Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂŒr den feinen Gaumen

Evalon ist ein fruchtbares Bergland. Die goblinischen StĂ€dte stehen im Gegensatz zu den sagenumwobenen RuinenstĂ€dten, die aus den WĂ€ldern ragen. Das warme Meer und die vielen Inseln bieten einen Schauplatz fĂŒr Piraten, Korallentaucher und Abenteurer.
Der SĂŒdwesten
Evalon ist ein fruchtbares Bergland. Die technikverliebten goblinischen StĂ€dte stehen im Gegensatz zu den sagenumwobenen RuinenstĂ€dten, die aus den WĂ€ldern ragen. Das warme Meer und die vielen Inseln bieten einen Schauplatz fĂŒr Piraten, Korallentaucher und Abenteurer.
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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂŒr den feinen Gaumen

#81

Beitrag von Seweryn » Fr 3. Feb 2017, 01:05

Seweryn konnte sich nur anschließen. "Ja, stell sie uns doch vor.", meinte er und war irgendwie gespannt auf Jeels ZukĂŒnftige.

"Gewöhnliches Handwerk.", wiederholte Seweryn etwas nachdenklich RĂłsas Worte. "Ich habe das hier gelernt, von meinem Vater. In unserem Heerlager gab es auch Handwerker, sogar Köche. Aber mich packte dann doch so etwas wie "Abenteuerlust"?". Er konnte sich nicht vorstellen in einem großen Kessel zu rĂŒhren oder die Achse eines Wagens zu reparieren. Schließlich konnte ein Söldner gut Geld verdienen...natĂŒrlich mit einem gewissen Risiko. Er wollte seine Gedanken weiter ausfĂŒhren, doch verzichtete darauf. Schließlich wollte Seweryn nicht, dass Lysa etwas von dem dreckigen Söldnerhandwerk mitbekam.

"Wir haben bei uns viele Lieder gelernt. Ich kenne noch einige. Welche zum Feiern, welche zum Trauern, Siegeshymnen, Reiselieder und welche, die ich garantiert nicht singen darf.", er zwinkerte RĂłsa einmal zu. "Kommt immer aufs Umfeld an wĂŒd ich sagen.", entgegnete Seweryn schulterzuckend und legte einen weiteren Scheit Holz nach. "So oder so. Ich wette jeder Almane kennt irgendwelche Lieder, egal welcher Art.".

Schließlich legte sich auch Seweryn zur Ruhe. Mit einem knappen "Nacht, Jeel!", schloss er den Tag ab, wissend, dass RĂłsa aufpassen wĂŒrde. Es dauerte nicht lange, da schlief der Almane auch schon tief und fest.

RĂłsa weckte Seweryn und er fĂŒhlte sich ausgeruhter als sonst. "Wawawas?", stammelte er verschlafen und bekam nur ein "Keine Besonderheiten" von RĂłsa mit. Noch bevor er weiter nachfragen konnte, hatte sich die Norkara bei ihrer Tochter eingemummelt. "'s riechtn hier so?" Seweryn setzte sich leise stöhnend auf, verließ dann den Unterschlupf. <Auch das noch.>, dachte er und verspĂŒrte einen gewissen Drang. Noch leicht schlaftrunken stolperte Seweryn durch den sanften Regen zu einem Baum irgendwo weiter hinten und erleichterte sich. WĂ€hrend er so da stand kamen auch die Lebensgeister zu ihm zurĂŒck. <Dann mal auf zur Schicht.>, sagte er in Gedanken zu sich selbst und wollte zurĂŒck in Richtung Unterschlupf. Da plötzlich stolperte er ĂŒber etwas und musste leise fluchen. "Was zur...?". Da war ein Fußabdruck. Nein. Eine Spur? Nicht Menschlich? Leise zog Seweryn sein Schwert. <RĂłsa hĂ€tte das doch bemerkt?!>. Wachsam machte er seine Runde, blieb immer wieder stehen und horchte. Nichts. Nichts, außer Regen. <Mh. War wohl doch nur ein herumstreunendes Tier oder so.>, befand Seweryn schließlich, als er keinerlei Bedrohungen ausmachen konnte. So packte er das Schwert wieder weg, hockte sich zwischen die TrĂŒmmer der Ruine und verschwomm sogar etwas mit der Umgebung.
Seweryn Gedanken kreisten auf einmal wieder um seine Zukunft. Warum hatte RĂłsa auch solch ein Thema aufgreifen mĂŒssen? Seine Gedanken waren anschließend bei Khira. Was sie wohl gerade machte? Wahrscheinlich schlafen. Irgendwie vermisste Seweryn das MĂ€del schon etwas, obwohl sie sich eigentlich kaum kannten. Was wĂŒrde wohl seine Schwester Finja zu dieser ganzen Sache sagen? Somit hatte er auch schon das nĂ€chste Thema aufgewĂŒhlt. Wie es ihr wohl ging? Irgendwann schĂŒttelte Seweryn den Kopf. "Kann doch jetzt nicht wahr sein!", grummelte er leise in sich hinein. "Wachsam bleiben, man!". Nach der Selbstermahnung machte Seweryn einen weiteren Rundgang. Weiterhin war nichts von irgendwelchen Tieren zu sehen. Langsam wurde es auch Zeit, um Jeelen zu wecken.

"Hey! Schichtwechsel! Kurz draußen.", meinte Seweryn knapp und verschwand wieder aus Jeelens Blickfeld.
Schließlich folgte auch der Goblin nach draußen. "Bevor ich mich jetzt noch mal hinhaue.", begann Seweryn und wischte sich die nassen Haare aus dem Gesicht. "Hab da vorne ein paar Spuren gefunden, konnte nicht genau erkennen, was es ist. Wahrscheinlich hat der Regen jetzt auch alles soweit weggewischt. Hab zwar nichts GefĂ€hrliches bemerkt oder so, aber mach vielleicht mal nen Rundgang mehr.". Seweryn streckte sich einmal und ging dann wieder in Richtung Unterschlupf. Irgendwie war er froh, dass er noch ein paar Stunden zu liegen kam. Drinnen angekommen legte er noch schnell einen kleinen Holzscheit nach, warf einen prĂŒfenden Blick auf die friedlich Schlafenden und ging erneut zu Bett.

