Beiträge von Tekuro Chud

    Tekuro trat entschlossen vor. Kaum einen Augenblick später waren Ciels Hände mit einer Acht hinter dem Rücken. Dann bekam er ein Halseisen aus Messing umgelegt. Aufrechten Hauptes stand sein ehemaliger Herr vor ihm und würdigte ihn keines Blickes.


    "Ins Verlies, Majestät?", erkundigte Tekuro sich. Irgendwo tat ihm der kleine Prince ja leid. Er hatte sich gut um die seinen gekümmert, hatte nur ein Talent dafür, mit beiden Füßen in riesige Fettnäpfchen zu springen.

    Tekuro verneigte sich, schob endlich das Schwert in die Scheide und stürmte los. Wenig später war er zurück. Er stellte Nathan und Wolfram vor dem Duc ab wie zwei Kleiderpuppen. Nathan weinte und zitterte, aber das war man ja von ihm gewohnt.


    "Majestät, Nathan Garcìa und Wolfram von Wigberg", verkündete Tekuro ergeben. Dann rannte er noch einmal los. Wenig später kam er mit Minette de Thibodeaux zurück, die besorgt ihren Mann betrachtete.

    Tekuro schleppte sich zu seinem Herrn. Er hatte aufgehört zu bluten, war aber in einem schrecklichen Zustand. Der Schnitt in seiner Kehle verhinderte, dass er Blut trinken konnte, dabei hatte er solchen Durst und überall lagen sterbende, die ihm hätten als lebensrettende Spender dienen können! An seinen Fingern klebte ihr Blut, sein Mund war von vergebenen Bissen blutverschmiert und nun war er an dem Punkt, da er spürte, dass es zu Ende ging, wenn ihm niemand half. Bellamy ... Tekuro sehnte sich nach seinem Mann. Er wollte in seinen Armen sterben, doch Bellamy war nicht hier. Belly ... er dachte nur noch an ihn. Die Erinnerungen an seinen Vater, seine Sklaven, seine Liebhaber, seine Kinder und selbst an Boldi hatten keinen Raum in seinem allerletzten Gedanken. Nur noch Bellamy.


    Schließlich fand ihn Patrice.


    Patti, formten seine Lipppen lautlos und er kehrte ein Stück zurück. Tekuro hob das Reichsschwert mühevoll an, Patrice sollte es an seiner Stelle zu Maximilien zurückbringen.


    Patrice antwortete weder, noch griff er nach der Waffe, sondern er zerrte sich seinen anderen Arm über die Schultern und schleppte den sterbenden Vampir durch das Chaos. Klirrend schliff die Spitze des Schwerts über die Kacheln. Die Anzahl der Leibgardisten häufte sich. Maximilien, sein Max! Tekuro mobilisierte seine letzten Kräfte, löste sich von Patrice und stapfte allein voran, bis er bei ihm war. Wankend, bleich, mit klaffender Kehle, voller Blut und verfallend. Er hob das Schwert auf beiden Händen flach vor sich, ging vor Maximilien in die Knie und neigte tief das Haupt, um ihm zurückzubringen, was ihm gehörte. Sprechen konnte er nicht.

    Tekuro hatte weder Schwert noch Schild bei seinem Sturz verloren, ebenso wenig seine Körperspannung. Die Zeit reichte nicht mehr, sein Schwert hochzureißen, doch seine Füße waren in einer guten Position. Von unten rammte er einen Stiefel dermaßen in Archibalds Bauch, dass es diesen aushob und ein Stück weg katapultierte, während er den Schwertstreich vollzog. Tekuro sprang sofort auf die Füße und zeigte siegesgewiss seine Zähne, als er das Blut an Archibalds Klinge sah. Tekuro versuchte zu schlucken, doch das funktionierte nicht.


    Bellamy, zu mir, wollte er rufen, doch es kam kein Laut aus seinem Mund, nur ein rasselndes Keuchen aus seinem Hals. Er schmeckte sein eigenes Blut und beim Atmen spürte er einen kalten Luftzug mitten durch seinen Hals. Tekuro stutzte und schaute ungläubig. Er sah, wie Boldiszàr vorbeirannte, flankiert von Jendro und Moritz. Um sie herum, der Rest der Einheit. Seine Einheit, Unitè B. Erneut hob er die Waffe. Egal, wie die Wunde aussah und sie würde fürchterlich sein - diesen Kampf führte er noch zu Ende! Mit doppelter Geschwindigkeit ging er zum Angriff über und ließ die Klinge stechen, hauen, schwingen und wirbeln, um Archibald den Garaus zu machen und, wenn das nicht gelang, ihn so zu ermüden, dass die anderen leichtes Spiel mit ihm haben würden. Dabei hinterließ Tekuro eine Spur roten Blutes auf dem Pflaster vor dem Palast.

