Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt. Die ├╝berlebenden V├Âlker beginnen zu ahnen, dass der Schl├╝ssel zur Herrschaft ├╝ber Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. W├Ąhrend die Almanen auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimb├╝nde der Schatten sehen in der Magie die m├Ąchtigste Waffe und f├╝r die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Kinderstreiche - 192 n.d.A.

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagne
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Bellamy Bourgeois
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Kinderstreiche - 192 n.d.A.

#1

Beitrag von Bellamy Bourgeois » Di 27. Nov 2018, 23:59

Kinderstreiche - 192 n.d.A.


Ciel Felicien de Souvagne
Es begab sich im Jahre 192, als Prince Ciel ein junger Mann von 14 Jahren war. Er hatte das Fest seiner Vollj├Ąhrigkeit erst vor Kurzem gefeiert, doch in manchen Belangen war er noch alles andere als erwachsen. So schw├Ąnzte er die Fechtstunden und fing seinen gro├čen Bruder Dreaux ab, der ebenfalls gerade auf dem Weg zu seinem Unterricht war. ┬╗Dreauxi┬ź, gr├╝├čte er ihn grinsend. ┬╗Ich will dir was zeigen.┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux musterte seinen j├╝ngeren Bruder und bei dem Gesicht dass er zog, konnte es sich nur um etwas Verbotenes handeln, was die Laune von Dreux gleich steigerte. "Was m├Âchtest Du mir denn zeigen? Die geheimen G├Ąnge?", fl├╝sterte Dreux verschw├Ârerisch und grinste dann breit wie auch wissend, da er davon ausging dass Ciel sie nicht kannte.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Geheime G├Ąnge?┬ź Ciel spitzte die Ohren. ┬╗So was haben wir? Die zeigst du mir danach, ja? Eine Hand w├Ąscht die andere, irgendwie muss man sich ja die Langeweile vers├╝├čen. Pass auf, komm mit in den Schlossgarten!┬ź Die zwei Halbstarken marschierten mit einem so erwartungsvollem Grinsen einher, dass einige der Diener vorsichtshalber das Weite suchten.

Nathan
Im Schlossgarten kniete Nathan in einem Blumenbeet, wo er etwas ausgrub und in eine Sch├╝ssel f├╝llte. Als sein Herr zur├╝ckkehrte, stand er auf und rieb seine schmutzigen Finger mit einem Taschentuch ab. ┬╗Hoheiten.┬ź Artig verneigte er sich vor den beiden Princen. Er hob die volle Sch├╝ssel auf und zeigte sie Ciel. ┬╗Ich hab eine Sch├╝ssel voll Regenw├╝rmer ausgegraben, wie Ihr gesagt habt. Gut so?┬ź In der Sch├╝ssel wand sich ein gutes Pfund erdiger, lebender Regenw├╝rmer.

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux starrte in die Schale und schaute von Nathan zu Ciel. "Was wollen wir mit den Regenw├╝rmern? Gehen wir angeln oder was machen wir mit den W├╝rmchen?", fragte Dreux und nahm einen aus der Schale. Sie f├╝hlten sich kalt, glatt und glitschig an. Er legte ihn vorsichtig wieder zur├╝ck und fragte sich, was Ciel mit den W├╝rmern vorhatte.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ach was, angeln! Pass auf!┬ź Ciel tuschelte etwas in Nathans Ohr und Nathan nickte zaghaft und bleich. Dann ging er voran und Ciel nahm Dreaux mit sich. Er zog ihn in ein Geb├╝sch, von wo aus sie einen guten verborgenen Blick auf Nathan hatten, der mit schlotternden Knien auf eine Bank zuging, wo Palaisin Bellamy und einige Leibgardisten eine Raucherpause einlegten.

Nathan
├ängstlich tappste Nathan auf Bellamy zu und starrte ihn mit riesengro├čen Augen an.

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux beobachtete misstrauisch die Szene. "Brauchst Du Nathan noch?", fl├╝sterte Dreux grinsend und musterte den armen Leibdiener, der schlotternd Richtung Palaisin lief. Bellamy und die Gardisten waren alle samt M├Ąnner wie Schr├Ąnke und Nathan wirkte wie ein versch├╝chtertes M├Ąuschen, dass er auch war. Kein Wunder, dachte Dreux.

