Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

27 Kapitel 27 - Ganz oder gar nicht, gehn oder bleiben....

Nach dem gewaltsamen Tod von Timion Harruck beanspruchen zwei Parteien sein Erbe für sich: Auf der einen Seite Dr. Lana Setardio, die sich humanistischen Zielen verschrieben hat und von dem abtrünnigen Sentir Kabir unterstützt wird. Auf der andern Seite die Schachtsoldaten um Zaccaria samt Timions Familie.
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Ziggi
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27 Kapitel 27 - Ganz oder gar nicht, gehn oder bleiben....

#1

Beitrag von Ziggi » So 13. Okt 2019, 03:01

Ganz oder gar nicht, gehn oder bleiben....


Ziggi
Ziggi wartete ab, bis Vaden aufgelegt hatte. Was dieser mit Oliver besprochen hatte, hatten alle Anwesenden gehört. Er wollte zwischen beiden Seiten vermitteln, aber war eine Vermittlung noch möglich? Bevor Vaden das Wort ergreifen konnte, äußerte sich Ziggi. "Also an alle anwesenden Sentir, Duc-Gemahl Oliver Vallis de Souvagne hat uns eine Frist von 24 Stunden gesetzt, in der wir nach Souvagne zurückgekehrt sein müssen. Sind wir das nicht, wird er uns mit der aschgrauen Sonne töten. Dass ist die Botschaft von Oliver, dass sind seine Bedingungen. Kapitulation oder Tod. Ob das für den Einzelnen oder nur für die Gruppe gilt, hat er nicht gesagt. Heißt - wenn ich kapituliere und jeder andere hier auch, bis auf Zico ist entweder Zico im Arsch gekniffen oder wir alle. War nur ein Beispiel Zico, keine Panik. Also was machen wir? Ganz ehrlich, eine große Wahl haben wir nicht, ich bin dafür wir fügen uns und kehren um. So haben wir immer noch eine Chance mit einem blauen Auge davon zu kommen. Wir liefern uns der Gnade von Oliver aus und warten ab was da kommt. Tun wir das nicht, ist uns der Tod sicher", sagte Ziggi tonlos.

Zaccaria
»Moooment«, sagte Zaccaria so laut und hart, dass das Stimmengewirr, welches sich erheben wollte, annähernd verstummte. »Schnauze, jetzt rede ich«, blaffte er Tivoli an, der Aidan gerade aufgeregt von der Seite zuquatschte. Endlich war Stille. Zaccaria blickte ausgesprochen missgestimmt drein, er sprühte vor Zorn. »Die Sentir sind jetzt unsere Leute, dachte ich? Liefert Distrikt T einfach seine Leute aus?! Das kommt überhaupt nicht in Frage! Wir sind ein souveräner Staat! Souvagne kann einen Auslieferungsantrag für die Sentir stellen, ansonsten können die uns gar nichts, wenn sie nicht wegen den paar Hanseln einen Krieg vom Zaun brechen wollen!«

Vaden:
"Das ist einerseits richtig, aber andererseits könnte Souvagne behaupten wir hätten Ihr Eigentum gestohlen. Und selbst wenn sie gar nichs behaupten Zac, dann könnten sie immer noch angreifen. Wir haben gesehen was diese Sonne ist. Ihre tatsächlichen Auswirkungen kenne ich nicht. Ich habe diese Monströsität noch niemals in Kampfaktion gesehen. Aber verglichen damit, was diese Maschine allein schon leistet, wenn sie flüssiges Wissen herstellt, da frage ich mich, welche Chance wir haben? Weder ein Magier noch ein Sentir wird sich gegen die Sonne wehren können. Es sind 12 Personen die wie eine agieren, sie sind künstlich eine Person geworden. So würde ich es mal beschreiben. Also was schlägst Du vor? Das wir uns alle im Wasserwerk verstecken und beten? Das könnte sogar klappen. Aber vergiss eines nicht, bleibt die Sonne erfolglos, haben sie immer noch zig andere Waffen, die sie scharf machen können und die uns vom Antlitz Asamuras fegen würden, binnen Minuten. Drum wäre meine Option Verhandlung. Ich weiß, es klingt schwach, aber machmal geht es nicht anders. Wir haben ihnen nichts entgegenzusetzen außer unser Wort. Und bedenke, Gemeinwohl über Eigenwohl. Sollen alle sterben, weil wir die Sentir hier behalten? Natürlich kämpfen wir für das Leben jedes Einzelnen, aber noch ist gar nicht raus, dass ihre Leben bedroht sind. Nur wenn sie hierbleiben ist es bedroht. Wenn sie zur Kooperation bereit sind, wird sich Oliver möglicherweise anders entscheiden. Denn hätte er sie töten wollen, hätte er es getan Zac. Oder welche Möglichkeit siehst Du?", fragte Vaden ruhig, um eine Lösung zu erarbeiten.

Zaccaria
»Das kann ich dir sagen. Ich werde nach Souvagne reisen, sofort. Hier wird mir niemand ausgeliefert! Ich lasse mich nicht von dieser Waffe erpressen, wo sind wir hier, das sind unsere Leute«, blaffte er Vaden an. »Unsere Leute! Würdest du deine Ordensbrüder ausliefern? Wie war das noch mit dem Gelaber von wegen, wir sind eine Familie?«

Vaden:
"Das habe ich ernst gemeint und ich würde mich sogar selbst ausliefern, um alle anderen zu beschützen. Oliver möchte bis dato nichts weiter, als die Sentir bei sich sehen Zaccaria. Aber es spricht nichts dagegen, dass wir sie begleiten. Waffen sind leider immer eine Erpressung. Es nützt nichts, die Welt darauf hinzuweisen, dass Souvagne Dich mit Waffen erpresst. Wer würde für uns auf- und einstehen Zac? Naridien? Würden sie einen Krieg mit Souvagne heraufbeschwören für Soleil? Für eine Handvoll Sentir? Es würde Millionen Tote geben, jedenfalls sehr viele Tote sollte Souvagne Massenvernichtungswaffen einsetzen. Endschlagwaffen und die haben sie. Ich möchte damit weder prahlen, oder einem hier Angst machen, sondern nur Fakten aufzählen, damit wir unseren Stand begreifen. Seit Anbeginn der Zeit schufen sie Massenvernichtungswaffen. Wozu? Um sich zu schützen. Sie zu haben und nicht zu benutzen, ist eine Lebensversicherung für Souvagne. Und das Land hat etliche. Es gibt Orden, die diese Waffen wie heilige Reliquien hüten. Denn so werden sie gesehen, Reliquien die ein unbeschwertes Leben ermöglichen, denn niemand würde ihre Nutzung heraufbeschwören. Die Hüter der Nekromantie, die Hüter des Atoms, die Hüter des Gauss, die Hüter des was weiß ich... es gibt zig dieser Hüter Orden. Jedes Jahr zu Neujahr laufen sie unter ihrem Banner Parade, Sinnbild dafür - wir beschützen Euch, wir halten die Reliquien am Leben, einsatzbereit, tödlich. Und so schlummern sie bis zum Tag des Einsatzes. Wofür Zac, wenn niemand sie jemals benutzen würde? Wofür gibt es die Sentir? Auch weil sie niemand jemals genutzt hätte? Ich verstehe Deine Wut, ich bin selbst wütend, aber ich bin machtlos! Ich habe nichts als mein Wort und den Orden, worauf ich mich bei Oliver berufen kann. Man könnte sagen, er handelt noch human, wenn er nur die Betroffenen tötet. Er könnte auch alles einäschern. Mal Ledwick angeschaut? Das war ein misslungenes Geschenk. Souvrakasier in Freiheit die eigentlich einen Einsatz schieben. Jetzt stell Dir so ein misslungenes Geschenk in Sentir-Form vor. Davor hat Oliver Angst. Und ängstliche Leute Zac, schießen schnell und sehr gut. Frag mal Deinen Freund Kabir. Drum habe ich versucht zu vermitteln. Bis dato will er niemanden töten. Jene die er tot sehen wollte, sind tot. Ob das nötig war? Tja, ich denke es war nicht nötig. Keiner der Sentir hatte eine Chance. Niemals. Nicht seit der Sekunde, wo man ihn aus dem Tank zog, ab dato war sein Schicksal besiegelt. Es gibt für sie keine Altenheime. Warum wohl? Ich möchte genauso um ihre Leben kämpfen Zac, aber wie gesagt, ich kann es nicht mit Waffengewalt oder mit einem Schutzmechanismus, denn ich habe keinen. Lass uns die Sonne austricksen können, einen atomaren Endschlag hält keiner auf. Oder den Beschuss mit einer Gausskanone. Und wenn wir uns derart unkooperativ zeigen, wird Oliver das als Aggression werten. Wie reagiert er dann? Denk darüber nach. Wir müssen nach unseren Möglichkeiten handeln Zac. Der Spatz prahlt nicht mit seinen Krallen, wenn der Adler zugegen ist", warnte Vaden so ruhig wie möglich.

