Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Verhandlungen über die Hohe Mark -- 12.03.203 n.d.A.

Ehveros war das wohlhabendste Großherzogtum, hat aber im Krieg gegen das Chaos viele Truppen verloren. Nach dem Tod der einzigen Kronerbin Ricarda von Ehveros steht dem Land eine unruhige Zeit bevor. Ihr greiser Vater, Großherzog Felipe, wird den Thron nicht mehr lange halten können.
Ehveros war das wohlhabendste Großherzogtum, hat aber im Krieg gegen das Chaos viele Truppen verloren. Nach dem Tod der einzigen Kronerbin Ricarda von Ehveros steht dem Land eine unruhige Zeit bevor. Ihr greiser Vater, Großherzog Felipe, wird den Thron nicht mehr lange halten können.
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Maximilien Rivenet de Souvagne

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Verhandlungen über die Hohe Mark -- 12.03.203 n.d.A.

#1

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Di 13. Mär 2018, 06:14

Verhandlungen über die Hohe Mark


Fürst Tsaagan von Alkena & Duc Maximilien Rivenet de Souvagne



Während der Friedensverhandlungen hatte Fürst Tsaagan von Alkena das Angebot unterbreitet, die Hohe Mark abzutreten, würde man ihm dafür Zugeständnisse zustehen. Der Duc de Souvagne hatte sich dagegen ausgesprochen, dass Felipe von Ehveros die Hohe Mark annektierte, vielmehr forderte der Duc in diesem Falle die Hohe Mark für sich um ein ein Kräftegleichgewicht zwischen Souvagne und der Hohen Mark, sowie Ehveros und Ledwick herzustellen. Zwergenkönig Dunkelerz, sowie die Counts von Ledwick sprachen sich für die Zugehörigkeit der Hohen Mark zur Souvagne aus. So bot der Duc dem Fürsten eine Verhandlung unter vier Augen bezüglich der Bedingungen an.


Maximilien Rivenet de Souvagne
Schön dass wir uns hier einfinden konnten Fürst Tsaagan. Wie wir bereits erläuterten, war Euer Angebot äußerst großzügig. Welche Zugeständnisse hierfür schweben Euch vor?


Tsaagan von Alkena
Der Fürst hatte sich von seinem Leibdiener und Geistmagier Caligo einen Stuhl zurechtrücken lassen und saß nun dem Duc an einem Tisch gegenüber. Seine Augen blickten zwar in die ungefähre Richtung des Staatsoberhauptes von Souvagne, doch sie schienen nichts zu betrachten, sie konnten nichts betrachten.

'Die Miene des Ducs ist nicht zu deuten', informierte Caligo ihn mental.

Tsaagan ging jedoch davon aus, dass sein Gegenüber langsam genau so müde wurde wie er selbst und eine wohlwollende Haltung einnahm, nachdem, was er von ihm während der Hauptverhandlung gehört hatte.

"Die Freude ist ganz meinerseits, Duc Maximilien. Alkena ist ein Land, welches reich und arm ist zugleich", erklärte er. "Arm, da wir fast das gesamte Jahr zu einem Großteil unter Wasser stehen und dadurch sehr eingeschränkt sind in allem. Reich, da niemand sich für die Sümpfe interessiert, wenn man von Flüchtlingen und Deserteuren absieht. Bei dem letzten Überfall durch die Zwerge wurde obendrein unsere Hauptstadt vollkommen zerstört. König Dunkelerz sagte uns Aufbauhilfe zu, wenn ich mich recht entsinne, doch nur für die Hohe Mark, nicht für das zerstörte Katamaris? Es wurde viel gesprochen, ich konnte mir nicht alles einprägen. Ich werde auf die Verträge warten müssen. Langfristig betrachtet wären Tribute in Form von Naturalien eine gute Basis für Verhandlungen."


Maximilien Rivenet de Souvagne
Der Duc nickte zustimmend, während ihm Fabien ein Getränk reichte.

"Dies ist korrekt Fürst Tsaagan. Da Ihr bereit seid die Hohe Mark abzutreten, werden wir Euch Wiederaufbauhilfe für Katamaris leisten. Ihr gebt nicht nur eine Hauptstadt auf, sondern ein Land. Da Ihr Euere eigene Hauptstadt verloren habt, können wir nicht verlangen dass Ihr in die Obdachlosigkeit in Eure alte Heimat zurückkehrt. Ihr habt Euch den Verhandlungen immer offen und zugetan gezeigt.

