Kesselgulasch - (k)eine Reise f├╝r den feinen Gaumen

Evalon ist ein fruchtbares Bergland. Die goblinischen St├Ądte stehen im Gegensatz zu den sagenumwobenen Ruinenst├Ądten, die aus den W├Ąldern ragen. Das warme Meer und die vielen Inseln bieten einen Schauplatz f├╝r Piraten, Korallentaucher und Abenteurer.

Der S├╝dwesten
Evalon ist ein fruchtbares Bergland. Die technikverliebten goblinischen St├Ądte stehen im Gegensatz zu den sagenumwobenen Ruinenst├Ądten, die aus den W├Ąldern ragen. Das warme Meer und die vielen Inseln bieten einen Schauplatz f├╝r Piraten, Korallentaucher und Abenteurer.
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JEELEN
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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise f├╝r den feinen Gaumen

#91

Beitragvon JEELEN » Di 28. Feb 2017, 09:01

Jeelen nickte Rosa auf ihre Frage knapp zu.
ÔÇ×Ja auf der anderen Seite kleben bleiben ist vielleicht der falsche Ausdruck. Ich meine damit, dass der Magier nicht aus der Trance zur├╝ckkommt, wo immer er dann auch ist. Lysa ist hier, sonst k├Ânnte sie ja uns nicht in Angst und Schrecken versetzen und lachenÔÇť, grinste der Goblin breit.

Als Lysa vorschlug in der Stadt wieder einkaufen zu gehen, dachte Jeelen nach was beim letzten Einkauf alles so schief gegangen war. Mit ein paar Sicherheitsvorkehrungen war ein Einkauf aber sicher m├Âglich.

ÔÇ×Gut wir k├Ânnen es ja versuchen Lysa. Aber bitte spende nicht wieder anderer Leute Sachen, frag einfach vorher, dann kaufe ich es Dir.

Und versuch bitte bei mir zu bleiben und z├╝nde die Stadt nicht an, und erschaffe bitte auch keine Tiere in der N├Ąhe von B├╝tteln, ich glaube das w├Ąre es erstmal was uns so in Schwierigkeiten bringen k├ÂnnteÔÇť, lachte Jeelen gut gelaunt und knuffte Lysa als Zeichen dass er sie nur aufzog.

ÔÇ×Warum sollten wir denn unter den Zwergen auffallen? Wir m├╝ssen uns nur freundlich benehmen Rosa, keine Panik. Sie sind zwar m├╝rrische, kleine Gesellen aber sie sind gute H├Ąndler. Solange wir ihnen nicht auf die B├Ąrte treten, werden sie uns in Ruhe lassen. Mit Zwergen hatte ich noch keine Probleme, mit anderen schonÔÇť, antwortete Jeelen.

├ťber die Frage welche Magie er w├Ąhlen w├╝rde, und ob er gerne Magier w├Ąre dachte Jeelen gut nach.

ÔÇ×Nun wenn w├╝rde ich vermutlich Heilmagie w├Ąhlen. Wenn jemand aus der Familie krank ist und selbst ein Heiler nicht mehr helfen kann, dann k├Ânnte ich das. So m├╝sste keiner mehr Angst vor Krankheiten und sowas haben. Das stelle ich mich super vor. Aber leider beherrsche ich keine Magie.

So die von Mama ist auch toll? Was kann die Mama denn?ÔÇť, hakte Jeelen neugierig nach.

Zur Rast wurde er von Sew gebeten Holz zu sammeln und die Gegend zu erkunden. Der Goblin kam beidem nach und schaute sich um. Zur Sicherheit hielt er auch nach Schlangen Ausschau, denn ob das Tier auch wirklich aus Wasser gewesen war, wusste er nicht. Er hatte die Schlange nicht zu Gesicht bekommen. Und wie schnell Schlangen waren und ob sie ihre Opfer verfolgten wusste Jeelen auch nicht.

Als Jeelen zur├╝ckkehrte musterte er Lysa und Sew vor der fertigen Mahlzeit.

ÔÇ×Aber Hallo, wow. Das ist ein erstklassiger Empfang mit warmen Essen. Riecht lecker. Ihr wart schnellÔÇť, freute sich der Goblin und legte das Holz ab.
ÔÇ×Was gibt es denn Gutes?ÔÇť, fragte er hungrig.
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R├│sa vom Wolfsclan
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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise f├╝r den feinen Gaumen

#92

Beitragvon R├│sa vom Wolfsclan » Sa 18. M├Ąr 2017, 08:26

Die weitere Reise war ruhig verlaufen und R├│sa hatte kurz vor Shohiro sogar noch einmal die Gelegenheit wahrnehmen k├Ânnen, um sich zu verwandeln. So ganz behagte es der Gestaltwandlerin und Norkara nicht, mitten in eine dieser ummauerten Grossst├Ądte vorzudringen. Zum einen war es unheimlich schwierig, den ├ťberblick zu behalten, und zum anderen spielten ihre Sinne verr├╝ckt in dem Getummel. Vor Allem ihre Nase wurde sozusagen unbrauchbar ab all der Ger├╝che, die sie gleichzeitig maltr├Ątierten und juckte st├Ąndig unangenehm.
Pl├Âtzlich w├╝nschte R├│sa sich wieder einige Tage zur├╝ck, als sie noch in der kleinen Gruppe auf einer holprigen Landstrasse entlangmarschiert waren. Zudem hatte die Mutter mit Freude beobachtet, wie Lysa in der Gesellschaft der beiden M├Ąnner aufbl├╝hte. W├Ąhrend sie Jeelen gerne zu Albernheiten anstiftete, sich einen Spass daraus machte, ihn mit ihrer Magie zu ├╝berrumpeln oder von ihm wissen wollte, wie man den kleinen Dolch benutzte (was ihre Mamma immer mit etwas Unbehagen beobachtete), wollte sie von Seweryn Lieder lernen und hatte urpl├Âtzlich ein immenses Interesse an den Kochk├╝nsten entwickelt.
Als die Stadt am Horizont auftauchte, hatte R├│sa f├╝r einen Moment die Melancholie ergriffen. Hier w├╝rde ihre gemeinsame Reise also vermutlich enden und jeder seiner eigenen Wege gehen.

