Beiträge von Jaro Ballivòr

    Konnte man vor Angst in Ohnmacht fallen? Behutsam hob Jaro den kleinen Pilz auf. Er wog so gut wie nichts. Sachte legte er den kleinen Körper über eine Schulter und ging weiter. Er hatte zwar noch keine Ahnung, was er mit dem Wesen anstellen oder wie er ihm helfen sollte, doch einfach hier zurücklassen war keine Option. Nach Falathri war es sowieso nicht mehr weit.

    Und tatsächlich; kaum eine Stunde später kamen die ersten Gebäude der Stadt in Sicht, mit ihren cremefarbenen Fassaden und gespickt mit dem grün, der üppigen Stadtbepflanzung. Jaro hatte kaum einen Fuß in die Stadt gesetzt, da regte sich Urs.

    “Hunger!”, das Wort dröhnte in Jaros Kopf, wobei das nicht ganz stimmte. Es war eher so, dass Jaro den Hunger fühlte, jedoch nicht in seinem Bauch sondern in seinem Kopf. “Hunger! Hunger!”

    “Lass das!”, sagte Jaro laut und erregte die Aufmerksamkeit einer Albin, die das Schaufenster ihres Blumenladens polierte.

    “Wie bitte?”, fragte sie und Jaro wich instinktiv zurück. Sie legte die Stirn kraus. “Keine Angst, Kleiner. Hast du etwas zu mir gesagt?”

    “Ich… nein.” Jaro schüttelte den Kopf, in dem noch immer das seltsame Hungergefühl brodelte. Urs befreite sich von Jaros Griff und kletterte ihm ganz auf die Schulter. Nun bemerkte ihn auch die Frau und ihr Mund formte ein tonloses O. Schnell ging Jaro vorüber. Bloß keine unnötige Aufmerksamkeit auf sich ziehen!

    “Tut mir leid Herr Jaro”, sagte Urs laut, “es ist nur... ich brauche wirklich dringend Zucker. Nein”, fügte er direkt an, “deine Pittas kann ich nicht essen.”

    “Könntest du bitte aufhören meine Gedanken zu lesen?”, flüsterte Jaro.

    “Du denkst aber so laut!”, beschwerte sich Urs und Jaro seufzte.

    “Na gut, wo finden wir dann etwas zu essen für dich?”


    Wenige Augenblicke später fand sich Jaro am Rand einer weniger geschäftigen Straße wieder. Nervös blickte er von Seite zu Seite, die Arme um den Körper geschlungen. Urs umrundete währenddessen den dürren Schnurbaum. Es war bereits der fünfte. Das kleine Wesen strich mit seinen Händchen über die Rinde, klopft dagegen, legte den Kopf an den Stamm, legte sich vor dem Baum auf den Boden, stand wieder auf, blickte hinauf in die Krone und begann von vorne. Wie lange mochte das noch dauern? Jaro musste zu Goldanil und es dämmerte bereits. Zu gut erinnerte sich Jaro an das letzte Mal, da er zur Abendstunde durch Falathris Gassen gewandert war. Dieses Mal würde ihm Goldanil bestimmt nicht zufällig über den Weg laufen. Urs unterbrach sein Ritual und sah zu Jaro. “Du hast Angst.” Die Worte formten sich in Jaros Geist und irgendetwas daran war anders. Es gab natürlich keinen Tonfall bei dieser Art zu sprechen, aber Jaro fühlte Zorn. “Ja, ich bin wütend”, kam sofort Urs’ Antwort. “Und traurig. Wie könnt ihr ihnen das nur antun?” Jaro verstand nicht, was Urs meinte und er hatte auch keine Lust, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Es gab Dringlicheres.

    “Hast du genug… gegessen? Können wir weiter?”

    Urs ließ die Hände von der Rinde sinken. “Sie haben ja kaum genug für sich selbst.” Wieder sprach er nur in Jaros Geist. War er etwa eingeschnappt? “Aber ich werde nicht verhungern. Wir sind anders als ihr. Wir geben immer, auch wenn wir fast nichts haben.”

    Mit Sicherheit wusste Urs von Jaros Verwirrung, doch er machte sich nicht die Mühe, ihn aufzuklären. Ohne ein weiteres Wort ging er auf Jaro zu und sah zu ihm hoch.

    “Was ist?”, fragte Jaro.

    “Ich gehe mit dir. Du denkst an ein sicheres Versteck und ein sicheres Versteck ist immer gut, vor allem, wenn man an einem feindseligen Ort ist.” Urs zog an Jaros Hosenbein, also hob Jaro ihn hoch und setzte ihn sich wieder auf die Schulter. Was Goldanil wohl zu seinem zusätzlichen Gast sagen würde?

    In der Hoffnung, dass der Legotsunami dich nicht verschüttet hat, möchte ich gerne noch mein Fazit mit euch teilen :D


    Ich bin insgesamt auf 12.200 Wörter gekommen. Das ist natürlich nicht viel, aaaaber ich habe mehr oder weniger regelmäßig an dem Projekt gearbeitet. Es sind neue Ideen entstanden, ich habe Lösungen für Lücken im Plot gefunden, ich habe Neues über meine Schreibvorlieben gelernt und ich habe ein Nachfolgeprojekt gestartet:

    100.000 Wörter bis zum nächsten NaNo, Perfektionismus erlaubt!

    Die NaNo-Seite bietet nun ja die Möglichkeit beliebige Projekte zu dokumentieren und das mache ich jetzt! In einem Jahr werde ich das schon schaffen und es passt auch zu meinem Studium, an dessen Ende ich einen Roman zum Lektorat einreichen darf.

    Deshalb bin ich positiv gestimmt, trotz des "Misserfolges".

    Erfreulich war auch, dass ich von meiner Studienbetreuerin ein großes Lob bekommen habe und zwar für den Stil der Textpassage, die ich (wie berichtet) so oft umgeschrieben und verbessert habe. Die Arbeit hat sich immerhin gelohnt! :D


    Vermisst habe ich trotzdem das tägliche Produzieren, die Freude über die wachsende Wordcount-Kurve und den Austausch mit euch als Mitleidenden ( ;-) ). Tut mir leid, dass ich nicht öfter hereingeschneit bin, um rumzuheulen oder euch mit motivierenden Worten zur Seite zu stehen... Nächstes Jahr wird's wieder besser - versprochen!


    Statistik:

    An Glühwein gedacht: bestimmt 20x

    Glühwein getrunken (hehe...): 5x ein halbes Tässchen, nachdem der Sohn im Bett war :S

    Seufz....


    seufz....



    Ich habe schon lange eines meiner recht soften Ziele verhauen. Denn: ich habe es nicht geschafft jeden Tag zu schreiben :verwirrt:
    Zeit hätte ich theoretisch schon gehabt (trotz Baby). Abends, wenn ich ihn ins Bett gebracht habe, ist eigentlich immer was drin... das Problem: ich bin ein Morgenschreiber! Abends geht schon manchmal, aber, wie ich jetzt lernen musste, nicht jeden Tag. Hinzu kam, dass ich einmal schon um 20:45 ins Bett bin :lol: da waren er und ich den ganzen Tag unterwegs und beide total fertig.
    Nach den letzten Tagen, wo ich eigentlich gar nicht geschrieben habe, bin ich jetzt irgendwie raus. Es fließt nicht mehr, anstatt weiter zu schreiben, lese ich das bereits Geschriebene und korrigiere ( :panik: )...
    Ich habe auch den Fehler gemacht und parallel an einer Einsendeaufgabe für das Studium gearbeitet. Ich verwende zwar eine Szene aus dem Projekt, aber da muss ich korrigieren etc., denn das soll ja "perfekt" sein. Folglich doktere ich jetzt schon seit drei, vier Tagen an denselben zwei Seiten herum :rolleyes:


    Ich weiß nicht, ob ich noch mal so richtig ins Schreiben komme :( Versuche aber mein Bestes, zumindest jeden Tag ein bisschen am Projekt zu arbeiten.