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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂŒr den feinen Gaumen

#82

Beitrag von JEELEN » Sa 4. Feb 2017, 22:40

Jeelen musterte Rosa gut gelaunt.

"Dankeschön. Meine Freundin heißt Lydia, sie ist eine Zwergin und die Warnung hĂ€tte sie wohl Dir geben können, hĂ€ttet Ihr Euch vorher kennengelernt. Sie kennt mein Problem mit SĂŒĂŸkuchen und anderen Leckereien an SĂŒĂŸigkeiten. Da hatten wir schon so einige GesprĂ€che drĂŒber.

Du meinst sesshaft werden? Das habe ich mal versucht, allerdings nicht mit Lydia. Ich hatte es einfach versucht, weil ich mir beweisen wollte, dass ich genauso ein normales Handwerk erlernen und ausĂŒben kann, wie jeder andere auch.

Aber weder die Frau, noch das Handwerk noch dieses Leben hat zu mir gepasst. Dazu muss schon mehr vorhanden sein, als der bloße Wille, sein Geld ohne Waffen zu verdienen. Es braucht einen tatsĂ€chlichen Grund.

Bei Lydia Zuhause, also in ihrer zwergischen Heimat, habe ich mal eine Zeitlang gewohnt und mich wirklich wohl gefĂŒhlt. Aber komischerweise hatte ich das gar nicht vorher geplant.

Sie wollte zu ihren Eltern, also sind wir natĂŒrlich ihre Eltern besuchen gegangen. Sie hat dort selbst ein kleines Haus und eine kleine Schmiede. Und da haben wir dann einige Zeit gewohnt. So drei, vier Monate muss das gewesen sein. Ich fands klasse, zumal ich in einem Job mithelfen durfte und musste, den ich selbst gerne mal erlernt hĂ€tte.

Dann mussten wir wieder los und haben die Stadt verlassen. Keine Ahnung warum, aber das war das zweite Mal, dass ich ihm Leben Heimweh nach einem Ort hatte. Der erste Ort, den ich wirklich als Heimat angesehen habe, war Shohiro. Und dort ein ganz bestimmtes Haus.

Naja, lange Rede kurzer Sinn, ich wĂŒrde mich schon hĂ€uslich niederlassen, aber ich erledige den Job, weil er alles ist was ich wirklich kann. Also was ich wirklich gut kann", erklĂ€rte Jeelen Rosa gut gelaunt.

Er hatte immer gute Laune, wenn er an Lydia dachte. Jedenfalls fast immer, wenn er was ausgefressen hatte und der Zwergin unter die Augen treten musste, dann natĂŒrlich nicht.

"Ich persönlich sehe Musik nicht als Zeitverschwendung an, ich mag sie. Nur bin ich was Musik angeht, wie wohl fast alle Goblins, absolut Talentfrei", grinste der GrĂŒne.

Der Goblin dachte ĂŒber die ErlĂ€uterungen von Rosa nach.

"Das bedeutet, Ihr verwahrt Eure Geschichte nicht in BĂŒchern, so wie wir, sondern Ihr gebt sie ĂŒber die Lieder weiter, die Ihr singt. Wenn die Lieder von Generation zu Generation weitergegeben werden und man selbst in einer dieser Geschichten vorkommt, hat man ein kleines bisschen Unsterblichkeit erreicht.

Man wÀre zwar irgendwann weg, aber man lebt in den Lieder weiter und noch tausende Generationen nach einen, werden sich an diese Taten erinnern. Finde ich klasse", grinste Jeelen.

Dann erzĂ€hlte Seweryn weshalb der das Söldnerhandwerk erlernt hatte, oder vielmehr warum er diesen Beruf ausĂŒbte, denn der Almane war in einem Heerlager aufgewachsen. Dass er das Abenteuer dem Beruf eines Koches vorzog, konnte Jeelen verstehen.

"Klar ist Abenteurer interessanter als Koch, aber ich sage Dir - bei manchen KochkĂŒnsten kannst Du von den abenteuerlichsten Dingen ausgehen, die im Topf schwimmen", lachte der Goblin.

Als Sew von den Liedern erzÀhlte, die er so gelernt und drauf hatte, grinste der Goblin von einem Ohr zum anderen.

"Die verbotenen Lieder, kannst Du mir ja mal allein vorsingen. Ich verspreche hoch und heilig, ich werde schweigen und niemanden ĂŒber deren Inhalt informieren. Naja fast niemanden, vielleicht einige Freunde die ich kenne", prustete Jeelen.

Rosa ĂŒbernahm die erste Wache, was Jeelen freute, denn so konnte er es sich gemĂŒtlich machen und schlafen. Sew wĂŒnschte eine gute Nacht und der Goblin war bald darauf eingeschlafen.

SpĂ€ter wurde er von Seweryn geweckt. Der Almane teilte ihm mit, dass er Spuren gefunden hatte. Der Regen hatte sie fortgewaschen, aber dennoch hatte Sew richtig gehandelt. Man durfte so etwas nicht auf die leichte Schulter nehmen. Er hatte nichts gefĂ€hrliches entdeckt, aber das musste nichts bedeuten. Jeelen beschloss doppelt vorsichtig zu sein, denn es war möglich, dass die Gefahr zurĂŒckkehrte.

Jeelen hockte sich zu seiner Wacht auf einen Felsen und behielt die Umgebung argwöhnisch im Auge. Bei einer Spurensichtung durfte man nichts dem Zufall ĂŒberlassen und so einen Schnitzer wie in der Stadt wollte er sich bei einer Wacht garantiert nicht leisten. Von seiner Aufmerksamkeit hing das Leben seiner Gruppe ab.

