Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Der L├Âwe und das Lamm

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagne
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Nathan
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Der L├Âwe und das Lamm

#1

Beitrag von Nathan » Di 29. Mai 2018, 23:50

Ein Gespr├Ąch zwischen dem interessierten Menschenfresser Archibald und dem arglosen Nathan.

Nathan
Nathan traf Archibald au├čerhalb des Hofes wieder, als er Abends noch eine Flasche guten Wein f├╝r seinen Herrn organisieren wollte. Zutraulich ging Nathan zu dem Mann in dem schwarzen Mantel hin├╝ber und begr├╝├čte ihn freundlich. ┬╗Oh, guten Abend, Archi! Sch├Ân, dich wieder zu treffen. Guck mal, ich hab deinen Rat befolgt.┬ź Nathan strich mit Daumen und Zeigefinger um seinen Mund. Sein Bart war verschwunden, er war ganz glatt rasiert.

Archibald von Dornburg
Archibald freute sich aufrichtig Nathan wieder zu sehen und er sah um Welten besser aus, als mit diesem seltsamen Bart. ┬╗Hallo Nathan, schau mal einer an┬ź, grinste Archibald und strich Nathan vorsichtig ├╝bers Gesicht. ┬╗Du siehst nicht nur besser aus, Du f├╝hlst Dich auch besser an. Als h├Ątte ich es gewusst, habe ich Dir etwas mitgebracht. Sie sind jetzt keine gro├čen Kunstwerke, da ich sie auf die Schnelle gefertigt habe. Normalerweise nehme ich mir Zeit f├╝r so etwas, aber ich hoffe sie gefallen Dir trotzdem. Grob im Aussehen, aber mit Zuneigung gefertigt. Hier f├╝r Dich┬ź, sagte Arch und dr├╝ckte Nathan ein Tuch in die H├Ąnde.

Archibald von Dornburg
Zwei Holzritter

Archibald von Dornburg
┬╗Das ist Verst├Ąrkung f├╝r Deinen verletzten Laurence, den Mann k├Ânnen wir ja nicht die ganze Arbeit alleine machen lassen. Vor allem da ihm ein Bein fehlt. Wie geht es Dir sonst so? Unser Gespr├Ąch letztens hat mir gut gefallen, es war v├Âllig anders als ich vermutet hatte. Und der Ausgang erst... Es hat mich wirklich gefreut Dich kennengelernt zu haben und es hat Spa├č gemacht mit Dir zu quatschen und mit Dir abzuh├Ąngen. Dass sollst Du wissen Nathan. Du hast Dir ein St├╝ck Kindheit bewahrt, trotz allem. Sieh zu dass Du es beh├Ąltst hm?┬ź, grinste Arch.

Nathan
┬╗Oh ... Oooooooohhh!┬ź rief Nathan erfreut, als er die kleinen Holzritter in den H├Ąnden hielt. Er konnte sich gar nicht sattsehen an ihnen. ┬╗Wie h├╝bsch sie gearbeitet sind! Und sie sind sogar bemalt! Sie gucken genau so, wie die Chevaliers immer gucken. Mit so einem ganz geraden schmalen Mund. Ich werde ihnen Namen geben und sie Chevalier Laurence vorstellen. Sie k├Ânnen ihm aufs Pferd helfen und ihn sch├╝tzen. Du redest so liebe Dinge ... Ciel hat immer gesagt, ich bin dumm, aber das w├╝rde ihm gefallen. Ich wei├č aber nicht, ob das wirklich ein Kompliment war. Doofie sagt er immer zu mir. Aber es kann nun mal nicht jeder klug sein. Wer soll sonst die ganzen dummen Arbeiten machen? Ich muss mich noch dran gew├Âhnen, keinen Bart mehr zu haben, das f├╝hlt sich nackig an. Was machst du hier ├╝berhaupt? Hast du gewusst, dass ich hier langgehen werde?┬ź

Archibald von Dornburg
┬╗Nein das habe ich nicht gewusst, aber gehofft. Also was mich anbelangt, ich finde Du siehst ohne Bart um Jahre j├╝nger und besser aus. Ja in Wahrheit ziehen sie auch immer so d├╝nne Schnuten, dass stimmt. Du bist nicht dumm, Du siehst die Welt nur durch andere Augen. Du siehst nichts b├Âses, Du sieht nichts grausames. Und falls Du es doch siehst, wirst Du es nicht verstehen, nicht begreifen k├Ânnen warum Menschen so etwas tun. Das ist nicht dumm, dass ist ein Zustand, den die meisten Menschen leider irgendwann verlieren. Oder sogar niemals hatten. Es gibt auch Kinder die Schmetterlingen die Fl├╝gel ausrei├čen nicht wahr? Von daher, kann es Dir egal sein wie Dich andere bezeichnen. Das was sie dumm nennen ist Unschuld┬ź, erkl├Ąrte Arch.

Nathan
┬╗Ich bin aber gar nicht mehr unschuldig, Archibald ... ich, ha-, ├Ąhm, ich habe einen Fabs. Der hat meine Unschuld genommen. Aber er ist ein lieber Fabs, er hat das vermutlich nicht gewusst. Man darf keine Tiere qu├Ąlen, das macht man nicht! Fabs hat so was auch gesagt ... das ich ein Schmetterling bin, aber dass es Leute gibt, die Schmetterlingen die Fl├╝gel ausrei├čen, wie der b├Âse Robere. Aber ich glaube nicht, dass Robere so was macht.┬ź

Archibald von Dornburg
Archibald lachte leise. ┬╗Mal eine Frage Nathan, wer sagt Dir denn, dass Deine Unschuld zwischen Deinen Beinen liegt? Und wenn sie dort ist, wer hat sie dort abgelegt? Du kannst so oft Sex haben wie Du m├Âchtest und dennoch rein und unschuldig sein. Wahre Unschuld Nathan liegt im Herzen und in der Seele. Robere? Du meinst den Gardisten? Robere ist ein Bei├čer Nathan, ein ungeborener Bei├čer. Ich wei├č es, ich kannte seinen Vater. Wenn Dir Dein Leben lieb ist, halte Dich von dem Mann fern. Ich habe ihm gesagt, was mit ihm geschieht sollte er Dich bei├čen. Du stehst unter meinem Schutz, aber Du musst selbst Deinen Teil dazu beitragen. Dein Fabs hat Recht und scheint Dich sehr zu m├Âgen. Wie sehr magst Du ihn?┬ź, fragte Arch und suchte sich einen gem├╝tlichen Sitzplatz.

Nathan
┬╗Da ist eine Bank, genau zwischen den Rosen. Da duftet es immer, da k├Ânnen wir uns hinsetzen und man ist im Schatten. Tags├╝ber zumindest, jetzt ist es ja ├╝berall Dunkel. Was ist denn ein Bei├čer? Er hat mich gar nicht gebissen, aber ich glaube, er mag mich nicht so sehr gern. Meinen Fabs mag ich sehr, ich glaube, ich bin ganz sch├Ân in ihn verliebt.┬ź Nathan l├Ąchelte gl├╝cklich, als er an Fabien dachte.

Archibald von Dornburg
Archibald ging gemeinsam mit Nathan zu der Bank und setzte sich mit ihm dort hin. ┬╗Verliebt? Nun ich g├Ânne es Dir und w├╝rde es mir auch g├Ânnen. Liebt Fabs Dich ebenfalls Nathan? Ein Bei├čer ist ein Menschenfresser. Eine Person, die andere Menschen verspeist, also ein Kanibale. Der Vater von Robere war ein Menschenfresser┬ź, schmunzelte Arch.

Nathan
┬╗Ein Menschenfresser? Aber dann m├╝ssen wir dem Duc Bescheid sagen! So jemanden darf er doch nicht in der Garde haben, das ist gef├Ąhrlich! Hat Robere wirklich schon mal einen aufgegessen? Das ist ja furchtbar! Und mein Fabs, mein Fabs, ja, mein Fabs hat mich auch lieb, sagt er und ich glaube ihm das. Aber wir m├╝ssen schnell in den Palast!┬ź Nathan stand auf, in der Absicht, seinen Herrn zu warnen.

Archibald von Dornburg
Archibald packte ihn und zerrte ihn zur├╝ck auf die Bank. ┬╗Unsinn. Ich sagte er ist noch nicht geboren. Verzeih, Du kannst es nicht wissen. Ungeboren hei├čt, er ist zwar einer, hatte aber noch kein Erwachen. Das bedeutet, er hat noch nie Menschenfleisch gegessen. W├╝rde er es tun, w├╝rde er vermutlicherweise ein Erwachen haben. Sprich ein Erlebnis, dass wie ein Rausch ist, besser als jeder Orgasmus. Ab dem Tag, wo er auf den Geschmack gekommen ist, wird er jagen und t├Âten. Ab dato ist er ein Bei├čer. Noch ist er ungeboren - als Menschenfresser. Manche werden nie geboren Nathan, es liegt ihnen im Blut, aber sie umschiffen es ganz bewusst. Sie sp├╝ren oder wissen sogar welche Abgr├╝nde in ihrer Seele lauern. Andere hingegen wissen es nicht, folgen irgendwann einfach ihrem Gef├╝hl und halten dann jemanden fest umschlungen in den Armen. Nur ist es keine Z├Ąrtlichkeit, sondern Hunger der sie antreibt. Sie fressen ihr Opfer auf. Solange Robere noch nicht gekostet hat, ist er harmlos. Soweit ein Robere harmlos sein kann. Denk gut dar├╝ber nach, warum man ihm die Arschkimme aufgestemmt hat. Der Mann ist auch ohne Appetit auf mehr, absolut gef├Ąhrlich. Er ist ausgezeichnet in Form, ist hochtrainiert und hat viele Freunde. Du solltest vorsichtig sein Nathan. Aber im Moment geht keine Gefahr von ihm f├╝r Dich aus. Versprochen┬ź, sagte Arch und knuffte Nathan.

Nathan
Nathan erschrak, als Archibald ihn so grob anpackte und auf die Bank setzte. Er guckte ihn mit riesengro├čen Augen und offenem Mund entsetzt an. Erst, als Archibald ihn freundlich knuffte, beruhigte Nathan sich wieder. Er presste die zwei neue Ritterfiguren an sich, als wolle er sie besch├╝tzen. ┬╗Aber, aber was, was machen wir denn jetzt? Fabs hat auch gesagt, dass Robby, das Robere gef├Ąhrlich ist, aber er hat mir einen ganz lieben Brief geschrieben gehabt und ich hab ihm ein Messer geschenkt. Und du? Hast du denn gar keine Angst?┬ź

Archibald von Dornburg
Archibald sch├╝ttelte gut gelaunt den Kopf. ┬╗Nein warum sollte ich denn Angst haben? Ich bin alt und z├Ąh┬ź, lachte er und legte Nathan einen Arm um die Schulter. ┬╗Du solltest auf Deinen Fabs h├Âren und auf mich. Ich tue Dir nicht weh, keine Angst Nathan. Ich habe Dich viel zu lieb um Dir etwas anzutun. Wie hei├čt Du mit Nachnamen? Das m├Âchte ich gerne wissen. Und hast Du einen Spitznamen?┬ź, hakte Arch nach und kraulte Nathan den R├╝cken.

Nathan
Nathan schloss kurz die Augen und als er sie wieder ├Âffnete, war er sehr entspannt. Er mochte es, wenn man lieb zu ihm war und Archibald war zweifelsohne sehr lieb. Vertrauensselig legte Nathan seinen Kopf an die Schulter und roch das schwarze Leder, in das er gewandet war. Es war ein sehr herber Duft, ganz anders als die zarten Ger├╝che, welche die Menschen bei Hofe umschwebten. ┬╗Ich hab dich auch lieb, Archi┬ź, sagte Nathan freundlich. ┬╗Ich hei├če Nathan Garc├Ča. Fabs sagt manchmal Natty zu mir und Ciel nennt mich Doofie. Robere sagt Kleiner zu mir. Und wie hei├čt dein Nachname?┬ź

Archibald von Dornburg
┬╗Dankesch├Ân Nathan, dass freut mich dass Du mich lieb hast. Das tun nicht viele, da ich eigentlich nicht zum liebhaben bin. Mein Mann kann sich stundenlang dar├╝ber beschweren, aber dem kann man eh nicht trauen. Nicht so weit, wie man spucken kann. Er ist nicht zuverl├Ąssig, man wei├č nie was er wirklich denkt. Mein Nachname ist von Dornburg, aber ich bin der Letzte meiner Art oder meiner Familie wenn Du so m├Âchtest. Natty klingt niedlich, es passt zu Dir. Garica klingt irgendwie freurig, aber so siehst Du gar nicht aus. Bist Du ein feuriger T├Ąnzer oder Liebhaber?┬ź, grinste Arch und lehnte sich ebenfalls an Nathan an und genoss dessen N├Ąhe.

Nathan
┬╗Oh ich bin gar nicht feurig, ich bin eigentlich ganz furchtbar langweilig. Ich kann nichts, ich wei├č nichts ... aber ich h├Âre gut und wenn mein Herr befielt, dann mach ich, was er w├╝nscht. Es tut mir sehr leid, dass du keine Familie hast ... dein Name klingt sch├Ân, wie ein Schloss hinter einer Rosenhecke. Ich finde dich sehr lieb und Chevalier Laurence auch. Das hat er mir gesagt, das wei├č ich sicher. Dein Mann muss ehrlich zu dir sein, er darf dich nicht anschwindeln, du musst ihm sagen, dass dich das traurig macht. Oh, guck mal! Gl├╝hw├╝rmchen!┬ź Nathan zeigte auf die langsam kreisenden leuchtenden Punkte, die wie kleine Irrlichter ├╝ber die Rosen trudelten.

Archibald von Dornburg
┬╗Langweilig bist Du nicht Nathan, dass kann ich Dir beschw├Âren. Und Du kannst doch etwas, Du bist Barde. Dass hast Du mir erkl├Ąrt und irgendein Instrument hast Du mir erkl├Ąrt, dass ich leider wieder vergessen habe. Das muss Dir nicht leid tun, dass meine Familie fort ist. Sie sind keine Tr├Ąnen wert Nathan. Dann richte Laurence meine Gr├╝├če aus und sage ihm, dass ich ihn auch sehr gerne habe. Da sagst Du was, aber Jesper ist nicht ehrlich. Er hat st├Ąndig was auszusetzen, und was er in seinem Dicksch├Ądel plant, wei├č nur er allein. Er hat sehr st├Ąndig was zu n├Ârgeln, aber ich mag ihn┬ź, antwortete Archibald. Als Nathan auf die Gl├╝hw├╝rmchen zeigte, schaute er sie sich genau an. ┬╗Sie sind h├╝bsch, wenn man nicht w├╝sste dass es Gl├╝hw├╝rmchen sind, k├Ânnte man die kleinen Licht unheimlich finden. Selten dass ich welche gesehen habe, mir gefallen sie. Ein sch├Âner Abend. Wo wolltest Du ├╝berhaupt hin Nathan?┬ź

Nathan
┬╗Ich wollte eine Flasche Wei├čwein kaufen f├╝r meinen Herrn. Ich wollte ihn damit ├╝berraschen. Es ist sehr schw├╝l und da wollte ich ihm eine Maibowle machen. Ich wollte mal schauen, ob er sich dar├╝ber freut. Warum n├Ârgelt Jesper denn so viel? Ich finde nichts an dir, wor├╝ber man schimpfen m├╝sste, du bist sch├Ân und lieb und hast sogar an Chevalier Laurence gedacht. Hast du auch eine Ritterburg f├╝r deine Spielsachen oder wo wohnen die?┬ź

Archibald von Dornburg
┬╗Die wohnen bei mir Zuhause in Naridien, in meinem Haus. Manche wohnen in meinem Wohnbereich, manche in der Werkstatt und manche wegen Platzmangel im Keller. Keine Ahnung warum er soviel n├Ârgelt, ich glaube es macht ihm Spa├č. Bei manchen Dingen hat er Recht, aber nicht bei allen. Eine Maibowle? Das klingt nach einer leckeren und erfrischenden Idee. Da wird er sich ganz sicher freuen, wenn Du einfach an ihn denkst. Jeder freut sich doch ├╝ber Aufmerksamkeit. Vielleicht servierst Du ihm dazu noch etwas Knabberkram. Mal eine sehr direkte Frage unter uns beiden, wie treu bist Du Fabs oder er Dir?┬ź

Nathan
┬╗Fabs hatte mir gesagt, ich darf mich nicht mehr mit Robere treffen. Und er sagt, er ist mir treu, au├čer noch zu jemand anderem, den er auch lieb hat, aber das ist geheim. Und ich soll ihm auch treu sein, aber ich musste, hm, ich musste jemandem helfen. Da war ich leider nicht sehr treu, aber ich konnte mir das nicht aussuchen. Ich muss Fabs das noch beichte, hoffentlich schimpft er nicht. Und du? Bist du deinem Jesper treu? Du darfst deine Spielsachen nicht alleine in den Keller tun, das macht sie traurig. Sie brauchen Licht und m├Âchten, dass man mit ihnen spielt.┬ź

Archibald von Dornburg
┬╗Das hast Du niedlich formuliert, ja ich spiele gerne mit ihnen. Tja wenn Du es tun musstest Nathan, dann muss Fabien daf├╝r Verst├Ąndnis haben. Du konntest es Dir ja nicht aussuchen. Bis jetzt war ich ihm immer treu, aber ich habe mich glaube ich verknallt┬ź, lachte Arch.

