Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt. Die ├╝berlebenden V├Âlker beginnen zu ahnen, dass der Schl├╝ssel zur Herrschaft ├╝ber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. W├Ąhrend die Almanen auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimb├╝nde der Schatten sehen in der Magie die m├Ąchtigste Waffe und f├╝r die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Kapitel 20 - Erwachen

Ein kleiner Trupp vom Ring der Menschenfresser hat Naridien verlassen, um nun in Souvagne zu jagen. Angef├╝hrt werden die Bei├čer von dem als Bestie bekannte Archibald von Dornburg. Ihr Ziel: nach der Niederlage nun einen neuen Fleischtempel f├╝r den ├ältesten zu finden.
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Silvano de Mancini
Chevalier
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Kapitel 20 - Erwachen

#1

Beitrag von Silvano de Mancini » Do 11. Okt 2018, 16:48

Kapitel 20 - Erwachen


Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro sp├╝rte im Schlaf ein ansteigendes Durstgef├╝hl. Je st├Ąrker es wurde, umso mehr zog es ihn zur├╝ck in die Sph├Ąren des Wachens, zumindest f├╝hlte es sich so an. Sein Mund war trocken, aber seine Glieder wollten bewegt werden. Seine geschlossenen Augenlider zuckten, wenig sp├Ąter seine Finger. Der Durst wurde unertr├Ąglich und vermischte sich mit einem stechenden und schier unertr├Ąglichen Hungergef├╝hl. Er brauchte jetzt etwas deftiges, eine schwere Suppe vielleicht, viel Fl├╝ssigkeit mit Leben drin ... Blutbr├╝he mit Blutwurstst├╝ckchen. Besser noch, pures Blut. Der Wunsch an frisches, noch k├Ârperwarmes Blut wurde derart intensiv, dass er begann zu sabbern und in diesem Moment wachte er endg├╝ltig auf. Er lag auf dem R├╝cken, sein Kopf war auf die Beine seines Vaters gebettet, der von oben auf ihn hinabsah. Tekuro blinzelte mehrmals. ┬╗Papa┬ź, schnurrte er verliebt, aber seine Kehle war so ausgetrocknet, dass seine Stimme heiser war.

Kazrar
Kaz brachte keinen Ton heraus, denn die Kehle des Arashi war genauso zugeschn├╝rt, wie die seines Sohnes. Aber nicht Blutdurst, sondern R├╝hrung und unendliche Dankbarkeit lie├č einen Klo├č in Kazrars Hals entstehen. Als er sich endlich gefangen hatte, l├Ąchelte er seinen Sohn liebevoll an. Ein gequ├Ąltes und dennoch aufrichtiges L├Ącheln. "Du bist zur├╝ck! Wir hatten solche Angst um Dich Tekuro, kleiner Wanderer. Nun auch ein Wanderer zwischen den Welten", fl├╝sterte Kazrar und k├╝sste ihn erneut auf die Stirn. "Wie f├╝hlst Du Dich?", fragte Kaz besorgt.

Robere Tekuro Chud-Moreau
┬╗Hungrig, Papa. Ich bin weit gewandert, aber jetzt bin ich wieder bei dir. Du siehst geschafft aus. Du musst was essen und am besten jagen.┬ź Er setzte sich auf und seine Arme und Beine waren so steif, dass er sie kaum bewegen konnte und eiskalt, ohne dass er fror. Er schluckte ein paar Mal und entdeckte seinen Bruder, der mit einer Flasche sehr teuer aussehendem Rum dasa├č. ┬╗Boldi┬ź, sagte er gl├╝cklich und blickte sich weiter um. In dem Moment wurde er von einer Umarmung von der Seite schier zerquetscht und eine Alkoholfahne umwehte ihn. ┬╗Naaah┬ź, protestierte Tekuro. Er und Boldisz├ár hatten sich im Leben noch nie umarmt und nun fing der damit an, kaum, dass er besoffen war und Tekuro mal eine Weile reglos herumgelegen hatte. Er wartete, bis Boldisz├ár endlich mit seiner Anwandlung fertig war, der ihn derma├čen fest dr├╝ckte, dass Tekuro ganz anders wurde. ┬╗So, das reicht.┬ź Er schob ihn weg, so dass der besoffene Boldi auf dem Hintern im Nest landete und sah sich weiter um. Alle waren da. Tekuro erhob sich wackelig und ging steifbeinig zu Nori. Er streichelte ├╝ber ihren Bauch, der sich trotz der Kleidung mit seinen eiskalten Fingern f├╝r ihn ├╝berm├Ą├čig hei├č anf├╝hlte. ┬╗Wie geht`s dir? Und wie geht`s Tanuki?┬ź

Kazrar
Kazrar starrte seinen Sohn wie vom Donner ger├╝hrt an. "Sp├╝rst Du nichts?", fragte er entgeistert.

Nori
Nori schaute Tekuro mit einem derart ernsten Blick an, wie er ihn zuvor noch nie an der jungen Frau gesehen hatte. Eine Mischung aus Wut, Trauer, Unglauben und unendlicher Erleichterung. "Uns geht es gut, aber wie geht es Dir? Mein Vater hat Dich versehentlich get├Âtet. Aber den ├ältesten sei Dank, bist Du wieder aufgewacht. Wir m├╝ssen Dich mit Blut versorgen. Nicht dass Du verhungerst. Mach Dir um uns keine Sorgen Tekuro, aber das Sonnenlicht ist ab heute Dein Feind und Du wirst trinken m├╝ssen. Blut Tekuro Du bist ein Vampir", erkl├Ąrte Nori fast feierlich.

Robere Tekuro Chud-Moreau
┬╗Ich sp├╝re extremen Hunger, Papa!┬ź, sagte er nerv├Âs. ┬╗Oder Durst. Auf Blut! Mir ist richtig schlecht vor Hunger. Wir sollten jagen gehen. Ein Vampir?┬ź Tekuro sah sich nach Archibald um. Als er Archibald entdeckte, war mit einem Mal seine gesamte Erinnerung wieder da. Er war ein Vampir! Ein verfluchter, verdammter Vampir! ┬╗ARCHI┬ź, br├╝llte er w├╝tend. ┬╗Was hast du getan!┬ź, schrie er w├╝tend. ┬╗Versehentlich?┬ź, wiederholte er Noris Worte. ┬╗Eher dreht Asamura sich r├╝ckw├Ąrts! Hast du meinem Vater nicht was geschworen? Ein schei├č Vampir, der nur Blutsuppe s├Ąuft und sich am Tag in irgendeinem Winkel verkriechen muss! Ich!┬ź, w├╝tete er.

Nori
Nori grinste ihr messerscharfes Grinsen. "Ja und f├╝r immer jung und so unheimlich gut aussehend, dass es verboten ist Tekuro Chud", lachte sie leise.