Zaccaria
»Was heißt, prahlen. Darum geht es nicht, ich kenne meine Grenzen und die meines kleinen zuckersüßen Landes, das nur aus dieser Bunkeranlage besteht. Aber Souvagne muss doch so etwas wie einen Funken Ehre im Leib haben, so ein kleines Nest wie uns nicht auszuräuchern nur wegen einer Handvoll Sentir. Sie haben uns den Terraformer geschenkt. Sie wollen uns nichts tun, sie sehen in uns etwas, dass es zu unterstützen gilt. Aber selbst wenn nicht, wo ziehen wir da die Grenze? Wen liefern wir aus, nur weil irgendwer zuckt, und wen nicht? Ich dachte, wir halten zusammen?« Hilflos sah er Timion an, in seinem Blick Zorn und Verzweiflung.

Timion:
Tim grinste Zac an. "Nun das ist doch eine Gegenerpressung, wir müssen den Terraformer ausschalten und einbunkern. Das Ding ist mit die teuerste Tech, die Souvagne zur Verfügung hat. Er ist Marke Eigenbau, wie fast alles in Souvagne. Importware wird immer als etwas Aussätziges angesehen. Also wir haben da draußen eine Milliarden-Taler-Geisel. Die wird Oli der Erpresserische doch wohl nicht einäschern oder? Da könnte sein Mann leicht verschnupft reagieren. Allerdings muss man bedenken, eine geklonte Sentir-Armee würde sie den Terraformer sofort abschreiben lassen. Ich denke das versucht Oliver zu verhindern. Ihm muss bei der Vorstellung speiübel sein, dass Osmund die Sentir fertil, also fruchtbar schuf. Tuteurs sind es nicht und alle anderen GMOs auch nicht. Selbst die Bluthexer vermehren sich nicht mehr natürlich, sie vermehren sich im Labor. Also gäbe es keine Laboranlagen mehr, könnten die Bluthexer sich nicht mit anderen paaren um sich vor dem Aussterben zu bewahren. Die Sentir können es, als einzige GMOs", erklärte Timion.

Hilarius:
"Falsch. Die Sentir und die Grauen können es. Wobei ich vermute, dass die Sentir genau jenen Anteil von den Grauen in sich tragen. Die Grauen waren GMOs aus Naridien, aus unserem Hause. Die Sentir stammen aus dem Hause Wigberg, ergo aus unserer Sippe. Man könnte da mit Stolz sagen, dass was Oliver als Makel empfindet, ist in Wahrheit die Höchstform der schöpferischen Genetik. Es wurde ein künstliches Lebewesen im Labor geschaffen, dass sich allein und auf natürlichem Wege fortpflanzen kann. Das ist schon für viele Labore das Non plus Ultra. Aber nicht nur das, Osmund hat genau das erreicht, was ein Hohenfelde erreicht hat... die Sentir sind nicht nur in der Lage sich selbst zu vermehren und so als geschaffene, künstliche Spezies zu überleben. Nein... im Notfall können sie sich mit anderen Spezies kreuzen. Leider war hier Osmund etwas schludderig, dabei kommen Mischlinge raus. Unser Familienmitglied schuf die Grauen so, dass sie nur männlich sind. Bei einem Krieg rauben die Grauen die Frauen und pflanzen sich so fort. Das überfallene Land, die Frauen des eigenen Volkes gebären also Feinde. Aber Osmund war da ja ehr der Freigeist glaub ich", warf Hila ein.

Zaccaria
»Das ist die Lösung«, rief Zaccaria. »Wir brauchen irgendwelche kleinen Dosen, irgendwelche Ampullen oder Reagenzgläser, irgendwelche fest verschließbaren Röhren. Viele! Und die macht ihr Sentir voll, jeder wichst in eins rein. Und das«, fuhr er grinsend fort, »sind dann unsere Geißeln. Reagenzgläser können sie nicht orten. Wenn unseren Sentir was geschieht, werden gewisse Labore Post erhalten. Post, die bereits unterwegs ist am besten.«

Hilarius:
"Immer wieder gut und voll der alte Hut... tote Mann Schaltung. Wusstet Ihr, dass Tote manchmal mehr Ärger machen... als Lebende?", lachte er sich schlapp und kraulte Flocki.

Vaden:
"Das ist eine Möglichkeit, aber dann haben wir völlig verschissen. Vermutlich wird Oliver dann jedes Labor auslöschen lassen oder jeder der aussieht als trägt er einen Wichsbeutel bei sich", stöhnte Vaden.

Timion:
"Also wird er die Welt einäschern? Das denke ich nicht, er wird dann wohl er kapitulieren, während er sich eine Insel als Exil aussucht, während sein Mann sich einen Block für seine weiße Rübe ausguckt", schmunzelte Tim.

Zaccaria
»So machen wir das«, frohlockte Zaccaria. »Ronny, wo ist der Sack?« Er war ebenso wenig zu sehen wie Yvon. »Wunderbar«, grollte Zaccaria, »was für zuverlässige Kameraden wir hier haben. Soka!« Er wies mit dem Kopf in Richtung Tür. »Röhrchen holen!« Soka verschwand und kehrte kurz darauf mit dem Gewünschten wieder. Jeder Sentir erhielt ein Rörchen mit einem Stopfen. »Macht das voll, jetzt. Sobald ihr das getan habt, wird Timion dafür sorgen, dass die Fracht an geeignete Adressen gelangt, sollte euch etwas zustoßen. Ich aber werde nach Souvagne reisen und es erst ganz ruhig versuchen. Sollte ich damit nicht weiterkommen, werde ich diese letzte Waffe offenbaren. Noch Fragen? Weitere Vorschläge?«

Vaden:
"Damit wirst Du Oliver zum Handeln zwingen, willst Du es nicht vorher im Guten versuchen? Also ich sehe da nicht viel Spielraum uns dann noch zu retten. Wir sollten die Proben, wenn in unserer Reichweite behalten. Denn was hindert die Labore daran, sie nicht einfach gegen andere Sahne auszutauschen und mit der Arbeit zu beginnen?", fragte Vaden nervös. "Ich möchte weder Soleil noch Souvagne vernichtet sehen. Immerhin hieß Soleil einst Klein Souvagne oder?"

Timion:
"Das ist wahr, aber was hindert Oliver daran, uns nicht trotzdem anzugreifen, sobald er alle Sentir in der Hand hat? Vielleicht ist ihm das hier ein zu großer Unruheherd und er beschließt uns gerade deshalb zu beseitigen. Bedenke was er für ein Korintenkacker und Kleinkrämer war, als es um meine Rettung ging. Timion, unschuldig gestorben, guter Mann, wahrer Held der Nation, bekommt ein Denkmal. Was wiederbeleben? Nee lass mal, also ehrlich nee das ist jetzt aber was übertrieben. Danke auch....!", knurrte Tim.

Zaccaria
»Meine Rede«, bestätigte Zaccaria. »Ich werde erst versuchen, vernünftig mit ihm zu sprechen. Dass die Sentir jetzt unsere Leute sind und nicht mehr ihre wandelnden Schießbuden. Ich werde alle nur denkbaren Argumente ins Feld führen und an seine, ich nenne es mal optimistisch Menschlichkeit appellieren. Aber sollte das nicht fruchten, wird er lernen, dass es keine Waffengewalt braucht, um einen Prince in die Knie zu zwingen, nur Grips und dicke Eier. Was jetzt, Sentir? Seid ihr so weit? Die Röhrchen warten. Meinetwegen geht nach nebenan.« Er schaute sie an. »Oder wollt ihr zurück?«

Ziggi
Ziggi starrte auf das Röhrchen in seiner Hand. "Ich wollte mir es nicht derart verscherzen. Aber ich denke irgendwann muss man sich für eine Seite entscheiden. Und vermutlich habe ich das schon in Olivers Augen, als ich mich Kabir auf der Flucht angeschlossen habe. In Ordnung", erklärte Ziggi und tat dann das, worum ihn Zac gebeten hatte. Er öffnete seine Hose und begann damit sich einen runterzuholen um das Röhrchen zu füllen. Zeitgleich ärgerte er sich, dass er vorhin die Trulla abgefüllt hatte.

Timion:
"Gut das wir das so schnell klären konnten, Zico? Tivoli? Wo ist Kabir?", fragte Tim und versuchte das Treiben von Ziggi zu ignorieren. Ronny hätte vermutlich die Röhrchen für sie alle füllen können, fiel ihm dazu ein. Vermutlich hätte er ganze Milchflaschen gefüllt, nach Yvons Zwangs-Zölibat.