Bellamy Bourgeois
Bellamy rauchte gen├╝sslich seine Rauchstange, als er Nathan auf sich zu tapsen sah. Er schaute ihn mit riesigen Kulleraugen an, wie ein kleiner Welpe und trug eine Schale in den H├Ąnden. Belly blie├č ihm einen Rauchkringel ins Gesicht, so dass es f├╝r Sekunden so aussah, als h├Ątte Nathan eine M├Ąhne aus Rauch, ehe er ihm eine volle Ladung ins Gesicht blie├č. "Was ist los Nathan?", fragte er grinsend.

Nathan
Nathan schlotterten die Knie. Manchmal mochte er seine Arbeit nicht und heute war einer dieser Tage, wo er sich in das schaurige Spukschloss der Chevaliers de Dupont zur├╝ckw├╝nschte. Er griff mit den Fingern in die Sch├╝ssel und warf Bellamy eine handvoll Regenw├╝rmer mitten ins Gesicht.

Bellamy Bourgeois
Schneller als Nathan gucken konnte war Bellamy auf den Beinen und st├╝rmte auf den Leibdiener zu. "Du kleine Ratte, Dir pr├╝gele ich Verstand und Benehmen in Dein M├Ąusehirn!", donnerte der Palaisin und grabschte Nathan am Kragen. Dabei sch├╝ttelte er ihn wie eine Spielzeugpuppe.

Nathan
Vor Angst winselte der junge Diener. Nathan umklammerte fest die Sch├╝ssel mit den Regenw├╝rmern, damit sie ihm nicht herunterfiel und kaputt ging, w├Ąhrend er derma├čen durchgesch├╝ttelt wurde, dass er nicht mehr wusste, wo oben und unten war. Er versuchte, die Sch├╝ssel mit der Oberseite gegen seinen Bauch zu pressen, aber die W├╝rmer flogen nur so.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel lachte sich im Geb├╝sch kringlig ├╝ber den Anblick und musste sich an Dreaux festhalten. Mit dem Zeigefinger wischte er sich die Lachtr├Ąnen aus den Augen. "Hast du mit Ferrau auch so viel Spa├č?"

Bellamy Bourgeois
"Ich erw├╝rge Dich gleich, h├Âr auf die W├╝rmer zu versch├╝tten! Was ist mit Dir los? Du Halb-Dupont! Hast Du damals schon so eine Schei├če abgezogen? Kein Wunder das die Leute verbannt wurden, Du Plagegeist. Gegen Dich ist Pest und Cholera ja die reinste Erholung!", bellte Bellamy, lie├č Nathan los und stellte ihn etwas gewaltsam auf die F├╝├če, ehe er ihn fest in den Arsch trat, dass die Sch├╝ssel mit den W├╝rmern davonkatapultiert wurde.

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux schaute sich das Schauspiel an und biss in seinen Roben├Ąrmel um nicht laut loszulachen. "Mit Ferrau habe ich leider keinen Spa├č. Er ist total verstockt und ich frage mich, warum Vater mich gezwungen hat ihn als Leibdiener anzunehmen. Ich mag ihn nicht, er ist so seltsam und ich muss mit dem Burschen klarkommen. Ich h├Ątte gerne einen anderen Leibdiener. Jemanden den ich mag. Ja ich wei├č, den sollte man vielleicht etwas schneller finden. Aber Vater hat seinen per Zufall gefunden und das sollte mir auch erlaubt sein. Oder mal richtig zu suchen. Also so eine Bewerbung annehmen. Aber nein ich muss Ferrau den Schleicher bekommen, ausgerechnet ich. Den h├Ątten wir mal mit den W├╝rmern erschrecken sollen", lachte Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel bepisste sich fast, als Nathan den gewaltigsten Arschtritt bekam, den Ciel je gesehen hatte. Vor Lachen fiel er auf die Knie. Sein Leibdiener beschrieb eine ballistische Flugbahn. Im Fluge noch fing er die ebenfalls davonfliegende Sch├╝ssel auf, ehe er hinschlug und noch einen Meter auf dem Bauch weiter schlitterte. In seinen H├Ąnden hielt er pflichtvergessen die Schale, die tats├Ąchlich heil geblieben war und noch etwa ein Drittel der W├╝rmer beherbergte. Ciel rappelte sich wieder auf und hustete, um wieder eine klare Stimme zu bekommen. ┬╗Du musst dir f├╝r Ferrau auch so was ├╝berlegen, sonst wirst du mit dem nicht froh. Ein guter Leibdiener muss immer f├╝r einen da sein und immer gehorchen, egal, was man ihm sagt. Zeit f├╝r Phase zwei.┬ź Ciel setzte sein sehr hoheitliches Gesicht auf und stolzierte auf den Weg. Vor Nathan blieb er stehen und sah ihn betreten an. Langsam folgte sein Blick der Spur der W├╝rmer und blieb an Bellamys Gesicht haften. ┬╗Hast du hier mein Eigentum besch├Ądigt?┬ź, verlangte er zu wissen.

