Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt. Die ├╝berlebenden V├Âlker beginnen zu ahnen, dass der Schl├╝ssel zur Herrschaft ├╝ber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. W├Ąhrend die Almanen auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimb├╝nde der Schatten sehen in der Magie die m├Ąchtigste Waffe und f├╝r die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Blutrote See - Kapitel 13 - Kl├Ąrungsbedarf

Der Vernichtungsfeldzug der Choucas gegen die Farisin.
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Ciel Felicien de Souvagne
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Die flei├čige Feder in Bronze Rote Laterne

Blutrote See - Kapitel 13 - Kl├Ąrungsbedarf

#1

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » So 18. Nov 2018, 13:16

Sorgen um Francois

Francois Grimard
Francois lag im Bett und las etwas, w├Ąhrend Ferrau die restliche Wohnung auf Vordermann brachte und aufr├Ąumte. Als Ciel die Gem├Ącher betrat, eilte er auf ihn zu und umarmte ihn fest. ┬╗Fran blieb im Bett, weil sie noch was m├╝de ist. Ich habe ihr ein sch├Ânes Buch hingelegt und ihr Tee gekocht. Jetzt geht es ihr besser, sie f├╝hlt sich nicht mehr so schlapp┬ź, erkl├Ąrte Ferrau, w├Ąhrend Fran gut gelaunt den Kopf sch├╝ttelte. ┬╗Er hat gesagt, man muss mindestens zwei Liter Tee am Tag trinken. Sag unserem Ferrau mal, dass man das nicht zum Fr├╝hst├╝ck erledigt haben muss. Komm ein bisschen zu mir Ciel┬ź, bat Fran.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel knuddelte Ferrau zur Begr├╝├čung. Diesen Mann musste man einfach knuddeln. Er fragte sich, warum er fr├╝her noch nicht auf den Gedanken gekommen war, als Ferrau noch unter Dreaux gedient hatte. Vermutlich, weil man ihn da kaum zu Gesicht bekommen hatte, da er sich meist vor seinem launischen Herrn versteckte. Ciel zwickte ihn mit den Z├Ąhnen in das Kinn mit dem Dreitagebart. ┬╗Immer wieder eine Freude, dich zu sehen. Sch├Ân, dass du dich so lieb um Tini k├╝mmerst. Trotzdem muss ich dich f├╝r eine Weile in deine Kammer bitten. Tini und ich m├╝ssen etwas besprechen.┬ź

Ferrau Du Trieux
Ferrau dr├╝ckte Ciel fest und liebevoll und grinste Fran an, ehe er seinen Schatz loslie├č. ┬╗Ich bin in einer Stunde wieder da, macht Euch keine Gedanken. Ich bring Euch nachher was Leckeres mit┬ź, versprach Ferrau, gab Ciel frei und kniff ihm kurz liebevoll in den Po, ehe er verschwand.

Francois Grimard
Fran legte das Buch beiseite und klopfte neben sich aufs Bett. ┬╗Na los, komm her Ciel. Was m├Âchtest Du besprechen? Komm in meine Arme┬ź, fl├Âtete Fran gut gelaunt.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel kroch zu Francois ins Bett. Auch sie bekam eine liebevolle Begr├╝├čung. Ciel k├╝sste sie und strich ihr durchs Haar. Er legte sich jedoch nicht zu ihr, sondern setzte sich im Schneidersitz zu ihr aufs Bett. ┬╗Ich habe nachgedacht┬ź, sprach er wie so oft. ┬╗├ťber dich. Und ├╝ber Benito und diesen anderen Horror-Heiler mit den schlechten Z├Ąhnen. Ich muss dir eine pers├Ânliche Frage stellen. Ich hatte sie dir schon einmal gestellt, aber ich bin mir bei deiner Antwort r├╝ckblickend nicht so sicher, ob du mir die Wahrheit gesagt oder aus Scham vielleicht geschwiegen hast. Ist einer der beiden dir auf eine nicht medizinische Weise zu nahe getreten?┬ź

Francois Grimard
Fran st├╝tzte sich auf und setzte sich dann Ciel im Schneidersitz gegen├╝ber. Sie schaute ihm in die Augen, nahm sein Gesicht in beide H├Ąnde und k├╝sste ihn lange und liebevoll. ┬╗Ich bel├╝ge Dich nicht. Sie haben mich nicht mit ihren K├Ârpern gesch├Ąndet Ciel. Sie haben mich mit medizinischem Besteck gesch├Ąndet. Mich und Verrill, es muss kein K├Ârper sein um Dir Schmerzen zuzuf├╝gen. Wie kommst Du denn drauf, dass ich Dich bei so etwas intimen bel├╝gen w├╝rde? Zweifelst Du mein Wort an?┬ź, fragte Fran verunsichert.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich kam darauf ... weil Onkel Davet sich um dich sorgte. Ich vermag aber nicht zu sagen, wie er auf den Gedanken kam. Wir sprachen dar├╝ber, wie unterschiedlich die uns bekannten Heimkinder mit ihren Schicksalen umgehen. Der eine kann an keinem vollen Teller vorbeigehen, ohne davon zu essen, der n├Ąchste isst ├╝berhaupt nichts mehr, der dritte frisst Ungeziefer vor aller Augen und du ... an dir scheint alles spurlos vor├╝bergegangen zu sein. Das erscheint zumindest ungew├Âhnlich.┬ź

Francois Grimard
┬╗Wie kommst Du denn darauf? Du bist mir einer, ich habe Dir doch erz├Ąhlt, wie ich verliehen wurde. Nein ich bin vielleicht niemand der sich aus Kummer vollstopft und ich verstecke mich auch nicht vor der Welt indem ich Zuhause bleibe. Ich verstecke mich in mir selbst. Bei meinem Mantel schlage ich selbst den Kragen hoch und zieh den Hut ins Gesicht. Das was geschehen ist, kann ich nicht ├Ąndern. Und ich kann die Menschen nicht ├Ąndern. Ich kann nur selbst einfach ein wahrer Heiler sein, wo andere nur heucheln. Mehr kann ich der Welt nicht geben. Mir reicht das kleine Gl├╝ck, das Wissen dass ich helfen kann, will und werde, wo es mir m├Âglich ist. Und dass ich einen guten Ehemann gefunden habe und in so einem Luxus leben darf. Davon h├Ątte ich niemals getr├Ąumt. Meine Heilstube war f├╝r mich mein Luxus. Und die Maaten gesund und munter zu halten meine Aufgabe die mich gl├╝cklich machte. Ich war frei, ich hatte ein Zuhause, ich war gl├╝cklich. So sollte es bleiben und drum habe ich mich versteckt. Kann man das nicht verstehen?┬ź, fragte Fran sanft.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Nein┬ź, antwortete Ciel ehrlich. ┬╗Ich kenne noch jemanden, der sich in seiner Kleidung verbirgt und nach au├čen hin gefasst wirkt und mit seiner grausamen Vergangenheit seinen Frieden gemacht zu haben scheint. Nur wei├č ich bei ihm, dass ihm schlichtweg nichts anderes ├╝brig bleibt und er ein Meister darin ist, seinen Schmerz zu verdr├Ąngen. Dennoch ist er da, schwelend wie Glut unter scheinbar erkalteter Asche. Wie sieht das bei dir aus? Ist da wirklich nichts, was in dir brennt?┬ź

Francois Grimard
┬╗In mir brennt keine Wut Ciel. Ich bin nicht w├╝tend, ich bin ma├člos entt├Ąuscht und ich habe Angst. Entt├Ąuscht wie ein Mensch der Heiler ist und anderen helfen soll, so mit anderen umgehen kann. Entt├Ąuscht, dass ein zweiter mitspielte, als w├Ąre es normal. Entt├Ąuscht, dass niemand im Heim fragte woher meine Wunden sind, als ich selbst nicht wagte es anzusprechen. Entt├Ąuscht von jenen die das Heim beaufsichtigen. Und traurig, dass es so kam, dass sich niemand zust├Ąndig f├╝hlte, wo sich doch sonst jeder f├╝r jeden Unsinn zust├Ąndig f├╝hlt. Und ich habe Angst, dass es noch mehr da drau├čen von denen gibt die ihre Finger und Instrumente in andere bohren, rein zu ihrem perfiden Vergn├╝gen, aus Wissgier die nur noch perverse Gier ist. Aus Spa├č am Schmerz. Es ist die Pflicht eines Heilers Schmerz und Krankheit zu bek├Ąmpfen Ciel, nicht sie zu verbreiten. Sie verdrehen ihr Wissen, weil sie selbst Verdrehte sind. Warum werden sie nicht gejagt und aufgekn├╝pft? Sie t├Âten Ciel und niemand kann es ihnen nachweisen. Du hast keine Ahnung wie effektiv ein Heiler t├Âten kann. Aber das ist nicht seine Aufgabe, es sei denn zur Erl├Âsung. Aber auch dieses Urteil steht uns nicht zu. Denn es ist nicht unser Leben ├╝ber das wir dort richten w├╝rden. Was mich auch umtreibt ist manchmal die irrationale Angst aufzuwachen. Manchmal denke ich, ich wache auf, war weder jemals auf der Choucas, noch gibt es Dich und ich blicke wieder in dieses alte, faltige Gesicht und er schreibt auf was ich in meinen von Drogen verursachten Tr├Ąumen erlebt habe und ob sich das mit normalen Menschen deckt. Oder das er zur├╝ckkommt und mich nachts holt, w├Ąhrend Du schl├Ąfst und mich fortbringt... und es beginnt von vorne. Das ist das was in mir ist. Entt├Ąuschung, Traurigkeit, Angst, aber Wut? Nein. Ich bin nicht w├╝tend┬ź, fl├╝sterte sie.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Wie kann ich dir die Angst nehmen?┬ź, fragte Ciel besorgt, r├╝ckte nah an sie heran, nahm sie in seine Arme und zog sie an sich. ┬╗Ein Leibw├Ąchter? Einen Bellamy, der nur f├╝r dich allein da ist, auf dich achtgibt und sonst keine Pflichten hat, um sich ganz auf dich konzentrieren zu k├Ânnen? Von wem tr├Ąumst du, von Benito oder seinem Kollegen? Vater hat noch nicht erfahren, was in dem Heim geschah ... aber er wird es erfahren. Damit dem ein Ende gemacht wird, was woanders noch stattfindet. Komm, meine S├╝├če.┬ź

Francois Grimard
┬╗Einen Leibw├Ąchter?┬ź, echote Fran und dachte dar├╝ber nach. ┬╗W├Ąre er auch bei uns, wenn wir schlafen? Ich sehe weder keinen der beiden, ich sehe ihre H├Ąnde und Besteck, aber ich wei├č das sie es sind. Ich h├Âre sie fl├╝stern und lachen, w├Ąhrend ich nackt bin. Warum ich immer nackt bin wei├č ich nicht, ich versuche mich zu bedecken, aber es ist nichts da. Muss der Leibw├Ąchter wissen was geschah? Doch dass muss er, damit er versteht was ich denke und was ich f├╝rchte. Lache bitte nicht, aber in Connis N├Ąhe f├╝hlte ich mich immer sicher, wenn ich die Choucas verlassen musste. Und dann betrog er uns. Hat er uns betrogen Ciel? Antworte mir ehrlich. Ja Dein Vater soll es wissen, aber auch der Chevalier de Mancini muss es wissen. Jeder der mit dem Heim zu tun hat, muss er fahren was sie dort taten. Oder einfach zulie├čen, sie taten selbst nichts. Sie taten gar nichts, ├╝berhaupt nichts. Was f├╝r einen Leibw├Ąchter w├╝rde ich bekommen?┬ź, fragte Fran hoffnungsvoll.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Du kannst ihn dir aussuchen. Du k├Ânntest sogar eine Frau w├Ąhlen, wie meine Mutter. Ich bin mit meinem Bellamy sehr zufrieden und k├Ânnte heulen bei dem Gedanken, dass er Urlaub hat. Aber ich habe mich um eine Vertretung gek├╝mmert. In der Hoffnung, dass diese den Posten antreten wird. Ich werde versuchen, die Bei├čer zu rekrutieren┬ź, antwortete er gl├╝cklich. ┬╗Einen besseren Personenschutz kann man sich nicht w├╝nschen. Auch Unit├Ę B wird fortan allein mir unterstehen. Sie sch├╝tzen damit auch dich. Vielleicht ist auch einer von ihnen f├╝r dich die richtige Wahl? Conni hat uns verraten, ja. Ich habe mit meinem Vater dar├╝ber gesprochen. Zu keiner Zeit und unter keinen Umst├Ąnden war ihm erlaubt, mich zu narkotisieren!┬ź

Francois Grimard
┬╗Eine Frau, witzig Ciel, wirklich witzig. Die wird gleich mitentf├╝hrt. Wenn ich schlafe bin ich dann beunruhigt, dass man der Frau was zu Leide tut. Toll, ich wollte schlafen und weniger Sorgen haben und nicht noch Angst um meine Leibw├Ąchterin, Ferrau, Dich, Baby und mich. Die Liste sollte k├╝rzer werden, wenn der Leibw├Ąchter da ist. Kann ich Domi haben?┬ź, fragte Fran.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Domi? Aber er ist kein Leibw├Ąchter - er ist Henker! Nat├╝rlich macht er Eindruck ... also ja, wenn du es w├╝nschst, steht er zu deiner Verf├╝gung. Das hei├čt, ich muss mit Papa dar├╝ber reden, er h├Ąngt sehr an seiner D-L├Âsung. Du musst nur wissen, dass er in seinem Bereich sehr gut ist, nur ist er kein Krieger, sondern Scharfrichter.┬ź

Francois Grimard
┬╗Eben, jeder kennt und f├╝rchtet ihn. Er muss nur grimmig neben unserem Bett sitzen. Wer wagt es sich dann noch hier rumzuschleichen. Und hier schleichen Leute. Ich wei├č es. Ich... lache nicht ja, aber ich habe heute welche hinter den W├Ąnden geh├Ârt und sie gingen irgendwohin. Sie sind wohl weg...┬ź, sagte Fran stockte und schlug sich die Hand vor den Mund. Sie starrte zur Wand, dann Ciel an mit riesigen Augen. ┬╗Da... da war wirklich was! Ferrau hat es sicher auch geh├Ârt, ich bilde mir das nicht ein, auch wenn es so klingt ja? Also sie... Ich sollte den Mund halten┬ź, sagte Francois, r├Ąusperte sich und grinste Ciel entschuldigend an. ┬╗Nun ist Domi verheiratet? Dann geht es nicht, falls er alleine lebt, dann ja. Ich h├Ątte nie von Conni gedacht, dass er Dich bet├Ąubt, ich h├Ątte aber gerne gewusst wieso er das getan hat. Das sieht ihm nicht ├Ąhnlich, da er Dich sehr mochte. Er fand Dich drollig sagte er, Du h├Ąttest einen niedlichen Kohlkopf. Wieso hast Du Bellamy denn Urlaub gegeben? Das geht so nicht. Wir haben hier ├ängste und Sorgen und er macht Urlaub. Wer vertritt ihn denn? Sowas m├╝ssen wir regeln Ciel┬ź, bat Fran.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Gut, dann sprechen wir mit meinem Vater, aber ich glaube nicht, dass er etwas dagegen einzuwenden hat. Hoffe ich zumindest. Domi ist verheiratet, aber er spricht nicht sonderlich gl├╝cklich von seiner Ehe. Was mit Conni los ist, verstehe ich einfach nicht ... wir hatten uns gut verstanden und ich f├╝hlte mich wohl in seiner N├Ąhe. Wir unterhielten uns sehr gut und dann ...┬ź Ciel sch├╝ttelte bek├╝mmert den Kopf. ┬╗Dann baute er Bl├Âdsinn und nun sitzt er im Verlies. Er kann von Gl├╝ck reden, dass Unit├Ę B gerade im Au├čendienst unterwegs ist. Ja - hinter den W├Ąnden waren W├Ąchter. Ich habe sie abziehen lassen, da sie mir einmal zu viel Dinge an meinen Vater herangetragen haben, die diesen ├╝berhaupt nichts angehen.┬ź

Francois Grimard
┬╗W├Ąchter? Hinter den W├Ąnden und ich dachte ich drehe so langsam aber sicher Rad? Sag mal geht es Deinem Vater gut mich so zu erschrecken? Das ist nicht witzig. Ehrlich nicht, ich habe ja schon mitbekommen, dass er einen seltsamen Humor hat, aber das geht zu weit. Das sage ich ihm auch, gleich nachdem er mir Domi gestattet hat. Warum krabbeln die da rum? Sollten Dich mich erschrecken oder was? Gibt es das, Dein Vater macht der sowas ├Âfter? Conni hat Dich sehr gemocht, er mag Dich sicher immer noch. Wollen wir ihn mal besuchen? Aber das mit Deinem Vater verstehe ich nicht. Ich werde mich nachts mal bei ihm einschleichen und unters Bett legen. >>Maaaaaxxx... Max h├Ârst Du mich? Ich bins... Mama...<< mal sehen wie er auf seine eigenen Witze reagiert┬ź, murmelte Fran.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich habe schon versucht, mit Conni zu reden┬ź, murrte Ciel betr├╝bt. ┬╗Er sagte einiges, aber irgendwie doch gar nichts. Dann sprach ich mit Papa ├╝ber ihn und der war auch nicht besser. Ich w├╝nschte, Bellamy w├Ąre hier, der w├╝rde Conni schon zum Reden bringen.┬ź Ciel seufzte. ┬╗Gut, ich werde es ein weiteres Mal versuchen. Die Leute in den W├Ąnden dienen unserer Sicherheit und darum ├╝berwachen sie uns auch beim Beischlaf, auf der Toilette und bei allen anderen Dingen, die niemanden etwas angehen. Sie sind nun fort!┬ź

Francois Grimard
Fran musterte Ciel und musste losprusten. ┬╗Entschuldige bitte, ich dachte gerade etwas anderes. Ja aber es war auch unheimlich. Wenn man so etwas nicht wei├č. Warum wird einem das nicht gesagt? Jeder h├Ątte doch gedacht, entweder bilde ich mir das ein oder jemand ver├Ąppelt mich. Dein Vater wusste, dass Conni Dich bet├Ąubte? Was hat er denn nicht ├╝ber Conni sagen wollen?┬ź, fragte Fran verdutzt.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Conni ist wohl einer unserer Schatten. Da du zur Krone geh├Ârst, darfst du von ihnen wissen. Sie wachen im Verborgenen ├╝ber uns. Aber Connis Rolle wollte mein Vater mir nicht so recht offenbaren, er war nur w├╝tend, dass dieser mich bet├Ąubte! Warum Papa uns davon nicht in Kenntnis setzte? Damit wir uns nicht beklagen, nat├╝rlich┬ź, murrte Ciel. ┬╗Er hat manchmal eine Paranoia. Vermutlich ein Nachlass seiner scheu├člichen Mutter und ihrer Intrigen.┬ź

Francois Grimard
Fran dr├╝ckte Ciel fest an sich. ┬╗Und ich wollte ihn noch mit seiner Mutter ├Ąrgern. Tja er meinte es also gut und hat uns heimlich besch├╝tzt. Etwas zu heimlich, denn es wurde unheimlich. Deshalb kam Conni auch ohne Probleme in den Palast und ich damals nicht. Mich haben sie ausgefragt am Tor. Er spazierte hinein, wobei das passt auch nicht. Er war einfach locker und ich bin das nicht. Was ist hinter den W├Ąnden alles Ciel? Du Schatz, falls ich Domi nicht bekommen kann, wen soll ich dann nehmen? Sollen wir uns dar├╝ber nicht gleich auch Gedanken machen? Wen w├╝rdest Du mir empfehlen?┬ź, fragte Francois und streichelte Ciel liebevoll den R├╝cken.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Jemanden von Unit├Ę B. Das sind ausnahmslos gute M├Ąnner und wunderbar unfreundlich. Oder┬ź, Ciel ├╝berlegte, ┬╗wenn die Bei├čer zustimmen, in meinen Dienst zu treten, w├Ąre einer von ihnen als dein Leibw├Ąchter denkbar. Von angenehmem Gem├╝t und des K├Ąmpfens f├Ąhig w├Ąren beispielsweise Sacha und Patrice und beide sind keine Menschenfresser, sondern nur zuf├Ąllig mit den Bei├čern verbandelt. Warum Conni einfach reinspazieren konnte, wissen die G├Âtter allein - oder mein Vater, der mich anschweigt┬ź, ├Ąrgerte Ciel sich.

Francois Grimard
┬╗Patrice? Oh Ciel Patrice hat seine eigenen Probleme, glaube mir. Er ben├Âtigt mehr Rettung und Hilfe als wir alle zusammen. ├ärgere Dich bitte nicht, ich werde mit Conni reden und normalerweise l├╝gt und schweigt er mich nicht an. Sacha war einer von uns, ein Maat, ein Matrose. Guter Mann, jung, hart und taff, dass kann ich Dir sagen. Ihm nimmt keiner die Butter vom Brot. Er hat Vano einst das Leben gerettet, er hat einen Bullenhai im Wasser get├Âtet, also ihm w├╝rde ich unser Leben anvertrauen ohne zu z├Âgern Ciel┬ź, sagte Fran und dr├╝ckte Ciels Kopf an seine Schulter, und streichelte ihm den Nacken.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Es ist deine Wahl, wenn mein Vater nicht auf Domi besteht.┬ź Ciel zog Francois noch fester an sich. ┬╗Meine s├╝├če kleine Arbettini ... aber Sacha wird der bessere K├Ąmpfer sein.┬ź

Francois Grimard
┬╗Das ist er, ich wei├č dass er k├Ąmpfen kann. Und wir kennen uns bereits und sind einander vertraut. Was meinst Du, w├Ąrst Du mit Sacha einverstanden? Ich m├Âchte Dein Einverst├Ąndnis haben, bevor ich Deinen Vater frage. Wir m├╝ssen ihm dann mit den besten Waffen ausstatten. Die hat er an Bord auch, aber die geh├Âren zum Schiff. Er ben├Âtigt eigene. Und ich m├Âchte, dass er hier bei uns lebt, wenn er dem zustimmt. Warum sollte er nicht? Hier h├Ątte er ein Zimmer, auf dem Schiff Manschaftsquartier. Aber das st├Ârt nicht weiter, es m├╝ssen nur die Kameraden stimmen. Hier bei uns hat er mehr Platz, vielleicht lockt ihn das┬ź, schlug Fran vor.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Und seine Familie w├Ąre auch in der N├Ąhe, wenn die Bei├čer zustimmen┬ź, gab Ciel zu bedenken. ┬╗Ich finde, dass er eine angenehme Gesellschaft ist und ich denke, bei ihm w├Ąrst du in guten H├Ąnden. Auch Ferrau braucht sich vor ihm nicht zu gruseln, er ist manchmal eigen. Den Diener Jerome kann er zum Beispiel ├╝berhaupt nicht leiden, obwohl er ein freundlicher und umsichtiger Mensch ist.┬ź

Francois Grimard
┬╗Jerome, der Mann mit dem riesigen Mund? Ja Ferrau sagt er sieht aus, als wollte er einen bei├čen. Er freut sich,wenn er ihn etwas scheuchen darf. Aber hier ├╝bernachten soll er nicht. Da ist Ferrau recht eigen. Aber warum auch nicht? Er meint es lieb und m├Âchte, dass wir auch keine Angst haben. Ferrau ist eben ein sch├╝chterner Mensch und das m├╝ssen wir akzeptieren┬ź, sagte Fran liebevoll.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Akzeptieren? Tini, ich finde ihn entz├╝ckend in seiner Art. Ich unterst├╝tze ihn sogar in seinen Eigenheiten, wie dass ich ihm Jerome zum Herumkommandieren ├╝berlie├č, damit er an Selbstbewusstsein gewinnt. Trotzdem ist es manchmal drollig und bisweilen komisch.┬ź

Francois Grimard
┬╗Das konnte ich doch nicht wissen. Ja er ist drollig und manchmal kann man ├╝ber seine Sorge nur den Kopf sch├╝tteln. Er wollte mir ein Kleid stricken lassen, damit ich es weich Zuhause habe. Wie einen Schlafanzug in ganz lang hat er mir erkl├Ąrt. Ich wei├č nicht was ich davon halten soll, aber das er ├╝berhaupt ├╝ber so etwas nachdenkt, zeigt doch wie wichtig Du ihm bist. Weil er sich f├╝r mich mitsorgt und auch f├╝r unser Baby mitdenkt┬ź, antwortete Fran.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel zog ein verliebtes Gesicht und dr├╝ckte sich ins Kissen. ┬╗Oh, mein Ferrau ... du solltest auf ihn h├Âren und dir das Strickkleid fertigen lassen. Das h├Ârt sich kuschelig an. Und Ferrau und ich lassen uns ebenso einen Schlafanzug stricken. Dann sind wir alle drei kuschlig. Ferrau ist ein wundervoller Mensch. Er kann durchaus auch bocken, aber er meint es stets gut. Vielleicht heirate ich ihn doch irgendwann, wenn ich seine Niedlichkeit nicht mehr aushalte┬ź, schmachtete er. Ciel setzte sich wieder auf und half auch Fran, sich zu erheben. ┬╗Komm, ich helfe dir beim Anziehen und dann statten wir Conni einen Besuch ab. Ich hoffe, dass es mit den Bei├čern und mit Sacha klappt. Danach muss ich wieder zu meinem Onkel, denk bitte mit daran. Er wartet, darauf, zu erfahren, was du zu meinen neuen Ohrringen gesagt hast, die er mir gestochen hat.┬ź Ciel blinzelte Francois freundlich zu. Er war froh, dass seiner Tini Davets Bef├╝rchtungen erspart geblieben waren.

Francois Grimard
┬╗Wir drei ganz kuschlig? Ja wir alle drei sollten uns bestricken lassen, eindeutig. Ich werde Dich daran erinnern, zu Deinem Onkel zur├╝ckzukehren. ├ťbrigens sehr sch├Âne Ohrringe und erstklassig gestochen. Ganz sauberer Schnitt. Ich werde auf Deine Ohrl├Ąppchen achten. Wie Du magst, f├╝r mich geh├Ârt Ferrau schon l├Ąngst dazu, Euch gibt es nur im Doppelpack┬ź, sagte Fran gl├╝cklich und stand auf. Sie zog Ciel vorsichtig mit hoch und beide machten sich auf den Weg zu Conni. Der nach der Inhaftierung sicher nicht mehr ganz so st├Ârrisch war.
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Costantino Marchesi
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Re: Blutrote See - Kapitel 13 - Kl├Ąrungsbedarf

#2

Beitrag von Costantino Marchesi » Di 20. Nov 2018, 18:16

Besuch bei Conni im Verlies

Ciel Felicien de Souvagne
Die Abs├Ątze von Ciels Schnallenschuhen hallten durch den dunklen Gang, als er die Treppe hinabstieg. Vor ihm ging ein Gardist mit einer Fackel. Muffiger Verliesgeruch schlug ihnen entgegen. Einige Gefangene machten in ihrer Verzweiflung Ger├Ąusche, die an Tiere erinnerten, andere flehten und streckten die H├Ąnde durch das Gitter. Die meisten jedoch sagten ├╝berhaupt nichts mehr, denn mit ihnen wurde nicht gerade zimperlich umgegangen, wenn sie die Aufseher nervten. ┬╗Hier ist der Lump┬ź, murrte der Gardist. ┬╗Aber ich hab keine Ahnung, ob der jetzt schon verh├Ârt wurde. Das m├╝sste ich nachfragen.┬ź Er hielt Ciel die T├╝r auf, so dass der Prince eintreten konnte. Hinter ihm verschloss er die T├╝r und blieb in Sicht- und H├Ârweite stehen, so dass Ciel gefahrlos mit dem Delinquenten sprechen konnte. ┬╗Mon chou?┬ź, fragte Ciel.

Costantino Marchesi
Conni hockte in einer Ecke auf dem Boden, die Beine angezogen und den Kopf auf den Knien abgelegt. "Hier bin ich, wo sollte ich auch anders sein Mon Chou. Mich erwartet sicher der Block. Er war nicht einmal hier, kein einziges Mal. Falls er ├╝berhaupt wei├č, dass ich inhaftiert wurde. Aber das muss er wissen. Was soll ich davon halten? Oder er sitzt selbst noch, hat vielleicht schon den Kopf verloren. Irgendwann musste es so kommen", murmelte Conni.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Silvano hat ganz eigene Sorgen und es steht nicht in seiner Macht, dich vor dem Block zu bewahren. Leider str├Ąubst du dich ja noch immer dagegen, die Wahrheit zu sagen.┬ź Ciel schob mit dem Fu├č das Stroh zusammen, dass als Bett diente und setzte sich auf das sp├Ąrliche H├Ąuflein. ┬╗Was ist nur in dich gefahren, dass es so weit gekommen ist?┬ź, fragte er traurig.

Costantino Marchesi
"Mon Cher so etwas nennt man Freundschaft und es hatte zwei Gr├╝nde. Ich wollte Silvano helfen und ich wollte Dir helfen. Das kannst Du glauben oder ├╝berpr├╝fen lassen. Ich habe es nicht b├Âse gemeint. Aber das spielt keine Rolle, denn getan habe ich es trotzdem, nach dem Grund fragt niemand. Ich wollte nicht, dass Du in die Kampfhandlungen kommst. Auch f├╝r Vano und f├╝r Dich. Oder was meinst Du?", fragte Conni und schaute Ciel unverwandt an.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel sch├╝ttelte den Kopf. ┬╗M├Âchtest du immer noch nicht mit der ganzen Wahrheit rausr├╝cken? Muss es jedes Mal mit einer Zwangsauslesung durch einen Geistmagier enden? Komm her, mon chou.┬ź Er legte den Arm um Conni. Es sah aus wie eine freundschaftliche Geste, diente aber vor allem dazu, dass sie sehr leise miteinander sprechen konnten. ┬╗Inzwischen habe ich einiges mehr ├╝ber dich herausgefunden┬ź, sagte Ciel und streichelte Costantinos Schulter.

