Die Flora und Fauna des Taudis

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    Die Flora und Fauna des Taudis

    Der Taudis ist die Innenwelt von Asamura. Obwohl es sich bei diesem Lebensraum um ein tiefreichendes Höhlensystem handelt, ist die Natur dort nicht überall karg. Wo die Bedingungen stimmen, haben sich Oasen gebildet. Die hier lebenden Tiere, Pflanzen und Pilze sind an das Leben im Untergrund angepasst. Einige Arten sollen an dieser Stelle vorgestellt werden. Die Liste wird stetig aktualisiert.


    Name Bedeutung
    Seidenmücke
    (Mycetophila fungorum)
    Bedeutung: Seide, Licht, Nahrung

    Seidenmücken findet man an feuchten, kühlen und schattigen Orten. Die Eier werden auf Pilzen abgelegt, von denen sich die geschlüpften Larven ernähren. Die meiste Zeit ihres Lebens verbringt die Seidenmücke als sich unentwegt durch die Pilze fressende Larve. Jedoch sind sie auch zum Weben von klebrigen Netzen fähig, die oft mit Spinnennetzen verwechselt werden. Die gefangene Beute wird lebend mit Seide ummantelt und so haltbar gemacht.

    Eine Besonderheit ist die Biolumineszenz der Larven. Mit ihrem weißblauen Leuchten locken sie Beute in die Netze, die ebenfalls sanft schimmern. Das macht man sich zunutze. Wenn man ein Glasgefäß mit Pilzstücken füllt und eine ausreichende Menge an Larven hineingibt, entspricht die Leuchtkraft einer Lampe. Darüber hinaus bilden die Larven für den hungrigen Wanderer eine schmackhafte und nährreiche Zwischenmahlzeit.

    Die eigene Verpuppung am Ende des Larvenstadiums erfolgt ebenfalls mit Seide. Die Netze und Kokons der Seidenmücke werden von den Zivilisationen des Taudis gesammelt. Diese Mückenseide kann gesponnen und zu hochwertiger Seidenkleidung verarbeitet werden. Trotz des Namens saugen die erwachsenen Insekten kein Blut. Ihre Mundwerkzeuge sind zurückgebildet, so dass sie keine Nahrung aufnehmen und bald nach der Paarung sterben.
    Leuchtpilz
    (Panellus stipticus)
    Bedeutung: Licht, Alchemie

    Durch natürliche Biolumineszens erhellt der Leuchtpilz seine Umgebung in einem einzigartigen Licht. Das grüne Schimmern erinnert an Glühwürmchen. Bereits das Myzel leuchtet erkennbar, die Fruchtkörper hingegen leuchten noch intensiver. Leuchtpilze erinnern von ihrer Form her an Baumpilze, da sie einen sehr kurzen Stiel besitzen und meist seitlich aus Gesteinsspalten wachsen, wo sich organisches Substrat ansammeln konnte.

    Der zu den Seitlingen gehörende Leuchtpilz wird im Taudis als Lichtquelle kultiviert. Sie sind bei ausreichender Luftfeuchtigkeit und Wärme anspruchslos, benötigen aber organisches Substrat, das bei der Kultivierung an unnatürlichen Orten ähnlich wie Dünger regelmäßig aufgefüllt werden muss. Als Speisepilz ist er aufgrund seiner extremen Bitterkeit und der abführenden Wirkung ungeeignet. Die aufgrund ihres geringen Eigengewichts schon in Mikrogrammportionen äußerst wertvollen Sporen werden von Alchemisten verwendet und unter anderem zu Leuchtfarbe verarbeitet.
    Grubenassel
    (Taudynomus giganteus)
    Bedeutung: Nahrung, Baumaterial

    Mit einem Gewicht von einem Kilo bis zu einer Tonne ist die Grubenassel ein gutes Beispiel für den Gigantismus, der sich bei vielen Arten in den Tiefen des Taudis zeigt. Die Tiere sind Allesfresser und können die Leuchtpilzkulturen ebenso wie die unterirdischen Seidenplantagen schwer schädigen. Sie leben amphibisch, können unter Wasser atmen und sich mit den Schwimmbeinen am Ende ihres Körpers fortbewegen. Sie benötigen direkten Zugang zum Wasser, damit ihre Kiemen nicht austrocknen. Da auch Pilzkulturen und Seidenmückenplantagen recht viel Feuchtigkeit benötigen, ist es unmöglich, das Bewässerungssystem von diesen Tieren abzuschirmen, deren Larven und Eier oft bei der Bewässerung ins Substrat gespült werden.

    Aufgrund der schwankenden Nahrungsverhältnisse in der Innenwelt sind Grubenasseln gut an lang andauernden Nahrungsmangel angepasst. Sie stellen dann ihr lebenslanges Wachstum ein und können bis zu fünf Jahren ohne Nahrung auskommen. Treffen sie auf ein reiches Nahrungsangebot, fressen sie so viel, dass sie sich kaum noch bewegen können, und bleiben dort, bis alles verzehrt ist. Die jungen Asseln verlassen den Schutz des Brutbeutels ihrer Mutter als voll entwickelte Miniaturversionen der Erwachsenen

    Wie alle Asseln ist auch diese mit den Krebsen verwandt. Ihr wertvolles Fleisch erinnert in Konsistenz und Geschmack an Hummer. Kleine Tiere können gesammelt und verzehrt werden. Große Exemplare sind aufgrund ihres massiven Exoskeletts und ihrer Neigung, den Jäger ihrerseits als Nahrung zu betrachten, nur mit hohem technischen Aufwand zu bejagen. Sie sind nicht aggressiv, aber äußerst wehrhaft. Die Panzer können bei ausreichender Größe als Behausung, Rüstung oder sonstiges Baumaterial verwendet werden.


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