Nathan
┬╗Oh, das ist nicht schlimm┬ź, erkl├Ąrte Nathan verst├Ąndnisvoll. ┬╗Das darf man. Liebe ist etwas Sch├Ânes. Das versteht sicher auch Jesper, wenn du ihm das sagst. Oder?┬ź

Archibald von Dornburg
┬╗Vermutlich nicht, wir sind seit ├╝ber 40 Jahren sowas wie ein Paar. W├╝rdest Du mir Deine Gunst schenken?┬ź, fragte Arch und strich Nathan durch die Haare.

Nathan
Nathan guckte Archibald an. ┬╗Was hei├čt das? Ich kenne manche W├Ârter nicht so gut. Also ich wei├č, was eine Gunst ist, aber ich wei├č trotzdem nicht, was das hei├čt. Entschuldigung, ich bin wie gesagt nicht so klug┬ź, sagte er und sch├Ąmte sich so sehr, dass er nach unten schauen musste.

Archibald von Dornburg
┬╗W├╝rdest Du mit mir schlafen?┬ź, fl├╝sterte Archibald ihm ins Ohr.

Nathan
┬╗Oh, ah, a-also, da, also da muss, da muss ich Fabsi erst um Erlaubnis fragen┬ź, erkl├Ąrte Nathan. ┬╗Weil, weil, weil sonst ist er ganz traurig. A-aber, wir k├Ânnen, wir k├Ânnen das machen, wir k├Ânnen ihn fragen, ja, das geht.┬ź Er kuschelte sich an Archibald an. Nathan mochte N├Ąhe, er brauchte sehr viel davon. Und mit Archibald zu schlafen, der so ein lieber Mann war, h├Ârte sich nach viel Z├Ąrtlichkeit an, die er gern genie├čen wollte.

Archibald von Dornburg
┬╗Frag ihn, falls er ablehnt akzeptiere ich das. Und falls er es erlaubt, werde ich Dir einiges erkl├Ąren, was Du einhalten musst. Dass musst Du dann aber auch wirklich. Kein Grund sch├╝chtern zu sein Nathan┬ź, erkl├Ąrte Arch und lehnte sich fester an ihn an. ┬╗Wie hast Du Deinen Fabs kennengelernt? Ich habe meinen Mann durch meinen besten Freund kennengelernt┬ź.

Nathan
Nathan schmiegte sich an Archibald, der ihm nach seiner Frage noch ein St├╝ck besser gefiel. Er streichelte den Arm des ├Ąlteren Mannes. ┬╗Fabs kannte ich schon lange, er ist ein Leibdiener, so wie ich. Und unsere Herren stehen sich sehr nahe. Und dann, hm, eines Tages, auf einer Reise, da waren wir spazieren in einem Park. Und dort sagte er mir, ich m├╝sse mich nachrasieren. Da hat er mein Kinn festgehalten und mich ganz ernst angeschaut und ich habe mich so gesch├Ąmt, aber es hat mir so gefallen. Er hat mir beigebracht, wie man raucht, mit einem Rauchkuss. Und dann fragte er, ob wir miteinander schlafen wollen. Und dann, ja dann schrieb ich ihm viele Briefe, weil ich ihn so vermisste und wegen Robere, den ich falsch verstanden habe. Und da schrieb er dann, dass er mich liebt. Als wir uns wiedertrafen, da waren wir dann ein Paar. So war das. Wollen wir Fabs zusammen fragen gehen? Dann wei├č er, wie lieb du bist und dass er keine Angst zu haben braucht wie bei Robere.┬ź

Archibald von Dornburg
┬╗Nathan er kennt mich doch noch gar nicht, da kann ich ihn nicht gleich so etwas fragen. Dass klingt irgendwie sch├Ân. Der Zufall hat Euch zusammengef├╝hrt und eine gute Rasur. Na bitte, dass wir auch ihm sicher ganz gut gefallen. Ein Rauchkuss? Was ist denn das?┬ź, fragte Arch gut gelaunt.

Nathan
┬╗Das kann ich dir zeigen!┬ź, rief Nathan, stolz darauf, etwas zu wissen, was Archibald noch nicht kannte. Er hatte in Archibalds Manteltasche Rauchkraut entdeckt. Er rollte eines der Bl├Ątter zu einer Stange und z├╝ndete es an, einen Zug inhalierend, den er in seinen Lungen belie├č. Dann legte er die Lippen auf die von Archibald und gab langsam den warmen Rauch in dessen Mund.

Archibald von Dornburg
Archibald war ziemlich erstaunt, aber die Idee war ziemlich sexy. Arch k├╝sste Nathan mit und als sie sich wieder voneinander l├Âsten, musterte er ihn grinsend. ┬╗Also so hast Du ihn kennengelernt. Kein Wunder dass er jetzt Dir geh├Ârt. Was w├╝nscht Du Dir noch f├╝r Laurence? Ein Zuhause dauert was Nathan, zumal ich kein richtiges Werkzeug hier habe. Aber so zwischendurch werde ich Dir etwas mit dem Messer schnitzen┬ź.

Nathan
┬╗Ja, das hat Fabs gemacht und er hat mich getadelt, nur ein ganz kleines bisschen, aber er hat das irgendwie so gemacht, dass es sch├Ân war. Obwohl Tadel eigentlich gar nichts Sch├Ânes sind, weil man was falsch gemacht hat. Darf ich mir wirklich was f├╝r Laurence w├╝nschen? Das ist ja so lieb von dir, Laurence wird der gl├╝cklichste Chevalier! Also vielleicht eine Kutsche oder ein Wagen, den sein Pferd ziehen kann und wo er drin sitzt, wenn ihm vom reiten mal der Po weh tut. Oder wenn das zu schwer geht, ein Bett, damit er sich ausruhen kann. Am besten ein gro├čes, wo seine Freunde auch reinpassen. Du kannst sch├Ân schnitzen, Archi.┬ź Gl├╝cklich betrachtete Nathan die beiden Ritter, die als Verst├Ąrkung f├╝r Chevalier Laurence gedacht waren. Einer hatte sogar eine Blume auf der Brust. ┬╗Das ist Chevalier Florian! Und sein Freund ist Ritter Lilian, mit der Lilie.┬ź

Archibald von Dornburg
┬╗Die Namen sind Programm. Florian klingt sehr gut und Lilian auch. Eine Schelte hat er Dir sicher erteilt um Dich zu besch├╝tzen. Das habe ich vorhin auch Nathan. Ich werde versuchen was ich hinbekomme. Laurence hat uns treu gedient, der Mann ben├Âtigt ein Bett und eine Kutsche. Lass uns noch ein bisschen spazieren gehen komm┬ź, bat Arch.

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Re: Der L├Âwe und das Lamm

#2

Beitrag von Nathan » Mi 6. Jun 2018, 00:22

<< Kleiderfimmel

Nathan
Nathan blinzelte, als er munter wurde. Er rieb sich die Augen. Das war ein langer Mittagsschlaf gewesen, es war dunkel im Zimmer. Nathan k├╝sste Fabien auf den Mund. ┬╗Aufwachen, Fabs. Es ist schon sp├Ąt.┬ź Er streichelte seinen Freund, fester als sonst, damit dessen Kreislauf in Gang kam.

Fabien Lacomb
Fabien r├Ąkelte sich und musterte seinen Freund verschlafen. Mit den Fingerspitzen kraulte er Nathan und setzte sich langsam auf. Es war tats├Ąchlich schon dunkel, sie hatten sehr lange geschlafen. Fabien hoffte dass Max nicht b├Âse war, aber wenn er ihn ben├Âtigt h├Ątte, dann w├Ąre er garantiert in seine Kammer gekommen. Fabs k├╝sste Nathan fest auf den Mund. ┬╗Ich h├Ątte beinahe guten Morgen gesagt┬ź, lachte er leise und rieb sich die Augen. ┬╗Wir haben ganz sch├Ân lang geschlafen Natty. Was machen wir nun?┬ź, fragte er liebevoll.

Nathan
Nathan klemmte die F├Ąuste neben seinen Kopf und streckte sich. Das Unterhemd war hochgerutscht und man sah seinen wei├čen Bauch. ┬╗Wir k├Ânnten Archibald suchen, ich wollte euch doch einander vorstellen. Er geht abends gern spazieren, im Dunkeln und ich wei├č, wo.┬ź

Fabien Lacomb
Fabien kitzelte Nathans wei├čen Bauch und musste dabei selbst lachen. ┬╗Abgemacht, dass machen wir. Hat es einen Grund warum er gerne Abends spazieren geht? Manche m├Âgen die Nacht lieber, vielleicht weil dann einfach nicht so viele Leute unterwegs sind┬ź, schlussfolgerte Fabs und zog Nathan dass Unterhemd ├╝ber den Bauch. ┬╗So, damit Du wieder ordentlich bist┬ź.

Nathan
Nathan gab ein kreischendes Lachen von sich, als er gekitzelt wurde und zog die Beine an. ┬╗Ich bin kitzlig!┬ź Fabien kitzelte ihn zum Gl├╝ck nur kurz und rettete seinen Bauch vor weiteren Kitzelattacken. ┬╗Du darfst mich nur kurz und lieb kitzeln, ja? Sonst lache ich und kreische und kriege schlecht Luft. Ich glaube, das Licht macht Archibald krank. Er sagte so was.┬ź Nathan stand auf, wusch sich kurz an der Waschsch├╝ssel und zog sich an. ┬╗Fertig! Wir k├Ânnen!┬ź

Fabien Lacomb
┬╗Ich bin auch total kitzlig, ich verstehe was Du meinst. Ich muss schon mitlachen, wenn ich andere kitzele. Total schr├Ąg oder? Warte ich muss mich auch noch schnell frisch machen. Ja dann ist es verst├Ąndlich, warum er nur bei Dunkelheit hinaus geht┬ź, antwortete Fabien freundlich und wusch sich ebenfalls schnell an der Waschsch├╝ssel und zog sich wieder richtig an. ┬╗Ich folge Dir auf dem Fu├če mein kleiner Natty┬ź, sagte Fabs und verlie├č gemeinsam mit seinem Freund seine Kammer und die Gro├čherzoglichen Gem├Ącher.

Nathan
Nathan nahm Fabien an der Hand, als sie den Palast verlie├čen und in den n├Ąchtlichen Park hinaustraten, der das Anwesen ums├Ąumte. ┬╗Ganz wenig kitzeln und lieb kitzeln ist sch├Ân. Aber man kann jemanden damit auch wirklich qu├Ąlen. Ich werde dich auch nur ganz wenig krabbeln, wenn ich mal mag und wenn du auch magst. So wenig.┬ź Er demonstrierte es mit den Fingern an Fabiens Handfl├Ąche, ehe er seine Hand wieder festhielt. ┬╗Archibald geht nie nahe an den Palast ran. Aber er darf vermutlich nicht, er geh├Ârt ja nicht zum Hofstaat. Er ist meist in der N├Ąhe von dem kleinen Teich, da ist so eine Bank inmitten von Rosen und manchmal, da ... da sieht man dort Gl├╝hw├╝rmchen.┬ź Langsam spazierten sie durch die warme Sommernacht.

Fabien Lacomb
Fabien k├╝sste Nathan gl├╝cklich und kraulte dessen Hand zur├╝ck. ┬╗Wir beide werden uns so krabbeln, damit es Spa├č macht und wir keine Schnappatmung bekommen. Es stimmt, man kann einen wirklich damit qu├Ąlen. Am Teich wo die Rosen wachsen und nachts die Gl├╝hw├╝rmchen herumschwirren, dass klingt richtig sch├Ân Natty. Falls er nicht da sein sollte machen wir es uns gem├╝tlich. M├Âglich ist, dass er auch Respekt vor dem Hof hat. Einige Leute trauen sich ja nur zum Hof, wenn sie dazu aufgefordert werden. Was hei├čt trauen sich, dann m├╝ssen sie erscheinen. Aber das erfahren wir sicher gleich┬ź, sagte Fabs und spazierte mit Nathan Hand in Hand durch die Nacht. Auch wenn er keine Person f├╝r die Nacht wahr, hier mit Nathan dem Hof und den Gardisten wie auch den B├╝tteln in unmittelbarer Umgebung f├╝hlte er sich sicher. In Ehveros hatte ihm die Gruppe Sicherheit gegeben. Fabien r├╝ckte n├Ąher zu Nathan auf und legte ihm einen Arm um die H├╝fte. Langsam kam der kleine Teich in Sicht und Nathan wie auch Fabien sahen, dass es sich Archibald dort auf der Bank gem├╝tlich gemacht hatte.

Archibald
Er musterte die beiden Neuank├Âmmlinge und neigte zum Gru├č leicht den Kopf, bis sie in H├Ârweite waren. ┬╗Hallo Nathan, sch├Ân Dich zu sehen. Wer ist Dein Begleiter?┬ź, fragte Arch freundlich.

Nathan
┬╗Oh, Fabs, schau!┬ź, rief Nathan gl├╝cklich. ┬╗Hallo, Archi! Archibald, das ist mein Fabs, ich meine, Fabien, mein Freund. Und das, Fabs, das ist Archibald von Dornburg! Der freundliche Herr, der mir das Pferd und die Freunde f├╝r Chevalier Laurence geschnitzt hat. Aber jetzt wei├č ich gar nicht seinen Titel┬ź, gr├╝belte Nathan.

Archibald
┬╗Hallo Fabien, Nathan hat schon viel von Dir erz├Ąhlt, allerdings nur Gutes. Also keine Sorge. Mein Titel ist Junker, dass ist der gleiche Stand wie Chevalier Nathan. Aber der Titel ist zwischen uns unbedeutend, hier wird er auch nichts gelten. Und mir selbst bedeutet er auch nichts┬ź, grinste Arch.

Nathan
┬╗Dann bist du ein Chevalier wie der kleine Laurcence. Und wie Jules! Der ist auch Chevalier. Fabs wollte dich gern kennenlernen, weil ich nicht nur dir von ihm, sondern auch ihm von dir erz├Ąhlt hab, Archi. Ich hab ihm die sch├Ânen Figuren gezeigt, die haben ihm auch gefallen, stimmt`s Fabs? Und, und ... und ... ├Ąh ...┬ź Unsicher bracht Nathan ab.

Fabien Lacomb
Fabien nickte freundlich und erwiderte so den Gru├č. ┬╗Sch├Ân Dich kennenzulernen. Ich denke, da Dich Nathan duzt, darf ich es ebenso? Falls nicht, sage es mir einfach. Die Geschenke f├╝r Nathan waren echt sch├Ân, er hat sich sehr dar├╝ber gefreut. Richtig, ausl├Ąndische Titel haben hier keine Bedeutung, dass ist einfach ein Name in dem Fall. Also so w├╝rde ich es jetzt erkl├Ąren. Ja Natty ist ein lieber und anst├Ąndiger Kerl, er erz├Ąhlt nie ├╝ber wen etwas Schlechtes. Auch ├╝ber Dich hat er nur freundliche Dinge erz├Ąhlt. Wie ich h├Ârte, steht Ihr Euch nahe... freundschaftlich nahe. Und da war noch eine Frage im Raum. Da ich Nathan liebe, lautet die Antwort nein Archibald. Ich w├╝nsche Dir, dass Du selbst so einen Mann wie Nathan findest, aber ich kann ihn nicht teilen. Er ist verletzlich und andere nehmen sich schon genug von ihm, was sie nicht d├╝rften. Einer unter ihnen hie├č Robere, er wird Dir nichts sagen, aber das war die unsch├Âne Sache die hier ├Âffentlich gekl├Ąrt wurde. Ja die Figuren waren erstklassig, dass muss ich Dir lassen Arch. Also wenn Du mit Nathan befreundet sein willst gerne, aber bitte nur das┬ź, erkl├Ąrte Fabien freundlich.

Nathan
Nathan war froh, dass Fabien es ihm abnahm, die Entscheidung auszusprechen. Er war jemand, dem es sehr schwer fiel, eine Bitte abzulehnen, besonders da Archibald so ein sensibler Mann zu sein schien. Nathan dachte daran, wie sehnsuchtsvoll Archibald seinen Kopf in seine Hand gedr├╝ckt hatte, als er ihm mit den Fingern durchs Haar gestrichen hatte. ┬╗Nicht b├Âse sein┬ź, f├╝gte er kaum h├Ârbar hinzu. Er hatte Angst, dass Archibald ihn nun nicht mehr mochte.

Archibald
Arch musterte die beiden und sch├╝ttelte freundlich den Kopf. ┬╗Ich bin nicht b├Âse Nathan, vielleicht ein bisschen entt├Ąuscht, dass wir beide nicht diese Art von Spa├č haben d├╝rfen. Aber wie ich Dir schon vorher sagte, die Entscheidung liegt bei Deinem Freund. Er m├Âchte es nicht, ich akzeptiere es. Die Entscheidung macht unsere Freundschaft nicht kaputt, meine freche Frage hat das ja auch nicht oder? Was treibt Euch beide her?┬ź

Fabien Lacomb
Fabien schmunzelte gut gelaunt. ┬╗Freunde kann man nie genug haben und Nathan ben├Âtigt ein paar mehr┬ź, grinste Fabs.

