Beiträge von Hector von Dornburg

    Reiten lernen


    Hec: kannst Du Dich auf einem Pferd halten? wäre blöde wenn Du alle zwei Meter vom Gaul stürzt g

    Ven: Ich bin von Stand, ich kann reiten *ggg* Aber ich kann für Dich aus Spaß so tun, als wäre ich völlig unfähig und müsste es von grund auf lernen *ggg*

    Hec: gut erkläre mir mal wo da die Stelle zum Lachen ist, nach dem ersten, zweiten, dritten, zwölfen, zwanzigsten Sturz? Also einfach wäre es sich hinterherschleifen zu lassen... fürs Pferd

    Ven: also ich kann reiten

    Hec: wer hat das behauptet?

    Ven: Ich bin schließlich hierher gekommen!

    Hec: wohl wahr. Ich nehme an auf einem Pferd. Wo ist es? Hat es sich im Hafenbecken ertränkt?

    Ven: eben war es noch da

    Hec: ja das ist echt zum verrückt werden, die sind auch was klein die Biester gg

    Ven: ich habe mir schon überlegt ob ich anders reisen soll

    Hec: hm. Schiff oder Sänfte?

    Ven: Noch sind wir auf einem Schiff gg

    Hec: Ja ich hasse diesen Scheißkahn

    Ven: gg

    Hec: Ich schwöre Dir, wenn wir in Arashima an Land gehen, zünde ich ihn an. Ich will das Ding brennen sehen

    Ven: er gehört einem Wigberg

    Hec: das Boot?

    Ven: Das Schiff

    Hec: also ja oder nein oder was?

    Ven: ja

    Hec: wie war nochmal meine Frage? Scheiße gg

    Ven: Du bist mit Archibald verwandt, eindeutig gg

    Hec: hast Du eine Ahnung, ich notiere mir immer fein säuberlich wen ich töten soll. Wie oft habe ich das schon verwechselt

    Ven: Der Älteste, alt, hässlich, stinkt, hat Zahnprobleme

    Hec: :rolleyes:

    Ven: da will man Dir helfen

    Hec: mal ehrlich Vendelin von Wigberg, sehe ich so aus, als würde ich mein Dasein riskieren, damit Dunwolf stirbt? Dafür habe ich mein Bauernopfer

    Ven: =O

    Hec: Entspann Dich, Du bist mein Mann nicht mein Opfer gg

    Ven: Noch sind wir nicht verheiratet omg

    Hec: Liegt nicht an mir *anmerk*

    Ven: wer ist das Bauernopfer?

    Hec: Bist ganz schön neugierig gg

    Ven: Ich muss das wissen

    Hec: ist das so eine Zwangsneurose von Dir? Atme durch

    Ven: X/

    Hec: es ist nicht nur einer. Hey stell Dir vor es wäre nur einer. Dann wäre ich nachher im Arsch gekniffen wenn er seinen zumacht. Nein ich plane immer weise vor. Aber wir sammeln noch die Opfer zusammen und dann - großer Knall

    Jesper: :whistling: Du hast einen Plan oder?

    Hec: irgendwie klingst so so so... na sag mal wie nennt man diese irrationale Gefühl? Besorgt? gg

    Jesper: Das habe ich bei Archi auch immer. Was immer Du planst, lass es

    Hec: den Plan mag ich wieder nicht. Ven hat meinen Plan geprüft, er sagt er wäre topp

    Ven: so ist es `omg´

    Jesper: nun er ist ein Buchhalter oder? Er kann sowas ausrechnen

    Hec: wer Vendelin? sicher

    Jesper: gut da bin ich beruhigt. Mehr oder weniger. Wo ist Dein Vater?

    Hec: Unheil stiften gg

    Ven: :beisser:

    Jesper: glaube ich aufs Wort g



    ****

    Charbogen-Ergänzung:


    12.03.205 n.d.A. - Aushändigung des Dolch des Lichten

    - Hector händigt Prince Ciel Felicien de Souvagne den Dolch des Lichten aus


    Die Jungfernfahrt der Tordalk, Kapitel 8 - Zwei Chaosprincen

    Link:

    Kapitel 8 - Zwei Chaosprinzen



    "Der Vampirrismus war ein Geschenk meines Vaters, überreicht von Tekuro - Sohn von Kazrar Chud. Und ich möchte Euch ebenso ein Geschenk überreichen. Es ist persönlicher Natur Prince Ciel. Das ist für Euch", sagte Hector und zog eine kleine Schatulle hervor.


    In der Schatulle:

    https://66.media.tumblr.com/a4…a838c944b3f7c60f757b0.png


    Als Ciel die kleine Kiste öffnete sah er eine Waffe, deren Griff, aber nicht deren Klinge zerbrochen war.


    "Meine Zähne sind wohlverdient und weisen mich aus, als das was ich bin Prince Ciel. Aber Ihr habt sie nicht zu fürchten. Ihr seid ein ehrenwerter Gegner, das Dogma besagt - Jeder der so hart kämpft um am Leben zu bleiben, verdient es zu leben. Ihr habt es mehr als verdient. Von mir geht für Euch keine Bedrohung aus, dass darf auch Euer persönlicher Wächter wissen", sagte Hector freundlich, lehnte sich entspannt zurück und verschränkte die Finger.