Costantino Marchesi
Conni lehnte sich an und genoss die Geste, auch wenn sie vermutlich anders gemeint war. Er sch├╝ttelte unmerklich den Kopf, als Zeichen dass er nicht ausgelesen werden musste. "Nein so muss es nicht enden, Du kannst mich fragen was Du fragen m├Âchtest. Ich werde antworten. Was hast Du herausgefunden? Und was m├Âchtest Du wissen? Ich dachte es interessiert Dich zu wissen, warum ich Dich ausgeschaltet habe. Nun nicht wirklich, ich schicke Dich nur schlafen Mon Cher, mehr nicht", sagte Conni etwas verzweifelt.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel lehnte seinen Kopf auf den von Costantino. ┬╗Du sagtest, um mich zu sch├╝tzen. Ich war bereits im Krieg, Conni. Ich habe mit 15 ein Heer als Feldherr gegen die Rakshaner gef├╝hrt. Der Grund erscheint mir daher fadenscheinig oder zumindest albern. Wenn noch mehr dahinter steckt, was sollte dies sein, hm? Mein Vater hat ein wenig ├╝ber dich erz├Ąhlt und best├Ątigt, dass du ein Schatten bist. Er sprach von einer Klinge der Dunkelheit. Ich konnte aber nicht herausfinden, ob dies nur eine Metapher ist oder ein Geheimorden oder was auch immer. Bitte erz├Ąhl mir, wer du wirklich bist oder zumindest ein paar Worte mehr.┬ź

Costantino Marchesi
Conni legte den Arm um Ciel und kraulte ihm die Flanke. "Die Klingen der Dunkelheit sind Waffen Mon Cher. Menschliche Waffen, die bereit sind zu t├Âten und dabei zu sterben, sollte es der Auftrag erfordern. Meist werden sie auf sehr gef├Ąhrliche Ziele angesetzt. Ziele die sehr schlau sind. Ziele die merken, wenn sich etwas ver├Ąndert. Dann wenn ein Schatten nicht mehr reicht, wenn Deine letzte Handlung ist jemanden zu t├Âten indem Du ihn mit in den Tod rei├čt, dass ist eine Klinge der Dunkelheit. Und einer von ihnen bin ich", antwortete Conni ehrlich.

Ciel Felicien de Souvagne
"Und dein Ziel war Silvano - aber du hast es nicht ├╝ber dich gebracht, ihn aufzuhalten?", fragte Ciel und schloss die Augen. Er f├╝hlte sich schon wieder viel zu wohl in Costantinos N├Ąhe. "Und ihr seid ein Orden oder ist das nur eine Berufsbezeichnung?"

Costantino Marchesi
"Mein Ziel war Silvano, falls er sich gegen die Krone richtet, also gegen einen von Euch und ich dachte er h├Ątte vor Dich auf Farisin zu t├Âten. Und ja ich brachte es nicht ├╝ber mich, ihn zu t├Âten. Die Klingen sind kein Orden, es sind ausgew├Ąhlte Schatten, die den letzten Schritt gehen. Ein Teil des Ordens der Schatten, eine Unterabteilung Mon Chou. Aber er wollte Dich nicht t├Âten, er wollte die Farisin t├Âten. Im Grunde, dass ist ja das Dumme, will er niemanden t├Âten, sondern einfach nur seine Lieben behalten! Das versteht nur keiner. Aber seit er im Dienst ist, ist er unter Beobachtung, da ein Himmelsauge ihn f├╝r gef├Ąhrlich hielt. F├╝r einen m├Âglichen Verr├Ąter. Ihn direkt zu beschneiden und von allem abzuschneiden w├Ąre zu auff├Ąllig. Ihm jede M├Âglichkeit zu nehmen, von vornherein w├╝rde seinen Unmut und sogar seinen Hass sch├╝ren. Also lie├č man ihm dass, was er am meisten liebte, das Meer und die Schiffe. In der Hoffnung, dass er Ruhe gibt. Das tat Vano auch bis zu dem Tag als Davet starb. Da meinte Parcival das w├Ąre das wahre Gesicht von Vano. Ich h├Ątte ihn sehen wollen, wenn man ihm die einzige Person nimmt. Das stimmt nicht Mon Cher, aber frag Vano dann war Davet die einzige Person auf der Welt die ihn haben wollte und liebte. Jemand bei dem er nie Angst haben musste, das er sich umdreht und sich wandelt. Der ihm ins Gesicht sagt, das war falsch, geh ich will Dich nicht mehr sehen. Er war alles f├╝r ihn, er war sein Zuhause. Das erkl├Ąrte ich Dir. Das es nicht stimmt ist wahr. Aber Silvano kann das nicht sehen. Oder konnte es nicht sehen, er scheint es langsam zu begreifen, dank Boldi. Aber damals begriff er nur eines - alles was er hatte, alles was sein Leben ausmachte t├Âteten die Farisin. Also wird er jeden einzelnen von ihnen so abschlachten, das sie in der Summe als Volk seinen Schmerz nachempfinden. Und dann folgt er Davet. Er wollte nie der Krone schaden, er diente Euch immer gern. Und er war stolz auf sein Schiff, er liebt sie. Wie ich sagte Mon Cher, er ist nicht b├Âse, er ist tief verletzt und er wird sich damit ins Ungl├╝ck st├╝rzen und andere auch. Er kann nicht h├Âren. Fran sagte ihm schmink Dich nicht, wegen dem Auge. Er h├Ârt nicht. Denkst Du Mon Amour, da h├Ârt er wenn ich sage, das war eine Person, ein Mann, ein Farisin und er ist l├Ąngst tot? Das er tot ist, wei├čt Du. Dein Waffeng├╝rtel ist aus seiner Haut und er raubte Dir Dein Auge! Es ist doch schon vorbei, Du hast Deinen Mann ger├Ącht. Aber ein Leben war nicht genug, es sind noch andere Echsen da drau├čen, Echsen die andere M├Ąnner und Frauen holen und andere so zur├╝cklassen wie ihn. Seelenwaisen nennt er sie. Und das l├Ąsst er nicht zu. Er t├Âtet proforma, er besch├╝tzt die Leute die sonst Witwen und Waisen werden k├Ânnten. Verstehst Du es? Aber er t├Âtet nicht Dich, Deine Br├╝der, den Duc - niemals! Gleich was Parcival sagte, gleich ob er eine Klinge f├╝r ihn anforderte. Ich bin die Klinge, aber ich sah, dass Parcival log!", erkl├Ąrte Conni traurig.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Was war der Anlass, der dazu gef├╝hrt hatte, dass man ihn als gef├Ąhrlich deklarierte? Der Grund, warum du ihm auf dem Fu├če folgen solltest. Zudem muss es einen Grund gegeben haben, wieso du annahmst, dass er mich t├Âten will. Und auch dann bliebst du unt├Ątig. Du erscheinst mir sehr passiv oder du schweigst dich noch immer aus. Niemand braucht zaghafte Klingen. W├╝rde ich Bellamy auf Silvano hetzen, der Mann w├╝rde keinen Tag ├╝berleben. Und du willst einer der Besten sein?┬ź Ciel hob fragend die kahlen Brauen.

Costantino Marchesi
"Ich dachte es bis zu dem Moment, wo er sagte er hat einen speziellen Auftrag f├╝r mich. Da dachte ich, bitte tue das nicht. Aber dann befahl er mir, Dich zu bet├Ąuben, damit Du uns nicht in die Quere kommst. Und da begriff ich, dass er auch diesmal nicht versucht hat Dir zu schaden. Das war nur meine Angst. Er wollte Dir nie schaden, er wollte nur dass Du den Angriff verschl├Ąfst und ich war einverstanden damit. Ich dachte, dann ist es vorbei und er hat seinen Willen. Dann wird er heilen und der sein, der er sonst ist. Du solltest ihn zur Neujahrsfeier sehen Mon Chou oder wenn er einfach mit all seinen Leuten in der Taverne sitzt. Er ist ein guter Kerl nur sehr verloren. Was der Anlass war? Nichts! Die Aussage von Parcival war der Anlass. Er gab den Hinweis dazu, dass man ihn besser derma├čen ├╝berwacht, dass man zur Not gleich einschreiten kann. Das Wort dieses Mannes hatte Macht. Er war der oberste des Ordens der Himmelsaugen Mon Chou. Aber wer er wirklich war, das erfuhr ich sp├Ąter und ich wusste, dass alles von ihm nur eine L├╝ge war. Er f├╝rchtete doch nicht den kleinen Kapit├Ąn Silvano, den Waisenjungen, den w├╝tenden Witwer, das ist l├Ącherlich! Er f├╝rchtete das Erbe von Mercer. Das f├╝rchtete er, einen Mann den er ermordet hatte! Wenn er Dich wirklich h├Ątte t├Âten wollen, w├Ąre Silvano tot. Soviel Einsch├Ątzung musst Du mir zutrauen. Wenn Du Jahrzehnte mit einem Mann lebst, kennst Du ihn. Geht es Dir nicht so? Wenn jemand sagt, Dein Kammerdiener wollte dies oder das, dann wei├čt Du ob er das ├╝berhaupt k├Ânnte. Silvano kann das nicht. Er drohte es Dir sogar, er muss anders handeln. Tat er es? Nein! Er lie├č sich verhaften. Was sagt das? Parcival hat mehr als nur gelogen Mon Chou, er hat gehofft, das Silvano ein Fehler begeht und ich sofort handele. Dann w├Ąre er ihn los. Wir sind keine M├Ârder, die man schickt f├╝r jemand der unbequem ist. Wir sind der verl├Ąngerte Arm vom Gesetz, nur dunkel und im Schatten liegend. Ich renne nicht rum mit einer Liste wo 40 Leute drauf stehen und steche einen nach dem anderen ab Mon Cher".

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Dann beantworte mir doch bitte die Frage, warum du nicht versucht hast, Silvano davon zu ├╝berzeugen, dass er anders handeln muss? Wie man es dreht und wendet, du hast einen Prince vergiftet. Du kannst es sch├Ânreden und es bet├Ąuben nennen, aber was ist das anderes als eine Form der Vergiftung? Mon chou, du hast nicht sehr weise gehandelt┬ź, antwortete Ciel bedauernd. ┬╗Mein Vater ist erbost. Du behauptest, der verl├Ąngerte Arm des Gesetzes zu sein und ├╝bertrittst es selbst. Parcival glaubte ich auch zu kennen und h├Ątte ihm nie B├Âses zugetraut. Ich kannte ihn sehr viele Jahre und wir haben gemeinsam manche Schlacht geschlagen.┬ź

Costantino Marchesi
"Ich habe es versucht ohne Erfolg, ich h├Ątte h├Ąrter zu ihm sein m├╝ssen. Das gebe ich zu. Mitleid ist vielleicht eine schlechte Angewohnheit in unserem Beruf, aber eine die uns davor bewahrt zu schnell zum Messer zu greifen. Ich kann meinen letzten Zug nicht ungeschehen machen Mon Cher, aber ich kann ihn jederzeit setzen. Ich h├Ątte seinen Hintern zum Heiler schleifen m├╝ssen, gemeinsam mit Fran und Santo. Taten wir es? Waren wir hart und unnachgiebig? Nein. Wir haben vor uns einen gebrochenen Mann gesehen, bestehend aus Haut und Knochen, dessen einzige T├Ątigkeit war um seinen verstorbenen Mann zu trauern. Er tat nichts au├čer heulen und hassen, er a├č nicht, er verhungerte bis Fran genug hatte und da wenigstens so hart war ihn zu fixieren und zu ern├Ąhren. Was h├Ąttest Du getan? Fran der schw├Ąchste und freundlichste Kerl unter uns, war der h├Ąrteste Mann in seiner Entscheidung. Nicht wirklich hart, sondern konsequent. H├Ąttest Du Silvano so gesehen, dann h├Ąttest Du auch einen Auftragsm├Ârder anheuern k├Ânnen, einen Wurm zu zertreten. Und ja ich habe Dich vergiftet, aber nicht zum Tode, sondern zum Schlaf. Du h├Ąttest Dich schlimmstenfalls bepisst und beschissen, aber gestorben w├Ąrst Du nicht. Wie kannst Du das von mir denken, wo Fran mein Freund ist? Wo Du doch mein Freund bist..."

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel sch├╝ttelte den Kopf. "Ich denke nicht, dass du mich t├Âdlich vergiftet h├Ąttest. Auch ich habe Menschen bet├Ąubt die mir sehr viel bedeuten. Aber ich h├Ątte mir das nicht angesehen, bis Silvano Haut und Knochen ist und alle mit sich in den Abgrund rei├čt. Auf welche Weise auch immer, aber ich h├Ątte gehandelt. Und nun sitzt du hier im Todestrakt.┬ź Ciel zog ihn fest an sich heran. Eine Weile schwiegen sie. ┬╗Erz├Ąhl mir was von dir┬ź; bat Ciel schlie├člich. ┬╗Ich habe dich als Conni die Klinge der Dunkelheit erlebt und als Conni der Geck. Beides betrifft nur deinen Beruf. Wer warst du davor? Was brachte dich dazu, ausgerechnet eine solche Laufbahn einzuschlagen?┬ź

Costantino Marchesi
"Ja nun wird mein Kopf rollen, da ich einen zerst├Ârten Mann nicht v├Âllig zerst├Âren wollte f├╝r einen Verr├Ąter. Wer ich bin? Nun mein Name ist korrekt und ich wollte ganz ├Ąhnlich wie die meisten auf der Choucas gerne zur Marine. Meine Eltern leben ein gutes, aber bescheidenes Leben. Und mich interessierte die Marine. Man kann nat├╝rlich auch anders zur See fahren Mon Chou. Aber ich wollte mehr sein als nur auf dem gro├čen Wasser und Fische an Land ziehen. Und so ging ich zur Marine und lernte. Ich war nicht dumm, ich war flei├čig und ich hatte Freude an meinem Beruf und so trat eines Tages mein Vorgesetzter an mich heran und sagte ich sollte mich bei Hofe melden. Das tat ich und lernte das Oberhaupt der Schatten kennen. Sie boten mir an ein verdeckter Ermittler zu werden, f├╝r die Sicherheit Souvagnes Augen und Ohren offen zu halten. Jederzeit bereit zu sein, einen von Euch zu besch├╝tzen, solltet Ihr in meiner N├Ąhe sein. Ich war nur ein kleines Licht, ein Sp├Ąher Mon Cher. Aber ich machte meine Sache gut und so stieg ich weiter auf. Und wurde ├Ąlter und hatte keinen Anhang. Keine Frau, keine Kinder, keinen Mann, keinen Hund, nichts. Die besten Voraussetzungen f├╝r eine Klinge. Und als die Zeit reif war und sie sahen, wie ich mich in der Schlacht schlug und wie ich mit dem Messer umging, wurde ich nicht nur im offiziellen Dienst mehr, sondern auch in meinem inoffiziellen Dasein. Ich wurde eine Klinge. Man wies mir einen Meister zu und ich lernte, was man als Klinge zu lernen hat. Tr├Ąnke, Gifte, Waffen, alles heimlich, aber nicht alles t├Âdlich. Denn der Tod ist der letzte finale Schritt den wir jemanden schicken. Manchmal reicht es, wenn eine Person etwas verpasst, verschl├Ąft, vers├Ąumt und schon hast Du auch erreicht was Du wolltest. Conni privat ist eigentlich so uninteressant wie sein Name. Er mag seinen Geck, er mag sich schminken, denn eigentlich hat er sonst nichts anderes. Wie wohl viele Soldaten, Gardisten und B├╝ttel. Der Beruf ist Berufung, er ist unser Lebensinhalt. Nun vielleicht nicht ganz, mir bedeuten meine Freunde viel und ich bin gerne mit ihnen zusammen. Nennenswerte Hobbys habe ich nicht und alleinstehende Interessen die nicht mit einem meiner Berufe zu tun haben leider nicht. Ich bin ein Marineoffizier, ich bin ein Schatten und ich bin eine Klinge - das ist es was ich bin. Und meist gut gekleidet und geschminkt. Nur im Moment wohl nicht", warf Conni ein.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Nun, ich finde dich nicht uninteressant und ich mag deinen Namen. Wer ist dieses omin├Âse Schattenoberhaupt? Ich will ihn sprechen. Ich will wissen, was er als Koryph├Ąe seines Fachs zu deinem Verhalten sagt. Ich m├Âchte dich nicht auf dem Block sehen, Conni, aber weder ich noch mein Vater findet derlei lustig. Du bist unsere Klinge, nicht die von Silvano. Wie alt bist du ├╝berhaupt?┬ź

Costantino Marchesi
"Nun Mon Cher ich m├Âchte auch nicht auf dem Block landen. Ich bin 39 Jahre alt, meine Eltern sind Arridano Marchesi und Corette Marchesi, geborene Dube. Meine Eltern stammen aus Lanteigne, dort leben sie an der K├╝ste. Ich glaube die meisten von uns haben Salzwasser in den Adern anstatt Blut. Mein Vater war Seemann genau wie unsere Matrosen, aber seine Knochen machten nicht mehr mit. Er h├Ąlt sich eine kleine Herde Schafe auf den Salzwiesen und er bekommt immer ein Drittel meines Soldes. Sie kommen aus, aber ich wei├č wie schwer es ist von der Viehzucht zu leben. Und mein Vater ist ein stolzer Mann, er w├╝rde nicht zu seinem Lehnsherrn gehen und um neue Tiere bitten. Drum lege ich etwas f├╝r ihn zur Seite. Familie Mon Cher, die Mannschaft aus der wir aus den Tiefen emporsteigen um auf den Schiffen fahren zu k├Ânnen. Mein Traum war es immer zur See zu fahren, navigieren zu lernen, auf der anderen Seite war das sehr teuer. Aber mein Vater hat es mir mit seiner H├Ąnde Arbeit finanziert. Er hat daf├╝r geschuftet, er ist daf├╝r in die Wanten geklettert und er hat daf├╝r sich so manche Verletzung zugezogen. Und als es soweit war hatte ich Angst vor meiner eigenen Courage Mon Dieu. Mein Vater gab mir eines mit auf den Weg, ein Schiff ist im Hafen sicher, aber daf├╝r sind Schiffe nicht gemacht. Du musst Dich schon was wagen, Du bist jung, Du bist hart, Du bist taff. Denn eine Familie bleibt Dir immer, die Mannschaft und eine Liebe bliebt Dir immer, die See. Das sagte mir auch Vano stets. Das Oberhaupt der Schatten ist Yanis Cairatte Mon Chou", antwortete Costantino.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Du kannst so edelm├╝tig sein und so vorausschauend handeln und dann machst du wiederum solch einen Bl├Âdsinn. Du h├Ąttest es viel geschickter aufziehen und ich fragen k├Ânnen, ob du mich bet├Ąuben darfst, um mich anzuschauen - und im Gegenzug anbieten, dass ich das selbe bei dir tun darf. Dann h├Ątte ich all die Ereignisse verschlummert und mich auch noch dar├╝ber gefreut. Nur eines verstehe ich noch nicht - wenn du solch ein Profi bist, warum bin ich zu fr├╝h erwacht? Und wo finde ich Yanis?┬ź, fragte Ciel und spielte gedankenverloren mit Costantinos Fingern. ┬╗Wenn ich dich hier heraushole, was dann?┬ź

Costantino Marchesi
"Damit es ein Ende hat, darum bist Du zu fr├╝h aufgewacht. Damit Du ihn zur Ruhe bringst. Damit Du daf├╝r sorgst, dass er zum Heiler geht und wenn er dann gesund zur├╝ckkehrt. Dann handelt er logisch, ├╝berlegt und gut f├╝r uns alle, f├╝r seine Mannschaft und er wird den Feind vernichten. So zog er blind vor Hass in die Schlacht. Sogar davon ausgehend, dass er nicht zur├╝ckkommt, Hauptsache sie sterben alle. Er tat was eine Klinge tat, er wollte die Farisin mit sich in den Tod rei├čen. Hast Du mal versucht zu schauen, wenn Du zu lange geweint hast Mon Cher? Dein Blick ist voller Tr├Ąnen getr├╝bt. Er ist bereits blind. Deshalb bist Du zu fr├╝h aufgewacht, um den Job zu erledigen, den ich selbst nicht ├╝bers Herz brachte. Ich wei├č nicht was dann, dass entscheidet Dein Vater seine Majest├Ąt", gestand Conni.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Aber warum zum Henker redet niemand mit mir ├╝ber solche Dinge? Warum hast du mir nicht einfach gesagt, dass du mit deinem Demonai am Ende bist? Conni, bin ich solch ein Unmensch? Sonst lachen sie gern mal ├╝ber mich, nennen mich den kleinen Prince und bei solchen Dingen scheinen auf einmal alle von Furcht ergriffen als sei ich dieser abscheuliche Lich pers├Ânlich!┬ź Ciel war gekr├Ąnkt, best├╝rzt und traurig. ┬╗Wo ist dieser Yanis zu finden. Die ├ťberwachung von Silvano wird vermutlich ein Ende nehmen, genau wie die der anderen Agentens├Âhne. Mein Vater deutete so was an. Du bist dann arbeitslos. Darauf bezog sich meine Frage, was danach mit dir geschieht. Keine W├╝nsche, Hoffnungen, Tr├Ąume?┬ź

Costantino Marchesi
"Niemand lacht ├╝ber Dich, Dein Ruf ist tadellos. Du bist bekannt als zuverl├Ąssiger Streiter aber auch als g├╝tige Hand. Allerdings noch mehr als Moralapostel und deshalb f├╝rchtet man Dich. Dass Du wie der L├Ąuterer entscheidet, weil man gegen Ainuwar handelte, landet man auf dem Block. Ob Du das je getan hast, wei├č ich nicht. Aber das es stimmt dachte ich nach der Nummer mit dem Tempelschiff. Was sollte ich sagen? Entschuldigung Hoheit, k├Ânntet Ihr bitte mit meinem Kapit├Ąn sprechen der gerade eine Massenvernichtung vor hat, da ihm vor lauter 14 j├Ąhrigem Kummer sehr unwohl ist? Kurzum er ist zu Tode betr├╝bt und m├Âchte die Echsen ein├Ąschern? Nebenbei bemerkt, hat er Recht, sie sind extrem gef├Ąhrlich. Leider ist sein Vorhaben genauso gef├Ąhrlich, denn wir segeln da gerade im Blindflug rein und sitzen auf einem Pulverfass voller Waffen, Kampstoffen und und und, weil wir alles was dort lebt pulverisieren werden? K├Ânntet Ihr einmal kurz mit ihm sprechen? Was h├Ąttet Ihr gesagt? Ihr h├Ąttet mir ein Wort geglaubt, oder doch und dann... dann w├Ąre ich f├╝r Silvano der Verr├Ąter gewesen. Er h├Ątte mich am Mast aufkn├╝pfen lassen oder er h├Ątte mir die Kehle durchgeschnitten. Ich w├╝nschte einfach, wir k├Ânnten wieder in See stechen und alles w├Ąre gut. Vano w├Ąre unser Kapit├Ąn und er w├Ąre gl├╝cklich mit seinem Boldi und seinem Davet. Er bewacht unsere Grenzen, wir sind seine Mannschaft. Wir sind seine Familie. Sie sind meine Familie und Freunde. Oder wir fahren gemeinsam auf die Forschungsreise die Ihr vorhattet, Du, dieser Lin, Dein Schwiegervater. Und wir entdecken viele neue Dinge, schreiben es f├╝r die Nachwelt auf. Das vergessen viele Mon Cher! Der Seemann ist nicht nur auf See, er entdeckt neues, bereist fremde L├Ąnder und bringt Erfahrung, Erinnerung und Wissen mit heim. Vielleicht auch Andenken. All das, daf├╝r reist Du ja".

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich habe in meinem ganzen Leben ... noch nie jemanden auf den Block geschickt┬ź, antwortete Ciel so gefasst wie m├Âglich. ┬╗Die einzigen Kreaturen, die ich momentan gern genau dort sehen w├Âllte, sind eine Derya, die einen Freund von mir aus Perversion verst├╝mmelte und diesen widerw├Ąrtigen Lich. Sogar die Bei├čer erhalten ihre Chance! Oh, ich muss mit Kazrar sprechen┬ź, fiel ihm ein. Dann schaute er wieder ernst. ┬╗Zugegeben, ich lege hohen Wert auf Moral. Irgendwer muss es ja tun! Aber ich bin niemand, der aus Fanatismus Todesurteile verh├Ąngt. Ich bin froh um jedes, das sich vermeiden l├Ąsst. Und ich habe ein kleines Faible f├╝r soziale Experimente. Also ja, du h├Ąttest mich genau das bitten k├Ânnen und das n├Ąchste Mal wirst du genau das tun, sofern es f├╝r dich ein n├Ąchstes Mal gibt. Wo ist Yanis, jetzt zum dritten Mal?┬ź

Costantino Marchesi
"Das freut und besch├Ąmst mich zu gleich. Wei├čt Du, ich wollte nur dass Vano gesund wird. Dass er dann mit Eurer Erlaubnis diese Echsen vernichtet und nicht im Alleingang. Es muss keine Selbstmordaktion sein um diese Kreaturen zu vernichten zum Wohle aller. Stell Dir vor unsere Armada w├╝rde da aufschlagen. Ein Tag und die Insel w├Ąre Geschichte. Und das unter seinem Kommando. Das versuchte ich ihm zu erkl├Ąren. Aber er behauptet stur, er ist nicht krank. Irgendwann antwortete er gar nicht mehr darauf. Er ├Ąnderte seine Meinung zu seinem Vorgehen, seit er Boldi hat. Er hat ihn abgesichert, er hat alles getan dass Boldiszar danach ein gutes sicheres Leben hat. Boldiszar hat nicht begriffen, was Vano da tat! Er bereitete seinen Mann auf die Zeit nach ihrer Ehe vor mon Dieu! Sollte ich sagen Boldi schau hin, Dein Mann wird gehen und das was er Dir geben kann, gibt er mit warmen H├Ąnden, wie die Krone neuerdings ├╝bergeben wird? Das is sein Letztes ich liebe Dich? Daf├╝r w├Ąre ich gestorben Mon Cher, ich schw├Âre es! Das ist etwas wo ich mich nicht einmischen darf. Stelle niemals den Mann von Vano in Frage. Er ist sehr umg├Ąnglich, aber er dachte immer in harten Bahnen. Ein einziges Mal habe ich etwas in Frage gestellt was Davet gesagt haben soll. Er lie├č mich durch die Daggen gehen, 50 Schl├Ąge - f├╝r L├Ąsterung der Toten. 50 Schl├Ąge Mon Chou, ich verstand ihn nicht, aber ich tat es nie wieder. Ich sprach nie wieder in seiner N├Ąhe von seinem Mann. Da soll ich Boldi das sagen? Ich soll Boldi grundlos ansprechen? Nachher meint er noch ich versuche zu flirten und seinen Mann zu stehlen. Vermutlich h├Ątte er mich ausgeweidet. Er verteidigt seine M├Ąnner ohne R├╝cksicht. Du hast seine M├Ąnner nicht in Frage zu stellen, Du hast sie nicht zu kritisieren, Du hast sie nicht anzuflirten, Du hast sie nicht anzufassen, das ist sein Mann und das ist privat. Und wenn Du das nicht verstehst, erkl├Ąrt er es Dir. Und so ist er leider umgekehrt. Wenn Boldi etwas sagt, hinterfragt er es nicht. Was soll ich sagen? Ich liebe ihn trotzdem als Freund, als Maat, als Bruder. Hat er je etwas zu meiner Neigung gesagt? Hat er je etwas gesagt, wenn ich jemanden ├╝ber die Schulter mit auf die Choucas nahm? Nie. Er hat die Fronten gekl├Ąrt Mon Chou. Aber das alles spielt keine Rolle, ich wollte Boldi bitten rede mit ihm. Aber ich wollte nicht das Tau schmecken. Ich habe gehofft, dass Du mich nicht drauf festnagelst Mon Chou. Hier im Palast, er arbeitet hier verdeckt Mon Chou. Der Obermeister von uns ist Ferrau", sagte Conni.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ferrau?┬ź, kreischte Ciel derma├čen, dass der Gardist vor der Zelle neugierig hin und her schlurfte, in der Hoffnung, noch mehr zu h├Âren, bis Ciel ihn mit einer unwirschen Geste wieder auf Abstand schickte. Er packte Costantino an den Schultern. ┬╗Du veralberst mich! Ferrau kann unm├Âglich ... er hat in der Bordwand festgesteckt, er ist ├╝ber den Sims des Palastes von einem Fenster zum n├Ąchsten geturnt wegen Kuchen f├╝r mich, er, er, das kann nicht sein!┬ź

Costantino Marchesi
"Doch der Leibdiener Eures Bruders Gregoire! Ich schw├Âre es!", keuchte Conni und l├Âste sich vorsichtig aus den H├Ąnden von Ciel. "So glaubt mir doch! Weil er besonders besch├╝tzt werden muss, darum stellte der Duc ihn pers├Ânlich ab um ihn zu bewachen. Seit er wei├č was Benito tat. Sollte Benito sich Gregoire n├Ąhern, wird er sterben", erkl├Ąrte Conni nerv├Âs.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ferrau ist mein Leibdiener! Meiner!┬ź Ciel wurde b├Âse. ┬╗Er war auch nie der von Gregoire, der hatte einen Zerbino und den hat er verschenkt! Seither d├╝mpelt er in einem Keller vor sich hin, kaum der richtige Ort, um einen Orden anzuf├╝hren. Oder meinst du seinen neuen Diener Gaston?┬ź

Costantino Marchesi
"Ich bin durcheinander, der f├╝llige, alte, v├Âllig harmlos aussehende Mann Mon Chou. Stimmt Ferrau war ja der Klemmi. Verzeiht mir, meine Gedanken sind durcheinander", st├Âhnte Conni.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Furchtbar witzig┬ź, fauchte Ciel und lie├č Costantino wieder los. Er ging zur T├╝r und winkte den Gardisten heran, den er gerade eben verscheucht hatte. Der schloss ihm auf und lie├č ihn heraus. Hinter Ciel verschloss er die T├╝r wieder. Ciels Herz trommelte und er rieb sich die Nasenwurzel.