Nathan
Erleichtert atmete Nathan aus. ┬╗Danke, Archi. Ich hatte schon Angst ... aber ich habe eigentlich immer Angst. Meistens zumindest. Ich h├Ątte dich sehr gern als Freund, wenn du, also falls du mit mir befreundet sein m├Âchtest. Wenn nicht, k├Ânnte ich das auch verstehen. Aber es kann ja sein ... manchmal machen das Leute, dass sie sich anfreunden. Wenn sie sich m├Âgen. Und ich mag dich, Archibald und wir haben so viel gemeinsam. Da dachte ich, also ich dachte ...┬ź Er r├Ąusperte sich verlegen.

Archibald
Arch ging auf Nathan zu und umarmte ihn einfach. ┬╗Wir sind schon Freunde Nathan, jedenfalls z├Ąhle ich Dich als einen meiner wenigen tats├Ąchlichen Freunde. Kein Grund verlegen zu werden und falls Du trotzdem noch eine Antwort ben├Âtigst - ja ich m├Âchte sehr gerne mit Dir befreundet sein. Und Deinem grinsenden Freund sage ich, dass meine Akzeptanz ehrlich gemeint ist. Nathan ist gl├╝cklich mit Dir und so soll es auch bleiben. Also alles ist gut. Wollen wir irgendwo etwas trinken gehen? Oder wollen wir hierbleiben? Der Ort hier gef├Ąllt mir, sch├Ân, ruhig und irgendwie besonders...┬ź, erkl├Ąrte Arch.

Fabien Lacomb
Fabien strich Nathan beruhigend ├╝ber den R├╝cken. ┬╗Gut ich dachte mir gerade schon meinen Teil. Kaum bin ich weg, wird das Flirten angefangen. Wenn Du ehrlich meinst was Du sagst, umso besser. Nathan ist Leibdiener beim jungen Duc, falls Du das nicht wei├čt. Er hat wenig Freizeit und somit wenig Gelegenheit Freundschaften zu kn├╝pfen. Und auch sonst hat er es nicht leicht, er ist ein klein wenig zu vertrauensselig. Drum sei wachsam f├╝r ihn, falls Ihr alleine seid┬ź, sagte Fabien. Dass er den jungen Duc erw├Ąhnt hatte, war nicht von ungef├Ąhr. So wollte er Nathan nach allen Seiten absichern. Er glaube Archibald zwar, aber sicher war sicher. Leute wie Robere gab es sicher nicht nur in der Garde. War Arch ein tats├Ąchlicher Freund, w├╝rde er Nathan mit besch├╝tzen und sich f├╝r ihn freuen, dass er dem Duc diente. War er ein Robere, wusste er was geschah, wenn er Nathan unsittlich zu nahe trat. Fabs l├Ąchelte freundlich, er gab Archibald seine Chance, f├╝r seinen Natty.

Nathan
Nathan umarmte Archibald zur├╝ck und genoss es, als Fabien gleichzeitig seinen R├╝cken streichelte. So gefiel ihm das, alle waren einer Meinung und hatten sich lieb. Er streichelte seinerseits kurz Archibalds breiten R├╝cken, damit dieser sich ebenso wohlf├╝hlte, dann nahm er wieder Fabiens Hand. ┬╗Danke, Archi. Ich m├Âchte auch gern dein Freund sein. Ja, Duc Dreaux ist mein Herr. Ich hatte das extra nicht gesagt, damit du nicht eingesch├╝chtert wirst. Das ist ein gro├čer Name und er macht vielen Leuten unn├Âtige Angst. Dabei ist die ganze Familie sehr gerecht. Man muss keine Angst haben. Nur Respekt. Davon aber viel. M├Âchtest du was essen, Archi? Wir k├Ânnten zusammen Abendbrot essen.┬ź

Fabien Lacomb
Als Fabien sah, wie sehr sich Nathan ├╝ber seinen neuen Kumpel freute und sich wohlf├╝hlte, sp├╝rte Fabs Gl├╝ck und Schmerz gleicherma├čen. Er fragte sich wie einsam sich Nathan wo oft f├╝hlen musste, dass er so in diesen kurzen Momenten aufging. Zeitgleich h├Ątte er am liebsten Ciel verflucht, da dieser Nathan in genau den Zustand getrieben und dann versto├čen hatte. Was ihn daran hinderte wirklich zu fluchen, war die Liebe zu Max. Maximilien liebte alle seine Kinder ohne Ausnahme, also auch Ciel. Aber vielleicht war er hier selbst ungerecht und Ciel erging es gar nicht anders als Max, Nathan oder einigen anderen, die trotz der Meute an Menschen die sie tagt├Ąglich umgab im Herzen doch sehr einsam waren. In einer gro├čen Gesellschaft konnte man sich einsamer f├╝hlen, als wenn man v├Âllig allein Zuhause hockte, dass wusste Fabien von Maximilien. Er sa├č auf dem Thron, er schaute auf seinen Hofstaat hinunter und niemals hinab. Er war unter ihnen, bei ihnen und dennoch war die Distanz oft un├╝berwindbar. Im selben Raum und dennoch in einer anderen Welt... so lebten die Souvagnes f├╝r ihre Leute. Und Nathan? Er lebte fast ├Ąhnlich, seine gesamte Existenz beruhte darauf Ciel zu dienen, so wie er selbst ein Teil von Maximilien war. Nur hatte Ciel Nathan versto├čen. Und die Geier kreisten bereits um ihn, als er noch nicht ganz weg gesto├čen war - Geier wie Robere, die nur darauf warteten, solche Personen wie Nathan abzugreifen. Sorglose, arglose Seelen. Fabien musterte Archibald. Der Mann sah freundlich aus, aber eine Aura umgab ihn, die eindeutig klar stellte, dass man sich mit ihm nicht anlegen durfte. Eine Gefahr, die f├╝r sie beide nicht galt - bewusst unterdr├╝ckt. Als Freund war er vermutlich ideal, als Feind der Abgrund. Das die beiden Spielzeug sammelten und sich derma├čen gut verstanden gefiel Fabien. Er hoffte, gleichg├╝ltig wie gef├Ąhrlich Archibald war, dieser seinen Natty besch├╝tzen w├╝rde. ┬╗Wir k├Ânnen auch nur etwas trinken gehen, wenn Du nichts essen magst Archibald┬ź, bot Fabien an.

Archibald
┬╗Ich kann nichts essen gehen Nathan, da ich nicht mehr esse. Ein Gest├Ąndnis... aber bitte... kein Grund zur Panik oder Sorge. Wir sind Freunde, darum bin ich ehrlich zu Dir. Vor einiger Zeit wurde ich gebissen, auf meinen pers├Ânlichen Wunsch hin und zwar von einem Vampir. Ich war krank, ich hatte Migr├Ąne. Dies ├Ąu├čerte sich so, dass ich Anf├Ąlle bekam. Diese Anf├Ąlle verursachten, dass ich so starke Kopfschmerzen bekam, dass es nicht ertr├Ąglich war. Manchmal wurde ich davon ohnm├Ąchtig, ich bekam dabei Krampfanf├Ąlle wie ein Epileptiker und dazu verlor ich das Sehverm├Âgen. Das war meine Form der Migr├Ąne, scheinbar in meiner Familie vererbt. Ich denke durch meine Mutter, aber bei M├Ąnnern ist sie wohl st├Ąrker ausgepr├Ągt. Licht war mir schon immer ein Graus, da es meine Schmerzen erh├Âhte, oder einfach verursachte. Und als mich Kasimir auf meinen Wunsch hin biss, wurde ich zwar ein Vampir, aber er heilte mich von meinem Leid. F├╝r einige mag Vampirismus ein Fluch sein. Ich sehe es als h├Âhere Lebensform, schmerzfrei, ewig lebend... aus diesem Grund kann ich nichts mit Euch essen. Trinken ginge schon┬ź, erkl├Ąrte Arch und grinste einmal kurz um seine Eckz├Ąhne zu entbl├Â├čen. Die beiden sollten nicht denken, dass er scherzte oder ihnen einen B├Ąren aufband.

Nathan
Nach Archibalds Gest├Ąndnis sah Nathan ihn eine Weile einfach nur an. ┬╗Aber ... aber das macht doch nichts. Vampir zu sein ist n├Ąmlich nicht verboten, stimmt`s Fabs? Es ist erlaubt. Du brauchst nur Blutspender. Hast du welche? Dich muss ja jemand ern├Ąhren, sonst verhungerst du. Macht das wer? Sonst, hm, vielleicht kann ich dir erstmal was abgeben, damit du keinen Hunger leiden musst? Wenn du wei├čt, wie man einen Aderlass macht, nat├╝rlich. Weil, sonst komme ich nicht mehr in den Palast rein, der ist vampirsicher und dann k├Ânnte ich auch keine S├╝├čigkeiten mehr essen.┬ź Fasziniert betrachtete Nathan Archibalds Z├Ąhne, aber er traute sich nicht, sie anzufassen, aus Sorge, sich versehentlich daran zu stechen. ┬╗Zum Gl├╝ck bist du jetzt gesund und musst keine Kopfschmerzen mehr haben.┬ź

Archibald
┬╗Ja ich habe Spender und es gibt Kunstblut, dass ist sowas wie eingekochtes Essen f├╝r Vampire. Danke f├╝r die lieben Worte und das Angebot Nathan. Vielleicht komme ich einmal darauf zur├╝ck, wenn ich eine Spende n├Âtig habe. Aber im Moment ben├Âtige ich keine mein Freund. Du kannst die Z├Ąhne anfassen, Du musst keine Angst vor einer Infizierung haben. Du wirst nur ein Vampir, wenn ich Dich bei├če und fast austrinke. W├╝rde ich Dich ganz austrinken, nun dann war es das. Lasse ich etwas Blut in Dir, wirst Du ebenfalls gehen... aber Du wirst aller Wahrscheinlichkeit nach wieder aufwachen und zwar als ein Vampir. Falls Du Dich an den Z├Ąhnen nur piekst, dann passiert nichts. Das Du nicht auf S├╝├čigkeiten verzichten m├Âchtest, dass kann ich verstehen. Ich vermisse nicht viel aus meinem menschlichen Leben, aber Schokolade, die vermisse ich schon┬ź, lachte Archibald.

Fabien Lacomb
Fabien musterte die Z├Ąhne und musste einen kleinen Moment eine aufkeimende Panik hinunterk├Ąmpfen. Die selbe Panik hatte er von Domi gehabt und er hatte sich als treuer Freund, loyaler Mitstreiter und erstklassiger Begleiter erwiesen. H├Ątte Archibald sie als Vampir bei├čen wollen, dann h├Ątte er es vermutlich schon getan. Eine echte Gegenwehr konnten sie beide nicht liefern. Zudem war der Mann bewaffnet, Natty und er waren nur mit ihrem umwerfend guten Aussehen bewaffnet und das z├Ąhlte leider nicht. Fabien grinste zur├╝ck, aber aus einem anderen Grund.

Nathan
Nathan trat ganz dicht an Archibald heran, sagte noch: ┬╗Ich hab mir vorhin grad die H├Ąnde gewaschen!┬ź Dann schob er ihm beide Daumen und Zeigefinger in den Mund. Mit einer Hand sperrte er die Lippen ein St├╝ck auseinander, damit er sich in Ruhe das Gebiss anschauen konnte. Mit der anderen betastete er die Z├Ąhne. Er schob einen Zeigefinger zwischen die Zahnreihen, damit sie sich ├Âffneten und tastete wieder. Nachdem er das Gebiss gr├╝ndlich untersucht hatte, lie├č er Archibalds Mund wieder in Ruhe. ┬╗Danke, dass ich mal gucken durfte. Das war ganz sch├Ân interessant. Ich wusste gar nicht, dass au├čer den Eckz├Ąhnen auch die ganzen unteren und hinteren Z├Ąhne spitz werden. Die sehen aus wie abgebrochen, das kannte ich noch gar nicht. Die sind ziemlich scharf und piksen.┬ź

Archibald
Arch lie├č Nathan anstandslos gew├Ąhren und hielt still, damit er ihn Ruhe schauen konnte. Als Nathan fertig war, schloss er den Mund und grinste. ┬╗Ja die sind extrem scharf und spitz┬ź, best├Ątigte Arch einach, da er Nathan nicht bel├╝gen wollte. Wann seine Z├Ąhne scharf und spitz wurden, tat nichts zur Sache, zumal Nathan sie nie sp├╝ren w├╝rde. ┬╗Wo m├Âchtet Ihr hingehen?┬ź, fragte Archibald gut gelaunt.

Fabien Lacomb
Fabien schaute mit, ohne Archibald anzufassen. Allein die Eckz├Ąhne wirkten wie Waffen, aber die anderen Z├Ąhne waren kein St├╝ck weniger scharf. Das Gebiss des Vampirs war alles andere als harmlos. Fabs hatte noch nie solche Z├Ąhne gesehen, au├čer vor Jahren am Strand mit Maximilien und seiner Familie. Dort war ein gro├čer Hai ausgestellt, den Fischer aus dem Meer gezogen hatten. Und Dreux der neugierige Vogel musste nat├╝rlich in das Maul des Fisches schauen. Einer der Fischer hatte dem Hai einen Zahn herausgeschnitten und ihm Dreux geschenkt. Daran erinnerte sich Fabien noch gut, da diese Z├Ąhne wie kleine Dreiecke aussahen und Dreux derma├čen Spa├č an einem Haizahn hatte. Etwas so schlichtes konnte ihn derma├čen erfreuen. Die Z├Ąhne vor Archibald sahen fast genauso aus und sie hatten sicher eine ganz ├Ąhnliche Funktion, sonst h├Ątte er sie ja nicht, schlussfolgerte Fabs. ┬╗Wo waren wir denn letztens einmal mit Domi? Wo war das?┬ź, fragte er Nathan liebevoll.

Nathan
┬╗Das war so eine Fischkneipe ... aber dann stinken wir wieder so furchtbar, Fabs! Kennst du nichts, was besser riecht?┬ź

Fabien Lacomb
Fabien musterte Nathan mit einem Seitenblick. ┬╗Ich habe nicht nach Fisch gestunken! Also ehrlich┬ź, st├Âhnte Fabs und musste dann lachen. ┬╗Gut wie w├Ąre es mit der Taverne oder der neuen Brasserie unten im Ort?┬ź, schlug er vor.

Nathan
┬╗Wir haben alle nach Fisch gestunken, weil der da frittiert wurde┬ź, erkl├Ąrte Nathan f├╝rsorglich. ┬╗Unsere Haare, unsere Sachen, unsere Haut, unsere Finger ... alles an uns hat nach Fisch gestunken. So ist das nun mal. Die Brasserie? Ja, lass uns zur Brasserie gehen, da war ich noch nie! Was wird denn da gebraut f├╝r Bier, wei├čt du das? Hoffentlich kein so starkes, sonst bin ich wieder betrunken.┬ź

Fabien Lacomb
Fabiens Mund wurde immer schmaler und winziger, je weiter Nathan aufz├Ąhlte, was alles an ihnen gestunken hatte. Am liebsten w├Ąre er vor Scham im Boden versunken. Er f├╝hlte wie in der Nachtluft sein Gesicht zu gl├╝hen anfing. Was musste Archibald von ihm denken? Dass er herumgelaufen war und schlimmer als jede Stinkmorchel gestunken hatte? Aber Nathan kannte kein Erbarmen, ohne Punkt und Komma z├Ąhlte er alles auf, was an ihnen gestunken hatte! Fabien grinste Archibald entschuldigend an und versuchte so die Situation zu retten. ┬╗Ja in der Brasserie wird Bier gebraut, aber sie ist vor allem f├╝r ihre Speisen bekannt. Die Leute die dort waren, waren begeistert. Gute, einfache und superleckere K├╝che und dazu hausgebrautes Bier┬ź, antwortete Fabien und gab schnell den Weg vor, damit niemand sah wie rot er geworden war.

Archibald
Arch verkniff sich das Lachen w├Ąhrend Nathan in aller Ruhe aufz├Ąhlte, was so gestunken hatte. Der Kurze war goldig. ┬╗Dann testen wir mal den neuen Laden, komm Nathan. Wir verfolgen Deinen etwas besch├Ąmten Freund┬ź, grinste Arch.

Nathan
┬╗Hab ich was Falsches gesagt?┬ź, fragte Nathan und strich sich kurz ├╝ber den Hinterkopf. Dann aber grinste er und freute sich auf das gemeinsame Essen. ┬╗Hoffentlich haben sie diesmal was ohne Gr├Ąten┬ź, freute er sich und ging mit Archibald Fabien hinterher.

