Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie√üen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf√§ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W√§hrend die Urv√∂lker auf Altbew√§hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb√ľnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Pater Elosthriond Thalion [Lichtalb]

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Elosthriond Thalion
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Die Ordnung

Pater Elosthriond Thalion [Lichtalb]

#1

Beitrag von Elosthriond Thalion » Di 10. Nov 2015, 23:19

Pater Elosthriond Thalion

Kurzinfo

Name: ‚ÄěHochw√ľrdiger‚Äú Pater Elosthriond Thalion
Volk: Lichtalb
Fraktion Ordnungsfraktion
Alter: 71 Jahre
Größe: 1,85 m
Statur: D√ľnn
Herkunft: Arcamar
Derzeitiger Wohnort: Auf der Reise nach Arashima
Familienstand: Ledig
Sprachen: Asameisch und Rakshanisch

Familie:
  • Vater : ‚ÄěEure Hochehrw√ľrden‚Äú - Pr√§lat Xantasuir Syriel (306 Jahre)
    Mutter: ‚ÄěEure Hochehrw√ľrden‚Äú - Ehrenpr√§latin Talessa Palandes (295 Jahre)
    Bruder: Torn Daer√Ęding (90 Jahre)
    Schwester: Novizin Ilomé Aelin (25 Jahre)

Profession:

Elosthriond Thalion ist ein Priester des Infiniatus. Nach erfolgreichem Rationalisierungsprozess im Kindesalter, hat Elosthriond nahezu alle Emotionen verloren. Nach erfolgreichem Besuch der Novizenschule und der Ernennung zum Priester darf sich Elosthriond Thalion seitdem "Hochw√ľrdiger" Pater Elosthriond Thalion nennen.

Der Schwerpunkt von Elosthriond Thalion liegt, wie schon damals in der Novizenschule, nicht in dem Abhalten von Gottesdiensten und Zeremonien, als aus√ľbender Priester. Nein, sondern Elosthrionds Schwerpunkt liegt im theoretischen √úberbau des Glaubens. Er ist Rechtsgelehrter und Moralphilsoph und versucht stets Infiniatus Werte und Regeln in der Welt zu bereiten. Selten h√§lt er mal einen Gottesdienst, was, wie bereits angedeutet, nicht sein Fachgebiet ist.


Glaube:

Als Priester des Infiniatus ist Elosthrionds Glaube an ihm sehr stark. Schon als kleines Kind wurde er im Glauben an Infiniatus von seinen beiden Priestereltern erzogen, weshalb er nie was anderes kennengelernt hatte. Daher ist es f√ľr ihn umso schlimmer, wenn er ungl√§ubige Personen antrifft, oder Personen, die zu Rakshor, Malgorion oder Noldil beten.
Denn Malgorion, Rakshor und Noldil sieht er als das B√∂se in der Welt. Den Anh√§ngern dieser G√∂tter tritt er √§u√üerst radikal und ohne Toleranz entgegen. Er ist der Meinung, dass man diese gewaltsam vom Glauben an Infiniatus √ľberzeugen muss.

Gegen√ľber den Gl√§ubigern der anderen G√∂tter hat er ein neutrales Verh√§ltnis.
Er duldet deren Glauben ist aber der Ansicht, dass diese fehlgeleitet sind und aus diesem Grund nicht zu Infiniatus beten. Einzig noch an der Philosophie von der Göttin Segira hat er Gefallen gefunden. Dies Interesse hat Elosthriond aber bisher noch nicht vertieft, weshalb dies eher bloße Sympathie, als Glaube ist.

Pater Elosthrionds Glaube an Infiniatus ist zudem gekennzeichnet von einer Dualität zu Oril. Denn Elosthriond ist der festen Überzeugung, dass Oril und Infiniatus ein oder die selbe Gottheit ist. Dies ungewöhnlicher Gedanke unterscheidet ihn von den Großteil der Infiniatuspriester, die diese Dualität verneinen. Zur Untermauerung seiner These sucht Elosthriond Thalion daher im Moment in ganz Asamura Beweise.