    Stand heute: 10970 Wörter.
    An Glühwein gedacht (Summe): 4x
    Gegooglet: nix :O
    Häufigstes Umschreiben ein und desselben Satzes: 10x (so viel zum Thema: im NaNo schweigt der innere Korrektor :ugly::lol: )


    Zwischenfazit:

      Ich bin ein Morgenschreiber! (Muss man ja auch erst mal rausfinden sowas ;) )


      Im NaNo darf ich nix anderes schreiben, schon gar nicht am selben Projekt


      Ich muss für eine Rohfassung täglich schreiben, sonst komme ich raus und schwer bis kaum wieder hinein



    @Bax:
    Erst mal danke, dass du hier im Berichte- und Jammerthread die Stellung gehalten hast. Ganz allein, und das, wo es ja bei dir auch holpert :-O Du hast natürlich auch wirklich viel in Recherche gesteckt, das kostet Zeit. Aber: wer weiß, welche Früchte du davon ernten kannst! Ich drücke dir auf jeden Fall ganz doll die Daumen, dass du weiter gut voran kommst! Und wenn es dann "nur" 30.000 werden, ist das ja auch super.

    Kleiner Nachtrag zum Thema Playlist, da Niva auch gerne mit Musik schreibt:


    Diesjährige Playlist (bisher):

      Zoe Keating - wie letztes Jahr und das Jahr davor :lol:
      Wenn ich mir vorstelle, es gäbe wirklich ein Buch von mir und davon dann einen Film: für den Sountrack ginge kein Weg an ihr vorbei!


    Gestern habe ich einen glorreichen Satz verfasst... :misstrauisch: :lol:

    Halloooo :)


    Mein Start gestern war gut - konnte mir ein kleines Polster erarbeiten, wobei ich der Fairness halber sagen muss, dass ich bereits existierende und lediglich überarbeitete Texte mitzähle. Aber es ist ok, ich habe mir diese Rahmenbedingungen ja so gesteckt und hey - Überarbeitung ist auch Arbeit, wenn nicht sogar VOR ALLEM Arbeit :lol:
    Heute habe ich noch gar nicht geschrieben... Erst waren wir beim Babyschwimmen ( :liebe: ), dann am Sportplatz... das muss noch! Und wenn es nur 50 Wörter werden *Bax'-Mischung-aus-Selbstgeißelung-Optimismus-und-Entschlossenheit-annehm* :sauer::D


    Wegen noch immer andauernder Beinahe-Alkoholabstinenz werde ich folgende Statistik führen:

      An Glühwein gedacht: 3 Mal


    :lol:


    Gegooglet habe ich bisher:

      schwarzer Marmor


      Obelisk


      Synonym für Türknauf (Knauf ist ja schon irgendwie unsexy, aber spätestens im Plural wird's hart :ugly: ) Hab leider nix Passendes gefunden! Vorschläge? ;-)



    @Bax: die akribische Figurenplanung liegt wahrscheinlich darin begründet, dass die Figuren meine Schwachstelle sind... meine Schreibweise ist eher plotdriven und ich fürchte, keine authentische Figurenwandlung hinzukriegen. Aber es freut mich, das zu hören :) Es war auch immer schön, sich über solche Dinge auszutauschen! *nimmt-sich-vor-wieder-in-die-Schreibstube-zu-posten*


    Niva : ich freue mich auch, rein zu lesen! Nehme ich mir fest vor (vielleicht nach der heutigen 50 Wörter ^^)

    Freue mich auch sehr dieses Jahr mit euch anzutreten!
    Auch ich wurde damals (2017) von Bax mit dem NaNo-Fieber infiziert und finde es toll :) Mir hilft der NaNo genau da sehr, wo auch du, Niva, Schwierigkeiten siehst: einfach weiterschreiben, ohne ständig verbessern zu wollen. Ich wünsche dir ganz fest, dass das klappt und freue mich, dich in diesem Zug kennenzulernen! (Ich hoffe, ich schaffe es auch bald mal in den Chat zum "Hallo" sagen.) Und selbst wenn man die 50k nicht knackt, ist es ein tolles Erlebnis.
    Wie heißt du denn auf der NaNo-Seite? Wenn du magst, können wir "Buddies" werden und dort unsere Stats ebenfalls verfolgen.


    Bax - einfach unverbesserlich, gut durchgeplant und ich sehe schon: du sprintest dann plötzlich wieder los auf die 50k :-D Ich bin auch ein "Hook"-Fan, bastele ständig an den ersten Seiten herum ^^


    Bin gespannt auf eure Texte und Berichte und werde mich anstrengen, ebenfalls oft Laut zu geben.


    Aaaah - bald geht es los!

    Jährlich grüßt das NaNotier...


    ... auch dieses Jahr bin ich dabei!
    Allerdings gönne ich mir nach zwei erfolgreichen Siegerjahren einen entspannteren Wettbewerb:


    Mein Ziel:

      täglich schreiben, egal wie viel!


      Selbststudie: Auf wie viele Wörter komme ich mit einem 5 Monate alten Zwerg?



    Das Projekt:
    Auch hier bin ich "langweilig " unterwegs, denn ich arbeite an der selben Geschichte wie die Jahre zuvor: Der goldene Baum, Band 1 der Trilogie "Das vergessene Volk" (vgl. Thread hier in der Werkstatt). Der Text bedarf einer Überarbeitung, Verdichtung hier, Ausweitung da, und natürlich einer Fortsetzung.
    Posten werde ich dieses Mal nicht, aber gerne über den Fortschritt berichten, jubeln, schimpfen, was eben alles dazu gehört! ;-)


    Ich freue mich auf...
    ... Die neuen Ideen! Als Planer fällt mir das Drauflosschreiben schwer, aber wenn ich es tue, kommen mir viele neue Ideen und die ein oder andere Frage klärt sich "von selbst".


    Mir graust es vor...
    ... den Entscheidungen und dem inneren Korrektor.
    Gerade an wichtigen Stellen kann ich mich häufig nicht entscheiden und komme dann nicht weiter. Selbiges passiert, wenn der innere Korrektor sich einschaltet. Vor allem beim Überarbeiten verliere ich mich da in Perfektionismus und schreibe wieder und wieder um.



    Jetzt ihr: Wer ist noch dabei? Was sind eure Ziele und Projekte? Worauf freut ihr euch, wovor graust es euch? Wie bereitet ihr euch vor? Etc...

    Hallo ihr zwei,
    kurze Rücksprache: ich würde bei Sasuke am nächsten Morgen weiterschreiben. Wenn ihr also gerne noch etwas in der Nacht anfügen wollt, schlage ich vor, mich auszulassen.
    Wenn nicht, poste ich die Tage :)


    Hab mir nämlich gedacht, es ist logischer, wenn Sasuke Norgrims Anwesenheit nicht bemerkt und vielleicht erst am nächsten Tag die Spuren sieht. Um nicht die Fähigkeiten des Hundes zu untergraben :) und da gibt es dann nachts jetzt nicht mehr viel für Sasuke zu tun.


    Sagt einfach, wie es euch lieber ist :)


    Gefällt mir übrigens sehr gut bislang, unser Thread! Hoffe, euch ebenso.
    Liebe Grüße

    Huhu Ley,
    Ja alles wunderbar! Hoffe dein Urlaub war schön :)
    Bei mir ist auch alles gut, wenn ich auch sehr eingespannt bin. Tatsächlich kam nämlich am 7.6. direkt der Nachwuchs :D
    Auch wenn ich jetzt kaum on bin, werde ich versuchen immer zeitnah zu antworten.


