Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Schreibstube zur Flinken Feder

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Re: Schreibstube zur Flinken Feder

#11

Beitrag von Baxeda » Do 7. Mär 2019, 12:41

Verlag trotz "schlechtem" Stil?

Auf der anderen Seite bringt mich die Stilfrage bei Fantasy allgemein ins Grübeln. Ich frage mich: wie haben es die Leute geschafft, einen Verlag zu gewinnen?
DAS habe ich mich auch sehr oft gefragt, in allen Branchen. Folgendes sind die Antworten, die ich persönlich mir dafür gegeben habe.

Du musst unterscheiden zwischen "Schreiben als Hobby" und "Schreiben für den Markt". Da gelten jeweils andere Regeln. Ein Buch, was sich gut verkauft, ist nicht zwangsläufig ein gutes Buch! Häufig sind die Bestseller sogar richtig schlecht. Das hängt damit zusammen, dass viele Leute "seichte Unterhaltung" suchen, die nebenher dudeln kann. Sie sind erschöpft und gestresst von der Arbeit und vielleicht von einer schwierigen Familiensituation und wollen sich nur noch berieseln lassen. Aus diesem Grund findet Trivialliteratur genau so reißenden Absatz wie flache Soaps im TV. Diese Literatur ist für den kurzfristigen Genuss ausgelegt. Es muss nicht heißen, dass die Autoren schlecht schreiben können. Mitunter schreiben sie im Gegenteil dermaßen gut, dass sie genau wissen, wie sie schreiben müssen, damit die breite Masse es auch liest - unabhängig davon, ob ihnen selbst ihr Werk gefällt.

Wichtig! Ein Verlag sucht nicht in erster Linie Bücher, die er verlegen kann, sondern Autoren! Der Verlag nimmt einen Autor unter Vertrag und kein Buch.

  • Solche Autoren sind es also in der Regel, die ein (großer) Verlag sucht:

    - Der Autor muss professionell arbeiten, das heißt, seine Termine und Absprachen einhalten, kooperativ sein etc. An diesem Punkt scheiden die meisten Hobbyautoren schon aus. Sie schreiben nur, wenn sie die Muse küsst. Man muss aber als professioneller Autor auch schreiben, wenn man einmal keine Lust hat! Sonst geht es nicht voran. Man muss Schreiben als das betrachten, was es für einen Verlagsautor ist: Arbeit. Und so muss man beim Schreiben auch herangehen.

    - Der Autor sollte nicht nur einen Roman in der Tasche haben, wenn man sich die Mühe macht, ihn ins Programm aufzunehmen, sondern zusätzlich zu seinem vorgestellten Werk mindestens mehrere gut ausgearbeitete Manuskripte in der Schublade haben. Er kann damit zeigen, dass er bereit ist, dauerhaft solide Texte zu liefern, mit denen der Verlag arbeiten kann.

    - Der Autor sollte schreiben können wie ein Chamäleon, das heißt, in verschiedenen Stilrichtungen zu Hause sein, so dass er den Wünschen des Verlags folgen kann. Darum finde ich unsere literarischen Experimente hier gut.

    - Bei Vertragsverhandlungen mit dem Verleger muss man wissen, was angemessen ist, man muss höflich, sachlich und souverän auftreten können, kompetent wirken und wissen, was man möchte und wo man zu Kompromissen bereit ist. Ich hatte neulich meine erste Verhandlung mit einem Verlag. Es war in dem Fall eine sehr angenehme Erfahrung. Ich denke, wir sind auf eine Lösung gekommen, von der alle Seiten gleichermaßen profitieren.

    - ...

Das sind die Dinge, die mir spontan einfallen. Hier sieht man, dass der professionelle Autor in erster Linie Geschäftspartner für einen Auftraggeber, den Verlag, sein muss. Chaotische Künstlernaturelle haben es da schwer - auch wenn sie mitunter die stilistisch und inhaltlich besseren Texte liefern. Für solche sind Nischenverlage und der Eigenverlag eine gute Lösung, für die auch ich mich im Falle meiner "schrägeren" Werke entschieden habe. :)



Der Goldene Baum

storyit.de
Hast du es schon ausprobieren können? Wie kommst du damit zurecht?
Vielleicht baue ich mehr auf die Zweischneidigkeit seiner Person: nach außen taff und arrogant, innen von Beginn an schon "weich".
Ich denke, das könnte zu ihm passen. :) Die Entwicklung könnte dann sein, dass er sich nicht etwa verändert und verweichlicht, sondern dass er lernt, seine weiche Seite auch mal zu akzeptieren. Vielleicht geht das an einer Stelle auch erstmal nach hinten los, weil er dadurch einen Fehler macht und er fällt in sein altes Schema des arroganten Großkotzes zurück, ehe er ein gesundes Mittelmaß findet?
Gerne kann ich bei Bedarf mal das eine oder andere Modell genauer vorstellen! Ich möchte euch nur nicht so sehr zuschwafeln, vor allem wenn es um die noch wirre Planung des eigenen Stoffes geht
Bitte schwafel uns zu. :D Ich lese gern, was du dir für Gedanken um dein Werk machst, was du dir hier und da gedacht hast.