Der Goblin schaute hierhin und dorthin, seine Ohren behielten immer die Gegend unter Belauschung, wo er nicht gerade hinschaute.

Auf einmal war da ein Tier!
Jeelen starrte das Tier aus Wasser an.

'Weisse MĂ€use, oder WassermĂ€use? Was war in dem Schnaps von Sew? Wie viel hab ich getrunken? Bei Ainuwars Eiern was ist das?', dachte Jeel nervös und legte den RĂŒckwĂ€rtsgang ein.

Auf ein Wesen aus Wasser zu schießen war völlig unsinnig. Der Goblin krabbelte schnell zurĂŒck, völlig vergessend, dass er auf einem Felsen gehockt hatte. Mit einer unfreiwilligen Rolle plumpste er von Felsen und landete auf dem Boden.

Jeel schĂŒttelte sich kurz und schaute sich rasch nach dem Wasserwesen um, ob es ihn verfolgte.

`Scheiß drauf wo dieser DĂ€mon ist!ÂŽ, dachte er panisch.

"ALARM!", brĂŒllte Jeelen um die anderen vor dem Wesen zu warnen.

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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂŒr den feinen Gaumen

#83

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » Mi 8. Feb 2017, 10:44

Lysa hielt sich die HĂ€nde vor den Mund, um nicht laut loszuprusten, als Jeelen völlig verschreckt vom Stein kullerte. FĂŒr sie waren ihre Wasserfiguren das NatĂŒrlichste der Welt und sie konnte sich nicht vorstellen, wie jemand Angst vor einer kleinen Maus haben könnte oder diese gar fĂŒr einen DĂ€mon hielt.
Dabei war das MĂ€uschen noch ganz harmlos.
Als sie mit Artok unterwegs waren, hatte sie fleissig geĂŒbt und schaffte inzwischen sogar Wesen zu erschaffen, die nicht mehr nur die Grösse einer HandflĂ€che hatten, sondern etwa das Ausmass eines Fuchses erreichten, wobei sie sich dabei schon stark konzentrieren musste.
Leider war Jeelen bei seinem Sturz mitten auf ihrem Tierchen gelandet und hatte es „zerdrĂŒckt“.

Als er begann Alarm zu schlagen, zuckte selbst Lysa zusammen.
Im nĂ€chsten Moment standen auch schon ihre Mamma und Seweryn neben ihr und drĂŒckten sie instinktiv in den Hintergrund, wo sie sie in Sicherheit wĂ€hnten.
RĂłsa hatte zerzauste Haare und man merkte ihr an, dass sie unsanft aus dem Schlaf gerissen wurde. Nichts desto trotz hielt sie ihren Speer in der Hand und ihr Blick suchte aufmerksam nach der drohenden Gefahr, die der Goblin so laut angepriesen hatte.
Selbst Seweryn wirkte etwas zerknautscht, hatte er schlecht geschlafen?
„Was ist denn los?“, fragte die Norkara schliesslich, nachdem sie in unmittelbarer NĂ€he keine Bedrohung ausmachen konnte. Skeptisch schaute sie Jeelen an, der völlig durch den Wind war, mitten im Dreck hockte und etwas von DĂ€monen faselte.
„Hattest Du zu viel Alkohol gestern Abend?“, meinte sie schliesslich, wĂ€hrend sie noch einmal prĂŒfend die Gegend beobachtete. Die Wolken lösten sich langsam auf und es schien ein friedlicher Morgen heranzubrechen.

Als auch noch Seweryn begann, Witze ĂŒber Jeelens Zustand zu reissen, bekam Lysa dann doch Mitleid und wollte ihn aus seiner misslichen Lage befreien.
Die Erwachsenen beachteten sie gar nicht, weshalb sie sich nach einer weiteren PfĂŒtze umschaute.
WÀhrend die Anderen laberten, schlÀngelte sich eine vom Schmutzwasser leicht brÀunlich gefÀrbte Schlange von etwa einem Meter LÀnge gemÀchlich von der Seite an Seweryn heran.
Lysa war immer fasziniert vom Aussehen ihrer Wasserwesen, denn ihre Konsistenz und FĂ€rbung schienen ein Eigenleben zu besitzen. Manche waren beinahe durchsichtig, andere blĂ€ulich oder gar grĂŒnlich, andere Weiss, als wĂŒrde das Wasser in ihrem Innern sich wie im Fluss bewegen.
Gespannt war ihr Blick auf die beiden MĂ€nner gerichtet, als ihr plötzlich in den Sinn kam, dass RĂłsa ihre Aktion womöglich gar nicht so lustig finden wĂŒrde.
Doch in diesem Moment war es bereits zu spÀt, denn die Schlange wurde entdeckt!

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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂŒr den feinen Gaumen

