Seid gegr├╝├čt, Reisender!

Auf der Suche nach einem Abenteuer, was? Dann seid Ihr hier genau richtig, in einer Welt von edlen Rittern und dreckigen Halunken, m├Ąchtigen Magiern und fantastischen Wesen. Auch f├╝r Euch wird ein Pl├Ątzchen zu finden sein. Traut Euch und tretet ein in eines der aktivsten deutschsprachigen Forenrollenspiele der freien Fantasy! F├╝r Neulinge gibt es den Novizenbereich, wo Ihr alles Wissenswerte ├╝ber das Spiel erfahrt. In der Weltenbibliothek findet Ihr alle wichtigen Informationen zu unserer Welt. Und wenn ich Euch einen Rat geben darf - gesellt Euch doch einfach mal beim Stammtisch dazu, wo auch Neulinge ohne Ortskenntnis rasch Bekanntschaften schlie├čen.

Royale Doppelverlobung

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagnen
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
Benutzeravatar
Ciel Felicien de Souvagne
Prince
Beitr├Ąge: 82
Registriert: Fr 20. Okt 2017, 09:02
Auszeichnungen: 1
Guthaben: Gesperrt
Volk: Almanen

Rote Laterne

Royale Doppelverlobung

#1

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Fr 30. M├Ąr 2018, 01:00

Royale Doppelverlobung

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Da der Hauptteil der Einwanderung und Nobelitierung geregelt wurde, k├Ânnen wir nun zu dem etwas privateren Verhandlungsteil wechseln. Ich finde hierbei sollten die Angeh├Ârigen nicht anwesend sein, denn es geht vorerst um Euch Linhard von Hohenfelde und Eure Hochzeit. Eine Person Eurer Wahl kann von uns aus anwesend bleiben, aber bedenkt wen Ihr ausw├Ąhlt, denn bei solchen Verhandlungen kann es auch vorkommen, dass man Vertr├Ąge abspricht die das Eheleben betreffen. Sehr genaue Absprachen - Ihr versteht┬ź, erl├Ąuterte Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel freute sich auf diesen Teil der Verhandlung, vor allem, weil er auf Linhards Gesicht gespannt war.

Linhard
Lin verkniff es sich die Achseln zu zucken, da er wusste was manche Personen alles in ihren Ehevertr├Ągen regelten - alles. Bei einer Eheschlie├čung wo keine Liebe im Spiel war, musste man auch den Beischlaf regeln, sonst gab es keine Nachkommen vor der Messerstecherei. Wobei die f├╝r immer aus bleiben sollte. ┬╗In Ordnung, Chirag bleibt an meiner Seite. Und eines vorne weg, nicht um Euch zu ver├Ąrgern, sondern da er sich mit den hiesigen Gepflogenheiten auskennt┬ź, antwortete Linhard.

Aimeric
Aimeric verbeugte sich und verlie├č r├╝ckw├Ąrts die Amtsstube. Er deutete Dave an ihm genauso zu folgen. Dave tat es Aimeric gleich und verlie├č die Amtsstube in aller F├Ârmlichkeit, dabei zog er Urako mit sich.

Chirag
Chirag war noch immer sehr blass und seine H├Ąnde schwitzten vor Angst, aber er gab sein bestes, dabei Haltung zu wahren und die n├Âtige W├╝rde auszustrahlen. ┬╗Ganz wie Sie w├╝nschen, Lin`ard.┬ź

Dreaux Gifford de Souvagne
Dreux wartete ab bis alle die Amtsstube verlassen hatten. ┬╗Nathan sei so gut und schlie├če die T├╝r. Danach schnappe Dir etwas zu schreiben und notiere mit. Du bist Protokollf├╝hrer, sollte es zu einer Einigung kommen┬ź, bat Dreux.

Gregoire Verrill de Souvagne
Greg musterte Nathan. ┬╗Hallo?┬ź, fragte er den Leibdiener.

Nathan
Nathan nickte rasch. ┬╗Verzeiht, ich war in Gedanken.┬źAuch er war sehr nerv├Âs. Ciel war wieder da und seine Stimmung nicht zu deuten. Nathan verschloss die T├╝r, setzte sich an den Schreibtisch und bereitete alles vor, damit er mitschreiben konnte. Als er so weit war, teilte er seinem Herrn dies durch einen Blick mit.

Dreaux Gifford de Souvagne
Dreux nickte zufrieden. ┬╗Die Verhandlung kann beginnen. Da es Dir am Herzen liegt, wirst Du die Verhandlung diesbez├╝glich f├╝hren Gregoire┬ź, sagte Dreux.

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Danke. Nun wie Euer Verwandter Comte Aimerice de la Cantillion vorschlug, seid Ihr daran interessiert unsere Schwester Olivie zu heiraten. Wir haben uns dahingehend abgesprochen. Hintergrund ist folgender, es w├Ąre m├Âglich, dass unser Vater dem Zwergenk├Ânig Dunkelerz unsere Schwester zusprechen w├╝rde. Dass wir nicht w├╝nschen, dass unsere Schwester den Rest ihres Lebens in einem Erdloch haust, d├╝rfte klar sein. Folglich haben wir uns dagegen entschieden, dass Olivie jemals in die Bedr├Ąngnis kommt, sich den Zwergenk├Ânig heiraten zu m├╝ssen. Und hier kommt nun Ihr ins Spiel - Ihr bekommt sie ebenfalls nicht zu Frau┬ź.

Linhard
Linhard schaute Gregoire etwas verdutzt an. Er unterlie├č es hier eine nichtssagende Maske zu tragen, da es um ein ernstes Thema ging. Zur Schau zu stellen, dass er dergleichen nicht n├Âtig hatte, w├Ąre Unsinn. Er wollte die Drei schlie├člich davon ├╝berzeugen, dass die Verbindung Ihrer Familien f├╝r beide ein Vorteil w├Ąre. ┬╗Nun dass mag sein Hoheit. Aber ich bin kein Zwerg, ich wohne in keinem Erdloch und ich w├╝rde Eure Schwester bestens behandeln, dass versichere ich Euch. Ferner w├Ąre eine Verbindung unserer Familien im Gegenseitigen Interesse. Wir h├Ątten von Anfang an einen guten Ruf und Ihr h├Ąttet jederzeit loyale Ansprechpartner. Versteht mich nicht falsch, die habt Ihr auch so. Aber es ist immer noch etwas anderes ob man mit der Familie spricht, oder mit Untergebenen - in dem Falle sogar beidem. Nat├╝rlich haben wir kein Interesse daran, dass es unserer Majest├Ąt, schlecht geht. Aber es w├Ąre ein Privileg dem Hofe angeh├Âren zu d├╝rfen. Ebenso ist es f├╝r Euch von Vorteil, so einer alten und m├Ąchtigen Sippe teilweise anzugeh├Âren. Unser Blut ist m├Ąchtig, was Magie und andere Dinge angeht Majest├Ąt┬ź, versicherte Linhard.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel freute sich ├╝ber Linhards verdutztes Gesicht. Es w├╝rde noch viel verdutzter werden, wenn Greg erst einmal seine wahren Pl├Ąne offenbarte. Er fand, dass er Linhard ruhig noch ein wenig ├Ąrgern konnte, wenn der sich schon anma├čte, ungefragt um die Hand eines Mitglieds der gro├čherzoglichen Familie anzuhalten. ┬╗Es ist, wie mein Bruder sagt. Olivie ist eine intelligente, wundersch├Âne Frau mit bester Veranlagung. An Interessenten f├╝r sie mangelt es nicht und wir haben alle Auswahl. Da liegt es nahe, sie mit dem Besten zu verm├Ąhlen, den wir f├╝r sie bekommen k├Ânnen - in dem Falle bin das ich. Ich werde meine Halbschwester selbst zur Frau nehmen und sie wird das Leben f├╝hren, welches sie verdient.┬ź

Linhard
Lin nickte in Zeitlupe. ┬╗Der Vorschlag von Aimeric war auch nicht als Angriff gemeint, sondern als gut gemeinter Vorschlag. Nun dahingehend kann ich Euch wohl kaum ├╝berbieten, was den Stand, die M├Âglichkeiten oder die Finanzen angeht. Jedes Gegenargument w├Ąre Feilschen unter unserem Niveau, folglich bleibt mir nur Euch das Beste f├╝r Eure Heirat zu w├╝nschen Hoheit┬ź, gab Lin zur├╝ck.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel nickte. Sein Gesicht war nicht unfreundlich. Vor ihm sa├č sein k├╝nftiger Schwager, wenn alles klappte. Der musste allerdings auch die eine oder andere Spitze verkraften k├Ânnen. ┬╗So ist es. Und wenn es dann noch eine Hochzeit aus tiefer Zuneigung und jahrelanger Vertrautheit heraus ist, steht dem endg├╝ltig nichts entgegen. Was nicht hei├čen soll, dass wir Ihren Vorschlag nicht gr├╝ndlich ├╝berdacht haben.┬ź

Linhard
┬╗Aha, ja gut. Dann danke ich f├╝rs Nachdenken oder wie mein Onkel immer so sch├Ân sagte, wer fragt muss auch mit einem Nein leben k├Ânnen┬ź, grinste Linhard.

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Nun wir hoffen aber gar nicht, dass Sie nein sagen. Denn ich unterbreite Ihnen einen v├Âllig anderen Vorschlag. Zwar werden Sie nicht Olivie heiraten Linhard, aber ich beabsichtige Sie zu heiraten - Ihr Einverst├Ąndnis vorausgesetzt┬ź, schmunzelte Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
Gebannt starrte Ciel auf Linhards Gesicht. Er h├Ârte, wie im Hintergrund Nathan die Feder ausrutschte und er einen Krakel quer ├╝ber das Pergament zog.

Linhard
Lins Blick wanderte zu Chirag ob er die Frage ernst nehmen sollte, oder ob die Drei ihn gerade auf die Sch├╝ppe nahmen, frei nach dem Motto wieviel Humor er vertrug.

Chirag
Chirag begegnete Linhards Blick. ┬╗`ochzeiten unter gleichgeschlechtlichen Eheleuten sind in Souvagne m├Âglich und durchaus nicht un├╝blich┬ź, erkl├Ąrte er.

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Es ist kein Geheimnis, dass ich M├Ąnner und Frauen gleich sch├Ątze, mein Angebot war absolut ernst gemeint und ich erwarte eine ebensolche Antwort von Ihnen Linhard. ├ťberlegen Sie es sich gut. Die gleichen Vorteile die Sie bei Olivie h├Ątten, haben Sie auch bei mir. Nur heiratet niemand in Ihre Familie ein - wie es bei einer Frau ├╝blich w├Ąre. Sondern Sie heiraten in meine Familie ein, dass ist ein Schritt mehr, als es Ihnen bei Olivie verg├Ânnt sein w├╝rde. Nur werden Ihre Kinder kein Anrecht auf die Krone haben. Das muss Ihnen klar sein. Sie sind mein Mann mit allen Rechten und Pflichten. Aber ein Anrecht auf die Krone haben nur meine leiblichen Kinder. Nicht die Ihren - wie jeder Lebenspartner oder jede Lebenspartnerin sind Sie angeheiratet. Und da wir gemeinsam keine Kinder zeugen k├Ânnen - logischerweise - sind Ihre Kinder vom Erbrecht was die Krone anbelangt ausgeschlossen. Was nicht hei├čen soll, dass Ihre Kinder sonst keinen Vorteil von unserer Verbindung h├Ątten. Sie genie├čen schon den Vorteil des Marquis. Und sie w├╝rden den Vorteil genie├čen, am Hof ausgebildet zu werden, Teil des Hofes zu sein. Mein Bruder Ciel selbst war eine Zeitlang nicht Erbbrechtigt in diesem Sinne. Ich w├Ąre sogar damit einverstanden, dass Sie sich eine Frau nehmen - wie beabsichtigt eine Nummer zwei. Aber an erster Stelle st├╝nde ich, wenn Sie das Angebot annehmen. Dies ist weder ein Scherz, noch eine Unterbreitung rein zur Bindung Ihrer Person. Es ist zwar eine Bindung, aber offen gesprochen gefallen Sie mir. Deshalb das Angebot┬ź, antwortete Greg ehrlich.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel lie├č Linhards Gesicht nicht aus den Augen. Zum einen nat├╝rlich, weil er auf dessen Reaktion gespannt war, zum anderen aber auch, weil er routinem├Ą├čig die Mimik seines Gegen├╝bers aufs Sch├Ąrfste analysierte. Wenn er sich mit Leuten unterhielt, unterhielt er sich mehr mit deren K├Ârpersprache als mit deren Worten. Manch einem war sein Blick unangenehm und auch Ferrau hatte schon zu sp├╝ren bekommen, dass Ciel sehr gern Leute analysierte und dabei keinen Winkel ihres Verstandes auslie├č.

Linhard
Lin nickte knapp. Er musterte Greg eine ganze Weile schweigend, ehe er kurz Dreux betrachtete und sein Blick dann auf Ciel ruhen blieb. ┬╗Vielen Dank f├╝r das Kompliment und das Angebot Eure Hoheit. Bevor ich zu- oder absage m├Âchte ich fragen, was Ihr erwartet oder was Ihr Euch w├╝nscht. Mein Onkel Davard ist ebenfalls mit einem Mann verheiratet. Der Umstand ist mir nicht fremd, aber ich war nie mit einem Mann zusammen und ich hatte nie das Bed├╝rfnis danach. Nun vielleicht bin ich nie dem passenden Mann begegnet, es ist ja auch nicht so, dass mir jede Frau gefallen w├╝rde. Ich m├Âchte nur sagen, in diese Richtung habe ich nie gedacht. Also was w├╝nscht Ihr und wie schnell?┬ź, fragte Lin vorsichtig.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel fragte sich, warum Linhard ihn anblickte w├Ąhrend der Frage und nicht seinen Bruder. Vielleicht, weil er den analytischen Blick bemerkt hatte und zeigen wollte, dass er nichts zu verbergen hatte. Ciels Gesicht blieb entspannt. Er blickte nicht unfreundlich drein, aber mit der n├Âtigen h├Âflichen Distanziertheit. Noch war der Mann nicht sein Schwager.

Gregoire Verrill de Souvagne
Gregoire lie├č sich ebenfalls einen Moment Zeit mit der Antwort. ┬╗Was ich erwarte? Nun das was sich vielleicht jeder von einer Partnerschaft oder einer Ehe erhofft. Ich w├╝rde von Euch erwarten, dass Ihr Euch um ein Auskommen mit mir bem├╝ht. Ich w├╝rde mir w├╝nschen, dass wir Freunde werden. Und dass Ihr sobald Ihr dazu bereit seid, die ehelichten Pflichten erf├╝llt - also Beischlaf, Sex. Wann? Das ist davon abh├Ąngig wie schnell wir uns n├Ąher kommen. Wie oft? Das ist davon abh├Ąngig ob Ihr es m├Âgt, oder ob wir eventuell nur verheiratete Freunde bleiben. Nun ich kenne Euch nicht, mir gefiel Euer ├äu├čeres und wie Ihr Euch gebt. Sympathie ist von meiner Seite aus vorhanden. Das erste was man zu sehen bekommt ist die Optik und die Gesten. Eure Antwort Linhard┬ź, sagte Greg freundlich.

Linhard
┬╗Nun dass mich jemand so etwas fragt, ist f├╝r mich ehrlich gesagt neu. Weder eine Frau noch ein Mann haben mich je gefragt. Gleichg├╝ltig bei was, ob nun Freundschaft oder mehr, musste die Initiative immer von mir ausgehen. Bis auf eine einzige Person wollte mich sonst keiner haben. Also frage ich mich gerade, ob Ihr mich veralbert oder ob Ihr das ernst meint, oder ob Ihr was v├Âllig anderes bezweckt. Falls Ihr was anderes w├╝nscht, meinen F├Ąhigkeiten entsprechend... sprecht es aus und ich erledige es f├╝r meinen Herrn. Seid dessen versichert. Daf├╝r m├╝sst Ihr nicht so tun, als h├Ąttet Ihr Interesse an mir. Das hatte nicht mal meine Mutter... entschuldigt die harschen Worte, aber es ist so. Ich bin hier um manch seltsame Umst├Ąnde zu ├Ąndern, aber das sind Dinge die Euch weder interessieren w├╝rden, noch belasten sollten. Sie haben meinen Vater interessiert und in dessen Namen stehe ich hier Hoheit┬ź, gab Lin zur├╝ck.

Nathan
Nathan war noch immer dabei, das ruinierte Pergament zu retten. Seine Finger zitterten, als er nun auch noch Streit bef├╝rchten musste und seine Schrift wurde immer unordentlicher, obwohl er sich gro├če M├╝he gab. Er w├╝rde alles danach noch einmal neu abschreiben m├╝ssen.

Gregoire Verrill de Souvagne
Greg deutete Linhard an zu warten. ┬╗Einen Moment┬ź, bat er sich aus und beugte sich zu Ciel. ┬╗Bin ich ihm auf die F├╝├če getreten, oder hat er Angst? Er scheint verwirrt, aber interessiert und trotzdem etwas grantig zu sein. Seltsame Mischung, ich nehme ihm das nicht ├╝bel. Er ist vermutlich einfach ehrlich? Was sagt Dir Dein geschulter Blick?┬ź, fl├╝sterte Greg, so dass nur Ciel ihn h├Âren konnte.

Dreaux Gifford de Souvagne
┬╗Die beiden beraten sich derweil ├╝ber Eure leicht unwirsche Art Marquis Linhard. Was veranlasst Euch zu der Annahme mein Bruder wollte Euch zu etwas anderem nutzen? Schaut, w├Ąre dem so, w├╝rden wir Euch einfach einen entsprechenden Befehl erteilen. Und Ihr, als unser Lehnsmann w├╝rdet den Befehl umsetzen. Dies habt Ihr geschworen, dies habt Ihr erneut best├Ątigt. Drum versichere ich Euch als Duc - mein Bruder meint genau das, was er sagt. Wir verstecken keine Absichten hinter falschen Vormulierungen. Wir w├Ąhlen vielleicht nur ab und an, eine andere Sprache. Aber jene Sprache ist so fremd sie f├╝r Euch klingen mag - der Ehrlichkeit geschuldet. Denkt dar├╝ber nach. Das Angebot Euch zu ehelichen ist ernst gemeint. Ihr w├Ąrt damit unser Schwager. Glaubt Ihr, dies w├╝rde unser Bruder in Betracht ziehen, wenn er Euch nicht tats├Ąchlich ehelichen wollte, sondern nur einen Gefallen erbitten wollte?┬ź, gab Dreux zu bedenken.

Linhard
┬╗Nein das glaube ich nicht Eure Majest├Ąt, ich bin nur verwirrt. Und ich unterstelle Eurem Bruder auch keine L├╝ge. Nun das Angebot ist, wenn es tats├Ąchlich ernst gemeint ist, sehr gro├čz├╝gig┬ź, gr├╝belte Lin.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich vermute, dass er genau das meint, was er sagt - dass man sich fr├╝her nicht f├╝r ihn interessierte und es ihm schwer f├Ąllt zu glauben, dass du dein Angebot ernst meinst. Er f├╝rchtet vermutlich, dass dies ein ├╝bler Scherz ist oder du andere Hintergedanken hegst. Er sprach davon, dass er `etwas erledigen┬ź w├╝rde. Ich wei├č nicht, was er damit meint. Vielleicht verstehst du die Andeutung besser. Ansonsten solltest du vielleicht nachfragen. Ich w├╝rde ihn als ehrlich einsch├Ątzen, sonst h├Ątte er auch kein so sensibles Thema wie Probleme mit der eigenen Mutter angesprochen. Das muss man ihm zugute halten. Ob dir ein f├╝r dein Empfinden h├╝bscher, aber widerspenstiger und wom├Âglich tief verletzter, aber dabei ehrlicher Mann gefallen w├╝rde, musst du wissen.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
Greg dr├╝ckte Ciels Hand dankbar. ┬╗Vielleicht ist es nicht die Augenfarbe allein, sondern was ich daran sah. Ich denke sobald er seine ┬╗harte Schale┬ź abgelegt hat, kann er ein ziemlich guter Freund sein. Er wirkt auf mich so. Ich wei├č nicht was er mit erledigen meint, aber es klang nach einer Gef├Ąlligkeit. Ich werde nicht nachhaken ob ich ihn f├╝r eine M├Ątresse halte oder ├Ąhnliches. Schade ist, dass sein Vater tot ist. Jener Mann der wohl der Einzige war, den er sch├Ątzte. Aber einige Verwandte muss er ebenfalls m├Âgen, sonst w├╝rde er sich nicht mit so einer Vehemenz und einem derart gro├čen Geldbeutel f├╝r sie einsetzen┬ź, fl├╝sterte Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Wie w├Ąre es mit einer Art Probezeit, Greg?┬ź, fragte Ciel leise. ┬╗Dann k├Ânntet ihr euch unverbindlich kennenlernen.

Gregoire Verrill de Souvagne
Greg fl├╝sterte Ciel zu: ┬╗Nein ich m├Âchte ihn direkt an mich binden. Ihn pers├Ânlich und seine Familie. Seine Familie da sie Neuadel bei uns sind und wir uns gegenseitig unterst├╝tzen wollen. Ihn pers├Ânlich, da er mir gef├Ąllt. Keiner von uns hat eine Probezeit Ciel, das ben├Âtigen wir auch nicht. Zudem trennt es sich schwerer, wenn man verheiratet ist. Er kann die Bindung nicht l├Âsen. Ferner bem├╝ht man sich auch mehr um ein Auskommen, wenn man aneinander gebunden ist. Eben durch den Bund der Ehe. Und ich glaube, mal ganz privat gesagt, er k├Ânnte ein festes Band gut gebrauchen. Es w├Ąre etwas dass ihm gut t├Ąte und Halt gibt. So leicht lass ich ihn nicht vom Haken. Zumal er ja scheinbar halb angebissen hat. Er m├Âchte... ja was eigentlich? Eine Sicherheit?┬ź, fragte Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich verstehe dich nur zu gut, Bruderherz┬ź, fl├╝sterte Ciel etwas wehm├╝tig. ┬╗Wir m├Âgen es nicht, wenn jemand gehen k├Ânnte, keiner von uns dreien. Das selbe Blut flie├čt durch unsere Adern, das selbe Trachten und das selbe Verlangen. Nur ein wenig anders verpackt. Dann nimm ihn dir. Mach ihn zu deinem, wenn du ihn so sehr willst. Was er will, kann ich nicht sagen. Er sieht es vielleicht taktisch. Aber vielleicht kann er auch noch nicht begreifen, dass ihn jemand wirklich m├Âchte, nach dem, was er vorhin sagte.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
Greg nickte zustimmend. ┬╗Das ist m├Âglich und wir sind keine Personen die ein nein einfach akzeptieren oder die jemanden aufgeben, nur weil er sich etwas stur zeigt. Khawa war auch stur oder? Nun er hier ist nicht ann├Ąhernd so stur wie Khawa, ehr wie ein gepr├╝gelter Hund, der sich nicht traut die Scheibe Wurst aus der Hand zu nehmen. Wobei er mehr als nur den Happen haben k├Ânnte. Ich versuche es┬ź, fl├╝sterte Greg erneut.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich w├╝nsche euch beiden alles Gute┬ź, sagte Ciel ehrlich und dr├╝ckte unauff├Ąllig die Hand seines Bruders.

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Das Angebot war klar umrissen, aber es kam vielleicht etwas einseitig und kalt her├╝ber. Was Sie erwarten w├╝rde w├Ąre dass was ich mir w├╝nsche. Sie haben sich nicht allein zu bem├╝hen, sondern dass was ich erwarte, werde ich als Erster geben. Ich werde mich um Sie und Ihre Freundschaft bem├╝hen. Sie werden in meiner Familie genauso eine Heimat finden, wie ich hoffentlich in Ihrer. Und selbst wenn Sie niemand haben m├Âchte, ich m├Âchte. Das hei├čt, Sie haben jemanden an Ihrer Seite. Sie sind nicht in mich verliebt, Sie begehren mich vielleicht auch nicht. Aber glauben Sie, dass tun andere Adlige, die sich eine Dame zur Frau nehmen? Beide stehen vor dem gleichen Problem. Einzig und allein ob man m├Âchte, dass ist das Ausschlaggebende. M├Âchten Sie jemanden an Ihrer Seite, als Ehepartner der Ihr Freund sein m├Âchte? Wie mein Bruder sagte, ich unterbreite nur ernstgemeinte Angebote. Und ein besseres werden Sie nicht finden. Sollten Sie nur ablehnen, da ich ein Mann bin - dann seien Sie so ehrlich und sprechen Sie es einfach offen aus. Die Antwort wird keinen Einfluss auf Ihre Lehen oder ├Ąhnliches haben. Offene Frage, offene Antwort. Wir reden hier privat und dass wissen Sie, sonst h├Ątten Sie nicht kurz die Krallen ausgefahren. Fahren Sie die Krallen wieder ein und stellen die Ohren auf┬ź, bat Greg. ┬╗Danke┬ź, wisperte er seinem Bruder zu.

Linhard
Lin zog Chirag ganz nah zu sich heran und fl├╝sterte ihm ins Ohr. ┬╗Du stammst von hier, wie ernst ist ihm das Gesagte? Kann ich ihm trauen? Dave h├Ątte ihn auslesen k├Ânnen, aber wer rechnet mit so einem Angebot? Ich glaube er meint es ehrlich, aber ich habe schon so einiges geglaubt und bin auf die Schnauze gefallen. Kennst Du ihn und seine Art? Sag was Chirag┬ź, bat Lin ganz leise.

Chirag
┬╗Mit Gregoire `atte ich noch keinen pers├Ânlichen Kontakt, aber sein Vater ist f├╝r seine Aufrichtigkeit bekannt. Ich gehe daher davon aus, dass das Angebot absolut ernst gemeint ist. Wir stehen `ier vor dem Duc und ich denke nicht, dass er in seiner Amtsstube Scherze dieser Art gut`ei├čen w├╝rde. Pers├Ânlich gesprochen finde ich, dass Gregoire keinen unangenehmen Eindruck macht, davon abgesehen, dass es sich bei ihm offensichtlich um eine m├Ąnnliche Person `andelt.┬ź

Linhard
┬╗Danke f├╝r die offenen Worte. Nunja Ansgar h├Ątte mich f├╝r weit weniger verkauft, als f├╝r ein Land samt einem echten Freund. Wobei weder sie noch ich wurden da gro├č gefragt. Und das Angebot klingt absolut verlockend. Du hast Recht, einen Scherz dieser Tragweite w├╝rde er wohl nicht erlauben. Und er sagte, er ├╝berl├Ąsst mir die Zeit, wann und wie es zum sagen wir mal intimen Schritt kommt. Bedenkzeit wird er mir nicht geben oder? Nein ich denke nicht, wenn ich hier rausgehe, wird er es als nein werten und sich wen anderes suchen. Die Schollen, das Land, die Familie, der Titel - nun ein Teil des Hofes... das w├╝rde Paps sicher gefallen. Gleichg├╝ltig wie, vielleicht w├╝rde er Paps sogar gefallen.... Ich mach es┬ź, fl├╝sterte Lin.

Chirag:
┬╗Du k├Ânntest ihn fragen ... aber ├╝berlege es dir gut, denn dann `at auch ER Bedenkzeit. Auch Gregoire k├Ânnte `ernach Nein sagen, da er sich gekr├Ąnkt f├╝hlt. Das ist ein Risiko, das gut abgewogen werden will. Er sagte, glaube ich, dass er dich ├╝ber`aupt nicht zur Intimit├Ąt zwingen w├Âllte, wenn ich das recht verstanden `abe, sondern dass ihr auch reine Freunde bleiben k├Ânntet.┬ź

Linhard
┬╗Das stimmt, ich k├Ânnte zustimmen und er denkt sich, er hat zu lange ├╝berlegt┬ź, pflichtete Lin Chirag bei und wandte sich an Greg. ┬╗Ich nehme Euer Angebot dankend an Hoheit. Nein es st├Ârt mich nicht dass Ihr ein Mann seid, ich bin ja selbst einer. Spa├č beiseite, Ihr habt versichert, dass wir zur Not einfach Freunde sind. Freunde klingt f├╝r mich sehr gut und wenn es mehr wird, soll es so sein. Ich bin einverstanden┬ź, erkl├Ąrte Lin.

Gregoire Verrill de Souvagne
Greg verkniff sich nur mit M├╝he sein Grinsen. ┬╗Wunderbar, dass freut mich sehr. Als Zugest├Ąndnis und Zeichen meiner Wertsch├Ątzung, werde ich die Kosten der Hochzeit tragen. Ferner werden wir sie am Hof ausrichten lassen. Normalerweise ist das ja Part der ┬╗Braut┬ź. Benennt etwas dass Euch Freude bereitet oder Ihr gerne m├Âgt. Ein Geschenk geziemt sich zur Verlobung wie sp├Ąter zur Hochzeit. Also was w├╝nscht Ihr Euch?┬ź, fragte Greg und wartete gespannt ab, was wohl als Wunsch k├Ąme.

Dreaux Gifford de Souvagne
Dreux gab Nathan ein Zeichen, dass er mit der Verhandlung mehr als zufrieden war. Er freute sich f├╝r seinen Bruder. ┬╗Was spricht gegen eine Doppelhochzeit?┬ź, warf er in den Raum. ┬╗Ciel was h├Ąltst Du davon?┬ź, fragte er direkt.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel zuckte einen Moment zusammen. Er hatte zwar die Hochzeit mit Olivie selbst vorgeschlagen, doch nun, wo er tats├Ąchlich eine Entscheidung treffen sollte, war es, als w├╝rde man ihm die Kehle zudr├╝cken. Sein Gesichtsausdruck blieb f├Ârmlich, doch seine Antwort lie├č recht lange auf sich warten. ┬╗Ich w├╝rde mich geehrt f├╝hlen, gemeinsam mit dir zu heiraten, Greg┬ź, sagte er schlie├člich. Sein eigener Satz f├╝hlte sich an wie ein Richtspruch.

Nathan:
┬╗Ferrau┬ź, rief Nathan fl├╝sternd und hob hilflos die Schreibfeder.

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Das w├╝rde mich auch sehr freuen unsere Familie auch dabei vereint. Hey und wir k├Ânnen nie unseren Hochzeitstag vergessen┬ź, grinste Greg nun doch.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel grinste etwas gequ├Ąlt zur├╝ck. ┬╗Gl├╝ckwunsch zur Verlobung, Br├╝derchen.┬ź

Ferrau
Ferrau tupfte sich mit dem ├ärmel den Schwei├č von der Stirn. Das Nathan ausgerechnet jetzt bei so einer wichtigen Verhandlung rumeiern musste. Das musste an diesem Dupont liegen, dachte Ferrau zerknirscht und musterte den Mann hasserf├╝llt.

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Danke Dir ebenso Ciel, mein Zuk├╝nftiger ist bescheiden, er w├╝nscht sich nichts┬ź, schmunzelte Gregoire.

Nathan
┬╗Ferrau┬ź, fl├╝sterte Nathan etwas lauter. ┬╗Bitte komm her!┬ź ├ängstlich blickte er zu seinem Herrn, in der Hoffnung, dieser w├╝rde nicht vor Wut ob seines Fehlverhaltens laut werden oder, noch schlimmer, entt├Ąuscht sein.

Linhard
┬╗Doch, doch um das Geschenk kommt Ihr nicht drum herum, aber ich ├╝berlege gerade noch. Also ich mag schnelle Pferde und Waffen, Stichwaffen, Stilette, Degen, Schwerter, so etwas in der Art. Aber ein Ehering tut es auch┬ź, grinste Lin zur├╝ck.


Ferrau
Ferrau versteckte sich hinter Ciel und sch├╝ttelte den Kopf. Er wollte nicht in das Dupont-Ungl├╝ck verstrickt werden. Er sah es schon kommen, gleich landeten sie alle drei vor der Grenze, samt diesem einarmigen Banditen.

Gregoire Verrill de Souvagne
Dreux musterte die beiden etwas irritiert. Leibdiener konnten beileibe wirkich manchmal wunderlich sein, aber so wunderlich?

Nathan
Nathan riss sich zusammen und malte jeden Buchstaben einzeln. Ihm zitterten derart die H├Ąnde, dass man so gut wie nichts mehr lesen konnte. Das Pergament, dass die Verlobung der beiden Prinzen protokollierte, sah nun aus, als h├Ątte ein Schreibanf├Ąnger es verfasst, der als Linksh├Ąnder gezwungen worden war mit rechts zu schreiben. Zittrig versuchte Nathan, der ihm aufgetragenen Aufgabe bis zum Ende nachzukommen.

Ferrau
Ferrau musterte, was Nathan da tat. Das Geschriebene sah sehr misslungen aus. Vorsichtig trat er n├Ąher. ┬╗Soll ich Dir helfen?┬ź, bot er an. Er konnte nicht ertragen, dass Nathan nachher noch ├ärger bekam, wo ihn dieser Dupont so nerv├Âs machte, allein durch seine N├Ąhe.

Nathan
┬╗Ja, bitte! Es geht, geht, geht hier um die Verlobung, die Verlobungen und mir versagen vor lauter R├╝hrung die H├Ąnde.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Nun einen Ring werdet Ihr erhalten, dass ist gewiss. Bei den anderen W├╝nschen wird mir schon etwas einfallen. Nathan schlage im Kalender nach, wann die Trauung stattfinden kann┬ź, bat Gregoire.

