Beiträge von Chronist

    Klingende Münze


    Münzgeld hat eine lange Tradition auf Asamura, doch wurde das Geld nicht immer in dieser praktischen Form geprägt. Die ersten Münzen in der heute bekannten Form, wurden von den Tamjid gefertigt. Die Tamjid waren anderen Völkern damit einen großen Schritt voraus, denn die Lagerung und das Mitführen von Geld wurde so wesentlich einfacher. Die Münzen der Tamjid hatten ein Loch in der Mitte, so dass man sie als Armbänd oder Kette am Körper tragen konnte. Der Spruch klingende Münze, leitet sich von dieser Aufbewahrungsform des Geldes her ab.


    Aufgrund ihres Glaubens dem Sonnenkult und damit der Verehrung des Goldes wurden die Münzen der Tamjid aus Gold gefertigt. So hatten diese Münzen nicht nur immaginären Wert, sondern auch tatsächlichen Wert.


    Selbstverständlich hatten auch andere Völker Geld entwickelt. Der reine Tauschhandel hat nicht nur Vorteile, er hat auch Nachteile. Wer seinen Reichtum in Lebensmitteln bemisst, muss feststellen, dass dieser eine Haltbarkeit hat. Geld hingegen lässt sich unendlich aufbewahren, ohne durch natürliche Prozesse wie Verfall Verlust zu erleiden.


    Geld ist das, was eine Geldfunktion erfüllt. Im heutigen asamurischen Alltag sind dies vor allem Münzen und Banknoten. Hierzu zählen auch immaterielle Gelder in Form von Bankguthaben und Karten mit Geldfunktion. Entwickelt hat sich das heutige Geld aus den Primitivformen des Geldes über die erste Münze der Tamjid (erste Hochkultur Asamuras).



    Primitvformen des Geldes

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    Ledwicker Sandtaler


    Primitivformen des Geldes waren unter anderem Muscheln, Pfeilspitzen o.ä. die im Geschäftsleben als Tauschmittel akzeptiert wurden.


    So waren es die Arashi, die frühzeitig ihre eigenen Form von Geld entwickelten. Mit Münzen hatte dieses Geld aber nichts gemeinsam. Vielmehr waren es Geldtafeln, je nach Wert und Höhe des Geldes aus einem anderen Material gefertigt.


    Die Ledwicker hatten den natürlich vorkommenden Sandthaler graviert und als Zahlungsmittel verwendet. Er galt aufgrund seiner Seltenheit und seines Wertes als das höchste Zahlungsmittel. Das Kleingeld wurde durch Katiri-Muschel im Alltag wiedergespiegelt. Hier war die Farbe der Muschel ausschlaggebend für ihren Tauschwert. Die häufigste Farbe der Katiri-Muschel war braun, die wertvollste unter ihnen war violett.



    Die Rechtsfrage des Geldes wurde schon früh von den Tamjid als erste Hochkultur Asamuras geklärt. Ihre Auffassung des Geldes ist bis heute maßgeblich.


    Geld ist das vom Staat (oder einer durch ihn ermächtigten Stelle) als Wertträger beglaubigte, zum Umlauf im öffentlichen Verkehr bestimmtes Zahlungsmittel ohne Rücksicht auf einen allgemeinen Annahmezwang.


    Hier kommt die Grundfunktionen des Geldes zum Ausdruck. Der Staat oder eine von ihm beauftragte Stelle ist für die Ausgabe dieses verkehrsfähigen Zahlungsmittels zuständig, das als Wertträger fungiert. Das Monopol des Staates Geld zu prägen und in Umlauf zu bringen, schließt aus, dass nicht Autorisierte ebenfalls Geld drucken und in Umlauf bringen, sodass deren Handlungen als strafbare Fälschung von Zahlungsmitteln gelten.


    Dies bedeutete, wurde die Münze nicht durch den Staat Tamjidistan gefertigt oder von einer beauftragten Stelle handelte es sich um eine Falsch-Münze, sprich um Falschgeld.



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    40. n. d. A. von der Diktatur zur Erbmonarchie


    Die Ruhe die im Jahr 34 n.d.A. einkehrte, war nicht nur teuer erkauft, es war für viele eine gefühlte Grabesruhe. Der Krieg hatte nichts als Zerstörung, Hunger und Elende zurückgelassen. Einige hielten hungernd immer noch die Waffen in der Hand, während sich andere um Versöhnung bemühten. Zeitgleich saß mit dem Magier Noe Nillard ein Regent auf dem Thron, der seiner Aufgabe nicht gewachsen war. Seine Ratgeber waren genauso fehl am Platze.


    Die alte Ordnung der Konsolidation war soweit übernommen worden. Viel hatte sich nicht geändert, außer der Mann der auf dem Thron saß, sowie dass das Land nie dagewesen am Boden lag. Neue Strukturen waren stets in Planung, umgesetzt wurde nichts. Der Winter 39 n.d.A. war mit einer der härtesten Winter, die das Land gesehen hatte. Hungersnot, Kälte und Krankheiten forderten einen Tribut, der nicht mehr hinnehmbar war.


    So kam es dass Feldherr Marquis Pierpont de Scoville erneut ein Heer mit seinen letzten Männern aufstellte. Er rief die anderen Adligen dazu auf, sich ihm anzuschließen, um für Souvagne erneut einzustehen. Sein Ziel war die Rückkehr zur einer königlichen Regentschaft der vergangenen Tage, Führung unter Schutz und Schirm, mit neuem Pflichtgefühl und Landesbewusstsein.


    Nicht jeder folgte dem Ruf von Marquis Pierpont de Scoville. Jene Männer die sich ihm anschlossen, verfolgten die gleichen Ziele. Die Bruderkriege mussten der Vergangenheit angehören. Worte sollten eine neue Zeit einläuten, dennoch rüstete sich Marquis Pierpont de Scoville und seine Gefolgsleute mit kaltem Eisen, falls seine Worte auf taube Ohren stoßen sollten.


    Sie waren die letzten ihres alten Standes, standen sie nicht für ihr Land ein, wäre die letzte Chance vertan. Unter dem Gelb-Blauen-Adler-Banner der Scoville sammelte sich die Heerschar des Marquis im Jahr 40 n.d.A. und zog zum Regierungssitz von Regent Noe Nillard.

    Der Marsch dauerte mehrere Wochen unter den Witterungsverhältnissen und so manches der alten Banner sank in den Schnee. Und doch standen sie am 11.02.40 n.d.A. vor dem Regierungssitz.


    Mit eisernen Mienen und gleicher Bewaffnung warteten sie. Marquis Pierpont de Scoville verlangte mit seinen Vertrauten Einlass, an seiner Seite war niemand Geringeres als der Marquis de la Grange, sowie der Comte de la Cantillion. Die Waffen schwiegen, Worte wurden gewechselt. Was hinter den verschlossenen Türen gesagt wurde, ist unbekannt.


    So wechselten jene Männer nicht nur Worte, sondern auch die Regierungsform.


    Am 12.02.40 n.d.A. wurde die Regentschaft des Regenten Noe Nillard für beendet erklärt. Marquis Pierpont de Scoville nahm den Namen des Landes selbst an, sowie den Titel des höchsten Streiters, dem des Großherzogs. Seinen alten Adelsnamen behielt er als Vornamen bei.


    Duc Scoville Pierpont de Souvagne, erster Duc des Landes Souvagne bestieg am gleichen Tag den Thron und rief die Erbmonarchie aus.

    Der Adler des Gelb-Blauen-Adler-Banners der Scoville wurde halsgekrönt und diente fortan als das Banner des Großherzogs von Souvagne. Halsgekrönt in Erinnerung daran, dass es einst einen König gegeben hatte, dem es vor langer Zeit zustand, die Krone auf dem Haupte im Wappen zu tragen.



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    1. Duc bis 24.01.60 n.d.A.

    Duc Scoville Pierpont de Souvagne (geboren: 03.07.16 v.d.A. - gestorben: 24.01.60 n.d.A.)

    Ehemals: Marquis Pierpont de Scoville.




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    34 n.d.A. - Machtergreifung der Magier


    Nirgendwo auf der Welt bekam jemand etwas, nur weil er es sich erhoffte. Die Erfahrung mussten ebenso die Magier in Souvagne machen. Erneute fünf Jahre Krieg überzogen das Land. Einstige Verbündete waren zu Todfeinden geworden, Brüder standen sich wiederholt auf dem Schlachtfeld gegenüber oder lauerten sich in dunklen Gassen auf.


    Die Magier, einst gleichsam Waffe an einer Kette wie die Bovierbeißer, hatten keine Erfahrung in Kriegs- oder Schlachtplanung. Zudem erhoben sich nicht alle Magier gegen ihre einstigen und neuen Herrn. Die Nachwirkungen der Konsolidation und der damit zusammenhängenden Indoktrinierung wurden nicht von jedem Magier abgelegt. So manch einer bevorzugte das bekannte, geführte Leben unter der Herrschaft seines Herrn, als für sich selbst in Freiheit einstehen zu müssen.


    Doch auch die Magier auf Seiten der Gesprengten Ketten waren nicht allein. So wie ein Teil der Magier, weiterhin seinen einstigen Herrn zur Seite stand, so standen viele Altadlige die gemeinsam mit dem Magiern im Widerstand gekämpft hatten, diesen weiterhin zur Seite.


    Die Grenzen zwischen Freund und Feind verschwammen in diesen weiteren fünf Jahren Krieg oft zu einem verwaschenen Grau.