#84

Beitrag von Seweryn » Mi 8. Feb 2017, 14:08

Jeelens Alarmruf schleuderte Seweryn aus dem Schlaf. WĂ€hrend sein Körper schon mit gezogenem Schwert in der Hand aus dem Unterschlupf stolperte brauchte sein Geist etwas lĂ€nger. Ein paar Sekunden spĂ€ter hatte sich Seweryn jedoch gesammelt und Lysa unsanfter als geplant hinter sich und RĂłsa gezogen. Er blinzelte und vertrieb den Schlaf endgĂŒltig aus seinem Körper. "Was?!", fragte er nur knapp und schaute sich um. Es schien keine offensichtliche Gefahr zu drohen, zumindest soweit er es durch bloßes Umsehen beurteilen konnte. <Immerhin keine Bande Wegelagerer oder dergleichen.>. Jeelen saß dort im Dreck, schien verwirrt und plapperte etwas von DĂ€monen. "Jeel, komm zu dir man!", rief Seweryn, hob beruhigend die Hand und trat auf den Goblin zu. "Alles gut mit dir? Was ist passiert? Guck mich mal an.". Die Augen des Goblins schienen normal, er stand wohl nicht unter dem Einfluss von irgendwelchen KrĂ€utern...zumindest soweit Seweryn dies beurteilen konnte. "Hast du etwas geraucht? Oder schlecht getrĂ€umt?", Seweryn grinste schief. Jeelen schien seine Witze kaum mitzubekommen, doch beruhigte sich langsam aber sicher wieder. "Kann mir gar nicht vorstellen, dass hier in der Gegend ein DĂ€mon sein Unwesen treibt.", sagte Seweryn skeptisch zu RĂłsa und zuckte mit den Schultern. "Also.", begann er ruhig, wieder in Richtung des Goblin. "Was ist jetzt genau passiert? Willst du 'nen Schluck trinken? Wir haben noch Wasser da.". Nachdenklich kratzte er sich am Kinn und seine Blicke zuckten unruhig umher. Einen Moment lang stand Seweryn einfach nur da und grĂŒbelte vor sich hin. Gab es vielleicht wirklich ein Wesen, welches diese Behausung zerstört hatte? Ein Wesen, welches sich weiterhin hier an diesem Ort herumtrieb und sie als Eindringlinge ansah? <Kein schöner Gedanke.>, dachte Seweryn und hockte sich zu Jeelen.
Plötzlich bemerkte er eine Bewegung in seinem Augenwinkel. "Wie dem auch sei.", murmelte er und drehte langsam den Kopf. "Vielleicht sollten wiAAAAAHHHHHH!!!". Jeelen zuckte zusammen, als der Almane neben ihm erschrocken aufschrie. Seweryn wirbelte herum, kam eher unbeholfen und wackelig auf die Beine. Zwei grobe Schwerthiebe spÀter hatte Seweryn seine Kampfhaltung eingenommen. "Schlangen?!". Er blickte sich zu seinen ReisegefÀhrten um. "Habt ihr...ich meine....DA?!". Seine ReisegefÀhrten schauten zu der Stelle, auf die Seweryn zeigte und gerade noch eingeschlagen hatte. <Der Tag fÀngt ja schon wieder gut an.>

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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂŒr den feinen Gaumen

#85

Beitrag von JEELEN » Mi 8. Feb 2017, 18:04

"Da war ein Tier!", erklÀrte Jeelen auf die Fragen ob er zu viel Alkohol getrunken hatte.

Die Antwort klang selbst in seinen Ohren etwas verrĂŒckt.

"Ein Tier aus Wasser, ein DÀmon ich schwöre es Euch es war da!", sagte Jeelen und nickte bekrÀftigend.

Sew redete beruhigend auf ihn ein und so langsam fing sich der Goblin wieder.

"Bei Ainuwars Eiern, ich schwöre Euch da war ein DĂ€mon aus Wasser! Es war eine Maus, so riesig", zeigte Jeelen und die Maus die er zeigte hatte gut und gerne die GrĂ¶ĂŸe von einem Hund.

"Ja, nein, ich hab nichts geraucht, sie war da! Ich hab sie doch gesehen! Wirklich Sew. Nun ich weiß nicht wo sich sonst DĂ€monen gerne rumtreiben, bei Gelegenheit frage ich mal einen.

Aber dieses Monstrum war hier, es war so groß wie die Ponys bestimmt", bekrĂ€ftigte Jeelen und schaute sich argwöhnisch um, als befĂŒrchtete er, dass jeden Moment ein gigantischer WasserdĂ€mon durch die BĂ€ume brechen wĂŒrde und diese nieder mĂ€hte wie Streichhölzer.

"Beruhigen, gute Idee. Ich saß Wache haltend auf dem Felsen, ein Schluck trinken wĂ€re gut, ich brauche einen Schnaps. Auf einmal tauchte der DĂ€mon auf und griff mich an.

Er... tauchte aus dem Nichts auf. Flups und er war da. Er war aus Wasser, habe ich das schon erwÀhnt? Er sah jedenfalls aus wie aus Wasser.

Ob es wirklich Wasser war, kann ich nicht sagen. Ich hatte keine Lust das zu ĂŒberprĂŒfen, er war mir unheimlich. Er muss hier irgendwo auf uns lauern... ich sags Euch", sagte der Goblin und seine Ohren zuckten fahrig.

Zuerst hatte Sew den Goblin beinahe beruhigt. Als der Almane dann allerdings selbst aufschrie, sprang der Goblin kreischend mit einem Satz auf die Beine.

"Ich wusste es!", zischte er wutentbrannt und riss die Armbrust in die Höhe.
Allerdings war nirgends der DĂ€mon zu sehen.

"Schlangen?!?", keuchte Jeelen.
"Sah sie giftig aus? Wie viele waren es?", schob er schnell nach.

"Schlangen sind Vorboten von DĂ€monen oder? Sagt man doch! Töte sie verdammte Kacke! Leg das Vieh um, ehe sie uns alle vergiftet und beißt. Andersrum - beißt und vergiftet, egal! Toller Unterschlupf, eine Schlangengrube voller Schlangen und DĂ€monen!", zischte Jeelen nervös.

"Wir können froh sein, dass wir noch leben und nicht umfallen wie die Fliegen. Keiner bewegt sich, sonst beißt sie nachher zu. Hat wer gesehen wo die Schlange hin gekrochen ist?", fragte der Goblin und umklammerte seine Armbrust.

Bei der ersten Sichtung dass nur annÀhernd nach Schlange aussah wollte er dem Tier einen Bolzen verpassen.