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux reib sich die Augen, weil sie unaufh├Ârlich tr├Ąnten, so sehr unterdr├╝ckte er einen Lachanfall. Er folgte Ciel danach im hoheitlichen Schritt und setzte eine m├Âglichst ernste Miene auf, wobei seine Mundwinkel verd├Ąchtig zuckten.

Bellamy Bourgeois
Bellamy verschr├Ąnkte demonstrativ die Arme vor der Brust und richtete sich vor Ciel auf. Jeder andere w├Ąre ein Schritt zur├╝ckgewichen, aber nicht die Princen. Sie sahen kein Anlass daf├╝r und allein daf├╝r h├Ątte Bellamy sie am liebsten synchron gew├╝rgt um zu schauen wer von beiden als erster blau wurde. "Eure W├╝rmer sind wohlauf Hoheit!", grollte Bellamy und starrte Ciel durchdringend an.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel verpasste seinem Gesicht einen Ausdruck tiefsten Bedauerns und schwerer Entt├Ąuschung. In gespieltem Tr├╝bsinn sch├╝ttelte er den Kopf. ┬╗Ich muss leider meinem Vater melden, dass du unsere Domestiken verpr├╝gelst, Belly.┬ź

Bellamy Bourgeois
Bellamy beugte sich zu Ciel herab, so dass sich ihre Nasenspitzen ber├╝hrten. "Seid Ihr Euch da sicher? Was habt Ihr denn gesehen? Und seit wann sind Regenw├╝rmer Domestiken Prince Ciel?", fragte Bellamy so leise, dass es schon unheimlich war. Dabei wehte Ciel der permanente Tabakgestank von Bellys Atem entgegen.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel musste zugeben, dass Bellamy ziemlich unheimlich war. Alles, was den Palaisin davon abhielt, ihn zu einem Haufen Hackfleisch zu verarbeiten, war Ciels Status. Ciel ├Ąugte kurz zu den Leibgardisten. Sie unterstanden Bellamy, aber sie waren dazu da, die Mitglieder der Krone zu besch├╝tzen. Im Notfall w├╝rden sie einschreiten. Sein Herz klopfte wild. Er stand unbewegt da und schaute Bellamy wieder in die Augen, die wie zwei lodernde blaue Kohlen waren. ┬╗Das Wort von Papas beiden Lieblingen gegen das von einem Leibeigenen - was meinst du, wie das ausgeht, Belly, hm? Dreaux kann alles bezeugen und mein armer Nathan wird aufgesch├╝rfte Knie haben. Aber ...┬ź, Ciel setzte ein gro├čm├╝tiges Gesicht auf, ┬╗wir k├Ânnen uns vielleicht auch ohne meinen Vater einigen.┬ź Er konnte sich nicht verkneifen, schon wieder zu grinsen.

Bellamy Bourgeois
Bellamy grinste noch eine Spur breiter zur├╝ck, geradezu von einem Ohr bis zum anderen. "Welchen Leibeigenen meint Ihr liebes Princlein? Ich bin ein freier Mann und der erste Schwertmeister in diesem Land. Wenn Gefahr droht schreite ich im Namen Eures Vaters ein. Vielleicht sollte ich Euch im Namen Eures Vater mal ├╝bers Knie legen, darf k├Ânnen wir uns einigen, Dreux kann es bezeugen", schlug Belly vor.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Geh gef├Ąlligst einen Schritt zur├╝ck, du stinkst aus dem Mund┬ź, befahl Ciel. ┬╗Dann bist du eben frei, du bist aber trotzdem nicht von Stand.┬ź Er winkte Nathan herbei, der sich aufgerappelt hatte und von oben bis unten dreckig war. Er nahm ihm die Schale weg, angelte einen Wurm heraus und legte ihn Bellamy in einem pr├Ązisen Kringel auf den Kopf. Gespannt wartete er, was der Palaisin jetzt machen w├╝rde.