Ihr wart zu Zugeständnissen bereit und seit umgehend unserer Einladung gefolgt. Wollten wir Euch nicht helfen, würden wir Eure Denkweise nicht anerkennen, dürften wir solche Einladungen nicht aussprechen. Kurzum von Staatsoberhaupt zu Staatsoberhaupt helfen wir Euch bei Eurer Hauptstadt persönlicher Natur.

Im Namen Souvagnes werden wir Euch bei dem Aufbau einer geeigneten Infrastruktur helfen. Es wird sicher möglich sein, ein Auskommen im Sumpf zu finden. Ansonsten müsste der Sumpf weichen. Zahlungen in Form von Nahrungs- und Lebensmittel sind kein Problem. Wir haben eine gut funktionierende Landwirtschaft. Wobei wir jetzt zum Winter und wegen dem Krieg alles einlagern ließen. In wie weit schwebt Euch weitere HIlfe oder eine Zusammenarbeit vor?", hakte der Duc nach.


Tsaagan von Alkena
Der Fürst nickte kurz steif. Er meinte diese Geste nicht unhöflich, doch er seine Körpersprache war naturgemäß sehr vereinfacht.

"Das ist ausgesprochen großmütig von Euch. Ihr müsstet dies nicht tun, da es nicht Euer Verschulden war. Alkena wird dies nicht vergessen. Man kann im Sumpf durchaus gut überleben, wenn man weiß, wie. Es gibt sehr viele Tiere, vor allem Fische, Vögel und Echsen, welche sich von den leider ebenfalls zahlreichen Insekten ernähen. Unser wichtigstes Exportgut waren alchimistische Zutaten und magische Dienstleistungen.

Wir sagen 'waren', weil Katamaris die einzige nennenswerte Siedlung darstellte. Über die Bezeichnung Stadt mag man sich in Almanien womöglich amüsieren. Kurz gesagt, uns fehlt es an allem. Die Verwaltung wurde vernichtet und ein Großteil der Bevölkerung, obwohl es doch 'nur' eine einzige Stadt war. Sie war alles, was wir hatten. Alkena als kleine Nation ist tot."


Maximilien Rivenet de Souvagne
"Dann werden wir für eine Wiedergeburt sorgen. Zwar werdet Ihr nicht wie der Phoenix aus der Asche auferstehen, aber aus den Fluten des Sumpfes. Damit Ihr nach dieser Wiederauferstehung auch lebendig bleibt, sollten wir als Bündnispartner Handel betreiben. Kurzum, Ihr erhaltet als Fremdländer einen Sonderstatus, Ihr seid nicht nur ein verbündeter, sondern auch ein befreundeter Staat. Ihr dürft bei uns Eure Güter ohne Einfuhrzoll veräußern.

Natürlich Güter, die Eurem Land entsprechen. Wobei dies selbstredend der Fall sein wird. Wir denken kaum, dass Ihr morgen beschließt Weinbauer zu werden. Ihr könnt also einen Handel aufbauen, indem Ihr Eure alchemistischen Zutaten bei uns veräußert, ohne dass Ihr vorab Kosten von unserer Seite aus hättet.

Was Ihr veräußert sei Euer Gewinn und möge er Euer Reich gedeihen und wachsen lassen. Ferner könnten auch die zahlreichen Insekten veräußert werden. Man könnte sie als Viehfutter trocknen, habt Ihr darüber bereits einmal nachgedacht? So wäre es ein wechselseitiges Geben und Nehmen, zwischen unseren Völkern. Von welcher Größenordnung sprechen wir? Wir groß ist Eure Stadt, damit Ihr über den Winter kommt Fürst? Benötigt Ihr Winternothilfe?", fragte Maximilien.


Tsaagan von Alkena
"Wir danken Euch, dass Ihr uns erspart, um derlei Hilfe bitten zu müssen und sie von Euch aus anbietet. Sehr gern nehmen wir das Angebot an. Unsere Stadt besaß 10 000 Einwohner. Übrig blieben um die 2000, welche gerade aus den Ruinen retten, was zu retten ist. Weitere circa 3000 Einwohner, wobei wir die genaue Zahl nie benennen können, lebt in kleinen Gruppen im Sumpf verteilt. Diese 5000 Personen sind unser gesamtes Volk.

