Verhandlungen ├╝ber die Hohe Mark -- 12.03.203 n.d.A.

Ehveros war das wohlhabendste Gro├čherzogtum, hat aber im Krieg gegen das Chaos viele Truppen verloren. Ricarda von Ehveros versucht, ihren intriganten Vater auf dem Thron abzul├Âsen. Die Friedensverhandlungen der am Krieg beteiligten Parteien finden momentan hier statt.
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Maximilien Rivenet de Souvagne
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Die flei├čige Feder in Bronze Rote Laterne

Verhandlungen ├╝ber die Hohe Mark -- 12.03.203 n.d.A.

#1

Beitragvon Maximilien Rivenet de Souvagne » Di 13. M├Ąr 2018, 06:14

Verhandlungen ├╝ber die Hohe Mark


F├╝rst Tsaagan von Alkena & Duc Maximilien Rivenet de Souvagne



W├Ąhrend der Friedensverhandlungen hatte F├╝rst Tsaagan von Alkena das Angebot unterbreitet, die Hohe Mark abzutreten, w├╝rde man ihm daf├╝r Zugest├Ąndnisse zustehen. Der Duc de Souvagne hatte sich dagegen ausgesprochen, dass Felipe von Ehveros die Hohe Mark annektierte, vielmehr forderte der Duc in diesem Falle die Hohe Mark f├╝r sich um ein ein Kr├Ąftegleichgewicht zwischen Souvagne und der Hohen Mark, sowie Ehveros und Ledwick herzustellen. Zwergenk├Ânig Dunkelerz, sowie die Counts von Ledwick sprachen sich f├╝r die Zugeh├Ârigkeit der Hohen Mark zur Souvagne aus. So bot der Duc dem F├╝rsten eine Verhandlung unter vier Augen bez├╝glich der Bedingungen an.


Maximilien Rivenet de Souvagne
Sch├Ân dass wir uns hier einfinden konnten F├╝rst Tsaagan. Wie wir bereits erl├Ąuterten, war Euer Angebot ├Ąu├čerst gro├čz├╝gig. Welche Zugest├Ąndnisse hierf├╝r schweben Euch vor?


Tsaagan von Alkena
Der F├╝rst hatte sich von seinem Leibdiener und Geistmagier Caligo einen Stuhl zurechtr├╝cken lassen und sa├č nun dem Duc an einem Tisch gegen├╝ber. Seine Augen blickten zwar in die ungef├Ąhre Richtung des Staatsoberhauptes von Souvagne, doch sie schienen nichts zu betrachten, sie konnten nichts betrachten.

'Die Miene des Ducs ist nicht zu deuten', informierte Caligo ihn mental.

Tsaagan ging jedoch davon aus, dass sein Gegen├╝ber langsam genau so m├╝de wurde wie er selbst und eine wohlwollende Haltung einnahm, nachdem, was er von ihm w├Ąhrend der Hauptverhandlung geh├Ârt hatte.

"Die Freude ist ganz meinerseits, Duc Maximilien. Alkena ist ein Land, welches reich und arm ist zugleich", erkl├Ąrte er. "Arm, da wir fast das gesamte Jahr zu einem Gro├čteil unter Wasser stehen und dadurch sehr eingeschr├Ąnkt sind in allem. Reich, da niemand sich f├╝r die S├╝mpfe interessiert, wenn man von Fl├╝chtlingen und Deserteuren absieht. Bei dem letzten ├ťberfall durch die Zwerge wurde obendrein unsere Hauptstadt vollkommen zerst├Ârt. K├Ânig Dunkelerz sagte uns Aufbauhilfe zu, wenn ich mich recht entsinne, doch nur f├╝r die Hohe Mark, nicht f├╝r das zerst├Ârte Katamaris? Es wurde viel gesprochen, ich konnte mir nicht alles einpr├Ągen. Ich werde auf die Vertr├Ąge warten m├╝ssen. Langfristig betrachtet w├Ąren Tribute in Form von Naturalien eine gute Basis f├╝r Verhandlungen."


Maximilien Rivenet de Souvagne
Der Duc nickte zustimmend, w├Ąhrend ihm Fabien ein Getr├Ąnk reichte.

