Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Linhards Duponts

Die pers├Ânliche Einsatztruppe des Linhard von Hohenfelde, ein Verbund aus hocheffektiven K├Ąmpfern. Ein Teil der Mitglieder diente bereits unter Linhards Gro├čvater Dunwin.
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Chirag de Dupont
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Linhards Duponts

#1

Beitrag von Chirag de Dupont » Fr 3. Aug 2018, 08:13

Es klopfte schwer an Linhards T├╝r. So d├╝ster, als w├╝rde Ainuwar pers├Ânlich davor stehen, um die Bewohner dieser Gem├Ącher zu sich zu holen.

Linhard von Hohenfelde
Gaston eilte zur T├╝r und ├Âffnete. Vorsichtig sp├Ąhte er hinaus. ┬╗Ja bitte, Sie w├╝nschen?┬ź, fragte er misstraurisch.

Chirag de Dupont
Drei M├Ąnner, die ihre Verwandschaft nicht h├Ątten leugnen k├Ânnen, standen vor der T├╝r. Ein ├Ąlterer und zwei j├╝ngere. ┬╗Mein Name ist Chevalier Chirag de Dupont┬ź, stellte sich der einarmige ├Ąltere Mann vor. ┬╗Ich bin Mitglied des pers├Ânlichen Stabs von seiner `o`eit Lin`ard de Souvagne. Bei mir sind, wie vereinbart, die Chevaliers Maxime und Vianney de Dupunt. D├╝rften wir bitte eintreten?┬ź

Linhard von Hohenfelde
Gaston nickte knapp und schloss die T├╝r. Er eilte zu Linhard und erz├Ąhlte ihm in knappen Worten wer dort d├╝ster vor der T├╝r stand. ┬╗Er geh├Ârt zu mir Gaston, lass sie eintreten┬ź, befahl Lin und Gaston eilte zur├╝ck zur T├╝r. ┬╗Der Prince empf├Ąngt Euch, tretet bitte ein┬ź, sagte Gaston h├Âflich und gab den Weg frei.

Linhard von Hohenfelde
Linhard wartete gut gelaunt auf Chirag. Er hatte ihn eine ganze Zeit lang nicht mehr gesehen.

Chirag de Dupont
Die drei Duponts, alle in schwarz und grau gewandet und die Wappenr├Âcke mit der Gewitterwolke ├╝bergezogen, traten ein. Drau├čen h├Ârte man derweil ein Klirren und einen Fluch, doch die Duponts, Unheil gewohnt, bemerkten es nicht einmal. Sie kamen herein, verneigten sich synchron und setzten sich der Gr├Â├če nach geordnet Linhard gegen├╝ber auf das Sofa. ┬╗Liebe `o`eit┬ź, gr├╝├čte Chirag, ┬╗`ier bringe ich euch, wie gew├╝nscht, die beiden Kandidaten f├╝r Stab und Dienerschaft.┬ź

Vianney: https://www.imagebanana.com/s/1137/LhoGDurz.html

Maxim: https://www.imagebanana.com/s/1137/isQkdvgw.html

Linhard von Hohenfelde
Linhard freute sich extrem die beiden anderen Duponts kennenzulernen. Sie waren ungef├Ąhr in seinem Alter und die restlichen Stabler konnten vom Alter her der Vater von ihm sein. Viele Kumpel hatte er nie gehabt, obwohl er sich immer welche gew├╝nscht hatte. Aber sein Leben hatte es einfach nicht hergegeben. Er hatte das Beste daraus gemacht. Ihm mangelte es weder an Nahrung, Kleidung noch an Luxus. Aber an Zuneigung oder einen Freund, da hatte es immer gemangelt. Er war nicht mehr gewesen, als seine eigene Waffensammlung, er war ein Teil davon. Der einzige Kumpel den er je gehabt hatte, Acento gewesen, ein Pferd. Wo Ansgar das gelassen hatte, wollte er gerne herausfinden. Nun hatte er Noir und noch besser er hatte Aquilla. Und er hatte einen durchgeknallten Ehepartner den er liebte und seinen Paps zur├╝ck. Jetzt war sein Stab an der Reihe. Die alten Hasen die unter Dunwin gedient hatten sollten bleiben. Sie waren das Fundament. Aber das Haus, dass er darauf bauen wollte, dass sollte ganz nach seinem Geschmack sein. Remy h├Ątte er ebenso gerne f├╝r sich geworben wie Gaetano. Beide machten einen guten Eindruck. Und die beiden vor ihm, waren ebenfalls in seinem Alter. Lin freute sich ungemein, dass sie f├╝r ihn arbeiten wollten. ┬╗Vielen Dank f├╝r die Vermittlung. Hat Chirag Euch schon erz├Ąhlt worum es gehen wird? Oder wer ich ├╝berhaupt bin? Fangen wir damit mal an. Ich bin Linhard, der Enkel von Dunwin f├╝r den auch Chirag schon im Stab gearbeitet hat. Wer von Euch beiden wird denn nun wer?┬ź, fragte Lin neugierig.

