Beiträge von Valerian von Hohenfelde

    "Die Fragen sind berechtigt Richter Crespo. Vielleicht kann Valerian sie uns beantworten. Nachdem er getrunken hat", gab Korpuuk zurück und machte mit der Waffe eine auffordernde Geste.


    Der dritte Richter packte Miles an der Schulter und hielt ihn mit aller Kraft fest.

    "Ich trinke freiwillig Gabin", sagte Valerian und nahm Mischal das Glas ab, dabei ließ Mischal Miles keine Sekunde aus den Augen.


    Valerian kippte den Inhalt mit einem Zug herunter. Die Gruppe wartete gute 20 Minuten ab, in der Zeit hätte man eine Stecknadel fallen hören.


    "Die Zeit ist um, er wird antworten", warf Mischal hilfreich ein.


    "Also wir hören, aus welchem Grund ist das Genom dieser Bluthexer so wichtig. Und wo liegt ihre Schwachstelle?", fragte Gabin.


    "Auf den Punkt gebracht - Gesundheit, dass ist der ultimative Wert des Bluthexergenoms für Souvagne. Alle Personen die dem heutigen Volk der Souvagner angehören, sind bereits GMOs, genetisch modifizierte Organismen. Bei den Subjekten handelt es sich nicht mehr um Almanen. Sie sind genetisch bewusst soweit von der menschlichen Spezies entfernt worden, so dass Menschen und Souvagner nicht mehr kompatibel sind. Kurzum ein Naridier und eine Souvagnerin könnten auf natürlichem Wege keine Nachkommen mehr zeugen. Sie haben Infertilität geschaffen um ihr Volk abzuschotten.


    Diese Abschottung wird die genetische Mauer genannt und wurde im Jahre 800 durch Dekret von Duc Aleron Arachet de Souvagne erlassen. Kurz heißt es - die Genetische Veränderung.... Erbgut der Souvagner, Forschungsbeginn 800 n.d.A. Kein Souvagner war nach der genetischen Modifikation mehr mit einem Fremdvolk kompatibel. Souvagner können sich nur noch untereinander vermehren. Das war das Ziel des damaligen Duc. Jenem Duc, der auch die Ledwicker ins Meer treiben ließ von seinen persönlichen GMOs, den Souvrakasiern.

    Anmerken muss ich, dass der Begriff Souvagner oder Souvagnerin irreführend ist. Alle Souvagnischen Subjekte sind genetische Zwitter, sie werden allerdings nicht als vollständig ausgebildete Hermaphroditen geboren, sondern haben eine männliche oder weibliche Ausprägung. Der heutige Duc de Souvagne ist also genetisch gesehen weder Mann noch Frau, er ist beides.


    Grund hierfür ist wie gesagt das Dekrekt von Duc Aleron de Souvagne im Jahr 800 n.d.A., der erste Zwitter auf dem Thron war somit sein Nachfolger und zwar Duc Adrien Xavier de Souvagne.


    Der seinerseits natürlich ebenfalls eine Mauer schuf und zwar die mentale Mauer, eigentlich eine kybernetische Mauer... Kybernetische Veränderung der Souvagner, Forschungsbeginn 909 n.d.A. Die mentale Mauer besteht aus Hightech, aus einem Interkom. Souvagner sprechen untereinander größtenteils nur noch über diese implantierte Hochtechnologie, allen voran wenn Fremdländer zugegen sind. Die Gespräche sind ähnlich mentaler, magischer Kommunikation lautlos und abhörsicher.


    Zurück zum Genom. Nicht alle Souvagner sind Zwitter. Die Ausnahme bilden hier die Bluthexer. Laut den mir vorliegenden Informationen handelt es sich bei ihnen ebenfalls um GMOs. Allerdings ist ihr genetischer Aufbau, kurzum ihre Struktur eine völlig andere.


    In Kurzfassung, Bluthexer besitzen als Genotypen YY-Genom und sind infertil. Erscheinungsbild männlicher Souvagner, helle bis albinotische Haut, Blutgruppe C, Vermehrung nur noch durch In-vitro-Fertilisation möglich.


    Im Gegensatz zu ihren zwittrigen Mitsouvagnern, sind sie männlicher als jeder natürliche Mann. Sie zeichnen sich durch eine excellente Gesundheit aus und sind sehr robust.


    Die zwittrigen Souvagner hingegen sind es nicht. Es lag an der Zellteilung, kurzum sie wollten den "Marker 52" knacken. Niemand betrügt die gute alte Mathematik.


    Ihr Problem hat einen Namen Zellaktivator. Gene die die Zellen aktivieren, sich öfter als 52 mal zu teilen. Zur Info... 52 Mal kann sich eine Zelle regenerieren, bevor sie abstirbt. Ab dato beginnt die Alterung, der Verfall eines menschlichen Subjekts. Somit ist die höchstmögliche Lebensdauer der menschlichen Spezies auf ein Maximum von 120 Jahre genetisch beschränkt.


    Die Souvagner haben über Zellaktivatoren diese Grenze aufgehoben. Die Zellteilung regeneriert sich stetig und stellt nicht die Wiederherstellung nach 52 Teilungen ein. Im Labor schenkte die erste Anpassung eine fast doppelte Lebensspanne von 200 Jahren. Umgerechnet anhand der Zellproben.


    Sie hoben die "Grenze 52" auf um Langlebigkeit zu erlangen. 200 bis 300 Lebensjahre bei voller Gesundheit das war das Ziel der Souvagner. Nicht wissend oder sehen wollend, was sie damit wirklich ausgelöst haben. Mit Aufhebung der Grenze 52 erreichten sie keine Langlebigkeit, sie verkürzten ihre Lebensspanne drastisch auf unter 50 Jahre.


    Zeitgleich suchten sie dafür die Wucherungen heim. Weshalb?

    Nun ein alter Spruch erklärt es... sei vorsichtig mit dem was Du Dir wünscht... es könnte sein... es geht in Erfüllung.


    Sie wollten doch, dass die Zellen beständig wachsen, und die Zellen taten es... welche Zelle ist so gut wie "unsterblich" und wächst ständig?


    Krebs.


    Sie haben den Fehler nie bei Grenze 52 gesehen, bis ein Marian oder war es ein Ledvicco... nun es ist gleich ihnen erläuterte weshalb Haie gegen Krebs immun sind. Der Preis den die Souvagner dafür bezahlt haben aus dem Gen-Labor Unsterblichkeit zu erlangen, war der Tod...


    Die Lebensspanne über den Marker 52 zu heben ist nur möglich, indem man das menschliche Genom mit dem Genom einer Fremdspezies... sage ich mal einfach... mischt. Wo wir im Bereich der GMOs und Chimären wären. Das nur zur Erläuterung. Die Subjekte der Herma-Souvagner sind also hoch krankheitsanfällig. Jene die nun von der genetischen Anpassung profitieren sicher nicht mehr derart, vermutlich wurden auch ältere Subjekte über Vektorenviren mit dem neuen genetischen Anpassungen versehen, aber sie sind immer noch hochempfindlich.


    Die Bluthexer hingegen haben niemals den Marker 52 angerührt. Sie sind derart gesund, dass es den anderen Souvagnern vermutlich den Neid in die Hirnwindungen treibt. Welche Region... lasse ich der Einfachheit halber aus...


    Und genau darin liegt der unermessliche Wert ihres Genoms... Gesundheit...

    Sie werden wie Heilige verehrt und dieser Umstand trägt sicher dazu bei", erläuerte Valerian, während Miles ihn flehentlich anschaute.


    Wittelspitz hoffte Gabin und die Anwesenden bekamen kein Knoten im Hirn und erschossen Valerian allein schon deshalb. Val unter ein Wahrheitsserum zu setzen und über Genetik auszufragen, war vielleicht nicht gerade das klügste Unterfangen. Auf der anderen Seite wussten alle nun, dass er nicht log. Er konnte es nicht mehr.


    "Nun zur Schwachstelle.

    Es ist nicht die Natur die die Bluthexer besser oder schlechter macht, als die Natürlichen, es ist ihre Grundeinstellung. Wer glaubt, dass ein Bluthexer frei im Geist ist, irrt. Ein Tuteur wurde bewusst in Parametern geschaffen, er handelt seiner Natur entsprechend. Niemand beschwert sich dass ein Jagdhund jagt oder? Die Bluthexer hingegen eichen sich selbst, von der ersten bis zur letzten Lebensminute leben sie den Orden, leben sie den Konsenz. Mit dem Orden oder gar nicht, ist das Motto. Für mein Dafürhalten ist jeder Bluthexer unfreier im Geist als es ein Tuteur sein könnte. Er lebt eine Gehirnwäsche, er lebt Schwarmdenken. Es ist verwunderlich, dass sie überhaupt noch in Einzelpersonen denken und sich Namen geben.


    In Staatsgeschäften gedacht, wird eine Verhandlung mit diesem "Schwarm" kaum noch möglich sein. Ich würde sie mit Raubameisen vergleichen. Wo sie leben, ist kein Platz für Andersartige. Und wer meint, dass sie harmlose, glatzköpfe Mönche sind, die nur deshalb GMOs sind, weil sie ein bisschen anders genetisch aufgebaut sind, der irrt sich gewaltig. Wie jeder Schwarm sind auch sie spezialisiert. Genaues weiß man nicht, wir wissen nur das was uns die innere Struktur einzelner Subjekte offenbarte. Von diesem Wissen ausgehend kann ich Euch verraten, dass manche von ihnen jedem Warden gleichen. Es sind sogesehen glatzköpfige Übermenschen, Übermänner sie besitzen kein weibliches Chromosom.


    Einzige mögliche Angriffsfläche bei ihnen ist die mitochondriale DNS, denn sie ist uralt.

    Weshalb?


    Lange Zeit galt es als erwiesen, dass Mitochondrien ausschließlich über das Plasma der Eizelle von der Mutter auf das Kind vererbt werden. Dies war Anlass zur Erforschung Matrilinien - Mutterlinien war. Das heißt, alle Kinder einer Mutter haben die gleiche DNS der Mitochondrien, was zur Ermittlung in Straffällen benutzt wurde. Krankheiten, die durch Mutationen in mitochondrialen Genen verursacht werden, werden also normalerweise auch nur von der Mutter weitervererbt. Normalerweise.


    Heute weiß man, dass auch durch das Spermium einige männliche Mitochondrien in das Plasma der befruchteten Zygote also Eizelle importiert werden. Diese männlichen Mitochondrien werden überlicherweise eliminiert. Es gibt jedoch einige wenige Fälle, in denen nachgewiesen wurde, dass die Mitochondrien des Kindes aus der väterlichen Linie stammten.


    Es sind ungefähr 50 Mitochondriopathien bekannt - also Krankheiten, die durch Fehlfunktion dieser hervorgerufen werden oder werden können. Die letzte Frau die im Genom der Bluthexer vorkam, ist also jene Frau die immer noch in der mitochondrialen DNS der Bluthexer vorkommt. Diese DNS wurde niemals aufgefrischt, diese DNS ist uralt.


    Ein Mitochondrium ist ein Zellorganell, welches über die Atmungskette das energiereiche Molekül Adenosintriphosphat regeneriert. Sie erfüllen viele essentiellen Aufgaben für Zellen, sie sind beteiligt an der Bildung wie dem Eisen-Schwefel-Cluster.


    Besonders viele Mitochondrien befinden sich in Zellen mit hohem Energieverbrauch, als da wären Eizellen, Sinneszellen, Nervenzellen, Muskelzellen. Bedenkt in Herzmuskelzellen erreicht der Volumenanteil von Mitochondrien 36 Prozent. Mitochondrien vermehren sich durch Wachstum und Sprossung. Die Anzahl von Mitochondrien wird dem Energiebedarf der Zelle angepasst. Eukaryotische Zellen, die ihre Mitochondrien verlieren, können diese nicht mehr regenerieren.


