Beiträge von Baxeda

    Hey,


    sorry für die späte Antwort, ich habe momentan RL viel um die Ohren. Ich finde, der Text liest sich nun inhaltlich flüssiger, ich habe ein klareres Bild von der Szenerie vor dem geistigen Auge. :)


    Als zweites wäre wie auch schon beim ersten Teil, was für Informationen ihr aus dem Text über die Welt und die Charactere interpretieren könnt.


    Über die Welt kann ich nach wie vor nur sagen, dass sie technologisch hoch entwickelt ist. Mehr kann ich mir nicht erschließen.


    Ultan wirkt ein bisschen wie ein Softie, da er nervös herumstammelt, anstatt seinen Mann zu stehen, obwohl er sich große Sorgen um Shinra macht. Dafür, dass all seine Gedanken um sie kreisen, ist er nicht sehr hartnäckig.


    Was Cornelia betrifft, bin ich noch unentschlossen. Ich bin hier natürlich davon geprägt, wie unser weltlicher Umgang mit Patienten in Deutschland standardisiert ist. Hier wäre es ein Unding, einem Patienten aus wenigen Zentimetern Entfernung direkt ins Gesicht zu blaffen, nur weil er nicht auf ihre Anweisungen hören will.


    Das muss aber nicht für deine Welt gelten, vielleicht ist sie sein militärischer Vorgesetzter, oder Patienten gelten automatisch als entmündigt, oder Cornelia ist bewusst als grenzüberschreitend und eher unsympathisch konzipiert? Das weißt am Ende nur du. :)


    Viele Grüße

    Bax

    Ah, interessant. Heute habe ich gelernt, was eine Light Novel ist. Das kannte ich vorher überhaupt nicht, stecke allerdings auch nicht sonderlich tief in der Anime/Manga-Szene drin. Wird deine Story eine Fanfiction dazu oder eine eigene Geschichte?


    Besagter Charakter ist, in seinem Universum, anführer einer kleinen mongolischen Gruppe die direkt von Dschingis Khan abstammt.

    Allerdings steht Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen., dass der angebliche "Dschingis Khan" in Wahrheit jemand anders war, der nur dessen Identität geklaut hat. Wie ist das in deiner Geschichte?

    Hey Winfin und guten Abend!

    Meine Hauptfrage dazu ist, wie viel man aus der Szene herauslesen kann über die Welt

    Wir befinden uns an Bord einer hochtechnisierten Yacht mit profesionellen Sicherheitsbereichen. Da kurz darauf Menschen um einen Hangar eilen, handelt es sich offenkundig um eine Raumyacht. So, wie der Stand der Technik sich liest, spielt die Geschichte entweder in der Zukunft oder in einer Welt, die unserer technologisch voraus ist. Da die Besatzung sich momentan nicht im "Normalraum" befindet, geschieht obendrein gerade irgendetwas Seltsames mit ihrer Realität.


    und vor allem was für Fragen bleiben (um abschätzen zu können, was davon ich eh vorhatte zu beantworten, oder ob es noch dringende Dinge gibt sonst Lücken lassen)

    Ich habe beim Lesen nicht das Gefühl, das zu wenig an storyrelevanten Informationen gegeben wurde. Die technischen Begriffe müssen nicht zwingend erklärt werden, sie gehören zum Genre dazu. Alles, was mir an Fragen einfällt, betrifft den künftigen Verlauf der Geschichte.


    Das Einzige, was ich mir wünschen würde, ist, dass ich gern früh im Text einen Hinweis bekomme, wie ich mir den Protagonisten vorstellen muss. :) Ich bin visueller Lesetyp und habe mit dem Kopfkino Probleme, falls diese Informationen zu spät kommen und ich das Bild, was ich im Kopf hatte, nachträglich wieder umgestalten muss.


    Das war es von meiner Seite. Wieder eine schöne griffige Szene mit spannendem Cliffhanger!


    Viele Grüße

    Bax

    Hey Winfin!


    Hut ab, wie konstruktiv du mit Hinweisen umgehst! Als ich mit Schreiben anfing, musste ich das erstmal lernen. Ich bin sehr gespannt, wie deine Geschichte sich entwickeln wird. Du brauchst keine Hemmungen zu haben, hier neue Threads zu eröffnen, wenn du ein neues Schreibprojekt startest, wir haben mehr als genügend Platz. ;)


    Bitte nicht wundern, dass ich zur Zeit eher still bin, mich hat eine fiese Erkältung im Würgegriff und meine Konzentrationsfähigkeit kriecht weit unten im tiefsten Taudis herum. Da ist das Lesen in einer Fremdsprache nicht unbedingt die leichteste Beschäftigung. Langsam geht es aber wieder aufwärts, so dass ich dir in den nächsten Tagen Rückmeldung geben können sollte ...

    Hey und guten Abend! :)


    Vielen Dank für deine mega ausführliche Rückmeldung! So was ist ein wahrer Schatz für jeden Autor. Das hilft mir, die Geschichte einzuschätzen und bei der Überarbeitung noch zu optimieren.


    Und auch vielen Dank für deine tiefgründigen Gedanken zu Grauzonen, das war für mich sehr interessant zu lesen. :)


    Jeder ist sehr auf sich fokussiert und es ist durchaus in Ordnung, wegen vermeintlichen Kleinigkeiten zu leiden - das ist etwas, was viele sich vielleicht erst zugestehen müssen. Trotzdem hilft es oft auch, den Blick hochzunehmen und zu versuchen, sich in andere hineinzuversetzen.

    Im Prinzip soll sich der Kontrast durch das ganze Buch ziehen.

    Genau, das ist wie eine Waagschale, Selbstaufgabe versus Egozentrik, die von einem Extrem ins andere kippt. :) Ein gesundes Mittelmaß zu finden ist sowohl für Vanessa als auch für Marie sehr schwer. Besonders bei Marie wird die Entwicklung deutlich. Anfangs hat sie sich selbst verloren, da sie nur noch für die Familie lebt, im Laufe der Geschichte schlägt es ins ganze Gegenteil um, sie denkt nur noch an sich, bis sie am Ende - vielleicht - durch Marie gelernt hat, ein gesundes Mittelmaß zu finden. Ob sie es langfristig halten kann, bleibt offen.


    Was auch ganz subtil mitschwingt, ist Vanessas Trinkverhalten. Es wird kaum hervorgehoben, da aus der Sicht Vanessas erzählt wird, die nicht merkt, dass es evtl kritisch sein oder werden könnte und die Maries Geschichte natürlich auch nicht so detailliert kennt. Im Grunde aber hat bei Marie alles ähnlich harmlos angefangen, wie bei Vanessa. So gesehen ist Vanessas Ende auch in mehrere Richtungen offen: wir sie Jan wieder lieben können? Wird sie ihr altes Leben wieder annehmen können? Hat sie ihr Trinkverhalten weiterhin oder wieder im Griff? Und natürlich auch: wird sie Marie wiedersehen?