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Re: Der L├Âwe und das Lamm

#3

Beitrag von Fabien Lacomb » So 10. Jun 2018, 13:23

In der Brasserie


Fabien Lacomb
Fabien hatte die F├╝hrung des Trios ├╝bernommen, nicht nur weil er den Weg kannte, sondern auch weil es ein St├╝ck weit eine Flucht war. Nathan hatte in aller Deutlichkeit erl├Ąutert wie sie gestunken hatten und Fabs w├Ąre am liebsten im Boden versunken. Er f├╝hlte immer noch wie seine Wangen brannten. Gleich w├╝rde er sich erstmal ein k├╝hles Bier g├Ânnen. Wobei Nathan das sicher nicht einmal b├Âse gemeint hatte. Er redete einfach vor sich hin und brachte andere damit in die K├╝che des Abgrunds. Fabien hielt Ausschau nach der Brasserie, als er sie ersp├Ąhte gab er seinen beiden Leuten ein Zeichen. Gut gelaunt betrat er den Laden, wartete bis Nathan und Archibald aufgeschlossen hatten und suchte sich dann einen freien Tisch. "Sieht doch ganz gem├╝tlich aus", freute sich Fabien.

Nathan
Nathan keuchte, weil er und Archibald ziemlich schnell hatten gehen m├╝ssen, um Fabien nicht zu verlieren. Dieser schien regelrecht vor ihnen weggerannt zu sein. Nathan war froh, als sie die Brasserie erreichten und griff sicherheitshalber sofort nach Fabiens Hand, damit der nicht wieder wegrannte. ┬╗Das ist sch├Ân hier und so viel Holz! Ob sie hier S├╝├čspeisen haben? Oh, ich wei├č schon, was ich nehme!┬ź, freute er sich und setzte sich. Er r├╝ckte seinen Stuhl ganz dicht neben den von Fabien, so dass ihre St├╝hle fast eine Bank bildeten. ┬╗Archi, kannst du bitte den Gastwirt rufen? Du machst bestimmt mehr Eindruck, als wenn ich das mache, dann kommen sie schneller und geben sich mehr M├╝he.┬ź

Fabien Lacomb
Fabien legte gut gelaunt einen Arm um Nathans H├╝fte und freute sich, dass sein Schatz so nah aufger├╝ckt war. "Stell Dein Licht nicht immer unter den Scheffel. Aber nach vorne gehen und die Bestellung aufgeben, darfst Du trotzdem Archibald", grinste Fabs.

Archibald
"Kein Problem, ich hole die Bedienung. Stellt nichts an, bis ich wieder da bin", grinste Arch und ging kurz nach vorne um dem Koch bescheid zu sagen. Kaum das Archibald wieder sa├č, kam auch schon die Bedienung und l├Ąchelte sie freundlich an. "Neue Gesichter, willkommen. Was darf ich Euch denn bringen?", fragte sie h├Âflich.

Nathan
┬╗F├╝r mich bitte einmal Biancomangiare! Das Originale! Das esse ich so gern und ich kann ja nicht immer nur Lachscarpaccio mit Orangen nehmen, au├čerdem rieche ich dann wieder nach Fisch und das mag mein Fabs nicht so, glaube ich, also zumindest rannte er gerade vor mir weg, als ich davon sprach. Und zu trinken bitte irgendwas Passendes, aber mit ganz, ganz wenig Alkohol, sonst bin ich wieder betrunken und das ist dann nicht so angenehm. Also f├╝r meine Mitmenschen. Mir ist das dann ja egal.┬ź Gl├╝cklich lehnte er sich an seinen Freund. ┬╗Und du, Fabsi? Was nimmst du?┬ź

Fabien Lacomb
Fabien ├╝berlegte ob er auch einen Pudding nehmen sollte, entschied sich aber dagegen. "F├╝r mich bitte vom Eintopf des Tages und ein kaltes Bier", bestellte er gut gelaunt und musterte Nathan die Naschkatze. "Einmal Mandelpudding, dazu empfehle ich einen s├╝├čen Dessertwein oder eine Weinschorle und einmal Eintopf des Tages. Heute haben wir Graupeneintopf mit Fleisch und Speck", sagte die Bedienung und schaute Archibald abwartend an. "Ich nehme einen Rotwein und ebenfalls von diesem Pudding", grinste Arch. Die Bedienung nickte freundlich und verschwand wieder Richtung K├╝che.

Archibald
"Pudding kann ich versuchen und falls ich es nicht runterbekomme, dann kannst Du den Rest aufessen Nathan", erkl├Ąrte Arch freundlich.

Nathan
┬╗Dann ess ich beide Portionen auf┬ź, freute Nathan sich. ┬╗Aber vielleicht kannst du ja wenigstens ein bisschen davon naschen und wenn du Gl├╝ck hast, schneidet der Koch sich beim Zubereiten in den Finger! Ich nehme eine Weinschorle, wenn Sie so freundlich w├Ąren, dankesehr.┬ź

Fabien Lacomb
Die Bedienung schaute Nathan bei dem Wunsch etwas verwirrt an, sagte aber dazu nichts weiter, sondern gab die Bestellung auf. Es dauerte nicht lange, dann wurden ihnen ihre Getr├Ąnke serviert. Das Essen folgte kurze Zeit sp├Ąter. "Guten Appetit", sagte die Bedienung freundlich und lie├č sie wieder allein.

Fabien Lacomb
"Erstmal sto├čen wir an. Sch├Ân dass wir uns hier eingefunden haben und dass Du einen neuen Freund hast Nathan. Die erste Runde geht auf mich", sagte Fabien und k├╝sste Nathan liebevoll auf die Schl├Ąfe. "Trink nicht zu hastig, nicht dass Dir wieder schlecht wird".

Archibald
"Danke Danke, dann mal ein Prost in die Runde", grinste er die beiden an. Er war lange nicht mehr unterwegs gewesen. Wann oder mit wem sollte er auch? Er musste zum Stab zur├╝ckkehren und seine Leute wieder vereinen, schoss es Arch durch den Kopf. Die Pause hatte lange genug gedauert. Es gab einiges zu kl├Ąren.

Nathan
┬╗Ich werd nur ganz langsam trinken und wenn ich merke, dass ich betrunken werde, darfst du den Rest trinken.┬ź Er l├Ąchelte breit, als Fabien ihn k├╝sste. Dann machten sie sich ├╝ber die K├Âstlichkeiten her. ┬╗Schnau nur, wie k├Âstlich das aussieht! Und wie liebevoll garniert! Wir beide h├Ątten das nat├╝rlich viel sch├Âner gekonnt, aber das ist auch h├╝bsch. Sag mal, w├Ąre Biancomangiare nicht was f├╝r unsere Herren? Weil es ganz aus wei├čen Zutaten gemacht ist, meine ich. Und ich glaub, die naschen alle gern, oder? Du siehst ganz nachdenklich aus, Archi, alles in Ordnung? Oh, sie haben deinen L├Âffel schief hingelegt!┬ź Nathan korrigierte den Missstand. ┬╗Jetzt ist alles wieder gut und du kannst es dir schmecken lassen. Ich glaub, da dr├╝ben sitzt ein Dupont am Tisch! Aber der sitzt mit dem R├╝cken zu uns, den lassen wir lieber in Ruhe.┬ź


Archibald
Arch nickte dankbar und drehte sich dann um, um den vermeintlichen Dupont betrachten zu k├Ânnen. "Ich habe nur an meine alten Leuten gedacht, an den Stab in dem ich gedient habe, den ich gef├╝hrt habe. Und wie lange wir nicht mehr so zusammen gesessen haben. Wie lange es schon her ist. Lieb von Dir, dass Du fragst. Ein Dupont...", grinste Arch.

Fabien Lacomb
Fabien lie├č sich seinen Eintopf schmecken und probierte ein kleines bisschen von Nathans Dessert. "Du kannst Dich auch gerne etwas von mir nehmen Natty. Das schmeckt sehr lecker und ich denke, es w├╝rde unseren Herren wirklich gefallen. Wei├č sind sie ja selbst und das schmeckt klasse. Woher kanntest Du es?"

Nathan
┬╗Ich kenne es von Ciel, der isst das immer heimlich. Eigentlich darf er so was nicht essen wegen seiner Di├Ąt. Aber ich darf ihm da leider nicht reinreden, auch wenn ich es ihm oft genug gesagt hab, dass das nicht gesund f├╝r ihn ist. Aber er hat leider nicht auf mich geh├Ârt. Vielleicht h├Ârt er mehr auf Ferrau. Oh nein!┬ź
Der Dupont drehte sich um, als er seinen Namen aus Archibalds Mund h├Ârte. Nathan erkannte ihn sofort. Er gab ein unartikuliertes Quieken von sich. ┬╗Das ist ... Chetan ... das Familienoberhaupt pers├Ânlich┬ź, sagte er fast ohne Stimme. ┬╗Wegen mir wurde seine Familie verbannt! Er hasst mich bestimmt, er wird mich die Treppe runterschubsen, ich wei├č es! Du musst auf mich aufpassen, Fabs! Ganz doll auf mich aufpassen!┬ź Doch Chetan sa├č nicht allein am Tisch.

Fabien Lacomb
Fabiens Hand schloss sich fest um die seines Freundes. "Ich werde mein bestes geben, aber die sehen so aus, als w├╝ssten sie, wie man mit Waffen umgeht. Versuch ruhig zu bleiben Natty. Archibald stehst Du uns bei?", fl├╝sterte Fabien.

Archibald
"Ich passe auf Euch auf, keine Sorge", best├Ątigte der Vampir und musterte die Duponts. Das war also die bucklige Verwandtschaft von dem n├Ąselnden Trauerklo├č. Die Truppe sah auch nicht fr├Âhlicher aus, stellte Archibald belustigt fest.

Nathan
Alle Duponts hatten sich dort an der langen Tafel versammelt, sogar Chirag nickte Archibald kurz zu. Inmitten der schwarz und grau gewandeten Gestalten mit ihren Gewitterwolken auf den Wappenr├Âcken stach eine Person heraus - denn diese trug ein schreiend pinkfarbenes Oberteil, dazu einen Oberlippenbart, dessen Enden modisch nach oben gebogen waren und einen Kinnbart. Als der Mann Nathan entdeckte, erhob sie sich und kam in Richtung ihres Tisches. Erst langsam, dann immer schneller und am Schluss rannte er. Als er sie erreichte, fielen er und Nathan sich in die Arme. Ein leises Schluchzen und Wimmern war zu h├Âren. Ein Dupont h├╝stelte im Hintergrund, zwei andere warfen sich unsichere Blicke zu, ein Dritter klaute eine Kartoffel vom Teller des Pinkgekleideten.

Fabien Lacomb
Fabien schaute einen Moment, aber auch ohne jede Erl├Ąuterung war klar, um wen es sich dort handelte - um den Burschen der sie im Kerker geq├Ąult hatte mit seinen Sangesk├╝nsten... Nathans Vater! Fabs musterte Arch und zuckte kurz die Schultern. "Das ist Nathans Vater, wir "durften" ihn schon kennenlernen, sehr gut sogar", sagte Fabs tonlos. Als er an die Gefangenahme und den verletzten Domi dachte, wurde ihm flau im Magen.

Archibald
Arch musterte die beiden Pinken und grinste. "Da haben sich aber zwei vermisst", sagte Arch freundlich. Woher Fabien Nathans Vater so gut kannte, wusste Arch nicht zu deuten, aber es schien ihm nicht gefallen zu haben. Arch musste sich ein Lachen verkneifen, vor allem bei dem Farbkontrast der Grau-Schwarzen Duponts und den beiden Pinkies.

Nathan
┬╗Papi┬ź, quietschte Nathan gl├╝cklich, ┬╗Papipapipapi!┬ź
┬╗Mein Nathan┬ź, erwiderte Nicolas. Seine Stimme war zum Gl├╝ck nicht ganz so hoch wie die seines Sohnes, der einen gl├Ąsersplitternden Heldentenor hinbekam, wenn er es darauf anlegte. ┬╗Ich habe dich auf der Hochzeitsfeier gesucht, weil man mir sagte, dass du im Gefolge der Hoheiten zu finden sein wirst.┬ź
┬╗Oh┬ź, piepste Nathan, die Augen nass vor Freudentr├Ąnen, ┬╗ich war ganz viel besch├Ąftigt. Mit meinem Fabs. Und mit Ciels Braut. Ich muss dir alle vorstellen!┬ź
Nicolas setzte sich ungefragt an den Tisch und Nathan begann. ┬╗Das ist mein Fabs. Er ist mein Freund, wei├čt du? Fabs, das ist Nicolas, dein neuer Schwiegerpapa. Und das ist Archibald, ein Naridier, drum tr├Ągt der so einen d├╝steren Mantel.┬ź
Nicolas war der schwarze Mantel nicht einmal aufgefallen. Er war die Duponts gew├Âhnt. ┬╗Sehr erfreut┬ź, sagte er freundlich. ┬╗Ich glaube, dein Fabs und ich hatten bereits die Ehre.┬ź

Fabien Lacomb
Fabien musterte den Vater von Nathan f├╝r seine Verh├Ąltnisse geradezu eisig. "Oh ja, wir hatten schon das "Vergn├╝gen"... als Du Dich im Kerker ├╝ber uns lustig gemacht hast. Nathan, dass ist einer der werten Herren, der uns entf├╝hrt hat und in den Sumpf schmei├čen lassen wollte. Das sich meine Freude in Grenzen h├Ąlt, ist sicher verst├Ąndlich. Zudem hat diese Sippschaft Domi angeschossen", knurrte Fabien, dass sogar Archibald erstaunt guckte.

Archibald
"Ja von mir auch ein herzliches Hallo...", sagte Archibald um etwas den Frieden wieder in die Gruppe zu bringen.

Nathan
┬╗Oh Fabs, du darfst jetzt nicht zanken! Das war sicher ein Missverst├Ąndnis, die Duponts haben es gar nicht so gemeint.┬ź
┬╗Doch, `aben wir┬ź, rief einer der Duponts vom Nebentisch. ┬╗Die Entf├╝hrung war ein Meisterst├╝ck der dupontschen Planungskunst. Und wir `aben auch die akustische Folter angeordnet und sind ├╝ber die nach`altige Wirkung erfreut, zeigt sie doch auf anschauliche Weise die Effektivit├Ąt, will sagen, Qualit├Ąt unseres Barden. Wir sind jedoch nicht nachtragend, immer`ihn wurden wir vollumf├Ąnglich begnadigt.┬ź
┬╗Ich war ein Opfer der Umst├Ąnde┬ź, erkl├Ąrte Nicolas hilflos. ┬╗Ich wollte doch niemandem wehtun. Das hei├čt, doch, wollte ich. Aber da wusste ich doch nicht, dass du mein Schwiegersohn bist und jetzt tut es mir leid. Nicht, dass es etwas an meinem Handeln ge├Ąndert h├Ątte.┬ź Er r├Ąusperte sich verlegen. ┬╗Immerhin sind die werten Duponts meine Herren.┬ź

Fabien Lacomb
Fabien zog eine Augenbraue hoch. "Da haben wir aber Gl├╝ck, dass Ihr nicht nachtragend seid. Ich meine es w├Ąre der Duc gewesen, der Euch begnadigte und nicht Ihr selbst. Aber sei es drum, ich zweifele nicht die Entscheidung meines Herrn an, gleichg├╝ltig was ich pers├Ânlich davon halten mag. Aber meine Meinung ist unerheblich. Nein ich zanke nicht und mir ist schon klar, warum Du Deinen Job getan hast. Du hast mit ihnen zusammenleben m├╝ssen", sagte Fabien und behielt die Duponts im Auge.

Nathan
Ungl├╝cklich blickte Nathan zwischen seinem Vater, Fabien und den gewittrigen Duponts hin und her. Er ├╝berlegte fieberhaft, wie er die Situation wieder entspannen konnte. Die Duponts musterten Fabien nicht minder feindselig, wie dieser sie musterte. Und der eine oder andere Dupont war durchaus streitlustig und lie├č es im Zweifelsfall drauf ankommen, wenngleich Nathan nicht glaubte, dass sie dem Diener des Ducs etwas im eigenen Land antun w├╝rden. Aber zanken w├╝rden sie mit ihm und das war schon schlimm genug. ┬╗Archi, sie h├Âren nicht auf┬ź, jammerte er. ┬╗Du bist doch adlig, dir f├Ąllt bestimmt eine gute L├Âsung ein! Ich will nicht, dass Fabs und Papa sich streiten und die Duponts sind eigentlich sehr warmherzige und freundliche Leute, sie haben nur gerade einen schlechten Tag.┬ź

Archibald
Arch ging hin├╝ber zu den Duponts, wandte sich aber direkt an Chirag. "Chirag mein Lieber, erl├Ąuterte den Deinen Verwandten doch wer und was ich bin und dass ich nicht m├Âchte, dass hier gleich eine raues, geradezu schneidendes Klima... entsteht ja? Es sollte doch eine Familienzusammenf├╝hrung werden... Deine Leute wurden scheinbar begnadigt, dann sollten sie sich dar├╝ber freuen, anstatt hier Nathan das Leben schwer zu machen. Was zwischen ihnen geschehen ist, wei├č ich nicht. Aber Linhard geh├Ârt nun zum Hof und er ist unser Herr. Und greift jemand den Leibdiener des Ducs an, greift er Linhard an, damit greift er wiederum mich an... und ich mag sowas nicht leiden... Du wei├čt wie empfindlich ich da bin... Sorge doch bitte f├╝r Ruhe... ja?", bat Archibald freundlich. Chirag kannte ihn sehr gut, er wusste was es hie├č, aber er wusste auch, dass es Arch ehrlich meinte mit dem Friedensaufruf sonst h├Ątte er schon angegriffen.