Ferrau
Der Leibdiener Ciels nickte knapp und schrieb alles sorgf├Ąltig nieder. Die Schrift war kaum besser, da auch er sehr nerv├Âs war, aber er bem├╝hte sich und das war auch nur der erste Entwurf. Sie w├╝rden es nachher dem Schreiber zur Sch├Ânschrift ├╝berreichen. ┬╗Da sagst Du was, ich muss eine Hochzeit organisieren┬ź, freute sich Ferrau.

Nathan
┬╗Ja┬ź, schniefte Nathan und tupfte sich mit einem Taschentuch die Augen trocken.

Dreux Gifford de Souvagne
┬╗Nathan mein Bester, was sagt unser Kalender? Wann k├Ânnen Ciel und Greg heiraten? Nun nicht einander, sondern Ihre Ehepartner?┬ź, hakte der Duc nach.

Linhard
┬╗Wir m├╝ssen gleich mit den anderen drau├čen einen Happen essen gehen. In einer guten Taverne, kennst Du eine?┬ź, hakte Lin nach. Nach so einer Entscheidung brauchte er erstmal einen Schnaps und was im Magen.

Nathan
Nathan wischte sich sorgsam die Finger an dem Taschentuch trocken, ehe er das gro├če Buch aus der Schublade des Schreibtischs holte, wo die Termine seines Herrn eingetragen wurden. Er bl├Ątterte zum aktuellen Datum. ┬╗Der Kalender ist recht voll, aber hier sind nur wenige Dinge, die sich, die sich nicht verschieben lie├čen. ├ťber wie, wie, wie viele Tage sollte die Feier denn gehen? Ansonsten w├Ąre vielleicht anzuraden - anzuraten! - auf die R├╝ckkehr Eures Vaters zu warten.┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
┬╗Eine Hochzeit dauert 3 Tage Nathan, die des Duc eine Woche. Nun wann m├Âchtet Ihr denn heiraten Ciel, Greg?┬ź, hakte Dreux gut gelaunt nach.

Chirag
Chirag blickte Linhard aufgel├Âst von der Seite an. Ihm selbst war kein bisschen nach Essen zumute. ┬╗Ich `abe Souvagne das letzte Mal vor etlichen Jahren betreten. Die Gastronomie wird sich ver├Ąndert `aben.┬ź Er wagte nicht, zu fragen, ob man ihn wieder gehen lie├č, da er das erste Mal in seinem Leben hoffte, man w├╝rde ihn schlichtweg wieder vergessen.

Linhard
Linhard tippte Chirag kurz beruhigend an. ┬╗Nun wie w├Ąre es in 14 Tagen? So war es Brauch in Naridien. Man bestellte das Aufgebot und 14 Tage sp├Ąter wurde geheiratet┬ź, schlug Linhard vor. ┬╗Es w├Ąre sch├Ân, wenn Chirag an der Feier teilnehmen k├Ânnte. Muss er in Haft oder darf er auf freiem Fu├č bleiben?┬ź, fragte Lin in die Runde. ┬╗Oh das w├Ąre doch ein gutes Geschenk, die Begnadigung von Chirag, geht das?┬ź, grinste Lin.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗In 14 Tagen sollte Vater wieder im Lande sein┬ź, meinte Ciel. ┬╗Dem Dupont verdanke ich Nathan. Ich hege daher keinen Zorn gegen ihn.┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
┬╗Da unser Vater ihn samt seiner gesamten Sippe verurteilte, werden wir das Urteil nicht aufheben - aber auch nicht vollstrecken. Er sei solange frei bis unser Vater zur├╝ckkehrt und erneut ├╝ber das Leben von Chirag Dupont als Einzelperson entscheidet. Nutzt diese Chance weise Chirag Dupont!┬ź, sagte der Duc ernst.

Linhard:
Linhard schaute Ciel an und verbeugte sich. ┬╗Ich danke Euch Eure Majest├Ąt┬ź, freute sich Lin.
Chirag:
Chirag verneigte sich ebenfalls. ┬╗Das ist ausgesprochen gro├čm├╝tig von Eurer Majest├Ąt. Ich werde Eure Worte bedenken.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Ich hoffe ebenfalls das Vater zu unserer Hochzeit zur├╝ck ist. Er wird hocherfreut sein, besonders ├╝ber Deine Hochzeit Ciel. ├ťber unsere ebenso Linhard. Also in 14 Tagen, wie sagtet Ihr? So sei es. Lasst Euch von Eurem Begleiter und Eurem Verwandten beraten wie Souvagnische Hochzeiten ablaufen. Sie unterscheiden sich schon etwas von Euren, vor allem was die Kleidung anbelangt. Sie sind nicht so schlicht und farblos wie vermutlich die Euren in Naridien waren. Also staffiert Euch nach besten Wissen und Gewissen aus und dann verwerft genau die Kleidung wieder da sie immer noch zu schlicht sein wird. Chirag wird Euch beraten. Und je nachdem was Ihr tragt, w├Ąhlt das Korsett nicht zu eng, da Ihr auch essen m├╝sst┬ź, schmunzelte Greg.

Linhard
┬╗Auf die nicht gestellte Frage hin, ich ben├Âtige keins - ich passe so in meine Kleidung. Da ist kein Bauch, auch ohne Korsett. Aber ich habe eins, ich kann es gerne mitbringen┬ź, grinste Lin breit.

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Das glaube ich. Wo n├Ąchtigt Ihr? Nein - das ist keine unziemliche Frage. Ich m├Âchte nur nicht, dass Ihr irgendwo ungesch├╝tzt ├╝bernachtet, da Ihr nun zu uns geh├Ârt. Ich w├╝rde vorschlagen, Ihr ├╝bernachtet hier am Hof┬ź, schlug Greg vor.

Dreux Gifford de Souvagne
Dreux nickte zustimmend. ┬╗Nathan lass bitte f├╝r unsere G├Ąste Zimmer herrichten┬ź, bat Dreux h├Âflich.

Nathan
Nathan verneigte sich und verlie├č r├╝ckw├Ąrts die Amtsstube. Er war noch immer von der Rolle und seine Finger voller Tintenkleckse. Kurze Zeit sp├Ąter kehrte er zur├╝ck. ┬╗Es wurde alles veranlasst, Majest├Ąt.┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
┬╗Wunderbar, Danke Nathan. Nun dann sehen wir uns heute Abend zum Abendessen. Vorab denken wir habt Ihr ausreichend zu besprechen mit den Euren und auch einiges zu planen. Vor allem habt Ihr die Nobelitierungs- und Einb├╝rgerungsurkunden f├╝r Eure Familie abzuholen. Diese werden Euch beim Hofmarschall ausgeh├Ąndigt. Falls Ihr nicht noch Fragen habt, gehabt Euch wohl, bis heute Abend┬ź, verabschiedete der Duc seine G├Ąste freundlich.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Was ist mit den Vampiren?┬ź, fragte Ciel. ┬╗Sollen die beiden Bluthexer weiter nach ihnen sehen?┬ź

Dreux Gifford de Souvagne
┬╗Auf alle F├Ąlle. Dies ist kein Misstrauen gegen Euch, Schwager in Spee - aber von Vampiren, so zahm sie auch sein m├Âgen, geht immer ein Restrisiko aus. Wie von jedem Raubtier. Aus diesem Grund weisen wir Euch darauf hin, dass diese Kreaturen unter permanenter ├ťberwachung stehen. Gebt dies an sie weiter, damit sie sich in ihrem Durst beherrschen. Sollten sie sich nicht beherrschen, erwartet sie der Block. Oder der Pfahl im Morgengrauen. Dies sage ich Euch nur als Information, nicht als Drohung, nicht um Euch zu beleidigen Schwager in Spee. Aber Ihr sollt wissen welche Gefahr Euch begleitet, wir werden nicht z├Âgern unschuldiges Leben zu sch├╝tzen. Dazu z├Ąhlt auch Ihr┬ź, antwortete der Duc.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel nickte. ┬╗Wie du befiehlst.┬ź Er w├╝rde den beiden Bescheid geben, mit der Beschattung fortzufahren. Sollten die Vampire sich als Bedrohung entpuppen, w├╝rden weder Block noch Pfahl erforderlich sein. Doch die wahren Macht seines Ordens w├╝rde er niemand anderem als Dreaux und seinem Leibdiener auf die Nase binden.

Linhard
┬╗Ich werde es ihnen ausrichten. Kasimir ist mein Leibdiener, er war stets friedlich. Zu Lebzeiten war er ein M├Ânch. Und Archibald ist mein Lehrmeister, er war der Schwertmeister meines Gro├čvaters und nun ist er mein Schwertmeister und Lehrer. Beide werden sich so verhalten, wie es sich geh├Ârt. Zudem haben sie k├╝nstliche Nahrung dabei, sie werden nicht jagen┬ź, antwortete Linhard. Kasimir vertraute er, aber bei Arch war er sich da nicht so sicher.

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Du solltest noch mit Olivie sprechen Ciel. Und wir beide sollten uns heute Abend ebenfalls einmal allein zusammensetzen. Bis sp├Ąter Linhard von Hohenfelde┬ź, verabschiedete Greg Linhard mit freundlichem Schmunzeln.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel war erleichtert, als die G├Ąste endlich gegangen waren. Er sank auf seinem Stuhl zusammen. ┬╗Ja, das wird meine letzte Amtshandlung heute. Das kam sehr pl├Âtzlich und unerwartet. Ich wei├č nicht einmal, wie ich ihr den Antrag sch├Ân verpacken soll, so etwas bespricht man ja nicht einfach zwischen T├╝r und Angel ... du musst mich dann beraten, Ferrau. Vorher ben├Âtige ich ein kaltes Bad und eine Kopfmassage.┬ź

Ferrau
┬╗Herr ich werde Euch so gut beraten wie ich nur kann. Zur Not werden wir die B├╝cher w├Ąlzen. Es gibt f├╝r alles gute Tipps und Tricks, Ihr werdet sehen. Genau f├╝r Hochzeitsausstattungen┬ź, freute sich Ferrau f├╝r Ciel.

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Danke f├╝r Euren Beistand, ich habe gehofft dass er Ja sagt. Einerseits dachte ich mir, dass er rein als Kalk├╝l das Angebot annehmen wird, auf der anderen Seite hoffe ich, dass es nicht nur Kalk├╝l war. Nat├╝rlich wird das eine Rolle spielen, aber Freundschaft schien ihm wichtig. Ich werde schon noch herausbekommen, was hinter seiner Art steckt. Am Ende war es doch sogar ganz lustig und er ist niedlich wenn er grinst┬ź, grinste Greg. ┬╗Du kannst Ihr doch erkl├Ąren, dass sie keine Angst mehr vor dem Zwerg haben muss. Dass sie nicht allein in die Fremde geht, sondern dass Ihr gemeinsam gehen werdet. Vielleicht sogar mit mir┬ź.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Das meine ich nicht, Greg. Es geht nicht um den Inhalt. Die Rahmenbedingungen f├╝r die Verlobung m├╝ssen stimmig gemacht werden, ich kann es ihr doch nicht mitten auf dem Flur sagen, dass ich sie heiraten werde! Lade ich sie zum Abendessen ein? Wenn ja, wie sollte sich das gestalten? Es muss alles durchgeplant werden, ich will nichts falsch machen.┬ź Ciel qu├Ąlte sich auf die F├╝├če und dr├╝ckte nacheinander seine beiden Br├╝der. Erst Dreaux und dann, etwas l├Ąnger diesmal, Greg. ┬╗Ich verabschiede mich f├╝r heute. Ich berichte euch morgen, wie es gelaufen ist. Ferrau, bitte bereite mir die kalte Wanne vor und w├Ąhrend ich darin liege, sprechen wir ├╝ber alles.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Oh verstehe, ja dass muss geplant werden. Ich w├╝nsche Dir viel Gl├╝ck, ich w├╝nsches es uns beiden. Sie wird sich sicher dar├╝ber freuen, zumal Ihr Euch doch gut versteht. Danach m├╝ssen wir nur noch Dreux unter die Haube bekommen. Ich habe bei Dir und bei mir ein gutes Gef├╝hl Ciel, ehrlich. Viel Spa├č heute Abend┬ź, freute sich Greg und dr├╝ckte Ciel ebenfalls feste an sich.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Verschon den armen Dreux┬ź, st├Âhnte Ciel. ┬╗Lass ihm die Zeit, die er braucht. Es gen├╝gt, wenn er von woanders Druck bekommt, den braucht er nicht noch von unserer Seite.┬ź Nachdem er beide ausgiebig gedr├╝ckt hatte, verschwand er mit Ferrau in seinen Gem├Ąchern.
Bild
Avatar created with ePic Character Generator

Benutzeravatar
Ciel Felicien de Souvagne
Prince
Beitr├Ąge: 82
Registriert: Fr 20. Okt 2017, 09:02
Auszeichnungen: 1
Guthaben: Gesperrt
Volk: Almanen

Rote Laterne

Re: Royale Doppelverlobung

#2

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » So 1. Apr 2018, 00:39

Die Verlobung von Ciel und Olivie

<< Ferraus Sonderrolle bei der Hochzeit

Olivie de Souvagne
Sie warteten ungef├Ąhr 10 Minuten, ehe sie die leichten Schritte von Olivie h├Ârten, die sich der T├╝r n├Ąherten. Ferrau eilte zur T├╝r, wartete einen Moment und ├Âffnete sie dann langsam um Olivie nicht zu erschrecken. Er verbeugte sich tief vor der jungen Frau und machte eine einladende Geste in den Speisesaal hinein. Als Olivie den Saal betrat fing der Musikant leise auf seiner Geige zu spielen um die Szene zu untermalen. Auch er kannte Liebespaare die die Zweisamkeit und Musik an einem Tisch genie├čen wollten und so spielte er auch hier und man h├Ârte auch seinen T├Ânen an, dass er sehr stolz war, am Hofe spielen zu d├╝rfen. Olivie schaute sich um. Der Raum war geschm├╝ckt, die Tafel fein gedeckt und die Dekoration war mit dem Porzelan abgestimmt worden. Alles war in einem zarten wei├č und rose gehalten, so wie sie es selbst sch├Ątzte. Die Blumen die den Tisch schm├╝ckten waren Rosen. Ger├╝hrt griff sie sich an den Hals und schenkte Ciel ein strahlendes L├Ącheln. Olivie war in einem leichten Kleid gekleidet, das ihre Bl├Ąsse unterstrich. F├╝r schweren Samt und Brokat hatte sie im Moment nichts ├╝brig. Sie wollte nicht wie auf einer offiziellen Audienz erscheinen, sondern sie wollte Ciel damit zeigen, dass sie sich ebenfalls Gedanken um ihn gemacht hatte. Waren die Gedanken und Gef├╝hle schon schwer, sollte wenigstens das Sommerkleid die Leichtigkeit unterstreichen, die sie zu erreichen versuchte. H├Âflich schritt sie ihm entgegen im gemessenen Schritt.

Ciel Felicien de Souvagne
Olivie sah wundersch├Ân aus, wie sie in ihrem leichten Kleid in den Saal schritt. Ciel erhob sich, machte eine korrekte Verbeugung und griff nach ihrer Hand. Er selbst war nicht sehr kr├Ąftig gebaut, doch ihre Hand war ein regelrechtes H├Ąndchen in seiner. Er gab ihr einen Handkuss und brachte sie zum Stuhl, den er ihr zurechtzog. Olivie betrachtete den Tischschmuck. Ferrau hatte wirklich keine M├╝hen gescheut und offenbar genau ihren Geschmack getroffen, wenn Ciel ihre Mimik richtig deutete. ┬╗Mir wurde zugetragen, dass du Rosen magst┬ź, erwiderte er. Man sah ihm die Nervosit├Ąt an, doch sein zur├╝ckhaltendes L├Ącheln war ehrlich.

Olivie de Souvagne
┬╗Rosen sind meine liebsten Blumen, Du hast Dir sehr viele Gedanken gemacht Ciel. Es freut mich, dass Du Dir auch solche Dinge merkst. Ich vermute Du bist ebenso aufgeregt wie ich┬ź, gestand sie offen ein.

Ferrau Du Trieux
Ferrau nahm eine der Weinflaschen und schenkte den beiden ein. Normalerweise h├Ątte er Ciel die Falsche unter die Nase halten m├╝ssen, damit dieser den Wein abnickte. Aber Olivie ging davon aus, das Ciel geplant hatte. Und er w├╝rde wohl wissen, welchen Wein er selbst gew├Ąhlt hatte. So schenkte Ferrau zuerst Olivie und danach seinem Herrn ein Glas ein, damit sie nicht mit trockener Kehle auf den ersten Gang warten mussten. Danach begab er sich kurz nach drau├čen, lie├č nach dem ersten Gang schicken und stellte sich dann zur├╝ck an seinen Platz.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ja, das bin ich. Ich hoffe, du f├╝hlst dich trotzdem wohl. Rosen sind die Blumen der Liebe, aber auch von Stolz und Eleganz und sie sind deiner nur angemessen.┬ź Er hob das Weinglas, um mit Olivie sanft anzusto├čen. ┬╗Auf einen besonderen Tag.┬ź

Olivie de Souvagne
Olivie stie├č gemeinsam mit Ciel an. ┬╗Auf uns Ciel┬ź, sagte sie freundlich und nippte an dem Wein. Dabei lie├č sie ihn allerdings nicht aus den Augen. Sie fragte sich, wie er auf die Idee gekommen war um ihre Hand anzuhalten. Aber anstatt sich dies nur gedanklich zu fragen, wollte sie es aussprechen. ┬╗Darf ich Dich etwas pers├Ânliches fragen?┬ź, bat sie.

Ciel Felicien de Souvagne
Er stellte das Glas vorsichtig wieder ab. ┬╗Sicher.┬ź

Olivie de Souvagne
┬╗Wir kennen uns schon immer Ciel, wie sollte es auch anders sein. Aber ├╝ber Deinen Antrag war ich dennoch sehr ├╝berrascht. Erfreut und ├╝berrascht, dass m├Âchte ich gleich vorwegnehmen. Wie bist Du darauf gekommen? Was hat Dich veranlasst mich zu Deiner Frau w├Ąhlen zu wollen? War es der Drang, dass alle eine Frau beziehungsweise einen Partner suchen? Dreux hat mir nicht den Grund verraten. Er blieb freundlich aber f├Ârmlich, so wie es wohl da Protokoll von Vater verlangt h├Ątte. Nun war es seine Aufgabe auch wenn er sich dabei verkneifen musste zu schmunzeln wie ein Honigkuchenpferd. Aber er hat Deine Entscheidung nicht verraten┬ź, sagte Olivie freundlich und nahm noch einen Schluck Wein. ┬╗├ťbringes hast Du Dir hier sehr viel M├╝he gegeben. Vielen Dank daf├╝r┬ź.

Ciel Felicien de Souvagne
Er war etwas ├╝berrascht, dass Dreaux schon verraten hatte, weshalb er Olivie zu sich bestellte. Ferrau hatte ihm nicht gesagt, dass sie es bereits wusste, er war davon ausgegangen, dass er ihr das offenbaren sollte. ┬╗Weil ich dich liebe, Olivie┬ź, sagte er absolut ehrlich, auch wenn sie vermutlich von einer anderen Art der Liebe ausging als jener, die er f├╝r sie empfand. ┬╗Du bist die einzige Frau, die ich mir an meiner Seite w├╝nsche. Eine Hochzeit mit irgendeiner anderen, einer Adligen zum Zwecke der Machterweiterung oder des Linienerhalts w├Ąre v├Âllig ohne pers├Ânliche Bedeutung. Ich wei├č noch nicht, ob ich in Zukunft je noch wen anderes heiraten m├Âchte oder muss. Momentan gibt es keinen Zwang und niemanden au├čer dich. Dies ist die Entscheidung meines Herzens und mein Wunsch. Du bist die Frau, mit der ich dauerhaft mein Leben teilen m├Âchte. Und du bist jene, die immer an erster Stelle stehen soll.┬ź

Olivie de Souvagne
┬╗Ja das m├Âchte ich Ciel. Deine Begr├╝ndung schmeichelt mir sehr. Du wei├čt, dass ich Dich ebenso liebe und schon immer geliebt habe. Auch wenn Du Dich sicher eine andere Liebe, als reiner Zuneigung einer Schwester w├╝nscht. Aber was nicht ist, k├Ânnte noch werden und wir beide sind noch jung. Ist es nicht viel mehr wert, einander etwas zu bedeuten, als auf den Kalender nach Nachwuchs zu schielen? Du darfst Dreux nicht b├Âse sein. Er ├╝bernahm Vaters Rolle. Du h├Ąttest mich nicht fragen m├╝ssen Ciel, aber Deine Frage zeigt mir, wie ehrlich es Dir mit mir ist. Dreux teilte mir seine Entscheidung mit, dass er als Familienoberhaupt meine Hand vergeben hatte. Zuerst hatte ich etwas Angst, aber als ich erfuhr, dass Du es bist, ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. Eine ganze Lawine an Steinen. Du kannst Dir denken, wie man sich f├╝hlt, wenn man eine Hochzeit mit einer v├Âllig fremden Person vor Augen hat. Das Schicksal bleibt uns beiden erspart Ciel. Ja ich m├Âchte sehr gerne Deine Frau werden┬ź, antwortete Olivie, dabei schaute sie ihm in die Augen, so dass er ihre Aufrichtigkeit erkennen konnte. Sie musste nicht versch├Ąmt wegschauen, denn es gab nichts, was sie ihm nicht sagen konnte von nun an.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich h├Ątte dich nicht fragen m├╝ssen, aber ich wollte es. Es war mir wichtig, es aus deinem Munde zu h├Âren. Ich w├╝nsche mir, dass wir zusammen gl├╝cklich sind und ich l├╝ge nicht, wenn ich sage, dass mir eine Bruder-Schwester-Liebe vollauf gen├╝gend w├╝rde. Du brauchst keine Angst zu haben, niemand wird gegen deinen Wunsch Hand an dich legen. Ich liebe dich und dazu geh├Ârt auch, dass ich dich achte wie einen Schatz. Es freut mich zu h├Âren, dass dir die Botschaft von Dreaux deine Sorgen nehmen konnte.┬ź Er fasste ├╝ber den Tisch und griff nach ihrer Hand, die er sanft dr├╝ckte, so wie er es schon oft getan hatte.

Olivie de Souvagne
Sie nahm seine Hand, verschr├Ąnkte ihre Finger in seinen und legt die andere Hand obenauf. ┬╗Ich bin sehr froh Dich das sagen zu h├Âren Ciel. F├╝r einen winzigen Moment hatte ich Angst Du h├Ąttest Torschlusspanik. Oder Du h├Ąttest Angst vor Vaters Reaktion, sobald er nach Hause kommt. Wer wei├č, was er in seiner eigenen Angst dann plant? Nicht umsonst schickte er uns heim. Ich hoffe nur er kommt sicher Heim um unserer Hochzeit beizuwohnen. Das w├╝rde mich sehr freuen. Eine Doppelhochzeit wird es geben, h├Ârte ich. Du wei├čt wie schnell sich so etwas am Hofe verbreitet. Dementsprechend wird das Fest gro├č werden, wir m├╝ssen aufpassen uns da nicht zu verlieren. Und bitte hindere die anderen an einer Brautentf├╝hrung, dass ist nicht lustig┬ź, bat sie ihn inst├Ąndig, w├Ąhrend die Diener den ersten Gang einer leichten Suppe servierten.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciels Haltung straffte sich. ┬╗Es wird keine Brautentf├╝hrung stattfinden┬ź, sagte er sehr ernst. ┬╗Derlei Scherze werde ich zu vereiteln wissen. Wenn ich sage, du brauchst an meiner Seite keine Angst zu haben, ist dies ein Versprechen. Ich werde dich sch├╝tzen, bis zum letzten Atemzug. Wenn du Sorgen hast, komme zu mir. Ich nehme den Auftrag von Schutz und Schirm sehr ernst, im Gro├čen wie im Kleinen. Frag Ferrau, was es hei├čt, jene zu verletzen, die mir nahestehen. Vater ist kein Mensch, den man zu f├╝rchten braucht. Ich vertraue ihm und ich habe als Kind wahrlich schon Schlimmeres verbrochen, als die falsche Braut zu ehelichen. Das Schlimmste, was uns passieren kann, ist, dass er seinem Unmut verbal Ausdruck verleiht und die Verlobung wieder aufl├Âst, was ich aber eher nicht glaube.┬ź Die Suppe dampfte und durftete, doch er wollte sie nicht essen. Nicht vor dem ersten Kuss, denn er wollte nicht, dass er dabei nach Suppe schmeckte.

Olivie de Souvagne
┬╗Nun ich denke nicht das Vater unsere Verlobung l├Âsen wird, er wird sich f├╝r uns freuen Ciel. Zudem, wer wei├č? Vielleicht bleibt Dreux Duc? Er hat mir von seinem Plan erz├Ąhlt. Er wird einen weiteren Titel einf├╝gen, den des Erbgro├čherzogs. Denn er wird anordnen, dass der Titel von nun an von den Vater an den Sohn ├╝berreicht wird und nicht mehr vererbt wird. Was ich eine sehr sch├Âne Geste finde. Ist das Gesetz in Kraft, hei├čt dies, selbst unser Vater Maximilien wird kein erlassenen Gesetz kippen - er k├Ânnte, er w├╝rde aber nicht. Zumal dieses Gesetz aus reiner Liebe spricht. Folglich wird Max auf dem Thron sitzen als Duc und der Archi-Duc, der Erbgro├čherzog Dreux neben ihm. Warum sollte Max dessen Ja zu unserer Ehe revidieren? Er ist doch sicher froh drum. Und falls nicht, nunja wir beide wissen doch wie wir Vater weich bekommen┬ź, lachte Olivie ihr helles Lachen.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ja┬ź, erwiderte Ciel und schmunzelte leicht. Das Schmunzeln war nicht so entspannt wie das L├Ącheln zuvor, denn er vermisste seinen Vater sehr. ┬╗Er wird die von Dreaux erbrachten Entscheidungen nicht kippen, damit w├╝rde er ihn als unreif zu herrschen darstellen, was Dreaux nicht ist. Er macht seine Sache sehr gut. Ich wusste gar nicht, dass du dich f├╝r Politik interessierst und so genau die Geschehnisse verfolgst.┬ź

Olivie de Souvagne
┬╗Wieso denn nicht Ciel? Ich lebe auch hier. M├Ąnner sollten uns Frauen nicht untersch├Ątzen. Gut wir haben vielleicht andere Gr├╝nde, bei mir ist es wie es Euch geht und ob wir sicher leben. Aber das wei├č ich nur, indem ich auch etwas ├╝ber Eure Entscheidungen wei├č. Ja Dreux macht seine Sache gut. Er bem├╝ht sich sehr, ebenso Greg. Er hat seine Sache w├Ąhrend unserer Abwesenheit auch sehr gut gemacht. Ebenso Du, ich h├Ârte wie hart und tapfer Du unser Land verteidigt hast und welche M├╝hen Du alle auf Dich genommen hast┬ź, erkl├Ąrte Olivie und musterte ihn eingehend. Dann nahm sie den L├Âffel zur Hand, da sie nicht wusste, was er als n├Ąchstes plante. Wartete aber damit ihn zu sich zu nehmen.

Ciel Felicien de Souvagne
Der L├Âffel lie├č Ciels innere Alarmglocken l├Ąuten. Er griff ihre Finger etwas fester, damit sie ihn nicht zum Mund f├╝hrte. ┬╗Den ersten Kuss w├╝rde ich dir gern geben, ohne nach Suppe zu schmecken┬ź, sagte er. Er erhob sich und ging um den Tisch zu ihr herum, wo er sich auf Augenh├Âhe von ihr begab. Er hielt mit der einen Hand noch immer ihre Finger umschlossen und fragte sich, was er mit der anderen machen sollte. Ferrau hatte es ihm nicht verraten, obwohl er ihn extra gefragt hatte! Sollte er sie an ihren Oberarm legen? Hinter ihr Genick, oder w├╝rde das zu besitzergreifend wirken? Sein Inneres wollte damit ihren Unterkiefer fixieren, damit sie nicht ausweichen und alles zunichtemachen konnte, doch sein Verstand sagte ihm, dass das nicht der richtige Weg war. Was stattdessen? Er lie├č die Hand in seiner Verzweiflung in der Luft und legte nur seine Lippen auf ihre.

Ferrau Du Trieux
Ferrau tippte sich mit den Fingern auf die Wange, als nonverbales Zeichen die Hand vorsichtig auf ihre Wange zu legen oder ihr Gesicht damit zu halten.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel sah den Wink seines Leibdieners und legte seine Finger sanft an Olivies Wange.

Olivie de Souvagne
Olivie dr├╝ckte Ciel sanft ihre weichen Lippen auf den Mund und ├Âffnete sie leicht, w├Ąhrend ihre Hand seine Seite ergriff um sich an ihm festzuhalten. Der Kuss war leicht und z├Ąrtlich.

Ciel Felicien de Souvagne
F├╝r ihn war es nicht einfach, sie in diesem Augenblick zu k├╝ssen. Ciel war erleichtert, als er sp├╝rte, dass sie sich nicht str├Ąubte. Er entspannte sich etwas und erwiderte den Kuss sanft. Nach einem kurzen Moment l├Âste er seinen Mund wieder von ihrem. Er wollte es nicht ├╝bertreiben, zum einen, um sie nicht zu ├╝berrumpeln, denn so hatten sie sich noch nie gek├╝sst. Bisher war es nur bei K├╝ssen auf die Wange geblieben. Zum anderen aber, weil auch f├╝r ihn selbst der Kuss Stress bedeutete. Nachdem er seine Lippen wieder von den ihren gel├Âst hatte, sah er ihr noch einen Augenblick liebevoll in die Augen, ehe er ihre Wange mit der Hand entlang strich und sich in dieser Bewegung wieder von ihr entfernte, um sich an seine Suppe zu setzen. Ihm war etwas schwindlig.

Olivie de Souvagne
Sie nahm ihren L├Âffel zur Hand und l├Ąchelte ihn von ganzen Herzen an. ┬╗Das war sehr sch├Ân Ciel. Du siehst etwas blass aus. Es ist alles ein wenig viel nicht wahr? Aber Du bist nicht in der Fremde und Du bist bei mir, entspanne Dich. Ich wollte Dir sogar ein Geschenk mitbringen, ich hatte an eine Karte ├╝ber ein fremdes Land gedacht, aber ich wusste nicht welche L├Ąnder Dich interessieren. So habe ich keine gekauft, sondern ich ├╝berlasse es Dir, welche Du Dir w├╝nscht. Diese lasse ich dann extra f├╝r Dich anfertigen. Ich habe mir gedacht, vielleicht von Deinem neuen Wirkungsbereich? Aber damit wollte ich Dich nicht ├╝berfallen. Ich w├╝nsche Dir einen guten Appetit┬ź, sagte Olivie herzlich.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Oh, ich verlobe mich nicht so oft, ich habe darin wenig ├ťbung┬ź, erwiderte er und grinste etwas. M├╝hsam zwang er sich, einen L├Âffel Suppe zu nehmen. Sie schmeckte k├Âstlich, aber er bekam kaum etwas herunter. Ihm fiel ein, dass er auch ein Geschenk f├╝r sie hatte. Wo hatte das Ferrau ├╝berhaupt hingelegt? Oder trug sein Diener es bei sich? So sehr er Ferrau sch├Ątzte, aber er merkte auch, dass sie noch nicht hundertprozentig aufeinander eingestimmt waren. Andererseits hatte Ferrau alles zu organisieren gehabt und war obendrein krank. Wahrscheinlich hatte er Ciel sogar gesagt, wo die Rose war und er selber hatte es in seiner Nervosit├Ąt vergessen. Nein, Ferrau traf wahrlich keine Schuld, der Mann hatte alles gegeben. ┬╗Du m├Âchtest mir etwas schenken? Du hast Recht, ich liebe Karten. Ich habe eine ganze Sammlung, moderne wie historische. Eine zeigt eine fr├╝he Vorstellung der Siedler, die davon ausgingen, Asamura sei halbmondf├Ârmig, gekr├╝mmt wie eine Banane. Diese Bananenkarte mag ich besonders, weil sie einfach witzig ist. Aber eine aktuelle Karte von Neu-Souvagne oder generell von Grand-Souvagne w├Ąre in der Tat ausgesprochen n├╝tzlich. Ich habe auch ein Geschenk f├╝r dich.┬ź Er warf einen hilfesuchenden Blick in Richtung von Ferrau.

Ferrau Du Trieux
Ferrau beugte sich zu Ciel und reichte ihm das kleine Schmuckk├Ąstchen mit der goldenen Rose darin. Er hatte es vor eigener Aufregung in der Tasche behalten und l├Ąchelte seinen Herrn entschuldigend an.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Danke┬ź, sagte Ciel und blinzelte Ferrau freundlich zu, damit der sah, dass er ihm nicht b├Âse war. Es war eine Geste, die er sich angew├Âhnt hatte, da er als Prince nicht so oft l├Ącheln durfte, wie er gern wollte. Das Blinzeln war sein Ersatz. In eher privaten Situationen wie diesen kombinierte er es manchmal und blinzelte, w├Ąhrend er gleichzeitig auch noch l├Ąchelte. Er reichte Olivie das Schmuckk├Ąstchen mit beiden H├Ąnden und beobachtete gespannt ihr Gesicht.

