Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt. Die ĂŒberlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der SchlĂŒssel zur Herrschaft ĂŒber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. WĂ€hrend die Almanen auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die GeheimbĂŒnde der Schatten sehen in der Magie die mĂ€chtigste Waffe und fĂŒr die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Die Abenteuer der KrÀhenkorsaren

So erbarmungslos wie die Natur sind auch die Bewohner der nördlichen Reiche. Die dunklen Meere und die von Packeis starrenden KĂŒsten werden beherrscht von den Norkara und Shezem. Den Nordwesten kontrollieren die Frostalben.
Der Norden
So erbarmungslos wie die Natur sind auch die Bewohner der nördlichen Reiche. Die dunklen Meere und die von Packeis starrenden KĂŒsten werden beherrscht von den Norkara und Shezem. Den Nordwesten kontrollieren die Frostalben.
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Blammo
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Die Abenteuer der KrÀhenkorsaren

#1

Beitrag von Blammo » Mo 18. Sep 2017, 20:01

Auf Karperfahrt - Die PlĂŒnderung der "Seevogel"

Nervös leckte sich Blammo ĂŒber die Lippen. Es war jedes Mal aufs Neue aufregend, dieser eine kurze Moment, bevor es losging. Mit kĂŒhlen Augen fixierte er das Ziel. Sie hatten das Schiff schon eine Weile beobachtet und schließlich die Verfolgung aufgenommen. Die Winde standen gĂŒnstig und so nĂ€hrte sich die Aasfresser langsam aber stetig dem fliehenden Schiff. Die Korsaren hatten sich um und hinter Blammo auf dem Enterdeck versammelt, gröhlten FlĂŒche und VerwĂŒnschungen in Richtung Kontrahenten. "Was meinst du, Ildred.", wandte sich Blammo an seinen ersten Offizier ohne die Norkara anzusehen. "Haben sie eine Chance?". Erst hörte er nur ein verĂ€chtliches Schnauben, dann antwortete Ildred mit bedrohlichem Unterton:"Warum eigentlich nicht?". Auch ohne sie anzusehen wusste Blammo, dass sie fies grinste. "Dann wollen wir mal.". Blammo legte den Kopf abwechselnd in Richtung der Schultern, wodurch ein leises Knacken zu hören war. Dann ließ er die Schultern kreisen, schließlich musste man sich ja aufwĂ€rmen. Ein kurzer Blick flog an die Bugspitze, wo seine KrĂ€he Platz genommen und sich aufgeplustert hatte. Auch die KrĂ€he schien das gegnerische Schiff zu verhöhnen.

Krachend bohrte sich der Rammsporn der Aasfresser in das Heck des anderen Schiffes. Dann war es still. "UND LOS!", hörte man Blammo schreien und seine Korsaren stĂŒrmten voran. Sie gröhlten ihren Schlachtruf, dann erfĂŒllte der Klang von Stahl auf Stahl die Luft. Wie ein Fisch tauchte Blammo durch das Wirrwarr des Kampfes, erschien hier und da und gab seinem Entermesser Blut zu trinken. Dann hatte er Probleme damit, seine Waffe aus dem Schild seines mittlerweile toten Gegners zu ziehen. Die Klinge hatte sich in dem beschlagenen Holz verkantet. Schließlich fiel ein Schatten auf ihn und er wirbelte herum. Ein Mann stand vor ihm, die Klinge hoch erhoben und die Augen weit aufgerissen. Blammo fĂŒhlte sich wie gelĂ€hmt. Eigentlich hĂ€tte er schon lĂ€ngst tot sein mĂŒssen? Grunzend ging der Mann vor ihm auf die Knie und Hikono erschien dahinter. Mit einer ruckartigen Bewegung zog Blammos Steuermann seinen Speer aus dem RĂŒcken des mittlerweile zuckend am Boden liegenden Feindes. Der linke Mundwinkel von Hikono wanderte kurz nach oben, Blammo nickte ihm dankend zu. Dann stĂŒrmten sie in verschiedene Richtungen voneinander weg um weiter am Kampfgeschehen teilzunehmen. Lange wĂŒrde es bestimmt nicht mehr dauern, bis die KrĂ€henkorsaren als Sieger hervorgehen und die Beute an sich reißen wĂŒrden.

