Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Ein Leibdiener f├╝r den Himmelsaugen-Schwiegersohn

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagne
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Maximilien Rivenet de Souvagne
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Ein Leibdiener f├╝r den Himmelsaugen-Schwiegersohn

#1

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Do 30. Aug 2018, 16:16

Ein Leibdiener f├╝r den Himmelsaugen-Schwiegersohn

Remy de Remuer
Nachdem Remy die Botschaft an Ciel ├╝bermittelt hatte, wandte er sich noch einmal an Maximilien. "Majest├Ąt, d├╝rfte ich privat zu Euch sprechen?"

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Nat├╝rlich darfst Du Remy. Worum geht es?", fragte Max freundlich.

Remy de Remuer
┬╗Es geht um eine wahrgenommene Diskrepanz zwischen Beruf und Privatleben, also, ├Ą├Ą├Ąhhh ... Folgendes. Wir Himmelsaugen bilden ein gemeinsames Ganzes. Unser Orden ist mehr als nur ein Zusammenschluss von Individuen, wir sind eine gemeinsame, riesige Seele. Jeder sp├╝rt, was die anderen sp├╝ren, denkt, was die anderen denken, sieht, was die anderen sehen. Wir haben kaum Geheimnisse voreinander. Sympathien und Antipathien liegen offen, pers├Ânliche Sehns├╝chte, Tr├Ąume und Abgr├╝nde. Ich aber bin nun davon abgeschnitten ... sie haben mich abgeschottet, da ich ein Mitglied der Krone bin. Und bekanntlich ist das Auslesen von Mitgliedern der Krone unter Todesstrafe untersagt.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Das ist absolut korrekt. Die Himmelsaugen dienen dem Schutz der Krone und Souvagnes, wenn ich m├Âchte, dass die Himmelsaugen etwas ├╝ber uns wissen, lasse ich es sie wissen. Oder in den meisten F├Ąllen, lasse ich Parcival sagen an unserem Leben teilhaben. Was st├Ârt Dich daran, dass Du nun kein Teil dieses Schwarms mehr bist Remy? Schmerzt Dich das? Oder was m├Âchtest Du mir damit sagen?"

Remy de Remuer
┬╗Ich wollte damit sagen, dass es unm├Âglich ist, gleichzeitig Himmelsauge und Prince zu sein. Es ist v├Âllig sinnlos, dass ich noch in diesem Orden bin. Ich bin wie eine Fliege, die von au├čen an die Fensterscheibe einer beleuchteten Stube prallt. Ich bin kein Bestandteil der ├ťberseele mehr, kein Himmelsauge mehr.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
Maximilien setzte sich hin und deutete Remy an es ihm gleich zu tun. Fabien schenkte beiden einen Kaffee ein, stellte Zucker und Milch dazu und zog sich dann diskret etwas zur├╝ck. Max trank einen Schluck und dachte dar├╝ber nach. "Ich verstehe, aber was m├Âchtest Du Remy? M├Âchtest Du wieder Teil der ├ťberseele werden, oder suchst Du einen gleichwertigen Ersatz? Oder was schwebt Dir vor?", fragte Max.

Remy de Remuer
┬╗Mir schwebt gar nichts vor. Ich wollte das nur sagen. Ich brauch ja kein Ehrenmitglied der Himmelsaugen sein, das braucht kein Orden.┬ź Er setzte sich und bediente sich reichlich an Kaffee, Zucker und Milch. Er trank z├╝gig die Tasse leer. ┬╗Hm, schmeckt┬ź, fand er. ┬╗Ein bisschen, also ein kleines biiischen vermisse ich die Himmelsaugen. Es ist so still und leise.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Das ist es hier oben immer Remy, je h├Âher Du stehst, je leiser und einsamer wird es. Die meisten reden den lieben langen Tag auf Dich ein, aber kaum jemand sagt wirklich etwas. Aus dem Grund sind tats├Ąchliche Vertraue enorm wichtig. Das wirst Du noch herausfinden. Aber ein Schritt nach dem anderen, dort bist Du noch nicht. Dein Problem ist es, dass Du quasi permanent Leute um Dich herum hattest, im Kopf, auch wenn sie nicht anwesend sind. Und Ihr habt alles geteilt. Du f├╝hlst Dich schlecht, die anderen f├╝hlen es und fragen was los ist, so ist das zu verstehen ja? Wei├čt Du, eigentlich ist das ein Zustand, den ein ganzes Land erreichen sollte. Wenn man nur zuh├Âren mag, tut man es. Wenn man mit wem sprechen mag kann man es ebenso, oder wenn man mal f├╝r sich sein m├Âchte, tja dann schlie├čt man sich aus. Wenn ich mir vorstelle so mit meinen Lieben verbunden zu sein, kann ich ermessen was Dir fehlt. Auf magischem Wege kann ich Dir keinen Ersatz bieten, nur auf menschlichem", bot Max an.