Erscheinungsbild

Elosthriond Thalion sieht typisch albisch aus: Dazu geh√∂ren seine spitzen Ohren, die d√ľrre und knochige Gestalt und Elosthrionds ansehnliche K√∂rpergr√∂√üe von 185cm.
Er besitzt eine blau-graue Augenfarbe, welche er mit schwarzer Augenschminke betont, wie es f√ľr Infiniatuspriester √ľblich ist. Seine Kopfhaare schert er sich selbst stets auf eine von 10-15mm. Auch sonst besitzt er keinen Bartwuchs und er rasiert seine Haare am K√∂rper komplett ab, wie es der kl√∂sterliche Brauch des Infiniatus vorschreibt.

An Kleidung tr√§gt er die typischen wei√üen Gew√§nder der Infiniatuspriester. Auf Reisen tr√§gt er dadr√ľber aber seinen braunen Kapuzenmantel. Zum Einen als Schutz vor K√§lte, aber auch damit die wei√üen Gew√§nder nicht dreckig werden. Schmuck ist f√ľr Priester des Infniatus nicht erlaubt.


Ausr√ľstung

Kleidung:
  • :punkt: 3 x wei√ües Gewand: 2x f√ľr Alltag, 1x f√ľr Zeremonien (tr√§gt er sehr selten)
    :punkt: 1 x brauner Kapuzenmantel, den er unterwegs und auf Reisen trägt.
    :punkt: 1 x weißes Leinenhemd, 1x graue Tunika
    :punkt: 2 x weiße Beinlinge, 1 x weiße Bruoch
    :punkt: 1 Paar feste Wanderstiefel aus Rindleder
Am Körper:
  • :punkt: Stab
    :punkt: Geldbeutel (5 Silberm√ľnzen, 30 Kupferlinge)
    :punkt: Trinkflasche
    :punkt: Stofftaschentuch
In einer Reisetruhe:
  • :punkt: Etwas Proviant
    :punkt: Besteck aus Edelstahl
    :punkt: 1 Lappen, 1 Keramiktopf, 1 Keramikteller, 1 Zinnbecher
    :punkt: 1 kleines St√ľck Seife
    :punkt: 1 Feuerstein
    :punkt: Mehrere Kerzen
    :punkt: Rasiermesser
    :punkt: 1x Wolldecke, 1x Kissen
    :punkt: Kleidung
    :punkt: Feder, Tinte und Schriftrollen
    :punkt: Die 7 Hauptwerke des Infiniatus

Charakter

Pater Elosthriond Thalion ist eine sehr moralische Person. Stets durchdenkt er jede Situation. Er √ľberst√ľrzt nie Etwas. Keine Entscheidung √ľberl√§sst er dem Zufall. Er analysiert erst pedantisch und subsumiert dann, nach welcher moralischen Regel oder nach welchem Gesetz des Infiniatus gehandelt werden muss. Er handelt nie intuitiv, sondern entscheidet nur mit seinem Verstand.

Er kann weite Teile der obersten Prinzipien des Infiniatus, welche sich aus 24 Gesetzesb√ľchern und 12 Regelwerken zusammensetzen, auswendig. Immer wieder ist Elosthriond erstaunt, wenn er auf Personen trifft, die sich nicht mit den Gesetzen des Infiniatus auskennen.

Anderen gegen√ľber ist er √§u√üerst besserwisserisch und belehrend. Seine rechthaberische Art kann mitunter nervt√∂tend sein und bewirkt eher, dass die meisten Leute ihn nicht leiden k√∂nnen. Jedoch ist die Intention Elosthrionds eine ganz Andere, da er den Leuten lediglich ihre Fehler aufweisen m√∂chte. Er meint es nicht b√∂se.
Da in allen Gesellschaften, außer der lichtalbischen Kultur, die Moralität nach Elosthrionds Beobachtung nicht gut ausgeprägt ist, hat er jedoch fast immer etwas zu beanstanden.

