Beiträge von Bellamy Bourgeois

    Bellamy rutschte näher zu Tekuro auf und legte ihm einen Arm um die Hüfte. Was hieß dass dann für sie? Sie waren doch nie die Familie angegangen oder doch? Nun wenn man es grob betrachtete, dann waren Kazrar und Dave über hunderten Ecken miteinander verwandt. Und er war auch mit allen hier irgendwie verwandt, sonst würde er nicht auf diesem Treffen sitzen. Etwas verzweifelt schaute er Tekuro an, ehe er noch ein Stückchen weiter aufrutschte. Gleich saß er auf dem Schoss bei seinem Mann, was sollten sich die anderen denken? Zudem was zögerte er denn noch? Sein Mann hatte eine Entscheidung getroffen und wann hatte Teku in solchen Angelegenheiten je falsch gelegen? Bellamy wusste es nicht, es gab kein einziges Mal. Mit dem Daumen kraulte er sanft den Rücken von Teku, während er sich räusperte.


    "Ich bin ebenfalls dabei und schließe mich den Worten meines Mannes an", sagte er freundlich.


    "Dennoch habe ich eine Frage, für die ich bitte nicht gesteinigt werde. Was ist mit jenen Personen, die freiwillig sagen wir mal härter rangenommen werden? Sind wir ehrlich, da hat jeder eine andere Vorliebe. Der eine mag es sanft, der andere leidenschaftlich, der nächste liebt es hart. Ist die Grenze die eigene Freiwilligkeit? Schaut, wenn zum Beispiel Patrice danach bettelt wieder durchgebimst zu werden, möchte ich dafür nicht auf dem Block landen oder meinen Tekulino auf dem Block wissen. Und nicht nur Patti hat einige ruppige Bedürfnisse, so manch anderen sticht auch ab und an der Hafer. Solange er sich selbst nicht beschwert, finde ich geht das in Ordnung. Es war sein persönlicher Wunsch.


    Nur wie sieht das aus, wenn es ein anderer sieht und fehldeutet? Sagen wir einmal, Vendelin sieht wie ich Patti nach seinen Wünschen verwöhne und schwebt sofort zum Rat der Sippe, weil ich Patti etwas strenger rangenommen habe. Dass darf kein Ausschlusskriterium sein, es ist eine Vorliebe und kein böswilliger Gewaltakt", warf Bellamy ein.

    Die meisten Anwesenden schauten perplex und dennoch erfreut, zwei schauten geradezu ergriffen und zwar Richard und Bellamy.


    "Guten Abend Vendelin, ja das hätte ich tun sollen. Du kanntest die alten Zeiten. Wärst Du jetzt bereit zu sprechen? Ihr beide seid eins, die Legenden sind wahr", antwortete Bellamy mit vor Freude belegter Stimme.


    Richard versuchte den Kloß in seiner Kehle herunterzuschlucken. Er dankte Thabit auf Knien, dass er Hector nicht in den Schritt geschaut hatte. Was hätte sich sein Vorfahre nur über ihn gedacht, bei so einem Fauxpas?

    Bellamy hatte zugehört, als das Thema auf Vergebung kam und das was einem zustand erhob sich nun auch der alte Recke.


    "Eigentum beschränkt sich meiner Meinung nach nicht nur auf materielles Eigentum. Eure Idee Dorian und Richard hat meinen Mann überzeugt. Niemand weiß besser als Tekuro, welche Entbehrungen Einsamkeit einem abverlangt. Wie sie einen Stück für Stück vergiftet und in etwas verwandelt, dass man selbst nicht sein will... aber sein muss um zu überleben.


    Auch ich habe so ein Leben gelebt und auch mir wurde viel genommen. Mir fehlt keine Liebe, keine Zuneigung und keine Innigkeit. Seit dem Tekuro an meiner Seite ist, ist mein Leben rund. Mir fehlt auch nichts Materielles, mein Mann ist die großzügigste Person die ich kenne. Mir mangelt es an nichts. Was mir fehlt sind meine Eltern, meine Kindheit. Einst hatte Vendelin versprochen, mir einen Großteil davon zu erzählen. Noch heute sammele ich jeden Informationsfetzen aus dieser Zeit. Irgendwann möchte ich ein Gesamtbild haben, dass mein eigenes übersteigt. Wer erinnert sich an meine Mutter, meinen Vater und meinen Ziehvater? All das gehört auch zum Wissen der Wigbergs und mich möchte dass dieses Wissen mit mir geteilt wird", warf Bellamy ein und drückte Tekuros Hand.

    Bellamy ergriff von Tekuro die Hand. Beide Hände waren von Jahrhunderten der Kämpfe gestählt. Raue Pranken die schon Schwerter gehalten hatten, zu einer Zeit die soweit zurücklag, dass sie für einige Anwesende nur noch Geschichte waren und in passenden Büchern gefunden werden konnte. Wofür hatten sie eingestanden und wofür führten sie beide einst das Reichsschwert Souvagnes?


    Sie beide hatten sich von Anfang an alleine durchs Leben gebissen. Tekuro hatte Boldi an seiner Seite gehabt und dennoch mussten sie gemeinsam einsam kämpfen. Wie lange war sein Bruder der Anker von Teku gewesen? Nicht lange genug, denn schon bald wurden sie einander entrissen. So wie Kazrar Teku einst abgab, von sich aber niemals aus dem Herzen riss.