Archibald von Dornburg
Archi schaute Tekuro an und zuckte mit den Schultern. "Ich musste daf├╝r bitten und betteln. Dir habe ich versehentlich im Halbschlaf Unsterblichkeit geschenkt! UNSTERBLICHKEIT ROBERE MOREAU, TEKURO CHUD! Den Segen der ├ältesten, die einzige m├Âgliche Form f├╝r immer auf dieser Welt zu wandeln. Ich h├Ątte daf├╝r gemordet, gelogen, betrogen und verraten... gut habe ich auch, aber f├╝r andere Dinge. Lassen wir das mal au├čen vor. Aber Du hast keine Ahnung, was Du f├╝r ein Gl├╝ckspilz bist und nun flennst Du wie ein kleines M├Ądchen, weil was? Warum? Du wolltest selbst ein Vampir werden und hast mich darum gebeten! Gut ist vielleicht war fr├╝h gekommen, stellt Dir vor es war einfach gut gemeint. Niemals wieder wird der Zahn der Zeit an Dir nagen! In der Bl├╝te Deines wundervollen und nun auch beendeten Lebens wurdest Du f├╝r immer konserviert. Wei├čt Du was ich daf├╝r gegeben h├Ątte mit 30 Jahren konserviert worden zu sein? Hab ich ja gerade schon als Randnotiz erw├Ąhnt. Du wirst nie altern, Du wirst niemals sterben, Du wirst niemals krank, Du wirst Generationen kommen und gehen sehen, Du wirst Deinen Trainingsstand f├╝r immer halten. Was also ist Dein Problem Tekuro? WAS?", fragte Archibald scharf.

Robere Tekuro Chud-Moreau
┬╗Dass ich noch nicht fertig war mit der Familienplanung! Meine Eier sind jetzt nutzlose Anh├Ąngsel! Ich wollte weitere Bei├čer zeugen, damit unsere Familie w├Ąchst. Du kannst gut reden mit deiner eine Million nachkommen, die du ├╝berall ges├Ąt hast. Und Papas Eier sind auch nicht seine echten Eier, das originale Erbgut von Kazrar ist auch verloren! Wir m├╝ssen Tanuki und Mako mit ausreichend geeigneten Frauen zusammenbringen. Mako ist alt genug, er muss anfangen! Papa und ich k├Ânnen es nicht mehr. Wobei, Papas neuer K├Ârper ist auch super. Nur eben nicht der Echte, ich hatte damals auf Geschwister gehofft, wo ich es erfuhr.┬ź Er setzte sich neben Nori und er legte den Arm um sie. ┬╗Nur ein Tanuki ... sch├Âne Schei├če. Tut mir leid, S├╝├če.┬ź Ihm knurrte der Magen und er sah zu dem anderen Vampir. ┬╗Mein Leben lang war ich gewohnt, meinen Hunger zu unterdr├╝cken. Aber das ist grad echt hart. Arch, wo krieg ich Blut her?┬ź

Archibald von Dornburg
"Schon mal was von Adoption geh├Ârt? Deine Eier funktionieren noch einwandfrei, nur kannst Du eben keine Kinder mehr zeugen. Daf├╝r lass es halt krachen ohne Angst. Du sieht wirklich immer nur das Schlechte im Leben. Wie kann man nur so destruktiv sein? Wenn Dir das Leben Zitronen reicht, mach daraus Limonade. So lautet doch ein Spruch. Auf einmal wenns um Blut geht angekrochen kommen. Da oben laufen soweit ich wei├č 142 potenzielle Spender herum, geh doch einen aussaugen! Aber schau nach ob nicht Tag ist, besser lass wen nachschauen. Hey ich kann nichts daf├╝r, ich musste es tun. Ich habe meine Familie ausgel├Âscht, aber ich musste der Welt eine Familie von mir hinterlassen. Kinder die wie ich sind. Dein Freund ist besoffen bis unter die Sch├Ądeldecke", erkl├Ąrte Arch l├Ąchelnd.

Robere Tekuro Chud-Moreau
┬╗Ja toll, Adoption, was f├╝r eine Verschwendung! Ich wollt eigene Kinder, in denen das Blut der Chuds weiterlebt! Boldi aussaugen? Geht`s noch?┬ź, fauchte Tekuro. ┬╗Saug du doch deinen ach so tollen Natty aus. Sonst wird er alt und verrottet wie Dave, der Ghul.┬ź Boldisz├ár guckte seinen vampirisierten Bruder sehr schief an und sehr gl├╝cklich. Er hatte tats├Ąchlich keinerlei Angst hier inmitten der Truppe von Menschenfressern und Vampiren. Er hatte vollstes Vertrauen in Tekuro und das w├╝rde Tekuro nicht entt├Ąuschen. ┬╗Ich muss nach oben, ich halt den Hunger nicht aus. Oder mir muss einer was spenden, aber ohne Biss. Wie kann ich eine Fledermaus werden?┬ź

Archibald von Dornburg
"Das werde ich auch, sobald Nathan bereit daf├╝r ist und rede nicht so ├╝ber meinen Mann. Das war nur ein Spa├č mit Deinem Bruder. W├╝rdest Du jetzt von ihm trinken, w├╝rdest Du genauso besoffen von seinem Blut wie er bereits ist. Verwandele Dich, denk einfach so fest Du kannst an eine Fledermaus und Du wirst die Gestalt wechseln Kleiner. So hat es bei mir funktioniert", sagte Arch freundlich.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro konzentrierte sich, aber nichts passierte. Er stellte sich eine herumflatternde Fledermaus vor, aber noch immer regte sich nichts. ┬╗Ich hab zu gro├čen Hunger. Wenn mir keiner was spendet, muss ich rauf. Kommst du mit?┬ź

Silvano de Mancini
Vano knuffte Boldi und deutete ihm an aufzustehen. "So wenig wie jemand Deinen Mann anr├╝hrt, r├╝hrt hier irgendwer meinen Mann an. Sollte das geschehen ist die Person tot. Jeder von Euch ist dann tot, aufgeschlitzt, ausgeweidet und als Girlande um den Hauptmast gewickelt. Nur das wir uns verstanden haben", erkl├Ąrte Silvano freundlich. "Boldi steh bitte auf, wir gehen", sagte er liebevoll zu seinem Schatz, stand auf und reichte ihm die Hand. "Ihr lebt durch seine Gnade, vergesst das nicht, sonst vergesse ich mich", warnte Vano.

Archibald von Dornburg
Arch hielt Tekuro seinen Arm hin. "Trink einen Schluck aber nicht zuviel. Danach konzentriere Dich erneut. Stell Dir vor wie eine Fledermaus aussieht. Wie sie sich anf├╝hlt. Wie Du Dich als eine anf├╝hlen w├╝rdest. Klein, warm, weich, pelzig. Ein Gesch├Âpf der Nacht, Du kannst fliegen, Du bist ein kleiner Blutsauger, Du wirst h├Âren k├Ânnen wie nie zuvor und genauso riechen. Aber das sch├Ânste ist das Fliegen. Stell es Dir vor", sagte Arch.

Boldiszàr
Boldisz├ár verstand fast nichts und guckte derma├čen schief, dass er alles doppelt sah und die doppelte Sicht wackelte auch noch hin und her, schob sich zusammen zu einem Bild und wieder auseinander. Er grunzte etwas Unverst├Ąndliches, griff Silvanos Hand und zog sich auf seine Beine, die unter ihm wackelten als seien sie aus Gummi. Er legte den Arm um Silvano, torkelte zur Seite und riss ihn quer durch den Raum mit sich, bis sie an die Wand stie├čen. Dann fiel ihm auf, dass die Flasche noch herumstand. Tekuro dr├╝ckte sie ihm in die Hand. Boldisz├ár hob sie, prostete ihm zu und nahm mehrere Schlucke.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro schaute Archibald misstrauisch an. Dann biss er ihm kraftvoll in den Unterarm und saugte. Das Blut des anderen Vampirs war eiskalt. Aber es schmeckte hervorragend. ┬╗Scheiiii├če┬ź, schnaubte Tekuro nach einigen gen├╝sslichen Z├╝gen mit blutverschmiertem Mund. ┬╗Wieso macht das einen so geil?┬ź

Archibald von Dornburg
Archibald musterte Boldiszar der kaum noch Herr seiner Sinne wahr. Da wurde er schon von Tekuro gebissen. "Weil es Deine wahre Natur ist, darum", gurrte Arch nicht weniger erregt als Tekuro und strich ihm z├Ąrtlich ├╝ber den Nacken.

