Junker Archibald von Dornburg [Naridier]

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Junker Archibald von Dornburg [Naridier]

#1

Beitragvon Archibald von Dornburg » Do 9. Nov 2017, 21:17

Kurzinformation Archibald von Dornburg

Name: Junker Archibald von Dornburg
Volk: naridischer Almane/Naridier
Fraktion: Handelsallianz
Alter: 62 Jahre
GrĂ¶ĂŸe: 170 cm
Haarfarbe: schwarz-grau
Augenfarbe: blau
Statur: schlank, drahtig, trainiert
Beruf: Schwertmeister
Herkunft: Shohiro
Derzeitiger Wohnort: Shohiro
Sprachen: Asameisch, Rakshanisch
Familienstand: ledig

Archibald von Dornburg war der beste Freund sowie die rechte Hand von Dunwin von Hohenfelde zu dessen Lebzeiten. Er genoss Dunwins uneingeschrÀnktes Vertrauen und dessen LoyalitÀt, die sich sogar gegen Dunwins eigene Kinder richtete. Archibald war Dunwin treu ergeben und genoss den offen ausgelebten Sadismus seines Freundes. Archibald hielt es ganz Àhnlich, bevorzugte aber junge Beute.

Entsprechend seines Hobbys sammelt er fĂŒr jedes seiner Opfer ein Stofftier. Meist stammen die Stofftiere sogar von seinen Opfern selbst. Ferner sammelt Archibald mechanisches Spielzeug, dies aber aus Liebhaberei.


Link:
https://i.pinimg.com/564x/ce/45/ec/ce45 ... d-hunt.jpg

https://witcher.gamepedia.com/media/wit ... ttlaff.png

https://pre00.deviantart.net/f15b/th/pr ... aaq300.png

https://i.pinimg.com/originals/44/90/b4 ... 801c9f.png

https://cdna.artstation.com/p/assets/im ... 1472413785

https://78.media.tumblr.com/1df0e0ce920 ... 5_1280.jpg

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Re: Junker Archibald von Dornburg [Naridier]

#2

Beitragvon Archibald von Dornburg » So 3. Dez 2017, 23:17

Charbogen-ErgÀnzung:


Waffen:

Archibald trÀgt meist zwei Schwerter (Jian und normales Schwert) bei sich.

Jian-Schwert
https://ae01.alicdn.com/kf/HTB1QQC5JFXX ... graved.jpg

Das Jian wurde als Waffe als Prunk- und Seitenwaffe von Offizieren, sowie als Selbstverteidigungswaffe wohlhabender Zivilpersonen benutzt. Das Jian wird vor allem schneidend und stechend eingesetzt. Angriffspunkte sind empfindliche Stellen des Körpers, wie z.B. die Sehnen der Handgelenke, der Knie und der Fußgelenke, oder der Hals. Daher spielt bei der Schwerttechnik auch eher die Geschwindigkeit, Geschicklichkeit und Genauigkeit eine Rolle als Körperkraft. Eine effektive Anwendung des Jian erfordert jahrelanges Training. Das Jian diente eher als Prestigewaffe oder als Waffe fĂŒr gut trainierte KĂ€mpfer.

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Katana
https://ae01.alicdn.com/kf/HTB18vVFOpXX ... r-Gift.jpg

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Schwert
https://i.imgur.com/y0uwRi9.jpg
https://i.imgur.com/MuloBJU.jpg
https://i.imgur.com/OB6yb9k.jpg


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Dolch
Armbrust
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Re: Junker Archibald von Dornburg [Naridier]

#3

Beitragvon Archibald von Dornburg » So 3. Dez 2017, 23:18

Charbogen-ErgÀnzung:


FĂ€higkeiten

StÀrken
Ausbildung eines Adligen
Exzellenter Schwertmeister, offensiver Kampfstil
Beherrscht verschiedenste Schnitt-, Hieb- und Stichwaffen
Exzellenter NahkÀmpfer, offensiver Kampfstil
Hat weitreichende Folterkenntnisse
Findet sich ausgezeichnet in der Dunkelheit zurecht, liebt es still und dunkel
Kann seine scharfen ZĂ€hne als Waffe einsetzen
Kann seine scharfen NĂ€gel als Waffe einsetzen
Hat großes VerstĂ€ndnis fĂŒr technische GerĂ€tschaften
Sammelt mechanisches Spielzeug
Loyal zu Freunden
Charmant

**

SchwÀchen
Überempfindlich gegen Licht, Tageslicht, Sonnenschein, grelle Beleuchtung
Überempfindlich gegen LĂ€rm
Tiere, vor allem Hunde fĂŒrchten und/oder hassen ihn

Retinale MigrÀne
-kann bei einer MigrÀne-Attacke schlecht bis gar nichts mehr sehen
-hat bei einer MigrÀne-Attacke kaum zu ertragende Kopfschmerzen
-kann bei einer Attacke LĂ€rm noch weniger ertragen
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Re: Junker Archibald von Dornburg [Naridier]

#4

Beitragvon Archibald von Dornburg » So 17. Dez 2017, 19:22

Charbogen-ErgÀnzung:


Vampir

Vampirwerdung/Segnung durch Kasimir La Vaney (Datum):
13.12.202 n.d.A.


Vampir-FĂ€higkeiten:

StÀrken
Unsterblich und ewig jung, solange er ausreichend Blut trinkt (Vampirvorteil)
Kann sich in eine Fledermaus verhandeln

SchwÀchen
Sonnenlicht – tödlich (Vampirnachteil)
Werwolfblut – tödlich
Knoblauch – stark empfindlich (Vampirnachteil)
GedĂ€mpfte GefĂŒhle, GefĂŒhle werden in deutlich abgeschwĂ€chter Form empfunden als bei Lebenden

***

Vampir-SpezialfÀhigkeiten

Regeneration:
Bei ausreichendem Nahrungsangebot heilen Wunden sehr schnell und gut. Nach wenigen Tagen sind auch schwere Verletzungen auskuriert.

Sprinter:
Der Vampir kann sehr schnell und ausdauernd rennen und so auch große Distanzen in recht kurzer Zeit ĂŒberbrĂŒcken, vergleichbar mit jemandem, der ein Pferd im Galopp reitet.

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Re: Junker Archibald von Dornburg [Naridier]

#5

Beitragvon Archibald von Dornburg » So 17. Dez 2017, 19:28

Charbogen-ErgÀnzung:

Link:
viewtopic.php?f=64&t=1174


Der Letzte von Dornburg

"Dein Frevel wurde von Volkward aufgedeckt. Du wirst fĂŒr Deine GrĂ€ueltaten bezahlen Archibald. So jemanden wie Dich dulde ich weder als meinen Sohn noch in meiner Familie. Dein Bruder wird das Urteil vollstrecken. Und Dein Freund wird bei Deiner Hinrichtung zusehen und wĂŒnschen, an Volkwards Stelle zu sein. Weiß er von Deiner Spielzeugsammlung? Weiß er davon dass Du wahnsinnig bist und Puppen sammelst?", fragte Undorich mit Grabesstimme.

Der alte Mann tippte seinem Sohn mit dessen Schwert unters Kinn. Eine lange gerade Klinge, versteckt in einer braunen Schwertscheide die mit floralem Muster verziert war. Woher Archibald auch immer dieses Schwert hatte, es war schÀrfer als eine Rasierklinge und er liebte diese Waffe. Vermutlich hatte er sie von eine seiner Reisen mitgebracht. Dunwin kochte vor Wut, diese Waffe in den HÀnden eines anderen Mannes zu sehen. Das stand niemandem zu.

Aber anstatt vor Wut zu platzen oder in Angst zu verfallen lachte Archibald ĂŒber die Worte seines Vaters. Eine leise, dunkel und bedrohliche Lache - so wie seine ganze Erscheinung.

"Da kennst Du Dunwin schlecht", antwortete er ruhig.
Archibald hob den Kopf und grinste seinen Vater an.