    Die Handlung war nachvollziehbar, allerdings nur mit dem Verstand. Wer wollte sein geliebtes Kind fortgeben?

    Und dennoch musste er es, denn Tekuro hätte vermutlich niemals sein erstes Jahr gesehen, wäre er bei Kazrar geblieben. Und dennoch hatte er wirklich sein erstes Jahr gesehen? Oder war es nur ein fader Abklatsch dessen was hätte sein können?


    Tekus Kinder beschwerten sich darüber, dass sie in Liebe erdrückt wurden. Sie hatten keine Ahnung davon, wie gut es ihnen ging. Sie lebten in einem derartigen Überfluss, dass sie etwas verurteilten, was andere sich herbei sehnten. Blieben sie im naridischen Vergleich, dann beschwerten sich Tekus Kinder über einen Regenguss, während andere um jeden einzelnen Regentropfen beteten. Sie wussten nicht, wie es war in einer lieblosen Wüste langsam aber sicher seelisch zu vertrocknen. Sie lebten in Tekus Meer der Liebe und wussten es nicht zu schätzen. Dumme, einfältige Kinder und dennoch gönnte Bellamy es ihnen von ganzen Herzen derartige Beschwerden formulieren zu können.


    Denn was wäre das Gegenteil von alle dem?

    Sie wären allein und würden wie Teku und er durch eine Wüste maschieren, in der es keine Oasen gab. Bestenfalls falsche Hoffnungen an einem Horizont, den sie niemals erreichten.


    Bellamys Hand schloss sich fester um die von Tekuro. Sie würden nicht in die Oase spucken, die sich zu einem Meer mausern konnte!

    Willkommen 1080 n.d.A. - Tekuro und Bellamy


    Es war mittlerweile Mitternacht. Teku hatte sich an Bellamy auf der Couch geschmiegt und schlief scheinbar. Vorsichtig nahm Belly den Arm von Teku zur Seite, den er ihn um den Bauch geschlungen hatte und wollte aufstehen.


    „Wohin willst Du?“, fragte Teku und hielt Bellamy fest.

    „Ich muss mal auf Klo“, flüsterte Belly.


    „Musst Du nicht, bleib liegen“, antwortete Tekuro leise.

    „Woher willst Du wissen ob ich muss?“, hakte Bellamy nach.


    „Belly musst Du wirklich alles diskutieren? Du gehst nie nachts raus zum Klo. Du hockst morgens stundenlang auf dem Klo, als gehst Du den ganzen Tag nicht pinkeln. Also überleg Dir eine bessere Ausrede oder bleib einfach liegen“, flüsterte Teku gut gelaunt und kraulte Bellamy. Da musste sein Mann schon eine bessere Ausrede erfinden.
    „Du kennst mich zu gut. Ich wollte kurz auf die Dachterrasse“, antwortete Bellamy ehrlich.


    „Jetzt?!?“, fragte Teku baff.
    „Ja. Bitte Tekuro“, flüsterte Belly ganz leise.


    „Von mir aus“, antwortete Tekuro kopfschüttelnd. Er packte Bellamy fest, rollte sich von der Couch und ging mit ihm gemeinsam auf das Dach der Himmelslanze.


    „Hier wären wir“, sagte Tekuro und schaute seinen Mann abwartend an.

    „Danke Tekulino. Danke für alles…“, antwortete Belly und starrte zu den Sternen hoch.


    Teku musterte ihn verdutzt.


    "Wen oder was suchst Du?", fragte Theodor leise, während er rauchend an der Brüstung stand.

    "Grüße und angenehme Nachtwache Theo. Ich suche niemanden von uns. Ich suche meine Familie, meine Eltern. Es heißt in der Neujahrsnacht sind die Grenzen der Sphären offen. Und wie jedes Jahr hoffe ich auf ein Zeichen von ihnen, für mich und meinen kleinen Bruder Boldi. Ich dachte vielleicht kann ich von hier oben was spüren, so nahm am Himmel. So nah an der Nacht selbst", antwortete Belly ehrlich und wurde in dem Moment von Teku umarmt.


    Tekuro schmiegte sich felsenfest an ihn und wärmte Bellamy. Nicht mit seinem Körper, dies war ihm nicht mehr möglich, aber seelisch hielt er ihn fest umschlungen.


    "Da muss ich Dich enttäuschen. Das geht leider nicht. Die Zeit, es ist zu lang her Belly. Ich hab selbst vor einiger Zeit versucht nach meinen Leuten zu spüren. Wobei ich andere Möglichkeiten haben als Du. Aber ob Du sie spürst oder nicht, ich hab mir einfach vorstellt, dass einige der Sterne meine Leute sind und geguckt haben.


    Eine alte Legende besagt, wer einst ein Jäger war und fällt wird ein Schatten, ein Stern oder reist mit seinem Ältesten durch die Weiten des Nichts. Such Dir aus was Dir besser gefällt. Aber mach nicht zu lange, das letzte was Du gebrauchen kannst ausgerechnet heute eine dunkle Stimmung. Das Neujahr ist stets ein Neuanfang. Das alte Jahr ist vergangen, es wurde zu nichts, zur Schwärze. Auch wenn uns das neue Jahr genau so empfängt wie uns das alte Jahr verabschiedet - schwarz", antwortete Theodor rauchend.