    Die Anzahl der Mitochondrien in der reifen Spermazelle des Menschen bei etwa vier bis fünf im Mittelstück, bei der reifen Eizelle dagegen bei mehreren hunderttausend.


    Man bezeichnet die Mitochondrien auch als Kraftwerk der Zelle. Die Kraftwerftwerke der Bluthexer sind Jahrhunderte alt. Genetische Abschottung gleich welcher Art, hat immer einen Inseleffekt zur Folge. Sie laufen dort auf alten Rädern, noch laufen sie gut. Noch. Ich habe zwei Subjekte aus Souvagne durch verbale Manipulation davon überzeugen können, mir ihr komplettes Erbgut zur Verfügung zu stellen. Beide Exemplare wünschten sich Nachwuchs und dem Wunsch bin ich nachgekommen.


    Ferner habe ich weitere Subjekte - insgesamt 20 - von den beiden Hauptexemplaren gezogen, um die Bluthexer weiter erforschen zu können.


    Zudem habe ich einen Hybriden aus den Bluthexer-GMOs und einem Warden gezogen. Dieses Subjekt wird also beide Eigenschaften vereinen, so dass man eine Vergleichstudie mit einem der 20 durchführen kann.


    Ferner war es meine Absicht, einen oder mehrere Subjekte der 20 von mir gezogen Bluthexer in unserem Sinne aufzuziehen und auf unsere Werte zu eichen. Diese Subjekte schmuggeln wir dann in den Orden ein. Wollen wir doch mal sehen, wie ein Superorganismus auf einige Fremdkörper reagiert. Betrachten wir die kleinen naridischen Bluthexer schlicht als Vektorenviren - winzige Brieftauben mit genetischer Post.


    Ihr versteht? Ich wollte uns nicht umbringen...

    Ich wollte uns vor dem Schwarm retten... ", antwortete Valerian ernst.


    Gabin dachte angestrengt über das Gehörte nach und gab Yanko ein Zeichen, dass er ruhig vor ihm einige Fragen stellen sollte, sofern er welche hatte.

    Valerian warf seinem Mann einen fragenden Blick zu, ehe er in die Runde schaute und im Anschluss Tanguy musterte.


    `War das nötig? Die anderen wissen das nicht zu deuten Milli, ich schon! Pack den Fuchs zurück in den Käfig. Du hast zugesagt, Du hast die Sippe noch keine zwei Sekunden in Aktion erlebt und suchst schon nach einem Schlupfloch. Was willst Du hören? Dass sie ihn ohne weiteres ziehen lassen? So wie Richard aussieht, wird er genau das vermutlich tun. Falls nicht, dann hat es nur Tanguy als Versuchskaninchen erwischt.


    Ich wusste es, Dir hat es die ganze Zeit gestunken zusagen zu "müssen". Tanguy ist jetzt das Bauernopfer um zu sehen, was geschieht, falls man die Mitgliedschaft in der Sippe kündigt. Gut der Kerl hat sich selbst dazu gemacht und er wird nicht ohne Absicherung offen ein nein aussprechen Milli. Welche Absicherung hast Du? Mich? Ich meine die Zusage ehrlich. Steigst Du aus, steigt auch Jeremy aus durch Deinen Namen, sprich Dein Haus. Glaubst Du dass lasse ich zu, für Dich oder für ihn? Glaubst Du das?


    Du bekommst genau serviert was Du Dir wünscht und schon witterst Du eine Falle.

    Ehrlich Milli? Mir bist Du derart wichtig, den anderen garantiert nicht. Ich glaube kaum, dass sich für Dich fast alle Ältesten versammeln und heimlich einen Plan aushecken wie sie Dich verarschen können. Und das unter der Federführung von Dorian, da Ihr beiden Streit hattet. Weißt Du Schatz, wenn Dich einer der Ältesten tot sehen wollte, dann wärst Du tot. Niemand könnte ihn daran hindern, außer ein anderer Ältester. Und da sie alle hier hocken, wären wohl alle mit im Boot. Wer sollte sich ihrer geballten Macht stellen ich? Ich würde es tun... zweifellos, aber ich würde in der selben Sekunde untergehen wie Du.


    Also wenn Du schon Verschwörungen witterst, dann halt die Nase in die richtige Richtung in den Wind.


    Zudem wie ich sagte, Du wünscht Dir genau dass und suchst jetzt ein Schlupfloch. Und Milli, komm mir nicht mit... ja aber Dorian hat gesagt.... hat er. Du hast auch schon so einiges gesagt und was ganz anderes getan. Oder nichts getan. Ich könnte da jetzt schnippisch mal als erstes den Hochzeitstermin aufführen. Oder waren die Ringe nur ein... so könnte es laufen? Du bist grantig, weil Du Dich gezwungen fühlst ja zu sagen oder? Dich hat keiner gezwungen. Die Logik gibt die Entscheidung vor.


    Schau selbst das zerstrittenste Rudel Wölfe hat bessere Überlebenschancen als ein einzelner Fuchs oder? Wo steht Dein Haus und wo steht meines? Vielleicht bin ich der räudigste aller Wölfe, aber ich versuche gerade meinen Fuchs zu retten Miles. Und würde selbst gerne ein Fuchs werden. Wo wir wieder bei den Planungen wären.


    Also bevor Du Dir ein Urteil über die Sippe bildest, ein Schlupfloch suchst, oder grantig bist nicht nein gesagt zu haben zu etwas dass Du unbedingt haben willst - teste es und gib der Sippe eine Chance. Du gibst damit Jerry, Dir und mir eine Chance mit ganz neuen Möglichkeiten. Vergiss zudem Garlyn nicht. Mit der Sippe möchte Dir keiner was Böses Milli, mit der Sippe soll genau das aufhören´, übermittelte Valerian seinem Mann.

    "Ein Punkt der bis jetzt noch nicht erwähnt wurde Norik und doch lebensnotwendig für uns alle ist. Wenn nicht sogar für ganz Asamura!


    Die Form der Machtergreifung nennt man die Rache aus der Wiege. Üblicherweise funktioniert sie so, dass einige in ein Land ziehen und sich dort scheinbar friedlich niederlassen. Und dann vermehren sie sich wie die Karnickel. Allerdings fordert die Methode Zeit und willige Anhänger. Am besten solche mit leeren Köpfen, die man mit dem füllt, was man gerade benötigt um sie auf Spur zu bringen.


    Oliver hat die gefährlichste Variante und effektivste gewählt. Er heiratete in den Nimbus der Macht ein und machte den Regenten zu seinem Werkzeugt. La Granges Kind wird genau die gleiche Zeit benötigen, wie der Karnickelhorden. Aber er wird keine Machtergreifung benötigen, denn sein Kind wird direkt die Macht inne haben und Duc des Landes werden. Schon jetzt ist der Orden durch Oliver Souvagne. Oder sagen wir fast, denn absolute Macht hat der Orden noch nicht. Er benötigt immer noch das Abnicken des Duc, gleich was Oliver ist, eines ist er - nur angeheiratet. Zwar hat er für eine angeheiratete Person imense Macht in diesem Land, aber er hat keine vollumfängliche. Bei seinem Sohn wird das anders aussehen. Er wird den Thron besteigen und damit besteigt das erste Mal im Laufe der Geschichte ein Bluthexer den Thron Souvagnes. Und damit zeitgleich der gesamte Orden.


    Ab dato haben wir dass, was gemeinhin scheinbar von jedem gefürchtet wird - ein Land in der Hand von fanatischen GMOs, mehr noch von fanatischen GMOs die allesamt kerngesund, quitschfidel und Magier sind.


    Wie lautete die Warnung?

    Sie hängt sogar noch in meinem alten Labor...


    Sei vorsichtig mit dem was Du schaffst,

    denn eines Tages ist "es" vielleicht das Ende unserer Regierung.

    Oder das Ende unserer Welt.

    Wie das Ende von Dr. Orvalvian von Thegen, als seine Schöpfung beschloss eigene Wege zu gehen.

    Niemand konnte "es" aufhalten.

    Niemand, nicht einmal sein Schöpfer.


    Wer immer die Bluthexer geschaffen hat, hat vollendete Arbeit geleistet. Sie selbst haben sich über ihre Herren erhoben, während diese im Dreck der genetischen Unzulänglichkeit vor sich hin vegetierten und an Fehlern starben, die sie selbst verschuldet hatten durch maßlose Gier die kein Genom hergibt... da besonnen sich diese GMOs auf das Wesentliche... Überleben um jeden Preis.


    Nach der Thronbesteigung von la Granges Sohn, wird es keine fünf Jahre dauern und die Souvagner die wir heute noch als Souvagner kennen, werden nichts weiter als alte Erinnerungen sein. Gespenster einer längst vergangenen Zeit. Selbst GMOs, sich selbst einst über andere erhebend in der Hoffnung auf Unsterblichkeit. Nicht wissend, dass es diese nicht gibt.


    Manche Codezeilen lassen sich nicht betrügen und dies ist eine jener Zeilen. Gleich was man berechnet, bleibt man im Humangenom ist die Obergrenze der Alterung 150 Jahre, danach ist Schluss. Nicht grundlos wurde vor einigen Jahrhunderten die Möglichkeit geschaffen, in neue Körper umzuziehen, sprich in frische Körper. Und nicht grundlos wurden diese Maschinen die das ermöglichten verboten und soweit möglich vernichtet.


    Aber was nützt die Vernichtung einer Maschine oder das Verbrennen eines Buches? Das Wissen ist da und es gibt Personen die es verwahren. Wissen bedeutet immer Macht, ob alt oder neu.


    Es ist nicht die Natur die die Bluthexer besser oder schlechter macht, als die Natürlichen, es ist ihre Grundeinstellung. Wer glaubt, dass ein Bluthexer frei im Geist ist, irrt. Ein Tuteur wurde bewusst in Parametern geschaffen, er handelt seiner Natur entsprechend. Niemand beschwert sich dass ein Jagdhund jagt oder? Die Bluthexer hingegen eichen sich selbst, von der ersten bis zur letzten Lebensminute leben sie den Orden, leben sie den Konsenz. Mit dem Orden oder gar nicht, ist das Motto. Für mein Dafürhalten ist jeder Bluthexer unfreier im Geist als es ein Tuteur sein könnte. Er lebt eine Gehirnwäsche, er lebt Schwarmdenken. Es ist verwunderlich, dass sie überhaupt noch in Einzelpersonen denken und sich Namen geben.


    In Staatsgeschäften gedacht, wird eine Verhandlung mit diesem "Schwarm" kaum noch möglich sein. Ich würde sie mit Raubameisen vergleichen. Wo sie leben, ist kein Platz für Andersartige. Und wer meint, dass sie harmlose, glatzköpfe Mönche sind, die nur deshalb GMOs sind, weil sie ein bisschen anders genetisch aufgebaut sind, der irrt sich gewaltig. Wie jeder Schwarm sind auch sie spezialisiert. Genaues weiß man nicht, wir wissen nur das was uns die innere Struktur einzelner Subjekte offenbarte. Von diesem Wissen ausgehend kann ich Euch verraten, dass manche von ihnen jedem Warden gleichen. Es sind sogesehen glatzköpfige Übermenschen, Übermänner sie besitzen kein weibliches Chromosom.


    Einzige mögliche Angriffsfläche bei ihnen ist die mitochondriale DNS, denn sie ist uralt.

    Weshalb?


    Lange Zeit galt es als erwiesen, dass Mitochondrien ausschließlich über das Plasma der Eizelle von der Mutter auf das Kind vererbt werden. Dies war Anlass zur Erforschung Matrilinien - Mutterlinien war. Das heißt, alle Kinder einer Mutter haben die gleiche DNS der Mitochondrien, was zur Ermittlung in Straffällen benutzt wurde. Krankheiten, die durch Mutationen in mitochondrialen Genen verursacht werden, werden also normalerweise auch nur von der Mutter weitervererbt. Normalerweise.


