Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Der Wolfshund

Souvagne hat sich als einziges Großherzogtum nicht an den Feldzügen beteiligt. Die Souvagner sind bekannt für ihre Sturheit und für die Mauer, die ihr Land umschließt.
Großherzogtum Souvagne
Das almanische Großherzogtum Souvagne ist geprägt von sanfte Hügeln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne hält sich aus Kriegen größtenteils heraus und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralität. Von allen Herrschern ist er der Gemäßigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen größtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
Antworten
Benutzeravatar
Davard von Hohenfelde

Die Handelsallianz Weltenbastler in Gold Chronist in Silber Die fleißige Feder in Bronze
Marquis
Beiträge: 529
Registriert: Mi 22. Feb 2017, 12:46
Volk: Souvagner
Steckbrief: [ externes Bild ]

Der Wolfshund

#1

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Mo 7. Jan 2019, 23:25

Der Wolfshund


Jozo beugte sich über Dave. Der Magier war immer noch stark benommen. Auf andere Art konnte man auch einen Geistmagier nicht gefangen halten. Jo strich seinem Gefangenen die Haare aus dem Gesicht.

"Das wir beide uns mal wiedersehen was?", grinste der gelbe Goblin und schnupperte an Dave.
"Nimm... Deine Drecksflossen... weg...", knurrte Dave.

Jozo grabschte Dave brutal in die Haare und zerrte dessen Kopf in den Nacken, so dass der Magier gequält die Zähne fletschte. Aber kein Schmerzlaut kam über seine Lippen, was Jozo etwas enttäuschte.

"Dave, so darfst Du nicht sprechen. Du könntest mich provozieren weißt Du?", flötete Jozo.
"Verreckte... Du Aas...", presste Dave zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.

"Nein den Part übernimmst Du vermutlich, sollte Dich Dein Besitzer abschreiben. Du kennst mich, meine Hilfsbereitschaft kennt keine Grenzen. Der war gut. Ich verwahre Dich nur Davy, sonst hätte ich Dich jetzt mal richtig erzogen, kurzum durchgezogen", lachte Jo grinsend.
"So? Womit denn?", lachte Dave.

Jozo Grinsen gefror innerhalb eines Sekundenbruchteils und machte einem mörderischen Gesichtsausdruck Platz.

"Wiederhol das", zischte der gelbe Goblin und riss Dave an den Haaren zu sich hoch.
"Was?... Schwanzlose Lusche?", keuchte Dave.

"Gut, Du hast es so gewollt Davy. Wie sagtest Du immer Dave? Lebend heißt nicht unverletzt und Dein Besitzer wird mir dankbar sein, wenn ich Dir Deine Drecksfresse gestopft habe. Wenn ich mit Dir fertig bin, bist Du handzahm und gehorchst aufs Wort", fauchte Jozo.
"Wie sagst Du immer Jozo? Laber laber ksss", gab Dave zurück.

In dem Moment knallte die Tür auf und ein bestialischer Gestank wehte in den Unterschlupf. Es stank dermaßen abartig das einem sofort die Augen brannten und es roch, als hätte sich der Schlund des Abgrunds geöffnet. Ein gewaltiger, Narben übersäter, unförmiger Koloss stand in der Tür.

Das Wesen stieß ein ohrenbetäubendes Gebrüll aus, ehe es sich mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit auf Jozo stürzte. Der gelbe Goblin stutzte nur einen Moment, ehe er sofort zum Gegenangriff über ging. Hinter dem Koloss schlüpften Ansgar und Varmikan in den Unterschlupf. Ansgar zerrte seinen Bruder auf die Beine, während Varmikan Dave sofort unterhakte.

"Weg her", stöhnte Dave.
"Timi wird ihn zerfetzten. Gönnen wir uns den Spaß", grinste Ansgar diabolisch.
"WEG HIER! Jo wird Timi auslöschen... bitte Ans", flehte Dave.

Ansgar schaute Varmi verdutzt an, aber der Frostalb zuckte nur die Schultern.

"Unsinn Dave, Timi lässt die kleine gelbe Wanze dafür bluten was er Dir angetan hat", antwortete Ansgar. Dave starrte seinen Bruder nur entgeistert an, ehe er Varmi bettelnd musterte.
"Ansgar Du verstehst nicht... Varmi sag was", bettelte Dave inständig.

Im gleichen Augenblick riss Jozo seinen Arm nach oben und Kigyo entfaltete sich in ihrer vollen Macht. Binnen eines Sekundenbruchteils war von Timi nichts anderes übrig, als ein gewaltiger Haufen Fleischwürfel. Jozo drehte sich in Zeitlupe zu den drei Magiern um.

"Hallo, wen haben wir denn da?", säuselte Jozo in freundlichen Singsang.

"Das darf nicht sein! Heilige Scheiße...", keuchte Ansgar.
"Glaubst... Du mir nun?", antwortete Dave.
"Träum nicht Ansgar! Noch ist nichts verloren! Erweck Timi wieder", flüsterte Varmikan.

Dave starrte Varmi total fassungslos an. Selbst Ansgar rang mit seiner Fassung und musste bei dem Kommentar blinzeln.

`Die kleine gelbe Brut legt uns um oder? Davy schwöre mir dass ich Wolfi gut erzogen habe. Versichere mir, dass er in meine Fußstapfen treten kann. Bestätige mir dass er ein Mann ist, bevor uns dieses... Ding da holt´, bat Ansgar mental.
`Geschworen Ansgar, Du kannst auf Wolfi stolz sein. Warum beim Abgrund hast Du nicht Fedor mitgebracht?´, antwortete Dave.
`Habe ich, er sitzt...´, setzte Ansgar als Antwort an, als Dave schon losbrüllte.

"FEDOR! FASS!"

In der Sekunde, als Dave losbrüllte, ertönte unten ein Krach, der sich anhörte, als würde ein Greif durch das Haus brettern und dabei alles zu Kleinholz verarbeiten. Der Wolfshund eilte dem Ruf seines Herrn entgegen. Er kam näher, schnell und erbarmungslos.

In selben Augenblick wo sich Jozo alarmiert herum warf, stürzte sich ein großer, grauen Schatten auf den gelben Goblin.

Jo schleuderte die Artefakt-Peitsche nach dem Hund, um ihm das gleiche Schicksal zu bereiten wie Timi. Aber anstatt Fedor auf der Stelle zu töten, rollte sich Kigyo um Jozos Handgelenk zusammen.

"Das machst Du jedes Mal Du Scheißding!", keuchte Jozo panisch und ergriff die Flucht.

Antworten

Zurück zu „Souvagne“