    "Er hat Recht Belly, ich möchte auf keinen Fall dass Du dunkle Gedanken hast. Was ist los?", fragte Teku und drückte Bellamy fest an sich.

    "Ich dachte vielleicht kann ich in so einer schönen Nacht etwas von meiner Familie spüren. Ich habe es nicht aufgegeben und ich gebe nicht auf Antworten zu suchen Teku", sagte Belly und blinzelte die Tränen weg.


    Theo neigte den Kopf, nickte beiden knapp zu und ließ sie allein. Dies war Bellys und Tekuros Moment, es ging ihn nichts an. Der Moment stand ihm nicht zu.


    Teku wischte ihm vorsichtig das Gesicht sauber und küsste ihn sanft.


    "Du musst gar nichts aufgeben. Glücklich mit mir?", fragte Teku liebevoll und legte seinen Kopf auf Bellamys Schulter ab.

    "Mehr als das", stimmte Bellamy zu und küsste Teku auf den Mund.


    "Siehst Du, ich hatte Recht. Neujahr mit allen wird Dir gefallen. Und Deine Eltern, wo immer sie sind, freuen sich für Dich mit. Sie gönnen es Dir von Herzen. Weißt Du, wir sollten wieder hinein gehen, uns ganz leise anziehen und in die Einkaufspassage gehen. Nach Klein-Arashi, da hat es Dir doch so gefallen. Für ein oder zwei Blut-Schlummertrunks. Komm Belly, ich lade Dich ein, dass gönnen wir uns jetzt. Unsere Mini-Party für eine Nacht. Guck mal, man kann unseren Atem sehen", grinste Teku und hauchte extra für seinen Bellamy in die Luft, so dass man den Atem sah.


    "Wirklich lausig kalt und wir sind nur im Nachtzeug. Gleich sind wir unbeweglich", bestätigte Belly grinsend.

    "Ja aber wir tauen wieder auf. Wir sind auch ohne Schuhe! Du und Deine mitternächtlichen Ideen", grinste Teku zurück, grabschte sich seinen Mann und lief mit ihm zurück ins Wohnzimmer.


    "Fünf Minuten aufwärmen", bat Bellamy grinsend und kroch schnell auf die Couch unter die Decke.

    "Wärm Dich auf solange Du magst", antwortete Tekuro und kroch direkt hinterher, "Hallo mein Hübscher".


    "Hallo Du", schmunzelte Belly und mummelte sie beide ganz fest ein. Kaum waren sie schön warm eingewickelt, schlang Bellamy seine Arme um Teku und drückte ihn fest an sich.
    "Wir können auch gemeinsam frühstücken gehen. Was sagst Du dazu?", bot Teku an und machte es sich an Bellys Brust gemütlich.

    "Einverstanden, aber da trinke ich das Gleiche wie zum Schlummertrunk", freute sich Belly.


    Teku biss in die Decke um nicht laut loszulachen.


    "Wenn Du das wirklich trinkst, bekommst Du einen kompletten Verwöhntag. Mit allem drum und dran", flötete Tekuro.

    "Ausgiebiges Frühstück ist klasse mit Verwöhntag und Ausflug", kicherte Belly.


    "Ausflug?", hakte Teku gespielt misstrauisch nach.
    "Ja wir fliegen durch den Park und Dein Bützel muss gebissen werden", lachte Bellamy.


    "Mein Bützel wird gebissen! Vielleicht beiße ich Dich jetzt!", antwortete Teku und ließ seine Zähne aufblitzen.

    "Wirklich?", fragte Belly gespielt unschuldig und drückte sich an Tekuro.


    "Du wirst sowas von gebissen", gab Teku zurück und verkroch sich mit seinem Mann unter die Decke.




    ****



    Bellamy begrüßte ebenso wie sein Mann alle Anwesenden mit festen Handschlag. Das war respektvoll und seriös. Zudem war es etwas besonderes, denn sie gaben hier einigen Ältesten die Hand. Und sogar jene Männer schienen in erwartungsvoller, fast ausgelassener Stimmung. Belly freute sich darüber und so nahm er neben Teku Platz. Ihr Gastgeber Valerian saß mit seinem Mann ganz in der Nähe und Theo war auch schon hier. Eigentlich gehörte er so gut wie zu ihnen, das gemeinsam beschnuppern stand noch aus. Aber das war etwas für eine spätere Stunde, wo sie sich ausgiebig Zeit für einander nehmen konnten. Teku würde wissen, wann es soweit war.


    Als Belly saß, schaute er erwartungsvoll zu Dorian und Roland, die beiden Gastgeber würden die Veranstaltung führen, da war er sich sicher. Ansonsten hätten sie nicht eingeladen. Möglicherweise gab es auch eine große Diskussionsrunde. Gleich was kam, er war auf alles gefasst und nickte beiden aufmunternd zu.


    "Die Familie Teku, sogar die mächtigsten Männer und alle in einer Stimmung die Hoffnung verbreitet. Es fühlt sich fast nach Nestwärme an", flüsterte Belly Teku ins Ohr.