Innerhalb eines Sekundenbruchteils hatte Archibald die beiden Wachen von sich gestoßen und ein Schwert einer der Wachen an sich gebracht. So schnell konnte Undorich nicht reagieren, wie Archibald seine Soldaten tötete. Ein Kopf wurde von den Schultern geschlagen und ein Brustkorb aufgebrochen. Sie fielen um als wĂ€ren sie das besagte Spielzeug.

Undorich starrte mit offenem Mund seinen Sohn an und sah dabei zu, wie Archibald das Schwert aus dem Brustkorb der letzten Wache riss. Eine fast tĂ€nzerische Halbdrehung und Archibald stand vor seinem Vater. Mit einer fließenden Bewegung riss er seine eigene Waffe an sich. Die eingravierten Runen flammten auf, als er das Schwert blankzog. Ganz Ă€hnliche Runen die seinen gesamten Körper schmĂŒckten in Form von TĂ€towierungen.

Undorich keuchte laut und verzweifelt auf. Es war das Letzte was Undorich in seinem Leben tat. Archibald schlug ihm mit einem einzigen Ă€ußerst brutalen Hieb den SchĂ€del von den Schultern. Ohne eine Sekunde zu zögern, ohne das geringste Anzeichen von Reue oder ĂŒberhaupt dabei die Miene zu verziehen.

Undorichs Rest brach in sich zusammen, sein SchĂ€del rollte ĂŒber den Fußboden in Dunwins
Richtung und blieb dann genau vor dessen FĂŒĂŸe liegen. Die schreckgeweiteten, toten Augen starrten Dun an. Dunwin hatte die Luft angehalten und stieß sie nun vor Erleichterung wieder aus. Es war vorbei. Undorich war tot. Dun hob den SchĂ€del an den Haaren hoch und grinste seinen Kumpel an. Archibald stand zwischen den Toten, wie die Ausgeburt der personifizierten Rache.

"Archi...
Dein Vater wollte Deinen Tod...
...weil Du Spielzeug sammelst?", hakte Dunwin nach.
"Scheinbar...", erklÀrte Archi.

Dunwin nickte knapp und betroffen. Vermutlich war Archis Vater genauso ein Scheusal wie sein eigener.

"Tut mir leid fĂŒr Dich Archi...
Nun ist es vorbei...
Undorich ist tot... und Du bist frei...", antwortete Dunwin mit belegter Stimme und wollte Archibald eine Hand auf die Schulter legen.

"Frei?", antwortete Archi mit steinerner Miene.
"Volkward lebt noch! Er durfte spielen, sich seine Huren halten, dazu sagte Vater nichts. Was ist mit mir? Volkward darf seinen Begierden freien Lauf lassen. Und ich soll mich verstecken? Vielleicht habe ich keine Lust mehr mir diese Diskriminierung anzusehen. ErzĂ€hl mir nichts von Freiheit Dunwin. Ich muss es beenden, dann bin ich frei - erst wenn der Letzte von Dornburg gefallen ist", flĂŒsterte Archibald mehr zu sich als zu Dunwin.

Archibalds Gesicht verhĂ€rtete sich, er ergriff sein seltsames Schwert fester. Dann schlug er die TĂŒr krachend auf und rannte nach draußen.
"Archibald, warte! Ich bin doch auf Deiner Seite! Verdammter...", setzte Dunwin an, aber da hörte er schon wie der Kampf in die Burg seines Freundes getragen wurde. Archi suchte seinen Bruder und er wĂŒrde ihn finden. Dunwin zĂŒckte die eigene Klinge und rannte ihm hinterher.

Das blanke Entsetzen stand den meisten Diener ins Gesicht geschrieben, jene die auf den kalten Mamorfliesen lagen und jenen die Archibalds Klinge entkommen konnten.

Die Flure zwischen den einzelnen Zimmern waren mit Leichen ĂŒbersĂ€t. Überall Blut, abgetrennte Gliedmaßen und Köpfe. Eine Spur der Zerstörung zog sich durch das Herrenhaus von Dornburg. Dunwin folgte der Spur und den GerĂ€uschen des Kampfes.

Im großen Saal hatte er fast seinen besten Freund eingeholt. Er kĂ€mpfte wie ein Wahnsinniger gegen die Hauswachen, und sah dabei aus als wĂŒrde er einen bizarren Tanz auffĂŒhren, pflĂŒgten sie durch die Reihen all derer, die Undorich gedient hatten und mĂ€hte sie nieder.

Sie hatten ihm nichts entgegen zu setzten. Es war ihr Beruf, aber es war von Archibald die Berufung. Er tat fast nichts anderes den ganzen Tag als mit der Klinge zu ĂŒben. Dunwin verstand ihn auf einer ganz anderen Ebene. Und dennoch kĂ€mpften die Wachen fĂŒr einen Mann der tot war, gleichgĂŒltig wie aussichtslos ihre Lage war.

Mit der seltsamen, verzierten Klinge schien er alles Leben in diesem Haus auslöschen zu wollen. Selbst die Hunde seines Vaters erschlug er mit dem Schwert.

Dunwin starrte aus dem Fenster hinunter in den Hof. Dort sammelten sich die restlichen verbliebenen Wachen des Hauses Dornburg zum Gegenschlag. Sie alle sahen mutlos und verzweifelt aus. Sie wussten wer ihr Gegner war. Dunwin folgte dem Leichenpfad in Richtung Archibald. Nicht weit entfernt gab es einen kleinen Platz, auf dem die Wachen frĂŒher KĂ€mpfen ĂŒbten.

Nun war es ein Totenacker. Dunwin stieg ĂŒber die Toten. Er fĂŒhlte kein Mitleid mit ihnen. Sie
hatten sich alle gegen Archibald verbĂŒndet, folglich waren sie der Feind. Ein Vater der seinen Sohn verurteilte weil er Spielzeug sammelte, war genauso wahnsinnig, wie ein Vater der seinen Sohn hasste da er nicht ĂŒber Magie gebot. Alte MĂ€nner und deren Launen!

Volkward kam aus einem Versteck gerannt und wÀre fast in Dunwin hineingerannt. In seinen Augen stand das blanke Entsetzten.

"Baron von Hohenfelde Ihr mĂŒsst mit meinem Bruder reden. Er ist wahnsinnig geworden! Ihr habt seinen Keller nicht gesehen! Bringt ihn zur Vernunft. Er muss sein Schwert niederlegen, er... er hat nicht verdient zu leben. Tötet ihn", flehte Volkward.

"Sehe ich so aus...
Meint Ihr... ich wĂŒrde Archibald töten...
Weil... er Spielzeug sammelt?
Ihr seid so lÀcherlich... Volkward...", zischte Dunwin.

Dunwins Hand schloss sich um das Schwertheft. Im gleichen Moment spritzte ihm das Blut von Volkward ins Gesicht. Volkward war geköpft. Archibald wurde sichtbar als die Reste seines Bruder mit einem groben Hieb zur Seite rÀumte.

"Sie sind tot, die Verwandten, die Wachen, alle", sagte Archi leise.

"Alle tot... mhm...
Was ein Massaker...
Herzlichen GlĂŒckwunsch Archi...", grinste Dunwin.

Archibald stand schwer atmend da und musterte Dunwin. Das Katana war mit Blut ĂŒberzogen. Ebenso Archibalds gesamter Körper, er sah aus als hĂ€tte er in Blut gebadet. Ein Bild des Grauens, aber in seinen Augen stand der Glanz absoluter GlĂŒcksseligkeit.

"Ich möchte sie sehen Archi...", erklÀrte Dunwin und schmunzelte seinen Freund an.
"Wen sie?", hakte Archibald nach. Er schĂŒttelte das Katana, so dass das Blut von ihm abtropfte.
"Die Sammlung...", half Dunwin nach.