Olivie de Souvagne
Sie nahm es ebenso mit beiden H├Ąnden entgegen um ihre Wertsch├Ątzung auszudr├╝cken. Sie stellte es vor sich ab und ├Âffnete das K├Ąstchen ganz langsam und vorsichtig. Als sie hineinsp├Ąhte schlug sie sich ger├╝hrt eine Hand vor den Mund. ┬╗Sie ist wundersch├Ân! Eine goldene Rose, ich wei├č nicht was ich sagen soll Ciel...┬ź, freute sie sich und befestigte die goldene Brosche an ihrem Oberteil. ┬╗Wie sehe ich aus?┬ź, fragte sie gl├╝cklich.. ┬╗Deine Karte wirst Du bekommen und ich werde sie Dir auch rahmen lassen Ciel. Vielen lieben Dank f├╝r dieses wundervolle Geschenk, damit hast Du wirklich meinen Geschmack getroffen┬ź.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel fiel ein Stein vom Herzen und Ferrau vermutlich auch. ┬╗Du bist wundersch├Ân, Olivie ... ich kann mir keine sch├Ânere Frau vorstellen und ich freue mich schon darauf, dich erst im Brautkleid zu sehen. Nur eine Bitte: Lass uns unsere Kleidung an diesem Tag aufeinander abstimmen. Man soll sehen, wie sehr wir zusammengeh├Âren.┬ź Er begann sich nun langsam auf die Hochzeit zu freuen. Die Zweifel wichen ein wenig und gaben dem vorsichtigen Glauben Raum, dass Olivie wirklich die geeignete Braut f├╝r ihn war.

Olivie de Souvagne
┬╗Das hast Du aber lieb gesagt. Nun Du bist auch ein aussergew├Âhnlich h├╝bsch, aber dass wei├čt Du. Du bist ein sehr attraktiver Mann und ich dachte immer, gleichg├╝ltig weche Frau einen meiner Br├╝der bekommt, sie hat es gut. Gerade mit Dir. Das ich es selbst sein werde, daran habe ich nie gedacht. Aber umso mehr freut es mich Ciel. In Ordnung, dass machen wir. Wir k├Ânnen aber auch die Farben absprechen und dann ├╝berraschen wir uns trotzdem noch gegenseitig┬ź, schlug sie vor.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Das Kompliment kann ich nur zur├╝ckgeben und ja, der Gedanke, dass ein anderer Mann dich dereinst heiraten w├╝rde, hat mich schon ein wenig eifers├╝chtig gemacht. Aber das Problem ist ja nun zum Gl├╝ck aus der Welt. Wir werden gemeinsam gl├╝cklich, ich werde alles tun, dass es so ist. Das Abstimmen der Farben ist eine gute Idee. ├ťberlege dir in Ruhe mit deiner Zofe, welche Farben dir am besten gefallen und ich ├╝berlege auch. Wir werden uns sicher einig. Vielleicht kann man es sogar geschickt mit Greg und seinem Gatten abstimmen.┬ź Die beiden lie├čen sich das restliche Men├╝ schmecken. Die K├Âche hatten ausgezeichnete Arbeit geleistet und Ferrau noch mehr, denn er war derjenige, der alles hatte aufeinander abstimmen m├╝ssen. Ciel w├╝rde ihm hinterher noch sagen, wie zufrieden und dankbar er f├╝r seinen Beistand war. Alles in allem war der Abend zwar anstrengend, aber nicht halb so schlimm, wie Ciel bef├╝rchtet hatte. Als er mit Ferrau zur├╝ck in seine Gem├Ącher ging, war er noch immer angespannt, aber die Angst war weniger geworden.
Bild
Avatar created with ePic Character Generator

Benutzeravatar
Ciel Felicien de Souvagne
Prince
Beitr├Ąge: 82
Registriert: Fr 20. Okt 2017, 09:02
Auszeichnungen: 1
Guthaben: Gesperrt
Volk: Almanen

Rote Laterne

├ťber Vorlieben und Nekromanten

#3

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Di 3. Apr 2018, 00:56

├ťber Vorlieben und Nekromanten
- Gespr├Ąch zwischen Greg und Ciel-

Gregoire Verrill de Souvagne
Greg hatte sich am Morgen nach der Verlobung mit seinem Bruder verabredet, da es noch einiges zu besprechen gab. Aber nicht nur die Vorbereitungen f├╝r die Hochzeit wollten abgesprochen sein, auch so gab es sicher das eine oder andere, was Ciel auf dem Herzen lag. Greg erging es jedenfalls so und er freute sich darauf mit seinem Bruder zu reden.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel begab sich zum vereinbarten Treffpunkt im Garten. Es versprach einer der ersten richtigen Fr├╝hlingstage zu werden, der Morgen war vielversprechend warm und die Sonne schien. Unter den B├╝schen hatten die Schneegl├Âckchen ihre Bl├╝ten ge├Âffnet und die ersten Bienen holten sich Nahrung nach dem nassen und kalten Winter. ┬╗Morgen┬ź, gr├╝├čte Ciel und grinste seinen Bruder etwas an.

Gregoire Verrill de Souvagne
Greg hatte es sich auf einer der vielen Parkb├Ąnke im Garten gem├╝tlich gemacht und die Wartezeit mit einem Buch verbracht. Er klappte es zu und musterte gut gelaunt seinen Bruder. Er sah zufrieden aus, gl├╝cklich, aber dennoch etwas angespannt. Vermutlich war sein Anblick ein ganz ├Ąhnlicher, denn sie beide hatten sich sozusagen selbst ins kalte Wasser der Ehe geworfen. ┬╗Sch├Ân Dich zu sehen Ciel. Setz Dich zu mir. Und wie geht es Dir so? M├Âchtest Du mir von Deinem Abend mit Olivie berichten? Ich bin neugierig, was Du zu erz├Ąhlen hast┬ź, begr├╝├čte Greg seinen Bruder

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel setzte sich dazu. Greg wirkte etwas gestresst, aber nicht ├╝bellaunig. Er selber bot vermutlich keinen sehr erfreulichen Anblick, denn er hatte nach dem Essen mit Olivie die ganze Nacht durchgearbeitet, mit Ausnahme einer halben Stunde, die er eingenickt war. Er war sehr viel dicker angezogen als sein Bruder, denn je m├╝der er war, umso mehr frohr er. ┬╗Das Essen war sch├Ân, Olivie hatte gute Laune. Ferrau hat sich Ainuwar sei Dank um alles gek├╝mmert. Ich war wie ein kopfloses Huhn und nicht wirklich entscheidungsf├Ąhig, was so etwas anbelangt. Olivie meinte, sie w├Ąre im ersten Moment erschrocken, als Dreaux ihr verk├╝ndete, dass sie verheiratet wird, sei dann aber erleichtert gewesen, dass ich es sei. Ich bin ziemlich m├╝de, nach so einem Abend konnte ich oder besser gesagt wollte ich nicht schlafen. Und wie geht es dir?┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
Greg lehnte sich zur├╝ck und rieb sich einmal kurz ├╝ber die Augen. ┬╗Verst├Ąndlich Ciel, Du hattest nie vor zu heiraten oder? Im Grunde hast Du versucht dass Unvermeidliche auf die Ewigkeit hinauszuschieben und Olivie war doch eine gute L├Âsung. Ihr m├Âgt Euch und Ihr liebt Euch auf Eure Weise auf geschwisterliche Art. Das Du sie vor anderen und vor allem vor dem Zwerg gerettet hast, ist doch noch ein weiterer Pluspunkt. Mir geht es gut, aber ich bin wie Du genauso m├╝de. Zuerst hatte ich Bedenken ob mein Verlobter ├╝berhaupt kommt. Meine Bef├╝rchtung war, dass er sich dr├╝cken k├Ânnte. Also war ich ziemlich aufgeregt. Er ist p├╝nktlich erschienen und er war vermutlich genauso aufgeregt wie ich. Vielleicht noch ein wenig mehr, da ich ihn mit meinem Antrag ja ├╝berfallen habe. Wir haben zusammen gegessen und uns ganz nett unterhalten. Als das erste Eis gebrochen war, haben wir uns sehr gut verstanden. Ich mag ihn, er hat einen ziemlich bissigen Humor. Teilweise weil wohl auch, weil er oft genug bissig sein musste. Ich vermute au├čer seinen Vater hat ihn keiner gemocht. Er spricht selten ├╝ber andere aus der Familie. Von seinem Vater h├Ârt man nur Gutes. Wobei sein Vater - sein Paps, nicht sein leiblicher Vater ist. Er hat ihn adoptiert. Sein leiblicher Vater ist Ansgar Chouinard, ehemals Hohenfelde. Sie waren sich wohl nie sehr nahe. Ein Verwandter, sein Gro├čonkel, Bruder des Opas also hat Linhard adoptiert und wie er es nennt, das erste mal gesehen. Also damit meint er wohl, dass ihn eine Person wahrgenommen hat. Keine Ahnung was da in der Familie los war, aber gut war es nicht. Er mag schnelle Pferde und scharfe Waffen - aus Stahl wie er anf├╝gte┬ź, grinste Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗H├Ârt sich doch f├╝rs Erste gut an┬ź, fand Ciel. ┬╗Dass mit seinem Vater tut mir leid f├╝r ihn, wir sind dahingehend ja ziemlich verw├Âhnt. Wir k├Ânnen liebende Eltern unser Eigen nennen, das ist mehr Luxus als all der Prunk, den man sonst an uns sieht. Meinst du, Linhard mag dich ebenso? Olivie, tja, du hast Recht, es ist kein Geheimnis, dass ich eigentlich ├╝berhaupt nicht heiraten wollte. Aber es ist, wie du sagst, wir m├Âgen uns sehr. Olivie ist nun sicher bei uns und ich bin f├╝rs erste sicher vor Papas manchmal wirklich unheimlichen Hochzeitspl├Ąnen.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Unheimliche Hochzeitspl├Ąne hat Papa nur, wenn Du selbst keine hast. Aber sucht man zu lange, hilft er einem und die Hilfe m├Âchte man nicht. Stimmt in der Hinsicht sind wir zum Gl├╝ck sehr verw├Âhnt worden. ├ťber unseren Vater k├Ânnen wir uns nicht beklagen und ├╝ber unsere M├╝tter ebenso wenig. Ich spreche f├╝r Deine einfach mal mit. Nun ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass Linhard mich begehrt oder sich in mich verguckt hat. Sein Grund wird logischer Natur sein. Eine Ehe mit mir bedeutet Status, Macht, ein gutes Auskommen, Sicherheit und und und. Warum sollte er das ablehnen? Denn was hat er daf├╝r zu geben? Eigentlich nichts. Ich bin nett oder?┬ź, grinste Greg. ┬╗Naja etwas verlange ich schon und das ist M├╝he, sprich die Bem├╝hung darum, dass daraus mehr werden k├Ânnte. Das habe ich ihm auch verdeutlicht. Also er kann nicht von vornherein sagen, wir sind Freunde - Punkt. Er soll sich tats├Ąchlich bem├╝hen. Und das wird er, denn er kann sich ja nicht scheiden lassen. Selbst wenn er wollte, er kann zum h├Âchsten Mann im Staat gehen und das ist mein Bruder. Was meinst Du sagt Dreux, wenn ich nicht geschieden werden m├Âchte?┬ź, lachte Greg. ┬╗Ich wei├č, dass klingt jetzt gemeiner als es gemeint ist. Ich m├Âchte damit nur sagen, er hat zugesagt sich zu bem├╝hen, dann muss er es auch tun. Allerdings stelle ich es auch nicht in Abrede, denn wir sa├čen zum Schluss gemeinsam auf dem Sofa, haben und einen Schnaps nach dem anderen reingepfiffen und ├╝ber alles m├Âgliche gelacht. Also bem├╝ht haben wir uns beide und ich glaube er fand meine Gesellschaft genauso angenehm wie ich seine. Denn er hat bei mir ├╝bernachtet. Leider auf dem Sofa, aber er blieb. Das hei├čt doch was oder?┬ź, freute sich Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗So was, ihr habt am Tag eurer Verlobung gebechert! Und das obendrein ohne Dreaux und mich. Vielleicht h├Ątte ich doch einen Mann nehmen sollen.┬ź Ciel zog ein schiefes Grinsen. ┬╗Willst du was Lustiges wissen? Jetzt kann ich es dir ja sagen. Wenn ich Olivie nicht bekommen h├Ątte, dannn h├Ątte ich als N├Ąchstes um deine Hand angehalten.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Das ist nicht lustig Ciel, dass r├╝hrt mich. Nun ich h├Ątte Deinen Antrag angenommen und Du h├Ąttest Deine Ruhe gehabt. Ich g├Ânne Dir Deine Ruhe und Enthaltsamkeit, wie ich mir Mann und Frau g├Ânne. Warum soll man sich zu etwas zwingen lassen, dass man nicht will? Vielleicht sogar einfach nicht ├╝ber sich bringen kann? Das w├Ąre so, als w├╝rde ich Dreux zwingen einen Mann zu heiraten, oder Vater! Die gleiche Frage stelle ich mir, aber da hat er nie etwas gesagt. Wieso sollte ich nur eine Frau lieben d├╝rfen? Ist das Gef├╝hl der Liebe und Zuneigung nicht erst einmal Geschlechtsunabh├Ąngig? Bei mir ist es dass, bei anderen vielleicht nicht. Aber ich lebe mein Leben. Das Begehren kommt hinzu. Manche begehren nur Frauen, manche begehren beides, andere wie Du begehren eben nicht. Da es all diese Varianten gibt, sind sie auch gewollt. W├Ąre dem nicht so Ciel, g├Ąbe es das nicht. Nenne es Gott, Ainuwar oder was Ihr alle auch so dazu sagt - ich nenne es schlicht einmal Natur. Und nichts ist so hart, unerbittlich und auch ehrlich wie die Natur. In der Natur gibt es nichts ,was es nicht geben soll. Und das was ihr nicht passt, merzt sie aus. Also warum gibt es uns? Dich, der Du nicht begehrst? Und mich - der auch sein gleiches Geschlecht mit-begehrt? Weil auch das irgendwo seinen Sinn macht. Man sollte nicht den Sinn der Natur hinterfragen oder in Frage stellen, nur weil man ihn selbst nicht begreift. Wir sind so geboren, das hat einen Grund - basta. Daran sollst Du immer denken Ciel, lass Dir von anderen nichts einreden. Du bist v├Âllig gesund und v├Âllig in Ordnung so wie Du bist. Naja ich dachte ein Schluck Schnaps lockert die Stimmung, dass wir so locker wurden, damit habe ich nicht gerechnet, war aber sehr sch├Ân. Wir waren beschwipst w├╝rde ich sagen. Und danach todm├╝de┬ź, antwortete Greg. ┬╗Erz├Ąhl mir wie es genau mit Olivie lief. Was hast Du ihr geschenkt Ciel?┬ź, fragte Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
Bei Gregoires Worten musste Ciel die Stirn runzeln. ┬╗Ich habe das Gef├╝hl, dass du und Vater euch in manchen Belangen nicht so sehr unterscheidet, wie du glaubst. Und auch wir unterscheiden uns nicht so viel. Ich liebe Menschen, Greg, oder ich liebe sie nicht. Aber ich liebe sie nicht als Tr├Ąger von Geschlechtsorganen. Wenn du an deine Mutter oder deinen Vater denkst, denkst du auch nicht daran, was sie zwischen ihren Beinen haben oder was man mit ihnen im Bett anstellen k├Ânnte. Du liebst sie als Gesamtheit, aber diesen Aspekt klammerst du eher aus, weil du eigentlich gar nicht so genau wissen willst und erst Recht nicht selbst irgendwas damit zu tun haben willst. So ungef├Ąhr musst du dir meine Liebe f├╝r all jene Menschen vorstellen, die mir wichtig sind. Ob Mann, ob Frau, spielt f├╝r mich keine Rolle - denn ich will mit ihnen ohnehin nicht intim werden. Es freut mich, dass meine Offenbarung dich r├╝hrt und du meinen Antrag angenommen h├Ąttest. Nur die ganzen organisatorischen H├╝rden zwecks der Ehehierarchie und so weiter, auch, was weitere Ehepartner anbelangt w├Ąre wohl ein Graus geworden. Ich habe Olivie eine goldene Rose geschenkt, die sie sowohl als Haarnadel als auch als Brosche verwenden kann und sie m├Âchte mir eine Karte fertigen lassen. Und was habt ihr euch geschenkt?┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Nun dann decken sich unsere Ansichten Ciel. Mir ist es gleich was wer zwischen den Beinen hat, wie Du es ausdr├╝ckst. Der Unterschied ist nur, in einer Partnerschaft m├Âchte ich intim werden. Aber auch nur dort. Und ich m├Âchte dass diese Person an mich gebunden ist, am besten dauerhaft. Ansonsten ist es wie Du sagst, das Geschlecht spielt keine Rolle. Hirarchien hin oder her, dass w├Ąre doch Dreux Problem geworden und nicht unseres. Und nun hat er mit Dir und Olivie das gleiche Problem. Wobei, nein dass hat er nicht. Sie hat keinen Anrecht auf den Thron. Sie pers├Ânlich nicht, ihre S├Âhne h├Ątten es, wenn es Dreux nicht mehr g├Ąbe und er keine S├Âhne hat, mich nicht mehr und ich keine h├Ątte und Dich nicht mehr ohne S├Âhne. Vater hat Dich ja anerkannt. Von daher, k├Ânnte einer ihrer S├Âhne den Thron besteigen, aber nicht sie. Gut da Du mit ihr verheiratet bist, ist das Problem aus der Welt geschafft, Deine S├Âhne sind ihre S├Âhne - folglich w├╝rde Dreux und mir was geschehen ist dennoch die Linie sicher. Aber zwischen uns w├Ąre das wohl ein wenig komplizierter, ich muss Dir Recht geben. Jedenfalls was die rechtlichen Dinge anbelangt. Eine goldene Rose, dass gef├Ąllt mir. Ich habe ihm ein Pferd geschenkt und einen S├Ąbel. Bellamy sagte, dass ein wahrer Kenner einen S├Ąbel zu sch├Ątzen wei├č. Ein Schwert kann reiner Schmuck sein, Prunk, oder Waffe. Ein S├Ąbel w├Ąre immer nur eines - Waffe und effektiv. Wenn ich also einen S├Ąbel verschenke, wird sich nur jemand dar├╝ber freuen, der wei├č was ich damit ausdr├╝cken m├Âchte. Also habe ich ihm einen S├Ąbel geschenkt um Lin zu zeigen, dass ich seine F├Ąhigkeiten achte, vor der Optik. Er hat sich ziemlich dr├╝ber gefreut. Mein Geschenk steht ebenso noch aus. Er hat gesagt, er m├Âchte mich erst kennenlernen und dann w├╝rde ich mein Geschenk bekommen. Er sagt mir nicht wann, oder wo, oder was es sein wird - er wird es mir ├╝berreichen, sobald es passt. Damit bin ich einverstanden, dass zeigt ja dass er sich Gedanken machen m├Âchte. Wie ich sagte, die Optik ist trotzdem das erste was man sieht, er muss sich die Haare wachsen lassen. So geht das nicht. Du wei├č was ich meine Ciel, ich mag eine Person als Gesamtpaket, mit allem was dazugeh├Ârt. Selbst wenn er 50 Kilo zunehmen w├╝rde, aber die Haare - nein dass geht nicht. Er braucht lange Haare, dass habe ich ihm gesagt. Er hatte wohl mal welche und hat sie sich abgeschnitten. Warum hat er mir nicht gesagt, das w├Ąre zu privat und er hat versprochen zu schweigen┬ź, schmunzelte Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Hm, wenn es so privat ist, dann hat es vielleicht religi├Âse Gr├╝nde? Wenn man ein Gel├╝bde ablegt, schneidet man sich manchmal die Haare, man opfert sie Ainuwar, offiziell um ihm zu beweisen, dass es einem wirklich Ernst damit ist, doch nat├╝rlich gilt die Botschaft vielmehr dem menschlichen Umfeld, denn Ainuwar kennt unsere Herzen. Andere opfern noch ganz andere Dinge. Wenn dies sein Grund ist, dann lass ihm seine Glatze und organisiere ihm eine Per├╝cke oder einen sonstigen schicken Kopfputz. Der Tipp mit dem S├Ąbel ist genial, man kann Bellamy wirklich zu einigem gut gebrauchen.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Er hat ├╝ber meinen Wunsch nur gelacht. Ich denke er kommt dem Wunsch nach. Sollte er es nicht tun, dann werde ich nicht nachfragen. Belly und Du Ihr habt Euch beschnuppert was? Ja der Tipp war Gold wert, wie man so sagt. Mit jeder anderen Stichwaffe h├Ątte ich mich wohl blamiert oder er h├Ątte mich gefragt, was er mit dem Brief├Âffner soll. Und ein Pferd kann jeder gebrauchen. Wie kam es dazu, dass sich Deine Meinung so ├╝ber Bellamy gewandelt hat? Eine weitere Frage, Du hast angerissen, dass Du ins neue Gebiet ziehen wirst, steht das fest?┬ź, fragte Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Warum sollte ich es dir verschweigen? Ich habe mich viel mit Ferrau unterhalten. Noch zu wenig, aber so oft und so lange es unsere Zeit erlaubte. Man hat ihn in der Vergangenheit schwer gekr├Ąnkt und Belly hat daf├╝r gesorgt, dass die betreffende Person angemessen bestraft wurde, abschreckend genug, als dass sich so etwas nicht wiederholen sollte. Bellamy war nicht nur ausgesprochen kreativ in der Umsetzung seines Auftrags, sondern ebenso gr├╝ndlich und schien dabei auch noch gute Laune zu haben. Mehr kann man sich nicht w├╝nschen. Ich beneide Vater um solch einen Palaisin. Es ist anma├čend und die Antwort vorhersehbar, aber ich werde Papa fragen, ob er mir Bellamy ├╝berl├Ąsst. Und ja, ich werde vorerst nach Neu-Souvagne ziehen, zumindest so lange, bis die Infrastruktur wieder steht und alles seinen Gang geht. Olivie wird mich begleiten und mein alter Erzieher Gaston, sofern der sich bei der Botschaft nicht vom h├Âchsten Turme st├╝rzt, ebenso mein Mentor Alexandre. Ein Himmelsauge ben├Âtige ich noch. Wenn ich schon dabei bin, Papa seine besten M├Ąnner abspenstig zu machen, werde ich ihn nach dem guten alten Jules fragen. Und wenn mich nicht meine Wahrnehmung arg tr├╝gt, wird Khawa ihn begleiten.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Wie w├Ąre es, wenn ich Dich begleite? Mich w├╝rden die neuen Gebiete interessieren. Zur Herstellung der ├Âffentlichen Ordnung wird eh ein Teil des Heeres entsandt werden. Zudem m├Âchte ich bei meinem Verlobten eine zeitlang wohnen. Sicher k├Ânnte er am Hof leben, aber dann w├Ąren das zwei Fronten wo er sich eingew├Âhnen muss. Er m├Âchte mit seiner Familie einen Neuanfang, dass sagte er uns. Folglich soll er sich in seinem neuen Zuhause einleben, samt seiner Sippe. Da n├╝tzt es nichts, wenn er bei mir am Hofe lebt, Meilen entfernt von seinen Leuten. Es w├╝rde ihm aber durchaus nutzen, wenn ich an seiner Seite bin, mit einigen guten Leuten von mir. Er k├Ânnte sich einleben und h├Ątte inl├Ąndische Unterst├╝tzung und wir w├Ąren uns nahe. Zudem w├╝rden wir beide uns nicht verlieren und h├Ątten eine Aufgabe hier. Ich w├╝rde Dich gerne beim Wiederaufbau unterst├╝tzen, ebenso wie Linhard. Ihr beide teilt Euch dort eine Aufgabe, Du im Gro├čen, er hat es im kleinen zu bewerkstelligen und ich bin an Eurer Seite. Was sagst Du dazu?┬ź, fragte Greg. ┬╗Bellamy und Jules, nun Vater wird verdutzt gucken, aber er wei├č doch auch wof├╝r Du die Leute ben├Âtigst. Du hast ein Land aufzubauen, alt Souvagne ist in guter, sicherer und fester Hand. Ich gehe davon aus, dass er Dir die Leute aush├Ąndigt und sich selbst alte Hasen nimmt, die die Posten neu besetzen k├Ânnen. F├Ąhige Leute haben wir ├╝berall, daran mangelt es uns zum Gl├╝ck nicht┬ź.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Du wirst mich begleiten?┬ź, fragte Ciel erfreut. ┬╗Das freut mich riesig!┬ź Er dr├╝ckte seinen Bruder. ┬╗Aber mir w├Ąre wohler, wenn du in meinem Anwesen leben w├╝rdest und nicht direkt bei deinem Verlobten. Das geht nun wirklich nicht, er hat noch nicht einmal ein Haus, nehme ich an und wenn dann ist es nicht bezugsfertig und wie willst du von dort aus arbeiten! Besser w├Ąre es, wenn wir uns auf r├Ąumliche N├Ąhe zu seinem k├╝nftigen Anwesen einigen w├╝rden. Aber du kannst nicht mit der halben Garde und einer Schar Diener bei ihm einziehen! Auf jeden Fall danke ich dir von Herzen f├╝r deine Unterst├╝tzung und deine Gesellschaft, Greg.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Das ist auch wieder wahr, wir werden uns ein passendes Anwesen suchen. Ich werde ihn fragen, wie weit seine Vorbereitungen bez├╝glich seines Umzugs sind und ob er ein bezugsfertiges Haus zur Verf├╝gung hat. An Geld scheint es seiner Familie nicht zu mangeln und zielstrebig sind sie auch. Soweit ich wei├č und er selbst auch sagte, haben sie einge Magier in der Familie. Vielleicht ben├Âtigst Du den einen oder anderen von ihnen. Ein bisschen Gegenleistung oder Entgegenkommen wird ihm nicht schaden. Sie sollen sich nicht abschotten, weder gedanklich noch auf andere Art. Das wird eine gute Zeit Ciel, ich sp├╝re es. Was hast Du vor mitzunehmen? Ich ├╝berlege gerade, wohin Du ziehen k├Ânntest. Einge meiner B├╝cher muss ich mitnehmen, ohne komme ich nicht aus. Und hast Du etwas f├╝r Olivie geplant? Sie wird doch sicher auch W├╝nsche haben, einen Garten oder so etwas in der Art. Wie steht es mir Dir? Ich wei├č, dass bei Dir Arbeit und Zeitvertreibt Hand in Hand gehen, aber womit besch├Ąftigst Du Dich sonst noch? Das muss von Deiner neuen Heimat aus m├Âglich sein┬ź, antwortete Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Au├čer mit Arbeit? Mit Meditations├╝bungen. Abends spiele ich mit Ferrau manchmal Karten- oder W├╝rfelspiele. Geht alles von meinen Gem├Ąchern aus. Andere Kulturen finde ich interessant, daf├╝r tun es B├╝cher oder Berichte von jenen, die dort waren oder sogar von dort stammen. Olivie mag Rosen, das sollte einfach zu bewerkstelligen sein, aber ich werde noch mal mit ihr sprechen, was sie sich sonst noch w├╝nscht. Was f├╝r Magie kann seine Familie anbieten?┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗B├╝cher sind gleichg├╝ltig welche Themen betreffend einfach immer passend. Eine Welt ohne B├╝cher... das w├Ąre mein pers├Ânlicher Abgrund. Ein kleiner Rosengarten w├╝rde sie sicher erfreuen. Oder eine kleine Ecke mit einigen Rosen wo sie den Nachmittagstee einnehmen kann. Linhards Familie hat haupts├Ąchlich Nekromanten und Geistmagier, ich wei├č was Vater davon hielt. Nun ich ben├Âtige f├╝r mein Gl├╝ck ein Buch, wer h├Ątte das gedacht und eine bequeme Sitzm├Âglichkeit. Am besten in einem sch├Ânen gro├čen Sessel vor dem Kamin. Jedenfalls ist das der Gro├čteil mit dem ich mich besch├Ąftige. Einiges m├Âchte ich gerne pers├Ânlich sehen oder erleben, aber nicht alles. Manches ist mir dann doch zu gef├Ąhrlich, dass lese ich lieber aus sicherer Entfernung nach. Und naja andere Interessen, Du w├╝rfelst gerne, ich w├╝rde gerne zu meinem Mann gut sein, Z├Ąrtlichkeit und mehr. Dr├╝ck mir die Daumen dass es sich ergeben wird. Mit Zerbino unterhalte ich mich auch sehr oft und gerne oder wir l├Âsen R├Ątsel. W├╝rfeln w├Ąre nicht so meines, aber Kartenspiele vor allem wo man taktisch denken muss, k├Ânnte ich auch einmal vesuchen. Hast Du es schon mit Steine versucht? Das habe ich einmal gespielt, war interessant, habe aber vergessen wie es hei├čt. Wann siehst Du Olivie wieder Ciel?┬ź

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Jetzt wo du es sagst ... vermutlich werde ich meine Abende k├╝nftig anders gestalten m├╝ssen.┬ź Er rieb sich das Gesicht. ┬╗Sie wird vermutlich manchmal in meinem Bett schlafen wollen, dann f├╝hlt sie sich gest├Ârt, wenn ich zur Schlafenszeit arbeite oder mit Ferrau rede oder mit ihm spiele. Alles ist durcheinander. Ich habe keine Ahnung, wann ich sie wiedersehe. Es ist alles ziemlich viel, am liebsten erst in zwei Wochen zur Hochzeit. Die W├╝rfelspiele sind keine reinen Gl├╝cksspiele, sondern als Spiel verpackte Rechen├╝bungen, sonst w├Ąren sie auch nichts f├╝r mich. Reine Gl├╝cksspiele langweilen mich, aber Ferrau hat mir Offizierskat beigebracht, das strengt den Grips richtig sch├Ân an. Nekromanten! Das ist nicht dein Ernst! Hast du dich vorher dar├╝ber informiert, wen du da heiratest? Dein Verlobter ist aber kein Nekromant, oder?┬ź Ciel blickte seinen Bruder sehr ernst an.