    Im Jahre 34 n.d.A. nach dem des Widerstands gegen die Gesprengten Ketten siegte die Vereinigung der Magier und deren Verbündete über la Resistance unter der Führung von Dauchemaille.


    Nachdem die Konsolidation zerschlagen und la Resistance unter der Führung von Dauchemaille besiegt wurde, traten die Magier die Herrschaft unter Führung ihres Sprechers Noe Nillard ohne größere Gegenwehr an.


    Hatte im Jahr 33 n.d.A. noch der Altadelige Bernard de la Dauchemaille den Thron eingenommen, war es im Jahre 34 n.d.A. der Magier Noe Nillard der nun darauf Platz nahm.


    Niemals zuvor lag Souvagne derart am Boden, wie im Jahr 34 n.d.A.

    Es kehrte eine teuer erkaufte Ruhe in Souvagne ein.



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    20 n.d.A. - la Resistance - der Widerstand, Revolution


    Trotz der harten Überwachung und des durchstrukturierten Lebens regte sich erneut langsam Widerstand gegen die Regierung und ihrer Ordnung. Ein Gruppe von Alt-Adeligen bildete die Untergrundorganisation la Resistance - der Widerstand, um für die Freiheit aller Souvagner, einschließlich der Magier zu kämpfen.


    Am 01.09.20 n.d.A. kam es zum offenen Aufstand der Bewegung, die jedoch mit aller Brutalität niedergeschlagen wurde. Sehr viele Souvagner kamen dabei auf beiden Seiten ums Leben. Doch damit erreichte Konsolidation nicht das gewünschte Ziel Ordnung wieder herzustellen. Mehr und mehr Alt-Adlige und Souvagner schlossen sich nun dem Widerstand an. Den vermeintlichen, inneren Feind, den die Konsolidation vernichten wollte, hatte sie durch ihr Handeln selbst geschaffen. Es kam zur Revolution und erneut kämpften Brüder gegen Brüder.



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    33 n.d.A. - Sieg und Machtergreifung des Widerstands


    Im Jahre 33 n.d.A. nach dem Bruderkrieg siegte der Widerstand über die Konsolidation. Nachdem die Konsolidation zerschlagen wurde herrschte der ehemalige Widerstand unter der Führung des Altadeligen Bernard de la Dauchemaille.


    Doch der Frieden währte nicht lange, den jene für deren Freiheit sie ebenfalls gekämpft hatten und die zum Sieg wie auch zur Machtergreifung beigetragen hatten, waren erneut die Leidtragenden, die Magier. Die versprochene Freiheit ließ auf sich warten.


    Kaum besser als zu Zeiten der Konsolidation lebend, nun einem Hexer-Führer "zugeteilt" und zur Festigung der Sicherheit eingesetzt, zogen erneut dunkle Wolken auf im Land innerhalb wie auch im Widerstand selbst.


    Die wirtschaftliche Lage nach dem Fünfjährigen Bruderkrieg war verheerend, die Bevölkerung litt an Hunger, Krankheit und in den Grenzregionen besonders unter den Überfällen der Rakshaner. So manche Kunde ging um, dass es besser war sich von den Rakshanern rauben und versklaven zu lassen, als im eigenen Land zu verhungern.


    Innerhalb des Widerstandes kam es zum Zerwürfnis, zwischen dem Altadeligen Bernard de la Dauchemaille und dem Sprecher der Magier Noe Nillard.


    Bernard de la Dauchemaille vertrat den Standpunkt zuerst die Stabilität wieder im Lande herstellen zu müssen, seine Kritiker jedoch warfen ihm vor, sich als neuer Bovier aufschwingen zu wollen. Mehr noch, dass Dauchemaille schlimmer als jeder vorangegangene Bovier wäre, da er an den Missständen nichts ändern wolle.


    Die Waffen hatten nur kurz geschwiegen, als sie erneut erhoben wurden. Der Widerstand zerbrach in zwei Lager und zwar den Widerstand la Resistance unter der Führung von Dauchemaille und der Vereinigung Gesprengte Ketten unter der Führung des Magiers Noe Nillard.



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    275 v.d.A. - Ausrufung der Konsolidation


    Der Schwarze Adler gegen den Weißen Hahn


    Als das Almanische Großreich zerbrach, wurden viele der alten Adelshäuser vertrieben oder vernichtet, da man sie der Treue zum Verräterkönig bezichtigte. Es kristallisierten sich neue Herrscher heraus. Zwei überlebende Mitglieder des almanischen Altadels standen sich zu dieser Zeit in eiserner Rivalität gegenüber. Der Marquis de la Grange war in den Focus von Pryor Lance de Bovier geraten.


    Denn während La Grange bis zum Schluss dem Verräterkönig die Treue gehalten und dessen Flucht nach Tamjidistan gesichert hatte, hatte De Bovier sich bereits vor dessen Fall von ihm abgewandt. De la Grange war jedoch Felix Reinhard nicht nur ein loyaler Streiter gewesen, sondern obendrein mit diesem von der Mutterlinie her verwandt. Es wurde ein Säbelrasseln zwischen den rivalisierenden Feldherren, denn De la Grange war als Feldherr bewährt und zahlreiche Soldaten und Vasallen waren ihm treu. Auf der anderen Seite stand Pryor Lance de Bovier, der ebenso ein angesehener Feldherr war.


    Beide erhoben Anspruch auf die Herrschaft in dieser Region und verlangten vom anderen, dass er ihm die Treue schwor. Ein almanischer Bruderkrieg stand kurz bevor und die Zivilbevölkerung wurde auf den schlimmsten Fall vorbereitet - auf die Vernichtung des wenigen, was ihnen noch geblieben war. Man wusste um die militärische Erfahrung La Granges in vorderster Front und um die Sturheit von Pryor Lance de Bovier.


    Dann geschah etwas, das niemand erwartet hatte. La Grange entsandte eine kleine, schnelle Streitmacht unter seiner persönlichen Führung, die jedoch nicht Pryor Lance de Bovier angriff, sondern die letzten in Almanien verbliebenen Verwandten des Verräterkönigs jagte.


    Die wenigen, die ihnen entkamen, flohen auf die ferne Insel Asa Karane. Die abgeschlagenen Köpfe der Meqdarhans brachte De la Grange zu Pryor Lance de Bovier und legte sie vor seine Füße.


    »Wir sollten nicht gegeneinander kämpfen, während der Feind vor unseren Grenzen wartet. Dies möge das letzte Bruderblut sein, das der Weiße Hahn vergossen hat. Meine Hände sind voll vom Blut unseres Königshauses und meines gebrochenen Eides, rot von Blut, das niemals abgewaschen werden kann. Das Wappen färbt mir rot und akzeptiert das Opfer meines Hauses. Heil Euch, mein Großherzog.«


    La Granges Eid wurde akzeptiert und seinem Wunsch stattgegeben. So wurde der Rote Hahn von De la Grange ein Symbol der Schuld, eine ewige Selbstanklage wegen des Brudermordes und des gebrochenen Eides. De la Grange starb keines natürlichen Todes, von Schuld zerfressen, die keine Buße von ihm nehmen konnte. Doch seine Nachfahren blieben eines der bedeutendsten Häuser des almanischen Adels, auch über die Zeit des untergegangenen Großreiches hinweg.



    275 v.d.A. - Ausrufung der Konsolidation


    Der alte Titel des Großherzogs blieb erhalten und wurde nun der Macht eines Königstitels gleichgesetzt. Pryor Lance de Bovier jedoch war ein Verfechter alter Werte, strenger Hierarchie sowie des Militärs.


    Als erster Großherzog des Landes Bovier gab er sich selbst den Titel Konsolidator.


    Damit wollte Pryor Lance de Bovier verdeutlichen, was dieses Amt für ihn bedeutete - Konsolidierung/Konsolidation (Herkunft souvagnisches Almanisch - Consolidation) von Befestigung, Festigung, Sicherung (u.a. des Eigentums) Festmachung, Stabilisierung, etc.


    Souvagne wurde als kleines Land von almanischen Bauern und Fischern an der Azursee gegründet und wuchs mit der Zeit zusehends. Das Land war seit jeher bäuerlich geprägt und zog daraus seine Wirtschaftsgrundlage. Doch die ersten Jahre nach dem Zerfall des Almanischen Großreichs und der Flucht des Großkönigs waren hart und entbehrungsreich.


    Doch die Zeiten brachten auch etwas Gutes. Mit dem Fall des Großreichs wurden viele alte Adelshäuser vertrieben und vernichtet. Neue Regenten stiegen wie Feuervögel aus der Asche. Und so geschah es, dass sich in den Wirren der Zeit sogar das Adelshaus la Grange und de Bovier die Hände reichten. Siehe: Der Schwarze Adler gegen den Weißen Hahn.


    250 v.d.A. - Schwieriger Start und Wachstumsphase


    Die Zeit verging und mit den vergangenen Jahrzehnten siedelten sich mehr Almanen in Souvagne an. Besonderes Interesse hatte der Konsolidator an Schmieden und Männern von ähnlichem Handwerk. So siedelten sich größere Schmiedefamilien an der Azursee an. Eine der bekanntesten und alteingesessenen Familien, war der Alt-Adel de Dupont.


    Souvagne bot damals genügend Land und Möglichkeiten um neue Ideen umzusetzen. An Ressourcen jedoch mangelte es Souvagne, wie jedem anderen almanischem Land. Mit dem Wachstum stieg jedoch auch die Kriminalität. Der Konsolidator griff mit aller Härte durch und erhöhte die Truppenanzahl seines Militärs, was zusätzliche Ressourcen der knappen Mittel verschlang.