    Liebe Grüße!

    Mir gefällt das Trollwappen ebenfalls sehr gut so wie es ist :) Das sieht richtig nach "outdoor" aus :tiptop:


    Für die Arashi verstehe ich deinen Einwand, ich wollte es auch nicht eins zu eins übernehmen. Wenn es nicht eilt, kann ich auch mal was entwerfen :) nur die nächsten Tage wird schwer - ich glaube, da macht sich was auf den Weg ;)
    Ansonsten finde ich alle deine Vorschläge passend, am besten hat mir die Blüte gefallen.
    Die Idee, den Ehrenkodex in die WB aufzunehmen, finde ich ebenfalls super :) Auch ohne Segira charakterisiert er die Lebensweise der Arashi ganz wunderbar :)


    Beutetiere der Norkara finde ich auch interessant. Vielleicht sogar zweigeteilt? Wegen den nördlichen und südlichen Stämmen? z.B. links ein halber Rabe, rechts ein halber Wolf oder sowohl eine Vogelklaue als auch ein Tatzenabdruck o.ä.

    Hallo :)


    ein paar Ideen meinerseits:


    Arashi
    Ich meine mich zu erinnern, dass die Arashi von den Tibetern inspiriert sind, deshalb kam mir die Idee, nach buddhistischen Symbolen zu schauen.
    Idee: etwas ähnliches zum Rad der Lehre oder "Dharmachakra" (https://de.wikipedia.org/wiki/Dharmachakra, [Blockierte Grafik: https://s1.imagebanana.com/file/190605/thb/9XCLDT3E.PNG])
    Die Anzahl Speichen könnte dann der Anzahl Punkte in Segiras Ehrenkodex entsprechen. Segira und ihr Ehrenkodex ist zwar nicht mehr in der Form in der WB zu finden, aber als Anhaltspunkt vielleicht trotzdem noch gut.
    Das Rad könnte noch in eine Art Blüte gebettet werden, z.B.: [Blockierte Grafik: https://s1.imagebanana.com/file/190605/thb/RYooU0FQ.jpg]



    Waldalben
    Ich habe sofort an den Baum des Lebens gedacht, z.B.: [Blockierte Grafik: https://s1.imagebanana.com/file/190605/thb/UIPzncwi.jpg]
    Falls das nicht zu abgedroschen ist.


    Norkara
    Vielleicht etwas mit Bezug zur Seefahrt? Ein Anker, ein Schiff, ...

    Alaryah Schattenwind
    Alaryah schaute zu Jaro auf während dieser seinen Gedanken freien Lauf ließ. Als er geendet hatte reagierte sie erst nicht, folgte dann aber wieder seinem Blick in die Ferne. "Ja.", antwortete sie seufzend. Es war auf der einen Seite ein seltsames Gefühl daran zu denken hier zu bleiben, doch ganz so undenkbar war es dann auch wieder nicht. "Moment mal.", begann die Albin leise nachdem sich ihre Gedanken wieder etwas gesammelt hatten. Sie hob den Kopf von Jaros Schulter. "Du würdest...naja, du würdest hier wirklich leben wollen?". Jaro schien etwas irritiert. "Ich meine...nicht, dass es mir hier nicht gefällt, versteh mich da bitte nicht falsch.". Tatsächlich stieg Alaryah nun etwas Röte ins Gesicht. "Ich meine nur...hier...bei ehm...mit mir?". So etwas war der Albin noch nie passiert. Wann hatte ihr auch zuvor jemand so etwas zu hören gegeben? Interpretierte sie da gerade zu viel hinein? Für einen Moment griff eine seltsame Stille um sich, die nur von dem sporadischen Knistern der Flammen unterbrochen wurde. Alaryah nahm ihrem Krug und trank einen Schluck. Irgendwas musste sie tun. Oder sagen. Sie fühlte sich überfordert. Da hatte sie eine gefühlte Ewigkeit die Grenzen das Waldreiches beschützt, war allein auf Patrouille gewesen und hatte gegen Eindringlinge gekämpft, ja, sogar Begegnungen mit Bäume vernichtenden Maschinen überstanden - und dann warf sie so eine Aussage von Jaro aus der Bahn? <Jetzt reiß dich gefälligst mal wieder zusammen!>. Die kleine Albin war machtlos gegen ihre Emotionen und da half es auch nicht, dass sie den Blick abwandte. Hoffentlich hatte Jaro nicht bemerkt, dass ihr Gesicht scheinbar die Farbe einer Tomate angenommen hatte.


    Jaro Ballivòr
    Sofort erschrak Jaro. Hatte er schon wieder eine unbedachte Äußerung gemacht? Eine Grenze überschritten? Immer schon hatte er Schwierigkeiten mit Nähe gehabt und war ein Einzelgänger gewesen. Konnte es da sein, dass er nun, da er Freunde gefunden hatte, direkt über die Strenge schlug? Oder stimmte mit Eichenhain etwas nicht? Er wusste ja gar nicht, welche Orte Alaryah sonst noch gesehen hatte und vielleicht konnte Eichenhain nicht im Entferntesten mithalten. Nein, daran lag es nicht, Alaryahs Worte passten nicht dazu. "Ich meine, nun ja...", setzte Jaro nach kurzem Zögern an, "das war nur so eine Idee, ein Gedankenspiel. Ich weiß natürlich, dass es nicht geht, aber vorstellen könnte ich es mir." Vorsichtig sah er zu Alaryah, um ihre Reaktion zu prüfen, doch die Albin sah ihn nicht an. Also fuhr er unbeholfen fort. "Ich fühle mich in deiner... in eurer Gesellschaft, nun ja, ich fühle mich zu Hause, wenn wir zusammen sind und da kann ich mir das einfach gut vorstellen. Natürlich würde ich Avinar vermissen, aber für eine gewisse Zeit..." Jaro brach ab, als er merkte, dass er seine eigene Unsicherheit mit Worten zu verdecken versuchte und es dadurch nicht wirklich besser machte. Er leerte seinen Krug und schielte sehnsüchtig zur Flasche. Was war nur mit ihm verkehrt, dass er gefühlt jede schöne Situation zu etwas Unangenehmem machte? Man hatte ihm gelehrt, wie man Linsen schliff, Maschinen und optische Geräte herstellte und bediente, wie man den Himmel las und Karten davon anfertigte, doch niemand hatte ihm gesagt, wie man sich einer Frau gegenüber verhielt. So langsam fragte sich Jaro, ob das nicht sinnvoller gewesen wäre.


