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 Betreff des Beitrags: Knozzy [Goblin]
BeitragVerfasst: Mo 16. Mär 2015, 17:51 
Böser Endgegner
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Volk: Goblin
Steckbrief: Bild
Beiträge: 562
Auszeichnungen: 4

Weltenbastler in Silber (1) Chronist in Gold (1) Die fleißige Feder in Bronze (1) Schlüsselloch (1)
Knozzy


Kurzinfo

Name: Wird meist einfach nur „Knozzy“ genannt. Berühmt und berüchtigt in ganz Asamura als „der Tieflingsschlächter“. In der Goblinhauptstadt Riano auch bekannt als „König der Diebe“. Zudem ist er Begründer und Khan des Clans der Emsoks.
Alter: 30 Jahre
Größe: 1,55 m (extrem groß, für einen Goblin)
Statur: Fett (95 kg Körpergewicht)
Volk: Goblin
Fraktion: Geschäftsimperium des Knozzy
Herkunft: Goblinhauptstadt Riano
Geschlecht: Männlich
Familienstand: Ledig
Familie: Knozzy ist der 8 Jahre ältere, böse Halbbruder von Dozzy.
Er ist das ungewollte, voreheliche Kind von Plux und einem einfachen Soldaten der Stadtwache von Riano namens Vilik. Dozzys Mutter Plux hat den Bastard nach seiner Geburt aus Angst in ein Waisenhaus geschickt. Dies alles geschah noch bevor Plux den Vater von Dozzy kennengelernt hatte.

Knozzy hat jedoch seinen Bruder und seine Familie nie kennengelernt. Als clanloser Goblin genoss er lange Zeit keinen Respekt in der Gesellschaft, bis er seinen eigenen Clan begründete und nun nach mehr Macht strebt, um seinen Einfluss auszuweiten.


Profession

Knozzy ist Khan und ein krimineller Kaufmann.
Er gehörte einst zu den besten Dieben in ganz Riano. Inzwischen lässt er Diebstähle und Einbrüche aber von seinen zahlreichen Handlangern erledigen.

Zudem ist er Begründer und Khan des Clan der Emsoks. Ein Clan der hauptsächlich aus Dieben, Schmugglern, Söldnern, Auftragsmördern, Fälschern und anderen Ganoven besteht. Jeder Bettler von der Straße, jedes Straßenkind und jeder kleine Taschendieb findet Platz in Knozzys Clan. Knozzy bietet in zahlreichen Hütten und Behausungen, sowie in der Kanalisation von Riano Unterschlupf und Verpflegung für die vielen Clanmitglieder. Daher werden weite Teile der Kanalisation und auch ein paar Gegenden in Riano von Knozzy und seinen Schergen kontrolliert.
Der Klan der Emsoks ist im ewigen Kampf mit den zwei ältesten Klans in Riano: dem Ziffix-Clan und Nyur-Clan. Doch auch mit dem Emores-Clan, dem Clan der amtierenden Königin Ixie I. besteht ein schlechtes Verhältnis. Befreundet ist Knozzys Clan hingegen mit dem Rux-Clan und dem Gremlogg-Clan.

Als Kaufmann ist Knozzy überaus gewitzt und denkt nur an seinen eigenen Profit.
Er hat kein Problem gegen sämtliche Gesetze eines Landes zu verstoßen, wenn er dadurch seine Geldbörse füllen kann. Viele seiner Geschäfte sind daher nicht ehrlich: Entweder liefert er Ramsch-Ware, beklaut seine Kunden, verkauft die Waren über dem eigentlichen Wert und kauft sie umgekehrt viel zu billig ein…usw.
Es kommt auch oft vor, dass ein Gläubiger, dem Knozzy viel Geld schuldet, den nächsten Tag nicht mehr erlebt. Schlägertrupps in den von Knozzy kontrollierten Gegenden tragen zudem dazu bei, dass Kunden schnell eingeschüchtert werden und dass ein Verhandeln und Feilschen meist daher gar nicht möglich ist.

Außerdem umgeht Knozzy gerne Zölle über inoffizielle Schmuggelwege. Handelt mit zum Teil auch verbotenen Substanzen, wie z.B. Rauschmitteln. Er hat viel begehrte Ware, sodass viele seiner Kunden in Kauf nehmen, möglicherweise übers Ohr gehauen zu werden, weil man die Ware sonst nirgendwo anders besorgen könnte.


Glaube

Dal und Noldil sind die wichtigsten Götter für Knozzy. Er strebt nach Erweiterung seiner Macht ohne Rücksicht auf Verluste, da er der entschiedenen Meinung ist, dass die Macht und der Reichtum den Wert eines Wesens ausmacht.
Knozzy befürwortet, wie Dal eine Gesellschaft, die nur vom Geld dirigiert wird. Ein freier Markt ermöglicht seiner Meinung nach eine freie Preisbildung, aufgrund der sich selbst regulierenden Angebots und Nachfrageverhältnisse. Da Knozzy auf guten Handel und eine gute wirtschaftliche Lage angewiesen wird, betet er häufig zu Dal und hofft auf Erhörung seiner Gebete.


Erscheinungsbild

Knozzy sieht nicht gerade überragend aus, genau genommen wirkt er sehr abstoßend auf seine Umgebung. Zum einen ist der Goblin sehr übergewichtig. Auf seine 1,55m Körpergröße fallen 95 kg Gewicht an. Wenn man den Goblin das erste Mal sieht, fällt einem sofort die dicke Plautze, sowie seine fette, schwabbelige Arme und sein riesiges Doppelkinn auf. Jedoch stimmen auch die Proportionen in Knozzys Gesicht nicht wirklich miteinander überein. Er hat verhältnismäßig kleine Augen, dafür aber große Ohren. Seine schweinsförmige Nase komplettiert das hässliche Gesicht.

Zum Anderen stinkt der Bastard abartig, nach einer Mischung aus Tabak, Alkohol, Schweiß und anderen Körperausscheidungen. Denn er wäscht sich sehr selten, da Knozzy kein Wert auf Hygiene und Gesundheit legt. Auch seine Zähne sind nicht gepflegt. Viele sind schon abgefault und wurden zum Teil durch Goldkronen ersetzt. Auffällig sind auch seine langen, ungeschnittenen Finger- und Zehennägel, worunter sich viel Dreck befindet. Schließlich hat Knozzy auch extreme trockene Haut auf den Händen, weswegen er häufig Handschuhe trägt.

Knozzys Körpergröße von 1,55m ist für einen Goblin wirklich enorm groß, was an einem seltenen, genetischen Defekt liegt. Der Goblin hat grüne Haut, wie fast alle Vertreter seiner Rasse und rötlich-braune Augen. Seine Körperhaltung und seine Gangart sind aufrecht und angeberisch mit der Brust voraus. Knozzys Mimik und Gestik ist häufig sehr aggressiv und signalisiert schnelle Reizbarkeit und Ungeduld.