    Die Tamjid unter Maharaksha Kirshan Marak waren den Almanen wohlgesonnen. Zeitgleich jedoch hielten sie almanische Sklaven als Faustpfand. Einerseits waren die Tamjid beliebt, allen voran Maharaksha Kirshan Marak. Vergessen wurden die versklavten Brüder jedoch nie.


    Gerade in Souvagne nicht, denn Souvagne heißt nicht anders in der almanischen Zunge dieser Region - Erinnern.


    Souvagner waren nicht nur bekannt für ihre Sturheit, sondern auch dafür ihre Erinnerungen hoch zu halten. Das Verhältnis zu den Tamjid war zu dieser Zeit von Beliebtheit und dem Wissen um finanzielle und wirtschaftliche Abhängigkeit geprägt. Vorsicht schwang immer etwas in den Beziehungen mit.


    Die schlechten Zustände im Land wurden durch die Fischereiaufstände weiter gefördert. Es kam zu Lebensmittelknappheit wie in den finstersten Kriegszeiten. Das Land geriet an den Rand eines Aufruhrs. Erst nachdem im Ort Fraprez der Demadot-Aufstand (Fischeraufstand unter dem Redelsführer Hugo Demadot) wütete und vom Militär blutig niedergeschlagen wurde, kehrte langsam Ruhe in die Region rund um die Azursee ein.


    Langsam erholte sich Souvagne, dies lag nicht zuletzt an der unerbittlichen, militärischen Kontrolle der Regierung und dem damit verbundenen wirtschaftlichen Aufschwung. Wichtigster Handelspartner Souvagnes war Tamjidistan. Ebenso wurde Handel mit den anderen almanischen Ländern betrieben.



    200 v.d.A. - Festigung der Macht, weiterer Ausbau des Militärs


    Im Jahre 200 v.d.A. wurde Souvagne von einer Serie entsetzlicher Attentate überzogen. Die Anschläge erreichten am 01.08.200 v.d.A. ihren Höhepunkt. Als Souvagne am 01.08.200 v.d.A. von einem verheerenden Terroranschlag erschüttert wurde, bei dem der amtierende Konsolidator nur knapp mit dem Leben davon kam, setzte bei der Konsolidation ein Umdenken ein.


    Der Konsolidator beschloss das Land grundlegend umzuwandeln und die Sicherheit, folglich das Militär, drastisch zu erhöhen.


    Die Feinde innerhalb der eigenen Grenzen sollten entschieden und mit allen Mitteln bekämpft werden. Die eiserne Hand der Konsolidation hielt mit Stahl, Magie und ihren Hunden das Land weiterhin fest im Würgegriff seiner Herrschaft, bis zum Tage der Magieraufstände. Doch bis zu diesen Aufständen sollten noch weitere 200 Jahre eiserne Bovier-Herrschaft ins Land ziehen.



    Konsolidation - Totalitäre Diktatur, Totalitarismus

    Bei der Konsolidation handelte es sich um eine totalitäre Diktatur. Totalitarismus bezeichnet eine Form von Herrschaft, die in alle sozialen Verhältnisse hineinzuwirken strebt, oft verbunden mit dem Anspruch, einen neuen Menschen gemäß einer bestimmten Ideologie zu formen. Eine totalitäre Diktatur fordert von den Beherrschten eine äußerst aktive Beteiligung am Staatsleben sowie dessen Weiterentwicklung in eine Richtung, die durch die jeweilige Ideologie angewiesen wird. Typisch sind die dauerhafte Mobilisierung in der Massenorganisationen sowie die Ausgrenzung und Vernichtung jener, die sich den totalen Herrschaftsansprüchen tatsächlich oder möglicherweise widersetzen.

    - Erster Konsolidator: Pryor Lance de Bovier, 275 v.d.A.

    - Konsolidation: 275 v.d.A - 33 n.d.A.


    Magier und Magie in der Konsolidation Souvagnes

    Magier waren zur Zeiten der Konsolidation Sklaven, die bereits nach Feststellung des magischen Funken gesichert und der entsprechenden Ausbildung zugeführt wurden. Im passenden Alter und mit genügender Befähigung wurden sie einem Hexenwächter zugeteilt, der seinen Magier wie eine Waffe führte.



    Hunde (Bovierbeißer) - Waffe, Machtdemonstration, Staatssymbol

    Der Bovierbeißer war ein eleganter bis 75 cm großer und bis 50 kg schwerer Hund. Sein Fell war glatthaarig, glänzend und tiefschwarz Der Bovierbeißer hatte Stehohren, deren Größe im guten Verhältnis zum Kopf stehen sollten. Sie werden aufrecht und nach vorne gerichtet getragen. Die Bovierbeißerzucht schuf einen mittelgroßen, kräftigen und muskulös gebauten Hund, der trotz aller Substanz in der Linienführung des Körpers Eleganz und Adel erkennen ließ. Bovierbeißer wurden von klein auf von speziellen Hundeausbildern aufgezogen und abgerichtet. Den Hunden wurden neben grundlegenden Kommandos zudem ausgefeilte Angriffstechniken beigebracht. Hunde die nicht den Leistungsanforderungen innerhalb des ersten Jahres entsprachen, wurden aussortiert. So entstand mit dem Bovierbeißer eine Hunderasse, die an Manntreue, Schärfe, Wachsamkeit und Intelligenz ihres Gleichen suchte. Kaum etwas symbolisierte die Herrschaft der Boviers mehr, als diese Hunderasse.




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    Wegweiser


    Alle Artikel über die Historie sind hier chronologisch geordnet.



    VORZEIT


    um 400 v.d.A. - Skondrani

    Die Skondrani - die kriegerischen Jünger des Alvashek Skondra


    um 300 v.d.A. - 275 v.d.A. - Tamjidistan versus Großalmanien

    RE: Die Chroniken der Vorzeit


    275 v.d.A. - Zusammenbruch Großalmaniens

    Die Chroniken der Vorzeit - Souvagne


    275 v.d.A. - Souvagne - Der Schwarze Adler gegen den Weißen Hahn

    RE: Die Chroniken der Vorzeit - Souvagne


    275.v.d.A.-33 n.d.A. Konsolidation

    RE: Die Chroniken der Vorzeit - Souvagne


    um 200 - 50 v.d.A. - Schilfkultur

    RE: Die Chroniken der Vorzeit


    um 175 v.d.A. - Rakshanistan

    RE: Die Chroniken der Vorzeit


    24 v.d.A. - Republik Monleone

    RE: Die Chroniken der Vorzeit


    Jahr Null - 150 n.d.A. - Galeerenjahre

    Anni di galee / Galeerenjahre


    2.n.d.A. - Ledwicker Reich

    RE: Die Chroniken der Vorzeit


    20 n.d.A. - la Resistance

    RE: Die Chroniken der Vorzeit - Souvagne


    34 n.d.A. - Machtergreifung der Magier

    RE: Die Chroniken der Vorzeit - Souvagne


    40 n.d.A. - Erbmonarchie in Souvagne

    RE: Die Chroniken der Vorzeit - Souvagne



    ASAMEISCHES MITTELALTER


    ...

    Die abgebildete Karte ist die älteste bisher in der Weltenbibliothek gefundene Karte von Asamura überhaupt. Sie zeigt die frühesten Bastionen der mächtigen Häuser, die unter anderem Namen auch heute noch die Geschicke der Welt maßgeblich beeinflussen oder sogar lenken.


    Nach dem Konzil der Ersten Asche zogen die meisten Khilani ins Exil auf die große Vulkaninsel, die heute unter dem Namen Khilar bekannt ist. Doch auch in dieser Heimat konnten sie nicht ewig bleiben. So haben die letzten Khilani die Vulkaninsel bereits in der Vorzeit verlassen, um ins heutige Ledwick zu ziehen. Eine kleine Truppe Abtrünniger, bekannt unter dem Namen Skondrani, reiste jedoch nicht nach Khilar, sondern in die entgegengesetzte Richtung nach Tamjidistan, um dort Geschichte zu schreiben.



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    Der Sonnenkult

    Alvashek ist nach dem Glauben der meisten seiner Anhänger kein zorniger Gott, der beschwichtigt werden muss, sondern ein wohltätiger und den Menschen freundlich gesinnter Gott. Die Sonne scheint für alle - auch für jene, die Alvasheks Namen schmähen.


    Im Gegensatz zu vielen anderen verehrten Entitäten, tritt Alvashek in eine besondere, persönliche, enge und vertraute Beziehung zu den Menschen. Dies liegt zum einen daran, dass er beispielsweise im Gegensatz zu Ainuwar für jeden Menschen sichtbar ist und seine Existenz daher keine Glaubensfrage ist. Zum anderen liegt es auch in seiner Manifestation im Feuer, so dass Alvashek den Menschen auch die Zivilisation schenkte und sie damit über die Tiere erhob. Keine Töpferwaren, keine gebrannten Ziegel, keine Glasbläserei, keine Verarbeitung von Eisen wäre je ohne Öfen möglich gewesen.


    Die radikale, kriegerische Interpretation eines grausamen, tödlichen Sonnengottes hat sich mit den Skondrani etabliert.