    Bellamy setzte sich im Bett auf. Wobei das Bett eigentlich eine riesige Couch war und sich auf der 109. Etage der Himmelslanze befand. Sie hatten eine Einladung zu einem großen Familientreffen erhalten. Belly wollte daran teilnehmen und rüttelte Tekuro wach. Auch Teku würde daran teilnehmen und Bell spürte, dass es sich dabei um etwas Wichtiges handeln musste. Etwas Großes von Tragweite. Allein die Empfänger, die ebenfalls die Einladung erhalten hatten, sprachen für sich.


    Die Familie war eingeladen und das bedeutete auch immer, dass er etwas neues über seine eigene Familie und vor allem seine Eltern erfahren konnte. Nach all den Jahren hatte Bellamy immer noch nicht aufgegeben, sich ein vollständiges Bild seiner Eltern und seiner Kindheit zu rekonstruieren. Er hielt an diesem Wunsch fest, der ganz tief in seinem Herzen verankert war. Etwas dass ihm mehr bedeutete, als so mancher einem Haudegen wie Bellamy zutrauen würde. Seine verletzliche Seite kannte ausschließlich Tekuro. Und auch nur Teku ging es etwas an. Denn immerhin war es sein Tekulino, der in solchen Momenten seine starke Schulter war. Genau wie er seinen Mann schützte und stützte, wann immer es notwendig war.


    "Teku wir müssen aufbrechen zum Treffen in der Winterstrandbar bei Daijan", flüsterte Belly und rüttelte Teku weiter wach.

    Bellamy bewegte sich kaum merklich. Mit sanften, liebevollen Stößen verwöhnte er Teku. Belly wollte seinen Teku so nah wie möglich bei sich haben. Die beiden anderen Paare ließen sich mit der Show Zeit. Eddy und Garlyn hatten sich ähnlich wie sie beide in eine Decke gehüllt und genossen sich ebenso leise wie vertraulich. Bellamy küsste Tekuro auf die Schläfe.


    "Spiel mit Patti, lass es ihm. Nur spiel das Spiel nach Deinen Regeln, dass ist die Kunst. Er hat Spaß dran, dann münze es so um, dass Du es ebenso genießt. Der kleine Sauhund will Dich an der Leine führen. Zeig ihm, wer hier wen führt. Er will Dich eifersüchtig machen. Soll er es versuchen, vielleicht war die Vorführung noch nicht genug. Wir wollen schon ein bisschen mehr sehen, nicht wahr? Und was Theo angeht mein Tekulino, ihn weihen wir gemeinsam ein. Er soll den Stachel und den Prügel im Wechsel schmecken, bis er unter uns vor Lust wimmert. Das was Jaques gelernt hat, nur in Freude statt in Härte", raunte Bellamy seinem Schatz ins Ohr und leckte leicht in seine Ohrmuschel.


    Für einen Moment ganz still und ernst lehnte Bellamy seinen Kopf an den von Tekuro.

    "Das vergesse ich nie Teku, niemals. Wie könnte ich unsere Liebe vergessen? Ich liebe Dich auch von ganzem Herzen. Ich habe Dich schon geliebt, als ich es mir selbst nicht eingestanden hatte. Ich werde mich noch an die Farben Deiner Seele erinnern, wenn kein Mensch Deinen Namen mehr weiß. Du bist das Erste woran ich morgens beim Aufstehen denke und mein letzter Gedanke bevor ich einschlafe gilt ebenso Dir. Du bist sicher verwahrt und fest verschlossen in meinem Herzen und meinem Hirn. Ich vergesse Deine Liebe niemals. Du warst die erste Person die ich geliebt habe und Du wirst die letzte sein Teku", flüsterte Bellamy ihm heiser ins Ohr und schmiegte seine Wange an Tekuros.


    Für einen Moment hielt Bellamy Teku einfach nur. Festumschlungen lagen sie unzertrennlich auf der Couch vor dem Kamin, während sich das flackernde Licht auf ihren Gesichtern spiegelte. Licht und Schatten tanzten über ihre Körper, genau wie durch ihr Leben und woben ihre geheimnisvollen Muster.

    Bellamy küsste Tekuro auf den Hals, zog ihn sanft fester in seine Arme und schob sich ganz behutsam in ihn. Bellamy schmiegte sich an Teku. Das waren nicht nur zwei Körper die sich hier vereinigten, es waren zwei für immer verwobene Seelen, die sich auf der Couch vor ihrem Kamin liebten. Ihre Liebe war so alt wie die Zeit, so alt wie der Mond, Bellamy wollte sich nicht an die Zeit erinnern, in der ohne Tekuro durch das Leben gezogen war. Es war eine kalte, finstere Zeit gewesen. Nun das war sie immer noch, aber die Finsternis die sie teilten, strahlte unheimliche Wärme und Macht aus. Eine Macht von der nicht jeder kosten durfte.


    Sanft malte Bellamys Zunge eine von den vielen Tätowierungen Tekus nach. Sein Blick hob sich kurz von Tekus Hals und wanderte zuerst zu Eddy und Garlyn um dann auf Miles und Val zu fallen. Die Paare schmusten schon miteinander und gleich würden sie zu dem heißen Flammen des Kamins, noch eine Show geboten bekommen.