Silvano de Mancini
Silvano nahm Boldi die Flasche ab und verkorkte sie. Er steckte sie in die Seitentasche seines Rocks und wuchtete sich Boldi ├╝ber die Schulter. "Wunderbar", murmelte er leise und schleppte seinen Mann ├Ąchzend die Stufen hinauf. Als er den Bugraum verlie├č, stie├č Boldi mit den Kopf an die Wand. "Verzeihung Schatz", entschuldigte sich Vano und wuchtete Boldi um, so dass er ihm wie ein totes Schwein l├Ąngs ├╝ber die Schulter hing. "Man hast Du ein Gewicht, h├Ątte ich eigentlich wissen m├╝ssen", schnaufte er, als er Boldi in die Kaj├╝te wuchtete. Dort legte er ihn behutsam auf dem Boden ab und setzte sich einen Moment auf Boldis Bauch um zu verschnaufen. "Sonst liebe ich jedes Gramm Schwungmasse an Dir, aber zum Schleppen bist Du eindeutig nicht gebaut. Echt nicht", sagte Vano und strich sich ├╝ber die Stirn. "Wie gehts Dir?", hakte er nach.

Boldiszàr
"Wiiieda gud", lallte Boldiszàr und grinste sabbernd. Das Andonnern seines Kopfes hatte er entfernt mitbekommen, aber er spürte momentan keine Schmerzen. "Gimma die Flllasche."

Silvano de Mancini
"Moment", sagte Vano und reichte Boldiszar eine Flasche, aber nicht die gew├╝nschte Rumflasche. "Nimm davon einen Schluck und halt Dich von hungrigen Vampiren fern Schatz. Ich kann Dich nur warnen. Setz Dich langsam auf, sonst musst Du kotzen. Geht mir jedenfalls immer so. Na komm, Hand her", bat Vano.

Boldiszàr
┬╗Ich koddsss nich┬ź, versprach Boldisz├ár und lie├č sich langsam hochziehen. ┬╗Robby tut mmmir nichs. Is mein Brudda.┬ź Er nahm die Flasche und trank. Ihm war gleich, was es war.

Silvano de Mancini
Der Inhalt schmeckte scheu├člich, denn es war eine Flasche voller Glaubersalz. Vano setzte sich an Boldis Seite, um ihm Haltzu geben. "Das ist Deine Meinung Boldi, aber Du bist besoffen und voreingenommen. Ich warne Dich zu Deinem Besten. Ich hab Angst um Dich und darum dass Du mit ihnen mitgehst", sagte Vano leise.

Boldiszàr
Der bittere Geschmack sch├╝ttelte Boldisz├ár durch. ┬╗Isss das ... dieses Scheisssssmittel?┬ź, fragte er und schaute in die Flasche hinein. ┬╗Ich geh nich weg ... ich geh nich weg, Vannnno.┬ź

Silvano de Mancini
"Das sagen die meisten Boldi und dann gehen sie doch, auf die eine oder andere Art. Ich bin selbst schon fast zweimal gegangen. Damals war es gleich, war kein Verlust, weder f├╝r die Welt, irgendwen noch f├╝r mich. Heute sieht das anders aus. Also rei├č Dich bitte zusammen was den Vampirhaufen angeht. Du wei├čt wo die Toilette ist", schmunzelte Vano und hockte sich an seinen Modelltisch und fing an sich zu schminken.

Boldiszàr
Boldisz├ár versp├╝rte noch nicht den Drang, die Toilette aufzusuchen. Mit einiger M├╝he stemmte er sich auf die Beine. Er torkelte zu Silvano, fegte mit der Hand die Schminke vom Tisch, so dass sie quer durch den Raum flog, packte seinen Mann und presste ihn r├╝cklings an die Wand. Schielend, aber unverkennbar zornig starrte Boldisz├ár Silvano an. ┬╗Du hassssd auch was verprochn. Lassi Scheissse.┬ź

Silvano de Mancini
Vano musterte Boldi nerv├Âs mit schr├Ąg gelegtem Kopf. "Ich... ich wollte mich nur beruhigen und wir k├Ânnen uns nicht beide besaufen Boldi. Was soll ich machen?", fragte Vano und legte Boldi vorsichtig eine Hand auf die Schulter um ihn zu beruhigen. "Ich will Dich nicht ├Ąrgern oder w├╝tend machen, ich wei├č wo ich es nicht darf, es war nur um runterzufahren und nachzudenken. Nicht b├Âse sein, geh auf Klo", bat Vano.

Boldiszàr
┬╗Schmink wen anners┬ź, motzte Boldisz├ár, wischte mit der Faust Silvanos Gesicht wieder sauber und dr├╝ckte ihm seinen Schwanz gegen den Schritt. Dann bekam er gro├če Augen, stie├č sich ab und rannte zum Klo.

Silvano de Mancini
Vano setzte an etwas zu erwidern, als Boldi ihn mit der Faust abschminkte. F├╝r einen Moment wusste er nicht wie er reagieren sollte, oder was Boldi tun w├╝rde. Aber er tat was er immer tat, vom Besten ausgehen. Und falls er eine gelangt bekam, war das eben so. Er hatte sein Wort gebrochen, nicht Boldi. Wie Boldi es meinte war einen Augenblick sp├Ąter klar, als er im seinen St├Ąnder in den Schritt presste. Vano wollte sich als Erwiderung an ihn dr├╝cken, als Zeichen dass er ihn genauso wollte, dass es ihm leid tat, dass er nicht gehorcht hatte. Aber da guckte ihn sein Mann schon mit Kuhaugen an und st├╝rmte zum Klo. "Ich sollte Abf├╝hrmittel nach dem Sex verteilen...", fl├╝sterte er musste dann leise lachen. Aber zur Sicherheit lachte er in seinen ├ärmel, er wollte seinen Mann nicht blo├čstellen.

Boldiszàr
Nach einigen Versuchen, wieder zur Kaj├╝te zur├╝ckzukehren, die jedes Mal darin geendet waren, dass Boldisz├ár wieder zur├╝ck aufs Klo gerannt war, schien sein Bauch sich so weit beruhigt zu haben, dass er es wagte, wieder zu Silvano zu gehen. ┬╗Nich lustig┬ź, sagte er. Zu seinem tiefen Bedauern sp├╝rte er, wie er nicht weiter betrunken wurde, sondern im Gegenteil auszun├╝chtern begann. ┬╗Du kannst mich schminken, wenn dich das beruhigt┬ź, schlug er vor.