    Geschichte

    Der Sonnenkult gilt als die älteste bekannte und noch existierende Religion auf Asamura. Bereits für die Vorzeit ist die Verehrung Alvasheks überliefert. Die meisten Gelehrten nehmen an, dass der Kult mit der ersten Zeit der Asche (um 400 vor Beginn der Zeitrechnung) zusammenfiel. Als der Himmel sich aufgrund des Ascheregens immer weiter verdunkelte und die Kraft der Sonne nicht mehr genügte, um die Pflanzen wachsen zu lassen, glaubte man, die Sonne würde sterben und mit ihr alles Leben. Um Alvashek zu heilen, kam es zu einem Kult, der sich der Verehrung der sterbenden Sonne widmete. Dass die Zeit der Asche irgendwann verging, bewies die Richtigkeit dieses Kults.


    Bis heute geht man davon aus, dass Alvashek kein übermächtiges Wesen ist, sondern im Gegenteil ein kranker Gott, den es zu schützen, zu trösten und zu lieben gilt. Der Dienst an Alvashek hat also nicht die individuelle Erfüllung zum Ziel oder das Erreichen persönlicher Vorteile, sondern dient dem Wohle aller - auch der Ungläubigen.


    Heilige Feuer

    Eine besondere Rolle kommt dem Feuer zu, da man davon ausgeht, dass die Sonne ein weit entfernt brennender Feuerball ist. Als Beweis dafür sieht man Blitze an, die vom Himmel hinabfahren und die Erde in Brand stecken. Es existieren keine personifizierten Darstellungen von Alvashek und man verehrt auch keine Bilder der Sonne (was nicht heißt, dass diese nicht trotzdem beliebt wären, so findet Alvashek sich im Wappen Ledwicks ebenso wie auf der Währung). Stattdessen verehrt man ihn durch heilige Feuer, die niemals erlöschen dürfen. Er hat den Menschen das Feuer gebracht und damit seinen Segen.


    So verwundert es nicht, dass Leuchttürme oft vom Sonnenkult betrieben werden. Nicht selten handelt es sich bei Leuchtturmanlagen um Tempelkloster. Da sie den Seefahrern den Weg nach Hause weisen, kommt ihnen eine besondere Bedeutung zu, die keineswegs nur symbolisch ist. Aber auch an anderen Stellen, wo das Feuer den Menschen hilft, werden heilige Feuer betrieben.


    So gibt es öffentliche Öfen, deren Betrieb traditionell den weiblichen Kultisten obliegt. Hier darf jeder Backen, denn ein eigener Ofen ist Luxus und Prestigeobjekt. Die Bedeutung der öffentlichen Öfen wird ersichtlich, wenn man sich vor Augen führt, dass die Wälder in Almanien dem Lehnsherren gehören und das einfache Volk daher nicht einfach Holz sammeln oder schlagen darf. Insbesondere in den warmen Monaten ist es ein der Oberschicht vorbehaltener Luxus, wenn eine Rauchsäule aufsteigt. Das gilt in besonderem Maße für Ledwick im transalmanischen Zeitalter, bei dem der Landteil vollständig aufgegeben wurde und das Leben sich in schwimmenden Städten abspielt.


    Strömungen und Gruppen

    • Ruspanti - Sonnentänzer, welche auch die Nachtgesänge überliefern
    • Skondrani - Radikale Gläubige, ehemalige Priesterkaste der Tamjid
    • Celesti - die Himmlischen, Elitetruppe und Leibgarde


    Stimmen des Zweifels

    Priesterschaft von Zeit und Raum

    Im asameischen Mittelalter dominiert der Glaube an Ainuwar, dem 65% der Weltbevölkerung anhängen. Kritisiert wird offiziell die mangelhafte Zentralisierung des Sonnenkults. Die vielfältigen Möglichkeiten der Kultausübung sei Beweis dafür, dass diese allesamt falsch sein müssten. Wenn niemand definiert, was richtig und falsch ist, gäbe es kein Richtig. Die intellektuelle Herangehensweise der Anhänger des Ainuwar kritisieren weiterhin die Überlieferung in Gesängen, welche aufgrund des Sprachwandels, aber auch aufgrund der fehlenden Kontrollmöglichkeiten zwangsläufig zu ständigen Veränderungen und somit Verfälschungen führen müssten. Alles in allem sei der Sonnenkult unpräzise, würde keiner wissenschaftlichen Kontrolle standhalten und alle Rituale wären somit bloßer Tand.

    Rakshaner

    Traditionelle Gegner des Sonnenkults sind die Anhänger des Chaosgottes Rakshor. Da die Vorfahren der Rakshaner aus der heißen Wüste Tamjara stammen, nehmen sie in der Sonne etwas Bedrohliches wahr. Alvashek verbrennt das Land und die Haut der Menschen, er lässt die Weiden verdorren. In der Hitze des Mittags hört manch schwaches Herz auf zu schlagen. Das die alte Herrscherkaste von Tamjidistan, die Skondrani, Priester dieses grausamen Gottes waren, hat zu einer Abneigung gegen alle beide geführt, gegen die Herrscher genauso wie gegen ihren Gott. Für die Rakshaner ist Alvashek der Gott der Sklaventreiber, der Geldgier und der Ausbeutung.


    Nächtliche Jünger

    Es liegt auf der Hand, dass einige Kreisendie sanfte Milde der beiden Monde der sengenden Glutkraft Alvasheks vorziehen. Wüstenbewohner betrifft das ebenso wie Vampire. In diesen Reihen hat sich ein kleiner Kult von Mondandbetern formiert als Gegenbewegung zum grausamen Gott des Tages. Auch jene, die einst unter den Jüngern des Alvashek Skondra unterdrückt wurden, fanden mitunter nicht in Rakshor, sondern unter den Nächtlichen Jüngern ihre neue Heimat.

    Skondrani

    - eine radikale Strömung des Sonnenkults -


    • Name des Gottes: Alvashek Skondra - Gott des Krieges und des Plünderns, des Betruges und des Zinswesens
    • Bezeichnung der Anhänger: Skondrani (Pl.), Skondran (Sg.)


    Hinweis


    In diesem Artikel wird der Kult der Skondrani beleuchtet. Informationen zur Historie finden sich im Bereich Geschichte: Die Skondrani - eine radikale Strömung des Sonnenkults]

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    Namensbildung


    Unter dem Namen Alvashek Skondra oder nur Skondra ("Räuber") wird der Sonnengott als ein kriegerischer und betrügerischer Gott verehrt. Etabliert wurde der Name durch Skondra sa Khilar, einem berüchtigten Piratenfürsten aus Caltharnae, der mit Lavi sa Pumori verheiratet war, der Tochter eines wohlhabenden Handelsfürsten, die sich aufs Finanzwesen verstand. Sie begründeten gemeinsam den Kult der Skondrani, der später bei den Tamjid von sich reden machen sollte. Das Klischee des geldgierigen Priesters geht auf diese Priesterkaste zurück.



    Ideologie


    Aus der Annahme, dass der Sonnengott aufgrund seiner sengenden und tödlichen Eigenschaften ein grausamer Gott sein müsse, entstand unter den Eheleuten Skondra und Lavi sa Khilar auf Caltharnae ein Volk radikaler und kriegerischer Sonnenanbeter.


    Gold galt als das Blut Alvasheks, weshalb alles Gold folgerichtig Skondra als oberstem Priester des Sonnengottes zustand. Die berüchtigte Goldgier der Skondrani hat also nicht nur materielle Gründe, sondern genießt obendrein eine sakrale Legitimation. Betrug, Raubzüge und Plünderungen gelten nicht etwa als verwerflich, sondern als rituelle Handlungen zum Wohlgefallen Alvasheks. Die Verwandtschaft mit den Rakshanern kann an dieser Stelle ebenso wenig geleugnet werden wie zum Haus Eibenberg, das aus Pumori hervorging und im transalmanischen Zeitalter das naridische Bankwesen unter seiner Kontrolle hält.


    Geschichte

    Siehe: Die Skondrani - die kriegerischen Jünger des Alvashek Skondra


    Trivia

    Skondra ist heute in Obenza ein beliebter männlicher Vorname. Er wird jedoch auch gern in der Unterwelt als Deckname verwendet, so dass es mitunter vorkommen kann, dass man jemandem, der sich als Skondra vorstellt, nicht glaubt, dass dies sein tatsächlicher Name sei.

    Die Skondrani

    - die kriegerischen Jünger des Alvashek Skondra -


    Hinweis


    In diesem Artikel wird die Geschichte der Skondrani beleuchtet. Informationen zum Kult finden sich im Bereich Mythologie: Die Skondrani - eine radikale Strömung des Sonnenkults]



    khilarschwerter.pngFrühe Vorzeit - Die Anfänge in Caltharnae


    Wenngleich der moderne Sonnenkult zumeist davon ausgeht, dass Alvashek ein gütiger Gott sei, gibt es, wie überall, auch hier eine Ausnahme. Auch die Sonne kann Menschen gnadenlos verbrennen und fruchtbare Landschaften in Wüsten verwandeln.


    "Er steht allein am Himmel, er versengt sie alle. Wenn Alvashek scheint, verbergen sich demütig die Sterne und die beiden Monde verschwinden  feige hinter dem Horizont."


    Aus der Annahme, dass der Sonnengott ein grausamer und egoistischer Gott sein müsse, entstand unter dem Piratenfürst Skondra sa Khilar ein Volk radikaler und kriegerischer Sonnenanbeter. Die Sonne auf den schwarzen Segeln von Khilar kündete von tödlicher Bedrohung.



    Gold ist das Blut Alvasheks


    Gold galt für Skondra als das Blut Alvasheks, weshalb alles Gold folgerichtig ihm als oberstem Priester des Sonnengottes zustand. Die berüchtigte Goldgier der Skondrani hat also nicht nur materielle Gründe, sondern genießt obendrein eine sakrale Legitimation.