Zico
Zico atmete durch. Er hatte das nicht gewollt, er hätte gern weiter für den Orden gearbeitet und für Souvagne ... für Darius vor allem. Darius war nicht mehr und Souvagne hatte die Sentir abgeschlachtet, Darius eingeschlossen. Nein, dort war keine Zukunft. »Meine Hoffnungen ruhen auf dir, Dorian«, sagte er ernst, stellte sich neben Ziggi und folgte seinem Beispiel. Ihm entging nicht Zaccarias Grinsen.

Tivoli
»Ich kann hier nicht«, stieß Tivoli hektisch hervor. Er flüchtete mit seinem Röhrchen nach nebenan.

Ziggi
Ziggi musterte Zico. "Geht leichter wenn wir tauschen. Bock?", fragte er mit breitem Grinsen.

Hila:
Lehnte sich zurück und schaute den beiden genüsslich zu. Einen Moment später schaute er zu Dorian rüber und zwinkerte ihm zu. Er strich seinem Mann über die Wange, dann über den Nacken und zog ihn ganz nah zu sich heran. "Komm her", schmunzelte er ihn an.

Zico
Zico musterte Ziggi von der Seite. Es war die mit dem gesunden Auge. Er rutschte einen Schritt näher an ihn heran, so dass sie sich seitlich berührten. Er schob die Hand um Ziggis Hüfte herum und zeigte ihm seinen erigierten Schwanz. Gleichzeitig übermittelte er ihm, wie sehr ihm der Vorschlag gefiel. Langsam senkte er die Lippen auf Ziggis Hals, um ihn zaghaft zu küssen.

Dorian von Wigberg
»Gefällt dir das?«, fragte Dorian amüsiert, »die grauen Nudeln? Die sind so dunkel. Ich habe mal Seegurke gegessen in einem ledwicker Restaurant. Die sah so ähnlich aus.« Er holte sein Handcom heraus und suchte ein passendes Bild:

https://www.spiegel.de/images/image-111 ... 9-fmfw.jpg

Er öffnete den Mund und streckte die Zunge heraus, um Hilarius mit einem Zungenkuss zu beglücken.

Hilarius:
"Mir gefällt die Handlung, sehen weckt Begierde Dorian. Ich sehne mich aber nicht nach den beiden, sondern das heizt mich an. Ich sehne mich danach, es genauso mit Dir zu tun. Sieht aus wie ein dicker Wurm der auf dem Teller liegt. So ein Ding habe ich noch nie gesehen, wo lebt es?", fragte Hilarius und zog Dorian auf seinen Schoß. Er rieb seine Beule an Dorians Hintern und umarmte ihn um den Bauch. Hilas Zähne gruben sich spielerisch in Dorians Nacken und knabberten tiefer, während er sich an ihm rieb.


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Pierre Agramant de Souvagne

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Re: 27 Kapitel 27 - Ganz oder gar nicht, gehn oder bleiben....

#2

Beitrag von Pierre Agramant de Souvagne » Mo 14. Okt 2019, 01:10

Die Antwort auf das Ultimatum


Nach einer ereignisreichen Stunde kehrte wieder Ruhe im Schacht ein. Jemand hatte die Tür zu Timions unterirdischer Wohnung geöffnet, so dass kalte Frischluft hineinströmte. Zaccaria trat an das Bett heran, das wie ein Sofa benutzt wurde. Er drückte die drei weißen, noch körperwarmen Röhrchen Timion in die Hände, als wären sie eine Reliquie. Er schloss Timions Hand darüber. »Du weißt, was du zu tun hast. In deiner Hand liegt das Überleben unserer grauhäutigen Freunde. Das hier ist ihre und jetzt auch meine Lebensversicherung. Sorg dafür, dass Souvagne sie nicht finden kann, dafür aber das geeignete Labor. Die Kontakte kennst du.« Er richtete sich mit leeren Händen wieder auf. »Vaden«, sprach er an den Bluthexer gewandt, »wir brechen auf. Uns bleiben nur noch zwanzig Stunden.« Das alte Aeromobil rauschte wenig später im Höchsttempo über das karge Land. Diesmal nahm Zaccaria keine Rücksicht auf den Sprit, sie rasten im Schwebemodus. Eine braune Fahne von Wüstensand folgte seiner Spur, die eine tiefe Rinne hinterlies. Es dauerte dennoch fünf quälende Stunden, ehe sie an die nächste Schleuse der souvagnischen Mauer gelangten. Dort versuchte Zaccaria, sich brutal im Verkehr nach vorne zu drängen, um möglichst zeitig durchgelassen zu werden. Als es ihm zu bunt wurde, rempelte er absichtlich ein Aeromoto an. Ein Klong ging durch die Karosserie und setzte sich durch Zaccarias und Vadens Körper fort. Mehr geschah ihnen nicht. Es war nur ein Schubs mit der Schnauze, aber das viel leichtere Aeromoto flog ein Stück nach vorn gegen das nächste Fahrzeug. Einiges an Blech wurde beschädigt und die Fahrer durchgeschüttelt, verletzt wurde niemand. Zaccaria hoffte, auf diese Weise würde die Wachmannschaft sich rascher mit ihnen befassen.

Timion:
Tim schloss die Hand um die Röhrchen, nickte knapp und machte sich umgehend wortlos auf den Weg. Oliver schien nie darüber nachgedacht zu haben, was Yvon war. Bestenfalls hatten die Bluthexer einige seiner Gene genutzt, hatten sie ausreichend Gene genutzt, war Yvon nicht nur Bluthexer, allerdings besaß er die psionische Gabe nicht. Möglicherweise aber schlummerte sie dennoch in seinen Genen, oder die Gabe wurde von der Magie überlagert. Wie dem auch sei, dachte sich Tim, Yvon war sein Baby und gleich wie alt er wurde, er würde es immer bleiben. Das hier war sein Land und seine Familie. Er war stolz auf Zac und etwas zerknirscht über Vaden, aber sein Mann sah die Welt eben mit den Augen eines Bluthexers und normalerweise liebte er ihn dafür. Vaden wusste scheinbar auch, wann die Macht des Ordens enden musste, denn sonst wäre er nicht zurückgekehrt. Timion verließ Distrikt-T, schwang sich in Kabirs Aero, da es gerade bereitstand und verschwand in Richtung Obenza.

SouvSec:
Es dauerte nicht lange, da wurde Zac von einem gepanzerten Aero zur Seite gedrängt, die Aufschrift war unmissverständlich - SouvSec und so schwarz-weiß wie das Mobil war, so schwarz-weiß waren auch die Insassen. Er wurde an die Seite gelenkt und zum Aussteigen aufgefordert. Zwei Souvrakasier stiegen ebenfalls aus. Einer trat an Zacs Aero heran, der andere sicherte mit der Waffe im Hintergrund. "Du hast ein Fahrzeug touchiert Fremdländer. Aussteigen", sagte der Souvrakasier, während seine Hand auf der Waffe ruhte.

Zaccaria
»Ja, absichtlich.« Zaccaria betrachtete die Souvrakasier respektvoll. Er hatte nur Scion erlebt, das Frühchen, klein und unreif, aber ein Fall für sich. Manchmal launisch und dann gefährlich, aber mit gutem Willen und ausreichend Durchsetzungsvermögen durchaus händelbar. Seine ausgewachsenen Artgenossen waren ein ganz anderes Kaliber. Zudem waren sie anders ausgebildet und anders bewaffnet. »Ich muss schnellstmöglich mit seiner Majestät reden, wir haben einen Termin, ruft ihn an, überzeugt euch selbst!«

SouvSec:
"Und ich muss in der Pause nochmal mit Ainuwar quatschen, aussteigen sagte ich", wiederholte der Souvrakasier etwas ungehaltener, während sein Kollege näher kam und ebenfalls ins Aeromobil starrte. Der Blick sprach Bände.

Vaden:
"Ich bin Bruder Vaden, Kampfmagier des Ordens der Bluthexer und unterwegs zu Duc-Gemahl und Ordensbruder Oliver Vallis de Souvagne. Überprüft es, wir haben nicht ewig Zeit, es geht um einen Fall der Nationalen Sicherheit", mischte sich Vaden ein.