Der Kampf war schnell vorbei. Blammo war ĂŒberrascht, wie schnell sich die Wachmannschaft auf dem Schiff ergeben hatte. WĂ€hrend seine Leute dabei waren die Waffen der Soldaten einzusammeln und die Crew zusammenzutreiben nahm er die Beute in Augenschein. Er war zufrieden. <Wir werden eine gute Stange Geld mit dem Zeug verdienen.>, stellte er fest und nickte. "Verladet den Kram. Wir wollen nicht zu lang bleiben.". Der ihm am nĂ€chsten stehende Korsar salutierte und packte direkt die erste Kiste. "Ihr da! Helft noch mit, Hikono, du ĂŒberwachst das ganze.". Dann wandte sich Blammo an die Gefangenen. "Wer von euch feigen LumpensĂ€cken hat hier das Sagen?", fragte er die auf dem Deck kauernden Matrosen und Soldaten. Keine Reaktion. "Ich habe euch etwas gefragt?!", rief Blammo und gab dem einen Kerl eine schallende Ohrfeige. "Ich glaube ich.", vernahm er plötzlich eine Stimme von weiter hinten. Einer der Kerle versuchte aufzustehen, Ildred wollte direkt auf ihn zustampfen. "Lass ihn.", hielt Blammo die Norkara zurĂŒck. Der Kerl hatte eine Verletzung und hielt deshalb seinen linken Arm, der schlaff am Körper hing. "Einer Eurer Leute hat unseren KapitĂ€n aufgeschlitzt. Sein erster Maat liegt am Steuerrad. Ich bin der Offizier der Wachmannschaft und somit der nĂ€chst ranghöchste hier.". Blammo winkte den Mann zu sich. "Kommt. Kommt her. Looos, kommt her zu mir, keine falsche Scheu.". Der Soldat wurde zu dem Goblin gefĂŒhrt und auf die Knie gedrĂŒckt, damit er den KapitĂ€n der Aasfresser nicht zu sehr ĂŒberragte. "Ich frage Euch nicht nach Eurem Namen, da er mich nicht interessiert. Ihr solltet hingegen wissen, wer ich bin.". Blammo grinste, als der Kerl nickte. "Ich habe wirklich gedacht, dass deine Leute sich besser schlagen.", meinte er und schaute an dem verwundeten Mann vorbei in Richtung Gefangene. "Aber ihr habt es wenigstens versucht.". Ein Korsar kam zu Blammo und flĂŒsterte ihm etwas ins Ohr. Die GesichtszĂŒge des Goblins entspannten sich. "Eure Verluste sind höher als meine, da habt ihr noch mal GlĂŒck gehabt...denn sonst hĂ€tten wir das ausgleichen mĂŒssen, Ihr versteht?". Der Soldat funkelte den Goblin an, sagte aber nichts weiter und schaute zu Boden. "Ich fasse zusammen. Die Beute ist reichlich und wir haben kaum MĂ€nner verloren. Euer Schiff könnt ihr behalten, es hat keinerlei Wert fĂŒr mich. Ich kann damit kaum was anfangen. HĂ€ttet ihr eine ernstzunehmende Bewaffnung, dann...jaaa....dann....aber so? Ihr habt GlĂŒck, dass ihr nur ein kleiner Fisch seid.". Dann trat Blammo nĂ€her an den Soldaten heran. "Dieses Mal verschone ich Dich und deine jĂ€mmerliche Crew. Wenn wir uns das nĂ€chste Mal treffen hoffe ich doch sehr, dass du und deine Jungs uns mehr entgegenzusetzen haben.". Dann trat er wieder von dem Mann zurĂŒck. "Such dir zur Not was Anderes. Bei irgendeiner Marine oder so. Bis bald, mein Lieber.". Dann drehte sich Blammo zu Ildred. Sie bestĂ€tigte per Handzeichen, dass die Beute verladen war. "Wir sind hier fertig. Gehen wir.". Einen kurzen Moment spĂ€ter drehte sich Blammo noch einmal zu dem niedergeschlagen dreinblickenden Soldaten. "Ich hoffe doch sehr, dass ihr noch 'nen Baumeister da habt. Das Loch im Heck ist zwar nicht zu schlimm, aber weit kommt ihr nicht wenn es nicht repariert wird. Machts gut!". Blammo tippte sich zum Abschied an seinen Dreispitz, der Soldat spie verĂ€chtlich aus. "Irgendwie ein witziger Kerl, oder Hikono?". Blammos Steuermann schien nicht viel Humor fĂŒr diese Sache ĂŒbrig zu haben und verzog das Gesicht. Dann rĂŒckten die Korsaren ab.