    "Dann wird es Zeit dass sie Dich mal beißt. Lass Patti, gönne ihm den Abend. Du kennst ihn besser, nur gehörst Du heute mir. Das muss er akzeptieren", beantwortete Belly Tekus Fragen und küsste ihm die Schulter entlang.

    Gefühlt war es eine junge Nacht und Bellamy lag lang ausgestreckt auf der großen Couch und beobachtete behaglich die Flammen des offenen Holokamins. Es war eine wunderbare Idee gewesen, hier ein Nest in der Himmelslanze zu schaffen. Die neue Einrichtung machte ihr riesiges Quartier zu einem echten Zuhause. Dieses Nest war wahrer Luxus, den er mit seinem Mann Teku teilen konnte. Mehr noch in diesem Nest war Platz für sie alle.


    Bellamy räkelte sich glücklich als er Tekuro beobachtete. Belly streckte sich und schlang die Decke enger um seinen Körper. Er liebte es jetzt schon auf der Couch vor dem Kamin zu schlafen. Die Flammen wärmten und beruhigten ihn. Bellamy drückte sich in Tekus Kreuz, umarmte seinen Mann mit einem Arm um den Bauch und deckte sie noch fester gemeinsam zu. Seine Beine legte er über Tekuros, so dass Teku nicht aufstehen konnte. Bellamy sagte kein Ton, sondern kuschelte sich fest an. Mit der freien Hand streichelte er Tekus die Flanke, was Belly genüsslich schmunzeln ließ.


    "Du siehst niedlich aus, wenn Du fast schlummerst", flüsterte Belly Teku ins Ohr und mit dessen Fingern.

    "Soll ich Dir mal einen in den Hintern schieben?", lachte Bellamy leise und küsste Tekuro zärtlich auf den Nacken.


    "Meine einäugige Bettschlange könnte Dich beißen", raunte er hinterher und drückte seinen harten Schaft an Tekuros Hintern.

    Bellamy stutzte und schaute Teku mit großen Augen an.


    "Trauma...was? Patti? Also schau ihn Dir an! Das blühende Leben und hungrig wie eh und je. Patti geht es Bestens Teku, Du machst Dir zu viele Sorgen. Entspanne Dich mal etwas Tekulino, genieße doch endlich den Kamin, die Wärme, die weiche Couch und mich. Also grundlos bin ich doch nicht nackt. Du hast mir erst gesagt, wie sehr Du mich mit allen Sinnen genießt. Patti hat Theo auf seine Art geprüft und scheinbar hat er die Prüfung bestanden. Unsere steht noch aus und ich freue mich schon darauf, gemeinsam mit Dir den Burschen zu reiten. Deinen Stachel wieder in Aktion zu sehen und meinen Prügel, Seite an Seite.


    Jetzt dreht Dich um, press mir Deinen knackigen Hintern in den Schritt und schau in die Flammen. So lassen wir den Moment ausklingen, bevor ein neuer beginnt. Unsere Glücksschweinchen im Raumteiler schauen uns zu", sagte Belly absolut entspannt und drehte sich mit Teku zu den Flammen um. Er packte ihn und legte sich mit seinem Schatz so, dass Teku vor ihm lag, einen freien Blick auf den Kamin und Belly im Rücken. Wärme von beiden Seiten, denn Wärme war etwas von dem Tekuro nie genug bekommen konnte, ging es nach Bellamy.

    Bellamy hörte Tekuros Worten mit den Ohren aber mehr noch mit dem Herzen. Ganz sanft drückte er seinen Mann der Länge nach an sich, während er telefonierte und alle in ihr neues, kleines Carnac bestellte. Zärtlich fuhren dabei seine Fingerspitzen über die Haut von Teku. Haut die sich im Laufe der Jahrhunderte stark verändert hatte. Obwohl der schwarze Skorpion einen Panzer trug, war seine Haut samtweich. Ein wenig rauh, wie es bei Männern üblich war, fast fühlte sich Tekuro an wie ein geschmeidiger Sandhai.


    Das Gefühl hatte sich nie verändert, in all den Jahren nicht, dass Aussehen hingegen schon. An Teku gab es kaum noch eine freie Stelle. Jeder Milimeter Haut war mit Tätowierungen geschmückt. Die Chronologie ihrer Familie ging bei Tekuro unter die Haut und hielt sie auf seine eigene Art für die Ewigkeit fest. Er war das wandelnde Lexikon ihrer Familie. Trug Namen und Zeichen seiner Liebsten auf ewig verwahrt und so nah bei sich, wie man es nur konnte.


    Bellamy streichelte somit nicht nur Tekuro, er streichelte ihre Liebe und ihre Lieben, er streichelte alles wofür sie beide standen und kämpften. Man konnte tausend Worte darüber verlieren, man konnte dies alles versuchen so detalliert wie möglich zu beschreiben, aber ein Wort brachte all das was Belly damit verband auf den Punkt - Trutznest.


    Nichts stand mehr für Teku, seine Familie und ihr Leben als dieses Wort.

    Bellamy schmiegte sich an Tekuro und zog ihn noch fester in seine Arme. Er genoss jeden so engen Moment mit seinem Schatz. Sanft küsste er Teku auf den Kopf.