SouvSec:
"Sicher worum sollte es sonst gehen, wir überprüfen das", antwortete der Souvrakasier und zwitscherte seinem Kollegen etwas zu, ohne die beiden Insassen aus den Augen zu lassen. Sein Kollege verharrte und machte eine Halterabfrage für das Aero, danach zog er eine Einwohneranfrage bezüglich Vaden und zog im Anschluss eine Ordensanfrage bezüglich des vermeintlichen Kampfmagiers. Da Vaden tatsächlich ein Bluthexer war und der Mann von diesem seltsamen Timion von dem in letzter Zeit überall gesprochen wurde, zwitscherte der andere eine Bestätigung zurück. "Wunderbar, Ihre Angaben entsprechen den Tatsachen. Da Ihr werter Bluthexer ein anderes Fahrzeug touchiert habt, werden wir Euren Orden bezüglich der Kosten und der Schadenregulierung kontaktieren. Anderfalls hätte der Fremdländer eine Sicherheitsleistung hinterlegen müssen - notfalls Erbringungshaft. Weiterfahren!", befahl der Souvrakasier und schlug donnernd aufs Dach, damit die Kollegen im Aero-Van wussten, dass das Fahrzeug weiterfahren und passieren durfte.

Zaccaria
»Geht doch«, rief Zaccaria erfreut. Ihm stand kalter Schweiß auf der Stirn, die Uhr tickte. Nur noch fünfzehn Stunden. Drei weitere benötigten sie durch den dichten Inlandsverkehr. Zwölf Stunden, ein halber Tag - nur verstrichen für die Vorbereitungen und die Reise. Zaccarias Herz hämmerte und er stand unter Hochspannung, als sie endlich in der Nähe des Palastgeländes parkten. »Auf dem Rückweg, falls es einen gibt, werden wir vermutlich abgeschleppt werden«, stöhnte er. »Ich finde keinen Parkplatz, wir müssen hier auf dem Gehweg halten, sonst verlieren wir noch mehr Zeit. Komm jetzt, im Laufschritt.« Er wartete, bis Vaden ausgestiegen war, verschloss das Aero und den letzten Kilometer rannten sie.

Vaden:
Vaden rannte mit Zac was seine Beine hergaben, da er dem Orden der Bluthexer angehörte, durfte er den Palast betreten. Er zerrte Zac fast hinter sich her, während er durch die Flure und Gänge des Hofes von Souvagne flitzte. Normalerweise war schnelles Laufen oder gar Rennen auf den Fluren verboten, aber niemand hielt einen Bluthexer auf. Fast ganz Souvagne hatte mitbekommen, was mit den Sentir geschehen war und wenn ein Ordensbruder des Duc-Gemahls durch den Hof eilte, dann musste dies einen trifftigen Grund haben.

Zaccaria
»Scheiße«, röchelte Zaccaria beim Rennen, der nun sehr deutlich seine Raucherlunge spürte. Er hustete und würgte, ohne nennenswert langsamer zu werden, da Vaden ihn mit sich riss. Sie kamen bis vor den persönlichen Flügel, dessen Zugang von Wachen der Leibgarde versperrt wurde. »Wir müssen zum Duc«, bellte Zaccaria außer sich. »Es geht um das Ultimatum der Sentir!«

Leibgarde:
Einer der beiden Wächter informierte via Puce Pierre über den Besuch und erhielt Freigabe. "Ihr dürft eintreten", sagte der Gardist und schaute beide dabei sehr ernst an. Die Tuteurs sahen nicht aus, als wäre mit ihnen zu spaßen.

Zaccaria
Zaccaria nickte und gemeinsam mit Vaden trat er vor das entsprechende Gemach. Er hob die Faust und ohne zu zögern klopfte er fest. Bevor die Tür sich öffnen würde, griff er kurz nach Vadens Oberarm, um ihn mit den Fingern zu drücken.

Pierre Agramant de Souvagne
Die Tür ging elekronisch auf, sie verschwand in der Seitenwand und Zac konnte das Gemahl des Duc de Souvagne betreten. Sein Blick fiel auf einen riesigen Kamin mit einer Wohnlandschaft, auf der rechten Seite war ein großes Terrarium, das bepflanzt war dahinter folgte eine Küche und mehrere Flure führten davon ab. Zudem blickte er auf ein Treppe die in eine zweite Etage führte. Ein Droide trat ihm entgegen, aber Pierre wunk ab und deutete auf die Sitzlandschaft vor dem Kamin. "Worum geht es bei Eurem Besuch?", fragte Pierre mit einer Mischung aus Neugier und Misstrauen.

Zaccaria
»Um das Ultimatum, Majestät.« Zaccaria verneigte sich, ehe er seinen Hintern auf das Sofa pflanzte. Er musste heftig husten vom Rennen und seine Stimme war heiser. »Die Sentir .. gehören zu uns. Sie sind Teil von Distrikt T und ich bin hier, um mitzuteilen, dass wir sie nicht ausliefern werden. Es sind unsere Freunde und Kameraden und sie haben sich auch innerhalb von Souvagne keiner Verbrechen schuldig gemacht.«

Vaden:
Vaden verneigte sich ebenso. "Eure Majestät", sagte er respektvoll und nahm neben Zaccaria Platz. "Eure Majestät, es stimmt was Zac vorträgt. Die Sentir haben in Distrikt-T Zuflucht gesucht, sie fürchten um ihr Leben. Unserer Meinung nach, sind bereits genug Unschuldige gestorben. Jene Sentir, die bei uns Schutz suchen Eure Majestät, möchten nichts weiter als in Frieden bei uns leben. Wir verstehen, dass Euer Gemahl auf ehemalige Eigentumsverhältnisse pocht. Aber er selbst hat den Orden der Sentir ausgelöscht. Das die Überlebenden dann Angst um Ihr Leben haben, ist selbstverständlich. Wir sind hier um mitzuteilen, dass sie nicht zurückkehren werden und das wir die Sentir nicht ausliefern können. Eine Auslieferung die den unumstößlichen Tod von Unschuldigen zur Folge hat, ist nicht im Sinne unseres Landes, nicht im Sinne unseres Gründervaters und nicht im Sinne des Ordens der Bluthexer. Wir könnten ebenso die Auslieferung der Peiniger jener Sentir verlangen, denn Eure Majestät, es wurde erläutert, dass die Sentir starben. Von den Ärzten und anderen Unholden war nicht die Rede. Sie wurden nicht dem Licht übergeben wie mir scheint", warf Vaden ein.

Pierre Agramant de Souvagne
Pierre setzte sich in aller Ruhe und schaute die beiden an, als würden sie vor ihm im Thronsaal knien. "Unser Gemahl hat zu keiner Zeit behauptet, er würde die ausführenden Kräfte wie die Ärzte verurteilen. Die Gefahr die von den Sentir als Orden wie auch als Individium ausgeht, ist unbestreitbar. Sie stammen aus Souvagne, sie wurden mit Souvagnischen Mitteln geschaffen, die Schaffung wurde damit finanziert. Eine Auslieferung zu verweigern, könnte man in diesem Fall als Gewährung von Asyl werten. Allerdings haben nur Personen ein Anrecht auf Asyl, Tiere haben dies nicht und Dinge haben dies noch weniger. Sentir sind im Labor hergestellte, organische Dinge. Was die Sachlage neu beleuchtet. In Eurem... Staat befindet sich Souvagnisches Eigentum. Die Herausgabe wurde ordnungsgemäß eingefordert. Wir haben Euch kein Diebstahl unterstellt, wir haben nicht hinterfragt, wie Ihr widerrechtlich in den Besitz unseres Eigentum gekommen seid. Großzügig haben wir Euch angeboten, uns unser Eigentum auszuhändigen. Eine Weigerung uns unser Eigentum zurückzugeben, bedeutet Unterschlagung. Das ist ein Straftatbestand, also eine Straftat. Wir können nicht akzeptieren, dass man einer P8 oder einem Sentir Asyl mit fadenscheinigen Gründen gewährt. Liefert Ihr uns unser Eigentum oder nicht?", fragte Pierre.

Zaccaria
»Sie sind in unseren Grenzen nicht länger Gegenstände«, sagte Zaccaria. Seine Stimme klang immer noch grauenvoll. »Als sie meinen Schacht betraten, haben sie Personenstatus erlangt in dem Moment, als ich mich dafür entschieden habe, ihnen die Hilfe zu gewähren. Ich kann sie Euch abkaufen, wenn Ihr darauf besteht, dass sie Gegenstände sind. Wie viel verlangt Ihr?«

Pierre Agramant de Souvagne
"Souvagnische Waffen sind für Fremdländer nicht käuflich, wir bestehen auf Herausgabe. Wir denken unser Gemahl hat sich mehr als deutlich ausgedrückt?", sagte Pierre.