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Bei Ainuwar, nein Ciel das habe ich nicht! Das einzige was ich vorher wusste war das was Dreux mir sagte und er war damit einverstanden. Warum ich ihn fragte? Ganz einfach, ich sah ihn, ich wollte ihn. Was soll ich es abstreiten? Das war eine Spontanentscheidung, ich habe mir das nicht mal ├╝berlegt. Er hat mir einfach gefallen, das war nicht mal oh was f├╝r ein Geschoss. Er hat was und ich wollte das er meiner wird. Und nun wird er es. Dreux sagte mir seine Familie hat Macht, Einfluss, Wissen und sehr viel Geld. Und bei dem was Lin wohl auf den Tisch gelegt hat, wird die Aussage wohl stimmen. Soweit ich von ihm pers├Ânlich wei├č, wo wir angeschickert geredet haben, sind zwei der Nekros wirklich m├Ąchtig und alt. Eine uralte Frau namens Maghilia sie ist fast 130 und ein Mann namens Osmund der nur ein oder zwei Jahre j├╝nger ist, also um so ein Alter zu erreichen als Mensch, kann es nur mit Magie zugehen oder? Nein Linhard beherrscht ├╝berhaupt keine Magie und das war wohl ein Minuspunkt, bis sein Vater sich seiner annahm. Mehr erfahre ich, wenn wir uns wiedersehen. Ich werde ihn nachher wiedertreffen┬ź.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Wunderbar, Nekromanten in unserer Familie, ich fasse es nicht!┬ź Ciel bekam schlechte Laune. ┬╗Ich dachte, du h├Ąttest wenigstens ein paar Eckdaten zu dem Mann gehabt, aber Nein, dein Gef├╝hl spricht und zack muss es geschehen! Das ist der Grund, warum ich mich von so etwas fernhalte, es macht einen dumm und bringt einen dazu, hirnrissige Spontanentscheidungen zu treffen! Zum Gl├╝ck kannst du mit ihm wenigstens keine Kinder zeugen, so dass die Neigung zum Rumspielen an Leichen hoffentlich au├čerhalb unserer Blutlinie bleiben wird.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Nun es ist direkt in seiner Linie Ciel. Sein besagter leiblicher Vater ist ebenfalls Nekromant. Sein Bruder ist magisch begabt und Geistmagier. Sein Onkel - Bruder des Nekromanten ist ebenfalls magisch begabt und Geistmagier. Und sein Adoptivvater war ebenfalls Nekromant. Also ich glaube seine gesamte Familie, seine gesamte Sippe hat gewaltiges magisches Potential. Du k├Ânntest es nutzen Ciel. Reg Dich nicht auf, Du verkennst meinen und seinen Einfluss Bruder.┬ź

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Mich nicht aufregen?┬ź Er zeigte in Richtung Norden. ┬╗Die Rakshaner werden momentan von ihren eigenen Ghulen aufgefressen! Es ist v├Âllig au├čer Kontrolle geraten und Vater hat einen Notfallplan ausgerufen, welcher besondere Ma├čnahmen zur Grenzsicherung und die Umschulung aller Nekromanten unseres Landes auf Blutnekromantie vorsieht! Das haben keine Nekromanten zu bleiben, wenn es aus ihnen Souvagner werden sollen.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Ich werde mit ihm reden, was ist mit den Geistmagier? Und wieso werden die Rakshaner aufgefressen?┬ź, fragte Greg verwirrt.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Weil ihre Sch├Âpfung sich gegen sie wendet. Die Nekromanten bekommen ihre Rechnung. Jene, die ihnen als Werkzeuge dienen sollten, haben das Schwert umgekehrt und legen es nun ihren eigenen Beschw├Ârern auf die Brust. Ghule, Gregoire, ern├Ąhren sich von Menschenfleisch. Und sie bringen die Rakshaner erfolgreich dazu, es ihnen zu organisieren, denn sonst fressen sie sie auf. Die Schadenfreude unter den mir bekannten Blutnekromanten ist von mir durchaus nachvollziehbar. Nekromantie ist eine magische Disziplin f├╝r Egoisten. Sie sieht den eigenen Vorteil, Machterweiterung, Gewalt. Sie ist offensiv und durch und durch unmoralisch. Blutnekromantie hingegen ist selbstlos. Der Bluthexer opfert sich dem gr├Â├čeren Wohl, er opfert sein Blut und schlussendlich sein Leben. Ich bezweifle, dass sich aufgrund dieser enormen Interessenspanne die meisten Nekromanten umschulen lassen und dann werde ich entsprechende Ma├čnahmen ergreifen. Rede mit diesen Leuten, aber erwarte keine Einsicht. Sie werden hundert Gr├╝nde finden, nicht umzuschulen und sie werden allesamt egostischer Natur sein. Mit Geistmagiern kann man anders reden, siehe die Himmelsaugen, denen unsere Dankbarkeit und Achtung geb├╝hrt.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Nun vermutlich ist es der Drang Macht und Kontrolle ├╝ber andere auszu├╝ben, ich selbst w├╝rde keine Leichen erwecken wollen, h├Ątte ich jene Macht. Aber dass sich die Leichen die einmal Personen waren gegen ihre Versklaver richten, nun damit h├Ątten sie rechnen m├╝ssen. Ich wei├č nicht ob sie ├╝berhaupt Ghule haben. Bei Ainuwar, ich muss wirklich ganz dringend mit Lin reden. Sag mir was ich ihn fragen muss. Sein Onkel der ihn begleitet ist ein Geistmagier. Ich glaube Dir doch Ciel, aber glaube auch mir, er klang davon nicht begeistert. Ich kann es nicht schw├Âren, ich habe nicht gefragt aber so wie er ├╝ber Magier sprach, hat er keine guten Erfahrungen gemacht bis auf eine. Ob er die Nekros schalten und walten lassen wird, wei├č ich nicht. Aber sie bieten scheinbar auch eine Machtquelle. M├Âchtest Du mal mit ihm reden?┬ź, st├Âhnte Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Er DARF sie nicht mehr schalten und walten lassen! Vater hat ein entsprechendes Dekret erlassen und ich werde daf├╝r sorgen, dass es zu seiner Zufriedenheit umgesetzt wird. Am besten wird es sein, ich rede pers├Ânlich mit meinem Schwager in Spe, du wei├čt zu wenig davon, sie werden dir nur Dinge sagen, die sich sch├Ân und harmlos anh├Âren. Merke dir eins: Es gibt keine guten Nekromanten.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
Greg nickte verstehend. ┬╗Ich habe nunmal keine Ahnung davon. Folge mir┬ź, bat Greg seinen Bruder, stand auf und ging zur├╝ck zu seinem Quartier.

Eine undichte Stelle im Orden der Bluthexer >>
Bild
Avatar created with ePic Character Generator

Benutzeravatar
Ciel Felicien de Souvagne
Prince
Beitr├Ąge: 82
Registriert: Fr 20. Okt 2017, 09:02
Auszeichnungen: 1
Guthaben: Gesperrt
Volk: Almanen

Rote Laterne

Ringe, Kopf und Herz

#4

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Mo 9. Apr 2018, 23:18

Ringe, Kopf und Herz

Ciel Felicien de Souvagne
Es gab unwahrscheinlich viel zu tun, um die liegen gebliebene Arbeit w├Ąhrend der Ehverosreise aufzuarbeiten, die Durchsetzung des Verbots der Nekromantie in die Wege zu leiten und die organisatorischen H├╝rden der F├Ârderung der Bluthexerei zu ├╝berwinden - ganz zu schweigen von der bevorstehenden Doppelhochzeit. Es war nicht einfach, ein St├╝ndchen freizuschaufeln, um Gregoire in dessen Quartier zu besuchen. Ciel hatte Ferrau mitgenommen, obwohl das Gespr├Ąch sehr pers├Ânlicher Natur werden w├╝rde, da er fand, dass sein Leibdiener nicht nur arbeiten, sondern auch mal sitzen und Kekse knabbern sollte. So bat er Ferrau, an der T├╝r seines Bruders anzuklopfen und um Einlass zu ersuchen.

Ferrau
Ferrau klopfte umgehend, wie von seinem Herrn erbeten. Einen Augenblick sp├Ąter wurde die T├╝r von Zerbino ge├Âffnet. Bevor Ferrau etwas sagen konnte rief der Leibdiener von Greg schon, dass dessen Bruder zu Gast sei. ┬╗Lass ihn rein┬ź, antwortete Greg gut gelaunt. ┬╗Bitte tretet ein Herr┬ź, bat Zerbino freundlich.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Danke┬ź, sagte Ciel, trat ein und machte es sich in Gregoires Sitzecke bequem. Er wies auf den Stuhl neben sich, damit Ferrau sich dort platzierte und hielt Ausschau, ob zuf├Ąllig ein Keksteller auf dem Tisch stand. ┬╗Ich hoffe, ich komme nicht ungelegen┬ź, begann Ciel. ┬╗Hast du Lust auf einen kleinen Plausch? Ich brauche dringend eine Pause. Das alles schafft mich. Ach ja, Kaffee und Kekse w├Ąren gut.┬ź

Zerbino
Zerbino servierte nach einigen Augenblicken Kekse, leichtes Geb├Ąck und Kaffee, ehe er wieder den Raum verlie├č.

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Ja ich habe Zeit und ich habe einiges mit Dir zu besprechen. Zuerst habe ich einige Musterringe kommen lassen und dann ben├Âtige ich Deine Hilfe. Aber Du zuerst, wie kann ich Dir helfen?┬ź, hakte Greg nach und nahm seine Tasse Kaffee zur Hand.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel nahm einen besonders fettig aussehdenen Keks und winkte mit der anderen Hand ab. ┬╗Das ist etwas kompliziert. Besser, wir fangen mit dem einfach Thema an, den Ringen. Ich habe mir dar├╝ber noch nicht einmal Gedanken gemacht ... Ferrau, du musst mich daran erinnern und mich beraten, sonst stehen wir ohne Ringe da! Ich kann nicht an alles denken, so was ist deine Aufgabe. Warst du ├╝berhaupt bei Benito, wie ich es dir schon tausend Mal gesagt habe?┬ź Ciel trank einen Schluck Kaffee.

Ferrau
Ferrau nahm sich auch schnell einen Keks und begann zu essen, denn mit vollem Mund sprach man schlie├člich nicht. Er wollte seinen Herrn nicht entt├Ąuschen, aber er wusste nicht, warum ihn dieser permanent zu dem verschrobenen Heiler schicken wollte.

Gregoire Verrill de Souvagne
Greg musterte die beiden gut gelaunt. ┬╗Dann schau Dir meine Auswahl an und sage mir, welche Dir am besten gefallen Ciel. Mir gef├Ąllt das Ringpaar eins am besten. Schau her┬ź, bat Gregoire. ┬╗Mir gefallen die ersten am besten, die zweiten sind im Grunde identisch nur mit Steinen. Sie sehen massiv, marzialisch und sehr teuer aus┬ź, grinste Greg.

https://2trauringe-gold.de/wp-content/u ... fallen.jpg
http://www.goldschmied-eheringe.de/wp-c ... arbeit.jpg
https://images2.dawandastatic.com/a3/cf ... uct_l.JPEG
https://images2.dawandastatic.com/2e/8e ... 4/big.JPEG
http://www.felixwestenberger.de/webimag ... u-Ring.jpg


Ciel Felicien de Souvagne
Ciel betrachtete Ferrau, der extrem langsam an seinem Keks kaute, womit die Antwort klar war. Ciel sch├╝ttelte kaum wahrnehmbar den Kopf als Zeichen der R├╝ge. Er w├╝rde nicht mit Ferrau streiten, wenn es um die Eheringe seines Bruders ging, aber Ferrau w├╝rde sich danach eine Standpauke anh├Âren d├╝rfen, die sich gewaschen hatte. Er wandte seine Aufmerksamkeit ganz den Ringen zu. Ciel betrachtete sie genau. ┬╗Die ersten sehen nicht nur martialisch und teuer aus, sondern auch unbequem. Bedenke, dass ihr die Ringe sehr oft tragen werdet. Wenn sie unbequem sind, reibt ihr euch die beiden Finger daneben auf. Ich w├╝rde dir darum glatte, nicht zu dicke Ringe empfehlen. Von der Auswahl gefallen mir die hier am besten.┬ź Er zeigte auf eines der Ringpaare.

http://www.felixwestenberger.de/webimag ... u-Ring.jpg

Gregoire Verrill de Souvagne
Greg schaute sich die Ringe genau an. ┬╗W├╝rdest Du so einen Ring erhalten, w├╝rdest Du Dich dar├╝ber freuen und den Wert erkennen? Mit der Tragequallit├Ąt hast Du Recht. Das habe ich nicht bedacht, also fallen die ersten beiden schon mal aus. Deine ausgew├Ąhlten oder diese Bruder?

https://images2.dawandastatic.com/a3/cf ... uct_l.JPEG

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ja, ich w├╝rde mich dar├╝ber freuen. Die ersten gefallen mir, wie gesagt, am besten, da ich diese Synthese von Gold und Silber mag. Sie passt zur Vereinigung zweier Menschen, zwei unterschiedliche Personen zu einem neuen Ganzen. Schau nur, das lebhafte Muster. Als seien diese Edelmetalle noch immer fl├╝ssig und in Bewegung. Solche Ringe hat garantiert nicht jeder. Sie sehen wertvoll, edel und charakterstark aus.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
Greg nickte zustimmend. ┬╗Du w├Ąrst ein erstklassiger Verk├Ąufer, ich werde genau die von Dir empfohlenen Ringe nehmen. Nun da wir schon so sch├Ân miteinander plaudern, Du hast Deine Projekte - wie Khawa und Co. und ich habe nun meines. Eines aus Zuneigung wohlgemerkt. Aber um es mal freundlich zu formulieren, mein Mann hat mehr Probleme als Du Dir vorstellen kannst. Oder er hatte sie und sie laufen ihm noch nach. Ob er einige davon behalten wird, wird sich zeigen - allerdings nicht, wenn ich ein Wort mitzureden habe. Er hat mir erz├Ąhlt was in seiner Familie so Gang und G├Ąbe ist und das schl├Ągt dem Fass den Boden aus. Also falls er mal ├╝berreagiert, emotional - mach ihn bitte nicht rund. Du kannst es, Du hast ihn ja aufs Glatteis gef├╝hrt. Er ist nicht b├Âse oder hinterh├Ąltig, er ist verloren - dass k├Ânnte man sagen. Und er hat gewaltig viel Angst. Deshalb ben├Âtige ich Deine Hilfe. Hast Du etwas zur Entspannung da? Etwas das einem die Stunden vers├╝├čt? Du verstehst was ich meine, Du bist ja auch nicht auf Naturbasis dauerwach Ciel... ich m├Âchte ihm was schenken, er kann es nehmen wenn er m├Âchte. Er muss aber nicht. Hast Du sowas?┬ź, fragte Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Sprichst du aus Erfahrung? Hat er sich schonmal daneben benommen? Das muss er lassen, er ist nicht irgendwer, sondern Teil der gro├čherzoglichen Familie. Er muss lernen, sich zu beherrschen. Zur Unterst├╝tzung kann ich dir Abia empfehlen, das ist etwas Mildes. Die Fr├╝chte dieses Baumes sorgen f├╝r gute Laune mit einigen Nebeneffekten, die f├╝r dich vielleicht ganz interessant sind, f├╝r mich eher st├Ârend. Ich habe es ausprobiert und die Packung mit den kandierten Abiafr├╝chten liegt nun ungenutzt herum. Ferrau bringt sie dir dann. Wenn du ihm f├╝r den Notfall was H├Ąrteres anbieten willst w├╝rde ich dir Mancharol empfehlen. Es wird alchemistisch hergestellt und ist den harten Drogen zuzuordnen. ├ťberlege es dir also gut, ob du es ihm wirklich verabreichst. Es beruhigt und f├╝hrt bei h├Âherer Dosierung zu absoluter Teilnamslosigkeit bis hin zu Resignation. Auch das habe ich da. Probiert aber erstmal das Abia aus. Was ist Linhard denn zugesto├čen, dass er so etwas braucht?┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Nein er benimmt sich nicht wirklich daneben, er reagiert nur anders als Du vermuten w├╝rdest. Mancharol gebe ich ihm auf keinen Fall, so ist er schon wenn er traurig ist. Er ben├Âtigt alles andere als eine verabreichte, alchemistische Resignation. Nun wir sind eine Familie nicht wahr? Seine Sippe besteht aus drei Familien. Jede Familie hat eine spezielle Aufgabe um die Macht der Sippe zu festigen. Die Wigbergs sammeln Wissen und nutzen dazu Magie, die Eibenbergs sammeln Geld und nutzen dazu Magie und die Hohenfelde sorgen daf├╝r, dass der Sippe niemand in die Quere kommt - und sie nutzen dazu Magie. Die ersten beiden Familien tun Dir nichts, wenn Du magielos geboren wirst. Seine Familie sieht es als Erbfehler oder sowas. Und in seiner Familie gab es eine Tradition - gleichg├╝ltig wieviele S├Âhne geboren werden, am Ende ├╝berlebt nur einer, samt seiner Familie. Der St├Ąrkste, Cleverste und so weiter wird dann die Familie anf├╝hren, sein Blut vererben und die Sippe leiten. Deshalb haben sie auch so viele Magier in der Familie, die Sippe heiratete oft untereinander. Gut dass machen viele befreundete Adelsh├Ąuser. Sein Erzeuger und sein Onkel wurden von ihrem eigenen Vater misshandelt. Sein Vater widerum misshandelte ihn nie k├Ârperlich, aber er war einfach nur da. N├╝tzlich und eben da. Das erkl├Ąrt auch seine seltsame Frage - ob ich das ernst meinen w├╝rde oder ihn veralbere. Wenn sein Vater etwas von ihm wollte oder ihn bewusst wahrnahm, dann damit er etwas erledigt... damit er eine Person erledigt... sie t├Âtet. Das war seine Aufgabe. Und diesen Paps den er erw├Ąhnt, dass war sein Adoptivvater - der Bruder von seinem Opa - sprich diesem Typen der seine S├Âhne qu├Ąlte. Er hat ihn wie ein Sohn behandelt. Er hat mir alles genau und ins kleinste Detail erz├Ąhlt was er wei├č, ich wiederhole es nicht Ciel. Aber seitdem ist er anders zu mir und ich kann anders mit ihm umgehen. Er ist mir irgendwie nahe. Sein Paps hat versucht die Familie von diesem Sumpf wegzubekommen und er hat es geschafft. Und er hat mit Lin jemanden auf den Thron dort gesetzt, der diesem alten Weg abschw├Ârt. So nennen sie es wohl. Und genau dies wird auch der Fall sein. Er m├Âchte einen Neuanfang, er hat ihn verdient. Ebenso jene die es genauso sehen f├╝r diesen Mann der ihm ein Vater war. Und sollte dort wer quer schie├čen und meinen er k├Ânnte Linhard abs├Ągen, dann lernt er uns kennen und den Block. Sobald Du ihn mal richtig kennenlernst auf ein Bier oder so, wirst Du feststellen, dass er ganz anders ist. Er ist... s├╝├č und ein Lieber. Aber manchmal hat er so seine komische Art wo ihm scheinbar schlagartig alles gleichg├╝ltig ist - er macht es, weil er es tun muss. Mal ganz unroyal - einen Schei├č muss er. Er muss nur eines, anfangen zu leben. F├╝r sich und seinen Paps. Ich habe ihm angeboten ihn zu uns ├╝berf├╝hren zu lassen. Drum Ciel ben├Âtige ich etwas, dass quasi Sonnenschein in seine Gedanken zaubert und nicht etwas das ihn beruhigt. Das bekommt er ganz gut allein hin. Leider. Und er soll auch nicht davon krank werden. Wir sind Br├╝der wir halten zusammen Ciel. Drum ben├Âtige ich da Deine Hilfe┬ź, bat Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel legte seinen fettigen Keks zur├╝ck auf den Teller und h├Ârte Gregoire mit ernster Miene zu. ┬╗Du hast dir nicht gerade die beste Familie ausgesucht, um sie mit unserer zu verbinden. Du und deine Blitzentscheidungen! Ich hei├če diese ├ťberst├╝rztheit keinesfalls gut! Aber nun ist das Kind schon in den Brunnen gefallen. Und nat├╝rlich stehe ich trotz allem zu dir. Aber ich finde es unm├Âglich und erwarte, dass du dir f├╝r k├╝nftige Ehepartner mehr Gedanken machst! So was sollte doch eine Entscheidung sein, die vom Verstand gef├Ąllt wird und nicht von deinem ... deinem Bauch!┬ź Er nahm sich den Keks nun doch, tunkte ihn in den Kaffee und biss das aufgeweichte St├╝ck ab. ┬╗Es gibt keine Drogen, die ihn wirklich gl├╝cklich machen, nur solche, die das Gl├╝ck von sp├Ąter borgen, es sich als Vorschuss holen. Nach Abklingen der Wirkung f├Ąllt man in seinen pers├Ânlichen Abgrund. Es geht einem danach noch schlechter. Es scheint, als h├Ątte man nur eine begrenzte Menge Gl├╝ck zur Verf├╝gung und diese wird dann auf einmal aufgebraucht. Uphamenol w├Ąre das Einzige, was ohne einen solchen Absturz hinterher einhergeht, aber daf├╝r schl├Ąft man danach Stunden bis Tage am St├╝ck durch. Auch das habe ich da und kann es zum medizinischen Zweck ebenso wenig empfehlen.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Nun ich habe nicht nur mit dem Schwanz gedacht, wenn Du das meinst. Zudem ist dies eine Familien von dreien und bedenke was er bezahlt hat, damit sie hier leben d├╝rfen und ihren Neuanfang bekommen. Was geschah, geschah doch immerhin nur in Naridien, sind wir mal ehrlich. Wenn sie sich hier genauso verhalten wollten, haben sie sich das falsche Land ausgesucht oder nicht? Wir haben eine ganz andere Ordnung als dieses liberale Naridien wo sowas erlaubt ist. Und das die anderen mitziehen hei├čt dass sie die Entscheidung akzeptieren, nicht gut hei├čen aber erstmal annehmen. Hier werden sie eine andere Form von Verantwortung kennen und leben lernen Ciel. Und er ist jung, w├╝nscht sich den Wandel und er hat mich an der Seite. Diese Wigbergs und Eibenbergs sind anders gestrickt. Vielleicht f├╝r Feinde nicht minder gef├Ąhrlich - aber f├╝r Verb├╝ndete sind solche Leute auch ein Gewinn. Nur Linhards direkte Familie muss umdenken. Ich denke zudem, dass keiner gerne in so einer Familie lebte. Nun dann werde ich ihm das besorgen dieses Uphamenol, falls er m├Âchte kann er es einnehmen. Nur dann nicht vor der Hochzeit, da h├Ątten wir wohl ein Problem, wenn er die verschl├Ąft. Ich wei├č nicht ob es richtig war, davon ├╝berhaupt zu erz├Ąhlen. Nun weshalb bist Du hier?┬ź, hakte Greg nach und a├č auch Keks.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Uphamenol f├╝hrt bei falscher Dosierung zum Tod┬ź, sagte Ciel und steckte sich den Rest seines Kekses in den Mund. Als er heruntergekaut hatte, erg├Ąnzte er: ┬╗Gib es ihm nicht, ohne es mit Benito abgesprochen zu haben. Wenn er einen angeborenen Herzfehler oder dergleichen hat, kann bereits die erste Einnahme seine letzte sein. Ich werde es dir trotzdem organisieren, wenn du es w├╝nschst, denn ich werde dir oder ihm nicht euer Leben vorschreiben. Es ist trotz allem gut, dass du mir davon erz├Ąhltest, wie seine Sippe tickt, oder darf ich jetzt nicht einmal mehr meine Meinung zum Ausdruck bringen? Wir waren immer ehrlich zueinander. Lass es uns auch k├╝nftig sein. Ich finde deine Entscheidung nach wie vor nicht richtig in der Art, aber ich machte auch deutlich, dass ich dennoch zu dir stehe. Lass uns nicht streiten, Greg. Besonders nicht vor der Hochzeit.┬ź Er dr├╝ckte die Hand seines Bruders. ┬╗Du bist mein kleiner Bruder und du musst mir zugestehen, dass ich manchmal auch besorgt bin, in Ordnung? Ich will dir deinen Lin nicht madig machen. Es ist nur ... ich bin eben mehr der Kopftyp. Womit wir zu meinem Problem kommen. Ferrau, bitte hole Dreaux. Danach gehst du SOFORT zu Benito und l├Ąsst deine Rippe nachkontrollieren! Du h├Ąttest gem├╝tlich mit uns Kekse essen k├Ânnen, wenn du es bereits erledigt h├Ąttst, das ist nun dein Pech.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Entschuldige, ich wei├č dass Du Dir nur Sorgen machst Ciel. Wir waren immer ehrlich zueinander und wir sind weiterhin ehrlich zueinander. Aber was er mir erz├Ąhlt hat, muss ich selbst irgendwie erstmal verdauen. Das meine Entscheidungen aus dem Bauch heraus nicht immer richtig sind, ist klar. Jeder von uns Dreien hat eine Aufgabe nicht wahr und Du bist der Kopf - ich bin es nicht. Wie soll ich es beschreiben, ich m├Âchte ihn behalten und zeigen dass es sch├Ân ist zu existieren. Er wird es nicht vergessen, aber er wird zu uns geh├Âren. Und wenn er zu uns geh├Ârt, wird er seine Leute umkrempeln, das waren meine Gedanken. Ich kann mir eben nicht vorstellen in einer Familie zu leben wo man Angst haben muss, mit wem man gerade isst und was ist wohl in dem Essen? Oder wann versucht einer meiner Br├╝der einen Konkurrenten los zu werden? Sowas ertr├Ągt doch kein Mensch. Ich m├Âchte es Dir sagen und gleichzeitig m├Âchte ich es selbst nicht wissen. Auf der anderen Seite wiederum doch und ich h├Ątte gerne mit seinem Vater gesprochen, seinem Paps. Ich k├Ânnte mal mit jemand anderes aus der Familie reden. Lin sagte ich sollte mit Wolfram reden, einem Verwandten der ganz aus der Art schl├Ągt, da er absolut friedlich und freundlich ist. Das werde ich auch tun. Nun dann lassen wir das lieber mit den Drogen, ich habe davon keine Ahnung und ich m├Âchte meinen Mann ja nicht umbringen. Eigentlich hatte ich vor ihm das Leben schmackhaft zu machen, eben Freude daran zu haben. Das bekomme ich auch anders hin. Deine Meinung ist mir wichtig, sonst h├Ątte ich nicht gefragt - aber ich wei├č auch nicht warum ich mich bezogen auf ihn gleich angegriffen f├╝hle. Entschuldige nochmal┬ź, bat Greg.

Ferrau
Ferrau nickte betreten. ┬╗Herr ich eile sofort┬ź, sagte er besch├Ąmt und eilte davon um Dreux zu seine Br├╝der zu bitten. Nachdem er in der Amtsstube war und seinem alten Herrn und nun Duc davon berichtete, dass seine Br├╝der ihn in Gregs Quartier erwarteten, machte sich Ferrau so langsam er konnte und mit knirschenden Z├Ąhnen auf zu Benito. Er konnte sich jetzt schon die Kommentare von dem Heiler vorstellen und ihm wurde warm und kalt zugleich.

Dreaux Gifford de Souvagne
Der Duc ignorierte das Farbspiel von Ferraus Gesicht, nickte knapp und begab sich dann zu Gregoirs Quartier. Er klopfte kurz und trat dann ein. ┬╗Meine Person wurde verlangt┬ź, grinste er gut gelaunt und breit.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Weil du ihn besch├╝tzen wolltest┬ź, sagte Ciel sanft. ┬╗Aber vor mir musst du das nicht. Ich will euch nichts B├Âses, ihm nicht und dir noch viel weniger. - Ah, hallo, Dreaux. Setz dich doch zu uns und nimm dir einen von Gregs Keksen. Sie schmecken wunderbar nach Butter.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Die sind selbst gebacken┬ź, grinste Greg.

Ciel Felicien de Souvagne
"Selbst gebacken? Du b├Ąckst neuerdings?"

Dreaux Gifford de Souvagne
Dreux musterte seinen kleinen Bruder total irritiert, setzte sich und nahm sich etwas verst├Ârt einen der Butterkekse.

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Doch nicht von mir, vom Hofb├Ącker┬ź, lachte Greg und knuffte Ciel.

Dreaux Gifford de Souvagne
┬╗Witzig Du Scherzkeks... lecker sind sie trotzdem┬ź, lachte Dreux. ┬╗Also was m├Âchtet Ihr beiden fast Verheirateten?┬ź

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich m├Âchte etwas und zwar von euch - ich m├Âchte etwas wissen. Ich ben├Âtige euren Rat. Eigentlich hatte ich nur Dreaux fragen wollen, doch ich glaube, deine Erfahrungen sind auch wichtig, Greg. Es geht darum, was in einer Ehe angemessen ist - und was nicht. Ihr kennt meine Bedenken bez├╝glich des Beischlafs. Jedoch hei├čt das nicht, dass ich keinen K├Ârperkontakt sch├Ątze. Ich genie├če ihn sogar. Was mich zu meiner Frage bringt. Ich bin es gewohnt, mit Menschen im selben Bett zu schlafen, die mir viel bedeuten. Das waren bisher verschiedene Leute, nur nicht Olivie. Unschwer zu erahnen, dass dies nur Menschen gestattet ist, die mir sehr viel bedeuten. Die Frage ist nun, wie ich das Olivie beibringe - oder ob ich dar├╝ber einfach schweige. Was meint ihr?┬ź

Dreaux Gifford de Souvagne
┬╗Ich w├╝rde diesen Umstand nicht verschweigen, sondern ihr sagen wieviel sie Dir bedeutet und zudem w├╝rde ich sie an Deiner Stelle bitten, bei Dir einzuziehen. So dass Ihr gemeinsam lebt, wohnt und auch schlaft. Normalerweise sind getrennte R├Ąumlichkeiten also Wohnungen ├╝blich. Aber mir pers├Ânlich w├╝rde es nicht gefallen und ich m├Âchte es auch nicht. Vater selbst gef├Ąllt es auch nicht, aber er ├Ąndert es nicht. Also warum haltet Ihr es nicht so? Ihr beiden heiratet doch aus Zuneigung, sogar aus Liebe - jedenfalls Du Ciel. Du wirst nicht am Hofe leben, sondern in Neu-Souvagne - dann mache es neu. F├╝r Dich und Du f├╝r Dich Greg. Seht zu, dass Ihr das bekommt, was wir als Familie doch auch haben, Geborgenheit und N├Ąhe. Dass sollte man erst Recht mit seiner Frau oder seinem Mann genie├čen. Von mir hast Du ein Pro. Und sage es ihr so, wie Du es uns gesagt hast. Du m├Âchtest ihre N├Ąhe. Gibt es ein sch├Âneres Kompliment?┬ź

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel strich sich das Kinn. ┬╗Ich glaube, du missverstehst mich, Dreaux ... es geht mir darum, dass ich gern weiterhin mit anderen Menschen au├čer ihr das Bett teilen w├╝rde.┬ź

Dreaux Gifford de Souvagne
Dreux starrte Ciel verwundert an. ┬╗Achso, so wie wenn Vater und Fabs zusammen im Bett liegen? Sprich einfach nur herumgammeln und nichts tun, weil er einen freien Tag hat? Gut, dass w├╝rde ich dann vielleicht etwas dezenter verpacken. Soll sie denn bei Dir wohnen?┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Wenn sie bei ihm wohnt, aber dort jemand anderes schl├Ąft, ist das nicht komisch? Ich meine ich werde Deinen Rat beherzigen und mein Mann schl├Ąft bei mir. Oder ich bei ihm, je nachdem wo wir sind. Aber wenn Du Ciel einfach so mit jemanden das Lager teilen m├Âchtest um nicht einsam zu sein, verstehe ich das. Was spricht denn dagegen, dass Olivie es ist?┬ź

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Es war schon etwas anderes, als nur nebeneinander zu liegen. Wir waren z├Ąrtlich zueinander. Aber es ging nie unterhalb der G├╝rtellinie. Ich f├╝rchte, wenn Olivie das mitbekommt, k├Ânnte sie verletzt sein. Aber ehrlich gesagt m├Âchte ich darauf auch nicht verzichten. Diese Menschen sind mir sehr wichtig, sonst w├╝rde ich das nicht mit ihnen tun. Auch Olivie ist mir wichtig und ich m├Âchte viel Zeit mit ihr auf diese Weise verbringen. Aber ausschlie├člich mit ihr? Wie sollen sich dann die anderen f├╝hlen? Ich bin sehr hin und hergerissen, darum bitte ich euch um eure Meinung.┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Nun ich glaube ich kann Dich da verstehen, Du m├Âchtest Dich bei Deiner Z├Ąrtlichkeit nicht auf eine Person alleine festlegen. Wir reden jetzt nur von N├Ąhe, nicht mehr. Knuddeln, liebhaben, vielleicht auch k├╝ssen. Ich wei├č dass es Dir gleichg├╝ltig ist ob es ein Mann oder eine Frau ist. Mir geht es ├Ąhnlich nur wenn ich jemanden nahe bin und alles l├Ąuft rund dann versp├╝re ich auch Verlangen nach der Person - es geht also unter die G├╝rtellinie. Du bleibst oberhalb und m├Âchtest mit den Menschen die Dir nahe sind auch weiterhin ungest├Ârt die N├Ąhe teilen. Dann ganz ehrlich Ciel, kann sie nicht bei Dir wohnen. Sie k├Ânnte das missverstehen. Und Du kannst auch nicht jeden heiraten den Du magst. Theoretisch k├Ânntest Du das, dann w├Ąrst Du sogar auf der sicheren Seite. Aber ich glaube kaum, dass Du das anstrebst. Drum lass sie ihren Bereich behalten, behalte Du Deinen - samt der dazugeh├Ârigen Freiheiten und M├Âglichkeiten. Das ist nichts au├čergew├Âhnliches Ciel. Au├čergew├Âhnlich ist bei uns gemeinsam zu wohnen. Ich wei├č auch nicht, ob ich ewig auf eine Frau verzichten kann. Und ehrlich, ich werde es auch nicht. Entweder rein aus dem Grund der Nachkommen - oder aus dem Grund dass mir dies fehlt oder ich eine Frau kennenlerne die vielleicht sogar uns beiden zusagt, die dritte im Bunde. Wer ist denn die Person, oder sind die Personen denen Du so nahe stehst? Ich habe nur Linhard, aber er sprach von Magdalena de la Cantillion. So dass ich ├╝berlegt hatte, mir sie mal anzuschauen - im Grunde f├╝r uns beide. Wer sind Deine Leute Ciel?┬ź

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Menschen, die man in den meisten F├Ąllen nicht mit unserem Stand heiraten kann oder sollte. Es waren viele im Laufe der Jahre. Menschen, denen ich vertraute und bei denen ich mich wohl f├╝hlte, wenn sie bei mir waren. Mein altes Kinderm├Ądchen zum Beispiel. Nathan. Nun, letzterer f├Ąllt fortan ja wohl weg. Aktuell macht mir ein guter Freund dahingehend Sorgen. Dreaux kennt ihn schon und du ihn vielleicht vom Sehen. Marquis Alexandre de la Grange. Ich habe ihm noch nicht gesagt, dass ich heiraten werde, aber ich f├╝rchte, er k├Ânnte sehr ... emotional reagieren, wenn er erf├Ąhrt, dass er damit abges├Ągt wird. Wenn ihr beiden eine Frau findet, die ihr beide wollt, w├Ąre dies auf den ersten Blick das Optimum - andererseits k├Ânnten ihre Kinder dann wom├Âglich von Linhard sein, bedenke das!┬ź

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Nun auch daf├╝r gibt es eine L├Âsung, er darf es mit ihr nicht tun f├╝r eine Zeit oder ich darf es nicht - je nachdem worauf man sich einigt. Falls sie ├╝berhaupt passt. Also im Grunde jede Person die Du einfach liebt hast. Dreux oder ich k├Ânnten bei Dir im Bett schlafen, wir knuddeln aber nichts passiert. Ebenso halt zig andere, die Du nie heiraten k├Ânntest. Und Marquis Alexandre de la Grange ist so ein Freund. Dann gibt es doch eine sch├Âne und vertrauensvolle Art es ihm zu sagen. Schlaf mit ihm - also nebeneinander und sag ihm dabei dass Du heiraten wirst. Zeitgleich sagst Du ihm, dass er Dich weder als Freund noch als Gef├Ąhrten verliert. Ihr bleibt Vertraute┬ź, schlug Gregoire vor.