Meine Hausaufgabe


Meine Hausaufgabe ist letzten Endes auf ca. 13 000 Wörter gekommen: Süßes Gift - Die letzten Jahre vor dem Fall
Die Geschichte hätte locker noch 1/3 länger sein können, aber da sie pünktlich zum heutigen Tag fertig sein sollte, drückte die Deadline. Viele Fragen sind daher noch immer offen.

Inhalt

"Süßes Gift" behandelt die Jahre 155 bis 168 nach der Asche in Souvagne, die letzten Jahre vor dem Sturz der Agenten der Autarkie. Wie konnte es dazu kommen? Natürlich durch Intrigen, wenn jemand weiß, wo die persönlichen Schwächen der Rädelsführer liegen. Leser der "Lotosspinne" werden den anderen Pascal wiedererkennen, jenen, der auf dem Gemälde abgebildet ist. Hier erlebt man ihn einmal zu Lebzeiten in Aktion. Wir erfahren auch, dass er leider(?) nicht mehr unter den Lebenden weilt.


Perspektive

Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive in Form einer Rückblende geschrieben. Der Geist des im Kampf gefallenen Berzan Bovier erzählt seinem Sohn aus dieser Zeit. Ich habe zwar schon drei Romane (Terra Anura, Jäger aus der Tiefe und das Schloss in der Tiefe) in der Ich-Perspektive geschrieben, doch der Erzähler wandte sich dabei stets an den Leser. Diesmal wendet er sich an seinen Sohn, der neben ihm sitzt. Es hat großen Spaß gemacht, auf die Weise zu schreiben, da Bellamy Rückfragen gestellt hatte, was dem ganzen eine ganz andere Dynamik gegeben hat, als wenn der Ich-Erzähler mit einem schweigenden Leser kommuniziert und raten muss, was dieser nun wohl denkt. Auch hat sich auf diese Weise ein schöner Erzählrahmen ergeben mit Prolog und Epilog und man hätte bei einer längeren Geschichte, beispielsweise um einen Zeitsprung zu überbrücken, auch ein Interludium einfügen können, ohne dass es gekünstelt gewirkt hätte. Der mögliche Nachteil ist vielleicht, dass der Leser hin und wieder aus der Handlung gerissen wird, wenn man ihn daran erinnert, dass alles nur erzählt wird und die Gesprächspartner in Sicherheit sind. Womöglich verhindert es die Immersion? Spaßig zu schreiben war es auf jeden Fall. Es wird sicher nicht die letzte Geschichte mit dieser Perspektive gewesen sein und wer es noch nicht ausprobiert hat, seinem lyrischen Ich einen Gesprächspartner an die Seite zu stellen, dem lege ich ans Herz, das einmal zu tun.


Das gute Ende

... ist ein wenig geschummelt, da der Hauptcharakter der Geschichte sowieso schon tot ist. Er starb im Laufe seiner Erzählung. Im Epilog freut er sich als Geist seines Daseins und stellt seinem Sohn eine weitere Geschichte in Aussicht. Dieses gute Ende hat mir Spaß gemacht, aber ich werde mich der Herausforderung stellen, und bei Gelegenheit mal eine weitere Geschichte mit "richtigem" gutem Ende präsentieren, in der niemand tot ist. Gar nicht so einfach, aus seinem vertrauten Schema auszubrechen und nicht einfach alle sterben zu lassen. ^^
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Re: Schreibstube zur Flinken Feder

#12

Beitrag von Jaro Ballivòr » Fr 3. Mai 2019, 12:41

Hallihallo! Da bin ich wieder ;-)

Der Goldene Baum

- Storyit: ja, ich probiere schon damit herum und komme gut damit zurecht. Allerdings bin ich noch in der "Befüllphase", deshalb kann ich noch nichts Genaueres sagen.
Was ich aber schon mal gut finde, ist die Möglichkeit alles miteinander zu verlinken: Szenen mit Figuren und Schauplätzen sowie Schlüsselmomenten. Die Sammlung von Ideen und - wenn sie zum Zuge kommen - der Link zur Verwendung. Man kann zudem jeder Szene eine Stimmungsbewertung geben und erhält dann eine Stimmungskurve, die einem Hinweise geben kann, wie ausgewogen die Handlung ist bzw. ob ein ausreichendes Wechselspiel vorhanden ist.
Ich bleibe auf jeden Fall dran und werde berichten, auch wenn sich die Pflege erst mal zieht. Andererseits... ich muss meine Szenen ja aufschreiben, sonst blicke ich nicht mehr durch. Schon jetzt - 6 Monate nach dem NaNo - entdecke ich Szenen und Kapitel, an die ich mich gar nicht mehr erinnern kann :lol:

- Figurenentwicklung
Ok, dann schwafel ich :D Ich stelle euch meine 3D Figurenskizze von Triborin vor, die ich im Rahmen einer Einsendeaufgabe des Studiums erstellt habe.
Die Verwendung der Grundängste, des Enneagramms sowie der Archetypen war dabei vorgeschrieben. Ganz unwissenschaftlich habe ich mal Wikipedia als Lektüre verlinkt. Ich finde manchmal brechen es die Artikel dort am besten komprimiert herunter.
Die zur Einsendeaufgabe ergänzend geforderte Plottabelle (Punkt 2. / 3-Aktstruktur / Heldenreise) lasse ich mal außenvor, weil das schwierig ist, die hier lesbar reinzubringen.