Silvano de Mancini
"Verzeih mir, ich wollte Dir nicht dumm kommen h├Ârst Du?", sagte Vano und hockte sich im Schneidersitz auf den Boden und zog Boldi mit sich. Er sammelte seine Schminkutensilien auf und fing an Boldi zu schminken. "Danke, aber einmal werde ich mich noch schminken m├╝ssen und zwar dann, wenn wir auf die Insel gehen. Ich trete ihnen nicht privat gegen├╝ber, sondern geschminkt. Bleibst Du bei mir? Oder bei Deinem Bruder? Was sollen wir mit ihnen machen? Sie wirklich von Bord schmei├čen? Am liebsten sage ich Dir ganz ehrlich w├╝rde ich sie t├Âten wei├čt Du?", sagte Vano w├Ąhrend er Boldis Gesicht wei├č grundierte. "Aber ich wei├č was Dein Bruder Dir bedeutet und warum ich ihn zuerst verschonte. Ihm w├╝rde ich nichts antun, wegen Dir. Aber die anderen haben doch ein Ei am wandern, die sind doch nicht richtig im Kopf. Ich habe Angst um Dich und Du h├Ąngst noch mit diesen Pissern ab", murmelte Vano und hob Boldis Kopf behutsam mit zwei Fingern an und zog ihm eine Umrandung um die Lippen, ehe er sie mit Farbe f├╝llte und sein Werk musterte und weiter schminkte. "Ich wollte sie um Unterst├╝tzung bei den Krokos bitten, aber wie, wenn sie sich sogar wie Ratten gegen sich selbst richten? Sie werden sich auch gegen uns richten. In einer Welt, auf einer Insel wo jeder Dein Feind ist, da kannst Du keinen Feind in den eigenen Reihen gebrauchen. Nun dass kann man nie, nicht wahr?", sagte Vano und schminkte Boldi smokey Eyes. "Ich werde Dich auch einmal in Kriegsbemalung schminken, wenn Du m├Âchtest. "Wie f├╝hlst Du Dich nun? Besser? Du hast eine Flasche f├╝r 200 Taler ausgesoffen", grinste Vano und k├╝sste Boldi liebevoll auf den Mund und leckte sich dann ├╝ber die Lippen. "Ich mag den Geschmack", schmunzelte er.

Boldiszàr
┬╗Wenn du Robby t├Âtest, t├Âtest du mich, Vano┬ź, sprach Boldisz├ár ruhig und lie├č sich brav schminken. ┬╗Ich mein das so hart, wie ich das sage. Ich tu mir nichts an, so einer bin ich nicht. Ich lieb dich sehr, Vano. Ich w├╝rd verstehen, wenn du eifers├╝chtig bist. Ich lieb ihn auf andere Weise als dich, aber ich lieb ihn nicht weniger. Du bist mein Mann und mein Geliebter, mein Schiff, das mich endlich abgeholt hat und mit dem ich bis zum Ende weiter reisen will. Robby ist mein bester Freund, mein Kamerad, mein Bruder, der Tage und Wochen in jeder nur m├Âglichen Minute am Fu├čende meines Bettes sa├č und wachte. Wir wurden f├╝r mehr als 10 Jahre unseres Lebens auseinandergerissen und das war der Abgrund. Ich bleibe bei dir, du bist mein Mann und dir geb├╝hrt der Vorzug, wenn Robby einen anderen Weg geht. Aber wenn du Robby umbringen l├Ąsst, dann sind wir geschiedene Leute.┬ź

Silvano de Mancini
Vano schaute Boldi ernst an und k├╝sste ihn dann fest mit Zunge. "Ich bin nicht eifers├╝chtig, wieso sollte ich eifers├╝chtig sein? Du liebst mich, dass wei├č ich Schatz. Ich habe nicht Angst, dass Du mit Robere durchbrennst, ich habe Angst, dass er Dich t├Âtet. Oder dass er Dich auf andere Art bequatscht und Du trotz Liebe gehst, das hat nichts mit Eifersucht zu tun. Du musst keine Angst um ihn haben, ich tue ihm nichts und ich lasse ihm auch nichts antun, sonst w├Ąren sie schon tot. Sie leben wegen Dir, besonders Teku. Und wegen Dir habe ich ihm auch geholfen. Ich t├Âte schlie├člich auch nicht Bellamy oder was wei├č ich wen, die Eltern von Davet oder sowas. Aber Du verkennst die Situation in der ich stecke. Ich sehe welche Gefahr Tekuro momentan f├╝r Dich ist und ich darf nicht handeln. Das hei├čt ich bin zur Unt├Ątigkeit verdammt, ich kann nur zuschauen. Mir sind die H├Ąnde gebunden und ich hoffe dass Du Recht hast und er auf Dich h├Ârt. Gut warum sollte er nicht, wo er es sonst immer getan hat? Aber irgendwann ist immer das erste Mal Boldi und dass soll nicht gerade bei Dir sein. Mir geht es nur darum Dich zu besch├╝tzen, mit allen Mitteln. Mir geht es nicht darum anderen wie Tekuro zu schaden. Ich wei├č was er Dir bedeutet. Du k├Ânntest genauso eifers├╝chtig auf Davet sein, bist Du das?", fragte Vano und legte die Schminksachen beiseite und strich Boldi die Haare nach hinten. "Sag mal", bat er.

Boldiszàr
┬╗Ich bin nicht eifers├╝chtig auf Davet. Ich w├╝rd ihn gern kennenlernen. Ihn h├Ątte ich gern als Freund und Kamerad an Bord gehabt. Solche Menschen gibt es viel zu wenig und auch Robby ist einer von ihnen, auch wenn er lieber seine schlechten Seiten raush├Ąngen l├Ąsst. Ich wei├č zu sch├Ątzen, dass du ihn verschonst. Ich versteh deine Bredouille. Deine Sorge um die Mannschaft und um mich. Aber mir wird nichts geschehen, so lange Robby was bei den Bei├čern zu melden hat. Was sie brauchen, ist Arbeit. Sie gammeln da unten den ganzen Tag und die ganze Nacht im Bugraum, langweilen sich und kommen auf dumme Gedanken. Das ist bei Unit├Ę B nicht anders. Teilweise waren das echt ├╝ble Kerle, aber die Arbeit bei der Garde, die Verantwortung, die Disziplin und Kameradschaft haben aus ihnen anst├Ąndige M├Ąnner gemacht. Mit Ecken und Kanten, aber jedem einzelnen von ihnen w├╝rde ich mein Leben anvertrauen. Das selbe w├╝rdest du vermutlich von deiner Mannschaft sagen. Lass die Bei├čer teilhaben, sperr sie nicht weg, isolier sie nicht. An Bord sind gen├╝gend M├Ąnner, die Blut spenden k├Ânnten f├╝r die zwei Vampire oder zumindest f├╝r einen, wenn du Archibald, den Massenm├Ârder, rausschmei├čen willst. Je nachdem, wie gut die Bei├čer anpacken und sich einbringen, wirst du sehen, ob sie als Kameraden im Kampf taugen. F├╝r Robby bejahe ich das ohne zu z├Âgern, aber auch Kazrar macht einen guten Eindruck.┬ź