Costantino Marchesi
Conni verzog sich wieder in seine Ecke und nahm die Haltung ein, die er auch inne hatte als Ciel die Zelle betreten hatte. Mit Hundeblick schaute er den Princen an.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗H├Âr auf so zu schauen┬ź, mahnte Ciel und hob den Zeigefinger. ┬╗Niemand anderes als du selbst tr├Ągt Schuld daran, dass du nun dort sitzen musst. Ich lasse dich nun allein mit deiner mangelnden Courage und all deiner Unprofessionalit├Ąt!┬ź Er senkte den Zeigefinger, hob die Nase und marschierte den Zellentrakt entlang wieder nach drau├čen. ┬╗Bleiben sie mir vom Leib┬ź, fauchte er den Gardisten an, der nichts getan hatte, als im selben Abstand wie zuvor mit der Fackel seinen Weg zu leuchten. Ciel beeilte sich, hier heraus zu kommen. Er war froh, als er wieder im Palast war. Dort st├╝tzte er die H├Ąnde an die Wand und atmete einige Minuten ruhig durch. Dabei gab er sich gro├če M├╝he, nicht an Costantinos ├Ąngstlichen und flehenden Blick zu denken. Dann straffte er seine Haltung, marschierte weiter zu Gregoire und klopfte dort.

Gregoire Verrill de Souvagne
Gaston eilte beschwingt zur T├╝r und ├Âffnete sie mit einem freundlichen L├Ącheln. "Herr Euer Bruder ist hier, er ist schon von der Reise zur├╝ck!", rief Gaston. "Lass ihn rein Gaston", rief Verrill zur├╝ck und ging Ciel breit grinsend entgegen. "Br├╝derchen", schnurrte sie und dr├╝ckte ihn liebevoll.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel k├╝sste Verrill liebevoll auf die Wange. ┬╗Du siehst ja heute besonders zauberhaft aus, woher die gute Laune?┬ź, erkundigte er sich. ┬╗Ich muss dir deinen Gaston f├╝r eine Stunde entf├╝hren, kannst du ihn so lange entbehren?┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
"Ja ich habe einen ganz besonderen Mann kennengelernt, Tazio. Der Duca von Ledvicco und wir hatten eine Menge Spa├č. Er war hier unser Gast Ciel, er ist noch ganz jung und er wird es genauso schwer haben, wie es einst Vater hatte. Ich hoffe er ist wohlbehalten nach Hause zur├╝ckgekehrt. Ich habe mit Vater gesprochen, falls sie Hilfe ben├Âtigen, werden wir ihnen beistehen. Was m├Âchtest Du denn von Gaston? Und wo ist Lin?", fragte Verrill.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ja, ich hatte Tazio mit dem Cockatrice aufgesammelt und hergebracht. Er war sehr ersch├Âpft und wortkarg, drum habe ich ihn erstmal mit einem Diener baden und was essen geschickt. Und ich habe ihn nat├╝rlich verpasst, als er damit fertig war┬ź, st├Âhnte Ciel. ┬╗All der ├ärger nur wegen Silvano und Conni┬ź, knurrte er. ┬╗Wo Lin ist, kann ich dir nicht sagen, irgendwo muss er herumgeistern, auch er war bei der Heimreise dabei. Ich m├Âchte mit Gaston nur kurz was besprechen.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
"Tazio wirst Du bestimmt noch kennenlernen. Er war nur ersch├Âpft, verzeih ihm das. Er ist alles andere als wortkarg, er ist charmant, witzig und klug. Dann nur zu, entf├╝hre Gaston. Wir sehen uns sp├Ąter. Soweit ich wei├č, ist Dein ├ťbelt├Ąter heute morgen direkt Richtung Stadtzentrum und ist brav in den verordneten Tempel gegangen. Conni ist im Kerker Ciel", erkl├Ąrte Verrill, dr├╝ckte ihn kurz und verzog sich wieder ins Wohnzimmer. "Bist sp├Ąter Ihr Lieben ich lese noch was und schreibe was f├╝r Tazio raus", rief Verrill flei├čig.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel sp├╝rte einen Stich der Eifersucht und sah Verrill etwas giftig hinterher. Dann wandte er sich Gaston zu. ┬╗Wo kann ich dich ungest├Ârt sprechen? Oh, ich wei├č es. In meinen Gem├Ąchern. Dort habe ich alle doppelten W├Ąnde leerger├Ąumt, dort sind wir auf jeden Fall ungest├Ârt. Bitte folge mir.┬ź Ciel gab den Weg vor und schaute als erstes, wo Francois und Ferrau sich herumtrieben.

Gaston - Yanis Cairatte
Gaston folgte Ciel in seine leeren Gem├Ącher. Eine Notiz lag von Fran auf dem Tisch "Wir sind bei Dantooine und bald zur├╝ck. Ferrau begleitet mich", stand dort in gro├čen klar leserlichen Lettern. Ciel sah, dass Fran extra sauber und gro├č geschrieben hatte, er hatte wohl Bedenken, dass Ciel sonst seine Schrift nicht lesen konnte. Gaston schaute sich neugierig um, faltete die H├Ąnde freundlich ├╝ber dem Bauch und wartete geduldig ab.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel schloss ab und lie├č den Schl├╝ssel stecken, so dass man von drau├čen nicht hereinkam, ohne zu klopfen. ┬╗Setz dich bitte┬ź, sagte er freundlich. ┬╗Kennst du einen Yanis Cairatte?┬ź

Gaston - Yanis Cairatte
Gaston setzte sich und l├Ąchelte Ciel freundlich an. "Ja nat├╝rlich, das bin ich", sagte Gaston ohne Umschweife. "Was ben├Âtigt Ihr denn? Sprich welche Form der Hilfe?", fragte Gaston freundschaftlich.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel lehnte sich ├╝berrascht in seinem Stuhl zur├╝ck. ┬╗Endlich einmal jemand, der nicht um den hei├čen Brei herumschleicht. Danke daf├╝r. Ich ben├Âtige Hilfe bei Costantino! Genauer gesagt, bei der Einsch├Ątzung dieses uns├Ąglichen Mannes. Ich f├╝rchte, ich bin nicht ganz neutral. In seiner Gegenwart bin ich wahlweise erbost, wenn ich daran zur├╝ckdenke, dass er mich ├╝ber zwei Tage einfach bet├Ąubt hat, zudem ohne zu wissen, ob ich irgendwelche Allergien habe, oder ich schmelze dahin, weil er mon chou sagt! In jedem Fall f├Ąllt es mir schwer, meine Vernunft walten zu lassen und er benannte dich als Oberhaupt der Schatten der Krone. Darum m├Âchte ich deinen Rat einholen.┬ź

Gaston - Yanis Cairatte
"Wir wachen ├╝ber Euch, dass ist unsere Aufgabe. Der erste von uns war Leon Labrie, er rief den Orden ins Leben. Aber Leon war weit mehr als dies, wie man so sch├Ân sagt. Nun das klingt f├╝r mich Prince, als w├Ąrt Ihr ein klein wenig in Conni verliebt. Conni ist eine gute Seele. Manchmal etwas zu weich f├╝r eine Klinge. Aber eine Klinge muss biegsam sein, zu starr, zu harter Stahl bricht. Und ein Tod ist endg├╝ltig. Mit diesem Wissen ist es nicht leicht, jene Aufgabe zu erf├╝llen. Und wenn die letzte H├╝rde fallen muss, wei├č man es ist der eigene letzte Weg. Ich bin im Grunde nur der Mann, der die Person aussucht und schickt. Unsere Auftr├Ąge erhalten wir selbst von den Himmelsaugen oder vom Duc. Ich ordne also keine Klinge an, falls Ihr das bef├╝rchtet habt. Die Schatten hingegen beordere ich. Wir arbeiten ├╝berall, versteckt und wenn Ihr einen von uns braucht, sind wir da. Manchmal sogar sehr nah. Seht Euch Euren Bruder an. Das was Benito tat, war gro├čes Unrecht und nun steht Verrill unter meinem pers├Ânlichen Schutz. Er hat eine Klinge an seiner Seite", erkl├Ąrte Gaston freundschaftlich. "Fragt was Ihr ├╝ber Conni wissen m├Âchtet Herr", bat er.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Verliebt?┬ź Ciel ├╝berlegte. Dann nickte er. ┬╗Ich f├╝rchte, das ist zutreffend. Hat aber nichts zu bedeuten, da ich mich scheinbar ohnehin in jeden dahergelaufenen Menschen verliebe, sobald der ein wenig freundlicher zu mir ist, als er es sein m├╝sste. Costantino sitzt im Todestrakt. Ob dies nun ein Mittel ist, um ihn einzusch├╝chtern oder ob seine Hinrichtung tats├Ąchlich geplant ist, kann ich nicht sagen. Ich m├Âchte gern h├Âren, was du dazu sagst, dass er mich bet├Ąubte, um Silvano in seinem Wahn zu sch├╝tzen. Man k├Ânnte dies als Verrat werten.┬ź

Gaston - Yanis Cairatte
Gaston faltete die H├Ąnde ├╝ber seinen dicken Bauch und dachte lange nach. "Ich glaube ihm. Er ist ein sehr herzlicher Mensch und kein gnadenloser M├Ârder. Selbstverst├Ąndlich kann er in seinem Beruf gnadenlos sein, ebenso Ihr. Wenn es die Situation verlangt. Hier spielen zu viele Faktoren mit hinein um ihn einfach als Verr├Ąter zu brandmarken Herr. Zuerst einmal die Freundschaft zu Silvano, den anderen Offizieren, der Mannschaft an sich. Dieses Schiff mit all den Leuten an Bord ist seine Familie. Der Kapit├Ąn der Vater, der das Machtwort spricht. Die Offiziere die M├╝tter die es umsetzen und die Mannschaft die Kinder die angeleitet werden. So ist die Erkl├Ąrung von Conni und vielen anderen auch. So ist es auf fast allen Schiffen wo es gut l├Ąuft. Sie sind eine verschworene Gemeinschaft. Dann kommt Euer Besuch hinzu. Euch verehrt Conni tief und er hat Euch sehr gerne. Und da Ihr der Partner und nun sogar Ehemann von Fran seit, mag er Euch sogar noch mehr. Ihr macht seinen Freund der es immer schwer hatte, sehr gl├╝cklich. Das was er Euch gab ist DORMIR. Es ist ein Schlafmittel, ohne Nebenwirkung. Ihr kennt die Wirkung von Gras Herr? Gras k├Ânnt Ihr nicht ├╝berdosieren. Eine derartige Menge aufzunehmen ist nicht m├Âglich. Im Gegensatz zu Alkohol. Mit Dormir dem Schlafsaft verh├Ąlt es sich ├Ąhnlich. Es verl├Ąngert sich nur der Schlaf, nicht die Tiefe. Das hei├čt, gebe ich Euch drei vier Tropfen schlaft ihr dementsprechen drei vier Stunden. W├╝rde ich Euch eine Flasche verabreichen, w├╝rdet Ihr so lange schlafen. Das Problem ist also nicht der Dormir, sondern dass Ihr dann nicht trinkt und Euch einn├Ąsst und einkotet. Ansonsten wacht Ihr mit dem Geschmack einer alten Socke auf der Zunge auf. Das ist der einzige Nebeneffekt. Falls Ihr meine Worte anzweifelt Herr, werde ich mich entkleiden, in den Zuber legen und ohne zu z├Âgern eine ganze Falsche trinken. Und Euch dann in drei Tagen freundlich, putzmunter und etwas stinkend begr├╝├čen", schmunzelte Gaston.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Nein, ich kenne Gras nur als bodendeckende Gartenpflanze, da ich keine Drogen nehme. Die Freundschaft zum Zielobjekt darf nicht schwerer wiegen als die Treue zur Krone┬ź, mahnte Ciel und hob schon wieder den Zeigefinger, um seine Worte zu unterstreichen. ┬╗Wenn meine Neutralit├Ąt in Frage steht, suche ich mir den Rat eines Fachmanns, so wie jetzt. Wenn deine Klingen nicht mehr neutral entscheiden k├Ânnen, musst du ihren Arbeitsplatz h├Ąufiger wechseln, damit es nicht zu solch engen Bindungen kommt.┬ź

Gaston - Yanis Cairatte
"Da muss ich einwenden Herr, das Rotation bei Verwaltungsbeamten funktioniert, aber nur ein Freund kann einer Person so nahe kommen wie es eine Klinge muss. Entweder um diese Person richtig einsch├Ątzen zu k├Ânnen oder um gegen sie handeln zu k├Ânnen. Stellt Euch vor, dieser Mann w├Ąre neu. Er w├╝rde niemals das gleiche Vertrauen genie├čen. Und die Treue zur Krone stand bei Costantino nie in Zweifel. Wie kommt Ihr zu dem Schluss Herr?", fragst Gaston.

Ciel Felicien de Souvagne
"Er hat mich bet├Ąubt und mir schien es, als w├Ąre er sehr viel besorgter um Silvanos Wohlergehen als um die korrekte Aus├╝bung seiner Arbeit."

Gaston - Yanis Cairatte
"Ich verstehe, Ihr seid pers├Ânlich verletzt und entt├Ąuscht von ihm und das aus gutem Grund. Gerade wenn er Euch ebenfalls als Freund bezeichnet. Was h├Ątte er Eurer Meinung nach tun m├╝ssen? Silvano t├Âten? Das w├Ąre eine sehr ├╝berzogene Handlung. Der Mann tat im Grunde auch seinen Job, allerdings ohne Euer Einverst├Ąndnis. Das war es was Silvano und auch Costantino fehlte. Die Courage Euch um Hilfe und Erlaubnis zu bitten. Hat daf├╝r ein Mann den Tod verdient, so frage ich Euch?"

Ciel Felicien de Souvagne
"Die Frage ist nicht so gestellt, dass ich neutral dar├╝ber nachdenken k├Ânnte", sagte Ciel leise. "Ja, ich bin entt├Ąuscht, da ich ihn, wie gesagt, ebenfalls ein bisschen zu viel mag. Er tut so freundlich, gibt mir Kosenamen, streichelt meinen Kopf - und dann hintergeht er mich so! Ja, es mangelte ihm an Courage. Mehr noch an dem Einsch├Ątzungsverm├Âgen, dass durch seine Unt├Ątigkeit etliche Souvagner bereits einen sinnlosen Tod fanden. Er h├Ątte mit mir reden m├╝ssen oder meinetwegen mit Linhard oder Remy! Mir kann keiner erz├Ąhlen, dass er sich nicht traut, Rammelprince Remy um ein Gespr├Ąch zu bitten."

Gaston - Yanis Cairatte
"Erneut muss ich dort leider einhaken Prince. Euch anzusprechen ist leichter als Remy. Wei├č es ein Himmelsauge, dann wissen es alle. Er tut nicht freundlich Herr, er ist zu Euch freundlich, da er Euch auch mehr mag als er sollte. Euch kommt es zu Recht vor, als w├Ąrt Ihr hintergangen worden. Aber in seiner Schw├Ąche hatte er die St├Ąrke es auffliegen zu lassen. Hat er sich damit nicht ohne ein Wort in Eure H├Ąnde begeben? Hat er damit nicht auf Euch, Eure Entscheidung, Euer K├Ânnen und Eure Weitsicht vertraut? Andernfalls h├Ąttet Ihr durchgeschlafen Herr. Er wagte nicht mit Worten zu fragen, aber manche Fragen werden stumm gestellt. Ihr seid ein junger Mann und habt dennoch mehr gesehen, als so junge Augen sehen sollten. Ihr wisst selbst, dass man nicht alles ├╝ber die Lippen bringt. Das er es h├Ątte tun sollen, steht au├čer Frage. Er wie Silvano h├Ątten Euch, Euren Vater oder Eure Br├╝der, oder sogar mich ansprechen k├Ânnen. Sie taten es aber nicht. Ihr habt gemeinsam mit Eurem Bruder Dreux und Eurem Vater Silvano bewiesen, dass seine Angst sich an Euch zu wenden unbegr├╝ndet war. Ihr habt ihm gezeigt, dass Ihr selbst dann bereit seit ihm helfend zur Seite zu stehen, wo er selbst daran nicht mehr glaubte. Daf├╝r sind Souvagner bekannt, unersch├╝tterlicher Zusammenhalt. Nichts anderes tat Conni. Ich habe ihn von den Schatten und selbstverst├Ąndlich als Klinge gestrichen. Aber er ist ein guter Mann, ein sehr guter Seeoffizier und ein erstklassiger Freund. Bedenkt dies bitte ebenfalls in Eurem Urteil", bat Gaston.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel verschr├Ąnkte die H├Ąnde hinter dem Kopf und dachte nach. Dabei beobachtete er den Mann, der gar nicht Gaston hie├č, sondern Yanis. ┬╗Mein Erzieher hie├č auch Gaston┬ź, stellte er scheinbar ohne Zusammenhang fest. Was hei├čt ÔÇ║hie├čÔÇ╣, er ist nicht gestorben, er ist nur zu seiner gro├čen Erleichterung nicht l├Ąnger mein Erzieher. Die Schatten wissen alles ├╝ber mich, oder?┬ź, fragte er.

Gaston - Yanis Cairatte
"Ihr meint die W├Ąscheklammern? Die hat er ├╝berlebt", lachte Gaston gut gelaunt. "Aber es war witzig, dass muss ich Euch lassen".

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Wenn es nur die W├Ąscheklammern w├Ąren und die anderen Kinderstreiche ... aber ihr wisst auch ├╝ber jene Scherze Bescheid, die ich mir als Erwachsener erlaubte, nicht wahr?┬ź

Gaston - Yanis Cairatte
"Ihr meint Eure Zeichnungen? Ja, dar├╝ber wissen wir Bescheid. Aber unsere Aufgabe ist es nicht Euch zu ma├čregeln, uns lustig zu machen, oder Euch zu belehren. Unsere Aufgabe ist es Euch zu beobachten um Euch zu bewachen. Gleich was Ihr tut, mit wem Ihr es tut, Ihr seid ein Mitglied der Krone. Wir sind die Schatten, wir sind einfach nur da Herr. Aber geratet Ihr in Gefahr, dann schreiten wir ein. Versucht jemand Hand an Euch zu legen, dann werden wir aktiv. Ist einer von uns in Eurer N├Ąhe, wird er alles geben um Euch zu besch├╝tzen. Gleich in welcher Form, Hauptsache ist, wir sch├╝tzen Euer Leben. Welche Hobbys Ihr habt, das ist Eure Privatsache. Solche Informationen sind bei uns sicher. Meint Ihr nicht auch, dass andere Menschen ganz ├Ąhnliche kleine Geheimnisse haben? Herr das was Ihr dort tut, daf├╝r zahlen andere sehr viel Geld damit jemand Modell sitzt und sie zeichnen d├╝rfen. Nur solltet Ihr Dormir verwenden. Das w├Ąre mein pers├Ânlicher Rat an Euch. Ich w├╝rde Euch auch nur raten, wenn Ihr selbstgef├Ąhrdendes Verhalten an den Tag legt. Wenn ich indiskret werden darf, Eure Entmannung h├Ątte nie stattgefunden", sagte Gaston sanft.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel stellte den Ellbogen auf die Armlehne, st├╝tzte das Kinn hinein und starrte eine Weile vor sich hin. ┬╗Jetzt seit ihr jedenfalls aus dem unmittelbaren Umfeld meiner Gem├Ącher verschwunden┬ź, antwortete er trotzig. ┬╗Da ich nun von euch wei├č, brauche ich nur meine Blutmagie zu bem├╝hen, um euch aufzusp├╝ren, solltet ihr euch nicht an die Anweisung halten. Nat├╝rlich verstehe ich die Relevanz eurer Aufgabe, aber auch ich habe das Bed├╝rfnis, meine Geheimnisse auch tats├Ąchlich meine Privatangelegenheit bleiben zu lassen. Eine letzte Frage. Ist Ferrau einer von euch?┬ź

Gaston - Yanis Cairatte
"Wenn das Euer Wunsch ist, halten wir uns daran. Ihr m├╝sst das nicht ├╝berpr├╝fen. Was w├Ąre ich f├╝r ein Diener der Krone, wenn ich das nicht beherzigen w├╝rde Prince? Der Wunsch kam sogar von Eurem Vater, die Schatten wurden abgezogen was Euer Gemach angeht. ├ťberpr├╝ft es ruhig, wenn Ihr dies m├Âchtet Herr. Aber f├╝r mich hat Euer Wunsch Priorit├Ąt, auch wenn ich mir dennoch stets Sorgen mache. Aber das ist nicht Euer Problem, sondern das meine. Daf├╝r bin ich da und Ihr versteht uns, wie wir auch Euch Herr. Ihr w├╝nscht einfach wirklich einmal f├╝r Euch zu sein. Schwer genug, ich verstehe dies. Nein Ferrau ist keiner von uns. Ferrau ist schlicht und ergreifend ein Leibdiener, wie Fabien, Zerbino, Jerome und wie sie alle hei├čen m├Âgen. Gute, ehrliche, flei├čige M├Ąnner, aber keine Schatten. Auch Nathan war kein Schatten und auch Eure Fran ist kein Schatten. Niemand in Eurer unmittelbaren Umgebung, der Euch t├Ąglich begegnet oder dient ist ein Schatten. Der einzige Schatten in Eurer direkten N├Ąhe waren die W├Ąchter hinter der Wand und auf der Choucas Costantino. Bei den Dienern arbeiten einige, vor allem in der K├╝che, damit nichts geschieht. Nur zu Eurer Information Herr. Und Euer Bruder Gregoire wei├č dass ich neben seinem Diener auch sein W├Ąchter bin. Das beruhigt ihn sehr und l├Ąsst ihn etwas ausgeglichener sein. Angst macht oft aggressiv Herr. Da sich die Seele auf die m├Âgliche Verteidigung vorbereitet. Es war ein ├Ąu├čerst angenehmes Gespr├Ąch mit Euch, dass m├Âchte ich anmerken", sagte Gaston.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Oh┬ź, sagte Ciel tonlos, der den Seitenhieb mit der K├╝che verstand und nun wusste, wer Bellamys Eskapaden an seinen Vater weitergetratscht hatte. Er war allerdings beruhigt, dass Ferrau einfach nur sein knuffiger, liebensw├╝rdiger und tapsiger Ferrau war. Der Gedanke, dass dies alles nur geschauspielert gewesen war, hatte ihn sehr geschmerzt. ┬╗Ich finde das Gespr├Ąch auch angenehm, besonders aufgrund deiner Offenheit. Bitte fertige mir eine Liste an mit allen Schatten. Ich muss dar├╝ber Bescheid wissen, sonst finde ich keine Ruhe mehr, seit ich von ihnen wei├č. Vorerst kannst du wieder gehen und dich um deinen Herrn k├╝mmern. Pass gut auf sie auf.┬ź

Gaston - Yanis Cairatte
"Herr Ihr k├Ânnt die Liste bei Eurem Vater sogar direkt einsehen, sie liegt unter Verschluss. Aber er wird sie Euch gewiss zeigen. Ihr wie Eure Br├╝der solltet von uns wissen. Nicht wegen Eurer Beunruhigung, sondern vielleicht beruhigt es Euch auch eines Tages, zu wissen dass einer von uns in der N├Ąhe ist. Und wir allein sind es nicht, die ein Auge auf Euch haben Herr. Auch die Himmelsaugen, wachen so gut sie k├Ânnen ├╝ber Euch. Dies alles geschieht um Eure Sicherheit zu gew├Ąhren, nicht um Euch zu g├Ąngeln. Denn die Macht liegt bei Euch. Wie dienen Euch im Hintergrund. Wie ein guter Leibdiener, der wei├č wann es Zeit f├╝r den Tee seines Herrn ist. Die Zeit ist f├╝r Prince Gregoire jetzt. Ich danke Euch f├╝r das Gespr├Ąch und selbstverst├Ąndlich passe ich gut auf sie auf. Es war mir eine Ehre Herr", sagte Gaston, stand auf und verneigte sich, ehe er aufschloss und das Gemach von Ciel verlie├č. Hinter sich zog er wohlweislich die T├╝r wieder ordentlich zu.

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Ciel Felicien de Souvagne
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Die flei├čige Feder in Bronze Rote Laterne

Verhandlungen mit den Bei├čern

#3

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Mi 21. Nov 2018, 10:36

Ciel Felicien de Souvagne
Ein Schemen verdeckte die Monde, als der wei├če Cockatrice ├╝ber den Nachthimmel . Die Matrosen, die nicht auf Landgang waren, legten die K├Âpfe in den Nacken. Das Schlagen der Fl├╝gel wehte ihre Haare durcheinander, als das gro├če Tier auf dem Achterdeck landete. Der Wind verebte, Quennel legte die Fl├╝gel an und Ciel sprang beh├Ąnde von seinem R├╝cken. Er trug noch immer seine Seemannskleidung mit dem Kopftuch und dazu nun auch zwei goldene Ohrringe. Der so gekleidete Prince stieg die Treppe hinab aufs Deck und marschierte zur Kapit├Ąnskaj├╝te. Denn dort sah er Tekuro, der vor der wei├č gestrichenen T├╝r auf dem Boden sa├č, einen Rucksack neben sich liegend und ein finsteres Gesicht ziehend. ┬╗Komm mit runter in den Bugraum┬ź, sagte Ciel freundlich. ┬╗Warum sitzt du allein hier drau├čen?┬ź
Tekuro starrte die T├╝r an. ┬╗Patti ist da drin┬ź, antwortete er.
┬╗Gut, dass du es sagst. Den brauchen wir auch.┬ź Ciel klopfte.

Jaques Philipp de Dusoulier
Ciel h├Ârte ein Knurren und Kratzen an der T├╝r, ehe ein Mann leise mit dem Hund sprach und die T├╝r ├Âffnete. ┬╗Ah Eure Hoheit... willkommen. Was verschafft uns diesmal die Ehre Eures Besuchs?┬ź, fragte Jaques ergeben, w├Ąhrend Foufou neben ihm stand und die wei├čen Z├Ąhne hell in seinem schwarzen Gesicht schimmerten.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel ├Ąugte misstrauisch auf den schwarzen Pudel hinab. ┬╗Wenn er mich bei├čt, war das seine letzte Handlung┬ź, entgegnete er schroff und gab sich M├╝he, nichts anderes als den Mund zu bewegen. ┬╗Ich ben├Âtige Patrice f├╝r ein Gespr├Ąch im Bugraum.┬ź

Jaques Philipp de Dusoulier
Jaques l├Ąchelte freundlich. ┬╗Warum sollte er Euch bei├čen Herr? Solange Ihr Euch ruhig verhaltet und nicht herumfuchtelt ist Foufou der liebste Hund der Welt. Er ist schon alt, er kennt Euch nicht und da zeigt er eben, dass er wachsam ist. W├Ąre Euch ein schlafender Wachhund lieber? Wozu ben├Âtigt Ihr denn Patrice? Dem Mann geht es sehr schlecht und er hat bei mir Schutz gesucht. Ich glaube er ist ernsthaft krank und er wird auch gleich abgeholt. Jedenfalls was so ein Himmelsauge gleich nennt. Kennen keine Glasen, keine Zuverl├Ąssigkeit und klauen wie die Raben┬ź, erkl├Ąrte Jaques und rotzte aus.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ein klauendes Himmelsauge ist mir noch nicht untergekommen. Wobei ... wenn ich an Remy denke ... doch. Er klaut gleich ganze Personen. Was wurde dir gestohlen? Ich m├Âchte mit den Bei├čern reden und dachte, Patrice geh├Ârt doch dazu.┬ź Er versuchte, den knurrenden Hund zu ignorieren.