Elosthriond leidet unter starken Ordnungszw√§ngen. Diese sind begr√ľndet in seiner tief verwurzelten Unsicherheit und Sozialen Phobie. Durch sein Leben im Exil hat er aber gelernt seine Ordnungszw√§nge zu akzeptieren und mit ihnen umzugehen. Er hat einen "Ma√ünahmenkatalog" entwickelt, den er strikt einh√§lt, wenn die Ordnungszw√§nge wieder wahnwitzige Dimensionen annehmen.

Seine tief verwurzelte Unsicherheit entstand durch die fr√ľhkindliche, fehlende Liebe der Eltern. Elosthrionds Soziale Phobie hingegen wurde erzeugt durch den fehlenden Umgang mit Gleichaltrigen im Kindesalter, sowie durch die H√§nseleien in der Novizenschule. Die Regeln und Gesetze des Infiniatus schafften da Abhilfe. Da dies ein Ordnungsmuster darstellt, an welches sich Elosthriond festhalten kann. Das Ordnungsmuster schafft die Sicherheit und den Halt, den Elosthriond ben√∂tigt.

Elosthriond ist nach erfolgreichem Rationalisierungsprozess in der Novizenschule nahezu emotionslos geworden. Leichte Gem√ľtsregungen und Stimmungsschwankungen sind gar nicht mehr vorhanden. Diese sind auch nicht mehr an seiner K√∂rpersprache erkennbar.
Lediglich wenn bei normalen Personen, sehr starke Emotionen auftreten w√ľrden, kann es vorkommen, dass Elosthriond eine leichte Reaktion darauf zeigt. Diiese kleinen Reaktionen sind dann auch an seiner K√∂rpersprache in Form eines L√§chelns, eines √§ngstlichen Gesichtsausdrucks, etc.

Neid, Prahlerei und Untreue sind f√ľr Elosthriond undenkbar.
Er hasst zudem Ausgelassenheit, Feste, Trunkenheit, Rausch, Wollust, Sex und V√∂llerei. Ganz gem√§√ü dem Tempelleben der Infiniatuspriester, ist der Sexualakt seiner Meinung nach, ein reiner Fortpflanzungsmechanismus, den man geplant angehen sollte. Dar√ľber hinaus verabscheut der Priester Rakshor, Malgorion und Noldil und sieht in diesen drei Gottheiten das B√∂se in der Welt.
In seinen Ansichten zu diesen drei Gottheiten ist er äußerst radikal. Er kannt bei deren Gläubigern kein Pardon und ist der radikalen Ansicht, dass, wenn man sie nicht zur Moralität erziehen kann, töten muss.

Elosthriond ist zudem äußerst konsequent, aber auch nachtragend. Wenn er einmal eine Entscheidung und eine Beurteilung getroffen hat, kann man ihn nicht mehr davon abhalten. Seine Meinung umzustimmen ist grundsätzlich sehr schwierig. Nur mit extrem logischen Argumenten. Elosthriond unterlaufen, aber so gut wie nie Logikfehler. Als Rechtsgelehrter ist die Logik der Sprache bei ihm sehr stark ausgeprägt.

Tr√§ume und √Ąngste besitzt der Priester aufgrund seiner Entemotionalisierung nicht. H√∂chstens hat er unterbewusst starke √Ąngste vor Rakshors Schergen.


Fähigkeiten
  • + Lesen und Schreiben
    + Schreibkunst (Er hat einen sehr sachlichen Schreibstil, der sich hervorragenden f√ľr Gutachten, Abhandlungen, Analysen, Essays und dergleichen eignet. Seine selbst verfassten Gedichte und Theaterst√ľcke sind aber recht grausam)
    + Umfassende Kenntnisse in Ethik und Recht
    + Extrem große Sprachlogik
    + gute Allgemeinbildung und beherrscht solide, handwerkliche Fertigkeiten, wie: Kochen, Gem√ľse und Getreide anbauen, N√§hen und Weben, T√∂pfern, Schreinern, Abrichten von Nutztieren, Putzen und Reinigen (alles was im Tempelleben ben√∂tigt wird)
    + Hervorragendes Gedächtnis
    + Reiten
    + Starker Glauben an Infiniatus /Oril , woraus er viel Kraft schöpfen kann