Da in der Hauptstadt nicht mehr viele übrig gelassen wurden, denke ich, dass keine Winternothilfe erforderlich sein wird. Es gibt kaum noch hungrige Mäuler. Und die übrigen Einwohner waren seit jeher Selbstversorger. Wir sind ausgesprochen Dankbar. Gibt es darüber hinaus etwas, dass wir Euch zum Zeichen unseres Danks anbieten können?"


Maximilien Rivenet de Souvagne
Der Duc musterte Tsaagan einen Moment, ehe er antwortete.

"Euer Volk besteht nur noch aus cira 5.000 Personen? Fürst uns sind die klimatischen Verhältnisse in Eurer Heimat nicht bekannt. Aber nach diesen Kriegswirren werden Eure Untertanen in unbeheizten Notunterkünften und Zelten hausen, sie werden nicht über wärmende Kleidung verfügen und keine wasserdichten Schuhe ihr Eigen nennen können. Wir wissen nicht, wie Ihr organisiert seid.

Unser Land ist feudal. Dies bedeutet, jeder Herr ist für seine direkten Untertanen verantwortlich und seinem nächsthöheren Herrn hörig. An oberster oder letzter Stelle wenn Ihr so möchtet, stehen wir - der Duc, der Großherzog. Wir raten Euch dringend dazu, die Winternothilfe anzunehmen.

Bei einer Bevölkerungszahl um die 5.000 Personen Fürst, kann man von einem aussterbenden Volk sprechen. Jede Person die Ihr verliert, ist eine Person zu viel. Wir selbst, sehen es bei jedem der unseren so. Wir könnten unendlich viele werden, das würde uns erfreuen.

Aber wir grämen uns um jeden ehrlichen, aufrechten Souvagner der von uns gehen muss, obwohl dies nicht von Nöten war. Wir werden Euch die Hilfe zur Verfügung stellen. Wir können für den Winter nicht sofort Häuser bauen, aber wir können Euch Truppenzelte die beheizbar sind zur Verfügung stellen.

Wärme bedeutet körperliche Entlastung und Wohlbefinden. Und dies wird Eure Leute kräftigen. Sie haben einen langen Weg vor sich Fürst. Was Ihr uns anbieten könntet im Tausch? Wissen. Wir sind stets an neuem Wissen interessiert. Gibt es bei Euch Heilpflanzen, Medizin, Tränke die uns unbekannt sind? Gibt es vielleicht in der Zusammenarbeit Möglichkeiten für Heilmittelerforschung? Daran und an Kräutern, Gesteinen und so weiter, daran haben wir Interesse", erklärte der Duc.


Tsaagan von Alkena
Der Fürst schämte sich wegen der Großzügigkeit, die der Duc Alkena gegenüber an den Tag legte. Caligo musste ihm einige beruhigende Gedanken schicken. Tsaagan war niemand, der gern um Hilfe bat. Eigentlich bat er nie um Hilfe, weder als Fürst noch als Privatmann. Selbst Caligo musste fast ständig erraten, was Tsaagan brauchte. Er war sehr, sehr stolz. Jedoch nicht arrogant. Die angebotene Hilfe erfreute ihn sehr.

"In Alkena gibt es keinen Frost. Der Sumpf wird von Termalquellen gespeist. Im Winter gleicht der Sumpf einer Dampfsauna. Man sieht vor lauter warmem Nebel fast nichts. Aber man friert nicht. Dennoch nehmen wir die Hilfe sehr gern an, wenn Ihr sie erübrigen könnt. Es mag sein, dass wir aussterben. Es mag Asamura nicht scheren, wir haben wenig beigetragen, um das Leben hier besser zu machen, allerdings haben wir es auch nicht schlechter gemacht.

Ja, Heilpflanzen sind ein wertvolles gut, ebenso wie Gifte, die in geringen Dosen manch Krankheit kurieren, in höheren auch zum Gegenteil verwendet werden können. Moose, Wurzeln, Samen, Pilze, Giftinsekten, derlei können wir in größeren Mengen entbehren, ohne selbst noch mehr Schaden zu nehmen. Unser handelbares Wissen beschränkt sich auf Magie und Alchemie. Doch darin sind wir recht gut, möchte ich behaupten. Da Ihr fragtet: Unsere Struktur war ein rudimentäres Feudalsystem, im Vergleich zu Eurem sehr locker, mit fließendem Übergang zur Anarchie in den schwer zugänglichen Regionen."


Maximilien Rivenet de Souvagne
Der Duc schmunzelte Tsaagan an.