Remy de Remuer
┬╗Ja, also ... ein menschlicher Ersatz, dar├╝ber w├╝rde ich mich freuen. Ciel hasst mich, daraus macht er keinen Hehl. Und weil er es tut, hassen mich Dreaux, Gregoire und Linhard nat├╝rlich genau so. Ich habe nur Olivie und Gaetano. Maurice war ein Kumpel, aber er ist mir verwehrt. Ich bin toteinsam, Max. Das Schweigen um mich her erdr├╝ckt mich. Darf ich mich mit Himmelsaugen ├╝berhaupt noch verbinden oder gar nicht mehr?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Ja nat├╝rlich darfst Du das noch, nur werden die anderen sich nicht so weit mit Dir verbinden wie fr├╝her. Ein Beispiel, Du hast mich in Ehveros auch kontaktiert und ohne Ende mental auf mich eingeredet. Zum Gl├╝ck, ich bin dort fast vor Heimweh umgekommen. Im Grunde war es mir gleichg├╝ltig, was Du mir mitgeteilt hast. Ich war einfach froh, nicht allein zu sein. Das mag Dich verwundern, da ich im Grunde niemals allein bin, da ich einen ganzen Hofstaat um mich herum habe, aber allein und einsam ist zweierlei. Wie ich einem meiner S├Âhne einmal erkl├Ąrte, in einer gro├čen Gruppe kann man sich einsamer f├╝hlen, als wenn man tats├Ąchlich alleine ist. Von daher, verstehe ich nur zu gut wie Du Dich f├╝hlst. Umgeben von Personal, Dienstboten, einer Familie die Dir aufgezwungen wurde, zig Leute wuseln um Dich herum - allein bist Du nicht, aber einsam. M├Âchtest Du dass ich Maurice pers├Ânlich abordne, so dass er hier dient? W├╝nscht Du Dir einen Leibdiener? Einen Vertrauten? Ohne Fabien w├Ąre ich schon oft verzweifelt, dass gebe ich gerne zu. Vor allem in der Fremde. Keine Frage Ehveros war interessant, Ehveros ist sogar ein sehr sch├Ânes Land, aber es ist einfach alles anders. Es ist nicht mein Zuhause. Manche w├╝rden sagen ich ├╝bertreibe, aber mir ist gleich wie sch├Ân es dort war, denn ich f├╝hle mich einsam. Die einzige Zeit wo es wirklich sch├Ân war, war die private Freizeit die wir als kleine Gruppe genossen haben. Wo ich Max war und sonst ein Niemand. Weshalb die anderen nicht gut auf Dich zu sprechen sind, ist klar Remy. Aber das warst Du nicht allein, sondern Olivie hat mitgemischt. Versuch Dich anzun├Ąhern und ich versuche Dir beizustehen, aber ich werde mich nicht gegen meine S├Âhne wenden, dass ist klar. Wie w├Ąre es mit etwas privaten Kontakt? Ich k├Ânnte zudem Gaetano einstellen. Ich denke die Cantillions h├Ątten dies verdient und Du ebenso. Ben├Âtigst Du einen Advokaten?", schmunzelte Max.