Zaccaria
»Es muss einen Kompromiss geben«, erklärte Zaccaria. »Bitte nennt uns eine Möglichkeit, wie wir friedlich zu einer Einigung gelangen können. Wir wollen keinen Streit mit Souvagne, aber wir liefern keinen unserer Leute aus.«

Pierre Agramant de Souvagne
Pierre neigte minimal den Kopf. "Streit? Wir müssen Euch korrigieren, ein Streit zweier Länder nennt man Krieg. Aber wir haben uns nicht getroffen, um Worte zu klauben. Ein Kompromiss? Der wird sich finden lassen. Uns ist daran gelegen, dass kein Genom von den Sentir, wie die Sentir selbst in falsche Hände geraten. Wie uns scheint, ist den Sentir daran gelegen, nicht zurück nach Souvagne zu müssen? Gehen wir Recht in der Annahme? Da bliebe die Möglichkeit des Freitodes, samt Übereignung der Leichen oder der lebenslangen Inhaftierung mit Sicherheitsverwahrung auf Eurem Staatsboden. Beides würde das Problem der DNS Verbreitung eindämmen oder ganz verhindern", schlug Pierre vor.

Zaccaria
»Lebenslange Inhaftierung?« Zaccaria neigte leicht den Kopf. Das war ja einfach gegangen. »Einverstanden!«

Pierre Agramant de Souvagne
"Zu unseren Bedingungen natürlich, das heißt die Sentir dürfen ab Unterzeichnung der Vereinbarung Distrikt-T nicht mehr verlassen. Ferner erhalten sie dort einen bestimmen Bewegungsradius und sie dürfen sich nicht mit Fremdländern einlassen. Kurzum sie sind als Gruppe in einem abgeschotteten Bereich komplett von der Außenwelt zu isolieren, Quaratäne", erklärte Pierre.

Zaccaria
»Aber wie würdet ihr das kontrollieren wollen? Das ist schlichtweg unmöglich. Und was geschieht, wenn ich ablehne?«

Pierre Agramant de Souvagne
"Zaccaria, alle Sentir sind gechipt bis auf Kabir, der seinen Chip zerstören ließ. Es funktioniert über den Chip wie über eine elektronische Fußfessel. Wir denken Euch dürfte diese antiquierte Überwachungsmethode bekannt sein. Ähnlich funktioniert die Automatische Überwachung des Puce. Wir gestehen den Sentir einen gewissen Bewegungsradius im Raster zu. Solange sie im Raster verbleiben geschieht ihnen nichts. Verlassen sie das Raster, leitet MAX unser elektronisches Hauptbewusstsein automatisch einen Suizid-Hack ein, kurzum Block. Selbstverständlich könnt Ihr ablehnen, aber vergesst bitte eines nicht - Ihr wolltet mir uns eine Einigung, nicht wir mit Euch. Solltet Ihr an keiner einvernehmlichen Einigung interessiert sein, hättet Ihr Euch den Weg nach Souvagne sparen können", gab Pierre zu bedenken.

Zaccaria
»Bin ich, aber ich würde gern eine andere Lösung finden. Sie zu inhaftieren wie Schwerverbrecher ist der letzte Ausweg, den das sind sie nicht. Folgendes zu Eurer Information. Das Erbgut der Sentir ist in diesem Moment auf dem Weg an ein Labor.« Zaccaria ließ die Worte im Raum stehen und wartete gespannt auf die Reaktion.

Pierre Agramant de Souvagne
Pierre lehnte sich zurück und schmunzelte Zaccaria an. "Touche´, seid Ihr sicher, dass Ihr uns die Waffe auf die Brust setzten wollt? Erwartet Ihr nun, dass wir alle Hochsicherheitslabore Asamuras ausfindig machen? Möchtet Ihr die Liste chronologisch geordnet nach Eröffnung, nach Land, nach Spezialgebiet? Nun wie dem auch sei, ob uns die Standorte bekannt sind oder nicht Euer Standort ist uns bekannt. Das wisst Ihr oder? Nun Ihr möchtet uns also mit den Sentir erpressen. Ihr wünscht, sie zu behalten ohne jegliche Auflage. Bewilligt. Aber wisset eines, Ihr habt Euch hier und heute einen mächtigen Feind geschaffen Zacarria. Wie es im Krieg üblich ist, gewähren wir Euch freien Abzug. Wir haben verhandelt, wir werden die Fronten klären. Gute Reise, wir sehen uns bald wieder - auf dem Schlachtfeld", antwortete Pierre höflich.

Zaccaria
»Noch sind die Proben nicht bei den Laboren angelangt. Ich tue das nicht für mich, Majestät, sondern für mein kleines Miniland, dem Ihr einen Terraformer geschenkt habt. Aber doch sicher nicht, um uns in einen Aschehaufen zu verwandeln. Unser Leitspruch besagt, jeder ist willkommen. Jeder erhält seine Chance und die Sentir sind keine Staatsfeinde, die es zu jagen gilt, sondern Überlebende eines Genozids. Ihr könnt uns einäschern, aber dann sind nicht nur wir fort, sondern auch die Chance, das Genmaterial zurückzurufen.«

Pierre Agramant de Souvagne
"Der Terraformer war eine Leihgabe und selbstredend ist sie hiermit zurückgezogen. Wir haben Euch damals die Hand gereicht, nicht wissend, dass man uns beißen würde. Die Fehler eines Gutmütigen, wir werden es überleben. Natürlich würden wir damit das Genmaterial verlieren. Verluste sind bedauerlich, aber leider in jedem Krieg zu beklagen. Es wird uns keine Freude bereiten, ein Land wie das Eure zu vernichten. Es liegt keine Ehre darin, aber ebenso ist Erpressung ehrlos. Ihr dürft Euch entfernen. Euch Guilette ist die Souvagnische Staatsbürgerschaft entzogen aufgrund Hochverrats. Verlasst das Land und kehrt nie wieder zurück. Falls doch, tragt die Konsequenzen", antwortete Pierre freundlich.

Zaccaria
Zaccaria erhob sich. Das hatte er sich anders vorgestellt, aber er war es auch nicht gewohnt, mit Staatsoberhäuptern zu verhandeln. Vermutlich würde Timion sehr enttäuscht von ihm sein. »Komm, Vaden«, sagte er müde. »Wir fahren nach Hause.«

Vaden:
Vaden packte ihn und zog ihn zurück auf die Couch. "Wir wollen keinen Krieg, wir wollen keinen Verrat, wir wollen dass die Sentir überleben. Wir sind nicht hierher gekommen, damit noch mehr Leute sterben. Wir erbitten Leben und Ihr antwortet mit totaler Vernichtung. Das ist nicht der Weg der Bluthexer und Euer Weg ist es auch nicht. Zaccaria wollte Euch nicht erpressen, aber was haben wir gegen Eure Bewaffnung außer diese Rückversicherung?", fragte Vaden.

Zaccaria
Zaccaria war genau so bleich wie Vaden. »Das wird kein Krieg, das wird nur ein Vernichtungsschlag. Warum Ihr die Sentir so hasst, wissen wir nicht, aber wir wissen, dass wir Distrikt T aufgebaut haben als eine zu Hause für Leute, die sonst keines haben. Sollen wir wirklich so auseinandergehen? In dem Wissen, dass uns ein Totenfeld erwartet, wenn wir zu Hause ankommen und ihr wisst das auch. Zudem liegt Distrikt T auf dem Boden von Naridien. Auch wenn sie sich um das Stück Wüste nicht scheren, sind viele von uns Naridier. Ihr würdet damit Naridien angreifen.«

Pierre Agramant de Souvagne
"Das uns dies nicht tangiert, wisst Ihr so gut wie wir selbst. Wir würden uns gegen jeden Feind verteidigen. Wir haben nie behauptet, Spaß daran zu haben. Wir führen keine Eroberungskriege, wir führen Verteidigungskriege. Dies war stets so und so wird es bleiben. Auch wenn manche dies anders beurteilen. Aber letztendlich diente jeder Krieg dem Schutz und Erhalt des Souvagnischen Volkes. Schlagt etwas vor. Unser Gemahl hatte ein Ansinnen eines Entgegenkommens, aber weder Ihr noch die Sentir scheinen sich dessen bewusst zu sein. Oder es bemerkt zu haben. Ein Entgegenkommen Eurerseits, dass uns Vertrauen fassen lassen kann. Eine Erpressung ist wenig vertrauenerweckend", antwortete Pierre.