Doch als sie an diesem Morgen aufwachte, sp├╝rten sie den warmen K├Ârper ihrer kleinen Tochter neben sich und h├Ârte das Schnarchen der beiden Kerle in zwei anderen Betten des ger├Ąumigen Zimmers. Sie hatten sich ein gemeinsames Schlafgemach besorgt, um etwas von dem Geld zu sparen. Ausserdem hatten sie unter freiem Himmel bereits viel n├Ąher nebeneinandergelegen.
R├│sa genoss die Annehmlichkeit der Taverne und sp├╝rte gleichzeitig, wie Lysa langsam erwachte und sich nur umso mehr in die N├Ąhe ihrer Mamma kuschelte.
Von dem kleinen Fenster her konnte sie bereits die ersten Stimmen h├Âren und das Gerumpel der Karren. Bestimmt waren sie auf dem Weg zum Marktplatz. R├│sa l├Ąchelte und k├╝sste das goldgelockte Haupt ihres M├Ądchens. Dieses hatte bereits anget├Ânt, dass sie alle zusammen einkaufen gehen sollten. Jetzt seien doch S├╝ssigkeiten wieder erlaubt?
Dabei hatte sie mit treuen Augen zu ihrer Mutter hochgeschaut, und als die Norkara einen Seitenblick auf Jeelen geworfen hatte, guckte er genauso unschuldig wie ein Lamm.

Pl├Âtzlich h├Ârte R├│sa ein fl├╝stern und sp├╝rte, wie sich der kleine K├Ârper zu ihr umdrehte.
ÔÇ×Mamma, werden Jeelen und Seweryn uns jetzt wieder verlassen?ÔÇť, der Klang ihrer Stimme war eindeutig traurig und doch auch voller Hoffnung, dass dem nicht so sein m├Âge.
ÔÇ×Ich weiss es nicht genau Lysa. Aber vermutlich schon, ja. Aber wohin es unsere Freunde verschl├Ągt, musst du sie schon selbst fragen.ÔÇť
Einen Moment war nichts zu h├Âren.
ÔÇ×Ich will nicht, dass sie weggehenÔÇť, nuschelte dann das Kind.
Obwohl R├│sa es ungern zugab, w├╝rde sie die beiden Kerle vermissen. Trotzdem antwortete sie Lysa darauf m├Âglichst neutral: ÔÇ×Ich habe dir von Anfang an gesagt, dass wir nur bis zu einem bestimmten Punkt mit den beiden reisen werden. Abschiede gibt es immer wieder Lysa. Aber du wirst auch immer wieder neue Freundschaften kn├╝pfen. So ist der Lauf der Dinge.ÔÇť
Tats├Ąchlich wusste aber auch die Norkara noch nicht so genau, was nun folgen w├╝rde. Jeelen hatte erz├Ąhlt von einem Freund, der eine passende Akademie f├╝r die kleine Magierin kennen k├Ânnte. Das w├Ąre nun einmal ihr erstes Ziel in dieser grossen Stadt. Und dann?

Weiter musste sie jedoch nicht gr├╝beln, denn da erklang bereits ein ausgedehntes G├Ąhnen.
Auch Lysa bemerkte, dass Seweryn erwachte und war schneller aus dem Bett geh├╝pft, als ihre Mutter blinzeln konnte.
Ihre Trauer war vergessen, und sie sprang mit einem grossen Satz zu Seweryn aufs Bett. Er blickte noch etwas verschlafen drein, als er in die begeistert leuchtenden Augen von dem ungest├╝men Kind schaute.
ÔÇ×Heute gehen wir auf den Markt! Dann gibtÔÇÖs endlich wieder S├╝ssigkeiten. Mamma hat es n├Ąmlich erlaubtÔÇť, Best├Ątigung heischend huschten ihre Augen zu R├│sa hin├╝ber, welche mit einem Schmunzeln auf den Lippen nickte.
ÔÇ×Du Seweryn, was machst du denn jetzt, wo wir die Stadt erreicht haben? Gehst du weg von uns?ÔÇť

Von Jeelen war auch einige Minuten sp├Ąter nur ein brummliges Schnarchen zu vernehmen.
ÔÇ×Er klingt wie ein B├ĄrÔÇť, kicherte das M├Ądchen und gespannt lauschten die drei gemeinsam auf die Schlafger├Ąusche des Goblins.
ÔÇ×Wir k├Ânnten ihn aufwecken!ÔÇť, schlug Lysa pl├Âtzlich aufgeregt vor und schaute erwartungsvoll zu Seweryn hin├╝ber in der Annahme, er h├Ątte eine lustige Idee auf Lager.
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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise f├╝r den feinen Gaumen