An Kleidung trägt er fast immer seinen Pelzmantel, den er offen trägt. Darüber hinaus eine enge, rot-braun gestreifte Leinenhose, sowie einen Ledergürtel, woran sein mit Gold verzierter Dolch, der Schlüssel für die Reisetruhe, die Trinkflasche, der Geldbeutel und das Diebeswerkzeug befestigt ist. Komplettiert wird das Bild von dem mit Sternen und Metallknöpfen versehenen Zylinder und mit Nieten geschmückten Lederstiefel.
Zuletzt ist zu betonen, dass Knozzy exzessiv viel Schmuck trägt, darunter unterschiedlichste Edelsteine, Goldschmuck, Diamanten und seltene Metalle (eine genaue Auflistung siehe unten).


Ausrüstung

Kleidung
    :punkt: 1 x Zylinder
    :punkt: 1 x roter Gehstock, der mit einem Klick so umfunktioniert werden kann, dass daraus ein Streithammer wird
    :punkt: 1x teurer Pelzmantel aus Aras-Fell
    :punkt: 1x Ledergürtel aus der Haut eines Zebus
    :punkt: 1 x enge, rot-braun gestreifte Leinenhose
    :punkt: 1 Paar Lederstiefel aus der Haut eines Zebus

Schmuck
    :punkt: 1x Siegelring aus Gold, 1 Rubinring in Weißgold, 1 Saphirdiamant Ring in Platin
    :punkt: 1x Goldkette mit glänzenden, riesigen Diamanten im Brillantschliff
    :punkt: 2 x Beryll Ohrringe 2x Smaragd Ohrringe
    :punkt: 2 x Goldarmband

Am Körper
    :punkt: 1x Dolch (mit Gold verziert)
    :punkt: Geldbeutel
    :punkt: Trinkflasche
    :punkt: Schlüssel für die Reisetruhe
    :punkt: Diebeswerkzeug

In der Reisetruhe (die sich verschließen lässt)
    :punkt: Zigarren und Alkohol aus aller Welt
    :punkt: Proviant
    :punkt: 1x Wolldecke, 1x Kissen
    :punkt: 1x Extravagante Öllampe und 1 x Feuerstein
    :punkt: 1x gewöhnliches Messer
    :punkt: Wechselkleidung: 1x enge, grün-braun gestreifte Leinenhose, 1x schlichte, graue Weste
    :punkt: 1x Kettenhemd, 1x Kettenbeinlinge und 1x Topfhelm aus harten und teurem Zwergenstahl (extra leicht!)
    :punkt: Etwas Fett zur Pflege der Rüstung und der Waffen
    :punkt: Diverse gefälschte Urkunden, Dokumente, Lizenzen
    :punkt: Weitere Geldbeutel
    :punkt: Ein paar Pergament und Silberstifte
    :punkt: 1x Kalkulationstabelle und 1x Rechenschieber
    :punkt: Handlungsbücher zur Abrechnung und Buchhaltung
    = Gesamtgewicht (ca. 30 kg)


Charaktereigenschaften

Ungeduldig, leicht reizbar, angeberisch, egoistisch und gierig
sind die hervorstechensten Charaktereigenschaften von Knozzy.

Der riesige Goblin ist ein ausgesprochen unbequemer Zeitgenosse. Er ist sehr agressiv und leicht reizbar. Oft reicht nur eine einfache Beleidigung oder eine simple Geste aus, um Knozzy zur Weißglut zu bringen. Dies wird zudem noch dadurch verstärkt, dass Knozzy sehr ungeduldig ist. Er hasst es zu warten und er hasst es, wenn es mal nicht so läuft, wie er es geplant hat!
Früher war das mal anders gewesen. Da war er ein geduldiger, ausdauernder Dieb gewesen. Einen großen Hang zur Agressivität besaß er schon immer, wobei dieser Hang während seines Lebens auf der Straße schwächer gewesen war. Seitdem er aber seinen alten Freund und Kontrahenten Lumpi ausgeschaltet hatte, war er immer ungeduldiger und agressiver geworden. Darüber hinaus hat er auch immer mehr Arbeiten an seine Handlanger abgetreten, weswegen er inzwischen eine starke Abneigung gegenüber körperlicher Arbeit entwickelt hat und faul geworden ist.

Knozzy war schon immer ein großer Angeber. Er ist arrogant und prahlt gerne mit den Dingen, die er besitzt und erreicht hat. Dies spiegelt sich in seiner Gestik und Mimik, aber auch in seiner Kleidung und vorallem in seinem teuren Schmuck wieder. Oft spielt er mit seinen Edelsteinen, Kristallen, Goldschmuck (usw.) in seinen Händen herum und stellt gerne zur Schau wieviel Geld er besitzt.

Er ist in seinem Verhalten gegenüber anderen äußerst kompromiss- und rücksichtslos. Für ihn spielt nur eine Rolle, was er will und diesen Willen setzt er mit viel Gewalt und Durchsetzungskraft durch. Sein ganzes Wesen ist von der Gier nach Geld und Macht geprägt. Er denkt nur an sich: An der Steigerung seines Profits und der Ausweitung seiner Macht. Genau das ist auch sein Lebensziel und seine größte Motivation.

Knozzy ist ein wirklich unsoziales Wesen und ist zu keiner sozialen Empathie fähig. Er kann sich einfach nicht in andere Lebewesen hineindenken. Einerseits hat er es nie gelernt, andererseits scheint sein Gehirn in der Richtung anders gepolt zu sein. Er handelt extrem unmoralisch, hat kein Mitgefühl und ist einfach nur herzlos. Mehr noch bereitet ihm die Folter und das Verbreiten von Schmerz und Leid viel Freude.
Er hat aber gelernt seine mangelnden sozialen Fähigkeiten zu überspielen und manchmal erweckt manchmal den Eindruck, dass er die Gefühle und Gedanken seines Gegenübers versteht.

Überhaupt ist Knozzy zu keinerlei sozialen Bindungen fähig. Er hat sogar latente Bindungsängste, die ihm aber selber nicht bewusst sind. Daher kommt Knozzy nie zur Ruhe und scheint unbewusst immer auf der Suche nach etwas zu sein, was für ihn unerreichbar scheint: Einer Art Zuhause.
Es ist für ihn sehr schwierig soziale Beziehungen zu knüpfen. Zum Einen wegen seiner Bindungsangst, zum Anderen aber auch, weil er kein Interesse daran hat und alle Personen für austauschbar hält. Er hat keinerlei richtigen Freunde und keine Familie. Dies ist eine Folge aus seiner Kindheit, da er ohne Eltern aufwuchs und der Tatsache, dass die einzigen Freunde, die er jemals besaß inzwischen tot sind (wobei er einen davon selbst umgebracht hat).
Seine sexuelle Triebe lebt er mit Huren in Freudenhäusern aus.