Vianney de Dupont
┬╗Ich bin Vianney┬ź, platzte es aus dem J├╝ngeren der beiden heraus, der schon wie auf hei├čen Kohlen gesessen hatte und vor Aufregung eine gesunde Gesichtsfarbe bekommen hatte. ┬╗Onkel Chirag `at sehr viel von Euch und Eurer Familie berichtet! Schon sehr lange ist es mein Wunsch, den `o`enfeldes dienen zu d├╝rfen. Sie `aben so viel mehr W├╝rde als die meisten anderen Adels`├Ąuser. Das `ier ist mein Cousin Maxime.┬ź Der andere Dupont, der ruhig und freundlich wirkte, sch├╝ttelte seinen schief gehaltenen Kopf. ┬╗Gro├čcousin?┬ź, erkundigte sich Vianney. Die beiden tauschten eine rasche Folge an Fingerzeichen aus, ehe Vianney fortfuhr: ┬╗Er ist jedenfalls der Enkel vom Bruder meines Gro├čvaters. Seine Familie `at Souvagne verlassen und ihn zur├╝ckgelassen. Aber er ist ja gut aufge`oben. Maxime verst├Ąndigt sich in Zeichensprache. Er ist nicht stumm, wie manche glauben, er redet nur nicht mit dem Mund. W├╝nscht Ihr uns kritische Fragen zur Einstellung zu stellen oder eine Pr├╝fung aufzuerlegen, `o`eit?┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard sch├╝ttelte beiden zur Begr├╝├čung die Hand, so wie es in Naridien ├╝blich war. ┬╗Dann erstmal willkommen. Es freut mich zu h├Âren, dass Ihr mir gerne dienen wollt. Nun Dein Verwandter redet ├╝ber die Finger so k├Ânnte man es sagen. Wie ist des dazu gekommen, dass er nicht mehr sprechen kann? Oder wurde er schon stumm geboren? Ich vertraue der Wahl von Chriag, hier geht es nur darum, dass wir uns besser kennenlernen. Welche Ausbildung habt Ihr beiden? Und wieso haben Eure Verwandten Souvagne verlassen?┬ź, hakte Linhard nach, w├Ąhrend Gaston ihnen Kaffee und Geb├Ąck servierte

Vianney de Dupont
┬╗Maxime wurde mitnichten so geboren. Es begab sich, dass unsere Familie aus Souvagne verbannt wurde. Vermutlich `abt Ihr davon bereits Kunde er`alten. Dieses Kapitel unserer Familienchronik ist den meisten von uns sehr unangenehm, aber so war es nun einmal.┬ź Vianney griff beim Reden ohne hinzusehen nach dem einzigen Keks, der einen verbrannten Rand hatte. ┬╗Wir mussten als Raubritter unser ├ťberleben sichern und bei einem Gefecht wurde Maxime am Kopf verletzt. Er trug einen `elm, aber dennoch gen├╝gte die Verletzung, um ihn fast umzubringen. Er ├╝berlebte, aber seit`er kann er eben nur noch mit den Fingern sprechen und sieht die Welt mit einer diagonalen `orizontlinie.┬ź Vianney biss den verbrannten Rand ab, z├Âgerte kurz und a├č dann den Keks anstandslos auf. ┬╗Wir beide `aben alle Ausbildung genossen, die ein Chevalier von seinen Eltern er`alten kann, wenngleich es kein Personal gab, dass sie unterst├╝tzen konnte. Ich bin ein ganz passabler Raubritter und Dieb geworden und Maxime war es, aber seit seiner Verletzung `at er sich der `ausarbeit gewidmet. Warum die Verwandten Souvagne verlassen `aben, nun, ich sch├Ątze, es liegt an den fr├╝`eren Differenzen zur Krone.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Ja ├╝ber die Verbannung habe ich Kenntnis ├╝ber meinen Gro├čvater und Chirag. Sprich warum er in den Stab meines Gro├čvaters aufgenommen wurde. Oder was ihn ├╝berhaupt nach Naridien verschlagen hat. Das Maxim so stumm wurde, tut mir leid f├╝r ihn. Die ganze Sache ist bedauerlich, aber Ihr beiden wisst sicherlich auch, mit wem ich verheiratet bin. Wie steht Ihr zu der Sache? Ich meine nun, nicht generell. Dass Ihr Euch ├╝ber die Verbannung nicht gefreut habt, ist mir klar. Aber wie steht Ihr zur Krone, zum Duc und allen voran wie steht Ihr zu Prince Gregoire? Er ist immerhin mein Ehemann und wenn Ihr mir dient, dann m├╝sst Ihr ihn genauso akzptieren wie mich. Vielleicht sogar noch mehr, denn es k├Ânnte sein, dass Ihr ihn irgendwann verteidigen m├╝sst, da ich es Euch befehle. Was geschieht dann?┬ź, fragte Lin offen.

Vianney de Dupont
┬╗Die Frage ist berechtigt┬ź, sprach Vianney und nickte. ┬╗Ich f├╝r meinen Teil war damals ein Kind und man sah die Dinge durch ganz andere Augen. Recht sorglos, trotz der Widrigkeiten und Tode. Wir sind sehr dankbar f├╝r die zweite Chance und wir `aben einen Eid geleistet. Schlimme Dinge passieren. Manchmal sind sie sogar lustig. Der `ang zum Morbiden gef├Ąllt mir an Eurer Familie besonders. Prince Gregoire `abe ich noch nicht pers├Ânlich kennenlernen d├╝rfen, aber es ist doch Ehrensache, dass man den geleisteten Eid erf├╝llt. Mein Schwert ge`├Ârt meinem Lehns`erren und der Krone. Insbesondere vielleicht bald Euch und Euer Wort ist mein Gesetz. Stimmt`s, Maxime?┬ź Maxime nickte diagonal.