Entwurf einer mehrdimensionalen Figurenskizze
Gewählte Figur: Triborin


1.1 Was ist die Grundangst ihrer Figur (Riemann)?
--> Lektüre: https://de.wikipedia.org/wiki/Grundformen_der_Angst

Angsttypus Triborins:
Angst vor dem Alleinsein / Depressiver Angsttyp
Dieser Typ äußert sich bei Triborin zu Beginn der Handlung durch Anpassungsvermögen, Funktionieren und Einordnung bzw. Unterordnung. In der Ausbildung zum Leibgardisten seiner Lordschaft war er deshalb stets strebsam und fleißig, beinahe übereifrig und ordnungshörig.
Im Grunde handelt es sich allerdings um Kompensationshandlungen, denn die Grundangst sitzt vor allem in Triborins wahrem Charakter, den er (unbewusst) zu unterdrücken versucht, der aber von Beginn an schon immer wieder durchscheint.
Der wahre Charakter zeichnet sich (im Sinne der Grundangst) aus durch: Mitgefühl, Gefühlsbetontheit, Warmherzigkeit, Hilfsbereitschaft.
... Eigenschaften, die unvereinbar mit der dunkelelfischen Gesellschaft sind.


1.2 Wie wandelt sich ihre Figur im Lauf der Handlung (Enneagramm)?
--> Lektüre: https://de.wikipedia.org/wiki/Enneagramm
Bei Triborin lässt sich ein Mischtypus aus dem Statusmenschen (Typ 3 nach Enneagramm) und dem Helfer (Typ 2) finden, wobei am Anfang vor allem der Statusmensch dominiert:
Ehrgeizig, auf Erfolg bedacht, will ein gutes Bild abgeben, arrogante Züge

Der Helfer schwingt zunächst untergründig mit (Grundangst, wahrer Charakter).

Mit Beginn der „Reise“ wandelt sich Triborin innerhalb seines Mischtypus dann mehr in Richtung Helfer, bis nach der „Nacht der Seele“, die positiven (gesunden) Seiten des Typus durchscheinen („Gabe“):
Selbstlosigkeit, einfühlsam, mitfühlend, hilfsbereit


Triborin wandelt sich zu einem Mischtypus aus dem Helfer (Typ 2) und dem Reformer (Typ 1):
Anwalt für das Gute, tüchtig


Dann verliert er die Kraftprobe 1 (vgl. 2. 3-Akt-Struktur / Heldenreise). Es kommt zum Bruch und zu einer negativen Entwicklung des „Helfers“:
Ist sich selbst über Gefühle und Motive im Unklaren, fühlt sich missbraucht, ist erfüllt von Groll und Wut

Dieser Entwicklung schiebt Lord Xyrius unbewusst einen Riegel vor (vgl. Plotpunkt „Übergang zum dritten Akt“ / Wendepunkt 3). Die Folge ist, dass Triborin sich eher dem Reformer und dessen negativer Entwicklung „zuwendet“:
Obsessive Gedanken, Depressionen
--> Entwicklung in Richtung des kranken Typus des Künstlers (Typ 4):
Selbstmitleidig, unproduktiv, kraftlos

Dies passiert, als Xyrius ihm die Lüge über Liena erzählt und ihn in die Salzminen verbannt. Im Grunde schadet sich Xyrius damit selbst: hätte er Triborin bei sich behalten, hätte dieser die negative Entwicklung des Helfers weiter vollzogen und wäre zu einer idealen Waffe gegen Liena und die Alben geworden.
Somit gewinnt Triborin aber die Chance sich weiter zu entwickeln, auch wenn er damit durch die für ihn emotionale Hölle gehen muss. Er gewinnt die positiven Seiten des Reformers:
Weise, umsichtig, rational, voll hoher Prinzipien, gerecht und objektiv


Die komplette Entwicklung der Figur ist erst am Ende der geplanten Trilogie abgeschlossen.