    Link:

    Kapitel 8 - Zwei Chaosprinzen



    "Der Dolch des Lichten... eine Waffe die den Ältesten verletzen kann. In ihrem letzten Gefecht wurde sie versehrt, aber nur der Griff. Die Klinge selbst, sie ist ungebrochen und weder ihrer Schönheit noch ihrer Macht beraubt. Nutzt sie weise, eines Tages werdet Ihr sie benötigen. Sie ist älter als Ihr Euch vorstellen könnt. Der Griff ist gefertigt aus einem Kiefer- und Oberschenkelknochen, einer Person die vor ebenso langer Zeit starb. Es heißt die Finsternis umschlingt das Licht, aber manchmal ist es genau umgekehrt. Euch hat die Finsternis nicht verschlungen, damit dies so bleibt, der Dolch.


    Das was Ihr über Eure Männer sagt, klingt verlockend. Sie wissen was sie an Euch haben, Tekuro sprach stets in den höchsten Tönen von Euch, deshalb bat ich um dieses Treffen. Ich war auf Euch neugierig, auf die Person die es wagte meinem Gott zu trotzen und all dies überlebte. Das verlangt einem Respekt ab und ein klein wenig mehr hm", schmunzelte Hector sein Haifischgrinsen.


    "Sicher habt Ihr viele Wächter, aber einer ist hier ganz in der Nähe. Es liegt in meiner Natur, ich rieche Menschenfleisch", sagte das Grauen freundlich.




    ****

    "Vendelin! Das war kein Angebot, das ist Fakt. So wie ich Tekuro ablehnte. Du weißt es, kennst Du auch den Grund? Es ist der Gleiche. Dir ist das wichtig. Mir bist Du wichtig. Punkt. Aber küssen und mehr darfst Du mich dafür trotzdem, jederzeit.


    Wobei über den Sex an sich müssen wir reden. Du magst vermutlich beides, so wie ich. Vor unserem ersten gemeinsamen Liebesspiel, musst Du etwas wissen. Verwöhnst Du mich und ich komme, ist das gefährlich für Dich. Ich beiße im Eifer des Gefechts zu. Das ist so ein Überbleibsel der Weihe. Halt mich richtig fest, dann haben wir beide kein Problem. Es besteht keine Gefahr, wenn ich Dich verwöhne und auch nicht, wenn ich vorher gekommen bin. Dann kannst Du mich verwöhnen bis Dir langweilig wird.


    Der Totenkopfschwärmer täuscht seine Wirte perfekt, Mimikry auf Duftbasis. Wir wählen ihn Vendelin. Auch darin liegt eine Bedeutung. Wir werden uns unter Dunwolfs Leuten bewegen, wir "duften" nach seinen Anhängern, aber wir sind keine mehr. Ich habe dazu eine passende Idee, aber sie muss noch etwas reifen. Später mehr dazu.


    Ganz der Tradition unserer Familie verschrieben, werde ich neues Wissen sammeln und mit Dir teilen Vendelin. Du wirst an Orte geführt, die Du nicht für möglich gehalten hättest. Und Du wirst Wissen erlangen, um das Dich sogar Thabit beneidet. Du wirst dort lernen, mir gehorchen und verdammt viel Spaß haben", grinste Hector und küsste Vendelin auf den Mund.


    "Prince Ciel verfügt über das Instantblut? Hat er etwas davon dabei? Würde er mir etwas abgeben?", hakte er nach.

    "Vendelin, ich habe Dir geantwortet, ich sagte ich verzichte. Damit war aller außereheliche Sex gemeint. Du hast also eine Antwort erhalten, sie nur unterschlagen", grinste Hec.


    "Der Totenkopfschwärmer, ein Honigdieb. Ist der Deine Wahl? Dann nehmen wir ihn. Gibt es auch Schwärmer die sich von Blut ernähren?


    Wegen dem Blut, danke für die Info. Sonst hätte man sich einen Vorrat anlegen können. Wobei dann lege ich mir einen lebenden Vorrat an. Einen gemischten Vorrat um sie zu verbrauchen und um sie zu melken. Sonst bin ich auch nicht jeden Tag jagen gegangen, manchmal bin ich bequem. Aber verrat das keinem, ich bin ab und eine echt faule Sau", gibbelte Hector.

    "Sie sind unzähmbar? Sie beugen sich niemandem? Nun dann sollten wir uns ein Insekt als unser Zeichen wählen, findest Du nicht auch? Einer der Schwärmer vielleicht, wir durchlaufen schließlich auch eine Metamorphose und schlüpfen als etwas Neues. Das Gleichnis gefällt mir.


    Wir hatten mal Kaulquappen Zuhause, die wurden Frösche. Man ist das lange her, Uran hatte sie damals mitgebracht. Das war auch richtig interessant denen bei ihrem Wandel zuzuschauen.


    Keine Angst wegen der Sklavin, benötigst Du eine, bediene Dich an meinen. Ich bin anatomisch auch keine Frau, aber ich hoffe dass ich Dich rundum zufrieden stellen kann. Sollte das nicht der Fall sein, äußere Wünsche. Das kannst Du natürlich auch so jederzeit. Was die Zeugung eines weiteren Sprosses angeht, nur zu, Du darfst jederzeit einen Beißer ansetzen. Aber Du weißt, U6 hat er bei uns allein nichts verloren.


    Mal eine Frage, kann ein Vampir einen Toten aussaugen? Also einen dessen Blut noch flüssig ist? Seltsamerweise kommen solche Fragen Stück für Stück auf. Weißt Du darüber bescheid?", fragte Hector.