    Alaryah Schattenwind
    "Warum würde das nicht...?". Alaryah unterbrach sich. Sie wagte nun wieder einen Blick zu Jaro und wartete, bis er mit seinen Ausführungen geendet hatte. In Alaryah herrschte gerade einfach nur ein auf und ab der Gefühle. Jaro hingegen griff irgendwann nach der bereits geöffneten Flasche und schenkte sich nach. "Mö...möchtest du auch noch?". Sie nickte. "Gern.". Er schenkte nach. Wieder erfüllte Schweigen den Moment. Es war der Albin ein Rätsel, wie Jaro ihren Herzschlag nicht hören konnte, denn dieser dröhnte schon fast in ihrem Kopf. Die Zeit verging quälend langsam. "Na wunderbar...", sagte Jaro irgendwann und verzog missmutig das Gesicht. "Jetzt sitzen wir hier und ich weiß einfach nicht mehr was ich noch sagen soll.". Hilfesuchend schaute er zu Alaryah hinüber. "Schon in Ordnung.", sagte sie matt und sah Jaro nun direkt in die Augen. Jaro schaute fragend drein, dann wurde er plötzlich von Alaryah am Kragen gepackt. Noch bevor für Jaro irgendwie die Möglichkeit bestand zu reagieren hatte die Albin ihn auch schon zu sich gezogen und geküsst. Alaryah sah sich selbst, wie sie Jaro festhielt und ihm mit der einen Hand durchs Haar fuhr. Nicht nur die beiden kippten zur Seite hin um, bald schon verteilte sich auch Wein aus umgefallenen Krügen auf dem Boden. "Ent...schuldige.". Alaryah löste sich einige Augenblicke später wieder aus Jaros Armen. "Ich wollte nicht...also...". Mehr als ein verlegenes Stammeln brachte die sonst so selbstsichere Albin nicht hervor. "Das war vielleicht zu viel Wein? Ich ehm...". Die Albin erhob sich. "Ich glaube ich gehe jetzt besser.". Ihr Gesicht schien zu glühen. <Was hast du dir dabei nur gedacht?! Ernsthaft?!>. Alaryah machte sich so schnell sie konnte bettfertig, doch war sie weiterhin äußerst aufgewühlt. Es war einfach so über sie gekommen! Was hatte sie nur getan?!
    Diese Gedanken verfolgten die Albin auch noch am nächsten Morgen. Sie würde mit Jaro über den Kuss sprechen müssen. Doch was sollte sie sagen? Alaryah wollte gar nicht erst das Bett verlassen, wäre am liebsten für immer dort geblieben, doch war dies natürlich unmöglich. Jaro war schon wach und saß im Hauptraum ihrer Unterkunft. Alaryah setzte sich ihm gegenüber hin und atmete tief durch. "Jaro, ich...". Sie rang nach Worten. "Ich weiss nicht. Vielleicht sollten wir darauf achten, dass uns...ja, dass uns sowas nicht noch einmal passiert...?". Der Albin fiel es sichtlich schwer über den Abend am Lagerfeuer zu sprechen.


    Jaro Ballivòr
    Beinahe unschuldig lag die Decke ordentlich zusammengefaltet neben ihm auf der Bank. Jaro wusste nicht, wie lange er das Stück Stoff bereits anstarrte. Und es war auch nicht die Decke, die er sah. Da waren Alaryahs Augen und ihr Gesicht, das näher kam, er spürte den Zug an seinem Hemd und roch den Duft ihres Haars und dann... er fuhr sich mit einem Finger über die Lippen. Plötzlich ertappte er sich dabei, dass er lächelte. Er schüttelte energisch den Kopf und hob seinen Becher mit Tee, stellte fest, dass er ihn bereits leer getrunken hatte und nahm stattdessen den, den er für Alaryah bereitsgestellt hatte. Der Tee war schon kalt. Viel geschlafen hatte er nicht und beim ersten Licht des Morgens war er schließlich aufgestanden und in den Wohnraum gegangen. Und da war sie gelegen, die Decke. Genau dort, wo er sie am Abend abgelegt hatte. Erst war er verdutzt und sprachlos vor dem Haus sitzen geblieben und zu spät war ihm eingefallen, Alaryah zu sagen, dass sie bleiben sollte. Dann hatte er sich nicht gewagt, in ihre Schlafkammer zu sehen und hatte stattdessen aufgeräumt und sich selbst hingelegt. Irgendwann hatte ihn der Schlaf wohl eingeholt oder zumindest glaubte Jaro das, denn plötzlich war es hell geworden. Und hier saß er nun.
    Als Alaryah den Raum betrat, sah er auf. Er schluckte. Wenn er doch nur gewusst hätte, was man darauf nun antwortete? Er beschloss mit einem Lächeln zu beginnen. "Es war überraschend, das muss ich zugeben", sagte er dann, "aber auch schön." Hitze schoss ihm in die Wangen und er fragte sich, welcher Gott so herzlos sein konnte, sich diese Körperreaktion auszudenken. "Der Augenblick und der Wein... es war auch einfach so... aber, du hast recht: wir passen auf!", schloss er mit einem sich selbst überzeugenden Nicken. "Ich... hatte dir Tee gemacht, aber dann habe ich ihn selbst getrunken." Schulterzuckend grinste er. "Soll ich neuen machen?"


    Alaryah Schattenwind
    "Gern.". Alaryah hatte schon bald einen dampfenden Becher Tee vor sich stehen. Unsicher hockte die Albin nun da und wartete bis der Tee etwas abgekühlt war. Dann schaute sie Jaro plötzlich an. "Weisst du was?", fragte sie und drehte das kleine Tongefäß vor sich im Kreis. "Wir müssen uns nicht dafür entschuldigen.". Ein Anflug aus Kühnheit hatte die Albin scheinbar gepackt. "Alles ist gut.".
    Plötzlich klopfte es lautstark an der Tür. Die beiden Gefährten schreckten auf, dann war eine Stimme von draußen zu hören. "Ich trage Kunde von einer Kirona für euch!". Alaryah und Jaro sahen sich an, dann eilten sie zur Tür. Als sie öffneten stand dort ein Bote, leicht außer Atem, aber dennoch wohlauf. "Ihr seid doch Alaryah und Jaro?". Die beiden nickten. "Nundenn...". Der Bote nahm Haltung an, holte tief Luft und begann mit der Übergabe seiner Nachricht. "Kirona lässt Euch grüßen. Es geht ihr gut und sie hilft den Waldläufern beim Aufspüren und Beseiteigen der bereits bekannten Störungen im Waldreich. Sie freut sich auf ein Wiedersehen und wird wahrscheinlich mit der nächsten Patrouille hierher zurückkehren.". Dann salutierte der Alb, verbeugte sich mit den Worten "Botschaft somit überbracht.". Die beiden Gefährten blickten dem Boten nach bis er schließlich verschwunden war. "Zum Glück geht es ihr gut.". Dies war der allgemeine Konsens. Erst jetzt bemerkten Alaryah und Jaro, wie fest sie sich bei der Übergabe der Botschaft an den Händen gehalten hatten. Sie blieben einen Moment lang so stehen und Alaryah trat schließlich näher an Jaro heran. Die kleine Albin schloss die Augen und schien diesen Augenblick zu genießen. Kirona ging es gut und sie würde bald zurückkehren. Dieser Gedanke erfreute Alaryah, jedoch machte sich in ihr auch ein seltsames Gefühl breit. Wie sollten sie Kirona die ganze Sache erklären? Was sollten sie ihr überhaupt erlären? Alaryah verfluchte sich. Warum hatte sie sich nur von ihren Emotionen oder gar der Weinlaune hinreißen lassen? Warum beschäftigte sie all das nur so sehr? Ihr kam es vor als hätte sie einen Weg beschritten, von dem aus es kein zurück mehr gab...