Remy de Remuer
Remy rutschte auf seinem Stuhl hin und her und goss sich vor Aufregung selber noch eine volle Tasse nach, erneut versehen mit Milch und Zucker ohne Ende. ┬╗Ein Leibdiener w├Ąre super, da der mich beraten kann! Es gibt so viele Sachen, die ich beachten muss und ich bewege mich wie auf rohen Eiern! Ich habe andauernd Angst, eins zu zertreten, also im ├╝bertragenen Sinne, keine echten Eier nat├╝rlich. Darf ich mir einen aussuchen? Er muss f├Ąhig sein und gut aussehen, damit er zu mir passt. Am besten w├Ąre einer, bei dem sie sich in den Allerwertesten bei├čen vor Neid, dass sie ihn nicht abgestaubt haben. Ich verstehe jetzt, wie du dich f├╝hlst, ehrlich, ich hab das untersch├Ątzt. Ich wusste nicht, wie einsam du bist. Gaetano h├Ątte ich gern als Berater, eigentlich auch gern als Leibdiener, aber er sieht ja nichts!┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Fabien ist vergeben, aber Du darfst Dir Deinen Leibdiener selbst aussuchen. Du musst ihm schlie├člich vertrauen. Danke f├╝r Deine Worte, ich wollte Dir nur verdeutlichen, dass wir alle Menschen hinter unseren ├ämtern sind Remy. Du ebenso. Gaetano so lieb er ist, taugt als Leibdiener nichts. Stell Dir die Morgentoilette mit ihm vor. Die erste Rasur von ihm w├Ąre Deine letzte, allerdings haben wir sehr gute Heiler", lachte Max leise.

Remy de Remuer
┬╗Hm, wie w├Ąre es dann mit Maurice?┬ź, schlug Remy vor.

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Wie Du m├Âchtest Remy, es ist Dein Leibdiener, such ihn Dir aus. Maurice ist freundlich, umg├Ąnglich, ebenfalls ein Magier, dass klingt f├╝r mich absolut passend. Zudem ist er alleinstehend. Er wird dann die Himmelsaugen verlassen m├╝ssen. Meinst Du er kommt damit klar? Wobei Ihr h├Ąttet Euch gegenseitig und sein Neffe arbeitet ebenfalls f├╝r Dich, dass d├╝rfte ihm gefallen".

Remy de Remuer
"Das ginge?", rief Remy begeistert. "Ich hab einfach auf gut Gl├╝ck gefragt! K├Ânnte ich auch einen Marquis als Leibdiener haben, ja?"

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Die meisten Zofen oder G├╝nstlinge sind Adlige am Hofe. Wie die meisten Hofbeamten. Ja das ginge, an wen hast Du gedacht? Dann denke ich dar├╝ber nach, denn bedenke eines - ein Leibdiener ist Dein Gegenst├╝ck, Dein Vertrauter. Er ist Dir vertrauter als es Deine Frau vermutlich sein wird. In guten und schlechten Zeiten. Hei├čt geht es Dir gut, k├Ânnt Ihr auch scherzen und so weiter. Geht es Dir miserable, wird er Dir sogar den Arsch wischen. Was sind Deine Anforderungen? Darauf kommt es an. Die meisten Damen w├╝nschen sich eine Zofe, die zu unterhalten wei├č, die nicht dumm ist, die eine gute Allgemeinbildung hat, zu kommunizieren wei├č, n├Ąhen kann, in Kleidungsfragen bewandert ist, ein nettes Wesen hat um mit ihr auszukommen. Um einen gleichen Bildungsstand zu gew├Ąhrleisten sollte dann eine Zofe adelig sein, egal welcher Stand, die Erziehung gibt dies her. Oder ├╝berwiegen bei Dir die menschlichen Werte? Dann spielt der Stand ├╝berhaupt keine Rolle, sondern rein die Sympathie entscheidet. So ist es bei mir. Fabien und ich sind uns zuf├Ąllig begegnet und er war einfach freundlich zu mir in einem Moment wo es mir schlecht ging. Normal freundlich, ohne aufdringlich zu sein. Er war lieb und mitf├╝hlend und aus dem Grund wurde er mein Leibdiener. Ich habe es nicht einen Moment bereut.Also was genau ist Dir wichtig Remy?"

Remy de Remuer
┬╗Ich h├Ątte gern das menschliche ├äquivalent zu meiner Kutsche. Ich m├Âchte, das man sich mit dem Leibdiener sehen lassen kann und jeder blickt uns hinterher und sagt: Boahr, schau dir das an, das ist der Leibdiener von Prince Remy! Er geh├Ârt Remy, stellt euch das vor! Mann, der Remy hat es derma├čen gut, der hat es voll drauf, drum hat er sich dieses Prachtexemplar an Land gezogen.┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Dann m├Âchtest Du Dreux als Leibdiener?", lachte Maximilien.

Remy de Remuer
Remy grinste. ┬╗W├Ąre nicht schlecht, aber ich glaube, er hat was dagegen. Aber so in der Art, wei├čt du?┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Ich wei├č, pass auf, sollten wir jemals Roderich irgendwo aufsp├╝ren, dann bekommt er Dein Brandzeichen auf sein ausladendes Hinterteil gebrannt und Du kannst ihn als Deinen Sklaven ausgeben. Nur Spa├č. Ich verstehe was Du meinst, Du m├Âchtest protzen. Er soll gut aussehen und von Stand sein? Melville?", lachte Max.