    Tekuro hatte nun zwei Gegner, doch er hatte die Unsterblichkeit auf seiner Seite und ein Schwert, mächtiger als jedes andere. Schwertmeister hin oder her, auch er war hervorragend ausgebildet und was sollte Schwertmeister anderes besagen als genau das? Auch er lebte und atmete für den Dienst an der Waffe seit er Haare am Sack hatte. Furchtlos wehrte er ihre Hiebe ab, nur um dann auf einmal etliche Meter weit und hoch durch die Luft zu springen wie ein überdimensionaler Grashüpfer. Er begann, diese Vampirfähigkeit, über die er sich anfangs geärgert hatte, weil er lieber die der Regeneration gehabt hätte, zu lieben. Denn nun stand er inmitten der Bluthexer. Die Klinge wirbelte und verursachte einen wahren Tornado an spritzendem Blut, als er sich durch ihre Reihen fräste. Die Hexer, sonst die Erzfeinde allen untoten Lebens, waren nun vollkommen machtlos außer die Kampfhexer, die nun ihrerseits versuchten, die reinen Magier hinter sich zu zerren. Als Tekuro kein Durchkommen gegen ihre Klingen sah, sprang er erneut an eine bessere Stelle.

    Tekuro spürte eine Schlagabfolge von Ehrungen und Würdigungen, die er sich im Leben nicht zu erträumen gewagt hätte. Er hielt das Reichsschwert von Souvagne als Waffe in der Hand! Auf diese Klinge hatte er seinen Eid als Leibgardist geschworen. Nun schwor er nicht auf das Schwert - nun war er das Schwert. Wie einst Bellamy, schützte er nun das Leben des Duc mit seinem eigenen, noch näher als je zuvor. Ein gewaltiger Schritt nach vorn für seine Familie. Er würde Maximilien nicht enttäuschen. Das hätte er auch so nie, doch nun noch weniger.


    "Majestät", sagte er nur, für mehr reichte weder sein Atem noch seine Aufmerksamkeit, die sich ganz auf seine Gegner und seinen eigenen Körper fokussierte. Eine Dankesrede war in dem Moment nicht notwendig, nicht jetzt. Jetzt bewies er seinen Dank durch Taten. Später aber würde er sie nachholen.


    Tekuro kannte seine Verantwortung und er war entschlossen, sie wahrzunehmen. Mit einem sicheren Schwung hob er die Waffe in die Ausgangsposition und hob den Schild mit dem Schreiadler. Ciel würde ein gewaltiges Problem haben, wenn Tekuro den Befehl erhielt oder sich entschloss, dass ein Angriff notwendig war und viel fehlte dazu nicht mehr.

    Tekuro war sofort wach und wollte den Eindringling schon herausschmeißen, da er ohne Aufforderung eingetreten war. Doch Maximiliens Reaktion zeigte ihm, dass das nicht nötig war. Sie warteten und was auch immer dort geschah, es war etwas Gewaltiges. Hatte Tekuro nicht vor wenigen Stunden noch gesagt, dass Ciel wohl mal einige Zeit ohne ihn auskommen würde, ohne die Welt in Chaos zu stürzen? Er vermutete, dass genau das nun geschehen war.


    "Wo ist Eure Rüstung?", blaffte er, ließ sie sich zeigen und legte Maximlien Kleidung und Rüstung an. Als Leibgardist hatte er genau das tausendfach geübt, so dass es extrem schnell ging. Dann rüstete er sich selbst mit allem, mit dem er aufgebrochen war und bald standen beide einsatzbereit im Gemach. "Ich bleibe an Eurer Seite", erneuerte er seinen Schwur. Denn wenn er ehrlich zu sich war, dann war das Band zu Maximilien deutlich fester als das zu seinem Herrn Ciel. Nicht zuletzt stand er unterhalb des Duc.