"Dies ist korrekt F├╝rst Tsaagan. Da Ihr bereit seid die Hohe Mark abzutreten, werden wir Euch Wiederaufbauhilfe f├╝r Katamaris leisten. Ihr gebt nicht nur eine Hauptstadt auf, sondern ein Land. Da Ihr Euere eigene Hauptstadt verloren habt, k├Ânnen wir nicht verlangen dass Ihr in die Obdachlosigkeit in Eure alte Heimat zur├╝ckkehrt. Ihr habt Euch den Verhandlungen immer offen und zugetan gezeigt.

Ihr wart zu Zugest├Ąndnissen bereit und seit umgehend unserer Einladung gefolgt. Wollten wir Euch nicht helfen, w├╝rden wir Eure Denkweise nicht anerkennen, d├╝rften wir solche Einladungen nicht aussprechen. Kurzum von Staatsoberhaupt zu Staatsoberhaupt helfen wir Euch bei Eurer Hauptstadt pers├Ânlicher Natur.

Im Namen Souvagnes werden wir Euch bei dem Aufbau einer geeigneten Infrastruktur helfen. Es wird sicher m├Âglich sein, ein Auskommen im Sumpf zu finden. Ansonsten m├╝sste der Sumpf weichen. Zahlungen in Form von Nahrungs- und Lebensmittel sind kein Problem. Wir haben eine gut funktionierende Landwirtschaft. Wobei wir jetzt zum Winter und wegen dem Krieg alles einlagern lie├čen. In wie weit schwebt Euch weitere HIlfe oder eine Zusammenarbeit vor?", hakte der Duc nach.


Tsaagan von Alkena
Der F├╝rst nickte kurz steif. Er meinte diese Geste nicht unh├Âflich, doch er seine K├Ârpersprache war naturgem├Ą├č sehr vereinfacht.

"Das ist ausgesprochen gro├čm├╝tig von Euch. Ihr m├╝sstet dies nicht tun, da es nicht Euer Verschulden war. Alkena wird dies nicht vergessen. Man kann im Sumpf durchaus gut ├╝berleben, wenn man wei├č, wie. Es gibt sehr viele Tiere, vor allem Fische, V├Âgel und Echsen, welche sich von den leider ebenfalls zahlreichen Insekten ern├Ąhen. Unser wichtigstes Exportgut waren alchimistische Zutaten und magische Dienstleistungen.

Wir sagen 'waren', weil Katamaris die einzige nennenswerte Siedlung darstellte. ├ťber die Bezeichnung Stadt mag man sich in Almanien wom├Âglich am├╝sieren. Kurz gesagt, uns fehlt es an allem. Die Verwaltung wurde vernichtet und ein Gro├čteil der Bev├Âlkerung, obwohl es doch 'nur' eine einzige Stadt war. Sie war alles, was wir hatten. Alkena als kleine Nation ist tot."


Maximilien Rivenet de Souvagne
"Dann werden wir f├╝r eine Wiedergeburt sorgen. Zwar werdet Ihr nicht wie der Phoenix aus der Asche auferstehen, aber aus den Fluten des Sumpfes. Damit Ihr nach dieser Wiederauferstehung auch lebendig bleibt, sollten wir als B├╝ndnispartner Handel betreiben. Kurzum, Ihr erhaltet als Fremdl├Ąnder einen Sonderstatus, Ihr seid nicht nur ein verb├╝ndeter, sondern auch ein befreundeter Staat. Ihr d├╝rft bei uns Eure G├╝ter ohne Einfuhrzoll ver├Ąu├čern.

Nat├╝rlich G├╝ter, die Eurem Land entsprechen. Wobei dies selbstredend der Fall sein wird. Wir denken kaum, dass Ihr morgen beschlie├čt Weinbauer zu werden. Ihr k├Ânnt also einen Handel aufbauen, indem Ihr Eure alchemistischen Zutaten bei uns ver├Ąu├čert, ohne dass Ihr vorab Kosten von unserer Seite aus h├Ąttet.