    - Nicht gerade umgänglich
    - Hat kein Verst√§ndnis f√ľr Kunst. Er versteht das Konzept dahinter nicht. Elosthriond kann ‚Äěnur in geordneten Bahnen‚Äú denken. Neue, kreative Wege bleiben ihm verwehrt, weswegen seine selbst verfassten Gedichte und Theaterst√ľcke unkreativ und ohne Spannung sind.
    - keiner kämpferischen Fähigkeiten
    - keine magischen Fähigkeiten (Infiniatus schenkt seinen Anhängern keine heilige Magie)

Lebenslauf

Einsame Kindheit (0-7 Jahre)

Elosthriond Thalion ist der zweite Sohn von Xantasuir Syriel und Talessa Palandes. Seine Mutter Talessa gebar ihn in einem Alter von 224 Jahren in Arcamar, wo der kleine Elosthriond auch aufwuchs. Sein Vater, war zu der Zeit noch einer der Subpriorere unter der Prälatin Namey Arato. Seine Mutter war hingegen bloß eine einfache Priesterin im Tempel.

Als Subprior der Prälatin war sein Vater viel beschäftigt. Insbesondere lag dies aber daran, weil Xantasuir Syriel großen Ehrgeiz hatte und sich zum Ziel gesetzt hatte Prälat von Arcamar zu werden. Deswegen war Xantasuir Syriel, während Elosthrionds Kindheit, selten zu Hause. Tatsächlich verbrachte Elosthriond den Großteil seiner Zeit mit seiner Mutter.
Diese erzog ihren Sohn streng religi√∂s. Er bekam zun√§chst einfache Lehrstunden durch seine Mutter, die sie in seine "Spielphasen" einbaute. Jeder Spielprozess beinhaltete eine Lehre und eine Aufgabe. Und so lernte Elosthriond stets etwas, wenn er spielte. Wie schon bei seinem 19 Jahre √§lteren Bruder Torn Daer√Ęding erreichte sie mit dieser lehrreichen Erziehungsmethode, dass aus Elosthriond schnell ein kluges und geschicktes, junges Kind wurde.

Die √ľbrige Zeit half Elosthrion seiner Mutter im Haushalt oder im Garten. Mit anderen Kindern spielte er sehr selten, da dies seine Mutter nicht erlaubte, wodurch Elosthriond den Umgang mit Gleichaltrigen nicht wirklich lernte. Da Elosthriond ohnehin schon ein recht zur√ľckgezogener und vorsichtiger Charakter war, verschlimmerte dies seine sozialen √Ąngste sehr, wo auch der Hauptunterschied zu seinem √§lteren Bruder Torn liegt. Dieser durfte n√§mlich in Elosthrionds Alter mit anderen Kindern spielen und entwickelte dadurch keine sozialen √Ąngste.

Im Alter von 6 Jahren war es der Wunsch der Eltern, dass Elosthriond von nun an die Tempelschule besuchen sollte. Ein Eintrittsalter mit 6 Jahren war damals nicht ungew√∂hnlich, jedoch war Elosthriond f√ľr seine Mitsch√ľler recht sonderbar, da er schon viel wusste und stets besserwisserisch wirkte. Elosthriond wurde aufgrund dieses Verhaltens daher geh√§nselt und,wenn die Lehrer nicht hinguckten, auch verpr√ľgelt. Es war grausam und oft f√ľhlte er sich einsam.

Er offenbarte diese Probleme seiner Mutter an, die ihn aber mit ihren Tipps schlecht helfen konnte. F√ľr sie galt ihr Sohn ohnehin als eine Art "Sozialexperiment".