Die Mannschaft hatte das geplĂŒnderte Schiff verlassen und setzten nun einen neuen Kurs. WĂ€hrend Fleez, der Schiffsarzt, die Wunden der verletzten Korsaren versorgte sah Blammo seinen Handwerker herbeieilen. "KĂ€ptn!", rief er und winkte mit einer Art Hebel. "Was gibt's?", fragte Blammo, bekam aber erst eine Antwort als Skop bei ihm war. Ein breites Grinsen entblĂ¶ĂŸte die GoldzĂ€hne des Handwerkers. "Ich habe da noch...naja...sowas wie eine Überraschung. Wir haben da...ein paar VerĂ€nderungen an dem Schiff vorgenommen. Nichts Großes. Aber jetzt...ja jetzt wĂ€re der richtige Zeitpunkt um das auszuprobieren!". Blammo verzog fragend das Gesicht. "Was zur Seemannshölle habt ihr wieder ausgetĂŒftelt, Skop? Du und deine Leute, ihr macht aus dem Schiff noch...keine Ahnung. Egal, was ist es dieses Mal?". Skop kicherte und rĂŒckte den Eisenhut auf seinem Kopf zurecht. Er hĂ€mmerte den Hebel aus seiner Hand in eine Art Vorrichtung in der NĂ€he des Steuerrades und zog daran. "Jetzt pass auf, KĂ€ptn!", kicherte er und nickte in Richtung Heck. Es rumpelte laut, als der Baumeister den "fachmĂ€nnisch montierten" Hebel zog und plötzlich schossen dicke, schwarze Rauchschwaden aus dem Heck des Schiffes hinaus. Der Rauch verbreitete sich rasch und baute sich wie eine Nebelwand hinter der Aasfresser auf. Blammo zog eine Augenbraue hoch und schaute wieder zu Skop, der seine Brille mit einem öligen Tuch putzte. "Wunderbar, nicht?", fragte Skop und hielt das Gestell gegen das Licht. "Wir arbeiten noch dran...Wenn wir fertig sind, dann kommen und gehen wir mit diesem...Nebel. Stell dir vor, KĂ€ptn, wie das erst bei schlechtem Wetter aussehen wird?! Bedrohlich, oder? Und wenn uns der Feind nicht mehr sieht...dann kann er auch nicht auf uns schießen!". Blammo kratzte sich am Kopf. Sein Dreispitz wackelte dabei und die mittlerweile darauf postierte KrĂ€he protestierte lautstark. "FĂŒrs Erste schon mal nicht schlecht.", meinte Blammo. "Das wird bestimmt hilfreich sein, wenn ihr das erst mal richtig fertiggestellt habt.". <Falls ihr uns nicht vorher alle mit euren wahnwitzigen Ideen ins nasse Grab befördert.>
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Re: Die Abenteuer der KrÀhenkorsaren

#2

Beitrag von Blammo » Mo 18. Sep 2017, 20:03

Eine eher spontane Abreise

"Los, den Absacker nehme ich noch mit.", sagte Blammo bestimmend und hĂ€mmerte zwei MĂŒnzen auf den Tresen. Der Barmann kam seiner Arbeit nach und kurzerhand hatte Blammo ein Pinnchen vor sich stehen. Er leerte es in einem Zug, griff nach seinem Dreispitz und schwang sich von dem wackeligen Hocker. Leicht angeschlagen verließ der KapitĂ€n dann die kleine Kneipe. Eine lange Reise lag hinter ihm und seiner Mannschaft, da konnte man sich ruhig mal ein paar Tage Landgang gönnen. Das Schiff hingegen war schon wieder zur Abfahrt bereit und eigentlich wartete nur noch alles auf ihren KapitĂ€n. Blammo wollte noch eine gemĂŒtliche Runde drehen und dann zu der Aasfresser zurĂŒckkehren. Meeresluft ist eben einfach besser.