Linhard von Hohenfelde
Linhard lehnte sich zur├╝ck und ├╝berlegte einen Moment. ┬╗Manchmal ist auch nicht alles so, wie es erscheint. Aber Eure Ansichten freuen mich. Auch wenn wir gerade versuchen nicht mehr ganz sooo morbide zu sein. Sagen wir es einmal so, von gl├Ąnzend schwarz versuchen wir es nun endlich einmal mit fr├Âhlichem Grau. Du w├Ąrst mein Stabler und Maxim w├Ąre mein Leibdiener. Hat er so einen Beruf schon einmal ausge├╝bt? Und w├╝rde er zur Not, falls einmal Gaston unp├Ąsslich ist, auch meinen Mann umsorgen? Was habt Ihr f├╝r Erwartungen an Euren Herrn? Es ist schlie├člich Geben und nehmen. Ein Wechselspiel auf Gegenseitigkeit, man sagt es zwar leichthin Leibdiener, aber es ist viel mehr als das Wort vermuten l├Ąsst. Man muss dieser Person bedingungslos vertrauen. Oder wie sagt mein Schwiegervater immer? Die Klinge eines Leibdieners ist zweimal am Tag n├Ąher an Deinem Hals als Dir je ein anderer kommen d├╝rfte. Also wie steht es mit Euch, Euren Erwartungen, W├╝nschen?┬ź, fragte Lin.

Vianney de Dupont
Maxime meldete sich zu Wort und seine H├Ąnde schienen einen kleinen Tanz zu vollf├╝hren, den Vianney fast ohne Zeitverz├Âgerung ├╝bersetzte. ┬╗Ich `abe noch nie als Diener in dem Sinne gearbeitet, aber ├Ąhnliche Aufgaben in unserer Familie ├╝bernommen, da wir nach der Verbannung keine Domestiken unser Eigen nennen durften. Meinem Gro├čvater Kalenian war ich ebenso be`ilflich wie Vianneys kleiner Nichte und dem Neffen. Auch den Frauen ging ich oft zur `and. Nat├╝rlich w├╝rde ich jeder Person dienen, von der Ihr es w├╝nscht, `o`eit. Moment, ich m├Âchte auch kurz einen Keks essen.┬ź Maxime suchte sich einen mit besonders viel Verzierungen heraus und steckte ihn in den Mund. Da es bei ihm kein Problem war, mit vollem Mund zu sprechen, fuhr er sogleich fort. ┬╗Ich w├╝nsche mir nichts anderes als ein respektvolles Miteinander, auch mir als Diener gegen├╝ber. Ich w├╝rde mir w├╝nschen, ehrlich und anst├Ąndig be`andelt zu werden. Und was w├╝rdet Ihr Euch w├╝nschen, `o`eit?┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Zuverl├Ąssigkeit und vor allem Freundschaft. Das wir eine Wahlfamilie werden und Ihr Euch genauso auf mich verlassen k├Ânnt, wie ich mich auf Euch. Es wird nicht mehr lange dauern, nicht allzu lange, dann werde ich ein Baby haben. Und ich m├Âchte dass mein Kleines anders aufw├Ąchst als ich es bin. Und auch anders als seine Mutter. Es soll nichts Negatives kennen. Es soll lernen, dass das Leben was Wunderbares ist. Das nicht jeder Tag strahlender Sonnenschein ist, ist klar. Aber die Blumen erinnern uns daran, warum es auch regnen muss. Und dass soll mein Bl├╝mchen erfahren. Ich wei├č nicht wie lange es noch auf sich warten l├Ąsst. Es wird sicher fr├╝her kommen als erwartet, aber ich m├Âchte, wenn es hart auf hart kommt, dass es gesch├╝tzt wird. Das w├Ąre meine letzte Handlung und Chirag wei├č bei den G├Âttern, wie ernst diese Aussage in unserer Familie einst werden kann. Drum w├Ąre es mir wichtig, dass wir anders f├╝reinander einstehen. Ich m├╝sste zudem diese Zeichensprache lernen. Ich meine ich kann auch zu Anfang einfach alles aufschreiben, dass geht ja flott, aber es w├Ąre doch besser ich kann das auch┬ź, schlug Linhard vor.

Vianney de Dupont
Vianney fuhr fort, Maximes Fingerzeichen zu ├╝bersetzen. ┬╗Das zu lernen geht schnell, unsere gesamte Familie be`errscht die Geb├Ąrdensprache. Sogar die Allerkleinsten. Man kann sich damit, wie Ihr seht, genau so fl├╝ssig unter`alten wie mit der Zunge. Es ist nur anfangs ungewohnt, `at aber auch den Vorteil, dass man nicht so einfach belauscht werden kann und die Gespr├Ąche privater sind. Es ist ein Alphabet aus Fingerzeichen und f├╝r besonders `├Ąufige W├Ârter gibt es Kurzformen. Ich w├╝rde es Euch beibringen, aber ich bin aufgrund meiner Einschr├Ąnkung kein K├Ąmpfer mehr. Wenn Es Euch wichtig ist, einen Krieger auch als Leibdiener an Eurer Seite zu wissen, um Euer Kind und die Mutter sch├╝tzen zu k├Ânnen, w├╝rde ich Euch vielleicht e`er Vianney na`elegen.┬ź Vianney und Maxime wechselten einen kurzen Blick, diskutierten in ihrer Geb├Ąrdensprache und nickten schlie├člich beide. ┬╗So ist es┬ź, best├Ątigte Vianney. ┬╗Aber ich `abe noch nie gedient. Ich m├╝sste angelernt werden.┬ź