    "Moritz nehmen wir gerne dazu. Ich mag es, wenn ich dösend im Bett liege Kakko zu hören. Dabei muss er nicht mal reden, sondern rein die Geräusche die er verursacht. Er ist da, dass ist ein gutes Gefühl. Eine volle Bude mit unseren Kindern, Verwandten oder Kumpeln wäre schön. Dann solltest Du aber Manfredo und einige Jungs als Kumpel annehmen. Archi pennt auch öfter bei mir, wenn er im Nest ist. Oder Nori früher, wenn wir uns verquatscht und die Zeit verpasst haben. Nori ist eine erstklassige Jägerin, sie ist clever und taff. Tekuro hätte sich keine bessere Frau nehmen können.


    Wir können ebenso im Gemeinschaftsraum abhängen, Du kannst Dich im Nest frei bewegen. Das konntest Du auch so immer, von daher weißt Du ja genauso gut wie ich, wie gemütlich es dort ist. Dein Haus richten wir ganz ähnlich ein, es muss ein gemütliches Nest werden. Hast Du einen zweiten oder dritten Keller?


    Insekten? Die meisten haben interessante Formen, sie sind so ganz anders als die üblichen Tiere. Sie sind skurill und haben ihre eigene Schönheit. Falter aufzuziehen und freilassen hat etwas. Du hast sie behütet, aber niemals geknechtet. Es sind keine Gezähmten, dass gefällt mir Ven.


    Was hattest Du denn für Falter? Auch Nachtfalter? Viele werten sie schlicht als Motten ab.


    Nun mit Derya war es doch auch ein Geschäft, Leistung für Leistung. Ist doch völlig in Ordnung, Ihr beide habt Euch geeinigt und so wurde Moritz gezeugt. Sklaven sind Ge- und Verbrauchsgegenstände. Ob Du sie nageln möchtest oder nicht, überlasse ich Dir. Ich habe sie für alle Dienste benutzt, dafür waren sie da. Auf wen oder was sollte ich warten? Zudem wenn eine rollig, gesund und passend war, habe ich ihr auch einen Beißer angesetzt. Auch für dafür sind sie da. Als Vampir scheidet das aus. Und wenn Du es nicht möchtest, lasse ich es sein", sagte Hector, umarmte Ven und drückte ihn an sich.


    Er lehnte seine Stirn gegen die von Vendelin. Ven fühlte sich heiß an, so voller Leben und er roch unheimlich gut. Nun das tat er die ganze Zeit, frisch, gepflegt und nach Ven.


    "Du bist zwar ein absoluter Leckerbissen, aber ich benötige etwas anderes zu beißen. Ich habe Hunger, lass uns zu den Sklaven gehen, falls es Nacht ist. Oder kannst Du mir Blut besorgen?", bat er freundlich.

    "Danke für das Filett, aber langsam mit Deiner Einschätzung von meinen Bettfähigkeiten. Keine Ahnung ob ich sehr aktiv bin, Durchschnitt oder eine Schlaftablette. Bei mir richtet sich das nach Lust und Laune. Das heißt mal habe ich oft Lust, mal keine. Das kennst Du sicher auch und wir finden schon zusammen. Gibt zig Möglichkeiten um den Partner in Stimmung zu bringen und falls es nicht gelingt, trotzdem eine schöne Zeit zu haben. Daran wird es nicht scheitern.


    Zur Folter. Manchmal ist es das einzige Mittel, um eine Person zu brechen und in dem Zusammenhang habe ich es getan. Ist aber nicht mein Schema, denn normalerweise bringe ich jemand mit der Klinge zum reden. Zum Thema Sklaven. Solo und Lust, heißt entweder einen Gleichgesinnten suchen oder sich im Sklavenpfuhl bedienen.


    Wir sind ein Paar und ich frage nicht grundlos, heißt ich verzichte drauf und bin Dir treu. Fehlt mir etwas, sage ich Dir das. Das Gleiche erwarte ich von Dir Ven. Wird jemals so ein Verhör nötig, verhört ein anderer die Person, der Scheiß ist mir nicht wichtig Vendelin.


    Erzähle mir von Moritz Mutter. Wer ist sie, was hat sie Dir bedeutet und was bedeutet sie Dir jetzt? Wie soll ich zu der Frau stehen? Wie stehst Du selbst zu ihr?


    Das mit Deinem Vater meinte ich anders, kläre ich aber jetzt nicht auf Ven. Sobald Du die Statue hast, zeige ich Dir was ich gemeint habe. Dann verstehst Du es von selbst, Du fühlst es. Wird Dir gut tun, versprochen.


    Was für Tiere bevorzugst Du? Ich bin neugierig was Du wohl für ein Haustier hast. Entweder gefährlich und verborgen, oder total knuddelig, womit niemand rechnen würde.


    Das macht mich echt glücklich, dass Du gerne in einem Nest leben möchtest. Eines neues Nest auszuheben ist sehr viel Arbeit, aber es lohnt sich. Oder man findet eine passende Höhle die man als Ausgangspunkt nehmen kann. Mein Nest kennst Du ja, vom Hauptkreis zweigt alles wichtige ab. Wo andere einen Koller bekommen, weil alles abgeschottet ist und man keinen Himmel sieht, fühlen andere sich gerade wohl. Einige fühlen sich verschlungen, andere geborgen. Wir beide gehören zu den Letzteren.