Nathan
Die Duponts steckten die K├Âpfe zusammen und tuschelten in ihrem unverkennbaren Dialekt. Hin und wieder wurde ein Wort lauter. Dann setzten sie sich alle wieder auf ihren Platz und widmeten sich ihren Speisen. Nur der arme Chirag erhob sich, ging am Tresen bezahlen und ging dann auf dem Weg zur T├╝r noch einmal an Archibald vorbei. ┬╗Danke, dass du mir mit deiner ├╝beraus charmanten Art ge`olfen `ast, ein Scheitern der Auss├Âhnung mit meiner Familie zu finden. F├ęlicitations! Wir wollten nicht streiten, er wollte das.┬ź Anklagend zeigte er auf Fabien. ┬╗Und die beiden `aben blo├č schief gesungen.┬ź

Archibald
"Welch ein Ungl├╝ck... aber ich wollte diesmal wirklich nur Frieden stiften. Setz Dich zu uns und warte einen Moment, sie bekommen sich alle wieder ein, na komm schon", bat Archibald Chirag freundlich.

Chirag
Seufzend lie├č Chirag sich bei ihnen am Tisch nieder. ┬╗Ich `atte ohne`in schon meine sauren Eier mit Senfso├če aufgegessen.┬ź F├╝rsorglich schob Nathan Chirag seine Weinschorle her├╝ber, der sie mit einem Nicken entgegennahm. Als er kostete, sch├╝ttelte es ihn ob des lieblichen Geschmacks. ┬╗Vielleicht besser noch etwas trockenen Rotwein und eine Sch├╝ssel mit sauren Gurken.┬ź

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Re: Der L├Âwe und das Lamm

#4

Beitrag von Fabien Lacomb » So 10. Jun 2018, 13:33

In der Brasserie
(Fortsetzung)

Archibald
Archi schob Chirag seinen Weinkelch hin├╝ber, damit sich dieser davon bedienen konnte. Er hatte diesmal tats├Ąchlich keine Unruhe stiften wollen, aber auf seine charmante Art und Weise, war dies nat├╝rlich passiert. Fabien schaute so, als hatte er vor die Duponts und allen voran Nathans Vater in seiner Graupensuppe zu ers├Ąufen. Was ihn davon abhielt, war vermutlich seine nicht vorhandenen Mordf├Ąhigkeiten, gr├╝belte Arch. Gut, Graupensuppe war als Mordwerkzeug auch nicht sonderlich gut geeignet, Stichwaffen waren zu bevorzugen. Aber was der Vater tats├Ąchlich getan hatte, erschloss sich Arch nicht so ganz. Er war Barde, er hatte gesungen... UND?!? Das machten Barden doch so. Es war nur die Frage wie hatte er gesungen, gut oder in einer Tonlage dass sich einem die Fu├čn├Ągel aufrollten? Arch verkniff sich ein Lachen bei der Vorstellung und l├Âffelte seinen Pudding.

Fabien Lacomb
Fabien starrte den Vater von Nathan an, ehe er seinen Freund musterte. Die frechen Duponts w├╝rdigte er keines Blickes mehr. Was sollte er auch gegen das kriminelle Gesindel ausrichten? Das Max sich ausgerechnet von Massimo dem Wahnsinnigen hatte beschwatzen lassen, kein Wunder, dass man sie beide getrennt hatte! Er h├Ątte ihm das so schnell ausgeredet, wie es ihm in seinen Blondschopf gefahren w├Ąre. Aber Massimo, kein Deut besser, sondern Friedhofsblond blie├č ins gleiche Horn! Und daf├╝r wurde er noch Palaisin. Wer wusste was als n├Ąchstes kam? Die Menschenfresserin Derya machte sicher bald die erste Brasserie auf...

Nathan
Der arme Nathan sa├č zwischen den Streith├Ąhnen. Er musste erdulden, dass Chirag eine Saure Gurke in sein Biancomangiare tunkte und den edlen Mandelpudding als Dip zweckentfremdete. ┬╗Warum bist du so w├╝tend, Fabs?┬ź, fragte er traurig. ┬╗Ich freu mich, Papi wiederzusehen. Wir haben uns zehn Jahre nicht gesehen, stimmt`s, Papi?┬ź Nicolas nickte. ┬╗Und er freut sich bestimmt, so einen tollen Schwiegersohn zu haben, stimmt`s, Papi?┬ź Der andere Barde nickte erneut. ┬╗Und Archibald freut sich auch, weil alle sich liebhaben. Nur du guckst so grimmig. Schmeckt dir deine Suppe nicht? Du kannst meinen Pudding haben, wenn du m├Âchtest.┬ź

Fabien Lacomb
"Dein Vater", erkl├Ąrte Fabien und deutete anklagend auf den Barden, "hat mich mit den Duponts gemeinsam gefangen genommen. Also vielmehr hat er den Duc gefangen genommen und dabei Domi, Massimo, Monique und mich. Wir wurden getrennt. Nat├╝rlich kamen wir in den Kerker, Domi und ich, da wir keine Adeligen sind. Und dort hat Dein Vater uns angesungen bis uns die Nerven durchgegangen sind. Meine Suppe Nathan, ist hier das geringste Problem! Die Verbrecherbande da dr├╝ben und dieser Barde hier, die sind das Problem. Die Graupen haben mich nicht entf├╝hrt oder mir die Nerven ruiniert", murrte Fabien.

Nathan
┬╗Die Herrschaften haben sich gr├Â├čte M├╝he gegeben, den psychischen und physischen Schaden so gering wie m├Âglich zu halten┬ź, verteidigte Nicolas die Duponts. ┬╗Und ich habe wie jeder gute Leibeigene nur das getan, was man von mir erwartete.┬ź
┬╗Willst du etwa nicht, dass ich mich mit Papi treffe?┬ź, quietschte Nathan mit aufsteigender Panik.

Fabien Lacomb
Fabien strich sich ├╝ber das Gesicht und f├╝hlte sich auf hilflosem und verlorenem Posten. "Doch, es ist Dein Vater und Du magst ihn. Ich w├╝rde mir auch nicht verbieten lassen, mich mit meiner Mutter zu treffen. Es freut mich sogar f├╝r Dich, dass Ihr Euch wieder habt. Trotzdem habe ich die Entf├╝hrung nicht vergessen, oder die Angst die wir dabei hatten. Das w├Ąre auch ein bisschen viel verlangt oder? Ich wusste nicht was sie uns antun w├╝rden, oder Max. Ich wusste nicht mal ob wir uns je wiedersehen. Sicher ist im Nachhinein alles gut gegangen, aber wusste ich das in dem Kerker? Nein", sagte Fabien ruhig.

Chirag de Dupont
┬╗Im Namen meiner Familie entschuldige ich mich f├╝r die entstandenen Unanehmlichkeiten, jedoch zwangen die widrigen Umst├Ąnde und sie dieser Tat. Sieh es doch positiv, du `ast ein St├╝ndchen Nicolas` Gesang erdulden m├╝ssen und daf├╝r wurde eine Familie vor dem Ver`ungern gerettet und du `ast dazu beigetragen, dass Nathan seinen Vater wiedertraf. Ist das nicht ein kleiner Preis? Du littest f├╝r eine gute Tat.┬ź

Nathan
┬╗Ciel w├╝rde das gefallen┬ź, sinnierte Nathan.

Fabien Lacomb
"Von der Seite aus betrachtet stimmt das schon und ich bin keine Person die lange nachtragend ist. Zumal der Duc hat so entschieden, damit ist die Rechtslage klar. Ich habe nur meine Gef├╝hle ge├Ąu├čert und nicht seine Entscheidung in Frage gestellt. Es freut mich, dass so freundliche Leute nicht verhungert sind. Es w├Ąre eine Schande gewesen", murmelte Fabien und trank einen Schluck Bier. Er h├Ątte sich am liebsten in den Hintern gebissen, dass er etwas essen gehen wollte. Nun auf der anderen Seite, waren sicher nicht alle Duponts dieser Meinung gewesen und die Kinder konnten nichts f├╝r ihre Eltern. "Wie dem auch sei Nathan, Du bist ja nicht mit den Duponts verwandt und von Euch werden nicht alle diese Meinung der Entf├╝hrung geteilt haben".

Chirag de Dupont
Chirag blickte zu seiner Familie hin├╝ber, die es f├╝r besser hielt, kollektiv zu schweigen. ┬╗Maxime `at nicht gesagt, dass er daf├╝r war, so viel kann ich versichern┬ź, best├Ątigte Chirag. Das lag daran, dass Maxime ├╝berhaupt nicht sprechen konnte, er war stumm wie ein Fisch.

Nathan
Einer der j├╝ngeren Duponts grinste Nathan heimlich zu, anstatt wie die anderen zu muffeln und Nathan l├Ąchelte etwas zur├╝ck. ┬╗Vianney. Mit dem hab ich fr├╝her gespielt┬ź, sagte Nathan zu Fabien. ┬╗Die Duponts sind gar nicht so ├╝bel, zumindest nicht alle.┬ź

Fabien Lacomb
Fabien zuckte kurz die Schultern. "Ich kenne die Leute nicht pers├Ânlich, aber falls Du jemals Angst um Dein Leben hattest, dann wei├čt Du wie lustig so eine Situation ist. Mir ist auch klar, dass sie vermutlich keine andere M├Âglichkeit hatten um mit dem Duc zu reden. Aber sie haben es ja nicht einmal versucht. Und wie ├╝blich wurde der gr├Â├čte Mist, an den kleinsten Leuten ausgelassen. Wieso hat sich ausgerechnet Domi einen Pfeil eingehandelt? Warum ├╝berhaupt jemand? Kannst Du mir das beantworten? Er ist nur ein einfacher Mann wie ich, ein nichts. Was wenn er an Wundbrand gestorben w├Ąre, oder seinen Job nicht mehr aus├╝ben k├Ânnte? Wof├╝r? Daf├╝r dass Ihr reden wolltet, t├Âtet Ihr ihn auf Raten? Oder nehmt es billigend in Kauf? Sicher Krieg und Schlachten sind nicht fair. Aber Ihr wolltet begnadigt werden, also wieder zu Souvagne geh├Âren. Das tat Domi aber schon vor Euch. Der Mann hat sich nicht zu schulden kommen lassen, er war wie ich einfach nur da. Das h├Ątten Deine Leute auch bedenken d├╝rfen. Aber zum Gl├╝ck ist alles gut ausgegangen, f├╝r alle. Einschlie├člich Domi. Ich habe gewiss kein Bed├╝rfnis mit irgendwem im Streit zu liegen, denn genau dass st├Ârt mich", erkl├Ąrte Fabien.

Chirag de Dupont
┬╗Wenn dir die Entscheidung des Ducs missf├Ąllt, sag es ihm doch bitte selbst┬ź, entgegnete Chirag br├╝sk. ┬╗Wir f├╝r unseren Teil sind dankbar. Uns wurde selbst gr├Â├čtes Unrecht angetan und viele von uns zahlten es mit ihrem Leben, darunter mein Vater und meine Cousine und etliche Kinder. Dagegen ist ein kleiner Pikser im Bein doch gar nichts.┬ź

Nathan
┬╗Das hat Domi wehgetan┬ź, wandte Nathan ein.

Fabien Lacomb
Fabien zog fragend eine Augenbraue hoch. "Ich zweifele niemals die Entscheidungen meines Gebieters an Monsieur Dupont, dass d├╝rfte Ihnen doch bekannt sein. Denkt Ihr mir gefallen Tote, Verhungerte, gleich welchen Alters? Ganz sicher nicht. Aber ein Unrecht wiegt das andere nicht auf. Domi und ich haben Euch nicht verbannt, wir waren genau wie Nathans Vater Diener. Von uns hat keiner etwas zu bef├╝rchten oder zu erwarten. Ihr wurdet begnadigt, dass hei├čt Euer Verbrechen wurde Euch vergeben, soweit ich wei├č. Und soweit ich wei├č werdet Ihr eine neue Scholle erhalten. Das bringt Euch die Toten nicht zur├╝ck, aber wer die Toten verursacht hat, wissen wir hier alle", sagte Fabien schmollend.

Nathan
┬╗Ich┬ź, piepste Nathan und fing an zu weinen. ┬╗Mit meinem Katzenjammer!┬ź

Fabien Lacomb
"Du hast Dich beim Duc nicht beworben Nathan, Du wurdest von Chirag Dupont zum Hofe gesandt. Und der gute Chirag Dupont war es, der seine Familie in diese Lage brachte. Der Duc hat sie begnadigt, damit sie nicht weiter leiden m├╝ssen. Nun ich kann es verstehen, die Unschuldigen haben stets mit den Schuldigen zu leiden. Aber litt der Schuldige?", fragte Fabien.

Chirag de Dupont
┬╗Ich bin nicht schuldig, ich wurde betrogen┬ź, erboste Chirag sich. ┬╗Als ich Nathan zum Duc schickte, sang er wie eine kleine Nachtigall! Ich wei├č nicht, was los war, dass es so grauen`aft geklungen haben sollte! Ich wei├č es wirklich nicht! Ich kann es mir nur mit einem b├Âsartigen Racheakt dieses Giftzwerges erkl├Ąren, der, wie man so `├Ârt, auch den armen unschuldigen Gardisten und den alten Palaisin mit seinen L├╝gen in ihr Verderben trieb.┬ź

Nathan
Nathan fing erneut an zu weinen.

Fabien Lacomb
"Er wurde vergewaltigt und misshandelt. Das hat Benito belegt, es existiert dar├╝ber ein rechtskr├Ąftiges Urteil. Wieso sollte Nathan gelogen haben? Er war sicher stolz f├╝r den Duc singen zu d├╝rfen. Und nun schw├Ąrzt Du Nathan an? Dir sollte man den Arsch aufbohren wie den Gardisten, bis hoch zu den Mandeln!", fauchte Fabien, was Archibald loslachen lie├č.

Chirag de Dupont
┬╗Beim Abgrund┬ź, rief Chirag. ┬╗Deine Manieren sind abscheulich! Ich `offe sehr, das bei `ofe nicht alle so sprechen, das ist ja schlimm. Auch zum Falle unserer Familie gab es ein rechtskr├Ąftiges Urteil, zwei sogar. Eins betreffs unserer Verbannung - Verbannung, Tod und Ver`ungern wegen eines schief singenden Barden - und nun unsere erneute Nobilitierung. Wir m├╝ssen ersteres akzeptieren, du zweiteres. Nebenbei schickt es sich nicht, Chevaliers mit Du anzusprechen als Leibeigener. Dein Benehmen ist eine Schande. Guten Tag. Nicolas, geh zur├╝ck zu deinen `erren. Du wirst ein andermal Gelegen`eit `aben, mit deinem Sohn zu sprechen, wenn dieses Schandmaul da nicht anwesend ist.┬ź Traurig dr├╝ckte Nicolas seinen Sohn und setzte sich zur├╝ck zu den anderen Duponts, w├Ąhrend Chirag zur T├╝r hinausmarschierte.

Fabien Lacomb
"Und weg ist er. Er kann sich ja beim Duc ├╝ber mein "Benimm" beschweren. Der hat gar nicht verstanden worum es ging. Gleichg├╝ltig, ich lasse Dich nicht beleidigen Nathan. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie wieder verbannt werden. Warte es nur ab, kaum haben sie ihre eigene Scholle, leiden sie wieder unter H├Âhenkoller. Wer wei├č, was sie dann als Geschenk parat haben, dass den Duc Kopf und Kragen kosten kann", st├Âhnte Fabien.

Nathan
┬╗Da f├Ąllt mir was ein, Fabs┬ź, schniefte Nathan und wischte sich die Tr├Ąnen weg. ┬╗Ich wei├č gar nicht, ob das lustig oder traurig ist. ├äh, aber das darfst du nicht weitersagen. Du auch nicht, Archi, ja? Ihr m├╝sst es versprechen!┬ź

Fabien Lacomb
"Ich sage es nicht weiter, versprochen", schwor Fabien. "Ich schweige ebenso, sprich einfach Nathan", sagte Arch aufmunternd.

Nathan
┬╗Die Duponts hatten einen, einen, ├Ąh, einen Robby damals in ihren Diensten. Einige Jahre. Ich erinnere mich. Den, den haben sie, also den haben sie der Garde empfohlen.┬ź Er r├Ąusperte sich verlegen. ┬╗Ich wei├č es nicht mehr genau, aber ich glaub, das war der selbe Robby, der jetzt Robere ist, also der Gardist, ihr wisst schon.┬ź

Fabien Lacomb
"Das hei├čt, sie wollten Robere loswerden und haben ihn der Garde empfohlen?", hakte Fabien nach.
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Fabien Lacomb
"Oder es k├Ânnte purer Zufall sein, der Name ist sicher nicht so selten oder?", fragte Arch unschuldig.