Jaques Philipp de Dusoulier
┬╗Das sagt man bei uns so in der Familie. Wenn Du einem Himmelsauge die Hand gegeben hast, z├Ąhl die Finger nach. Die tragen Falken auf den Schultern und klauen wie die Raben. Die meinen die k├Ânnen alles einstecken. Kommt bitte rein und redet selbst mit Patrice. Aber bringt bitte nichts durcheinander, ich wohne solange hier, bis Silvano zur├╝ckkommt. Er kommt doch zur├╝ck oder? Remy hat meinem Bruder, Rene und der Aquila bescheid gegeben, dass sie zur├╝ckkehren sollen. Ich gehe davon aus, dass die Aquila hier anlanden darf┬ź, erkl├Ąrte Jaques freundlich und schob Foufou zur Seite der Ciels Hosenbein beschn├╝ffelte.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Dieser gef├Ąhrliche Hund hat Kazrar gebissen┬ź, klagte Ciel an. ┬╗Bitte sperre ihn weg oder leine ihn irgendwo an!┬ź Er schaute und fand Patrice in einer Ecke hinter lauter Ger├╝mpel im sitzen schlief. ┬╗Patrice?┬ź, fragte Ciel.
Der wachte auf, sah ihn an und sch├╝ttelte den Kopf. ┬╗Nein.┬ź
┬╗Doch┬ź, beharrte Ciel. ┬╗Komm mit in den Bugraum. Ich habe f├╝r dich und die anderen Bei├čer ein Angebot.┬ź
Patrice rieb sich das Gesicht und stand auf. Mit resigniertem Gesicht stapfte er an Ciel vorbei, ├Âffnete die T├╝r und ging einfach. Hinter sich klinkte er die T├╝r wieder zu. Ciel starrte entgeistert auf die geschlossene T├╝r. ┬╗Jedenfalls┬ź, er r├Ąusperte sich, ┬╗kann ich noch nicht sagen, ob Silvano je wieder zur See fahren kann. Die Aquila kann jederzeit hier anlanden. Welches Problem hat deine Familie mit den Himmelsaugen?┬ź

Jaques Philipp de Dusoulier
Jaques schaute Patrice hinterher, aber ehe er etwas sagen konnte, war der man schon verschwunden. Seine ganze Gestalt war ein Zeichen voller Trauer. Seine Schultern hingen, genauso wie seine Mundwinkel. Jaques wusste nicht, ob die Bei├čer seine Rettung oder sein Untergang waren. Wohlm├Âglich sogar beides. Er atmete einmal tief durch und wandte sich dann an Ciel. ┬╗Keines, mein Vater war der Meinung, dass ihn mal ein Himmelsauge vor einer Ewigkeit auf seinem Schiff beklaut hat. Und so ist das ein gefl├╝geltes Wort bei uns geworden. Ich hoffe Silvano kommt zur├╝ck, er ist einer von uns, er geh├Ârt auf sein Schiff und auf See. Wegen Patrice, achtet auf ihn. Er hat Beistand bitter n├Âtig. Gut, falls es Nachfragen bez├╝glich des Hafenmeisters oder der Meisterei geben sollte, kann ich die Angelegenheit kl├Ąren. Soll ich Euch in den Bugraum begleiten, oder kommt Ihr alleine klar?┬ź, fragte Jaques freundlich und sperrte Foufou solange in die Toilette.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Du kannst mitkommen oder hier oben bleiben, wie es dir lieber ist. Aber die Bei├čer sind doch anst├Ąndige Leute, wenn man ruhig mit ihnen spricht. Wer sollte Patrice abholen? Ob Silvano wiederkommt, h├Ąngt nicht von mir ab, sondern ganz allein von ihm selbst. Er ist momentan in Behandlung in einem Tempel.┬ź

Jaques Philipp de Dusoulier
┬╗Bis jetzt haben sich die Bei├čer an ihr Wort gehalten, dass kann ich best├Ątigen. Sie haben keinen der Mannschaft gefressen und sie haben keinen angegriffen. Sie bleiben im Bug vorne f├╝r sich und das ist mir recht. Lieber w├Ąre mir noch, sie w├╝rden das Schiff verlassen. Aber ich wei├č, was ihnen dann bl├╝ht und Vano gab sein Wort. Ich bin im Grunde nur die Amme f├╝r die Choucas, solange er weg ist. In einem Tempel? Nun dass sind gute Neuigkeiten Herr. Er lebt und er ist in Behandlung. Er wird zur├╝ckkommen, ich wei├č es. Sp├Ątestens zu Neujahr kommt er zu uns, also zu uns nach Hause um zu feiern. Davon gehe ich stark aus. Wie geht es Fran? Danach nerve ich Euch auch nicht weiter mit meiner Fragerei┬ź, grinste Jaques.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Oh, Fran geht es hervorragend! Er genie├čt die F├╝rsorge von Ferrau, ist damit aber auch etwas ├╝berfordert. Er m├Âchte kein gestricktes Ringelnachthemd tragen, drum habe ich vorgeschlagen, wir tragen einfach alle drei eins.┬ź Ciel blinzelte Jacques freundlich zu. ┬╗Wenn alles gut l├Ąuft, nehme ich die Bei├čer allesamt gleich mit und dann bist du sie los. Wenn der Mann kommt, der Patrice abholen sollte, schicke ihn zu mir. Sind die Cygnus, die Mouette und die Aquila schon in der N├Ąhe?┬ź

Jaques Philipp de Dusoulier
┬╗Das sind gute Neuigkeiten, dann kehrt hier endlich an Bord wieder Ruhe ein. Sie m├╝ssten jeder Zeit einlaufen. Die Witterung war gut, keine Flaute, kein Sturm, jedenfalls nichts dass ich von hier wahrgenommen h├Ątte. Wenn sie unmittelbar nach Remys Information losgefahren sind, m├╝ssten sie jederzeit ankommen. Plus minus einer Stunde ungef├Ąhr. Meine Sch├Ątzung. Ein Kleid, nun da m├╝sst Ihr viel Stricken, Fran ist gro├č. Ich freue mich ebenso auf die R├╝ckkehr der Schiffe, vor allem der Cygnus. Kleiner Bruder bleibt kleiner Bruder┬ź, schmunzelte Jaques.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Gro├č und sch├Ân┬ź, schmachtete Ciel und ging in Richtung der T├╝r. ┬╗Kleine Br├╝der, gro├če Br├╝der, sie sind alle sehr wichtig. Ich bin zum Gl├╝ck der Mittlere, so dass ich mich an beiden erfreuen kann. Ich werde mal schauen, ob ich die Schiffe schon sehe. Man sieht sich!┬ź Er ging nach drau├čen und bevor er sich in den Bugraum begab, stieg er noch einmal auf Quennel und zog mit ihm ├╝ber die tintenschwarze n├Ąchtliche See, bis er die drei Schiffe fand. Er ├╝berlegte, auf welchem er wohl landen sollte und entschied sich f├╝r die Aquila. ┬╗Ai tegu iaia┬ź, gr├╝├čte er in perfektem Rakshanisch. ┬╗Ich suche Bellamy. Ist er hier an Bord?┬ź

Jaques Philipp de Dusoulier
Tara: Die Rakshanerin ging ohne zu z├Âgern auf den gro├čen Vogel zu und musterte Ciel. ┬╗Du suchst den Mann mit den himmelblauen Augen Vogelreiter? Er befindet sich in unserer Obhut. Er war in Sherkals Begleitung. Wo ist unser Kapit├Ąn? Der wei├če Rakshaner, der See- und Sandl├Ąufer wo ist er? Wir hoffen es geht ihm gut. Ambar ist in gro├čer Sorge, wir alle sind in Sorge um unseren Bruder. Auch Bevis vergeht vor Sorge und f├╝rchtet sich vor diesem Wasser. Er sagt es w├Ąre kein gutes Wasser, es verlangt viele Seelen. Wer seid Ihr? Dann lasse ich Bellamy rufen┬ź, sagte Tara.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich bin Prince Ciel und der Freund dieses Mannes┬ź, antwortete Ciel freundlich in der Muttersprache der Frau, da er wusste, dass Rakshanerinnen gewohnt waren, dass man ihnen mit Respekt begegnet. ┬╗Davet geht es gut. Er wohnt zur Zeit im Palast in Beaufort. Stell dir den Palast wie ein riesiges Zelt mit vielen Zimmern vor, gro├č genug, um die h├Âchsten deines Volkes zu w├╝rdigen. Nur, dass dieses Zelt aus Stein erbaut wurde. Dort leben die Anf├╝hrer unseres Volkes und Davet ist bei ihnen zu Gast. Mehr noch, ihm wurde selbst die Ehre zuteil, einer von ihnen zu werden, da er mit dem Obersten des souvagnischen Volkes verwandt ist.┬ź

Jaques Philipp de Dusoulier
Tara: Die Rakshanerin dachte ├╝ber die Worte nach. ┬╗Es freut mich f├╝r meinen Bruder, dass ihn die warmen W├╝stenwinde zur├╝ck in seine alte Heimat gef├╝hrt haben. Aber ich hoffe er vergisst seine Rakshanische Familie nicht. Nat├╝rlich vergisst man nie, wo die Wiege stand. Aber auch in der Ferne findet man manchmal ein Heimatland. Mein Bruder ist auf diesem Schiff Zuhause, wir fanden es einst wie ihn. Es war nur noch ein Schatten seiner selbst und nur Rakshor allein wei├č, wie beide diese Tortour ├╝berdauern konnten. Wir sind unterwegs zu Eurem Land und werden Euren Hafen anreisen. Unserer Magierin wurde zugetragen auf den Wegen der Magie, dass wir willkommen sind. Das hoffen wir. Wir folgen den anderen Schiffen und hoffen das mein Bruder zur├╝ckkehrt. Zumindest muss er Ambar sagen, wie es nun weitergehen soll. Sein Mann ist hier ebensowillkommen, wie jeder andere Wasserl├Ąufer. Er hat eine Kabine, sagt ihm das Windreiter. Ich hole Euch Bellamy┬ź, erkl├Ąrte Tara, l├Ąchelte freundlich und machte sich auf den Weg. Ungef├Ąhr eine Viertelstunde sp├Ąter kam sie mit Bellamy im Schlepptau zur├╝ck. ┬╗Euer Freund Himmelsl├Ąufer┬ź, sagte sie und schob Bellamy auf Ciel zu. ┬╗Dein Besuch┬ź, grinste sie und lie├č beide allein.

Bellamy Bourgeois
Bellamy schaute zu Ciel hoch und grinste ihn breit an. ┬╗Sch├Ân Euch zu sehen Herr, Ihr seht gut aus. Das Tuch steht Euch, aber seit wann tragt Ihr Ohrringe? Die sehen gut aus, dass muss ich Euch lassen. Ihr wirkt irgendwie erwachsener. Es tut mir leid, ich wurde auf der Insel zur├╝ckgelassen. Aber ich war in guter Gesellschaft, Sherkal hat auf mich aufgepasst┬ź, grinste Bellamy breit.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel war so froh, Bellamy wohlbehalten wiederzusehen, dass er ihn fest umarmte, ungeachtet der Schmerzen in dem Ohr, dass zwischen ihnen zerdr├╝ckt wurde. ┬╗Du bist unverletzt. Ich hatte Horrorvisionen, was die Farisin mit dir anrichten. Keine Sorge, dein Urlaub wird nicht beendet. Dennoch brauche ich dich f├╝r ein Gespr├Ąch. Es geht um die Bei├čer. Wie wichtig ist dir Sherkal? Fr├╝her oder sp├Ąter werden eure Wege sich wieder trennen.┬ź

Bellamy Bourgeois
Bellamy dr├╝ckte Ciel ebenfalls sehr fest an sich. ┬╗Ich m├Âchte mich nicht von Sherkal trennen, im Gegenteil, er ist der erste Kerl bei dem ich das Gef├╝hl habe er passt. Er ist verr├╝ckt, er ist wild, er l├Ąsst sich nicht die Butter vom Brot nehmen, aber er kann auch ganz sanft sein. Er hat gr├╝ne Augen... gr├╝n. Ich mag ihn... glaub ich┬ź, grinste Bellamy total breit. ┬╗Was ist mit den Bei├čern? Haben die Burschen ├ärger gemacht? Ich kann mit Teku reden, keine Sorge┬ź, bot Belly an.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich m├Âchte sie rekrutieren┬ź, antwortete Ciel und besah sich Bellamy. Er sah sein Gesicht lange an, dann l├Ąchelte er. ┬╗Entspannt, gl├╝cklich, zufrieden. Du siehst sehr erholt aus. Frag Tara, ob Sherkal dich begleiten darf, er tut dir gut. Ein Rakshaner mehr in Souvagne wird nicht schaden. Du bist nun kein Leibeigener mehr, du bist Chevalier und Sherkal k├Ânnte offiziell dir geh├Âren, wenn jemand nachfragt.┬ź

Bellamy Bourgeois
┬╗Ich bin sofort wieder da┬ź, grinste Bellamy und verschwand wieder unter Deck. Er suchte direkt Sherkal auf, r├╝ttelte ihn wach und grinste auch ihn megabreit an. ┬╗Du musst mich begleiten. Wir haben eine wichtige Aufgabe auf der Choucas. Mein Boss m├Âchte Dich unbedingt dabei haben und ich selbstverst├Ąndlich auch. Sag Tara oder Ambar bescheid, dass Du mich begleitest und auf gehts!┬ź, freute sich Bellamy und k├╝sste Sherkal fest und verlangend. Keine Sekunde sp├Ąter war er auch schon wieder weg und trabte erneut auf Deck. ┬╗Er kommt gleich┬ź, freute sich Belly.

Sherkal fo-Azenkwed
Sherkal war kein Langschl├Ąfer und sofort munter, als er Bellamy sp├╝rte. Er krallte ihn an seiner Kleidung fest, als er ihn k├╝sste. ┬╗Ich begleite dich ans Ende der Welt┬ź, quietschte er. ┬╗Und dort fick ich dich.┬ź Bellamy entwand sich seinem Griff und verschwand schon wieder. ┬╗Keinen Sinn f├╝r Romantik┬ź, bedauerte Sherkal, setzte sich auf und wickelte seinen Turban. Ohne konnte er sich nicht blicken lassen. Im Gehen verstaute er die losen Enden ordentlich, ehe auch er an Deck erschien. ┬╗Tara┬ź, kr├Ąhte er. ┬╗Unsere Wege m├╝ssen sich leider trennen! Die Ferne ruft, die Sehnsucht auch und Belly die geile Sau erst recht! Ich zisch ab. Du siehst mich nie wieder.┬ź Er griff Bellamy an den Hintern und knetete ihn durch bis runter auf den Knochen. ┬╗Sch├Â├Â├Ân┬ź, seufzte er in einem Tonfall und mit einem Blick, als h├Ątte er ein paar Kr├Ąuter zu viel inhaliert.

Bellamy Bourgeois
Tara: Die 3. Offizierin musterte Sherkal und grinste von einem Ohr bis zum anderen. ┬╗Nur zu, wenn die Winde der Lust Dich von uns treiben, wer bin ich, Dich aufzuhalten? Nicht dass Du uns noch platzt vor Lust und Wonne. Pass auf Dich und Deinen Mann auf Sherkal, und lege ihm die Knochen um, damit sich die Reise auch lohnt. Ich werde Ambar informieren, er ├╝bt sich gerade darin die Kurse aufzuschreiben. Er ist schon beim dritten Wort. Ich glaube er ben├Âtigt bald eine Pause. Seine Finger sind diese Kunst nicht gew├Âhnt. Bevis muss ihn abl├Âsen. Gute Reise Sherkal und gut Stich┬ź, lachte Tara umarmte Sherkal und verpasste ihm dann einen Sto├č. ┬╗Beeil Dich, das Leben ruft┬ź.

Sherkal fo-Azenkwed
Sherkal umarmte sie zur├╝ck. ┬╗Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss. Tja, h├Ąttest du mein Flehen erh├Ârt, w├Ąre ich vielleicht geblieben, aber ich war dir ja nicht gut genug. Oder Ambar ist besser. Vielleicht h├Ątt ich auch ohne Schleier rumlaufen sollen. Leb wohl, Schwester. Vielleicht komm ich ja doch mal wieder, aber nicht ohne ihn hier!┬ź Er gab Bellamy einen klatschenden Klaps auf den Allerwertesten. ┬╗Wir k├Ânnen, Spitzmaus┬ź, schmachtete er und sah Bellamy verliebt an.

Bellamy Bourgeois
Tara: ┬╗So ist es ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss. Und eine Frau wird ihm sagen, was genau das ist┬ź, lachte Tara und dr├╝ckte Sherkal zum Abschied. ┬╗Wir werden Dich immer im Herzen behalten und die Ruhe genie├čen ohne Dich Sherkal┬ź, kicherte sie und schlenderte mit einen verf├╝hrerischen H├╝ftschwung davon.

Bellamy Bourgeois
Bellamy packte Sherkal am Turban und drehte dessen Kopf zu sich und k├╝sste ihn fest zur Begr├╝├čung. ┬╗Das hier ist Sherkal, unschwer zu erkennen Ciel. Wir haben uns auf Farisin kennengelernt. Die Echsen haben uns nichts getan, gut wir waren auch nicht drau├čen. Wir haben in der Kuppel ausgeharrt und der Geruch vom Blut hat sie wohl abgehalten. Und wir haben uns die Zeit vertrieben, bis der Abr├╝ckbefehl kam┬ź, erkl├Ąrte Belly und seine Finger gruben sich in den H├╝ftspeck von Sherkal. ┬╗Komm wir m├╝ssen aufbrechen, solange die Gelegenheit g├╝nstig ist┬ź, grinste er stolz.

Sherkal fo-Azenkwed
┬╗In einer Woche werden sie vor lauter Langeweile und Faulheit untergegangen sein mit ihrem Kahn!┬ź Er presste sich an Bellamy. ┬╗Aber nicht du. Du nicht. Du bist ein anst├Ąndiger und flei├čiger Mann und wei├čt meinen Tatendrang zu sch├Ątzen. Du liebst mich daf├╝r, nicht wahr? Und ich liebe dich.┬ź Er griff ihm an die Eier. ┬╗Und wie┬ź, schmachtete er. Seine Augen wanderten nach oben und sahen in die blauen Augen von Bellamy. ┬╗Nicht wahr?┬ź, fragte er r├╝ckversichernd und etwas leiser als sonst. ┬╗Ist doch so. Oder? Oder etwa nicht?┬ź Seine Finger krabbelten an seiner Kleidung entlang hinauf und er legte die H├Ąnde die Wangen dieses Almanen, die inzwischen ganz sch├Ân stoppelig geworden waren. ┬╗Doch! Du musst!┬ź, rief er besorgt.

Bellamy Bourgeois
Bellamy griff nach oben, packte mit felsenfestem Griff die Handgelenke von Sherkal und nahm dessen H├Ąnde von seinem Gesicht. Er drehte ihm die Arme synchron auf den R├╝cken, so dass der Rakshaner gezwungen war einen Schritt nach vorne zu machen und den R├╝cken durchzubiegen, damit seine Schultern nicht schmerzten. Bellamy blieb genau stehen wo er war, und presste seinen Schritt gegen den von Sherkal. Er sp├╝rte wie es in der Hose von Bellamy tobte und in der gleichen Intensit├Ąt brannten seine Augen. ┬╗Die Frage ist fast eine Beleidigung, fast Sher, rate nochmal und benutz dabei Dein Rohr nicht Deine Augen oder Ohren. F├╝hl, was f├╝hlst Du? Will ich Dich oder was?┬ź, fragte Bellamy. Bevor Sherkal ├╝berhaupt antworten konnte, presste ihm Bellamy schon derma├čen hart die Lippen auf den Mund, dass es sich fast wie ein Biss anf├╝hlte. Schlagartig gab Bell Sherkals Arme wieder frei. Allerdings gruben sich die Finger von Belly dann mit Gewalt in seine Arschbacken und pressten Sherkal noch fester an seinen Schritt. ┬╗Rate!┬ź, befahl Bellamy ihm heiser ins Ohr, zerriss ihm die Hose und streichelte gen├╝sslich Sherkal Rosette. ┬╗Raten Sherkal┬ź, gurrte der ehemalige Palaisin.

Sherkal fo-Azenkwed
Sherkal quiekte unm├Ąnnlich auf, als ihm die Arme derart verdreht waren, doch Bellamy hatte wohl in den letzten Tagen bemerkt, dass Schmerzensschreie und Lustschreie bei Sherkal ein und das selbe waren. W├╝rde man ihm ein Schwert durch den Leib jagen, w├╝rde er vermutlich mit einem Orgasmus aus dem Leben treten, der seinen M├Ârder mehrere Meter nach hinten schoss. ┬╗Ich dich auch, Bell┬ź, st├Âhnte er und ein Sabberfaden lief aus seinem Mundwinkel. Zwischen ihren H├╝ften klemmte mehr als nur ein hartes Rohr. ┬╗Unsere Schw├Ąnze lieben sich auch!┬ź, stellte er fest, nur um erneut weiche Knie zu bekommen. ┬╗Ich will nie wieder einen andern Schwanz┬ź, gurrte er.

Bellamy Bourgeois
┬╗Das will ich auch hoffen, den eines verspreche ich Dir, ich rei├č dem anderen sein Ding ab und serviere es Dir als Currywurst! Das ist dann Deine Schuld wenn Du fritierten Schwanz fressen musst. Wir lieben uns von Kopf bis Fu├č! Das hinter mit ist Ciel unser Prince!┬ź, erkl├Ąrte Bellamy und deutete mit dem Daumen hinter sich auf den jungen Mann, der auf einem gewaltigen Vogel sa├č, w├Ąhrend er Sherkal den Hals beknabberte. ┬╗Wir m├╝ssen aufbrechen, dort haben sie auch viele Kabinen, komm┬ź, st├Âhnte er ihm ins Ohr.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ganz recht┬ź, warf Ciel ein, dessen Gesicht ├╝berhaupt nicht mehr bleich aussah. ┬╗Kommt, ihr beiden. Bellamy m├Âge bitte derjenige sein, der hinter mir sitzt.┬ź Er musterte Sherkal beunruhigt. Er war sich ziemlich sicher, dass es sich hier um jenen Mann handelte, der Khawa einst geplagt hatte, bis dieser ihn abschoss, um sich einen alten kauzigen Souvagner zu krallen, der ihm offenbar das kleinere ├ťbel zu sein schien. Gegen Sherkal war vermutlich jeder das kleinere ├ťbel. Insgeheim fragte er sich, wie lange Bellamy den Kerl ertragen w├╝rde.

Bellamy Bourgeois
Bellamy nahm hinter Ciel Platz und umarmte ihn um den Bauch um sich festhalten zu k├Ânnen. ┬╗Setz Dich Sherkal und gurte Dich fest, nicht das Du aus hoher H├Âhe ins tiefe Wasser f├Ąllst, dann w├Ąre Dein Rakshanischer Name Plumps┬ź, lachte Belly und knuffte seinen Kerl.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel sp├╝rte am Stei├č Bellamys Liebeserkl├Ąrung an Sherkal und versuchte, sie zu ignorieren. Sherkal schwang sich beh├Ąnde auf den Cockatrice, schnallte sich fest und Bellamy gleich noch ein zweites Mal. Er seufzte gl├╝cklich, als er sa├č. Ciel schloss einen Moment die Augen und z├Ąhlte r├╝ckw├Ąrts von zehn. Dann lie├č er den Cockatrice starten. Der Flug dauerte zum Gl├╝ck nicht lange. Bald sah er den Hafen von Chevrette und dort die gewaltige Choucas.

Bellamy Bourgeois
Bellamy deutete nach unten. ┬╗Schau das ist das Schiff von meinem Schwager, also dem Mann von meinem Bruder. Dem Burschen den Deine Tara Wasserl├Ąufer nennt. Hier werden wir mit den Bei├čern reden. Das ist eine Gruppe von... seltsamen Kerlen mit komischer Religion. Sie beten einen Opa an, der st├Ąndig auf der Flucht ist. Frag nicht wieso. Wir wollen sie rekrutieren. Du bleibst auf dem Vogel Sherkal. Keine Widerrede!┬ź, befahl Bellamy.

Sherkal fo-Azenkwed
┬╗Und wieso?┬ź, st├Ąnkerte Sherkal. ┬╗Leute, die einen Laufopa anbeten! Die will ich sehen!┬ź Er feixte.

Bellamy Bourgeois
Bellamy drehte sich derma├čen schnell zu Sherkal um, dass es ihm so vorkam als h├Ątte er schon immer so gesessen oder konnte seinen Kopf um 180 Grad drehen. ┬╗Weil ich Dir das gesagt habe und weil das nicht witzig ist. Gehorche oder lebe eine Woche ohne Sex!┬ź, drohte Bellamy und hoffte, dass die Drohung echt klang und Sherkal nicht auf die Beule in seiner Hose achtete.

Sherkal fo-Azenkwed
┬╗Dann fick ich auch eine Woche lang nicht mit dir┬ź, konterte Sherkal selbstbewusst. ┬╗Das hast du dann davon.┬ź Er guckte ihn von unten mit seinen gr├╝nen Augen an, als er feststellte, dass es eine sehr qualvolle Woche werden w├╝rde. ┬╗Na gut┬ź, sagte er vers├Âhnlich. ┬╗Ich bleib hier sitzen.┬ź

Bellamy Bourgeois
┬╗Das ist eine gute Entscheidung f├╝r uns beide, ich h├Ątte es keine Stunde ohne Dich ausgehalten. Ich meine das gut mit Dir, gehorche in Ordnung? Ich erkl├Ąre Dir sp├Ąter warum. Jetzt musst Du mir vertrauen Sherkal┬ź, bat Bellamy liebevoll und k├╝sste ihn erstaunlich sanft, ehe er sich vom Drachenhuhn gleiten lie├č.

Sherkal fo-Azenkwed
┬╗Ich warte ganz brav┬ź, versprach Sherkal sehnsuchtsvoll und zog seinen Schleier wieder zurecht. Er pfiff ein Lied und schaukelte mit den F├╝├čen, w├Ąhrend er sich die Zeit damit vertrieb, die durchtrainierten almanischen Seem├Ąnner zu beobachten. Hin und wieder seufzte er dramatisch, wenn ihm dabei der Gedanke an Bellamy durch den Kopf schoss.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel war erleichtert, als sie endlich wieder abgestiegen waren. ┬╗Was f├╝r ein merkw├╝rdiger Mensch┬ź, stellte er leise fest und ging mit Bellamy zum Bugraum. Wie immer trat er ein, ohne anzuklopfen und schaute sich neugierig um. ┬╗Kazrar?┬ź

Bellamy Bourgeois
Bellamy legte Ciel die Hand auf die Schulter und dr├╝ckte sie kurz. ┬╗Er ist wild und anh├Ąnglich. Eine verr├╝ckte Kombi, aber er ist meiner Herr. Ihr werdet ihn m├Âgen lernen. Ganz sicher┬ź, sagte Belly zuversichtlich und folgte Ciel ohne zu z├Âgern in den Bugraum.

Kazrar
┬╗Wir sind hier vorne┬ź, sagte Kaz und setzte sich etwas aufrechter hin um Ciel zu empfangen. ┬╗Wo wir immer sitzen. Kommt nur her┬ź, sagte er freundlich und stubste Tekuro an, dass er sich etwas ordentlicher hinsetzen sollte. Ciel war es, der ihnen erm├Âglichte hier zu bleiben. Und er konnte auch die ├ťberfahrt nach Arashima aushandeln.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro gab derweil einen merkw├╝rdigen Anblick ab. Er versuchte, Patrice f├╝r den Inhalt seines Rucksacks zu begeistern, als w├Ąre dieser ein kleines Kind. Der jedoch beachtete ihn ├╝berhaupt nicht. ┬╗Patti spinnt wieder┬ź, rief er schlie├člich w├╝tend, gab ihm einen Tritt, spuckte ihm hinterher und schmiegte dann seinen Kopf trostsuchend an den seines Vaters. Er rieb sich langsam an ihm wie eine Katze, ehe er endlich der Aufforderung nachkam und im Sitzen Haltung annahm. Ihn nervte der Prince, er wollte sich lieber der Erziehung seines Sklaven widmen.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel setzte sich Kazrar gegen├╝ber hin. ┬╗Ich habe mir etwas zur Hochzeit von meinem Vater w├╝nschen d├╝rfen┬ź, begann er in freundlichem Tonfall, das Fehlverhalten von Tekuro f├╝r diesen Moment ignorierend. ┬╗Ich habe mir gew├╝nscht, die Bei├čer rekrutieren zu d├╝rfen. Was h├Ąltst du von diesem Gedanken?┬ź

Kazrar
Kazrar streichelte seinem Sohn beruhigend ├╝ber den Kopf, w├Ąhrend er Ciel aufmerksam zuh├Ârte. ┬╗Der Gedanke gef├Ąllt mir. Ihr seid ein Abenteurer nicht wahr? Euch interessiert die weite Welt, Ihr wolltet doch auf Forschungsreise gehen. Dem war doch so. Leider liegen wir nun im Hafen. Wird die Reise noch stattfinden Prince? Und falls ja, sind wir dann dabei? Ihr und wir? Wir hatten uns sehr auf die Reise nach Arashima gefreut mit dem alten Lockenkopf. Ihr k├Ânntet auch etwas weite Welt vertragen Herr. Und wir w├Ąren genau die richtige Gruppe um Euch zu begleiten. So w├╝rden wir Euch auch woanders hin begleiten. Was stellt Ihr Euch denn genau vor? Mehr als f├╝r diese Zeit auf dem Schiff oder nur auf dem Schiff?┬ź, fragte Kaz neugierig.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗In Souvagne gilt das Prinzip einer feudalistischen Gesellschaftsordnung. Entsprechend meiner Idealvorstellung w├╝rdet ihr in meinen pers├Ânlichen Besitz ├╝bergehen. Niemand k├Ânnte euch mehr etwas anhaben, denn ├╝ber mir steht nur noch mein Vater. Man w├╝rde euch eure menschlichen Schw├Ąchen nachsehen, wenn ihr euch fortan an das Gesetz haltet. Ich hatte mir ├╝berlegt, dass wir einen Weg finden, dass ihr eure Neigungen legal ausleben k├Ânnt, zum Beispiel an zum Tode verurteilten Schwerverbrechern. Nat├╝rlich w├╝rdet ihr auch ein Gehalt bekommen, Unterkunft ... und ja, ich w├╝rde euch ├╝berall mit hinnehmen, auch auf die Forschungsreise.┬ź

Kazrar
Kazrar musterte Ciel aus schmalen Augen. ┬╗So und was wenn wir dann k├╝ndigen wollen? Dann passiert was, wenn wir Euer Eigentum sind? Tekuro was hei├čt das, was der Prince da sagte? Es klingt f├╝r mich, als bietet er uns an, Sklave zu werden┬ź, sagte Kaz um jedes Wort bedacht.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro leckte seine Lippen. ┬╗Wir k├Ânnen ... dann nicht gehen. Ich geh├Âre schon dem Duc und Patti geh├Ârt ihm auch. Wir w├╝rden dann stattdessen seiner Hoheit Prince Ciel geh├Âren. F├╝r mich und Patti w├╝rde sich gar nichts ├Ąndern. Au├čer, dass wir uns nicht mehr so oft im Palast die Beine in den Bauch stehen. Sondern mehr reisen. Der Prince reist viel. K├Ąmpft viel. Au├čeneinsatz. Belly geh├Ârt Prince Ciel schon und man sagt ... er bekommt ... manchmal was zum Spielen. Sklaven w├Ąren wir nicht, aber Leibeigene. Eine Vorstufe davon. Hat aber auch Vorteile, unser Herr k├╝mmert sich um den ganzen Verwaltungskram.┬ź

Kazrar
Kazrar nickte und schaute Ciel an. ┬╗Eure Erkl├Ąrung dazu. In Naridien gibt es freie M├Ąnner und Sklaven. Frei bedeutet nicht immer ein gutes Leben, Deine Mutter k├Ânnte es Dir erkl├Ąren Tekuro. Arkan wusste wie schwer es ist, frei von allem zu sein. Erkl├Ąrt es mir Prince Ciel, dann werde ich antworten┬ź, bat Kaz.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Dein Sohn hat es im Wesentlichen bereits erkl├Ąrt. Als Leibeigene entf├Ąllt zum Beispiel die Pflicht, Steuern zu zahlen, die zahlt der Herr. Ich bin niemand, der seine Leute g├Ąngelt, ich m├Âchte behaupten, dass es Tekuro und Patrice bislang an nichts mangelte. Bellamy geh├Ârt mir zu meinem tiefsten Bedauern leider nicht mehr, er ist ein freier Mann, mehr noch, ein Mann von Stand. Ein Chevalier. Ihn k├Ânnt ihr auch fragen, wie das Leben in meinem Dienst ist, oder Boldisz├ár. Treue und Loyalit├Ąt gegen Schutz und Schirm, so lautet das gegenseitige Versprechen. Eure Treue gegen meinen Schutz. Anstelle des Lebens als Gesetzlose, Ausgesto├čene, Heimatlose. Jeden von euch w├╝rde ich aufnehmen, mit Ausnahme von Archibald von Dornburg und dem Lich, den ihr den ├ältesten nennt.┬ź

Kazrar
┬╗Das klingt anders als Sklave, es klingt wie ein Elternteil. Jedenfalls fast. Wie steht es mit Nahrung und einem Dach ├╝ber dem Kopf? Mit Waffen, Kleidung und all das was wir ben├Âtigen? Erhalten wir das ebenso von Euch? Und wird mein Sohn dann nicht l├Ąnger ge├Ąchtet sein?┬ź, fragte Kaz.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗All das bekommt ihr gestellt. Zu jeder Zeit, so lange das gegenseitige Versprechen gilt. Wenn euch etwas fehlt, wendet ihr euch an mich und dann werde ich sehen, ob es Sinn macht, euch dies besorgen zu lassen. Und bisweilen gibt es Boni.┬ź Er nickte kurz in Richtung von Bellamy. ┬╗Dein Sohn war nie ge├Ąchtet, Kazrar. Er sollte nur aufgegriffen werden, da er sich unerlaubt von seinem Bestimmungsort entfernt hatte. Das war schon alles. So etwas kann ich nicht dulden, da ich mich auf euch verlassen k├Ânnen muss.┬ź

Kazrar
┬╗Dann ist es abgemacht, ab heute stehen wir f├╝reinander ein┬ź, sagte Kaz und reichte Ciel die Hand zur Besiegelung der Vereinbarung. ┬╗Bis jetzt habt Ihr Euer Wort gehalten und wir das unsere. Auf einen gemeinsamen Neuanfang┬ź, sagte Kazrar.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Sehr sch├Ân, ich freue mich┬ź, antwortete Ciel. Er ergriff Kazrars Hand und dr├╝ckte sie. ┬╗Auf einen gemeinsamen Neuanfang. Wenn jemand sich ├╝ber euch beklagt, soll er sich vertrauensvoll an mich wenden, das d├╝rft ihr ihm sagen. Ich werde euch ein Erkennungszeichen fertigen lassen, eine Kette, damit ihr euch ausweisen k├Ânnt.┬ź Er l├Ąchelte und trat wieder einen Schritt zur├╝ck. ┬╗Begleitet mich bitte in den Palast. Mein Cockatrice wartet auf dem Achterdeck.┬ź Er ging vor, sehr zufrieden mit dem Verlauf des Abends.