#93

Beitragvon Seweryn » Mi 5. Apr 2017, 12:11

"Woah!". Seweryn brauchte einen Moment um sich zu sammeln. Lysa hockte bereits auf seinem Bett und redete begeistert auf den Almanen ein, welcher sich den Schlaf aus dem Gesicht wischte. "S├╝├čigkeiten...ja...bekommt man hier.", murmelte Seweryn noch immer leicht verschlafen. Lysas "Gehst du weg von uns?"-Frage hallte allerdings einen Moment durch seine Gedanken. <Gute Frage...>. Es dauerte nicht lange, da hockte Seweryn auf der Bettkante. Er hatte Lysa neben sich gesetzt und schaute die Kurze einen Moment lang an. Was sollte er antworten? "Weisst du.", begann er schlie├člich. "Ich werde nat├╝rlich noch etwas bei euch bleiben, schlie├člich haben wir noch ein bisschen was zu tun. Aber wir d├╝rfen bei der ganzen Sache eins nicht vergessen.". Er lehnte sich zu Lysa hin├╝ber. "Ich muss doch noch jemanden finden.", fuhr Seweryn fort und tastete nach seinem Amulett. Lysa schien nicht besonders zufrieden, aber hatte verstanden...hoffte Seweryn zumindest. "Aber bis es soweit kommt solltest du dich lieber auf die noch kommende Zeit freuen, hm?". Er wuschelte durch Lysas Haare und ein kurzer Blick flog zu R├│sa hin├╝ber. Er hatte versucht die Situation so diplomatisch wie ihm m├Âglich zu l├Âsen und in seiner momentanen Verfassung schien dies f├╝r Seweryn der beste Weg gewesen zu sein.

"Ihn aufwecken?". Seweryn schaute zu Jeelen, der momentan einfach nichts mitbekam. "Ich w├╝rde ihn ja ausschlafen lassen, aber du denkst da bestimmt wieder an Unfug? Was wirklich ausgefallenes habe ich gerade nicht auf Lager, aber einen Eimer mit Wasser k├Ânnen wir bestimmt irgendwo auftreiben...".

Etwas sp├Ąter hatte Seweryn in einer Ecke im Gastraum Platz genommen. Es gab ein deftiges Fr├╝hst├╝ck zu einem guten Preis und so konnte er es sich mal wieder richtig schmecken lassen. Es war ein st├Ąndiges Kommen und Gehen und so nahm Seweryn w├Ąhrend des Essens auch nur halbherzig von den anderen Anwesenden Notiz. Auf einer Person blieb sein Blick jedoch etwas l├Ąnger h├Ąngen. Die Gestalt trat zu der Schankmaid her├╝ber, fragte anscheinend irgendwas. Die Antwort der Frau wurde von einem Nicken in seine Richtung begleitet. Einen Moment lang hielt Seweryn inne, tat dann aber so als h├Ątte er nichts mitbekommen. Als er wenige Sekunden sp├Ąter wieder den Kopf hob steuerte die berobte Person auf ihn zu und lie├č sich auf der Bank ihm gegen├╝ber nieder. "Ihr seid der S├Âldner, der mit den Norkara und einem Goblin unterwegs seid?". Die Stimme geh├Ârte einer jungen Frau, bei der es sich um eine Albin handeln musste. Eine hellblonde, fast wei├če Haarstr├Ąhne schaute unter der Kaputze des Reisemantels hervor und in den blauen Augen konnte man sich schnell verlieren. Seweryn hockte starr auf seinem Platz und sammelte sich erst wieder, als die Albin ihn fragend und abwartend anschaute. "Verzeiht, aber...kennen wir uns? Warum ist diese Frage von Belang?". Seweryn klang nicht unh├Âflich, eher vorsichtig. Die Albin senkte den Kopf etwas und l├Ąchelte. "Nein, wir kennen uns nicht, aber ich h├Ârte bereits einiges von euch. Wenn ihr wirklich der seid den ich suche, dann...", sie beugte sich n├Ąher zu dem Almanen hin├╝ber und senkte die Stimme "Dann habe ich vielleicht etwas, was euch bei eurer pers├Ânlichen Suche weiterbringen kann.". Seweryns anf├Ąngliches Misstrauen wich nun Skepsis, aber auch Interesse. "Angenommen ich w├Ąre diese Person. Was h├Ąttet ihr anzubieten?". "Informationen.", antwortete die Albin knapp und schien vorerst nicht bereit mehr zu verraten. "Ist gut. Ich bin..." - "Seweryn, der Almane.". Er nickte stumm. "Man kann tats├Ąchlich eine gewisse ├ähnlichkeit feststellen.", meinte die Albin und langsam keimten in Seweryn eine Art Tatendrang und Vorfreude auf. "Also, kommen wir zum gesch├Ąftlichen Teil. Ihr sagtet, ihr h├Ąttet Informationen f├╝r mich? Was wollt ihr daf├╝r?". Die Albin schob die Haarstr├Ąhne unter die Kaputze des Reisemantels zur├╝ck. "Von euch tats├Ąchlich gar nichts.", entgegnete die Dame schlie├člich, was Seweryn dann doch etwas wunderte. "Ich hatte eine Art...nennen wir es "Abmachung" mit jemandem und nun, da ich euch gefunden habe, ist mein Teil davon erf├╝llt. Nat├╝rlich gebe ich euch noch das hier". Sie ├╝berreichte Seweryn eine zylinderf├Ârmige Ledertasche. Die Finger des Mannes waren leicht zittrig als er den d├╝nnen Verschlussriemen l├Âste und eine kleine Schriftrolle hervorholte. Auf der Schriftrolle selbst standen mehrere W├Ârter ordentlich untereinander geschrieben. "Sagt, wo soll ich...?". Seweryn hatte nicht mitbekommen, dass die Albin aufgestanden und zur T├╝r gegangen war. "Hey, wartet! Wer seid ihr ├╝berhaupt?!", rief er und stand auf. Die Albin erhob zum Abschied die Hand und Seweryn erkannte, wie sie ihm noch ein "Viel Gl├╝ck." zuhauchte, bevor sie katzengleich hinaushuschte.
Seweryn wollte hinterher, doch die anderen waren bereits im Anmarsch. Hastig lie├č er Ledertasche und Schriftrolle unter seinem Umhang verschwinden und stopfte beides, nachdem er sich gesetzt hatte, unter dem Tisch in seinen Rucksack. <Das ├Ąndert nun doch einiges.>, dachte er und erinnerte sich an die Situation mit Lysa zur├╝ck. Vielleicht w├╝rde er doch eher aufbrechen m├╝ssen als urspr├╝nglich geplant?
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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise f├╝r den feinen Gaumen

#94

Beitragvon JEELEN » Fr 7. Apr 2017, 06:50

Jeelen tr├Ąumte tief und fest, als sich pl├Âtzlich seine Traumwahrnehmung ver├Ąnderte. Er stand in einem dunklen Raum der so dunkel war, dass er nicht einmal mehr die Hand vor Augen sehen konnte.