Archibald nickte und griff im gleichen Augenblick an. Er sprang auf Dunwin zu, die Klinge vor seinen Körper gezogen und kam einen Schritt vor Dunwin auf. Dun hechtete im letzten Moment zur Seite und stĂŒrzte in den Leichenberg.

Archibald warf sich zu Dunwin herum und drehte hastig den Kopf in dessen Richtung, da Dunwin ihm in Sachen Schwertkunst in nichts nachstand. Dun war mit einem Sprung wieder auf den Beinen und funkelte Archibald an. Dun ging zum Gegenangriff ĂŒber um sich Zeit und Platz zu verschaffen schlug er blindlings in einem weiten Bogen zu. Er erkannte, dass er Archibald verfehlt hatte.

Archibald stĂŒrzte sich auf Dunwin. Dun wich ihm wie einem wĂŒtenden Stier aus. Als Archi an ihm vorbei sprang, stĂŒrzte sich seinerseits Dunwin von hinten auf Archi. Er umklammerte seinen Kumpel so fest er konnte und presste ihm die Arme an den Körper.

Dun gab Archi noch einen Augenblick. Archibald strampelte, knurrte und hob die Klinge an, um Duwin abzuwehren.

"Reg Dich ab Arch...", befahl Dunwin ruhig, obwohl er MĂŒhe hatte seinen besten Freund festzuhalten.

Archibald ließ das Katana fallen und sackte zusammen. Seine HĂ€nde samt den scharfen NĂ€geln krallten sich in Dunwins. Dun umarmte ihn ganz fest von hinten und legte seinen Kopf auf die Schulter von Archi. Er versuchte immer noch sich zu befreien, allerdings sehr halbherzig.

"Es ist leichter, ohne Gegenwehr Arch...", flĂŒsterte Dunwin.
"Du hast keine Ahnung", gab Archibald zurĂŒck.

"Habe ich nicht? Was haben wir schon alles geteilt mhm...
Und nun kommst Du mir so?", hakte Dunwin nach und Archi spĂŒrte mehr das Schmunzeln seines besten Freundes als dass er es sah.

Dunwin hielt Archibald gepackt, gleichgĂŒltig ob er sich wehrte oder ihm die NĂ€gel in die HĂ€nde bohrte. Dun machte es nichts aus, er hatte bereits andere Dinge ertragen. Er hielt Archibald einfach fest. Er war bei ihm und hielt er ihn fest. Er war fĂŒr Archibald da, er musste ihm nahe sein, denn sein Wahlbruder brauchte ihn.

GleichgĂŒltig was Archibald gelernt hatte, er war kein Hohenfelde - fĂŒr ihn war es kein Fest seine gesamte Verwandtschaft an einem einzigen Tag aus dem Weg gerĂ€umt zu haben. Dunwins eigene Ahnen wĂ€ren vor Stolz geplatzt. Aus dem Grund benötigte Archibald seinen Beistand nötiger als jemals zu vor.

"Ich hÀtte Dich fast getötet...", entschuldigte sich Archibald.
"Du ĂŒberschĂ€tzt Deine FĂ€higkeiten maßlos Archi...", schmunzelte Dunwin.

Zwischen das erschöpfte Seufzen mischte sich so etwas wie ein schnaubendes Lachen.

"FĂŒr die anderen bin ich ein Monster", erklĂ€rte Archi.

"Wer solche Kunst verkennt ist ein Idiot...
Liebe bekommst Du geschenkt, Angst musst Du Dir verdienen...
Und schau nur was Du geleistet hast...
Du bist der einzige Bruder Archi dem ich Zuneigung schenke...
Du bist neben Canan und Jesper mein Vertrauter...
Denk nach bevor Du handelst...
Was nun? Zeigst Du mir die Sammlung?", fragte Dunwin.

Der Junker fĂŒhrte seinen besten Freund in sein Haus und offenbarte ihm seine Sammlung. Was Dunwin sah war kein Spielzeug...

Dunwin sah allerdings auch kein Monster...
Er sah eine Waffe... eine der grausamsten Waffen die er je erblickt hatte...
Er sah einen Seelenverwandten...
Anders... verdreht und dennoch auf gewissen Art gleich...

Ab dato verstand Dunwin...
Und Archibald folgte ihm absolut treu und loyal.
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Re: Junker Archibald von Dornburg [Naridier]