    So verwundert es nicht, dass er sich mit Lavi sa Pumori eine Gemahlin aus einem der reichsten Handelshäuser wählte, was ihn später nicht davon abhielt, auch dessen Ländereien zu plündern. Betrug, Raubzüge und Plünderungen galten nicht etwa als verwerflich, sondern als rituelle Handlungen zum Wohlgefallen Alvasheks.



    Lavi sa Khilar und die Erfindung des Zinswesens


    Skondras Gemahlin, besorgt ob dieser Entwicklung, überlegte, wie sie das verhindern konnte, ohne weder ihren geliebten Mann noch ihr Elternhaus zu verraten. Das einzige, was es in diesen schweren Zeiten in ihrem Umfeld wirklich im Überfluss gab, war Gold. Lavi sa Khilar, geborene sa Pumori, gilt seither als Erfinderin des Zinswesens und war die Erste, die Gold verlieh, um noch mehr Gold zurückzubekommen. So hoffte sie, die Plünderungen reduzieren zu können und anfangs funktionierte dies auch. Sie rechnete ihrem Gemahl Skondra vor, wie teuer seine ständigen Gefechte sei und wie viel praktischer man auf diese Weise das Gold zu ihm fließen lassen konnte, ohne dass er sein Leben und seinen Reichtum riskierte.


    Doch das Haus sa Pumori beurteilte die Dinge ähnlich, als es mit ansehen musste, wie das Gold seines Volkes nach Khilar sickerte, ohne dass sie etwas dagegen unternehmen konnten. Und so übernahm Pumori die Idee von Lavi und machte sie sich zu eigen, um sie zu größter Perfektion zu bringen, so dass Lavi sa Pumori schließlich ihre Einnahmequelle verlor. Ihr Mann zog wieder los, um zu plündern.


    So vergingen die Generationen und nichts wurde besser, weder für Khilar noch für Pumori noch für sonst irgendjemanden.



    Die Niederlage und das Exil


    Die rücksichtslos plündernden Skondrani gerieten auf Caltharnae zusehends unter Druck durch die anderen Häuser, die sich aufgrund der Plünderungen gegen sie zusammenschlossen. Das Konzil der Ersten Asche brachte sie in große Gefahr. Eine verheerende Niederlage zwang sie ins Exil.


    Doch während Khalid sa Khilar einen Teil des Volkes auf die nach ihm benannte Vulkaninsel Khilar führte, um die Waffen für immer niederzulegen, führte Anjoon Marak, einer seiner Kriegskapitäne eine Gruppe von jenen, die sich nicht unterwerfen wollten, nach Tamjidistan. In ihren Herzen reiste auch der Kult des grausamen Alvashek Skondra mit.



    Mittlere Vorzeit - Die Gründung von Tamjidistan


    Nach der Übersiedlung auf den Kontinent Asamura hatten die Skondrani unter Anjoon Marak endlich die Möglichkeit, frei vom Druck durch konkurrierende Häuser ihre Herrschaft auszuweiten. Kriegserfahren und skrupellos fiel es ihnen leicht, die einheimischen Stämme zu unterjochen. Sie kämpften, logen und betrogen sich an die Spitze, bis sie am Ende das Land regierten.


    Auf Anjoon Marak ging die Linie der regierenden Maharakshas zurück. Denn da sein ehemaliger Herr zahnlos im Exil vegetierte, musste ein neuer würdiger Sonnenpriester her und den sah Marak in sich selbst. Er erwies sich auch als ausgesprochen fähig.


    Da er und seine Skondrani sich als Elite sahen, wurden weder das Land noch das gemeine Volk nach ihnen benannt. Stattdessen verwendete man den Namen eines einheimischen Stammes, der die besten Krieger gestellt hatte. Tamjidistan war geboren. Die Skondrani aber heirateten und mehrten sich nur untereinander und behielten alle religiösen Privilegien - und einen Großteil des Goldes - für sich.


    Das Volk der Tamjid wurden nun vollständig beherrscht von kriegerischen Priestern des Alvashek Skondra, die es gezielt ausnutzte und ausbeutete, um ihr Gold zu mehren. Doch da die Skondrani nicht nur kriegerisch, sondern auch wirtschaftlich sehr geschickt vorgingen, wussten sie, dass es sinnvoller war, die Wirtschaft ihres Landes gezielt zu stärken, anstatt es vollkommen ausbluten zu lassen, so dass trotz aller Zwänge der Lebensstandard der Tamjid auch unter den einfachen Leuten sehr hoch war. Tamjidistan wurde unter den Skondrani so reich und mächtig, dass es noch vor der Zeitenwende die erste Hochkultur auf Asamura geworden war.


    Die Gesellschaft war nun in folgende Schichten unterteilt:

    1. Maharaksha - Oberster Sonnenpriester, vereint politische, sakrale und militärische Macht
    2. Skondrani - die Priesterkaste, zu welcher auch der Maharaksha gehört, stellt auch Offiziere
    3. Tamjid - das Volk
    4. Sklaven


    Späte Vorzeit - Das Ende der Skondrani


    Das strenge Kastenwesen, das jeden Aufstieg durch Leistung oder durch geschickte Heiratspolitik völlig verhinderte, sorgte in den unteren Schichten für Unzufriedenheit. Sklaven wussten, dass sie immer Sklaven sein würden, ebenso wie ihre Kinder und das weder Fleiß noch Gehorsam ihnen je die Freiheit einbringen würden. Und Sklaven gab es sehr, sehr viele, da man sie weniger gut behandeln musste als das Volk. Sie galten als Eigentum und genossen keinerlei rechtlichen Schutz.


    Dass es aufgrund der Tatsache, dass es preiswerter war, Sklaven zu beschäftigen als Tamjid, immer mehr Sklaven wurden, sollte den Skondrani schließlich zum Verhängnis werden. Am Ende waren es die Sklaven, die ihnen den Untergang brachten. Die Geschichte vom Aufstieg der Rakshaner und der Niederlage der Tamjid wird an anderer Stelle erzählt.


    Mit dem Verlust ihrer Herrschaft blieb den überlebenden Skondrani und ihren Getreuen nur die Flucht. Das Schicksal führte sie zurück in ihre alte Heimat nach Caltharnae.



    Heutige Situation


    Seit ihrem Niedergang findet man die letzten Überreste der Skondrani und ihrer Getreuen im Volk von Al'hamra, das noch immer von radikalen Priestern Alvashek Skondras regiert wird. Anderswo hat man die Skondrani vergessen und die Erinnerung an sie ist wie ein böser Fluch, den man endlich losgeworden ist.

    Lebensunterhalt des einfachen Mannes

    Die Zahlen sind stark gerundet, um das Kopfrechnen zu erleichtern. Die Übersicht ist bewusst vereinfacht und dient daher nur der groben Orientierung.


    Ausgaben eines Bauern (monatlich)


    Lebensmittel
    100 Taler
    Steuern 150 Taler
    Verschiedenes 50 Taler
    Total: 400 Taler



    Einkommen (monatlich)


    Bauer 500
    Handwerker
    800
    Soldat 1500



    Miete in der Stadt


    Einfache Wohnung in schlechter Lage
    500
    Ordentliche Wohnung in guter Lage
    1000



    Auf Reisen


    Zimmer für eine Nacht und eine warme Mahlzeit
    15
    Reiseproviant für eine Woche
    20

    Geld in Asamura

    Münzgeld

    In Asamura hat sich inzwischen eine einheitliche Währung etabliert. Zudem hat man sich auf einen pragmatischen und gesetzlich verankerten Umrechnungsfaktor geeinigt. Der durchschnittliche Bürger zahlt in Talern. Nur wenige werden je einen Dukat in den Händen halten, der einen Wert von exakt 1000 Talern hat. Die umgangssprachliche Bezeichnung "Golddukat" ist repetitiv, da ein Dukat immer aus Gold besteht. Aufgrund des statischen Umrechnungsfaktors verändert sich mit steigendem oder fallendem Goldwert stets der Wert beider Münzen. Eine kleinere Währung als den Taler gibt es nach anfänglichen Experimenten mit Kupferlingen nicht mehr.


    Auf dem asameischen Taler beziehungsweise Dukat ist das Symbol des alten Sonnengottes Alvashek dargestellt. Es gibt jedoch länderspezifische Sondereditionen. Beispiele sind die Taler und Dukaten von Souvagne und Ledwick, welche die Wappentiere zeigen (Schreiadler und Seelöwe).


    Asamura:


    taler.pngdukat.png














    Souvagne:

    thaler.pngducat.png


    Ledwick:


    Anstelle des Taler verwendet man hier den gleichwertigen Scudo (Pl. Scudi). Der Name bedeutet Schild und leitet sich davon ab, dass seine ersten Prägungen einen Wappenschild zeigten.

    scudo.pngducato.png


    Papiergeld

    Als die mechanische Druckerpresse erfunden war, kam im Dampfzeitalter auch Papiergeld hinzu, bevor physisches Geld schlussendlich im transalmanischen Zeitalter gänzlich von der digitalen Währung abgelöst wurde.


    500scudi.jpg

    Saint Rapardine


    Rapardine´ bedeutet heller Stern auf Alt-Souvagne. Man könnte auch Sternchen sagen. Es ist auch ein Synonym für jemanden der zwischen den Sternen zu reisen vermag. Für jene die die Sage kennen hat Rapardine´ eine weitere Bedeutung, sie ist eine Sagengestalt. Ähnlich der weißen Frau in manchen anderen Mythen anderer Völker erscheint sie um Glück zu bringen oder vor Unheil zu bewahren.