Dreaux Gifford de Souvagne
Dreux nickte langsam und verstehend. Er wusste was Alex zusto├čen war, Greg wusste es nicht. Wie wichtig f├╝r diesen Mann dass bisschen Zuneigung war, was er gereicht bekam und sich selbst zugestand konnte Greg nicht wissen. ┬╗Ja sage es ihm in aller Ruhe und sage ihm dabei, was er Dir bedeutet. Er darf nicht das Gef├╝hl bekommen von nun an nicht mehr gewollt zu sein, er w├╝rde den letzten Halt im Leben verlieren Ciel. Er hat nur Dich.┬ź

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Wenn ich es Alexandre auf diese Weise mitteile, Greg - ich glaube, das w├Ąre wie ein Dolchsto├č f├╝r ihn. Weil es sich im ersten Moment so anh├Ârt, als w├Ąre er gemeint und als Marquis w├Ąre er tats├Ąchlich einer der wenigen Kandidaten, die f├╝r eine Heirat theoretisch in Frage k├Ąmen, abgesehen davon, dass Alex kaum vorzeigbar ist, so dass er praktisch ausscheidet. Es ist, wie Dreaux sagst, er hat nur mich. Ich w├╝rde ihm den Boden unter den F├╝├čen wegrei├čen. Ich kann ihn nicht h├Ąngen lassen und will es auch nicht. Aber wie sage ich das Olivie - und was mache ich, wenn sie sich dagegen ausspricht? Dann sitze ich zwischen den St├╝hlen! Nat├╝rlich k├Ânnte ich auch einfach ein Machtwort sprechen, aber will ich das? Ich will sie beide behalten. Und habe Angst, sie genau darum beide zu verlieren.┬ź

Dreaux Gifford de Souvagne
┬╗Nun damit hast Du Dir doch selbst die Antwort gegeben - Du m├Âchtest keinen von beiden verlieren. Dann tue es nicht, sondern ├╝berlege ob Du ihn ebenfalls heiratest. Etwas sp├Ąter. Rein um ihm zu zeigen, wie wichtig er Dir ist und dass er trotz seiner Verletzung noch gewollt wird, auf diese Art. Er w├Ąre die Nummer zwei, er w├╝rde nichts repr├Ąsentieren m├╝ssen, er w├Ąre Dein Schatz Zuhause. Er w├Ąre einfach da und hat einen Platz zum sein┬ź, schlug Dreux vor.

Gregoire Verrill de Souvagne
Greg nickte zustimmend. ┬╗Einfach ein Platz wo man sein kann, dass klingt gut. Den werde ich mir borgen┬ź, schmunzelte Verrill.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel zog nachdenklich die Brauen nach oben. ┬╗Alex heiraten...? Meint ihr, das w├╝rde Sinn machen? Dreaux hat ihn schon kennengelernt er ist sehr eigen. Am Ende w├╝rde es das vielleicht noch schlimmer machen, weil er und Olivie sich wom├Âglich nicht vertragen. Es ist schwierig ... ich wollte fr├╝her schon die komischsten Leute heiraten, ehe ich den Gedanken ganz verwarf. Bei so vielen Dingen bin ich rational und gehe rein nach der Logik vor - und ausgerechnet bei so etwas kann ich es nicht. Ich bin verwirrt. Wie kann ich wieder klar im Kopf werden, woher wei├č ich, dass meine Entscheidungen taktisch klug sind und nicht nur das Hirngespinst des Kindes, das noch irgendwo in meinem Kopf festzustecken scheint?┬ź

Dreaux Gifford de Souvagne
┬╗Das wirst Du nie wissen, genau dass ist das Problem. Du musst Dir ein Herz fassen und es versuchen. Schalt den Kopf einmal aus und lass genau jenes Kind reden. Wenn Du rein auf Deine Eingebung h├Ârst, ist diese meist richtig. Bei mir ist es so. Stell Dir vor Du fragst ihn, wie f├╝hlt sich das an? Gut? Falsch? Hast Du Angst dass er ablehnt? Wieso sollte er? Wenn Du ihm sagst, was er Dir als Mensch bedeutet, dass Du nicht auf ihn verzichten kannst oder willst. Wie ernst es Dir damit ist, wie lange Du mit Dir gehadert hast. Wieso sollte er ablehnen? Nun vielleicht um Dich nicht mit sich selbst zu belasten, aber diese Ausrede wirst Du nicht gelten lassen. Inwieweit m├Âchtest Du ihn denn behalten Ciel? Soll er nur f├╝r Dich da sein und Du f├╝r ihn, oder m├Âchtest Du ihn wirklich an Deiner Seite haben? Letzeres ist f├╝r die Frage eine Grundvoraussetzung - sprich Du musst ihn als Partner wollen, wenn Du ihn fragst┬ź

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Schwierig ... h├Ątte ich meinen Kopf fr├╝her ausgeschalten, w├Ąre ich schon mit meinem Kinderm├Ądchen, mit dem Koch von vor zehn Jahren, mit Nathan und mit meiner eigenen Mutter verheiratet. Ich f├╝rchte, mein Herz ist wirklich kein guter Ma├čstab, Dreaux. Es hat seinen Grund, warum du das Herz unseres Trios bist und nicht ich. Ich kann doch nicht jeden heiraten, nur weil ich sie oder ihn mag. Aber Alex ist ein Sonderfall weil er niemanden hat und es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich das jemals ├Ąndert. Ich werde dar├╝ber nachdenken, als wen ich mir Alex dauerhaft wirklich w├╝nsche. Meint ihr, ich sollte mit Olivie schon dar├╝ber reden? Oder erstmal die Trauung abwarten?

Dreaux Gifford de Souvagne
┬╗Das ist eine taktische Frage┬ź, grinste Dreux. ┬╗W├Ąre es eine Fremde w├╝rde ich sagen, sag es ihr nach der Hochzeit, denn eine Trennung ist ab dato unm├Âglich. Aber Du magst sie wirklich und sie ist Deine Halbschwester, folglich w├╝rde ich sagen, erkl├Ąre es ihr so schnell wie m├Âglich. Du musst aber auch bereit daf├╝r sein. Auf der anderen Seite ist es gleich ob Du es vor oder nach der Hochzeits erz├Ąhlst, sollte sie es verstehen. Du m├Âchtest ihr ja nicht fremdgehen, Du m├Âchtest nur N├Ąhe zu anderen suchen. Mehr tust Du ja nicht. Wir wissen ja auch nicht, ob sie nicht bei Gewitter gemeinsam mit ihrer Zofe im Bett liegt und die Decke bis ├╝ber die Nase hochgezogen hat - sind wir da mal ehrlich. Mehr machst Du auch nicht. Drum, w├Ąre beides m├Âglich und Oli ist eine kluge junge Frau. Warum sollte sie Dich nicht verstehen? Ich w├╝rde es ihr sagen┬ź, antwortete Dreux.

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Ich w├╝rde es ihr ebenfalls sagen, aber erst nach der Hochzeit. So lange ist das nicht mehr hin, noch gut 4 Wochen. Du hast so lange geschwiegen, Du hast ihr erst jetzt einen Antrag gemacht und vorher hast Du es auch nicht Oli erz├Ąhlt. Musstest Du auch nicht, davon war nichts abh├Ąngig. Ist es das denn jetzt? Nein. Sie wird Dir Alexandre nicht wegnehmen oder ihn Dir verbieten, da sie noch gar nichts von ihm wei├č. Und Dreux erw├Ąhnte eine Verletzung. Wenn sie wei├č, dass er krank ist und einfach keinen hat der ihm nahesteht, der sich um ihn k├╝mmert, mal ehrlich warum sollte Oli Dir verbieten, dass der Mann bei Dir ├╝bernachtet? Du wei├čt wor├╝ber wir zu Anfang geredet haben Ciel? Mit Deinem Alex machst Du dann nichts anderes. In ein tr├╝bes Leben bringst Du ein wenig Sonnenschein. Nun vielleicht ist sein Leben nicht nur tr├╝be, sondern stockfinster, aber auch da sieht man dann den einen Sonnenstrahl oder? Und meinst Du Oli w├Ąre so herzlos dem Mann der sonst keine Freunde hat, den einzigen Freund zu verbieten? Das macht sie nicht. Das w├╝rde keiner hier von uns tun, gleichg├╝ltig wen Du fragst┬ź.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich wollte ohnehin noch mit ihr wegen der Hochzeitsnacht reden.┬ź Ciel rieb sich das Gesicht. ┬╗Mal schauen, wie sie drauf ist, ob es sich ergibt oder ich noch warte. Dass sie Nein sagt ist meiner Meinung nach nicht so unwahrscheinlich. Alex ist ja nicht gerade ein Sympathietr├Ąger und manche Menschen finden ihn eklig, da er ... wenig Wert auf K├Ârperpflege legt. Ich k├Ânnte mir vorstellen, dass sie sich schlichtweg davor ekelt, dass ich erst mit ihm kuschle und dann mit ihr, selbst wenn ich zwischendurch bade.┬ź

Dreaux Gifford de Souvagne
Dreux schaute ihn beschw├Ârend an. ┬╗Und wenn Du ihr die Wahrheit anvertraust warum? Dann wird sie verstehen, glaube mir┬ź, fl├╝sterte Dreux.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel warf Dreaux kurz einen Blick zu, dann sah er wieder weg. ┬╗Das w├╝rde ich mir, wenn ├╝berhaupt, f├╝r den Notfall aufsparen. Niemand m├Âchte, dass so etwas publik wird. Das w├╝rde auch von uns keiner wollen. Ich werde es ersteinmal auf dem Wege der Vernunft versuchen. Sollte sie dann ablehnen, werde ich dar├╝ber nachdenken, vorher nicht. Und ich w├╝rde ihn vorher fragen. Alex vertraut mir und er kann mir vertrauen. Ich werde so etwas nicht ohne sein Einverst├Ąndnis weitertragen. Ich w├Ąre sein Vertrauen nicht wert. Danke f├╝r euren Rat, ich habe nun wieder viel Stoff zum Nachdenken.┬ź

Dreaux Gifford de Souvagne
┬╗Das sowieso vorausgesetzt Ciel. Damit hast Du Recht. Jederzeit Bruder┬ź, antwortete Dreux liebevoll.

Gregoire Verrill de Souvagne
┬╗Jederzeit auch von mir Ihr beiden Gro├čen. Danke f├╝r Deinen Rat bez├╝glich meines Zuk├╝nftigen, ich werde mich bem├╝hen. W├Ąre sch├Ân wenn Du ihn mal kennenlernst┬ź, sagte Greg innig.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel erhob sich. ┬╗Nun, ein wenig durfte ich ihn ja schon kennenlernen. Unsympathisch ist er nicht, nur das L├╝gen muss er noch ├╝ben.┬ź Ciel blinzelte Greg zu und nahm sich noch einen Butterkeks. ┬╗Ich werde in meinen Gem├Ąchern nachdenken, wenn m├Âglich etwas arbeiten und auf Ferraus R├╝ckkehr warten. Mal schauen, ob er diesmal bei Benito war. Bis sp├Ąter, ihr beiden.┬ź Damit verlie├č Ciel den Raum und kehrte in sein Arbeitszimmer zur├╝ck.

Dreaux Gifford de Souvagne
Greg und Dreux schauten ihm nach. ┬╗Ich hoffe er wartet nicht zu lange. Ferrau und seine Angst vor Benito┬ź, st├Âhnte Dreux.
Bild
Avatar created with ePic Character Generator

Benutzeravatar
Gregoire Verrill de Souvagne
Prince
Beitr├Ąge: 19
Registriert: So 4. Feb 2018, 15:15
Auszeichnungen: 1
Guthaben: Gesperrt
Steckbrief: Bild

Rote Laterne

Re: Royale Doppelverlobung

#5

Beitrag von Gregoire Verrill de Souvagne » Do 12. Apr 2018, 06:41

Rose und Ring


Gregoire Verrill de Souvagne
:D ich habe mir was neues ausgedacht um meinen Mann zu beeindrucken. Erstens einen Verlobungsring, den erh├Ąlt ja jede "Braut" Deine auch. Drum habe ich Dir gleich auch einen Verlobungsring in Rosenform mitgebracht :D


Gregoire Verrill de Souvagne
Schau was ich Dir f├╝r Deine Frau mitgebracht habe :)
https://wedding-photography.info/wp-con ... sring3.jpg

Ciel Felicien de Souvagne
Der Ring ist wundersch├Ân, Greg. Danke! In Rosenform, darauf muss man erstmal kommen. Du hast f├╝r sch├Âne Ringe scheinbar ein H├Ąndchen. Damit hast du Ferrau viel Arbeit abgenommen.


Gregoire Verrill de Souvagne
Danke, jetzt zeige ich Dir was Lin bekommt. Zuerst den Verlobungsring. Hier der ist es.


Gregoire Verrill de Souvagne
https://i.pinimg.com/736x/0e/42/16/0e42 ... e-gane.jpg
Und als Eheringe habe ich mir auch was Neues ├╝berlegt, etwas das heller ist h├Ątte ich gerne gehabt, aber das mit der Maserung war von Dir eine gute Erl├Ąuterung drum diese hier


Ciel Felicien de Souvagne
Sehr edel, die Oberfl├Ąche des Verlobungsringes sieht aus wie bewegtes Wasser-


Gregoire Verrill de Souvagne
https://www.wiesner-schmuck.de/images/s ... uringe.jpg
Schlicht der Verlobungsring und das sind unsere Eheringe. Was sagst Du?


Ciel Felicien de Souvagne
Ist das Rotgold? Sch├Âner geht es kaum. Sie gefallen mir ausgesprochen gut, sowohl der Verlobungsring als auch die Eheringe! Und sie passen stilistisch zueinander.


Gregoire Verrill de Souvagne
Sie bestehen aus Gelbgold, Rotgold, Wei├čgold, Paladium und der eine mit Brillanten


Gregoire Verrill de Souvagne
ich dachte mir, es muss etwas sein, dass zusammen passt und das er gerne tragen w├╝rde. Der Verlobungsring muss schlichter sein als der Ehering. Aber trotzdem dazu passen


Ciel Felicien de Souvagne
Ich werde dich in solchen Dingen k├╝nftig zu Rate ziehen, Greg! Ich bin begeistert!


Gregoire Verrill de Souvagne
Dankesch├Ân dass freut mich, er hoffentlich auch! Ich bin nerv├Âs ob sie ihm gefallen. Aber bei dem Rosenring dachte ich sofort an Deine Oli


Ciel Felicien de Souvagne
Sehr aufmerksam von dir, wirklich. Lass mir die Rechnung davon bitte zukommen.


Gregoire Verrill de Souvagne
Ist schon in Ordnung, geht aus der gleichen Kasse gg


Ciel Felicien de Souvagne
"Oh, gut. Ich m├Âchte mich auch noch mal bei dir bedanken f├╝r deine Geduld mit Alexandre. Inzwischen habe ich mich mit ihm ausgesprochen und er ist wieder milder gestimmt. Bist du eigentlich immer noch der Meinung, dass ich ihn heiraten sollte?" Ciel schmunzelte schief. "Ferrau, bitte melde meinen Besuch bei Olivie an. Wenn ich mit Greg gesprochen habe, m├Âchte ich sie gern sehen, um ihr den Ring zu ├╝berreichen."


Ferrau
*verneigt sich h├Âflich* "Sofort Herr", antwortete Ferrau und flitzte davon.


Gregoire Verrill de Souvagne
"Was spricht denn f├╝r Dich dagegen? Du liebst ihn, er Dich ebenfalls. Keine Ahnung warum Leute so ein Tam Tam darum machen. Liebe wen Du lieben willst, aber liebe. Hat es wen zu interessieren? Meine G├╝te Leute finden immer was um mit dem Finger auf Dich zu zeigen. Er liebt einen Mann! Er ist nur Gr├╝nzeug! Er ist nur Fleisch! Er tr├Ągt eine Brille! Was wei├č ich, gehetzt wird immer, dann gehts den Leuten gut. Mach Dir doch darum keinen Kopf, denn wer es ├╝bertreibt verliert ihn hier. Also was ist eigentlich Dein Problem?", grinste Greg.


Ciel Felicien de Souvagne
Ciel blinzelte ein paar Mal. "Ich habe nie behauptet, dass ich ihn liebe, so weit ich mich erinnern kann."


Gregoire Verrill de Souvagne
"Nicht mit Worten, dass stimmt. Aber mit grenzenlosen Taten. Die ganze Zeit, Jahre lang und nun willst Du mir den Mist erz├Ąhlen? Ciel, versuch es erst gar nicht. Und falls Du es selbst noch nicht gewusst hast, Du liebst ihn. Wer w├╝rde sich sonst so aufopfernd um eine Person wie ihn k├╝mmern? Es gibt zweierlei, die einen sind dankbar f├╝r Hilfe, die anderen sto├čen einen weg. Aber die Letzteren sind auch schwer zu ertragen. Sie sind verbittert und voller Hass. Meist lassen sie es an den falschen Personen aus, denn die - die ihr Ungl├╝ck verursacht haben, sind ├╝berm├Ąchtige Gegner. Da kneifen sie den Schwanz ein. Also schlagen sie lieber auf die Leute ein, bei denen sie wissen, dass nichts zur├╝ckkommt. Schlimmstenfalls was? Sie verlieren die Leute, aber ein Angriff erfolgt nicht. Sie liegen h├Âchstens heulend nachts in den Kissen, ich habe es ja gewusst er war wie alle anderen. Falsch.

Es sind immer andere Personen die auftauchen und wieder gehen, die Konstante ist er - also liegt es nach dem Geschehen was immer geschah an ihm. Er verst├Â├čt die Leute, er vergrault sie. Bestraft scheinbar damit seine Feinde aber in Wahrheit doch nur sich selbst. So hat es Lin erkl├Ąrt und ich glaube ihm. Und Du ertr├Ągst all das, weshalb? Weil er Dein Lehrer ist? Ciel jeder Au├čenstehende w├╝rde sagen, was findest Du an dem miesgelaunten, arroganten, aufm├╝pfigen und extrem ungepflegen Arschloch? Was? Ich bin kein Au├čenstehender und genau das ist er alles nicht - er spielt es einem nur vor. Guck ich bin giftig - friss mich nicht.

Er ist gar nichts, au├čer eine verlorene Seele. Und Du machst all die Schei├če Jahr f├╝r Jahr mit, weil er so ein guter Lehrer ist? Weil er zu Dir ganz anders ist? Weil Du nicht auf ihn als Lehrkraft verzichten willst? Wem willst Du das M├Ąrchen erz├Ąhlen? Du liebst ihn, darum k├Ąmpfst Du wie ein L├Âwe f├╝r ihn. Er ist Dein Khawa in Sachen Liebe, eines Deiner Projekte aber eine Herzensangelegenheit. Denk mal dr├╝ber nach", erkl├Ąrte Greg.


Ciel Felicien de Souvagne
Ciel blickte zum Fenster hinaus und dachte scharf nach. "Nun, ich mag ihn, das will ich auch gar nicht bestreiten. Ich mag ihn sogar sehr. Aber wenn es um das Thema partnerschaftlicher Liebe geht, glaube ich, war stets eine ganz andere Person Ziel meiner Zuneigung. Ich rede bewusst in der Vergangenheitsforum.

Es mag dich wenig ├╝berraschen, aber diese Person ist Nathan, der nun bei einem anderen Herrn dient und jemand v├Âllig anderen liebt. Meine Art der Liebe hat ihm nicht gen├╝gt. Kurz, bevor er ging, verlor ich Khawa, der eine Art beser Freund f├╝r mich war. Mit ihm konnte man all das machen, was man mit Nathan nicht konnte - rumalbern, grobe Scherze rei├čen, lachen. Nathan war immer das Seelchen, was einfach immer irgendwie da war, kaum was sagte, aber sehr viel W├Ąrme gab. Wo Khawa ein loderndes Feuer war, war Nathan die w├Ąrmende Glut. Beide sind nun nicht l├Ąnger Teil meines Lebens. Was bleibt? Unter jenen, die mir geblieben sind und die nicht zur Familie geh├Âren - Alexandre. M├Âglich, dass ich darum neuerdings ein wenig an ihm klammere."


Gregoire Verrill de Souvagne
"Partnerschaftliche Liebe ist Zuneigung in Reinform und kein Sex. Du kannst auch mit dem Mann zusammensein ohne jemals Sex zu haben. Es gibt zudem hunderte Formen Z├Ąrtlichkeiten auszutauschen, dass muss kein Akt sein. Du w├╝rdest Dir doch auch veralbert vorkommen, wenn Dir nach einer Umarmung ist und Dein Mann mit Dir Sex haben m├Âchte. Ebenso w├╝rdest Du Dir veralbert vorkommen, wenn Dir nach Sex ist und er Dich nur dr├╝ckt. Es ist also alles was dazugeh├Ârt. Aber was f├╝r Euch beide dazugeh├Ârt, bestimmt Ihr allein.

Darum hei├čt es Paar. Auch wenn Du mit f├╝nf Leuten verheiratet bist, wird das kein Harem, Du hast eine Partnerschaft mit 5 Leuten. Und Ihr seid jeweils ein Paar. In jeder Beziehung k├Ânnen ganz andere Regeln gelten Ciel. Vielleicht hat Nathan etwas vermisst und Du hast es ihm nicht gegeben. Aber vielleicht habt Ihr beiden auch das Gleiche gedacht. Von Dir kam es nicht, so gab es ihm ein anderer. Das er ging, woran hat das gelegen? Lag es an Dir oder lag es an ihm? Ich bin genauso gestrickt, ich m├Âchte niemanden verlieren, allein bei dem Gedanke Lin k├Ânnte es sich anders ├╝berlegen wird mir flau. Ich wei├č, dass er mich nicht liebt, oder nicht verschossen ist, aber ich wei├č dass er mich mehr mag als er je annahm.

Darauf kann man aufbauen. Und das ist mehr als manch andere Adlige je haben werden. Ich denke wir werden mehr haben. Du ben├Âtigst extreme N├Ąhe, so wie ich, Dreux, Vater und er ebenso. Also was sollte ihm fehlen? Er muss nur lernen es anzunehmen. Und genau dass muss Dein Alex auch. Das Du nun derma├čen an ihm festh├Ąltst ist doch verst├Ąndlich. Und die Frage ist dann, warum willst Du es dann nicht festmachen? So w├Ąre er Dir sicher", schlug Greg vor.


Ciel Felicien de Souvagne
"Weil ich mir wie ein Verr├Ąter vorkommen w├╝rde. Der Mensch, den ich liebte wie keinen anderen, ist - noch immer - Nathan. Ihm hat Intimit├Ąt gefehlt. Er holte es sich woanders und fragte mich nicht einmal. Ich erfuhr es hintenrum. Das Problem h├Ątte ich mit Alex nicht, er lebt keusch. Er ist derjenige, der mir riet, es ebenso zu halten und ich bin damit zufrieden. Aber ob ich ihn wirklich als Partner w├Âllte, dar├╝ber muss ich noch nachdenken. Wom├Âglich verrenne ich mich nur wieder in etwas. Es tut mir weh, zu h├Âren, dass dein Linhard dich nicht liebt. Er war gestern sehr grantig. Er hat Alex den Spiegel gezeigt - das Problem ist, dass Alex sein Spiegelbild verabscheut. Seine Meinung zu Lin kannst du dir nach dieser Formel herleiten. Wom├Âglich hat Linhard vor dir und vielleicht auch vor uns allen, zeigen wollen, dass er kein Weichei ist. Sch├Ân, dass er dich wenigstens ein bisschen zu m├Âgen scheint, dennoch schmerzlich, da in meinen Augen zu wenig. Meinst du, es besteht eine realistische Chance, dass sich das noch ├Ąndert und er dich wirklich lieben lernt?"


Gregoire Verrill de Souvagne
"M├Âchtest Du Nathan zur├╝ck? Dann solltest Du versuchen Dich auszus├Âhnen Ciel. Falls es von Dir nur eine ├ťberzeugung ist, der Du nacheiferst keusch zu leben, dann h├Âre einfach einmal auf Dich selbst. Das dauert ein bisschen, aber Du musst einfach mal mit Dir selbst "sprechen". Was m├Âchtest Du wirklich? Gleichg├╝ltig was andere sagen. Worauf hast Du Lust? Wonach sehnst Du Dich wirklich? Dann erst, kannst Du Dir selbst beantworten ob Du Alex tats├Ąchlich heiraten solltest. Du verrennst Dich in solche Dinge so leicht wie jeder von uns, einschlie├člich ich. Ich hoffe sehr, dass mein Mann mich lieben lernt. Ob er es wird, wei├č ich nicht. Am Anfang war er auch extrem distanziert und abweisend. Wir kannten uns auch relativ kurz, ich habe nicht um ihn geworben, sondern N├Ągel mit K├Âpfe gemacht. Wir haben soviel Zeit wie m├Âglich miteinander verbracht und er war nicht mehr ganz so zugekn├Âpft. Das ergab sich einfach, da er bei mir war.

Nachdem Du ihm auf den Zahn gef├╝hlt hattest, habe ich mit ihm einmal bez├╝glich der Loyalit├Ąt Klartext geredet. Und da hat er mir von sich und seiner Familie erz├Ąhlt. Ab dato war er anders und zwar freundlich und umg├Ąnglich. Also zu mir zumindest und ab dato schlief er bei mir auf dem Sofa. Wir albern manchmal rum und erz├Ąhlen Bl├Âdsinn oder besprechen ernste Dinge wie den Umzug, unsere H├Ąusere, Deines eingeschlossen und so weiter. Er hat mich also m├Âgen gelernt oder n├Ąher herangelassen. Das er jedem zeigt dass er kein Weichei ist, hast Du gut erkannt. Genau das ist es. ├ťberleben des St├Ąrksten und er hat wohl die Fronten gekl├Ąrt.

Keine Ahnung wieso, aber das war nicht n├Âtig. Ich denke aber nicht, dass er Alex schaden wollte, da Alex ihm leid tut. Er m├Âchte ihm scheinbar den Weg aus seiner eigenen Dunkelheit zeigen und da er selbst dort lebte, geht er wohl davon aus dass es nur auf etwas rabiate Art funktioniert. Lin hat keine schlechte Meinung von Alex. Die Meinung von Alex kann ich mir denken, er w├╝rde Lin am liebsten erw├╝rgen. Ich hoffe also wenn er mich m├Âgen gelernt hat und wir Freunde werden, dass der Rest auch noch kommt. Schlimmer w├Ąre allerdings, wenn nicht mal das da w├Ąre. Zuneigung sollte schon da sein und man verteidigt niemanden samt dessen Bruder den man nicht mag oder? Wie siehst Du es?", fragte Greg.


Ciel Felicien de Souvagne
"Der gute Linhard tr├Ągt viele Altlasten mit sich herum. Und er schie├čt damit ├╝ber das Ziel hinaus. Alex zu zerst├Âren und f├╝r Tage au├čer Gefecht zu setzen ist ein Leichtes, wenn man die Hebel kennt, an denen man ansetzen muss. Linhard hat zielsicher erkannt, das Alex leichte Beute ist. Er kann streiten, doch wenn es hart auf hart kommt, ist er immer auf der Verliererseite. Das wei├č er und Linhard scheint es zu sp├╝ren. Er hat Alex behandelt wie eine Katze eine Maus. Drum wollte Alex fl├╝chten. Linhard neigt offenbar dazu, Menschen grunds├Ątzlich mit den Augen eines Kriegers zu betrachten und sie nach Schwachstellen zu analysieren.

Alexandre sieht sie aus der Gegenteiligen Sicht - er war einst Beute eines Raubtieres in Menschengestalt und er wei├č, dass er das jederzeit wieder werden k├Ânnte. F├╝r ihn sind Leute wie Linhard potenzielle Beutegreifer und darum f├╝rchtet er sie. Linhard sollte Alex keine Angst machen und du solltest das auch nicht. Sicher, er war hinterher lammfromm, als du ihm mit dem Block drohtest. Manchmal braucht er seine Grenzen aufgezeigt und dann muss man ein Machtwort sprechen. Aber das muss nicht mit Drohungen einhergehen. Es gen├╝gt eine klare Ansage, vertrau mir. Wie ist Linhard zu dir? Ist er da auch so ruppig? Versucht er da auch, den starken Mann zu spielen? Nathan kann ich nicht zur├╝ckhaben. Er geh├Ârt mir nicht. Aber ich werde mich mit ihm vers├Âhnen, wenn ich ausziehe. Er wird ein Geschenk erhalten und er wird es verstehen.


Gregoire Verrill de Souvagne
"Ich wollte Alex nicht zerst├Âren Ciel, ich war es nur leid wie er in dem Moment mit Dir umsprang und Du Dich bei ihm eingekratzt hast. Ich sehe dass er zerbrechlich ist, aber das gibt ihm nicht das Recht Dich so zu behandeln. Gut dass wei├č er sicher auch. Im Grunde wollten wir alle doch nur, dass er zu Deiner Hochzeit kommt und sich wohlf├╝hlt. Dass er seine Gruft verl├Ąsst und ein Tag keine lebende Leiche ist. Und Linhard wollte ihm nichts antun, sein Angebot mit seinen Verwandten ist ernster Natur.

Ich hat versprochen sich darum zu k├╝mmern und soweit ich wei├č bat er seinen Onkel diesen Wolfram zu kontaktieren. Damit dieser mit Alex sp├Ąter Kontakt aufnimmt. Lin kann ruppig sein, aber ein oder zwei passende Antworten wie damals von Dir und er ist in die Ecke gedr├Ąngt. Er k├Ąmpft mit dem Schwert nicht mit der spitzen Zunge Ciel. Leider betrachtet er die Welt nur danach wer potentieller Feind sein kann, Beute sucht er nicht. Ich werde mit ihm reden, dass gerade er mit Alex anders umzugehen hat. Wenn er ihm helfen will, dann nicht mit der Schockmethode. Und ich werde ihm sagen, dass er sich bei Alex f├╝r sein Verhalten entschuldigen soll. Erneut und separat, dass kann man von ihm erwarten.

Zu mir ist er gr├Â├čtenteils freundlich, wie gesagt kommt mal ein Spruch bekommt er einen zur├╝ck. Er hatte mich mit einem seiner Freunde besucht, dem pinken Tiefling. Stell Dir vor dass ist der Sohn von dem F├╝rsten Tsaagan der hier zu Besuch war! Und genau jener Tiefling - Urako hei├čt er, sollte mit mir reden bez├╝glich der Hochzeitsnacht, da Lin davor Angst hatte. Urako ist ziemlich direkt, aber sehr freundlich. Also ich mochte ihn. Dir w├╝rde er auch gefallen, offen und ehrlich. Scheinbar ist er Henker vom Beruf.

Daran war wohl sein Vater schuld, schon verr├╝ckt oder? Um nochmal auf Deinen Alex zur├╝ck zu kommen, ich werde ihm anders entgegen treten. Er bedeutet Dir viel also werde ich mich ebenso bem├╝hen wie Du Dich bei Lin zusammengerissen hast. Auss├Âhnen solltest Du Dich mit Nathan, Ihr wart lange Zeit ein Duo. Sehr lange Ciel", antwortete Greg.


Ciel Felicien de Souvagne
"Ich werde mich mit ihm auss├Âhnen", sagte Ciel und nickte. "Du machst dir keine Vorstellung davon, wie sehr ich ihn vermisse. Ferrau hat alle M├╝he, das Loch zu stopfen, ich nehme ihn dauernd in Beschlag und muss mich wirklich zusammenrei├čen, es nicht zu ├╝bertreiben. Was er nicht schafft, muss der arme Alex ausf├╝llen, wobei der dar├╝ber nicht traurig zu sein scheint. Es ist eine Frage der Gewohnheit, es ist noch nicht einmal einen Monat her, weit ich Nathan verschenkte. Das wird schon.

Linhard sucht die Welt nach Feinden ab? Nun, das macht Alexandre auch. Am Ende haben sie beide im anderen den Feind gesehen, der keiner von ihnen wirklich ist. Sie beide haben sich eine H├Ârnerhaube aufgesetzt, eine Hy├Ąnenmaske und Gift und Galle gespien, um ihr wahres Naturell zu ├╝berspielen. Wobei Linhard da wohl der bessere Schauspieler ist. Er hatte sich bereits bei Alexandre entschuldigt, das muss gen├╝gen. Aber eine ruhige Aussprache w├Ąre vielleicht angebracht.