#6

Beitragvon Archibald von Dornburg » So 17. Dez 2017, 19:29

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Die Nacht des Blutes


Brandur war, als wĂŒrde er etwas spĂŒren. Als wĂ€re da ein Unwetter, das heraufzog, dabei hatten die Priester nichts Entsprechendes vorausgesagt. Entweder, sie waren unfĂ€hig oder sie hatten ihre Herren belogen. Brandur spĂŒrte schließlich genau, dass da etwas war, seine TrĂ€ume kĂŒndeten davon. Er fĂŒhlte sich unwohl und wie von einer unsichtbaren Macht getrieben, als er mitten in der Nacht noch einmal von seinem Schlafgemach aufstand. Ohne noch einmal einen Blick auf seine schlafende Frau zu werfen, zog er seine feinen Stoffpantoffeln ĂŒber die FĂŒĂŸe und trat auf den dunklen Flur des Herrenhauses. Es war still, niemand sonst war unterwegs, weder von den Mitgliedern seiner Familie noch von der Dienerschaft.
Nathaniel, sein Leibdiener, bemerkte, dass er aufgestanden war und kam aus der Kammer, die gleich an das Schlafzimmer der Herrschaften grenzte. Ohne ihn anzusprechen half er Brandur in den Morgenmantel und folgte ihm schweigend mit der Öllampe auf seiner Wanderung. Wenn Brandur nachts durch die GĂ€nge streifte, wollte er keine menschlichen Worte vernehmen und auch niemanden sehen, so dass sein Diener sich nach Möglichkeit außerhalb seines Blickfeldes hielt. Jeder der von Hohenfeldes hatte endlos viele Marotten und des Nachts herumzuirren war eine von Brandurs.
Die GĂ€nge des Herrenhauses waren ein endloses Labyrinth aus Dunkelheit, mit leeren RĂŒstungen aus verschiedenen Zeitepochen an den WĂ€nden und nur sehr vereinzelt brennenden Lampen. Zwischen jeder Lichtinsel lag ein Fluss von SchwĂ€rze.
Brandur folgte dem schmalen, blutroten Teppich, ohne das Ziel zu kennen, die Augen starr geradeaus gerichtet, ohne wirklich etwas zu sehen. Die RealitĂ€t wurde ĂŒberlagert von einer Traumwelt. Die GĂ€nge wurden zu Waldwegen, die sich bald als schmale, himmelshohe BrĂŒcken durch die Wolken schwangen. Niemand außer ihm war hier, der Blick in alle Richtungen endlos und die warme Luft duftete nach Sommer.
Das Haus verÀnderte sich um ihn herum, ohne dass er es bewusst wahrnahm, denn diese Erscheinungen waren ihm vertraut. Es verschob dumpf grollend wie ein im Schlaf knurrendes Untier seine WÀnde und man sagte, dass es lebte.
Brandur ließ sich von ihm fĂŒhren, von einem Gang zum nĂ€chsten, ließ es seine Schritte lenken, dieses sein zu Hause, sein GefĂ€ngnis und von dem uralten Geheimnis leiten, das niemand verstand.
Wie ein Schlafwandler ließ er sich treiben, bis er auf einem der Balkone stand. Hier erwachte er. Er zwinkerte einige Male, um sich zu sammeln und zurĂŒck in die RealitĂ€t zu gelangen. Etwas verwirrt schaute er sich um. Statt Sommer war Winter, statt Mittag war es Mitternacht. Er konnte sich an den Weg hier hier nicht mehr erinnern. Die zahllosen dĂŒnnen Narben auf seinem Kreuz brannten, zwiebelten und stachen. Er fasste in seinen Morgenmantel und unter das Nachthemd und betrachtete seine Fingerspitzen, um sich zu vergewissern, dass er kein Blut auf dem RĂŒcken hatte, sondern dies nur die ĂŒblichen Erinnerungsschmerzen waren, die ihn in NĂ€chten wie diesen heimsuchten und vor denen sein Verstand in andere SphĂ€ren floh.
Der Vollmond schien viel zu hell, er blendete ihn regelrecht. Wie eine riesige leuchtende Scheibe hing er ĂŒber dem verschneiten Anwesen. Unter ihm an der Mauer rauschte der Fluss, der Eisschollen fĂŒhrte. Die KĂ€lte drang durch seine dĂŒnne Kleidung.
Als Brandur sich vom Licht abwandte, um wieder in das Haus zu gehen, bewegte sich im Dunkel ein Schatten hinter der offenen BalkontĂŒr. Die Augen Nathaniels, der noch immer die Öllampe hielt, weiteten sich unglĂ€ubig, ehe sie starr wurden. Ein schlanker Degen schoss aus seiner Brust und verschwand ebenso rasch wieder darin. Der treue Diener fiel, doch noch bevor er auf dem Boden aufschlug, schleuderte Brandur seine Öllampe nach dem Angreifer.
Augenblicklich war alle MĂŒdigkeit und VertrĂ€umtheit fort, seine Sinne geschĂ€rft und sein Wille fokussiert. Der Angreifer wich dem Wurfgeschoss mit dem Oberkörper aus. Ddie Lampe zerschellte neben ihm an der Wand und das brennende Öl ergoss sich ĂŒber seinen Kopf. Kreischend und um sich schlagend ließ er den Degen fallen, den Brandur sogleich an sich nahm. Mit zwei kurzen Tritten in die Luft befreite Brandur sich von seinen feinen Stoffpantoffeln, die wirbelnd davonflogen. Die Gefahr, dass er in ihnen stolperte, war zu groß. Inzwischen ahnte er, was gerade vonstattenging. Aus der Ferne hörte er Schreie. Er verzichtete darauf, dem brennenden Mann den Todesstoß zu versetzen, denn das wĂŒrde ihn wertvolle Augenblicke kosten, und rannte in den finsteren Gang.
Einer seiner BrĂŒder hatte den Krieg um die Erbfolge eröffnet, nur eine Nacht, bevor er es selbst getan hĂ€tte. Brandur rannte mit wehendem Morgenmantel durch das Labyrinth. Vor der nĂ€chsten Abbiegung schob eine Wand sich langsam von der Seite in den Gang. Er beschleunigte sein Rennen, um den schmaler werdenden Spalt noch zu erreichen, doch kurz bevor er ankam, schloss sich Stein auf Stein. Er prallte dagegen, stieß sich wieder ab und rannte den Weg zurĂŒck, den er gerade gekommen war, um eine andere Abzweigung zu finden. Nun fuhr am Ende des Ganges, dort, wo die nĂ€chste Kreuzung war, von unten eine Wand hinauf, ganz so, als ob die Bosheit ihres Vaters, vom Blut geweckt, zusammen mit dem Herrenhaus erwachte, um seine Söhne darin einzusperren, bis sie sich gegenseitig abgeschlachtet hĂ€tten.
Mit einem Hechtsprung flog Brandur durch den schmalen Spalt, machte eine Rolle und kam wieder auf die FĂŒĂŸe. Den Degen hielt er noch immer fest in der Hand. Die an der Wand stehenden RitterrĂŒstungen klapperten, das gesamte Haus erzitterte, Stein knirschte. Alles schien sich irgendwie zu bewegen und von oben rieselte es aus den Fugen. Die Schreie um Hilfe waren durch die zahllosen WĂ€nde gedĂ€mpft, doch Brandur erkannte sie. Es war das KindermĂ€dchen seines Ă€ltesten Sohnes und das seiner Leibwachen, die sie zu schĂŒtzen versuchten. Brandur hastete weiter, um zu ihnen zu gelangen, doch immer, wenn er einen Gang nehmen wollte, der ihn nĂ€her an seine Familie brachte, fuhr eine Wand heraus und versperrte ihm den Weg. Da war der nĂ€chste Abzweig, doch er war nicht leer. Darin polterten die Schritte einer rennenden Personengruppe.
Brandur hielt an und presste sich mit dem RĂŒcken flach neben einer RitterrĂŒstung an die Wand. Die Truppe bewaffneter MĂ€nner rannte an ihm vorbei, dem letzten stach Brandur von hinten den Degen ins Kreuz. Er kannte ihn, der Kerl gehörte zu Dunwin. Offenbar suchten sie in kleinen Gruppen das Labyrinth nach ihm ab und nach anderen, die womöglich dem Anschlag entkommen waren. Die MĂ€nner rannten weiter, im LĂ€rm ihrer eigenen Schritte hatten sie das Aufschlagen des Körpers ihres Kameraden nicht gehört. Brandur sprang ĂŒber ihn hinweg. Er war 48 Jahre alt und nicht mehr so schnell und wendig wie frĂŒher, doch er war gut trainiert und wusste mit einem Degen durchaus umzugehen.
Er holte auf und mit wenigen Stichen hatte er drei weitere MĂ€nner erledigt. Nur noch einer blieb ĂŒbrig. Der fuhr mit gezogenem Degen herum. Als Brandur nach ihm stach, parierte er, lenkte die Klinge um und der Stich traf ins Leere. Mehr als das, sein Gegner lenkte die Bewegung fließend in einen Gegenangriff um und Brandur konnte nurmit MĂŒhe verhindern, selbst erstochen zu werden. Sein Gegner trieb ihn mit mehreren Hieben rĂŒckwĂ€rts und Brandur erkannte im matten Licht ein vertrautes Bewegungsmuster.
»Archibald«, zischte er wĂŒtend.
»Oh, guten Abend«, erwiderte sein Gegner und parierte eine weitere Attacke mit lockeren Bewegungen. Brandur holte zu stark aus. Kreischend fuhr sein Degen ĂŒber die steinerne Wand, Funken stoben und erhellten fĂŒr einen Augenblick das Gesicht seines GegenĂŒbers, der seine spitz gefeilten ZĂ€hne in einem verzerrten Grinsen zeigte. Dann erloschen die Funken und das LĂ€cheln. Archibald hieb mit doppelter Geschwindigkeit auf ihn ein. Brandur parierte mehrmals und erkannte dabei, dass er auf Dauer keine Chance hatte. Wenn er hierblieb, wĂŒrde dieser Kampf in wenigen Augenblicken sein Ende besiegeln.
Nach der letzten Parade sprintete er davon. Im Finsteren hatte er gegen diesen Gegner keine Chance. Doch hatte Brandur bemerkt, dass Archibald eine kurze Pause eingelegt hatte, als die Funken gestoben waren und sein Grinsen schien eher dazu gedacht gewesen zu sein, die schmerzverzerrte Grimasse zu verbergen, zu der sein Gesicht geworden war.
Brandur musste irgendwie ins Licht kommen!
Im Rennen strich er mit den Fingerspitzen an der Wand entlang, um sich in den dunklen Abschnitten zu orientieren. Er stieß mit der Hand an eine RĂŒstung, packte zu und warf sie hinter sich um.
Das Poltern und Fluchen verriet ihm, dass Archibald darĂŒber stĂŒrzte.
»Ich krieg dich, Hexer«, brĂŒllte der Schwertmeister.
Anhand seines Gegners und der Betonung, dass er ein Hexenmeister war, erkannte Brandur nun eindeutig, wer hinter dem Angriff auf seine Familie steckte. Archibald war ebenso ein Purie wie Dunwin.
Da war die TĂŒr zum Balkon! Brandur beschleunigte sienen Sprint und rettete sich nach draußen. Schwer atmend stand er da, den grell leuchtenden Vollmond im RĂŒcken. Sein Atem verursachte weiße Kondenswolken. Er starrte mit kampfbereit erhobenem Degen auf die TĂŒr. Er war nicht mehr allein. Das Mondlicht spiegelte sich einen Moment lang in Archibalds Augen, dann trat der Schwertmeister zurĂŒck in den Schatten, die seit jeher sein Metier waren.
»Ich kann warten«, knurrte er. »Ich habe Zeit. Und du? Wie viel Zeit bleibt dir?«