Knozzy hat einen tiefen Hass auf die Königswache, sowie den drei einflussreichsten und ältesten Clans in Riano: Der Ziffix-, Nyur und Emores-Clan (der Clan der amtierenden Königin). Diese drei Clans sind seine stärksten Widersacher und versuchen den wachsenden Einfluss von Knozzys Clan zu stören.
Er hat aber auch ein ausgesprochen, schlechtes Verhältnis zur obersten Finanzbehörde mit der er sich schon oft angelegt hat. Regelmäßig finden kleine Gemetzel zwischen der Söldnerarmee der Finanzbehörde und seinen Schergen statt. Denn die oberste Finanzbehörde versucht vergeblich Steuern, Zölle und diverse Schuldversprechen von Knozzy einzutreiben, hat dabei aber kaum Erfolg.
Zudem wird Knozzy aufgrund seiner Vergangenheit von vielen Tieflingen gehasst, aber gleichzeitig auch gefürchtet.

Außerdem sind Knozzy Gelehrte und Magiekundige zuwider. Er kann mit ihnen nichts anfangen, da sie über zu abgehobene, interlektuelle Sachen nachdenken, die für Knozzy nicht verständlich sind. Er ist sehr misstrauisch gegenüber dem Einsatz von Magie und hält auch nicht sonderlich von Alchemie. Er hasst es zu lesen.
Vorallem kann Knozzy vornehmes Gelaber, höfische Etikette und Höflichkeit nicht ausstehen. Höflichkeit ist seiner Meinung nach ein Anzeichen von Schwäche und ist ihn zu anstrengend.

Sein hauptsächliches Interesse ist wie schon oben erwähnt die Erweiterung seiner Macht und seines Reichtums. Er hat aber ebenfalls eine Schwäche für Schmuck und teure Kleidung, Alkohol, exquisite Speisen, Zigarren und andere Rauschmitteln. Auch liebt er Orgien und Feste, wo er sich völlig gehen lassen kann.


Fähigkeiten

Stärken
    + Sehr kräftig und groß
    + Intelligent, sorgfältig
    + Rechnen, gut im Planen
    + Kann lesen und Schreiben (aber er hasst es Bücher zu lesen)
    + Sprachkenntnisse: Rakshanisch und Asameisch
    + Große Durchsetzungskraft
    + Diebeshandwerk
    + Handel & Schmuggel
    + Weltgewandt: Ist oft auf Reisen
    + Hat inzwischen ein wenig gelernt seine mangelnden sozialen Fähigkeiten zu überspielen
    + Mittelmäßige Allgemeinbildung durch seine vielen Reisen
    + Sehr erfahrener Kämpfer, insbesondere:
      Hämmer, vor allem Streithämmer
      Peitsche


Schwächen
    - Gierig nach Geld und Macht
    - Gesellschaftliche Konventionen, Höflichkeit, Moral und Gesetze sind ihm egal
    - Schlechte soziale Fähigkeiten und keine soziale Empathie
    - Sehr dick und unbeweglich
    - Extrem schlechte Ausdauer, da er selten körperliche Arbeit tätigt.
    - Lebt sehr ungesund
    - Süchtig nach Alkohol und Tabak
    - Hasst es Bücher zu lesen
    - Schlechte Kenntnisse in Heilkunde und Verpflegung von Wunden
    - Lässt inzwischen sehr viel von seinen Handlangern erledigen und ist deswegen faul geworden
    - Inzwischen ungeschickt im Schleichen, Klettern und Verstecken aufgrund seines Übergewichts
    - Schlechte Kochkenntnisse
    - Kann nicht schwimmen und reiten
    - Keine handwerklichen Fähigkeiten (bis auf das Diebeshandwerk)
    - Keine magischen Fähigkeiten
    - Keine künstlerischen Fähigkeiten
    - Hässlich und abstoßend


Knozzy hat zahlreiche Stärken. Er ist mit 1,55m Körpergröße und 95 kg Körpergewicht extrem bullig, kräftig und groß. Es gibt kaum größere Goblins, weswegen Knozzy gelernt hat seine Größe auszunutzen.
Er ein sehr erfahrener Kämpfer und kann vorallem mit grobschlächtigen Waffen umgehen, wie dem Hammer (insbesondere Streithammer), der Axt, dem Streitkolben, der Keule, und ähnlichen Waffen. Knozzy ist jedoch sehr untalentiert im Umgang mit dem Bogen, weswegen er (wenn überhaupt) zur Armbrust greift. Schwerter sind auch nicht seine Stärke, da er ja keine klassische Schwertausbildung erhalten hat. Insgesamt ist er ausgebildeten Soldaten und Adligen in einem fairen Kampf unterlegen. Knozzy macht seine mangelnde Geschicklichkeit aber durch seine Erfahrung und seine schiere Muskelkraft weg.

Knozzy ist ein sehr intelligenter Goblin. Er ist sorgfältig, gut im Rechnen und im Planen, kann Lesen und Schreiben. Zudem hat der Goblin das Diebeshandwerk gelernt und ist ein guter, sowie erfahrener Schmuggler und Händler.
Er ist ein weltgewandter Goblin, da er bedingt durch seine Profession oft auf Reisen ist und dadurch viel von der Welt gesehen hat. Seine Allgemeinbildung, sowie seine Kenntnisse über die Tier- und Pflanzenwelt hat er nicht aus Büchern, sondern durch seine Reisen von anderen Leuten aufgeschnappt, weswegen manches von Knozzys Wissen falsch ist.

Seine größte Schwäche sind seine schlechten sozialen Fähigkeiten. Zwar hat er in manchen Situationen gelernt, seine soziale Schwäche zu überspielen, doch gelingt ihm das nur selten. Sein größtes Problem ist, dass er keine soziale Empathie hat und nicht nachempfinden kann, was andere Leute fühlen und denken. Auch ist er gierig nach Geld und Macht. Sein ganzes Leben ist danach ausgerichtet. Aufgrund dieser grenzenlosen Gier pfeift er auf jegliche gesellschaftliche Konventionen, Gesetze, Höflichkeit und Moral.

Wegen seiner Körpermasse ist Knozzy darüber hinaus sehr unbeweglich. Er lässt inzwischen viel von seinen Handlangern erledigen (vorallem alles Körperliche), weswegen Knozzy eine extrem schlechte Ausdauer hat und faul geworden ist. Dies wird noch durch seine ungesunde Lebensweise verstärkt. Er isst wenig Vitaminreiches (z.B. Gemüse oder Obst), viel Fleisch und konsumiert übermäßig Tabak und Alkohol. Dadurch hat er eine starke Sucht aufgebaut, die er durch einen konstanten Alkoholpegel und ständigen Tabakkonsum stillen muss. Weil er so fett und unbeweglich ist, ist er inzwischen auch nur noch ein halb so guter Dieb wie früher. Er ist nämlich aufgrund seiner mangelnden, aktuellen Praxis sehr ungeschickt im Schleichen, Klettern und Verstecken geworden. Wenn Knozzy also gezwungen ist einen Diebstahl alleine auszuführen, passieren ihm daher häufig Fehler.

Sein hässliches Äußeres ist zudem eine weitere Schwäche. Knozzy sieht einfach nicht überragend aus. Er stinkt abartig, da er sich nie wäscht und wirkt daher auf seine Umgebung abstoßend.