    Heute weiß man, dass auch durch das Spermium einige männliche Mitochondrien in das Plasma der befruchteten Zygote also Eizelle importiert werden. Diese männlichen Mitochondrien werden überlicherweise eliminiert. Es gibt jedoch einige wenige Fälle, in denen nachgewiesen wurde, dass die Mitochondrien des Kindes aus der väterlichen Linie stammten.


    Es sind ungefähr 50 Mitochondriopathien bekannt - also Krankheiten, die durch Fehlfunktion dieser hervorgerufen werden oder werden können.


    Die letzte Frau die im Genom der Bluthexer vorkam, ist also jene Frau die immer noch in der mitochondrialen DNS der Bluthexer vorkommt. Diese DNS wurde niemals aufgefrischt, diese DNS ist uralt.


    Ein Mitochondrium ist ein Zellorganell, welches über die Atmungskette das energiereiche Molekül Adenosintriphosphat regeneriert. Sie erfüllen viele essentiellen Aufgaben für Zellen, sie sind beteiligt an der Bildung wie dem Eisen-Schwefel-Cluster.


    Besonders viele Mitochondrien befinden sich in Zellen mit hohem Energieverbrauch, als da wären Eizellen, Sinneszellen, Nervenzellen, Muskelzellen. Bedenkt in Herzmuskelzellen erreicht der Volumenanteil von Mitochondrien 36 Prozent. Mitochondrien vermehren sich durch Wachstum und Sprossung. Die Anzahl von Mitochondrien wird dem Energiebedarf der Zelle angepasst. Eukaryotische Zellen, die ihre Mitochondrien verlieren, können diese nicht mehr regenerieren.


    Die Anzahl der Mitochondrien in der reifen Spermazelle des Menschen bei etwa vier bis fünf im Mittelstück, bei der reifen Eizelle dagegen bei mehreren hunderttausend.


    Man bezeichnet die Mitochondrien auch als Kraftwerk der Zelle. Die Kraftwerftwerke der Bluthexer sind Jahrhunderte alt. Genetische Abschottung gleich welcher Art, hat immer einen Inseleffekt zur Folge. Sie laufen dort auf alten Rädern, noch laufen sie gut. Noch. Ich habe zwei Subjekte aus Souvagne durch verbale Manipulation davon überzeugen können, mir ihr komplettes Erbgut zur Verfügung zu stellen. Beide Exemplare wünschten sich Nachwuchs und dem Wunsch bin ich nachgekommen. Ferner habe ich weitere Subjekte - insgesamt 20 - von den beiden Hauptexemplaren gezogen, um die Bluthexer weiter erforschen zu können.


    Zudem habe ich einen Hybriden aus den Bluthexer-GMOs und einem Warden gezogen. Dieses Subjekt wird also beide Eigenschaften vereinen, so dass man eine Vergleichstudie mit einem der 20 durchführen kann.


    Ferner war es meine Absicht, einen oder mehrere Subjekte der 20 von mir gezogen Bluthexer in unserem Sinne aufzuziehen und auf unsere Werte zu eichen. Diese Subjekte schmuggeln wir dann in den Orden ein. Wollen wir doch mal sehen, wie ein Superorganismus auf einige Fremdkörper reagiert. Betrachten wir die kleinen naridischen Bluthexer schlicht als Vektorenviren - winzige Brieftauben mit genetischer Post. Ihr versteht?", schmunzelte Valerian.

    Miles - von Valerian


    Nachts, seit Stunden sitze ich vor dem Gericht fest, denn der Baybach kommt nicht durch den Stau. Und die Flugrouten? Ausgefallen, wie sollte es an so einem Tag auch anders sein. Irgendein Totalausfall hat dafür gesorgt, dass es ein gewaltiges Verkehrschaos auf dem Boden und in der Luft gab. Aus Sicherheitsgründen wurden zig Straßen gesperrt.


    Draußen wabert dichter Nebel durch die Straßen und Gassen Alessas. Kein Nebel der Regen verspricht, sondern vom Smog des Tages der herabgesunken ist und sich nun zwischen den Häusern festsetzt.


    Ich hockte allein auf der Treppe vor dem gewaltigen Gerichtsgebäude. Der Distrikt ist verlassen. Niemand zu sehen, bis auf ein paar schmierige Typen die aus dem Dunst auftauchen und seltsam verkrümmt in einer kleinen Gruppe zusammenstehen. Sie können mich noch nicht wahrnehmen, ich hingegen sehe sie auch bei diesen Sichtverhältnissen bereits klar und deutlich. Meine Finger entsichern vorsichtshalber die Schusswaffe im Holster.


    In dem Moment meldet sich mein Interkom. Eine Nummer. Was sage ich, wesentlich mehr, seine Nummer. Miles...


    Ich teile ihm mit wo ich bin, dass mir lausig kalt ist, die Straße stinkt und mir die ganze Warterei samt der seltsamen Typen stinkt. Er beruhigt mich, wie immer. Er erzählt mir irgendeinen Unsinn, lacht via Interkom und ist die ganze Zeit für mich da. Er ist bei mir, obwohl er doch gar nicht anwesend ist. Eine Stunde... es werden zwei... er ist immer noch am Interkom und bei mir. Der Morgen dämmert bereits, der Nebel hat sich genauso verzogen wie meine Angst, als der Baybach endlich vor der Gerichtstreppe hält.


    Noch bevor er aussteigt, macht mein Herz einen Sprung vor Freude. Die Tür der Limousine geht auf, er steig aus und wir fallen uns in die Arme. Mit Miles an meiner Seite fühle ich mich komplett, ich fühle mich stark, geliebt, verstanden. Wir beide gegen den Rest der Welt.


    Dieses Gefühl ihm gegenüber begleitet mich, seit dem er an meiner Seite ist. Üblicherweise sind wir fast den ganzen Tag zusammen. Und dennoch ruft er immer in den richtigen Augenblicken an. Er spürt wie es mir geht, wir beide spüren wie es dem anderen geht.


    Miles und ich sind biologisch gleich alt und wie Brüder aufgewachsen. Seit er mit 11 Jahren zu uns zog, weil seine Eltern umgekommen sind, waren wir unzertrennlich. Wir teilten uns ein Zimmer und unsere Betten standen nebeneinander. Meist schliefen wir in einem Bett. Wer zuletzt in die Feder hüpfte, kroch zum anderen dazu. Wir lagen immer dicht beieinander und konnten ohne den anderen überhaupt nicht einschlafen.


    Miles war schon damals mein Bruder, mein Beschützer, mein Tröster, mein Aufmunterer und mein Glücksbringer. Kurzum er war mein Retter und Held. Er ist es immer noch. Als wir Jugendliche wurden, wurde er noch wesentlich mehr, er wurde mein Partner, Gefährte... er wurde mein Mann. Da waren wir beide gerade 14 Jahre alt.


    Er ist durch und durch ein Fuchs, mit allen Eigenschaften die man ihnen nachsagt. Er ist gerissen und sensibel. Er ist witzig und knallhart. Er ist wachsam und albern. Mal ein Charmeur und mal ein Klotz. Er kümmert sich, er ist ein Macher. Er ist der Einzige der mir das Gefühl vollkommener Geborgenheit und Liebe schenkt.


    Klingt geschmeichelt?

    Aber jedes Wort davon ist wahr.




    ****

    Richard wartete draußen vor Valerian Schiff, da es ihnen Windschutz bot. Val trat zu Richard und schaute ihn abwartend an.


    "Danke dass Du Dir die Zeit nimmst", eröffnete Richard das Gespräch.

    "Worum genau geht es?", hakte Val freundlich nach.


    "Um Diebstahl Valerian, ich habe Dich bestohlen und ich bitte Dich darum, Wiedergutmachung leisten zu dürfen. Ich würde gerne das Gestohlene abkaufen, wobei es mir schwerfällt diese Wortwahl dabei zu gebrauchen", erläuterte Richard entgegen seiner sonstigen Art ziemlich nervös.

    "Also falls jetzt so etwas kommt wie.... ich habe letztens etwas notiert und versehentlich den Stift eingesteckt, ich schulde Dir noch 0,50 Naridische Taler, dann fühle ich mich verarschat Richard. Das hatten wir schon mal und ich sagte... leg den Scheißstift von mir aus einfach zurück", antwortete Val grinsend.


    "Der Stift kam keine 0,50 Naridische Taler, sondern war ein tropfsicherer Kugelscheiber der Marke Kugelglück und kostete 5,00 ganze Taler. Sowas muss seine Richtigkeit haben Valerian, stell Dir vor ein anderer würde entlassen, wil davon ausgegangen würde, er hätte böswillig gestohlen. Und bei mir war es wirklich ein Versehen, was ich im Zweifelsfall sogar unter Eid aussagen würde, falls Du...", versuchte Richard darzulegen als Valerian ihm einfach den Mund zuhielt.

    "Richard ich glaube Dir dass es ein Versehen war, worum gehts? So aufgeregt kenne ich Dich nicht. Also raus damit, was hast Du angeblich gestohlen?", fragte Val und ließ Richard wieder los.


    Richard räusperte sich, straffte die Schultern und schaute Valerian unverwandt in die Augen. Dass man dies besser bei ihm unterließ, wusste er. Kurzum Valerian in die Augen zu starren, war kein gutes oder gesundes Vorhaben. Allerdings starrte Richard nicht, er schaute offen, denn er wollte seinen Vorgesetzten nicht provozieren, sondern ihm seine Aufrichtigkeit demonstrieren.


    "Valerian ich habe aus dem Zoo ein Ei eines SR12A38 gestohlen und gemeldet, es wäre zerstört worden. Um genau zu sein habe ich den GMO SR12A38-35 gestohlen, Nummer 35 der Serie der "Echsenwesen". Das Ei habe ich an einen sicheren Ort gebracht und dort in einem Brutschrank ausgebrütet. Der GMO ist geschlüpft und ich habe ihn aufgezogen. Ihn so zu bezeichnen fällt mir sehr schwer. Er erhielt von mir einen Namen. Die Bezeichnung SR12A38-35 ist für mich irrelevant, sein Name ist Sibinar, kurz Sibi. Falls Du nicht auf Anhieb weißt, um was für ein Lebewesen es sich handelt...", versuchte Richard zu erläutern und zuckte hilflos die Schultern.

    "...Dein Kind. Darum handelt es sich für Dich bei Sibinar. Du hast einem GMO der "nur" eine Nummer war einen Namen gegeben. Jemand anderes gab einem GMO der einen Namen trug, eine Nummer. Du hast Sibi zu einem Kind erhoben, er hat ein Kind zu einem Ding herab gewürdigt. Wie Du für Sibi fühlst achte ich. Wo ist Sibi und wie hast Du ihn untergebracht? Ich könnte in den Unterlagen nachschauen, wann Verlust über ihn gemeldet wurde, damit wüsste ich wie alt und groß er nun mittlerweile ist. Da Du Dich für ihn entschieden hast, wirst Du wissen wie groß er circa wird. Ferner musst Du berücksichtigen, dass Reptilien ein Leben lang weiterwachsen, wenn auch minimal... sie wachsen weiter", antwortete Valerian ruhig und lehnte sich gegen das Schiff.


    Richard versuchte in Vals Gesicht zu lesen, aber das was er befürchtet hatte dort zu finden, fand er nicht. Er schien nicht einmal ansatzweise darüber schockiert zu sein, was Richard ihm gerade erzählt hatte. Nun vielleicht hätte die Information des Diebstahls allein, schon eine heftige Reaktion hervorgerufen. Aber die Erläuterung, was Sibi tatsächlich für Richard war, hatte Valerian ausgesprochen. Er hatte es mit einem Wort auf den Punkt gebracht.