Silvano de Mancini
"Gut nachgedacht und von hinten nach vorne die Segel gehisst. Oder wie Du sagen w├╝rdest, das Pferd verkehrt herum aufgez├Ąumt. Spielt aber keine Rolle, solange das Ergebnis stimmt. Man merkt dass Du ein Truppf├╝hrer bist. Pass auf ich ├╝bernehme Deine Vorgehensweise komplett. Passt es, bekommen sie ihre Chance und ich korrigiere meine Meinung. Wobei meine Meinung ├╝ber die Personen nicht schlecht ist, ich sch├Ątze sie nur als Gefahr ein. Hat nicht mit ihnen pers├Ânlich zu tun, sondern ist einfach eine beurteilung der Sachlage. Aber es ist schon wahr, jemandem der Langeweile hat, fallen die d├╝mmsten Dinge ein. Ich bin genauso, kurzum mich eingeschlossen. Pass auf, sobald wir verheiratet sind, werde ich Dich als Offizier ausbilden. Das Zeug dazu hast Du. Nur der Unterschied ist, Du kannst Erster werden oder sogar Kapit├Ąn. Aber f├╝r den K├Ąptn ben├Âtigst Du einen Adelstitel. Den hast Du dann. Du wei├čt wof├╝r, frag nicht nach, zu Deiner Sicherheit. Und ja ich wei├č, notfalls segeln wir gemeinsam durch den Abgrund, aber lass mir da meinen Kopf bitte. Und wenn wir gemeinsam 300 Jahre alt werden, wunderbar nur m├Âchte ich Dich trotzdem abgesichert wissen. W├╝rde Davet noch leben, h├Ąttet Ihr Euch beide blendend verstanden und ich h├Ątte zwei so Klugschei├čer als Ehem├Ąnner, denen ich diene", lachte Vano und k├╝sste Boldi.

Boldiszàr
Boldisz├ár setzte sich auf. ┬╗Bist du fertig mit Schminken? Kann ich mich mal im Spiegel angucken? Wenn die Bei├čer gef├Ąhrlich sind, kann das gut sein f├╝r uns - denn umso schlechter ist es f├╝r die Lederhandtaschen auf Firasani. Auch die Mannschaft der Choucas gef├Ąhrlich. W├Ąr sie es nicht, w├Ąren sie als Besatzung eines Kriegsschiffes fehl am Platz. Ich brauch keine Absicherung, ich k├╝mmere mich um mich. Aber wenn es dir was bedeutet, dann sichere mich ab. Aber lass dich deswegen nicht zu Dummheiten verleiten. Mach die Krokos fertig, r├Ąche Davet und ich bin dabei an deiner Seite. Aber schmei├č dein Leben nicht weg. Wir haben noch so viel zusammen vor. Ich lieb dich, Vano. Und ich brauch dich. Und es tut mir leid, dass ich die 200-Taler-Flasche fast am St├╝ck runtergekippt habe. Ich geb dir das Geld daf├╝r.┬ź

Silvano de Mancini
"Ach Knubbel, Du missverstehst die Bedeutung eines Geschenks. Ich hab Dir die Flasche geschenkt, weil ich sie Dir g├Ânne. Ich ging allerdings davon aus, dass Du sie Dir in aller Ruhe schmecken l├Ąsst. Aber das war mein Fehler, so wie Du isst, so trinkst Du auch. Ich genauso. Ergo, Du in Rekordzeit und ich im Schneckentempo. Du gibst mir gar nichts daf├╝r. Du kannst mir aber gerne mal einen ausgeben. Wohl wahr, zahnlose Haie auf einem Kriegsschiff w├Ąren wohl sehr fehl am Platz. Ich lasse mich zu gar nichts verleiten, au├čer vielleicht etwas h├Ąrter zu k├Ąmpfen als ├╝blich, da es um die Ehre meines ersten Mannes geht. Wie mein Vater schon sagte, er h├Ątte nicht gewollt, dass ich f├╝r ihn verhungere. Und ich vermisse Dich ja schon, sobald Du nur im Bugraum rumgeisterst und mich vernachl├Ąssigst. Was meinst Du w├╝rde ich Dich dr├╝ben auf der anderen Seite des Nebels vermissen hm? Zwei derma├čen vermissen geht nicht Boldi, daf├╝r liebe ich Dich zu sehr, als dass ich Dich allein und schutzlos zur├╝cklasse. Au├čerdem habe ich mit Dir den anderen Spa├č am Leben wiederentdeckt, Du wei├čt schon den zu zweit. Damit meine ich jetzt nicht nur Sex oder so. Damit meine ich einfach zu zweit zu sein, sich gerne zu haben, sich nah zu sein, alles zu teilen, einander beistehen und ja auch Sex. Warte ich hole Dir einen Spiegel", sagte Vano und stand auf. Er kramte einen Moment und reichte Boldi dann einen Handspiegel. "Du hast wundersch├Âne Augen, absolut blau", schnurrte Vano.

Boldiszàr
┬╗Den anderen Spa├č zu zweit, das Miteinander, das kann man auch mit Freunden haben, wenn es wirklich gute Freunde sind. Was ist mit Jaques, Francois und Conni? Ich finde, ihr vier geht genau so miteinander um. Besonders Jaques ist mir sympathisch. Wobei manche auch mit ihren Freunden schlafen. Ich nicht, aber ich kenn das von anderen. Keine Ahnung, was dann der Unterschied zu einer Beziehung sein soll, au├čer, dass man die Verantwortung scheut.┬ź Boldisz├ár be├Ąugte sich im Spiegel. Er drehte den Kopf hin und her. ┬╗Gef├Ąllt dir das so?┬ź, wollte er wissen.

Silvano de Mancini
"Ja das stimmt, manche teilen in Freundschaft die Koje, aber das ist nicht meins. Nenne mich pr├╝de in der Angelegenheit, aber Sex ist f├╝r mich etwas Intimes, dass ich nicht einfach so mit jemanden haben kann und ich kann es auch nicht als Waffe verwenden. Ich muss f├╝r ihn wirklich was empfinden. Gut Du k├Ânntest sagen, wie lange hast Du mich gekannt um mir einen zu lutschen? Offiziell ein paar Stunden, aber ich habe mich Hals ├╝ber Kopf in Dich verknallt. Faktisch kennen wir uns schon immer, also 39 Jahre. Jaques, Conni und Fran, sind meine Wahlfamilie Boldi. Mit ihnen kann ich das auch haben, bis zu einem gewissen Grad. Der letzte minimale Schritt fehlt. Ich w├╝rde jederzeit neben Jaques pennen, aber ich w├╝rde nicht auf im pennen, auch wenn nichts l├Ąuft. Ich w├╝rde mich nicht ankuscheln oder sowas. Knuddeln oder so im Suff ist was anderes. Aber ich w├╝rde mich nicht auf seinen Bauch legen, ihm den Arm um den Hals schlingen und seine Brust als Kopfkissen benutzen. Ist kein Sex, ist aber absolute Vertrautheit. Ich bin immer davon ausgegangen dass Conni und Fran ├Âfter mal miteinander die Kissen zerw├╝hlen, aber das haben sie nicht. Sie haben quasi nur gelabert, Pyjamaparty gemacht und nicht mal gemeinsam in einem Bett geschlafen. Wenn hat Conni auf dem Boden gelegen oder im Stuhl. Ich wei├č nun warum, aber Conni wusste es nicht und hat es trotzdem akzeptiert. Ich glaube dass geh├Ârt noch ehr zu einer Freundschaft, auch ein nein zu akzeptieren, als ein Ja zu genie├čen. Wie h├Ąttest Du zu Davet gestanden w├╝rde er noch leben? Wie zu einem Bruder? So wie ich zu Bellamy? Dein Bruder ist eine schr├Ąge Marke. Du gef├Ąllst mir so, aber Du m├╝sstest auch passend gekleidet sein. Aber ganz ehrlich, ungeschminkt siehst Du besser aus. Ich h├Ątte nie gedacht, dass ich das mal sage, aber es ist eine Tatsache. Dabei bist Du ein richtig h├╝bscher Kerl, hohe Wangenknochen, markantes Gesicht, hammerblaue Augen, Knubbelnase... aber ungeschminkt bist Du meiner", grinste Vano.