"Ob es die Welt schert ist für unsere Person völlig irrelevant. Es schert uns. Ihr mögt meinen, dass Ihr nicht vermisst werdet. Vielleicht weder Ihr noch meine Person irgendwann. Aber selbst wenn bei Euch im Sumpf ein kleiner Heiler haust, der mit seinen Moosen eine Krankheit heilen kann um damit die Welt ein bisschen besser zu machen, wird die Welt ihn vermissen.

Zudem habt Ihr Eure Daseinberechtigung erhalten. Schaut, nur weil Ihr nicht in den Krieg ziehen wollt, heißt dies nicht, dass der Krieg nicht bei Euch aufzieht. Uns wäre fast das gleiche Schicksal durch die unbedachte Handlung eines Mannes zu Teil geworden.

Von daher sollten sich jene die friedliebend sind, auch zusammenschließen. Wir hoffen zudem, dass es auch den großen Frieden in dieser Region geben wird.

Nun zu Eurem Heim. Das Ihr es im Winter dermaßen warm habt, freut uns zu hören. Ein angenehmer Umstand möchten wir meinen. Vereinbaren wir, den Austausch von Gütern. Ihr erhaltet von uns Nahrungs- und Aufbauhilfe. Ihr dürft dafür Eure Waren in Form von Alchemiezutaten ohne Zolleinfuhr veräußern. Dass schafft Euch einen ersten Markt. Ferner haben wir noch einen Vorschlag zu unterbreiten. Ihr spracht von Magie. Welche Form der Magie? Wir gründen eine neue Akademie, folglich fehlt uns Lehrpersonal. Wie steht es darum?", fragte der Duc neugierig.


Tsaagan von Alkena
"Alle Formen der Magie", erklärte Tsaagan.
"Alles, was Ihr Euch wünscht. Ich könnte Euch einige fähige und als Lehrpersonal geeignete Männer und Frauen für die Akademie entsenden." Er machte eine kurze Pause. "Habt Dank für Eure freundlichen Worte. Sie sind etwas ungewohnt für uns. Nehmt es nicht krumm, wenn wir womöglich nicht ganz angemessen darauf zu reagieren wissen. Seid gewiss, dass wir sehr ergriffen sind."


Maximilien Rivenet de Souvagne
"Das Angebot des Lehrpersonals nehmenwir gerne an. Entsendet diese Personen. Gehören Eurem Volk nur Tieflinge an? Dies müssen wir wissen, damit diese ungehindert Zugang zu unserem Land wie zur Akademie erhalten. Wir verstehen, unsere Worte waren wie stets ehrlicher Natur. Wieso sollten wir den Rakshanern in selbstverschuldeter Not die Hand reichen und sie Euch verwehren? Es geht nicht um Schmeichelei, sondern um Fakten. Was andere in Euch sehen, wissen wir nicht. Wir bewerten Euch rein nach Euren Taten Fürst.

Und Ihr wart die ganzen Friedensverhandlungen über entgegenkommend. Dies honorieren wir. Und Ihr werdet sehen, Eure Bemühungen werden sich ebenso bei Eurem Volke honorieren.

Strafft etwas die Struktur, Anarchie ist der Weg in den Abgrund. Jede Person braucht klare Grenzen. Gebote, Verbote, Rechte und Pflichten. Mehr als Ihr eventuell jemals zuvor in Eurem Leben musstet, müsst Ihr nun Euer Volk einen. Euer Volk muss wie ein Bollwerk zusammenstehen Fürst Tsaagan. Und gerät dieses Bollwerk ins Wanken, weshalb auch immer - zählt auf uns.

Wir werden nicht zusehen, wie Ihr ohne jede Chance untergeht. Mit Euch ginge sehr viel Gutes, Ihr seht es leider nicht. Vielleicht noch nicht. Wann gedenkt Ihr mit dem Wiederaufbau zu beginnen? Wir schlagen vor, direkt nach den Friedensverhandlungen damit zu beginnen. Wie habt Ihr Euch persönlich die Übergabe der Hohen Mark vorgestellt? Werdet Ihr es bis in die Heimat schaffen, benötigt Ihr Geleitschutz oder möchtet Ihr weiterhin in der Hohen Mark verbleiben?

Diese werden wir ebenfalls wieder aufbauen müssen. Ferner werden wir, sobald wir uns einig sind, die Hohe Mark in die Souvagne vollumfänglich eingliedern und sie unserem Rechtssystem anpassen. Die Hohe Mark ist gefallen, durch die Kriegslust einiger Männer. Mit diesem Neuanfang unter unserem Banner, wird es so einen Fall nicht erneut geben. Jede Person auf ehemaliger Hoher Markischer Scholle wird ab diesem Tag ein Landsmann für uns sein und dementsprechend behandelt. Schutz und Schirm gegen Treue und Loyalität, dies ist der Schwur", sagte Maximilien.