Zaccaria
»Das sollte Euch schon tangieren. Distrikt T ist winzig, Naridien ist eine Großmacht. Wenn Ihr Naridien angreift, beschwört Ihr einen Weltkrieg herauf. Das könnt Ihr nicht wollen für zwei Sentir, das kaufe ich Euch nicht ab. Das souvagnische Volk ist nicht in Gefahr durch diese Sentir. Ich schlug vor, sie Euch auf legalem Wege abzukaufen, damit es kein Diebstahl ist. Und Vaden kann nichts für all das, er ist nur hier, um zu vermitteln, weil ich manchmal nicht die geeigneten Worte finde.«

Pierre Agramant de Souvagne
"Gut, wir verstehen. Schaut, wenn das Genom der Sentir in falsche Hände gerät, dann Zaccaria ist die Sicherheit Souvagnes möglicherweise sehr wohl gefährdet. Was würde eine andere Großmacht oder einen Konzern, ein Syndikat daran hindern, daraus eine Armee zu basteln durch Klontechnologie? Natürlich wäre das, die schlimmste aller Möglichkeiten, aber auch die muss man in Betracht ziehen. Seid Ihr denn in der Lage, die Sentir davor zu bewahren? Geraubt und benutzt zu werden? Wir wünschen weder einen Weltkrieg noch sonst einen Krieg. Wir könnten auch andersherum argumentieren, glaubt Ihr wirklich dass Naridien Euch für zwei Sentir beistehen wird? Möglich, wenn sie sie Chance hinter den Wesen sehen. Oder sie sehen die mögliche Bedrohnung und internationalen Verwicklungen bis hin zum möglichen Krieg. Wie Naridien reagiert, ist nicht abzuschätzen, es wird regiert von einem Rat nicht von einem einzelnen Mann, auf dessen Entscheidungsbasis man selbst Rückschlüsse ziehen könnte. Das Ihr sie abkaufen möchtet, glaube ich. Ihr habt nicht einmal eine Vorstellung, was die Erschaffung der Sentir gekostet hat, wie hoch sich dies beziffert. Aber darum geht es hier nicht. Weder um Kostenleistungsverhältnisse, noch die Freiheit. Es geht um die Erpressung eines Staates - uns. Lassen wir uns einmal erpressen, sind wir immer erpressbar. Soll die Krone das Haupt vor Distrikt-T beugen? Das Haupt zu beugen, wäre bei einem Missstand sogar gegeben, aber nicht durch eine Erpressung. Wir möchten Euren Vorschlag zur Sicherung hören", gab Pierre zurück.
Zaccaria
»Naridien wird es schon interessieren, wenn sein Hoheitsgebiet ausgebombt wird, da bin ich sicher. Aber das nützt mir dann auch nichts mehr oder meinen Kameraden. Fakt ist, ich kann Euch nicht versichern, dass die Sentir nicht in falsche Hände geraten. Das geht einfach nicht, es sei denn, man tilgt sie aus oder sperrt sie wirklich ein. Wir wollen euch nicht erpressen, wir tun das, um unsere Leute zu schützen, so wie ihr die Euren.«

Pierre Agramant de Souvagne
"Wir nehmen das zur Kenntnis, was sollten wir Eurer Meinung nach tun, was hattet Ihr Euch erhofft? Fragen wir so herum", sagte Pierre und versuchte sich einen Reim auf Zacs Erläuterung zu machen.

Zaccaria
»Ich hatte eigentlich gehofft, dass Ihr alle Augen zudrückt. Ihr seid eine Großmacht, wir sind ein winziges Nest von Aussätzigen. Welche Bedrohung können wir real schon darstellen? Wir wissen ja selbst, wie wichtig es Euch ist, dass das Erbgut nicht in falsche Hände gerät. Wir wollen nur unsere Freunde behalten. Bei Lana habt Ihr das doch auch getan und Ihr den Terraformer geschenkt.«

Pierre Agramant de Souvagne
"Geliehen, was immer diese Frau erzählt, ihr wurde der Terraformer geliehen. Damals noch unter der Premisse, dass dort so etwas wie Klein Souvagne entsteht und eine Souvagner aus Obenza dort möglicherweise umsiedeln möchten, auf das Gebiet des Wasserwerks. Soald es dort wohnlicher wäre. Nun das wäre sogar ein Argument für Euch und Euren Distrikt, er wurde gegründet auf unseren Werten", gab Pierre zu bedenken.

Zaccaria
»Ja, das war der Grundgedanke. Timion Harruck hat unser Miniland gegründet, er ist Souvagner, wurde sogar rehabilitiert. Alles, was er dort tat, ist rechtens gewesen und Ihr habt das Projekt aktiv unterstützt, ob durch Schenkung oder Leihgabe. Und die Sentir sind von der Sache her doch auch ein kleines Stück Souvagne.«

Pierre Agramant de Souvagne
"Unbestreitbar ja, dass sind sie. Weshalb wir sie zurückgefordert haben. Gut, treffen wir uns in der Mitte. Behaltet sie, wir geben die Sentir frei. Wir appelieren an ihren Verstand und an ihre Ehre, ihr Genom nicht zu veräußern. Sollte das eingehalten werden, halten wir uns ebenso an unser Wort. Sie sind frei. Wird das Wort von den Sentir gebrochen, ist auch unser Wort hinfällig und wir werden die Sache bereinigen", entschied Pierre.

Zaccaria
In dem Moment ging die Zimmertür auf. Prince Oliver kam von nebenan, er wirkte arglos. Etwas gestresst sah er aus, aber das tat er immer. Er küsste demonstrativ seinen Mann und setzte sich neben ihn. Zaccaria erschnupperte Duschbad und teures Parfum mit einer ziemlich süßlichen Note. »Einverstanden«, sagte Zaccaria rasch. »Ich werde sofort veranlassen, dass die Röhrchen zurück zum Absender kommen.«

Pierre Agramant de Souvagne
Pierre erwiderte den Kuss und zog Oliver an sich. "Zaccaria bat um das Leben der Sentir. Sie haben über DNS-Proben eine tote Mannschaltung geschaltet. Wir deuteten an, dass Erpressung unweigerlich zum Krieg führen wird. Zaccaria versicherte als Diplomat von Distrikt-T, dass dies scheinbar nicht in seiner Absicht gelegen habe. Er verwies darauf, dass wir einst mit dem Terraformer aushalfen, Distrikt-T in unserem Namen gegründet wurde und die Sentir genau wie Distrikt-T ein Stück Souvagne sind. Wir haben wie folgt entschieden - Distrikt-T darf die Sentir als Bürger behalten. Sie haben sie als Personen und Bewohner vollumfänglich anerkannt. Wir erkennen dies an und geben die Sentir frei. Wir appelieren an den Verstand und an die Ehre der Sentir, ihr Genom nicht zu veräußern. Sollte dies eingehalten werden, halten wir uns ebenso an unser Wort. Sie sind frei. Wird das Wort von den Sentir gebrochen, ist auch unser Wort hinfällig und wir werden die Sache bereinigen. Wir hoffen, damit ist beiden Seiten Genüge getan", erklärte Pierre.

Oliver Vallis de Souvagne
Oliver ließ sich nicht anmerken, dass er gerade einen Wutschrei unterdrückte und den Impuls, Zaccaria auf der Stelle mit der Barrinetta zu atomarisieren. Äußerlich war er ruhig, doch Pierre sah, dass seine Halsschlagadern pochten, als seine Augen sich auf Vaden richteten.

Zaccaria
»So ist es und wir gedenken, die erwiesene Chance zu nutzen«, sprach Zaccaria. »Uns ist an nichts anderem gelegen, als an unserer Ruhe und der unserer Staatsbürger.« Damit, was Pierre soeben gesagt hatte, erkannte er ihr winziges Land als souveränen Staat an. Damit war Souvagne das erste Land, was dies tat. Und das brachte Zaccaria vor Stolz zum grinsen.

Pierre Agramant de Souvagne
Pierre nickte knapp. "Nutzt die Gunst die wir Euch heute schenkten weise und erinnert Eure Neubürger an jene Gunst. Ihr steht und fallt mit ihrer Treue und Loyalität Zaccaria. Steht zu Eurem Wort, wie wir es tun, dann möget Ihr wachsen und gedeihen, andersfalls werden wir Unkraut jähten", sagte Pierre schlicht.

Vaden:
Vaden erwiderte den Blick von Oliver ruhig und ohne jeden Groll. "Es geht um die Lehre Bruder, um das Leben an sich, es zu schützen. Für jene zu handeln, die selbst nicht handeln können. Sie sind keine Bedrohung für Dich, sie waren es nie persönlich. Sie waren es durch Osmunds Hand. Der Weg der Bluthexer ist es, Leben durch Schmerz zu retten. Nicht es zu vernichten. Jene Männer haben nicht den Tod verdient Oliver, verzeih mir. Aber ich kann nicht tatenlos zuschauen, wie Männer sterben für etwas das sie nicht verbrochen haben. Einer von ihnen rettete Dein Leben und das Deines Sohnes. Bedenke dies und finde Milde in Deinem Herzen", sagte Vaden. Er stand auf, verneigte sich und verließ rückwärts das Gemach des Großherzogs von Souvagne. Als was? Das wusste Vaden nicht, vielleicht war er noch Souvagner, möglicherweise war er noch Bluthexer aber ganz sicher war er Staatsbürger von Soleil. Ihre Sonne trug gerade das erste Morgenrot der Hoffnung über ihr Firnament.