Ja, du hast Recht, ich werde bei Alex sehr weich. Weil ich wei├č, dass nur ein Fingerschnippen gen├╝gen w├╝rde, ihm seinen Schutzschild herunterzurei├čen. Das aber will ich nicht. Er soll ihn selbst vor mir senken. Er hat so viel Angst vor der Welt, er soll sie nicht auch vor mir haben. Mir ist bewusst, dass mein Verhalten ihm gegen├╝ber eines Prinzen unw├╝rdig ist. Aber er ist so zerbrechlich ... am liebsten w├╝rde ich ihn heilen. Aber das kann ich nicht. Das mit dem Tiefling ist ja ein Ding ... hoher Besuch. Wenn er umg├Ąnglich ist, ist das ja hervorragend. Aber Henker? Als Sohn des F├╝rsten? Wer wei├č, was da vorgefallen ist, das h├Ârt sich nach einer Bestrafung an."


Gregoire Verrill de Souvagne
"Wenn Du es kannst, warum heilst Du ihn dann nicht? Du solltest mit ihm dar├╝ber reden und es ihm anbieten. Tja Dir tat weh wie man mit Alex umging, mir wie man mit Dir umging und Alex und Lin sahen sich gen├Âtigt sich zu verteidigen damit ihnen keiner was tut. Dabei wollte keiner dem anderen was. So direkt werde ich es Linhard sagen und Du bitte auch Alex, damit es nicht erneut zu solchen Missverst├Ąndnissen kommt die wirklich keiner ben├Âtigt. An Deiner Stelle w├╝rde ich Ferrau wesentlich mehr in Beschlag nehmen.

Sonst k├Ânnt Ihr nicht zu einer Einheit verschmelzen. Das mit meiner Fehlerinnerung tut mir leid, ich dachte wirklich ich h├Ątte aufgeschnappt seine Familie w├Ąren Heiler. Und das er mir dann scheinbar ins Gesicht log, war f├╝r mich die H├Âhe. Du was h├Ąltst Du davon, wenn von Lin die Verwandten da sind, dass Du mit Alex auf einen Kaffee vorbeikommst? Kaffee und Kuchen und ein netter Plausch.

Ja das ist schon seltsam, Urako hat dem Adel abgeschworen, sein Vater war wohl nicht der Beste zu ihm. Ich glaube wir sollten uns da mal gewaltig an die eigene Nase fassen und froh sein wie gut wir es hatten. Uns hat nie irgendwer auf irgendeine Art misshandelt oder gedem├╝tigt. Im Gegenteil unser Vater hat uns stets besch├╝tzt und gleichg├╝ltig was wir verzapft haben immer geliebt. Ich kann mich nicht erinnern, dass er mich mal angebr├╝llt h├Ątte, mich geohrfeigt h├Ątte oder dass er ├╝berhaupt jemals streng zu mir war. Ernst und erkl├Ąrend ja, aber streng? Nie. Sollte ich je Kinder haben, werde ich es genauso halten. Und Du? Was hast Du geplant Ciel?", fragte Greg neugierig.


Ciel Felicien de Souvagne
"Ich werde die Kindererziehung Leuten ├╝berlassen, die davon Ahnung haben. So kann ich, wenn ich meine Kinder sehe, einfach nur den Papa heraush├Ąngen lassen." Er schmunzelte gut gelaunt bei dieser Vorstellung. "Einen besseren Vater als den unseren kann man sich nicht w├╝nschen. Er ist sicher ein gutes Vorbild. Aber er hat in seiner Weichherzigkeit einen viel zu lieben Erzieher f├╝r mich ausgesucht, den ich ganz sch├Ân gequ├Ąlt habe damals. Er h├Ątte mich von Anfang an in Alexandres Obhut geben sollen.

Die Idee mit dem Kaffeetrinken gef├Ąllt mir. Lass uns das so machen. Dass du dich, was Ferrau anbelangt, geirrt hast, geht schon in Ordnung. Er hat vor mir nichts zu bef├╝rchten, ich bin nicht Dreaux. Aber ich kann inzwischen verstehen, warum er Dreaux manchmal so auf die Palme gebracht hat! Was meinst du, was ich Alex anbieten soll? Heilung? Man kann ihn nicht heilen, Gregoire. Er hat eine sehr schwere Verletzung erlitten, die nie wieder heilt. Auch Benito kann da nichts machen. Ich werde noch einmal mit ihm reden, was Linhard betrifft, aber bitte erwarte von mir kein Wunder. Alex ist leider nicht immer durch logische Argumente zu ├╝berzeugen."


Gregoire Verrill de Souvagne
"Nun das wir nicht die Windeln wechseln w├╝rden ist doch klar, wir machen das was Spa├č macht. Rumalbern und Dinge ├╝bersehen, die wir vielleicht nicht ├╝bersehen sollten. Unsere Kinder sollen es gut haben. Du siehst ja, denn scheinbar ist Geld und Macht auch nicht alles, wenn Du Dir die meisten anschaust. Ich glaube nicht, dass Du als kleines Kind Alex ertragen h├Ąttest. Aber vielleicht war er da noch ganz anders. Linhard hat mir erz├Ąhlt, dass er sich f├╝r sein erstes Kind schon eine Frau ausgesucht hat.

Na ich bin gespannt. Ich erwarte keine Wunder bez├╝glich Alex, nur soll er bitte nicht die Verwandten von Lin angehen. Falls er keine Lust hat mit ihnen gemeinsam zur Hochzeit zu gehen, ist das nat├╝rlich in Ordnung. Aber sie kommen um sich um ihn zu bem├╝hen, da sollte er dann nicht ganz so schroff sein. Nun f├╝r Ferrau ben├Âtigt man manchmal einen langen Atem sagte Dreux immer. Wobei ich glaube, der meint das gar nicht b├Âse, sondern hat nur Angst was falsch zu machen und je mehr Angst er hat, je langsamer wird er scheinbar. Benito das Schreckgespenst. Wenn der w├╝sste", lachte Greg. "Ciel ich habe Dir alles gesagt, Du hast Ehrlichkeit erbeten - sag es bei den G├Âttern doch einfach. Was f├╝r eine Verletzung hat Alex erlitten? Meinst Du ich gehe damit hausieren?

Scheinbar wei├č es jeder nur ich nicht und ich rede vermutlich gerade den gr├Â├čten Unsinn was meine Tipps anbelangt. Also wieso kann man ihn nicht heilen? Alex sollte bedenken, dass Lin ihm nichts b├Âses wollte. Aber die gute alte Logik greift nicht immer, ich wei├č".


Ciel Felicien de Souvagne
"Es wei├č nicht jeder, es wei├č nur Dreaux. Und er wei├č es, weil er Alexandre aufforderte, sich ihm unverh├╝llt zu zeigen. Wobei, ich glaube, Gilbert Jardine, dieser B├╝ttel, kennt die Wahrheit ebenso. Er fand Alex damals, zu Tode verwundet. Und doch ├╝berlebte er irgendwie. Ich kann dir ├╝ber seinen Kopf hinweg nicht sagen, was ihn so qu├Ąlt. Das geht nicht, Greg. Daf├╝r ist es zu pers├Ânlich. Ich kann dir aber verraten, dass er Frauen hasst wie die Pest, da die T├Ąterin eine Frau war. Wenn Alex sich den Verwandten gegen├╝ber unangemessen verh├Ąlt, werde ich ihm den Mund verbieten, ganz einfach. Dann kann er den Rest der Feier einsam vor sich hinschweigen. Welche Frau hat Linhard sich denn ausgesucht? Kennt man sie?"


Gregoire Verrill de Souvagne
"Nun was ich mir bei eins und eins zusammenreime ergibt nicht zwei - da seine Stimme normal klang f├╝r einen Mann. Sei es drum, ich akzeptiere Deine Loyalit├Ąt zu ihm samt Deinem Schweigen. Eventuell vertraut er es mir eines Tages an. Eine Frau die einen Mann derart verletzt hat, scheint mir keine gew├Âhnliche Frau zu sein. Und sein Hass auf die Frauen an sich kann ich verstehen, dennoch war es nur diese eine. Gut wo wir wieder beim Thema Logik w├Ąren. Nein, Lin hat mir nur gesagt, dass er vorab wohl etwas mit seinem Paps und seinem Schwertmeister ausgemacht hat. Ich kann ihn nochmal fragen.

Ob er es immer noch m├Âchte, oder ob es nur eine M├Âglichkeit von vielen ist, wird sich zeigen. Ich hatte ├╝berlegt dass wir gemeinsam meine zweite Ehe planen, sprich dass wir eine dritte im Bunde dazuholen. W├Ąre sie ihm sympatisch, spr├Ąche nichts dagegen f├╝r mich. Also ich denke wir kennen die Frau nicht. Ich gehe von einer Naridierin aus", antwortete Greg.


Ciel Felicien de Souvagne
"Schade", meinte Ciel. "Eine Souvagnerin h├Ątte ich besser gefunden, damit er fester mit unserem Land verwurzelt wird. Verbindet ihn eigentlich etwas mit Souvagne? Er sollte ein Heimatgef├╝hl entwickeln, denn in diesem Land hat er k├╝nftig Recht zu sprechen und sich um die Menschen auf seiner Scholle zu k├╝mmern. Vielleicht eine ausgedehnte Hochzeitsreise? Wobei, momentan ist hier zu viel Arbeit daf├╝r.

Aber vielleicht Tagesreisen. Die souvagnische K├╝che solltest du ihm nahebringen, unsere Burgen und Schl├Âsser, aber auch die Musik. Denkst du wirklich schon an die n├Ąchste Partnerin? Ihr seid noch nicht einmal verheiratet und beide denkt schon daran, wer die N├Ąchste sein k├Ânnte." Ciel sch├╝ttelte etwas den Kopf.


Gregoire Verrill de Souvagne
"Ich dachte daran, weil er mir sagte dass er Magdalena de la Cantillion zuerst in Betracht zog. Da dachte ich, sie k├Ânnte zu uns beiden geh├Âren. Nein ich denke nicht in diesem Sinne dar├╝ber nach, sondern diesmal sogar logisch Ciel. Seine Familie verbindet ihn etwas mit Souvagne. Sein Adoptivvater war mit einer Souvagnerin verheiratet. Magdalena de la Cantillion, die Namenpatronen f├╝r jene Magdalena die Lin zuerst aussah f├╝r eine Hochzeit. Sein Paps wie er ihn liebevoll nennt, scheint unser Land geliebt zu haben und deshalb w├Ąhlte er genau jenes f├╝r den Neuanfang aus. Zudem hat er ein gutes Verh├Ąltnis zu Aimeric de la Cantillion. Aber ich stimme Dir zu, unser Land richtig kennen und lieben lernen ist schon etwas anderes.

Tagesausfl├╝ge sind dazu eine hervorragende Idee und es w├╝rde uns auch n├Ąher zusammenbringen. Zudem geht Liebe bekanntlich durch den Magen und wir haben ja einiges zu bieten was nicht nur einfach lecker schmeckt, sondern g├Âttlich. Wir haben einiges zu tun, dass ist korrekt. So habe ich f├╝r Dich und uns ein Haus gefunden. Zur Hochzeit geh├Ârt eine Mitgift die die Braut mit in die Ehe bringt, dann eine Morgengabe die der Ehemann seiner Frau direkt am Morgen nach der Hochzeitsnacht ├╝berreicht die nur f├╝r sie pers├Ânlich ist und zu guter letzt die Widerlage, eine Finanzeinlage die der Mann in die Ehe einbringt, damit sie oder in meinem Fall er abgesichert ist f├╝r alle Wenn-F├Ąlle. Ich werde ihm sein Haus kaufen.

Auf die Mitgift habe ich verzichtet, ebenso dass seine Familie die Hochzeit ausrichtet, weil dass kann man bei dem Standesunterschied nicht verlangen. Dein Haus geht aus meiner B├Ârse als Hochzeitsgeschenk Ciel f├╝r Dich und Olivie. Drum nein, mach Dir keine Sorgen ich plane nicht schon weiteres ohne die erste Hochzeit vollzogen zu haben. Glaub mir Ciel, ich will ihn und zwar mehr als alles andere. Hast Du einige Ideen wohin ich mit ihm reisen k├Ânnte? Wir sollten bald nach Goldwasser reisen und dort mal ein bisschen schauen", schlug Greg vor.


Ciel Felicien de Souvagne
"Ein Haus, das ist mal ein n├╝tzliches Geschenk, vielen Dank! Aber verrate noch nichts, ich m├Âchte mich ├╝berraschen lassen. Warum bleibt es f├╝r ihn und dich nicht einfach bei Magdalena? Sie w├Ąre eine gute Partie. Warum braucht er zus├Ątzlich eine eigene Frau und du bist dann au├čen vor und wom├Âglich nur noch der Geldsack? Mir w├╝rde das ja nicht behagen, aber das m├╝sst ihr unter euch ausmachen. Ihr solltet euch generell alle gro├čen St├Ądte ansehen, aber auch die Azursee und die B├Ąrenberge."


Gregoire Verrill de Souvagne
"Nein Ciel, dass hat er auch gar nicht gesagt. Es w├Ąre unfair so einen Gedanken bei anderen aufkommen zu lassen. Er hat gesagt, dass er sich Kinder w├╝nscht und sein erstes wie gesagt schon geplant hat mit dieser Frau. Und dass er vorhatte Magdalena zu heiraten. Damals in Naridien wohl nur sie. Hier hatte Aimeric vorgeschlagen um Olivies Hand anzuhalten und Magdalena wenn als Zweitfrau zu heiraten. Weder erstes noch zweites stand tats├Ąchlich fest. Und ich funkte dazwischen, Du warst ja selbst anwesend.

Also ist der Plan bis jetzt folgender - wir heiraten, wir beide w├╝nschen uns Kinder. Ich werde eine Frau eventuell heiraten m├╝ssen. Er muss es nicht, er muss nur einen Stammhalter zeugen. Heirate ich Magdalena und wir kommen alle gut klar, w├Ąre das die perfekte L├Âsung. Wichtig ist im Moment aber nur, dass wir heiraten und dass alles glatt verl├Ąuft mit dem Umzug und so. Das ist der Ist-Stand. Was Dein Haus angeht, ich schweige. Was seines angeht, wirst Du es ja sehen, ich hoffe es gef├Ąllt ihm wie Dir.

Wir werden alle gro├čen Orte bereisen. Letztens wollte ich mit ihm ans Meer, aber es war ihm zu kalt. Gut es war auch sehr kalt. Da sind wir nach Beaufort geritten und haben danach lecker gegessen. Das war richtig gem├╝tlich mit ihm, sowas solltest Du mit Oli machen Ciel. Ihr k├Ânnt in ein Cafe gehen und Kuchen essen und Kakao trinken. Schokolade hebt immer die Stimmung".


Ciel Felicien de Souvagne
Ciel st├Âhnte etwas. "Ich w├╝rde lieber mit ihr eine Universit├Ąt besuchen oder eine Akademie und mich dort mit den Dekanen unterhalten - gern auch bei einem Kakao. Vor so etwas, wie du es vorschl├Ągst, habe ich mich immer gef├╝rchtet. Olivie ist ein kluger Kopf, ich hoffe sehr, dass sie an so etwas nicht so viel Interesse hat, sonst borge ich sie meiner Mutter aus und verstecke mich. Ich glaube, ich heirate doch Alexandre, nur, damit er sich mit mir ├╝ber seine Forschungen unterh├Ąlt oder die unendliche Debatte f├╝hrt, ob Gef├╝hle nun k├Ârperlicher oder geistiger Natur entspringen oder einer dritten Instanz neben Kopf und Leib."


Gregoire Verrill de Souvagne
"Nun dann besucht eine Akademie, am besten die die Du mit aufbauen sollst", lachte Greg gut gelaunt. "Ich hatte anderes im Sinn. Wenn meinem Herzblatt kalt ist und er was Warmes zu essen ben├Âtigt, nun dann soll er sich rundum wohl f├╝hlen. Ob er dabei schweigt und genie├čt oder ob er reden will, gleichg├╝ltig. Hauptsache er macht es gemeinsam mit mir. Einfach ein bisschen nahe sein. Diskutieren kann ich den ganzen Tag Ciel. Manchmal ben├Âtigt es keine Worte, sondern einfach einer lieben Geste".


Ciel Felicien de Souvagne
"Wo du auch wieder recht hast. Das, was du meinst, ist die Zeit, die ich sonst Abends mit Ferrau beim Spielen verbringe oder Arm in Arm mit jemandem im Bett liege. Das auch au├čerhalb der eigenen vier W├Ąnde zu tun ist irgendwie seltsam, da ich automatisch im Arbeitsmodus bin au├čerhalb meiner Gem├Ącher. Andererseits, mit Dreaux hatte ich mir ziemlich die Kutschfahrt nach Ehveros vers├╝├čt, wir hatten eine Wasserpfeife dabei", sagte Ciel grinsend. "Olivie soll f├╝r den Anfang bei mir ├╝bernachten auf Probe. Ich m├Âchte mich an ihre N├Ąhe gew├Âhnen und sie soll die Meine erdulden und vielleicht genie├čen k├Ânnen. Einfach nur nebeneinander liegen, nicht einmal Arm in Arm, wenn ihr das zu viel ist."


Gregoire Verrill de Souvagne
"Doch das wird sie m├Âgen. Kauf was S├╝├čes, was Ihr im Bett naschen k├Ânnt. Und trinkt vorher was s├╝├čes, warmes. Dass entspannt und macht zug├Ąnglich. Ist ein Trick - dr├╝ck jemanden mal einfach was Warmes in die Hand - halte mal kurz. Ich wette er ist zug├Ąnglicher als vorher. Machst Du das gleiche mit was eiskalten - halte mal kurz, reagiert die Person anders. Der Mensch ist drauf geeicht auf W├Ąrme zu reagieren. Das kann man ausnutzen, oder bewusst nutzen um wem was Gutes zu tun. Versuchs Ciel. Sowas habe ich aus meinen schlauen B├╝chern, der Kaffee ist also mehr als nur der Kaffee - geschenkte W├Ąrme. Gut Du kannst diese Form von N├Ąhe ja Zuhause aus├╝ben, dass ist noch sch├Âner, aber drau├čen muss es auch mal sein. Du und Ferrau spielt? Finde ich gut", grinste Greg.
Bild

Benutzeravatar
Linhard von Hohenfelde
Marquis
Beitr├Ąge: 98
Registriert: Do 14. Sep 2017, 10:19
Auszeichnungen: 2
Guthaben: Gesperrt
Steckbrief: Bild

Die Handelsallianz Rote Laterne

Re: Royale Doppelverlobung

#6

Beitrag von Linhard von Hohenfelde » Do 12. Apr 2018, 12:19

Die Bestie als Berater


Lin besuchte mitten in der Nacht Archibald in seinem Quartier. Der Schwertmeister musterte Linhard gut gelaunt und machte eine einladende Geste. Beide machten es sich auf dem Sofa gem├╝tlich.

"Ich ben├Âtige Deinen Rat Archi, Aimeric kann mir da nicht helfen. Urako hat mir schon geholfen, aber ich m├Âchte Deine Sicht der Dinge h├Âren. Du wei├čt wen ich heiraten werde und Du kannst Dir denken warum. Ich habe mit Greg offen ├╝ber alles geredet. Er wei├č alles, nunja fast alles. Du bist mit Jesper zusammen Archibald, er ist Dein Mann, aber Du begehrst ihn nicht. Liebst Du ihn als Freund oder als Partner? Das w├╝rde ich gerne wissen, dass w├╝rde mir helfen", sagte Lin.

"Ich verstehe Dein Problem, wir sind in einer ├Ąhnlichen Situation. Jesper... tja. Ich liebe Jesper als Person. Er ist mein Mann, ich liebe ihn von Herzen und ich w├╝rde ihn jederzeit verteidigen. Allerdings w├╝rde ich ihn auch angehen, sollte er mich hintergehen. Er liebt mich mit all meinen Ecken, Kanten, mit meiner Abnormit├Ąt - er ist mein Zuhause auf zwei Beinen. Begehren kann ich ihn nicht, daf├╝r ist mein Empfinden zu fremdartig", antwortete Archibald ehrlich.
"Wenn Du wei├čt dass Du krank bist, dann mach doch endlich was dagegen Arch", bat Linhard.

"Da kann ich nichts machen, an mir liegt es schlie├člich nicht. Die Abnormit├Ąt ist, dass ich etwas begehre, dass mich niemals zur├╝ck begehren wird. Mein Verlangen l├Ąuft ins Leere und ich kann es mir nur ├╝ber Raub aneignen. Die Abnormit├Ąt ist die fehlende Gegenseite. Aber das ist nicht Teil unserer Diskussion, sondern Du m├Âchtest wissen wie es zwischen mir und Jesper trotzdem laufen kann", stellte Archibald klar.
"Richtig, wie k├Ânnt Ihr ein Paar sein, obwohl Du ihn nicht begehrst. Ihr teilt doch das Bett oder?", fragte Lin.

"Wir sind ein Paar, weil dazu weitaus mehr geh├Ârt als reines Begehren. Wir sind Partner, wir sind Freunde, wir stehen f├╝r einander ein, wir lieben uns. Nur das Begehren f├Ąllt auf meiner Seite weg. Wir sind intim Linhard. F├╝r mich ist das kein Problem. Irgendwann fragte Jesper einmal, ob ich ihm meine Gunst schenke und seit dem Tag ist das unser Ausdruck daf├╝r geblieben. Es ist n├Ąmlich so, ich schenke ihm etwas, woran er Spa├č hat. Warum denn auch nicht? Ich liebe ihn doch. Was macht er alles f├╝r mich, woran er garantiert keinen Spa├č hat? Und mich ihm hinzugeben ist nicht unangenehm. Er ist liebevoll, er ist z├Ąrtlich und das danach vers├╝├čt er mir mit einer Massageeinheit. Das ist meins, dass was ich genie├če.

Ich kann es genie├čen, aber es ist nichts was mich erregt, es sei denn ich stelle mir entsprechende Bilder dazu vor, die ich Dir nicht erl├Ąutere. Dann hat er Spa├č mit mir und ich meinen eigenen im Kopf.

Wenn Du Greg als Freund liebst und gerne mit ihm zusammen bist, kannst Du ihm ebenfalls Deine Gunst schenken. Er wird Dir nicht wehtun, gerade dann nicht, da er wei├č was Du da f├╝r ihn leistest. Du verschenkst Dich. Und wenn er es drauf hat und clever anstellt, wirst Du m├Âglicherweise richtig Spa├č dabeihaben und abgehen. Dann spricht nichts dagegen, es nicht zu wiederholen. Zudem musst Du nicht nur der Empf├Ąnger dieser Liebesbotschaft sein. Er kann ebenso Empf├Ąnger werden und Du gehst mit ihm dabei liebevoll und anst├Ąndig um. Dagegen spricht ├╝berhaupt nichts Linhard. Ob dabei mehr an Gef├╝hl aufkommt, wirst Du merken",
antwortete Arch.

"Als wir uns k├╝ssten, hat mich das erregt und ich habe es sofort abgebrochen", warf Linhard ein.
"Wieso?", hakte Archi neugierig nach.

"Ehrliche Antwort - kalte F├╝├če. Ich habe mit allem gerechnet, aber damit nicht", grinste Lin.
ÔÇ×Kein Grund f├╝r kalte F├╝├če, frag ihn wie gesagt nach einer Spielstunde wo Du der Geber und er der Empf├Ąnger ist. Und dann tastet Euch vorÔÇť, schlug Archibald vor.

ÔÇ×Den Tipp gab mir auch UrakoÔÇť, warf Linhard ein.
ÔÇ×Dann hat Urako Recht ÔÇô wer immer das istÔÇŽÔÇť, kicherte Arch.

ÔÇ×Der Tiefling, der hier anr├╝cken musste damit Du Dave nichts antust ArchÔÇŽÔÇť, erkl├Ąrte Linhard mit nicht zu deutendem Ton.
ÔÇ×OhÔÇŽ verstehe, hat Urako keinen Kalender? Eine Jahrhundertuhr w├Ąre auch nicht schlecht, der Mann ist genauÔÇŽÔÇť, sagte Archibald und schaute auf seine eigene Uhr ÔÇ×ÔÇŽ 38 Jahre zu sp├Ąt dran, aber lassen wir dasÔÇť.

ÔÇ×Du solltest das lassen, sonst bist Du vielleicht genau 38 Jahre zu sp├Ąt dran, Deine Krallen bei Dir zu behalten Arch. Dunwin mag anders aussehen, aber er ist noch immer was er istÔÇŽÔÇť, warnte Lin.
ÔÇ×So ist er das?... HmÔÇŽ interessantÔÇŽ Dazu sage ich, das m├Âchte ich schwer hoffen mein lieber LinhardÔÇŽ alles andere w├Ąre doch langweiligÔÇŽ nicht wahr? Die guten alten ZeitenÔÇŽ Du hast sie leider nicht erlebt. Dich bekommen wir auch noch erwachsen. Zur├╝ck zu unserem Thema und das war garantiert nicht DaveÔÇŽÔÇť, gab Arch freundlich zur├╝ck und knuffte Lin.

ÔÇ×Ich verstehe Dich manchmal nicht ArchÔÇŽÔÇť, st├Âhnte Lin.
ÔÇ×Das tun die wenigstens, also zur├╝ck zum Thema ÔÇô Li-LaÔÇť, grinste Arch.

ÔÇ×Gut zur├╝ck zu Greg, was soll ich tun? Archi hilf mirÔÇť, bat Lin und musste dann bl├Âde grinsen.
"Magst Du ihn?", grinste Archibald zur├╝ck.

"Ziemlich, ja. Zuerst habe ich mir gedacht, er ist eine gute Partie und wenn wir Freunde werden, passt das schon. Du tust es f├╝r Paps und Deine Leute. Danach als ich vor ihm seelisch blank gezogen hatte und er dabei so lieb zu mir war, da... war es anders. Er war gut zu mir und ihn hat interessiert was ich sage. Er hat nicht einfach zugeh├Ârt, weil er das musste um an Sex zu kommen. Er sa├č einfach da, h├Ârte zu und lie├č mich erz├Ąhlen. Ab und an hakte er nach und als ich geendet hatte, hat er mich einfach in die Arme genommen. Vielleicht auch, weil ich wegen Paps heulen musste ÔÇô keine Ahnung.

Ich habe auf seinem Sofa geschlafen und ich war weg. Ich habe richtig tief und fest geschlafen Archi. Ich wei├č, wer nicht ein Auge offen l├Ąsst beim Schlafen, macht bald beide f├╝r immer zu. Aber ihm kann ich vertrauen, ich sp├╝re das. Paps w├╝rde sich sicher gut mit ihm verstehen",
erkl├Ąrte Linhard gl├╝cklich.
"Du magst ihn hm?", grinste Archibald breiter.

"Schlimm?", hakte Lin nach.
"Sch├Ân!", gab Arch zur├╝ck.
Bild

"Niemand wendet sich gegen die Familie, sonst wendet sich die Familie gegen Dich" - Linhard von Hohenfelde

Benutzeravatar
Gregoire Verrill de Souvagne
Prince
Beitr├Ąge: 19
Registriert: So 4. Feb 2018, 15:15
Auszeichnungen: 1
Guthaben: Gesperrt
Steckbrief: Bild

Rote Laterne

Re: Royale Doppelverlobung

#7

Beitrag von Gregoire Verrill de Souvagne » Do 12. Apr 2018, 23:11

Rutsch r├╝ber

Gregoire wartete nerv├Âs und gespannt ab, bis Linhard endlich wieder nach Hause kam. Es war schon seltsam, vor nicht allzu langer Zeit hatte er den jungen Mann gar nicht gekannt. Und nun sorgte er sich bereits, wenn Lin einige Minuten zu sp├Ąt nach Hause kam. Wobei er weder bei Greg wohnte, noch hatten sie eine Zeit geschweige denn ein Treffen ausgemacht. Dennoch hatte Linhard jede Nacht nach der Aussprache bei Gregoire auf dem Sofa geschlafen.

Die Aussprache und das damit verbundene Vertrauen bedeutete Verrill sehr viel. Erneut schaute er auf seine goldene Taschenuhr. Entnervt legte er das kostbare St├╝ck aufgeklappt auf den Tisch um jederzeit einen Blick darauf werfen zu k├Ânnen.

Der Prince stand auf, begab sich zum Fenster und zog den Vorhang ein St├╝ck beiseite. Es d├Ąmmerte bereits und von Linhard war immer noch nichts zu sehen. Gregoire schaute hinab in den Hof und hoffte seinen Verlobten einreiten zu sehen mit dem nachtschwarzen Pferd, dass er ihm zur Verlobung geschenkt hatte. Im Moment fragte er sich, warum er Lin nicht irgendetwas anderes geschenkt hatte. Das Pferd machte ihn eindeutig zu mobil. Auf der anderen Seite h├Ątte er ihn auch begleiten k├Ânnen. Er hatte heute keine Zeit gehabt. Entt├Ąuscht lie├č er den Vorhang zur├╝ck vors Fenster fallen.

Gregoire drehte sich um und wollte gerade zur├╝ck zum Sofa laufen, als es an der T├╝r klopfte. Zerbino eilte beflissen los, aber Greg war schneller und ├Âffnete selbst die T├╝r. Der Leibdiener staunte nicht schlecht. Allerdings schmunzelte er einen Augenblick sp├Ąter wissend, als sein Herr Linhard zur Begr├╝├čung sofort umarmte.

"Sch├Ân dass Du endlich da bist, ich habe mich um Dich gesorgt Lin. Wo warst Du nur so lange?", fragte Gregoire, zog Lin in seine Wohnung und strich ihm ├╝ber den Kopf.
"Ich war in Beaufort und habe uns etwas Nettes f├╝r den Abend mitgebracht. Rauchstangen, Schokolade, von diesem getr├Ąnkten Kuchen den wir zuletzt in der Stadt gegessen haben. Ich dachte wir machen es uns heute Abend gem├╝tlich", schlug Linhard vor.

Er platzierte seine Eink├Ąufe auf dem Wohnzimmertisch und schl├╝pfte aus den Schuhen und seiner Jacke.

"Herr daf├╝r bin doch da", bot Zerbino hilfsbereit an.
"Schon gut, w├Ąre lieb wenn Du mir meine Decke bringst und den Kamin etwas anheizt", bat Linhard.
"Sehr gerne", antwortete Zerbino und eilte davon, w├Ąhrend Gregoire die T├╝r schloss und sich zu Lin gesellte.

Linhard hockte sich aufs Sofa und zog Greg mit sich. Gut gelaunt z├╝ndete er sich eine Rauchstange an, nahm einen tiefen Zug und reichte sie an Verrill weiter, ehe er sich eine eigene anz├╝ndete. Zerbino kam aus dem Nebenzimmer und reichte Linhard seine Decke.

"Du kannst Dich in Deine Stube zur├╝ckziehen Zerbino, Dankesch├Ân. Wir kommen alleine klar", erkl├Ąrte Greg und schmunzelte seinen Leibdiener an.
"Sehr wohl Herr, ich w├╝nsche eine angenehme Nachtruhe", mit den Worten verabschiedete sich Zerbino in seine Kammer.

"Schlie├č die Augen", bat Gregoire und nahm Linhards linke Hand in seine.
"In Ordnung", grinste Lin und schloss die Augen. Er wusste nicht was Gregoire vorhatte, aber er rechnete mit allem.

Linhard sp├╝rte wie ihm Gregoire etwas ├╝ber den linken Ringfinger schob und ihn dann z├Ąrtlich auf den Mund k├╝sste.

"F├╝r immer", fl├╝sterte er Linhard ins Ohr und zog ihn an sich.
"Wow...", murmelte Linhard.

"Er ist aus Wei├čgo...", setzte Gregoire an, weiter kam er nicht da ihn Lin fest auf den Mund k├╝sste.
"Und wenn er aus dem billigsten Blech w├Ąre Greg! Es gab vor Dir nur einen Einzigen, der jemals so zu mir gestanden hat. Von ihm habe ich die Adoptionsurkunde, von Dir den Ring. Danke, Du wei├čt nicht was er mir bedeutet", sagte Lin ergriffen.

"Doch das wei├č ich", antwortete Greg liebevoll. Er nahm Linhard die Rauchstange ab und dr├╝ckte sie im Aschenbecher aus.

"Wir essen den Kuchen morgen fr├╝h. Leg Dich hin, mach es Dir gem├╝tlich und schlaf Dich aus. Bis morgen fr├╝h, schlaf sch├Ân Linny", erkl├Ąrte Greg gl├╝cklich.
"Du auch, tr├Ąum was Sch├Ânes", schmunzelte Linhard, legte sich lang und mummelte sich in seine Decke.

Gregoire war tief und fest eingeschlafen, als ihm jemand die Haare aus dem Gesicht strich. Verschlafen schaute er auf, musterte baff seinen nackten Verlobten und grinste dann breit ├╝ber beide Ohren.

"Rutsch r├╝ber", grinste Lin zur├╝ck und kroch mit unter die Decke.
Bild

Benutzeravatar
Ciel Felicien de Souvagne
Prince
Beitr├Ąge: 82
Registriert: Fr 20. Okt 2017, 09:02
Auszeichnungen: 1
Guthaben: Gesperrt
Volk: Almanen

Rote Laterne

Ein sehr pers├Ânliches Gespr├Ąch

#8

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Do 12. Apr 2018, 23:44

Ein sehr pers├Ânliches Gespr├Ąch
- Olivie und Ciel besprechen ihre Hochzeitsnacht -

Ciel Felicien de Souvagne
Nach dem Gespr├Ąch mit seinem kleinen Bruder Gregoire, machte Ciel sich auf, um seine zuk├╝nftige Braut zu besuchen. Ferrau hatte den Besuch bereits im Vorfeld angek├╝ndigt. Ciel gab Ferrau frei, denn er wollte mit ihr auch ├╝ber die Hochzeitsnacht sprechen. Einer der wachhabenden Gardisten klopfte also f├╝r ihn an die T├╝r ihres Gemachs.