    Stell Dir vor wir liegen Abends gemeinsam im Bett, ganz eng aneinander gekuschelt, Kakko geistert im Quartier herum und wir lesen oder entspannen einfach. Das Nest wird durch magische Artefakte beleuchtet, aber wir können abends auch meine Feuerschale entzünden. Die ist genauso gemütlich wie ein Kamin, leider kann ich kein geröstetes Fleisch mehr essen, aber ich füttere Dich damit. Macht Spaß Fleisch über den Flammen zu brutzeln", grinste Hector und küsste Ven sanft auf den Mund.

    "Ich vertraue Dir und Deinen Fähigkeiten ebenso Vendelin. Du bist ein kluger, weitsichtiger und sehr hübscher Kerl. Du siehst sogar manches in mir, was ich selbst nicht sehen möchte. Aber in einem Punkt irrst Du Dich, ich zaudere nicht. Es nützt nur nichts, sich grundlos abschlachten zu lassen Vendelin. Vorsicht ist keine Feigheit und Dummheit kein Mut. Lass die Baronin doch glauben dass ich zaudere, dass ich sie umgehen will, dass ich ihr nichts anhaben werde. Es ist nur eine Illusion, eine Teilwahrheit. Ich muss sie so erwischen, dass mir nichts geschieht, sonst ist es vorbei bevor es anfing Murdi... Schatz.


    Gleich wen ich auf unserem Weg beseitigen muss, er wird fallen. Aber ich muss uns so führen, dass wir auch das Endziel erreichen. Verschonen wir einige, sei es so. Haben wir erreicht was wir wollten, haben wir erst den ersten Schritt getan. Ab dato heißt es sichern, ausbauen, aufpassen. Dazu gehört auch, lose Enden wie die Baronin zu kappen.


    Optisch würde ich behaupten geben sich beide nichts oder?


    Du vermisst Dein Vater sehr, nicht wahr? Du hast ihn nie an Deiner Seite gehabt, Du warst stets auf Dich allein gestellt. Das hat Dir ein Loch ins Herz gerissen Ven. Du blutest auf einer anderen Ebene und Du bestrafst Dich selbst, seit einer halben Ewigkeit für etwas, was Du weder gewählt hast noch in Deiner Macht lag.


    Du brauchst die Statue um Wenzel zu umarmen und vor allem um ihn langsam loslassen zu können.


    Mein Vater war ebenfalls stets unterwegs, aber er war dennoch für mich da. Wie ein streunender Kater kam er heim, sagte Hallo aber er hielt den Sicherheitsabstand ein, solange es nötig war. Der Vergleich mit dem Kater stammt von Jesper, eigentlich sein Partner. Jesper ist in Ordung, er hat genauso ein Rennen mit Archibald mitgemacht wie Du mit Deinem Vater oder auch mit Vitto. Du kanntest es nicht anders, da schließt sich Dein Kreis Ven.


    Du wirst lernen Dich umzugewöhnen, denn ich bin kein Typ der gerne ein Rennen mitmacht und auf solche Scheiße habe ich keine Lust. Das klingt aus meinem Mund vieleicht schräg, aber ich bin auf gewisse Art ein häuslicher Typ. Ich hänge gerne Zuhause ab, mag es ordentlich, sauber und dunkel, am besten zig Meter unter der Erde und schön sicher verrammelt. Meine Leute, mein Pferd, was Leckeres zu essen, interessante Bücher, einen guten Trainingsraum, Sklaven.


    Eigentlich nicht zu viel verlangt oder? Wenn ich dafür kämpfen muss, werde ich es tun. Das habe ich 42 Jahre lang getan und wenn zwei gewissen Personen auf einen Arschtritt mit Anlauf bestehen, wer wäre ich, es ihnen abzuschlagen.


    Frage Dir ist Treue wichtig, das nehme ich sehr ernst. Allerdings muss ich wissen wie es um den Akt steht, bei Verhören und so weiter. Dahinter ist ja keine Zuneigung, sondern es ist Folter. Was sagst Du dazu? Erlaubt oder verboten? Und noch eine Frage, wie stehst Du zu Pferden? Such keinen Zusammenhang, es gibt keinen. Zwei unabhängige Fragen.


    Du bist ein Buchhalter, also falls wir auch Rechenrätsel stoßen, ist das Dein Part. Alte Schriften sind meiner", sagte Hector und küsste Vendelin auf die Stirn.


    "Auf den Mund küsse ich Dich, wenn Du stillhältst", grinste er.

    Es war rund, fast so als läge er Zuhause in seinem Quartier, tief unter dem Monster Obenza. Jene Stadt die ihre Einwohner verschlang. Manchen war es vergönnt, Obenza zu entkommen nur um sich dann in seinem Nest und im Magen seiner Beißer wiederzufinden. Hector kraulte seinen Mann mit geschlossenen Augen. So war das Gefühl intensiver, die Wärme, der Geruch, die Berührung, all das bildete ein Gesamtbild, dass sich in seinen Verstand einbrannte. Es war mehr als ein Liebe, es war Schutz und Hingabe. Er würde Vendelin an seinem Geruch erkennen, an seiner Art zu Atmen oder an seinem Schritt.


    All das würde ihm in der Endschlacht davor bewahren zu fallen, denn möglicherweise wurde sie auf einer Ebene geführt, die dunkler war als die schwärzeste Nacht. Wo Raum und Zeit keine Rolle spielten und oben und unten jede Bedeutung verloren. Die Armee... es würde so mancher davon auf der Strecke bleiben. Kaum ein menschlicher Verstand war dazu gemacht, sich in diese Gefilde hinabzuwagen.