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Re: 27 Kapitel 27 - Ganz oder gar nicht, gehn oder bleiben....

#3

Beitrag von Vaden Guilette » Mo 14. Okt 2019, 23:38

Siegreiche Heimkehr


»Prügel-Prince Oli hat geschäumt«, lachte Zaccaria. »Wuhuuu! Das war so arschknapp!« Er klatschte Vaden auf die Schulter, die hart war wie Beton. »Mann, ich könnt dich grad knutschen, aber ich warte lieber auf Aidan.« Sie hatten Glück, das Aeromobil war nicht abgeschleppt worden. Sie stiegen ein und Zaccaria gab Gas. Zwischendurch tankte er, ehe es weiterging. »Du kannst schlafen, wenn ich müde werde, wechseln wir.« Doch Zaccaria weckte ihn nicht. Als er den Motor ausschaltete, war er fast 24 Stunden mit Vaden unterwegs gewesen und seit 36 Stunden munter. Er sah grauenhaft aus, grinste aber. »Aussteigen, wir sind da.« Unten im Schacht waren nach wie vor ihre Leute versammelt, aber die meisten schliefen um diese Tageszeit. Zaccaria setzte sich auf Aidans Hintern und küsste seinen Nacken, um ihn zu wecken, ehe er in den Raum brüllte. »Aufwachen, es gibt Neuigkeiten!«

Vaden Guilette
Vaden fühlte sich zerschlagen und neugeboren, ein seltsames Gefühl für das es kein Wort gab. Sie waren haarscharf an einer Katastrophe vorbeigschlittert. Es hatte sich alles zum Guten gewendet, nun mussten die Sentir beweisen, dass Zac nicht umsonst für sie gekämpft hatte. Vaden war stolz auf Zaccaria und grinste ihn gut gelaunt an. Dennoch waren seine Augen eingefallen und dunkle Ringe zeichneten sich unter ihnen ab. Wie weit die Lehren der Bluthexer trotz der gleichen Dogmen auseinander klaffen konnten, hatte er eben erlebt. Aber wie alles im Leben, waren auch diese Regeln Interpretationssache. Er selbst sah es so - Tim lebte wieder. Dafür hatte er die Macht ihrer ärgsten Feinde genutzt, Nekromantie. Und er bereute es keine Sekunde. Zac hatte Recht, keiner ihrer Bürger wurde ausgeliefert. Aber wie verpackte man dies so, dass es nicht wie eine Kriegserklärung klang? Nun sie beide hatten es nicht leicht gehabt. Der Duc sah auch nicht so aus, als hätte er nur darauf gewartet, ihnen den Krieg zu erklären. Er durfte sich nicht erpressen lassen, sonst würde er das Gesicht verlieren. Zac hatte das Missverständnis ausgeräumt und nun hatten sie etwas, dass es vorher nicht gegeben hatte - eine Chance.

Aidan:
Aidan zog Zac in seine Arme und küsste ihn hemmungslos zur Begrüßung. "Ihr beiden seht aus, als hätte man Euch durch die Abwässer gezogen. Was ist passiert? Ihr habt ja sogar Ringe unter den Augenringen".

Zaccaria
»Sind alle anwesend?« Zaccaria schaute sich um, ohne von Aidan aufzustehen, der sich unter ihm gedreht hatte. »Wo sind Kabir und Tivoli? Ich möchte euch etwas erzählen, das glaubt ihr nicht. Yvon und Ronny fehlen auch, meine Fresse! Ziggi, geh die ganzen Schnarchnasen holen, hopphopp!« Zaccaria grinste und sah dabei unwahrscheinlich faltig aus für sein junges Alter. »Wir hatten eine Audienz beim Duc«, sprach er geheimnisvoll.

Aidan:
"Alle bis auf Kabby, soll ich ihn herrufen? Ich bin gespannt was Du erreicht hast. Hoffentlich was Gutes, man kann es einfach nicht abschätzen, wie Oliver entscheiden würde. Er ist kaum einzuschätzen, er ist extrem, radikal und sehr verbohrt. Grins Du nur Zac", antwortete Aidan und küsste ihn erneut. "Du hast mit dem Duc geredet und Oli angeschissen?", fragte Aidan lachend und rief mental nach Kabir.

Zaccaria
»Der Tivoli fehlt auch, die prüde Nuss, ruf den gleich mit.« Er machte es sich rücklings auf Aidan bequem, als sei dieser ein Sofa. Zaccaria war zwar viel leichter, aber sie waren ungefähr gleich groß, so dass er gut auf ihm liegen konnte. Um nicht herunter zu rollen, stellte er die Füße auf Aidans Schienbeine. »Es sind gute Nachrichten, da Oliver unter der Dusche weilte, so viel kann ich verraten!«

Aidan:
Aidan schüttelte grinsend den Kopf und drückte sich gegen Zaccaria. Er genoss die Wärme von seinem Schatz und legte sich dann so platt wie möglich hin, damit Zac gemütlich lag. `Tivoli, Kab, kommt in den Gemeinschaftsraum. Zaccaria hat etwas Wichtiges zu verkünden. Und es ist was Gutes! Kommt´, rief Aidan mental und verschränkte die Arme unter seinem Kinn.

Kabir:
Kab rieb sich die Augen und schaute sich desorientiert um. Lana lag im Bett, er lag auf der Couch und fühlte sich als hätte er während des Schlafs eine Socke in seinem Mund verwahrt. Kab ging schnell unter die Dusche, küsste Lana auf den Kopf und gesellte sich dann zu den anderen im Gemeinschaftsraum. "Gute Nachrichten inwieweit?", fragte Kab neugierig und hockte sich auf den Boden.

Zaccaria
Kurz nach Kabir trudelte Tivoli ein, der einen Teller mit einem Berg Nudeln trug, die er im Gehen verzehrte. Immerhin wussten sie nun, wo er die ganze Zeit gewesen war - er fraß und niemand war offenbar in der Lage, ihn zu stoppen und ihn dazu zu bringen, normale Rationen einzuhalten. Wie auch? »Pflanz dich«, befahl Zaccaria und Tivoli gehorchte. »Leute! Distrikt T - Soleil - wurde von Souvagne als souveränes Land anerkannt. Und die Sentir als unsere Staatsbürger. Ich wurde als Diplomat behandelt und sogae ge-euchzt, oder wie man dazu sagt. Souvagne wird euch nicht länger jagen, ihr seid frei.«

Kabir:
"Wer hat Dir da gesagt Zaccaria? Wer gab Dir sein Wort, hast Du überhaupt ein Wort? Das klingt zu schön um wahr zu sein. Das würde heißen, wir sind frei. Wir sind richtig frei? Was heißt wir sind ein souveränes Land? Wir sind eine Siedling, wie sind wir ein Land geworden? Also wenn wir ein Land sind, benötigen wir eine Flagge und eine Regierung und wir sind Bürger von Soleil?", grübelte Kab und nahm sich eine Hand voll Nudeln von Tivoli um zu naschen.

Zaccaria
Tivoli hielt ihm den Nudelteller näher hin, während er selber weiter aß. Zaccaria grinste mit seinen gelben Zähnen. »Pierre persönlich gab mir sein Wort, nur Oli hat Fresse gezogen. Hast du nicht Pierres Nummer? Ja, wir sind jetzt ein Land! Ich habe ihm gegenüber einfach behauptet, wir wären eins, weil dann internationales Recht gilt. Er hat es anerkannt. Ist das geil oder ist das geil? Wir sind nicht länger Souvagner, Naridier oder Sentir - wir sind Bürger von Soleil!« Er starrte Timion an. »Timion! Wir sind ein Land! Sag was!«