Jeanne Briard
Jeanne Briard, die Zofe von Olivie, ├Âffnete die T├╝r. Als sie Ciel erkannte gab sie den Weg frei und machte eine einladende Geste. ┬╗Die Herrin erwartet Sie bereits Hoheit┬ź, sagte sie ergeben.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Danke┬ź, sagte Ciel freundlich und trat ein. Er begr├╝├čte Olivie mit einem kurzen, aber liebevollen Kuss auf den Mund. ┬╗Sch├Ân dich zu sehen.┬ź

Olivie de Souvagne
Olivie umarmte Ciel liebevoll. ┬╗Ich freue mich auch Dich zu sehen. Du siehst geschafft aus Ciel, aber das siehst Du meist. Setz Dich doch, uns wird gleich etwas zu Essen gebracht. Ich wusste nicht ob Du schon gegessen hast, meist vergisst Du es sicher wie die beiden anderen. Wie geht es Dir? Au├čer dass Du wohl ziemlich geschafft bist?┬ź, fragte sie und strich ihm ├╝ber die Wange.

Ciel Felicien de Souvagne
Er freute sich ├╝ber die z├Ąrtliche Begr├╝├čung und setzte sich nahe an seine Verlobte heran. ┬╗Ich komme gerade von Greg. Wir hatten ein aufw├╝hlendes Gespr├Ąch und in der Nacht zuvor habe ich wenig geschlafen. Aber das ist nichts, was ungew├Âhnlich ist oder Grund zur Sorge w├Ąre. Was l├Ąsst du uns denn sch├Ânes zum Essen bringen? Ich habe nur Gregs fettige Kekse gegessen heute, von denen aber reichlich. Und wie geht es dir? Ich w├╝rde dann gern mit dir ein wenig vertraulich reden.┬ź Er warf einen kurzen Blick in Richtung der Zofe.

Olivie de Souvagne
Olivie wandte sich an Jeanne. ┬╗Bitte lass uns allein. Ich lasse nach Dir schicken, sobald ich Dich ben├Âtige. Danke┬ź, sagte sie h├Âflich. Jeanne verneigte sich und verlie├č das Quartier. ┬╗So nun kannst Du unbefangen reden Ciel. Eine Auswahl an einigen kleinen verschiedenen Speisen, Du kannst Dir nehmen was Du m├Âchtest. Allerdings warme Speisen. Greg und seine Kekse, jeder hat so seine Schw├Ąche. Erz├Ąhl, was gibt es neues zu berichten? Ihr habt doch wohl nicht gestritten?┬ź, hakte sie nach und rutschte n├Ąher.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ach was. Selbst wenn wir uns mal streiten, dann ist das doch nur von kurzer Dauer, wir vier haben uns doch immer gut verstanden. Warum sollte sich das ├Ąndern, nur weil ich etwas skeptisch bin, was Gregs Zuk├╝nftigen anbelangt? Das ist meine Meinung und er hat seine. Es hat keine Auswirkung auf unser Verh├Ąltnis.┬ź Ciel hatte zwar keinen Hunger, doch weil Olivie sich die M├╝he gemacht hatte, w├╝rde er dann ein paar Happen essen. Aber erst sp├Ąter. Er zog ein kleines Schmuckk├Ąstchen aus der Tasche und reichte es ihr. ┬╗F├╝r dich.┬ź Es war der Rosenring, den Greg ihm f├╝r Olivie besorgt hatte.

Olivie de Souvagne
Olivie nahm es mit einem strahlenden L├Ącheln entgegen und ├Âffnete das K├Ąstchen ganz langsam um sich selbst die Vorfreude zu erh├Âhen. Als sie das K├Ąstchen ganz ge├Âffnet hatte und auf den strahlenden Brillantring schaute musterte sie Ciel ger├╝hrt. ┬╗Er ist wundersch├Ân, ich wei├č gar nicht was ich sagen soll... Ciel┬ź, hauchte sie. Sie stellte das K├Ąstchen vorsichtig beiseite umarmte ihn und k├╝sste ihn liebevoll auf den Mund. ┬╗Du musst ihn mir anstecken Ciel, na los┬ź, freute sie sich und hielt ihm die linke Hand hin.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel war etwas ├╝berrumpelt ob ihrer ├ťberschw├Ąnglichkeit, doch er fand es nicht unangenehm. Als sie ihn k├╝sste, umarmte er sie zur├╝ck, zog sie an sich und k├╝sste sie zur├╝ck. Dabei lie├č er ihnen beiden Zeit, ehe er den Ring aus dem K├Ąstchen nahm und ihr sanft ├╝ber den Ringfinger schob. Danach k├╝sste er ihre Hand. Gern w├╝rde er noch etwas mehr mit ihr schmusen. Sie f├╝hlte sich ganz klein, zart und weich an, nachdem die letzte Person, mit der er gekuschelt hatte, der nicht gerade kleine Alexandre gewesen war. ┬╗Womit wir zu meinem ersten Anliegen kommen┬ź, sagte er schmunzelnd. ┬╗Ich m├Âchte dir anbieten, bei mir im Bett zu ├╝bernachten. So k├Ânnen wir uns aneinander gew├Âhnen und sind uns nahe. Ich schlafe nicht gern allein. Wie sieht es bei dir aus? Schmust du gern oder brauchst du eher Platz, um bequem zu liegen?┬ź

Olivie de Souvagne
┬╗Ich bin klein, brauche wenig Platz und rieche gut - das ist so ein bl├Âder Witz. Aber es stimmt. Nein ich schlafe nicht gerne allein. Neben mir schl├Ąft sonst meine Zofe Jeanne. Es ist ein sch├Ânes Gef├╝hl, wenn man nicht allein in einem so gro├čen Raum ist. Zudem kann man sich dann noch etwas unterhalten, oder man liest und tauscht sich ├╝ber das Gelesene aus. Und bei Gewitter steht man sich bei und tut so als w├╝rde man sich ├╝berhaupt nicht f├╝rchten. Es ist eben nur was kalt, darum zittert man. Nun Du wirst bei Gewitter sicher nicht zittern. Falls doch ist Dir sicher genauso kalt wie mir┬ź, lachte sie mit ihrer glockenklaren Stimme. ┬╗Falls Du es ernst meinst, dann werden wir zusammen ├╝bernachten. Das ist ein sehr liebes Angebot. Ich freue mich sehr dar├╝ber. Wann stehst Du morgens immer auf, damit wir uns mit der Morgentoilette nichts im Wege stehen? Das kleinste Problem, aber wir m├╝ssen es ja absprechen auch f├╝r unsere Dienerschaft. Sich nahe sein ist was Sch├Ânes┬ź, sagte Olivie gl├╝cklich und betrachtete ihren Ring. ┬╗Du hast sehr gut gew├Ąhlt Ciel, dass muss ich Dir lassen. Du wei├čt was mir Rosen bedeuten┬ź.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel nahm sich vor, das Lob an Greg weiterzuleiten, der sich die M├╝he gemacht hatte, den Ring f├╝r ihn auszusuchen. Ciel hatte f├╝r so etwas meist keinen Nerv, da er seine Priorit├Ąten anders legte und delegierte dergleichen an Ferrau, doch der sollte sich noch immer schonen, so dass nicht alles delegiert werden konnte und daher liegen blieb. Als sie ihm ihren Witz erkl├Ąrte, zog er ein wenig die Augenbraue hoch. ┬╗Du bist klein und riechst gut ... das stimmt! Ist das eine Anspielung oder woher kommt der Spruch? Ja, ich meine es sehr ernst. Es w├╝rde mich freuen, w├╝rdest du bei mir schlafen. Vor Gewitter f├╝rchte ich mich nicht. Ich liebe es, das Krachen des Donners und das Aufleuchten der Blitze und wie der Wind an den B├Ąumen zerrt. Was w├╝rde deine Zofe sagen, wenn du fortan jede Nacht bei mir schlafen w├╝rdest? Keine Angst, wir versuchen es erstmal nur die eine Nacht und dann schauen wir, wie uns das gefallen hat. Ich frage nur aus Neugier.┬ź

Olivie de Souvagne
Olivie lachte gut gelaunt. ┬╗Das ist keine Anspielung, Du riechst auch gut. Der Spruch geht einfach so. Nun sie wird dann vermutlich in der Kammer bei Deinem Leibdiener schlafen oder, falls sie das nicht m├Âchte, bei Dir in einem anderen Raum. Sie ist eine sehr liebe und anst├Ąndige Person, Du musst keine Bef├╝rchtungen haben. Gewitter kann ganze H├Ąuser zerst├Âren und Br├Ąnde ausl├Âsen. Und es erschl├Ągt Vieh und Mensch. Und es ist einfach unheimlich, auch wenn man wei├č dass es nichts lebendiges ist oder so etwas. Es zeigt einem wie klein man als Mensch eigentlich ist. Gleichg├╝ltig ob Domestik oder Herrin, so ein Blitz dass ist wahre geballte Naturgewalt. Nichts kann ihn aufhalten. Das lernt einen Respekt und die Lautst├Ąrke untermalt es irgendwie noch. Ich verstehe gut, warum viele Gewitter f├╝r den Zorn der G├Âtter halten. Wobei ich wei├č, dass es durch Temperaturwechsel entsteht. Ich habe eines von Gregs B├╝chern dar├╝ber mal gelesen. Nun ich dachte dann h├Ątte ich weniger Angst, wer f├╝rchtet etwas Bekanntes? Aber ein Gewitter ist und bleibt dennoch etwas sehr beeindruckendes, findest Du nicht auch? Sehr gerne versuchen wir es eine Nacht. M├Âchtest Du bei mir schlafen oder soll ich mich zu Dir gesellen Ciel? Wie ist Dein Abendablauf? Was tust Du? Was machst Du besonders gern?┬ź, hakte sie nach.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Du hast meine Frage nur zur H├Ąlfte beantwortet. Ich fragte nicht, was sie dann tut, sondern was sie dazu sagen w├╝rde, wie es ihr damit geht. Ich m├Âchte es einfach gern wissen, da mich das Verhalten und Empfinden der Menschen immer sehr interessiert. Ich w├╝rde mich freuen, wenn du bei mir schl├Ąfst, aber deine Zofe soll nicht bei Ferrau ├╝bernachten. Das m├Âchte ich nicht, er hat nur ein Bett. Sie kann im Arbeitszimmer schlafen, dort ist auch ein Sofa. Nicht so gem├╝tlich wie das im Wohnzimmer, aber auch gut. Ich schlafe sehr sp├Ąt ein. Meist spiele ich mit Ferrau Gesellschaftsspiele oder rede mit ihm, w├Ąhrend er auf dem Sofa schon halb einschl├Ąft. Ich brauche nur 4 Stunden schlaf, das h├Ąlt er nicht durch. Meist stehe ich vor ihm auf und arbeite schon ein wenig und er kommt dann zu seiner Zeit hinzu. Meine normale Schlafenszeit ist von 0 - 4 Uhr.Gewitter ist die Folge von Temperaturwechsel - doch woher kommt dieser? Ist dies auch nat├╝rlich bedingt? Wir wissen, dass bestimmte Formen der Elementarmagie zur Wettermanipulation geeignet sind. Ist dies Zeichen daf├╝r, dass auch die G├Âtter auf diese Weise zu uns sprechen? Dar├╝ber k├Ânnte man lange sinnieren. Khawa erkl├Ąrte mir, dass die Rakshaner ihrem Gott Rakshor die Macht ├╝ber den Sturm zuschreiben. Drum ist Khawa sehr stolz, dass man ihn fr├╝her Steppensturm nannte. In diesem Beinamen schwingt enormer Respekt mit, wenn man wei├č, dass f├╝r sein ehemaliges Volk Sturm mehr ist als nur Wind.┬ź

Olivie de Souvagne
Olivie dachte einen Augenblick lang scharf nach. ┬╗Vermutlich wird sie sich etwas einsam f├╝hlen Ciel. Aber so ist das nunmal, wir heiraten bald. Und dass wir beiden uns dann nahe sein wollen wird Jeanne doch verstehen, auch wenn sie sich selbst einsam f├╝hlt. Daran k├Ânnen wir beide nichts ├Ąndern┬ź, erkl├Ąrte Olivie und nahm seine gro├če Hand in ihre beiden kleinen H├Ąnde. ┬╗Ansonsten m├╝ssten wir f├╝r unsere Diener stets einsam bleiben. Das werden weder sie wollen, noch wir. Das ist der Lauf des Lebens Ciel. Manches bleibt auf ewig gleich, manches ├Ąndert sich. Neiden wird sie es uns nicht, so eine Person ist sie nicht. Aber sie wird sich die erste Zeit einsam vorkommen, da sie es nicht gew├Âhnt ist allein zu schlafen. Mir erginge es nicht anders, m├╝sste ich ohne sie sein. Nein also im Bett soll sie nicht mit Ferrau schlafen. Das Sofa ist eine gute L├Âsung und sie kann es sich dort bequem machen. Also ich schlafe meist gegen 22 Uhr ein wie Vater und geweckt werde ich den G├Âttern sei Dank 2 Stunden sp├Ąter als Vater, n├Ąmlich um 8 Uhr morgens. Ihr habt ja auch wesentlich mehr Termine als ich. Du schl├Ąfst sehr wenig und bist sehr flei├čig Ciel. Wir k├Ânnen auch gerne Karten spielen. Nun laut dem Buch funktioniert es so. Die Luft ist kalt und bringt den Regen. Der Blitz ist hei├č, er kann ja auch Dinge entz├╝nden. In dem Moment wo er kommt, hei├čt er die Luft ein und danach wird sie schlagartig kalt und es knallt - es donnert. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Nat├╝rlich k├Ânnte man nun wie Greg sagen, das ist reine Natur! Da spielt kein Gott mit. Das ist die eine Sicht von ihm. Die zweite finde ich logischer. Denn da hinterfragt er selbst, wer erschuf die Natur? Das ist oder war eine h├Âhere Macht - folglich ein Gott. Das hei├čt, auch wenn der Blitz nat├╝rlich ist, ist er etwas g├Âttliches - denn die Natur selbst ist Gottes Handwerk. In jedem Gesch├Âpf der Natur lebt das Wunderbare - der kleine g├Âttliche Funke den jedes Lebewesen inne hat die Seele. Die kann nicht abgesprochen werden. Die meisten verwechseln vielleicht Seele nur mit einem Bewusstsein das unserem gleicht. Was auch falsch ist. Denn jedes Wesen hat die Wahrnehmung die es f├╝r seinen Lebensraum ben├Âtigt. Denk nur an den Adler, seine scharfen Augen. W├╝rde er mit unseren Augen sehen w├╝rde er uns bemitleiden nicht wahr? Drum ist alles Gottes Werk Ciel - alles was geschaffen wurde, selbst die Steine┬ź, erkl├Ąrte Olivie gut gelaunt. Sie mochte es so mit Greg oder nun mit Ciel zu depatieren.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel lauschte seiner Schwester. ┬╗Mir gef├Ąllt, wie du die Dinge siehst. Wei├čt du, was ich mag - abends Arm in Arm liegen oder einfach nur nebeneinander und so miteinander zu sprechen, ├╝ber Ainuwar und die Welt philosophieren, w├Ąhrend man angenehm m├╝de wird und langsam einschl├Ąft. In dem Falle wirst du das sein. Ich werde meine Arbeit so umschichten, dass ich mich zu dir legen kann und wir noch plaudern k├Ânnen, bevor du einschl├Ąfst. Wie nahe seid ihr euch beim Kuscheln gekommen, du und Jeanne? Nat├╝rlich leiden unsere Diener, wenn sie in die zweite Reihe gedr├Ąngt werden. Ein guter Diener versteht und akzeptiert das, aber es wird ihn trotzdem schmerzen.┬ź

Olivie de Souvagne
┬╗Wir sind beste Freundinnen, so w├╝rde ich es nennen. Andere w├╝rden vielleicht sagen, dass ist gekaufte Freundschaft, aber nur jene die wirklich und wahrhaftig dienen und jene die wahrhaftig herrschen wissen dass dem nicht so ist. Sie ist meine Freundin wie ich ihre. Wie nahe? Schwesterlich nahe Ciel. Wir liegen nebeneinander, lesen, reden, denken nach so wie wir gerade. Erz├Ąhlen aber auch manchmal Unfug und lachen. Dann w├╝nschen wir uns eine gute Nacht sobald wir m├╝de werden und schlafen nebeneinander ein. Mir gef├Ąllt es ebenso mit Dir ├╝ber all solche Gedanken sprechen zu k├Ânnen. Manchmal hat man ja auch ganz andere Gedanken im Kopf. Dann f├Ąngt man mit einem Thema an und endet bei einem v├Âllig anderen und fragt sich, wie man nur dahin gelangen konnte. Kennst Du das? Ja das hast Du sehr gut beschrieben, ich denke Zerbino wird genauso leiden wie Fabien gelitten hat als Vater heiratete. Und genauso wird auch Ferrau leiden. Aber ich denke bei Dir ist er sehr gut aufgehoben, er macht einen zufriedenen und aufgebl├╝hten Eindruck Ciel┬ź.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ferrau wird nicht leiden. Er schien sich sehr ├╝ber die Ank├╝ndigung der Hochzeit zu freuen und gibt sich viel M├╝he dabei, alles vorzubereiten. Er wirkt aufrichtig gl├╝cklich damit. Ich glaube, er freut sich vielleicht sogar ├╝ber die Pause, wenn er nicht mehr fast jeden zweiten Abend um mehrere Stunden Schlaf gebracht wird. Ich denke, er wird erst mal einfach ausschlafen. Ein guter Diener ist weitaus mehr als nur ein Diener. In diesem Wort steckt so viel mehr als das Leisten von Arbeit. Es steckt darin Hingabe, Loyalit├Ąt, Selbstlosigkeit. Ja, ich kenne das. Ich kenne es auch etwas anders. Schmusen und K├╝ssen, mehr nicht, aber das sehr viel.┬ź Er dachte an Alexandre, aber den lie├č er besser noch unerw├Ąhnt. Er wollte mit den weniger schwierigen Themen beginnen. ┬╗Ich w├╝rde mich gern mit dir ├╝ber unsere Hochzeitsnacht unterhalten┬ź, sagte er ruhig. ┬╗Was empfindest du, wenn du daran denkst?┬ź

Olivie de Souvagne
┬╗Als erstes ganz ehrlich? Ich empfinde Aufregung, ich bin sehr nerv├Âs. Aber es freut mich dass Du dar├╝ber reden willst, dass nimmt dem ganzen dieses Gro├če und Bedeutsame. Es ist ja fast so, als w├Ąre es ein Staats-Akt, im wahrsten Sinne des Wortes. Wir werden ihn wohl kaum begehen m├╝ssen, aber dennoch hat es was davon, findest Du nicht auch? Was w├╝nscht Du Dir denn? Ich w├Ąre Dir dankbar, wenn wir es einfach versuchen und schauen wie weit wir kommen. Am liebsten w├Ąre mir, Du w├╝rdest gar nichts erwarten und Du w├╝rdest Dich treiben lassen. Ich habe keine Ahnung nur das was man mich lehrte. Das ist theoretisches Wissen Ciel. Also sei gn├Ądig, falls ich mich ungeschickt anstelle┬ź, bat sie inst├Ąndig.

Ciel Felicien de Souvagne
Er nahm sie sanft in den Arm. ┬╗Olivie, ich bin genau so unerfahren wie du! Ich sagte doch, das ich keusch lebe. Das war nie anders. Mehr als kuscheln und k├╝ssen ist nie geschehen. Ich wei├č sogar noch weniger als du, vermute ich. Damals, als mein Erzieher mich aufkl├Ąren wollte, habe ich ihm befohlen, meinem Kinderm├Ądchen einen Zungenkuss zu geben, weil ich mir das nicht vorstellen konnte - ich vermute, er war froh, dass er noch nicht weitergekommen war in seiner Erkl├Ąrung. Danach lie├č er da Thema und ich forschte eigenst├Ąndig nicht weiter nach. Ich war einfach noch nicht so weit. Das kam erst sehr viel sp├Ąter und in dem Alter begann ich meine magische Ausbildung. Mein Mentor legte mir Keuschheit nahe und ich vertraue ihm. Drum geschah nichts und ich befasste mich nur dann mit dem Thema, wenn ich musste, beispielsweise weil meine Br├╝der irgendwelche entsprechenden Kommentare machten. Ich erwarte nichts von dir, Olivie, gar nichts, als dass du mir ehrlich sagst oder zeigst, was du magst oder was dir nicht gef├Ąllt, falls wir es versuchen. M├Âchtest du es denn versuchen? Ich habe sonst noch eine andere Idee.┬ź

Olivie de Souvagne
Olivie umarmte Ciel einfach und dr├╝ckte ihn eine ganze Zeit lang fest und schweigend an sich. So verharrte sie und strich ihm dabei liebevoll ├╝ber den R├╝cken. ┬╗Noch nicht. Du wei├čt nicht welche Last von mir f├Ąllt. Eine Frau lernt, wie sie einen Mann gl├╝cklich machen kann. Es ist Theorie, aber jeder Mann w├╝rde von seiner Frau in der ersten Nacht etwas erwarten. Und falls sie es nicht kann, wird er es sich nehmen und es ihr so beibringen. Ein guter Mann passt dabei auf seine Frau auf und nimmt sich ihrer an. Aber ein Vater kann noch so gut aussuchen Ciel, er kann den M├Ąnnern auch nur vor den Kopf schauen. Und was im Schlafzimmer eines Paares geschieht, darauf hat kein Vater der Welt einen Einfluss. Ab dato ist seine Tochter ohne seinen Schutz, dort steht sie allein. Ohne Vater, ohne Br├╝der, ohne jeden Besch├╝tzer. Jener der sie zuk├╝nftig besch├╝tzen wird, wird zuerst in dieser Nacht etwas von ihr fordern. Zu Recht vermutlich und sch├Ân wenn sie sich lieben. Aber ich hatte stets Angst einem Mann nahe sein zu m├╝ssen, der mir fremd ist. Verstehst Du er wird jede Grenze ├╝berschreiten, sprich er wird jede K├Ârpergrenze ├╝berschreiten. Er fasst mich nicht nur an, er ber├╝hrt mich nicht nur dort, wo es sonst nur meine Zofe oder ein Heiler d├╝rfte, nein er wird noch einen Schritt weitergehen, er wird sich mit mir vereinigen. Gleichg├╝ltig ob ich Angst habe, ob mich m├Âchte oder nicht, oder ob ich ihn sympatisch finde oder nicht. Das kannst Du meist gar nicht sagen nach so kurzer Zeit. Er w├Ąre in mir - mein K├Ârper w├Ąre dann seiner - ich w├Ąre ihm ausgeliefert und davor hatte ich Angst. Dass es ein Mann w├Ąre, der vielleicht grob ist, oder der mir sagt ich solle mich nicht anstellen. Oder der bestimmte Vorstellungen und Erwartungen hat. Was man so h├Ârt, denn ab dato w├Ąre er mein Mann, so wie sonst Vater oder ihr ├╝ber mich bestimmen k├Ânnt, kann er ├╝ber mich bestimmen aber auf v├Âllig andere Art und Weise. Er hat in dem Sinne mehr Macht ├╝ber mich als Vater oder meine Br├╝der je hatten. Ich meine mich k├Ânnte kein Mann versto├čen, die Schmach h├Ątte sicher keiner auf sich genommen, er h├Ątte ja den Hof abgewiesen. Aber wei├čt Du wie ein Mann reagiert, wenn er mit seiner Frau unzufrieden ist, f├╝r die er vielleicht nichts empfindet au├čer dass sie ihm n├╝tzt? Man w├Ąre ein Vogel im goldenen K├Ąfig oder er w├╝rde sich nehmen was er m├Âchte. Und w├╝rde irgendwer etwas dagegen tun? Nein, denn ich w├Ąre seine Frau. Die Angst kann einem niemand nehmen und ich meine M├Ąnner haben sicher genauso Angst davor, vor ihrer Frau zu versagen. Aber kein Mann kann versto├čen oder einfach gezwungen werden. Drum war ich froh, als Du mich gefragt hast. Du w├╝rdest mich verstehen, Du w├╝rdest mich zu nichts zwingen nicht wahr? Wir werden es gemeinsam herausfinden, wenn Du m├Âchtest. Aber gib mir bitte Zeit. Nur ein klein wenig┬ź, bat sie ihn.

Ciel Felicien de Souvagne
Er hielt sie sicher im Arm, als sie sich schutzsuchend an ihn anschmiegte. In diesem Moment war er nicht mehr ihr Verlobter, sondern er hielt seine kleine Schwester im Arm. Der Gedanke, dass er sie einfach an Ferrau verborgen wollte, um selbst seine Ruhe zu haben, kam ihm mit einem Mal feige und sch├Ąbig vor. ┬╗Niemand wird dich gegen deinen Willen anfassen oder gar noch weitergehen┬ź, versprach er ihr. ┬╗Ich wei├č nicht, inwieweit man uns bei der Hochzeitsnacht dazu zwingen wird. Sollten wir gar keine andere M├Âglichkeit haben, als uns dann zu vereinigen, dann wird dies vorerst einmalig sein und ich werde ganz sanft zu dir sein. Aber vielleicht bekommen wir noch ein wenig mehr Zeit zugestanden, um uns n├Ąherzukommen, wenn wir es in Zukunft w├╝nschen. Ich hatte Angst um dich, als du mit diesem Zwerg liebge├Ąugelt hast. Vater schien das gutzuhei├čen. Aber ich habe mit unseren Br├╝dern gesprochen. Wir alle sind der Meinung, dass es nicht richtig w├Ąre, dich mit dem Zwergen zu verm├Ąhlen und so weit fortzugeben, in einen dunkeln Stollen, als Fremdl├Ąnderin. Das ist einer der Gr├╝nde, warum ich um deine Hand anhielt. Ich m├Âchte, dass du sicher bist und keine Angst haben musst. Du wirst hier geliebt, Oli.┬ź Er streichelte ihren R├╝cken. ┬╗Ich muss dich noch etwas fragen. Bitte antworte ehrlich und nicht so, wie du meinst, dass ich es h├Âren will. Du musst dich nicht f├╝rchten, weder wirst du versto├čen noch weniger geliebt. W├╝rdest du lieber mit einem anderen Mann schlafen als mit dem eigenen Bruder?┬ź

Olivie de Souvagne
Olivie sch├╝ttelte ganz langsam den Kopf. ┬╗Nein. Du bist mir nicht fremd, ich habe keine Angst vor Dir und Du bist mein Halbbruder. Das hei├čt, niemand kann es uns verwehren. Ein v├Âllig fremder Mann w├╝rde mir Angst machen, ich wei├č nicht wie er zu mir steht, was er ├╝ber mich denkt oder was er einfordert. Ob er lieb ist und z├Ąrtlich, oder ob er ein Schl├Ąger ist der seine Frau z├╝chtigt. Der Zwerg war irgendwie sch├Ân und wild. Wie ein fremdes Wesen, ich wei├č nicht warum ich ihn angeschaut habe. Ich habe noch nie so jemanden gesehen, darum vielleicht? Ich denke nicht dass er an mir solches Interesse hatte oder Vater mich gezwungen h├Ątte unterirdisch zu leben. Nein das habt Ihr schon gut erkannt. Und er sah auch nicht ungef├Ąhrlich aus, er ist bestimmt ein Krieger. Wer wei├č vielleicht ist er ein Krieger wie Bellamy? Der Pala ist eine der h├Ąrtesten Personen, er wird mit Jules oder Massimo genannt. Aber ich denke er ist nicht umsonst Vaters Pala. Und so einen Mann m├Âchte ich nicht, sie machen mir Angst┬ź, fl├╝sterte Olivie ehrlich und offen.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Und was w├Ąre mit einem Mann von sanftem Gem├╝t? Wenn ich dir anbieten w├╝rde, dir einen Mann f├╝r die z├Ąrtlichen Stunden auszusuchen, w├Ąhrend wir verm├Ąhlt sind, ohne intim zu werden, sondern einfach nur gut zueinander sind - f├╝r wen w├╝rdest du dich entscheiden? Das ist keine Fangfrage, Olivie. Ich meine sie ernst. Ich habe mir meine Gedanken gemacht und m├Âchte dich nicht zum Beischlaf mit deinem eigenen Bruder zwingen. Aber vielleicht ist dir irgendwann danach und du w├╝rdest gern ... aber dann hast du mich als Fu├čfessel und du hast du nur Wahl zwischen mir und Keuschheit. Das m├Âchte ich dir nicht antun.┬ź

Olivie de Souvagne
Olivie nickte zustimmend. ┬╗Wen denn genau? Ich kenne so einen Mann nicht Ciel. Ich verstehe Deine Frage und Dein Angebot ist sehr gut durchdacht. Aber ich m├Âchte diesen Mann vorher kennenlernen und auch mit ihm reden. Falls ich Dein Angebot annehme, muss ich mich auch bei ihm gut und sicher f├╝hlen und keine Angst vor ihm haben. Also an wen hast Du denn gedacht?┬ź, fragte sie gr├╝belnd.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Zun├Ąchst an Khawa. Dann an Nathan. Und nun an Ferrau.┬ź

Olivie de Souvagne
┬╗Nein vor Khawa f├╝rchte ich mich, er sieht unheimlich aus. Nathan ist eine sanfte Seele, Ferrau kenne ich nicht so gut, aber ich glaube er ist ebenfalls eine gute Seele. Kann ich mir das nochmal ├╝berlegen? Wenn ich nicht m├Âchte was dann?┬ź

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Nat├╝rlich kannst du dir das in Ruhe ├╝berlegen. Es ist ein Angebot. Wenn du nicht m├Âchtest, m├╝ssen wir schauen, wie wir die Hochzeitsnacht verbringen, aber wir machen das schon so, dass du keine Angst hast. Ich bin auf jeden Fall dabei, falls du die erste Nacht mit einem anderen verbringen m├Âchtest. Ich dachte, es w├╝rde dir vielleicht entgegenkommen. Was ich nicht m├Âchte, ist, dass du hinter meinem R├╝cken mehr als nur jemanden in den Arm nimmst. Frag mich bitte, wenn dir jemand auf eine Weise wichtig ist, dass du mehr m├Âchtest als das. Was w├Ąre deine Bitte an mich in dieser Hinsicht? Was w├╝rde dich st├Âren, was w├Ąre in Ordnung?┬ź

(Fortsetzung folgt)
Bild
Avatar created with ePic Character Generator

Benutzeravatar
Ciel Felicien de Souvagne
Prince
Beitr├Ąge: 82
Registriert: Fr 20. Okt 2017, 09:02
Auszeichnungen: 1
Guthaben: Gesperrt
Volk: Almanen

Rote Laterne

Re: Royale Doppelverlobung

#9

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Sa 14. Apr 2018, 23:07

(Fortsetzung)

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Nat├╝rlich kannst du dir das in Ruhe ├╝berlegen. Es ist ein Angebot. Wenn du nicht m├Âchtest, m├╝ssen wir schauen, wie wir die Hochzeitsnacht verbringen, aber wir machen das schon so, dass du keine Angst hast. Ich bin auf jeden Fall dabei, falls du die erste Nacht mit einem anderen verbringen m├Âchtest. Ich dachte, es w├╝rde dir vielleicht entgegenkommen. Was ich nicht m├Âchte, ist, dass du hinter meinem R├╝cken mehr als nur jemanden in den Arm nimmst. Frag mich bitte, wenn dir jemand auf eine Weise wichtig ist, dass du mehr m├Âchtest als das. Was w├Ąre deine Bitte an mich in dieser Hinsicht? Was w├╝rde dich st├Âren, was w├Ąre in Ordnung?┬ź