Hier und da warfen die Bewohner des Fischerdorfes dem Goblin abschĂ€tzende und misstrauische Blicke zu. Anscheinend kam es nicht oft vor, dass hier Fremde zu Besuch waren. "Was soll man hier auch wollen?", brummelte Blammo in sich hinein. "Schließlich ist das hier ein absolutes Kaff.". So zog der Goblin noch etwas umher, als ihm ein Botenreiter entgegen kam. Der Mann war offensichtlich in Eile und winkte schon aus der Ferne. "Hedort! Zur Seite!". Blammo machte einen Satz nach links und der Reiter preschte an ihm vorbei. Der KapitĂ€n schaute dem Mann ein paar Augenblicke hinterher, schĂŒttelte dann den Kopf und zog weiter seiner Wege. Da vorne, auf dem Marktplatz, schien noch etwas los zu sein. Einige Dorfbewohner standen um eine Person herum, die etwas vorzulesen schien. "Oh, hier kann sogar jemand lesen.", stellte Blammo grinsend fest und nĂ€herte sich der Gruppe. NatĂŒrlich konnte er aufgrund seiner geringen KörpergrĂ¶ĂŸe den Redner nicht sehen, auch auf den Zehenspitzen stehen half da nicht. Wenigstens konnte er den Kerl hören. Er faslte irgendwas von dem Botenreiter, der die Botschaft ĂŒberbracht hatte, einem darin vorkommenen Verbrecher und einer Belohnung. "Das könnte interessant werden.", dachte sich Blammo und lauschte weiter. Sogar eine Beschreibung des Verbrechers hatte man mit auf diesen ominösen Zettel geschrieben und man solle doch Ausschau nach ihm halten. NatĂŒrlich seien Hinweise direkt an die örtliche Wache weiterzuleiten. "Komm zum Punkt.", rief Blammo in Gedanken und endlich wurde auf den gesuchten weiter eingegangen. Vor dem inneren Auge des KapitĂ€ns fĂŒgte sich langsam ein ungefĂ€hres Bild zusammen. Das ging eine Zeit lang gut. Und zwar so lange, bis besagtes Bild mehr und mehr ihm zu gleichen schien. Blammos Augen weiteten sich. "Jetzt aber mal lieber weg von hier.".
Vorsichtig und leise ging Blammo rĂŒckwĂ€rts von der Gruppe weg, niemand schien den Goblin ĂŒberhaupt bemerkt zu haben. Schließlich drehte er sich um und wollte unauffĂ€llig in Richtung Aasfresser verschwinden. Seine KrĂ€he war allerdings anderer Meinung. Blammo freute sich immer sie zu sehen, nur jetzt gerade war ihre RĂŒckkehr aus einem nahegelegenen Baum eher unpassend. Laut krĂ€chzend kam der Vogel auf ihn zugeflogen und wollte auf Blammos Dreispitz platz nehmen. "PSSSSSST!!", zischte Blammo, doch die eher amateurhaften Versuche das Tier zum Schweigen zu bringen waren hinfĂ€llig. Jemand aus der Gruppe hatte sich anscheinend umgedreht und rief "Is' das nich der Kerl?!". Blammo seufzte und wandte sich langsam wieder der Gruppe zu. "Jah!", bestĂ€tigte ein anderer. "Das muss er sein!". Dann passierte einen Moment lang gar nichts. "Und...", begann der Goblin, "Wie gedenken wir nun mit dieser Situation umzugehen?". "Is' doch klar! Wir packen dich und kassieren die Belohnung ein! Konnte ja keiner Ahnen, was fĂŒr ein Bursche hier unsere Gastfreundschaft ausnutzt!", rief der Redner und zeigte auf die Zahl unter dem Schreiben. Zwar konnte Blammo die Zahl selbst nicht richtig erkennen, aber das waren ihm deutlich zu wenig Nullen. "FĂŒr den Spottpreis wollt ihr euch wirklich mit mir anlegen?", fragte Blammo fast vorwurfsvoll. "Euer Ernst jetzt?! Außerdem...ich habe ein verdammtes Schiff voller Seeteufel in eurem Hafen. Die machen euch die Hölle heiß!". Die Gruppe wurde unruhig. "Ich sag euch was. Ich werde nun verschwinden und wenn ich wieder in euer Kaf....Dorf komme, dann lohnt sich der Ärger vielleicht sogar.". "Nichts da!", gab der Redner zurĂŒck. Anscheinend wollten sie es wirklich drauf ankommen lassen. Blammo fand es lĂ€cherlich das eigene Leben fĂŒr diese geringe Summe wegzuwerfen, aber die Bewohner hörten anscheinend lieber auf ihren Redenschwinger als auf ihren Verstand. Noch wĂ€hrend der Kerl seinen nĂ€chsten Satz begann wandte sich Blammo kopfschĂŒttelnd zum Gehen. "Er will abhauen!". Der Goblin hörte schnelle Schritte hinter sich, die rasch nĂ€her kamen. Reflexartig wirbelte er herum, zog dabei sein Entermesser und lies den Spazierstock drohend kreisen. "Ihr wollt euch doch nicht verletzen, oder?". Mit solch schneller Reaktion hatten seine drei Verfolger nicht gerechnet und blieben abrupt stehen. Als Blammo an einem der MĂ€nner vorbeischaute konnte er erkennen, wie der Redner den Rest der Gruppe auf seine Verfolgung ansetzte. "Ganz toll...", brummte der Goblin und spie auf den Boden. Die drei Verfolger machten den Fehler und folgten den Blicken des KapitĂ€ns. Diesen Moment der Unachtsamkeit nutzte Blammo und schlug mit seinem Spatzierstock nach den Beinen der MĂ€nner. Sie gingen zwar nicht alle zu Boden, aber immerhin wĂŒrden sie ihn nicht so ohne weiteres verfolgen können. Dann gab Blammo Fersengeld. Die KrĂ€he flog lauthals davon. "Sei DU bloß still!"