    Mir ist ihr Trinkverhalten tatsächlich sofort aufgefallen, und ich würde das auch nicht mehr als harmlos bezeichnen, aber ich habe dafür auch ein sehr feines Radar. Ob Vanessa es schaffen wird, ihr Leben in der Waage zu halten, egal in welcher Hinsicht, bleibt offen, aber sie hat nun wieder die Chance, die bestehenden Konflikte vernünftig zu klären - eine Fähigkeit, die ihr verloren gegangen war, da sie alles in sich hinein fraß, bis alles auf einmal zusammenbrach und sie unter sich begrub.


    Letztlich habe ich erst mal gestrichen, da mir das offene Ende passender erschien, für Marie, als auch für die emotionale Wirkung.

    Auch wenn der Epilog eine sehr schöne Idee ist, gefällt es mir so auch besser, da es Maries "Unfassbarkeit" unterstreicht. Wir wissen nicht, woher sie kommt und wohin sie geht. Sie war nur kurz da, wie die Flut, wie eine Springflut vielleicht, und dann war sie wieder fort. Mir gefällt das sehr.


    Es freut mich sehr, dass ich dich berühren und dadurch offenbar die gewünschte Stimmung in den Absatz bringen konnte. Das ist wahrscheinlich das größte Lob, das man kriegen kann.

    Auch wenn es irgendwie komisch ist, sich darüber zu freuen

    Nö, das ist völlig legitim und das geht wohl den meisten Autoren so. :knuddeln:


    Ich hoffe, du schreibst "hatte", weil ihr keinen Kontakt mehr habt, und nicht, weil sie ein schlimmes Ende genommen hat :(

    Sie war irgendwann kaum noch nüchtern, oder überhaupt nicht mehr. Sie war nicht mehr sie selbst, redete Unsinn, beklaute mich und hat Wahnvorstellungen entwickelt. Sie wollte in diesem Stadium keine Freundschaft mehr, weder zu mir noch zu sonst jemandem, alle waren wegen irgendwelchem Kleinscheiß plötzlich ihre Feinde. Man kommt dann nicht mehr ran, solche Leute fangen dann auch an, das Umfeld zu manipulieren, mit dem Ziel, einen zu zerstören, da hilft nur noch rigoroser Kontaktabbruch, ohne jeden Kompromiss, und gegebenenfalls auch der juristische Vorschlaghammer.


    Was ich außerdem noch überlege ist, ob ich die angesprochenen Stürme doch Schaden nehmen lasse. Aktuell verpuffen sie komplett. Es muss ja nichts Schlimmes sein wie Haus abgedeckt, aber evtl. ein paar unangenehme Stiche.

    Ich denke, das würde der Geschichte guttun. :)


    Ich selbst habe bisher keine direkten Berührungspunkte mit Abhängigkeit gehabt, doch es ist ein Thema, das mich wahnsinnig fesselt und bewegt und über das ich schon viel gelesen habe.

    Möge es so bleiben! :verbeug:


    Ich hoffe natürlich, dass ich mit so einer Geschichte Menschen berühren kann, auch solche, die selbst schlimme Erfahrungen gemacht haben, am Ende aber soll trotzdem kein allzu negatives Gefühl bleiben, im Idealfall sogar ein wenig Trost.

    Mir hat sie, wie gesagt, sehr gefallen! :)


    Wie findest du es, dass Vanessa sich am Ende trotz Maries Anwesenheit betrinkt? Ist das drüber? Ich das realistisch?

    Es kommt drauf an, wie stark ihre eigene Suchterkrankung schon fortgeschritten sein soll. Im Augenblick handelt sie besorgniserregend. Vanessa ist für mich momentan eine "schwache" Protagonistin, die von außen den Anstoß braucht, dass sich etwas ändern muss - das erledigt Marie für sie, indem sie sich Vanessas Zugriff entzieht. ie sieht es bei der Versuchung des Alkohols aus? Um sie nicht ganz so schwach dastehen zu lassen, wäre es vielleicht ratsam, dass sie wenigstens in diesem Punkt standhaft bleibt - dass sie ihre Lektion (für dieses Mal) gelernt hat. :)


    Wenn du dich zurückerinnerst (du musst nicht nachlesen), wie dominant oder extrem findest du Vanessas Gefühle nach der Rückkehr aus dem Urlaub aus jetziger Sicht?

    Extrem und aus meiner Sicht nicht mehr gesund. Aber ich hatte das Gefühl, dass das so sein soll. Großartig fand ich die anfängliche Beschreibung von Maries Händen bei der Küchenarbeit. Es könnte, um es vielleicht weniger fanatisch wirken zu lassen, sondern gefühlvoller, auch passend sein, Vanessas Erinnerungen und Wünsche so spezifisch und "nah" darzustellen wie sie Marie ganz am Anfang wahrgenommen hat, mit einem Blick fürs Detail, was übrigens auch gut dazu passt, dass sie im künstlerischen Umfeld arbeitet. :)


    Wenn man fies sein will, könnte es - wenn sie nicht bisexuell ist, sondern tatsächlich eher zum lesbischen Ende des Spektrums tendiert - auch so sein, dass sie Jan auf die gleiche Weise wahrnimmt und wie plump/grob/etc. er ihr in all seinen Details auf einmal erscheint, was auch veranschaulichen würde, warum sie nicht mehr mit ihm schlafen möchte.


    Es kann natürlich aber auch sein, dass die Anziehungskraft, die von Marie ausgeht, primär seelischer Natur ist, genau so wie die wachsende Distanz zu Jan, dann würde ich den Fokus noch etwas mehr darauf scharf stellen, um ihre Besessenheit von Marie besser zu erklären. :) Und zum Ende hin, als auch Jan an sich gearbeitet hat, schwindet die Distanz wieder, während die innere Distanz zu Marie mit all ihrer Kompliziertheit wächst - was die Basis für eine Versöhnung mit Jan bildet.


    Oder vielleicht ist es auch eine Kombination aus allem oder nichts von dem, das weißt allein du. :grosseslaecheln:


    - Sind dir offene Fragen geblieben, die noch aufgelöst werden sollten?

    Ich hätte gern mehr über Jan erfahren. Zudem würde ich gern früher erfahren, wie Vanessa heißt, wie sie aussieht und wie generell ihre Familie aussieht. Am Anfang hatte ich etwas Mühe mit dem Kopfkino, sobald die Figuren im Fokus standen und nicht die Umgebung. :)


    Funfact: Außerdem fand ich Ronnie cool. Warum? Weil ich in einem meiner Projekte auch einen Ronny habe und seither alle Ronnys einen riesengroßen Bonus genießen. Logik? Nicht vorhanden. Es ist der Ronnybonus. *gg*


    Aber unabhängig davon:


    Ich hätte mir gewünscht, dass hintergründig Ronnies Freundschaft zu Jan etwas mehr vertieft wird, auch, damit Jan sozial nicht so in der Schwebe hängt, da er ja ein sehr geselliger Mensch ist. Momentan gehen aber alle Kontakte von Vanessa aus. Wenn es eine richtige Männerfreundschaft ist, könnte es zum Beispiel sein, dass Ronnie Vanessa ein paar bitterböse Nachrichten mit wachsender Intensität schickt, so als Gegenstück zur lieben Mama und zur besorgten Saskia. Außerdem schürt er dann sicher auch Jans Misstrauen, trifft sich oft mit ihm, um ihm beizustehen. Vielleicht ist er ja selbst mal von seiner Ex betrogen worden und seither wittert er überall Untreue - und hat auch noch Recht. :eek:


    Auch bei mir: gibt es etwas, das du ersatzlos streichen würdest?