Timion:
Timion sagte nichts, sondern er umarmte Zac felsenfest. Manche Dinge konnte man nicht mit Worten sagen, da half nur noch eine Umarmung. "Was soll ich sagen? Ich bin sprachlos. Wir haben all die Jahre alles gegeben, geschuftet, geschwitzt, geblutet und es hat gerade so gereicht. Das wir als Land anerkannt werden, bedeutet, dass auch wir anerkannt werden und unsere Leistung die wir vollbracht haben. Gleich was Oliver für ein Gesicht zieht, er hat keine Vorstellung von dem Leben auf der Straße. Wie kann ich jemanden beurteilen der komisch läuft, wenn ich noch keinen Meter in seinen Schuhen gegangen bin? Oliver mag es vielleicht letztendlich sogar gut meinen, aber das Gegenteil von gut war schon immer gut gemeint. Wir sollten unseren Bereich abstecken, denn wenn es Soleil gibt, wenn es uns Soleiler? Soleilianer? gibt, dann müssen wir auch wissen wie groß unser Land ist. Wo seine Grenzen verlaufen und was wir wo planen, erwirtschaften oder anbauen können. Wir sind nicht länger die Leute aus dem Schacht, wir sind die Bewohner Soleils. Die Größe spielt dabei keine Rolle, ob Zwergstaat oder Großmacht, Staat ist Staat. Auch wir müssen uns organisieren oder unsere alte Orga einfach mal aufschreiben, dann steht sie geschrieben. Es stand geschrieben und somit wusste jeder dass es wahr war, so heißt es doch. Wir benötigen wie gesagt Grenzen um uns und unser Land zu definieren. Wir benötigen eine Flagge und wir benötigen eine Hauptstadt. Ich schlage Distrikt-T als Hauptstadt vor, denn hier begann alles, hier endete alles für mich und hier wurde ich wiedergeboren. Ein guter Ort um all das zu repräsentieren, was wir sind. Eine Hauptstadt ist ein Ort der Zusammenkunft und genau das ist Distrikt-T in Soleil. Aber bevor wir mit all dem loslegen, möchte ich Dir für Deine unumstößliche Treue und Zuverlässigkeit aus tiefster Seele danken Zac. Du hast dann noch an mich geglaubt, wo die Welt meinen Namen bereits vergessen hatte. Scheinbar war meine kleine Idee von wahrhafter Güte, manchen ein Dorn im Auge oder für einige eine Bedrohung. Nun Güte muss nicht in Samthandschuhen kommen, wir schützen mit sanfter Hand die unseren und wir verteilen mit der groben Kelle wenn es nötig werden sollte. Soleil hat uns nicht verbrannt, sie hat uns abgehärtet und zu denen geformt, die wir heute sind. Unter ihrem wachsamen Auge ist das Land entstanden, dass wir heute mit Stolz unsere Heimat nennen dürfen. Du hast das Land gegründet Zac, Du bist der Gründervater von Soleil und somit entscheidest Du, welche Farben und Zeichen wir tragen", sagte Timion gerührt.

Zaccaria
»Oh Mann! Danke, Timion!« Glücklich drückte Zaccaria den Mann, der sein Ziehvater gewesen war, sein Idol und sein Ideal. Timions Name und seine Ideen hatten die Schachtsoldaten auch nach seinem Ableben noch geholfen, durchzuhalten, weiterzumachen und das zerstörte kleine Land wieder aufzubauen. »Das bedeutet mir grade echt viel! Und Vaden und Yvon kriegen doppelte Staatsbürgerschaft, sie gehören auch zu uns. Zig!« Zaccaria ließ Timion los und packte den ältesten anwesenden Sentir an den Schultern. »Du bist jetzt eine Person! Freu dich! Kab!« Kabir war an der Reihe, gepackt und angestarrt zu werden. »Die Jagd hat ein Ende! Unsere Farben sind schwarz und gelb, was haltet ihr davon? Durchs Dunkel zum Licht von Soleil! Oder schwarz und weiß, auch schön, gleiche Bedeutung! Ich will eine fette Sonne im Wappen haben oder Streifen für die Strahlen. Oder ein MG!« Zaccaria lachte und ließ Kabir los. »Ich muss mir das echt noch alles überlegen. Aber du hast Recht, wir brauchen so was wie eine Verfassung.«

Ziggi:
"Schwarz, gelb, Soleil. Das gefällt mir, eine Person... ja ich bin eine Person und mit Dorian verwandt. Familie hat eine ganz andere Bedeutung. Als Person kann ich Dinge besitzen, die wirklich meins sind und mir nicht einfach nur zur Verfügung gestellt wurden. Und ich könnte heiraten und so vieles anderes mehr. Wir sollten dass entsprechend feiern. 13.10.1078 - Gründung des Staates Soleil, goldener Windmond, für uns auf ganz besondere Weise. Die Werte die uns wichtig sind, sollten wir aufschreiben", schlug Ziggi vor.

Kabir:
"Soleil, ich habe draußen ein kleines verlassenes Dorf gesehen. Wir könnten die Häuser bergen und für uns nutzen. Oder auch die Außenposten, die im Sand untergehen. Etwas besitzen, über sich selbst völlig frei zu entscheiden, heiraten", grinste Kab.

Aidan:
"Völlig frei entscheiden und heiraten, beißt sich das nicht?", lachte Aidan und versuchte Zac zu angeln, um ihn zurück auf die Couch zu ziehen.

Zaccaria
Zaccaria ließ sich nur zu gern zu Aidan ziehen. Einen Moment kugelten sie übereinander, ehe Zaccaria es sich bequem eingerichtet hatte. »Kabir hat Recht, wir müssen jetzt nicht mehr zwangsläufig unterirdisch wohnen! Der Schacht ist nur ein Teil von vielen, wenn wir oben alles Aufbauen, wir haben in der Wüste die Ruinen von Shohiro, wir haben das verlassene Dorf und vor allem haben wir das Wasserwerk und den Terraformer. Da lässt sich einiges draus machen! Eine fette Feier brauchen wir wirklich, das ist so genial, an so was hatte ich nie geglaubt, nicht einmal daran gedacht! Das war nur eine Schnapsidee gewesen, auf unseren Status als Staat zu pochen.«

Aidan:
"Nun dann sollten wir die Schnapsidee auch mit Schnaps begießen. Wer hätte gedacht, dass es jemals so endet? Es war ein langer Weg, gefühlt ein Reise in den Abgrund und zurück. Es heißt noch was ganz anderes, nie mehr Versuche, nie mehr Neurostation. Nie niemehr permanente Angst zu versagen und abgeholt zu werden. Ab heute können wir in Ruhe schlafen, aber dennoch dürfen wir unseren Biss nicht verlieren. Er hat uns bis hierher gebracht und er muss uns noch weiterbringen", sagte Aidan befreit.

Zaccaria
»Dito! Das muss in unsere Verfassung mit rein. Wir brauchen hier keine Schlappschwänze, sonst sind wir schneller weg, als wir uns hier eingerichtet haben. Wir sollten unsere Wirtschaft weiter ausbauen, mit dem Wasser und den Verkauf von Sklaven, Carnac nimmt immer Sklaven an, allerdings zahlen sie nicht sonderlich viel. Ach so, wichtig! Ihr Sentir, ich denke mal, das gilt nur für die Grauen, dürft euer Erbgut nicht nach draußen bringen. Sonst kriegen wir Ärger von Pips.«

Kabir:
"Das sagst Du früh, erinnere Dich mal woher wir das Geld für Timion haben Zaccaria. Ich hoffe das zählt nicht, denn wie sollten wir sonst an so eine Unsumme kommen? Wir hatten ja erst eine Bank überlegt, aber dann kam Tekuro dazwischen. Zählt das auch?", fragte Kab besorgt.

Zaccaria
»Ähäm«, machte Zaccaria irritiert. Seine Freude erlosch. »Daran hatte ich gar nicht mehr gedacht. Ich denke, wir sollten ehrlich mit Pierre sein. Sonst fühlt er sich verarscht, falls er das rauskommt. Ich werde ihn anrufen. Vaden, kannst du das machen? Ich habe seine Nummer nicht.«

Vaden:
Vaden hatte sich zu Timion gesetzt und seinen Mann fest in den Arm genommen. Sie waren sich nah, endlich wieder und nun das nächste Problem. Aber bei all dem, was sie schon geschafft hatten, war das hoffentlich nur ein kleines Problem. "Du hast Recht, sind wir von Anfang an ehrlich, ich suche Dir die Nummer raus", sagte er und versuchte seine Nervösität zu unterdrücken. Vaden zückte sein Com, suchte die Com-Nummer von Pierre heraus und reichte es Zac, damit er gleich durchwählen konnte.

Zaccaria
Zaccaria wählte, ohne zu zögern. So tat er es immer, wenn etwas Wichtiges anstand - mit dem Zögern kam die Angst. Und die konnte er nicht gebrauchen. Gebannt wartete er darauf, dass Pierre abnahm. Mit der freien Hand kraulte er Aidan, zwischendurch klopfte er ihn, um ihn und sich selbst zu beruhigen.

Pierre:
Man hörte zuerst nichts, als wäre die Leitung tot, ehe sie seltsam klar wurde. Eine gesicherte Leitung, wie Zaccaria daran erkannte. "Was möchtet Ihr?", fragte Pierre.
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Urheber: Baptiste Lafontaine from Bordeaux, France, Quelle: Hitman @ Paris Games Week 2012,
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