Boldiszàr
┬╗Ich glaub, ungeschminkt passt besser zum Gardisten Boldi, den du kennengelernt hast. Schminken ist anderen Leuten vorbehalten, bei solchen wie mir wirkt es l├Ącherlich, auch wenn es gut gemacht ist. Manche sagen, die reinste Form von Liebe ist ohne Sex. Prince Ciel sagt so was immer. Manchmal stimmt das. Wie bei Conni und Fran vermutlich oder dir und Jaques. Oder auch Robby und mir. Auf der anderen Seite ist man niemals jemandem so nah, wie wenn man miteinander schl├Ąft. Keine andere Handlung kann mit ein und demselben so unterschiedliche Dinge ausdr├╝cken. Sex kann innigste Verbundenheit sein, aber auch eine der grausamsten Waffen, um einen Menschen zu zerst├Âren. Ich kann zum Thema nicht viel aus erster Hand beitragen, da ich alles nur von Beobachtungen und vom H├Ârensagen kenne. Ich hab immer gern zugeschaut, wie mein Bruder Bellamy, das haben wir gemeinsam. Richtig harten Sex zu sehen, macht mich unheimlich scharf und dabei g├Ânn ich mir gern selber eine Runde Handarbeit oder nehm die Eindr├╝cke mit in meine Kammer und erinnere mich gen├╝sslich daran. Aber ich selber k├Ânnte wohl auch niemanden gewaltsam nehmen, der das nicht will. Ich hab ein schlechtes Gewissen wegen Patti. Er hat zwar versichert, dass er es will, aber sah es so aus, als ob er das genie├čt? Er versteckt sich seither.┬ź

Silvano de Mancini
"Du es ist ein Unterschied ob Du leidenschaftlich durchgeackert wirst, oder brutal. Leidenschaftlich ist es wenn man mal etwas h├Ąrter zur Sache geht, oder recht schnell, weil man einfach derma├čen Lust drauf hat. Aber gegenseitig brutal zueinander sein? Mir kann keiner erz├Ąhlen, dass er diese Form tats├Ąchlich genie├čt. Ich bin langsam wenn ich ein Genussmensch bin, dann will ich so langsam und so lange wie m├Âglich etwas davon haben, auch beim Sex. Aber das hei├čt nicht, dass ich keinen Spa├č an einer anderen Nummer habe und die im Bug war erstklassig von Dir. Und Du magst es vielleicht auch nicht nur im Zeitraffer, aber machst es ja trotzdem f├╝r mich mit. Und ich hoffe es gef├Ąllt Dir trotzdem. Ich denke man muss v├Âllig anders gestrickt sein, um jemanden das antun zu k├Ânnen. Ich war schon oft genug w├╝tend auf Dich, Du sicher auch auf mich. Aber ehrliche Ansage k├Ânntest Du mich schlagen? Ich k├Ânnte Dich nicht schlagen. Dein Bruder w├╝rde zuschlagen, hast Du ja an Arbogast gesehen. Bei meinem allerersten Mal oder besser gesagt bei dem Versuch meines allerersten Mals, habe ich mich ziemlich bl├Âde angestellt. Er h├Ątte ihn mir am liebsten einfach einmal richtig reingeschoben, damit nun... damit ich es hinter mir habe, sage ich es mal so. Hat er auch nicht gekonnt. Und ich k├Ânnte auch niemals so mit Dir umgehen, wo ich w├╝sste ich f├╝ge Dir bewusst Schmerzen zu. Warum soll ich das tun? Ich liebe Dich, ich m├Âchte dass es Dir gut geht, dass Du Spa├č hast, dass Du Dich bei mir wohlf├╝hlst, dass Du es Dir bei mir gem├╝tlich machst. K├Ânntest Du das dann noch? Vorhin hatte ich Schiss vor Dir, aber trotzdem oder gerade deshalb ging ich davon aus, dass Du mir nichts tun w├╝rdest. Du k├Ânntest es, ohne Frage. Aber warum solltest Du? Oder warum sollte ich? Beim Sex wird man eins, dass ist die gr├Â├čte Form von N├Ąhe Boldi. K├Ârperlich eins zu werden. Patrice hatte ├╝berhaupt keinen Spa├č daran, die haben ihn abgerichtet, den Mist zu sagen. Ich war leider mit mir selbst besch├Ąftigt und er geh├Ârt Tekuro. Patrice versteckt sich nicht, er ist geflohen und zwar zur├╝ck zum Palast", antwortete Vano und fing an Boldi abzuschminken.

Boldiszàr
┬╗Ich wei├č nicht, ob es Leute gibt, die Schmerzen genie├čen. Man sagt, es gibt sie, aber ich kenn keinen, der so tickt. Es sei denn, Patti so. Ob ich dich schlagen k├Ânnte? Nein. Gegen die Wand dr├╝cken, anbr├╝llen, packen, rumwerfen, wenn es mal n├Âtig w├Ąre, um dich zur Vernunft zu bringen. Aber ich k├Ânnte dich nicht schlagen und das ander noch viel weniger. Ich glaub, wenn ich das auf die Weise versuchen w├╝rde, wie Belly und Robby zu Patrice waren, w├╝rde ich schlapp machen. Obwohl ich das Zusehen genie├če. Aber es ist was anderes, die Verantwortung daf├╝r, was da passiert, auf andere abzuschieben. Wenn es um eine Gruppenstrafe ging, die so auszusehen hatte, dann war nicht ich der Coutilier, sondern Robby. Patti abgerichtet? Wie, abgerichtet? Du meinst, weil Robby sein Vorgesetzter ist oder was?┬ź

Silvano de Mancini
"Das habe ich gemerkt, aber Du hattest ja auch Recht. Mehr als das, denn Fran ist nicht hier um mir notfalls zu helfen. War bl├Âde von mir, also habe ich Deine Art mich zur Vernunft zu bringen, verdient. Du hast es f├╝r meine Augenh├Âhle getan", grinste Vano und wurde dann ernst. "Wenn Fran zur├╝ckkommt, lass ich es zun├Ąhen. Du musst mich dabei festhalten, versprich mir das. Wegen Patrice, den haben sie nicht als Gardist abgerichtet, sondern als Nutte Boldiszar. So wie man Sklaven und Zwangsnutten abrichtet. Sie tun es so lange mit ihm, bis er sich v├Âllig selbst aufgibt. Einreiten nennt man das. Manche sterben dabei. Und wie ich von einigen h├Ârte in manchen L├Ąndern gibt es auch H├Ąuser, wo man die M├Ąnner so kastriert, dass sie nicht mehr zeugen k├Ânnen. Mann und Frau schneidet man die Zungen heraus. Damit sie nicht plaudern, wenn Du bei der Nummer irgendwas wichtiges ausgeplappert hast. Menschen sind Monster, sagte Fran einmal. Das sie das sind wissen wir. Kennst Du einen Nekromanten? Dann k├Ânnten wir unsere Eltern mal beschw├Âren lassen, was meinst Du? Ich w├╝rde sie gerne mal sehen", sagte Vano nachdenklich.