    Nö. :) Ich würde die Geschichte sogar noch weiter ausgewalzt haben wollen, nicht in die Länge, sondern in die "Breite", z. B. noch mehr Wettersymbolik, noch mehr spürbare Romantik (das fand ich wirklich niedlich) und mehr soziale Vernetzungen.


    und die zweite von dir geklaute Frage: wer ist Deine Lieblingsfigur?

    Marie. :liebe: Besonders am Anfang, als auch Vanessa noch ganz von ihrem Zauber gefangen ist, und du sie so liebevoll beschreibst, aber auch gegen Ende, als sie eine enorme Stärke beweist. Auch ihre Rastlosigkeit, ihre Flüchtigkeit, all das hast du wunderbar beschrieben.


    Gerade gegen Ende wird mir aber auch Jan immer sympathischer. :)


    Und wenn Ronnie wie oben den Advokatus Diaboli verkörpern dürfte, würde ich den wahrscheinlich auch extrem feiern. :D


    Obwohl ich viel gelitten habe und mich teilweise quälen musste, bin ich sehr zufrieden mit dem Resultat. Es gab häufig Momente, in denen ich richtig grinsen musste, weil ich eine gelungene Passage noch einmal gelesen habe, oder weil mir eigenfallen ist, wo ich gut einen Hinweis verstecken kann. Das ist mir bisher noch nicht so oft beim Schreiben passiert. In der Vorbereitung auf den Nano hatte ich mal gesagt, dass diese Geschichte sich nach außen drängt, und ich denke, das habe ich dann auch gemerkt.

    Das ist großartig zu hören und freut mich sehr, wenn es sich SO anfühlt, ist das genial, das hat man leider nicht so oft, aber diesen NaNoWriMo hatten wir das wohl beide. Es gibt Geschichten, die müssen geschrieben werden. "There is no greater agony than bearing an untold story inside you."


    Trotzdem, wie gesagt, ohne dich und den Nano als Format hätte ich es niemals geschafft, diese Geschichte so weit zu bringen. Manchmal tut es eben doch der Zwang, gepaart mit ausreichend Motivation und Zuspruch.

    Mir hat beides auch sehr geholfen, der "Druck" ebenso wie deine sofortige Rückmeldung und deine lieben Worte, aber auch die Freude, nicht allein zu schreiben, sondern auch deine Geschichte lesen und kommentieren zu dürfen. Der gesamte Austausch hat dazu beigetragen. :bier:


    Vielen Dank, dass du dir auch noch mal so viel Zeit für meine Fragen genommen hast! Ich hoffe, ich konnte es würdig ausgleichen. :)


    Dass am Ende Serak als Protagonist zu deiner Lieblingsfigur geworden ist, freut mich besonders! Zum einen, weil er mir sehr am Herzen liegt und ich mich freue, wenn ich dieses Gefühl an den Leser transportieren kann. Zum anderen hatte ich dir ja geschrieben, dass er in seiner Jugend für mich nicht leicht zu schreiben war.


    Deine Idee für Arvida gefällt mir sehr gut, ich werde mal tüfteln, wie ich sie einbauen kann. Es kommt wahrscheinlich noch einiges an Plotarbeit und mehrere Zusatzkapitel hinzu, au weia. :D Das sind wirklich gute Impulse.


    Was Znorla Bruchzahn betrifft, finde ich deine Variante, dass man ihn zwar als anonyme Bedrohung spürt und ab einem bestimmten Punkt die Anwesenheit des wütenden Artgenossen ganz klar erahnen kann, aber ihn nicht leibhaftig sieht, ganz hervorragend! Das werde ich so umsetzen.


    Dass ausgerechnet die Zeitrafferkapitel deine Lieblingsstelle sind, hat mich erstaunt, belustigt und gleichermaßen beruhigt, weil ich immer große Zweifel bei Zeitraffern habe, seit ich mal die Rückmeldung erhalten hatte, dass es sich anfühlen würde, als sei da bei einer Geschichte ein Stück rausgeschnitten, um das der Leser sich damals betrogen fühlte. Allerdings ist das jetzt auch schon ein paar Jahre her, vielleicht war die Stelle damals einfach wirklich schlecht. *ggg* Lustig, dass ausgerechnet dieser Part nun von dir als Highlight empfunden wird. Vielleicht, weil ich mir aufgrund der früheren Kritik diesmal besondere Mühe dabei gab.


    Wir lesen uns die Tage wieder - und dem NaNo im nächsten Jahr bin ich auch alles andere als abgeneigt!

    Sehr gern, ich werde wie jedes Jahr am Start sein, ob ich Zeit habe oder nicht. Das gehört für mich einfach dazu, auch wenn es manchmal nur Mikrogeschichten werden, wie in dem einen Jahr, als ich nur 13.000 Wörter schaffte. Und zu zweit macht es viel mehr Spaß.


    Nächstes Jahr ist übrigens mein zehnjähriges NaNo-Jubiläum.


    Bis die Tage! :winke:


    Bax

    Sehr schön, damit ist nun alles stimmig. Willkommen im Rollenspiel! :)

    Du kannst nun direkt mit deiner Ankunft in der Taverne beginnen: "Zum Schluckspecht"


    Einen Tipp habe ich noch:

    In ihrer Kindheit lernte sie ihre Muttersprache Asami und ebenso lehrte man ihr Uncari, schließlich sollte sie sich in der Zukunft auch verständigen können.

    Da die Muttersprache der Alben Asami ist und die Muttersprache der Rakshaner Uncári, ist sie wahrscheinlich sogar bilingual aufgewachsen.

    Guten Abend Aenna,


    das ist auf den ersten Blick ein sehr interessanter Steckbrief - eine Albin aus Rakshanistan hatten wir überhaupt noch nicht. Abgesehen von den Frostalben leben die meisten Alben in Avinar. Außerdem ist sie unser erster Artefaktmagier. Aenna ist damit im doppelten Sinne eine Exotin. Ich bin schon sehr gespannt auf ihre Geschichte.


    Erst einmal ein riesengroßes Lob für diesen vorbildlich ausgefüllten Steckbrief! Man merkt, du hast dir viele Gedanken zu Aenna gemacht, die eine schwere Bürde zu tragen hat und dennoch ihren Weg sucht.