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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂŒr den feinen Gaumen

#86

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » Fr 10. Feb 2017, 15:12

Rósa starrte Jeelen noch immer skeptisch an, als Seweryn plötzlich ebenfalls aufschrie und wie ein Wilder auf den Boden einhieb.
Was ist denn in die gefahren?
TatsÀchlich begann er nun von Schlangen zu faseln.
MÀuse, Schlangen, was kam wohl als nÀchstes?
Doch auch sie konnte nichts erkennen, denn kaum hatte der Almane auf das Wesen eingeschlagen, war Lysa erschrocken zusammengezuckt, und das Wasser im Boden versiegt.
„Was soll das? Wollt ihr noch jemanden verletzen?“, knurrte die Norkara die beiden MĂ€nner an, welche beide vollbewaffnet und zum Angriff bereit vor ihr standen, obwohl weit und breit weder etwas zu sehen, zu hören oder zu riechen war.
RĂłsa wandte sich vorsichtshalber zu ihrer Tochter, um zu kontrollieren, ob das Kind ausserhalb der Reichweite dieser zwei verrĂŒckten Kerle stand und bemerkte dann das belustigte Funkeln in den Augen des MĂ€dchens.
Im selben Moment ahnte die Mutter, was Sache war.
„Lysa? Willst Du Dich nicht bei den beiden mutigen KĂ€mpfern hier bedanken, die das Leben fĂŒr uns aufs Spiel gesetzt haben, um sowohl Ratte als auch Schlange zu enthaupten?“
Erschrocken und schuldbewusst zugleich flog der Blick des Kindes zwischen den Anwesenden umher, wÀhrend ihre Mutter sie mit hochgezogener Augenbraue tadelnd musterte.
„Ähm, ja
 danke?“, murmelte Lysa.
Doch dann platzte es plötzlich beinahe empört aus ihr heraus: „Die Ratte war gar nicht so gross wie ein Pony! Sie war nicht grösser als Pulga!“
Bis anhin hatte RĂłsa versucht eine ernste Miene aufzusetzen, doch nun konnte sie nicht mehr an sich halten und lachte los.
Verdutzt wurde sie von den beiden irritierten MĂ€nnern angestarrt, hatte sie etwa auch zu viel getrunken?
„Ihr wurdet an der Nase rumgefĂŒhrt, Jungs. Also Jeelen, von Dir hĂ€tte ich erwartet, dass Du inzwischen Übung darin hĂ€ttest, den Schabernack der kleinen Lady hier zu durchschauen. Und Du Sew
 weisst doch eigentlich von ihren besonderen FĂ€higkeiten. Dachte ich zumindest?“
Lysa begann nun auch wieder zu grinsen, nachdem es von ihrer Mamma keines auf den Deckel gab.
„Das hat lustig ausgesehen, als Jeelen vom Stein gekullert ist“, lachte sie fröhlich.
„Aber es gibt hier keine richtigen DĂ€monen, oder Mamma?“, leichte Sorge klang aus ihrer Stimme heraus und sie blickte sich nun doch etwas verunsichert herum.
„Nein Liebes, ich glaube nicht. Und sonst kannst Du sie bestimmt fĂŒr uns vertreiben. Schliesslich hast Du schon zwei gestandene Krieger in Angst und Schrecken versetzt!“

Nachdem sich herausgestellt hatte, wer fĂŒr den ganzen Spuk verantwortlich war, erklĂ€rte RĂłsa nun auch noch Jeelen, was es mit Lysas Fertigkeiten auf sich hatte, und auch endlich, was fĂŒr eine Ausbildung sie fĂŒr ihre Tochter im Sinn hatte.
„Nun, ich möchte, dass sie eine richtige Wassermagierin wird. Sie soll lernen, damit umzugehen. Ich stelle mir das vor wie mit einem Messer. Wenn man weiss, wie es zu benutzten ist, wird es fĂŒr den TrĂ€ger um ein Vielfaches weniger gefĂ€hrlich, als wenn man bloss unbedacht damit herumspielt.“
WĂ€hrenddessen hatte Lysa eine weitere PfĂŒtze aufgespĂŒrt, so dass kurz darauf bunte Seifenblasen in den Himmel aufstiegen.
„Nicht böse sein. Ich dachte nicht, dass Du Dich vor der Ratte fĂŒrchtest“, entschuldigte sich Lysa schliesslich doch noch bei Jeelen und ihre blauen Augen blickten ihn dabei unschuldig an.
„Sie kann Dir nicht weh tun, Du wirst höchstens nass davon“, setzte sie dann schnell noch hinzu.
RĂłsa nickte zufrieden.
„Und die Schlange war bestimmt auch nicht giftig“, sie lĂ€chelte Seweryn an.

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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂŒr den feinen Gaumen

#87

Beitrag von Seweryn » So 12. Feb 2017, 20:24

Seweryn, kratzte sich am Hinterkopf und drehte sich zu RĂłsa und Jeelen um. Er grinste, zuckte mit den Schultern und schĂŒttelte verlegen den Kopf. "Jaaa, gut, man hĂ€tte wirklich etwas ahnen können.", gab Seweryn schließlich zu und steckte das Schwert wieder weg. "Außerdem habe ich mich nur vor der Schlange erschreckt, mehr nicht!", rechtfertigte er sich und fĂŒgte schnell ein "Ich war nur besorgt um eure Sicherheit, das ist alles." hinzu. Dann fiel sein Blick auf Lysa.
"Jetzt aber erst mal zu dir, du fiese, kleine...", grinste Seweryn und fuhr zu Lysa herum. Er packte die ĂŒberraschte Norkara, hob sie hoch und kitzelte die anschließend kichernde Lysa mehrmals in der Seite. Die Stimmung erhellte sich, genau wie der Himmel. Seweryn setzte Lysa wieder ab und schaute Fragend in die Runde. "FrĂŒhstĂŒck?".

Die Gruppe packte ihre Sachen und machte sich wieder zur Abreise bereit. Der Tag schien gut zu werden und Seweryn war zufrieden. Sie hatten bereits ein kleines FrĂŒhstĂŒck verspeist und langsam aber sicher schien auch die Kleidung zu trocknen. Seweryn vermutete dahinter auch wieder Lysas Werk, denn normalerweise trocknete Kleidung nicht so schnell.