Boldiszàr
┬╗Ja, f├╝r deine Augenh├Âhle┬ź, wiederholte Boldisz├ár ernst. ┬╗Einmal reicht. Zun├Ąhen? Von mir aus. Fran wird schon wissen, was er macht. Ich werd f├╝r dich da sein und dich halten, aber hinterher brauch ich wieder eine Flasche Schnaps. Und du vorher, sonst ertr├Ągst du das nicht. Wenn das mit Patti stimmt ... dann ist es gut, dass er abgehauen ist. Er ist jemand, der durch sein Aussehen provoziert, obwohl er sich ganz normal benimmt. Ich werd mir was f├╝r ihn ├╝berlegen, mal mit ihm reden. Vielleicht kann er in eine andere Einheit, aber vielleicht will er nun ganz weg von der Leibgarde, dann helf ich ihm, eine neue Stelle zu bekommen. Schei├če gelaufen, das hab ich untersch├Ątzt. An Nekromanten kenne ich nur Brandur von Hohenfelde, den Vater von Prince Linhard. Unsere Eltern ...┬ź Boldisz├ár schloss kurz die Augen. ┬╗Warum sollte Brandur das f├╝r uns tun?┬ź

Silvano de Mancini
"Patrice k├Ânnte auf einem Schiff dienen, soll ich mich mal f├╝r ihn umhorchen? Nun warum er das tun sollte? Keine Ahnung, warum denn nicht? Wir achten doch auch auf seinen Sohn, er hat es bei uns gut und vielleicht macht er es einfach, wenn wir ihn bitten. Oder ihn daf├╝r bezahlen. Ich habe keine Ahnung, was so etwas kosten k├Ânnte, aber wir k├Ânnten ja mit ihm reden. Ich erinnere mich gerne an unsere Eltern. Wie wir da am Strand Spa├č hatten, Limo getrunken haben. Dein Vater sah aus wie Du. Voll der Bulle von einem Kerl, ein riesige Kante. Aber gut, damals war ich klein und er schien mir so gro├č. Aber das spielte alles keine Rolle, denn ich f├╝hlte mich einfach gut und geborgen. Es war einfach wundersch├Ân und so sollte es sein. Du schuldest mir noch 10 Strohhalme. Und ich erinnere mich gerne an meine Mutter, wie sie W├Ąsche aufhing... der Anfang vom Ende Boldi. Und ich erinnere mich gerne an die Szene wo mein Vater Dich tr├Âstete. Er war noch gr├Â├čer als Dein Vater und er hatte eine Matte wie Davet nur in blond. Er war so blond wie ich, ich m├Âchte mit ihnen so gerne reden. Ich wei├č nicht ob Brandur das f├╝r uns tut, aber fragen kostet nichts. Und falls er nein sagt, k├Ânnten wir Jules fragen, ob wir weitere Erinnerungen sehen d├╝rfen", schlug Vano vor.

Boldiszàr
┬╗Patrice ist ein guter Mann. Er braucht viel Anleitung, ist nicht gerade selbstst├Ąndig, aber er tut, was man ihm auftr├Ągt. An Bord eines Schiffes wird er sich vermutlich als erstes einen Ersatz f├╝r Robby suchen. Aber wenn er diesmal an jemanden ger├Ąt, der das nicht ausnutzt, k├Ânnte er auf einem Schiff vielleicht gut aufgehoben sein. Du kannst dich ja mal umh├Âren. Ich schulde dir noch viel mehr als nur zehn Strohhalme, Vano. Ich hab dir alles M├Âgliche daf├╝r geklaut, wenn du mich ge├Ąrgert hast. Oder hast du dich nie gefragt, warum deine Glasmurmeln immer weniger wurden? Die mit Einschl├╝ssen wollte ich immer haben und ich hab sie gehortet wie Edelsteine. Wenn wir mit unseren Eltern reden, kann es sein, dass wir sie hinterher nicht wieder gehen lassen wollen. So wie Robby seinen Vater. Hast du das mitgekriegt? Kazrar war tot, aber Robby hat es geschafft, ihn wieder zu erwecken. Vielleicht ... er sagte, dass der ├älteste das f├╝r ihn tat. Der Lich. Wenn wir umkehren, zur├╝ck zum Hafen ...┬ź

Silvano de Mancini
"Der Typ kann Tote zur├╝ckholen? Jeden Toten? Vielleicht sollten wir ihn retten, bevor er tot ist. Sich selbst wird er kaum zur├╝ckholen k├Ânnen! Dann h├Ątte ich gerne unsere Eltern zur├╝ck, alle beide. Was w├╝rdest Du tun, w├╝rde ich meinen ersten Mann zur├╝ckholen? Was w├Ąre dann? Keine Ahnung, ob ich damals wusste ob Du mir etwas anderes weggenommen hast Boldi. Aber wenn ich es wusste, habe ich es Dir geg├Ânnt. Er k├Ânnte bei Rene oder bei James dienen, er war Gardist, er w├Ąre dann See-Soldat. Das hie├če f├╝r ihn, genau dass was er ben├Âtigt. Er hat Befehle eins zu eins zu befolgen. Wir k├Ânnen ja mal mit ihm reden, sollten wir die Chance haben. Ich habe fr├╝her immer Schiffe gebastelt, daran kann ich mich erinnern. Warte ich gebe Dir was. Keine Ahnung wie Du zu Plunder stehst, aber ich liebe ihn", sagte Vano und kramte etwas aus einer Kiste. "Das sind wir, f├╝r Dich", schmunzelte er.

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Boldiszàr
┬╗Die sind niedlich┬ź, fand Boldisz├ár und betrachtete die kleinen Treibholzschiffe. ┬╗Ich sammel manchmal unn├╝tzen Kram. Wie die geklauten Murmeln. Muscheln, sch├Âne Schn├╝re ... lauter Zeug, was keine Sau braucht. Andere w├╝rden es als M├╝ll bezeichnen. Die Schiffchen gefallen mir, die h├Ątte ich dir als Kind vermutlich auch geklaut. Danke, Vano.┬ź Er gab ihm einen feuchten Kuss. ┬╗Robby schw├Ârt, der Lich kann Tote zur├╝ckholen! Willst du ihn selber fragen? Ich will auch meine Eltern zur├╝ck und deine! Papa und Mama ... meinen gro├čen Bruder habe ich zum Gl├╝ck noch und den kleinen ebenso, auch wenn er jetzt ein Blutsauger ist. Davet ... also was Davet betrifft ... er ist ein Kamerad. Ich tu alles f├╝r meine Kameraden, das wei├čt du. Wie ich mich f├╝hlen w├╝rde, wei├č ich nicht. Aber ich w├╝rde ihn akzeptieren.┬ź

Silvano de Mancini
"Genau wie ich, ich sammele auch alles, was ich sch├Ân finde. Oder was mir wer schenkt. Muscheln wirst Du tausende sammeln k├Ânnen. H├Ąttest Du sie mir geklaut und w├Ąrst erwischt worden, h├Ątte ich gesagt ich hab sie Dir geschenkt, damit es keinen ├ärger gibt. Ich kann ja ruck zuck neue machen. Du darfst auch hier dekorieren. Mit der Ordnung habe ich es nicht so, hatte ich noch nie. Aber Du darfst hier was hinstellen, nur bitte nichts im Weg, weil sonst mach ich einen Satz dr├╝ber. Hier steht zwar viel rum, aber ich wei├č wo es auf dem Boden steht und muss nicht gucken. Wie ich mich f├╝hlen w├╝rde wei├č ich auch nicht, nur dass ich Euch beide von ganzem Herzen liebe. Ja wir sollten Tekuro fragen, dass ist wirklich was Wichtiges. Wobei ich da ehrlich gesagt nicht wei├č, wie ich mich verhalten sollte. Im Grunde kenne ich meine eigenen Eltern gar nicht. Das h├Ârt sich vielleicht sch├Ąbig an, aber so ist es doch. Fragen wir ihn komm Schatz", sagte Vano und stand auf. Gemeinsam mit Boldi ging er zur├╝ck zum Bugraum.