    "Ich verspreche es", sagte Tekuro. Ganz langsam blinzelte er, während er fühlte, dass seine Mimik sich wieder normalisierte. Er rutschte näher, kaum dass Maximilien ihm etwas Raum gegeben hatte, um mit der Decke zu hantieren, als würde ein Magnet ihn anziehen.


    Tekuro konnte seine Lieben nicht alle bei sich halten ... es ging nicht. Es waren zu viele und er war nur ein Leibgardist. Er besaß keinen riesigen Hof mit bewirtschafteten Ländereien, wo sie alle zusammen wohnen und leben konnten, er besaß nur eine Kammer und war nich von Stand. Er war nicht einmal reinblütiger Souvagner. Für das wenige, was er war, hatte er viel erreicht und doch war es zu wenig. Mit einem abschließenden Schnaufen pustete er diese Gedanken aus seinem Kopf, um der großen Leere platzumachen, die sich oft in ihm ausbreitete. Prompt knurrte sein Magen. Er streichelte Maximilien, der das gehört haben musste.


    "Keine Sorge. Du bist bei mir sicher." Mit diesen Worten nahm er ihn fest in die Arme, schloss die Augen und schluckte den Hunger herunter.

    Das Kompliment war wunderschön - und es machte Tekuro tieftraurig. Er kuschelte sich, noch immer von der Anstrengung schnaufend, neben Maximilien. Er legte seinen Arm um ihn, drückte seinen Kopf an ihn und blieb stumm. Bellamy hätte gesehen, dass er auf seine ureigene, tränenlose und stumme Art weinte. Maximilien hingegen mochte vielleicht nur sehen, wie regungslos seine Miene war, was überhaupt nicht zur Situation passte und dass die Muskeln neben seinen Nasenflügeln kaum merklich zitterten.


    "Ich. Versuche es. So zu sehen", brachte er schließlich wieder hervor, stammelnd wie der Waisenjunge, der er einst gewesen war. "Danke für. Alles."

    "Und wie es mir gefällt. Ich fühle mich wohl bei dir, mein Max ... so wohl." Tekuros Stimme wurde ein wenig hoch, weil er so ergriffen war. "Du bist so ein lieber Max ... ich wünschte ... das Unmögliche. Dass du mir gehörst, für immer. Dass du ganz meiner wirst und wir zusammen in die Ewigkeit treten. Ich darf es nicht sagen, aber ich darf es umschreiben. Ich fühle sehr tief für dich, Max. Nicht nur mein Stachel. Mein schwarzes Herz ... es schlägt für dich. Und es blutet, wenn du gehst."


    Tekuro ließ sich innerlich fallen. Wie von selbst hob seine Hüfte sich, um Maximilien innig entgegenzustoßen. Es brauchte nicht mehr viel und Tekuro versank in völliger Extase, die in einem wolllüstigen Stöhnen mündete, das in ein tiefes Knurren überging, als er Maximilien zeichnete, als würde er ihm gehören.

    "Gefallen?", keuchte Tekuro. "Max, das ist so wunderbar ... das übertrifft alles ... keine Ahnung, wie ... seh.r"


    Er krallte sich fest mit der freien Hand um Maximilien fest, die andere beließ er ihm und erwiderte den Halt mit den Fingern. Was für eine liebe Geste, wie artig und brav, Maximilien war ein wundervoller Mann. Zu wundervoll für ihn, um auf Dauer ihm zu gehören, unerreichbar. Doch für kurze Zeit vergaßen sie dies und Tekuro erwiderte Maximiliens verlangendes Kneten mit sanften Stößen, die ihm die Arbeit nicht abnahmen, sondern sie unterstützten. Tekuro liebte es, wie Maximilien ihn ritt. Niemand sonst konnte das auf diese Weise und er fragte sich, ob Fabien ihm dies so beigebracht hatte. Sein Stachel schwoll zu seiner vollen Größe an und dehnte Maximilien hart, während er seine Unterstützung einstellte. Ein heftiges Zucken verriet Maximilien, dass er es musste, sonst wäre er schon gekommen, doch Tekuro schaffte es noch einmal, dies zu verhindern. Tief schnaufte er durch.


    "Reite mich härter", befahl er dann. Seine Hand griff in Maximiliens Haar. "Und dabei erzählst du mir, wovon du träumst, wenn du mit dem Glasstachel spielst."