    Er war dazu nicht nur ausgebildet, er kannte sich dort aus und er würde seinen Mann führen. Vendelin vertraute ihm, dort würde sich das Vertrauen als Lebensversicherung erweisen. Nichts war dort wie es schien, falls man etwas sah durfte man dem nicht glauben. Oder, wenn es glaubhaft war, sollte man besser nicht hinsehen. Dinge, Wesen, Geschehnisse, die verrutscht waren. Sie waren nicht mehr an dem Fleck wo sie in der Normalität hingehörten sie waren - verrückt.


    Das Wort hatte dort die ursprünglichste seiner Bedeutungen.


    Vendelin lag auf seinem Bauch, hatte sich angeschmiegt. Nun schade dass der Mann nicht lesen konnte, aber vielleicht spürte er es tief in seiner Seele. Er hatte sich auf den Chaosstern gebettet und seinen Kopf auf den Zeichen der Durchdringung abgelegt. Trug und Lügengebilde, erschaffen und zerstören. Schatten weben und Schatten vernichten, aber noch verstand Vendelin nichts. Es machte nichts, Ven war kein Schlüsselmeister.


    Hec korrigierte sich in Gedanken, im Grunde war Ven sehr wohl ein Schlüsselmeister, nur diente er keinem Ältesten, der diente seiner Sippe. Hütete, verwahrte, versteckte und schützte sie. So wie es sein Vater getan hatte, so wie sie einen ganzen Zweig einer Sippe versteckt hatten. Das Grauen schmunzelte leicht.


    `Respekt´, waren seine Gedanken, die er nicht mit seinem Mann teilte. Etwas anderes würde er mit ihm teilten, sobald die Zeit reif dafür war.


    Als sich Vendelin aufsetzte folgte Hector seinem Beispiel und strubbelte seine Haare wieder zurecht.


    "Du setzt falsche Prioritäten Vendelin. Wichtig ist nicht die Vernichtung des Zirkels, sondern die Rettung unserer Kinder und der Beißer. Fällt der Zirkel, wunderbar. Bleibt er bestehen, bitte. Natürlich greifen wir an um zu töten. Ziehe niemals Dein Schwert, wenn Du nicht töten willst. Übungen ausgenommen. Sicher würde ich gerne der Baronin den Kopf von den Schultern schlagen und ihren runzligen Schädel auf eine Lanze spießen. Aber die Rettung meiner Kinder geht vor und ich stelle solche persönlichen kleinen Vergnügen hinten an.


    Ist das Ziel aber nur über die Fällung von Mabel zu erreichen, steht sie mir im Weg werde ich alles daran setzen sie zu beseitigen. Ist ihr Tod nicht zwingend erforderlich, sondern zu gefährlich und würde mein Endziel gefährden, verschone ich sie. Vorerst. Ich kann mich später immer noch um das Ärgernis kümmern. Wie ich unseren Zirkel schaffe und auf welcher Basis ist mir gleich, aber wir werden es tun. Daran besteht nicht der geringste Zweifel.


    Hör mir gut zu Ven, gleich welche Entscheidungen ich treffe, gleich wie verrückt sie Dir erscheinen mögen, vertraue mir. Ich habe einen Plan und er wird funktionieren. Er hat schon angefangen, aber eines nach dem anderen.


    Die Statue Deines Vaters sollst Du haben, wobei sie eher Dir dient. Du benötigst einen Ort des Gedenkens, er selbst hätte sie nicht gewollt. Du hast Deinen Vater im Herzen, sonst nirgendwo Ven. Aber wenn Du Dir die Statue wünscht, bekommst Du sie", erklärte Hector freundlich.


    "Dunwolf wird nicht herkommen und Gegenmaßnahmen hat er schon ergriffen. Er hat Jus geschickt, er soll mich überzeugen zurückzukehren. Solange Justinian das versucht, wird Dunwolf mich nicht angreifen. Zudem wird er dieses Schiff nicht betreten, wegen Thabit und Ciel. Der nun den Dolch des Lichten trägt. Zuviel Ärger auf einem Fleck.


    Wir müssen in den Tempel des Lichten gelangen, um uns dort mit Wissen und Waffen einzudecken. Meist ist beides sogar identisch. Und wir müssen in den Norden gelangen, wir benötigen ein Schwert. Schattenschlinger. Ich hatte es Dir erklärt. So ausgestattet, wird Dunwolf kaum eine Chance gegen uns haben.


    Und so schnell kann er mich nicht ersetzen als Schlüsselmeister. Er müsste meinen Nachfolger weihen, ihn umformen und den Konsenz der Sieben wieder herstellen. Die Vorbereitungen auf die Weihe mit den dazugehörigen Zaubern und die Einstimmung dauern genau 1 Jahr und 1 Tag", grinste Hector über beide Ohren, "ich muss es ja wissen. Stirbst Du in der Weihe - Schicksal. Aber danach scheinen wir ihm doch teuer zu sein. Oder er scheut den Arbeitsaufwand".

    Hectors Finger strichen sanft und und liebevoll über Vendelins Körper. Finger die mit und ohne Schwert tödlich sein konnten. Die Kehlen aufgeschlitzt, Hälse gebrochen und Herzen aus Brustkörben gerissen hatten, streichelten Ven genau mit jenem und doch ganz anderem Herzen.


    Vendelin drückte ihm die Lippen auf den Mund und küsste ihn. Verständnis und Vertrauen. Hector küsste ihn so behutsam wie möglich mit, ganz sanft ohne sich viel dabei zu bewegen, damit sich Ven nicht an seinen Zähnen verletzen konnte. Er zog ihn fester an sich und genoss die Wärme die Ven ausstrahlte.