Nathan
┬╗Also mir ist das gerade erst wieder eingefallen, aber der Robby damals war nicht sehr, hm, freundlich. Der hat dem Hahn den Hals umgedreht, weil ihn das Gekr├Ąhe gest├Ârt hat. Das wussten die Duponts nicht, der Hahn lag dann einfach tot da, aber ich hab`s gesehen. Die Katzen hatten auch Angst vor ihm und es sind immer welche verschwunden. Der Knecht hatte auch Angst, die sind mal aneinandergeraten, was f├╝r den Knecht nicht gut ausging. Und Robby ist Maxime de Dupont hinterhergestiegen, was die Duponts nicht so gut fanden. Robby hat in der Zeit bei uns viel Schelte und viel Pr├╝gel bezogen, ohne mit der Wimper zu zucken und es hat auch nichts geholfen. Und dann haben sie ihn abgegeben. Ich wei├č es nicht genau, aber es k├Ânnte wirklich der selbe Robby gewesen sein, oder?┬ź

Fabien Lacomb
"Das solltest Du Maximilien erz├Ąhlen, damit er dies nachpr├╝fen lassen kann. Am besten durch ein Himmelsauge", schlug Fabien vor. "Sicherer ist es, wer wei├č was dieser Robere noch auf dem Kerbholz hat. Vielleicht ist er ein M├Ârder oder ein Sch├Ąnder. Wer ist Maxime?", hakte Fabien nach.

Archibald
"Langsam, was wenn er es nicht ist und dann doppelt bestraft wird, f├╝r etwas, wof├╝r er nichts kann?", warf Archibald ein. Er hoffte dass Robere wirklich nicht der besagte Robere war, ansonsten musste er ihm erneut den Arsch retten.

Nathan
┬╗Maxime ist ein junger Dupont. Der war ungef├Ąhr so alt wie es Robby damals gewesen ist. Guck, da sitzt er, aber ich glaube, er kann nicht mehr sprechen. Zumindest hat er heute noch nichts gesagt und zeigt immer nur irgendwas mit den Fingern.┬ź Nathan zeigte auf einen Dupont Anfang 30, der mit Abstand der freundlichste aus der Familie zu sein schien. Er l├Ąchelte die ganze Zeit vor sich hin. Er sa├č neben Nathans Vater und hatte eine Mandoline an seinen Stuhl gelehnt.
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Fabien Lacomb
"Vielleicht ist er krank, oder wie manche die aus dem Krieg zur├╝ckkehrten seelisch verwundet, dass er nicht mehr sprechen kann. Also k├Ârperlich schon, aber es hat ihm die Sprache verschlagen. An vielen Sprichworten ist ja etwas Wahres dran. Im Gegensatz zu den anderen sieht er wirklich freundlich aus", sagte Fabien.

Nathan
┬╗Ja, der ist auch ganz lieb! Und er macht Musik, er hat eine Mandoline. Vielleicht musiziert er mit Papi zusammen. Sie sitzen auch beieinander. Dann h├Ątte Papi einen guten Freund und Maxime auch. Aber von den anderen Duponts sind auch manche nett. Aber was machen wir nun, Fabsi? Willst du wirklich Max das mit Robere sagen?┬ź

Fabien Lacomb
"Wir beide m├╝ssen es ihm gemeinsam sagen. Ja ich wei├č was Du meinst. Nicht jedes Familienmitglied muss mit den Entscheidungen von ihrem Oberhaupt einverstanden sein. Manche sind nett, andere nicht, manche neutral. So ist das in gro├čen Familien. So ist das auch in einem Pulk von Bediensteten Nathan. In der W├Ąscherei arbeiten auch nicht nur gute oder schlechte Leute", sagte Fabien nachdenklich.

Nathan
┬╗Dann lass uns das am besten gleich machen, Fabsi, dann haben wir es hinter uns┬ź, sagte Nathan traurig. ┬╗Amer Robere ...┬ź

Fabien Lacomb
"Wieso armer Robere? Wenn er tats├Ąchlich der Kerl ist, der H├╝hner, Katzen und sogar Menschen t├Âtet, was ist er dann arm Nathan? Bist Du Dir nun sicher oder nicht? Wir k├Ânnen schlecht Max davon erz├Ąhlen, wenn Du Dich falsch erinnerst. Also denk gut nach", bat Fabien.

Nathan
┬╗Fabs, ich bin doch nicht so klug┬ź, erkl├Ąrte Nathan hilflos. ┬╗Ich hab einen dummen Kopf. Wir k├Ânnten h├Âchstens noch ein Himmelsauge fragen. July kenne ich gut ├╝ber Ciel, der ist hilfsbereit. Auf jeden Fall hatte der andere Robby auch schwarze Haare, das wei├č ich noch.┬ź

Archibald
Archibald schlug sich die Hand vor die Stirn. "Ich habe auch schwarze Haare... naja gut, hatte sie mal", gab er zu bedenken.

Fabien Lacomb
"Dann erz├Ąhlen wir besser Jules davon, bevor wir dem Duc davon berichten. Entweder war es dann dieser Robere, oder er war es nicht. Falls er es wahr, k├Ânnen die Duponts gleich wieder die Koffer packen", grinste Fabien ├╝ber beide Ohren. Nun zog Archibald irritiert eine Augenbraue hoch.

Nathan
┬╗Aber deine grauen Haare sind sehr sch├Ân, Archi┬ź, sagte Nathan und strich ihm mit Daumen und Zeigefinger ├╝ber die graue Str├Ąhnen an der Schl├Ąfe. ┬╗Und die Duponts haben auch alle schwarze oder graue Haare. Vielleicht irre ich mich. Und vielleicht mochte der andere Robby ja auch einfach keine Tiere.┬ź

Fabien Lacomb
"Dankesch├Ân Nathan, dass hast Du lieb gesagt", freute sich Arch aufrichtig und knuffte den kleinen Barden gut gelaunt.

Fabien Lacomb
"Ja oder die Tiere mochten ihn nicht mehr, nachdem er den Hahn erdrosselte und Maxime f├╝r immer zum Schweigen brachte. Wer wei├č was er mit ihm angestellt hat, dass der Mann nicht mehr spricht?", fragte Fabien misstrauisch.

Nathan
┬╗Dann m├╝ssen wir wirklich Jules holen┬ź, sagte Nathan traurig.

Fabien Lacomb
"Nein... nichts Jules. Jules ist meist etwas zaghaft oder? Wer hatte Dich ausgelesen Nathan?", fragte Fabien. "Das war doch der Comte Maurice de la Cantillion. Warum sollte er Robere nicht auslesen? Gut aber der w├╝rde uns wahrscheinlich nicht helfen oder?"

Nathan
┬╗Oh nein, nicht den b├Âsen Maurice┬ź, jammerte Nathan. ┬╗Lieber Jules! Der ist ├╝berhaupt nicht zaghaft, du h├Ąttest mal h├Âren sollen, wie sehr er Khawa gehasst hat! So sehr kann man jemanden gar nicht hassen! Und ich kenne Jules viel besser als Maurice, schon viel l├Ąnger, so lange wie Ciel, da er den ja immer beraten hat. Und er soll ja auch nicht Robere auslesen sondern mich, damit wir gucken, ob ich mich richtig erinnere, oder?┬ź

Fabien Lacomb
"Ja gut, dass ist auch eine M├Âglichkeit", stimmte Fabien etwas zerknirscht zu. Er h├Ątte gerne gesehen wie Robere das Hirn gequirlt worden w├Ąre, selbst wenn Jules am Ende gesagt h├Ątte - da ist nichts. Verdient h├Ątte es der Sch├Ąnder. "Gut gehen wir zu ihm", sagte Fabien. Fabs ging zur Theke, bezahlte und ging dann vor, nicht ohne noch den Duponts einen letzten w├╝tenden Blick zuzuwerfen. Er stie├č mit Wucht die T├╝r nach au├čen auf und stampfte hinaus.

Nathan
Als Fabien die T├╝r nach au├čen aufriss, gab es einen dumpfen Schlag. Nathan eilte um das T├╝rblatt herum und entdeckte Chirag, der in den Dreck gest├╝rzt war, die Rauchstange noch zwischen den Fingern seiner verbliebenen Hand. ┬╗Verzeihung, Herr┬ź, entschuldigte Nathan sich rasch, half dem neu ernannten Chevalier wieder auf die Beine und putzte ihn sauber. Dann folgte er rasch Fabien und Archibald.

Archibald
Archibald schaute total verdutzt und zog Chirag auf die Beine, ehe er ihm die Zigarette wieder gerade in den Mund steckte. "Was ist denn mit Dir los?", lachte sich Archibald schlapp.

Fabien Lacomb
Fabien musterte Chirag und grinste von einem Ohr zum anderen. "Der werte Herr ist gestolpert, bef├╝rchte ich untert├Ąnigst", kringelte sich Fabs. "Wir haben es eilig, Ihr steht im Weg, oder liegt oder lagt".

Chirag de Dupont
┬╗Ich `abe mich mit einer gem├╝tlichen Rauchstange von der Konversation mit diesem Schandmaul da zu er`olen versucht┬ź, sagte Chirag zerknirscht.

Nathan
┬╗Lasst uns schnell weitergehen┬ź, meinte Nathan ├Ąngstlich und schob Fabien vor sich her, ehe sie wieder zu streiten begannen.

Fabien Lacomb
"Schandmaul? Sei besser leise! Ich habe niemanden einen st├╝mperhaften Barden angedreht, der meine Familie ins Exil und zig davon in den Tod schickte. Ja die Wahrheit tut weh oder? Wie die T├╝r ins Kreuz. Und da bin ich das Schandmaul? Sei es drum, beschwere Dich doch beim Duc, ich h├Ątte mich nicht geh├Ârig verhalten! Sowas", murrte Fabien und stampfte weiter.

Archibald
"Und da geht er dahin, bis sp├Ąter Chirag, nimm es nicht so schwer", sagte Archibald und klopfte ihm auf die Schulter. Er folgte sofort Fabien, damit dieser nicht mehr Unheil als n├Âtig anrichtete.

Nathan
┬╗Du findest, dass ich st├╝mperhaft singe?┬ź, jammerte Nathan, w├Ąhrend er Fabien weiter schob.

Fabien Lacomb
Fabien zuckte kurz zusammen und drehte sich in Zeitlupe zu Nathan um. "Nein Nathan, dass finde ich nicht. Aber ich wei├č nicht was damals los war, ich wollte nur diesem Dupont-D├Âdel einen verbraten. Sei nicht traurig, Du singst sehr sch├Ân. Du hast auch auf der Hochzeit sehr sch├Ân gesungen", sagte Fabien und nahm Nathans Hand.

Nathan
Nathan schniefte und biss sich auf die Lippe. Er dachte an ihre gemeinsame Gesanges├╝bung zur├╝ck, als er versucht hatte, Fabien die Grundlagen des Singens nahezubringen. Sie hatten viel gelacht und viel Spa├č gehabt und nun offenbarte Fabien ihm, dass sein Gesang in Wahrheit ein Gr├Ąuel f├╝r ihn war. ┬╗Schon gut┬ź, sagte Nathan erstickt und schloss die Finger um Fabiens Hand. ┬╗Wei├čt du, wo Jules zu finden ist?┬ź

Fabien Lacomb
Fabien blieb stehen und nahm Nathans Gesicht in beide H├Ąnde. "Nichts ist gut Natty, ich habe das nicht gegen Dich gesagt oder um Dich zu verletzten, sondern um diesen uns├Ąglichen Dupont eine Lektion zu verpassen. Ich wollte Dir nicht schaden oder Dich beleidigen. Es tut mir leid Natty. Nein ich wei├č nicht wo Jules ist. Ich frage nachher Max", sagte Fabien und zog Nathan mit sich.

Nathan
┬╗Aber es ist die Wahrheit, oder? Was du wirklich ├╝ber meinen Gesang denkst? Du findest auch, dass es Katzenjammer ist. Und wei├čt du was? Du hast recht. Ich kann gar nichts, nicht mal singen. Ich mach allen immer nur ├ärger! Den armen Duponts, dem armen Robby, allen, die ich mag.┬ź Er wischte sich mit dem ├ärmel eine Tr├Ąne weg.

Fabien Lacomb
"Nein das ist nicht wahr. Du kannst singen und Du singst gut. Du bist ein guter Leibdiener und Dreux ist sehr zufrieden mit Dir. Du bist ein guter Freund und ein guter Partner. Die Duponts kann man nicht als Ma├čstab nehmen, wenn es stimmt was Du wegen Robere sagst. Vermutlich sehe ich es auch nur so eng, weil ich immer noch an die Entf├╝hrung denke. Ich verstehe ihre Gr├╝nde, das tue ich wirklich. Aber sie verstehen nicht, wie ich mich gef├╝hlt habe. Die sch├Âne heile Welt hat Risse... gewaltige Risse und das ist nichts was ich mag Nathan", gestand Fabs.

Nathan
Nathan zog Fabien an sich und k├╝sste ihn. ┬╗Dann machen wir die Risse eben wieder zu. Das geht, Fabs! Man braucht nur ganz viel Zucker.┬ź Er l├Ąchelte tapfer. ┬╗Du hast das lieb gesagt, Fabs. Du bist auch ein toller Mensch. Vielleicht irre ich mich ja auch und Robby und Robby sind zwei Robbys. Zwei verschiedene. Komm!┬ź Er hielt Fabiens Hand ganz fest, als sie weitergingen.

Fabien Lacomb
Fabs genoss den Kuss von Natty und k├╝sste ihn liebevoll mit. Er lehnte seine Stirn gegen die von seinem Freund. "Zucker? Wozu ben├Âtigt man da Zucker?", fragte Fabien etwas verwirrt und folgte Nathan. "Mir ist bewusst, dass andere Leute ganz andere Dinge erlebt haben als einige N├Ąchte in einem Kerker, aber ich wei├č nicht warum mir das so nachl├Ąuft", erkl├Ąrte er leise.

Nathan
┬╗Weil du Angst hattest zu sterben und das Max stirbt. So was bist du nicht gew├Âhnt. Ich kenne das, vom Krieg. Da wo Ciel Feldherr war. Da hatte ich auch viel Angst, wir beide. Wir alle. Der Zucker ist dazu da, um die Risse wieder zu kitten. Man sagt das so, weil Zucker so sch├Ân klebrig und s├╝├č ist. Es hei├čt, ich muss besonders lieb zu dir sein und du musst viele S├╝├čigkeiten essen. Glaube ich. Genau wei├č ich das nicht, aber so sagt man das jedenfalls.┬ź

Fabien Lacomb
"Ja dass stimmt, sowas bin ich nicht gew├Âhnt. Aber wer ist es? Und m├Âchte man sich an sowas gew├Âhnen? Ich nicht Nathan, ich kann mich daran nicht gew├Âhnen. Du bist auch so immer lieb zu mir, aber gegen etwas S├╝├čes zu essen, da habe ich wirklich nichts. Was schl├Ągst Du vor? Findest Du ich war zu frech zu den Duponts?", hakte Fabien nach und legte Nathan einen Arm um die H├╝fte

Nathan
┬╗Ein bisschen vielleicht ... weil sie doch gerade wieder nach Hause gekommen waren. Und sie waren so d├╝nn ... so d├╝nn waren sie damals nicht gewesen. Und mein armer Papi konnte doch nichts f├╝r all das. H├Âchstens, weil er mich gemacht hat, irgendwann mal. Ich mag es nicht, wenn ihr streitet ... das macht mich ganz traurig ...┬ź

Fabien Lacomb
"Mich auch und ich habe mich total mies verhalten, ich wollte nicht Dein Wiedersehen mit Deinem Vater ruinieren Natty. Er wusste ja nicht wer ich bin und hat nur seinen Job gemacht, wie wir alle. Aber als ich ihn gerade sah, war ich einfach nur w├╝tend. Sei mir nicht b├Âse, ich werde mich bei ihm entschuldigen, ich verspreche es Dir Nathan", bat Fabien.

Nathan
┬╗Oh, Fabsi, wie k├Ânnte ich dir je b├Âse sein? Du bist doch mein Freund. Ich werde dich immer lieb haben und nie gemein zu dir sein, versprochen. Und das mit dem Zucker, damit du wieder heilst, das kriegen wir hin.┬ź Er k├╝sste Fabien im Gehen auf die Wange. Dann waren sie vor dem Gemach des Ducs angelangt. ├ängstlich betrachete Nathan die T├╝r, neben der zwei Gardisten von Unit├Ę B Wache hielten. Robere war nicht dabei, er war vermutlich sowieso noch krank. Nathan wurde ganz anders. ┬╗Willst du es Max sagen oder soll ich?┬ź, fragte er leise.

Fabien Lacomb
Fabien betrat gemeinsam mit Nathan das Gemach und dr├╝ckte ihn kurz an sich. "Ich wollte auch nicht gemein zu Dir sein, ich wei├č gar nicht was ich wollte. Oder was ich mir versprochen oder erwartet hatte Nathan. Wir sagen es dem Duc gemeinsam. Du musst es ihm erz├Ąhlen, was Du mir erz├Ąhlt hast und ich stehe Dir bei. Es ist Deine Erinnerung Nathan, aber Du kennst Max ja. Er ist ganz umg├Ąnglich, komm", sagte Fabien aufmunternd und ging gemeinsam mit Nathan zu Maximilien in dessen Schlafzimmer. Max sa├č gem├╝tlich vor dem Kamin und las ein Buch. Als die beiden herein kamen schaute er auf und musterte sie neugierig. "Herr... Max... Nathan muss Dir etwas erz├Ąhlen, aber es muss ├╝berpr├╝ft werden ob diese Erinnerung stimmt", sagte Fabien respektvoll. "Nur zu, worum geht es Nathan?", fragte Maximilien.