Kazrar
Kaz reichte seinem Sohn die Hand und zog ihn auf die Beine. ┬╗Mama w├Ąre mit der Entscheidung einverstanden, er wei├č dass Freiheit frei von allem sein kann. Frei von Essen, Nahrung, Unterschlupf, einfach allem. Komm mein Sohn, begeben wir uns in die H├Ąnde von Prince Ciel, der ├älteste hat uns in seinen Scho├č gef├╝hrt. Er wird bald folgen┬ź, sagte Kaz gl├╝cklich. Er folgte dem Prince nach drau├čen, begleitet von Nori und Arbogast. Archibald blieb einfach im Nest sitzen und schaute der Gruppe gut gelaunt nach, w├Ąhrend er Nathan kraulte.

Robere Tekuro Chud-Moreau
┬╗Mama Arkan┬ź, sagte er wehm├╝tig. ┬╗Er muss mitschweben, ja? Da kann ich euch mein zu Hause zeigen. Die Baracke von Unit├Ę B, die Mannschaftsquartiere. Und unser Spielzimmer.┬ź Er grinste kurz. Dann griff er nach Patrices Haaren und zog ihn daran auf die F├╝├če. ┬╗Du kommst auch mit, hast du geh├Ârt! Lieb sein, Patti. Ganz lieb, ja? Keine Zicken und keine Spinnereien. Ich wollt dir was schenken. Wo ich wei├č, dass du das magst. Ist im Rucksack. Kriegst du, wenn du lieb bist und nur dann. Sonst gibt`s was anderes┬ź, grollte er und schubste ihn gegen die Wand. Er griff nach der Hand seines Vaters und h├Ąndchenhaltend folgte er Prince Ciel, seinem neuen alten Herrn, zur├╝ck nach Hause und doch in eine andere Zukunft, als erwartet.
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Costantino Marchesi
Zweitcharakter
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Re: Blutrote See - Kapitel 13 - Kl├Ąrungsbedarf

#4

Beitrag von Costantino Marchesi » Sa 24. Nov 2018, 22:11

Neues Nest


Ciel Felicien de Souvagne
Ciel wartete vor der T├╝r, bis sich die Versammlung endlich aufl├Âste. Er h├Ątte auch im Raum sitzen bleiben k├Ânnen, aber ihm war nicht danach. Als Davet hinauskam, krallte er ihn am ├ärmel. ┬╗Einen Moment, Onkelchen, ich bringe dich gleich zu den Bei├čern. Ich muss nur noch etwas mit Papa kl├Ąren.┬ź Er wartete, bis alle drau├čen waren au├čer Maximilien, dann schl├╝pfte er herein. ┬╗Hast du einen Moment Zeit? Ich habe mit Yanis gesprochen ...┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
Maximilien musterte Ciel wohlwollen. Ihr Familiengespr├Ąch war friedlich verlaufen, sogar sehr sch├Ân. Er hoffte dies blieb so. "Nur zu, komm herein. Worum geht es?", fragte Maximilien seinen Sohn.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Um die Liste┬ź, sprach Ciel. ┬╗Die Liste mit allen Schatten. Yanis sagte, ich k├Ânnte jederzeit Einsicht nehmen, was aber voraussetzt, dass ich ihren Aufenthaltsort kenne. Zeigst du sie mir bitte?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Nat├╝rlich, folge mir", sagte Max und gab den Weg vor. In der Amtsstube betraten sie einen Nebenraum, in dem ein gro├čer Tresor stand. Maximilien legte seine Hand auf die Fl├Ąche und seltsame Zeichen flammten auf, ehe er den Drehmechanismus bet├Ątigte und die Kombination eingab. Der Tresor entriegelte mit einem dumpfen Klang und Max zog die schwere T├╝r auf. Er schaute kurz durch die B├╝cher und reichte dann eines davon Ciel. "Bitte. Du kannst es aber nicht mitnehmen, lie├č und gib es mir wieder Ciel. Es bleibt hier verwahrt. Es darf nicht in falsche H├Ąnde geraten", sagte Max liebevoll und strich seinem Sohn ├╝ber den Kopf. "Bald ist Deine Per├╝cke fertig", sagte er freundlich.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel wuchtete das schwere Buch auf einen Tisch und schlug es auf. ┬╗Ich werde sie nur zu besonderen Anl├Ąssen tragen. Das Tragen des Kopftuches hat daf├╝r gesorgt, dass meine Kahlheit mich nicht l├Ąnger st├Ârt.┬ź Sein Zeigefinger glitt ├╝ber die Zeilen des Inhaltsverzeichnisses, ohne sie zu ber├╝hren. ┬╗Auf welchen Seiten finde ich die Schatten hier am Hof?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Unter P wie Palast Ciel. Mich schmerzt es Dich so gerupft zu sehen. Das klingt vielleicht ziemlich oberfl├Ąchlich, aber es ist das Gegenteil Kleiner. Sehe ich Dich wie ein gerupftes Huhn, dann sehe ich was dieses Schwein Dir angetan hat. Und ich frage mich so langsam, wieso bei Ainuwar Ansgar so langsam ist. Ob es daran liegt, dass der Ur-Lich und er Verwandte sind? Wenn er bis n├Ąchsten Freitag den Lich nicht get├Âtet hat, verlange ich seinen Kopf auf einem Spie├č. Ich bin ein geduldiger Mann und ich bin garantiert nicht ohne Gnade. Aber zwischen Gnade, Freundlichkeit und mich verarschen lassen ist ein Himmelweiter Unterschied. So schwer kann das nicht sein diesen Lich zu finden. Du bist leider permanent ├╝ber ihn gestolpert. Was soll Ansgar gro├č tun? Nichts! Ihn aufsp├╝ren, die Himmelsaugen b├╝ndeln ihre Macht und er nutzt sie um den Lich zu t├Âten. Hat er Gl├╝ck ├╝berlebt er, falls nicht ist das bedauerlich, aber er wusste um das Opfer. Und so langsam frage ich mich, mit wem er im Bunde ist. Falls er dazu zu schwach ist, h├Ątte er uns das sagen m├╝ssen. Aber so wie ich ihn kennengelernt habe, ist er zwar krank, aber er wurde doch geheilt. Und zwar von Dir. Und das ist der Dank? Eine Woche hat er noch, dann ist meine Geduld zu Ende und er spricht mit Domi. Was genau suchst Du Kleiner?", fragte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich will wissen, wer Bellamy und Boldisz├ár ├╝berwacht - und ob wir noch mehr Agentens├Âhne samt verborgenem Anhang hier haben.┬ź Er bl├Ątterte herum. ┬╗Anschlie├čend w├╝nsche ich zu erfahren, wer alles auf Silvano angesetzt wurde.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Na das h├Ąttest Du mich auch so fragen k├Ânnen! Das waren Costantino Marchesi, achter Offizier und Anacleto Pagnotto, zweiter Offizier und das Bordhimmelsauge Valentin Anoullaut. Das wei├č ich, da ich letztens nachgelesen habe. Bellamy und Boldi wurden von Patrice mit ├╝berwacht. Zus├Ątzlich wurden sie von Benoit Houssonier ├╝berwacht", erkl├Ąrte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Von Patrice? Nun, dann nimmt der seine Aufgabe sehr ernst. Er hat es alles andere als leicht in diesem Umfeld. Wer ist Benoit Houssonier? Welche Qualifikationen haben die Genannten, alles Klingen der Dunkelheit oder gew├Âhnliche Schatten?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Es sind Klingen der Dunkelheit, da Belly, Boldi und Vano die S├Âhne der Agenten der Autarkie Redelsf├╝hrer waren. Alle anderen Agentenkinder werden von reinen Schatten bewacht. Benoit ist ebenfalls eine Klinge Ciel. Allerdings werde ich die Klingen abziehen. Die traurige Tatsache ist, es bestand kein Grund die Agenten zu vernichten, es besteht kein Grund ihre Kinder zu ├╝berwachen. Das h├Ątten wir mit Parcival tun sollen und mit meiner Mutter. Eine fortgesetzte ├ťberwachung zeigt Misstrauen wo keines angebracht ist oder jemals war. Wir bestrafen sie damit weiterhin f├╝r eine L├╝ge. Die L├╝ge des Verrates der Agenten. Warum m├Âchtest Du das wissen Ciel?", fragte Max und nahm ihm das Buch ab.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel hielt das Buch fest. ┬╗Weil ich es eben wissen m├Âchte. Und ich war noch nicht fertig. Was bedeutet, sie werden abgezogen? Was passiert mit ihnen?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
Maximilien lie├č das Buch los und ├╝berlie├č es seinem Sohn. "Das ist doch klar Ciel. Das hei├čt ich pfeife sie zur├╝ck und sie werden ihrem ├╝blichen Job nachkommen. Sie werden die drei nicht mehr ├╝berwachen. Oder m├Âchtest Du dass sie es weiterhin tun? Falls ja warum Kleiner?", fragte Max besorgt.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Silvano auf jeden Fall. Was bedeutet, sie gehen ihrem ├╝blichen Job nach?┬ź Er bl├Ątterte weiter in dem Buch und schaute, ob er ihm bekannte Namen fand.

Maximilien Rivenet de Souvagne
Ciel fand einige Namen von Bediensteten im Hof und im Palast die er schon geh├Ârt hatte, als zuverl├Ąssige und gute Diener, Pagen, Beik├Âche und so weiter kannte. Sie alle waren Schatten, dazu da ihn und alle anderen der Krone mit ihrem Leben zu verteidigen. Maximilien legte ihm eine Hand auf die Schulter, ehe er zufasste und Ciel in seine Arme zog. "Was l├Ąuft da zwischen Dir und Silvano de Mancini? Warum soll er ├╝berwacht werden? Erz├Ąhl es mir und rede nicht um den hei├čen Brei Ciel. Wir haben uns heute so gut verstanden, belassen wir es doch dabei. Bedenke der Mann geh├Ârt schon halb zur Familie durch Davet. Also bevor er es jemals ganz tut, sag mir bitte was los ist", bat Max.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel lie├č ab von dem Buch und lie├č sich von seinem Vater dr├╝cken. ┬╗Das war mir eine Nummer zu heftig, was er da abgezogen hat, das ist alles. Sollen wir f├╝r einen einzelnen Mann die Sicherheit der Bev├Âlkerung riskieren, vielleicht sogar unserer Familie? Er hat mich schon einmal vergiften lassen - beim zweiten Mal wache ich vielleicht nicht mehr auf. Er wurde Jahrzehnte ├╝berwacht. Warum st├Ârt es dich, dass es fortgesetzt werden soll?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Du interpretierst schon wieder zu viel hinein Ciel. Mich st├Ârt gar nichts, ich habe Dich lediglich gefragt, warum Du ihn weiterhin ├╝berwacht haben m├Âchtest. Dein Grund ist verst├Ąndlich, nachvollziehbar und Du gehst vor. Du bist mein Kind, auch wenn Du es scheinbar nie begreifst, ich liebe Dich. Er wurde sein Leben lang bewacht, da wird ein Jahr oder zwei Jahre l├Ąnger nicht schaden. Mein Gedanke war, die ├ťberwachung einzustellen, da wir sie f├╝r m├Âgliche Verr├Ąter wie ihre V├Ąter hielten. Oder ehr, Verr├Ąter in Spee wenn sie je herausfinden wer sie sind. Aber nicht mal ihre V├Ąter waren Verr├Ąter, darum werde ich die Schatten und Klingen abziehen. Au├čer jene von Silvano. Und so lange Boldi an seiner Seite ist, werden Boldi und Bellamy ebenfalls immer noch mit unter Beobachtung sein. Von daher etwas ├ťberwachung bleibt dann auch f├╝r die beiden. Ich lege es in Deine Hand, ab wann die Bewachung eingestellt werden kann Ciel. Ein Zeichen meines Vertrauens und Wohlwollens an Dich und meiner Liebe", sagte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
"Einverstanden", freute Ciel sich und dr├╝ckte seinem Vater einen Kuss auf die Wange. "Wer ist Benoit Houssonier, ich m├Âchte wissen, wie er aussieht. Dann muss ich zu Onkel Davet, er wartet. Patrice, Conni, Anacleto, Benoir und Valentin werden also weiterhin auf ihren Posten bleiben?"

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Wie gesagt, wenn Du das m├Âchtest, ja. Sprich am besten auch mit Davet. Er hat 14 Jahre gewartet. Er muss nicht morgen heiraten. In 14 Jahren kann sehr viel geschehen. Manche Menschen ├Ąndern sich, manche nie. Das sollte Davet herausfinden. Mit wem ist er da verlobt. Boldi hat weise und hat voller Liebe f├╝r seinen Mann gesprochen. Das glaube ich ihm, aus seiner Perspektive. Aber aus diesem Blickwinkel kann Silvano nicht so viel anrichten, wie ein de Souvagne. Allein mit seinen normalen Befugnissen, hat er gro├čen Handlungsspielraum und Macht. Deshalb Entm├╝ndigung auf Zeit. Und nebenbei, Boldi strich garantiert seinem Mann die Finanzen. Dass muss er ja, aber Entm├╝ndigkeit hei├čt zudem, Silvano sollte keine Waffe tragen. Man ├╝berspitzt gesagt, dem Psycho die Geldkatze nehmen aber das Schwert lassen ist keine gute Idee. Benoit ist einer der Hofgardisten, ein alter Hase. Schwarzer Schnauzer, Glatzkopf, Du erkennst ihn sofort", sagte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Schnauzer┬ź, murmelte Ciel entr├╝ckt, als er einen Moment lang an Parcival dachte. Dann guckte er seinen Papa pl├Âtzlich mit zusammengekniffenen Augen an. ┬╗Auf der Choucas gab es kein Bordhimmelsauge. Alle Arbeiten geistmagischer Natur musste Remy ├╝bernehmen.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Wie da gab es kein Himmelsauge? Jedem Kriegsschiff ist f├╝r die schnelle magische Kommunikation ein Himmelsauge zugeteilt. Das hat nichts mit der ├ťberwachung von irgendwem zu tun. Auf jedem Schiff ist eines. Wo war das Himmelsauge als Du an Bord warst?", fragte Max misstrauisch.

Ciel Felicien de Souvagne
"Nirgendwo! Ich hatte nach ihm gefragt, aber mir wurde gesagt, es sei keines da."

Maximilien Rivenet de Souvagne
Max schaute seinen Sohn total verdutzt an. "Ja jetzt mal langsam Ciel. Wie ich Dir sagte, ist auf jedem Schiff ein Himmelsauge. Wenn er nicht da ist, der Bordmagier, dann kommt er zur├╝ck. Oder es kommt ein neuer an Bord. Wo ging das Himmelsauge hin, weshalb kam es nicht zur├╝ck?"

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel ├╝berlegte. "Desertiert ... in einem Hafen. Sagte mir Jaques."

Maximilien Rivenet de Souvagne
"W├Ąre gut zu wissen in welchem Hafen. Zudem m├╝sste dass jedes Himmelsauge wissen. Sekunde bitte mein Kleiner", bat Maximilien. Er ging kurz vor die T├╝r. "Fabien hol mir sofort Remy her, wir ben├Âtigen seine Hilfe", erkl├Ąrte Max und Fabien eilte davon um einige Minuten sp├Ąter mit Remy wieder zu kommen. "Remy wir ben├Âtigen Deine Hilfe, komm rein. Kontaktiere f├╝r mich das Himmelsauge Valentin Anoullaut", sagte Max.

Remy de Remuer
Remy kaute schnell herunter - er hatte sich ein paar Shrimps f├╝r unterwegs in einer kleinen Dose mitgenommen - und setzte sich auf einen Stuhl. Er lehnte den Kopf zur├╝ck und schloss die Augen. Sein Gesicht entspannte sich und seine H├Ąnde sanken ruhig in seinen Scho├č. Ein L├Ącheln umspielte seine Lippen, als er sich endlich wieder vollst├Ąndig mit den Himmelsaugen verbinden durfte. Sein Gesicht bekam einen rosigen Schimmer und es sah aus, als ob er einschlief. Dann entstand langsam eine Falte zwischen seinen Augenbrauen. Das L├Ącheln erlosch. Sein Kopf zuckte wie in Alptr├Ąumen und sein Gesicht verzog sich voller Qual. Er k├Ąmpfte sich mit sichtlicher M├╝he zur├╝ck in sein Bewusstsein. ┬╗Da ist ein Loch in der Physis, wo Valentin hingeh├Ârt. Er fehlt!┬ź Remy griff nach einem Taschentuch und wischte ├╝ber seine Augen. ┬╗Ich habe mir die Erinnerung zeigen lassen, die anderen haben es gesp├╝rt ... haben mir alles gezeigt. Er war in seiner Kaj├╝te und hatte gro├če Schmerzen, als er ging. Eisen zerteilte seinen K├Ârper. Es f├╝hlte sich kalt an. Von hinten, er sah niemanden kommen, wollte gerade zu Bett gehen. Valentin ...┬ź, schniefte Remy.

Maximilien Rivenet de Souvagne
Max starrte zuerst Remy an und dann Ciel. "Wo genau wollte sich Valentin hinlegen? In seiner eigenen Kaj├╝te? Oder war er irgendwo bei wem Fremdes f├╝r ein Sch├Ąferst├╝ndchen? Und jemand hat ihn gepackt, so dass er ihn nicht sah und dann war es schon zu sp├Ąt? Die Person muss ihn von hinten eiskalt erwischt haben, oder wissen wie man einen Magier ausschaltet. Was genau hast Du gesp├╝rt Remy? Ich m├Âchte Dich nicht qu├Ąlen, aber das ist wichtig? Wurde er erstochen?", fragte Max.

Remy de Remuer
┬╗Uns ... ihm wurde der Kopf zur Seite gedreht, so stark, dass er keine Luft mehr bekam. Er versuchte zu atmen, aber es ging nicht und sein Genick war auf Anschlag gedreht, es tat extrem weh. Und dann glitt auf einmal eine Klinge durch seine Kehle. Das ging ganz schnell und er bekam wieder Luft - durch die Hals├Âffnung. Er st├╝rzte auf den Boden, so dass er nicht sehen konnte, wer das gewesen war. Es ging alles zu schnell, sonst h├Ątte er es sp├╝ren k├Ânnen. Aber all das dauerte nicht einmal eine Sekunde! Dann lag er da und das Leben rann rot aus seinem Hals. Es tat nicht lange weh, dann wurde es dunkel und kalt ... und dann war da nur noch ein Loch, wo Leben sein sollte, ein Loch in der Schwarmseele.┬ź Remy rieb sich das Gesicht.

Maximilien Rivenet de Souvagne
"So schaltet man feindliche Wachen aus, damit sie nicht Alarm schlagen k├Ânnen. Wenn das auf der Choucas geschah, war das einer der Mannschaft. Einer der Besatzung 142 Matrosen, 8 Offiziere und ein Kapit├Ąn stehen unter Verdacht. Und jeder dort ist geschickt mit dem Messer. Das m├╝ssen Seem├Ąnner sein, sie haben auch immer eines dabei. Weil man sich stets von Tauwerk befreien k├Ânnen muss. So hat es mir Davet erkl├Ąrt, als wir uns lange unterhalten haben an unserem ersten Abend. Was sagst Du dazu Ciel?", fragte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel goss ein Glas Wasser an und reichte es Remy, der es dankbar annahm und davon trank. ┬╗Fragen wir Anacletto, er ist der zweite Mann, der mit der Sicherheit betraut war. Oder besser noch - Conni. Denn der ist vor Ort. Mich ├Ąrgert, dass die Mannschaft sich mitschuldig macht durch ihr Schweigen. Jacques behauptete, Valentin sei desertiert.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Leute die gemeinsam Ihr Leben riskieren halten derma├čen zusammen Ciel. Aber alles hat seine Grenzen, vor allem wenn es um die Gesetze geht. Sie sind es die unsere Gesetze durchsetzen. Sie haben nicht ihre eigenen zu schreiben. Sie sind unsere ausf├╝hrende Hand. Conni k├Ânnte es wissen", stimmte Maximilien zu und deutete Remy an sich zu setzen.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Kommst du mit, Papa, oder soll ich Conni allein befragen?┬ź, fragte Ciel, w├Ąhrend Remy sich im Stuhl versuchte, zu beruhigen, indem er durchatmete und Wasser trank.

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Ja lass uns in den Kerker zu Conni gehen, dass ist doch alles sehr suspekt. Vermutlich war es Conni aus reiner Boshaftigkeit", gr├╝belte Max und knuffte Ciel grinsend.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Du machst dich ├╝ber mich lustig┬ź, murrte Ciel und gab dann den Weg vor. Remy fl├╝chtete und Ciel vermutete, in die Arme seiner Frau. Er versuchte, nicht daran zu denken, als er sich von den Gardisten erneut zu Connis Zelle f├╝hren lie├č. ┬╗Mon Cher?┬ź, fragte er und streckte sein Gesicht durch die Gitterst├Ąbe.

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Nur ein bisschen Spa├č, na komm", fl├╝sterte Max seinem Sohn ins Ohr und musterte mit grimmigem Blick Conni der in der Zelle hockte und sich ganz in eine Ecke verkrochen hatte.

Costantino Marchesi
"Mon Chou geht, wir haben uns nichts mehr zu sagen", schneuzte sich Conni.

Ciel Felicien de Souvagne
"Doch, haben wir. Wei├čt du, wohin euer Bordhimmelsauge verschwunden ist?"

Costantino Marchesi
"Oui er ist desertiert und fort war er", knurrte Conni stinksauer.

Ciel Felicien de Souvagne
"Er wurde ermordet", sagte Ciel. "Warum hast du so schlechte Laune, hm?"

Costantino Marchesi
"Ich bin nicht gerne eingesperrt ohne Nahrung und Getr├Ąnk und schei├če in einen Eimer Mon Cher, ich f├╝hle mich unwohl. Ich habe doch nichts verbrochen, au├čer Euch ein wenig bet├Ąubt. Ihr hattet es mir ja im Grunde erlaubt", erkl├Ąrte Conni und funkelte ihn w├╝tend an.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich h├Ątte es dir erlaubt - wenn du gefragt h├Ąttest und ich dich anschlie├čend auch bet├Ąuben d├╝rfte┬ź, stellte Ciel richtig. ┬╗Lenke nicht ab. Wusstest du, dass das Himmelsauge ermordet worden ist?┬ź

Costantino Marchesi
"Ja ich habe es weggeschafft", antwortete Conni leise.

Ciel Felicien de Souvagne
"Oh Conni!" Ciel rieb sich ├╝ber das Gesicht. "Komm her."

Costantino Marchesi
Conni trat vorsichtig an die Gitterst├Ąbe und strich sich verlegen ├╝ber seinen drei Tagebart, ehe er vor Ciel stehen blieb. "Mon Cher", sagte er leise.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel griff durch das Gitter und zog Costantino zu einer einarmigen Umarmung an sich heran. ┬╗Warum macht ihr nur solchen Unfug┬ź, sagte er traurig. ┬╗Ich wollte deinen Kopf vom Block ziehen, aber du machst es mir wirklich nicht einfach.┬ź

Costantino Marchesi
"Weil alles drunter und dr├╝ber ging. Weil Massimo befohlen hat unser Schiff zu versenken. Es war als richteten sich alle gegen uns und wir hatten doch nichts getan au├čer im Hafen zu liegen. Das ist kein Verbrechen. Er h├Ątte den Lich t├Âten k├Ânnen, aber er beschuldigte uns, wir h├Ątten ihn an Bord. Die Bei├čer ja, sie waren an Bord, der Lich niemals Mon Cher. Und da ging es los", fl├╝sterte Conni.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel streichelte kurz Costantinos Seite, dann l├Âste er sich wieder von ihm und wandte sich seinem Vater zu. "Was nun?", fragte er ratlos.

Maximilien Rivenet de Souvagne
Max legte Ciel einen Arm um die Schulter. "Stimmt das, hat Massimo genau das befohlen? Wir m├╝ssen wissen wer das Himmelsauge ausgeschaltet hat und weshalb", erkl├Ąrte Max ruhig. Auch wenn er dabei sichtlich M├╝he hatte, denn Conni m├╝ffelte gewaltig. Aber hier ging es um mehr, als ├╝ble Ger├╝che, die waren das kleinste ├ťbel.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel stank nun nach Conni, aber das st├Ârte ihn nicht. Er war Alexandre gewohnt und der war zu ganz anderen Stinkorgien f├Ąhig und stank obendrein noch mit Absicht, um Leute auf Abstand zu halten. "Nein", verteidigte er Massimo. "Ich kenne nicht mehr den genauen Wortlaut, aber Nein! Er betonte sogar mehrfach, dass dem Schiff nichts geschieht, wenn sie anlanden!"

Costantino Marchesi
"Mon Cher, dass stimmt so nicht! Er befahl uns zu versenken, ohne Grund h├Ątte wir nicht abgelegt. Uns erreichte eine Nachricht von einem Davy - wir h├Ątten es wissen m├╝ssen. Sie lautete: Eine wichtige Information an alle. Prinz Ciel, die Lich Gruppe ist unten am Hafen von Cantillion. Wir wollten sie gerade stellen, sie sind an uns unbemerkt vorbeigezogen. Leider sind die ziemlich clever. Prinz Ciel ich rufe als Palaisin alle im Hafen liegenden Kriegsschiffe und die Besatzungen zusammen. Die sollen auf ihre Schiffe aufpassen, dass sich die Feinde nicht an Bord schleichen. Falls die schon wen beschwatzt haben, soll die Besatzung die Feinde festnehmen.
Melville schick alle B├╝ttel runter zum Hafen um Schiffe zu verteidigen und die Gruppe festnehmen zu lassen. Der Lich und Archibald sind zu t├Âten, der Rest der Gruppe muss festgenommen werden. Aber nicht nur die Feinde befinden sich am Hafen, sondern auch Boldiszar, der Truppf├╝hrer der Unite B. Was der bei den Feinden verloren hat, kann ich euch nicht sagen. Ich vermute, dass er seinen Kamerad Robere auf eigene Faust verfolgt hat oder ihn retten wollte. Jedenfalls ist er bei der Gruppe.
Dave du bist ein Geistmagier mit vierten Rang. Du kannst auch die Nichtmagier erreichen. Dave informiere alle Captains der Kriegsschiffe ├╝ber die Gruppe. Sag denen, dass die Feindgruppe festgenommen werden soll und sag denen dass f├╝r Archibald und den Lich ein schon ein Todesurteil besteht. Warne die Captains alle vor, dass die bloss nicht den Lich oder die anderen an Bord lassen. Falls das schon passiert ist, sollen die von den Lich Abstand halten.
Da die Feindgruppe am Wasser ist und sich absetzen kann muss der Lich jetzt vernichtet werden. Dave sag den Himmelsaugen und deinen Bruder Ansgar bescheid. Die m├╝ssen jetzt den Lich angreifen. Die Himmelsaugen m├╝ssen jetzt ihre Kraft b├╝ndeln und Ansgar muss den Lich jetzt angreifen, nicht das der sich absetzt. Wir d├╝rfen den nicht entkommen lassen.
Jules du hast alles mitgeh├Ârt, jeder Magier informiert bitte soviele andere Magier wie er kann. Dave du musst die Captains informieren, die B├╝ttel und die Garde. Am besten informierst du auch das Milit├Ąr. Versuch bitte auch die Captains unterwegs zu erreichen. Wenn der Feindgruppe gelingt ein Schiff zu stehlen, m├╝ssen die anderen wissen was los ist. Dann k├Ânnen die das Schiff abfangen. Notfalls muss das Schiff versenkt werden, damit der Lich im Meer ers├Ąuft. Er darf nicht davon kommen. Sonst f├Ąngt das ganze Grauen woanders an Dave. Aber wem sag ich das, ihr alle wisst das vor allem ihr Prinz Ciel.
Und Dave warne die anderen auch vor deinen Verwandten Osmund. Der ist zwar abgezogen, aber wohin wissen wir nicht. Nicht dass sich der alte Sack da noch reinh├Ąngt und mit der Feindgruppe ein B├╝ndnis eingeht. Seid vorsichtig und bitte beeilt euch. Ich werde mit meine Truppe sofort der Feindgruppe verfolgen. Ich hoffe wir haben es bald ├╝berstanden. W├╝nscht uns Gl├╝ck... Sollte sich also die Feindesgruppe bei Ihnen am Schiff einfinden, verwehren Sie der Truppe den Zugang unter allen Mitteln. Vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass sich ein Lich - also ein Nekromant der m├Ąchtigsten Stufe unter ihnen befindet. Diese Person ist in der Lage einen Menschen oder sogar einer Gruppe binnen Sekunden Leben zu rauben und zu t├Âten! Bei der gesuchten Person handelt es sich um den Ur-Lich Freiherr Dunwolf von Hohenfelde, ca. 350 Jahre alt, was f├╝r seine Macht sprechen d├╝rfte. Vermeiden Sie jede Konfrontation, gehen Sie keinen Kampf ein, die Person ist t├Âdlich bewaffnet zu bewerten - Ihre Magie ist t├Âdlicher als jede bisher dagewesene Auspr├Ągung der Nekromantie. Halten Sie Sicherheitsabstand ein. Sollte sich die Gruppe bei Ihnen vor Ort befinden, erstatten Sie Meldung ├╝ber Ihr Schiffs-Himmelsauge. Ende der Mitteilung┬┤. Und das war wo Silvano die Anker lichten lie├č und wir sind aus dem Hafen geflohen Mon Chou", erkl├Ąrte Conni.