Remy de Remuer
┬╗Ja genau┬ź, rief Remy. ┬╗Roderich w├Ąre allererste Sahne! Hast du nicht was ├ähnliches im Angebot?┬ź Pl├Âtzlich bekam er riesige Augen. Sterne glitzerten darin vor Begeisterung und Remy hauchte: ┬╗Max ... ich habe soeben den Leibdiener meiner Tr├Ąume gefunden! Ich w├╝nsche mir Parcival!┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"F├╝r eine Schocksekunde dachte ich, ich h├Ątte den Kelch zu saufen", gibbelte Max. "Parcival? Das ist nicht m├Âglich, er ist das Oberhaupt der Himmelsaugen und unabk├Âmmlich f├╝r die Sicherheit von uns allen Remy", erkl├Ąrte Max freundlich.

Remy de Remuer
┬╗Schade ... dann w├╝rde ich mir Melville oder Maurice w├╝nschen!┬ź

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Ich denke Maurice w├Ąre die beste Wahl. Melville hat seine Familie zu leiten, ist das Familienoberhaupt und mehrfach verheiratet. Maurice hingegen kann sich ganz auf Dich einstellen. Er soll zu Dir geh├Âren. M├Âchtest Du es ihm sagen?", fragte Max gut gelaunt.

Remy de Remuer
"Ja klar, gern!", freute sich Remy. Insbesondere - aber das sprach er nicht aus - da er wusste, dass Maurice ebenfalls nicht sonderlich gut auf Ciel zu sprechen war.

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Nun worauf wartest Du dann noch? Du bist der Magier, nicht ich", sagte Max und g├Ânnte sich ebenfalls noch einen Kaffee.

Remy de Remuer
'Maurice', rief er mental. 'Hier Prince Remy! Komm mal rasch in die Amtsstube vom Duc.'

Maurice de la Cantillion
`Ich bin unterwegs┬┤, antwortete Maurice auf gleichem Wege. Es dauerte nat├╝rlich einen Moment, dann klopfte es an der T├╝r. Fabien ├Âffnete und machte eine einladende Geste, so dass Maurice direkt durchgehen konnte. Vor Maximilien blieb er stehen und verneigte sich mit allem Respekt. "Eure Majest├Ąt", sagte er respektvoll, ehe er sich vor Remy verneigte "Hoheit".

Remy de Remuer
┬╗Maurice┬ź, gr├╝├čte Remy hocherfreut. ┬╗Du darfst dich setzen, ich habe eine Information f├╝r dich. Ich hoffe, sie freut dich!┬ź

Maurice de la Cantillion
Maurice setzte sich mit dankbarem Nicken und Fabien schenkte ihm ebenfalls einen Kaffee ein. "Das kann ich Dir... Verzeihung, Euch noch gar nicht sagen Hoheit. Bitte fahrt fort und kl├Ąrt mich auf. Vielen Dank f├╝r den Kaffee", sagte Maurice und lie├č ihn sich schmecken.

Remy de Remuer
┬╗Ich hab dich soeben zu meinem Leibdiener ernannt┬ź, strahlte Remy.

Maurice de la Cantillion
Maurice lie├č die Tasse sinken und schaute Remy total verdattert an. "Wie meint Ihr das? Also so wie Ihr dies sagt, oder wie?", fragte Maurice verwirrt.

Remy de Remuer
"Ja, genau, wie ich es sage", freute Remy sich ├╝berschw├Ąnglich. "Du und ich, Tag ein, Tag aus, jeden Tag. Ich war ein Himmelsauge und du bist auch eins. Wir beide kennen einander so tief, wie man sich nur kennen kann und wir k├Ânnen uns gut leiden!" - 'Und Ciel weniger', erg├Ąnzte Remy mental, ehe er sprechend fortfuhr: "Mann, wir werden so eine gute Zeit haben!"

Maurice de la Cantillion
Maurice grinste ├╝ber beide Ohren. "Das klingt verlockend, wohne ich dann bei Dir? Ich meine normalerweise wohnt man zusammen. Lass einfach mal Deinen... Euren Plan h├Âren, ich komme immer durcheinander. Also wie setzen wir das um? Dann w├Ąre ich ebenfalls kein Ordensmitglied mehr oder? Darf ich in Eurem Dienst meinen Vogel weiterf├╝hren?", fragte Maurice neugierig.