Er kann nicht schwimmen, reiten, hat keine magischen und handwerklichen Fähigkeiten. Auch künstlerisch ist er nicht talentiert, weder kann er tanzen, noch singen, oder malen…etc. Er hat auch keine guten Kochkenntnisse. Auf Reisen ernährt er sich lediglich von Brot, Schinken und Käse, da er einfach nichts Besseres auf die Reihe bekommt. In den Städten kauft er sich dann in Lokalen teures Essen, gerne auch etwas Ausgefallenes. Außerdem hat er auch sehr schlechte Kenntnisse in Heilkunde oder in der Verpflegung der Wunden, sowas hat er einfach nie gelernt. Falls also nicht zufällig ein Heiler in der Nähe ist, besteht schnell die Gefahr, dass er durch eine Krankheit oder Verletzung lebensgefährdet ist.


Lebenslauf

Das ungewollte Kind (0-9 Jahre)

Knozzy war seit seiner Geburt an nichts anderes als Ablehnung gewöhnt. Er ist lediglich das Ergebnis einer kurzlebigen Romanze von Plux und einem einfachen Soldaten der Stadtwache von Riano namens Vilik. Dieses kurze Liebesabenteuer ereignete sich als Plux gerade 12 Jahre alt geworden war. Sie lernte den gut aussehenden und charmanten Vilik beim Geburtstag ihres Vaters Grushnik kennen, wo sie sich augenblicklich in ihn verliebte. Doch diese Liebschaft währte nicht lange, da Vilik schnell das Interesse an der jungen Plux verlor und sich darauf einer neuen Liebesbeziehung hingab.

Aus Angst von ihren Eltern verstoßen zu werden, verbarg sie den jungen Knozzy vor ihren Eltern. Da sie aber nicht für ihn sorgen konnte, war sie bald darauf gezwungen, den kleinen Goblin in ein Waisenhaus zu schicken. Sie hoffte, dass man dort besser für ihn sorgen würde. Seitdem hat sie ihren Sohn kein einziges Mal gesehen. Knozzy war zu jener Zeit gerade mal ein Säugling gewesen und kann sich aus dem Grund nicht mehr an seine Mutter erinnern.

Knozzy war in vielerlei ein schwieriges Kind: Zum einen war er sehr rebellisch und aggressiv. Er widersetzte sich jeglichen Regeln und jeglicher Autorität, drangsalierte andere Kinder. Zudem war er schnell reizbar und ein großer Angeber. Unterm Strich also: Ein echter Draufgänger und Satansbraten. Ein Kind, dass man niemanden zum Erziehen wünscht. Den Erziehern gelang es jedoch Knozzy das Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen, da es ihnen sehr wichtig war dies allen Kindern beizubringen. Doch schnell waren die Grenzen der Erzieher im Waisenheim auch ausgeschöpft und da sie keinen anderen Weg sahen, schickten sie den jungen Draufgänger im zarten Alter von 9 Jahren auf die Straße, wo sie ihm sein Schicksal überließen.


Das einsame Leben auf der Straße (9-12 Jahre)

Knozzy lernte schnell, dass das Leben auf der Straße ein hartes Pflaster war. Die ersten Monate waren besonders schlimm. Der 9 Jährige versuchte mit Betteln und Tagelöhnerjobs um die Runden zu kommen. Doch das Geld reichte nicht zum Überleben aus. Oft hungerte er und eine feste Bleibe besaß er auch nicht. So musste er Nacht für Nacht nach einem neuen Unterschlupf suchen. Meistens schlief er unter dem Dach irgendeines Hauses mitten auf der Straße und musste am nächsten Morgen zeitig aufstehen, denn Obdachlose und Bettler waren in Riano nicht gerne gesehen. Sie wurden von der Königswache verfolgt und in einen Kerker eingesperrt, wo sie kümmerlich verendeten.
Auf ständiger Flucht lernte Knozzy irgendwann, wie man sich vor der Königswache verstecken konnte, er lernte auf Dächern zu klettern, zu schleichen und er lernte wie er unbemerkt in Werkstätten, Ställe und abgelegene Gebäude einbrechen konnte, um dort die Nacht über zu verbringen.
Aus der Not heraus begann Knozzy auch mit Taschendiebstählen. Zunächst stellte er sich ungeschickt an und wurde bei den ersten drei Versuchen erwischt, woraufhin er von der Königswache entkommen musste.
Doch mit der Zeit verbesserten sich seine Fähigkeiten. Diskret und lautlos bestahl er seine Opfer.

Nach einigen Monaten fand Knozzy zudem auch ein Versteck, in einer Art Dachspalte zwischen zwei Häusern, wo er ein einfaches Spannlaken zum Schutz vor dem Regen befestige. Ein kleiner Becher diente als Auffängbehälter für Regenwasser. Ansonsten besaß er lediglich ein paar Decken und das was er am Körper trug. Dieses Versteck blieb für mehrere Jahre lang sein Zuhause und der Ort, wo sich Knozzy mit seinen gestohlenen Sachen unbemerkt zurückziehen konnte.

Mit ungefähr 11 Jahren machte Knozzy eine interessante Bekanntschaft. Während er einen goblinischen Händler bestahl, wurde er von zwei anderen jungen Goblins überrascht, welche wiederum Knozzy beklauen wollten. Knozzy war inzwischen auf eine Körpergröße von 1,30m gewachsen und war größer als die meisten Goblins, obwohl er noch nicht vollständig ausgewachsen war.
Seine zwei Kontrahanten, beide ungefähr in seinem Alter, waren mit einer Körpergröße von 1m deutlich kleiner als Knozzy.
Knozzy schaffte es schließlich sogar sich gegen die Zwei zu behaupten und bestahl darauf seine Kontrahenten.

Diese verhängnisvolle Begegnung hatte aber noch ein Nachspiel. So legten sich die zwei Goblins auf die Lauer und verfolgten ihn eines Nachts fast bis zu dem Ort, wo Knozzy seine Sachen aufbewahrte. Doch Knozzy gelang es die Beiden abzuschütteln und konnte unbemerkt in sein Versteck entkommen.
Und so kam es letzlich immer wieder zu mehreren Auseinandersetzungen zwischen Knozzy und den zwei anderen Goblins. Jede Seite obsiegte mal: Mal gewann Knozzy, mal die beiden Anderen. Keine der beiden gelang es jemals das Versteck des Anderen zu finden. Und so war es ein ewiges Hin und Her.

Bis zu dem einen Tag. Dem einen Tag, an dem alles schief ging…
Knozzy hatte auf lange Sicht einen Einbruch in ein Lagerhaus geplant. Und wie es der Zufall wollte begegnete er dort zufällig den anderen beiden Goblins, die ebenfalls einen Einbruch in das Lagerhaus geplant hatten.
Es kam zu einer Rangelei, wobei sie schließlich für viel Lärm verursachten und letztendlich die Königswache aufmerksam auf die Einbrecher wurde. Um zu entkommen mussten die Drei zusammenarbeiten. Knozzy und einer der beiden Goblins wurden gefangen genommen und in einen Kerker geworfen. Im Kerker schlossen Knozzy und der andere Goblin, der auf den Namen Lumpi hörte, Frieden und wurden gute Freunde. Nach einer Woche sorgte Kleexi, der Goblin der entkommen war, für ein Ablenkungsmanöver, wodurch Knozzy und Lumpi den Wärter überlisten konnten und es schafften zu entwischen.