Linhard von Hohenfelde
Linhard musste grinsen. ┬╗Nein wozu? Mein Stab ist meine private Horde Leibw├Ąchter und ich m├Âchte darunter nicht nur Angestellte, sondern ich m├Âchte dass die Leute die ich einstelle meine Freunde sind. Sie werden in meiner N├Ąhe wohnen, leben und so weiter. Mein Leibdiener ist die ganze Zeit bei mir. Meine Leibw├Ąchter, nun einige T├╝ren entfernt oder sehr nah. Hier im Palast etwas entfernt. Bei mir im Herrenhaus, wohnen sie mit uns T├╝r an T├╝r. Ich werde es so halten wie Dunwin es hielt. Er suchte vermutlich auch nichts anderes als Freunde oder Gleichgesinnte. Aber ich meine den Wandel wirklich ernst, auch wenn ich ├Âfter seltsame Anwandlungen bekomme. Ich bin hier um uns zu ├Ąndern, nicht Souvagne. Und dazu geh├Ârt f├╝r mich auch, endlich mal wie ein normaler Mann zu leben, mit Freunden mit denen ich was unternehmen kann. Und eben auch meiner Verpflichtung nachzukommen was die Krone angeht. Allen voran aber meiner Familie und das ist mein Paps, mein Ehepartner, mein Kind und meine restliche Familie. Zuhause in unserem Herrenhaus werde ich zudem eine Zucht von Drachenh├╝hnern aufbauen. Ich bin schon dabei, aber halt noch nicht vor Ort. Dass wurde mir zugesprochen. Ein Zwinger von ihnen und ich freue mich drauf. Ich hatte vor all jene auszusieben, die sich nicht so in den Stab einleben wollen. Ich hatte vorher nicht auf den Stab in dieser Art verzichten k├Ânnen, da wir uns feindlich gegen├╝berstanden in der Familie. Aber nun ist die Zeit reif, f├╝r einen Stab der wirklich meinen Namen verdient. Die anderen folgen vermutlich gedanklich immer noch meinem Gro├čvater. Drum suche ich neue, f├Ąhige und gute Leute und Ihr seid mir sehr willkommen┬ź, sagte Lin gl├╝cklich.

Vianney de Dupont
┬╗F├Ą`ige und gute Leute? Danke f├╝r das Kompliment. Der Stab wird wohl sehr stark schrumpfen? Worauf sollten wir bei einem Wechsel vorbereitet sein? Ihr sprecht, als w├╝rde Euch die alte Riege ein wenig Kopfschmerzen bereiten. Und was die Freundschaft anbelangt ... die Chevaliers de Dupont sind nicht f├╝r `eiter Sonnenschein ber├╝hmt. Wohl aber f├╝r Zusammen`alt und Loyalit├Ąt.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Nicht die alte Riege selbst, darunter gibt es einige gute und treue Leute wie Chirag und auch Jesper. Aber der erste Mann des Stabes ist sein Segen und sein Fluch zugleich. So f├Ąhig er als Schwertmeister ist, so unf├Ąhig und grausam ist er als Privatperson. Er ist eigentlich in einer Gruppe nicht tragbar, es sei denn die Gruppe akzeptiert, dass er Menschen frisst. Und genau das hat die Gruppe getan. Und sogar ich habe es getan. Schlichtweg aus der Not heraus geboren. Wenn es darum geht zu ├╝berleben, fragt man nicht gro├č wer das Schwert f├╝hrt, dass einen den Arsch rettet. Und ich muss gestehen, dass der Mann auch ├Ąu├čerst charmant sein kann. Man hat in seiner N├Ąhe dass Gef├╝hl man ist sicher geborgen, er versteht einen, er steht einem bei. Er sagt niemals etwas in der Art. Hat er nie und das wird er vermutlich auch nie. Er bekommt so etwas schweigend hin. Allerdings auch das Gegenteil. Er kann einem gegen├╝ber sitzen und man f├╝hlt sich pudelwohl. Und zwei Sekunden sp├Ąter f├╝hlt man sich, als w├╝rde er einem gleich Senf auf die Nase klecksen und einem ins Gesicht bei├čen. Wie er das macht, ich wei├č es nicht. Es ist seine Art. Weder ver├Ąndert er die Stimme noch seine Haltung, aber man sp├╝rt schlagartig, jetzt ist er anders, jetzt sollte man besser tun was ER sagt sonst endet man als Mahlzeit. Und daf├╝r ist er nicht da. Er soll jede Gefahr f├╝r mich verhindern und nicht selbst eine sein. Denn wenn er eine wird, ist er ein unkalkulierbares Risiko, dass zudem kaum zu b├Ąndigen ist. Er ist gut und seine Waffe ist die Schnelligkeit. Davon habe ich leider nur zwei Mann, ihn und mich. Und ich bin ein guter Anf├Ąnger, sage ich es mal so. Er verdient den Titel Meister tats├Ąchlich. Aber ich will diese Kreatur nicht in der N├Ąhe meines Ehepartners und gar nicht in der N├Ąhe meines Kindes. Er ist ein Kinderfresser, ein Babybei├čer. Was w├╝rde er wohl mit einem Baby tun, als Babybei├čer? Korrekt es bei├čen, es auffressen bei lebendigem Leib. Und diese Kreatur habe ich bei uns gelassen als Schutz. Manchmal wird einem erst bewusst, was man f├╝r eine Waffe mit sich f├╝hrt, wenn sie auf einmal auf einen selbst gerichtet ist. Und das ist sie┬ź, erkl├Ąrte Lin vehement.