    Aber Rapardine´ ist keine Frau, sie ist vollkommen - Mann und Frau zugleich, hochgewachsen und von schlanker Gestalt. Ihre Augen sind schwarz wie die Nacht, glänzend wie finsterer Kristall. Blickt sie in Güte auf Dich herab, dann fühlt man den warmen und Geborgenheit schenkenden Blick einer Dich ewig liebenden Mutter. Schaut sie in Hass, sind ihre Augen kalt wie der Tod, der Blick rasiermesserscharf und begegnen sich Eure Blicke so versengt sie Deine Seele und verstümmelt sie auf ewig. Sie schrumpft und schrumpelt zusammen bis nur noch ein Nichtmensch von Dir übrig bleibt.


    Ihr langes, seidiges, goldenes Haar trägt sie nach hinten zu einem Zopf gebunden, wie es sich gehört. Es fällt ihr wallend über die Schultern, wenn sie einem wohlwollend erscheint. Erscheint sie jedoch in Wut oder Zorn so peitscht es hinter ihr auf, geradewegs so als stände sie in einem tosenden Sturm der nur ihr Haar zu erreichen vermag.


    Als hätten selbst die Elemente Angst vor ihr.


    Ihr Gesicht ist so wunderschön, dass ihre Anhänger bei ihrem Anblick vor Verzückung sterben, Gesegnete bei ihrem Anblick vor Freude weinen und Feinde trotz der todbringenden Gefahr nicht den Anblick von ihr lassen können. Ihre Haut ist makellos, rein, blass und hat die Farbe von Honigmilch. Rapardine´s Gesichtszüge sind ebenmäßig und aristokratischer Natur.


    Gekleidet ist sie meist in nachtschwarzer Rüstung aus seidigem Material, den keine weltliche Waffe zu durchdringen vermag. Ihre Füße stecken in schweren Kampfstiefeln. Jederzeit bereit einen Feind im Staube zu zertreten. In jedem Stiefel steckt ein Dolch. An jedem ihrer wohlgeformten Oberschenkel trägt sie in einem schwarzen Holster eine Waffe. In jeder Hand hält sie eine Waffe. Links die von Herzen kommende Hand hält einen Pistole. Rechts trägt sie ein Schwert.


    An ihren Handgelenken trägt sie Armbänder aus geflochtenem Haar.

    Dies sind Faustpfande von Bittstellenden die um ihre Hilfe flehen.


    Hat sie Dich erhört und errettet sie Dich, erhältst Du Dein Faustpfand zurück mit einer eingeflochtenen Haarsträhne von ihr.

    Quer über den Rücken geschnallt trägt sie das mächtigste Pulsargewehr, dass die Welt je erblickte.


    Sie reist auf einem elfenbeinfarbenen, weißen, fast aus sich selbst heraus strahlenden Prachtadler namens Aufaux. Vielleicht ist sie auch selbst der Adler, kein Sterblicher weiß es.


    Das Schwert welches sie trägt soll die Wahrheit und Gerechtigkeit selbst sein.

    Es durchtrennt alle Lügengebilde und Boshaftigkeiten der Welt.


    Sie selbst soll stets in einem Glanz gehüllt sein, der einen Diamanten verblassen lässt.


    Wenn ein Souvagner gegangen ist, wird seine Seele aufsteigen und zwischen den Sternen reisen. Aber welche Seele mag, darf sich auch Rapardine´ und Aufaux in ihren endlosen Streifzügen durch die Weiten aller Ebenen als Lichtwesen anschließen.


    Das ist Saint Rapardine´.


    Erst wird es finster und der blutrote Schatten fällt auf die Feinde. Kurz darauf erscheint der weiße Prachtadler und sie steigt ab. Schön und schrecklich zugleich.


    Sie hält Ausschau nach den Feinden. Ihr eiskalter Blick sieht die widerlichen Grop-Nop-Kerle. Rasend vor Zorn stürzt sie sich wie eine Furie auf sie. Wer sich ihr in den Weg stellt ist tot. Sie reißt ihr Pulsargewehr von der Schulter und feuert in die Masse.


    Wer getroffen wurde, auch nur von einem winzigen Streifschuss fällt augenblicklich tot zu Boden. Seine Nervenfasern sind durch den Pulsarschuss paralysiert und zerfetzt. Wer dem Gewehr entkommt wird mit der Pistole niedergeschossen oder mit dem Schwert zerteilt, bis nur noch eine der jämmerlichen Kreaturen atmet und um sein stinkendes Leben fehlt.


    Sie würde ihn an der Kehle packen, auf Augenhöhe hochreißen und ihren Blick in seinen bohren. Lesen wo die Gefangenen sind. Und ihm dann in einer fließenden Bewegung sein Genick zu brechen wie einen trockenen Zweig.


    Bevor der Wüstenwilde noch auf den Boden aufschlägt hätte sie ihn schon vergessen, so unwert ist er.


    Das Wort Gnade ist ihr fremd.

    Sie zieht die Waffen um sie zu gebrauchen.


    Zielsicher würde sie nun wissen wo die armen Seelen gefangen gehalten werden.


    Die Faust gen Himmel gereckt ruft sie ihr zweites ich, den Prachtadler. Wie ein Lichtblitz kommt er in der Finsternis angeschossen, ohne dass er landen muss springt sie mit einem gewaltigen Satz hinauf und rast der Rettung der Geknechteten entgegen.


    Kaum da, stürmt sie mit brachialer Gewalt den Sklavenpfuhl und zieht das Schwert. Tritt selbst dickste Panzertüren ein und bricht sie so auf. Hier ist sie vorsichtiger, der Feind lauert überall – aber sie darf keine bedürftige Seele verletzten.


    Gedanklich führt sie ihr zweites ich, der Prachtadler dorthin wo er die Gefangenen sieht. Rapardine´ trifft nur noch auf einen einzelnen Wächter. Blitzschnell schießt ihre Hand vor, greift in sein Gesicht und krallt sich mit den Fingern in seinen Augenhöhlen fest, dabei drückt sie ihm die Augen aus.


    Mit ihm im Schlepptau betritt sie den Raum der Sklaven, um an dem Kerl dort ein Exempel zu statuieren.


    Dort sitzen sie. Hunderte von angeketteten, gebrochenen Alben. Mit einem dumpfen Aufschlag lässt Rapardine´ den Wächter fallen, den sie noch eben in der eisernen Pranke gehalten hatte. Verwirrt schaut sie sich um. Ihre großen, glänzenden, schwarzen Augen suchen den Raum ab. Suchen nach nur einem ihrer Seelenkinder.


    Keine Seele ist dort.


    Die Hüterin aller Souvagner lacht hell und zufrieden auf, steckt das Schwert der Gerechtigkeit wieder in den Gürtel und verlässt den Raum ohne sich noch einmal umzudrehen. Draußen steigt sie auf ihren weißen Prachtadler Aufaux und fliegt mit sagenhafter Geschwindigkeit davon.




    ****

    Malvieys - Der Baum der Mutmaßung


    Vor langer Zeit wanderte ein Ungläubiger umher und betrat durch Zufall ein Tal, dass er vorab noch nie gesehen hatte. Hohe Felsen schirmten es ab, sanft wiegte sich das Gras im lauen Wind und in der Mitte des Tals stand ein einzelner Baum mit goldenen Blättern. Zufällig war dieser ungläubige Wanderer in das Tal von Malvieys gestolpert, ganz ohne es zu wissen.


    Lange war der Ungläubige gewandert und so fühlte er sich müde. Der goldene Baum kam ihm gerade Recht und so dachte er sich, wieso raste ich nicht unter diesem schönen Baum? Und so legte sich der Ungläubige unter den Baum und schlief eine Weile. Nach einigen Stunden wachte er auf, herrlich ausgeruht und er dachte sich: "Oh ich habe Hunger. Hätte ich doch nur etwas zu Essen".


    Wie Ungläubige so sind, dachte er an all die Leckereien die er schon immer einmal in seinem Leben essen wollte. Sofort erschienen all jene Speisen vor ihm, an die er gerade noch gedacht hatte. Ungläubige stellen keine Fragen, das Essen kam, er aß. Als er gespeist hatte, dachte er bei sich: "Oh ich hätte gerne etwas zu trinken".


    Und wieder dachte er an all die Köstlichkeiten, nun an jene die er schon immer einmal trinken wollte. Auch hier stellte der Ungläube keine Fragen und so trank er. Der Unwürdige trank Alkohol, was seinem minderen Geist zusätzlich schwächte.


    Schlagartig setzte sich der Ungläubige auf und stutzte.


    "Ich wünschte mir etwas zu Essen und das Essen erschien aus dem Nichts. Ich wünschte mir etwas zu Trinken und es erschien aus dem Nichts! Das geht nicht mit rechten Dingen zu, hier muss es spuken. Geister müssen dafür verantwortlich sein!".

    Und so erschienen Geister.


    "Geister", schrie der Ungläubige, "Geister! Sie werden mich fangen und foltern".


    Die Geister fingen und folterten ihn.


    Der schwache Ungläubige ertrug den Schmerz nicht und schrie voller Verzweiflung.

    "Die Geister, sie töten mich".... und er starb.


    Das Problem war, er hatte unter Malvieys, dem Baum der Mutmaßung oder Annahme gesessen.

    Er wünschte sich Essen und es manifestierte sich.