Tsaagan von Alkena
Tsaagan nickte erneut auf seine steife und ins Leere blickende Art und Weise.
"Ein guter Schwur, der Inspiration sein könnte für Alkenas Zukunft. Ordnung ist der Schlüssel, doch Schlüssel gehen mitunter verloren. Es ist schwierig, Ordnung ohne die notwendige Struktur und das entsprechende Personal durchzusetzen. Es wurde alles zerschlagen, aber wir geben unser Möglichstes.

Wir werden nach Ende der Verhandlungen umgehend nach Alkena reisen.

Wichtig für Euch ist zu wissen, dass die Tieflinge, die momentan die Hohe Mark besetzt halten, bis auf einen kleinen Teil nicht die unseren sind! Diese gehören zum Chaos. Wir sind ihnen weisungsbefugt, doch wissen nicht, wie sie reagieren, wenn sie aufgeben sollen, was sie mit ihem Blute erkämpften.

Man erkennt Chaostieflinge optisch häufig - aber nicht immer - an ihrer bräunlichen oder gelblichen Hautfarbe und ihren Kleidungsstil, welcher jenen der Rakshaner oft ähnelt. Und natürlich an der Sprache. Tieflinge des Chaos sprechen Rakshanisch - die von Alkena Asameisch.

Nicht, dass es keine Überschneidungen gäbe, doch so ist die Tendenz. Ein Großteil der Einwohner von Alkena sind Tieflinge, der Rest Düsterlinge oder abtrünnige Menschen. Wir verjagen diese nicht, sie bringen frisches Blut. Die Übergabe kann unspektakulär über einen Vertrag erfolgen und zusätzlich als öffentlicher Akt, um die Legitimation glaubhaft zu machen, denn wir fürchten, dass nicht jeder Chaossohn unsere Entscheidung für die tatsächliche Wahrheit halten wird. Wer verschenkt ein Land, dass er gerade mühsam eroberte?

Nun, jemand, der zu wenig Möglichkeiten hat, aus eigener Kraft darin für Ordnung zu sorgen und es bröckeln und schwinden sieht wie das übrige Land. Wir hätten momentan nichts davon, darauf zu beharren. Niemand hätte das."


Maximilien Rivenet de Souvagne
Maximilien konnte dem nur beipflichten.
"Wohl gesprochen. Ihr gebt ein fremdes Land auf um Euer eigenes zurückzuerhalten. Uns sind die Almanen der Hohen Mark näher als Euch, allerdings müssen sie sich uns annähern. Wir werden eine neue Struktur in das Land bringen und falls Ihr es wünscht, werden wir Euch bei Eurer Strukturierung helfen.

Eine Übergabe per Vertrag und öffentlichem Bekenntnis? Dem stimmen wir vollumfänglich zu.
Es ist Euer Land bis dato, wenn wir es übernehmen ist es das unsere.

Tarkan sagte uns allen zu, dass er selbst Hilfe wünscht. Auch er möchte nicht für eine selbst erschaffene Waffe sein Volk sterben sehen.

Wir können ihm nur helfen, wenn er uns ebenso hilft. Er hat für Euch wie für uns die Chaos-Tieflinge abzubeordern. Sie hätten zudem direkt eine neue Aufgabe, wenn Tarkan bereit wäre gegen die Ghule vorzugehen. Aber das muss Euch nicht belasten, Euer Volk trägt eine andere Bürde, die wir gemeinsam stemmen werden.

Wünscht Ihr einen Völkerbund, samt Vertrag? Sprich wünscht Ihr eine vertraglich besiegelte Freundschaft?
Dann sollten wir diese in die Übergabe der Hohen Mark aufnehmen.

Euch wird man genau wie uns schon viel im Leben erzählt haben. Wir möchten Euch von Anfang an vor klare Tatsachen stellen. Damit zeigen wir Euch, dass wir jedes unserer Worte ehrlich meinten. Sobald Ihr für den Vertrag bereit seid, gebt uns bescheid.