    Jaro Ballivòr
    Mit einem warmen Gefühl im Bauch drückte Jaro Alaryahs Hand sanft. In diesem Augenblick durchflutete ihn pure Glückseligkeit. Er war froh, dass sie gesprochen hatten, wenn auch nur kurz. Andererseits war er sowieso der Meinung, dass meist gar nicht so viele Worte nötig waren. Auch Kirona ging es gut. Sie war sogar Teil einer Waldläufer-Patroullie! Scheinbar war Alaryahs und seine Intuition richtig gewesen, als sie vor all den vielen Wochen das Besondere an Kirona erkannt hatten. Die Waldläufer schienen diese Meinung zu teilen. Und zu guter Letzt blieben ihnen nun noch ein paar Tage in Eichenhain, Tage, die sie zum Trainieren nutzen konnten und ebenso für ein paar ruhige Stunden. <Zu zweit>, dachte er und gleichzeitig versuchte er, es nicht zu benennen. Egal was geschah, Jaro wollte nicht, dass etwas zwischen ihnen stand, er wollte nicht, dass sich etwas änderte. "Jetzt müssen wir nur noch aus mir einen Kämpfer machen", sagte er leise, als der Augenblick ihrer Verbindung langsam verflog. "Ich habe zwar wirklich ganz schön schwere Beine gekriegt, doch ich wäre bereit für eine Fortsetzung. Vorausgesetzt, du kannst noch." Er zwinkerte und Alaryah kommentierte seine Worte mit einer hochgezogenen Braue. "Für dich reicht es allemal", feixte sie zurück, doch Jaro sah, dass sie hinter der scherzhaften Fassade noch etwas beschäftigte. Sie versuchte es wegzulächeln und er beschloss es nicht zu kommentieren.
    Zunächst war Zeit für Frühstück. Um Münzen zu sparen, bereiteten sie es selbst in der Hütte zu, nachdem Alaryah frisches Obst und Zutaten für süße Fladen auf dem Wochenmarkt besorgt hatte. Neben den Lebensmitteln brachte sie auch zwei Holzschwerter mit, die eigentlich als Spielzeug für Albenkinder gedacht waren. "Die können wir als Ersatz für den Kampf mit Langdolchen nehmen", sagte sie. "Mehr als blaue Flecken machen die nicht." Davon gab es allerdings eine Menge, wie Jaro am Abend feststellen musste.

    Hallo :)


    zum Thema Sprache: sowohl Kadlin als auch Sasuke haben "asameisch" als Sprache in ihrem Steckbrief. Bei Vokarit hab ich auf die Schnelle nichts dazu gefunden, aber in der Weltenbibliothek:




    --> Passt also alles grundsätzlich! Vielleicht haben wir höchstens verschiedene Dialekte oder so :D



    Ich werde Sasuke jetzt dann mal so nahe kommen lassen, dass er euch hören / sehen kann. Ob ihr ihn ebenfalls bemerkt, überlasse ich euch :)

    Alaryah Schattenwind
    Alaryah stand erst für ein paar Augenblicke regungslos da, dann drehte sie sich zu Jaro um. Dieser zuckte mit der Hand zurück. "Schon gut.", sagte Alaryah mit einer nun deutlich sanfteren, aber dennoch weiterhin festen Stimme. "Das...ist einfach so über mich gekommen. Vielleicht habe ich auch einfach ein wenig übertrieben.". Die Albin zuckte mit den Schultern, schaute dann die Straße entlang, weg vom Gasthaus. Wahrscheinlich, so schätze Alaryah, war ihr gerade so etwas wie Schamesröte ins Gesicht gestiegen und Jaro sollte es nicht unbedingt mitbekommen. Ob sie dies nun tatsächlich mit ihrem doch recht plumpen Versuch verstecken konnte war jedoch fraglich. "Hat sie noch irgendetwas zu dir gesagt? Oder sich entschuldigt?".
    Erst als die beiden etwas Abstand zwischen sich und die Schänke gebracht hatten verlangsamte Alaryah ihren Schritt wieder. Sie hatte erst gar nicht gemerkt, dass sie doch recht züging vorangegangen war. Eine etwas unangenehme Stille hing nun über Jaro und Alaryah. In Gedanken verfluchte sich Alaryah für ihren Auftritt, wusste aber auch kaum etwas zu Jaros Worten vor der Taverne zu sagen. Dieser ganze Abend hatte einfach eine unvorhergesehene Wendung genommen! Was war nur los?! Mehrmals öffnete Alaryah den Mund, wollte etwas sagen oder erklären, doch blieb sie letztendlich stumm.
    "W..was hältst du von dort vorne?". Alaryahs Stimme klang seltsam in ihrem Kopf, doch was sollte sie tun? Irgendwann musste einfach jemand etwas sagen. <Jetzt fang nicht an zu spinnen...>. Jaro stimmte zu und so nahmen die beiden in einem kleinen Hinterhof an einem Tisch Platz. Es war der Hinterhof einer Herberge, gemütlich hergerichtet mit hölzernen Torbögen, sowie Efeu- und Weinranken. Einige der bereits anwesenden Gäste, eine kleine Gruppe Reisende aus entfernten Dörfern und zwei Händler, nickten den Neuankömmlingen zur Begrüßung zu. "Ich bin hier noch nie gewesen.", sagte Alaryah und hoffte, dass das Personal hier keinen Einfluss auf den weiteren Verlauf des Abends nehmen würde.


    Jaro Ballivòr
    In aller Kürze gab Jaro wieder, was sich in der Gespaltenen Eiche noch zugetragen hatte. Er sprach seinen Verdacht aus, dass er Lilith bei ihrem letzten Besuch vielleicht mit einem leeren Versprechen hatte stehen lassen. "Vielleicht hat sie mir das übel genommen...?" Falls Alaryah eine Antwort auf diese Frage wusste, so behielt sie sie für sich. Jaro musste sich eilen, um mit ihr Schritt zu halten und nicht selten schlüpfte sie gerade noch durch eine sich schließende Lücke zwischen den Passanten, sodass Jaro den halben Weg damit beschäftigt war, Schultern und Ellebogen auszuweichen und Entschuldigungen zu murmeln, wenn ihm das nicht gelang. Er kam sich furchtbar ungeschickt vor und war froh, als Alaryah ihren Schritt verlangsamte.
    Es dauerte nicht lange, da fand Jaro sich wieder mit einer Getränkekarte in der Hand vor. Immerhin war der Abend noch recht jung und sollte nicht schon jetzt und auch noch in unangenehmem Schweigen enden. "Ich finde es hier sehr schön", bekräftigte Jaro aufmunternd. Tatsächlich stellte er fest, dass er sich in dem weitläufigen Schankgarten unter freiem Himmel deutlich wohler fühlte. Das Atmen ging leichter von der Hand und der Hof war reichlich geschmückt, von der Natur gleichermaßen wie von Albenhand, sodass das Auge ständig etwas Neues fand, das es in seinen Bann zog. Die ersten Lampignons waren bereits entzündet worden und Jaro vermutete, dass sie ihre Wirkung zu späterer Stunde noch so richtig entfalten würden. Nach dem recht schweren und süßen Honigbier und dem Magen verbrennenden Brand, beschloss Jaro wieder zu dem Fruchtwein zurückzukommen, den die Waldalben meisterhaft beherrschten. Er hoffte, dass er ihm so schnell wie zuletzt in den Kopf stieg und diese angenehme Leichtigkeit mitbrachte, die ihm auch die Zunge lockerte. Fieberhaft überlegte er, welches Thema er anschneiden sollte. Zwar hätte er Alaryah gerne noch etwas zu Liliths Verhalten gefragt, doch er hatte das Gefühl, dass sie das Thema am liebsten abhaken wollte. Deshalb entschied er sich für etwas anderes, das ihn immer wieder beschäftigte. "Weißt du, es gab Phasen auf unserer Reise, da habe ich gedacht, das war's, hier kommst du nicht mehr lebend raus... doch wir haben alles geschafft. Ist das nicht unglaublich?"