    "Ja Ihr beiden war ein Duo, Ihr habt Seite an Seite gestanden um Patti und Miles zurückzubekommen. Solche Bindungen findet man selten und sowas musst Du festhalten Teku. Das ist die Form von Familie, die das Schicksal für uns bereit hält. Val ist Dein Bruder, dann gehört er für mich selbstverständlich auch dazu. Miles ist Vals Boldi? Das ist eine starke und tiefe Aussage Schatz. Die beiden sind ein Ei wie man so schön sagt. Wie Du und Boldi damals und wir beiden heute. Zwischen uns beide passt kein Blatt Tekulino. Und Patti und Max gehören zu uns beide, auch wenn sie Deine Männer sind. Es sind meine Ehebrüder. Theo vermisst Dich nicht nur, der Mann liebt Dich. Wie ich ihn kennengelernt habe, wird er gut in unsere Familie passen und er ist ein Leckerchen. Du hast einen guten Geschmack Teku. Zudem mag ich den Burschen, er ist abgebrüht und trotzdem gut zur Familie. Das passt. 


    Gute Idee, lass sie uns alle einladen. Platz haben wir Teku. Und was für einen schönen Platz. Oh ich habe eine Idee, richte Valerian bei uns auch eine Ecke ein. Wir merken uns, was er gerne mag oder wie er gerne wohnt. Und so richten wir ihm eine Ecke für sich und seine Familie ein. Das wird ihn freuen. Ich rufe die Jungs an", grinste Belly und kroch zurück Richtung Couch, wo er seine Kleidung fallen gelassen hatte.


    Belly wählte die 00 und teilte Roland mit, dass sich die ganze Gruppe rund um Val bitte in der 109. Etage zur Einweihungsfeier einfinden sollten. Auch er wäre eingeladen. Danach legte Belly auf und warf sich auf die Couch.

    "Teku zieh Dich an wir müssen ein bisschen für die Gäste vorbereiten", lachte der nackte Bellamy.

    Bellamy so faul und gemütlich wie er gerade war, ließ sich von Tekuro von der Couch auf den weichen Teppich ziehen. Als Bell neben seinen Mann glitt, grinste er ihn verschwörerisch an und kroch über Teku. Dabei strich er mit seinem Körper, an Tekuros Körper entlang. Belly nahm seinen Schatz ganz fest in die Arme und robbte mit ihm bis kurz vor den Kamin. Dort blieb er mit Tekuro liegen und überblickte ihr Loft.


    "Herrlich Teku, einfach wunderbar. Sogar unsere Glücksschweinchen haben ihren Platz gefunden. Wir müssen eine Einweihnungsfeier geben. Und Theo, den Guten wollten wir auch noch einweihen und in der Familie willkommen heißen. Patti und Max werden es hier ebenso lieben. Der Kamin ist ein Holokamin, keine echten Flammen, also sein unbesorgt. Val hat Wort gehalten, der Mann liebt Dich", flüsterte Bellamy Tekuro ins Ohr und malte mit einem Finger dessen Ohrmuschel nach.

    Das Nest auf der 109. Etage


    Die 109. Etage wurde binnen weniger Tage Tekuros Reich. Sie war komplett leer geräumt und neu eingerichtet worden. Alle Fenster waren nicht nur abgedunkelt, sondern auch verschlossen worden. Kein Lichtstrahl drang in die 109. Etage ein. Das Licht das hier strahlte, war künstlich und schadete weder Mensch noch Vampir.


    Flutbeleuchtung suchte man hier allerdings vergebens. Das Licht war sanft, gedimmt und schuf ein Flair von purer Gemütlichkeit. Die ganze Etage war ein Appartment. Überall fand man große, gemütliche Sitzeck- und Lümmelecken. Der Boden war mit dickem Teppich versehen worden, der jedes noch so minimale Geräusch schluckte und die Füße angenehm in seinem Flausch versinken ließ. Raumteiler schufen passende Nischen Schlafzimmer mit überdimensionalen Betten.


    Ein großer Kamin an einer der Wände lud mit einer gewaltigen Couchlandschaft zum verweilen und kuscheln ein. Eine große Barzeile mit Kühlschränken, Kaffeemaschine und vielen anderen Annehmlichkeiten sorgte dafür, dass sich auch Nicht-Vampire gut aufgehoben fühlten. Die einzigen Bereiche die vom offenen Loft abgetrennt waren, waren die Sanitär-, Bade- und der Küchenbereich.


    Überall waren Kissen verteilt und Matten verteilt, aber der dicke Teppich allein reichte schon aus, um es sich zur Not auch auf dem Boden gemütlich machen zu können. Felle die über Sitzmöglichkeiten und zusätzlich auf dem Boden lagen, rundeten das Gesamtbild ab. Die Arashi-Kissen, die Tekuro und Bellamy von ihrem Ausflug aus dem Narashi-Distrikt mitgebracht hatten, fanden auf der großen Couchlandschaft einen besonderen Platz. Ebenso waren ihre Dekoschweinchen in einen der Raumteiler eingezogen. Sie dienten zeitgleich zur Abgrenzung einzelner Bereiche, wie auch zur Repräsentation von besonderen Dekostücken.


    Ein besonderer Duft hing in der Luft und erinnerte schwach an Vanille und andere Gewürze. Bellamy trat aus dem Aufzug und schaute sich auf der 109. Etage um. Klein Carnac, Ihr Nest war hier entstanden. Eine komplette Etage pure Gemütlichkeit und vermutlich das größte Kuschelzimmer das Asamura je gesehen hatte. Angenehm warm war es hier. Belly zog die Schuhe aus und stellte sie in den Eingangsbereich, um ihren wundervollen Teppich nicht zu verschmutzen.