Von dem Zeitpunkt an wurden die drei Goblins gute Freunde und planten von nun an gemeinsame Unternehmungen.


Die Bruderschaft (12-15 Jahre)

In jenen Jahren erlebte Knozzy die schönste Zeit seines Lebens.
Lumpi, Kleexi und Knozzy wurden erfolgreiche Diebe. Der Talentierteste unter Ihnen war zweifelsohne Kleexi. Doch auch Lumpi konnte durch seine Gerissenheit überzeugen und Knozzy profitierte stark von seiner wuchtigen Statur. Er war bis zu einer Körpergröße von 1.55m gewachsen und war damit größer als jeder andere Goblin in Riano. Geschickte Hände, ein gewitzter Verstand und schiere Muskelkraft. Unterm Strich: Alles was eine Diebesgruppe brauchte um erfolgreich zu sein. Bald schon erlangte das Trio Berühmtheit in Riano. Sie wurden zunächst als die „drei Langfinger“ bezeichnet. Später verdichteten sich aber immer mehr Geschichten und Legenden um die drei Diebe, weshalb man irgendwann von „der Bruderschaft der Nachtschatten“ sprach. Nach einiger Zeit wurden sie dann vereinfacht nur noch „die Bruderschaft“ genannt.

Dies hatte zur Folge, dass irgendwann immer mehr Leute glaubten, dass es sich bei der Bruderschaft, um ein großes Netzwerk von Dieben handelte, obwohl es sich effektiv zu dem Zeitpunkt nur um 3 Personen handelte. Da die Königswache und die herrschenden Clans in Riano immer mehr unter den ständigen Diebstählen zu leiden hatten, machten sie sich auf die Suche nach der Bruderschaft, um diese auszuschalten. Ihre Versuche waren aber zunächst nicht von Erfolg gekrönt. Dies lag auch daran, dass man tatsächlich zu der Zeit nach einer Art Zentrale suchte, von wo aus die Bruderschaft ihre Unternehmungen plante und das gestohlene Gut hinbrachte. Doch die Königswache dachte insgesamt viel zu großflächig und überdimensioniert. Sie gingen komplett falsch an die Suche heran und organisierten großflächige Kontrollen. Zwar gelang es der Königswache andere, kleinere Diebe zu fangen, doch Knozzy und die andere beiden Goblins wurden nie gefasst und konnten immer den Kontrollen entwischen. Die gefassten Diebe wurden schließlich gefoltert, damit sie verraten würden, wo sich die geheime Zentrale der Bruderschaft befände. Natürlich wussten die Gefolterten nie wovon die Königswache sprach und wurden letztendlich bis zum Tod gefoltert.

Knozzy und die anderen beiden Goblins erlangten schnell zu großem Reichtum. Sie waren aber äußerst verschwenderisch und sparten das Geld nicht an. Obwohl sie viel Geld besaßen lebten die Drei nach wie vor in ihren erbärmlichen Behausungen und kauften nichts was wirklich von Bestand war, außer vernünftigem Diebeswerkzeug und Waffen, sowie Tarnkleidung, die für sie von essentieller Bedeutung war.
Sie verprassten das Geld für Alkohol, Rauschmittel, Huren oder verloren ihr Geld im Glücksspiel.
Wie konnte man es ihnen auch verübeln, schließlich kannten die Drei kein anderes Leben, als das auf der Straße. Sie kamen nicht auf die Idee, das Geld sinnvoll zu nutzen und sich eine eigene Existenz aufzubauen. Sie kannten nur das Leben eines Diebes und in diesem Handwerk waren sie meisterlich. Also behielten sie jahrelang ihre Lebensweise bei.


Kleexis Tod und die Folgen (15 Jahre)

Ein tiefer Einschnitt in Knozzys Leben und das Erlebnis, was ihn am meisten prägte, ereignete sich in seinem 15. Lebensjahr.
Knozzy, Lumpi und Kleexi besuchten nach einem erfolgreichem Diebstahl eine örtliche Taverne, um das erworbene Diebesgut dort im Glücksspiel zu verwetten. Da Knozzy und seine beiden Freunde aber schon seit einigen Monaten nur noch beim Glücksspiel betrogen, machten sie nur noch Gewinn beim Spiel. Diesen Umstand bemerkte lange Zeit niemand, aber an jenem Tag war es anders. Wie es der Zufall wollte, war es ein Soldat der Königswache, der aufmerksam wurde, dass es nicht mit rechten Dingen vor sich ging und die Drei beim Glücksspiel betrogen.
Knozzy, welcher schon gut angetrunken war, und damit noch reizbarer als sonst war, beleidigte und bespuckte den Soldaten. Dieser zog daraufhin sein Schwert und seine anderen beiden Kumpanen in der Taverne griffen ebenso zu den Waffen. Nach einem kurzen Schlagabtausch war klar, dass die Soldaten den drei Dieben kampfesmäßig überlegen waren. Knozzy konnte seinen Nachteil durch seine schiere Größe wett machen. Lumpi stellte sich geschickt an und tötete einen der Soldaten. Doch der kleine Kleexi erlitt eine tödliche Verletzung während des Kampfes und starb noch an Ort und Stelle.
Von den beiden Soldaten verfolgt, flüchteten Knozzy und Lumpi in die Gassen von Riano. Als sie wieder in Sicherheit waren, brach Knozzy zusammen und übergab sich. Sein langjähriger Freund: Kleexi, einfach so gestorben. Er konnte es nicht fassen. Tiefe Trauer erfasste ihn, aber auch eine Erkenntnis: Nichts währt ewig.
Die Vergänglichkeit des Lebens wurde ihm schlagartig bewusst. Und klar wurde ihm, dass es im Leben nur auf zwei Dinge ankam: Geld und Macht. Letzlich starb mit Kleexi nicht nur ein guter Freund, sondern auch Knozzys jugendlicher Leichtsinn und Optimismus. Von diesem Tag an stumpfte Knozzy emotional ab und begann sich zu verändern, bis er schließlich zu dem herzlosen Monster wurde, das er heute ist.