Dass dies kein Traum mehr war, sp├╝rte der Goblin sofort. Jeder h├Ątte diesen Umstand sofort wahrgenommen. Etwas Seltsames, D├╝steres wie auch Erhabenes haftete dem Ort an.

Normalerweise sollte er hier nicht sein. Aber er war auch nur f├╝r einige Minuten ein Besucher.

Aus der Dunkelheit sch├Ąlte sich eine Gestalt, die er so gerade erkennen konnte. Eine schwarze Robe, deren Umrisse in einem geisterhaften Blau leuchteten. Weder das Gesicht in der Kapuze noch etwas anderes lie├čen optisch darauf schlie├čen wer diese Person war.

http://fs5.directupload.net/images/170407/qsynknot.jpg


Allerdings sp├╝rte der Gr├╝ne durch die geistige Ber├╝hrung und dass ├╝bermittelte absolute Wohlwollen um wen es sich handelte.

Dave.

Vermutlich konnte er einem auch in einer anderen, weitaus freundlicheren Gestalt erscheinen, denn seine Form war nur ein Abbild seiner Gedanken. Auf der anderen Seite kannte Jeelen den Grund, warum Dave diese Tarnung bei jeder Kommunikation aufrecht erhielt ÔÇô er war ein Gewohnheitstier.

Er behielt die Tarnung lieber auch bei Freunden bei, als sie nur einmal bei einem Feind zu vergessen.


JEELEN KOMM ZUR├ťCK NACH HAUSE!
WIR BRAUCHEN DICH BRUDER!
WO IMMER DU BIST - MEIDE OBENZA!
JOZO LEBT!
UND JO LEBT DORT!
PADA!



├╝bermittelte der Magier. Die Gestalt wie auch der Raum l├Âsten sich in Rauch auf und lie├čen Jeelen in seiner Traumwelt zur├╝ck.

****

Nach dem Aufwachen brauchte der Goblin einen Moment um sich zu Recht zu finden. M├╝de strich er sich ├╝bers Gesicht, schnappte Pulga vom Kopfkissen und streichelte die kleine Ratte.

`Jozo lebt. Na wunderbar. Der Kerl ist h├Ąrter im Nehmen als jede Kakerlake. Die ├╝berleben auch alles. Verwundert mich irgendwie nicht. Irgendwer von den G├Âttern scheint unser Sonnenscheinchen echt ins Herz geschlossen zu haben. Oder wie sagte mal Pavo? Er hat seine Daseinsberechtigung im g├Âttlichen Plan, sonst g├Ąbe es Wesen wie ihn nicht ÔÇô wir allerdings auch┬┤, st├Âhnte Jeelen gedanklich.

****

Der Goblin beobachtete das gesch├Ąftige Treiben seiner Begleiter um sich herum. Wie man so fr├╝h schon so wach sein konnte, fragte er sich m├╝de. Verschlafen musterte er die kleine Gruppe kurz, ehe er sich daran machte sich anzuziehen.

Rosa, Lysa und Sew waren bereits fertig und machten sich auf den Weg in den Gastraum.

Jeelen folgte ihnen sobald er fertig war. Sew stand im Gastraum etwas abseits, Rosa und Lysa schlossen sich dem Goblin an und gemeinsam gingen sie dem Almanen entgegen.

"Wo wir hier vereint beisammen sind - ich habe eine Botschaft erhalten. Ich muss zu meinen Leuten zur├╝ck, sie brauchen meine Hilfe. Also wenn Du noch die Informationen ben├Âtigst Rosa, dann begleite mich. Einer meiner Leute wird Dir sagen k├Ânnen, wo Du f├╝r Lysa eine passende Ausbildung erh├Ąltst.

Dann lernt Ihr auch meine Freundin kennen. Ihr seid gerne gesehen und bekommt sicher auch den einen oder anderen Kaffee spendiert, oder Tee. Ganz wie Ihr m├Âgt.

Danach trennen sich unsere Wege, da ich wie gesagt nach Hause muss.
Die Reise war sch├Ân mit Euch", sagte Jeelen freundlich und knuffte Lysa liebevoll.
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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise f├╝r den feinen Gaumen

#95

Beitragvon R├│sa vom Wolfsclan » Fr 7. Apr 2017, 21:10

Erst im Schankraum besserte sich Lysas Laune wieder etwas auf, nur um dann wieder in den Keller zu sacken. Gerade noch hatte Seweryn gesagt, dass er nicht wisse, wie lange er noch bei ihnen bliebe und nun meinte Jeelen, dass er sie verlassen m├╝sse.
Lysa zog einen traurigen Flunsch und klammerte sich an Jeelen fest. Sie wollte nicht weinen, doch man konnte ihr ansehen, dass sie nicht mehr weit davon entfernt war.
R├│sa bemerkte die Lage ihrer Tochter, konnte sie jedoch auch nicht mehr tr├Âsten, als sie es bereits versucht hatte. Und es n├╝tzte schliesslich auch nichts, dem Kind etwas vorzumachen.
Ihr Blick glitt zu Seweryn hin├╝ber, wobei sie stutzte.
Hatte sie etwas verpasst?
ÔÇ×Alles in Ordnung mit Dir Sew?ÔÇť, sprach die Norkara ihn direkt darauf an.
ÔÇ×Du wirkst, als h├Ąttest Du einen Geist gesehen. Oder schl├Ągt Dir das Fr├╝hst├╝ck auf den Magen?ÔÇť