    Mit nackten Füßen trat er auf den Teppich und verzog verzückt das Gesicht. Wer die Einrichtung abgestimmt hatte, liebte es genau wie Teku und er, oder wusste was Teku schätzte. Bellamy schlenderte zu der Couch vor dem großen Kamin. Mitten im Lauf überlegte er es sich anders und fasste einmal kurz in die Flammen. Sie sahen echt aus, waren es aber nicht. Sündhaft teure Hologramme, während der Kamin trotzdem Wärme abstrahlte. Das ein solch riesiger Kamin künstlich war, hatte nur einen einzigen Grund - ihre Sicherheit. Bellamy schmunzelte bei der Vorstellung, dass jemand auch daran gedacht hatte. Alles Flauschige brannte binnen Sekunden vermutlich wie Zunder. Hier würde nichts brennen, außer ihre Leidenschaft.


    Bell schaute auffordernd zu Tekuro, ehe er aus seiner Kleidung schlüpfte und es sich auf der großen Couch der Länge nach gemütlich machte. Mit einem glücklichen Seufzen schloss er die Augen und streckte die Hand nach Tekuro aus.

    "Die beiden verstehen sich gut, von mir aus soll er Patti hüten während wir unterwegs sind. Da sagst Du was, ich war immer in Eile und dennoch haben wir nie genug Zeit für uns. Das ändern wir und Max kommt mit. Patti wird bei Miles abgegeben zur Betreuung. Theo ist auch hier und Roland, der Mann ist irgendwie schräg", grinste Belly und streichelte Teku.

    Bellamy sank mit Tekuro zu Boden und hielt ihn fest im Arm.


    "Sollte ich nicht an Deiner Seite sein, dann bin ich für uns unterwegs. Ich sichere das Nest und kontrolliere die Sicherheit. Du musst keine Angst haben Teku. Mit dem Herzen bin ich immer bei Dir. Wir können aber auch gerne gemeinsam das Nest und Carnac sichern. Max begleitet mich oft und hat ziemlich gute Ideen. Geht es nach ihm würden wir einiges ein- und zumauern.


    Auch ich brauche Dich Teku, wie Du sagtest, wir sind eins. Ich kann nicht ohne Dich sein und ich will es auch gar nicht. Du solltest mich begleiten, wenn ich für unsere Sicherheit sorge Schatz. Ja das solltest Du", flüsterte Bellamy und küsste Tekuro innig.

    Tekuro fühlte sich eng an, seine heiße Enge verwöhnte Bellamy bei jedem Stoß. Bell fasste um und hielt sich an Tekuros Schultern fest, während er ihn stieß. Belly begann fester und tiefer zu stoßen. Zeitgleich zerrte er Teku seinen Stößen entgegen, sein genüssliches Grunzen wurde lauter. Bellamy konnte kaum an sich halten, als er Tekuros Worte hörte.


    "Wann immer Du mich brauchst... ich bin da", keuchte er erregt.


    Er hielt sich zurück um etwas länger durchzuhalten, dabei schloss er die Augen und biss sich auf die Lippe. Die Stöße wurden heftiger, gieriger, fast schmerzhaft aber Belly hielt es unter der Grenze. Sie beide waren Jäger, aber sie jagten sich nicht. Er explodierte mit einem lauten, lustvollen Schrei. Ein Brüllen, Belly brüllte Tekuros Namen bei jedem heißen Stoß. Bei jedem erlösenden Stich keuchte, schrie und stöhnte er Tekuros Namen.


    Zuckend sank er auf seinem Schatz zusammen und umarmte ihn liebevoll, während seine Finger mit Tekus stahlhartem Rohr spielten.

    Bellamy biss Tekuro sanft in den Nacken und rieb seinen Schwanz am Körper seines Mannes entlang, um ihn so zu streicheln.


    "Die gibt es Teku. Es gibt unterschiedliche Beißer, vom aktiven Jäger, über den Gemeinschaftsjäger bis hin zum Asfresser. Und es gibt Leute die die Erfüllung darin sehen, erlegt und gefressen zu werden. Deren höchstes Glück ist es verspeist zu werden und eins mit einem Jäger zu werden. Persönlich getroffen habe ich so jemanden nie. Unter den Gabad würden sie sich genauso wenig zu erkennen geben, wie ein Beißer von uns. Sie sind die Umkehr des Menschenfressers Schatz, sie sind die Mahlzeit das willige Fleisch", flüsterte Bellamy nach dem sanften Biss in Tekus Ohr.


    "Genau das ist das Geheimnis Deines Erfolgs, Du liebst Deine Lieben nicht für ihre Optik. Du liebst jeden um seiner selbst Willen. Ein größeres Kompliment kann es nicht geben. Unsere Großfamilie funktioniert gerade deshalb so gut, weil niemand Konkurrenz ist. Jeder steht für sich, hat seine eigenen Stärken und Schwächen. Wir alle ergänzen uns und bilden so eine einmalige Familie. Und Theo wird sich in unsere Familie einfügen. 