    "Ich möchte auch nicht allein klar kommen", antwortete Hector und strich Ven durch die Haare.

    Hector nahm Vendelin fest in den Arm, mit der anderen Hand kraulte er ihn sanft und liebevoll.


    "Er ist kein herzloser, alter Soldat Vendelin - er ist eine Illusion.

    Ein Trugbild von all dem, was Du Dir so sehr gewünscht hast.


    Die Illusion war so gut, dass er sogar selbst daran glaubte und stets zu Dir zurückkam. Vermutlich hat er selbst nicht gewusst warum und eines Tages wurde es angenehm, bequem und selbstverständlich.


    Garlyn ist ein guter Kerl Ven, auch wenn Du das jetzt nicht glaubst. Wir beide verdanken ihm etwas. Niemand kommt völlig alleine klar, das habe ich auch vor kurzem festgestellt. Und ganz ehrlich unter uns beiden, wollen wir das überhaupt?", fragte Hector und knuffte Ven liebevoll.

    "Du testest mich und ich klopfe Dich ab, ich wollte wissen ob da noch was Glut lodert. Bei Dir lodert Wut und Enttäuschung, zu Recht. Zudem ist er wirklich ein Stinkstiefel, sei froh dass Du ihn los bist. Er scheint auch so ein Wanderfalke zu sein. Immer unterwegs und er findet nur dann nach Hause, wenn er etwas braucht. Lieber sagt man seinem Mann doch mal, lass mich mal für eine Stunde in Ruhe, anstatt dass man Wochen oder Monate lang wartet. Dafür ist man nicht zusammen, um dann einsam auf wen zu warten.


    Du hast gewartet stimmts? Ich habe nicht gewartet und deshalb verbindet mich mit Kiri etwas anderes. Etwas dass Dir keine Sorgen bereiten muss. Du hast es nicht nötig auf andere zu warten Vendelin. Wenn er auf so einen Mann wie Dich verzichtet, ist ihm auch nicht mehr zu helfen. Was sucht er? Ainuwar?


    Leg Dich ab und mach es Dir gemütlich, ich bin brav ich kraule Dich ein bisschen", bot Hec an.

    Hector streichelte Vendelin den Nacken und schloss dabei die Augen, um das Gefühl zu genießen. Vendelin ärgerte und neckte ihn, aber wenn er dazu Lust hatte, dann sollte er seinen Spaß haben.


    "Der Name des Schlüsselmeisters Sieben ist "Das Grauen", der Sohn der Bestie. Archis Sohn heißt Hector. Natürlich werde ich Dich Timo nennen. Darüber musst Du Dir keine Gedanken machen.


    Ob Ciel einen Narren an mir gefressen hat, wage ich zu bezweifeln. Er hält mich vermutlich eher für einen Umstandskrämer der nicht mit Informationen herausrücken möchte. Die Reise ist noch lang Ven, vielleicht lässt er sich von etwas anderem überzeugen.


    Kirimar wird Kakko ebenfalls unterrichten, also wundere Dich nicht. Er ist ein ausgezeichneter Schwertmeister und Kakko kann vieles von ihm lernen. Zudem kennt er sich in Arashima aus, damit Du Bescheid weißt. Nebenbei ich weiß von Deiner Trennung und ich kenne Deinen Ex", sagte Hector leise, öffnete die Augen und hielt Vendelins Blick fest.

    Hector ließ sich nach hinten sinken, so dass sie mit dem Rücken an der Kabinenwand lehnten.


    "Grins Du nur. Die Brüterinnen sind bei uns die Sklavinnen, manche heben sie auf, dass stimmt. Ich hänge nicht an ihnen, sie sind nützlich. Das ist alles. Derya ist zwar meine Schwester, aber ganz ehrlich? Archi hat sie so oft aus der Scheiße gehauen, irgendwann ist es auch mal gut. Er sollte keine Gefahr für sie eingehen, dass ist meine Meinung. Und ich habe sie auch schon einige Male retten müssen. Kommt garantiert nicht wieder vor, so oder so.


    Nur mein Vorname und mein Jägername bedeuten mir etwas. Mein Nachname ist nicht der meines Blutes. Er ist eine Tarnung wie Deine Maske Ven, dass habe ich Dir bereits gesagt. Entweder müsste ich Hohenfelde oder Sonnenwalde heißen, ginge es nach meinen Vorfahren. Wieso willst Du die Hosen anhaben, echt jetzt?


    Ich kann einiges an Wissen beisteuern, daran wird es nicht scheitern. Ich dachte wir leben im Nest, im Palast kann ich nicht leben. Und in Souvagne sicher auch nicht. Wobei Tekuro wohnt auch im Palast und in Souvagne, dass wäre Dein Part es möglich zu machen. Vielleicht würde sich auch Prince Ciel drauf einlassen, er fragte ob ich mich bewerben will.


    Aber das war nicht mein Lebensplan, ich wollte den Zirkel übernehmen und nicht Souvagne", gab Hector mit Unschuldsmiene zurück.

    Hector erwiderte den Blick offen und grinste Vendelin an.

    "Die Namenswahl überlasse ich Dir, unseren Wohnort besser nicht", lachte Hec.


    "Stell Dir vor in Deinem Chaos stolpert jemand, den sehen wir nie wieder. Du hortest aber keine Essensreste oder so, wie Archibald oder? Das muss ich wissen, das ständige Gestöhne würde an meinen Nerven zerren. Oder hast Du einen schallisolierten Keller? Dann gehts.