Was Ihr ver├Ąu├čert sei Euer Gewinn und m├Âge er Euer Reich gedeihen und wachsen lassen. Ferner k├Ânnten auch die zahlreichen Insekten ver├Ąu├čert werden. Man k├Ânnte sie als Viehfutter trocknen, habt Ihr dar├╝ber bereits einmal nachgedacht? So w├Ąre es ein wechselseitiges Geben und Nehmen, zwischen unseren V├Âlkern. Von welcher Gr├Â├čenordnung sprechen wir? Wir gro├č ist Eure Stadt, damit Ihr ├╝ber den Winter kommt F├╝rst? Ben├Âtigt Ihr Winternothilfe?", fragte Maximilien.


Tsaagan von Alkena
"Wir danken Euch, dass Ihr uns erspart, um derlei Hilfe bitten zu m├╝ssen und sie von Euch aus anbietet. Sehr gern nehmen wir das Angebot an. Unsere Stadt besa├č 10 000 Einwohner. ├ťbrig blieben um die 2000, welche gerade aus den Ruinen retten, was zu retten ist. Weitere circa 3000 Einwohner, wobei wir die genaue Zahl nie benennen k├Ânnen, lebt in kleinen Gruppen im Sumpf verteilt. Diese 5000 Personen sind unser gesamtes Volk.

Da in der Hauptstadt nicht mehr viele ├╝brig gelassen wurden, denke ich, dass keine Winternothilfe erforderlich sein wird. Es gibt kaum noch hungrige M├Ąuler. Und die ├╝brigen Einwohner waren seit jeher Selbstversorger. Wir sind ausgesprochen Dankbar. Gibt es dar├╝ber hinaus etwas, dass wir Euch zum Zeichen unseres Danks anbieten k├Ânnen?"


Maximilien Rivenet de Souvagne
Der Duc musterte Tsaagan einen Moment, ehe er antwortete.

"Euer Volk besteht nur noch aus cira 5.000 Personen? F├╝rst uns sind die klimatischen Verh├Ąltnisse in Eurer Heimat nicht bekannt. Aber nach diesen Kriegswirren werden Eure Untertanen in unbeheizten Notunterk├╝nften und Zelten hausen, sie werden nicht ├╝ber w├Ąrmende Kleidung verf├╝gen und keine wasserdichten Schuhe ihr Eigen nennen k├Ânnen. Wir wissen nicht, wie Ihr organisiert seid.

Unser Land ist feudal. Dies bedeutet, jeder Herr ist f├╝r seine direkten Untertanen verantwortlich und seinem n├Ąchsth├Âheren Herrn h├Ârig. An oberster oder letzter Stelle wenn Ihr so m├Âchtet, stehen wir - der Duc, der Gro├čherzog. Wir raten Euch dringend dazu, die Winternothilfe anzunehmen.

Bei einer Bev├Âlkerungszahl um die 5.000 Personen F├╝rst, kann man von einem aussterbenden Volk sprechen. Jede Person die Ihr verliert, ist eine Person zu viel. Wir selbst, sehen es bei jedem der unseren so. Wir k├Ânnten unendlich viele werden, das w├╝rde uns erfreuen.

Aber wir gr├Ąmen uns um jeden ehrlichen, aufrechten Souvagner der von uns gehen muss, obwohl dies nicht von N├Âten war. Wir werden Euch die Hilfe zur Verf├╝gung stellen. Wir k├Ânnen f├╝r den Winter nicht sofort H├Ąuser bauen, aber wir k├Ânnen Euch Truppenzelte die beheizbar sind zur Verf├╝gung stellen.

W├Ąrme bedeutet k├Ârperliche Entlastung und Wohlbefinden. Und dies wird Eure Leute kr├Ąftigen. Sie haben einen langen Weg vor sich F├╝rst. Was Ihr uns anbieten k├Ânntet im Tausch? Wissen. Wir sind stets an neuem Wissen interessiert. Gibt es bei Euch Heilpflanzen, Medizin, Tr├Ąnke die uns unbekannt sind? Gibt es vielleicht in der Zusammenarbeit M├Âglichkeiten f├╝r Heilmittelerforschung? Daran und an Kr├Ąutern, Gesteinen und so weiter, daran haben wir Interesse", erkl├Ąrte der Duc.


