Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Die Prophezeiung der Bluthexer

Asamura hat sich verändert und auch die traditionsbewussten Souvagner konnten sich dem Fortschritt nicht verwehren.
Weltenhintergrund 1077
Im Jahre 1077 nach der Asche wird Souvagne von mehreren Mauern geschützt und die Technik ist auf einem hohen Stand. Die Souvagner sind eine eigene Spezies geworden, die der Hang zur Isolation und Abschottung durch die Krisen aller rakshanischen Invasionen rettete. Aber unbeabsichtigt schufen sie dadurch eine weitere Grenze, mit der niemand rechnete: Gebeutelt von schweren Erbkrankheiten benötigen sie dringend frisches Blut - doch ihre Gene sind mit anderen Menschen nicht mehr kompatibel. Die Lösung liegt vielleicht in der Vergangenheit.
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Oliver Vallis de Souvagne
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Die Prophezeiung der Bluthexer

#1

Beitrag von Oliver Vallis de Souvagne » So 13. Jan 2019, 17:39

Die Prophezeiung der Bluthexer

„Dich hat keine Frau geboren, Du wurdest in Perfektion erschaffen“, sagte Pierre ernst.

„Danke für das Kompliment. Ich empfange es stellvertretend für alle Bluthexer. Wir haben die Fortpflanzung schon vor fast 200 Jahren erfolgreich von der Sexualität entkoppelt und vor 65 Jahren das System zur Reproduktion perfektioniert. Seither läuft es stabil. Wir brauchen keine Frauen mehr, keine Eizellen, wir brauchen nicht einmal mehr Sperma. Es genügt die edelste aller Körpersubstanzen, die Lebensessenz schlechthin, das Blut. Die Endstufe wird sein, dass wir keine Sexualität mehr besitzen, im Idealfall nicht einmal mehr Genitalien. Wir werden geschlechtslos sein wie Ainuwar. Die Souvagner hingegen haben sich genau in die gegenteilige Richtung entwickelt, ihr alle seit genetisch zweigeschlechtlich. Und das war euer großer Fehler, ihr habt das Übel noch verschlimmert. Einige meines Ordens bereiten sich bereits auf die Zeit vor ... in der es euch nicht mehr geben wird. In der wir es sind, welche das letzte Bollwerk bilden.“

„Was wird geschehen, wenn Ihr das letzte Bollwerk seid?“, hakte Pierre nach und musterte Oliver besorgt.

„Es wird der Punkt erreicht werden, da kein Souvagner mehr reproduziert werden kann, weder auf natürlichem Wege noch in vitro. Das wird auch das Ende deiner Linie sein. Wenn der letzte Duc stirbt, dann beginnt ein neues Zeitalter. Eine zweite Ära des Chaos und aus allen Abgründen werden die Wesen des Rakshor kriechen, ihre Chance witternd. So wie es momentan aussieht, vermuten wir, dass es Carnac, worauf sich die Prophezeiung bezieht. Andere sehen die Hauptstreitmacht von dem Ort ausgehend, den du aufzusuchen gedenkst - Obenza. Doch von wo auch immer unsere Feinde nahen, der Kampf wird schrecklich. Die Souvagner werden diesen Krieg verlieren und er wird in ihrer vollständigen Vernichtung enden. Doch die letzten von euch werden die Zugänge versiegeln, welche in die Bunkertempel der Bluthexer führen, da wir jene sind, auf denen alle Hoffnungen ruhen. Und dann beginnt das Zeitalter des Blutes. Wenn es nach mir geht, wird es kein Zeitalter des Blutes geben, auch wenn es einige meines Ordens geben, die sich regelrecht darauf zu freuen scheinen, dass ihr die Bühne räumt.“

„Weshalb manche sich manche eine Zerstörung herbei sehnen, ist mannigfaltig. Die einen denken an ein reinigendes Feuer, aus der Asche entsteht neues Leben wie damals vor Äonen. Manche meinen es ist ein großer Kreislauf, Werden und Vergehen. Vielleicht stimmt beides, vielleicht nichts, aber es hat immer einen Duc gegeben, vor mir und nach mir. Wir sind ewig, gleich wie unsere Form aussehen mag. Und wenn der Duc ein Bluthexer ist im Jahr 1500, nun dann sei dem so. Sie werden wissen, wie man uns kompatibel macht.“

„Ich weiß nicht, ob das überhaupt möglich ist“, sagte Oliver, „oder ob wir genetisch schon zu weit voneinander entfernt sind. Aber wenn wir beide es nicht versuchen, wer dann?“

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