Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Hafenstadt Mancini

Das Leben in Souvagne.
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Ciel Felicien de Souvagne

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Hafenstadt Mancini

#1

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Mi 11. Sep 2019, 20:02

Hafenstadt Mancini

In Mancini gab es alles, was man für ein erfülltes Leben brauchte. Es war eine hübsche, ordentliche und wohnliche Stadt, in der die üblichen Probleme großer Hafenstädte - Seuchen, Kriminalität, Prostitution - kaum eine Rolle spielten. Stattdessen gab es hier alles, was für eine funktionierende Kleinstadt am Meer gebraucht wurde.
Mancini verfügte neben der eigenen kleinen Werft für Fischerboote auch über die wichtigsten Gewerbe, die mit dem Schiffsbau zusammenhingen: Eine Seilerei, eine Weberei, mehrere Tuchmacher und so weiter. Besonders stolz waren die Chevaliers de Mancini, welche das Lehen verwalteten, auf den eigenen Teerofen, in dem hochwertiges Teer für die Imprägnierung von Schiffsrümpfen gewonnen wurde. Aber es diente auch zum Schutz von Fangnetzen und Tauwerk vor dem aggressiven Salzwasser der Azursee. Die Qualität war so außerordentlich, dass der Manciniteer sogar als Heilmittel beworben wurde. Wenn man vom Hafen aus in Richtung Stadtzentrum wollte, musste man zunächst über den großen Fischmarkt aus getrampeltem Lehm. Er lag direkt am Hafen, auf dem nicht nur fangfrischer Fisch, sondern auch alles andere feilgeboten wurde, was man zum Leben brauchte. Der Fischmarkt war eingefasst von den Wirtschaftsgebäuden, wie den Lagerhäusern, einem Zollhaus oder einer Geldwechselstube. Hatte man diese hinter sich gelassen, gelangte man zu verblüffend sauberen Straßen und Gassen. Hier fand sich alles, was es brauchte, um einen lang gereiste Matrosen glücklich zu machen, vor allem zahlreiche Gasthäuser, Biergärten und Tavernen. Sehenswürdigkeiten gab es keine, selbst der Tempel des Ainuwar war winzig.
Alles in allem war Mancini klein und beschaulich, es war nicht mit einer Hafenstadt wie Chevrette zu vergleichen, in der auch Kriegsschiffe gefertigt wurden. Es gab nicht eine einzige gepflasterte Straße. Geplant war für die kommenden Jahre ein direkter Anschluss an die Salzstraße, jene gut ausgebaute Handelsstraße, die sich wie ein breites, steinernes Band durch alle Länder erstreckte. Noch aber war das Zukunftsmusik und ein Händler, der mit seinem Karren auf die Salzstraße wollte, musste zunächst nach Beaufort und von dort aus bis zur Hohen Mark.
Alles in allem war das Leben in Mancini beschaulich, abwechslungsarm, voller alter Leute und rundum zufriedenstellend.
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