Der sonst so beherrschte Brandur blickte panisch in Richtung der kleinen, schießschartenartigen Fenster, die entlang des großen Kastenbaus verliefen. Die Schreie, die daraus drangen, verĂ€nderten sich. Dies waren nicht mehr die Stimmen von Erwachsenen.
»Ich war gerade auf dem Weg zu deinen Kindern«, sprach Archibalds Stimme aus den Schatten. »Ich hoffe, sie lassen mir noch etwas von ihnen ĂŒbrig. Dunwin hatte es mir eigentlich versprochen.«
»Du krankes Schwein«, brĂŒllte Brandur mit ĂŒberschlagender Stimme. »Lass meine Kinder da raus! Es geht nur um uns drei, um Dunwin, Kunwolf und mich!«
»Du weißt so gut wie ich, dass das nicht der Wahrheit entspricht. Es geht um die Erbfolge. Zwei von drei Linien werden heute Nacht ihr Ende finden. Und eine von ihnen ist die deine. Hör nur, wie sie schreien. Ist das jetzt dein Sohn oder deine Tochter? Sie klingen so gleich.«
Nur mĂŒhsam konnte Brandur den Impuls, seinen Degen in die Schatten zu schleudern, unterdrĂŒcken. Der Schwertmeister wĂŒrde ihn abwehren und die Waffe an sich nehmen. Brandur blickte hektisch in alle Richtungen, auch abwĂ€rts, an der mauerartigen BalkonbrĂŒstung hinab. Steil und tief, von hier aus gab es keinen Weg hinab. Keine Möglichkeit, seine Familie ĂŒber eine andere TĂŒr zu erreichen und das Schlimmste vielleicht noch einmal abzuwenden.
»Er versteckt sich auf dem Balkon«, sprach Archibald zu jemand anderem. Eine zweite Person trat nun aus dem Dunkel an ihm vorbei ins Vollmondlicht. Dunwins Schwert war bis zum Heft getrĂ€nkt von Blut und er war in voller Kampfmontur. Er machte eine kleine, zuckende Bewegung aus dem Handgelenk und das Blut spritzte als langer Streifen auf den Stein. Der dĂŒnne Eisfilm auf dem Boden schmolz. Es war noch warm.
»Du bist der Letzte, Brand. Deine Familie ist tot. Ein wĂŒrdiger Abschluss, ein Schmankerl zum Schluss. Komm her und tritt deinem Ende entgegen. Tut mir leid, Archi. Ich konnte nicht auf deine Ankunft warten. Ich musste sie alle so schnell wie möglich tot vor mir sehen, sicher ist sicher. Es darf keinen Erben außerhalb von meiner Linie geben. Niemand darf heute entkommen.«
Ein enttĂ€uschtes Schnauben drang aus dem Dunkel. Brandur spĂŒrte, wie aller Lebenswille ihn bei diesen Worten verließ. Seine Degenspitze sank ein StĂŒck hinab. Dunwin sprach noch immer mit Archibald, der offenbar beleidigt war.
»Wenn wir hier fertig sind, statte doch zum Ausgleich einfach meinen Söhnen einen Besuch ab und erteile ihnen eine Lehrstunde«, schlug er vor, ohne dabei Brandur aus den Augen zu lassen. »Vielleicht gelingt es dir ja diesmal, ihnen Respekt vor purer Körperkraft beizubringen. Es braucht keinen Magier, um diese ganze Brut kaltzumachen. Bring ihnen das bei. Sie sind genau so wertlos wie Brandurs und Kunwolfs Brut!«
Dunwin griff an. Ihre Klingen trafen sich vor dem Vollmond, wirbelten gemeinsam herum, trennten sich wieder, schlugen erneut aufeinander. Brandur parierte, ripostierte, attackierte, so gut er noch konnte. Dunwin musste ihm nach hinten ausweichen, hĂŒpfte auf die Mauer des Balkons und tĂ€nzelte rĂŒckwĂ€rts. Brandur setzte nach und hieb nach seinen FĂŒĂŸen. Dunwin machte einen eleganten Satz darĂŒber hinweg, sprang und landete auf dem Flachdac. Dann rannte er fort.
Dieser Feigling!
Brandur sprang folgte ihm ĂŒber die Mauer auf den Kastenbau. Dunwin schien zu straucheln und er holte ihn bald ein. Den Sippenmörder, die schlimmste Brut, die Alastair je hervorgebracht hatte. Brandur wĂŒrde ihm ein Ende bereiten, jetzt und hier.
»Wo ist Kunwof?« Brandurs Stimme war ganz ruhig. Er war gekommen, um zu töten und er wĂŒrde es zu Ende bringen. Er kannte die Antwort, doch er wollte sie aus dem Mund dieses Scheusals hören. »Wo ist unser Bruder?«
Dunwin lachte und stand auf einmal wieder sicher auf beiden FĂŒĂŸen. Das Straucheln, die Flucht - nichts als eine weitere Finte. Er stellte sich vor ihn und sah ihm furchtlos und ohne die Spur von Reue in die Augen.
»Tot, so wie du auch gleich!«, brĂŒllte Dunwin und trat Brandur noch bevor er den Satz beendet hatte in den ungeschĂŒtzten Bauch. Brandur war zu langsam, er bekam den Tritt ab, bevor er seine Bauchmuskulatur anspannen konnte. Der Fuß quetschte seine Eingeweide bis fast zur WirbelsĂ€ule. Ein Schwall von Mageninhalt wurde in Brandurs Mund und Nase gedrĂŒckt, er erbrach sich, hustete und sah die Klinge auf seine Brust zurase. Im letzten Augenblick drehte er sich zur Seite und riss den Arm nach oben. Der Degen fuhr unter seiner Achselhöhle hindurch, schnitt durch Morgenmantel und Nachthemd und zerteilte seine Muskeln bis auf die Knochen. Er spĂŒrte, wie die Klinge ĂŒber seine Rippen fuhr.
Sein Schwertarm war damit unbrauchbar. Rasch wechselte er die Waffe in die andere Hand, wÀhrend er den Schwertarm angewinkelt gegen seine blutende Flanke presste.
Dunwin brĂŒllte vor Zorn. WĂŒtend darĂŒber, nicht Brandurs Herz durchbohrt zu haben, stach er nun nach seiner Kehle. Brandur versuchte, sich zu verteidigen. Doch mit dem linken Arm war er nicht halb so gut wie mit dem rechten und selbst mit seinem Schwertarm war er den FechtkĂŒnsten seines Bruders nicht gewachsen. Dunwin hatte nie auf Magie zurĂŒckgreifen können, sondern sich stets auf seinen Körper verlassen mĂŒssen. Er war mehr als gut, er war ein hervorragender Krieger. Je lĂ€nger der Kampf dauerte, umso mehr bekam Brandur das GefĂŒhl, dass sein Tod unausweichlich war. Die schwere Verletzung und die Anstrengung forderten ihren Tribut.
Doch er hatte noch einen letzten Trumpf. Wenn sein Àlterer Bruder tot war, konnte er ihn beschwören.
â€șKunwolfâ€č, rief er gedanklich und tastete im Nexus nach dessen vertrauter PrĂ€senz. Er spĂŒrte ihn, völlig verstört. Ja, er war tot. Kunwolfs Geist hatte noch nicht einmal richtig begriffen, was geschehen war und wurde schon wieder zurĂŒck in die Welt der Lebenden gezerrt. â€șhilf mir, Bruder!â€č, sprach Brandur eindringlich. â€șDunwin ist uns zuvor gekommen, er hat die Nacht des Blutes selbst eingelĂ€utet. Unsere Familien sind tot, nur noch ich bin ĂŒbrig und ich bin verletzt! Hilf mir, dieses Schwein noch mit mir in den Tod zu reißen! Schinde mir noch ein paar Minuten heraus, bis er erschöpft genug ist, dass ich ihm den finalen Stoß versetzen kann!â€č
â€șIch bin kein guter SchwertkĂ€mpferâ€č, erwiderte Kunwulfs Geist zögerlich.
â€șSo wenig wie ich, Bruder. Lass es uns gemeinsam versuchen, es ist unsere letzte Chance, diesen Wahnsinnigen in den Abgrund zu befördern! Lass uns unsere Familien rĂ€chen und dann gehen wir gemeinsam in die Große Dunkelheit ein.â€č
Brandur spĂŒrte, wie die vertraute KĂ€lte des Geistes sich um ihn legte wie ein Mantel aus Eis. Dann sank Kunwolf in ihn hinein und es war, als wĂŒrde das Gehirn des Hexenmeisters gefrieren.
Dunwin wich ein paar Schritte zurĂŒck, als er das blaue Leuchten sah, das von Brandur ausging, der konzentriert da stand. Das erste Mal in dieser Nacht spiegelte sich Angst in dem Gesicht des jĂŒngsten und skrupellosesten der drei BrĂŒder.
»Es ist Kunwolf«, keuchte Dunwin. »Du hast Kunwolf gerufen!«
Brandur schlug die Augen auf. Sie leuchteten grellblau in der Nacht.
»Wir bringen dich um«, sprach der Hexer nun mit doppelter Stimme. Dann preschte er vorwÀrts.
Ihre aufeinanderprallenden Degen klangen wie die SchlĂ€ge eines Schmiedehammers. Der Kampf verlief so schnell, dass man ihm kaum mit bloßem Auge hĂ€tte zu folgen vermocht. Funken sprĂŒhten. Brandur spĂŒrte, dass sie nun in der selben Liga kĂ€mpften. Zwei mittelmĂ€ĂŸige Fechter in einem Körper standen gegen einen inzelnen sehr guten Mann. Es war wie ein Tanz des Todes, bei dem die FĂŒhrung sich abwechselte. Mal jagte der Hexer seinen Gegner ĂŒber das Dach, dann war es umgekehrt. Sie drehten sich, ihre Klingen blitzen im Mondlicht und ein Funkenregen ergoss sich ĂŒber Brandurs Gesicht. Dunwins Gesicht war vor Anstrengung verzerrt. Brandur konnte mehrere Treffer landen, doch verhinderte Dunwins RĂŒstung, dass die Treffer tödlich verliefen. Sie verursachten bestenfalls einige oberflĂ€chliche Schnitte. Und irgendwann spĂŒrte Brandur, dass er endgĂŒltig ermĂŒdete. Körper und Geist hatten sich bis zum Äußersten verausgabt.
â€șKunwolf.â€č
â€șJa?â€č
â€șIch kann nicht mehr. Du musst diesen Kampf allein ĂŒbernehmen.â€č
â€șWas?! Allein habe ich keine Chance! Halt noch ein wenig durch! Auch er muss irgendwann mĂŒde werden. Ich helfe dir!â€č
â€șEs ist vorbei. Ich bin am Ende, Bruder.â€č
â€șNein! Reiß dich zusammen, komm schon! Noch ein bisschen!â€č
Brandur spĂŒrte, wie Kunwolf all sein Können zusammennahm, um seinen erschöpften Körper zu fĂŒhren. Brandur taumelte herum, wurde durch die Gegend gezogen wie eine Marionette. Einige Hiebe lang vermochte Kunwolf noch, Dunwin standzuhalten. Dann trat er mit Brandurs Körper fehl.
Brandur knickte mit dem Fuß um und stolperte. Dunwin nutzte die Gelegenheit sofort, verpasste ihm einen weiteren Tritt in den Bauch und Brandur stĂŒrzte. Doch er prallte nicht auf dem Dach auf.
Er fiel weiter.
Brandur riss den Mund auf zu einem stummen Schrei, als ihm bewusst wurde, dass er gerade rĂŒcklings vom Dach stĂŒrzte. Er sah seine HĂ€nde vor sich, die ins Nichts griffen, den wirbelnden Degen, den er losgelassen hatte, seine nackten, strampelnden FĂŒĂŸe und seinen wehenden Morgenmantel, unter dem weiß das Nachthemd hervor flatterte. Und darĂŒber, auf der Dachkante stehend, die dunkle Silhouette Dunwins.
Es war vorbei.
Brandur spĂŒrte von unten einen heftigen Schlag gegen seinen RĂŒcken, eiskalt umschloss ihn das Wasser des Flusses. Der Hexenmeister verschwand in einem Wirbel von Luftblasen und ging darin unter. Der Fluss riss den Hexer mit sich, wirbelte ihn endlos oft herum, schlug ihn gegen Steine udn BaumstĂ€mme und zerrte ihn ĂŒber das kiesige Bett, ehe Brandur das Bewusstsein verlor.