Nathan
┬╗A-also, der Robere, der Robby ... nein, ich muss anders anfangen. Also ich hab ja fr├╝her bei den Duponts gewohnt. Bis sie mich verschenkten. Und da, da gab es einen Robby, der war ├Ąlter als ich. Er war schon erwachsen. Er hat dem Hahn den Hals umgedreht und ich glaube, ich glaube, also die Diener sagten, er t├Âtete die Katzen, weil die verschwanden immer und die Tiere hatten vor ihm Angst. Er konnte schlimm zuschlagen, er hat einen Knecht verhauen. Und selber konnte er sehr viel ertragen, ohne dass es ihm was ausgemacht hat. Die Duponts haben viel versucht, um ihn zur Vernunft zu bringen, ihn oft zurechtgewiesen und auch gez├╝chtigt. Aber nichts hat geholfen. Und, und er ist, er ist Maximie de Dupont nachgestiegen, der genau so alt war wie er. Das hat den Duponts nicht gefallen und dann, ja dann, gaben sie ihn fort. Ich, ich denke, es w├Ąre m├Âglich, dass es wom├Âglich, unter Umst├Ąnden, der selbe Robby ... gewesen ist, wie unser Robere. Ich fand das nicht so wichtig, aber Fabs meint, ich soll dir das sagen.┬ź

Nathan
"Euch! Ich solle EUCH das sagen! Verzeihung, Majest├Ąt!", quietschte Nathan.

Maximilien
"Wir reden hier privat Nathan, es ist schon in Ordnung. Du hast bereits neben mir gelegen und mir Deinen Hintern in die Rippen gedr├╝ckt, bevor sich Fabien zwischen uns dr├Ąngelte und schnarchte. Es ist der gleiche Robere, sie empfahlen ihn genau deshalb. Nun nicht weil er dem Hahn den Hals umdrehte oder Katzen t├Âtete, sondern sagen wir mal weil er einen nat├╝rlichen Biss hatte", antwortete Max freundlich.

Nathan
┬╗Ich, ich hab, ich hab..?┬ź, ├Ąchzte Nathan und seine Beine versagten. Er sackte zusammen und musste sich an Fabien festkrallen. ┬╗Also jetzt, jetzt wei├č ich, warum Alex verboten hat ... oh nein, der arme Ciel┬ź, jammerte Nathan. Sein Kopf war puterrot. Er umschlang Fabiens Arm und zog sich ganz dicht neben seinen Freund, damit der ihm Sicherheit gab. ┬╗Meine untert├Ąnigste Verzeihung, das wollte ich nicht┬ź, jammerte Nathan. ┬╗Ich, ich bin, ich bin ein Schlafkuschler!┬ź Er h├Ątte genau so gut sagen k├Ânnen: ÔÇ║Ich morde im SchlafÔÇ╣, wenn man die Verzweiflung in seiner Stimme zum Ma├čstab machte. ┬╗Also, wegen dem, dem Robbybere ... Robere ... das wusstet Ihr und, ├Ąh, das ist also in Ordnung? Und gar nicht schlimm?┬ź Er war erleichtert.

Maximilien
"Solange er sich hier weitere Schandtaten verkneift und seine Aggressionen in die richtige Bahn lenkt ja. Vergreift er sich, wie an Dir, also einem der unseren, sah er was geschieht. Und passiert es noch einmal, sieht er nie wieder etwas Nathan. Beruhige Dich, ich habe schlie├člich erlaubt, dass Du in meinem Bett schl├Ąfst. Zudem war es gem├╝tlich. Du musst Dir keine Gedanken machen, die blumige Beschreibung war ein Scherz", schmunzelte Max, w├Ąhrend Fabien Nathan ganz fest hielt, so dass er nicht st├╝rzen konnte. Das Nathan die Scherze von Max noch gar nicht kannte, fiel Fabien leider etwas zu sp├Ąt ein. Beruhigend streichelte er seinem Freund den R├╝cken und hielt ihn.

Nathan
In Nathans Vorstellung hatte er sich im Schlaf das Nachthemd hochgezogen, seinen entbl├Â├čten Hintern am Duc gerieben und dabei sehr unanst├Ąndige Ger├Ąusche von sich gegeben. Er nahm sich vor, das n├Ąchste mal einen normalen Schlafanzug mit langen Armen und Beinen anzuziehen, falls Fabs mal wieder Sehnsucht nach Maximilien bekam, wenn sie bei Fabien ├╝bernachteten. ┬╗Siehst du, Fabs, es ist doch gar nicht so schlimm mit Robby! Er darf nicht zu lieb sein als Gardist, sonst kann er nicht gut den Duc sch├╝tzen.┬ź Da fiel Nathan etwas ein. ┬╗Wo ist ├╝berhaupt Archi?┬ź Er drehte sich um.

Fabien Lacomb
Fabien schaute sich ebenfalls unn├Âtigerweise um, da sp├Ątestens die Wachen ihn am Betreten der Duc-Gem├Ącher gehindert h├Ątten. "Vermutlich hat er uns nicht zum Hof begleitet. Er hatte ja ziemliche Angst davor", erkl├Ąrte Fabien.

Nathan
┬╗Na weil er doch ein Vampir ist, Fabs. Und was machen wir jetzt? Nach ihm schauen? Er h├Ątte mal rufen m├╝ssen, wenn er nicht weitergehen kann! Mit Robby ist ja zum Gl├╝ck alles gut, ich dachte schon, er bekommt wieder Schimpfe. Ich frag mich, ob er sich noch an mich erinnert. Aber vielleicht frag ich ihn lieber nicht.┬ź

Fabien Lacomb
"Vielleicht ist das alles nur geschehen, weil er sich an Dich erinnerte. Wer wei├č das schon? Bleibst Du heute hier?", fragte Fabien hoffnungsvoll.

Nathan
┬╗Meinst du? Meinst du, er mag mich vielleicht doch ein wenig?┬ź, fragte Nathan. ┬╗Wenn ich darf, bleib ich gerne hier bei dir.┬ź

Fabien Lacomb
"Nein er mag Dich nicht, er hat das getan um sich zu r├Ąchen, f├╝r was auch immer Nathan! Das ist ja das Fatale! Bitte halte Dich weiter von ihm fern. Max darf Nathan heute bei mir ├╝bernachten bitte? Oder wir bei Dir?", fragte Fabien bettelnd.

Maximilien
"Von mir aus, ich habe nichts gegen Gesellschaft, dass wisst Ihr doch", stimmte Max schmunzelnd zu.

Nathan
┬╗Oh┬ź, sagte Nathan etwas entt├Ąuscht. ┬╗Ich dachte, dass, vielleicht, aber, na ja, du hattest es mir ja schon erkl├Ąrt, aber ich hab ├╝berlegt, dass Robby wom├Âglich doch ... aber ich bin nur wieder dumm im Kopf.┬ź Die Aussicht, bei Fabs ├╝bernachten zu d├╝rfen, wischte seinen kurzen Anfall von Tr├╝bsinn beiseite. ┬╗Au ja, danke, Hoheit! Aber ich, ich zieh besser kein Nachthemd an heute.┬ź

Maximilien
"Das halte ich f├╝r eine sehr gute Idee, eine weise Wahl Nathan. Und wenn Du schon hier bist, kannst Du Dich auch f├╝r uns n├╝tzlich machen und Tee aufsetzen. Davon haben wir alle etwas. Falls Ihr ├Âfter hier seid, muss sich entweder Dreux f├╝r eine Nacht in der N├Ąhe einquartieren, oder er muss sich einen zweiten Leibdiener suchen. Was schwieriger werden d├╝rfte. Ich denke da schl├Ąft er lieber einmal n├Ąher", erkl├Ąrte Max freundlich.

Fabien Lacomb
"Dankesch├Ân Max. Ich k├╝mmere mich ansonsten drum und zeige Dir wo alles steht Nathan", sagte Fabien freundlich und k├╝sste seinen Freund.

Nathan
┬╗Oh, aber ich mag Dreux doch┬ź, rief Nathan schnell dazwischen. ┬╗Ich frag ihn immer, er w├╝rde doch nie zustimmen, wenn er dann doch einsam ist ...┬ź Pl├Âtzlich bekam Nathan einen Schrecken. ┬╗Oder doch? Oh nein, vielleicht, vielleicht will er nur, vielleicht meint er es nur, oh Nein! Er will doch nicht allein sein! Er erlaubt es nur, aber w├╝nscht es ganz anders! Ich wei├č das, ich sp├╝re das! Ich kann, ich kann ihn nicht so oft...!┬ź Nathan bekam Panik. ┬╗Fabs, ich muss ihn vorher nochmal fragen. Also RICHTIG fragen! Ihm meine Sorge sagen, er darf sich nicht einsam f├╝hlen und wir kuscheln hier, bitte, habt ihr noch einen kurzen Moment Zeit?┬ź

Maximilien
"Ich habe ein G├Ąstezimmer und mein Sohn kann dort genauso gut schlafen wie jeder andere auch. Jeder meiner S├Âhne. Wo sie kleiner waren, haben sie das, wenn sie krank waren. Also frage ihn ob er das m├Âchte, zur Ausnahme. Ansonsten, falls es ihn st├Ârt, schlaft Ihr heute gemeinsam bei ihm", sagte Max freundlich.

Fabien Lacomb
"Danke Max", freute sich Fabien und wandte sich an Nathan. "Gehst Du ihn fragen? Es spricht nichts dagegen, dass er hier schl├Ąft, sag ihm dass von seinem Vater", bat Fabs Nathan.

Nathan
┬╗Danke, Hoheit und Fabs, mach ich und ich beeile mich!┬ź Nathan ging nicht, sondern rannte so schnell er konnte los. Dann kam er noch mal zur├╝ck, k├╝sste Fabien und rannte ein zweites Mal los. So schnell ihn seine F├╝├če trugen rannte er durch den Flur. Auf halbem Wege riss er sich die unbequemen Schuhe von den F├╝├čen und rannte in Socken weiter, um noch schneller sein zu k├Ânnen. Er riss die T├╝r zum Gemach auf und st├╝rmte hinein. ┬╗Herr┬ź, kreischte er.

Dreux
Dreux schoss wie von der Tarantel gestochen vom Sofa hoch und rieb sich die Augen. "Beim Abgrund, was ist los Nathan?", fragte er total durch den Wind und versuchte richtig wach zu werden. Automatisch suchte er seine Waffe und ergriff seinen Degen. "Was... ist... los?", fragte er langsam, da er irgendetwas Grauenvolles bei Nathans Tonlage bef├╝rchtete.

Nathan
┬╗Herr, es ist alles gut┬ź, versuchte Nathan Dreaux zu beruhigen. ┬╗Ich war ein schlechter, ein grauenvoller Diener, ich habe Euch allein gelassen, ich sch├Ąme mich so!┬ź Ihm liefen die Tr├Ąnen vom Gesicht. ┬╗Ich hab, ich hab euch immer gefragt und Ihr habt ja gesagt. Gerade eben, als wir dr├╝ben waren und Max, also Euer Vater, uns einlud, da wurde mir bewusst ... dass Ihr das sagt nur mir zuliebe. Dass Ihr selbst die Einsamkeit ertragt, f├╝r mich. Das ist so lieb von Euch. Aber Ihr m├╝sst auch mal lernen, Nein zu sagen!┬ź Nathan tropften die Tr├Ąnen vom Kinn.

Dreux
Dreux legte den Degen beiseite, ging auf Nathan zu und nahm ihn fest in die Arme. "Nein wozu Nathan? Du bist frisch mit Deinem Freund zusammen und ich war sehr ungerecht zu Ferrau. Du profitierst nun davon. Ich g├Ânne Euch die gemeinsamen Stunden, aber ja - ich bin nicht gerne allein. Wer ist das schon? Niemand vermute ich. Ihr k├Ânntet ja auch hier schlafen. Nat├╝rlich ist das schwierig, wenn man sich einer Person ganz unterordnen muss. Sein ganzes Leben in den Dienst des anderen stellt... das habe ich begriffen und deshalb bin ich den Kompromiss eingegangen. Ich lasse Dir Deine Zeit mit Fabien, aber Du musst sie auch vern├╝nftig einteilen, in Ordnung?", sagte Dreux und knuddelte Nathan.

Nathan
┬╗Ich, ich, Ihr seid viel zu lieb zu mir, das hab ich gar nicht verdient┬ź, jammerte Nathan und kuschelte sich fest an Dreaux. ┬╗Ich war egoistisch, ich hab nur an mich gedacht. Ich, weil, das war falsch, ich war, also ich bin, Fabs meint, ich bin verliebt. Und er braucht doch jetzt ganz viel Zucker, wo er die Entf├╝hrung ├╝berstanden hat. Wir k├Ânnten es abwechselnd machen. Erst schlafen wir bei Max, und dann schlafen wir bei Euch. Ihr d├╝rft nicht allein sein, keinesfalls, das ist nicht gut, niemand darf das! Und ihr besonders nicht! Also das letzte Mal war Max dran, jetzt seid Ihr an der Reihe. Ich werde Fabs holen, aber nicht wundern, er schnarcht manchmal. Und, ach so, ich soll Euch noch ausrichten, dass Ihr bei Eurem Vater da sehr willkommen seid, wo Ihr fr├╝her als Kind manchmal geschlafen habt, da in dem kleinen Zimmer.┬ź

Dreux
"Ich bin froh, dass alle die Entf├╝hrung gut ├╝berstanden haben. Warum so kompliziert Nathan? Packe meine Schlafsachen ein und lass uns zu meinem Vater gehen. Das n├Ąchste Mal n├Ąchtigt Ihr bei mir und verliebt sein ist keine Schande, sondern etwas sehr Sch├Ânes. Ich w├╝nschte ich k├Ânnte das gleiche behaupten, doch leider ist dem nicht so. Vielleicht kommt es ja noch, was ich sehr hoffe. Pack meine Sachen Nathan und lass uns gehen", sagte Dreux freundlich.

Nathan
Nathan packte in Windeseile Dreaux` Sachen zusammen, alles, was er f├╝r ihn ben├Âtigte und auch ein kleines geh├Ąkeltes rosa Kuschelkissen. Es war noch nicht ganz fertig, aber schon vorzeigbar. Er versteckte es unter den anderen Dingen und trug alles r├╝ber. Er machte das Bett seines Herrn zurecht und versteckte das Kuschelkissen unter dem richtigen Kissen, so dass er es finden w├╝rde, wenn Nathan gegangen war. "Wenn Ihr so weit seid, bringe ich Euch nun noch ein zweites Mal ins Bett", sagte Nathan freundlich.

Dreux
Dreux folgte Nathan gut gelaunt in die Gem├Ącher von seinem Vater und dr├╝ckte Max zur Begr├╝├čung. "Ich war so frei und bin der Einladung gefolgt", grinste Dreux. "Nur zu, mach es Dir bei uns gem├╝tlich. Fabien und Nathan setzen Tee auf, wir g├Ânnen uns eine Tasse mit ein paar Keksen und plaudern noch etwas. Falls Ihr Lust habt. Danach gehen wir zu Bett", schmunzelte Max. "Ich k├╝mmere mich sofort drum", sagte Fabien gl├╝cklich und setzte eine gro├če Kanne Tee f├╝r alle auf und legte auf einen gro├čen Teller die Pl├Ątzchen bereit. Dreux setzte sich neben Max und machte es sich gem├╝tlich und wartete auf Nathan, damit ihm dieser die ellenlangen Haare zusammenband. "Ich ben├Âtigte ein Haarband", grinste Dreux. "Davon haben wir genug", grinste Max zur├╝ck.

Nathan
┬╗Das mach ich gern┬ź, freute sich Nathan. Er k├Ąmmte Dreaux` Haare mit den Fingern gr├╝ndlich und vorsichtig durch und erst danach, als er kaum noch einen Widerstand sp├╝rte, mit einem Kamm, um das Haar zu ordnen. Heimlich nahm er Ma├č und freute sich diebisch. ┬╗Schon drei Fingerbreit l├Ąnger als bei Ferrau┬ź, verk├╝ndete er. Vorsichtig flocht er einen langen Flechtzopf, damit die Haare beim Schlafen nicht verfitzten und band das Ende mit einem besonders weichen Haarband sorgsam zusammen. ┬╗Sch├Ân┬ź, urteilte er.

Dreux
"Danke Nathan, tja Du wei├čt meine Haare eben besser zu pflegen als Ferrau. Ich glaube er hat sie gehasst... nun wobei Hass ├╝bertrieben ist. Aber sie haben ihn vermutlich ge├Ąrgert, wegen der zus├Ątzlichen Arbeit", sagte Dreux und nahm sich eine Tasse Tee, als Fabien diesen servierte. "Es hat Ferrau nicht zu interessieren wieviel Arbeit Deine Haare machen, denn alles was er zu leisten hatte, bezog sich auf Dich. Und wenn er den ganzen Tag Deine Haare k├Ąmmen m├╝sste. Wie macht er sich bei Ciel?", fragte Max und nahm sich ebenfalls eine Tasse. "Faul wie eh und je Herr", sagte Fabien freundlich und reichte Max einen Keks, was diesen loslachen lie├č.