    Tekuro bekam glasige Augen, als Maximilien seine Hoden mit dem Mund verwöhnte. Der Duc hatte sich offenbar gut germerkt, wie sehr Tekuro das liebte. Bellamy hingegen schien das noch nicht herausgefunden zu haben oder er hatte andere Prioritäten als Tekuro in schmelzende Butter zu verwandeln.


    "Das könntest du den ganzen Tag machen ... das mag ich sehr. Patti muss das manchmal über Stunden machen, um mich zu entspannen, das macht mich irgendwie glücklich da an der Stelle. Aber noch besser kannst das du, viel besser. Entspannen? Ja ... und wie ich das brauche ... wie ich dich brauche ... Max."


    Voller Sehnsucht massierte Tekuro Maximiliens Hüften und seine Hinterbacken, während er seinen Stachel ansetzte. "Mach auf, mein Max ... ich begehre Einlass." Sagen musste er das in der Regel nicht, aber er liebte es, an seiner Spitze zu spüren, wenn seiner Aufforderung Gehör geschenkt wurde. Sanft, aber nicht zu langsam, begann er zu schieben.

    Tekuro, dessen Stachel seinem Namen längst alle Ehre machte, indem er hart in seiner Hose an die Oberfläche drängte, folgte Maximilien sofort. "Max", stöhnte er wohlig und nahm ihm die Hose ganz weg. Sehr zufrieden betrachtete Tekuro den nackten Unterleib, strich über ihn mit den Händen, dann befreite er sich selbst auch von Stiefeln und Hose.


    "Fabs war ... anfangs eifersüchtig. Der Liebe, das musste er sein. Aber ich hab ihn auch einbezogen ins Spiel, weil er es verdiente und weil du ihn magst. Er ist ein Guter. Aber nicht so gut wie du. Ich würde dich gern stacheln, Max ... mein Stachel will das so gern. Er hat dich genau so vermisst wie mein Rest und ich hab manchmal an dich gedacht. Wenn Patti mich mit dem Mund und der Hand. Verwöhnte. Aber nicht beim Sex. Weil das wäre gemein."

    "Ich hab keine Angst. Ich wollte ihn nur nicht ... er ist etwas sehr Persönliches." Er selbst hatte sich nie getraut, einen Dildo auszuprobieren. Meqdarhan hatte ihm fest genug eingetrichtert, das nicht zu tun. Aber es hatte ihn sehr erregt, wenn Patrice sich selbst unter der Bettdecke mit dem Finger verwöhnte. Er griff zwischen Maximiliens Beine und massierte die Hose. Doch die Hose war nicht der Stachel und Maximiliens Anweisung war eindeutig gewesen. So blieb es nicht lange dabei, er öffnete ihm die Hose und befreite seinen edlen Leib. Tekuro ging vor Maximilien in die Knie, seine Nasenflügel bebten vor Erregung, als er gierig schnupperte.


    "Du riechst so gut. Entweder ist das dein Körper oder die Pflege vom Fabs. Wie oft darf Fabs dich stacheln, macht er das regelmäßig? Mir gefällt das ... ich mag euch zwei zusammen."


    Tekuro strich über Maximiliens ebenmäßgigen Schaft. Er konnte ihn mit seinen geschärften Zähnen nicht so ohne weiteres in den Mund nehmen, aber er konnte ihn mit Zunge und Lippen verwöhnen, was er sofort tat. Mit leisem Stöhnen leckte, strich und nuckelte er an ihm, damit er sich aufrichtete.

    Als Maximilien am Hebel rumfummelte, drehte Tekuro sich betont weg und sah woanders hin. Der Mechanismus ging ihn nichts an. Die Geheimgänge gefielen Tekuro. Ein zeitloses Dunke, sicher vor dem tödlichen Licht der Sonne, vor fremden Blicken. Man konnte hier Geist spielen, in einem Raum verschwinden und ihm anderen wieder auftauchen, ohne dass irgendwer sich das erklären konnte. Das hatte Stil, zudem war es eine gute Sicherheitsmaßnahme. Noch bemerkenswerter aber war, was Maximilien ihm zeigte.