Vianney de Dupont
Vianney bekam gro├če Augen und blickte zu seinem Onkel her├╝ber. Der nickte ein einziges Mal und sein Neffe schaute wieder nach vorn. ┬╗Ich bin weit davon entfernt mich einen Schwertmeister zu nennen. Aber ich bin auch kein Anf├Ąnger und meine Waffen `aben bereits Blut gekostet. Ich werde Euch und Eure Lieben sch├╝tzen vor dieser Kreatur, sofern Ihr mich in Eurem Stab w├╝nscht und dann spielen wir Kegeln mit ihren Gebeinen. Was genau plant Ihr, was soll mit ihr gesche`en und wann?┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Noch ben├Âtigen wir die Kreatur, denn sie soll ihre Tochter hierher bringen. Seine Tochter hat einen guten Freund verletzt. Und daf├╝r wird sie mit dem Leben bezahlen. Denn seine Brut kommt leider nach ihm. Es sind ebenfalls Menschenfresser. Drum m├╝ssen wir die Maskerade noch etwas aufrechterhalten. Ich erkl├Ąrte mich einverstanden mit seiner Tochter ein Kind zu zeugen. Da ich mir ein Kind w├╝nsche. Aber darum geht es nicht, wir ben├Âtigen ihn hier und wollen die Tochter hinrichten. ABER davor haben wir noch ein Problem. Bevor die Tochter den Kopf verliert, oder der Vater aller Monster, m├╝ssen wir ein Monster erschlagen dass in unserem Haus lebte und uns auspresste wie reife Orangen. Es lebte tats├Ąchlich von unserem Lebenssaft. Wie man es aufhalten kann, was die Kreatur kann, oder wie sie drauf ist, dass alles k├Ânnte uns Archibald verraten. Denn er betet dieses Gesch├Âpf an. Das hei├čt also, sollte er seine Tochter herbringen f├╝r den Fick, dann werden wir sie als Geisel nehmen, damit er uns im Kampf gegen seinen Gott unterst├╝tzt. So wahnsinnig das klingt. Und danach darf Papa mit seiner Tochter gehen. Vorher nicht, denn sonst nistet sich die Kreatur woanders ein und saugt Leute aus. Dies ist kein Spa├č, denn es rei├čt L├Âcher in Seelen und trinkt die Essenz┬ź, warnte Lin.

Vianney de Dupont
┬╗Ihr `abt seltsame Bekanntschaften, werte `o`eit und ungew├Âhnliche Taktiken, aber ungew├Âhnliche Feinde machen wohl auch ungew├Âhnliche Ma├čnahmen erforderlich. Auch dem Lebenskraftsauger muss doch irgendwie beizukommen sein. Also sch├Ân. Und wann wird die Tochter der Kreatur `ier eintreffen? `abt Ihr die Beisammenkunft schon arrangiert? Ansonsten wird es Zeit, einen Boten zu entsenden.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Archibald, so hei├čt der Menschenfresser hat es nicht so mit der Zeit. Er sollte schon hier sein. Aber wie selbst sein Ehemann zu klagen wei├č, er kommt und geht wie er m├Âchte. Und das macht die Planung fast unm├Âglich. Tja da sagt Ihr was. Also ich w├╝rde Euch gerne einstellen. Etwas anderes pers├Ânliches sage ich Euch erst, wenn Ihr einverstanden und im Team seid. Zudem schw├Ârt Ihr mir die Treue und der Krone. Ihr seid meine vordersten M├Ąnner. Also?┬ź, fragte Lin freundlich.