Doch diese Entwicklung passierte nicht von heute auf morgen, sondern war ein Prozess, der sich über mehrere Jahre hinwegzog.
Der Schmerz und die Trauer, um den verlorenen Freund, der einzigen Person neben Lumpi, der Knozzy je was bedeutet hatte, war sehr groß. Er fühlte sich verloren, wie damals, als man ihn allein auf die Straße ausgesetzt hatte...
Sowie Kleexi wollte er nicht enden...
Er wollte nicht in der Bedeutungslosigkeit versinken und in einer dreckigen Taverne sterben. In ihm manifestierte sich immer mehr eine Gier, die seine neue Lebensmotivation wurde. In gewisser Weise psychologisch als Ausgleich zum traumatischen Erlebnis. Diese Gier gab ihm neue Kraft und letztendlich gelang es Knozzy sich aufgrund dieser Kraft wieder aus seinem Loch zu befreien. Er überwand den Tod seines Freundes und schwor zusammen mit Lumpi Rache an der Königswache zu verüben und die beiden schuldigen Soldaten zu finden.


Der Zwist (15-17 Jahre)

Als Mittel den Tod Kleexis zu rächen, sahen die beiden Goblins nur die Möglichkeit, die Bruderschaft ins Leben zu rufen und neue Mitstreiter anzuwerben, um es mit der Königswache aufnehmen zu können.
So geschah es auch.
Nach anfänglichen Problemen hatten die beiden Goblins nach einem Jahr schon eine stattliche Zahl von 40 Goblins in der Bruderschaft, sowohl Männer, als auch Frauen.
Aufgrund von persönlichen Differenzen über die zukünftige Ausrichtung der Bruderschaft, aber auch aufgrund der Tatsache, dass Knozzy nicht mehr länger bereit war, die Macht länger mit Lumpi zu teilen, kam es mehrfach zu Streitereien zwischen den Beiden. Während immer mehr kriminelle Goblins der Bruderschaft beitraten, herrschte ein großer Zwist zwischen den beiden Anführern. Dieser Zwist herrschte ein Jahr lang, bis Knozzy irgendwann, von seiner persönlichen Gier soweit angetrieben, keine moralischen Bedenken mehr hatte, den unliebsamen Gegenspieler Lumpi auszuschalten und alleiniges Oberhaupt der Bruderschaft zu werden.
Er stieß Lumpi während er schlief einen Dolch in den Rücken. Am nächsten Tag, wurde er darauf tot in seinem Bett aufgefunden. An dem Tag wurde klar, dass von nun an einzig und allein Knozzy das Sagen hatte und Knozzy keinerlei Anstalten machen würde, auch zukünftigen Widerstand auszuschalten. Das mit Erfolg: Denn niemand wagte es seitdem ein Wort gegen Knozzy zu erheben, oder ihn als Anführer in Frage zu stellen.


Der ewige Kampf mit der Königswache (17-22 Jahre)

Knozzy begann einige Woche nach der Ermordung Lumpis neue Pläne in die Tat umzusetzen. Kleexis Tod zu rächen, hatte mittlerweile an Bedeutung verloren und so ließ er das Problem mit der Königswache zunächst links liegen. Dies war eine verhängnisvolle Fehleinschätzung, wie sich bald herausstellen würde.

Er konzentrierte sich zunächst auf die Planung eines Unterbaus, um eine Art Zentrale zu schaffen, erschloss Teile der Kanalisation zu Versorgungs- und Transportzwecken, und nahm erste Behausungen im bisherigen Armenviertel von Riano in Beschlag. Er unterschätzte aber die Macht der Königswache und der herrschenden Clans. Diese setzten nun zu einer Großoffensive an. In einer einzigen Nacht gelang es ihnen weite Teile des Armenviertels in Besitz zu nehmen. Zwar gelang es ihnen nicht den Unterbau und damit die Kommandozentrale der Bruderschaft zu finden. Doch dies schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Knozzys Vormachtstellung im Armenviertel geriet ins Wanken und so musste er schnell reagieren.

Der Goblin antwortete mit Waffengewalt. In der Kanalisation startete er einen erbitterten Kampf und keine der beiden Parteien konnte einen eindeutigen Sieg gewinnen. Später weitete sich der Kampf auch in den Straßen aus. Wann immer Teile der Königswache im Armenviertel gesichtet wurde, wurden sie angegriffen. Mit ihren Uniformen und Rüstungen waren sie für die Bruderschaft leicht zu erkennen. Andersherum war es schwieriger für die Soldaten. Viele Soldaten starben. Und so obsiegte die Bruderschaft nach einjährigen Kampf und der König musste eingestehen, dass der Kampf auf offener Straße sinnlos war.

Das Blutvergießen in der Kanalisation ging aber weiter. Und so beschloss Knozzy mit Antritt seines 20. Lebensjahrs eine Veränderung herbeizurufen. Die Bruderschaft war auf mehrere hundert Mitglieder angewachsen und bestand schon längst nicht mehr nur aus Dieben. Schmuggler, Fälscher, Söldner und auch Meuchler befanden sich ebenso in ihren Reihen. Knozzy befahl einen Attentat auf seine ärgsten Widersacher, den beiden Khans vom Nyur und Ziffix Clan (die Köngin vom Emores Clan war zweifelsohne zu stark bewacht). Das Attentat gelang und Knozzy konnte mit ihrer Ermordung ein Zeichen setzen.
Von der einfachen Bevölkerung wurde er immer mehr gefürchtet und respektiert. Man bezeichnete ihn als “den König der Diebe” - Eine durchaus passende Beschreibung.
Er erntete sogar Sympathie von einigen rivalisierenden Clans, insbesondere den Gremlogg Clan und dem Rux Clan. Bis auf bloße Sympathiebekundungen entwickelte sich zunächst aber kein Bündnis. Die Khans wollten nicht mit einem “Clanlosem” verhandeln, nahmen eine neutrale Position und beschlossen abzuwarten.

Gleichzeitig war es den Königstreuen gelungen, zwei Spitzel unter die Bruderschaft zu schleusen. Sie hatten über ein Jahr hinweg das Vertrauen Knozzys gewinnen müssen, nachdem er sich aber ihrer Treue sicher glaubte, verrieten die Spitzel ihn an den König. Nur durch die Tötung des Oberhauptes erhoffte sich die Königswache den lang ersehnten Frieden. Knozzy geriet in einen Hinterhalt. Abgeschnitten von seinen Schergen wurde er gefangen genommen und sollte öffentlich hingerichtet werden, sodass alle Goblins sehen konnten, dass der Spuk der Bruderschaft endlich vorbei war.
Sie hätten ihn jedoch besser schon vorher umgebracht, denn Knozzys Handlangern gelang es ihr Oberhaupt zu befreien.

Obwohl die Hinrichtung Knozzys also nicht gelungen war, hatten die Königstreuen dennoch einen Sieg errungen: Denn die Spitzel hatten erfahren, wo sich der Unterbau Knozzys befand. Sie starteten eine wochenlang sorgfältig vorbereitete Großoffensive. Die Offensive war von Erfolg gekrönt, wodurch der Unterbau zerstört wurde und Knozzy eine empfindliche Niederlage erlitten hatte. Obschon die Zentrale somit vernichtet war, stellte sich bald heraus, dass dies nicht großartig von Bedeutung war.
Denn weite Teile der Kanalisation, das gesamte Armenviertel und teilweise angrenzende Viertel befanden sich inzwischen unter der Kontrolle der Bruderschaft. Die Vernichtung der Kommandozentrale bedeutete zwar ein herber Rückschlag für die Bruderschaft. Aber bald schon bauten sie einen neuen Unterbau und konnten wieder zur alten Stärke zurückfinden.