    Ein paar Kleinigkeiten benötigen noch etwas Feinschliff. Sieht viel aus, ist es aber gar nicht, ich habe nur viel erklärt und nachgedacht. Falls du dazu Fragen hast - fragen. :)



    Ihr südländischer Name


    Ihr südländisch anmutender Name "Isomar ben Sulkyr", wie auch der Name des Vaters "Agbad ben Sulkyr"eröffnen interessante Möglichkeiten. Sie werfen zum Beispiel die Frage auf, ob sie womöglich eher eine Halbalbin ist mit einem Rakshaner als Vater? Ich finde, ihre Biografie würde hervorragend dazu passen. Lass es dir mal durch den Kopf gehen. :)



    Ihr Vater, der Tyrann


    Der Vater hat sich sehr patriarchalisch aufgeführt, was hier in Asamura eigentlich am ehesten zu den Almanen passt, die an eine feudale mittelalterliche Gesellschaft angelehnt sind, und weniger zu den Alben oder den südländischen Völkern. Bei den Rakshanern ist es sogar umgekehrt, dort haben im häuslichen Umfeld die Frauen das Sagen. Bei den Alben gibt es - mit einer gewissen Einschränkung bei den Frostalben - keine gesellschaftliche Dominanz eines Geschlechts.


    Das heißt natürlich nicht, dass es keine Ausnahmen geben darf, die gibt es überall. Aber dann müsste noch klar gemacht werden, dass das tyrannische Gebaren nicht normal und keineswegs gesellschaftlich akzeptiert ist, sondern dass Aenna und ihre Mutter wirklich Pech hatten, an so einen Despoten zu geraten.


    Ihr Vater lehrte ihr den Umgang mit Schwert und Bogen, schließlich war sie eine ben Sulkyr und daher bestimmt zu kämpfen, auch wenn es ihr das Leben kostet.

    Auch das lässt eher einen Rakshaner vermuten als einen Alben, denn Rakshaner sind tatsächlich zum Plündern geboren und stolz darauf. Mischlinge kommen unter Rakshanern übrigens ziemlich oft vor, weitaus häufiger als bei anderen Völkern, so dass eine Halbalbin sich gut einfügen würde. Auch weiße Rakshaner sind nichts Außergewöhnliches, sie müsste also nicht "nachgebräunt" werden.


    Das finde ich übrigens sehr gelungen:

    Agbad hatte seine Tochter nie geliebt und Alanaya war für ihn nichts mehr als Fleisch und Knochen. Jetzt war er wieder frei und konnte sich seiner Bande wieder hundertprozentig anschließen. Für Isomar endete damals ihr Leben.

    Es zeigt hervorragend seine Beweggründe, Frau und Tochter als Ballast zu betrachten.



    Schwäche


    Wer gute Kampffertigkeiten mit Bogen und Schwert besitzt, kann nicht körperlich schwach sein, das schließt sich aus.


    Eine mögliche Schwäche, die zu ihr passen könnte, wäre z. B., dass sie Nichtschwimmer sein könnte (so viel Wasser gibt es für die Nomaden in Rakshanistan ja nicht) oder aufgrund ihrer Vergangenheit in bestimmten Situationen unkontrollierbare Angst empfindet.


    Vielleicht gefällt dir ja einer der Vorschläge oder dir fällt noch was Besseres ein. :)



    Artefaktmagie


    Aus dem Nichts können Artefakte nicht heraufbeschworen werden, es handelt sich um Gegenstände, die normal fabriziert und dann magisch, manchmal alchemistisch, aufgewertet werden.


    Da diese Magieform bisher überhaupt noch nicht bespielt wurde, freue ich mich schon auf deine Ideen. :) Lass uns deine Artefakte dann bitte jeweils per PN besprechen, bevor sie ins Spiel gebracht werden, damit alles stimmig und ausgewogen bleibt. Ein paar Beispiele für Artefakte findest du hier: Link


    Ich hoffe, alles war so weit verständlich. Ansonsten musst du noch mal nachhaken und ich noch mal in die Tasten hauen.


    Viele Grüße

    Bax

    Hey,


    schön, dass es weitergeht!


    Heute bin ich schon etwas geplättet und das Wochenende werde ich von früh bis spät unterwegs sein, da wird wohl nicht viel werden. Ich schaue aber die kommenden Tage mal drüber, bin sehr gespannt! :)

    Guten Abend,


    wollte schon früher antworten, bin aber gerade eben erst wieder von einem Einsatz rein ... besser spät als nie. :D


    Deine Geschichte hatte ich heute morgen schon gelesen, aber vielleicht ist es gar nicht schlecht, dass ich das Ende noch mal in Ruhe setzen lassen konnte. Wahnsinn, wie du auf den letzten Tag noch so ein Pensum geschafft hast, und ganz ehrlich, ich kann nicht sagen, dass die Qualität dadurch gelitten hätte!


    Der Leser hat gemeinsam mit Vanessa die rosarote Brille abgelegt und die bittere Realität einer Suchterkrankung zu spüren bekommen. Marie ist eben nicht nur die selbstsichere, unerschütterliche Frau, als die wir sie in Büsum erlebt haben, sondern schlägt im Gegenteil durch kleinste Ereignisse um. Sie ist zwar trocken, aber nicht gesund. Auch Vanessa hat nun endlich realisiert, dass sie manipuliert wird und es auch so benannt. Dieser innere Wandel wurde sehr gut umgesetzt!


    Vanessa sehnt sich nach einem Happy End - aber übersieht dabei, dass sie es eigentlich hat. Dass Jan ihr verziehen hat, ist nicht selbstverständlich. Aber wird sie ihn als Mann wieder lieben können? Falls nicht, dann hat sie nun hoffentlich gelernt, mit ihm zu reden, um eine vernünftige Lösung zu finden, anstatt wieder davonzulaufen und sich hinter ihrem ausgeschalteten Handy zu verstecken.


    Was Marie betrifft, so ist das Ende für sie keines, sie führt weiter ihr unstets Leben, aber es ist auch kein gänzlich schlechtes Ende - Grauzonen. Wohin es sie verschlagen wird - niemand weiß es. So wie auch niemand weiß, woher sie kam. Sie bewahrt ihre Geheimnisse. Für sie sind Vanessa und auch wir als Leser nur ein kurzes Blitzlicht. Es scheint, als würde sie unabhängig von dieser Geschichte existieren und, nachdem wir den Tab geschlossen haben, einfach weiter leben. Auch wenn sie sehr schwierig ist, ist sie eine faszinierende Persönlichkeit und vielleicht sogar die heimliche Hauptfigur der Geschichte.


    Ich muss gestehen, dass ich bei diesem Beitrag ziemlich schlucken musste und irgendwo schnippelte auch jemand Zwiebeln (was nicht vielen Autoren bei einem harten Brocken wie mir gelingt):


    Das ging mir nahe und es ist wahr.