Vianney de Dupont
┬╗Liebend gern, aber wir m├╝ssen vor`er leider das unangenehme Thema der finanziellen Verg├╝tung anschneiden. Bitte `altet mich nicht f├╝r einen Raffke, aber meine Familie lebt momentan von Almosen, von Chirags Einkommen abgese`en. Maxime und ich w├╝rden au├čer ihm die Einzigen sein, die etwas zum Unter`alt der Familie beisteuern k├Ânnten. F├╝r die Planung w├Ąren da`er ein paar Zahlen nicht schlecht, `o`eit, wenn ich um diese bitten d├╝rfte.┬ź Man sah Vianney an, dass ihm die Frage tats├Ąchlich ├Ąu├čerst unangenehm war.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Normalerweise k├╝mmert sich mein Ehepartner um das Gesch├Ąftliche, fr├╝her mein Onkel oder mein Bruder, im schlimmstenfall mein Onkel Veyd, aber ich w├╝rde veranschlagen,dass was ein Freier als Gardist bekommt, sprich 3.500 Taler im Monat. Das w├Ąre Eure Bezahlung als Stabler. Je h├Âher Ihr im Rang steigt, je mehr gibt es. Ich fand 500 Taler pro Rang angemessen. Dass bedeutet 500 x 12 w├Ąren 6000 Taler als Schwertmeister. Ansonsten hat man 3500 Taler. Was ein Leibdiener als Freier verdient wei├č ich nicht, da hier alle Leibdiener auch Leibeigene sind. Da es aber ein rund um die Uhr Dienst ist, w├╝rde ich sagen, es ist der gleiche Lohn, 3500 Taler, zuz├╝glich freie Kost und Logis wie man es nennt. Das habt Ihr anderen auch. Sprich Ihr wohnt bei mir und Ihr werdet verpflegt. Wenn es Sonderausgaben gibt, was wei├č ich f├╝r Krankheit oder so, dann sprecht das mit meinem Ehepartner ab, er zahlt die Sonderzahlungen aus, da wer von solchen Dingen Ahnung hat┬ź, erkl├Ąrte Lin.

Vianney de Dupont
Die beiden jungen Duponts wechselten einen Blick, dann betrachteten sie Chirag und alle drei schauten wieder nach vorn. ┬╗Wir sind einverstanden und sind bereit, den Eid zu leisten┬ź, sprach Vianney strahlend.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Das freut mich zu h├Âren. Nun dann schw├Ârt mir die Treue, Euer Schwert geh├Ârt nun meiner Familie, schw├Ârt darauf und der Packt besteht. Ich zahle nicht im Nachhinein. Das hei├čt normal arbeitet jemand und bekommt am Monatsende Lohn. Das geht, ist aber unfair und f├Ârdert keine Loyalit├Ąt. Ich zahle so wie ich meine B├╝ttel auf meiner Scholle bezahle, so wie es mein Onkel h├Ąlt. Ich zahle Euch im Voraus den Lohn und Ihr seid den Rest des Monates flei├čig┬ź, grinste Lin.

Vianney de Dupont
┬╗Eine sehr angenehme Vorge`ensweise. ├ähm, sollen wir f├╝r den Schwur das Schwert zie`en oder gen├╝gt es so?┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Es gen├╝gt mir so, da Ihr mein Stab seid und nicht auf ein Schwert schw├Ârt, sondern auf mich und meine Familie┬ź, sagte Lin freundlich.

Vianney de Dupont
Vianney und Maxime standen auf und knieten sich in geb├╝hrendem Abstand vor dem Prince hin. Beide legten jeweils eine Hand auf ihr Herz und die andere dem anderen auf die Schulter. ┬╗Da Maxime keinen m├╝ndlichen Schwur leisten kann, b├╝rge ich f├╝r sein Wort. `iermit schw├Âren wir, die Chevaliers Maxime und Vianney de Dupont, Euch, Lin`ard de Souvagne, Treue und sind bereit, jederzeit f├╝r die Erf├╝llung dieses Eides mit unserem Leben einzuste`en.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Ich nehme den Schwur an, Teue und Loyalit├Ąt gegen Schutz und Schirm. Damit ist es besiegelt. Setz Euch bitte hin. Gleichg├╝ltig was ich Euch sage, es hat mit absolutem Stillschweigen behandelt zu werden. Das seht Ihr ja an der Sache mit Archibald. Deshalb war mir Euer Schwur wichtig. Ich habt nicht gefragt, wer das Kind austr├Ągt. Ich sage es Euch trotzdem, mein Ehepartner. Er ist... anders und sobald Archibald dies erf├Ąhrt oder jemand falsches t├Âtet ihn. Ohne zu z├Âgern macht Ihr dieses Schwein kalt? Verstanden?┬ź, fragte Lin ernst.

