdenken. :lol: Eines, was heftig und würdig ist, aber nicht die aktuelle Handlung verändert, sondern sie vertieft. Ein paar Kapitel hab ich noch Gnadenfrist, danach habe ich ein Problem. *g* Vielleicht ein Showdowngemetzel, aber ich muss mir noch überlegen, gegen wen. Und den muss ich dann langsam einführen - wenn er nicht schon da ist. Ich denke, der Stählerne Lotos als Orden ist ein guter Schauplatz dafür.

Falls du einen guten Rat, Wunsch oder Idee hast, dann nur raus damit. :) Ich kann ein wenig Input gut gebrauchen.
"Die Menschen bauen zu viele Brücken und zu wenige Mauern."
Avatar mit freundlicher Genehmigung von: http://direwrath.deviantart.com/

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