    "All das weiß ich Valerian, Sibi ist völlig aufgerichtet ein Stück größer als ich. Ich möchte Dich inständig bitten, ihn behalten zu dürfen. Meine Bitte wird sogar sehr dreist. Zudem möchte ich Dich bitten, ihn persönlich kennenzulernen. Du musst ihn auf keinen Fall fürchten. Er kennt Dich, ich habe ihm von Dir erzählt. Und ich wünsche mir, dass Du den Personenstatus für Sibi beantragst und im Zweifelsfall gerichtlich durchsetzt. Was würde mich das alles kosten, einschließlich Sibi selbst?", fragte Richard und wappnete sich innerlich.


    Valerian tippte sich mit dem Zeigefinger vor die Lippen und dachte angestrengt nach. Er schloss einen Moment die Augen um sich besser konzentrieren zu können.


    "Seine Art ist bis jetzt nicht als Humanoide Art im Register vermerkt, dass wäre ein Präsidenzfall. Sibi ist frei im Geist, ich habe keines meiner Geschöpfe über genetischen Code oder Kontrollchip im Hirn gesichert. Ferner hat keines von ihnen einen Schöpfercode, noch eine Sollbruchstelle. Heißt, sie haben keine genetisch bewusst eingefügten Krankheiten, die sie nur über Medikation am Leben halten. Viele andere fügen so etwas ein. Entkommt ein GMO, erhält er nicht mehr seine dazugehörige Medikation und verstirbt binnen eines gewissen Zeitraums. Eine tote Mannschaltung in den Genen. Nichts dergleichen habe ich meinen Schöpfungen mit auf den Weg gegeben... ich spreche rein von meinen Schöpfungen... Du verstehst? Und wieso kennt er mich?", fragte Valerian gedankenverloren, durch zusammengepresste Zähne.


    "Ich verstehe...", antwortete Richard leise und berührte Val behutsam am Unterarm, wo dessen Pullover die eintätowierte 8 verbarg, "Du bist sein Schöpfer".


    Valerian öffnete die Augen und starrte Richard mit fast schwarzem Blick an. Von Hohenfelde blinzelte irritiert und Richard sah wie das Leben regelrecht zurück in die Augen Valerians sickerte. Richard blieb wo er war, er verharrte seelenruhig vor Valerian und hielt weiterhin dessen Arm fest.


    Val schaute auf seinen Arm, wo ihn Richard berührte und warf einen Blick zurück zur Strandbar.


    "Wurde Sibi schon von jemand anderem gesehen? Falls ja, kann diese Person bezeugen, dass Sibi über ein Bewusstsein und eine Persönlichkeit verfügt? Ich weiß was ich geschaffen habe, aber wir benötigen mehrere unabhängige Zeugen. Das heißt, besser wir haben einige und benötigen sie nicht vor Gericht, als das wir Zeugen benötigen und keine vorweisen können. Falls noch keine Person Sibi neben Dir zu Gesicht bekam, dann müssen wir das ändern. Wir werden eine Persönlichkeitsstudie über ihn in Auftrag geben, ebenso ein Persönlichkeitsprofil anfertigen lassen. Zudem werde ich anhand eines Nachweises über seine Genstruktur, also sein DNS-Profil nachweisen, dass er mental nicht gebunden ist. Kurzum ich schreibe ihm ein Gutachten zuzüglich seines Bauplans in Kopie, worauf ich allerdings das Patent habe. Das heißt wir hätten könnten somit Aktenkundig nachweisen, dass er von seiner Art und inneren Struktur her, frei wäre und die ersten Hürden für eine Personenzulassung nehmen könnte.


    Zum Thema der Finanzierung... ich glaube Miles würde mir den Kopf abreißen, wenn ich Dir die Rettung Deines Kindes in Rechnung stelle. Zudem sind wir Verwandte, nicht wahr? Lass uns wieder reingehen, mir wird kalt", antwortete Valerian freundlich.

    "Das ist schwer anständig von... Miles. Danke. Du kannst Sibi gerne nach dem Konzil kennenlernen", bot Richard glücklich an.

    "Abgemacht und ich arbeite seine Statusänderung aus, genau wie jene für Dorians Tuteur Mel. Wenn ich schon einmal dran bin, noch ein GMO ohne Fahrschein?", grinste Val und ging mit Richard zurück in die Winterbar.

    "Die Sentir offiziell in Naridien oder?", warf Richard ein und lächelte unschuldig.


    "Fakt, stimmt. Packe ich dazu", nickte Val bekräftigend.

    Der fliegende Molch mit Kiemen



    Murger: von Hohenfelde Sie sind doch Genetiker, Humangenetiker ja?

    Val: möglicherweise, ich möchte erst hören was die Zeugen darüber wissen

    Roman: :ugly: ich benötige Ihre Hilfe

    Val: ah :) dann möchte ich erst sehen was Ihr Kontostand darüber sagt :)

    Roman: :verwirrt: ich möchte eine genetische Aufwertung!

    Val: Wollen wir das nicht alle?

    Roman: Sie verstehen mich nicht...

    Val: klar und deutlich, meine Ohren sind in Ordnung, genau wie Ihre Aussprache. Wollten Sie mich bestechen?

    Roman: OMG Nein!

    Val: dann verzieh Dich

    Roman: :erstaunt:

    Roman: isses wahr, ich wollte Ihnen einen Job anbieten

    Val: Niedlich

    Roman: Ich komme mal auf den Punkt, ich benötige KIEMEN

    Val: der war gut. Vielleicht auch Schlappohren?

    Roman: nein tatsächlich Kiemen, ich möchte unter Wasser atmen können.

    Val: Angst vor Betonschuhen ich verstehe. Solche Gespräche sollten Sie.... mit wem auch immer *hust* in Obenza führen ja?

    Roman: ich kenne da nie... ah!

    Val: schön und nicht den Geldbeutel vergessen. Nichts ist umsonst gg

    Roman: verstehe. Könnte ich auch Molchhaut haben? Amphibien atmen über die Haut

    Val: böse Zungen hätten nun gefragt, ich dachte Sie hätten schon... sicher in Obenza kann man überall alles erwerben. Nichts ist unmöglich, wenn die Börse stimmt. Manche lassen sich sogar Federn, Blätter oder was weiß ich nicht alles auf dem Kopf wachsen um sich von der breiten Masse abzuheben. Andere wiederum werten sich völlig anders auf... waffentauglich... aber das ist nur Hörensagen, Wissen das jeder so aufschnappt :D

    Roman: wo schnapp... ah!

    Val: :misstrauisch:

    Roman: Vielleicht investiere ich zudem in Schwimmhäute

    Val: Immer gut schwimmen zu können, wenn das Eis... sehr dünn wird...

    Roman: Beim nächsten mal werde ich vielleicht in der Luft hängen gelassen

    Val: unwahrscheinlich, da Luft keine Balken hat, hängen sie da nicht sehr lange. Wie lange genau kann ich Ihnen sagen, wenn Sie mir die Höhe Ihres Ausstiegs verraten. Durch die Summe der Anziehungskraft, kann ich da ganz leicht Ihren Aufschlag berechnen samt Wucht. Interesse? Reine Mathematik gg

    Roman: Danke nein. Vielleicht sollte ich mir auch Flügel kaufen. Ich muss vorbereitet sein

    Val: ein fliegender Molch mit Kiemen? Davon träumt jeder.... :D

    Roman: nun ja wenn man es so beschreibt

    Val: Ach was hat doch was, vor allem bei Starkregen lol

    Roman: :sauer:



    ****

    "Du kannst die Anfeindungen auch einfach unterlassen Tanguy, dann wären sie verschwunden. Wer austeilt muss auch einstecken können. Zurück zum eigentlichen Thema.


    Ja zum Konzil und der neuen Sippe. Miles hat vorhin für uns beide gesprochen, als er sagte dass wir dabei sind. Aber es ist nur Recht, dass ich für mich und mein Haus selbst sprechen und es wiederholen soll. Also Ja zu beidem von meiner Seite aus. Was Anthony hindert, ist Glenn. Dass vermute ich jedenfalls. Die beiden sind ein Paar und müssen sich einigen. Ich jedenfalls... sprich wir, Miles und ich schließen uns der Sippe an Tekuro", antwortete Valerian freundlich.


    "Korrekt, wir sind dabei Teku", stimmte Miles zu und betrachtete Tanguy misstrauisch. Gleich was alle Anwesenden sagten, der Bursche war eine Tusse. Allein schon wie "er" sich gab und rumgiftete. Von den Klamotten ganz zu schweigen. Wer lief freiwillig so herum? Ganz ohne Drohungen oder fettem Gehaltsscheck? Keiner! Jedenfalls kein Mann.


    `Wenn die bunte Giftspritze keine Frau ist fresse ich einen Stock samt Besen´, übermittelte er Valerian.

    `Mit oder ohne Käse-Schinken-Soße?´, hakte Val nach und musste sich ein Grinsen verkneifen.

    `Furztrocken!´, antwortete Miles und grinste dann seinen Mann an.

    "Anthony kann dies nicht, er ist Oberhaupt eines Ordens. Er kann lediglich versuchen positiven Einfluss auf seinen Duc zu nehmen. Als Ordensoberhaupt und als Marquis. Ich hingegen kann für die Regierung Naridiens sprechen, da ich ein Teil von ihr bin. Natürlich kann ich nicht mit einer Stimme sprechen. Drum heißt die Regierung Rat der Zehn - Zehn Richter, Zehn Stimmen die von einer repräsentiert werden unserem Obersten Richter.


    Sollten die Regierungen im Krieg liegen, stehen sämtliche Familien die in verschiedenen Ländern wohnhaft sind vor dem gleichen Problem. Die Frage ist, schließen wir uns dem Krieg an? Wenden sich Brüder gegen Brüder? Wendet sich die Sippe gegen ihre Mitglieder oder stellen wir die Sippe über jeden Krieg und gewähren im Zweifelsfall den anderen Unterkunft und Schutz?


    Auch dies wäre möglich. Deine Sichtweise ist vorausschauend und kurzsichtig zugleich Tanguy. Alles was Du aufführst, gab es schon seit Angebinn der Zeit. Kriege, Familien, Fürsten... Regierungen und bis jetzt hat es immer eine Lösung gegeben. Es kommt auf die Sicht- und Herangehensweise an.


    Ich muss zudem Souvagne als Einzel- und Privatperson keinen Frieden versichern.

    Ich muss als Sippenmitglied und Sprecher des naridischen Hauses Hohenfelde jedem Sippling Schutz, Frieden und Hilfe versichern.


    Was ich als Richter oder Staatsmann entscheide betrifft Naridien und deren Bevölkerung und selbst dabei handele ich nach besten Wissen und Gewissen. Dies muss nicht beinhalten, dass ich auf Frieden oder Kuschelkurs mit anderen Regierungen setze. So blauäugig wirst Du nicht sein", gab Valerian ungerührt zurück.

    CDT Terraformer Dienstbeginn Naridien Alessa



    Die Straßen Alessas waren verstopft, denn jeder versuchte einen Blick aus nächster Nähe auf die Souvagnische Technik zu erhaschen, die sich Dank des Landes Soleil ihrem von Dürre geprägtem Land näherte. Jene Naridier die es rechtzeitig bis zum Regierungsplatz geschafft hatten, drängten hinter den Absperrungen nach vorne. Die Bannmeile um den Empfangsplatz des Terraformers, des wichtigsten und mächtigsten Ortes in Naridien, hielt.


    Bei dem Regierungsplatz handelte es sich um den Platz vor dem höchsten Gericht und Regierungssitzes Naridiens.


    Die interne Nachrichtendienst verkündete via der höchsten Sicherheitsstufe dem Rat der Zehn, dass ein 200 Meter langer, souvagnischer Flugkörper soeben die naridischen Grenzen erreicht hatte. Die Flugsicherheit bat um Bestätigung, den Flugkörper passieren zu lassen. Die Erlaubnis wurde umgehend vom obersten Richter Naridiens erteilt, die anderen neun Richter bestätigten über ihren Sicherheitscode die Genehmigung. Das Fluggerät überflog die Grenze und hielt direkt auf Alessa samt Regierungssitz zu.