Ciel Felicien de Souvagne
"NOTFALLS, sagte er", rief Ciel. "Und nachdem das Schiff abgefahren war, betonte er, dem Schiff w├╝rde nichts geschehen, wenn es umkehrt. Nat├╝rlich muss er notfalls Konsequenzen ziehen! Glaubt ihr, ihr h├Ąttet Narrenfreiheit? Mon chou, was ist nur los!"

Costantino Marchesi
"Vano bekam die Wut, weil er seine Choucas bedroht sah, da versteht er keinen Spa├č. Und er war sehr erbost ├╝ber Massimo. Mon Chou ich wei├č es doch nicht, alles wirbelte durcheinander wegen diesem Lich", st├Âhnte Conni.

Ciel Felicien de Souvagne
"Nein, wegen Silvano! Und ihr alle habt euch anstecken lassen von diesem ... diesem Irrsinn. Agentens├Âhne, ich h├Ątte es von Anfang an wissen m├╝ssen. Es liegt ihm einfach im Blut. Der arme Valentin." Ciel sch├╝ttelte missmutig den Kopf. "Und DU hast das unterst├╝tzt!"

Costantino Marchesi
"Ja das habe ich, weil er mich auch stets unterst├╝tzte. Er war mir immer ein Freund. Was soll ich nun tun? Ich will nicht sterben, das ist etwas anderes als im Dienst zu fallen, oder im Kampf als Offizier. Ich habe Euch doch nur bet├Ąubt", flehte Conni.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ich wei├č es nicht, ich habe hier einen eiskalten Killer, einen Meuchler vor mir, der den Leichnam eines ermordeten Adligen ins Wasser warf, einen Prince belog, diesen bet├Ąubte und dauernd mon chou sagt." Ciel war mit seinem Demonai am Ende. Ungl├╝cklich blickte er seinen Vater an. "Was soll man mit so jemandem machen?"

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Wir schicken ihn in die Erzmienen, f├╝r 20 Jahre. Das ist eine gute und gerechte Strafe. Danach sei er von jeder Schuld frei, was das st├Ąndige Mon Chou angeht. Mein Sohn hat keinen Kohlkopf. Danach entscheiden wir ├╝ber den Mord", schlug Max vor.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel bekam rote Wangen. "Das mon chou ist ein Kosename ... und ich finde es charmant."

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Das war auch nur ein Scherz. M├Âchtest Du ihn bestraft wissen oder m├Âchtest Du ihn befreit wissen? Das frage ich Dich jetzt ein einziges Mal als Vater und dr├╝ckte dann beide Augen zu, wenn es sein muss. Als Dein Hochzeitsgeschenk. Aber das passiert nie wieder. Falls Du es nutzen m├Âchtest", bot Max an.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel z├Âgerte. "Beides", sagte er dann. "Ich w├╝rde mir w├╝nschen, dass er frei kommt, aber dennoch sollte er Gelegenheit bekommen, ├╝ber sein Verhalten reflektiert nachzusinnen und es wieder gut zu machen. Valentin war ein guter und treuer Untertan und die Himmelsaugen und seine Familie vermissen ihn. Das kann man nicht einfach ignorieren. Dennoch m├Âchte ich nicht, dass Conni etwas geschieht."

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Straflos kommt er nicht davon, die Strafe f├Ąllt nur privat aus, entweder zahm oder hei├č wie eine Frit├Âse Ciel. Das Strafma├č setzt Du fest, ich ├╝berlasse es Dir. Wir k├Ânnen Conni nicht frei sprechen und Valentin verdammen, nur weil Du Conni magst. Aber Conni hat Valentin nicht get├Âtet. Er hat ihn entsorgt. Demzufolge ist er ein Mitt├Ąter aber kein M├Ârder. Die Strafe sollte also hart sein, aber ihm auch eine zweite Chance geben. Valentin hat keine M├Âglichkeit auf eine zweite Chance, aber er ist auch nicht jener der ihm alles nahm. Drum m├Âchtest Du privat ├╝ber ihn richten? Dann sei Dir das gestattet", sagte Max freundlich.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel nickte. "Das m├Âchte ich. Aber ich ben├Âtige etwas Zeit, um dar├╝ber nachzudenken. Ich bin traurig und entt├Ąuscht. Von dir, Conni und von Silvano. Eine Frage, Papa ... wer ├╝berwacht eigentlich das Treiben der Schatten?"

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Das ist eine gute Frage, sie arbeiten zusammen mit den Himmelsaugen. Es ist keine ├ťberwachung, sondern ein Arbeiten Hand in Hand. Dann sei es Dir gestattet. Geh zu Silvano und rede mit ihm. Stell das klar. Er soll den Mund aufmachen. Er kann Davet auf Knien danken dessen Verlobter zu sein", bat Max und dr├╝ckte Ciel. "Wiedergutmachung sollte Conni leisten, gleich in welcher Form. Und falls Silvano nicht reden mag, frag Davet oder Boldi. Gleich was sie wissen, er wird sie besch├╝tzen wollen. Traust Du Dir das zu?", fragte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ich m├Âchte Conni gern mitnehmen. Dann wird Silvano sehen, wof├╝r er die Wahrheit sprechen soll. F├╝r das Gute. F├╝r nichts als das Gute."

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Eine hervorragende Idee und dann sieht er auch, was man mit zuviel Loyalit├Ąt anrichten kann. Denk an die Bei├čer, Tekuro, Boldi, Vano und und und. Nimm Conni mit und rede mit dem Mann. Und falls er Dir dumm kommt, Du kannst jede Vereinbarung mit Boldi treffen oder in letzter Instanz weise ich eine an. Wir haben geurteilt er ist krank. Das ist er. Wir k├Ânnen aber auch urteilen unheilbar, dann f├Ąllt die R├╝be. Wie weit will er f├╝r seine Ziele gehen? Wie weit? Zumal Davet noch lebt, er m├╝sste damit etwas zur Ruhe kommen. Rede mit dem Mann, denn er sprach sonst gut von Dir Ciel", sagte Max.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel wies den Gardisten, der sie heruntergebracht hatte, an, die Zelle aufzuschlie├čen. Das Gitter ├Âffnete sich. "Komm, Conni", sagte er freundlich. Und dann zu seinem Vater ganz leise und mit sehr dankbarem Blick: "Danke."

Costantino Marchesi
Maximilien nickten seinem Sohn zu, w├Ąhrend sich Conni an sie wandte. "Ich werde Dich begleiten Mon Cher, er wird reden. Und Danke f├╝r alles, an Euch meine Herren", sagte Conni und folgte Ciel auf dem Fu├če.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel bot Costantino seinen Arm an und hielt unterwegs einen Diener an, der dem ehemaligen Gefangenen etwas zu Trinken gab, da er angedeutet hatte, Durst und Hunger zu haben. Erst, nachdem Conni Gelegenheit gehabt hatte, so viel er wollte zu trinken, klopfte Ciel an der T├╝r der Repr├Ąsentantensuite und trat dann ein und schaute sich neugierig um, was gerade getrieben wurde.

Silvano de Mancini
Silvano sa├č am Schreibtisch und blickte auf, als Ciel eintrat, w├Ąhrend Boldiszar immer noch im Bett lag und den vers├Ąumten Schlaf nachholte. "Eure Hoheit", gr├╝├čte Silvano und schaute Conni an, "Achter", f├╝gte er an. "Womit kann ich Euch helfen?", fragte Vano und legte die Feder beiseite.

Davet la Caille
Einen Augenblick sp├Ąter betrat Davet die Suit und warf einen Blick ├╝ber die Gruppe. "Alles in Ordnung bei Euch?", fragte er freundlich, weckte Boldi und legte Silvano ein P├Ąckchen in die Hand. "Das ist von Boldi und mir, damit Du durchh├Ąltst. Worum geht es?", fragte Davet und setzte sich dazu.

Silvano de Mancini
"Ich wei├č noch nicht wor├╝ber sie mit mir reden m├Âchten", antwortete Vano ehrlich und packte vorsichtig sein Geschenk aus.

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Ger├╝hrt betrachtete er den Kristall und dr├╝ckte ihn an seine Brust. "Dankesch├Ân Ihr beiden, ich werde durchhalten versprochen. Der ist echt super", freute sich Vano und betrachtete ihn sich mit absoluter Neugier. Conni blinzelte Ciel zu.

Boldiszàr
Ciel r├╝ckte f├╝r Costantino einen Stuhl zurecht und deutete ihm an, sich zu setzen. Mit einem freundlichen Blick empfing er seinen Onkel. Ciel nahm ebenfalls Platz, w├Ąhrend Boldi sich im Bett auf den Bauch w├Ąlzte, sich das zerknautschte Gesicht rieb und von dort aus dem Geschehen folgte. Er konnte sich nicht entsinnen, Silvano irgendein Geschenk ausgesucht zu haben, aber wenn Davet sagte, dass es von ihnen beiden war, hatte das wohl seine Richtigkeit. "F├╝r deine Plundersammlung", f├╝gte er der Widmung von Davet hinzu.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Guten Abend┬ź, gr├╝├čte Ciel, nachdem alle das Geschenk bewundert hatten. ┬╗Conni und ich m├Âchten gern mit dir, Silvano, ├╝ber das verschwundene Himmelsauge Valentin sprechen. Um es kurz zu machen: Ich wei├č, dass der Mann nicht desertiert ist. Die anderen Himmelsaugen haben seinen Tod gesp├╝rt und mir ist bekannt, wer sein M├Ârder war.┬ź Ruhig blickte er eben jedem M├Ârder in das entstellte Gesicht. ┬╗Wisse eines, Silvano. Auch meine Geduld findet ihre Grenzen. Wisse aber auch, dass es nicht der Wunsch nach Vergeltung ist, der mich erneut zu dir trieb. Was ich mir w├╝nsche, ist dass dieses ganze Kn├Ąuel aus L├╝gen, Hass, Intrigen und Vergeltung ein f├╝r alle Mal entwirrt wird, und zwar restlos. Deine Maaten waren dir treu und sie w├Ąren dir in den Abgrund gefolgt. Conni hat aufgrund seiner Loyalit├Ąt dir gegen├╝ber dem Abgrund bereits in den aufgerissenen Schlund geschaut. Er kommt aus dem Todestrakt┬ź, sagte er leise und der Gedanke an Costantinos Tod versetzte ihm einen Stich. ┬╗Dies ist nicht, womit Treue vergolten werden sollte. Oder irre ich da?┬ź

Silvano de Mancini
"Kommt in unser Schlafzimmer Boldi, Ihr seid meine Sch├Ątze", freute sich Vano und schaute Ciel an, dabei legte er den Kopf schief um ihn sich genau anschauen zu k├Ânnen. "Nein dass ist es nicht, damit habt Ihr Recht. Ihr kennt beziehungsweise kanntet mein Ziel, ich schwor meinen Mann zu r├Ąchen. Aber so einfach war das nicht m├Âglich. Meine Mannschaft war mir stets treu, meine Treue und Vergeltung ist, ich sage Euch die Wahrheit", erkl├Ąrte Vano und stellte den Kristall auf den Tisch. "Um mein Ziel zu erreichen, musste ich l├╝gen. Jede L├╝ge zog eine weitere L├╝ge nach sich. Und irgendwann war es ein Gespinst aus tausenden L├╝gen, Intrigen, Seilschaften um die Dinge zu bekommen die ich ben├Âtige und um uns dahin zu bekommen, wohin ich musste. Ich habe dem Himmelsauge die Kehle durchgeschnitten, als ich h├Ârte, dass er mich die ganze Zeit ├╝ber bewacht hat. Das er mich und mein Leben ausspioniert hat. Mag sein dass ich es einfach leid war, immer nur der jenige zu sein der reagiert. Da habe ich agiert, ich bin ihm zuvor gekommen, ich habe ihn get├Âtet. Ich wei├č wozu Himmelsaugen f├Ąhig sind. Er wusste nicht wozu ich f├Ąhig bin und so starb er bevor er meinen Boldi ermorden konnte. Und ehe er meinen Schwur verhinderte. Nein ich w├╝nsche nicht dass Conni f├╝r meine Entscheidungen stirbt. Und es tut mir in der Seele weh, dass er dort sa├č. Sagt mich von Boldi los, ich habe den Mord begangen, bevor er mein Vormund war. Ihn trifft keine Schuld. Ich teile Euren Wunsch, dass Kn├Ąul aus L├╝gen zu entwirren. Wenn es nach mir ginge, k├Ânnten wir es auch verbrennen und uns auf die Wahrheit einigen. Das w├Ąre sch├Ân und es w├╝rde einiges leichter machen. Es gibt nichts zu besch├Ânigen, ich war es. Ich habe dem Mann auf meinem Schiff die Kehle durchgeschnitten. Ein Todesurteil gef├Ąllt und vollstreckt", antwortete Vano f├╝r seine sonstige Art erstaunlich leise.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Nicht nur das Morden ... auch die L├╝gen m├╝ssen ein Ende finden┬ź, sprach Ciel ernst. ┬╗L├╝gen vergiften jedes Zusammenleben. Einen Mann, der die Krone bel├╝gt, kann nicht zu unserer Familie geh├Âren. Denn eine solche Verantwortung erfordert auch das n├Âtige Verantwortungsbewusstsein. Es geht also um mehr als nur um deine Rehabilitierung. Es geht auch um den Segen meines Vaters bez├╝glich einer m├Âglichen Hochzeit. Vielleicht ist das dir Ansporn genug.┬ź

Silvano de Mancini
"Das ist ein Ansporn, aber derma├čen hoch habe ich meine Anforderungen gar nicht gestellt. Meine war, dass es einfach einmal vorbei ist mit k├Ąmpfen m├╝ssen. Gleich ob mit Wort oder Waffe, dass es irgendwann einmal gut sein w├╝rde. Und das w├Ąre es auch geworden. Mein Plan war mit Boldi in ein Hausboot zu ziehen in Ledwick. Und dort ein Gesch├Ąft aufzumachen. Ich wei├č nicht ob Du mich verschont hast um mir zu helfen, oder ob Du mich verschont hast um mich lebendig zu bestatten. Trifft erstes zu, k├Ânntest Du mir einen Vorsprung geben", schlug Silvano vor.

Ciel Felicien de Souvagne
"Ich m├Âchte, dass du wieder gesund wirst, dass es dir gut geht und du gl├╝cklich sein kannst", antwortete Ciel, "ohne dass daf├╝r Blut flie├čen muss. Welcher Art stellst du dir den Vorsprung vor?"

Silvano de Mancini
"Am besten so einen, dass ich Ledwick erreiche, bevor ich dingfest gemacht werde. Oder reden wir aneinander vorbei? Weshalb bist Du hier? Als Freund? Oder seid Ihr als Herr hier? Dann um mich zu verhaften? Frage ich doch einmal so rum, was habt Ihr mit mir vor? Bevor ich aus dem Land fliehe", sagte Vano und zuckte die Schultern. "Man kann alles von zwei Seiten betrachten, mindestens. Und bei so etwas m├Âchte ich Euch nicht falsch verstehen", erkl├Ąrte Vano und musterte Davet und Boldi. "An mir lag es nicht, dass Blut flie├čen musste. Glaubt mir das, mich h├Ątte es gefreut, w├Ąre es nicht n├Âtig gewesen. Ich m├Âchte auch gesund werden, vielleicht heilen dann auch die K├Ârperlichen Wunden und werden Narben. Ich hoffe es", gestand Vano Ciel.

Ciel Felicien de Souvagne
"Wir reden aneinander vorbei", best├Ątigte Ciel. Er betrachtete lange Silvanos Gesicht. Der Mann war noch zu krank, um vern├╝nftig mit ihm reden zu k├Ânnen. Er h├Ârte Dinge, die Ciel weder gesagt noch angedeutet hatte. Vermutlich hatte es darum auch zu der verh├Ąngnisvollen, ├╝berst├╝rzten Handlung von Silvano kommen k├Ânnen - er hatte Massimos Befehl v├Âllig falsch verstanden. Ciel dachte nach, aber er wusste nicht, was er sagen sollte, um Silvano zu beruhigen, ohne dass dieser wieder eine List und einen verdeckten Angriff witterte. Also erhob er sich wieder und r├╝ckte seinen Stuhl ordentlich zurecht. Er bemerkte, wie Boldisz├ár vom Bett aus jede seiner Bewegungen beobachtete, aber auch Silvano genau im Auge behielt. Er f├╝rchtete die Eskalation so wie jeder hier im Raum. "Ich bin nicht dein Feind, Silvano", sagte Ciel. "Bitte besuche weiterhin den Priester im Tempel. Das ist schon alles." Er bot Costantino seinen Arm an und verlie├č den Raum wieder.

Davet la Caille
"Bleib hier Ciel, komm bitte her", bat Davet freundlich und gab ihm ein Zeichen, dass er zur├╝ck kommen sollte. "Stell Dir vor, was Ciel gerade gesagt hat, h├Ątte Boldi gesagt oder ich. H├Ąttest Du es hinterfragt? H├Ąttest Du Angst Vano? Er bietet Dir Hilfe an. Boldi sagte Dir bereits, dass Ciel und die Krone Dir helfen m├Âchte. Das hat er getan und Du hast die Hilfe angenommen. Wir hier nicht in der Tanzschule, eine Schritt vor, zwei zur├╝ck Schatz. Ciel geh├Ârt zu mir und mir vertraust Du wie Boldi. Boldi sagte Dir auch, vertrau ihm. Dein Kopf ist noch auf Deinen Schultern und er ist mit Conni hier und nicht mit der Garde. Er ist ein kluger, kleiner Bursche. Meinst Du er spaziert hier herein, bei einem Offizier und einem Leibgardisten die vielleicht stinkig werden? Er ist Mitglied der Krone aber kein Gott. Auch er blutet, wie Du. Und genau dass ist sein Ziel, das Bluten soll aufh├Âren. Du machst mit ihm, das Gleiche wie mit Santo. Die gereichte Hand be├Ąugst Du so lange misstrauisch, bis Dein Gegen├╝ber sie resigniert zur├╝ckzieht. Zuh├Âren ja? Eine Order von Boldi und mir. Geh zu ihm hin", bat Davet.

Silvano de Mancini
Silvano verschr├Ąnkte die Arme vor der Brust und schaute Davet schmunzelnd an. "Nein Boldis Wort h├Ątte ich nicht angzweifelt. Habe ich nie, werde ich nie. Ebenso wie Deines, aber das hat nicht mit verletzt oder geheilt zu tun, sondern mit Vertrauen. Ich bin nicht verr├╝ckt, ich bin verirrt und ich finde den Weg nicht zur├╝ck. Das ist zu schwer zu erkl├Ąren. Aber Du hast Recht, was Du sagst ist logisch und selbst wenn es das nicht w├Ąre, vertraue ich Euch. Von vorne Ciel, was schl├Ągst Du vor soll ich tun? Ich besuche den Tempel, f├╝r Boldi, Davet und f├╝r mich. Gesund und gl├╝cklich klingt gut, dass w├Ąre ich gerne", sagte er umg├Ąnglich.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich schlage vor, dass du damit aufh├Ârst, ein Netz aus L├╝gen und Schweigen um dich zu weben - und deine Maaten zu deinen Werkzeugen zu machen. Hart gesprochen hast du Connis Treue ausgenutzt. Du wusstest, er w├╝rde nie gegen dich aussagen. Er w├Ąre f├╝r dich auf den Block gewandert. Besser gesagt, f├╝r deinen Wahn. Denn das bist nicht du. Ich wei├č, dass du anders bist und ich m├Âchte daran glauben, dass du gesund wirst.┬ź

Silvano de Mancini
"Ja dass stimmt, ich habe sie genau wie die Choucas zweckentfremdet und missbraucht. F├╝r meine Zwecke, die nicht mal wirklich f├╝r mich waren. Vielleicht waren sie es doch, denn ich denke kaum, dass Davet gewollt h├Ątte, dass ich meine Mannschaft daf├╝r gef├Ąhrde. Das Ziel erreichen ohne Gef├Ąhrdung von Schiff und Mannschaft, dass ist die Aufgabe eines Kapit├Ąns. Manchmal muss man was riskieren, sicher. Aber ich habe sie auf eine Todesfahrt geschickt, f├╝r jemanden den ich f├╝r tot hielt. Weil ich ihn nicht sterben lassen konnte. Und wie zum Hohn oder vielleicht zur Erh├Ârung ist er noch da. Gut beschrieben, wenn ich an die Farisin denke, bin ich ein anderer. Weil ich sie hasse und f├╝rchte. Aber ich kann nicht nur von Hass und Furcht leben, dass hat mir Boldi gezeigt nach 14 Jahren. Und ich will ihn nicht verlieren. Ich h├Ątte ihn auch verloren, wenn ich gegangen w├Ąre. Drum gehe ich nicht, drum plante ich um, anders. Verstehst Du das? Ich werde nicht mehr schweigen und ich werde Dich nicht mehr bel├╝gen. Zudem tue ich das im Tempel auch nicht, wenn ich erz├Ąhlen muss. Es ist manchmal befreiend, etwas aussprechen zu d├╝rfen. Manchmal ist es danach besser, manchmal schmerzt es mehr als vorher. Aber das vergeht, sagt der Heiler. Man muss die Wunden wieder aufschneiden, damit sie richtig zusammenwachsen. Ich hoffe dass es stimmt, ich w├╝nsche mir nichts weiter als ein gutes Leben gemeinsam mit Boldi und Davet auf See. Und den Tod der Farisin, sonst nichts", schmunzelte Vano. "Ich wei├č wie das klingt, aber glaube mir, sie haben sich nicht grundlos so festgefressen".

Ciel Felicien de Souvagne
"Wenn du es wirklich willst, wirst du gesunden", sprach Ciel freundlich. "Das hat mein Lehrer mir mit auf den Weg gegeben. Wille und Verstand sind die m├Ąchtigsten Werkzeug des zivilisierten Menschen. Ich m├Âchte dich nicht l├Ąnger aufhalten, es war anstrengend f├╝r dich. Ich m├Âchte nur, dass du siehst, was fast geschehen w├Ąre." Er nickte in Richtung von Costantino. "Erhol dich gut. Komm, Conni. Suchen wir dir ein Quartier. Oh und Davet - die Bei├čer sind im Gesindefl├╝gel, einfach durchfragen. Es wird Zeit, dass Tekuro aus dem Palast kommt, ich sp├╝re, wie es ihm geht. Und ein m├╝rrischer Vampir ist niemand, den ich unter dem selben Dach wissen m├Âchte."

Silvano de Mancini
"Das wollte ich immer Ciel. Ich dachte der Tod der Farisin w├╝rde es bewirken, dass der Schmerz dann vorbei w├Ąre oder nicht mehr so stark. Es tut mir aufrichtig leid Achter, ich lasse mir eine Wiedergutmachung einfallen. Ich kann mir denken was Du getan hast und genauso warum. Er w├Ąre sonst nicht aufgewacht. Du hast Ciel aufwachen lassen, damit ich aufwache. Auch das sagte Boldi. Wir bringen gemeinsam die Bei├čer wohin auch immer. Ich denke Boldi ist sicher gerne dabei und ich beteilige mich. Ich wei├č nicht warum Du mir die Chance gibst, sogar zum zweiten Mal, aber ich werde sie nutzen. Und so wie es mich Davet lehrte, einem anderen ebenso eine solche Chance geben. Das Gute weitergeben. Pass auf Dich auf Ciel, falls wir uns vorher nicht mehr sehen, sehen wir uns zur Neujahrsfeier bei den Dusoliers. Gr├╝├č Kab von mir. Ich werde Dein Geschenk zu w├╝rdigen wissen Ciel", sagte Vano ehrlich und packte den Kristall in seine Umh├Ąngetasche. "Gehen wir Boldi, Davet", bat er.

Ciel Felicien de Souvagne
"Weil ich das Gute w├╝nsche", sagte Ciel. "Aber ich wei├č selbst, wie schwierig Gut und B├Âse manchmal zu unterscheiden sind und die Existenz von Graustufen macht es nicht einfacher. Ich werde die Gr├╝├če ausrichten. Bis bald." Ciel l├Ąchelte.

Costantino Marchesi
Conni nickte zustimmend. "Wer sonst, wenn nicht er Vano? Wer sollte Dir helfen? Du schaffst das mit Deinen M├Ąnnern und Deiner Mannschaft. Mach was man Dir sagt und mach keinen Unsinn K├Ąptn. Viele verlassen sich auf Dich. Wir sehen uns gewiss vorher noch. Jetzt muss ich mich frisch machen, ehe ich festklebe. Gutes wollen und Gutes bewirken ist beides nicht leicht. Aber eines kannst Du mit Gewissheit sagen, wenn Ciel nicht gn├Ądig war, wer dann? Du bist krank, nicht b├Âse. Sie zu dass Du gesund wirst. Du bist nicht umsonst blond Vano", sagte Conni und hakte sich bei Ciel unter. "Lass uns gehen Mon Chou. Die Drei haben zu tun und ich muss mich waschen. Danke f├╝r alles, ich wei├č nicht was ich sagen soll. Danke ich schulde Dir mein Leben Mon Dieu", seufzte Conni und st├╝tzte sich bei Ciel ab.

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Davet la Caille
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Re: Blutrote See - Kapitel 13 - Kl├Ąrungsbedarf

#5

Beitrag von Davet la Caille » So 25. Nov 2018, 14:33

Neues Nest Teil 2 - Der R├╝benhof


Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro f├╝hrte die Bei├čer und den neuen Anhang aus dem Palast heraus. Es war noch immer Nacht, so dass es gefahrlos m├Âglich war. Seine Kopfschmerzen wurden an der frischen Luft ertr├Ąglicher, waren aber immer noch heftig. ┬╗Das hier ist die geheime Bank, die jeder kennt┬ź, erkl├Ąrte er, als sie an jener vorbeikamen. ┬╗Wenn man sich drau├čen trifft, dann hier an dieser Bank. Belly hab ich hier manchmal getroffen, wenn ich rauchen gegangen bin. Und er mich. Oder Boldi. Archi hat hier auch auf mich gewartet, wo er mir die Kiste mit deinen Habseligkeiten gebracht hat. Und mit euren Sch├Ądeln.┬ź Er zischte. ┬╗Schei├če! Die ist noch auf dem Schiff! Das m├╝ssen wir alles noch abholen.┬ź

Kazrar
Kazrar schaute seinen Sohn an. Der Kommentar die Sitzm├Âglichkeit betreffend war doch schon sehr befremdlich. Es musste Tekuro enorm schlecht gehen, was seine Kopfschmerzen anging. "Die geheime Bank... die jeder kennt. Ist das nicht ein Widerspruch mein Sohn? Wie kann sie geheim sein, wenn sie jeder kennt? Nun es soll mir Recht sein, es ist bestimmt nur eine Metapher. Geht es Dir gut? Ja die B├╝cher, die Tageb├╝cher, die Sch├Ądel. Die Bergung und Rettung im alten Herrenhaus. Der ├älteste. Wie kommen wir an den ├ältesten? Wir m├╝ssen unsere Habseeligkeiten von Bord holen. Wieso kommen wir immer wieder auf dieses Schiff zur├╝ck? Was ist damit los? Was hat es damit auf sich? Was will uns der ├älteste sagen? Und warum blieb Archibald dort? Gut wegen Ciel. Aber ich meine methapysisch", gr├╝belte Kaz.