    "Das ist ... mein Stachel", sprach Tekuro verblüfft. Form und Größe stimmte, sogar die feinen Details der Adern und Fältchen. Alles war so, wie es bei ihm aussah, von dem schwarzen Pelz abgesehen, den er unrasiert trug, weil er ihn so liebte. Tekuro grinste genau so breit wie der Duc. "Oh, Mann! Wenn Papa das wüsste! Er wäre so stolz, so stolz. Und ich freu mich. Ich hab nicht gewusst ... ich dachte ..." Er umarmte Maximilien erneut. "Ich hab dich auch lieb, Max", sagte er leise und sehr glücklich.

    Tekuro musste schlucken. "Heißt das ... du hast mich ein bisschen lieb?", fragte er leise und sein sonst so harter Blick wurde scheu. "Hast du deswegen sogar ... ein Gemälde von mir machen lassen? Oder eine Statue?"


    Den Gedanken fand Tekuro ausgesprochen schmeichelhaft. Er stellte sich vor, wie er in schwarzen Stein gehauen in edler Pose mit heroischem Blick, die Hellebarde in der Hand, über den Eingang zu den Privatgemächern des Ducs wachte.

    "Oh, Max", sagte Tekuro erleichtert. Er umarmte ihn sogleich, leckte seine Schläfe an und rieb mit seiner Stirn an der Stelle, so dass seine Haare sich feucht aufstellten. "Ich wusste nicht. Ob das einmalig bleibt. Und ob du mich noch magst danach. Drum war ich zurückhaltend, nicht böse sein. Blut hat Papa noch nicht getrunken, ich hoffe sehr, man kann noch was machen, sonst hängt alles an Mako und Tanuki."


    Tekuro streichelte Maximiliens Taille, die noch die ordentlichen, engen Amtskleider trug. Er fand, die passten nicht zu Maximilien und er fragte sich, wie er sich kleiden würde, wäre er als Bauer geboren, was wäre die Kleidung seiner Wahl, wenn keine Standesgepflogenheiten ihn drückten?


    "Ich hab dich auch vermisst und deinen Fabs, ich hab öfter mal an euch gedacht. Mir geht es gut, aber auf Prince Ciel aufzupassen ist manchmal ein Ding der Unmöglichkeit, besonders, wenn er mit Prince Linhard zusammen ist. Aber als ich abreiste, war alles so weit gut. Ich glaube, sie werden keinen Unfug bauen in der kurzen Zeit, da ich weg bin."

    Tekuro glaubte Fabiens Blick deuten zu können, auch wenn er den Mann nun nicht so gut kannte. Offenbar hatte Etienne gefallen an Benitos ... Behandlungen gefunden. Was erklärte, warum ausgerechnet sein Harntrakt angeblich dauernd unterkühlt gewesen war, obwohl er nicht öfter pinkelte als alle anderen.


    "Etti mag ... Benito?", wunderte er sich. Immerhin war Benito alt und garstig. Mit chirurgischen Zipperlein war Tekuro jedenfalls lieber zu Bellamy gegangen, damit er einrenkte, schiente oder zunähte. Wobei er da vielleicht nicht ganz neutral war in seiner Einschätzung, denn wenn er an Bellamy dachte, veränderte sich automatisch seine finstere Gefühlswelt hin zu etwas Positivem, als würde bei einem grauen Himmel die Wolkendecke aufreißen und die Sonne hindurchscheinen.


    Die Sonne ... wie lange schon hatte Tekuro sie nicht mehr gesehen? Der Mond war nun sein Gestirn und einen Moment lang betrübte ihn das. Bis Maximilien ihn bat, die Tür zu schließen. Das brachte ihn auf angenehmere Gedanken, denn Licht gab es nicht nur am Himmel. Er kam der Aufforderung nach.


    "Majestät", sagte er , um zu testen, ob sie noch dienstlich sprachen.

    "Du musst durchhalten, Papa", rief Tekuro aufgebracht. Er drückte Fabien den fledermausförmigen Archibald in den Handschuh. "Immer schütteln", empfahl er. "Zum Betäuben. Notfalls gegen die Wand donnern oder den Kopf abbeißen."


    Nachdem er Archibald überreicht hatte, strich er seinem Vater durchs Haar. "Benito wird dir helfen, Etti hat auf seine Fähigkeiten geschworen, Benito würde jedes Gebrechen kurieren können - und das sagte er, obwohl er immer krank war, egal wie oft er ihn besuchte. Besser ich denke gar nicht daran", jammerte er. "Du wirst wieder gesund, ja? Denk an deine Nachkommen! Die Welt braucht mehr Chuds."