Nathan
┬╗Manchmal, ein bisschen. Aber Ciel hat ihn sehr lieb und ist sehr gl├╝cklich mit ihm┬ź, erkl├Ąrte Nathan. ┬╗Aber ein bisschen flei├čiger k├Ânnte Ferrau wirklich sein. Mt Haaren muss er sich bei Ciel nicht rum├Ąrgern, seine sind kurz und d├╝nn und das bleibt wohl auch so, vielleicht kriegt er mal Glatze, dann muss Ferrau sich nur noch um Per├╝cken k├╝mmern.┬ź

Maximilien
Max starrte Nathan an und sch├╝ttelte den Kopf. "Na ich hoffe doch nicht, dass der arme Junge mal eine Glatze bekommt. Die Per├╝cke spendiere ich ihm in dem Fall, aber lieber w├Ąre mir er beh├Ąlt seine Haare. Was ist nur los mit ihm? Liegt es an seiner Di├Ąt? Das ist das Wichtigste, man muss sich mit seinem Leibdiener wohl f├╝hlen und gl├╝cklich sein", stimmte Max zu. "Nun ich bin mit Nathan gl├╝cklich, Du mit Fabs und Ciel mit Ferrau. Greg vermutlich auch mit seinem neuen Diener Gaston oder?", fragte Dreux Nathan. Fabien setzte sich dazu und go├č Nathan und zum Schluss sich selbst ebenfalls Tee ein und legte jedem einen Keks hin.

Nathan
┬╗Ja, ich glaube, er ist sehr froh, er spricht nur gut von Gaston! Und der ist ja auch lieb und sogar kuschlig, ich finde ihn auch sehr freundlich. Und sogar Lin mag ihn. Nur Lin braucht bald einen neuen Leibdiener, weil seiner ein Vampir ist und nicht in den Palast kann und so leider v├Âllig unn├╝tz ist, er kann ja so gar nichts machen und das merkt man Lin auch an, dass kein Leibdiener auf ihn achtgibt. Ciel hat so br├╝chiges Haar wegen, wegen seiner Magie. Die zehrt ihn auf und er ├╝bertreibt manchmal, weil er es mit allen gut meint.┬ź Er warf einen kurzen Seitenblick zu Fabien, da er nicht wusste, wie viel er in dessen Anwesenheit preisgeben durfte. ┬╗Drum kriegt er bald Glatze, ich wei├č das. Viel wei├č ich nicht, aber das sieht man schon, die Haare werden immer weniger und man sieht schon die Kopfhaut durch. Ferrau bremst ihn zu wenig aus, vermutlich aus Faulheit. Ciel ist zu nachsichtig mit ihm, das sagen alle. Sogar der geduldige Greg.┬ź Nathan tunkte seinen Keks in den Tee und lutschte das aufgeweichte St├╝ck ab.

Maximilien
"Dann ben├Âtigt Linhard dringend einen neuen Leibdiener. Ein Vampir wird am Hof nicht geduldet. Die Gefahr ist einfach zu gro├č, gleichg├╝ltig wie gut oder schlecht der Mann auch ist. Ich werde mit Linhards Vater diesbez├╝glich sprechen. Er hat sicher einige Vorschl├Ąge, wie der Leibdiener zu sein hat. Wir werden ihm einen neuen Leibdiener aussuchen, dass d├╝rfte kein Problem sein. Mit Ferrau wirst Du bitte einmal ein ernstes Wort reden. Gemeinsam mit Fabien. Er hat sich ordentlich um Ciel zu k├╝mmern. Er selbst wird immer feister und meinem Sohn fallen die Haare aus. Sowas gibts doch nicht", sagte Max und trank einen Schluck Tee. "Ferrau ist manchmal sehr seltsam, aber ich glaube er meint auf gewisse Art gut", gr├╝belte Dreux. "Sicher mit sich! Wo keine Haare sind, ist nichts zu k├Ąmmen!", warf Max ein, was Fabien losprusten lie├č. "Verzeiht", bat Fabien grinsend.

Nathan
┬╗Ich, ich hab, ich hab mit Ferrau schon mal, schon mal geredet, weil, weil ich seine Arbeit machen musste! Er war ganz und gar g├Ąnzlich uneinsichtig. Ist sogar ein bisschen frech geworden, obwohl ich`s ganz h├Âflich sagen wollte. Da hat er auch noch mit Absicht Knoblauchwurst gegessen und Wein getrunken, weil er sich so dr├╝cken wollte. Das fand ich nicht in Ordnung, wirklich nicht. Ich wei├č auch nicht, warum Ciel den so mag, aber er mag ihn. Aber dass ausgerechnet Ferrau jetzt sein Ersatznathan sein soll, finde ich nicht so schmeichelhaft, nein, ganz und gar nicht.┬ź

Dreux
"Knoblauchwurst? Der muss ja erb├Ąrmlich gestunken haben. Ciel l├Ąsst sich wirklich von jedem auf der Nase herumtanzen", st├Âhnte Dreux. "Nun dann werde ich pers├Ânlich nicht Ferrau reden und ihm Beine machen. Andernfalls bitte ich Gregoire, ihm glaubt man immer dass er sagen wir mal gerade etwas Unmut hat...", schmunzelte Max und nahm sich noch einen Keks. "Ja da kommt er nach Mutter... die kann auch so charmant sein", grinste Dreux. "Schadet nicht immer, wie man sieht", sagte Max. "Was genau musstest Du denn f├╝r Ciel erledigen, dass Ferrau tun sollte?", wollte Dreux wissen.

Nathan
┬╗Das ist geheim┬ź, piepste Nathan. ┬╗Das darf ich nicht sagen! Aber bitte tut Ferrau nicht weh, sonst verh├Ątschelt Ciel ihn nur noch mehr! Das letzte Mal war er v├Âllig au├čer sich, als Ferrau ein Aua hatte. Und er geh├Ârt ja auch ihm, also den darf man nicht einfach besch├Ądigen, oder? Und Ciel hat au├čerdem jetzt einen Bellamy! Der passt bestimmt auch mit auf den Schleicher auf, glaub ich. Andererseits schleicht der sich dauernd davon ... da k├Ânnte man ihn einfangen. Greg finde ich sehr lieb, ich wei├č nicht, was immer alle haben, so eine freundliche junge Person.┬ź

Maximilien
"Gregoire ist eine sehr liebe, empfindsame und empflindliche Person, darum kann er auch sehr w├╝tend werden, falls man ihn entt├Ąuscht oder er Angst bekommt Nathan. Und er w├╝rde Ferrau nicht durchgehen lassen, dass er mit Ciel so umgeht. Ich werde allerdings vorher selbst mit Ferrau reden. Ihm wird nichts geschehen, macht Dir keine Gedanken. Nun ich w├╝rde sagen, lasst uns zu Bett gehen", sagte Max freundlich. "Wie Du m├Âchtest. Nathan Du machst bitte Dreux zuerst bettfertig, danach mache ich Max bettfertig. So kommen wir uns nicht in Gehege. Ich r├Ąume schon mal ab", erkl├Ąrte Fabien. Er strich Nathan liebevoll ├╝ber den Arm, ehe er sich daran machte den Tisch abzur├Ąumen.

Nathan
┬╗Das finde ich gut, Majest├Ąt, vielleicht k├Ânnt Ihr es Ferrau besser erkl├Ąren als ich. Mir hat er nicht geglaubt, dass er was falsch macht, dabei meinte ich es gut. Ich wollte nicht, dass er ├ärger kriegt und ich petze nicht gerne, aber ich mache mir um Ciel gro├če Sorgen. Und Zerbino ist ja jetzt bei Alex, da muss Ferrau doppelt auf Ciel achtgeben.┬ź Nathan brachte Dreaux ins Bett und deckte ihn zu.
Unter dem Kissen von Dreaux lag das H├Ąkelkissen:

https://www.sierkussen.nl/prodimg/raw/KHPAGE45ROZ_3.jpg

┬╗Schlaft gut, Hoheit┬ź, sagte er freundlich. ┬╗Hier habt Ihr noch etwas zu Trinken, ich stelle es Euch auf den Nachttisch. Wenn Ihr mich braucht, bin ich ja nebenan.┬ź

Maximilien
Maximilien nickte freundlich und folgte dann Fabien, um sich bettfertig machen zu lassen. In der Zeit k├╝mmerte sich bereits Nathan um Dreux. Der junge Duc war mehr als zufrieden mit seinem neuen Leibdiener, er f├╝hlte sich wohl und geborgen. Und Nathan war stets liebevoll um alle bem├╝ht. "Dankesch├Ân, dass ist lieb von Dir Nathan, manchmal hat man ├╝ber Nacht Durst und da muss ich nicht gro├č rufen. Privat darfst Du mich gerne ebenso wie Fabien beim Vornamen nennen. Wir kennen und m├Âgen uns, da ist dies angebracht. Schlaf ebenfalls gut und lass die T├╝r einen Spaltweit auf, so mag ich es am liebsten", sagte Dreux. Er mummelte sich in seine Decke, stopfte die H├Ąnde unters Kopfkissen und f├╝hlte etwas Weiches. Als er es hervorzug war es ein kleines nathanblaues Kissen. Dreux schaute Nathan nach und schmunzelte wehm├╝tig. Ja Nathan war tats├Ąchlich eine durch und durch liebe Seele. Gl├╝cklich mit dem kleinen pinken Kissen in der Hand schlief er ein.

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Schlummifix

#5

Beitrag von Nathan » Mo 11. Jun 2018, 00:53

Nathan
Nathan hatte sich bettfertig gemacht und sein rosa Nachthemd angezogen. Das Haarwachs, was sonst seine Haare sch├Ân nach hinten hielt, hatte er ausgewaschen und nun eine feuchte Strubbelfrisur. Er wollte sich gerade in das Bett in ihrer Kammer kuscheln, da bemerkte er, dass Fabien irgendwie besorgt dreinblickte. Nathan nahm seine Hand und hielt sie fest. Er blickte nun seinerseits sehr besorgt seinen Freund an. Er k├╝sste ihn, ohne die Hand loszulassen."Wollen wir Max besuchen, Fabs? Du guckst ganz traurig."

Fabien Lacomb
Fabien sagte kein Wort und nahm Nathan fest in die Arme und dr├╝ckte ihn an sich. So blieb er eine Weile mit ihm stehen und hielt ihn einfach stumm fest um seinen Freund zu sp├╝ren. "Du kennst mich besser als mir lieb ist. Ja Natty lass uns zu Max gehen. Du bist ein lieber Kerl, wei├čt Du das?", grinste Fabien schief und k├╝sste ihn.

Nathan
Nathan dr├╝ckte seinen Fabs ganz fest zur├╝ck. "Ich muss dich ja auch gut kennen, damit ich wei├č, wie ich mich um dich k├╝mmern kann. Ich wei├č was. Ich bring dich zu Max und dann hole ich noch fix was. Da wirst du ganz schnell wieder gl├╝cklich." Er k├╝sste Fabien und nahm ihn an der Hand mit ins Schlafzimmer von Maximilien. Nathan machte dabei L├Ąrm mit der T├╝r ihrer Kammer, damit Maximilien vorgewarnt war, dass schon wieder Besuch anr├╝ckte. "Hoheit?", piepste er zaghaft.

Maximilien
Maximilien machte ein Auge auf und musterte Nathan. "Nathan?", fragte er leise, aber freundlich.

Nathan
"Wir m├Âchten h├Âflich anfragen, ob, also ob heute Eurerseits Besuch erw├╝nscht ist, damit Ihr nicht so allein liegen m├╝sst." Nathan hielt Fabiens Hand fest umklammert.

Maximilien
"Ja gesellt Euch dazu, so war es doch abgemacht Nathan. Macht es Euch gem├╝tlich. Wolltest Du nicht einen Schlafanzug anziehen? Das war nur ein Scherz", grinste Max und w├Ąlzte sich auf die Seite. "Es ist genug Platz, wenn uns Fabien den Platz l├Ąsst".

Nathan
"Oh", sagte Nathan betreten. "Also das war gerade etwas spontan ├╝berlegt. Ich schlaf sonst immer im Nachthemd, wisst Ihr? Hatten wir wirklich ausgemacht, dass wir immer bei Euch im Bett schlafen d├╝rfen, also, ├Ąh, dass Ihr das w├╝nscht, wenn wir bei Euch dran sind und nicht bei Dreaux?"

Fabien Lacomb
Max zog ein ziemlich verdutztes Gesicht, was Fabien loslachen lie├č. "Er meinte, f├╝r heute war das abgemacht Nathan", lachte Fabs und k├╝sste seinen Freund. "Richtig, f├╝r heute war es abgemacht Nathan, ich denke Ihr m├Âchtet auch einmal f├╝r Euch sein. Du bist eine Marke", lachte Max.

Nathan
Nathan schluckte und bekam hei├če Wangen. "Verzeihung, ich wollte nicht ... also ich hab nur gedacht, weil, also ich hatte das n├Ąmlich gerade falsch verstanden. Ich wollte nicht anma├čend sein!" Er hob Maximiliens Decke ein St├╝ck an, damit Fabien sich darunterkuscheln konnte.

Fabien Lacomb
"Das war nicht anma├čend, ehr lustig", grinste Max und rutschte ein St├╝ck f├╝r Fabien. Fabs freute sich ├╝ber die liebevolle Geste von Nathan und kroch unter die Decke. "Kommst Du gleich auch? Er wollte noch etwas holen", sagte Fabien erkl├Ąrend zu Max.

Nathan
"Ja, ich bin gleich wieder da!" Er eilte wehenden Nachthemds davon. Er zog sich die Hausschuhe ├╝ber und den Morgenmantel (ebenfalls rosa und mit einem sehr altmodischen Blumenmuster in Pastellfarben versehen) und dann aus den Gem├Ąchern. Als er wiederkam, stellte er ein Tablett auf den Nachttisch. Darin waren drei sehr ungesunde, aber sehr leckere Desserts. "Ein Imbiss, wenn erw├╝nscht, f├╝r s├╝├če Tr├Ąume! Wegen dem Zucker und so." Er reichte Maximilien zuerst einen der kleinen Becher mit dem langen schmalen L├Âffel, die mit einem Schokoladengitter verziert waren, und dann Fabs. Dann setzte er sich selbst im Bett dazu und begann zu l├Âffeln.

Fabien Lacomb
Fabien nahm sich eines der Desserts und lie├č es sich schmecken. "Das ist total s├╝├č von Dir und zwar im wahrsten Sinne des Wortes", freute sich Fabs. Max g├Ânnte sich ebenfalls sein Dessert und knuffte Nathan dankbar. "Ein sch├Âner Schlummifix Nathan, Danke", antwortete Max gl├╝cklich.

Nathan
"Ich dachte, davon kann man bestimmt gut schlafen", meinte Nathan und l├Âffelte sein Dessert in winzigen Mengen, damit er lange etwas davon hatte. Das Schokoladengitter knabberte er ganz am Schluss. Er stellte das leere Glas wieder auf das Tablett, zog den Morgenmantel aus und kuschelte sich diesmal gelich so ein, dass Fabien in der Mitte liegen w├╝rde.

Fabien Lacomb
Fabien legte einen Arm fest um Nathan und den anderen um Max, so dass die Liegeposition klar war. Max stellte die beiden Gl├Ąser ebenfalls auf das Tablett und machte es sich neben Fabien bequem. "Heute ganz freiwillig", grinste Fabien ├╝ber beide Ohren und k├╝sste Nathan liebevoll.

Nathan
Nathan k├╝sste Fabien nicht minder liebevoll zur├╝ck. Er fragte sich, wie Maximilien das wohl empfand oder ob es ihm einfach egal war. "Aber ich kuschel doch immer freiwillig mit dir", erkl├Ąrte Nathan liebevoll und schmiegte sich ganz fest an Fabien an. Er legte seinen Arm ├╝ber Fabiens Bauch und zog sich an ihn heran.

Fabien Lacomb
Fabien kicherte gut gelaunt und dr├╝ckte Nathan fester an sich. "Heute habt Ihr mir beide freiwillig die Mitte ├╝berlassen. Der Rest ist immer freiwillig Nathan, anders w├╝rde ich es nicht haben wollen, dass wei├čt Du doch. Wir passen aufeinander auf Natty. Ich liebe Dich", fl├╝sterte er Nathan ins Ohr und k├╝sste drauf. Die andere Hand krallte er kurz Max in die Seite. "Schlaf ebenfalls sch├Ân und tr├Ąum was sch├Ânes Max", sagte Fabien und k├╝sste ihn auf die Stirn. "Danke ebenso Ihr zwei", schmunzelte Max und machte es sich genau wie Nathan, nur auf der anderen Seite, gem├╝tlich.

Nathan
"Ich lieb dich auch Fabs! Sehr! Und ich bin froh, dass wir uns haben und dass Max uns in sein Bett l├Ąsst, damit er sich nicht ausgeschlossen f├╝hlt und wir uns wohlf├╝hlen. Du passt auf mich auf und ich k├╝mmer mich um den Zucker", erkl├Ąrte Nathan gut gelaunt. "Schlaft auch gut, Hoheit und Fabs." Er streichelte kurz Maximiliens Arm, der neben seinem lag, dann gab er Fabien einen Gute-Nacht-Kuss und kraulte ihn zum Einschlafen, bis seine Bewegungen immer langsamer wurden.

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Re: Der L├Âwe und das Lamm

#6

Beitrag von Nathan » Mi 20. Jun 2018, 00:37


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