Ildred lehnte sich an die Planke. Alles war vorbereitet, die Mannschaft komplett. Fast. Nur ihr KapitĂ€n fehlte noch. "Wo er sich wohl wieder rumtreibt?", fragte sich die Norkara und ließ den Blick ĂŒber das Dorf wandern. Da plötzlich...bog der Goblin um eine Hausecke. Er schlug mehrere Haken, sprang ĂŒber eine kleine Mauer und rannte dann in Richtung Schiff. "Was zum...". Dann wurde ihr alles klar. Eine Gruppe Dorfbewohner erschien kurze Zeit spĂ€ter hinter ihrem KapitĂ€n und sie kam auch noch rasch nĂ€her. Der Gruppe humpelten drei weitere MĂ€nner wild fluchend nach. "Wir legen ab!", donnerte die Stimme von Ildred ĂŒber das Deck und Leben kam in die umstehenden Korsaren. Jetzt musste jeder Handgriff sitzen.

"Was. FĂŒr. Ein. Dreck.", keuchte Blammo vor sich hin wĂ€hrend er rannte. Das Schiff war nicht mehr weit und sie...legen ab?! Einen kurzen Moment keimte Panik in Blammo auf. "Die Saubande wird mich doch wohl nicht hier lassen?!". Blammo erreichte die Kaimauer und sprang auf den zusammengezimmerten Steg. Seine Verfolger mussten einen Umweg nehmen als Blammo im vorbeispurten mit seinem SĂ€bel ein Seil kappte. Einige FĂ€sser polterten umher und sorgten dafĂŒr, dass der Goblin seinen Vorsprung gut ausbauen konnte. Fast hatte er das Schiff und die heruntergelassene Leiter erreicht. Jemand warf einen Stein nach ihm. Dann noch einen. "Frechheit.", fand Blammo und machte eine beleidigende Geste nach hinten, wo seine Verfolger mittlerweile das Hindernis ĂŒberwunden hatten.
"Ahoi, KĂ€ptn!", rief Skop, der Handwerker, seinem KapitĂ€n zur begrĂŒĂŸung zu und salutierte. "Hab da was vorbereitet...Kopf einziehen, könnte splitter geben!". Skop stemmte etwas auf die Planke und ein lautes KLACK war zu hören. Irgendetwas zischte und dann krachte es hinter Blammo, der gerade an die Leiter sprang. Sekunden spĂ€ter hatte der Goblin das Oberdeck erreicht und die Leiter des bereits ablegenden Schiffes wurde hinter ihm eingeholt. Keuchend stĂŒtzte sich der Goblin auf seinen Spazierstock und wischte sich ein paar Schweißperlen von der Stirn. Geschafft.
Ein Blick zurĂŒck verriet ihm, was passiert war. Skop hatte anscheinend wieder eine neue Erfindung ausprobiert, eine Art...Armbrust? Das Geschoss hatte den Steg fast mittig zerteilt und einige Verfolger wurden wild fluchend von ihren Kameraden aus dem Wasser gezogen. Dankend nickte Blammo Skop zu, der sein Konstrukt wieder verstaute. Als einige seiner Crewmitglieder nĂ€her kamen um nach ihrem KapitĂ€n zu sehen baute dieser sich vor ihnen auf. "Keine Sorge, mir geht es gut!", rief Blammo und hob die HĂ€nde. "Gut, dass wir aus dem Kaff weg sind. Die wollten sich am Ende doch tatsĂ€chlich mit uns anlegen?", fĂŒgte er hinzu und erzĂ€hlte knapp, was gerade passiert war. Ein lautes Lachen erklang, als Blammo seinen Leuten die lĂ€cherliche Summe nannte, die als Belohnung fĂŒr seine Ergreifung ausgeschrieben war.

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