Bellamy Bourgeois
Bellamy griff vorsichtig in die Schale, lupfte vorne Ciel Robe und warf den Wurm hinein. "Du bist von Stand und das W├╝rmchen ist jetzt geadelt. Euer Atem hingegen duftet wie eine frische Blumenwiese Eure Hoheit", grinste Belly.

Ciel Felicien de Souvagne
In Ciel begann es zu brodeln. Nicht nur wegen dem Wurm, sondern vor allem, weil Bellamy nicht auf seinen Erpressungsversuch einging. Und den Gefallen, richtig auszurasten, tat er ihm auch nicht. Ciel warf Dreaux einen kurzen Blick zu. Dann griff er in die Schale und verrieb die restlichen W├╝rmer in Bellamys Gesicht.

Bellamy Bourgeois
Ciel sp├╝rte wie sich die riesige Pranke von Bellamy um seinen Hals schloss und zwar so, dass er f├╝hlte wie sich die Finger hinten um seinen Nacken schlossen. Der Palaisin dr├╝ckte aber nicht zu, sondern hielt ihn nur wie ein Kaninchen fest, w├Ąhrend Dreux die Augen aus dem Kopf quollen.

Ciel Felicien de Souvagne
Hektisch griff Ciel nach Bellamys Fingern und versuchte, sie aufzubiegen. Der Versuch misslang kl├Ąglich. Noch viel mehr Angst als Ciel hatte der arme Nathan, der eigentlich ├╝berhaupt nichts mit solchen Scherzen zu schaffen haben wollte, w├Ąhrend Ciel ganz still hielt, als er merkte, dass er von allein nicht loskam. B├Âse funkelte er Bellamy an, von dessen Augenbrauen W├╝rmermatsch tropfte. ┬╗Lass mich los┬ź, befahl er mit so fester Stimme, wie er konnte.

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux schaute etwas panisch von Ciel zu Bellamy, ehe sich sein Blick verfinsterte und er den Palaisin durchdringend anstarrte. "Lasst meinen Bruder los, sofort", befahl er schneidend und zerrte an Ciel, so dass dieser erst Recht gew├╝rgt wurde, was vorher nicht der Fall gewesen war.

Bellamy Bourgeois
W├Ąhrend Ciel glotzte und Nathan schlotterte, fing Rapunzel an w├╝tend an seinem Bruder herum zu zerren. Bellamy lie├č schlagartig los, so dass Dreux und Ciel nach hinten st├╝rzten und ├╝bereinander purzelten. Er wischte sich die Regenw├╝rmer aus dem Gesicht und funkelte Nathan an. Er schnappte sich den Leibdiener und warf ihn auf das Kn├Ąul aus Armen und Beinen von Ciel und Dreux, damit die drei ├ťbelt├Ąter wieder vereint waren. "Wenn ich einen von Euch beiden Windelwillis nachts allein erwische dann bekommt er den Arsch versohlt, dass schw├Âre ich Euch!", knurrte Bellamy und stampfe davon. "Blondes, kleines Gift", murrte er und sch├╝ttelte sich beim Laufen.