Fakt ist, dass sie ihren zweiten Sohn, ganz anders erzog als ihren ersten Sohn.
Nach der Meinung der Mutter sei ihr erster Sohn Torn n√§mlich ein "sehr verdorbener Sohn" gewesen. Man erz√§hlte sich, dass Torn dem Alkoholismus verfallen sei, und insgesamt nur wenig bete. Von diversen, unz√ľchtigen Liebschaften war die Rede, und dass Torn den M√§dchen hinterhergucke (...).
Dieses pubert√§re Verhalten wollte sie von Anfang an nicht bei Elosthriond durch ihre Erziehung herbeif√ľhren. Deswegen wurde Elosthriond mit Disziplin und Strenge erzogen, damit er eben diese beiden Dinge lernte.

Die Beziehung zu seiner Mutter war daher nicht liebevoll, sondern eher von rationaler Natur. Doch Elosthriond hatte niemand Anderen und so begann er irgendwann sich damit abzufinden.
In stillen Stunden offenbarte Elosthriond auch oft seine Probleme Infiniatus an. Er beklagte sich bei Infiniatus "wie ungerecht" alles sei und verfluchte ihn teilweise sogar in seiner Wut, weil Infiniatus all das √ľber ihn gebracht hatte. Doch Infiniatus antwortete ihm nie.


Der Rationalsierungsprozess (7-10 Jahre)

Im zweiten Lebensjahr bemerkte sein Lehrer Elesil Daelwon die Notlage Elosthrionds. Er beschloss dem Jungen aufzuhelfen und die n√§chsten paar Jahre durchzustehen. Denn ein Ende dieser H√§nseleien war durchaus in Sicht: Sp√§testens im 10. Lebensjahr w√§re der Rationalisierungsprozess unter der Kindern vollzogen, wodurch auch die H√§nseleien enden w√ľrden. Denn diesen Rationalisierungsprozess musste jedes Kind der Tempelschule durchlaufen. Wenn das Kind das nicht schaffte, wurde es von der Schule verwiesen.

Zun√§chst half Elesil Elosthrion nur unter dem Vorwand ihm "Extra-Unterricht" zu geben. Denn Elosthriond war durchaus sehr talentiert und zus√§tzlicher Unterricht beg√ľnstigte seine intellektuellen F√§higkeiten.
Nach einigen Wochen begannen die Beiden aber auch √ľber Pers√∂nliches zu reden und schnell wurden die Beide gute Freunde. Elosthriond sah in Elesil immer mehr die fehlende Vaterfigur in seinem Leben. Ebenso wie seine Eltern und alle Priester des Infiniatus war Elesil auch nahezu emotionslos. Doch es reichte nur aus, dass Elesil f√ľr ihn da war, wenn Elosthriond ihn brauchte.
W√§hrend den Pausen und nach Unterrichtsschluss hatte Elesil stets ein wachendes Auge auf seinen Sch√ľtzling, wodurch die Pr√ľgeleien etwas weniger wurden. Aber ein Lehrer kann auch nicht alles sehen und so passierte auch so Manches hinter seinem R√ľcken und im Geheimen.

Als die Kinder dann √§lter wurden, wurden die H√§nseleien immer seltener. Aus den energiegeladenen, emotionalen Kindern wurden rationale, emotionslose Gesch√∂pfe des Infiniatus. Und so ben√∂tigte Elosthriond auch bald nicht mehr die Hilfe seines Lehrers. Schon im 10. Lebensjahr waren nahezu alle Kinder gleichgeschaltet und f√ľr Elosthriond begann eine ruhige Zeit.


Novizenschule (10-15 Jahre)

Ab diesem Zeitpunkt wurde es f√ľr Elosthriond viel leichter. Er hatte von nun an, den Rang des Novizen inne und wurde in schwierigeren F√§chern unterrichtet. Ethik, Rechtskunde, Religion, Schreibkunst, Logik, Sachkunde, Werksunterricht und Haushaltsf√ľhrung hie√üen die Unterrichtsf√§cher.

Elosthriond erzielte hervorragende Noten in allen Fächern. Er wurde ein extrem konsequenter und ehrgeiziger Lichtalb. (In der Hinsicht gleicht er seinem Vater)
Fachlich war Elosthriond sehr gut. Im sozialen Bereich machte Elosthriond jedoch weniger gute Erfahrungen und konzentrierte sich stur auf die Schule. Seine sozialen √Ąngste bestanden nach wie vor und Elosthriond lebte daher sehr zur√ľckgezogen.