Remy de Remuer
┬╗Ich hab meinen Francois auch noch┬ź, erkl├Ąrte Remy und wies auf den Schrank, wo sein Habicht sa├č und an einem rohen H├╝hnerbein rupfte. ┬╗Er muss sich nur noch an die Sitzstangen gew├Âhnen. Klar wohnst du dann bei mir, in der selben Bude! Ich vermute, du musst den Orden dann auch verlassen, genau wie ich. Schwiegervater?┬ź Fragend betrachtete er Maximilien.

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Das ist korrekt, Maurice Du wirst nicht mehr dem Orden der Himmelsaugen angeh├Âren, sondern Remy pers├Ânlich. Deinen Raubvogel darfst Du weiterhin f├╝hren, Du bist von Adel, Beitzjagd ist dem Adel vorbehalten. Es spricht also ├╝berhaupt nichts dagegen. Also ich sehe Ihr beiden seid Euch handelseinig. Besser kann es nicht laufen", sagte Max freundlich.

Remy de Remuer
┬╗Dann sind wir uns einig?┬ź, fragte Remy erfreut. ┬╗Echt, Maurice, das w├╝rde mir viel bedeuten!┬ź

Maurice de la Cantillion
"Von mir aus, auf alle F├Ąlle. D├╝rfen wir uns dann noch weiterhin duzen? Ich meine wenigstens privat? Das w├Ąre f├╝r mich angenehmer, f├╝hlt sich doch auch besser an. Was soll ich sagen Remy? Ich sage gerne zu. Lass Melville Zuhause ruhig seine Sachen machen. Massimo ist auch ausgelastet mit seinem neuen Amt und seiner Frau und ich habe es dann doch ziemlich gut getroffen. Wir beide arbeiten gemeinsam, ich bin nur Dir untergeordnet statt zig anderen Ordensbr├╝dern ├╝ber mir, wir verstehen uns gut, warum sollte ich ablehnen?", freute sich Maurice.

Remy de Remuer
┬╗Wir haben uns immer geduzt, obwohl du ja sogar mein Lehnsherr warst! Klar, darfst du mich dann auch weiterhin duzen. Ich meine, hey, was habe ich vor dir f├╝r Geheimnisse, du w├Ąrst sogar hautnah dabei gewesen, wenn du nur aufgepasst h├Ąttest, als ich...┬ź Sein Blick fiel auf Maximilien und er unterbrach sich mit einem R├Ąuspern. ┬╗Hat doch was, den eigenen Lehnsherr als Leibdiener, oder? Das hat Stil! Aber sag mir noch mal kurz, was Gaetano f├╝r ein Verwandter von dir war, das war dein Sohn, oder?┬ź

Maurice de la Cantillion
Maurice sch├╝ttelte den Kopf, "nein er ist der Sohn meines Bruders. Er ist mein Neffe. Was ist mit Gaetano? Das freut mich, dann bleiben wir beim Du. Nun damals war ich Dein Lehnsherr, nun geh├Ârst Du zur Krone".

Remy de Remuer
"Gaetano m├Âchte ich auch einstellen. Leider ist er als Leibdiener nicht geeignet, er macht mich bei der Rasur glatt einen Kopf k├╝rzer mit seiner Kurzsichtigkeit. Aber ich h├Ątte ihn gern als normalen Diener oder als Schreiber, ich hab den echt gern und offen gesagt, er vergammelt bei euch in der Bude. Keine Sau k├╝mmert sich da um ihn! Er sitzt den ganzen Tag allein in der Schreibstube! Er ist mein Kumpel geworden und ich bin es ihm schuldig, ihn da rauszuholen, jetzt, wo ich die M├Âglichkeit dazu habe."

Maurice de la Cantillion
"Dann stell ihn als Schreiber, Buchhalter oder Advokat ein, all dass kann er. Und er ist sehr zuverl├Ąssig und freundlich. Aber das wei├čt Du ja bereits. Er redet von Dir nur in den besten T├Ânen, es w├Ąre wirklich schade, wenn sich Eure Wege trennen w├╝rden. Frage ihn einfach, ich denke er freut sich sehr ├╝ber das Angebot".