    Schöner als Du hätte es niemand beschreiben können. Ich habe Silber im Haar... ich hätte gesagt, ich bin grau geworden. Silber... das hat was Tekulino", sagte Belly leise.


    Als Teku sagte, dass er ihn wollte umarmte Bellamy seinen Mann und schmiegte seinen Kopf an Tekus breites Kreuz. Für einen Moment verharrte er so, genoss die Wärme und das Gefühl von Tekuros Haut unter seiner Wange. Tekuro musste in diesem Augenblick ihr gemeinsames Gewicht tragen, aber Teku war alles andere als schwach. Es war kein Problem für ihn. Im Gegenteil, durch die Anspannung spürte Bellamy jeden einzelnen Muskel von seinem Mann.


    Bellamy küsste Tekuro genau zwischen die Schulterblätter, wanderte hinab und biss ihn mit einem lüsternen Kichern in eine seiner strammen Backen, ehe er ihm lustvoll die Pforte leckte. Teku machte ein Hohlkreuz und gewährte Belly damit einen einladenden Blick in sein Lustloch. Bellamy verharrte eine Weile leckend genau vor Tekus Pforte, ehe er seinen Schatz um die Hüfte packte und Teku zu sich heranzog bis der Kopf seines Prügels gegen Tekus heiße Öffnung stieß.


    Ganz langsam drang Bellamy in Tekuro ein und gab dabei ein genüssliches Grunzen von sich. Die ersten Stöße waren absichtlich extrem langsam, bis Bellys Muskeln vor Anstrengung zitterten und Tekus Juwelen im Takt seiner Stöße hüpften.

    "Wir hatten Angst das bisschen zu verlieren, dass wir hatten. Andere verstehen das nicht Teku. Aber wir kamen mit nichts, wir hatten nichts und hätten wir es versaut wäre uns nichts geblieben. Aus dem Grund waren wir so vorsichtig, damit wir die Freundschaft die wir gefunden hatten nichts zerstören. Das ist meine Erklärung dazu, ob sie stimmt weiß ich nicht. Aber es fühlte sich so an. 


    Mit jemanden zu spielen, der von einen abhängig ist, ist gewaltig mies. Oder er war selbst verloren auf seine Art und Weise. Konnte nicht zu sich und seinen tatsächlichen Bedürfnissen stehen. Wie viele Männer haben eine Frau und halten sich zeitgleich einen Geliebten? Den besten Freund, den Hausfreund? Wir wissen nicht was dahinter steckt, es würde die Sache nicht besser machen genau das zu erfahren. Aber verständlicher, warum er so auf Deinen Gefühlen herumgetrampelt ist. Schlussendlich hat er Dir beigestanden, also muss da etwas gewesen sein. Bestenfalls hat er etwas für Dich empfunden, andersfalls war dort Bedauern oder Einsicht und er wollte etwas wieder gut machen. Was er damit auch getan hat, denn durch sein Schreiben und den Anhänger wurdest Du in die Leibgarde aufgenommen. 


    Meiner Meinung nach hat Maxime Dich genau deshalb provoziert. Er selbst kann sich nicht anbieten, er ist von Stand. Aber er kann Dich provozieren und im schlimmsten Fall wärst Du Schuld und er das Opfer.


    Tiago de Dupont ist das was von Deinem weißen Hirsch übrig geblieben ist? Dann verstehe ich, was Du an dem Mann findest. Ein Geschenk an Tiago und eine Ehrung von Maxime Teku. Weißer Hirsch, weißer Hengst - Du stehst auf noble Reittiere.


    Das hast Du sehr schön gesagt, mit dem Geschenk. Weißt Du Schatz, wenn man seinen Liebsten beschenkt und dieser sich freut, dann ist genau dass, das Geschenk an einen selbst. Da sind wir beide genau auf einer Linie, wie so oft. Eigentlich immer. Etwas Schöneres hättest Du uns nie schenken können, als ein Zuhause. Etwas das uns allen fehlte und nun haben wir ein Zuhause dass seines gleichen suchte Teku. Du hast keine Ahnung wie sehr ich Dich liebe Tekulino", antwortete Bellamy innig und schob sich ganz sanft auf Tekuro.


    Belly legte sich auf Tekuro ab und streichelte dessen Schaft der sich heiß und willig lustvoll streckte. Bevor er sich in Tekus festes Fleisch versenken würde, wollte er seinen Schatz in den höchsten Genuss streicheln. Er liebte und begehrte diesen Mann seit einer Ewigkeit und zwar derart, dass er nachts manchmal aufwachte und sich vergewissern musste, dass alles real war. Kein Alptraum aus Kindertagen, wo er allein unter einer kalten, verschlissenen Decke lag.


    Allein wenn er zu lange an Tekuro dachte, wurde sein Schwanz steinhart. Sofort schossen ihm Gedanken an Tekus breitem Kreuz, Knackarsch und strammen Endlosbeinen in den Kopf. Garniert war dies alles mit wundervollen Mandelaugen die ihm einen Blick voller Liebe zuwarfen. Einer Liebe die er sich stets im Blick eines Mannes gewünscht und bei Teku gefunden hatte.


    Hungrig zog er Teku näher zu sich heran.

    "Sag dass Du mich willst Tekulino, sag es mir", raunte Belly ihm zu.