1.3 Wo ist die Figur psychisch nicht im Gleichgewicht? Zu welchen Extremen neigt sie (Archetyp, angelehnt an C.G. Jung)?

--> Lektüre: https://de.wikipedia.org/wiki/Schatten_(Archetyp)

Archetyp / Extrem: Statusdenken, Geltungswunsch
Persona: Triborins „Maske“ ist der (scheinbar) perfekte Leibgardist: fleißig, kompromisslos, blind folgend
Schatten: In Triborins Fall ist der Schatten der empfindsame Teil.
Anima: Triborin hat eine Anima: die Albe Liena, die seinen wahren Charakter spiegelt
Tiefe Weisheit? Ja, in Triborin schlummert eine „tiefe Weisheit“: Im Gegensatz zur Maxime der dunkelelfischen Gesellschaft, kann man mit Empathie, Mitgefühl und Wärme durchaus bzw. erst so richtig etwas erreichen und glücklich werden.
Wahrer Charakter: „Anwalt für das Gute“ (vgl. Angsttyp und Entwicklung nach Enneagramm)
Psychisches Gleichgewicht: Triborin muss lernen, seine Angst vor dem Alleinsein zu akzeptieren und zuzulassen, anstelle sie zu verdrängen.

Notizen zur Bewertung nach Jung, v.a. für Definition von Persona und Schatten:
Es gibt zwei entgegengesetzte Strebungen des Ichs: Bedürfnis nach Trennung und Unabhängigkeit vs. Bedürfnis nach Beziehung und Zugehörigkeit. Ersteres hat seine Wurzel oft im Schatten, der sowohl für Leben der Gruppe als auch für das Wohlergehen des Individuums verantwortlich ist. Wir alle brauchen andere Menschen, um physisch und psychisch zu überleben. Deshalb bewegt sich das Ich hin zu Beziehung und Anpassung an das gegenwärtige Milieu, die das Überleben zu sichern sucht. Daraus entsteht die Selbstdarstellung der Person von der Welt, die Persona (Quelle: Murray Stein – C.G. Jungs Landkarte der Seele).

Bei Triborin ist das ein zweischneidiges Schwert. In der dunkelelfischen Gesellschaft ist es nötig, distanziert und kalt zu sein, um dazu zu gehören. Deshalb verbannt er seinen Wunsch nach Nähe in den Schatten (unbewusst). Erst die Erfahrung außerhalb seiner Gesellschaft, vor allem aber die Begegnung mit Liena (seiner Anima), zeigt ihm, dass es auch einen anderen Weg gibt und dass dieser ihn viel mehr erfüllt. Dafür muss er aber mit seinem Volk brechen und wird zum Ausgestoßenen. Nur das ermöglicht ihm, sein wahres Ich zu leben und glücklich zu werden.

Manchmal passt die Persona zur Person, manchmal nicht.
Bei Triborin auf jeden Fall nicht.

Triborin ist eher der introvertierte Typ nach Jung (Quelle: Murray Stein – C.G. Jungs Landkarte der Seele). Wenn er in eine Rolle schlüpfen kann (Leibgardist), spielt er diese mit Bravour und fühlt sich sicher darin. In Situationen, wo er direkt mit seinem Schatten konfrontiert wird und seine Persönlichkeit keinen „Schlachtplan“ hat, leidet er dagegen und seine Persona ist unzulänglich. Beispiel: Verbrennen des Kindes am Anfang des Buches, Konfrontation mit Leid in Vesperion, Wechselspiel aus Vertrauen und Misstrauen gegenüber Liena.



Deine Hausaufgabe


Die Wahl der Perspektive klingt schon mal super. Ich war häufig skeptisch, doch in letzter Zeit habe ich auch Gefallen an Geschichten in der Ich-Perspektive gefunden. Wir hatten ja mal über Robin Hobbs Weitseher-Chronik gesprochen, die ebenfalls in der "Ich-Rückblende" geschrieben ist. Hier ist der Gesprächspartner das Blatt Papier, dem der Erzähler seine Geschichte anvertraut.
Mittlerweile habe ich es auch endlich geschafft, deine Geschichte zu lesen und kann Feedback geben.

Schmunzeln musste ich beim Schlusssatz des Prologs :D
Und so begann Berzan seinem Sohn die Geschichte zu erzählen von den wenigen Jahren, die sie als Familie gehabt hatten, ehe Verrat und Tod sie auseinanderrissen.
Ich habe mir vorgestellt, jemand würde gefragt, was hier für ein Schreibexperiment gestartet wird... und gäbe die Antwort "der Versuch, positiv zu schreiben" :lol:

Gefallen hat mir, auch im Sinne deiner selbst gestellten Aufgabe, dass der Ton heiter und teils amüsiert ist. Das macht die Geschichte leichtgängig und lebendig und wirkt durch die gewählte Perspektive zugleich vollkommen authentisch. Ich habe es ein wenig als Selbstironie Berzans gedeutet, der nach all den Jahren anders auf diese Zeit blickt. Deshalb kannst du es auch anders erzählen, als wenn du im "jetzt", zum Beispiel in einer personalen Form wärst. --> super!