ÔÇ×Nun, ich w├╝rde Dich gerne begleiten Jeelen, um einige Dinge in Erfahrung zu bringen. Vielleicht ist dies ja der geeignete Ort f├╝r Lysas Ausbildung. Oder wir werden uns bald wieder auf die Reise begeben, stimmts Kleines?ÔÇť
Lysa brummelte etwas Unverst├Ąndliches und klammerte sich noch fester an Jeel fest, w├Ąhrend ihre Augen sich hilfesuchend an Seweryn festhielten.
ÔÇ×Begleitest Du uns Sew? Oder willst Du noch andere Besorgungen erledigen?ÔÇť, wandte R├│sa sich an den Almanen.
Seine Unruhe besorgte sie leicht und sie sp├╝rte ihre m├╝tterlichen Instinkte, welche bereits die ganze Gruppe miteinbeziehen wollten.
ÔÇ×Vielleicht w├╝rde eine Tasse Tee Dir auch ganz gut tunÔÇť, meinte sie schliesslich grinsend.
ÔÇ×GibtÔÇÖs bei deinen Freunden auch Punsch und Honigmilch?ÔÇť, erkundigte Lysa sich nun doch wieder und blickte hoffnungsvoll ihren goblinischen Freund an.
"Nun denn, lasst uns doch gleich aufbrechen. Vielleicht k├Ânnen wir auf dem Weg noch kurz beim Markt vorbeischauen, dann ist das Schleckermaul hier f├╝r eine Weile auch wieder gl├╝cklich!"
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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise f├╝r den feinen Gaumen

#96

Beitragvon Seweryn » Sa 8. Apr 2017, 01:29

Seweryn brauchte einen Moment um sich auf R├│sas Frage zu konzentrieren. Lysas Aufmerksamkeit lag gerade auf Jeelen, was ihm einigerma├čen in die Karten spielen k├Ânnte. Ein paar Sekunden ruhte sein Blick auf der Norkara und schlie├člich kam der Almane n├Ąher zu ihr her├╝ber. "Auf ein...Wort.", nuschelte er mal wieder im Vorbeigehen und nahm R├│sa wieder einmal etwas zur Seite. "Pass auf, es ist so...", stammelte er abgelenkt, als w├Ąre er nicht ganz bei der Sache. "Ich habe da...Naja. Sagen wirs wie es ist...Mir wurden von jemandem Informationen zugetragen, die meine Schwester betreffen. Es geht dabei um ihren ungef├Ąhren Aufenthaltsort. Ich denke gerade eine Person wie du wird verstehen, dass ich der Sache nachgehen muss, auch wenn es nur ein kleiner Funken Hoffnung ist, an den ich mich gerade festklammere. Das ist tats├Ąchlich irgendwie mehr als ich bisher hatte. Nichtsdestotrotz bin ich nat├╝rlich noch Euch in gewisser Weise weiterhin verpflichtet. Ich werde meine Aufgabe auf jeden Fall bis zum Schluss erf├╝llen und dich und Lysa an euer Ziel bringen, so weit, bis ihr mich sozusagen..."entlastet".". Seweryns holperige Rede begleitete er am Ende mit einer entsprechenden Handbewegung. Ihm war anzusehen, dass er innerlich zerrissen war. Mittlerweile hatte der Almane die Truppe ins Herz geschlossen, was f├╝r einen S├Âldner mehr als untypisch war. Gerade Klein-Lysa hatte ihm sehr viel Freude bereitet und es w├╝rde, was Seweryn anging, ein schmerzlicher Abschied werden. "Wie dem auch sei.", versuchte er nun souver├Ąn zu wirken. "Ich folge dir und der kurzen...und zwar so lange, bis ich euch sicher zu irgendeiner Akademie gebracht habe, wo es ihr gut geht!". In diesem Moment konnte nur R├│sa sehen, wie Seweryns Augen feucht wurden w├Ąhrend er in Lysas Richtung nickte. "Weisst du...letztendlich bin ich ein S├Âldnerschwein.", grinste er R├│sa eher unbeholfen an. "Ich begleite euch bis zum Ende, aber zwingt mich nicht dazu euch...warum auch immer...vorzeitig zu verlassen.". Die Worte sprudelten gerade merklich nur aus Seweryn hinaus, aber das war ihm egal wie schwachsinnig es auch klingen w├╝rde. Schlie├člich hatte seine Schwester ihm Hinweise auf ihren Aufenthaltsort zukommen lassen...wie genau und weshalb? Er war unsicher. Und wer war ├╝berhaupt diese mysteri├Âse Albin?! Fragen ├╝ber Fragene.
Seweryn schob die Skepsis beiseite und schaute R├│sa nun direkt in die Augen. "Was auch immer. Ich bringe euch, wie gesagt, in irgendeine Akademie. Meine Schwester kann warten. Sie hat schon lange gewartet, da kommt es auf ein paar Tage nicht an.". Dann wurde sein Blick hilfesuchend. "Was meinst du...wie kann ich Klein-Lysa das alles ordentlich beibringen? Zumal Jeelen ja nun auch schon weiter muss?".
Seweryn hatte bereits viel erlebt. Er hatte sich gepr├╝gelt, Leute beispielsweise erpresst und/oder sogar get├Âtet...aber aus welchem Grund auch immer...wollte er f├╝r Klein-Lysa nur das Beste? Er f├╝hlte sich pl├Âtzlich unwohl und lie├č sich auf einer nahestehenden Bank nieder, weiterhin darauf bedacht, dass ausser R├│sa niemand was von seinem Gem├╝tszustand mitbekam. Innerlich verfluchte sich der Almane. Warum nur lie├č er sich pl├Âtzlich so arg von Gef├╝hlen beirren?! Schlie├člich hatte er es anders gelernt.
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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise f├╝r den feinen Gaumen

#97

Beitragvon JEELEN » Sa 8. Apr 2017, 13:56

Jeelen dr├╝ckte Lysa liebevoll an sich und strich ihr ├╝ber den Kopf.