    Eine lange metallfarbene Stahlröhre näherte sich, einem Luftschiff nicht unähnlich. So schnell wie das Fluggerät heran geschossen war, so langsam überflog es nun Alessa die Hauptstadt Naridiens. Der Rat der Zehn hatte sich auf dem Regierungsplatz versammelt und die 10 mächtigsten Männer Naridiens schauten hoffnungsvoll zum Himmel auf.


    Wenn das kein Terraformer war, war das Ihr Ende. Sie hätten den Feind mitten in das Herz ihres Landes eingeladen. Sie wären mit einem Schlag ausgelöscht.


    Der fliegende Koloss erschien über der Hauptstadt. Ein infernalisches Kreischen ging durch die Menge und ein Großteil deutete auf den Flugkörper. Die Sicherheitskräfte hatten alle Mühe, die Absperrungen aufrecht zu halten. Bei der Geschwindigkeit hatte man als Zuschauer unweigerlich das Gefühl, dass der 200 Meter Koloss eigentlich wie ein Stein vom Himmel fallen müsste. Das Schiff wurde noch langsamer und ging in den Schwebeflug über. So verharrte es einen Moment, bis es einen ohrenbetäubenden Signalton von sich gab.


    Das Gekreische wandelte sich für einen Moment in Entsetzen und die Bürger hinter den Absperrungen gingen in Deckung. Was in den Köpfen jedes einzelnen Richters des Rates in dem Moment vor sich ging, konnte man nicht an ihren Gesichtern ablesen. Ernst und würdevoll beobachteten sie das Geschehen. Ihre Sicherheitsleute und Assistenten nur einen Schritt hinter ihrem jeweiligen Richter. Das spitze Heck des Giganten stieg in die Höhe, unaufhaltsam bis das Fluggerät 20 Meter senkrecht über dem Boden aufragte, wie ein schwebender, stählerner Turm.


    Erneut erklang dieses seltsame Geräusch und vier gewaltige, spinnenartige Füße lösten sich aus dem unteren Ende. Vorsichtig streckten sie sich dem Boden entgegen. Bei Kontakt löste sich der Schwebemodus und die durchgestreckten Stahlbeine gingen in die Knie, um das Gewicht des Giganten abzufangen.


    Für einen Augenblick kam Ruhe in die Maschine. Dann klappten an den Seiten Flächen aus, die an Flossen erinnerten. Eine Luke ging auf und etwas Langes wie ein Mast schob sich nach außen. Er knickte mittig ab, fächerte blütenartig aus und rastet ein. Der ersten Parabolantenne folgten zig weitere auf gleiche Art und Weise.
    Zum Schluss fuhr aus der Heckspitze eine lange Antenne, die sich Richtung Himmel streckte. Statisches Rauschen zerriss die Stille, eine seltsame Tonabfolge erklang, fast wie das uralte Durchwählen eines Faxgerätes. Minuten später flammten blau irisierend die Schutzschilde der Maschine auf.


    Stille.


    Man hätte eine Stecknadel in der ganzen Stadt fallen hören, so ruhig war es in diesem Moment. Reglos stand die Maschine dort auf naridischem Boden und hatte sich selbst gesichert. Sie verharrte einige Minuten, die den Zuschauern einschließlich den Richtern wie Stunden vorkamen.


    Dann gruben sich die Füße gruben mit stählernen Krallen durch das Pflaster in den Boden, die Maschine erhob sich ein Stück und öffnete unten eine Luke. Zum Vorschein kam etwas das wie ein überdimensionaler Gewehrlauf aussah.


    "Warnung - Bodenanalysesprengung in 1 Minute", erscholl eine Ansage auf asameisch und man spürte wie sich die Maschine samt der Umgebung statisch auflud.


    Die Interkoms wie alle anderen technischen Körperaufwertungen die über kein EMP-Schutz verfügten, versagten in diesem Moment ihren Dienst. So mach ein Bürger sah nur noch, wie sich sein Empfang in einem schwarzen Bild verabschiedete. Ohne jede weitere Warnung setzte der Terraformer den Lauf auf den Boden und feuerte. Die Erschütterung jagte Wellenartig durch den Boden und riss die Zuschauer fast von den Beinen. In einiger Entfernung barsten Glasscheiben, Alarmsirenen heulten auf und eine riesige Staubwolke legte sich über den Regierungsbezirk.


    Die Sicherheitssystem des Gerichts fuhren hoch und zum ersten Mal in der Geschichte Naridiens luden die Gefechtstürme auf volle Leistung um den "Feind" zu begegnen und mit ihrer Feuergewalt niederzustrecken. Kropuuk gab umgehend alle Sicherheitscodes ein um die Verteidigung in den Leerlauf zu schicken.


    Und so standen sie sich geben über, die Technik Souvagnes und die Technik Naridiens und erneut schwiegen beide. Der CDT stand still, wartete das Ergebnis seiner Probe ab. Der Lauf zog sich zurück und ein anderer "Rüssel" erschien. Sekunden später verstärkte sich der Schild um die Beine und ein Laser brannte ein Loch in die oberste Bodenschicht um den Eingang zu eröffnen und zeitgleich zu befestigen.


    Erneut ein Werkzeugtausch und der CDT begann zu bohren. Die Flossenartigen Fortsätze seines Stahlkörpers klappte nach oben. Elektrizität zuckte über den Leib des Terraformers und entlud sich als gewaltiger Blitz über die Hauptantenne in den Himmel. Sekunden später folgten einige Geschosse die der Former hinterherschickte.


    Das gesamte Schauspiel wurde in Echtzeit in sämtlichen Holo- und Interkomkanälen Naridiens landesweit übertragen. Schlagartig kam Wind auf. Die Bürger erhoben sich und gemeinsam mit dem Rat und den Sicherheitsbeamten schauten sie zum Himmel auf. Der Himmel über Alessa verfinsterte sich Zusehens. Es schien als hätte diese fremdartige Maschine Tinte über den Horizont gekippt und es wäre mitten am Tag die Nacht hereingebrochen. Die Blicke aller waren nach oben gerichtet, hinauf ins Dunkle.


    Richter Bechstein trat nah neben seinen Kollegen von Hohenfelde und nickte minimal in Richtung des obersten Richters Korpuuk.

    `Tränen?´, übermittelte Milan Bechstein irritiert via Interkom.


    Val musterte Korpuuk und starrte dann seinen Kollegen an, der ebenfalls "Tränen" im Gesicht hatte. Einen Sekundenbruchteil später traf ihn selbst etwas das er nicht zuordnen konnte.


    Wasser?
    Wasser woher?!?


    Ein Blitz mit sofort nachfolgendem Donnerschlag zerriss die andächtige Stille und der Himmel öffnete seine Schleusen zu einem flutartigen Regenfall, der kaum von dem ausgedörrten Boden aufgenommen werden konnte. Das Wasser sammelte sich um die Beine des CDT und wurde von einem Schlauchartige Fortsatz ins Bohrloch gepumpt.


    "Regen...", antwortete Valerian ergriffen.


    "CDT 08 Dienst erfolgreich aufgenommen", verkündete der Terraformer.


    Seine technische Stimme erstarb unter der Flut.
    Der Flut des Jubels der Bevölkerung Naridiens.



    ****

    Miles rutschte ganz nah zu Valerian auf.


    "Du bist keine Kreatur oder ein Ding. Du kannst nichts für die Borniertheit und Beschränktheit Deiner Mutter. Anstatt die Unterschiede zwischen Vasco und Euch hervorzuheben, hätte sie Gemeinsamkeiten suchen können. Das solltest Du in Bezug auf die Sentir auch. Weißt Du wovon Leticia gesprochen hat in Bezug auf Casimir? Weißt Du wo es derartige Hexenbretter gibt und wie wir an eines kommen könnten? Was genau ist das? Weißt Du wo Casimirs Körper liegt? Damit würdest Du Thony gewaltig helfen", flüsterte Miles seinem Mann zu.


    "Danke für Deine lieben Worte Milli. Du hast Recht, es ist gleich wie sie mich sieht. Wichtig ist, wie Du mich siehst, oder jene die mich mögen. Also... Jeremy, Tekuro und Tivoli.


    Nein ich weiß nicht wo Casimirs Körper verwahrt wird, aber ich vermute in Labor Vaxopos, Obenza.

    Das war das Privatlabor von Servatio, ich habe es nicht geerbt, ich hatte niemals Zugang dazu.

    Leticia muss Zugang dazu haben.


    Ein Hexenbrett ist kein wirkliches Brett, sondern eine Maschine zur Hirndatenspeicherung und Asservierung. Ein Hexenbrett ist Retro-Tech und steht auf der roten Liste. Sie wurde im Jahre 880 erfunden. Hintergrund der Forschung war das ewige Leben zu schaffen. Sprich dass die Seele in neue Klonkörper umzieht. Wie man sich ein neues Aero kauft, wenn das alte nicht mehr gut funktioniert, so hätte man sich einen Klon von sich selbst ziehen lassen und wäre in den frischen Körper umgezogen.


    Gespeichert wird ein Engramm von der Person. Engramm nicht zu verwechseln mit Enneagramm dem grafischen Strukturmodell. Ein Engramm ist eine physiologische Spur die eine Reizeinwirkung als dauerhafte strukturelle Änderung im Hirn hinterlässt. Alle Engramme in Deinem Gehirn zusammen ergeben Dein Gedächtnis. Dabei handelt es sich um Millarden die Du im gesamten Leben angesammelt hast.


    Gesucht wurden früher die Speicherorte in der Großhirnrinde dem Cortex und auch im Kleinhirn dem Cerebellum. Stand 880 bis heute ist, die Engramme befinden sich in den Erregungsleitungen. Als Erregungsleitung wird die Weiterleitung einer Erregung in Nervenzellen bezeichnet. Beispiel im Neuron die Fortleitung eines Aktionspotentials entlang des Neuriten, der in unterschiedlicher Weise als Axon von Gliazellen umhüllt sein kann. Je nach der Ausbildung dieser Gliahülle sind verschiedene Arten der Erregungsleitung möglich. Durch eine stark ausgebildete Markscheide auch Myelinscheide genannt wird die Leitungsgeschwindigkeit der Nervenfaser erheblich erhöht. Nur als Nebeninfo Milli.

    Du siehst Schatz, die Vorstellung einzelne oder mehrere lokal eingrenzbare Neuronen speicherten jeweils ein Engramm, ist längst veraltet. Der Besitz von Hexenbrettern ist in Naridien bei Todesstrafe verboten", erklärte Valerian leise.


    `Danke für die leicht verständliche Erklärung Lalli. Das klingt nach einer extrem heftigen Tech. Das heißt nicht einmal Du besitzt eines Lalli?´, fragte Miles sicherheitshalber via Interkom nach.

    `Nein ich besitze keines... in Naridien. Meine Bretter stehen in Obenza, eines in Sisapur und eines in Peared. Ohne Casimirs Körper kann ich Thony und Casimir nicht helfen. Da nützt das beste Brett nichts. Allerdings könnte ich einen Klon von Casimir ziehen, falls Thony eine reine Genprobe von seinem Vater hat´, gab Valerian auf gleichem Weg zurück.


    Miles schaute seinen Mann an lächelte zuckersüß.

    `Nein ich besitzes keines... in Naridien. Woher wusste ich das nur?´, fragte Miles.


    "Wissen ist Macht Miles, nichts wissen macht auch nichts", grinste Val seinen Kerl an.