    Ich hatte eine Freundin, die ist Waise und auch suchtkrank, gleich dreifach und für sie war jedes Weihnachten eine Tortur, ab November ging es ihr so schlecht, dass es nichts gab, womit man sie trösten konnte. Jeder gut gemeinte Versuch der Linderung, z. B. gemeinsam Advent verbringen, verpuffte einfach. Man kommt einfach nicht wirklich an suchtkranke Menschen heran. Innerlich sind sie - auch nüchtern - oft ganz, ganz weit weg.


    All das schwingt in deiner Geschichte mit und besonders in diesem Post von Marie.


    Das Ende, in dem Vanessa wieder in ihr altes Leben zurückgekehrt ist, aber die Ausstellung einem ganz anderen Thema als geplant gewidmet hat, hat die Geschichte schön "rund" gemacht. Dass das Kunstwerk dort auftaucht, habe ich nicht kommen sehen.


    Einen Vorschlag habe ich:

    Ich halte die Seite mit Daumen und Zeigefingern. Dann reiße ich den unteren Teil davon heraus. Mit einem Streichholt entzünde ich das Papier und sehe dabei zu, wie es verbrennt.

    Wie wäre es damit, das Papierstück dem Meer zu übergeben statt den Flammen? :)


    Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gefallen. Obwohl sie zum Großteil von dir improvisiert war, hatte sie einen wunderbaren Spannungsbogen und alles greift ineinander. Man merkt deutlich, dass du schon viel Erfahrung im Schreiben hast und sicher hat auch der Kurs, den du belegt hast (und auf den ich immer noch neidisch bin) viel dazu beigetragen.


    Falls du die Geschichte überarbeiten möchtest, würde ich mir wünschen, dass Jan noch etwas mehr vertieft wird (welchen Beruf hat er, welche Hobbys etc.). :) Er ist auf seine Weise sympathisch und beweist am Ende große innere Stärke, wie auch Marie - Stärke, die Vanessa nicht aufbringen konnte.


    Am besten fand ich die Einbindung des Themas "Meer küsst Land", den Regen am Anfang und das Thema von Ebbe und Flut. Die intensiven Wetterbeschreibungen haben mir gegen Ende tatsächlich etwas gefehlt. :) Fahren Jan und Vanessa durch den Regen heim oder bricht die Wolkendecke auf und die Sonne zaubert einen kitischen Regenbogen? Ich glaube, das weiter durchzuziehen, würde der Geschichte den letzten Feinschliff verleihen!


    Hast du noch Fragen, möchtest du noch etwas von mir zum Gesamtbild wissen? :)


    Ich bin froh, dass wir zusammen den Nano bestritten, durchlitten und gemeistert haben :)

    Ohne dich hätte ich wahrscheinlich nicht durchgehalten!

    Vielen Dank! :knuddeln: Das gebe ich so zurück! Mich hier mit dir auszutauschen, deine Fortschritte live verfolge zu dürfen und auch zu den eigenen Kapiteln sofort Feedback zu erhalten, hat wahnsinnig motiviert! Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr wieder, das wäre großartig!


    Es hat mich sehr gefreut, dass das Trio Serak-Cherax-Mauli für dich so sympathisch war. :) Die Figur Cherax ist schon genau so alt wie Serak. Mauli ist jünger und war mal bloß eine Erwähnung am Rand, aber fügt sich so harmonisch ins Team, dass sie feste Ausstattung wurde.


    Seraks Zeit bei den Söldnern ist übrigens der Inhalt von Band 2. :D Vielleicht das nächste NaNo-Material?


    Deine Verbesserungsvorschläge nehme ich dankbar auf, die wandern wieder als Kommentare ins Dokument, so dass ich sie beim Überarbeiten gleich vor Augen habe und berücksichtigen kann. :)


    Ich habe noch ein paar abschließende Fragen, die erst jetzt Sinn machen, da du die Gesamtgeschichte kennst. Vielleicht findest du noch die Zeit, sie zu beantworten? :)


    Es wurde nie aufgelöst, woher Dolwin Seraks Namen kannte. Das Ganze ist ein ungeschriebener Nebenplot: Dolwin weiß Seraks Name von Znorla Bruchzahn, der im Herbst dem Trupp Darazgord begegnete, die Serak gefangennamen und denen er sich als Znorla Bruchzahn vorstellte. Dem echten Znorla war bei dieser Offenbarung sofort klar, wer ihr Gefangener in Wahrheit gewesen sein musste. Er weiß nun, dass Serak nicht tot ist, und ihn jagt ihn eigenmächtig, um Rache für Gory Gierschlund zu üben.


    Ich hätte gern Znorla Bruchzahn noch mal auftauchen lassen, um irgendwie diesen Nebenplot einzubauen (was aus der Ich-Perspektive nicht einfach ist).

    • Was hältst du davon? Gut oder unnötig?
    • Falls du es gut findest - wann oder wo würdest du Znorla das erste Mal wieder aufkreuzen lassen?

    Und noch ein paar ganz allgemeine Fragen, die für mich als Autor interessant sind:

    • Welches Kapitel gefällt dir am besten?
    • Wer ist deine Lieblingsfigur?
    • Wovon hättest du gern mehr gelesen?
    • Was würdest du ersatzlos streichen?


    Alles Gute und einen schönen ersten Advent wünscht dir und deinen Lieben wünscht von Herzen

    Bax

    Hey,


    danke für die interessante Aufschlüsselung der Statistik. :D Das ist immer spannend zu lesen. Ich habe offenbar eimerweise Tee konsumiert ... meine Kanne hat 1,5 l.


    im Zweifelsfall mit vielen [...] dazwischen

    Völlig legitim. Genau so habe ich es ja auch gehandhabt, nur, dass ich die "..." weggelassen und direkt das nächste Kapitel gestartet habe. :)


    Ganz egal, ob du das Pensum schaffst oder nicht, ich freue mich zu lesen, wie es weitergeht!


    Ich habe zwei fehlende Kapitel geschrieben. Deren Anschlüsse an vorher und nachher müssen noch geschaffen werden, da gibt es jetzt einige kleine Logikfehler, aber nun wissen wir etwas mehr darüber, wie Serak sich auf den Straßen von Vellingrad seine Zeit vertrieb und es gibt einen größeren zeitlichen Abstand zwischen dem ersten Treffen mit Dolwin und dem zweiten.

    Guten Abend,


    diesmal hast du mir ja viel auf einmal zum Lesen dagelassen. :D Da hat der Tee am Morgen gleich noch besser geschmeckt.


    Vanessas Spionage fällt ihr nun in den Rücken - jetzt wird sie auf einmal selbst ausspioniert und niemand glaubt ihr mehr. Die Schlinge zieht sich fester. Auch Marie zeigt nun, dass sie nicht nur die lebenslustige Sportlerin ist, sondern ziemlich schwierig sein kann (als sie z. B. vor dem Pub steht und ein vernünftiges Gespräch verweigert). Aber auch Vanessa ist nicht ganz ohne.


    Mir hat es irgendwie gefallen, dass Marie immer noch mit ihrer Frau verheiratet ist, obwohl kein Kontakt mehr besteht. Ich kann das gar nicht so sehr begründen.