"Was meint ihr, wie lange werden wir noch brauchen bis wir in der Stadt sind?", fragte Seweryn schließlich etwas aufgeregt und war mehr als gespannt. "Bleiben wir dann dort etwas lĂ€nger? Gibt dort bestimmt viel zu sehen.", spekulierte er, schaute zu Lysa hinunter, dann in Richtung RĂłsa und Jeelen. "Ich könnte mir vorstellen, dass nicht nur ich daran Interesse habe.", grinste Seweryn vor allem RĂłsa an. Auch sie schien sich an die Auflagen zu erinnern, die sie den beiden Ausreißern auferlegt hatten.
"Jeel, meinst du, wir kommen da irgendwo gĂŒnstig unter? Also, hast du vielleicht schon eine Adresse im Kopf?". Dann ĂŒberlegte der Almane kurz. "Noch eine andere Sache. Keine Ahnung, ob das wichtig ist, aber gibt es da vielleicht Dinge, auf die wir achten sollten? Orte, an die wir nicht gehen sollten oder dergleichen?". <Sicherheit geht schließlich vor.>

Die Zeit verging und sie kamen gut voran. Seweryn kaute auf einem StĂŒck Trockenfleisch herum und malte sich schon die Tavernen und GasthĂ€user in Gedanken aus, die er besuchen wĂŒrde. Wer konnte schon genau sagen, was fĂŒr Leute sie kennenlernen und welche EindrĂŒcke sie sammeln wĂŒrden? Dann sah er wieder zu Lysa, die gerade durch die MĂ€hne von Moldi wuschelte. <Hm...vielleicht werde ich mich doch etwas zurĂŒcknehmen mĂŒssen. Die Nacht zum Tag machen ist bestimmt nicht drin.>, dachte Seweryn etwas ernĂŒchtert. <Aber hey, so spare ich immerhin etwas Geld...>

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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂŒr den feinen Gaumen

#88

Beitrag von JEELEN » Mi 15. Feb 2017, 07:09

Jeelen musterte Rosa und steckte seine Armbrust weg. Vor einigen Sekunden hatte noch Alarmstufe ROT geherrscht, nun war die Sache aufgeklÀrt.

Dass es sich bei der Monsterratte und der heimtĂŒckischen Schlange um einen Schabernack gehandelt hatte, konnten Sew und er vorher nicht wissen.

„Sew hat Recht, wir waren nur um Eure und natĂŒrlich unsere Sicherheit besorgt. Ich konnte doch nicht wissen, dass es ein magischer Streich war. Woher auch? Ich kenne nur einen Magier persönlich und der macht sowas nicht“, grinste Jeelen.

`DafĂŒr macht er anderen Scheiß®, fĂŒgte er gedanklich an.

Scheint ihnen irgendwie im Blut zu liegen, Leute zu Tode zu Àngstigen und dann das Unschuldslamm zu spielen.

„Danke Lysa, ich hab mich auch wirklich um eine gute Haltung bemĂŒht, als ich den Abgang vom Stein gemacht habe. Schön das wenigstens einer meine Panik zu wĂŒrdigen weiß“, lachte der Goblin.

„Und die Ratte war doch riesig, ich hab sie mit eigenen Augen gesehen“, fĂŒgt er leise an Sew hinzu.

„Mindestens doppelt so groß wie ein Pferd. Gut, vielleicht wirkte sie auf den Schreck ein klein wenig grĂ¶ĂŸer aus sie war, aber sie war groß“, beharrte Jeelen, da er nicht zugeben wollte vor einer Ratte in Pulgas GrĂ¶ĂŸe geflohen zu sein. Immerhin war es eine magische Ratte gewesen, wer wusste schon wozu dieses Tier in der Lage war?

Der Goblin hörte Rosa aufmerksam zu, als sie von Lysas Talent erzÀhlte und konnte ihr nur beipflichten.

„Eine Waffe in ungeschulten HĂ€nden, ist meist fĂŒr den Benutzer gefĂ€hrlicher als fĂŒr den vermeintlichen Gegner, das muss ich Dir nicht erklĂ€ren. Wie es sich mit Lysas Magie verhĂ€lt weiß ich nicht.

Wenn Lysa sich nur einen Spaß erlaubt, ist das nicht weiter schlimm. Gut ich hatte mich ziemlich erschrocken, aber passiert ist letztendlich nichts. Und wenn ich jetzt drĂŒber nachdenke, war es irgendwie schon witzig und peinlich sich vor einem Schluck Wasser zu erschrecken.

Eine andere Form von Magie, kann sich gegen ihren Besitzer wenden. Was genau da passiert weiß ich nicht, aber sie können irgendwie auf der anderen Seite kleben bleiben. Ich habs schon mal gesehen, damals als ich noch in der Wohngemeinschaft gelebt habe.

Dagegen ist Lysas Scherz wirklich absolut harmlos. Unser Heiler hatte unsere Kumpel damals geholfen. Wie weiß ich nicht mehr, ich muss auch ehrlich sagen, ich hab nicht so aufgepasst, weil ich nicht wusste was Pavo da macht.

Wenn gelernte Personen also schon Probleme bekommen können, die eine GrĂ¶ĂŸe erreichen, dann weiß ich nicht wie das mit ungelernten Personen ist, die sich der Magie bedienen.

Sagt man das so? Oder Magie benutzen, wirken? Nun jedenfalls meine ich, sollte Lysa lieber lernen mit der Magie umzugehen und sie wieder loszulassen, wenn sie fertig ist mit Magie wirken.

Gucke ich mir die Kleine so an, scheint sie kein Problem damit zu haben sie zu benutzen und danach wieder zur Tagesordnung ĂŒber zu gehen, aber sie bleibt ja auch hier nicht wahr? Sie ist nicht woanders im Kopf oder? Da hĂ€tte ich dann an Deiner Stelle große Sorgen.