Da Ihr der gebende Part seid, solltet Ihr den Vertrag fertigen. Wir unterzeichnen bei Empfang. Danach werden wir wie gesagt im Wege der Amtshandlung Souvagne vergrößern und neu einteilen. Damit eine direkte weitere Regierung möglich ist. Für Eure Sicherheit werden wir Sorge tragen", sagte Max.


Tsaagan von Alkena
"Wir würden uns freuen, wenn unsere Völker fortan als Freunde gelten würden. Momentan können wir nicht viel zurückgeben, doch was wir zu geben vermögen, werden wir gern mit Euch teilen. Ein schriftlicher Vertrag ist dazu sicher eine gute Sache, dann ist es verbrieft.

Mit Tarkan kann man reden, ich halte ihn für einen Mann der Vernunft, aber er ist auch Vollblutrakshaner. Und leider nicht das Oberhaupt seines gesamten Volkes, nur dessen einer Streitmacht. Im Zweifelsfall wissen wir, wem seine Loyalität gelten wird.

Er wird die Tieflinge abziehen. Er wird die Hilfe gegen die Ghule annehmen. Und wenn er die Ghul-Führer schwächt, stärkt er zugleich seine eigene Position. Ihr hebt ihn mit Eurer Hilfe mehr oder weniger auf den Thron, das muss Euch bewusst sein mit allen Konsequenzen, die es haben kann."


Maximilien Rivenet de Souvagne
"Danke für Eure offenen Worte, wir freuen uns, dass Ihr unsere Freundschaft annehmt. Ebenso danken wir Euch für Euren Rat und Eure Warnung. Wir haben auch von anderer Seite gehört, er sei ein Mann der Vernunft. Nun er würde sein eigenes Reich und Volk gefährden, würde er sich gegen seine Verbündeten wenden. Wir halten den Mann weder für unlogisch noch undankbar, auch ihn bewerten wir nach seinen Taten.

Allerdings reagieren wir auch bei Verrat äußerst strikt. Aber wollen wir nicht gleich von der schlimmsten Möglichkeit ausgehen. Auch Tarkan wäre nicht angereist und hätte diese sehr erniedrigende Wahrheit preisgegeben, wäre er nicht an Hilfe und Frieden interessiert.

Dieser Mann ist mit den Nerven wie auch körperlich am Ende. Und er lebte ein anderes Leben als wir. Er wird nun wenn er sein Volk retten will neue Pfade begehen müssen. Pfade die er nie beging. Und wir vermuten, auch die Bitte um Hilfe ist ihm nicht leicht gefallen. Wollen wir also nicht vorschnell urteilen. Warten wir ab, hoffen wir das Beste aber sind auf alles gefasst", schmunzelte der Duc.


Tsaagan von Alkena
"Da sprecht Ihr besonnene Worte. Unsere Sorge ist, wo er einmal log, könnte er es ein zweites Mal tun. Wir wissen nicht, welchem Druck er ausgesetzt ist, es muss noch nicht einmal sein eigener Wunsch sein. Doch besser ihn als einen anderen Rakshaner, so waren unsere Gedanken, als er mit uns in Kontakt trat.

Wir persönlich finden ihn umgänglich und zweifelsohne ist er ausgesprochen intelligent, doch wir begegnen ihm mit gesunder Skepsis. Ich werde Caligo, meinem Leibdiener, zeitnah den Übergabe- und Freundschaftsvertrag diktieren und Euch den Entwurf zur Prüfung vorlegen, bevor es amtlich gemacht wird. Benötigt Ihr sonst noch etwas? Andernfalls möchten wir uns gern in unsere Gemächer zurückziehen. Der Tag war lang."


Maximilien Rivenet de Souvagne
"Auch wir werden Tarkan beobachten. Wohlwollend und Wachsam. So verbleiben wir, wir Danken Euch.
Erneut sprecht Ihr wahre Worte gelassen aus.

Der Tag war mehr als lang und wir werden uns ebenfalls zurückziehen. Lasst nach uns schicken, sobald Euer Diener den Vertrag aufgesetzt hat. Wir wünschen Euch eine angenehme Nachtruhe Fürst Tsaagan. Wir werden uns ebenfalls zur Ruhe betten", sagte der Duc freundlich.


Tsaagan von Alkena
"Euch ebenso eine angenehme Nachtruhe, Großherzog Maximilien", sagte der Fürst, erleichtert, dass diese Verhandlungen so viel unkomplizierter waren als diejenigen zuvor. Doch noch war es nicht geschafft. Noch stand die offizielle Übergabe bevor.


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"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
"Eine Entscheidung für etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."

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