Als er erwachte, lag er auf einem steinigen Ufer. Es roch nach verfaultem Schlamm und nach Frost. Die Morgensonne war schon aufgegangen, doch sie hatte seine gefrorenen Ärmel nicht aufgetaut. Brandur stĂŒtzte sich auf die Unterarme, seine eisĂŒberzogenen Kleider knisterten. Vor KĂ€lte waren seine Gliedmaßen steif und gefĂŒhllos wie Holz. Es dauerte lange, ehe er auf allen vieren stand und noch lĂ€nger, ehe er, kreideweiß, aufrecht stand.
Das Herrenhaus war von hier aus nicht zu sehen. Er musste weit fortgespĂŒlt worden sein. Kunwolf war fort und Brandur zu schwach, um ihn erneut zu beschwören. Er war vollstĂ€ndig allein. Ihm wurde bewusst, dass alle, die ihm je etwas bedeutet hatten, seit letzter Nacht tot waren. Seine Frau, seine Geliebte, seine Kinder, seine Dienerschaft, sein Bruder.
Brandur begann am ganzen Körper zu schlottern. In seinem Zustand war das ein gutes Zeichen. Sein Körper nahm den Kampf auf, obwohl seine Seele sich so starr und tot anfĂŒhlte wie seine tauben FĂŒĂŸe.
Er blickte flussaufwĂ€rts, wo hinter den BĂ€umen, weit entfernt, irgendwo das Herrenhaus lag, in dem er geboren worden war und in dem er das Martyrium seiner Kindheit verbracht hatte. Den Ort, von dem er und seine BrĂŒder so oft versucht hatten, zu fliehen, damals, als sie noch Freunde waren, bis sie zu alt dafĂŒr waren und ihren Platz in der blutigen Geschichte der Familie von Hohenfelde einnahmen.
Steifbeinig, jeden Schritt einzeln setzend und unter extremen Schmerzen, stapfte Brandur barfuß durch das gefrorene Gras. In seinem RĂŒcken war irgendetwas kaputt. Er konnte nur winzige Schritte machen und jede ErschĂŒtterung fuhr wie ein Blitz seine WirbelsĂ€ule hinauf. Doch fĂŒr Brandur hatte dies keine Bedeutung.
Seine Augen waren glasig. Erneut war es ihm, als wĂŒrde er ĂŒber eine BrĂŒcke gehen, als wĂŒrde er das alles nur trĂ€umen, als wĂ€re er ein Schlafwandler, der durch einen Alptraum wandeln muss, ohne doch je erwachen zu können. Nie zuvor hatte er sich so tot gefĂŒhlt, so wenig Leben in sich verspĂŒrt. Da war nichts mehr.
Den Blick entrĂŒckt, die Wahrnehmung in weiter Ferne, bewegte er sich mechanisch fort von dem Ort, an dem Brandur von Hohenfelde gestorben war.
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Re: Junker Archibald von Dornburg [Naridier]

#7

Beitragvon Archibald von Dornburg » So 17. Dez 2017, 19:30

Charbogen-ErgÀnzung:

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viewtopic.php?f=64&t=1227


Hunger -- 165 n.d.A.