Wie dem auch sei, besser ist es auf alle FĂ€lle sie lernt mit ihrer Gabe umzugehen.

Wo was gelernt wird, kann ich Dir nicht sagen. Kann mir aber sicher mein Kumpel sagen. Dann suchen wir die Akademie auf, wo Lysa auf die Schule gehen kann um Wassermagie zu erlernen. Oder weiter unterrichtet zu werden“, antwortete Jeelen Rosa freundlich.

„Ich bin Dir nicht böse Lysa, ich hatte mich gesorgt – Schwamm drĂŒber. Schwamm“, lachte Jeelen, „die Dinger leben auch im Wasser“.

Auf die Frage wie lange sie noch bis zur Stadt brauchen wĂŒrden, dachte der Goblin kurz nach.

„Bis Beaufort ist es noch ein StĂŒck. Immer den Hauptweg entlang. Die Stadt liegt noch auf unserem Gebiet, sie gehört zum Kaisho, Almanen-Seite. Auf dem Weg gibt es einiges an WĂ€lder. Die nĂ€chste Stadt die dann folgt auf unserer Reiserute ist Syriel. Syriel liegt in WĂ€ldern, viel GrĂŒnzeug. Die Stadt gehört zu den Zwergen.

In Beaufort gibt es einiges zu sehen. Es ist eine almanische Stadt ist. Bukolisch, Feudalistisch geprĂ€gt wĂŒrde ich es beschreiben. Also lĂ€ndliches Grundprinzip mit StĂ€ndedenken. Hierarchie vom Bauern und BĂŒrgerlichen bis hin zum Adel und Hochadel, die Macht gehört jenem, dem die Scholle gehört auf dem die Personen leben.

Solange wir keinem Von und Zu auf die FĂŒĂŸe treten ist alles gut.
Es gibt gutes Essen, Bier und Wein, eben alles was man sich so von einer bĂ€uerlichen Umgebung versprechen darf. Schauen wir uns einfach in aller Ruhe um. Ein gĂŒnstiges Gasthaus finden wir dort bestimmt.

Denkt nur an die Hörigen also Eigenen, die Freien und den Adel. Die Freien sind meist arme Leute niederen Standes, sie mĂŒssen sich ein Gasthaus je nachdem was sie zu tun haben auch leisten können. Wir mĂŒssen ja nicht in einer Luxusherberge absteigen. Wir finden schon was, keine Sorge.

Was wir meiden sollen ist klar. MarktstĂ€nde an denen Kakaobohnen angeboten werden“, lachte Jeelen.

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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂŒr den feinen Gaumen

#89

Beitrag von RĂłsa vom Wolfsclan » Fr 17. Feb 2017, 11:17

„Auf der anderen Seite kleben bleiben?“, RĂłsa starrte Jeelen verwirrt und erschrocken zugleich an. Sie warf einen Blick zu Lysa hinĂŒber, die gerade von Seweryn ausgekitzelt wurde, dabei wild um sich zappelte und lachte.
„Ich glaube, spĂ€testens nun ist sie wieder im Hier und Jetzt“, lĂ€chelte ihre Mutter liebevoll.
TatsĂ€chlich ĂŒberlegte sie zurĂŒck, ob sich das Kind jeweils auffĂ€llig verhalten hatte, doch sie konnte sich an keine seltsamen Aussetzer oder dergleichen erinnern.
Doch Jeelens Freund schien ja auch ein Geistmagier zu sein und kein Wassermagier. Was Rósa sogleich wieder darin bestÀrkte, dass nur Elementarmagie geheuer war.
Trotzdem fand sie die Idee nicht schlecht, diesen aufzusuchen. Solange er Lysa keinen gefÀhrlichen Kram beibrachte, konnten sie vielleicht sogar einige Dinge von ihm in Erfahrung bringen.

Lysa horchte auf, als Seweryn die Stadt erwÀhnte. Sie hatte sich inzwischen aus seinen Armen gewunden und beÀugte ihn aus einiger Entfernung misstrauisch, so als erwartete sie eine neuerliche Kitzelattacke.
Schliesslich huschte sie zu Jeelen hinĂŒber, um sich bei ihm in Sicherheit zu bringen.
„Vielleicht können wir dort auch wieder zusammen einkaufen gehen, wenn wir jetzt brav sind“, nuschelte sie ihm leise zu.

Nach dem FrĂŒhstĂŒck wurden auch bereits wieder die Sachen gepackt. Lysa hatte es geschafft, den grössten Teil des Wassers aus den Kleidern herauszuziehen und liess es in Form kleiner Ameisen davonmarschieren, die aber zum GlĂŒck niemand bemerkte. Vermutlich hĂ€tte es bloss wieder einen Aufstand nach sich gezogen. Den Rest erledigten dann die KörperwĂ€rme und die ersten Sonnenstrahlen.

Rósa lauschte Jeelens ErklÀrungen. Wie viel er immer wusste. Manchmal fasst zu viel. Bald drehte sich ihr der Kopf ab all den Namen und Fraktionen.
Dass sie aber bald von viel Wald umgeben seien, behagte ihr nicht so sehr.
Klar waren WĂ€lder wunderbar, sie boten Schutz und Nahrung. Doch gleichzeitig hatten sie in ihrer Heimat eher karge Landschaften gehabt, wo man einen guten Überblick behalten konnte.
Nun gut, sie wĂŒrde sich damit arrangieren mĂŒssen. Vielleicht war es dafĂŒr auch einfacher, sich des Nachts einmal zu verwandeln und nicht gleich entdeckt zu werden.