    Hier war ich inhaltlich etwas unsicher:

    Ich bin noch nie in einem Hotel gewesen, aber ist es realistisch, dass sie so einfach ohne Einzugserlaubnis abbuchen?


    Mir hat außerdem gefallen, dass nun offenbart wurde, was es mit der Kammer auf sich hatte und warum Marie so emotional reagierte, als Vanessa sich dort hineinschlich. :)


    Das Ende von "Grauzonen" steht vor der Tür und ich bin nach wie vor seeeehr gespannt, auch auf die noch immer nicht offenbarte Dummheit. :D


    Ich selbst durfte heute "ENDE" unter "Kriegerherz" schreiben. Auch wenn wir wissen, dass es eigentlich erst der Anfang ist, war es doch wieder sehr emotional für mich, diese vier Buchstaben zu tippen. Insbesondere bei dieser Geschichte, die nun endlich wahr werden durfte, und bei diesem Protagonisten, der mich schon so lange begleitet und wahrscheinlich die mir wichtigste Figur ist. Trotzdem bin ich auch froh darüber, es für dieses Jahr hinter mir zu haben, weil der NaNo mich ab der zweiten Hälfte ziemlich schlauchte.


    Morgen reiche ich noch den Teil aus der Mitte nach, den ich erstmal übersprungen hatte.


    Statistik

    • Kanne Roiboos-Tee: 11
    • Kanne Kräutertee: 5
    • Kanne Schwarzer Tee: 3
    • Tasse Muckefuck: 6
    • Tasse Cappuccino: 3
    • Tasse Schwarzer Tee mit Milch: 1
    • Tasse Kaffee: 5
    • Tasse Kakao: 13
    • Tasse Glühwein: 2
    • Drink: 3
    • Glas Wasser: 2
    • Body Count: 1 Wildschwein, 1 Ork, 1 Freund, sehr viele Menschen
    • Protagonist kriegt aufs Maul: 4
    • Gegoogelt: 1
    • Tage mit beginnender Sehnentscheidenentzündung: 7

    Danke für die lieben Glückwünsche! :bier:


    Ich drücke alle Daumen, dass du entweder noch das Pensum schaffst oder zumindest einen runden Abschluss für "Grauzonen", egal, wie lang oder kurz!


    Vanessa wird bald wahrscheinlich auch etwas sehr Dummes tun, und dass muss ich auch noch nachvollziehbar gestalten.

    Ooooo-haaaa ... ich bin sehr gespannt. :D


    Daran hänge ich gerade am meisten. Die Geschichte bewegt sich nach aktueller (Mini-)Planung auf den Höhepunkt zu und es fällt mir etwas schwer, Vanessa und Marie "bei Laune zu halten" und gleichzeitig genug Zündstoff zu schaffen, für das, was passieren soll (beinahe hätte ich gespoilert).

    Sei unbesorgt - momentan wirkt auf mich alles stimmig. :)


    Ich bin gespannt, in welchen Momenten diese Bitterkeit seine Entscheidungen beeinflusst.

    Es beeinflusst nicht nur einzelne Entscheidungen, sondern sein ganzes Wesen. Darum war mir wichtig, dass die Entwicklung für den Leser nachvollziehbar ist. Ich finde nichts schrecklicher, als wenn ein "Normalo" aus heiterem Himmel "die Bösen" abschlachten kann, ohne etwas dabei zu spüren, Genre hin oder her. "Kriegerherz" dient dazu, eine solche Entwicklung glaubhaft und "realistisch" darzustellen, denn Serak entwickelt später extreme antisoziale Züge, wenn er sie nicht schon teilweise hat (siehe fragliche Szene mit Arvida, in der er nichts spürt, obwohl er gerade mitten in der Pubertät ist).


    Der Tod von Arvida tat mir irgendwo leid, weil sie eine Persönlichkeit mit viel Potenzial für die Zukunft war, aber Serak hat seine Entscheidung getroffen und wird nicht länger edelmütig handeln.


    Vielen Dank für deinen Vorschlag zum Galgenbaum, das hilft mir wieder sehr weiter. :) Habe die Stelle markiert und deinen Vorschlag als Kommentar dazu gesetzt.


    Oh, noch was! Einen schönen Typo von gestern will ich dir nicht vorenthalten:


    "Feierlich erhob der Hohe Richter sich noch einmal von seinem Stuhl, um zu der vergammelten Menge zu sprechen."


    Untotenalarm? :ugly:

    Mein heutiges Kapitel habe ich jetzt schon fertig, da ich bereits damit angefangen hatte. Es ist das vorletzte Kapitel, ich werde also inhaltlich einen Tag eher fertig werden. Diesen Tag hatte ich mir als Puffer eingeplant, den ich zum Glück nicht benötigt habe.


    Es wird darin etwas offenbart, dass ich nach meinem Gefühl schon früher irgendwo andeuten müsste (will nicht spoilern, darum die Umschreibung). Ich denke, das wäre in dem fehlenden Kapitel "In den Straßen von Vellingrad" gut aufgehoben. Da ich einen Tag Luft habe, werde ich zusehen, dass ich dieses fehlende Kapitel am letzten NaNoTag noch rückwirkend einschiebe. :)


    Es ist noch zwei Tage hin, aber ich bin schon seeeeeehr auf dein Ende gespannt! :)


    Statistik

    • Kanne Roiboos-Tee: 10
    • Kanne Kräutertee: 5
    • Kanne Schwarzer Tee: 2
    • Tasse Muckefuck: 6
    • Tasse Cappuccino: 3
    • Tasse Schwarzer Tee mit Milch: 1
    • Tasse Kaffee: 5
    • Tasse Kakao: 13
    • Tasse Glühwein: 2
    • Drink: 3
    • Glas Wasser: 2
    • Body Count: 1 Wildschwein, 1 Ork, 1 Freund, sehr viele Menschen
    • Protagonist kriegt aufs Maul: 4
    • Gegoogelt: 1
    • Tage mit beginnender Sehnentscheidenentzündung: 7

    Guten Abend. :)


    Na, wie sieht es aus, schaffst du die 50.000? Deine Geschichte wirkt ja doch ziemlich umfangreich und es sind noch zwei Tage, könnte das vielleicht reichen? :D


    Warum Marie den Kontakt zu Philipp und Joanna verloren hat, wurde nun endlich offenbart. Das war für mich spannend zu lesen, da ich die ganze Zeit gerätselt hatte, was wohl geschehen sein konnte. Die Verknüpfung der Suchterkrankung mit dem tragischen Autounfall hat mir gut gefallen. Das hat mich auch nicht gerade kalt gelassen ...


    Dass Vanessa das erste Mal Heimweh verspürt, das erste Mal begreift, was sie im Begriff ist, zu verlieren, war auch wunderbar umgesetzt! Das Auf und Ab der Emotionen im Laufe der Geschichte ist ebenfalls wie Ebbe und Flut, und es funktioniert.