Jesper strich sich seine struppigen, langen, roten Haare aus dem Gesicht. Arch hatte scheinbar mitten in der Nacht das Bett verlassen. Jesper tapste gÀhnend nach unten in den Keller um sich noch einen Snack zu holen und dort nach Arch Ausschau zu halten. Arch liebt es dunkel und bevorzugte KellerrÀume als Wohnort, aufgrund seiner MigrÀne.

Als Jesper vor der KellertĂŒr stand hörte er ein seltsames Wimmern, dass in einem Gurgeln unterging. Seine Hand verharrte ĂŒber der TĂŒrklinke. Jesper schluckte und drĂŒckte lautlos die Klinke herunter. Ganz behutsam schob er die TĂŒr auf, um keinen Laut zu verursachen.

Jesper erblickte eine Person mit einer krÀftigen, drahtigen und dennoch muskulösen Figur, die von Narbengewebe, sonderbaren TÀtowierungen und Jahrzehnten intensiver körperlicher Konditionierung gezeichnet war. Der Mann hielt den Kopf gesenkt. Archibald.

Er starrte auf Archibalds RĂŒcken, der nackt auf seinen Fersen hockte und angespannt etwas in seinen Klauen hielt. Die seltsamen TĂ€towierungen auf seinem RĂŒcken schienen im Zwielicht des Kellers zu einem Eigenleben erwacht zu sein. Sobald man sie nur aus den Augenwinkel sah, schienen sie sich wie Schlangen zu winden, starrte man sie genau an verharrten sie, als wollten sie einen verhöhnen.

Jesper sah die Anspannung in Archs Körper, er sah die Schulter- und Nackenmuskulatur unter Anstrengung arbeiten. Schlagartig dĂ€mmerte es Jesper, was Archibald dort gerade tat. Er fraß etwas mit animalischer Gier.
Die Szene wirkte surreal, das schummrige Licht, die TĂ€towierungen, die dĂ€monische Körperhaltung von Arch und dies alles untermalt von leisen, reißenden, knackenden GerĂ€uschen die Jesper einen Schauer ĂŒber den RĂŒcken jagten.

"Archi?", flĂŒsterte Jesper.

Archibald wirbelte mit krank machender Geschwindigkeit herum und fixierte Jesper mit dunklen Augen. Seine ZĂ€hne, Lippen und sein ganzer Hals waren blutverschmiert. Blut- und gewebeverschmierter Geifer rann Arch trĂ€ge in zĂ€hflĂŒssigen FĂ€den die Lippen herab. In Archibalds Blick lag kein Wiedererkennen. Auf seinen ZĂŒgen spiegelte sich eine Mischung aus Gier, Trieb und Wahnsinn.

Sein Kopf fuhr fĂŒr eine Sekunde herum, um einen Mundvoll Fleisch und Knorpel aus seinem Opfer heraus zu reißen. Archibalds Wangen sanken ein als er den großen Klumpen seine Kehle herab zwang und ihn herunter schluckte. Archibald richtete sich ruckartig halb auf, sein Blick brannte sich in den von Jesper und seine Lippen zogen sich zu einem ZĂ€hnefletschen zurĂŒck.

"Ruhig Arch, ganz ruhig", flĂŒsterte Jesper beschwichtigend und ging ganz vorsichtig einen Schritt zurĂŒck.

Arch legte den Kopf schief, blinzelte und setzte sich wieder auf seine Fersen. Archibald wandte sich von Jesper ab. Erneut hörte Jesper wie sich die messerscharfen ZĂ€hne von Archibald in Fleisch und Knorpel gruben. Es folgte eine ruckartige SeitwĂ€rtsbewegung seines SchĂ€dels und das reißende Nachgeben von Fleisch. Gefolgt von schmatzenden SchluckgerĂ€uschen und einen wollĂŒstigen Stöhnen.

Ein Wimmern von etwas das gerade noch lebte. Eine nicht klar auszumachende Handbewegung von Arch. Ein Blutschwall samt DarmstrĂ€nge klatschte zwischen seine nackten FĂŒĂŸe auf den Boden. Arch hockte sich in Zeitlupe auf die Knie und umschlag das was er in den Armen hielt felsenfest. Die anschließenden Bewegungen waren sehr eindeutig und ließen keine Frage offen, was Arch dort tat.

Jesper presste sich die Hand auf den Mund. Er atmete tief durch, aber der Blutgestank raubte ihm fast den Atem und er hatte MĂŒhe auf den FĂŒĂŸen zu bleiben. Er verließ rĂŒckwĂ€rts so schnell er konnte den Raum und schloss hinter sich die TĂŒr.
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Re: Junker Archibald von Dornburg [Naridier]

#8

Beitragvon Archibald von Dornburg » So 17. Dez 2017, 22:23

Charbogen-ErgÀnzung:

Wappen von Dornburg

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Urheber:
Burg: Urheber - Chatsam
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https://commons.wikimedia.org/wiki/File ... uselang=de
Dornenschnitt: Urheber - Madboy74
Link:
https://heraldik-wiki.de/wiki/Datei:Coa ... railed.svg
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Re: Junker Archibald von Dornburg [Naridier]

#9

Beitragvon Archibald von Dornburg » Fr 22. Dez 2017, 23:12

CharbogenergÀnzung - Info-ErgÀnzung

Preisgegebene Informationen
von Archibald



Info - 05.12.202 n.d.A., (RPG Der Vampir und die Bestie, S. 1)
-Retinale MigrÀne

...Ich wĂŒnsche mir Dein Geschenk, ich bitte Dich um Deinen Biss...

Oril... Oril ist Licht Kasimir und das Licht war seit jeher mein Feind.
Grelles Licht ertrage ich nicht, Aufgrund meiner Augen. Ich leide unter MigrÀne - Retinale MigrÀne. Das ist eine Erbkrankheit in unserer Familie. Oder besser gesagt, es war eine familiÀre Erbkrankheit der von Dornburgs, nun sind sie ausgestorben.

Kennzeichnend fĂŒr eine retinale MigrĂ€ne sind einseitige auraĂ€hnliche visuelle PhĂ€nomene wie Skotome, Flimmern oder Blindheit, die sich auf die Zeit der MigrĂ€neattacke beschrĂ€nken.

WÀhrend dieser Sehstörungen oder bis zu einer Stunde danach setzt die MigrÀnekopfschmerzphase ein.

Kurzum es ist eine MigrĂ€ne die so gesteigert ist, dass ich kaum noch etwas sehe oder schlimmstenfalls gar nichts mehr sehe, fĂŒr die Zeit der Attacke.

Ebenso schlĂ€gt mir unabgebauter Stress auf die Augen. Stress muss von mir bewusst bekĂ€mpft werden. Ein Übungskampf, selbst ein Schattenkampf bei dem ich mich völlig verausgabe verhindert dann eine MigrĂ€neattacke, wenn ich GlĂŒck habe.

BrutalitĂ€t ist somit von mir nicht immer ein gewollter, sadistischer Akt auch wenn ich sie grĂ¶ĂŸtenteils durchaus genieße. BrutalitĂ€t ist oft bei mir Mittel zum Zweck. Der Zweck heißt Selbsterhaltung. Ein SelbstlĂ€ufer mit enormen Nebenwirkungen.

Aber setzte ich den Stress nicht in entsprechende körperliche Arbeit um, erleide ich eben auf die mir eigene Art die schmerzliche Konsequenz. Ich kann dann fĂŒr gewisse Zeit nichts mehr sehen, bis der Anfall vorbei ist und ich habe Kopfschmerzen in einem Ausmaß, dass ich das GefĂŒhl habe mir platzt der SchĂ€del.