Etwas plötzlich / knapp fand ich den Sprung vom Hass auf Pascal zu ihn mit ins Bett zu nehmen. Hier hätte ich noch etwas mehr "Kausalkette" erwartet, was aber natürlich auch in Betracht der kurzen Zeit deiner "Hausaufgabe" schwierig ist. --> wenn mehr du noch mehr Zeit reinsteckst, wäre das ein Punkt zum Ausbauen. Möglicherweise bietet sich hier sogar noch die Möglichkeit, den einnehmenden, betrügenden und intregierenden Teil von Pascals Charakter ganz unterschwellig und subtil zu entwickeln.

Was mir noch aufgefallen ist: Ich würde meinem Sohn eher nicht so detailliert von meinen Liebesnächsten erzählen :lol: Allerdings kenne ich die Beziehung und den Umgang bei den Boviers nicht und wie offen über derlei gesprochen wird. ^^

Zur Aufgabenerfüllung:
Ich finde es sehr sympathisch, dass du es Bellamy in die Schuhe schiebst, um doch noch den tragischen Teil einbringen zu können :D Und trotz allem bleibt eine positive Stimmung zurück, denn Vater und Sohn können gemeinsam in Erinnerungen schwelgen. Somit stimme ich deinem eigenen Fazit zu: man kann die Story als positiv bezeichnen, die Aufgabe somit als bestanden, auch wenn du ein paar Mal geschummelt hast. Bittersüße Geschichten hinterlassen ja auch positive Gefühle, es muss nicht immer Blumen regnen. Wobei ich mal interessant fände, wie so eine rosarote Geschichte aus Bax Feder wäre... *grübel* Nein - Spaß beiseite, mir hat Süßes Gift gut gefallen!
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Re: Schreibstube zur Flinken Feder

#13

Beitrag von Baxeda » Mi 8. Mai 2019, 03:23

Bevor es an die ausführliche Antwort geht, hier ein kleines Bonbon, was ich gerade beim Korrekturlesen gefunden habe:
"Bleibt doch mal ruhig ihr zwei", mischte Malek sich ein. "Wir sollten gemeinsam abstimmen, was nun zu tun ist."
"Abstimmen?", riefen Drayl und Arim im Chor. In beiden Gesichtern war blanker Ekel zu lesen.
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(noch unveröffentlicht)
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Re: Schreibstube zur Flinken Feder

#14

Beitrag von Baxeda » So 23. Jun 2019, 02:21

Schöne kostenlose Tools:

Die Textanalyse vom Schreiblabor: http://www.schreiblabor.com/textanalyse/
Füllwörtertest vom Schreiblabor: http://www.schreiblabor.com/fuellwoerter-test/ (inklusive guter Liste)

Was an Bindewörtern (Konjunktionen) allerdings schlimm sein soll, erschließt sich mir nicht, das hab ich auch noch nirgends als sparsam zu setzendes Stilmittel gelesen: http://www.schreiblabor.com/bindewortentzuendung/ Raff ich nicht, komische Begründung, sehe ich nicht ein.

* * *

Rindlerwahn

Eine recht interessante Seite zum Schreibhandwerk, nicht viel Neues, aber einiges vom Altbekannten ist schön auf den Punkt gebracht, Beispiel: Gefühle im Text
Sympathie wird ausgelöst durch:

den unerbittlichen Kampf gegen ein niederes Gefühl
(Luke Skywalker in Star Wars, Frodo in Herr der Ringe)
den unerbittlichen Kampf für ein gutes Gefühl
(Kampf um die Liebe, das Hören auf das eigene Herz)

Die Verbindung beider Ebenen schafft Helden.

Antipathie wird ausgelöst durch

das sich Treibenlassen von einem niederen Gefühl
(Darth Vader in Star Wars, Gollum in Herr der Ringe)
den unerbittlichen Kampf für ein negatives Gefühl
(Hannibal Lecter im „Schweigen der Lämmer“)

Die Verbindung beider Ebenen schafft Monster.
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Re: Schreibstube zur Flinken Feder

#15

Beitrag von Baxeda » So 14. Jul 2019, 14:38

Deine Gedanken zur Figurentwicklung

Die Analyse finde ich interessant, ich denke, so etwas ist gerade bei komplexen Geschichten sehr hilfreich.
Im Grunde schadet sich Xyrius damit selbst: hätte er Triborin bei sich behalten, hätte dieser die negative Entwicklung des Helfers weiter vollzogen und wäre zu einer idealen Waffe gegen Liena und die Alben geworden.
Das finde ich immer richtig gut, wenn einer sich selbst ins Knie schießt mit einer vermeintlich erfolgreichen Handlung. Diesen Fehler von Xyrius solltest du richtig schön breitwalzen. :D
Somit gewinnt Triborin aber die Chance sich weiter zu entwickeln, auch wenn er damit durch die für ihn emotionale Hölle gehen muss. Er gewinnt die positiven Seiten des Reformers:
Weise, umsichtig, rational, voll hoher Prinzipien, gerecht und objektiv
Die komplette Entwicklung der Figur ist erst am Ende der geplanten Trilogie abgeschlossen.
Ich fände es interessant, wenn er zwischendurch bei einer Situation, die ihn hart auf die Probe stellt, wieder in sein altes Verhalten zurückfällt. Ggf. verrät er Liena zwischendurch und bereut es dann.