    Alaryah Schattenwind
    <DANKE!>. Das von Jaro gewählte Gesprächsthema war zwar nicht gerade mit den schönsten Erinnerungen verbunden, doch lenkte es sie zumindest von den letzten Momenten ab. Alaryah nickte. "Ich fühle mich auch nicht wirklich wohl dabei dich immer wieder in Gefahr zu bringen.". Nach einer kurzen Pause fügte Alaryah noch hastig ein "und natürlich auch Kirona." an. "Oftmals werden Angelegenheiten hier ohne die Hilfe von...naja, "Fremden" geklärt.". Das Gespräch endete abrupt, als die Getränke serviert wurden. Die beiden Gefährten bedankten sich für den Wein, der in einem großen Tonkrug mit Henkel in der mitte des Tisches platziert wurde. Zwei weitere Becher gesellten sich dazu. "Du weisst schon wie ich das meine, oder?", fragte Alaryah Jaro als der Wirt, der hier seine Gäste noch selbst bediente und der Herbergsvater zu sein schien, wieder gegangen war. "Manche Alben hier haben Schwierigkeiten damit "Außenstehende" in ihre Probleme einzuweihen.". Sie schenkte erst Jaro, dann sich ein. "Aber um deine Frage zu beantworten: Ja, es stimmt. Selbst...naja...unnatürliche Begegnungen haben wir überstanden. Wieder und wieder. Es scheint fast so als würde jemand eine schützende Hand über uns halten.". Dies mochte zumindest ihr bisheriges Überleben gesichert, sie jedoch nicht vor Schmerz und Leid geschützt haben. Alaryah dachte an die Verletzungen zurück, die sie bisher erlitten hatten. Die Angst, der sie ausgesetzt waren. Unbewusst fuhr die Albin mit der rechten Hand über ihren linken Arm. Zwar waren die Wunden der Gefährten ver- und geheilt, doch war zumindest in Alaryahs Kopf so mancher Schmerz noch präsent. Sie war schließlich in ein Loch hinabgestürzt, von Pfeilen und Klingen getroffen und verprügelt worden, das konnte niemand einfach wegstecken. Doch geschah all dies zum Schutz des Waldreiches und... "Ich werde aber auch weiterhin auf dich aufpassen. ", sagte Alaryah gerade heraus, griff nach ihrem Becher, prostete Jaro zu und trank. Währenddessen war ihr Blick fest auf Jaro geheftet. Es war nicht nur eine Aussage oder ein Versprechen, es kam schon fast einem Schwur gleich. Bald fühlte Alaryah wohlige Wärme in ihrem Körper. Sie wollte sich erst wieder für ihre vielleicht seltsam anmutenden Worte entschuldigen, doch ließ sie diese nun erst einmal im Raum stehen. Sollte Jaro doch ruhig wissen, wie sie darüber dachte. Der Abend hatte holperig begonnen, warum sich dann auch noch für alles mögliche entschuldigen oder ein Blatt vor den Mund nehmen? Dafür hatten sie, wie Jaro richtig festgestellt hatte, einfach schon zu viel zusammen erlebt.


    Jaro Ballivòr
    Bei Alaryahs Worten musste Jaro lächeln. "Ach, weißt du, solange du mich am Ende immer wieder rettest, verzeihe ich das gern! Im Gegenteil, manchmal wünschte ich, ich wäre eine größere Hilfe. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, muss ich mich unbedingt noch einmal an Pfeil und Bogen versuchen!" Er dachte an den unbeschwerten Abend auf dem großen Fest zurück und wie viel Freude er an dem Schießstand gehabt hatte. Noch immer trug er das kleine Abzeichen bei sich, das er damals gewonnen hatte. "Wirklich fremd habe ich mich hier nie gefühlt", stellte er fest. "Alle sind so herzlich und aufgeschlossen... aber ich weiß, was du meinst." Vielleicht verstärkte das gerade die Gastfreundlichkeit der Waldalben. Sie hießen Besucher warm willkommen, doch schützten sie im Stillen vor all den Gefahren, die es gab. Der Wald und seine Bewohner waren Jaro wirklich ans Herz gewachsen und wert, beschützt zu werden! Es war das Geringste, das er zurückgeben konnte.
    "Da bin ich sehr beruhigt! Eine fähigere Aufpasserin kann ich mir kaum vorstellen. Ich bin sehr froh, dass wir uns getroffen haben", prostete Jaro zurück und das Grinsen lag ihm schon wieder leichter auf den Lippen. "Mmmmh." Jaro nahm direkt einen weiteren großen Schluck. "Ich hatte beinahe vergessen, wie gut das schmeckt!" Nicht ohne einen vorsichtigen Blick in Alaryahs Richtung, schenkte er sich nach und bot auch der Albin an, ihren Becher neu zu füllen. Plötzlich kam ihm eine Idee und bevor er es sich anders überlegen konnte, sprach er es einfach aus. Ob der Wein so schnell schon Wirkung zeigte oder woher er sonst den Mut nahm, wusste er nicht zu sagen. "Du, Alaryah... meinst du, du könntest mir ein bisschen was beibringen? Wie man kämpft oder schießt zum Beispiel? Natürlich nur, wenn das ok für dich ist und du keine Geheimnisse von euch Waldläufern dabei verletzt", fügte er schnell noch an und trank einen hastigen Schluck Wein hinterher, in der Hoffnung, Alaryah fände seine Bitte nicht unangebracht.


    Alaryah Schattenwind
    Für einen Moment hielt Alaryah etwas überrascht inne. Jaro und dreckiger, blutiger Nahkampf? Sie war sich nicht sicher, ob Jaro dafür wirklich bereit war. Sie war sich allerdings auch nicht sicher, ob diese Zweifel durch diese seltsame Gefühlslage hervorgerufen wurden. Wahrscheinlich war es sogar keine schlechte Idee wenn Jaro ein paar Manöver lernen oder allgemeine Trainingseinheiten erhalten würde. "Ich...kann dir das ein oder andere zeigen.", sagte die Albin und gab sich dabei keinerlei Mühen die Skepsis in ihrer Stimme zu verbergen. "Auch wenn ich dich eigentlich ungern in der Nähe einer gegnerischen Klinge sehen möchte...". Sie wollte Jaro nicht beleidigen oder verunsichern. "Ich werde dir etwas beibringen. Wir werden trainieren. Versprochen". Während Alaryah zum nächsten Schluck ansetzte kam ihr schon eine erste Idee. "Weisst du was? Wir fangen heute noch damit an.". Es war vielleicht nicht die beste Idee, schließlich hatten sie schon etwas getrunken, aber ein paar Grundlagen würde die Waldläuferin schon noch auf die Reihe kriegen. Wobei...Grundlagen? Nein. Alaryah würde Jaro erst einmal auf die Probe stellen. Doch wollte sie dies noch nicht weiter ausführen. So warf die Albin Jaros fragendem Blick ein sanftes Lächeln entgegen. "Sei unbesorgt, du musst dir nichts merken oder Angst haben verletzt zu werden.". Vielleicht ging Jaro die ganze Sache zu schnell? Oder hatte ihn die Motivation gepackt? Sicher konnte Alaryah das nicht sagen. "Wer weiss, vielleicht passt du dann ja bald auf mich auf?". Sie grinste. <Was war DAS denn jetzt?!>. Irgendwie fühlte sich Alaryah geschmeichelt, dass Jaro sie um diesen Gefallen gebeten hatte. Gut, sie war schließlich auch eine trainierte Kämpferin und wahrscheinlich auch die einzige, die Jaro in einem Umkreis von zig Meilen bekannt war, aber trotzdem hätte es sich die kleine Albin nie träumen lassen einmal etwas von ihrem Wissen weiterzugeben...auch wenn es das Wissen zum Töten war.
    "Aber bevor wir irgendetwas in dieser Richtung unternehmen...lass uns noch für einen Augenblick den Moment genießen.". Es wurde dunkler und nach und nach entzündete der Wirt die den Innenhof umgebenden Lichter. Die beiden Händler ein paar Tische weiter standen auf, besiegelten eine Vereinbarung per Handschlag und verließen den Hof. Der eine ging die massive Holztreppe in die erste Etage hinauf, wahrscheinlich zu seinen Gemächern, der andere betrat ein Zimmer im Erdgeschoss. Obwohl dieser Ort recht zentral gelegen war drangen kaum Geräusche von der Straße zu ihnen heran. "Sieh doch.". Alaryah zeigte nach oben. Vereinzelt erschienen erste Sterne, während das Abendrot so gut wie verschwunden war. Es war recht mild und sie wussten, dass sie noch lange draußen verweilen konnten.