    Tivoli empfand Glück und das spiegelte sich in Valerians Gedanken wieder. Das was hinter ihnen lag, konnten sie nicht mehr ändern. Aber sie konnten gemeinsam nach vorne schauen. Er mochte den Sentir, der schrille Bursche war ihm auf unerklärliche Weise nahe. So als wäre einer seiner Brüder aus dem Tank zurückgekehrt. Vielleicht war es genau dass, was Dorian einst zu ihm gesagt hatte. Etwas dass er nicht verstand. Nun manchmal war das mit dem Verstand so eine Sache. Manches musste man schlichtweg fühlen. Miles, Dorian und auch Tivoli waren darin die Lehrmeister seines Lebens.


    Das Tivoli ihm einen Kuss raubte, damit hatte Val nicht gerechnet. Er grinste verlegen, während Richard und Theodor Miles anschauten, als hätte er eine Stange Sprengstoff in den Händen samt Feuerzeug. Miles zog für einen Sekundenbruchteil fragend eine Augenbraue hoch, schüttelte kurz schmunzelnd den Kopf und verschränkte die Arme vor der Brust.


    "Wir sind dabei", antwortete Wittelspitz gut gelaunt und freundlich.

    Valerian schmunzelte Tivoli dankbar an, nahm dessen Hand und zog ihn mit einem Ruck zu sich heran, so dass er ihn umarmen konnte.

    "Danke", sagte Valerian schlicht.


    `Danke, dass bedeutet mir etwas´, schob Val mental nach, so dass Tivoli seine Gedanken sah. Seine Worte waren aufrichtig. Tivoli sah noch mehr, Val gewährte ihm einen Einblick in das Verhalten seines Vaters, wie dieser mit Miles und ihm umgegangen war. Wie er selbst versucht hatte darin noch etwas Gutes zu sehen, was Miles schier verzweifeln und vor Wut kotzen ließ im wahrsten Sinne des Wortes.


    Das er genau das Gleiche war, dass ihm seine Herkunft nicht sofort bewusst gewesen war, sondern erst spät offenbart wurde. Dass er ein GMO war, genau wie die Sentir am Reizbrett entworfen, eine Waffe für einen Krieg der schon längst verloren war. Dass er über Zusatzausbildungen verfügte, genau wie die Sentir und über kybernetische Aufwertungen wie Kraftverstärker in seinen Muskeln. Aufwertungen die nichts anderes bedeuten als Operationen und Schmerzen, aber die nach Servatios Meinung die wie ein Dogma im Raum stand, nötig gewesen waren.


    Dass Val sich dass was er über Servatio heute und vor kurzem zu Jeremy gesagt hatte, zu Servatios Lebzeiten nicht mal zu denken getraut hätte. Er hätte jenen Mann mit bloßen Händen töten können, er hätte ihn auf zig Arten auslöschen können. Seine Fähigkeiten hätten es ihm ermöglicht, aber seine Bindung an Servatio machten es ihm unmöglich. Und Tivoli sah etwas, dass er seit der Wüste bereits wusste. Tivo hatte keinen Nachnamen, er hatte keinen Personenstatus, aber er hatte eines ebenfalls nicht - einen Schöpfercode.


    Er war frei in seinen Gedanken und in seinem Handeln. Er war weder zweckgebunden, noch war er gesichert. Die beiden Männer die sich hier umarmten waren beide frei im Geiste, aber frei im Handeln waren sie aus unterschiedlichen Gründen niemals gewesen. Die Kette der Sentir war der Orden und ihre eigenen Brüder. Die Kette Valerians hatte sein Schöpfer aus Angst und vor Misstrauen in dessen Genom geschrieben. Eine letzte Absicherung, die Reißleine für Servatio. Etwas das ein Vater niemals seinem eigenen Kind umlegen würde, ein Joch samt Ketten.


    Valerian küsste Tivoli auf die Stirn und gab den Sentir frei.

    "Weise, wahre und sehr traurige Worte Dorian. Und dennoch Worte voller Hoffnung. Dieses Schlachthaus ist paradox, dass was es einigen wie Dir genommen hat, haben andere in ihm niemals besessen. Es war ein Haus das trotz allem Reichtums voller Entbehrungen war. Nur einige lebten davon sehr gut, auf Kosten aller anderen. In Grunde hat die Sippe Dun-Haru-Mar uns alle zu Substanzen degradiert, zu Werkzeugen. Dich genauso wie mich, oder Hector. Wem ging es um die Person?


    Wir werden es besser machen.


    Ich schließe mich Deinen Worten an... ich weiß worauf Du gerade anspielst und ich teile Deine Meinung.

    Ich beantrage die Verstoßung und Vernichtung... von Servatio, er soll nicht länger den Namen Hohenfelde tragen.

    Zudem bitte ich die Sentir offiziell vor diesem Konzil um Vergebung. Es tut mir leid was ich Euch angetan habe und wie ich Euch sah", antwortete Valerian aufgewühlt.


    "Ich spreche für die Hohenfeldes für den naridischen Zweig und für Hilarius in seiner Abwesenheit. Er muss zur Zeit im Tank behandelt werden, da er sehr krank ist. Hilarius hat sich fast zu Tode gehungert. Nun ein Leiden unserer Familie, wenn man nicht körperlich fliehen kann, dann flüchten viele von uns in den Nexus oder in den Hunger.


    Hila ist auf dem Weg der Genesung, dennoch wird es noch einige Zeit dauern, bis er den Tank verlassen kann. Somit spreche ich mit zwei Stimmen.


    Was ich mir für mich persönlich wünsche und mir erhoffe? Das was meinen sieben Brüdern nicht vergönnt worden ist, Begnadigung. Selbstverständlich kann man mir meine Taten vorhalten. Als ich sie vollbrachte, war ich ein erwachsener Mann. Auf der anderen Seite... nun da war ich stets Servatios Marionette. Eine die er nicht einmal haben wollte. Eine die trotz aller Fähigkeiten nicht genügte. Das ist nicht Euer Problem und schon gar nicht das der Sentir. Es war meins... es war ein sinnloser Kampf um die Zuneigung von jemanden zu kämpfen, der dazu nicht fähig ist. Nicht was mich oder meine Brüder betraft. Wir waren nicht er... wir sind wir... aber wer anderes als ich selbst sollte ich sein?


    Bei aller Intelligenz war ich trotzdem nur ein dummer Junge... nicht mal das. Hätte man Servatio gefragt und hätte dieser ehrlich geantwortet, dann sah er in mir nichts anderes als in den Sentir... gut geschaffen und trotzdem niemals gut genug. Eben nur ein Ding.


    Euer Urteil, sollte es negativ ausfallen, kann ich nicht abwenden. Das ist klar. Niemand überlebt das Todesurteil von zig Ältesten. Sollte es fallen, dann wünsche ich mir, dass Miles und Jeremy in Frieden ziehen dürfen. Keine Sippenhaft, keine Blutrache, dass haben sie nicht verdient. Was ich verdient habe... tja... ein Richter wartet auf sein eigenes Urteil...", antwortete Valerian matt.


    Sich seine Fehler einzugestehen war nicht leicht, aber noch schwieriger war es für Val, einen Vater als das zu sehen was er gewesen war. Einen ersten Schritt hatte er gemacht, als er Jeremy von seinem Opa erzählt hatte und die Wahrheit sprach. Er hatte ihm nicht von dem Mann berichtet, wie er sich seinen Vater vorgestellt hatte, sondern er von jenem Mann der Servatio wirklich gewesen war. Jedenfalls zu Miles und ihm.


    Es hier vor allen öffentlich zu sagen, kostete ihn nicht nur gewaltige Überwindung, sondern auch Kraft und Nerven.

    Valerian musterte Norik seelenruhig und nickte knapp. Er kannte seinen Mann. Regte sich Miles auf, dann war er genauso schnell in Rage, wie er sich beruhigte. Manchmal musste man ihn schlicht sein Pulver verschießen lassen. Hatte er ausgespuckt was ihm auf der Seele lag, war das Gewitter einige Augenblicke später vorüber. Zudem meinte es Miles nicht böse, er wollte niemanden angreifen, auch wenn das für viele so klang. Val kannte seinen Fuchs seit 35 Jahren, Miles war nicht wütend, er hatte Angst.


    "Zum ersten Thema, der neuen Sippe. Miles lehnt die Sippe nicht ab. Im Gegenteil, sie ist genau dass was wir uns wünschen. Aber wie es nunmal so ist, mit allem was man sich wünscht. Bekommt man es serviert, wird man vorsichtig. Das dürfte verständlich sein.


    Ansonsten möchte ich in Ruhe die einzelnen Wünsche, Bedenken und Vorschläge zu der Sippe hören, um mir ein vollständiges Urteil bilden zu können. Auch ich kann in diesem Fall nur auf Tekuro verweisen. Dieser Mann lebte länger als die meisten von uns hier. Ausnahme die Ältesten. Sollten wir nicht von seiner Erfahrung profitieren? Wenn dieser Mann sagt, dass es sich im Rudel leichter lebt, dann ist dies so. Er spricht aus Jahrhunderte alter Erfahrung. Sein Leidensweg war jener, den nun auch Dorian durchleben musste oder ebenso mein Mann.


    Wer existiert schon gerne alleine?

    Wer wünscht sich keine Familie, die ihm den Rücken stärkt und für ihn da ist?


    Und gerade deshalb müssen Fragen oder auch Zweifel erlaubt sein. Fragen gehören beantwortet, Zweifel ausgeräumt, nur so kann man sich ein Urteil bilden. Danke für Deine Antwort Richard. Ich möchte zu dem Thema Deine Sicht hören Dorian.


    Zu Dir Norik. Was genau möchtest Du denn von mir hören? Frag was immer Du fragen möchtest. Du kannst selbstverständlich auch die beiden anwesenden Sentir persönlich fragen", sagte Valerian freundlich und legte seinem Mann beruhigend eine Hand auf den Oberschenkel.

    "Sie sprechen die Wahrheit. Meine Väter und Licinius schufen die Sentir wie sie die letzten 40 Jahre herum bekannt sind. Sie waren die Beteiligten der letzten Optimierung, einer langen Zucht und Selektion. Was meine Mitschuld angeht... das ist Fakt. Ich diente Osmund und Servatio und war den Sentir genauso ein Feind wie die drei anderen.


    Was meine... Brüder angeht, auch das ist Fakt. Servatio... nun er... also er entsorgte sie. Osmund hat sie geborgen und mir ausgehändigt. Vermutlich nicht aus sentimentalen Gründen, sondern den Gründen der Essenzen und der Acht. Jeder des alten Blutes kennt die Macht der Acht.


    Die Herstellung des flüssigen Wissens geht mit der Aschgrauen Sonne einher. Die Sonne ist psionische Waffe und Wissenspeicher in einem. Wissen wird in 12 Sentirhirne geleitet, diese speisen es in andere Sentir, die als Speichermedium fungieren. Ist das Wissen im entsprechenden Spenderhirn angekommen, wird es extrahiert. Das heißt es wird dem Körper entnommen. Danach setzt ein Prozess ein bei dem das Hirn auf eine gereinigte Flüssigkeit reduziert wird, in der sich als Trägerbasis ein Seelenanteil des Speichermediums also der Person befindet. Die zweite Möglichkeit ist direkt die Speicherflüssigkeit herzustellen, der gleiche Vorgang nur ohne vorherigem Informationsfluss. Der Sentir transferiert dann das Wissen das ihm eingegeben wurde direkt in die Phiole. So entsteht flüssiges Wissen. Osmund legte all sein Wissen in Phiolen ab.


    Ich bin im Besitz des flüssigen Wissens von Osmund. Ich händige es Dir aus Thabit", antwortete Valerian ehrlich und sehr kleinlaut.

    Nachdem Dorian und Richard ihr Vorhaben vorgetragen hatten, bekamen die Anwesenden Zeit das Gehörte zu verinnerlichen und sich gegenseitig abzusprechen. Selbstverständlich konnten sie ebenso Dorian oder Richard fragen. Danach sollte alles im großen Rahmen besprochen werden. Jede Stimme war gleich viel Wert, ob Mann oder Ältester.