Machst du noch beim Weltenbau weiter oder ist das erstmal hintergründig?

Ich habe mir inzwischen angewöhnt, die Charaktere bei spontanen Geschichten mit drei kurzen Punkten zu charakterisieren, die ich kennen sollte:
  • Figur

    Wie ist sie am Anfang?
    Was ist ihr Ziel?
    Was geschieht am Ende?
Die Antwort erfolgt jeweils nur mit einem Stichpunkt oder in einem einzigen Satz. Ich hatte diese Methode zur Kurzcharakterisierung irgendwo gelesen und sie gefällt mir wegen ihrer Einfachheit sehr gut. Da ich gegenwärtig unter Zeitnot leide, ist sie für mich eine super Krücke, die Variante für Faulpelze. Wenig Arbeit, die aber viel Wirkung hat. Diese drei Punkte sollte man meiner Meinung nach zu jedem Charakter, der namentlich erwähnt wird, kennen, auch zu den Nebenfiguren. Mir hilft diese kleine Krücke, zu vermeiden, dass alles außer dem Hauptchar statisch bleibt. Es macht die Geschichte dynamischer.

Für einen Roman sollten natürlich die Hauptcharaktere sorgfältiger geplant werden, wie du uns das mit Triborin demonstriert hast. Aber gerade für die Anfangsphase der Planung hat man mit diesem Kurzkonzept einen guten Überblick über die wechselwirkenden Kräfte und kann ggf. besser orchestrieren.





Dein Kommentar zu meiner Hausaufgabe zum "positiven Ende"
Etwas plötzlich / knapp fand ich den Sprung vom Hass auf Pascal zu ihn mit ins Bett zu nehmen. Hier hätte ich noch etwas mehr "Kausalkette" erwartet
Ich habe alles noch einmal gelesen und stimme dir zu, das nehme ich mit auf den Weg für die nächste Story. :)

Gefallen hat mir, auch im Sinne deiner selbst gestellten Aufgabe, dass der Ton heiter und teils amüsiert ist. Das macht die Geschichte leichtgängig und lebendig und wirkt durch die gewählte Perspektive zugleich vollkommen authentisch. Ich habe es ein wenig als Selbstironie Berzans gedeutet, der nach all den Jahren anders auf diese Zeit blickt.

Richtig erkannt! Berzan ärgert sich über sich selbst und durch die Selbstironie schafft er eine gewisse Distanz zu den heftigen Emotionen, die eigentlich in ihm toben. Denn natürlich fand er die Ereignisse in Wahrheit ganz und gar nicht so witzig, wie er sie darstellt weder damals noch heute. Er hat ein gewaltiges Problem mit seiner Gefühlswelt und ist mit sich selbst absolut nicht im Reinen, auch wenn er oberflächlich bodenständig wirkt. Etwas ist da in ihm, das all die Zeit an seiner Seele nagt, ohne das es erwähnt wird. Der aufmerksame Leser kann es sich aber denken, so wie Mariette es wusste und Pascal sich zunutze machte. Die Crux, die letztlich zu der fatalen Entwicklung führte. Hätte Berzan, der sonst ja ein furchtloses Frontschwein ist, mal den Mut gehabt, auch sich selbst und seiner Familie gegenüber Rückgrat zu beweisen. Was das angeht, war er ein Würstchen.

Ja, das gute Ende war ein wenig geschummelt. *g* Aber! Jetzt kommt`s! :D





Bluthexer auf Abwegen

Ich habe in den letzten Tagen eine neue Geschichte niedergeschrieben, diesmal mit wirklich echtem und wahrhaftig gutem Ende. Da ist allerdings der ganze Grundtenor der Geschichte eher humoristisch. Da fiel es mir leicht, die Hauptfiguren heil aus dem Schmelztiegel zu ziehen und ihnen ein Happy End zu gönnen:

Bluthexer auf Abwegen

Ich denke, die Erzählstimme könnte der Knackpunkt sein, der mich von guten Enden abhält: In meinen düsteren Geschichten wirken sie auf mich unpassend. So als ob das Ende dann ein Fremdkörper und erzwungen sei. Es erscheint mir dann immer wie Kitsch. Ist die Geschichte locker, ist es für mich offenbar kein Problem, auch nett zu den Charakteren zu sein.

Die Handlung in einem Satz:
Zwei bekiffte Bluthexer versuchen, einen unfähigen Ordensbruder vor einem aufdringlichen Vampir zu retten.

Sie ist nicht so lang, um die 6000 Wörter und ich hatte sie an einem Tag heruntergeschrieben, an dem ich nach dem langem Entzug wegen des Umzugs einen Schreibanfall hatte. Sie wurde auf dem Laptop ohne die Hilfe von Papyrus verfasst und mir ist aufgefallen, wie sehr mir dieses Programm und seine bequemen Funktionen gefehlt hat.