    Dass du selbst schon viel Leid aus dieser Art erleben musstest, tut mir leid :(

    Es wäre auch mein Wunsch, dass ich Leuten, die selbst Schlimmes erlebt haben, mit so einer Geschichte Mut und ein gutes Gefühl geben kann, und sie nicht enttäusche oder im schlimmsten Falle durch unrealistische Darstellungen beleidige.

    Ich finde die Darstellung sehr realistisch für einen trockenen Alkoholiker. Jene, die noch mitten in der Erkrankung stecken, sind noch mal ein anderes Kaliber ...


    Ganz toll fand ich Maries Selbsterkenntnis:


    Du kannst mich nicht zerstören. Du kannst mich auch nicht retten. Beides kann nur ich selbst..

    Sie übernimmt Verantwortung für ihre Krankheit und ihre Genesung, damit auch Verantwortung für ihre Mitmenschen. Das erlebt man RL leider bei den wenigsten Alkoholkranken, meist bleibt nur die Wahl zwischen hilflosem Zusehen, wie ein Mensch sich zu Grunde richtet, oder Kontaktabbruch. Und doch gibt es sie ja, trockene Alkoholiker.


    Marie hat aufgrund ihres katastrophalen Fehlers einen Grund, künftig stark zu bleiben und nicht aufzugeben. Diese Botschaft der Hoffnung finde ich beim Lesen sehr wohltuend, auch wenn es die große Ausnahme ist, dass Alkoholismus ein gutes Ende nimmt. Dennoch habe ich nicht das Gefühl, hier würde irgendwas durch die rosa Brille betrachtet werden, auf mich mit meinem leider sehr breiten Erfahrungsschatz im Alltag mit Alkoholkranken wirkt alles glaubwürdig.


    Auch Serak wird übrigens später ein Alkoholproblem entwickeln (Quartalstrinker, Abhängigkeit vor allem auf der seelischen Ebene).


    Das heutige Kapitel war wieder sehr schwierig, da ich zwischendurch Infodumps eingebaut habe, die mir inhaltlich wichtig waren, aber ich bin nicht sicher, ob das ggf. too much ist. Kannst du mir dazu bitte wieder Rückmeldung geben?


    Ich habe so das Gefühl, dass er Cherax und Mauli ohnehin wiedersehen wird ;)

    Wie kommst du darauf? :D


    Ich hoffe sehr, dass ich es auch nach dem NaNo wieder häufiger schaffe, hier vorbeizuschauen. Ich mag es einfach sehr gerne, mit dir zu schreiben und zu fachsimpeln und ich schätze deine ganze Arbeit hier.

    Sehr gern, die Tür steht immer offen! :knuddeln: Du kannst gern auch außerhalb des NaNoWriMos zwischendurch mal kleine Texte hier reinstellen zum gemeinsamen Tüfteln.


    Wenn ich so darüber nachdenke, haben alle meine Figuren - Jaro, Sasuke und Die schwarze Anna - leicht tragische Geschichten oder Potential dafür. So gesehen passt meine derzeitige Neigung ja recht gut :P

    Das könnte ein Grund sein, warum ich sie so mag. :) Besonders Sasuke habe ich sehr gern gelesen.


    Ich wünsche dir einen erfolgreichen Endspurt! Ich habe die 50.000 heute geknackt. :panik:


    Statistik

    • Kanne Roiboos-Tee: 10
    • Kanne Kräutertee: 5
    • Kanne Schwarzer Tee: 1
    • Tasse Muckefuck: 6
    • Tasse Cappuccino: 3
    • Tasse Schwarzer Tee mit Milch: 1
    • Tasse Kaffee: 5
    • Tasse Kakao: 13
    • Tasse Glühwein: 2
    • Drink: 3
    • Glas Wasser: 2
    • Body Count: 1 Wildschwein, 1 Ork, 1 Freund, sehr viele Menschen
    • Protagonist kriegt aufs Maul: 4
    • Gegoogelt: 1
    • Tage mit beginnender Sehnentscheidenentzündung: 7

    Da fällt mir noch eine Sache ein, die ich dich fragen wollte: wie findest du die Entscheidung, dass Marie, obwohl sie die Flasche Wein geöffnet hat, nicht trinkt? [...] Der Vorteil von der anderen Variante (Marie trinkt) wäre natürlich, dass Vanessa das ganze Ausmaß miterlebt. Das muss ich jetzt in die Dialoge und in Maries stetigen Kampf reinpacken.

    Ich selber musste leider viele Suchterkrankungen im allernächsten Umfeld bis zum bitteren Ende miterleben, und bin daher als Leser nicht ganz neutral. Vielleicht deshalb habe ich mich beim Lesen sehr gefreut, dass Marie um Hilfe bat. Wie sehr hätte ich mir gewünscht, das erleben zu dürfen, und bei den Göttern, ich hätte geholfen!


    Die Entscheidung, ob Marie stark bleibt oder schwach wird, würde ich davon abhängig machen, wie du den inhaltlichen Schwerpunkt deiner Geschichte setzen möchtest respektive welches Genre du am Ende schreiben möchtest. :)


    1) Romanze, Fokus auf die tragische Dreiecksbeziehung Vanessa - Marie - Jan: Marie sollte strark bleiben.


    2) Drama, Fokus auf die Suchterkrankung, zu deren Wiederaufflammen Vanessa nur der Katalysator ist: Marie könnte schwach werden.


    Aktuell habe ich das Gefühl, dass der Fokus eher auf der tragischen Dreiecksbeziehung liegt, und daher fühlt sich 1) als "richtigere" Variante an. Aber am Ende weißt du als Autorin am besten, wie du deine Geschichte gestalten möchtest. :)


    Falls es dir wichtig ist, dass Marie schwach werden soll, müsstest du der Suchterkrankung nach meinem Gefühl von jetzt an noch viel Platz einräumen, um den Weg hinaus aus dem Rückfall genau so behutsam und realistisch darzustellen, wie du das bis jetzt getan hast. Dann wäre der bisherige Teil der Geschichte noch nicht "fast das Ende", sondern einer der Wendepunkte oder vielleicht "die dunkelste Stunde".


    Für den NaNoWriMo, der sich ja nun langsam dem Ende neigt, wäre Variante 1, "starke Marie", wahrscheinlich die Bessere, da du nun langsam das Ende schreiben könntest.


    Wenn dich die Geschichte dich aber so fesselt, dass du über den NaNoWriMo hinaus schreiben möchtest, kann ich mir gut vorstellen, dass mit Variante 2, "schwache Marie" noch eine sehr tiefgründige Geschichte entstehen kann, in der auch Raum dafür gelassen wird, warum Marie ihren kleinen Sohn Philipp verlor. Lebt er noch, aber sie verlor das Sorgerecht? Dann hat sie doppelten Grund, zu kämpfen. Das Label "schwache Marie" bitte in Anführungszeichen sehen, da auch 5 Jahre Abstinenz ein Zeichen großer Stärke sind!