"M├Ąuschen, ich will Dich nicht verlassen, aber ich muss. Schau Deine Mama passt auf Dich auf und ich muss jetzt auch auf meine Familie aufpassen. Sie haben mich sicher nicht grundlos rufen lassen. Du musst nicht weinen, Du kannst mich doch jederzeit besuchen kommen. Das ist doch nicht verboten", grinste der Goblin aufmunternd, auch wenn ihm im Moment nicht nach Grinsen zu Mute war.

Er mochte Lysa sehr, besonders ihren Schabernack. Sie jetzt so traurig zu sehen tat ihm weh. Aber ├Ąndern konnte er nichts daran. Und sich einfach heimlich zu verdr├╝cken, w├Ąre noch wesentlich schlimmer f├╝r die Kleine gewesen, als ich einfach die Wahrheit zu sagen.

Als Rosa davon sprach, dass sie ihn gerne begleiten w├╝rde, nickte Jeelen gut gelaunt.

"H├Ârst Du? Deine Mama und Du Ihr begleitet mich zu meiner Familie. Dann sind wir noch ein bisschen zusammen. Du lernst meine Leute kennen, kannst denen ein paar L├Âcher in den Bauch fragen und wirst sicher auch einige Tipps bekommen, wo Du Deine Ausbildung beginnen kannst. Ganz sicher", munterte Jeelen Lysa auf.

"Punsch und Honigmilch? Vermutlich schon, wenn nicht wird es schnell gekauft. Ich denke aber die Frauen haben sowas Zuhause. Zuhause trinken M├Ąnner ja meist Kaffee oder Bier Lysa. Aber f├╝r Dich eine Honigmilch aufzutreiben, wird nicht schwer sein. S├╝├čkuchen haben wir immer Zuhause, das wei├č ich garantiert", grinste Jeelen breit.

"Welches Schleckermaul meinst Du denn?", fragte Jeelen mit Unschuldsblick auf Rosas Kommentar.

"Genau, lasst uns aufbrechen", pflichtete der Goblin bei.
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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise f├╝r den feinen Gaumen

#98

Beitragvon R├│sa vom Wolfsclan » So 9. Apr 2017, 20:33

Mit ernster Miene verfolgte R├│sa Seweryns Gestammel. Ohne Zweifel war ihm anzusehen, dass er in einem Dilemma feststeckte. Einerseits w├Ąre er am liebsten direkt aufgebrochen, um seine Schwester zu suchen, andererseits f├╝hlte er sich verpflichtet bei den beiden Frauen zu bleiben.
R├│sa dachte erst einmal pragmatisch.
ÔÇ×Hast Du schon gefragt, ob jemand diese mysteri├Âse Albin bereits einmal gesehen hat? Vielleicht ist sie hier gar nicht unbekannt? Bevor Du irgendwelchen Hinweisen nachl├Ąufst, solltest Du zuerst versuchen mehr ├╝ber sie zu erfahren!ÔÇť

Dann wurde ihr Blick weicher und sie gab ihm einen freundlichen Klapps auf die Schulter.
ÔÇ×Aber hey, ich verstehe Dich. Familie ist das Wichtigste. Ich w├╝rde ebenfalls jedem Zeichen nachgehen, wenn ich von Lysa getrennt w├╝rde. Du wirst Deine Schwester finden und wir werden Dir ganz bestimmt nicht im Wege stehen! Warten wir einmal ab, was Jeelens Bekannte mir f├╝r Informationen geben k├Ânnen. Aber sollte es f├╝r Lysa in Shohiro eine geeignete Akademie geben, w├Ąrst Du wieder ein freier Mann.ÔÇť
Sie grinste ihn an.

"Was auch immer. Ich bringe euch, wie gesagt, in irgendeine Akademie. Meine Schwester kann warten. Sie hat schon lange gewartet, da kommt es auf ein paar Tage nicht an.".
Dann wurde sein Blick hilfesuchend.
"Was meinst du...wie kann ich Klein-Lysa das alles ordentlich beibringen? Zumal Jeelen ja nun auch schon weitermuss?"
┬źNun, Du sagst ihr, was Du mir auch gesagt hast und machst keine Versprechungen, die Du nicht einhalten kannst. Sie weiss von Deiner Schwester, oder? Dann wird sie es genauso verstehen wie ich. Sie hat euch beide gern bekommen. Ihr Vater fehlt ihr und manchmal denke ich, dass sie sich eine richtige Familie w├╝nscht, wo sie bleiben und einfach Kind sein kann. Ihr zwei habt ihr ein wenig von dem Gef├╝hl zur├╝ckgegeben auf unserer Reise. Nun denn, mach Dir keinen zu grossen Kopf um uns. Lysa und ich haben es zusammen von Thogrim ├╝bers Meer bis nach Asamura geschafft, da werden wir ein paar l├Ąppische Kilometer zu ner Akademie auch noch hinkriegen!┬╗

Die kleine Wassermagierin war unheimlich froh, dass der Abschied noch etwas hinausgeschoben wurde, was ihre Laune wieder etwas besserte. Auch die Aussicht auf S├╝sskuchen, Honigmilch oder Punsch taten ihr ├ťbriges dazu.
┬źWas passiert denn nun mit Moldi? Du darfst ihn nicht verkaufen Seweryn! Aber ich hab doch schon Fredo. Also musst Du ihn mitnehmen. Jeelen mag ihn bestimmt nicht behalten┬╗, bei ihren letzten Worten blickte sie den Goblin skeptisch an.
┬źGibtÔÇÖs bei deiner Familie noch andere Kinder zum Spielen, Jeelen?┬╗, fragte sie schliesslich neugierig und begann sich langsam richtig auf das zu Hause ihres Freundes zu freuen.
┬źUnd gibtÔÇÖs da Menschen, die so Sachen k├Ânnen wie Mama und ich? Oder wie Artok? Und leben da noch mehr Goblins? Und habt ihr Tiere?┬╗
Als sie durch die Stadt zottelten, musste R├│sa die Kleine beinahe dazu zwingen, die beiden M├Ąnner loszulassen. Am liebsten w├Ąre Lysa n├Ąmlich den ganzen Weg ├╝ber Hand in Hand zwischen ihnen gelaufen.
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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise f├╝r den feinen Gaumen