Boldiszàr
┬╗Warte, ich nehm mir vorher Blut ab. Robby wird Knast haben.┬ź Boldisz├ár nahm eines von Silvanos Gl├Ąsern, z├╝ckte sein Messer und setzte sich selbst einen Schnitt, bei dem er leise fluchte. ┬╗Ein Heiler h├Ątte das besser gekonnt, du brauchst echt mal einen Ersatzheiler.┬ź Nachdem er das Glas bef├╝llt hatte, machte er sich mit der unverletzten Hand und den Z├Ąhnen einen Druckverband. Er f├╝hrte Silvano zur├╝ck in den Bugraum, w├Ąhrend er das volle Glas in der Hand trug. ┬╗Ich geh zuerst rein.┬ź Er klopfte und ├Âffnete die T├╝r. Er schaute nach Robere, doch da kroch nur eine schwarze Fledermaus in einem Klamottenberg ├╝ber den Boden, die von allen angeschaut wurde. Als Boldisz├ár eintrat und sie ebenfalls anglotzte, verwandelte sie sich in einen nackten Robere, der ihm das Glas aus der Hand riss und es gierig aussoff.
┬╗Danke, Mann, du hast mich gerettet┬ź, ├Ąchzte Robere.
Boldisz├ár runzelte die Stirn. ┬╗Eh du wieder Schei├če baust. Vano hat eine Frage an dich. Sei lieb.┬ź
Robere grinste ganz kurz. ┬╗Bin ich doch immer.┬ź

Silvano de Mancini
Silvano stellte sich neben Boldi und schaute sich gespannt die Fledermaus und deren Verwandlung an. "Zweierlei. Erstens ein Angebot zum Frieden. Ihr unterst├╝tzt uns an Bord und w├Ąhrend des Feldzuges auf der Insel, daf├╝r seid Ihr weiterhin unsere G├Ąste. Zweitens habe ich geh├Ârt, dass der Lich Tote erwecken kann. Stimmt das? Falls ja, was ben├Âtigt er daf├╝r?", fragte Vano rundheraus.

Robere Tekuro Chud-Moreau
┬╗Ja, das kann er┬ź, sagte Tekuro and├Ąchtig. ┬╗Was er ben├Âtigt, sind Opfergaben. In Form von Schmerzensschreien und Angst. Der ├älteste n├Ąhrt sich davon. Er hilft jenen, die ihm dienen und ist sehr gro├čz├╝gig. Wenn ihr wollt ... dann lebt in seinem Sinne. Verdient euch Z├Ąhne. Und ihr bekommt, was ihr euch w├╝nscht. Ich arbeite gern an Bord, aber ich kann nur noch nachts. Und ich brauch regelm├Ą├čig Blut zu trinken, sonst verhunger ich oder saug wen aus, ohne dass ich es will. Dieser Hunger ist noch schwerer zu ertragen, als normaler Hunger und ich bin niemand, der Hunger sch├Ątzt.┬ź

Silvano de Mancini
"Schmerzenschreie und Angst? Die kann er haben. Wie w├Ąre es mit ungef├Ąhr 70.000 Toten? Die kann ich dem Alten bieten. Daf├╝r verlange ich die Eltern von Boldi, meine und meinen ersten Ehemann zur├╝ck. Wird er das f├╝r den Preis leisten? Gut, mir ist gleich welche Schicht Du schiebst. Wir werden Dir Blut organisieren, daf├╝r wirst Du Dich friedfertig verhalten. Noch einmal wegen dem ├ältesten, sonst ben├Âtigt er nichts? Au├čer Opfer? Nichts ist gut, aber ich meine, was noch?", fragte Vano misstrauisch.

Robere Tekuro Chud-Moreau
┬╗Eigentlich nur, dass man ihn ehrt und in seinem Sinne lebt. Also den schwachen Schmerz und Kummer bringt. 70 000 Tote? Daf├╝r erweckt er dir eine ganze Stadt wieder zum Leben┬ź, ├Ąchzte Tekuro. ┬╗Aber ihr habt ihn nicht an Bord gelassen, er ist allein in dieser versifften Hafenstadt!┬ź

Silvano de Mancini
"Ja weil dieser verdammte Massimo mein Schiff versenken wollte, weil der Lich angeb-lich an Bord ist. Na wunderbar, da h├Ątte er auch an Bord sein k├Ânnen! Wobei... hm... doch nicht, was manchen wir, der Prince wird vermutlich was dagegen haben, dass sein Nemesis auf dem Sonnendeck flaniert. Super, wieso komme ich immer in so Schwulit├Ąten? Treue oder Eltern zur├╝ck? Treue oder Schiff gerettet? Treue oder Ehemann? Ist doch nicht normal. Jedenfalls werden wir Euch Arbeit zuteilen und die wird auch erledigt. Daf├╝r werdet Ihr Euch vermutlich besser f├╝hlen, ausgelastet und die anderen sicherer. Bis auf die Frau, die bleibt hier. Wegen dem ├ältesten reden wir. Boldi lass uns zur├╝ckgehen in die Kaj├╝te. Danke Teku", sagte Vano und ging vor.

Robere Tekuro Chud-Moreau
┬╗Nori muss auch hierbleiben┬ź, meinte Tekuro. ┬╗Sie tr├Ągt mein Kind in ihrem Leib. Sie darf nicht schwer schuften, aber ich arbeite f├╝r sie mit.┬ź Er zog seine Kleider wieder an und setzte sich neben seinen Vater, der immer noch sehr blass aussah, weil er um ein Haar seinen Sohn verloren hatte. Tekuro kuschelte sich an ihn an und d├Âste vor sich hin.

Kazrar
Kazrar umarmte seinen Sohn felsenfest und dr├╝ckte ihn so hart an sich, dass man meinte er wollte ihn zerquetschen. Aber er hatte nur Angst, ihn erneut zu verlieren. "Nori kann hier Kleinigkeiten erledigen, dann kann Ihr niemand was nachsagen. Schlaf mein Sohn. Schlaf. Du wirst die Heimat eben bei Nacht kennenlernen, aber Du wirst sie kennenlernen, ganz gewiss", fl├╝sterte ihm Kazrar zu.
Ein Blutbad bleibt ein Blutbad - auch wenn man zu den ├ťberlebenden geh├Ârt

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Re: Kapitel 20 - Erwachen

#2

Beitrag von Erz├Ąhler » Di 16. Okt 2018, 14:52

Ende

An dieser Stelle endet der erste Teil der Reise.
Weiter geht es mit den Bei├čern in Blutrote See auf dem Kriegsschiff Choucas.

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