Der Königswache gelang es jedenfalls nicht das Armenviertel und die verlorenen Teile der Kanalisation, zurückzuerobern. Sie gaben sich geschlagen und mit Antritt von Knozzys 22. Lebensjahr wurden die Anstrengungen der Königstreuen immer geringer, bis man heutzutage von einer Art Waffenstillstand sprechen kann. Der inoffizielle Waffenstillstand ist jedoch alles andere als stabil, weswegen es immer wieder mal vorkommt, dass Kämpfe zwischen der Bruderschaft und den Königstreuen aufflammen.


Die Geschäftsidee (22-25 Jahre)

Durch die Etablierung der Bruderschaft in Riano und einem weitesgehenden Waffenstillstand konnte sich Knozzy auch endlich auf andere Dinge konzentrieren.
Denn aufgrund der Vergrößerung der Bruderschaft bestand schon seit Jahren erhebliche Versorgungsengpässe. Bisher lebte die Bruderschaft nur vom erwobenem Diebesgut, bzw. vom Geld, dass sie von ihren Kunden für Söldnergeschäfte, Auftragsmorde und für andere kriminelle Machenschaften.
Es war bis zu dem Zeitpunkt so gewesen, dass jedes Mitglied der Bruderschaft für seine eigene Verpflegung verantwortlich war. Nahrungsmittel, Kleidung, Werkzeuge und Waffen mussten von jedem selbst gekauft werden.

20% der Einnahmen der Bruderschaft flossen als sogenanntes “Tributgeld” in Knozzys Geldbörse. Goblins, die nicht Mitglied der Bruderschaft waren, aber im Einflussbereich der Bruderschaft lebten, mussten einen deutlichen höheren Prozentsatz zahlen: 40% ihres Einkommens waren als “Tributgeld” zu entrichten.
Dadurch kam Knozzy an viel Reichtum.

Um seinen Profit zu steigern sah Knozzy aber eine weitere Möglichkeit. Die Bruderschaft kaufte ihre Nahrung und all die Dinge, die sie für den Alltag benötigten teuer bei anderen Händlern ein.
Knozzy knüpfte dort an. Statt teuer bei anderen Händlern einzukaufen, könnten sie auch etwas billiger bei ihm selbst kaufen. Seine Gewinnspanne würde laut seinen Berechnungen anfänglich nur recht klein sein. Knozzy hatte aber zum Ziel durch seine billigen Preise die Bruderschaft noch enger an ihn zu binden und dadurch die Konkurrenz zu vertreiben. Später konnte er den selbstständig die Durchschnittspreise langsam erhöhen, aber gleichzeitig mit attraktiven Rabattangeboten, die Bruderschaft weiter begünstigen. Unterm Strich würden sie genau das Selbe bezahlen, wie bei der Konkurrenz, würden aber durch die enge Kundenanbindung und durch vergebenen Rabatte, deutlich lieber bei Knozzy einkaufen.

So bereiste Knozzy in seinem 23. Lebensjahr mit zwei Dutzend Handlangern die Landregion des Königreiches, um nach geeigneten Handelspartnern zu suchen. Da auf dem Land ganz andere Clans herrschten als in der Stadt selbst, musste Knozzy sich zunächst orientieren. Vorrangig interessierten ihn zunächst nur Nahrungsmittel und Kleidung. Später wollte er seinen Handel auch auf Waffen und Werkzeuge ausweiten.

Er nahm Verhandlungen mit dem Torik-Clan und Zalix-Clan auf. Wobei Biffix vom Torik Clan und Knozzy letzlich einig wurden. Sie beschlossen einen nicht ganz legalen Handelsvertrag. Anders ausgedrückt: Ein kriminelles Schmuggelgeschäft.
Sie umgingen über einen Kanalisationsschacht, der sich in Knozzys Gewalt befand, die Zollkontrolle an den Toren der Stadt. Diesen Steuerfreibetrag bekam der Handelspartner gutgeschrieben, wodurch er viel an diesem Handel verdiente und der Torik-Clan dadurch ein beständiger Handelspartner von Knozzy wurde.

Knozzys Kalkulationen über seine Gewinnmarge gingen zunächst aber nicht auf. Nach dem ersten Jahr, machte er sogar Verlust und musste in seine eigene Tasche greifen. Dies lag vorallem daran, dass Knozzy zu der Zeit noch viel zu unerfahren in der Buchhaltung und im Rechnen war. Da Knozzy aber sehr willensstark und intelligent war, lernte er schnell dazu und machte nach 2 Jahren endlich erste Gewinne mit seiner Unternehmung.

Mit diversen Werkzeugschmieden, aber auch Bäckern, Fleischern, Küfern, Schneidern, Gerbern in seinem und anderen Handwerkern aus der Stadt Riano schloss Knozzy während seines 25. Lebensjahres unterschiedliche Verträge ab. Diese einigten sich ihre Ware zu Produktionskosten (+ einem Steuerfreibetrag und einem kleinem Umsatzbetrag für sie selbst) an Knozzy zu verkaufen. Knozzy versprach im Umkehrschluss “seine Handwerker” von Diebstählen und anderen Drangsalierungen zu befreien und er hielt auch sein Wort. Natürlich waren “seine Handwerker” weiterhin verpflichtet eine Steuer an den König zu entrichten, daher gewährte Knozzy ihnen auch den Steuerfreibetrag.
Mit der Zeit weitete sich Knozzys Einfluss aber auch auf jene Handwerkergebiete aus, sodass die meisten von ihnen mittlerweile nicht mehr steuerpflichtig gegenüber dem König, sondern tributpflichtig gegenüber Knozzy sind.

So entstand Knozzys Geschäftsimperium und gedeihte von nun an fast wie von selbst.


Aufbruch in neue Welten (25-30 Jahre)

Nun begann Knozzy auch nach Geschäftspartnern außerhalb von Riano zu suchen und besuchte zunächst die freie Stadt Daijan, welche sich im Territorium der Handelsallianz, auf Süd-Naridien befindet. Dort schloss er mit einem Händler einen Vertrag ab. Im Austausch von goblinischen Gewürzen und Rohmetallen erhielt Knozzy Kleidung und Alkohol von dem Händler. Knozzy verlangte aber unverschämt hohe Preise für die goblinischen Rohmetalle, die zudem auch noch stark verunreinigt waren. Da der unerfahrene Handelspartner das Gewicht und die Reinheit der Metalle aber nicht überprüfte, konnte Knozzy großen Profit aus diesem Geschäft schlagen.