Vianney de Dupont
Beide setzten sich. Vianney verkniff sich eine R├╝ckfrage. Maximes Finger zuckten unruhig, aber er traute sich genau so wenig, zu fragen. Auch Chirag war verwundert, ber ├╝berspielte es, indem er einen Keks nahm. Die drei entschieden sich, die Information einfach hinzunehmen. ┬╗Ob wir ihn t├Âten? Also auch Maxime?┬ź, erkundigte Vianney sich. ┬╗Er ist wie gesagt nicht mehr sehr gut darin, aber er wird wohl sein Bestes geben. Ihr m├╝sstet dann nur bitte Bescheid geben, wer denn eine falsche Person ist, damit es niemanden ungl├╝cklich erwischt.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Das ist einfach zu erkennen, die Person die meinen Partner bedroht wird ohne R├╝cksicht auf Verluste niedergemacht. Und wenn Ihr dem Typen den Sch├Ądel mit der Bettpfanne p├╝rieren m├╝sst, dann macht Ihr dass. Ihr guckt etwas verdutzt. Nun so habe ich am Anfang auch geschaut. Ich muss es Euch sagen, sonst k├Ânnt Ihr ihn nicht sch├╝tzen. Es k├Ânnte Menschen oder andere Wesen geben, die ihn umbringen wollen aufgrund seiner Natur. Das Wort er ist hier irref├╝hrend er-sie, er ist ein Hermaphrodite, ein Zwitter und zwar vollst├Ąndig, also wie mein Leibarzt sagte kein Scheinzwitter der nur so aussieht, sondern er kann Kinder empfangen und zeugen, was er hat. Und er bedeutet mir neben mein Vater alles. Wenn ihr also jemals zwischen seinem Leben, oder meinem w├Ąhlen m├╝sst hat er den Vorrang. Und wenn Ihr zwischen meinem Vater Brandur oder mir w├Ąhlen m├╝sst, hat auch er Vorrang. Vermutlich kann ich mir Zeit erkaufen. Ich meine ich k├Ąmpfe seit dem ich vier Jahre alt bin. Da fing ich an zu ├╝ben. Also mit Anf├Ąnger meine ich, dass ich zwar jeden Normalo binnen Sekunden filetieren kann, aber einen Schwertmeister der zwanzig oder mehr Jahre Vorsprung hat, werde ich nicht in die Knie zwingen. Die meisten fingen genauso fr├╝h an wie ich. Wie die meisten Adligen. Ihr versteht nun die Tragweite? Viele m├Âgen Verrill allerdings auch grundlos. M├Ąnner wie Frauen f├╝hlen sich von ihm verstanden, da er sie wirklich versteht. Und wenn er nicht gerade seinen Bock schiebt ist er sehr umg├Ąnglich. Und bitte sagt nie es oder sowas, sondern immer er. Das ist ihm wichtig, da er von der kommt - der Mensch. Das ist er und nicht weniger und auch nicht mehr. Und ich darf mit meinen Leuten dar├╝ber reden, also er rei├čt mir daf├╝r jetzt nicht die Eier ab┬ź, lachte Lin.

Vianney de Dupont
┬╗Wir guckten nur verdutzt, weil uns noch nie so jemand begegnet ist, zumindest nicht wissentlich. Das zu wissen, erspart vermutlich viel Verwirrung und ist vielleicht auch entspannender f├╝r alle Beteiligten. Letztlich ist es ja auch egal, was jemand zwischen den Beinen `at. Wir sch├╝tzen ihn. Ab wann d├╝rfen wir bei Euch wohnen?┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Ab dem Schwur, ergo sofort. Hier oder eben in meinem Herrenhaus. Ihr seid da wo ich bin. Nun ich finde wir sollten ehrlich zueinander sein. Es w├Ąre sicher etwas seltsam einen schwangeren Mann herumlaufen zu sehen. Darum habe ich es Euch direkt gesagt. Von den F├Ąhigkeiten her, ist er kein wehrloses P├╝ppchen, aber er ist seelisch ziemlich zart beseitet, auch wenn es nicht so r├╝berkommt. Er kann br├╝llen wie ein L├Âwe, aber dass tut er nur wenn er sich wehrlos wie ein K├Ątzchen f├╝hlt. Ach und bitte, falls er jemals bittet f├╝nf Minuten allein gelassen zu werden, weil er sich gerade mies f├╝hlt - macht alles, nur nicht das! Ruft mich, ruft den Leibarzt, er hat schon einmal versucht... umzuziehen┬ź, sagte Lin gepresst.

Maxime de Dupont
Maxime nickte, machte eine umarmende Geste in die Luft und blickte Linhard dabei fragend an.

Linhard von Hohenfelde
Lin zog fragend die Augenbraue hoch. ┬╗Was meint er?┬ź, fragte er Vianney.

Vianney de Dupont
Vianney blickte nun seinerseits Maxime an, der kurz was mit den Fingern zeigte. ┬╗Sag das doch gleich, Maxi. Es ist verwirrend, wenn du versuchst, unsere Geb├Ąrdensprache zu imitieren, nimm lieber deine eigene. Also, `o`eit, er wollte in Erfahrung bringen, ob Euer Mann in dem Falle umarmt werden sollte, bis `ilfe da ist.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Das darf er gerne tun, Greg ist nicht Kontaktscheu. Wenn man gut zu ihm ist, oder nah, dar├╝ber freut er sich. Ach wo wir von N├Ąhe reden. Falls mein liebster Schwager Ciel hier allein zu Besuch sein sollte oder Comte Melville de la Cantillion, dann hatte bitte einer von Euch st├Ąndig was hier zu kramen, die zwei d├╝rfen nicht mit Verrill allein sein. Das sind schlimme Finger┬ź, grinste Lin und lie├č die Augenbrauen h├╝pfen.

Vianney de Dupont
┬╗Aaaah, verste`e!┬ź Vianney nickte wissend. ┬╗Wir werden auf die schlimmen Finger besondere Obacht geben. Wo wir gerade bei der Kl├Ąrung des Miteinanders sind, darf ich eine Bitte an Euch richten?┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Ja klar, nur raus damit. Ciel hat nun einen Freund, aber ich glaube er ist unterfordert. Und Melville, nun er steigert seine Leibeigenen selbst und er mag meinen Partner immer noch sehr. Wie Verrill dass sieht wei├č ich nicht, aber ich m├Âchte keine b├Âsen ├ťberraschungen erleben. Eine Tote Cantillion oder zwei in der Familie reichen. Was ist denn Deine Bitte?┬ź, fragte Lin neugierig.