Ciel Felicien de Souvagne
Die drei Jugendlichen sahen nun selber kaum besser aus als der geplagte Palaisin. Ihre feinen Kleider waren voller Erde und zerdr├╝ckten W├╝rmern. Ciel schubste Nathan von sich herunter, stand auf und zog Dreaux auf die F├╝├če. ┬╗Danke f├╝r deinen Beistand! Dem haben wir es gezeigt┬ź, freute er sich diebisch. ┬╗Guck mal, er hat Schiss bekommen, er haut ab.┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux rappelte sich auf und versuchte seine Haare von dem Dreck und den Wurmresten zu befreien. Angewidert lie├č er von dem Vorhaben ab, da er das Chaos nur verschlimmerte. "Total humorlos und das als Palaisin, ich dachte er erw├╝rgt Dich. Soll er nur fliehen, f├╝r den denken wir uns noch was aus. Wie w├Ąre es mit was einfachem? Ein Furzkissen", lachte Dreux und starrte dann seine Haare an. "Guck Dir dass an! Sowas, wenn ich den Rest meines Leben W├╝rmer in den Haare habe, ist Bellamy schuld!", st├Âhnte Dreux. Hielt inne, pulte im Mund und spuckte einen Batzen Wurmst├╝cke.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Der ist humorlos und Papa sollte ihm das Rauchen verbieten, ein Palaisin sollte nicht so derma├čen stinken┬ź, fand er. ┬╗Am Ende denkt jemand, dass der Duc so riecht, weil er dauernd in seiner N├Ąhe ist.┬ź Nathan bem├╝hte sich, die beiden Prinzen so gut er es momentan vermochte wieder herzurichten. Er hielt Dreaux ein Taschentuch vor den Mund, damit der die W├╝rmer standesgem├Ą├č ausw├╝rgen konnte und nicht herumspucken musste. Ciel guckte in Richtung der Gardisten, die ihre Raucherpause ziemlich rasch beendeten und davontrotteten, misstrauische Blicke in Richtung der Halbstarken werfend. ┬╗Die haben mir nicht geholfen┬ź, beschwerte sich Ciel. ┬╗Die kriegen alle ihr Fett weg, Belly und die Gardisten ebenso!┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
"Die werden so tun, als h├Ątten sie nichts gesehen, weil es der Palaisin war. Da h├Ątte auch Papa stehen k├Ânnen, nur ist Belly nicht Paps. Ob er nun ein Schwert tr├Ągt oder nicht, also ein Reichsschwert meine ich. Meine G├╝te wo habe ich ├╝berall W├╝rmer? Fragte sich Dreux und puhlte sie aus seinen ├ärmeln. "Das lasse ich nicht auf mir sitzen. Die Geheimg├Ąnge sind hinter den W├Ąnden Ciel, ├╝berall im ganzen Palast. Und man kommt zu den absonderlichsten Orten. Die auch irgendwo weit hinter den W├Ąnden sind", fl├╝sterte Dreux verschw├Ârerisch und spuckte W├╝rmer dabei.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Zeigst du mir sie?┬ź, fragte Ciel und konnte schon wieder grinsen, wenn auch nicht mehr ganz so breit wie vor der Abfuhr, die Bellamy ihnen verpasst hatte. Nathan tupfte dem noch immer W├╝rmer spuckenden Dreaux mit einem zweiten Taschentuch den Mund ab. ┬╗Ferrau ist schon wieder faul┬ź, stellte Ciel fest. ┬╗Er l├Ąsst dich hier so vollgewurmt stehen. Er braucht auch einen Denkzettel.┬ź Gemeinsam mit Dreaux machte er sich auf den Weg. Da ihnen im Falle Bellamy nur ein grimmiges F├Ąustesch├╝tteln und das Schw├Âren von Rache blieb, freute er sich auf das Abenteuer, die unbekannten Winkel im Schloss zu erkunden, die er bislang noch nicht kannte. Diese w├╝rden ihnen ganz neue M├Âglichkeiten er├Âffnen.

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux f├╝hrte seinen Bruder herum, zeigte ihm die Zug├Ąnge zu den geheimen Wegen, die kleinen seltsamen R├Ąume, die ab und an die Wege erweiterten, scheinbare Aufenthaltsr├Ąume f├╝r Leute die ihnen unbekannt waren. Hier und dort L├Âcher in der Wand, seltsame Knubbel auf die man sein Ohr legen konnte und alles so h├Ârte, als st├Ąnde man selbst mit im Raum. Sie sahen Bedienstete werkeln, wenn sie durch die L├Âcher schauten, sahen in der K├╝che einige schwatzen und mal heimlich etwas probieren, sahen in einem anderen Raum eine Zofe den Rock lupfen w├Ąhrend einer der Diener sie stie├č, sie sahen einen Beamten der ├╝ber seinen Papieren eingeschlafen war - die Finger und nun auch das Gesicht blau von Tinte. Ein Querschnitt aus dem Leben aller, ein Querschnitt aus dem Leben des Hofes und Palastes. Als Ciel und Dreux sich nach diesem Abenteuer m├╝de abends zur Ruhe betten, bewegten sich auf seltsame Art ihre Kopfkissen. Beim Nachschauen stellten sie fest, dass die Bez├╝ge Randvoll mit Maden gef├╝llt waren.

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