Olivie de Souvagne
┬╗Ich werde jederzeit offen zu Dir sein in allen Belangen Ciel. Das gleiche w├╝nsche ich mir von Dir. Bitte heirate keine Zweitfrau ohne mich vorher zu informieren. Und falls Dir jemand anderes wichtig ist, dann sage mir dies bitte auch. Ich wei├č nicht wie Du in dieser Hinsicht denkst. Bist Du wie Dreux und Vater nur an Frauen interessiert, bist Du auch an M├Ąnnern interessiert wie Greg? Oder m├Âchtest Du mit jedem nur N├Ąhe, pure N├Ąhe ohne Intimit├Ąt? Dann haben wir nat├╝rlich ├╝berhaupt keine Probleme, weil Du weder eine fremde Frau noch einen fremden Mann anfassen wirst auf diese Weise. Ich habe mich schon f├╝r M├Ąnner interessiert. Aber entweder haben sich diese nicht f├╝r mich interessiert, oder jene die sich f├╝r mich interessierten waren nicht mein Geschmack. Tats├Ąchlich verliebt war ich jedenfalls noch nicht. Wie steht es mir Dir? Warst Du schon einmal verliebt Ciel? Ich w├Ąre froh wenn wir die Hochzeitsnacht so verbringen k├Ânnten, dass wir einfach unsere Ruhe haben. K├Ânntest Du Dreux darum bitten? Er k├Ânnte es absegnen. Er ist der m├Ąchtigste Mann im Land und unser Bruder, warum sollte er uns zu etwas zwingen?┬ź, fragte Olivie.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Nur wir beide? Das h├Ârt sich be├Ąngstigend und sch├Ân zugleich an. Ich habe mindestens genau so viel Schiss wie du. Selbst wenn Dreaux es uns erlaubt, zu zweit zu bleiben ohne ├ťberwachung, wird eine Heilerin hinterher bei dir kontrollieren, ob wir wirklich unsere Verm├Ąhlung durch den Akt besiegelt haben. Ich begehre weder Frauen noch M├Ąnner. Ich liebe nur Menschen, Olivie. Oder eben nicht. Was sie zwischen ihren Beinen haben, spielt f├╝r mich keine Rolle. Dahingehend bin ich Greg wohl ├Ąhnlicher als Dreaux. Doch ist es eine Form der Liebe, die ohne Begehren einhergeht. Ja, ich war schon einmal verliebt. Oft sogar als ganz junger Mann oder als gro├čer Junge, wie man es nimmt. Es ist f├╝r mich nicht ganz einfach, Zuneigung und Liebe zu unterschieden, da das Begehren als Unterscheidungsmerkmal bei mir wegf├Ąllt. In einem bestimmten Alter wollte ich meine eigene Mutter heiraten. Am ehesten nahe kommt dem, was du unter Liebe verstehst, wohl das, was ich f├╝r Nathan empfunden habe. Gegenfrage: Wo beginnt f├╝r dich Intimit├Ąt? Hast du schon einmal jemanden gek├╝sst, au├čer mich bei unserer Verlobung?┬ź

Olivie de Souvagne
Olivie setzte sich aufrecht hin und musterte Ciel gut gelaunt. ┬╗Das ist eine sehr gute Frage, denn was ist ein Kuss anderes als Ausdruck purer Liebe? Intim werden M├Ąnner auch mit k├Ąuflichen Frauen, aber ein Kuss zeigt von wahrem Gef├╝hl. Man kann jemand wie eine liebende Mutter k├╝ssen, oder begehrlich. So steht es im Buch der guten Ehefrau. Aber ein Kuss voller Liebe und Leidenschaft ist wohl jener den Du meintest. Ja ich habe schon aus purer Liebe gek├╝sst. Nein ich habe noch nie jemanden begehrlich oder mit Leidenschaft gek├╝sst. Mein Kuss an Dich war reine Liebe, Zuneigung ausgedr├╝ckt durch gespitzte Lippen. Anders habe ich noch nie gek├╝sst. Ein Kuss ist Ausdruck von wesentlich mehr als es Intimit├Ąt sein k├Ânnte. Ausgenommen nat├╝rlich die Intimit├Ąt der Liebe. Der Kuss hat einen ganz besonderen Stellenwert. Ich habe mich schon oft gefragt ob wohl nur wir Menschen k├╝ssen? Und wenn dem so ist, weshalb? Intimit├Ąt beginnt f├╝r mich damit, dass ich jemanden intim anfasse. Sagen wir ich w├╝rde Dich mit der Hand streicheln, so dass es Dir sexuelle Lust bereitet, dass ist schon Intimit├Ąt. Niemand w├╝rde jemanden einfach so in den Schritt fassen, oder Du einer Frau in den Ausschnitt. Das ist Intimit├Ąt. Ein Kuss hingegen ist Liebe. Vater k├╝sst mich auf die Stirn. Ich k├╝sste Dich, Dreux und Greg auf die Wange - nur Dich auf den Mund. Das war schon etwas anderes. Dennoch war es keine Intimit├Ąt. Eine Vereingigung ist Intimit├Ąt auf h├Âchster Stufe. Ich kann es selbst tun, so dass die Ehe als vollzogen gilt Ciel. Es ist vielleicht nicht die beste Art, aber es ist eine M├Âglichkeit, damit man uns danach in Ruhe l├Ąsst┬ź, antwortete Olivie.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Wie w├Âlltest du das selbst tun?┬ź, fragte er unsicher. ┬╗Ich hoffe, die Frage wirkt nicht so naiv, aber ich kenne mich wie gesagt nicht so gut aus. Wie w├╝rdest du einen innigen Kuss mit der Zunge werten? Und eng miteinander verschlungen im selben Bett schlafen?┬ź

Olivie de Souvagne
Olivie schaute sich verstohlen um, so als ob ├╝berall hinter den Vorh├Ąngen heimliche Lauscher lauerten. ┬╗Mit einer Kerze, so steht es geschrieben. So kann eine Frau sich selbst die Jungfr├Ąulichkeit nehmen, wenn er ihr Mann in der ersten Nacht vor Aufregung versagt. Damit er nicht besch├Ąmt wird┬ź, fl├╝sterte Olivie Ciel ins Ohr. ┬╗Ein Zungenkuss ist ein Kuss und verschlungen mit wem herumzuliegen und im Bett zu schlafen ist gar nichts, au├čer gem├╝tlich┬ź, lachte sie.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Gut zu wissen, dann haben wir eine M├Âglichkeit, zu schummeln. Ich habe ├╝berhaupt nichts zu dem Thema gelesen, obwohl ich es sollte. Alles, was ich wei├č, wei├č ich von meinem Lehrer, Alexandre. Womit wir beim ersten Mensch w├Ąren, den ich dir als sehr wichtig f├╝r mich benennen m├Âchte, so, wie du es gew├╝nscht hast. Ich werde keine Zweitfrau heiraten, ohne es mit dir abzusprechen. Ich m├Âchte, dass du an meiner Seite gl├╝cklich bist und du sollst dich nicht als eine von vielen f├╝hlen. Falls ich ├╝berhaupt je noch einmal heiraten werde, und das ist nicht gesagt, dann bist und bleibst du an erster Stelle, formal wie von Herzen.┬ź Er k├╝sste sie z├Ąrtlich.

Olivie de Souvagne
Olivie erwiderte den Kuss z├Ąrtlich und umarmte Ciel dabei. ┬╗Ja wir haben eine M├Âglichkeit zu Schummeln und uns alle Zeit der Welt zu lassen, aber es soll nicht gerade angenehm sein. Nat├╝rlich nimmt man eine d├╝nne Kerze und keine Tempelstumpe - dann h├Ątte ich wohl arge Probleme. Alexandre Dein Lehrer ist Dir derma├čen wichtig? Wie wichtig ist er Dir denn genau?┬ź, fragte sie und strich ihm ├╝ber den R├╝cken.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Das hat mich Greg auch gefragt und ich habe ihm geantwortet, dass ich dar├╝ber nachdenken m├╝sste, was er mir eigentlich bedeutet. Es ist eine meiner gr├Â├čten Freuden, Menschen zu beobachten, zu befragen und ihr Verhalten zu analysieren. Bei mir selbst versage ich kl├Ąglich. Ich kann versuchen, es f├╝r dich zu beschreiben, aber ich kann dir nicht den korrekten Namen f├╝r diese Art der Zuneigung nennen. Als ich mit 15 aus dem Krieg zur├╝ckkehrte, war ich innerlich sehr zerr├╝ttet. Ich habe funktioniert und meine Arbeit gemacht, aber in meinem Inneren nagten so viele Fragen ... Warum tun Menschen so etwas? Gibt es einen gerechten Krieg und wenn ja, ist es der, den wir gerade f├╝hren? G├Ąbe es eine andere L├Âsung? Warum sind Menschen zu solchen Grausamkeiten f├Ąhig, die sonst liebevolle Leute sind? Ich habe mir damals Khawa behalten, ich habe es einfach nicht ├╝ber mich gebracht, seinen Tod zu befehlen. Ich wurde scharf kritisiert f├╝r diese Weichheit. Alexandre gab mir Antworten. Er gab mir Halt und weder verurteilte er mich f├╝r das, was vielleicht ein Fehler war, noch war er jemand, der alles guthie├č, um sich einzuschmeicheln. Er war sehr selbstbewusst und ich f├╝hlte mich wohl bei ihm und ich bat Vater darum, bei ihm in die Lehre gehen zu d├╝rfen. Er lehrte mich so vieles ... und er wurde mein Freund. Wir haben gek├╝sst und uns gegenseitig gestreichelt und er ├╝bernachtete bei mir.┬ź

Olivie de Souvagne
┬╗Er sah Dich als die Person die Du wirklich bist Ciel. Menschen haben zwei Augen, zwei Ohren und einen Mund, das sagt uns was wir wie oft benutzen sollen. Zuh├Âren bevor man spricht, hinschauen bevor man spricht und genau das hat Alexandre getan. Ich glaube nicht, dass es einen Krieg gibt der tats├Ąchlich gerecht ist. Was ist denn am Krieg gerecht? Wo ist es denn gerecht, dass Leute sterben f├╝r anderer Leute Fehler oder Gier? Ich sehe es ganz wie Vater. Wenn zwei sich streiten sollen sie es alleine austragen, mit all den Konsequenzen - ja sogar dem Tode, wenn sie ihn doch f├╝r andere leichtfertig in Kauf nehmen. Ansonsten darf es keinen Krieg geben, nur zur Verteidigung. Manchmal ist es n├Âtig sich mit allen Dir zur Verf├╝gung stehenden Mitteln zu verteidigen. Denn manchmal hast Du nur die Wahl zu k├Ąmpfen oder zu sterben. Dann wurde Dir der Krieg aufgezwungen. Aber dann k├Ąmpfst Du f├╝r alle anderen, die nicht sterben sollen. Dann bilden M├Ąnner wie Du, Vater und seine Streiter das Bollwerk, dass uns vor dem Unheil abschirmt und besch├╝tzt. Und ja, dabei sterben gute Menschen um ihre Lieben zu besch├╝tzen. Weil andere ihre Gel├╝ste nicht unter Kontrolle haben. Weil ihnen anderes Lebe nichts wert ist, au├čer das eigene. Denn sonst w├Ąren sie selbst losgezogen und h├Ątten versucht es zu erreichen. Aber nein, solche M├Ąnner sitzen hinter gewaltig dicken Mauern, sie reiten nicht an forderster Front. Sie suchen auch keine Aussprache, keine Verhandlung. Es sind Despoten so wie Roderich einer war und Felipe vermutlich auch. Sie wollen sich am Leid anderer bereichern. Sie verstehen den Schwur Schutz und Schirm gegen Treue und Loyalit├Ąt nicht. Weder waren sie Schutz noch Schirm. Und treu und loyal waren sie ihren Untertanen gewiss nicht. Ich hoffe das es mit der neuen Regierung in Ehveros ein neues Zeitalter geben wird. Und ich muss sagen, ich bin gespannt wie eine Frau sich schl├Ągt. Das hat es noch nie gegeben und ich w├╝nsche ihr viel Gl├╝ck. Warum solltest Du Khawa t├Âten? War er vor Ort weil er wirklich ein schlechter Mann ist, oder weil ihn jemand dies befahl? Er fehlte um sein Leben Ciel, war dem nicht so? Gr├Â├če und Ehre hei├čt f├╝r jeden Edelmann, dass man das Fehlen um Gnade erh├Ârt und nicht achtlos ein Leben nimmt. Das d├╝rfen wir niemals vergessen. Wo es keine Gnade mehr gibt, dort wird es auch keine Gerechtigkeit mehr geben. Hat nicht jeder eine zweite Chance verdient? Du hast richtig gehandelt, denn Du hast nach Deinem Herzen gehandelt. Menschen sind schwer zu beurteilen Ciel. Der liebende Ehemann k├╝sst die Frau mit dem Munde, mit dem er seinem Feind Morddrohungen entgegenschleudert. Die Hand mit der er seine Frau h├Ąlt, h├Ąlt auch das Schwert mit dem er K├Âpfe abschl├Ągt. Wieso tut er das? Weil er sein Land und seine Frau besch├╝tzt. Wieso kann er dies? Weil dieser andere f├╝r ihn keine Person mehr ist. Es ist ein Feind - ein Neutrum das versucht seine Lieben zu t├Âten und so erschl├Ągt er es. Die einen vielleicht mit Angst, der andere mit Abscheu vor der Tat oder vor dem Gegner, der n├Ąchste sogar mit Genugtuung. Aber die wenigsten ziehen doch in die Schlacht, weil sie vorhaben M├Ârder zu werden. Ich denke jeder der das erste Mal in den Krieg zieht, stellt sich heroische Taten vor. Und jeder der aus dem Krieg heimkehrt hat Dinge gesehen, die keiner sehen sollte. Die Realit├Ąt ist immer eine andere als im besungenen Heldenepos Ciel. Die Buchseiten und Liedertexte sind rein und sch├Ân, gedacht f├╝r die Nachwelt und das gem├╝tliche Kaminfeuer daheim. Die Wahrheit hat schon immer anders ausgesehen und das lernt man dort drau├čen wohl sehr schnell┬ź.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Alexandre hat der Essenz aller Grausamkeit ins Gesicht gesehen. Er hatte auf meine Fragenflut, meine Zweifel und meine Selbstvorw├╝rfe eine ganz einfache Antwort: ÔÇ║Menschen sind einfach so. Hinterfrage nicht das Warum, sondern akzeptiere den Ist-Zustand. Handele danach. Alles andere bereitet nur Kopfschmerzen.ÔÇ╣ Nun, das war keine wirkliche Antwort ... eher ein beiseiteschieben dessen, wof├╝r es keine abschlie├čende Antwort gibt. Er selbst hatte sich lange genug in einem Spinnennetz solcher Fragen verheddert. Ich bin seinem Rat gefolgt. So gelang es mir, den Kreis der Gr├╝belei zu durchbrechen. Ich hatte wieder mehr Kraft und Energie f├╝r andere Dinge. Der dr├╝ckende Mantel aus Blei war von mir genommen.

Ciel Felicien de Souvagne
Ich sollte Khawa t├Âten, da er der letzte Feind war, der ├╝brig gebliebn war. Er ist Schuld daran, dass ein ganzer Landstrich verw├╝stet wurde und verarmte, denn er war der Kopf seiner Truppe. Niemand hat ihm dies befohlen, dies war seine freie Entscheidung. Er h├Ątte den Tod aus dieser Sicht sicher verdient gehabt. Und was sollte man mit diesem Gefangenen, der von allen am liebsten an Ort und Stelle aufgespie├čt werden sollte, der Aufwand bedeutete und fra├č? Obendrein war es riskant. Ich habe von Khawa sehr viel gelernt und er von mir. Aber es h├Ątte auch anders enden k├Ânnen. Es war ein Spiel mit hohem Einsatz. Ich hatte Gl├╝ck - oder meine geschulte Beobachtungsgabe erkannte, dass von ihm f├╝r mich unter diesen Umst├Ąnden keine Gefahr ausging. Wer wei├č. Ich entschied nach dem Unterbewusstsein, nach dem Gef├╝hl und st├╝lpte dem nachtr├Ąglich eine vertretbare Begr├╝ndung ├╝ber. Die aber, wie eine selbsterf├╝llende Prophezeihung, in Erf├╝llung ging. Dennoch bleibt es ein Akt der Schw├Ąche.┬ź

Olivie de Souvagne
┬╗Wenn Zuneigung Schw├Ąche ist dann ja. Du hast spontan aus dem Bauch heraus entschieden, so wie Greg sich f├╝r seinen Mann. Hast Du ihm damit genau das angekreidet, was Du bei Dir als Schw├Ąche Khawa gegen├╝ber gesehen hast Ciel? Es ist gekommen wie es gekommen ist. Wenn Du ihm Nachhinein Dir Sorgen machst, was h├Ątte alles passieren k├Ânnen, dann darfst Du gar keine Entscheidung f├Ąllen. Denn passieren k├Ânnte wohlm├Âglich alles. Das B├Âse ben├Âtigt f├╝r seine Handlungen niemals einen Grund Ciel, es ist einfach da. So sagt es Vater. Es gibt helle Menschen und die sind sehr selten. Es gibt dunkle Menschen auch die sind selten. Die Mehrzahl der Menschen ist grau. Ich spreche von den Seelenfarben. Je nachdem tendieren die Einzelnen mehr zu hellen oder mehr zum dunklen hin, aber richtig hell oder richtig dunkel sind ganz selten Personen. Darum kann ein Mensch uns├Ągliches Leid verursachen, wie er Zuhause ein liebender Vater sein kann. Wobei ich felsenfest davon ├╝berzeugt bin, dass Du und unsere Br├╝der sehr wohl helle Personen sind. Mit einem minimalen Anteil an Dunkelheit. So seinen finsteren Punkt hat jeder von uns, aber wir sind helle Personen. Vielleicht hat Greg deshalb jemanden gew├Ąhlt, der von der Dunkelheit umw├Âlkt zu sein scheint. Zwei Seiten einer M├╝nze um etwas Ganzes zu ergeben. Du hast Gnade gezeigt wo sie niemand gezeigt h├Ątte Ciel und das kann keine Schw├Ąche sein, denn Du hast Dich vor Khawa stellen m├╝ssen, ihn verteidigen m├╝ssen, Dich rechtfertigen m├╝ssen - wof├╝r? Sicher mag er in manchen Augen den Tod verdient haben. Aber gibt es nicht von allen Dingen zwei Seiten? Weder h├Ątte er rauben m├╝ssen, noch h├Ątten wir t├Âten m├╝ssen. H├Ątte da ein Wort nicht geholfen? Nun klinge ich fast schon wie Vater┬ź, lachte sie.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich bin generell kein Freund von Bauchentscheidungen. Weder bei mir selbst, noch bei meinen Br├╝dern. Ich glaube an die Macht des Verstandes. Das, was Kriege und generell so viel Bosheit ausl├Âst in dieser Welt, sind immer die niederen Triebe. Denn es gibt, rational betrachtet, f├╝r so viel Bosheit keinen Grund. Ich habe versucht, etwas rational zu erkl├Ąren, was nicht rational erkl├Ąrt werden kann - das war mein Problem. Triebe sind der wahre Grund und darum habe ich diesen entsagt. Vater und Alexandre haben ein und dasselbe gesagt, aber es unterschiedlich ausgedr├╝ckt. Du scheinst eher ein Gef├╝hlsmensch zu sein, Olivie, deute ich das richtig? Du erinnerst mich ein wenig an Greg und das meine ich nicht negativ. Du bist klug und sanftm├╝tig. Aber du hast meine Frage nicht beantwortet, was Alexandres und meine Zweisamkeit anbelangt.┬ź

Olivie de Souvagne
┬╗Sie st├Ârt mich nicht, Ihr habt Euch lieb aber Ihr wart nicht intim. Was soll ich Dir dort sagen? Au├čer vielleicht dass es mich nicht st├Ârt? Falls Du diese Best├Ątigung ben├Âtigst, hast Du sie. Du warst vielleicht einen Schritt dar├╝ber hinaus was Freunde ├╝blicherweise miteinander tun Ciel, aber Du war weit davon entfernt mit ihm intim zu sein, oder was ich als intim deute. Nun ich vermute ich bin wirklich ein wenig wie Greg gestimmt. Zwar bin ich nicht b├╝chers├╝chtig und werde vermutlich war ich auch kein B├╝cherwurm im letzten Leben, aber die meisten Entscheidungen treffe ich mit dem Herzen. Ich frage zuerst mein Herz und dann h├Âre ich mir an was mein Kopf dazu sagt. Greg ist da sicher ganz ├Ąhnlich nur etwas deutlicher. Er handelt danach wie er sich f├╝hlt. Damit meine ich, er trifft nicht nur seine Entscheidungen danach, sondern er lebt so, handelt so und lebt seine Gef├╝hle einfach und offen aus. Hat er sich je verstellt oder nur eine Minute seines Lebens verschwiegen dass er M├Ąnner und Frauen begehrt? Nein. Findet er eine Person attraktiv sagt er es ihr. Genauso sagt er einer Person ins Gesicht, wenn er etwas nicht gut findet. Nat├╝rlich verpackt er es genau wie Du oder ich unserem Stand entsprechend. Es sei denn die Person hat ihn wirklich ver├Ąrgert, dann kann er auch sehr deutliche Worte finden oder sogar eine Person bestrafen lassen. Aber meist ist er ein Seelchen das mit seinem Kaffee vor einem Buch in seiner Bibilothek sitzt als w├Ąre diese der Nabel der Welt. F├╝r ihn ist das auch so. Du bist der Mensch, der drau├čen die Abenteuer erlebt, vor Ort ist und sich nicht scheut die Finger dreckig zu machen. Du bist ein Macher. Er ist jener Mann, der die B├╝cher liest die Leute wie Du schreiben Ciel. Darin liegt bei Euch der Unterschied. Oder wie Du oder Dreux oft sagen - Du bist der Kopf er ist das Herz. Du hast zwar auch ein Herz - aber es hat die 2. Stimme. Und Greg hat auch einen Kopf - aber auch der hat nur die 2. Stimme. Du hast mich mit dem Verstand gew├Ąhlt, da Du mich besch├╝tzen wolltest. Dein Herz sagte sp├Ąter und weil Du Deine Schwester liebst. Greg w├Ąhle nach dem Herz und sein Kopf sagte ihm sp├Ąter, warum sein Zuk├╝nftiger vielleicht doch ganz gut und n├╝tzlich ist. Ihr erg├Ąnzt Euch perfekt Ihr beiden. Da k├Ânnte man fast was anderes vermuten, aber ich schweige┬ź, lachte sie und dr├╝ckte Ciel an sich.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel ├╝berlegte einen Moment, ob er ihr sagen sollte, dass er um Gregs Hand angehalten h├Ątte, wenn die von Olivie ihm verwehrt geblieben w├Ąre, aber er beschloss, dies f├╝r sich zu behalten. Olivie sollte sich nicht austauschbar f├╝hlen, denn das war sie nicht. Der Wunsch entsprang dem Gedanken, seine Lieben bei sich zu behalten und sie zu besch├╝tzen, nicht darin, dass einer den anderen ersetzen sollte. ┬╗Ich wollte dein Ja h├Âren┬ź, sagte er und schmiegte sich an sie, um ihre Schl├Ąfe zu k├╝ssen. ┬╗Damit hast du mir eine gro├če Sorge genommen. Nicht nur ich bin der Macher, sondern auch Dreaux. Er vielleicht sogar noch mehr. Frag nicht, was er in der kurzen Zeit seines Amtsantrittes alles in die Wege geleitet hat ... ich mache mir ein wenig Sorgen, er wirkt getrieben, gehetzt, fast panisch.┬ź

Olivie de Souvagne
Sie nahm ihn sanft in den Arm und hielt ihn fest. ┬╗Du musst keine Sorgen haben. Soll ich Dir Deine Freunde verbieten? Dann k├Ânnte ich Dir auch verbieten zu atmen. Es w├Ąre Unsinn. Dreux f├╝rchtet nichts mehr als Vaters R├╝ckkehr. Er sehnt sie herbei, er vermisst ihn, seinen Rat, seine Anwesenheit. Ich glaube sie w├╝rde ihm einfach Sicherheit geben. Zeitgleich betont er bei jedem Treffen, dass er Vater beweisen wird wie gut er sich seiner Aufgabe gestellt hat. Er meint er m├╝sse seinen Wert beweisen. Folgich stimmt Deine Einsch├Ątzung absolut, er ist getrieben und zwar von dem Wunsch seinen Wert unter Beweis zu stellen. Die ├änderung dass die Krone von Vater an den Sohn weitergegeben wird, finde ich allerdings mehr als nur eine getriebene ├änderung, ich finde dies eine deutliche Aussage, wie sehr er Vater sch├Ątzt - sprich liebt. Auch wenn Dreux eine andere Art hat solche Dinge zu zeigen. Er h├Ątte auch Dir sagen k├Ânnen was Du ihm bedeutest, statt dessen hat er ohne gro├če Pr├╝fung Deine und Gregs Ehe durchgewunken. Kein wer passt wie gut zu einander, welches Adelshaus m├╝sste wieder mit dem unseren enger verbunden werden, all das hat er nicht ber├╝cksichtigt. Allein Eure W├╝nsche waren ma├čgeblich. Wie steht es mit Ferrau Ciel? Sobald wir zusammen leben, m├Âchtest Du dass er seine Kammer in unserer Wohnung beh├Ąlt oder lagern wir sie aus?┬ź.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel war ├╝berrascht. ┬╗Du m├Âchtest, dass wir zusammenleben?┬ź

Olivie de Souvagne
┬╗Aber da hast Du mir doch angeboten... oder nicht?┬ź, fragte sie verwirrt.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Bei mir, im selben Haus und im selben Fl├╝gel, aber in der selben Stube? Dauerhaft? Dies w├Ąre eine gro├če Umgew├Âhnung ... wir sollten erst einmal testen, wie wir uns ├╝berhaupt f├╝hlen, wenn wir das Bett teilen, ehe wir ├╝ber solch einen Schritt nachdenken, findest du nicht?┬ź Er ├╝berlegte fieberhaft, ob er tats├Ąchlich etwas entsprechendes gesagt hatte im ├ťberschwang der Gef├╝hle, die er f├╝r seine Schwester hatte, konnte sich aber nicht erinnern. Einer seiner Br├╝der hatte ihm dies vorgeschlagen, vermutlich Greg. Aber hatte er tats├Ąchlich eingewilligt? Die Vorstellung machte ihm genau so viel Angst wie die Hochzeitsnacht. Sein gesamter Tagesablauf w├Ąhre durcheinander und seine m├╝hsame Gew├Âhnung an Ferrau und ihr Schritt f├╝r Schritt eingetaktetes Miteinander, alles w├Ąre f├╝r die Katz. Hinzu kam dann auch noch die Zofe von Olivie, die dann auch noch mit herumsprang. Gestresst runzelte er die Stirn.

Olivie de Souvagne
┬╗Liebster was ist mit Dir? Du bist ein wenig blass und voller Falten┬ź, keuchte Olivie besorgt. ┬╗Soll ich den Medicus rufen?┬ź, hakte sie nach.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Nein, ich bin nur etwas in Sorge. F├Ąndest du nicht, dass wir uns langsamer aneinander herantasten sollten, ehe wir solch einen Schritt wagen? Mein Tagesablauf ist streng durchorganisiert und momentan habe ich nur ein Badezimmer. Wir w├╝rden uns fr├╝h ins Gehege kommen und Jeanne kenne ich kaum, ich m├Âchte sie nicht bei mir wohnen haben. Ferrau aussperren m├Âchte ich ebenso wenig, er bleibt auf jeden Fall bei mir wohnen! Hast du denn ├╝berhaupt keine Bedenken, wenn wir zusammenziehen, dass wir uns gegenseitig st├Âren und dann streiten?┬ź

Olivie de Souvagne
┬╗Nein, Du hast mir doch versichert dass Du ganz sp├Ąt einschl├Ąfst und fr├╝h aufstehst. Du hast mir doch extra Deine Zeiten genannt und wolltest bei mir bleiben bis zum Einschlafen. Oder nicht? Ciel ich bin verwirrt┬ź, gr├╝belte Olivie.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ja, wir wollten es zun├Ąchst mit gemeinsamen ├ťbernachtungen probieren┬ź, antwortete Ciel und hoffte, dass man ihm seine aufsteigende Panik nicht allzu sehr anmerkte, von seiner offenbaren pl├Âtzlichen Bl├Ąsse und Faltigkeit abgesehen.

Olivie de Souvagne
┬╗Das stimmt, jetzt wo Du es sagst - aber was ist wenn es uns gef├Ąllt, wenn wir mehr wollen, uns nicht wieder trennen wollen? Was dann?┬ź.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Wenn es uns gef├Ąllt, dann soll es so sein. Warum auch nicht? Aber wir sollten es ersteinmal langsam angehen lassen und mit gelegentlichen ├ťbernachtungen beieinander probieren, oder? Ich wusste gar nicht, dass du so st├╝rmisch bist. Nicht, dass es mir unangenehm w├Ąre. Ich bin nur etwas ├╝berrumpelt.┬ź

Olivie de Souvagne
Olivie musterte Ciel mit Argusaugen. Sie schien jeden Milimeter seines Gesichtes mit dem Augen abzutasten, ob er gerade einen Scherz machte, oder ob er seine Worte ernst meinte. ┬╗Greg hat mir da schon so einiges erz├Ąhlt. Nun gut, versuchen wir es zuerst. Ich bin nicht st├╝rmisch, ich habe das glaube ich nur falsch verstanden oder Du hast Dich etwas schwammig ausgedr├╝ckt Liebster. Gut versuchen wir es, ich freue mich jedenfalls mit Dir gemeinsam im Bett zu liegen und Dir aus meinen neusten B├╝chern vorzulesen┬ź, grinste sie verschmitzt.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Greg?┬ź Ciels Augenbrauen wanderten einen Fingerbreit nach oben. ┬╗WAS hat er dir erz├Ąhlt?┬ź

Olivie de Souvagne
┬╗So dies und dass, er hatte Dir ja auch von seinem Mann erz├Ąhlt. Du warst nicht gerade gl├╝cklich ├╝ber seine Wahl, bist aber trotzdem f├╝r ihn da hat er gesagt. Nur Dein verlogener Leibdiener macht ihm sehr zu schaffen┬ź, sagte Olivie bek├╝mmert.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Und er hat dir erz├Ąhlt, dass ich gemeint habe, du solltest sofort bei mir einziehen? Ferrau ist nicht verlogen. Er ist ein anst├Ąndiger und zuverl├Ąssiger Mann, nur manchmal langsam und etwas stur.┬ź

Olivie de Souvagne
┬╗Ja nat├╝rlich, Du w├╝rdest Dich sehr dar├╝ber freuen, wenn von mir der Vorschlag k├Ąme denn Du w├Ąrst zu sch├╝chtern daf├╝r danach zu fragen, weil... oh na warte Gregoire!┬ź, murrte Olivie auf einmal. ┬╗Der hat mich ver├Ąppelt! Nun er hat auch gesagt Ferrau h├Ątte wegen seiner Familie geschwindelt. Sowas geh├Ârt sich nicht als Leibdiener┬ź.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Greg┬ź, fauchte Ciel. ┬╗Na warte. Nein, ich bin nicht sch├╝chtern. ├ťberhaupt nicht. Ich bin nur manchmal in Sorge, wenn ich das Gef├╝hl habe, die Kontrolle ├╝ber meine Gef├╝hle oder, noch schlimmer, ├╝ber meinen K├Ârper zu verlieren. Darum kann es sein, dass ich manchmal zur├╝ckhaltend wirke oder ├Ąngstlich. Das bin ich aber nicht. Ich versuche dann lediglich, meinen Geist zu sammeln, indem ich mich physisch wieder etwas auf Distanz bringe. Ferrau hat nicht geschwindelt, Greg hat sich geirrt.┬ź

Olivie de Souvagne
┬╗Er hat es tats├Ąchlich so gesagt, dass Du auf ein Zeichen von mir wartest. Sicher wollte er uns nur unter die Arme greifen. Nun dass kann bei Greg gut sein, er schnappt was halb auf, w├Ąhrend er anderen zuh├Ârt und seine Nase weiter in seinem Buch steckt. Dann merkt er sich etwas halb und ist felsenfest davon ├╝berzeugt. Leider ist er ein klein wenig stur, wie die meisten M├Ąnner in der Familie - so wie Du auch┬ź, lachte sie gut gelaunt und k├╝sste ihn auf den Mund.

Ciel Felicien de Souvagne
Ciel legte seinen Arm um sie und k├╝sste sie zur├╝ck. Er mochte das Gef├╝hl ihrer Lippen auf seinen. ┬╗Jeanne soll dich bettfertig machen und dann zu mir bringen. Wir k├Ânnen in meinem Bett noch ein wenig weiterreden. Jeanne soll auch die H├Ąppchen, die du hast vorbereiten lassen, hinterherbringen. Ferrau macht mich auch f├╝r die Nacht zurecht und bereitet Jeanne das Bett auf dem Sofa im Wohnzimmer vor. Aus was f├╝r einem Buch gedenkst du mir denn vorzulesen? Oder nein, sag es nicht, ich lass mich ├╝berraschen.┬ź

Olivie de Souvagne
┬╗Sehr sch├Ân, dann komme ich Dich gleich besuchen, aber schlaf nicht ein!┬ź, freute sich Olivie und l├Ąutete nach Jeanne.

Ciel Felicien de Souvagne
┬╗Ich schlafe nicht ein┬ź, sagte Ciel schmunzelnd. ┬╗Ich dachte, du kennst meine Einschlafzeiten?┬ź Er verabschiedete sich von ihr mit einem weiteren Kuss.
Bild
Avatar created with ePic Character Generator

Benutzeravatar
Linhard von Hohenfelde
Marquis
Beitr├Ąge: 98
Registriert: Do 14. Sep 2017, 10:19
Auszeichnungen: 2
Guthaben: Gesperrt
Steckbrief: Bild

Die Handelsallianz Rote Laterne

Re: Royale Doppelverlobung

#10

Beitrag von Linhard von Hohenfelde » Sa 14. Apr 2018, 23:48

Bericht f├╝r die Bestie

├ť18-Geschichte.
Link:
http://asamura.de/viewtopic.php?f=41&t=1446
Bild

"Niemand wendet sich gegen die Familie, sonst wendet sich die Familie gegen Dich" - Linhard von Hohenfelde

Antworten