    Jaro Ballivòr
    Kurz hatte die Unsicherheit noch angehalten, dann aber, spätestens, als Alaryah zustimmte, war Jaro endgültig überzeugt von der eigenen Idee. Eine bessere Lehrerin konnte er sich doch kaum vorstellen und überhaupt, gefiel ihm die Art und Weise, wie die Waldalben kämpften, außerordentlich gut. Die Krieger der Lichtalben hatte er stets für raue und undisziplinierte Rüpel gehalten, allerdings beschränkte sich seine Erfahrung auch auf Falathris Stadtwache, die möglicherweise nicht das beste Beispiel abgab. Zumindest, wenn man Goldanils Worten Glauben schenkte und daran war man zumeist gut beraten. Die Waldläufer bewegten sich hingegen lautlos und unsichtbar durch das Unterholz und schlugen zu, schnell und präzise wie ein Raubvogel auf Beutejagd. Es war eine elegante und auch irgendwie gerechte Art zu kämpfen, denn Jaro hatte das Gefühl, dass sie stets nur so viel Blut vergossen, wie notwendig war.
    "Wer weiß, vielleicht kommt keine Klinge der Welt mehr nahe an mich heran, wenn du mit mir fertig bist." Die plötzliche Vorfreude gepaart mit der Wärme des Weins breitete sich wohlig in Jaros Bauch aus. Trotzdem stockte er kurz. "Jetzt... jetzt gleich? Also heute?" Ja warum eigentlich nicht? Wer konnte schon wissen, wie viel Zeit ihnen in Eichenhain vergönnt war? "In Ordnung." Wenn Jaro zuletzt etwas gelernt hatte, dann, dass die entspannten Momente jederzeit vorbei sein konnten. Zu einem solchen Moment war dieser Abend nun doch noch geworden. Jaro folgte Alaryahs Fingerzeig und suchte den kleinen Ausschnitt des Himmels nach einem Sternenbild ab, das ihm bekannt vorkam. "Ich habe ein ganzes Jahr lang an Sternenkarten gearbeitet", sagte er gedankenverloren. "Doch ich erkenne hier kaum einen wieder. Vermutlich gibt es überall andere Sterne und insgesamt sind es so viele, dass niemand sie alle kennen kann." Er ließ seine Gedanken einfach in Worte strömen, den Kopf weiter in den Nacken gelegt. "In meinem Volk denken viele, dass der, der die Geheimnisse der Sterne kennt, die Geschicke der Welt in den Händen hält. Bestimmt ist es besser, wenn ein wenig davon verborgen bleibt." Letztlich löste er den Blick und sah wieder Alaryah an. Es war komisch von "seinem Volk" zu sprechen, denn die Worte schufen eine Abgrenzung, die er nicht empfand.


    Alaryah Schattenwind
    "Diesen Stern dort...den nennen wir hier "Lunaris Auge".". Alaryah zeigte auf einen Stern und senkte dann aber schnell wieder den Arm. Woher sollte Jaro wissen, auf welchen Stern sie tatsächlich deutete? "An diesem Stern kann man sich gut orientieren.". Alaryahs Kenntnisse über Astronomie waren, wenn überhaupt, gering. Das Wissen, welches sie gerade mit Jaro teilte, beruhte auf dem Tipp eines älteren Waldläufers, der in Fährtenlesen und Orientierung immer einen guten Rat auf Lager hatte. Die Albin hoffte, dass Jaro nicht noch mehr über die Sterne oder Sternenkarten der Alben erfahren wollte...sie würde ihm ohnehin in diesem Bereich keine Hilfe sein. Glücklicherweise hatte Jaro Alaryahs Information einfach nur aufgenommen, während er weiter gen Himmel starrte.
    Die Zeit plätscherte etwas dahin und schließlich hatten die beiden ihren Krug geleert. "Lass uns weiterziehen.", meinte Alaryah dann und stand auf. "Wir haben da noch etwas vor.". Sie bezahlten, hinterließen dem Wirt ein gutes Trinkgeld und wünschten allen Anwesenden noch einen schönen Abend.
    Alaryah führte Jaro hinaus. Sie verließen Eichenhain und folgten der Straße in Richtung Norden. Alaryah hatte den Wächter am Tor angesprochen und so erfuhren die beiden, dass ihnen noch ein paar Stunden blieben bevor die Tore über Nacht geschlossen wurden.
    "Wohin gehen wir?", fragte Jaro schließlich, doch konnte er Alaryah keine Antwort entlocken. Er sollte es einfach selbst sehen.
    "Wir sind da.", sagte Alaryah schließlich und schob einen großen Tannenzweig beiseite. Sie befanden sich am Ufer eines großen Sees. Das Geräusch von leise plätscherndem Wasser war am Ufer zu hören und Schilf wogte im lauen Wind sanft hin und her. Sterne und Mond spiegelten sich in der Wasseroberfläche und die gesamte Szenerie wurde von schummrig schönem Licht erhellt. Es war zauberhaft. Ruhig. Friedlich. Ein Frosch quakte laut und sprang dann mit einem "Platsch!" ins schon fast tintenschwarze Wasser. "Es ist wunderschön hier.", stellte Jaro erstaunt fest. Er hatte nicht damit gerechnet, dass Alaryah ihn an solch einen Ort führen würde. "Fangen wir an.", hörte Jaro Alaryah sagen. Er drehte sich in ihre Richtung. "Inwiefern...?". Die kleine Albin stand einfach locker da und legte den Kopf schief, als wäre irgendwas an ihrer Aussage nicht zu verstehen. "Schlag mich.".

    Hallo
    hier meine Rückmeldung:


    Ich komme mit der Struktur zurecht, auch wenn ich ab und zu nach alten Threads oder Figuren-Steckis suchen musste. Aber dafür gibt es ja die Suchfunktion!
    Das ist auch etwas, das ich gut und wichtig finde: alte Threads (z.B. Vorschläge für die Weltenbibliothek etc.) wurden nicht gelöscht sondern sind noch irgendwo vorhanden und man kann sie noch einmal herauswühlen.
    Die Anordnung erst Welt, dann Stadtrand finde ich in Ordnung wie sie ist.


    Zu Avinar:
    wie wäre es, wenn Avinar, Evalon und Wildnis einfach eine Ebene höher rutschen? Immerhin heißt der Ordner ja schon weitere Regionen.
    Im Norden wäre es auch ok, aber so hätte man dann doch noch die Abgrenzung zum "richtigen" Norden.


    Zu den Ortsbeschreibungen ist mir Folgendes aufgefallen:



      Ich habe noch Entwürfe für Städte Arashimas, Kampftechniken der Arashi, die Beschreibung der kandorischen Bergziege und eine Auflistung wichtiger Personen der ehemaligen Fraktion der Ordnung gefunden. Das könnte ich bei Gelegenheit mal überarbeiten, wenn so etwas für die Reiseführer oder Infos zu den jeweiligen Regionen gedacht ist. Wie hättet ihr da gerne den Ablauf? Einfach posten oder wie bisher erst zur Diskussion in den Versammlungsplatz und ihr Mods verschiebt es dann entsprechend mit grünem Haken?