Spezialisierung - und die Entstehung der Ordnungszwänge (15-20 Jahre)

Mit Beginn des 15. Lebensjahrs begann an der Novizenschule die erste Spezialisierung f√ľr die sich Elosthriond entscheiden musste. Der Lichtalb entschied sich f√ľr den Bereich Ethik und kombinierte es mit ein paar Kursen Rechtssprechung.

Im Ethikunterricht begannen die Novizen erste Essays und Moralkodexe zu verfassen. Sie bearbeiteten viele Fallbeispiele und analyisierten was moralisch richtig und angemessen ist, wodurch Elosthriond zu einem durchdachten und extrem moralisch denkenden Alb wurde.

Aufgrund seiner sozialen √Ąngste suchte Elosthriond schon sein ganzes Leben nach Sicherheit. Die Gesetze und der Moralkodex des Infiniatus und seiner Anh√§nger boten ein Ordnungsmuster in das Elosthriond sich festhalten konnte, wenn er nicht wusste, wie er sich im Sozialen zu verhalten hat.

Wann immer er also ratlos nicht wusste, wie man sich in bestimmten Situationen am besten verhielt, befolgte er moralisch stur die Regeln des Infiniatus und erlangte dadurch nach und nach Mut und Selbstbewusstsein. Mit der Zeit wurde das Verlangen nach dieser Ordnung immer zwanghafter. Zun√§chst √§u√üerste sich dies in leichten Ordnungszw√§ngen. Beispielsweise mussten alle Dinge in seinem Quartier auf dem gleichen Platz liegen. Sp√§ter wurden seine Ordnungsw√ľnsche immer gr√∂√üer, bis seine Ordnungszw√§nge letzlich au√üer Kontrolle gerieten.


Im Exil (20-21 Jahre)

Mit dem 20. Lebensjahr erlitt er eine Art Nervenzusammenbruch ging f√ľr mehrere Monate in den Tempel, legte dort eine Schweigegel√ľbte ab und betete den ganzen Tag. Er reduzierte seine Tagesgestaltung auf das N√∂tigste: Essen, Trinken, Schlafen, Toilettengang, einfache handwerkliche Arbeit und Gartenarbeit.

Intellektuell beanspruchte er seinen Kopf in dieser Zeit kaum. Er nahm sich sehr gezielt Zeit f√ľr sich selbst und lernte dabei, seine Ordnungszw√§nge zu akzeptieren und mit ihnen zu leben. Durch seine ruhiges Leben zu der Zeit wurden die Ordnungszw√§nge auch etwas schw√§cher. Er kam mit sich selbst etwas mehr ins Gleichgewicht und begann damit sich unterschiedliche Strategien zu √ľberlegen, wie er seine Ordnungszw√§nge im Alltag abschw√§chen konnte, denn Elosthriond hatte die Bef√ľrchtung, dass sie wieder st√§rker werden w√ľrden, sobald er wieder mehr Stress und Anspannung erfahren w√ľrde.


Fortsetzung der Novizenschule (21 -23 Jahre)

Nach ungef√§hr einem Jahr setzte Elosthriond die Novizenschule fort. Tats√§chlich hatte Elosthriond Recht gehabt: Denn seine Ordnungszw√§nge wurden angesichts des Drucks in der Schule wieder deutlich st√§rker. Durch seine gr√∂√üere, innere St√§rke konnte er mit seinen Ordnungszw√§ngen aber besser umgehen. Beg√ľnstigt wurde dies au√üerdem durch den "Ma√ünahmenkatalog", den sich Elosthirond zu Recht gelegt hatte, wenn unterschiedliche Zw√§nge aufkamen und die ihm dabei halfen sich abzulenken.

Zwei Jahre sp√§ter erreichte er dann seinen Diplomabschluss in Ethik und in der Rechtssprechung. Von nun an wurde er als "Hochw√ľrdiger" Pater Elosthriond Thalion angesprochen und durfte diesen Titel tragen.