Ähnliche falsche Geschäfte betrieb er auch mit Händlern in der freien Obenza und in Shohiro, der Hauptstadt der Handelsallianz. Auch ihnen bot er verunreinigte Metalle und verkaufte die goblinischen Gewürze zu viel zu hohen Preisen.
Knozzy besuchte außerdem während dieser Zeit Kagohiro, die Hauptstadt der Arashi und konnte mit ihnen einen dauerhaften Rauschgiftvertrag beschließen. Knozzy kam zudem auf die Idee in Kagohiro eine Art zweite Zentrale aufzubauen. Er beorderte Goblins aus der Bruderschaft, aber stellte auch örtliche Arashi in seine Dienste ein, wodurch er schnell in Gandin einen zweite Handelszentrale bilden konnte.
Fast 1 Jahr lang reiste Knozzy herum, bis er schließlich nach Riano zurückkehrte. Während dieser Zeit ereignete sich auch die Geschichte des Tieflingsschlächters. Die im Detail hier nachzulesen ist:
Der Tieflingsschlächter (26 Jahre)
Hier nun beginnt eine Geschichte, die fast jeder in Riano kennt, aber auch über die Grenzen von Riano hinaus bekannt wurde. Ich spreche von der Geschichte des Tieflingschlächters – Knozzy den Gefürchteten.

Es geschah zu jener Zeit als die Handelsbeziehungen zwischen dem Goblinkönigreich Evalon und der Sumpfregion von Alkena erstarken. Gewiefte goblinische Händler sahen, dass man dort günstig alchimistische Zutaten einkaufen konnte. Auch Knozzy besuchte Alkena, Zufluchtsort der Tieflinge, auf einer seiner Reisen und setzte nach erfolgreichen Gesprächen mit den ansässigen Tieflingen einen Vertrag mit ihnen auf. Knozzy importierte von den Tieflingen Vogelfleisch und alchimistische Zutaten, die er zu hohen Preisen in Riano verkaufen konnte. Im Gegenzug versprach er ihnen gut verarbeitete Waffen, Rüstungen und erstklassige Stoffe. Im Endeffekt gab er den Halbdämonen aber lediglich Ramschware, die nach mehrmaligem Nutzen kaputt ging.

Es dauerte nur wenige Tage, wesentlich schneller als von Knozzy kalkuliert, da bemerkten die Tieflinge schon den Mangel. Aus Wut betrogen worden zu sein, setzten sie mit 30 Tieflingen zur Verfolgung an. Tatsächlich gelang es ihnen die Goblins noch einzuholen. Denn mit den Handelswaren war die fünfköpfige Goblingruppe sehr langsam unterwegs. Mehrmaliges Zusichern, dass der Mangel beseitigt werden würde, dass das Ganze nur ein Versehen war und sie eine Ersatzlieferung erhalten würden, half nicht. Die Tieflinge wollten nicht mit sich reden lassen und waren auf Ärger aus. Ihr Plan war es die Goblins zu töten und danach die arglistig erworbene Ware wieder zurückzuholen.

So kam es schließlich zu dem legendären Kampf zwischen den Goblins und den Tieflingen. Die fünfköpfige Goblingruppe war den Tieflingen 5:30 unterlegen.
Man sagt es seien 26 Tieflinge gewesen, die Knozzy in einem absolut wahnwitzigen Blutrausch erschlug. Er soll im Kampf überirdische Kräfte von Malgorion erhalten haben. Seinen Streithammer wirbelte er so schnell und flink, wie einen Degen durch die Lüfte. Schneller als die Augen sehen konnten. Jeder Einzelne von Knozzys Opfer starb ehe er zum Schlag ausholen konnte, sodass der Goblin keinen einzigen Kratzer abbekam. Am Ende thronte Knozzy mit dem Hammer in der Hand über die Leichenberge. Sein ganzer Körper war übersät mit Dämonenblut.

Nur einem einzigen Tiefling gelang die Flucht, welcher daraufhin die Geschichte des Tieflingsschlächters Knozzy in Alkena und in ganz Asamura verbreitete. Und noch heute kann man immer noch Furchen und Dellen im Boden bemerken, die darauf hindeuten, dass hier der Kampf stattgefunden hatte. Für goblinische Kinder ist diese Geschichte daher ein Beispiel geworden für gewieftes, profitorientiertes Denken und goblinische Kampfstärke.

Ob diese Geschichte tatsächlich gänzlich der Wahrheit entspricht ist fraglich. Auf jeden Fall hat sie einen wahren Kern, doch einige Details sind wohl etwas stark übertrieben.
Ob Knozzy tatsächlich übermächtige Kräfte von Malgorion erhalten hat...ob es tatsächlich soviele Tieflinge gewesen sind, die Knozzy erschlug, ist heute nicht mehr überprüfbar. Auf jeden Fall ist das die Version, die Knozzy in der Welt verbreitet hat und wodurch er als "der Tieflingsschlächter" in ganz Asamura bekannt geworden ist. Im Endeffekt gute Eigenwerbung.

Als Knozzy zurück nach Riano kehrte hatte er inzwischen das 27. Lebensjahr erreicht und hatte aufgrund der vielen Exzesse, Orgien und seiner ungesunden Ernährung, sowie der mangelnden körperlichen Arbeit extrem zugelegt. Er verbrachte fast 1 Jahr lang in Riano und konzentrierte sich darauf nun die Bruderschaft in einen Clan umzuformen. Er ernannte sich selbst zum Yar und Khan des Clans, was insgesamt von allen anderen Khans der Stadt so akzeptiert wurde, da Knozzy mittlerweile großen Einfluss hatte.
Weil Knozzy jetzt nicht mehr länger clanlos war, nahmen nun auch selbstständig der Rux Clan und Gremlogg Clan Kontakt zu ihm auf. Mit ihnen schloss er Handelsverträge, wodurch das Ansehen des neugegründeten Emsoks Clan enorm wuchs.

Mit ca. 28 Jahren machte Knozzy eine größere Reise in das Gebiet der Handelsallianz, wo er in der Hauptstadt der Handelsallianz Shohiro und auch an der Nordostküste von Süd-Naridien in der freien Stadt Obenza Geschäfte machte. Er erhielt allerhand interessante Erzeugnisse und konnte durch seine hartknäckige Art einige Handelsallianzler dazu überreden für ihn zu arbeiten und Handelsgeschäfte im Gebiet der Handelsallianz abzuwickeln. In der freien Stadt Obenza und der Hauptstadt Shohiro schuf Knozzy damit zwei weitere Zentralen.

Mit 29 Jahren trat Knozzy erstmals in Kontakt mit dem Volk der Almanen und den Tamjid. Außerdem bildete er eine weitere Zentrale in Al'haram und Drakenstein, und besaß nun sechs Zentralen in ganz Asamura: Riano, Kagohiro, Obenza, Shohiro, Drakenstein und Al'haram.


Gegenwärtige Situation (30 Jahre - Ende offen)

Derzeit nichts Neues.

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"Geld ist geprägte Freiheit".

"Meiner Meinung nach sollten Tieflinge nur bei einem Ereignis Gastgeber sein: Bei einer Invasion."


Vielen Dank an Baxeda für das charmante Avatarbild!


Zuletzt geändert von Knozzy am Sa 6. Jun 2015, 12:10, insgesamt 38-mal geändert.
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