Tsaagan von Alkena
Der F├╝rst sch├Ąmte sich wegen der Gro├čz├╝gigkeit, die der Duc Alkena gegen├╝ber an den Tag legte. Caligo musste ihm einige beruhigende Gedanken schicken. Tsaagan war niemand, der gern um Hilfe bat. Eigentlich bat er nie um Hilfe, weder als F├╝rst noch als Privatmann. Selbst Caligo musste fast st├Ąndig erraten, was Tsaagan brauchte. Er war sehr, sehr stolz. Jedoch nicht arrogant. Die angebotene Hilfe erfreute ihn sehr.

"In Alkena gibt es keinen Frost. Der Sumpf wird von Termalquellen gespeist. Im Winter gleicht der Sumpf einer Dampfsauna. Man sieht vor lauter warmem Nebel fast nichts. Aber man friert nicht. Dennoch nehmen wir die Hilfe sehr gern an, wenn Ihr sie er├╝brigen k├Ânnt. Es mag sein, dass wir aussterben. Es mag Asamura nicht scheren, wir haben wenig beigetragen, um das Leben hier besser zu machen, allerdings haben wir es auch nicht schlechter gemacht.

Ja, Heilpflanzen sind ein wertvolles gut, ebenso wie Gifte, die in geringen Dosen manch Krankheit kurieren, in h├Âheren auch zum Gegenteil verwendet werden k├Ânnen. Moose, Wurzeln, Samen, Pilze, Giftinsekten, derlei k├Ânnen wir in gr├Â├čeren Mengen entbehren, ohne selbst noch mehr Schaden zu nehmen. Unser handelbares Wissen beschr├Ąnkt sich auf Magie und Alchemie. Doch darin sind wir recht gut, m├Âchte ich behaupten. Da Ihr fragtet: Unsere Struktur war ein rudiment├Ąres Feudalsystem, im Vergleich zu Eurem sehr locker, mit flie├čendem ├ťbergang zur Anarchie in den schwer zug├Ąnglichen Regionen."


Maximilien Rivenet de Souvagne
Der Duc schmunzelte Tsaagan an.

"Ob es die Welt schert ist f├╝r unsere Person v├Âllig irrelevant. Es schert uns. Ihr m├Âgt meinen, dass Ihr nicht vermisst werdet. Vielleicht weder Ihr noch meine Person irgendwann. Aber selbst wenn bei Euch im Sumpf ein kleiner Heiler haust, der mit seinen Moosen eine Krankheit heilen kann um damit die Welt ein bisschen besser zu machen, wird die Welt ihn vermissen.

Zudem habt Ihr Eure Daseinberechtigung erhalten. Schaut, nur weil Ihr nicht in den Krieg ziehen wollt, hei├čt dies nicht, dass der Krieg nicht bei Euch aufzieht. Uns w├Ąre fast das gleiche Schicksal durch die unbedachte Handlung eines Mannes zu Teil geworden.

Von daher sollten sich jene die friedliebend sind, auch zusammenschlie├čen. Wir hoffen zudem, dass es auch den gro├čen Frieden in dieser Region geben wird.

Nun zu Eurem Heim. Das Ihr es im Winter derma├čen warm habt, freut uns zu h├Âren. Ein angenehmer Umstand m├Âchten wir meinen. Vereinbaren wir, den Austausch von G├╝tern. Ihr erhaltet von uns Nahrungs- und Aufbauhilfe. Ihr d├╝rft daf├╝r Eure Waren in Form von Alchemiezutaten ohne Zolleinfuhr ver├Ąu├čern. Dass schafft Euch einen ersten Markt. Ferner haben wir noch einen Vorschlag zu unterbreiten. Ihr spracht von Magie. Welche Form der Magie? Wir gr├╝nden eine neue Akademie, folglich fehlt uns Lehrpersonal. Wie steht es darum?", fragte der Duc neugierig.


Tsaagan von Alkena
"Alle Formen der Magie", erkl├Ąrte Tsaagan.
"Alles, was Ihr Euch w├╝nscht. Ich k├Ânnte Euch einige f├Ąhige und als Lehrpersonal geeignete M├Ąnner und Frauen f├╝r die Akademie entsenden." Er machte eine kurze Pause. "Habt Dank f├╝r Eure freundlichen Worte. Sie sind etwas ungewohnt f├╝r uns. Nehmt es nicht krumm, wenn wir wom├Âglich nicht ganz angemessen darauf zu reagieren wissen. Seid gewiss, dass wir sehr ergriffen sind."