„Klingt ja eigentlich ganz gut. Von den hohen Herrschaften werden wir uns besser fernhalten, da hast du vermutlich Recht. Eine Zwergenstadt? Werden wir dort nicht unnötig auffallen?“, wandte sie dann vorsichtig ein.
Sie waren bereits Zwergen begegnet, doch diese kleinen MĂ€nner waren ihr genauso suspekt wie die Goblins – abgesehen von Jeelen natĂŒrlich.
Lysa hingegen hatte sie toll gefunden. Mit dem langen und Ă€usserst kreativen Bartwuchs, der KleinwĂŒchsigkeit und ihrer manchmal drolligen Art, entsprachen sie genau ihrer Vorstellung von interessanten Bekanntschaften.

WĂ€hrend sie ritten, streichelte Lysa immer wieder durch Moldis braune MĂ€hne. Eine Zeit lang war es still geworden, doch irgendwann bettete das Kind bei Seweryn danach, dass er ihr nochmals ein Lied vorsinge.
Als sie in den Himmel guckte, musste sie lachen.
„Guck Mal, die Wolke sieht aus wie ein EisbĂ€r!“, und sie deutete auf ein plĂŒschiges Gebilde ĂŒber ihnen. Nacheinander musste darauf alle beschreiben, was sie in den Wolken fĂŒr Figuren ausmachen konnten. Lysa strahlte dabei wie ein kleiner Engel und es war zu sehen, dass sie sich pudelwohl fĂŒhlte.
„WĂŒrdet ihr auch gerne Magier sein? Und was fĂŒr welche? Artok sagte, dass es Leute gibt, die auch Feuer machen können. Oder die Erde bewegen oder den Wind anstossen“, fragte sie schliesslich in die Runde, wĂ€hrend die beiden Braunen nebeneinander hertrotteten, die Lastponys im Schlepptau.
„Mammas Magie ist auch ganz toll“, meinte sie schliesslich nachdenklich.
RĂłsa winkte schnell ab: „Ja, es kommt mir selbst manchmal wie Zauberei vor, son freches HĂŒhnchen gross zu ziehen!“

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Re: Kesselgulasch - (k)eine Reise fĂŒr den feinen Gaumen

#90

Beitrag von Seweryn » Sa 25. Feb 2017, 15:05

"Na gut, einmal noch.", ließ sich Seweryn hinreißen und sang Lysa, die sogar schon ein paar kurze Passagen mitsingen konnte, das Lied erneut vor.
Anfangs hatte Seweryn noch Schwierigkeiten in den Wolken etwas Sinnvolles zu erkennen, aber schon bald hatte er auch Spaß an dieser kurzen Abwechslung.

Über die Frage, ob auch er gern ein Magier sein wĂŒrde, musste Seweryn nachdenken. "Ich weiss zu wenig ĂŒber diese Sachen.", gab er zu und erinnerte sich dann an Lysas ErklĂ€rungen. "Allerdings...", er kratzte sich am Kinn, "Wenn ich in einem Kampf plötzlich Feuer machen könnte oder die Feinde wegpusten wĂŒrde...das wĂ€re schon was.". Seweryn malte sich schon das Bild aus, in dem er Armeen in die Flucht schlug und das Weibsvolk gar nicht mehr genug von ihm bekam. Triumphale EinzĂŒge in die StĂ€dte und alle wĂŒrden ihm zujubeln. "Joa. Ja ich wĂŒrde es zumindest mal versuchen.", meinte Seweryn, als er aus seiner heldenhaften Gedankenwelt zurĂŒckgekehrt war.

"Du bist wirklich eine mÀchtige Magierin.", stellte Seweryn fest und lachte Rósa mit kurzem Blick auf Lysa an. <Was sie wohl so kann?>

Seweryn war etwas verwirrt, als Jeelen ihm Teile der almanischen Kultur erklÀrte. <Das eh...weiss ich doch?>, fragte er sich selbst und musste bei der Sache mit den Kakaobohnen grinsen. "Das wird ein guter Aufenthalt.", spekulierte Seweryn und nickte zufrieden.

Als die Gruppe irgendwann schließlich rastete schaute Seweryn zu RĂłsa und Jeelen hinĂŒber. "Sagt, kann vielleicht einer von euch Holz sammeln? Vielleicht sollte auch jemand die Umgebung einmal abgehen, nur zur Sicherheit.", fragte er eher nebenbei in dir Runde. Lysa jedoch ahnte bereits, was Sache war und ihre Augen wurden grĂ¶ĂŸer vor freudiger Erwartung.

In dem kleinen Topf brodelte und blubberte es und ein angenehmer Duft stieg von der Mahlzeit auf. "So und jetzt packen wir die Pilze und die KrĂ€uter dazu.", wies Seweryn Lysa an. Die kleine Norkara hob vorsichtig das Holzbrettchen mit den von ihr geschnittenen Zutaten und gab gut acht, dass nichts beim EinfĂŒllen in den Topf daneben ging. "Jetzt kannst du einmal krĂ€ftig umrĂŒhren und dann mĂŒssen wir das natĂŒrlich auch spĂ€ter probieren.". Seweryn reichte Lysa einen Holzlöffel. "Sieht gut aus, oder?".
Die beiden Meisterköche wĂŒrzten noch etwas nach und bald war das Essen fertig. Genau rechtzeitig, denn die anderen schienen bereits ganz in der NĂ€he zu sein. "Die werden sich wundern, dass wir schon fertig sind, meinst du nicht auch?". Seweryn grinste verschwörerisch und flĂŒsterte dann: "Wenn du möchtest kann ich ja auch erst so tun, als hĂ€tte ich alles alleine gemacht. Oder vielleicht hast du noch eine ganz andere Idee? Den Spaß sollten wir uns gönnen.".

"Lass uns noch schnell ein wenig aufrĂ€umen.", meinte der Almane und als der Rest der Gruppe wieder zum Lager zurĂŒckkehrte war alles ordentlich und das Essen duftete schon von weitem ganz wunderbar. Seweryn hockte bei dem Topf und sorgte dafĂŒr, dass nichts verkochte wĂ€hrend Lysa mit stolz erhobenem Kopf neben ihm stand.

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