    Guter Vergleich was die Beherrschung und die Liebe angeht, abgemacht. Jimena ist nicht tot, beim Ältesten Vendelin! Chizuko ist tot. Es wird keine unschönen Szenen geben, dass ist klar. Nebenbei ich bin gespannt wann Archi zurückkehrt, ob er Derya rausgehauen hat und ob er hier seinen Stab anschleppt. Kennst Du den Stab? Das sind total die Nasen, aber ich mag sie. Ewig her dass ich sie sah, da war ich noch klein", gibbelte Hector.

    "Meine Frau habe ich auf die andere Seite geschickt zu Jannik, sie ist tot. Sie dient Dunwolf auf der anderen Seite als Jägerin, als einer seiner Schatten und so erschien sie mir. Sie warnte mich und gab mir einen Rat, was ich tun sollte. Sie war es auch die Jannik also Kakko zu mir führte. Das glaube ich zumindest.


    Letztens hast Du noch gesagt, wir wären eine Familie und nun trennst Du uns und unsere Kinder?

    Weshalb?


    Kinder anzunehmen heißt genau das, annehmen. Von Erziehung oder Lehre war keine Rede, von Schutz ging ich automatisch aus. Deshalb sagte ich Dir in Bezug auf den Kurzen die Wahrheit. Sicher würde ich ihn nicht auffressen, nicht mehr. Aber ein gebissener Säugling ist sicher genauso grauenvoll oder noch schlimmer. Keine Ahnung was geschehen würde, wenn man einen Säugling beißt und er vampirisiert sich.


    Ven ich werde Deine Unterlagen nicht lesen, ich hab selbst genug Lesestoff für die nächsten 500 Jahre. Also sei unbesorgt, es sei denn Du möchtest es, oder willst über etwas Bestimmtes reden. Ich habe mir Deine Bude wie eine Hafenwartehalle vorgestellt, man kann garantiert nicht erkennen wer dort wohnt. Man kann anhand der Einrichtung nicht mal auf das Geschlecht stimmen. Das war meine Vorstellung. Du bist also der Chaostyp, macht nichts, wir haben Sklaven.


    Woher ist das weiß, spielt keine Rolle. Wichtig ist das ich es weiß. Ich habe mich schlau gemacht und mache es weiterhin", gab Hector zurück.

    Hector legte den Kopf schief und schaute Vendelin tief in die Augen.


    "Das war garantiert keine rhetorische Frage. Wir sind von der selben Art Vendelin, wir sind Raubtiere. Viele Jäger sind Augenwesen, sie nehmen die Welt vorwiegend über die Augen wahr. Falls Du jemanden anschaust, ihm nachschaust, weiß ich so ob Du Hunger hast oder ob er Dir gefällt. Schau ruhig, das ist ganz natürlich. Solange es nur bei Blicken bleibt, drücke ich beide Augen zu. Ich muss es nur wissen, also wer ist optisch Dein Ding?


    Chizuko habe ich gesehen und dachte damals, was eine Hübsche. Dann habe ich mit ihr gesprochen und ich wusste, ich werde sie heiraten, koste es was es wolle. Sie gehört mir. Sie hätte nach dem Gespräch auch aussehen können, wie ein krummbeiniger Dackel, es hatte jede Bedeutung verloren. Verständnis, oh ja. Wir haben uns nur ein einziges Mal nicht verstanden Ven, als ich sie wegschicken musste. Ich sah sie im Wald wieder, als Tekuro mich gebissen hatte. Mittlerweile hatte sie es verstanden... und ich sie.


    Das Gleiche war es bei uns, alles andere hatte nach unserem Gespräch die Bedeutung verloren. Du bist mein Mann und Du weißt es auch. Gemeinsam werden wir unsere Kinder retten und wir werden es nicht nur besser machen, wir werden ihnen gemeinsam ein wahres Zuhause schaffen. Und das ist erst der Anfang des Weges, denn die wahre Aufgabe ist es, all das auch zu beschützen und zu verteidigen.


    Deine Bedingungen sind akzeptiert, wir beide müssen die Freunde des anderen nicht als eigene betrachten. Aber respektieren werden wir sie. Ich Deine wie Du meine, dass ist nur fair Ven.


    Meine Bedingung ist, dass Du Kakko in unserer Ehe akzeptierst. Er ist trotz seines Alters noch von mir abhängig. Du wirst jedes Kind dass wir zu uns holen, gleich wie alt wie Deine eigenen Kinder behandeln. Ob Kakko, Jus oder alle anderen. Das gilt auch für mich. Gleich welches Kind bei uns wohnt, der andere nimmt es als seines an.


    Du wirst Deinen Enkel als Baby niemals... NIEMALS und unter keinen Umständen mit in unser Zuhause bringen. Falls es sich nicht vermeiden lässt, warum auch immer, lass ihn niemals allein mit mir. Das ist eine Bitte für den Kleinen Ven. Eine aufrichtige Warnung.


    Du stellst nicht in Frage, wer in meinem Nest leben darf und wer nicht. Gleiches gilt für Dein Haus, wer dort wohnt dass bestimmst Du. Mein Quartier teile ich mit Dir, sollten wir das alte Nest erobern. Falls wir ein neues gründen, gestalten wir unser Quartier direkt gemeinsam. Ich weiß dass Du Mineralien sammelst, dafür werden wir einen besonderen Platz finden. Ein nichtssagender Wigberg-Tarnort wird das nicht, sondern ein Ort wo man reinkommt und sagt - ah so ist der Ven. Weil ihn nur Leute betreten, die es wert sind.