Erfolgreiche Studien(24 - 50 Jahre)

Mit abgeschlossenem Diplom der Novizenschule stand Elosthriond nun eine Karriere in die h√∂heren geistlichen √Ąmtern offen. Im Gegensatz zu seinem Vater fand Elosthriond jedoch die Verwaltung, und die ausf√ľhrende T√§tigkeit als Richter nicht reizvoll. Die Aussicht Macht zu erlangen, zu regieren und zu richten, erf√ľllte Elosthriond nicht. Er wollte lieber forschen. Daher entschied sich der Pater im Tempel zu bleiben, um dort zu studieren und zu leben.

Im Tempel mussten alle anpacken. Angefangen vom Novizen, bis hin zum Prior. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass auch Elosthriond viel helfen musste. In den Abendstunden und fr√ľhen Morgenstunden hatte Elosthriond jedoch immer viele Stunden Zeit, um sich mit seinem Studium auseinanderzusetzen. Elosthriond gew√∂hnte es sich an am Tag 3-4 Stunden zu schlafen.

Um Winter konnte sich Elosthriond sogar fast den ganzen Tag seiner Forschung widmen, da die Temperaturen im Lichtalbenreich Avinar im Winter, im Verh√§ltnis zu den relativ milden Temperaturen im restlichen Jahr, sehr stark und ruckartig absinken, weswegen der Aufenthhalt im Freien f√ľr Lichtalben im Winter unertr√§glich ist.

Elosthriond schuf viele Abhandlungen, Rechsgutachten, Analysen und Rechtswerke, die unter den Novizen, aber auch insgesamt in der Gesellschaft inzwischen anerkannte Grundwerke der Moralphilosophie und Rechtslehre geworden sind. Insgesamt umfasst Elosthrionds Anzahl wissenschaftlicher Publikationen 401 Schriften (Pergamente bzw. B√ľcher).

Die bedeutensten Schriftwerke werden im Folgenden aufgef√ľhrt:
  • "Kritik der Chaostheorie - Eine infiniatische Betrachtung √ľber die Thesen des Chaoticums."
  • "Wieviel Freiheit verdienen wir?"
  • "Der Widerspruch des Geistes - Eine Einf√ľhrung in die Widerspr√ľchlichkeiten unseres Geistes."
  • "Die infiniatische Logik des Geistes"
  • "Logische Untersuchungen."
  • "Kritik des Kausalprinzips
  • "Das Kalk√ľl eines M√∂rders - die Geburt zur Trag√∂die"
  • "Die Wurzeln der Wahrheit" - Proposition √ľber das Sein
  • "Empirismus im Wandel der Zeit"
  • "Das A Priori Prinzip"
  • "Gewissen - Unser sechster Sinn"
  • "Buch der moralischen Genesung"
  • "Erkenntnistheoretische Betrachtung des Willens
  • "Unwissenheit sch√ľtzt vor Strafe nicht"
  • "Erg√§nzungen zum B√ľrgerlichen Gesetzbuch, Rechtswerk V des Infiniatus
  • "Das Rechtssubjekt und seine gesellschaftlichen Pflichten.
  • "Das Gesetz des St√§rken im Rahmen des tarinolischen Gesellschaftsvertrags"


Das Konzil (50 Jahre)

Als Elosthriond ungef√§hr 50 Jahre alt wurde, kam er beim Konzil von Aracamar zu einer Erkenntnis, die seine n√§chsten 20 Jahre entscheidend pr√§gen w√ľrden. Es war ohnehin erstaunlich, dass man den Pater eingeladen hatte, doch sein Vater Pr√§lat Xantasuir Syriel hielt seit Elosthrionds erfolgreichen Publikationen gro√üe St√ľcke auf ihm, weswegen sein Sohn als Ehrengast zum Konzil von Arcamar eingeladen wurde. Im Konzil von Arcamar debattierten die Pr√§laten und Obersten Pr√§laten √ľber den lang andauernden Glaubensstreit zwischen den Anh√§ngern Orils und den Anh√§ngern Infiniatus.