    Er wünschte sich Getränke und die Getränke manifestierten sich.

    Er "wünschte" sich Geister und die Geister erschienen.

    Er nahm an sie würden ihn foltern, die Folter geschah.

    Er nahm an er würde sterben... und er starb.


    Ein gut gefestigter Geist schützt Dich und gibt Dir lebensnotwendige Struktur. Du siehst was geschieht, wenn man mit schwachem Geist, einer Annahme oder Mutmaßung unterliegt? Das lehrt uns Malvieys.




    ****

    Das Fest der Vogelscheuche - Der alessianische Wächter


    Wind kam auf, als das letzte Licht im trüben, herbstlichen Jägermond in der ersten mondlosen Nacht verlosch. Ein grauenerregendes Heulen erklang, im finstersten Moment der Nacht. Die Tore des Abgrund öffneten sich und spien die drei gesichtslosen Schatten aus. Gierend nach Leben sammelten sie sich zur Hatz. Wehe dem, der zu dieser Stunde draußen weilen musste.


    Zur gleichen Stunde, sammelten sich die Katzen. Sie zogen aus, um den alessianischen Aufseher zu erwecken. Auf einem den Sterblichen unbekannten Pfad wandelten sie und betraten ein verlassenen Feld.  Sie sammelten sie sich um eine mächtige Vogelscheuche und erhoben ihre Stimmen.


    Kommt das Böse,

    kommt die Nacht,

    zum Wohle aller hälst Du stets Wacht!


    Ein Blitz zerriss den Nachthimmel und zwei unsterbliche Augen glimmten im Gesicht der uralten Vogelscheuche auf. Knorrige, hölzerne Finger schlossen sich fester um die mächtige Heugabel. Eine Stimme nicht von dieser Welt, antwortete flüsternd, wie trockenes Herbstlaub.


    Der alessianische Wächter,

    Krieger  in der ewigen Schlacht,

    in der längsten Nacht, stets die Rettung bracht.

    Erschlug stets die Schatten - drei,

    und gab für ein Jahr erneut die Welt frei.


    Mit diesen Worten löste sich die Vogelscheuche von ihrem Pfahl und schritt hinaus in die finsterste Nacht des Jahres, um die drei gesichtslosen Schatten zu jagen. Doch gewarnt in dieser Nacht sei jeder Mann, dessen Seele nicht von einem Schatten unterschieden werden kann.



    ****

    Bei den hier verlinkten Geschichten handelt es sich nicht um Rollenspieltexte, sondern um "richtige" Geschichten, die von einer einzigen Person geschrieben wurden.


    Legende


    :richtig: = abgeschlossene Geschichte

    :feder: = unfertige Geschichte

    [Fragment] = Geschichte hat den Umfang von einem Beitrag



    Vorzeit


    :richtig: Das Konzil der Ersten Asche

    :feder: Das Licht von Khilar - Für Horatio

    :feder: Asa Karane Kapitel 02 - Geißel der Sturmsee

    :richtig: Der Untergang von Burg Wolkenstein [Fragment]



    Asameisches Mittelalter


    Arashima


    :richtig: Kazrar

    :richtig: Die Eiskrähe

    :richtig: Prolog - Der Eiskuckuck - Das Tagebuch des Kakko Korikara

    :richtig: Aisorus Aufbruch in die Welt [Einführung]

    :feder: Mission in My'shu



    Cynabal


    :richtig: Eisbrecher [Oneshot]

    :richtig: Der Hilferuf

    :feder: Auf verlorenem Posten

    :richtig: Schwärmereien eines Reisenden [Oneshot]


    Avinar


    :feder: Ein neuer Lebensabschnitt

    :feder: Neuer Wind in Avinar

    :feder: Auf zu neuen Gipfeln



    Rakshanistan


    :richtig: Steppensturm [Oneshot]

    :feder: Unter den Dächern von Al'haram

    :feder: Erneute Truppenbewegungen beim Chaos



    Obenza


    :richtig: JOZOs - TAGEBUCH

    :richtig: Der Kettenraucher und der Knirps - 21.12.167 n.d.A.

    :richtig: Trost - 181 n.d.A. [Fragment]

    :richtig: Die Weihe des Wächters [Fragment]

    :richtig: Der Rhythmus des Grauens - Ainos, Lydias und Seddiks Ende [Fragment]

    :feder: Archibalds Tagebuch



    Ledwick


    :richtig: Sirio

    :richtig: Prolog - Der Duca ist tot, lang lebe der Duca

    :richtig: Kapitel 30 - Der Tag des Mysteriums

    :richtig: Kapitel 37 - Der Zauber der Ruspanti



    Ehveros


    :richtig: Kapitel 34 - Der Aal und der Skolopender



    Almanien


    :richtig: Die Wildblume und die Seelilie (121 n.d.A.)

    :richtig: Trio - 155 n.d.A.
    :richtig: Süßes Gift - Die letzten Jahre vor dem Fall

    :richtig: Der Fall der Agenten der Autarkie [Oneshot] (168 n.d.A.) [Fragment]

    :richtig: Schrecksekunde und Schokolade - 170 n.d.A. [Fragment]

    :feder: Prolog Patrice - Die Lotosspinne

    :feder: Prolog Tekuro - Skorpionbrut

    :richtig: Eisbeeren [Oneshot] [Fragment]

    :richtig: Ein königlicher Morgen [Fragment]

    :richtig: Wir oder ich [Fragment]

    :richtig: Der weiße Hengst

    :richtig: Hinrichtung für Hochverrat [Fragment]

    :richtig: Linhards Geschenke [Fragment]

    :richtig: Royaler Nachwuchs - - 02.07.203 n.d.A. [Fragment]

    :richtig: Lichtfest 204 - Für Elise [Fragment] 204 n.d.A.

    :richtig: Der Wolfshund [Fragment]

    :richtig: Kapitel 22 - Die Erben der Wächter der Morgenröte [Fargment]

    :richtig: Die Rache eines Vampirs - Melisandes Ende [Fragment]

    :richtig: Die Abgrundfahrt der Choucas - Standalone [Fragment]

    :richtig: Der stählerne Wal - Standalone [Fragment]

    :richtig: Bergung [Fragment]

    :richtig: Schicksal [Fragment]

    :richtig: Das Versprechen des Aals

    :richtig: Boliszars Ende und Wiedergeburt 233 - 236 n.d.A.



    Die Vorgeschichte von Silvano und Davet

    1. Die redselige Kuh - 154 n.d.A. [Fragment]
    2. Buch und Unkraut - 154 n.d.A. [Fragment]
    3. Der Zuckerbäcker und die lange Nacht [Fragment]
    4. Davet und Vano - Erste Mal - 184 n.d.A.
    5. Davet und Vano - Landgang - 184 n.d.A.
    6. Davet und Vano - Kamin-Romantik - 185 n.d.A.
    7. Davet und Vano - Anker Ärger 184 n.d.A.
    8. Davet und Vano - Rotwein - 184 n.d.A
    9. Davet und Vano - Rückenschmerzen 184 n.d.A.
    10. Davet und Vano - Krähennest - 188 n.d.A.
    11. Davets Tod - 189 n.d.A.
    12. Vendetta - Blutrache 193 n.d.A.
    13. Genesung - 193 n.d.A.
    14. Botanik - Standalone
    15. Bevis und der Sturmvogel
    16. Davet und Vano - Die Eierschlange 02.12.203 n.d.A.
    17. Davet und Vano - Schuld und Unschuld 204 n.d.A.
    18. Hütte oder Kajüte


    Wildnis


    :richtig: Erinnerungen eines Greifen [Fragment]

    :richtig: Krokus [Fragment]




    Kybernetisches Zeitalter


    ...


    Transalmanisches Zeitalter


    Souvagne


    :richtig: 1077

    :richtig: Taudis 42

    :richtig: Kabirs erster Einsatz - 1068 n.d.A.

    :richtig: Operations Speciales Equipe9/OpsSpecE9

    :richtig: Sentir

    :richtig: Pierres Rettung

    :richtig: 03 Kapitel 03 - Schwarz und weiß

    :richtig: Training Deluxe - 1052 n.d.A.

    :richtig: Drei Tage und drei Nächte

    :richtig: Ein Tag im Leben eines Behüters

    :richtig: Orson

    :richtig: Der Artefaktjäger



    Ledwick


    :richtig: Schwarzwasser



    Soleil


    :richtig: 00 Kapitel 00 - Gras-Schlangen

    :feder: 01 Kapitel 01 - SCION

    :richtig: 03 Kapitel 03 - Schwarz und weiß



    ü18


    :richtig: Der Bruder im Hochzeitskleid [ü18]

    :richtig: Von Skorpionen und Skolopendern [ü18]

    :richtig: Gezeichnet [Ciel & Alexandre] [ü18]

    :richtig: Knastintimitäten [Vittorio & Vendelin] [ü18]

    :richtig: Sandbank - 02.11.203 n.d.A.


    :richtig: Nach dem Training - 1077 [ü18]

    Ein "Buch" ist in Asamura die Bezeichnung für eine Rollenspielkampagne. Wir haben diese Bezeichnung gewählt, da die Geschichte in der Regel nur lose geführt ist und viel Freiraum zum Abschweifen, Erkunden und Entfalten belassen wird, anstatt sich ausschließlich an Quests auszurichten. Auch stellen wir uns selbst einen gewissen literarischen Anspruch.