    Als Erster hatte Irving das Wort ergriffen, nun man hatte ihm auch die größte Aufgabe zugeteilt. Eine Ehre, wenn es wirklich so kommen sollte, allerdings auch eine ungeheure Macht und eine gleichschwere Aufgabe.


    Miles musterte entgegen seiner sonstigen Art Dorian, Richard und im Anschluss Irving völlig emotionslos. Auch Füchse konnten eine Maske tragen und er kam sich gerade vor, wie ein Fuchs im Wolfsrudel. Oder schlimmer noch, zwischen einer Meute Jagdhunde nur hatten die noch nicht begriffen, dass er ein Fuchs war.


    'Wer nicht für sie ist, ist gegen sie oder?', hakte er via Interkom bei Valerian nach.

    'So ist es immer Schatz. Jede Gruppierung bedeutet das sich ein Kreis von Personen zusammenschließt. Es bedeutet zudem, dass der Rest außen vor bleibt. Du kannst wählen ob Du der neuen Sippe, den Folgern des alten Weges oder der einfachen Masse angehören möchtest. Die einfache Masse sind im Zweifelsfall auch die Opfer der neuen Sippe. Sie planen keinen Weltfrieden, sie planen eine neue Sippe die internen Frieden und Zusammenhalt lebt. Also eine Großfamilie, wenn Du so möchtest. Was lässt ausgerechnet Dich daran zweifeln?', fragte Val Retour und zog mit seinem Mann gleich, seinem Gesicht war nicht mehr zu entnehmen was er dachte.


    'Es klingt zu schön um wahr zu sein. Greife ich in die Scheiße, hat es Jerry auszubaden. Unsere Entscheidung bestimmt darüber, in welchem Verhältnis er aufwächst. Ich wollte nie, dass unser Kind die alten Wege geht Lalli. Aber der neue Weg, bindet uns ebenso. Wer sind wir? Personen wie Theo und ich? Endlinge die als Puffer und Kanonenfutter dienen sollen. Glaubst Du, dass wird eine Familie auf Augenhöhe?', fragte Miles zweifelnd.

    'Du beurteilst ein Kind, dass noch nicht geboren wurde.... ein Ungeborenes. Diese Großfamilie wird das, was wir daraus machen. Wir alle sind Gründungsmitglieder Miles. Was ist Deine Alternative? Ich trage einen Namen der Sippe und ausschließlich das Blut der Sippe fließt durch meine Adern. Diese Großfamilie ist eine Wahl, eine Chance Miles, die sich mir vorher nicht geboten hat. Und diese Familie wäre Schutz, für uns alle. All das hast Du Dir immer gewünscht. Irving ist angeheiratet, so wie Du es sein wirst. Nun... oder ich, falls ich Deinen Namen tragen darf', antwortete Val.


    'Du darfst, nur hat mein Name keinen Stand und keine Macht. Ich habe Mist gebaut vor einiger Zeit. Jedenfalls hat Dorian mir in dem Zusammenhang gesagt, dass er mich nicht als Familie sehen kann, da ich nicht den Nachnamen Wigberg trage. KANN Val, nicht WILL. Er kann es nicht! Du trägst ihren Namen ebenfalls nicht. Es ging um Deine Mutter, sie ist eine geborene Wigberg. Osmund ist ein geborener Wigberg aber Du bist ein Hohenfelde benannt nach Servatiio', gab Miles zu bedenken.

    'Was genau befürchtest Du? Den Rest bezüglich meiner Mutter erklärst Du mir heute Abend. Also was?', hakte Val nach.


    'Einen Giftköder. Sie halten uns etwas hin, dass wir uns alle wünschen. Und sind wir erstmal in Ihrem Verein, kann man nur noch kündigen mit den Füßen nach vorne. Das Ganze läuft unter der Schirmherrschaft der Wigbergs. Gleich worum es vorher ging, der Info ist wahr und ein Fakt. Ich bin kein gebürtiger Wigberg. Richard ist es. Thabit ist es. Irving macht den Job nicht freiwillig. Er ist an Thabit gekettet und die Kette heisst Liebe. Zudem sind die tatsächlich von einander abhängig. Sie überleben beide, oder keiner. Wo ist da Freiwilligkeit? Er hat den Job zu erledigen, er muss ihn erledigen! Welche Posten bleiben da für uns? Glaube ja nicht dass die Wigbergs ihre Meinung von heute auf morgen geändert haben. Blutsverwandtschaft war nicht einmal genug. Du musst gebürtig ihren Namen tragen. Und nun sind Angeheiratet gleichgestellt? Sogar Personen wie ich? Wir sind nicht mal verheiratet!', gab Miles erschöpft zurück.

    'Das Milli, liegt nicht an mir, sondern dass hast Du verschuldet. Du wurdest zweimal gefragt, Du hast zweimal abgelehnt. Den Grund musst Du mir nicht erläutern. Ich halte Dir nichts vor, ich antworte Dir nur. Also wenn Du ständig das ablehnst, was Du Dir wünscht, bekommst Du es logsicherweise auch nicht Milli. Der Rest bezüglich Deines Einwandes... man kann auch unter Geschehens einen Strich ziehen und gemeinsam nach vorne blicken. Sonst müssten wir jeden Straftäter zum Tode verurteilen oder? Also ich werte dies hier als völligen Neuanfang. Auch wenn ich Richard zugestehen muss, sehr geschickt vorgegangen zu sein. Und auch Dorian hat ein Recht darauf seine Meinung zu ändern, oder über den Tellerrand zu schauen und zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Denk drüber nach Milli', warf Valerian ein.


    'So war das nicht gemeint Lalli. Ich möchte Dich heiraten. Glaubst Du sie meinen das ernst?', fragte Miles zweifelnd.

    'Sicher meinen sie es ernst, aber was jedem genau wirklich ernst und wichtig ist... darüber habe ich mir noch kein Urteil gebildet. Ich möchte mir anhören was sie zu sagen haben und zwar alle. Stimmt das mit meiner Meinung und Vorstellung überein, möchte ich das Angebot annehmen', erklärte Val liebevoll.


    'Und was mache ich dann?', fragte Miles.

    'Du bist aber auch was stur. Du bekommst was Du willst und schon willst Du es nicht mehr?', hakte Val nach.


    'Na Du kennst mich doch wohl besser, ich bin nicht stur. Ich möchte es verdammt gerne und genau da liegt das Problem. Ich müsste ihnen vertrauen. Das Intro von Richard war das für Dich vertrauenserweckend? Er ist nicht einmal die Person die er vorgab zu sein. Weshalb sollte dann der Rest stimmen?', warf Miles ein.

    'Ja das Intro war für mich vertrauenserweckend. Wieso? Er hat die Maske fallen lassen und sich offenbart. Das hätte er nicht tun müssen, er kannte unsere Reaktion nicht. Und mein Nachname steht nicht gerade für versöhnliche Güte in Streitfragen. Zudem hat er es extrem geschickt angestellt, dass muss ich ihm lassen. Schmiert Hector Honig um das Maul. Enttarnt mich mit, auf die Tour... Du möchtest doch die ganze Zeit danach leben, dann versuch es doch, wir bieten Dir die Möglichkeit. Nicodemus hat er gleich dreimal gelobt, er setzt auf ihn. Einmal über seine Eltern, über die Art wie er geschaffen wurde und einmal darüber dass ich ihn anbete. Zwar heimlich aber ich tue es. Nun er ist ein Geschöpf wie ich, er wurde nicht gezeugt, er wurde geschaffen. Und auch damit versucht Richard ein Band zwischen uns zu knüpfen, zwischen Nicodemus und mir. Nicodemus soll mir gewogen sein und ich ihm folgen. Dass Nicodemus für das Konzil sprechen wird, ist sehr wahrscheinlich. Wackelkandidaten sind die kleinen Häuser und die Hohenfeldes... ergo bis dato ich', antwortete Valerian.


    'Von der Seite gesehen, hast Du Recht. Hat Vorteile, dass Du Richter bist', stimmte Miles zu.

    `Danke. Es geht nicht darum ob ich Recht habe... es geht darum, was Fakt ist Schatz. Sie wünschen sich ein neue Sippe zu den genannten Bedingungen. Ist das der Fakt, wären wir dumm diese Chance nicht zu nutzen. Ist das ein vorgeschobener Grund, kann man nur vermuten was der tatsächliche Grund ist. Einer wäre über die mögliche Konkurrenz und Bedrohung permanent bescheid zu wissen. Kurzum was Deine Freunde tun, ist Dir bekannt. Aber was machen Deine Feinde? Allerdings ist da der Faktor Dorian. Hätte Dorian uns allen den Stecker ziehen wollen, hätte er es gekonnt. Du warst dabei. Dieser Mann hat alles verloren, so wie Du, so wie Theo, so wie Teku, oder sein Mann, wie so viele Schatz. Glaubst Du allen Ernstes, dass Dorian für die Vernichtung von uns allen hinterrücks kämpft?

    Glaubst Du, dass er anderen einen derartigen Verlust gönnt? Wäre dem so, wären wir nicht mehr.

    Die beiden meinen das bitterernst, in aller Traurigkeit, Tragik und Aufrichtigkeit´, übermittelte Valerian seinem Mann.


    `Blut und Tränen Lalli hm. Du ob Du es hören willst oder nicht und die beiden haben Recht. Ich bin dabei´, antwortete Miles Val übers Interkom.


    "Die Frage von Dir ist berechtigt Irving. Jede Gruppierung ob Sippe, Familie, Verein oder Orden bedeutet den Zusammenschluss von einem Personenkreis. Gleichzeitig bedeutet der Umkehrschluss, dass der Rest der Welt außen vor bleibt. Wir alle können wählen ob wir der neuen Sippe oder den Anhängern des alten Weges angehören möchten. Eine weitere Option wäre die einfache Masse, sprich die Wahl keinem von beidem Optionen anzugehören. Die einfachen Massen sind im Zweifelsfall die Opfer der neuen Sippe und der alten Sippe.


    Dorian und Richard planen keinen Weltfrieden, sie sind Wigbergs. Wissen und Logik sind Ihr Mantra.

    Sie planen eine neue Sippe die internen Frieden und Zusammenhalt lebt.


    Eine neue, nie dagewesene Macht und Stärke zum Schutze aller Mitglieder, einschließlich Dorian, Richard und allen voran Dir", beantwortete Valerian Irvings Frage.

    Valerian beobachtete seinerseits die Ankunft der Sentir, Korbi schien sich mehr für das Aero zu interessieren, als für die Personen. Die beiden Sentir waren ihm bekannt, sie hatten ihn bereits in der Himmelslanze besucht und mit Tivoli hatte er sogar kurz gesprochen. Seine erste Begegnung mit einem lebenden Sentir, oder besser gesagt einem Sentir als Person und nicht als Komponente. Und er musste sich damals selbst eingestehen, dass Tivoli ein sehr angenehmer Umgang gewesen war.


    Während Ziggi noch die Gruppe grüßte und Dorian höflich nach der Sitzordnung fragte, entspannte sich Tivoli sichtlich als er ihn sah. Nun den meisten Menschen erging es genau umgekehrt. Sobald sie ihn erblicken, war es mit der Entspannung schlagartig vorbei. Tivoli war dort eine der wenigen Ausnahmen. Er lächelte ihm sogar zu und setzte sich bewusst zu ihm. Val antwortete ebenfalls mit einem freundlichen Lächeln und machte Tivoli Platz, so dass dieser bequem neben ihm sitzen konnte.


    Weshalb auch immer, Tivoli und er hatten einen Draht zueinander, den er sich nicht so recht erklären konnte. Nun möglicherweise doch, sobald er genauer über die Situation nachdachte. Aber hier und jetzt war dafür nicht der richtige Zeitpunkt. Val warf einen rückversichernden Blick zu Miles, aber dieser saß entspannt neben ihn und schmunzelte Tivoli und ihn an, während er mit einer Packung Rauchstangen zwischen den Fingern spielte. Val wusste, dass sich in dem Etui mehr befand als ausschließlich Rauchstangen.