    Das waren meine Gedanken dazu. Wie immer gilt: Nimm, was du gebrauchen kannst, und ignoriere den Rest. :)

    Im Prinzip ist es dieser Satz, der ein bisschen ein "konstruiertes" Gefühl gibt. Weißt du, was ich meine? Quasi wie eine Rechtfertigung des Autors für die Entscheidung der Figur.

    Stimmt. Ohne den Satz wirkt der Abschnitt natürlicher. Wird entsprechend angepasst. :)


    Abseits unserer Geschichten wollte ich dir außerdem schon länger sagen, dass ich die "Wusstest du schon"-Infos auf der Startseite von Asamura super finde! Man kriegt in mundgerechten Häppchen interessante Infos aus der detailreichen und lebendigen Welt, kann schon einmal etwas über sie lernen und eventuell entsteht sofort die ein oder andere Idee für eine Figur, einen Plot, o.ä. :tiptop:

    Hehe, danke! :D Ich mag solche Spielereien, wie auch die interaktive Weltkarte (derzeit deaktiviert, da ich eine gänzlich neue Weltkarte erstellt habe), der Namensgenerator oder der Übersetzer. Ich habe noch viele derartige Pläne. So schwebt mir ein Orakel und ein Horoskop vor. Asamura ist mein virtueller Spielplatz, nicht allein im Hinblick auf das Weltenbasteln und das Schreiben, sondern auch, was die Technik betrifft.


    Ich bin zum Beispiel sehr glücklich über den neuen Style - mein erster eigener CSS-Style! :blumen:


    Und ich freue mich sehr, wenn ab und zu jemand auf einen digitalen Besuch auf meinem Spielplatz vorbeikommt, wie jetzt zum NaNoWriMo. :)


    Gutes Schreiben wünsche ich dir heute! :)

    Danke, dir auch!

    Im Laufe der Schreibens kam mir die Idee, Vanessa einen Beruf in einem Museum zu geben, vielleicht Kuratorin. Auch das habe ich vorher schon mal einfließen lassen, damit es in den späteren Kapiteln nicht zu überraschend kommt.

    Das gefällt mir sehr gut! Das verleiht ihr Tiefe und war für mich auch sehr interessant zu lesen. :)

    Auch der aufziehende Sturm an der Küste passt nach meinem Dafürhalten gut ins Gesamtkonzept "Meer küsst Land".


    Aber auch Marie erhält nun noch mehr Tiefe. Dein Planen hat sich gelohnt! Du hast ihre Sucht sehr behutsam und einfühlsam eingebaut. Meist müssen Alkoholkranke ja leider nur als bösartige Klischee-Männer herhalten. Dabei ist jeder Suchtkranke in erster Linie: Mensch.


    Dass nun die Flut naht, und was für eine, ist eine wunderbare Symbolik. Mit hat gefallen, wie du beschrieben hast, dass Vanessa völlig umgeben vom Meer steht. Das ist diesmal meine Lieblingsstelle:


    Zu meiner Linken verlor sich der Trischendamm im Nebel.

    Weil ich etwas zu tun brauchte, ging ich die zwei Kilometer hinaus. Es war Flut und das Wasser schwappte so hoch, wie ich es im Sommer noch nie erlebt hatte. Stellenweise erreichte es den Pfad und hinterließ Pfützen, wenn es sich wieder zurückzog. Obwohl der Weg einen halben Meter breit war, erschien es mir auf einmal wie ein Balanceakt darauf zu gehen. Unsicher setzte ich einen Fuß vor den anderen, während der Wind an mir zerrte und ich fürchtete, jeden Moment zu fallen, oder vom Meer fortgespült wurde werden. Ich kämpfte gegen meine Angst und den wachsenden Wunsch, umzukehren. Ich war schon so weit gekommen, ich musste den Weg zu Ende gehen.

    Lange stand ich draußen auf der kleinen Plattform und starrte in den Nebel. Ich hörte das Kommen und Gehen der Wellen, den Wind in meinen Ohren. Ich war allein. So allein, wie ich es noch nie gewesen war. Nebel umgab mich von allen Seiten. Wenn ich mich umdrehte, sah ich kein Land, nur ein Stück Weg ins Ungewisse.


    Das Wiedersehen von Marie und ihre Zweisamkeit hat mir auch gefallen, der innere Zwiespalt von Vanessa war sicher schwer zu schreiben, aber es ist dir gelungen. Doch sie ist nicht die Einzige, die sich entscheiden muss ...


    Manchmal bin ich sicher ein bisschen drüber, aber ich mag diese gefühlsgeladenen Bilder, Symbole, Atmosphäre und auch eine Prise Pathos :D

    Es ist natürlich immer eine Gradwanderung, aber mir gefällt es. :D Auch, weil die Symbolik neu und unverbraucht ist und handwerklich ganz wunderbar eingewoben wird.


    Ich drücke die Daumen, dass du dein gewünschtes Pensum aufholen kannst!


    Sehr gelungen fand ich auch den Übergang zu seinem Älter werden. Du bist sehr geschickt von einem intensiven Erlebnis (Angriff der Blutreiter) zu einem Tagesprogramm (Training und co) und schließlich der Entwicklung Seraks zum Mann übergegangen. Das hatte etwas Filmisches an sich (obwohl du ja keine guckst :lol: ).

    Ein Glück, ich war mir da so unsicher, weil das Erzähltempo praktisch von Absatz zu Absatz wechselt ... mal Zeitraffer, dann wieder normal, dann wieder Zeitraffer ...


    Ich musste heute meinen persönlichen Bossgegner schreiben ... keine Liebesszene, sondern eine Endschlacht. Danach bin ich jedes Mal so fertig, als wenn ich selbst daran teilgenommen hätte. Sehnenscheidenentzündung an beiden Unterarmen und ein Gefühl völliger Ausgelaugtheit, aber ich habe es geschafft. Es gibt kaum etwas Schwierigeres, als große Schlachten über lange Textabschnitte hinweg darzustellen, besonders, weil ich es nicht leiden kann, wenn die Protagonisten plötzlich übermenschliche Kräfte zu haben scheinen und ihre Schwerter durch Horden von Feinden schneiden wie Butter. Das ist etwas, das ich an Fantasy extrem hasse, weshalb ich das auch nicht schreibe.


    Ich hoffe, es ist halbwegs "realistisch" geworden und Seraks Entscheidungen sind glaubwürdig?



    Statistik

    • Kanne Roiboos-Tee: 10
    • Kanne Kräutertee: 5
    • Tasse Muckefuck: 6
    • Tasse Cappuccino: 3
    • Tasse Schwarzer Tee mit Milch: 1
    • Tasse Kaffee: 5
    • Tasse Kakao: 10
    • Tasse Glühwein: 2
    • Drink: 3
    • Glas Wasser: 2
    • Body Count: 1 Wildschwein, 1 Ork, 1 Freund, sehr viele Menschen
    • Protagonist kriegt aufs Maul: 4
    • Gegoogelt: 1
    • Tage mit beginnender Sehnentscheidenentzündung: 7