Wie bist du mit Storyit inzwischen zufrieden? Würdest du das Programm empfehlen?





SCION

Vor einiger Zeit hatte ich zudem SCION begonnen. Das sollte eigentlich nur ein Intro werden für die Einführung der beiden neuen Charaktere Scion und Zaccaria in 1077 dienen. Es ist aber etwas ausgeartet und obendrein hat Zaccaria dem Namensgeber die Show gestohlen.

Der Anlass für den Entwurf dieser beiden Charaktere war eine Geschichte von Dave, über deren Ende mich geärgert hatte. *g* Die Gras-Schlangen. Ich fand den Protagonisten Kabir unsympathisch und mochte lieber den Antagonisten Timion Harruck, der mir als der eigentliche Held dieser Geschichte erschien. Mich hat das dermaßen unbefriedigt zurückgelassen, dass ich den Drang hatte, den "Fehler" literarisch zu korrigieren. SCION ist somit die Fortsetzung zu den Grasschlangen, in der es darum geht, die Lücken, die ich beim Lesen zu spüren glaubte, zu füllen.

Die Handlung in einem Satz:
Der aus dem von Bolek und den Stinkern zerstörten Labor entkommene GMO Scion gerät an Zaccaria, einen fanatischen Gefolgsmann von Timion Harruck, der dessen Werk versucht fortzusetzen.

Diesmal ganz ohne Romantik. Eine reine Abenteuergeschichte.

Es hat mir schon länger auf der Seele gelegen, aber um mein Zeitmanagement nicht überzustrapazieren und dann einen Haufen unfertiges Zeug herumliegen zu haben, habe ich es mir lange verkniffen. Mit SCION habe ich erst begonnen, nachdem ich mein Fernstudium beendet hatte. Leider sind mir nun auch noch der Umzug und die Sommerferien dazwischengekommen, wir haben hier gewaltigen Trubel, aber ab August ist hier wieder eine feste Schreibroutine möglich. Dann geht es auch mit Skorpionbrut und der Lotosspinne wieder regelmäßig weiter. Die Geschichten sind nicht abgebrochen.

Wirst du auch beim Goldenen Baum weitermachen?

Das war es für heute von mir. :)

MfG
Bax
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Re: Schreibstube zur Flinken Feder

#16

Beitrag von Baxeda » Do 18. Jul 2019, 17:06

Ich spiele mal noch ein wenig den Alleinunterhalter, bis hier jemand wieder mit einsteigt. ;) Vielleicht ist es für den Einen oder Anderen interessant. Heutiger Titel:

Wenn Charaktere die Kontrolle an sich reißen
Ein Fallbeispiel


Da es sich schlecht schreibt, wenn Sommerferien sind und Trubel in der Wohnung herrscht, habe ich heute unter anderem meine Unterlagen sortiert und Statistiken gepflegt, damit etwas Nützliches passiert. Herausgekommen ist für die Souvagne-Tetralogie (wie hochtrabend das klingt)folgendes:


  • Titel, Wortanzahl gerundet, Stand der Bearbeitung

    Süßes Gift & Der Fall der Agenten der Autarkie: 15.000 Wörter (90%)
    Skorpionbrut: 17.000 Wörter (50%)
    Lotosspinne: 32.000 Wörter (60%)
    Der Wilde und der Chevalier: 36.000 Wörter (100%)

    Gesamt: 100.000 Wörter (75%)


Na, fällt euch etwas auf?

Ich hatte diese Zahlen eigentlich ermittelt, um zu schauen, ob ich das Ganze in zwei oder besser in vier Bücher teile oder nicht doch stattdessen ein Sammelband sinnvoll wäre. Diese Frage habe ich mir noch nicht beantworten können. Viel interessanter finde ich, dass Patrice aus der Lotosspinne die Kontrolle über die Tetralogie an sich gerissen hat. Sein Werk ist schon fast so lang wie das bereits veröffentlichte Der Wilde und der Chevalier und ist noch nicht einmal beim Höhepunkt angelangt. Robby aus Skorpionbrut, für den ich Patrice ursprünglich erfand, wird von ihm nicht nur verdrängt, sondern an die Wand gespielt. Beide Charaktere sind etwa gleich gut ausgearbeitet und beide liegen mir mit ihrer Geschichte sehr am Herzen. Das Feuer, über sie zu schreiben, brennt bei beiden gleich hell. Warum also hat Patrice solche Macht über das Gesamtwerk?