    Willkommen 1080 n.d.A. - Miles und Valerian


    Etliche Stunden hatten sie geredet, gelacht und ausgiebig gefeiert und nun war es endlich soweit, dass neue Jahr hatte begonnen. Miles tippte Valerian liebevoll an, stand auf und ging in die Küche. Valerian folgte ihm auf dem Fuße. Miles schloss hinter seinem Mann die Tür und küsste ihn zur Begrüßung.


    Val blinzelte, schenkte Miles ein Lächeln und schmiegte sich an ihn.


    "Frohes Neues 1080 Lalli. Unsere Tradition, Wünsche tauschen. Meinen Wunsch hast Du schon erfüllt, bleib so. Lass es so, lass uns eine Familie sein", bat Miles und drückte Val fest an sich.

    "Wegen Jeremy...", setzte er an, aber Miles hielt ihm den Mund zu.


    "Ist alles klar. Was Du gesagt hast vor dem Cafe, hat reingezogen. Val... Lalli ich wollte Dich immer heiraten und habe mir Kinder mit Dir gewünscht. Warum ich zu beidem nein gesagt habe, hatte ich erklärt. Du kämpfst für die Sicherheit der Familie und genau aus dem Grund könnten wir keine haben. Auf der anderen Seite, vielleicht hättest Du aufgehört zu kämpfen, hätte ich ja gesagt. Das Risiko hätte unser Kleiner getragen Schatz. Worum es mir bei dem Nein ging, hast Du begriffen, als Dorian nicht auf die Himmelslanze feuerte. Nicht wahr? Ich wollte nie unser Kind untergehen sehen und Dich genauso wenig", erklärte Miles und kraulte seinen Schatz.


    "Ja in dem Moment habe ich es verstanden. Trotzdem hat es wehgetan. Ich liebe Dich und ich hatte Angst, dass Du vielleicht auf jemanden wartest, den Du heiraten würdest. Jemand den Du mehr liebst als mich. Jeremy war ein Vertrauensbruch aus Liebe. Wie gesagt, ich wollte das etwas von Dir bleibt", antwortete Val gedämpft und streichelte Miles den Nacken.


    "Ich bleibe, meine Güte Val. Wenn ich Dich nicht liebe wen dann? Du bist alles für mich, Du bedeutest mir alles", flüsterte Miles und küsste seinen Schatz erneut.

    "Und dennoch sind wir nicht verheiratet Milli... immer noch nicht", gab Val leise zurück.


    "Noch nicht", grinste Miles.

    "Finde ich nicht witzig. Du sagst zweimal nein, Du fragst mich und machst nicht mal einen Termin aus. Wenn Du nicht heiraten möchtest, ist das in Ordnung für mich. Auch wenn ich es mir wünsche. Am 22.09.1079 hast Du mich gefragt, mir die Ringe gezeigt und bis heute keinen Termin gemacht. Also normalerweise kenne ich Deine Terminvergabe anders Milli... ganz ehrlich", antwortete Valerian ernst.


    "Wir haben einen Termin!", sagte Miles und zog Val fester an sich.

    "Wir haben einen Termin...", echote Val baff und grinste dann breit, "wir haben einen Termin!".


    "Ja, ich musste ihn einmal verschieben, weil mir ein anderer Termin dazwischen gekommen ist. Nicht direkt aufregen, erst zuhören", bat Miles und küsste Valerian.

    "Was kam dazwischen Miles? Ich rege mich nicht auf, sag einfach was dazwischen gekommen ist. Na los jetzt", forderte Valerian liebevoll.


    "Mein Entzug Lalli. Ich hab mich endlich aufgerafft, für Dich und Jerry, auch für die Familie und alle anderen. Du hast mir so oft in den Hintern deswegen getreten. Und Du hast Recht. Ich gehe in die Konstabler-Klinik für den Entzug und zur Einstellung der Schmerzmittel. Ich habe direkt gefragt, Du darfst leider nicht mitkommen. Du wärst mein Kontakt nach draußen und könntest mir mein Zeug besorgen. Ich habe zwar erklärt, dass Du das nicht tun würdest und ich nicht danach verlangen werde.


    Franz Torckbrock der dortige behandelnde Arzt, hat mir erklärt, dass ich danach verlangen werde. Gleich was ich jetzt verspreche oder von mir selbst glaube, sobald ich auf Entzug bin und mein Körper danach verlangt, werde ich es einfordern. Die Schmerzen werden zurückkommen und zeitgleich das Gefühl völliger Ernüchterung und dazu der Schmacht auf die Dosis. Also was immer ich in der Zeit zu Dir sage, oder was ich von Dir verlange am Com, ignorier es bitte", sagte Miles nervös und schaute Val in die Augen.

    "Mach Dir darüber keine Gedanken Milli. Ich liebe Dich", antwortete Valerian, nahm Miles fest in die Arme und kuschelte mit ihm.


    "Ich liebe Dich auch. Dein Wunsch Lalli", schmunzelte Miles.

    "Halt die Klappe", lachte Val leise und küsste seinen Schatz auffordernd.


    "Ist das eine Einladung?", fragte Miles glücklich.

    "Ja", grinste Val ihn an.


    "Hör zu, ich muss Dir trotzdem was erklären. Hör genau zu, ganz genau. Ich liebe Dich und sonst niemand. Weder warte ich auf einen anderen, noch heirate ich einen anderen Kerl. Und ich bin auch nicht immer leicht zu ertragen. Die Bettgäste verschuldest nicht Du, sondern ich. Ich schleppe sie an, aber akzeptiere stets Dein nein. Falls Du ablehnst. Seit der Aufwertung muss ich ständig was fühlen, oder es unterdrücken.


    Torckbrock sagte dass übermäßige Verlangen stammt ebenfalls von der Katze. Es ist nicht nur ein Schmerzblocker, sondern auch eine Stimmulanz. Alles was man genießt verstärkt es und je mehr man bekommt, je mehr will man davon. Vor allem von dem Gefühl. Wo wir beim Thema sind, in der Zeit der Geiselnahme haben Patti und ich uns zusammen getan. Wir hatten Sex... Wir", versuchte Miles zu erklären.


    "Geschenkt. Den Umständen geschuldet", gab Val tonlos zurück.

    "Ich wollte es Dir erklären", flüsterte Miles.


    "Ich benötige keine Erklärung und ich möchte auch keine. Was zwischen Euch war ist Eure Sache und galt nur für die Zeit. Oder etwa nicht?", hakte Valerian sicherheitshalber nach.

    "Es war eine Vereinbarung für die Zeit. Er war verloren und wir beide haben es gebraucht", sagte Miles schlicht.


    "Was die ständige Berührung, den Sex oder das Körpergefühl angeht, da kann ich Dir nur in meinem Rahmen helfen. Zudem verschuldet davon auch ein Großteil die Katze, das muss ich Dir leider ganz ehrlich sagen. Torckbrock hat mit seiner Erläuterung absolut Recht, ich kann dem Mann nur beipflichten. Gebraucht hätte ich Dich auch Milli. Drum wie gesagt geschenkt. Weder Patti noch Du kannst was dafür. Und ob Ihr da raus kommen würdet, wusstet Ihr auch nicht. Lass es damit gut sein", forderte Val und strich seinem Mann durch die Haare.


    "Danke Lalli", antwortete Miles und drückte sich an Valerian.

    "Danke dito. Wir beide sind manchmal blöde. Reden über alles und dann doch wieder nicht. Aber schau was wir erreicht haben. So schlecht sind wir nicht, hm?", schmunzelte Val, setzte sich auf die Küchenzeile und zog Miles zwischen seine Beine.


    "Absolut nicht", stimmte Miles gut gelaunt zu.

    "Sag ich doch, rauf mit Dir", freute sich Val und presste sich an Miles.



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    Das Treiben von Nummer 9


    Yanko: und wie war der Boss so im Bett?

    Kuno: er ist mit meinem Bruder zusammen

    Yanko: Ja nee is klar gg

    Kuno: :rolleyes:

    Rasin: Es heißt Zwillinge sind wie eine Person 8|

    Val: Danke Rasin <X

    Milan: ich wusste es

    Kuno: Du wusstest was? Da gibt es nichts zu wissen!

    Val: er wehrt sich für einen Unschuldigen aber sehr heftig

    Yanko: Weil er nicht unschuldig ist, ich habe Beweise

    Kuno: 8|

    Val: welche?

    Milan: Genau welche, teile sie uns mit :D

    Yanko: Ich habe alles gesehen mit meinen eigenen Augen

    Kuno: Mit welchen sonst? Da gab es nichts zu sehen!

    Val: Implantate zum Beispiel, sind nicht die eigenen wenn sie über Kredit laufen gg

    Milan: sfg gg also bleiben wir beim Thema, Sex mit Opa

    Val: das klingt schräg

    Milan: ES ist schräg

    Yanko: Und ich musste es mit ansehen!

    Rasin: Der arme Mann!

    Milan: Lieber Arm dran, als Arm ab sfg

    Yanko: Danke!

    Milan: :D

    Kuno: Beim Abgrund, was soll ich mit Korpuuk am Laufen haben? Ich habe drei Frauen und einen Mann

    Milan: und einen Gabin gg

    Val: das klingt als wäre er eine Gummipuppe gg

    Rasin: er sieht verdächtig aufgeblasen aus

    Kuno: 8|

    Val: wo lässt man die Luft raus?

    Milan: Böse Frage, würde mich aber auch interessieren :D

    Yanko: Da wo Kuno sie reinbläst Ihr Knalltüten gg

    Val & Milan: <X <X



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    Schlangenpflanze - GMO

    ehemaliger Hersteller WardGen


    Bei der Schlangenpflanze handelt es sich um einen genetisch modifizierten Organismus (GMO) der als Wächterwesen eingesetzt werden sollte. Optisch sieht die Schlangenpflanze wie ein Bündel dicker Lianen mit messerscharfen Dornen aus.


    Allerdings sind ihre Zweige schlangengleich extrem beweglich und können wie eine Würgeschlange zugreifen. Die Schlangenpflanze war auf den Geruch/die Geruchsmoleküle ihres Besitzers geeicht. Um einen Bereich vor Eindringlingen abzuschirmen, wurden diese GMOs neben Türen oder Zugängen als vermeintliche Dekorationspflanzen postiert.


    Versuchte eine nicht autorisierte Person jenen Bereich zu betreten, wurde die Person von der Schlangenpflanze gepackt und festgehalten. Je mehr sich die Person zur Wehr setzt, je fester wird der Griff der Schlangenpflanze. Aufgrund der rasiermesserscharfen Dornen, hatte dies meist den Tod der ergriffenen Person zur Folge.


    Die Vermarktung der Schlangenpflanze wurde aufgrund eines tragischen Unfalls eingestellt. Da sich die Pflanze, wie zuvor erwähnt, an Duftmolekülen orientiert, darf der Besitzer keinen abweichenden Geruch aufweisen.


    Im Jahre 1053 nach der Asche, hatte sich der Souvagnische Großindustrielle Talbot Francis de Dupont eine der exotischen Schönheiten für sein Büro zugelegt. Als er am Abend in genau jenem Raum ein kleines Dinner abhalten wollte und mit neuem Rasierwasser sein Büro betrat, endete nicht nur das Dinner vor Beginn, sondern auch Talbots Leben.


    Gefunden wurde Talbot zerrissen zwischen den Fangarmen seiner neusten Errungenschaft. Die Schlangenpflanze löste dahingehend eine Premiere in Souvagne aus, dass erstmalig in der Geschichte des Landes, eine Pflanze zum Tode verurteilt wurde. Damit ging nicht nur die Pflanze, sondern auch Talbot in die Geschichte Souvagnes ein.



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