#99

Beitragvon Seweryn » Mi 12. Apr 2017, 18:03

<Verdammt, sie hat recht.>, dachte Seweryn und war in gewisser Weise froh, dass R├│sa ihn wieder etwas auf den Boden der Tatsache zur├╝ckgeholt hatte. Mehr Informationen...ja...die w├╝rden ihm bestimmt helfen.
"Stimmt...", murmelte der Almane schlie├člich und sch├╝ttelte den Kopf ├╝ber sein amateurhaftes Verhalten. "Das mit Lysa wird schon.", sprach er sich abschlie├čend selbst auch noch Mut zu.


An das Pferd hatte Seweryn fast gar nicht mehr gedacht. Aber nat├╝rlich musste mit dem Tier noch etwas geschehen. Seweryn dachte kurz nach und blickte dann zu Lysa, die unruhig seine Antwort abwartend auf der Stelle tappte. "Hey, keine Sorge, Kurze.", grinste Seweryn und wuschelte durch Lysas Haare, w├Ąhrend diese kurz fiepte. "Ich wette mit dir, dass Moldi mir gern bei meiner weiteren Suche helfen wird.". Dann grinste der Almane Jeelen an. "Und nein, du wirst nicht auf ihn aufpassen m├╝ssen...schlie├člich will ich dich nicht in zu hohe Medizinkosten st├╝rzen.". Er zwinkerte ihm verwegen zu und musste dann lachen. "Aber Jeel, ich hab da noch ein paar...joa...Fragen. Vielleicht kann mir ja jemand deiner Leute helfen? Ich w├╝rd das dann sp├Ąter in Ruhe erkl├Ąren wenn wir da sind.".

Die kleine Gruppe spazierte durch die Stadt und irgendwann l├Âste Seweryn seine Hand aus Lysas Griff. "Ich muss noch etwas erledigen. Geht ruhig schon weiter, ich komme dann einfach nach.". Lysa schien etwas erschrocken ├╝ber Seweryns pl├Âtzliche Eingebung. "Keine Sorge, ich lass euch nicht h├Ąngen. Jeel, meinst du ich finde den Weg allein?".
Bald hatte sich der Almane von der Gruppe verabschiedet und verschwand in einer Seitenstra├če. Es gab noch einiges zu tun und er wollte die anderen nicht warten lassen.

Trotz allem schaffte es Seweryn p├╝nktlich zu der Gruppe zur├╝ck. Er hatte eine gef├╝llte Satteltasche ├╝ber die Schulter gelegt, wirkte leicht gehetzt und muffelte etwas. Nachfragen die Tasche, besser gesagt deren Inhalt betreffend, wich er elegant aus. <Wenn die w├╝ssten.>, grinste Seweryn in sich hinein.
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JEELEN
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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise f├╝r den feinen Gaumen

#100

Beitragvon JEELEN » Mi 12. Apr 2017, 21:14

Der Goblin grinste breit auf Lysas Aussage hin, dass er Moldi sicher nicht behalten wollte. Als Sew anf├╝gte, dass er ihm hohe Medizinkosten ersparen wollte, grinste Jeelen noch breiter.

"Nun ob Ihr es glaubt oder nicht, ich w├╝rde Moldi sogar behalten. Aber nicht f├╝r mich pers├Ânlich, sondern ich w├╝rde ihn an einen Pferde verr├╝ckten Freund weiterverschenken. Vielleicht lernt Ihr ihn ja gleich kennen.

Ansonsten hast Du sicher gute Verwendung f├╝r das Tier Sew. Mein Kumpel hat schon ein Pferd und was f├╝r eins.

Was auch Deine Frage beantwortet Lysa. Ja es gibt jemanden bei uns der ├Ąhnliche Sachen kann wie Du, aber nicht genau die gleichen Dinge. Er hat andere F├Ąhigkeiten. Keine Ahnung wie ich es Dir sonst beschreiben soll. Er hat ein Pferd, dass sehr schnell und sehr schlau ist. Und er hat einen riesigen Hund. Wirklich riesig. Irgendwie ist sein Hund so struppig, dass ich ihn aus Spa├č Klob├╝rste nenne. Darf ich nur nicht, wenn sein Herrchen dabei ist.

Kinder so in Deinem Alter leider nicht Lysa. Aber ab und an hilft ein Backfisch bei Pavo in der Buchhaltung aus und verdient sich so was nebenbei. Wie alt mag der Mensch jetzt sein? Vielleicht 15 oder 16 Jahre m├╝sste er jetzt sein? Also er ist ein Jugendlicher, so ein Rotzl├Âffel der nur Mist plant und oft Gr├╝tze redet.

Aber wenn es darum geht Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen, kann man sogar als Goblin noch was von ihm lernen. Ich habe einmal gegen den Karten gespielt - mach das blo├č nicht! Ein Wunder dass der mich nicht nackt ausgezogen hat. Ich glaube ja er hat gemogelt, aber ich konnte es ihm nicht beweisen.

Ein Goblin wohnt noch bei uns, dass ist der Mann, dem das Haus geh├Ârt. Er hei├čt Pavo und er ist ein sehr guter Heiler. In seinem Haus, wohnen seine Freunde und dort ist auch seine Heilstube. Patienten kommen dort hin um sich behandeln zu lassen, oder wenn sie Medizin kaufen wollen.