    VORZEIT


    Asa Karane

    Buch 1 - Aufstieg und Untergang



    ASAMEISCHES MITTELALTER


    Souvagne - Der Orden des Stählernen Lotos

    Orden des Stählernen Lotos


    Naridien - Hohenfelde

    Buch 1 - Hohenfelde


    Naridien - Das schwarze Herrenhaus von Hohenfelde

    Buch 2 - Das schwarze Herrenhaus von Hohenfelde


    Rakshanistan - Die erste Schlacht

    Buch 2 - Die Eroberung von Ehveros


    Ehveros - Prolog

    Prolog - Ehveros


    Rakshanistan - Die zweite Schlacht

    Die zweite Schlacht


    Souvagne - Fantome/Geister

    Fantome/Geister


    Souvagne - Sippe Hohenfelde

    Sippe Hohenfelde


    Souvagne - Linhards Stab

    Linhards Stab


    Souvagne - Die Beißer

    Die Beißer


    Souvagne - Der abtrünnige Lotos

    Buch 1 - Der abtrünnige Lotos


    Souvagne - Choucas, blutrote See

    Choucas - Blutrote See


    Souvagne - Tordalk, die Jungfernfahrt

    Tordalk - Jungfernfahrt


    Ledwick - Eine neue Ära beginnt

    Buch 1 - Eine neue Ära beginnt



    TRANSALMANISCHES ZEITALTER


    Souvagne - 1077

    Souvagne 1077


    Soleil - Distrikt T

    Klein Souvagne - Distrikt T


    Soleil - Die Rückkehr des Drachen

    Die Rückkehr des Drachen


    Souvagne - 1100X

    Souvagne 1100X


    Ledwick & Ehveros - Die Eroberung von Ehveros

    Buch 2 - Die Eroberung von Ehveros

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    Besondere Bäume


    Auf Asamura gibt es unzählige, besondere Bäume. Man findet sie in Mythen, Märchen, Legenden und Sagen, ebenso jedoch findet man sie in der Realität. Ein jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte.



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    Souvagnischer Weltenapfel

    Herkunft: Souvagne

    Bedeutung: Weltenbaum, Mythologie

    Standort:

    Geschichte:



    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Jerolin - Der Geschändete

    Herkunft: Asa Karane

    Bedeutung: einst Baum der Hoffnung und des Wandels, Heim der Sonnenfalter in der Feste Wolkenhaim

    Standort: einst Festung Wolkenhaim

    Geschichte:



    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Malvieys - Der Baum der Mutmaßung

    Herkunft: Souvagne

    Bedeutung: Mythologie

    Standort:

    Geschichte:



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    Simgor Birquam - Der Baum der Wahrheit

    Herkunft: Souvagne

    Bedeutung: Mythologie

    Standort:

    Geschichte:



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    Morlibaum

    Herkunft: Souvagne

    Bedeutung: besondere Bedeutung für Bluthexer (Blätter als Speise)

    Standort:

    Geschichte:



    Meta-Informationen über Asamura

    Asamura ist ein künstlicher Planet, der um die Sonne Alvashek im Sternbild Luchs kreist. Nachfahren der Erdenmenschen besiedeln seine Oberfläche. Asamura wird zyklisch heimgesucht von verdunkelndem Ascheregen, welcher die Zeitrechnung bestimmt.


    Die Ruspanti singen:

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    Asche - bestimmt die Geschicke der Welt.

    Asche - sie schreibt die Geschichte der Welt.

    Asche - so schwarz wie das Weltenall.

    Asche - nur Asche bleibt überall.


    (aus den Nachtgesängen)



    Anfang und Ende


    Die Geschichte von Asamura begann als Arche einer sterbenden Welt, doch heute weiß niemand mehr davon. Die Bewohner des künstlichen Planeten halten ihn seit der Zeit ihres Erwachens für den Ort ihrer Schöpfung. Ihr Denken und Ihre Wahrnehmung sind auf diese eine Welt begrenzt. Asamura ist alles, was sie kennen und alles, was sie haben. Die Kenntnisse der Raumfahrt gingen verloren, wie so vieles andere.


    Was aus der Erde wurde, ist nicht überliefert und aufgrund des vollständigen Fehlens dieser Erinnerungen an diese Zeit, darf man davon ausgehen, dass die Informationen gezielt vernichtet wurden.


    Die Physik und Natur entsprechen der Erde, nach deren Vorbild Asamura geschaffen wurde, doch der künstliche Planet ist deutlich kleiner. Um vergleichbare Naturgesetze zu reproduzieren, sind technische Hilfsmittel notwendig, die im Inneren des künstlichen Planeten liegen. Diese haben jedoch einige nicht geplante Nebeneffekte.



    Magie


    Der größte physikalische Unterschied zur Erde ist die starke Fokussierbarkeit von Energie auf Asamura, welche den Einsatz von etwas ermöglicht, dass man als Magie bezeichnet. Magie wird von den meisten als eine wissenschaftliche Disziplin betrachtet und nur wenige, wie die Ruspanti, messen ihr spirituellen Wert bei. Der Prozess jedes magischen Wirkens beginnt im Geist des Anwenders. Die Ursachen für diese Anomalie liegt im maschinellen Inneren des künstlichen Planeten, wo sich Energieverstärker befinden. Menschen mit bestimmter genetischer Disposition reagieren auf diese Verstärker und können die Energieströme in gewissem Ausmaß durch ihre Gedankenkraft lenken. Da ihr eigener menschlicher Geist als Werkzeug dient, beschränkt sich die Fähigkeit auf die Energie, die anderen Menschen innewohnt, so beispielsweise auf die elektrischen Impulse geistiger Prozesse.



    Älteste


    Magie ist trainierbar. In wenigen Fällen führt sie zu einem stabilen Überdauern der Lebensenergie außerhalb des Körpers. Die Menschen, denen das gelang, nennt man aufgrund ihrer langen Existenzdauer Älteste. Sie sind in der Lage, durch Materieverdichtung spontan eine nahezu beliebige körperliche Gestalt anzunehmen. Aufgrund ihrer Macht ist es wohl als Segen anzunehmen, dass die anspruchsvolle Kunst, ein Ältester zu werden, bislang nur von einer überschaubaren Anzahl an Personen bewerkstelligt wurde. Einige von ihnen lassen sich als Götter verehren und machen sich die Sterblichen Untertan.



    Relikte


    Abgesehen von den Apparaturen im Inneren des Planeten finden sich vereinzelte Relikte auch an seiner Oberfläche. Manche von ihnen sind noch funktionsfähig. Wenngleich ihre Funktionsweise mit dem gegenwärtigen Wissen nicht mehr entschlüsselbar ist, können sie dennoch mitunter aktiviert und benutzt werden. Im Fall der sogenannten »Lebenden Schiffe« handelt es sich beispielsweise um Wartungsdrohnen zur Instandhaltung des künstlichen Planeten, die nun jedoch als bewaffnete Tauchschiffe zweckentfremdet werden.



    Artefakte


    Gegenstände, welche magisch beeinflusst wurden, nennt man Artefakte. Die Energie wird vom Magier in ihnen gespeichert und während der Anwendung nutzbringend kanalisiert. Mithilfe der Artefakte ist es auch Nichtmagiern möglich, Magie zu wirken.



    Religion


    Auf Asamura gibt es neben einer Vielzahl kleinerer Kulte, die sich oft um Älteste drehen, drei Weltreligionen, die je einem Gott gewidmet sind:

    1. Alvashek: Aufgrund der zyklisch zunehmenden Dunkelheit geht man davon aus, der Sonnengott Alvashek läge im Sterben. So verwundert es nicht, dass die älteste Religion der ihm geweihte Sonnenkult ist. Er ist die Staatsreligion von Ledwick und auf den Inseln im Dhunischen Ozean verbreitet.
    2. Ainuwar: Weniger alt ist der eher akademisch orientierte Glauben der Priesterschaft von Zeit und Raum, welche den Gott Ainuwar verehrt und nach den göttlichen Gesetzmäßigkeiten der Welt sucht. Es ist eine sehr akademische und kühle Religion. Ainuwar wird vor allem in Souvagne und Naridien verehrt.
    3. Rakshor: Die jüngste Weltreligion dreht sich um den Chaosgott Rakshor, dem man zuschreibt, die göttliche Ordnung zu stören und der sich durch kriegerische Taten verehren lässt. Er erfreut sich besonders unter den Kriegern des Ostens einer großen Beliebtheit.

    Souvagne

    Souvagne (souvagnisches Almanisch für erinnern)



    275 v.d.A. - Nach dem Großkönig


    Zusammenbruch Almaniens


    Almanien hatte seinen Großkönig verloren, jedoch war "Rotbart" nicht in der Schlacht gefallen, sondern geflohen. Verräterkönig schimpfte man ihn, jenen Großkönig Felix Reinhard von Meqdarhan, der mit den Tamjid paktiert und Almanien selbst verraten hatte. Und wohin anders sollte er anders fliehen, als zu seinen Verbündeten? Der König setzte sich in ein goldenes Exil ab, während seine Verwandten nach Asa Karane fliehen mussten und dort den Namen Wittelspitz annahmen. Almanen wussten ihre Rache wie ihren Groll zu pflegen, allen voran jene aus Souvagne. Almanien als Großreich zerfiel mit dem Verlust des Königshauses und zwar in drei Großherzogtümer, die nun eigenständige Staaten wurden.


    Ghena

    Souvagne

    Die Hohe Mark


    Der ehemalige Titel des Großherzogs wurde beibehalten, galt de facto nun jedoch wie ein Königstitel.

    Während Almanien ums Überleben kämpfte, erblühte Tamjidistan.



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