    Bzgl. der Figuren lasse ich dich erst mal machen. Da ist der Stand ja "in Arbeit". Wenn mir nachher was auffällt, das ich gerne anders einsortiert hätte, gebe ich Bescheid.


    Liebe Grüße

    Passt, der Titel gefällt mir gut :)
    Und natürlich auch der Einstieg :grosseslaecheln:


    Ich werde mich heute Nachmittag an meinen ersten Post setzen und dann gibt's heute Abend vielleicht schon was zu lesen. Sew, falls du schneller bist: hau raus! Noch ist die Reihenfolge ja nicht entscheidend.


    Liebe Grüße

    Super, ich glaube das wird toll :)


    Dann lasst uns doch gar nicht lange trödeln und gleich loslegen!
    Der Anfang ist ja klar: wir sind alle in irgendeiner Form in Eis und Schnee unterwegs und werden uns ja nicht direkt hinter der nächsten Biegung zufällig alle auf den Fuß steigen ;)


    Kadlin ist auf jeden Fall mit dem Schiff angekommen und alles Weitere muss (erst mal) nicht unbedingt thematisiert werden. Möglicherweise kommt die zündende Idee wirklich noch beim Schreiben.


    Zwecks Titel können wir gerne mit Freundschaft warm wie Eis starten. Auch hier können wir ja noch ändern, wenn plötzlich DER Titel schlechthin auftaucht.


    Sasuke spricht übrigens braun :D



    Nun bleibt nur noch eins... wer möchte anfangen? :augenbrauen:

    Hallo ihr beiden!
    Hier ist der versprochene Thread, dass wir zu dritt besser überlegen können, wie wir starten, wie die Geschichte heißen soll oder auch später im Verlauf für Besprechungen, Diskussionen, Fragen oder Ideen :)


    Gerade für das Schreiben > 2 Personen ist so ein zusätzlicher Thread vielleicht gar nicht schlecht!


    Die Personen

      Kadlin vom Wolfsstamm (Norkara): https://asamura.de/viewtopic.php?f=147&t=2173<br>
      Kadlin ist eine junge, ehrgeizige und eigensinnige Jägerin aus Thogrim, die darunter leidet, dass sie - obwohl sehr fähig - nicht zu den Walfängen aufgenommen wurde / wird.


      Vokarit Kaltherz (Frostalb): https://asamura.de/viewtopic.php?f=146&t=1078<br>
      Vokarit ist ein frostalbischer Anführer am Anfang seiner Militärkarriere. Er ist ein düsterer Zeitgenosse, der psychisch etwas angeknackst ist. Er befindet sich im Feindesland = Kriegsgebiet zwischen Cynabal und Arashima.


      Sasuke Mokiri (Arashi): https://asamura.de/viewtopic.php?f=152&t=1000
      Sasuke ist ein Spion und Auftragsmörder im Dienste der gemäßigten Rebellenpartei Die Gelbe Blüte. Bei der Rückeroberung der Stadt My'shu leistete er einen nicht geringen, wenn auch fehlerhaften Beitrag. Er ist hernach ausgezogen, um seinen Auftrag - einen hohen Frostalben-Offizier zur Strecke zu bringen - zu Ende zu bringen. Allerdings hat er die Fährte verloren und ist seither mehr oder minder planlos in der Wildnis unterwegs. Das tugendhafte Leben im Sinne von Segiras Ehrenkodex ist ihm ein Anliegen.



    Die Grundidee
    Drei vollkommen unterschiedliche Personen, verschiedener, teils verfeindeter Völker treffen in der unbarmherzigen Wildnis Cynabals / Arashimas aufeinander. Jeder trägt sein eigenes Päckchen, niemand vertraut dem anderen, jeder möchte überleben...
    Möglicherweise passiert etwas, dass die drei zwingt zusammenzuarbeiten? Von Naturgewalten wie Schneestürmen bis hin zu größeren Übeln, z.B. in Form von Raubtieren oder übel gesinnten Kriegstrupps, sei es frostalbischer als auch rebellischer Seite (Arashi) könnte alles Mögliche passieren, was die drei zumindest zeitweise zu unfreiwilligen Verbündeten macht



    Zu Klären

      Wie und warum kommt Kadlin nach Arashima / Cynabal?

        Als erste und recht einfache Möglichkeit fällt mir ein, dass sie auf der Suche nach einer besonderes wertvollen Jagdtrophäe ist. Vielleicht gibt es irgendein Tier, das nur in Cynabal lebt und von dem sie Legenden gehört hat. Vielleicht kann ihr dieses Juwel endlich die nötige Achtung in ihrem Clan einbringen. Deshalb bestieg sie ein Schiff (davon fahren ja genug herum und mit der nötigen Bezahlung, z.B. in Form eines Robbenfells oder, oder, kann man sich bestimmt einen Platz erkaufen) und landete in Arashima an, sehr gerne mit Hund!


        Eine weitere Möglichkeit wäre ein zufälliges Anlanden. Kadlin hat auf einem Schiff angeheuert, um ein Abenteuer zu erleben, doch der Frachter geriet in Not und sie strandete zufällig so weit im Westen


        Oder aber, eine dritte Möglichkeit, sie hat vom Krieg der Arashi gegen die Frostalben gehört. Möglicherweise suchen die radikalen Rebellen der Arashi sogar aktiv nach Verbündeten und eine Delegation ist in Thogrim gelandet, um Krieger zu rekrutieren. Kadlin folgt diesem Ruf in der Hoffnung, dort die Anerkennung zu erhalten, die ihr zu Hause verwehrt blieb. Bei einem Kampfeinsatz wird ihre Truppe dann zerschlagen und fortan ist sie alleine in der Wildnis eines fremden Landes unterwegs


      => Was meint ihr? Habt ihr weitere Ideen? Gefällt euch einer der Möglichkeiten besonders?


      Was ist das Ziel unserer Geschichte / was soll (ganz grob) passieren?

        Zunächst könnten wir ausspielen, wie die drei überhaupt aufeinander treffen. Das kann ja auch gerne ein bisschen dauern oder sie treffen und trennen sich öfter, eine Art Katz und Maus-Spiel. Immerhin sind sie Feinde, vor allem Sasuke und Vokarit.


        Dann könnte, wie eingangs schon erwähnt, etwas passieren, dass die drei zwingt zusammen zu arbeiten. Hier gibt es viel Potential, finde ich. Alle drei sind eher schweigsam und jeder auf seine Art "eigensinnig", das bietet viele interessante und auch komische Möglichkeiten, gerade wenn sie zusammenarbeiten müssen, dabei aber keiner dem anderen wirklich traut.


        Im Sinne des Brainstormings für weitere Möglichkeiten / Treiber: Sasuke hat generell ein Ziel: den Frostalben-Oberst finden und töten. Das können aber müssen wir hier nicht ausspielen. Erst mal ist das Ziel in weite Ferne gerückt, denn er hat ja die Spur verloren. Sein weiteres Ziel wäre, einen größtmöglichen Beitrag zur Rebellion leisten, d.h. so viel Unruhe wie möglich unter den Besatzern verrichten. Sein inneres Bedürfnis ist, nach Hause zu seiner Familie zurückkehren zu können. Dafür muss er aber in der Gunst seiner Partei wieder nach oben klettern.


      => Was meint ihr? Habt ihr noch Ideen oder Ziele eurer Figuren, die anvisiert werden sollten / können?


      Last but not least - Wie nennen wir die Story?
      Hier ein paar Ideen mit Bitte um Ergänzung:

        Feinde unter Feinden


        Jagd im Eis


        Gegensätze stoßen sich ab


        Töte mich, dann lasse ich dich leben


        Unterkühlte Feindschaft


        Freundschaft warm wie Eis