Zwar eng miteinander verwurzelt, sahen beide Glaubensrichtungen jedoch ihr Vorrecht vor dem Priestertum des anderen Gottes an, weswegen es zu Spannungen und Zuständigkeitsproblemen zwischen den Priestern kam.

Die unz√§hligen, monatelangen Debatten und Vortr√§ge, die Erkl√§rungen und Rechtfertigungen der Oril, sowie der Infiniatus Priester wurden z√§h. Im Gegensatz zu den Meisten jedoch kam Elosthriond zu der √ľberraschenden Erkenntnis, dass die Glaubensunterschiede absolut marginal sind. "Gesinnungsethisch identisch. Die Ausf√ľhrung ist jedoch eine Andere", sagte er im Konzil. Dies l√§sst sich dadurch begr√ľnden, dass Elosthriond, im Vergleich zu seinen Kollegen, viel weniger Wert auf die Glaubensausf√ľhrung gelegt hat, sondern sein Fokus auf dem theoretischen √úberbau des Glaubens liegt.

Gedanklich stellte Elosthriond Thalion erstmalig die These auf, dass es sich bei Oril und Infiniatus um die selbe Gottheit handeln k√∂nnte. Doch ehe er damit an die √Ėffentlichkeit gehen w√ľrde, vergingen viele Jahre, wo er Beweise suchte, um seine These zu untermauern.


Die Suche nach der Wahrheit (50 - 69 Jahre)

Viele Jahre vergingen. Genau genommen exakt 19 Jahre seit dem Konzil von Arcamar. Pater Elosthriond Thalion war inzwischen 69 Jahre alt geworden und hatte durch intensives Studium inzwischen eine mehrb√§ndige Glaubensbekenntnis verfasst, wo er ausf√ľhrliche Beweise, Beispiele und Zusammenh√§nge auff√ľhrte, und zudem einen gemischten Moralkodex geschaffen hatte, wodurch sowohl die Priester Orils, als auch die Priester Infiniatus eine gemeinsame Basis bekommen w√ľrden.

Da Elosthriond ein sehr vorsichtiger Mann war, und der entschiedenen √úberzeugung war, dass sein Werk einen Glaubensstreit ausl√∂sen w√ľrde, was er moralisch nicht verantworten konnte, ver√∂ffentlichte er das mehrb√§ndige Glaubensbekenntnis √ľber die Dualit√§t von Oril und Infiniatus nicht.


Aufbruch in die Ferne (69-71 Jahre)

Seine Thesen lie√üen ihn aber nicht los. Ein Jahr lang versuchte er sich mit anderen Dingen zu besch√§ftigen. Letzlich aber war sein Interesse, ja man kann fast schon von Leidenschaft sprechen, bei seinem Glaubenswerk so gro√ü, dass Elosthriond einsah, dass er weitere Beweise suchen musste. Also brach er im Jahr 199 n.d.A. in die weite Welt, um die Bibliothek von Xerzai, der G√∂ttin des Wissens zu finden. Er hoffte Antworten zu finden, um den endg√ľltigen Beweis f√ľr seinen Glauben zu finden.

Elosthriond vermutete die Bilbiothek Xerzais bei den Gelehrten der Arashi. Also machte er sich auf die lange Reise dort hin, wobei er den langen Seeweg durch den duhnischen Ozean vorbei an Al'hamra und Almanien w√§hlte, da er eine Reise durch das Gebiet der Orks vermutlich nicht √ľberlebt h√§tte.
Im Jahr 200 n.d.A. erreichte er Obenza, wo Pater Elosthriond weiter nach Arashima reisen wollte, doch das Ganze entwickelte sich in Obenza anders als erwartet.
"Ordnung ist das halbe Leben...die Rechtssprechung ist die andere Hälfte."
- zitiert aus "Einleitung zum Rechtswerk IV des Infiniatus - √úber die Irren und Wirren der menschl. Existenz", S. 2

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