Robere Tekuro Chud-Moreau
┬╗Der ├älteste ist in Macini. Wir kommen nicht an den ran ohne Ciels Erlaubnis, wir sind in seinem Dienst. Schon vergessen? Wir m├╝ssen den ├ältesten auf uns aufmerksam machen. Ein ├Âffentliches Opfer oder so┬ź, gr├╝belte er. ┬╗Mir tut der Kopf weh und ich k├Ânnte kotzen, mich w├╝rgt`s dauernd. Irgendein verdammter Infekt. Wusste gar nicht, dass ich tot noch einen kriegen kann. Die Bank hei├čt so! Jeder nennt sie ÔÇ║die geheime BankÔÇ╣, aber jeder wei├č, was damit gemeint ist. Vielleicht, weil sie zwischen den B├╝schen versteckt ist. Jedenfalls haben sich an dieser Bank ganze Dramen schon abgespielt. Etienne hat sich wegen dem Spalt zwischen den Brettern dauernd die Eier verk├╝hlt und war Dauergast bei Benito. Komischerweise ist das nur ihm passiert. Zu dumm zum Sitzen.┬ź Tekuro f├╝hrte die Gruppe weiter zu einer Ansammlung flacher Bauten, die funktioneller aussahen als der ├╝brige Palast. ┬╗Das hier sind die Baracken. Hier wohnt die Leibgarde. Das da ist unsere.┬ź Er zeigte auf jene, auf deren Front ein riesiges B aufgemalt war. ┬╗Hier geht`s zum Baderaum.┬ź Er ├Âffnete die T├╝r und lie├č sie eintreten. ┬╗Hier, sechs Zuber. Passen zwei Mann rein. Entweder man teilt und plaudert nebenbei oder man nimmt dann halt das Dreckwasser vom anderen. Das da ist meiner. Ist gem├╝tlich, nach `nem Dienst bei eisigem Wetter im hei├čen Wasser wieder aufzutauen.┬ź

Kazrar
Kazrar schaute sich alles genau an und legte Tekuro einen Arm um die Schulter. "Also ist das nur ein bl├Âder Eigenname. Schade ist das der ├älteste in der Stadt Mancini steckt und nicht im Kapit├Ąn. Stell Dir nur vor, wie gut wir es dann h├Ątten. Wobei eigentlich doch nicht. Auf der anderen Seite verzapft der Mann st├Ąndig soviel Chaos, dass der ├älteste wahrscheinlich zu Tr├Ąnen ger├╝hrt w├Ąre bei so viel Tatendrang und Einsatzeifer. Ich glaube er ist einer von uns und wei├č es nur noch nicht. Wo ist Bellamy schon wieder abgeblieben? War er vornhin nicht noch da? Tekuro, jetzt zu Deiner Baracke, ich muss sagen es gef├Ąllt mir hier au├čerordentlich gut. Ein eigenes Gemeinschaftshaus mit Baderaum und sogar Zubern. Du hast es gut getroffen, aber dennoch warst Du ohne Familie. Jene die hier lebten, dass waren Deine Familienmitglieder. Sie haben Dich aufgefangen und gehalten, als Du aus dem Heim kamst. Hier hast Du Halt gefunden und ebenso Dein Bruder Boldi. Gleich wenn es die letzte H├╝tte w├Ąre, sie w├╝rde mir allein deshalb etwas bedeuten. Sie ist Dein Zuhause und ich bin stolz, dass Du mir dieses Zuhause zeigst mein Sohn. Auch ich werde Dir unser Zuhause zeigen und dies war wirklich eine kleine H├╝tte. Gef├╝llt mir Liebe und W├Ąrme aus einem Feuer. Aber die Geschichte erz├Ąhle ich Dir ganz ausf├╝hrlich ein anderes Mal. Denn Feuer ist etwas besonderes. Nun zu diesem Etienne, das sich jemand verk├╝hlt kommt vor. Aber noch schlimmer ist es, wenn die Kl├Âten zwischen die Bretter also durch die Ritze rutschen. Glaube mir, dass m├Âchte kein Mann erleben oder mit ansehen. Dein Etienne muss gelitten haben", st├Âhnte Kaz mitf├╝hlend und dr├╝ckte Tekuro zwei Finger fest gegen die Schl├Ąfen. "Das hilft normalerweise", sagte er aufmunternd.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro legte den Arm um Kazrars H├╝fte. ┬╗Bei mir hilft das irgendwie nicht ... schei├če, ich bin echt krank! Oder Ich hab Archibalds Migr├Ąne wiedergefunden, die der verloren hatte. Das hier war jedenfalls mein zu Hause, ja. Komm, ich zeig dir das Herzst├╝ck.┬ź Er f├╝hrte das Tr├╝ppchen in den Gemeinschaftsschlafraum. ┬╗Das ist das Mannschaftsquartier. Da dr├╝ben gibt es noch einen Aufenthaltsraum mit Tisch und St├╝hlen, aber die T├╝r stand eigentlich meistens offen. Boldi hat da hinten auch noch eine kleine Schreibstube.┬ź Er trat zwischen die Betten, die sich an der blanken Wand entlang reihten. ┬╗Boldis Bett.┬ź Er klopfte auf die Matratze. ┬╗Von hier aus hat er uns alle liebevoll beschnarcht. Mein Bett.┬ź Er klopfte auf das daneben. ┬╗Und das von Patti.┬ź Er zeigte auf das N├Ąchste. ┬╗Ich lag in der Mitte zwischen ihnen. In das eine Ohr wurde reingeschnarcht, in das andere reingeraschelt, weil Patti immer gelesen hat. Das hat mir gefallen.┬ź Er l├Ąchelte kurz.

Kazrar
Kazrar blieb mitten im Raum stehen, so als w├╝sste er nicht wohin er sich wenden sollte. Aber das war flasch. Denn der Arashi lie├č den Gesamteindruck des Raumes auf sich wirken, versuchte ihn mit den Augen seines Sohnes zu sehen. Die Gemeinschaft, die Kameraden, die Familie, ein Nest, sie alle lebten, lachten, liebten und schliefen hier. Die allt├Ąglichen Ger├Ąusche, die Ger├Ąuschkullisse der Nacht, die f├╝r ge├╝bte Ohren die Sicherheit des Nests versprach. Hier ein gefl├╝stertes Wort, ein unterdr├╝cktes Lachen, ein G├Ąhnen, eine ├╝ber Papier kratzende Feder wenn Gedanken zu Blatt gebracht wurden, das leise St├Âhnen eines Kameraden der sich selbst aushalf, der Wachhabende der ├╝ber sie alle wachte, hier ein Schmatzen, da ein Grunzen, das Licht Tageszeit abh├Ąngig. Vielleicht hier und dort einige ├ľllampen. Gute Lampen, mit guten ├ľl? Oder waren es solche Lampen wie in Arashima? Die gleicherma├čen Licht und Ru├č spendeten? Die den Gestank von Walfett in den Raum brachten und der f├╝r ihn zum Geruch des eisigen Winters und der Liebe seiner Familie geworden war. Das Fett, dass die kleinen Flammen der Nacht f├╝tterte. Oder hatten sie hier die guten ├ľle, die kaum oder gar nicht ru├čten? Kaz schaute sich nach den Kleinigkeiten um, die f├╝r andere bedeutungslos waren, aber die einem einsamen Herzen alles bedeuten konnten und die man mit nur einem einzigen Wort zusammenfasste - "Zuhause", sagte er liebevoll.

Robere Tekuro Chud-Moreau
┬╗Zu Hause┬ź, best├Ątigte Tekuro und setzte sich auf sein altes Bett. Er strich ├╝ber das Kissen. Alles lag noch so, wie er das Bett zum letzten Mal gemacht hatte. ┬╗Willst du mal probeliegen? Dann siehst du, was ich gesehen habe. Patti, leg dich auch mal in dein Bett, damit Papa das wei├č.┬ź Patrice gehorchte und machte es sich auf der Decke bequem. Tekuro wurde von einem Anfall von Nostalgie heimgesucht, als er ihn dort so liegen sah.

Kazrar
Kaz legte sich neben Tekuro und schaute zuerst zur Decke, ehe er sich Patti zuwandte. Er schenkte Patrice ein L├Ącheln und drehte sich dann so, als ob er zu Boldi schauen w├╝rde. "Hier hast Du zwischen Deinen Br├╝dern gelegen und nun bist Du in ihren Scho├č zur├╝ckgekehrt. Mit Patrice, mit den Bei├čern und sogar mit mir. Dies war ein gem├╝tliches Zuhause Tekuro, ich freue mich f├╝r Dich, dass nicht alles nur Schmerz und Leid war mein Sohn. Dass h├Ątte ich nicht ertragen. Auch Boldi ist zur├╝ckgekehrt in den Palast. Alles findet sich, die Macht und die Gnade des ├ältesten erstaunt mich immer wieder", sagte Kaz ger├╝hrt.

Davet la Caille
Es klopfte kurz an den T├╝rrahmen. "Boldi ist hier, aber so alt bin ich nun auch wieder nicht", schmunzelte Davet, der Boldiszar und Silvano in den Raum schob. "Ich gr├╝├če Euch Bei├čer. Ihr habt es Euch bei Silvano im Bugraum gem├╝tlich gemacht gehabt, Ihr hattet dort Euer Nest eingerichtet. Ciel hatte die Idee Euch wieder ein eigenes Nest zu g├Ânnen f├╝r Eure kleine spezielle Familie. Da komme ich ins Spiel, ich habe noch einen kleinen Hof ├╝brig. Es ist nichts Au├čergew├Âhnliches, aber es ist ein gutes St├╝ck Land, mit einem Haus und einer kleinen Scheune. Ich selbst kann den Hof nicht bewirtschaften und ehrlich gesagt kann ich ihn auch nicht gebrauchen. Ich fahre zur See, ich bin kein Bauer. Jedenfalls seit einer Ewigkeit nicht mehr. Also mein Angebot, Ihr erhaltet von mir den Hof. Ihr m├╝sst daf├╝r nichts weiter tun, als ihn in Stand zu halten. Wohnt darin, haltet das Haus in Schuss und sauber. Was Ihr zum Leben ben├Âtigt bekommt Ihr von Ciel, oder vom Acker am Haus. Je nachdem wie gut Ihr Euch mit Ackerbau und Viehzucht auskennt. Habt Ihr Interesse oder nicht? Einmaliges Angebot, wenn auch kein Palast", schmunzelte Davet.
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Robere Tekuro Chud-Moreau
┬╗Ja klar┬ź, rief Tekuro, bevor irgendwer etwas anderes sagen konnte. ┬╗Machen wir! Wann und wo? Schenkst du uns den Hof oder kriegen wir den zur Pacht, wenn ja, wie viel willst du haben? Boldi, leg dich mal kurz in dein Bett, bitte. Ich will Papa zeigen, wie ich hier gelegen habe. Er soll sehen, was ich sah.┬ź

Boldiszàr
Boldisz├ár tat ihm den Gefallen. Er kroch, wie er es immer tat, auf allen vieren ├╝ber das Bett bis ganz nach oben. Dort lie├č er sich mit einem lautstarken Grunzen auf den Bauch fallen, so dass ein Fu├č und beide H├Ąnde heraushingen.

Davet la Caille
"Weder noch, ich leihe ihn Euch einfach, so lange wie Ihr ihn haben m├Âchtet. Ich m├Âchte nur nicht, dass das Haus verf├Ąllt. Also erf├╝llt es mit Leben, lebt drin, macht was Ihr wollt nur rei├čt es nicht ab und verw├╝stet den Acker nicht. Sobald ich einiges gekl├Ąrt habe, oder wei├č wohin mich meine Reise verschl├Ągt sage ich Dir genaueres. Kehre ich zur├╝ck auf See, schenke ich Dir den Hof. Ich ben├Âtige das St├╝ck Land dann nicht. Bleibe ich, ben├Âtige ich es vielleicht", erkl├Ąrte Davet.

Boldiszàr
"Ich will ein unbegrenztes Besuchsrecht", forderte Boldiszàr von seinem Kissen aus.

Silvano de Mancini
Silvano legte sich neben Boldi und schmiegte sich an. "Das ist Unsinn Calli, falls Du hierbleibst, wohnst Du bei uns oder im Palast. W├Ąre das nicht m├Âglich, w├╝rdest Du eher unter einer Br├╝cke schlafen als hier. Also schenk Tekuro den Hof. Halt nicht an etwas Negativem fest. F├╝r Dich war der Hof der Abgrund. Niemand h├Ąlt sich da freiwillig ein Zimmer frei. Und wenn alle Stricke rei├čen, kannst Du immer, jederzeit, ohne jede Frage bei Santo wohnen. Gib den Hof ab, zuviele Altlasten S├╝├čer", bat Vano.

Robere Tekuro Chud-Moreau
"Bei uns w├Ąre er so oder so in guten H├Ąnden. Du kannst uns jederzeit besuchen, Boldi. Jederzeit. Tag und Nacht."

Davet la Caille
"Wohl wahr Vano. Also schaut Euch den Hof an und entscheidet ob Ihr ihn haben wollt. Dann lasse ich ihn direkt auf Euch ├╝berschreiben. Dass kann der Hofmarschall sicher direkt und reicht es weiter. Und ich denke das Besuchsrecht sollte f├╝r beide gelten, nicht nur f├╝r Boldi", warf Davet ein.

Robere Tekuro Chud-Moreau
"Wenn Boldi `nen Anhang mitschleppt, klar kann der dann auch rein." Tekuro zuckte mit den Schultern.

Silvano de Mancini
Vano setzte sich auf und blinzelte Davet zu. "Ich kenne Dich eine Ecke l├Ąnger. Die drei guten Erinnerungen an Deinen Onkel, kannst Du so verwahren. Du verr├Ątst niemanden damit, die haben Dich verraten vor einer Ewigkeit. Eigentlich schon vor Deiner Zeugung. Sie werden aus dem Hof Ihr Nest machen, genau das Gegenteil von dem was die H├╝tte zu Deiner Zeit war Davet. Glaub es mir. Und was Dich angeht Tekuro, ich habe gerade f├╝r Dich vor meinem Mann gesprochen. Ich bin garantiert nicht irgendein Anhang. Ich bin Boldiszars Ehemann und daran wird sich auch nichts ├Ąndern. Ob Dir das in den Kram passt oder nicht. Versuch uns auseinander zu bringen und Dein letztes Problem ist ein Hof. Dann such Dir eine letzte Ruhest├Ątte. Sowas", knurrte Vano stinksauer.

Davet la Caille
"Keine Sorge, er ist schon in Behandlung. Er geht in den Tempel und ist schon ein v├Âllig neuer Mensch. Normalerweise w├╝rden Dir jetzt schon die Frontz├Ąhne fehlen oder die Eier hingen am Haken. Stell besser nie Boldi oder ihre Ehe in Frage", grinste Davet.

Robere Tekuro Chud-Moreau
"Ich sag doch gar nichts dagegen", knurrte Tekuro. "Ich mein nur, falls Boldi mal wen anders anschleppt, dann kann der nat├╝rlich auch mit rein."

Boldiszàr
"Damit meinst du sicher Davet und Bellamy", half Boldisz├ár aus. "Weil sonst brauch ich niemanden anschleppen, der nicht Vano hei├čt."

Silvano de Mancini
"Ehrlich, st├Ąndig habe ich diesen Wicht aus der Schei├če gezogen. Ich habe ihn ins Meer getreten, damit er seine bucklige Verwandtschaft retten kann! Ich habe mir damit die Schei├če ans Bein getackert! Dann habe ich ihn im Bug mit seiner Mischpoke wohnen lassen! Wieder die Schei├če ans Bein getackert! Dann kam der Glatzenprince und stiefelte rum und ich kam in Erkl├Ąrungsnot! Wieder die Schei├če ans Bein getackert! Und wof├╝r? Weil Boldi Dich liebt als seinen kleinen Bruder! Deshalb stand ich Dir bei, aus Liebe zu meinem Mann. Aber das ist wohl echt die Undankbarkeit schlechthin. Und Boldi kann es nicht ausstehen, wenn Du so ├╝ber ihn sprichst. Sei froh dass Du mit ihm verwandt bist, echt so langsam aber sicher werde ich hier total aggressiv und dabei wollte ich nur helfen!", knurrte Vano.

Robere Tekuro Chud-Moreau
"Was regst du dich eigentlich gerade auf?", fragte Tekuro. "Ich geb dir gleich Mischpoke! Pass auf, was du sagst! Boldi kann mitbringen, wen er will. Das hast du nicht vorzuschreiben. Auch dich kann er mitbringen. Aber ich lass mich nicht ankacken! Oder meine Familie beleidigen!"

Davet la Caille
Davet musste sichtlich darum k├Ąmpfen nicht loszugackern wie ein Huhn. "Vano komm runter, na los. Er wollte nett sein und hat sich bescheiden ausgedr├╝ckt. Du bist ├╝berempfindlich wegen der Verhandlung und der Farisin-Sache. Aber daf├╝r kann doch Tekuro nichts. Nicht mal der "Glatzenprince", denn dank ihm und Boldi kannst Du noch ├╝berempfindlich sein. Tekuro sieht schon, dass Du ihm beigestanden hast. Du hast doch gerade eben sogar f├╝r ihn gesprochen. Leg doch nicht jeden Mist auf die Goldwaage Blondie. Und Du Tekuro, sch├╝tte nicht noch ├ľl ins Feuer. Mischpoke hei├čt die vom eigenen Volk - ergo es hei├čt Familie. Genau wie Ohana. Das ist nicht mal ein Schimpfwort. Beruhigt Euch wieder. Schaut mal Du m├Âchtest Boldi jederzeit sehen Tekuro, da Du Deinen Bruder liebst. Vano m├Âchte ihn besch├╝tzt wissen, da er ihn als Ehemann liebt. Ihr seid Schwager - eine Mischpoke, klar? Was soll das Ganze? Wollt Ihr nun das Nest sehen? Dann kommt mit. Ansonsten zickt Euch an, aber ohne Boldi und mich. Wir gehen dann gem├╝tlich in der Stadt einen heben und essen was. ├ťberlegt es Euch, ob Ihr nicht lieber weiter zusammenhaltet oder Euch mal zusammenrauft anstatt so einen bl├Âdsinnigen Kleinkrieg zu f├╝hren. Eifers├╝chtig? Du Tekuro wirst Deinen Bruder nicht verlieren und Du nicht Deinen Ehemann. Oder wollt Ihr die Rollen tauschen? Also. Kommt Ihr mit oder lasst Ihr es?", fragte Davet in aller Seelenruhe.

Robere Tekuro Chud-Moreau
"Tauschen? Vano kann nicht Boldis Bruder sein. Er hat ihn nicht durchgebracht als Kind. Das war ich. Ohne mich g├Ąb`s keinen Boldi mehr. Und ohne den Prince keinen Vano. Die Idee mit dem Tausch ist ja mal Bl├Âdsinn. Wenn Vano an meiner Stelle w├Ąre, w├╝rde er sich um Patti k├╝mmern m├╝ssen und das geht auch nicht." Er setzte sich auf und streichelte seinem Vater den Bauch. "Wir m├Âchten den Hof gern sehen und wir machen da nix kaputt. Mischpoke klang wie ... ja, wie Schei├če oder so was."

Silvano de Mancini
"Tut mir leid Tekuro, ich hab es in den falschen Hals bekommen. Ist nicht mein Tag, oder meine Woche, Jahr, Jahrzehnt, was auch immer. Ich habe keine Lust zu streiten oder die Zicke zu geben, Davet hat Recht Du bist mein Schwager. Boldi hat Dich nicht grundlos zu seinem Bruder ernannt. Ohne Dich g├Ąbe es ihn gar nicht mehr, dass ist wahr. Ich h├Ątte also keinen Ehemann ohne Dich. Ich bin mies drauf und hab es an Dir ausgelassen. Schei├č Zug von mir, tschuldige", sagte Vano freundlich.

Robere Tekuro Chud-Moreau
"Schon gut", brummte Tekuro. "Ich hab es bl├Âd ausgedr├╝ckt und dich auf dem falschen Fu├č erwischt. Wieso geht`s dir schei├če?"

Silvano de Mancini
"Also wenn ich es mal ganz erz├Ąhlen soll, dann erz├Ąhle ich es Dir bei einer oder zwei Flaschen Rum vor dem Kamin an einem sch├Ânen Abend. Die Kursfassung ist, ich wollte Davet r├Ąchen und Boldi besch├╝tzen. Jeden Souvagner, vorrangig Boldi. Jeder steht f├╝r eine gewisse Person ein, die er liebt. Meine ist Boldi. Ich musste den Angriff abbrechen, weil Ciel vorher erwacht ist. Und daraus entwickelte sich ein Rattenschwanz ohne Ende. Unter anderem dass ich wegen Befehlsverweigerung angeklagt wurde. Dreifacher - mehr muss man nicht z├Ąhlen, es w├Ąre mein Todesurteil gewesen. Aber Prince Ciel sprach f├╝r mich, Boldi sprach f├╝r mich und das Urteil lautete - Behandlung. Ich darf mein Schiff behalten, ich werde meinen Beruf behalten, ich werde meinen Stand behalten, ich bin entm├╝ndigt und ich werde irgendwann wieder gesund sein und ich rege mich tierisch auf... und wei├č nicht wieso. Ich wei├č es nicht, ich wei├č es nicht... ich habe keinen Grund! Vielleicht weil ich gedacht habe, wenn alle Farisin endlich bestialisch abgeschlachtet w├Ąren und die Insel in ihrem Blut getr├Ąnkt w├Ąre, dann w├╝rde ich gesund werden. Dann w├╝rde ich nicht st├Ąndig Schmerzen haben. Aber selbst dass, haben sie mir erlaubt. Das hei├čt sobald ich wieder gesund bin. Nunja sind wir ehrlich mit 150 Mann 70.000 Echsen anzugreifen ist schon eine Hausnummer, aber ich habe 2943 von ihnen abgeschlachtet und wir verloren dabei 49 Mann. Sag mal einer ich h├Ątte es nicht drauf. Das hat aber keiner von Euch geh├Ârt", grinste Vano und zuckte entschuldigend die Schultern. "Ich wei├č es nicht, ich glaub ich bin einfach noch durcheinander, es tut mir echt leid. Ich gebe Dir einen aus", bot Vano an.

Patrice Vertcuis
┬╗Du hast rund 32,7 Prozent deiner Mannschaft verloren┬ź, warf Patrice besorgt ein. ┬╗Die Farisin nur 4,2 Prozent.┬ź

Robere Tekuro Chud-Moreau
┬╗Du bist w├╝tend, weil du in Behandlung musst┬ź, vermutete Tekuro. ┬╗Und weil du dir jetzt eingestehen musst, dass du die ganze Zeit Schei├če gebaut hast. Den Prince fickt man nicht, lass dir das gesagt sein. Echt. Du hast Schwein gehabt, dass es nur ein Tempel ist und nicht der Block. Ein Priester und nicht der Domi.┬ź Tekuro stellten sich die Nackenhaare auf. ┬╗Wo ist Belly eigentlich?┬ź

Silvano de Mancini
"Vom logischen Standpunkt aus betrachtet, war es ein Himmelfahrtskommando und ich habe die 49 Maaten auf dem Gewissen. Mit den mir zur Verf├╝gung stehenden Mitteln hatte ich nicht die geringste Chance. H├Ątte ich die Lage f├╝r einen Kollegen einsch├Ątzen sollen, der genau das vorhat h├Ątte ich ihm gesagt Dir fehlen 11 Schiffe. Hast Du sie, hast Du eine Armada, l├Âschen wir sie aus und zwar so, dass wir da mit heiler Haut rein und auch wieder rausfahren. Jedenfalls sollte das der Plan sein, auch wenn er nat├╝rlich nicht zu bewerkstelligen ist. Schutz der Mannschaft und des Schiffes, Risiko wo n├Âtig aber so gut es geht minimiert. Aber ich dachte nicht mehr logisch, ich dachte gar nicht, ich hab nur gehasst und vor Hass gekotzt. Du hast absolut Recht und eine bessere Sicht auf meine Lage als ich. Man sollte sich immer mal ein St├╝ck rausnehmen um es von einiger Entfernung aus zu betrachten, dann geht es leichter. Aber ich hab so tief in der Schei├če gesteckt, dass ich gar nichts mehr sah. Weder die Lage, noch meine Leute, noch mein Schiff und schon gar nicht mich. Und dann kam Boldi und zog mich aus der Schei├če und ich sah wieder etwas. Aber ich sah nicht klar. Das wird aber, dass wird die Behandlung bringen. ├ťber die Behandlung bin ich nicht w├╝tend. Ich war skeptisch, aber es hilft. Nein den Prince fickt man nicht, gut gesprochen. Ich habe es versucht, ich hab mir eine blutige Nase geholt. Und was tat er? Reicht mir ein Taschentuch und schickt mich zum Heiler. Wenn das keine Loyalit├Ąt verdient, was dann? Ich bin w├╝tend weil ich Angst habe denke ich. Bellamy war doch mit angereist. Wo soll er denn sein?", fragte Silvano und dr├╝ckte sich fest an Boldi.

Boldiszàr
┬╗Der war vorhin noch mit in deiner Kammer┬ź, erinnerte sich Boldisz├ár. ┬╗Ich glaub, der und Sherkal warten dort.┬ź Er umarmte Silvano von hinten und k├╝sste seinen Nacken. ┬╗Du brauchst keine Angst haben. Ich bin da. Davet ist da. Also ist alles bestens. Wir schaffen das. Und dann beziehen wir die fette Dschunke und das kleine Hausboot.┬ź Er zog Silvano fest an sich heran.

Silvano de Mancini
Vano grinste gut gelaunt bei dem Kuss. Das Versprechen hingegen lie├č ihn l├Ącheln, so dass Boldiszar seine Gr├╝bchen sah. Er drehte sich zu seinem Mann um, schlang ihm die Arme um den Hals und k├╝sste ihn lange und fest. Er legte all die Liebe hinein die er f├╝r Boldi empfand und dr├╝ckte dann seine Stirn gegen die von Boldiszar. "Das tun wir, wir packen das", raunte er ihm ins Ohr und biss sanft hinein. "Ich w├╝rde Dir gerne einen lutschen, aber das verschieben wir auf sp├Ąter Boldi. Die Dschunke wird in Ledwick liegen. Ich muss mit Ciel reden, damit er mir einen Kontakt zum neuen Duca herstellt. Ich werde mich so gut benehmen, dass er seine Hilfe und F├╝rsprache nicht bereut. Unser neues Nest und nun muss Teku sein Nest bekommen. Du wolltest ihnen noch anbieten mit auf der Dschunke leben zu d├╝rfen. Solltest Du Dir noch etwas f├╝r die Dschunke w├╝nschen, musst Du es mir sagen", bat Vano leise, k├╝sste Boldi erneut und stand auf. Dabei zog er seinen Mann mit hoch. "Auf zum Hof und Euer Nest. Ich bin selbst neugierig, ich war noch nie dort", gestand er.

Boldiszàr
Boldi grunzte ├╝berrascht, als Silvo verk├╝ndete, ihm einen blasen zu wollen und bekam spontan einen St├Ąnder. Den versteckte er, indem er ihn an Silvano dr├╝ckte. ┬╗Ledwick war ich noch nie. Soll ja h├╝bsch da sein, mit Palmen und allem. F├╝r die Dschunke w├╝nsche ich mir eine Sauna f├╝r den Winter. Und ein Badehaus mit Zubern, damit man auch mal im warmen Wasser baden kann. Und einen Knast, falls wir mal wen verknacken m├╝ssen.┬ź Als Silvano ihn hochzog, musste er sich seine Hose richten, ehe er normal stehen konnte. ┬╗Davet muss den Weg vorgeben.┬ź Er wandte sich Tekuro zu. ┬╗Wollt ihr da auch mit drauf wohnen, auf der Dschunke? Die ist fett wie eine schwimmende Stadt und muss voll werden.┬ź

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro gab den Blick weiter und sah seinen Vater an. "Wollen wir?"

Davet la Caille
"Ihr m├╝sst es ja nicht permanent, aber so habt Ihr immerhin zwei Orte. Dass kann manchmal sehr n├╝tzlich sein. Ihr k├Ânnt mal etwas anderes sehen wollen, oder Ihr ben├Âtigt wirklich einen Unterschlupf. Wer sucht Euch dann auf hoher See? Und wir reden hier von den vier Meeren Tekuro, nicht von der Azursee. Von dort aus kommt Ihr ├╝berall hin auf Asamura, sogar nach Arashima", erkl├Ąrte Davet und man h├Ârte ihm an, wie sehr er die Seefahrt genoss.

Kazrar
Kazrar l├Ąchelte seinen Sohn an und nickte. "Warum sollten wir denn ein Zimmer im Hause Deines Bruder ablehnen? Das w├Ąre nicht nur unh├Âflich, dass w├Ąre unversch├Ąmt Tekuro. Du bietest ihm das Gleiche an und scheust Dich? Ja wir nehmen gerne das Zimmer, aber wir werden nicht immer an Bord sein. Die Heimat anzureisen w├Ąre mein Traum, ich w├╝nsche mir sehr Tekuro einmal die Heimat zu zeigen. Und vielleicht interessiert sie Dich ja auch Boldi. Dann w├╝rdest Du sehen, woher Tekuro stammt, wo sein Vater aufwuchs und seine Gro├čeltern gl├╝cklich waren. Es w├╝rde mich sehr freuen Euch Arashima zeigen zu d├╝rfen. Das w├╝rde mir viel bedeuten, wenn Tekuro die Heimat an der Seite seines Bruder, seiner Schwager und mit seinen eigenen Kindern erkundet. Damit w├Ąre der Kreis geschlossen. Jedenfalls fast, es fehlt nur mein Arkan, aber vielleicht finde ich da noch einen Weg", sagte Kaz.

Silvano de Mancini
"Ich liebe Dich Knubbel, ich vermisse Dich und Deinen Geschmack", fl├╝sterte Vano Boldi ins Ohr. "Ich w├╝rde mir Arashima gerne mit Euch anschauen. Zudem der Weg ist das Ziel, schon die Reise dahin reizt mich ohne Ende. Ich w├Ąre dabei", freute sich Vano und legte Boldi einen Arm um die H├╝fte, so wie er es seit ihrem ersten Treffen auf der Choucas gerne tat um jedem zu zeigen, wem Boldi geh├Ârte.

Robere Tekuro Chud-Moreau
"Arkan ist weggeschwebt", beschwerte Tekuro sich. "Du warst die ganze Zeit bei mir als Geist. Wo ist er? Ich vermisse ihn. Ich will ihn hier haben, bei uns. Kannst du ihn rufen, Papa? Arkan braucht einen Leib ... dann kann er nicht mehr wegflutschen. Gut, wir nehmen das Zimmer. Ich scheue mich nicht, ich wollte wissen, was du sagst. Du bist mein Papa, also. Arashima, das w├Ąre es", sinnierte er und betrachtete Mako, der sich alles ansah, w├Ąhrend die anderen sprachen. "Wenn wir alle zusammen da hin fahren ... w├Ąre es das Sch├Ânste. Die Bei├čer. Unit├Ę B. Und Boldi-Vano-Davet, die irgendwas eigenes sind."

Boldiszàr
"Wenn du mich vermisst, sag das doch einfach. Wir machen es uns dann gem├╝tlich, sobald wir unter uns sind. Richtig gem├╝tlich." Er legte seinerseits den Arm um Silvanos Schultern und dr├╝ckte ihn an sich. "Ich lieb dich auch." Er k├╝sste ihn innig auf den Mund, so dass ein Speichelfaden zwischen ihnen herunter tropfte.

Silvano de Mancini
"Das w├Ąre wirklich wundersch├Ân, wir sind ein Familienzweig von Euch und Eheleute Teku", sagte Vano liebevoll und wischte Boldis z├Ąrtlich den Mund sauber. "Nachdem wir Teku den Hof gezeigt haben, ziehen wir zu meinen Eltern f├╝r einige Tage. Du wirst Leala lieben Boldi. Beide Leala und Santo freuen sich schon die ganze Zeit auf Dich. Abgemacht wir machen es uns richtig gem├╝tlich. Ein Morgen ohne Morgengru├č ist Folter", gibbelte er.