Maximilien Rivenet de Souvagne
"Das Angebot des Lehrpersonals nehmenwir gerne an. Entsendet diese Personen. Geh├Âren Eurem Volk nur Tieflinge an? Dies m├╝ssen wir wissen, damit diese ungehindert Zugang zu unserem Land wie zur Akademie erhalten. Wir verstehen, unsere Worte waren wie stets ehrlicher Natur. Wieso sollten wir den Rakshanern in selbstverschuldeter Not die Hand reichen und sie Euch verwehren? Es geht nicht um Schmeichelei, sondern um Fakten. Was andere in Euch sehen, wissen wir nicht. Wir bewerten Euch rein nach Euren Taten F├╝rst.

Und Ihr wart die ganzen Friedensverhandlungen ├╝ber entgegenkommend. Dies honorieren wir. Und Ihr werdet sehen, Eure Bem├╝hungen werden sich ebenso bei Eurem Volke honorieren.

Strafft etwas die Struktur, Anarchie ist der Weg in den Abgrund. Jede Person braucht klare Grenzen. Gebote, Verbote, Rechte und Pflichten. Mehr als Ihr eventuell jemals zuvor in Eurem Leben musstet, m├╝sst Ihr nun Euer Volk einen. Euer Volk muss wie ein Bollwerk zusammenstehen F├╝rst Tsaagan. Und ger├Ąt dieses Bollwerk ins Wanken, weshalb auch immer - z├Ąhlt auf uns.

Wir werden nicht zusehen, wie Ihr ohne jede Chance untergeht. Mit Euch ginge sehr viel Gutes, Ihr seht es leider nicht. Vielleicht noch nicht. Wann gedenkt Ihr mit dem Wiederaufbau zu beginnen? Wir schlagen vor, direkt nach den Friedensverhandlungen damit zu beginnen. Wie habt Ihr Euch pers├Ânlich die ├ťbergabe der Hohen Mark vorgestellt? Werdet Ihr es bis in die Heimat schaffen, ben├Âtigt Ihr Geleitschutz oder m├Âchtet Ihr weiterhin in der Hohen Mark verbleiben?

Diese werden wir ebenfalls wieder aufbauen m├╝ssen. Ferner werden wir, sobald wir uns einig sind, die Hohe Mark in die Souvagne vollumf├Ąnglich eingliedern und sie unserem Rechtssystem anpassen. Die Hohe Mark ist gefallen, durch die Kriegslust einiger M├Ąnner. Mit diesem Neuanfang unter unserem Banner, wird es so einen Fall nicht erneut geben. Jede Person auf ehemaliger Hoher Markischer Scholle wird ab diesem Tag ein Landsmann f├╝r uns sein und dementsprechend behandelt. Schutz und Schirm gegen Treue und Loyalit├Ąt, dies ist der Schwur", sagte Maximilien.


Tsaagan von Alkena
Tsaagan nickte erneut auf seine steife und ins Leere blickende Art und Weise.
"Ein guter Schwur, der Inspiration sein k├Ânnte f├╝r Alkenas Zukunft. Ordnung ist der Schl├╝ssel, doch Schl├╝ssel gehen mitunter verloren. Es ist schwierig, Ordnung ohne die notwendige Struktur und das entsprechende Personal durchzusetzen. Es wurde alles zerschlagen, aber wir geben unser M├Âglichstes.

Wir werden nach Ende der Verhandlungen umgehend nach Alkena reisen.

Wichtig f├╝r Euch ist zu wissen, dass die Tieflinge, die momentan die Hohe Mark besetzt halten, bis auf einen kleinen Teil nicht die unseren sind! Diese geh├Âren zum Chaos. Wir sind ihnen weisungsbefugt, doch wissen nicht, wie sie reagieren, wenn sie aufgeben sollen, was sie mit ihem Blute erk├Ąmpften.