Aus dem Grunde meide ich Licht. Folglich ist der Gott des Lichts, wohl die letzte Gottheit die ich verehren oder anbeten wĂŒrde.

Ich bin ein Geschöpf der Dunkelheit und Stille, wenn Du so möchtest.
Da ich Dich und die Deinen wertschÀtze, offenbare ich Dir diese SchwÀche, als Zeichen meines Vertrauens Kasimir...


****


Info - 07.12.202 n.d.A., (RPG Der Vampir und die Bestie, S. 1)
-Hunger

...Hunger...

Oh ich kenne Hunger jenseits der Vorstellungskraft der meisten Menschen. Und ich muss meinen Hunger genauso zĂŒgeln wie Du Kasimir. Mein Hunger ist ebenso verpönt wie Dein Blutdurst. Wir beide können unseren Hunger nicht in der Öffentlichkeit stillen, er wĂŒrde die schlimmste Bestrafung nach sich ziehen.

Aber ich habe gelernt mich zu beherrschen, jedenfalls bis zu einem gewissen Grad.
Es ist ein Balanceakt zwischen Vernunft und Trieb, zwischen Selbstbeherrschung und Haltlosigkeit.
Du verstehst nicht warum ich Dich um diese Gabe bitte...


***


Info - 08.12.202 n.d.A., (RPG Der Vampir und die Bestie, S. 1)
- Mörder
- Hunger
- Sammler, JĂ€ger, Menschenfresser
- Erste große Liebe
- Sklave/Simon

..."Du kannst mich nicht zu einem Mörder machen Kasimir
 da ich bereits einer bin.
Ich bin ein Sammler, andere wĂŒrden JĂ€ger sagen, wieder andere nennen es Babybeißer, Menschenfresser
 es gibt auch weitaus weniger schmeichelhafte Bezeichnungen fĂŒr Personen wie mich, die jenen Hunger verspĂŒren, der mich quĂ€lt.

Hunger

Wie soll ich Dir jenen Hunger beschreiben


Es war das schönste Geschöpf, dass ich bis dato jemals gesehen habe. Weiße, blasse Haut, Augen blau wie die See und schwarze Haare. Er war starrend vor Dreck und er wĂŒhlte im Abfall nach Essen.
Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich mich verliebt hatte.

Aus diesem Grund wurde er meiner. Ich lockte ihn an, ich fing ihn ein. Ich war 14 und er war 4...
Ich weiß heute noch wo wer liegt... das heißt was...", erlĂ€uterte Arch versonnen.

„Sklave hat es nicht gut bei mir. Ich besitze ihn bereits 27 Jahre, ich fing ihn ein, da war er 4 Jahre alt. Meist dient er nur dazu, meine Launen zu ertragen. Er dient mir, er gehorcht aufs Wort und er fĂŒrchtet nichts mehr als mich und meine Misshandlungen.

Schau ihn Dir ruhig in aller Ruhe an. Seine Narben, selbst seine angeschĂ€rften ZĂ€hne sind mein Werk. Nicht persönlicher Natur, aber er war das Versuchsobjekt, bevor ich mir meine anschĂ€rfen ließ. Mir ist bewusst, dass ich ihm gegenĂŒber oft sehr unfair bin.

Ich hÀtte ihn gehen lassen sollen, so wie alle anderen auch, als er seinen Dienst abgeleistet hatte. Sprich als er alt genug war. Aber sogar Personen wie ich vermissen Gesellschaft, auch wenn man uns das gerne abspricht. Aus dem Grund habe ich ihn behalten.

Er ist mein Leibdiener, mein Haustier und meine Mahnung, dass man nicht alles behalten sollte. Das bekommt er nun leider schon seit ĂŒber einem Jahrzehnt zu spĂŒren. Du kannst dem Tausch zustimmen, oder den Tag abwarten wo ich ihn freilassen werde. Es liegt bei Dir“, erklĂ€rte Arch.

Sklave musterte die seltsame Puppe und wich vor ihr zurĂŒck. Archibald nahm sie entgegen und drehte sie zwischen seinen Krallenfingern.

„HĂŒbsch. Lumpenpuppe...“, grinste er zĂ€hnefletschend.

„Sklave fasst keine Puppen, TeddybĂ€ren oder Spielzeuge an, weil er weiß was ihm sonst blĂŒht. Ich sammele Spielzeuge, vorwiegend von den
 Spendern. Es ist niemandem gestattet etwas aus meiner Sammlung anzufassen oder zu berĂŒhren. Schau“, erklĂ€rte Archibald und legte die Puppe genau vor Sklave ab, so dass er kaum noch Platz hatte, aus dem Weg zu gehen...


***


Info - 09.12.202 n.d.A., (RPG Der Vampir und die Bestie, S. 1)
- Heilung nicht möglich

..."Vertrauen gegen Vertrauen Kasimir. Es ist nicht heilbar. Jedenfalls nicht so, dass ich danach ein normales Leben fĂŒhren könnte. Vor langer Zeit... sehr langer Zeit, war ich einst mit Jesper in einem Tempel. Das ist ein alter Kumpel von mir. Er sagte sie könnten den Hunger heilen.

Sie können es heilen...
Nur nehmen sie Dir etwas dafĂŒr...
Du wirst einem Eingriff unterzogen...

Nun dann könnte ich meine Kopfschmerzen auch heilen, indem ich mir den Kopf abhacke...", erklĂ€rte Archibald langsam und rieb sich ĂŒber das Gesicht...


***


Info - 13.11.202 n.d.A., (Chat-RPG Brandurs Ärger)
- Zweiter Keller
- Befreiung der Kinder

...Kaum im ersten Kellergeschoss angekommen sahen sie altbekanntem Luxus. Seidene Tapete in blutroter Farbe schmĂŒckte die WĂ€nde. Kerzen erhellten die RĂ€umlichkeiten und ĂŒberall stand dieses seltsame mechanische Spielzeug das Archibald so liebte. Dazwischen Puppen die mit toten Augen in den Raum starrten oder uralte, abgegriffene TeddybĂ€ren.

Ein Museum der KuriositĂ€ten fĂŒr all jene, die niemals die zweite Kellerebene samt ihren Zellen gesehen hatten.

Auf einem Beistelltisch standen rote Kerzen in einem besonderen Muster angeordnet und umrahmten mit Sand gezeichnete Symbole. Ein TotenschÀdel ruhte mittig auf dem Tisch von dem Dunwin wusste, dass es sich um einen echten SchÀdel handelte.

Brandur von Hohenfelde
Brandur ging zu den Zellen und blickte hinein. Ihm wurde schwindelig, aber er versuchte, sich nichts anmerken zu lassen. "Diese Kinder, Archibald ... du wirst mit uns kommen. Du brauchst sie nicht mehr. Wir bringen sie zu den BĂŒtteln und diese kĂŒmmern sich darum, dass sie wieder nach Hause kommen. Ich habe einmal weggesehen. Ich werde es nicht noch einmal tun."...

...Brandur von Hohenfelde
*holt die Kinder heraus, den kleinsten trĂ€gt er auf dem Arm* Wir bringen sie zur nĂ€chsten BĂŒttelwache. Was denn sonst. Dunwin, gib auf Archibald Acht, Linahrd, hilf mir mit den Kindern. Kommt, wir bringen euch nach Hause. Dein sogenannter Sklave kommt auch mit.


***
Zuletzt geÀndert von Archibald von Dornburg am Fr 22. Dez 2017, 23:21, insgesamt 1-mal geÀndert.
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Re: Junker Archibald von Dornburg [Naridier]

#10

Beitragvon Archibald von Dornburg » Fr 22. Dez 2017, 23:19

Charbogen-ErgÀnzung:

Archibalds Tagebuch
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