Normalerweise arbeitet sein bester Freund bei ihm in der Buchhaltung, k├╝mmert sich um die Finanzen und die B├╝cher. Manchmal hilft der Backfisch aus, wie ich Dir gerade erz├Ąhlte.

Pavo ist schon alt. Aber ein ganz lieber Kerl. Du wirst ihn bestimmt m├Âgen. Nur erschreck Dich nicht, ihm fehlt ein Auge. Als junger Kerl muss er mal gut ausgesehen haben, er hat ganz hellblaue Augen gehabt. Eine seltsame Augenfarbe f├╝r einen Goblin. Die Narbe sieht schlimm aus, aber Dich hat ja auch meine Narbe nicht gest├Ârt.

Er kann Dir ja mal die Heilstube und die Kr├Ąuter zeigen. Ich habe da immer gerne gest├Âbert und an den Kr├Ąutern gerochen. Die riechen gut, besonders der Tee riecht lecker. Aber alles darf man nicht beschnuppern.

Pavo hat eine Gemeinsamkeit mit uns Lysa - er liebt S├╝├čigkeiten. Von ihm kannst Du bestimmt was Leckeres abstauben",
erz├Ąhlte Jeelen gut gelaunt.

Als Sew sich an ihn wandte und ihm erkl├Ąrte, dass er vielleicht noch ein paar Fragen h├Ątte, nickte der Goblin.

"Kein Problem. Einige meiner Leute werden Dir bestimmt helfen k├Ânnen. Wir fragen sie einfach. Den Weg findest Du allein. Falls nicht, frage nach Pavos Heilstube. Dort sind wir Sew", erkl├Ąrte der Goblin.

Der Almane verschwand f├╝r einige Zeit und Jeelen f├╝hrte Rosa und Lysa zu Pavos Heilstube, dem Geisterhaus. Bevor sie auf dem Grundst├╝ck verschwanden, war Sew rechtzeitig zur├╝ck.

Der Goblin ├Âffnete das gro├če, schwere, h├Âlzerne Tor und f├╝hrte die beiden hinein. Die beiden Noraka und der Almane blicken in einen gro├čen Innenhof. Frontal sahen sie auf ein sch├Ânes, gro├čes Fachwerkhaus. Auf der rechten Seite neben dem Haus war ein offener Stall in dem zwei Pferde standen. Eines schwarz wie die Nacht und eines von brauner Farbe.

Jeelen h├Ąmmerte mit der Faust gegen die T├╝r. Keine Sekunde sp├Ąter erklang ein tiefes, dr├Âhnendes Bellen und man h├Ârte wie ein gro├čer Hund zur T├╝r lief.

"Ich gehe schon!", rief eine Frauenstimme.

Einen Moment sp├Ąter wurde die T├╝r von einer rothaarigen Zwergin ge├Âffnet. Neben ihr stand ein riesiger Wolfshund der die Truppe schnuppernd musterte.

Jeelen grinste sie ├╝ber beide Ohren an, schlang der Zwergin die Arme um den Hals und k├╝sste sie innig.

"S├╝├če!", freute er sich ein Bein aus.
"Gr├╝ner!", freute sich Lydia ebenso wie der Goblin.

"Leute, das ist Lydia meine Freundin. Lydia - dass sind Rosa und Lysa und Sew. Die drei waren meine Reisebegleitung. Lysa hat F├Ąhigkeiten. Ihre Ma brauchte den Rat von Dave. Sie muss die Kleine ausbilden lassen", sagte Jeelen leise.

"Kommt erst mal rein und willkommen in unserem Haus", sagte Lydia herzlich den Besuchern.
"Dave ist im Moment nicht im Haus, Wolfi gibt seine Vertretung. Aber der d├╝rfte sowas auch wissen", erkl├Ąrte die Zwergin und legte Jeelen einen Arm um die H├╝fte.

"Wolfi, vorhin noch von ihm gesprochen", kicherte Jeel.
"Spiel einfach mit ihm keine Karten Schatz", lachte Lydia und f├╝hrte die Gruppe in die K├╝che.

"Nehmt Platz. Im Moment sind nur Aino, Pavo, Wolfi und ich Zuhause. Die anderen sind unterwegs. Gr├╝ner Du wei├čt wo alles steht, biete unseren G├Ąsten was zu trinken an. Ich hole kurz die anderen", sagte Lydia freundlich.

W├Ąhrend Jeelen in der K├╝che herum wuselte und Lysa, Rosa und Sew mit Getr├Ąnken versorgte, kam Lydia einige Zeit sp├Ąter im Schlepptau mit Pavo, Aino und Anwolf wieder. Sie setzen sich zu den G├Ąsten an den Tisch und musterten die Neuzug├Ąnge gut gelaunt.

"Na dann erst mal willkommen in unserem Haus. Lydia sagte dass Ihr Hilfe ben├Âtigt? Scheinbar geht es ums Thema Magie, da m├╝sstest Du ihnen helfen k├Ânnen, Wolfi", sagte Aino und sch├╝ttelte zur Begr├╝├čung den G├Ąsten die Hand.

"Hi Leute. Klar, wenn Ihr mir sagt, was Ihr wissen wollt helfe ich", grinste Anwolf.

"Von mir auch ein Hallo in die Runde", sagte Pavo freundlich.
"Die Kekse fehlen Jeel", grinste der alte Goblin.
"Stimmt! Die Kekse", grinste Jeelen zur├╝ck und stellte eine gro├če Dose Kekse auf den Tisch.

"Bedient Euch", bot Pavo freundlich an.
Anwolf nahm sich sofort als Erster einen Keks und lie├č ihn sich schmecken.

"Lecker", kommentierte Wolfi mampfend.
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