Vianney de Dupont
┬╗Es ist keine Kritik, nur eine kleine Bitte und sie betrifft Maxime. Bitte sprecht direkt mit ihm, auch wenn ein ├ťbersetzer anwesend ist und nicht mit diesem. Maxi versteht Euch sehr gut. Aber was sollen wir machen, wenn Prince Ciel oder der Comte uns fortschicken? Sind diese uns gegen├╝ber weisungsbefugt?┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Stimmt er kann nur nicht reden, aber h├Âren kann er. Entschuldige, dass war unh├Âflich. Nein sie sind Euch nicht weisungsbefugt und das was Ihr gerade tut, ist super dringend. Es duldet keinen Aufschub. Und was d├╝rft Ihr nicht verraten. Wenn Ihr w├╝sstet wie sehr die beiden ehm... k├Ânnen, da w├╝rde einen glatt der Neid erfassen, aber das k├Ânnen sie woanders ausleben. Das ist das Problem. Ich mag meinen Schwager mitlerweile wirklich sehr, aber trotzdem bleibt immer eine Restangst. Er hat mal meinen Schrank... reden wir nicht davon. Und Melville ist mir eine Spur zu freundlich und zu interessiert. Und Ciel ist ein Prince, er unterl├Ąuft also jede Beobachtung, drum m├╝sst Ihr hier aufpassen┬ź, warnte Lin.

Vianney de Dupont
┬╗Wer `├Ątte das gedacht! Ausgerechnet von Prince Ciel, der den Ruf eines M├Ânchs genie├čt! Aber wie so oft tr├╝gt der Schein. Wir geben Acht. Stimmt`s, Maxi?┬ź Maxime nickte.

Linhard von Hohenfelde
Lin verschluckte sich an seiner eigenen Spucke. ┬╗M├Ânch? Der hat eine Sperma-Repetier-Armbrust als Schwanz, ich sage es Euch!┬ź, warnte Lin.

Vianney de Dupont
┬╗Ei jeh! Da ist die Frage, soll man neidisch werden oder besser nicht. Hm, vielleicht doch ein wenig.┬ź Maxime sch├╝ttelte den Kopf und Chirag seufzte nur. Er war schon zu alt, um sich ├╝ber derlei gro├če Gedanken zu machen.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Ich warne Euch nur vor, er ist lieb, aber er hat einen Trieb dagegen lebe ich wie ein M├Ânch und ich besteige meinen Partner jeden Morgen, wenn ich darf┬ź, lachte Lin.

Vianney de Dupont
┬╗Aber kann niemand dem armen Mann `elfen? Das w├Ąre vielleicht auch f├╝r seine Umgebung besser┬ź, ├╝berlegte Vianney.

Linhard von Hohenfelde
┬╗Seine Frau, die seine Schwester ist, hat sich einen anderen Mann genommen. Er war ihr zu mau im Bett. Zu mau, ich m├Âchte mal wissen was die f├╝r Anspr├╝che hat! Allein das Remy sie erf├╝llt hat, sollte jeden vor Neid erblassen lassen und den Boden k├╝ssen auf dem Potenz-Protz-Remy einherschreitet. Echt, ich meine zweimal am Tag ist doch schon heftig und gut, und wenn man selber verw├Âhnt wird auch. Aber kein Mensch h├Ąlt das permanent durch, die Nudel wird wund, der Arsch irgendwann auch und man kann nicht immer, auch wenn man will. Aber Remy w├╝rde von mir den Goldenen L├Ârris bekommen, g├Ąbe es den Phallus-Orden der Gl├╝cksseeligkeit┬ź, lachte Lin.

Vianney de Dupont
┬╗Prince Ciel, mit der Repetierarmbrust zwischen den Schenkeln - war ihr zu mau?┬ź Vianney guckte ungl├╝cklich. ┬╗Die Anspr├╝che der Frauen `eutzutage machen einem ja angst.┬ź

Chirag de Dupont
Chirag nickte d├╝ster. ┬╗Meine verlobte `at es das Leben gekostet.┬ź Vianney starrte ihn entgeistert an. ┬╗Ja, du `├Ârst richtig, Junge. Sie wollte spazieren und noch mehr spazieren und dann starb sie daran, da sie in einen ungesicherten Brunnenschacht st├╝rzte.┬ź

Linhard von Hohenfelde
┬╗Oha, dass habe ich nicht gewusst und das tut mir leid. Wieso ist sie da hineingefallen?┬ź, frage Lin schockiert.

Chirag de Dupont
┬╗Weil sie immer nur das Eine wollte - spazieren! So viele Gespr├Ąchsthemen zur Erquickung fallen einem ja nicht ein und ich war sehr darauf konzentriert, ihr zu erkl├Ąren, welch beru`igende Tristesse in der Optik von grauen Natursteinen liegt, anstelle des unru`igen Anblicks von Fachwerk, welchen ich verabscheue. Es ging um unser `eim, m├╝sst Ihr wissen. Als ich mit meinem Vortrag fertig war und vor der `aust├╝r stand, stellte ich fest, dass sie nicht mehr neben mir ging. Ich suchte sie mit den `unden et voil├á - tot lag sie am Grunde des Brunnens.┬ź

Davard von Hohenfelde
Es klopfte erneut und als Gaston die T├╝r ├Âffnete trat Dave ein. Er nickte allen zum Gru├č knapp zu.

Das Schwarze Herrenhaus von Hohenfelde >>
"Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt."
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