Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Bevis und der Sturmvogel

Die souvagnische Brigg Choucas fĂ€hrt unter dem Kommando von KapitĂ€n Silvano de Mancini Patroullen auf der Azursee. Getrieben von den persönlichen RachegelĂŒsten seines KapitĂ€ns fĂ€hrt das Schiff mitunter auch inoffizielle Kurse.
Die Brigg Choucas fĂ€hrt unter dem Kommando von KapitĂ€n Silvano de Mancini Patroullen auf der Azursee. Getrieben von den persönlichen RachegelĂŒsten seines KapitĂ€ns fĂ€hrt das Schiff mitunter auch inoffizielle Kurse.
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Davet la Caille
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Bevis und der Sturmvogel

#1

Beitrag von Davet la Caille » So 4. Nov 2018, 02:00

Bevis und der Sturmvogel


Davet schlug die Augen auf und zuckte erschrocken zusammen. Neben seinem Bett, auf einem Stuhl saß Bevis mit baumelnden Beinen und beobachtete ihn gespannt. Davet strich sich die Haare aus dem Gesicht.

"Bevis?", fragte er mĂŒde.
"Sie verfolgen mich wieder", sagte der kleine Junge.

"Wer verfolgt Dich Bev?", hakte Davet nach und setzte sich auf.
"Die AlptrĂ€ume", gestand Bevis und starrte Davet hilfesuchend mit seinen großen, grĂŒnen Augen an.

"Verstehe, geh zum Smut und lass Dir einen großen Becher Schokolade geben. Weißt Du was, bring mir auch gleich einen mit. Sag ihm in der Schokolade muss der Löffel drin stehen, sonst ist es keine", schmunzelte Davet und suchte sein Haarband.

Bevis half seinem KapitĂ€n suchen und reichte ihm triumphierend das Haarband, ehe er sich auf den Weg zur KombĂŒse machte. Einige Minuten spĂ€ter kam er mit zwei dampfenden Bechern Schokolade wieder, die er geschickt balancierte. Einen Becher reichte er seinem KapitĂ€n, mit dem anderen setzte er sich wieder auf seinen Stuhl. Davet stieß mit Bevis an und setzte sich gemĂŒtlich ins Bett.

"Prost Bev, erzÀhl wenn Du magst", bot Davet freundlich an.
"Wir sind im Wasser wo ich getrieben bin nee?", fragte Bevis und nahm einen großen Schluck Schokolade, so dass auf seiner Oberlippe ein Schokoschnurrbart zurĂŒckblieb.

"Ja da sind wir Bev. Mich haben sie damals aus dem gleichen Wasser gezogen, die Azursee", erklÀrte Davet.
"Und Dein Freund ist hier reingefallen. Das ist kein gutes Wasser", schniefte Bevis und trank noch einen Schluck von der Schokolade.

"Ach Bev, dafĂŒr konnte in keinem Fall die Azursee etwas. Schuld waren in unserem Fall die Echsen, sie haben meinen Freund und mich verletzt. In Deinem Fall kann ich Dir das leider nicht sagen, wer die Schuld trĂ€gt. Aber die See, war es ganz sicher nicht. Hier auf der Aquila bist Du sicher, dass weißt Du doch. Trink Deine Schokolade, danach sei so lieb und kĂ€mm mir die Haare mit dem grobzinkigen Kamm. Danach kannst Du Dich schlafen legen fĂŒr ein paar StĂŒndchen. Glaub mir, dann geht es Dir bald wieder besser", antwortete Davet und trank selbst einen Schluck von seiner Schokolade.

"KÀptn, denkst Du oft an Dein Freund?", fragte Bevis und holte den grobzinkigen Kamm um Davet vorsichtig damit zu kÀmmen.
"Aber ja, wie Du an Deine Mama, die vergisst Du doch auch nicht oder?", sagte la Caille und hielt still.

"Nein. Sie war keine Seefrau, meinst Du sie ist trotzdem ein Vogel?", fragte Bevis hoffnungsvoll.
"Ganz sicher sogar, vermutlich sogar eine weiße Möwe, oder ein Sturmvogel", gab Davet zurĂŒck.

"Ein Sturmvogel, dann rettet sie andere und zeigt denen den Weg zum Land", grinste Bevis beim KĂ€mmen.
"Das machen gute MĂŒtter und Sturmvögel", schmunzelte Davet.

"Woher weißt Du wie meine Mama war KĂ€ptn?", fragte Bevis neugierig.
"Ich kenne Dich, gute MĂŒtter haben gute Söhne Bev", antwortete Davet, was den Schiffsjunge vergnĂŒgt lachen ließ.

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