Man erkennt Chaostieflinge optisch h├Ąufig - aber nicht immer - an ihrer br├Ąunlichen oder gelblichen Hautfarbe und ihren Kleidungsstil, welcher jenen der Rakshaner oft ├Ąhnelt. Und nat├╝rlich an der Sprache. Tieflinge des Chaos sprechen Rakshanisch - die von Alkena Asameisch.

Nicht, dass es keine ├ťberschneidungen g├Ąbe, doch so ist die Tendenz. Ein Gro├čteil der Einwohner von Alkena sind Tieflinge, der Rest D├╝sterlinge oder abtr├╝nnige Menschen. Wir verjagen diese nicht, sie bringen frisches Blut. Die ├ťbergabe kann unspektakul├Ąr ├╝ber einen Vertrag erfolgen und zus├Ątzlich als ├Âffentlicher Akt, um die Legitimation glaubhaft zu machen, denn wir f├╝rchten, dass nicht jeder Chaossohn unsere Entscheidung f├╝r die tats├Ąchliche Wahrheit halten wird. Wer verschenkt ein Land, dass er gerade m├╝hsam eroberte?

Nun, jemand, der zu wenig M├Âglichkeiten hat, aus eigener Kraft darin f├╝r Ordnung zu sorgen und es br├Âckeln und schwinden sieht wie das ├╝brige Land. Wir h├Ątten momentan nichts davon, darauf zu beharren. Niemand h├Ątte das."


Maximilien Rivenet de Souvagne
Maximilien konnte dem nur beipflichten.
"Wohl gesprochen. Ihr gebt ein fremdes Land auf um Euer eigenes zur├╝ckzuerhalten. Uns sind die Almanen der Hohen Mark n├Ąher als Euch, allerdings m├╝ssen sie sich uns ann├Ąhern. Wir werden eine neue Struktur in das Land bringen und falls Ihr es w├╝nscht, werden wir Euch bei Eurer Strukturierung helfen.

Eine ├ťbergabe per Vertrag und ├Âffentlichem Bekenntnis? Dem stimmen wir vollumf├Ąnglich zu.
Es ist Euer Land bis dato, wenn wir es ├╝bernehmen ist es das unsere.

Tarkan sagte uns allen zu, dass er selbst Hilfe w├╝nscht. Auch er m├Âchte nicht f├╝r eine selbst erschaffene Waffe sein Volk sterben sehen.

Wir k├Ânnen ihm nur helfen, wenn er uns ebenso hilft. Er hat f├╝r Euch wie f├╝r uns die Chaos-Tieflinge abzubeordern. Sie h├Ątten zudem direkt eine neue Aufgabe, wenn Tarkan bereit w├Ąre gegen die Ghule vorzugehen. Aber das muss Euch nicht belasten, Euer Volk tr├Ągt eine andere B├╝rde, die wir gemeinsam stemmen werden.

W├╝nscht Ihr einen V├Âlkerbund, samt Vertrag? Sprich w├╝nscht Ihr eine vertraglich besiegelte Freundschaft?
Dann sollten wir diese in die ├ťbergabe der Hohen Mark aufnehmen.

Euch wird man genau wie uns schon viel im Leben erz├Ąhlt haben. Wir m├Âchten Euch von Anfang an vor klare Tatsachen stellen. Damit zeigen wir Euch, dass wir jedes unserer Worte ehrlich meinten. Sobald Ihr f├╝r den Vertrag bereit seid, gebt uns bescheid.

Da Ihr der gebende Part seid, solltet Ihr den Vertrag fertigen. Wir unterzeichnen bei Empfang. Danach werden wir wie gesagt im Wege der Amtshandlung Souvagne vergr├Â├čern und neu einteilen. Damit eine direkte weitere Regierung m├Âglich ist. F├╝r Eure Sicherheit werden wir Sorge tragen", sagte Max.


Tsaagan von Alkena
"Wir w├╝rden uns freuen, wenn unsere V├Âlker fortan als Freunde gelten w├╝rden. Momentan k├Ânnen wir nicht viel zur├╝ckgeben, doch was wir zu geben verm├Âgen, werden wir gern mit Euch teilen. Ein schriftlicher Vertrag ist dazu sicher eine gute Sache, dann ist es verbrieft.