Analyse:

- Patrice ist intelligenter als Robby, Robby gilt als geistig zurückgeblieben
- Patrice weiß sich besser zu artikulieren -> tiefgründigere Dialoge, Robby kann sich schlecht ausdrücken und imitiert teilweise Tiersprache
- Patrice ist trotziger, rebellischer, Robby ist besonders anfangs ein Opfertyp
- Patrice hat Sympathiebonus, Robby ist ein Bösewicht
- Patrice ist von Anfang an ein Macher, Robby Spielball seines düsteren Schicksals
- Patrice hat mit Caillou und Timothèe weitere starke und interessante Charaktere an seiner Seite, Robby hingegen verliert nach und nach jeden, der ihn unterstützt und muss sich allein durchschlagen

Insgesamt ist Patrice trotz seiner tragischen Geschichte der stärkere Charakter von beiden. Das ist mir erst jetzt bewusst geworden. Sogar, dass er sich später in die Opferrolle begibt, ist seine aktive Entscheidung. In Wahrheit ist er stark, selbstbewusst und sitzt am längeren Hebel. Robby hingegen ist ein zutiefst verunsicherter Charakter und seine Brutalität kaschiert das nur bedingt.

Ein paar Gedankenblitze die mir dazu gerade kreuz und quer durchs Hirn schießen:
Robby hat nur darum Macht über Patrice, weil dieser es will. Würde Patrice es darauf anlegen, würde Robby sein Spielzeug sein und nicht umgekehrt. Er will es aber nicht. Oder? Moment. Ist es nicht so, dass Robby zu jeder Zeit genau das tut, was Patrice sich wünscht? Ist am Ende Robby längst ein weiteres Insekt im Netz der Lotosspinne? Wer hat eigentlich wann die Kontrolle inne, hat Patrice das Steuer tatsächlich bewusst abgegeben oder hält er es nach wie vor in seinen Händen? Das muss ich mir genauer ansehen. Eieiei.

Meine Schlussfolgerung daraus

Für Patrice steht das Ende in den Grundzügen fest, aber damit Robby an Gewicht gewinnt, wäre es gut, wenn auch er sich beim Showdown beweisen könnte. In jedem Fall braucht er mehr literarische Zuwendung, er braucht mehr Kraft, muss eine Gelegenheit bekommen, zu zeigen, was in ihm steckt. Ich muss nachdenken.

P.S. Bei Scion ist mir das Gleiche passiert. Der Namensgeber dümpelt vor sich hin und Zaccaria rockt an seiner Stelle die Story. Die Gründe für Zaccarias Stärke entsprechen im Wesentlichen denen von Patrice, obwohl es zwei völlig unterschiedliche Charaktere sind. Nur am Sympathiebonus scheitert es bei Zac.
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Baxeda

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Re: Schreibstube zur Flinken Feder

#17

Beitrag von Baxeda » Di 6. Aug 2019, 02:30

Dauer-Nano und Dauer-Lauf

Ich habe weitergearbeitet, geplottet und geschrieben. Momentan absolviere ich (zusätzlich zum rpg) einen persönlichen NaNoWriMo und schreibe etwa 2000 Wörter pro Tag neu plus Planung und Überarbeitung alter Sachen. Mal sehen, wie lange ich das durchhalte, mindestens 1000 soll eigentlich Dauerzustand werden.

Jeden Tag 5 km zügig marschieren sind auch hinzugekommen. Ziel sind 10 km in unter einer Stunde joggen, wie ich es früher tat. Daher wieder langsam hochtrainieren, um bei all der Schreibtischarbeit fit zu bleiben. Drum kommen die Woche sogar die langen Haare unters Messer zugunsten einer sportfreundlicheren Frisur.

Neue Arbeitstitel sind entstanden. Die Prozentangabe sind nur vage Schätzungen.
  • Aktuelle Zahlen des Souvagne-Zyklus:

    Band 1 - Blaue Augen / Der Fall der Agenten der Autarkie - 24.000 Wörter (90%)
    Band 2 - Schwarzer Skorpion / Die Schatten von Saint Aumary - 21.000 Wörter (75%)
    Band 3 - Stählerner Lotos / Die Macht im Hintergrund - 32.000 Wörter (60%)
    Band 4 - Grüne Steppe / Der Wilde und der Chevalier - 36.000 Wörter (100%)
Zu Band 1 hat sich ein weiterer Handlungsstrang hinzugesellt aus der Sicht von "Pascal" und seinem Sohn Velasco, den wir später als Timothèe kennenlernen. Drum ist der Umfang gewachsen, was mir gefällt. Dennoch wird es das dünnste der vier Bücher bleiben. Dafür hat es ein Finale, das es in sich hat. Das müssen die anderen Bücher erstmal toppen. Da muss ich noch ein wenig planen, insbesondere beim Skorpion, meinem depressiven Sorgenkind aus Band 2.

Band 3 ist unverändert, dort habe ich nur an der Zeitleiste und an einigen Charakterbögen gefeilt. Es ist nach wie vor mein Lieblingsbuch von den vieren.

Band 4 ist zwar "eigentlich" fertig, aber soll erweitert werden. Wie weit, kann ich noch nicht sagen, aber auf Ciels Rolle als junger Bluthexer wird eingegangen, Alexandre de la Grange kommt ins Spiel und die Schlacht um Dunkelbruch wird eine Rolle spielen. Es werden also vermutlich so 50.000 Wörter sein am Ende.
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