Boldiszàr
"Du musst mich nur wecken", lachte Boldisz├ár und kniff ihn in den Hintern, w├Ąhrend er ihn noch einmal k├╝sste und vollsabberte. "Freu mich auf deine Eltern. Lass uns aufbrechen, sonst sind wir hier noch ewig."

Kazrar
"Dann machen wir es doch genau so wie Tekuro es vorschlug. Und nehmen wir Ciel mit, er forscht gerne, er hat uns ebenfalls immer beigestanden, das ist dann unser Zeichen des Dankes. Ich h├Ątte mit vielem gerechnet, aber nicht damit, dass er uns nach all dem beistehen w├╝rde. Ich habe mich in diesem Mann get├Ąuscht, wie in so einigen M├Ąnnern. Und ich muss sagen zu unserem Gl├╝ck habe ich das. Ich war bei Euch, weil der ├älteste da war Tekuro. Ich war bei meinem Beschw├Ârer. Arkan wird in der N├Ąhe von Brandur sein. Wenn wir auf dem Schiff sind, werden wir ihn mitnehmen. Brandur muss das m├Âglich machen. Irgendwie. Ansonsten besuchen wir ihn so oft, bis er das macht. Er wird schon sehen, so leicht geben wir nicht auf. Auf zum neuen Nest, Boldi hat Recht!", freute sich Kaz.

Robere Tekuro Chud-Moreau
"Ciel mitnehmen?" Tekuro schnaubte am├╝siert. "Wir sind seine Leibeigenen. Aber gut, nehmen wir ihn mit. Der kann allerdings auch eine ziemliche Sackratte sein. Aber das magst du ja. Brandur wird unsere Gei├čel, wenn er nicht spurt. Und Belly muss auch mit."

Davet la Caille
"Na ihn zu wecken wirst Du wohl hinbekommen, wobei manchmal ist das schon schwierig. Siehst Du niedlich aus wenn Du schl├Ąfst? Dann wird das mit dem Wecken nichts", lachte Davet und gab den Weg vor. Er f├╝hrte die Gruppe der Bei├čer hinaus aus dem Hof und sie liefen eine ganze Weile durch Beaufort. die H├Ąuser waren bunt, viele waren nicht nur farbig gestrichen, sondern waren auch mit handbemalten Mustern verziert. Es war dunkel, aber dennoch herrschte ein reges Treiben auf den Stra├čen. Im Gegensatz zu manchen kleineren Orten war die Hauptstadt gut beleuchtet. B├╝ttel gingen ihre Runden, Nachtw├Ąchter ebenso. Einige St├Ąnde hatten auch Nachts auf und bildeten einen kleinen Nachtmarkt der sich die Stra├čen entlang zog. F├╝r all jene, die so sp├Ąt nach Hause kamen, dass es keine andere Einkaufsm├Âglichkeit gab. An einem Fressbudenstand hielt Davet kurz an und kaufte f├╝r jeden einen S├╝├čkuchen, ehe sie die Au├čenbereiche von Beaufort erreicht hatten. Sie gingen gut eine Dreiviertelstunde, dann erreichten sie den Hof. "Hier ist es. Der ehemalige R├╝benhof von meinem Onkel. Er geh├Ârt Euch, ich hoffe er bringt Euch mehr Gl├╝ck, als er mir gebracht hat. Ein Neuanfang f├╝r Euch und den Hof", sagte Davet und knuffte Tekuro.

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Kazrar
"Ja dass wei├č ich Tekuro und es ist nur freundlich, wenn wir ihn nach all der Hilfe fragen. Oder nicht? Du ver├Ąppelst Deinen Vater", lachte Kaz und dr├╝ckte ihn. "Wir fragen Ciel einfach, mehr als nein sagen kann er nicht. Und Brandur wird die Fl├Âtent├Âne lernen, wenn er nicht gehorcht", sagte Kaz und blieb dann vor dem kleinen Hof stehen. Er stopfte sich den Rest des leckeren S├╝├čkuchens in den Mund und starrte das kleine H├Ąuschen an. Schnuckelig war das Erste was ihm dazu einfiel. "Es sieht schnucklig und gem├╝tlich aus. Danke Davet, dass wird ein gutes Nest. Ich sp├╝re es, es ist klein aber fein und drinnen m├╝ssen wir schauen wie wir es uns aufteilen k├Ânnen", freute sich Kaz, packte Teku an den Schultern und sch├╝ttelte ihn gl├╝cklich.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro lie├č sich durchsch├╝tteln, bis Kazrar fertig damit war. Dann k├╝sste er ihn und schrumpfte in seinen H├Ąnden in sich zusammen. Tekuros Klamotten fielen zu einem leeren H├Ąuflein zusammen. Einen Augenblick sp├Ąter huschte eine Fledermaus durch den Nachthimmel, d├╝ste durch den Schornstein und sah sich innen wie au├čen alles an. Nach einigen Minuten kehrte Tekuro zur├╝ck und nahm wieder seine menschliche Gestalt an. Er betrachtete Davet f├╝r seine Verh├Ąltnisse freundlich, auch wenn sich an seiner Mimik kaum etwas ├Ąnderte. Man h├Ârte nur an seiner Stimme, dass er gl├╝cklich war. ┬╗Danke auch von mir. Die Bei├čer vergessen nie etwas. Nie, was man ihnen antat und nie, was man ihnen Gutes tat. Du bist ein Freund der Familie, Davet. Wir halten den Hof in Ordnung. Er hat so sch├Âne Ecken, da kann man lauter Nester bauen, wenn mal einer seine Ruhe will. Ich will das nicht, aber Arbo vielleicht oder Nori oder ihr, wenn ihr zu Besuch seid.┬ź

Kazrar
Kazrar zuckte erschrocken zusammen, als sein Sohn in seinen H├Ąnden zu verschwinden drohte, bis er begriff, dass sich dieser in eine Fledermaus verwandelt hatte. Er zog ein langes Gesicht und musste dann peinlich ber├╝hrt grinsen. "Sagt bitte nichts dazu", kicherte er leise und wartete auf Tekuros R├╝ckkehr. Den Worten seines Sohnes konnte er sich nur anschlie├čen. "Tekuro hat es passend ausgedr├╝ckt Davet, Danke. Auch wenn Du es nicht als Dein Heim siehst bei uns wirst Du immer ein Heim haben. Wir Bei├čer halten zusammen - immer!", sagte Kaz.

Davet la Caille
Als Tekuro durch den Schornstein flog, kam er unten Ru├č verschmiert wieder heraus. Das H├Ąuschen war klein, aber liebevoll eingerichtet. Alles hatte seinen Platz. Die Luft roch abgestanden, es hatte schon lange niemand mehr gel├╝ftet und die Spinnen hatten hier ihr Paradies gefunden. Sie hatten ein wahres Kunstwerk aus wei├čen F├Ąden erschaffen. Aber die Tage dieses Gespinnstes waren gez├Ąhlt. Schon bald w├╝rden hier ganz andere Raubtiere als die winzigen Achtbeiner Einzug halten.

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Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro schaute seinen Vater besorgt an. ┬╗Alles gut? Innen war es sch├Ân. Ein einziger, riesiger Raum. Holz, dunkler Dachstuhl ├╝ber vielen Sitzm├Âglichkeiten. Da ist ein Esstisch mit sechs St├╝hlen. Ein Arbeitstisch voll alten Unterlagen. Ein riesiges, kuschliges Bett. Das ist f├╝r Nori, es geh├Ârt ihr und Tanuki. Ich habe auch einen kleinen Tisch gesehen mit einer gepolsterten Bank. Und der Boden ist ebenfalls aus dunklem Holz, mit verstaubten Teppichen, die man vielleicht waschen kann. Oben h├Ąngen Kronleuchter aus Geweihen. Ein altes B├╝cherregal war da auch, stand hinter dem Schreibtisch. Es wird uns da gut gehen. Wir sind alle immer zusammen. Keine W├Ąnde, nur wir und sehr viel Platz zum Kuscheln ┬ź, sagte er gl├╝cklich. ┬╗Schade, dass Belly das nicht sieht. Sieht nicht, wo er auch immer ein Pl├Ątzchen hat.┬ź

Davet la Caille
"Bei Deiner Beschreibung klingt es ideal und dass ist es f├╝r Euch auch. Ich hatte dort als Kind nie einen R├╝ckzugsort f├╝r mich. Mein Onkel oder mein Vater haben immer gesehen was ich getan habe. F├╝r ein Kind nicht gerade sch├Ân, da m├Âchte man auch mal f├╝nf Minuten f├╝r sich alleine sein. Ich w├╝nsche Euch das Beste", sagte Davet freundlich.

Silvano de Mancini
"Schauen wir einmal hinein. Du m├Âchtest sicher drau├čen warten", sagte Vano und dr├╝ckte Davet seinen Kautabak in die Hand. "F├╝r die Nerven. M├Âchtest Du die B├╝cher nicht behalten von denen Tekuro sprach?", hakte Vano nach. Davet nahm den Tabak, dr├╝ckte Vano einen Kuss auf die Stirn und sch├╝ttelte den Kopf, so dass seine Locken wippten. "Wie Du magst Wuschel", gab Vano liebevoll zur├╝ck, verschr├Ąnkte seine Finger mit Boldis und zog ihn zur T├╝r. "Nach Dir Teku".

Robere Tekuro Chud-Moreau
"Tanuki wird es lieben", bestimmte Tekuro. "Weil er es nicht anders kennen wird. Und weil wir es auch lieben. Mako liebt es auch. Arbo liebt es, Nori liebt es und Patti kann da spielen. Und am Wichtigsten: Papa liebt es. Keine Wand wird uns trennen, keine T├╝r unsere Blicke abschneiden. Wir geh├Âren zusammen, Davet. Wir m├╝ssen so leben, sonst gehen wir zugrunde. Ich war allein, so was von allein. Das reicht mir f├╝r mein restliches Leben." Er griff nach der Hand seines Vaters und dr├╝ckte sie fest.

Boldiszàr
Boldisz├ár betrat mit den anderen das Geb├Ąude. Es war, wie Tekuro es beschrieben hatte, nur extrem staubig. "Das w├╝rde mir auch gefallen", meinte er, als er sich umsah. "Hier ist man gern zu Gast. Ist doch gut, dass der Hof so eine Wendung nimmt. Von der Folterkammer zum heimischen Nest." Er strich mit den Fingern ├╝ber den verstaubten Tisch und nickte. "Ja, das ist sch├Ân hier. Bisschen putzen und dann geht es nicht gem├╝tlicher. Unit├Ę B wird euch helfen. Dann ist das ruckzuck erledigt."

Davet la Caille
Davet umarmte Tekuro und nickte. "Das verstehe ich besser als Du glaubst. Ich war mit zwei Leuten absolut alleine, die mich zugrunde richteten. Der eine weil er mich totschlagen wollte, der andere weil er es zulie├č. Beide sind tot, Euch geh├Ârt das Haus. Ihr werdet ihm eine ganz andere Bedeutung geben. Das macht Ihr bereits jetzt schon", antwortete Davet, lie├č Tekuro los und nahm sich einen gro├čen Batzen Kautabak. "Nur zu - es ist Euer", forderte er Teku auf.

Kazrar
Kazrar strich Tekuro ├╝ber den R├╝cken und nickte auf Davets Worte. Dann betraten sie alle, bis auf Davet, den Hof. Boldi hatte Recht, ebenso Tekuro. Es war urgem├╝tlich und man hatte alles im Blick. "Wer immer hier lebte wollte es so. Alles im Blick, kein wirklich toter Winkel. Sitzt man irgendwo sieht man in den Raum hinein, die M├Âbel hat ein Krieger aufgestellt. Wer sein Haus betritt ist sofort in seinem Visier und vermutlich tot. Ein Mann mit Weitsicht. Schutz f├╝r sich, ├ťberwachung f├╝r die Mitbewohner. Danke Boldi, dass ist eine sehr gute Idee. Mehrere H├Ąnde und die Arbeit ist schnell getan. Du bist wie Teku schon sagte, jederzeit willkommen. Sei unser Gast wann immer Du magst", bot Kaz gl├╝cklich an.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro klopfte Davets R├╝cken, als dieser ihn umarmte, einen misstrauischen Blick in Richtung Silvano werfend, ob dieser gedachte, ihm in den R├╝cken zu springen. Nicht jeder mochte es, wenn der Partner einen fremden nackten Mann umarmte. Er zog sich wieder an und folgte den Bei├čern. ┬╗Der Mann, der das baute und einrichtete, war schlau und wachsam. Wir machen es genau so. Wir passen auf. Ich lieb dich, Papa. Willkommen im neuen Nest.┬ź Er k├╝sste ihn liebevoll auf den Mund, wobei er darauf achtete, ihn nicht mit den Z├Ąhnen zu verletzen. ┬╗Unser erstes ... richtiges zu Hause. Das uns wirklich geh├Ârt. Wo uns keiner rausschmei├čen kann. Unser ... Nest.┬ź Er blinzelte mehrmals, als er sich umsah. ┬╗Schei├če ...┬ź Er musste etwas abseits gehen.

Kazrar
"Es ist schon gut mein Sohn, ich kenne das. Wir sind unter uns, Familie. Ja unser Nest, Dein erstes eigenes Nest. Nur f├╝r Dich und uns. Schlau war er, dass muss man ihm lassen. Zieh Dich bitte wieder an, nicht dass die anderen neidisch oder hei├č werden", bat Kazrar und schaute sich neugierig in dem Haus um.

Robere Tekuro Chud-Moreau
"Ich bin doch schon wieder angezogen", murrte er, w├Ąhrend er seine Augen mit dem ├ärmel trocken rieb. "Schei├č Staub hier." Er zeigte auf eine freie Stelle. "Da kommt unser Nest hin. Genau da, gegen├╝ber der T├╝r. Dann sehen wir sofort, wenn jemand kommt. Wir behalten alles genau so bei wie der Vorbesither. Nur das Bett von Nori und Tanuki ... da schieben wir was vor. Das B├╝cherregal vielleicht. Und wir anderen, wir bewachen." Er l├Ąchelte. "Jetzt, wo du einen K├Ârper hast ... k├Ânntest du mir ein Br├╝derchen basteln."

Kazrar
"Staub Teku", lachte Kazrar und dr├╝ckte seinen Sohn an sich. "Das alles ist unser Nest und ja! Ja ich werde Dir einen Bruder basteln. Arkan und ich werden ihn gemeinsam mit Euch aufziehen. Mit dem Fleische von Ansgar werden wir ihn f├╝ttern, sobald er feste Nahrung zu sich nehmen kann. Das er mit Z├Ąhnen aufw├Ąchst mein Sohn!", weinte Kaz ger├╝hrt und k├╝sste Tekuro innig. "Das was Archi Dir nahm, gebe ich Dir zur├╝ck", schwor Kaz.

Robere Tekuro Chud-Moreau
"Unsere Familie wird wachsen ... und wir werden ewig sein", erg├Ąnzte Tekuro den Schwur um seinen eigenen.

Marcello de Chevrette
Marquis
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Re: Blutrote See - Kapitel 13 - Kl├Ąrungsbedarf

#6

Beitrag von Marcello de Chevrette » Fr 30. Nov 2018, 11:21

Marcello

beobachtete das Treiben auf dem Schiff. Der Prinz war mit einigen Leuten abgereist. Der Captain war dabei und es sah nach Ärger aus.
Marcello ging zu Jaques. Er fragte sich warum der ihn ignorierte. Sie waren ein paar Tage im Hafen. War hier der widerw├Ąrtige Lich? Der konnte sich ├╝berall rumteiben. Besser sie holten die Br├╝cke f├╝r die Besatzung ein.
Am Tag schlich ein Lich nicht rum hoffte Marcello. Er folgte Jaques in die Kabine.

"Hallo. Hast du Zeit? Es ist kaum einer auf dem Schiff. Lass uns zum Hafen gehen und was trinken und gem├╝tlich schwatzen. Ich lad dich ein.
Hast du was von den anderen geh├Ârt? Was wurde aus den Beissern und dem Captain?
Gibts Was neues wegen dem verfluchten Lich?"

Marcello schnappte sich ein Stuhl und setzte sich zu Jaques. Er wusste nicht wie er an ihn rankam. Schwatzen sie gerade, lief der schon wieder weg zu arbeiten. So wurde das nichts. Er musste ihm zeigen was er wollte.

"Jaques wie lange bleiben wir hier? Wir sind in Chevrette. Schick die Choucas zu uns in die Reederei. Dann bekommst sie beim Warten den Rammsporn. Du kannst ihn vorher angucken. Die Mannschaft ist weg. Du kannst solange bei mir wohnen bis das Schiff fertig ist. Das Geschenk hat mein Vater versprochen. Das wird den Captain freuen, sobald er zur├╝ck ist.
Kann sein, dass wir direkt los m├╝ssen, wenn der zur├╝ck kommt. Dann ist sein Schiff fertig und noch besser ausger├╝stet.
Was sagst du? Wollen wir sie r├╝ber bringen? Wir wohnen bei der Reederei. Du kannst die Schiffe sehen. Aber sie muss im Trockendock. Darum kann keiner an Bord bleiben.
Ich k┼▒mmer mich um dich und deine Unterkunft."

Marcello wartete nerv├Âs ab was Jaques sagte.

Jaques Philipp de Dusoulier
Chevalier
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Re: Blutrote See - Kapitel 13 - Kl├Ąrungsbedarf

#7

Beitrag von Jaques Philipp de Dusoulier » Fr 7. Dez 2018, 07:22

Marcello betrat die Kapit├Ąnskaj├╝te, erz├Ąhlte direkt aufgeregt los und setzte sich ihm dann gegen├╝ber. Jaques Blick wanderte dabei von Marcellos Gesicht langsam herab und bliebt an dessen Schritt h├Ąngen.

"Weder was von den anderen, noch vom Lich oder vom Kapit├Ąn geh├Ârt Marcello. Wir bleiben so lange vor Ort bis unser Kapit├Ąn zur├╝ckkehrt oder ich anderslautende Befehle erhalte", erkl├Ąrte der erste Offizier gelassen.

Die n├Ąchsten Worte schien er mit Bedacht zu w├Ąhlen.

"Du l├Ądst mich zu Dir nach Hause ein? Was das bedeutet ist Dir klar?", fragte Jaques und rutschte so nah an Marcello heran, dass sie sich da fast ber├╝hrten.

Der Blick des ersten Offiziers hob sich wieder und er schaute Marcello unverwandt in die Augen. Was er in Marcellos Blick fand, war mehr als eine Anmache. Er sah Gef├╝hl gemischt mit Geilheit. Sein eigener Blick wurde sanfter und er schenkte seinem Gegen├╝ber ein kurzes L├Ącheln.

"Es ist Dir klar. Die Einladung zu Dir nach Hause nehme ich an. Danke. Schicken wir die Choucas ins Trockendock, damit machst Du Silvano eine Freude. Solange sie im Dock ist, kannst Du mir bei Euch alles zeigen.

Eine Einladung auf einen Umtrunk.
Eine Einladung zu Dir nach Hause.
Du k├╝mmerst Dich um mich und meine Unterkunft.
Du kannst es ruhig aussprechen, es gibt keinen Grund nerv├Âs zu sein, meist bin ich ziemlich umg├Ąnglich.

Nebenbei, ich habe schon lange keinen Rammsporn mehr gesehen Marcello. In der Verpackung sieht Deiner jedenfalls ziemlich vielversprechend aus",
grinste Jaques.

Er bef├Ârderte von Silvano eine Rumflasche zu Tage, stellte sie gemeinsam mit zwei Bechern auf den Tisch und goss ihnen gro├čz├╝gig ein.

"Auf unseren feucht-fr├Âhlichen Trockendock-Urlaub", prostete Jaques Marcello gut gelaunt zu.

Marcello de Chevrette
Marquis
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Re: Blutrote See - Kapitel 13 - Kl├Ąrungsbedarf

#8

Beitrag von Marcello de Chevrette » Sa 8. Dez 2018, 09:38

Marcello

musste bl├Âd grinsen. Er trank den Rum mit einem Schluck aus.

"Klar ist das klar. Sonst h├Ątte ich dich nicht eingeladen. Das klingt voll unfreundlich. So meine ich das nicht. Ich soll dass aussprechen was ich denke. Gut mach ich. Ich mag dich sehr Jaques, drum hab ich dich eingeladen. Du bist niedlich wenn du grinst. Ich mag deinen Backenbard. Meine Familie ist immer noch am Hof vom Duc. Keine Ahnung wie lange mein Vater da bleiben will. Wir haben sturmfreie Bude. Sobald die zur├╝ck sind hoch ich die mal wegen dem Einsatz. Falls die ├╝berhaupt dar├╝ber geredet haben.
Ich arbeite sonst im Gesch├Ąft und mach die Buchhaltung. Ob dich das interessiert weiss ich nicht. F├╝r dich ist das sicher furztrocken. Sobald mein Vater in Ruhestand geht, wrede ich die Reederei ├╝bernehmen. Dann hock ich nur noch im B├╝rostube als Sesselfurzer. Das ist kein schlechter Beruf, aber spannend ist was anderes. Drum hab ich mich gefreut, als ich euch begleiten durfte. Dass die Reise so schnell zuende geht, damit hab ich nicht gerechnet. Wenigstens bin ich mal mit einen unserer Kriegsschiffe mitgefahren. F├╝r dich ist das normal, dass ist dein Job aber f├╝r mich war das was besonderes. Ich hatte ganz sch├Ân Arschpumpen als wir vor Farisin lagen. Dass geb ich zu. Aber spannend war das trotzdem. Sag das bloss nicht meinen Vater der rastet aus. Der vergisst, dass der selber mal jung war. Ich zeig dir unsere Fertigungshallen, da kannst du sehen wie Schiffe gebaut werden. Viel zu k├╝mmern hab ich nicht f├╝r die Unterkunft. Unser Haus steht schon und du wohnst bei mir.┬á
Von dem Lich nichts mehr zu h├Âren ist ein gutes Zeichen. Jeder k├Ânnte der Lich sein. Vom Captain werden wir sicher bald was h├Âren. Er hat doch noch sein ganzen Zeug hier. Muss der das nicht mitnehmen? Das Missgeschick mit dem Logbuch musst du dem noch gestehen. So ein Ungl├╝ck auch.
Das Schiff von deinen Bruder liegt doch hier auch. Du kannst die Schiffsunterlagen doch ihm geben, dann musst du die nicht mitschleppen. Der verwahrt die bestimmt f├╝r dich auf. Ich unsere Reederei wird nichts geklaut, aber solche Unterlagen bleiben nicht an Bord. Ich kann dir packen helfen und wir bringen es zu deinen Bruder. Ich war noch nicht an Bord der Cygnus. Sie stammt auch von uns, unsere Werf hat sie gebaut."

Marcello f├╝llte Rum nach und stiess mit Jaques an. Er trank seinen sofort aus. So nah wie Jaques sass wurde Marcello ziemlich warm. Vielleicht lag das auch am Schnaps den er wie Wasser soff. Seine H├Ąnde f├╝hlten sich schwitzig an. Als Jaques ihm genau in den Schritt geguckt hatte, f├╝hlte er noch was ganz anderes. Marcello schaute sich in der Kaj├╝te um. Hier gab es kein Bett. Das war schade.

"Meinen Rammsporn kannst du sogar ausgepackt sehen. Daf├╝r musst du nur mitkommen.┬á Genau auf unseren feucht-fr├Âhlichen Trockendock-Urlaub."

Jaques Philipp de Dusoulier
Chevalier
Beitr├Ąge: 8
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Re: Blutrote See - Kapitel 13 - Kl├Ąrungsbedarf

#9

Beitrag von Jaques Philipp de Dusoulier » Sa 8. Dez 2018, 20:22

Jaques t├Ątschelte Marcellos Oberschenkel, leerte seinen Becher und stand auf. Er packte die wichtigsten Seekarten, das neu angelegte Logbuch, sowie die pers├Ânlichen Unterlagen von Silvano in eine Seemannskiste und verschloss sie.

"Das bei Euch nicht gestohlen wird, davon gehe ich aus. Erstens w├Ąre das schlecht f├╝r Euren Ruf und der Dieb d├╝rfte wohl auch nicht mehr lange bei Euch arbeiten, geschweige denn leben. Betr├╝gen kann man ein einziges Mal, sagt mein Vater immer. Wenn man sich nicht mehr auf die Reederei verlassen kann, dann d├╝rfte man auch keinen Fu├č auf eines der Kriegsschiffe setzen.

Gute Idee ├╝brigens die Sachen bei James zu lagern. Wir bringen sie direkt zu ihm, dann kannst Du Dir gerne die Cygnus einmal anschauen. Sie ist kleiner als die Choucas, aber dass sollte nicht ├╝ber ihre F├Ąhigkeiten hinwegt├Ąuschen. Danach k├Ânnen wir zu Dir aufbrechen, wenn Du magst. Es sei denn Du m├Âchtest vorher noch einen in der Taverne heben.

Ich w├Ąre daf├╝r, wir machen es uns gleich bei Dir gem├╝tlich. Unabh├Ąngig davon, ob Du mir heute Deinen Rammsporn vorf├╝hren m├Âchtest oder nicht. Halt mal die Kiste, die Seekiste von Vano nehmen wir ebenfalls mit. Das g├Ąbe sonst ├ärger, aber das versaute Logbuch verzeiht er mir. Wem ist noch nichts umgekippt? Ich bitte Dich Marcello. Wir sind auf See, da schwankt mal das ganze Schiff, folglich die Tische gleich mit. Ich bin sofort wieder da",
sagte Jaques freundlich.

Beim Rausgehen dr├╝ckte er kurz Marcellos Schulter. Es dauerte ungef├Ąhr eine halbe Stunde, dann kehrte Jaques in die Kapit├Ąnskaj├╝te mit seinem Seesack zur├╝ck. Er klemmte sich die Seemannskiste von Silvano unter den Arm, dr├╝ckte die andere Marcello in die Hand und gab den Weg vor.

"Abr├╝cken", grinste er gut gelaunt.

Mit seinem geschulterten Seesack auf dem R├╝cken und der Seemannskiste unter dem Arm machte er sich auf und lief einige Anlegestellen weiter, wo die Cygnus lag und fest vert├Ąut war. Er bleib kurz vor der Cygnus stehen, rief nach seinem Bruder und als James sich nach drau├čen bequemte, betrat Jaques dass Schiff.

"Was schreist Du hier so?", lachte James und dr├╝ckte seinen Bruder zur Begr├╝├čung.
"Um mich bemerkbar zu machen, die Cygnus ist Deine Lady. Frage k├Ânntest Du die Sachen von der Choucas und die von Silvano solange bei Dir aufheben, bis sein Schiff zur├╝ck aus der Werft ist?", hakte Jaques nach.

"Mache ich, ist kein Problem. Wohin des Weges? Brichst Du gleich auf, oder kommst Du noch auf einen Umtrunk rein? Und was ist mit der Choucas? Irgendwas nicht in Ordnung?", fragte James und musterte Marcello eindringlich.
"Wir wollten direkt los, aber ich komme die Tage mal auf einen Umtrunk vorbei. Nein mit der Choucas ist alles in Ordnung. Sie wird nur abgeholt und ins Trockendock gebracht. Sie bekommt ihren versprochenen Rammsporn. Falls Vano sie sucht, sag ihm bescheid. Wobei er sich im Moment wohl noch von ihr fernh├Ąlt", antwortete Jaques seinem Bruder.

"So ist es leichter zu ertragen, Heimweh nach der Lady, sie vor der Nase stehen haben und nicht in See stechen d├╝rfen ist ein verdammt fieses Gef├╝hl. Falls er sich hier blicken l├Ąsst, bekommt er sein Pl├Ârren ausgeh├Ąndigt und ich k├╝mmere mich um ihn. Ich werde unser Himmelsauge veranlassen, dass er ├╝ber den Trockendock aufenthalt umgehend informiert wird. Macht Dir kein Kopf darum. Viel Spa├č Euch beiden, wir sehen uns", schmunzelte James.

Jaques umarmte seinen Bruder fest.
"Bis die Tage Kleiner", fl├╝sterte er ihm zum Abschied ins Ohr.

"Wobei warte, Marcello wollte sich noch gerne die Cygnus angucken, ist das gestattet Kapit├Ąn?", fragte Jaques.
"Erlaubnis erteilt. Die Heilstube und meine Kaj├╝te sind allerdings Tabu", grinste James, boxte seinen Bruder vor die Schulter und lie├č die beiden wieder allein.

Jaques drehte sich gut gelaunt zu Marcello um.

"Du hast es geh├Ârt, auf gehts. Schau Dir an, was Du gerne sehen m├Âchtest. Oder ich f├╝hre Dich rum, dass ist besser. Folge mir", bat er freundlich. Jaques kannte das Schiff seines Bruders, genau wie die Choucas und das seines Vater wie seine Westentasche.

Marcello de Chevrette
Marquis
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Re: Blutrote See - Kapitel 13 - Kl├Ąrungsbedarf

#10

Beitrag von Marcello de Chevrette » Mi 12. Dez 2018, 13:19

Marcello

gr├╝sste den Bruder von Jaques und wartete bis die beiden sich unterhalten hatten. James sah sein Bruder sehr ├Ąhnlich. Auch er hatten einen Backenbard. Marcello fand ihn freundlich. Sie durften das Schiff erkundigen. Jaques f├╝hrte ihn sofort herum. Er kannte sich aus. Das war das Zuhause von seinen Bruder.

"Wieso ist dein Bruder Captain und du nicht Jaques? Hast du keine Lust auf ein eigenes Schiff? Was ist der Grund? Das Schiff von deinen Bruder ist sehr sch├Ân und gepflegt. Warum ist die Heilstube verboten und seine Stube? Seine Stube verstehe ich noch. Oder wollte er uns Seemannsgarn auf binden? ".

Marcello ging absichtlich so nah neben Jaques, dass er ihn ber├╝hrte. Als sie allein unten im Schiff Bauch waren, dr├╝ckte Marcello Jaques gegen die Wand. Er griff ihn am Bard und k├╝sste ihn.

"Das ist die Erkl├Ąrung f├╝r die Einladung."

Marcello wartete was Jaques tun w├╝rde oder ob er eine gezimmert bekam.

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