Mit Tarkan kann man reden, ich halte ihn f├╝r einen Mann der Vernunft, aber er ist auch Vollblutrakshaner. Und leider nicht das Oberhaupt seines gesamten Volkes, nur dessen einer Streitmacht. Im Zweifelsfall wissen wir, wem seine Loyalit├Ąt gelten wird.

Er wird die Tieflinge abziehen. Er wird die Hilfe gegen die Ghule annehmen. Und wenn er die Ghul-F├╝hrer schw├Ącht, st├Ąrkt er zugleich seine eigene Position. Ihr hebt ihn mit Eurer Hilfe mehr oder weniger auf den Thron, das muss Euch bewusst sein mit allen Konsequenzen, die es haben kann."


Maximilien Rivenet de Souvagne
"Danke f├╝r Eure offenen Worte, wir freuen uns, dass Ihr unsere Freundschaft annehmt. Ebenso danken wir Euch f├╝r Euren Rat und Eure Warnung. Wir haben auch von anderer Seite geh├Ârt, er sei ein Mann der Vernunft. Nun er w├╝rde sein eigenes Reich und Volk gef├Ąhrden, w├╝rde er sich gegen seine Verb├╝ndeten wenden. Wir halten den Mann weder f├╝r unlogisch noch undankbar, auch ihn bewerten wir nach seinen Taten.

Allerdings reagieren wir auch bei Verrat ├Ąu├čerst strikt. Aber wollen wir nicht gleich von der schlimmsten M├Âglichkeit ausgehen. Auch Tarkan w├Ąre nicht angereist und h├Ątte diese sehr erniedrigende Wahrheit preisgegeben, w├Ąre er nicht an Hilfe und Frieden interessiert.

Dieser Mann ist mit den Nerven wie auch k├Ârperlich am Ende. Und er lebte ein anderes Leben als wir. Er wird nun wenn er sein Volk retten will neue Pfade begehen m├╝ssen. Pfade die er nie beging. Und wir vermuten, auch die Bitte um Hilfe ist ihm nicht leicht gefallen. Wollen wir also nicht vorschnell urteilen. Warten wir ab, hoffen wir das Beste aber sind auf alles gefasst", schmunzelte der Duc.


Tsaagan von Alkena
"Da sprecht Ihr besonnene Worte. Unsere Sorge ist, wo er einmal log, k├Ânnte er es ein zweites Mal tun. Wir wissen nicht, welchem Druck er ausgesetzt ist, es muss noch nicht einmal sein eigener Wunsch sein. Doch besser ihn als einen anderen Rakshaner, so waren unsere Gedanken, als er mit uns in Kontakt trat.

Wir pers├Ânlich finden ihn umg├Ąnglich und zweifelsohne ist er ausgesprochen intelligent, doch wir begegnen ihm mit gesunder Skepsis. Ich werde Caligo, meinem Leibdiener, zeitnah den ├ťbergabe- und Freundschaftsvertrag diktieren und Euch den Entwurf zur Pr├╝fung vorlegen, bevor es amtlich gemacht wird. Ben├Âtigt Ihr sonst noch etwas? Andernfalls m├Âchten wir uns gern in unsere Gem├Ącher zur├╝ckziehen. Der Tag war lang."


Maximilien Rivenet de Souvagne
"Auch wir werden Tarkan beobachten. Wohlwollend und Wachsam. So verbleiben wir, wir Danken Euch.
Erneut sprecht Ihr wahre Worte gelassen aus.

Der Tag war mehr als lang und wir werden uns ebenfalls zur├╝ckziehen. Lasst nach uns schicken, sobald Euer Diener den Vertrag aufgesetzt hat. Wir w├╝nschen Euch eine angenehme Nachtruhe F├╝rst Tsaagan. Wir werden uns ebenfalls zur Ruhe betten", sagte der Duc freundlich.


Tsaagan von Alkena
"Euch ebenso eine angenehme Nachtruhe, Gro├čherzog Maximilien", sagte der F├╝rst, erleichtert, dass diese Verhandlungen so viel unkomplizierter waren als diejenigen zuvor. Doch noch war es nicht geschafft. Noch stand die offizielle ├ťbergabe bevor.


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"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
"Eine Entscheidung f├╝r etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."