    Du fasst meine Waffen nicht an und Du leihst Dir auch keine. Falls Du eines von beiden möchtest, frag bitte vorher. Das wäre es was mir so als erstes einfällt. Wie lange schläfst Du so und wie tief?", fragte Hector vergnügt.

    Hector rutschte ganz nah zu Vendelin auf und legte ihm einen Arm um die Schulter.


    "Alles was ich Dir gesagt habe, war die Wahrheit. Es gab für mich keinen Grund Dich zu belügen, oder Dir etwas zu verschweigen. Das was ich verschwiegen habe, tat ich aus Unfähigkeit. Manche Dinge die mich betreffen, kann ich ebenso wenig in Worte fassen wie Du.


    Für die Offenheit und die Komplimente danke ich Dir. Du bist nicht egoistisch, wenn Du Dich sorgst mich als Partner zu enttäuschen. Damit hast Du zuerst an mich gedacht und danach erst an Dich. Eine noble Geste, die gut in eine Beziehung passt. Selbstverständlich ist es möglich, dass Du mich enttäuscht. Ebenso kann ich Dich enttäuschen Vendelin. Sind wir ehrlich Enttäuschungen kann es auf beiden Seiten geben und es wird sie geben. Wir beide können keine Gedanken lesen und jeder von uns hat seinen eigenen Kopf. In einer Beziehung geht es auch nicht darum ob man mal enttäuscht wird, sondern wie man damit umgeht.


    Das ist wie ein Nest zu beschützen und zwar unser ganz privates. Zu so einem engen Zusammenleben gehören Kompromisse Vendelin. Du kannst Dir keine Beziehung wünschen, wo Du Nähe, Geborgenheit und Liebe geschenkt bekommst und zeitgleich möchtest Du weiter in Deinem Haus wohnen und alles soll so bleiben wie es ist.


    Ein Partner ist nicht dafür da, sich in Dein Leben einzufügen wie ein neues Möbelstück in Dein Wohnzimmer. Sondern wie Du weißt, hat alles seinen Preis. Macht ebenso wie Gefühl. Wenn Du niemals enttäuscht werden willst, darfst Du nicht lieben und nicht fühlen. Weißt Du wie oft ich schon enttäuscht wurde? Ich kann es gar nicht zählen Ven. Ab und an habe ich mich sogar selbst enttäuscht. Hinfallen ist erlaubt, liegen bleiben nicht.


    Weder Du noch ich sind Jammerlappen die sich in ihrem Leid wälzen. Wir haben stets getan, was getan werden musste ohne Rücksicht auf Verluste und stets ohne Rücksicht auf uns. Also rede nicht von Enttäuschungen Ven. Gefühlsduselei und Kenntnis um wahr Abgründe sind zweierlei.


    Natürlich gibt es einen roten Faden, jeder hat ein Beuteschema. Du hast ganz gewiss auch eines, aber worum geht es Dir dabei? Wen findest Du attraktiv? Ich finde einige Leute extrem attraktiv, aber als Partner würde ich sie nicht geschenkt haben wollen. Dazu gehört wesentlich mehr, als reine Äußerlichkeit.


    Ich habe auch nicht vor, Dich als Gefährten zu gewinnen, sondern als Ehemann. Ich war bereits einmal verheiratet als junger Mann und ich nahm die Ehe genauso ernst wie meine Aufgabe. Vielleicht sogar noch ernster, denn ich tat etwas dass ich tun musste, obwohl es mir das Herz brach. Es ist lange her und bleibt unvergessen.


    Wir sind verwandte Seelen und Brüder im Leid. Erzähle ich Dir etwas, dann hörst Du es nicht nur, Du verstehst mich. Das ist der gravierende Unterschied. Das Werben ist kein Spaß Vendelin, was immer Du Dir gedacht hast, ich habe Interesse an Dir. Falls Deine Bedingung sein sollte, dass Du mich maßlos enttäuschst, dann halt Dich ran.


    Konsequenz was in so einem Fall passiert, kann Dir Kakko erläutern. Kurzum Du kannst Dir was anhören und machst es zukünftig besser. Wobei manchmal bin ich nachtragend, es kommt also drauf an was Du verzapft hast.


    Wegen Deiner Frage zu Kirimar, wir sind Freunde mit Bonus. Wir beide haben uns mehr voneinander gewünscht, allerdings passen wir in dieser Hinsicht nicht zusammen. Er ist gerne unterwegs, ich habe jemanden gerne an meiner Seite. Er möchte jemanden haben, zu dem er ständig heimkehren kann. Ich möchte jemanden, der erst gar nicht geht. Wir kennen uns genau 20 Jahre Vendelin, hätte ich vor gehabt Kirimar zu heiraten, hätte ich es getan. Ich liebe ihn, ohne Frage genau wie Jimena, aber nicht als Ehemann.


    Das zwischen uns ist anders. Ich bin ebenso keine leichte Kost, was eine Partnerschaft angeht. Wir teilen aber den Großteil unserer Schwächen. Wir haben Verständnis füreinander und wir sehen den anderen tatsächlich. Du hast hinter meine Maske geschaut, genau wie ich hinter Deine. Mich hat es nicht gestört, sondern berührt. Das ist alles was ich Dir sagen kann und ich habe ganz schön viel geredet", schmunzelte Hector.