Remy de Remuer
"Das mach ich! Und du, du musst mich beraten zu den ganze Regeln bei Hofe, ich war ja nur ein kleiner Chevalier, ich wei├č so was alles nicht. Eh ich Max, also dem Schwiegervater, die ganze Zeit auf den Keks gehe, dann lieber dir. Ich wei├č, dass Tano gut schreiben kann, aber ich m├Âchte, dass er unter die Leute kommt und nicht in einer Schreibstube versauert. Drum dachte ich, dass er auch als Diener oder so arbeiten kann. Ich mag den auch total gerne, wirklich."

Maurice de la Cantillion
"Dann nimm ihn als Sekret├Ąr mit. Egal wohin wir gehen, er begleitet uns und regelt Deine Finanzen, ich denke dass ist auch im Sinne seiner Majest├Ąt und f├╝r Dich eine gute M├Âglichkeit von Tano zu lernen. So etwas hat er wirklich drauf. Er versauert nicht und ich werde Dir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Und f├╝r etwas Spa├č haben wir sicher doch auch noch Zeit. Wie sind denn Deine Gem├Ącher eingerichtet? Ist da ein eigenes Quartier f├╝r mich drin?"

Remy de Remuer
┬╗Also einen eigenen Fl├╝gel kann ich dir nicht anbieten, nein. Ich wohne momentan bei meiner Frau, sie h├Ąlt mich ziemlich bei Stange.┬ź Er feixte mental ├╝ber den seiner Meinung nach gelungenen Wortwitz. ┬╗Ich wei├č nicht, ob sie mich ausziehen l├Ąsst - sieht momentan nicht so aus - aber ich hoffe, dass du wenigstens da auch noch irgendwo mit hin passt.┬ź

Maurice de la Cantillion
"Es w├╝rde auch ein sch├Ânes Quartier ganz in Deiner N├Ąhe ausreichen, wo ich jederzeit sofort bei Dir sein kann. Im Grunde ist es ja nur f├╝r die Freizeit und die Nacht. Den Rest des Tages verbringen wir gemeinsam, wie ein Miniorden von drei Leuten", grinste Maurice.

Remy de Remuer
┬╗Ja, ich rede mal mit meiner Frau, irgendwas findet sich und notfalls liegst du eben auf dem Sofa oder bei der Zofe in der Kammer. Ein Mini-Orden? Gaetano ist leider kein Magier ... zu schade. Wir k├Ânnten nur noch mental reden┬ź, schw├Ąrmte er.

Maurice de la Cantillion
"Bei ihrer Zofe? Wie sieht sie den aus?", lachte Maurice und machte eine entschuldigende Geste Richtung Max. "Verzeiht, das war nur ein Scherz. Dazu muss er kein Magier sein, gut Deine Frau und ihre Zofe, ein Orden von f├╝nf Leuten. Hast Du irgendwelche bestimmten Aufgaben f├╝r mich? Ich kann soweit alles, aber kochen kann ich nicht, dass m├╝sste ich ├╝ben".

Remy de Remuer
ÔÇ║Die Zofe hat MEGA dicke M├ÂpseÔÇ╣, schw├Ąrmte Remy mental. ÔÇ║Voll die Milchkuh! Du musst die dir abends anschauen im Nachthemd, wenn sie kein Brustband tr├Ągt!ÔÇ╣ Wie der Rest aussah, konnte er sich spontan nicht erinnern. ÔÇ║Der Rest ist normalÔÇ╣, erkl├Ąrte er daher. Laut sprach er: ┬╗Kochen kann die liebenswerte Jeanne dir beibringen. An Aufgaben habe ich f├╝r dich: Alles. Du musst mich standesgem├Ą├č zurechtmachen, damit ich mich nicht zum Obst mache und mir den Arsch nachtragen und mir hier alles erkl├Ąren! Au├čerdem musst du gut aussehen, das verlange ich von dir, und mir jeden Wunsch von den Augen ablesen oder eben vom Geist, ich werde mich nicht sperren f├╝r dich. Du darfst deinen Geist ebenso nicht sperren. Maurice, ich leide! Ich vermisse seelische Verbundenheit! Du musst immer empfangsbereit sein, als w├Ąren wir zwei Extrahimmelsaugen, ja?┬ź

Maurice de la Cantillion
`H├Âr auf mir sowas zu ├╝bermitteln, wei├čt Du wann ich das letzte mal in den Genuss einer Frau kam? Und dann verpasse ich noch Deine Eins-zu-eins-├ťbertragung. Dass kann nur mir passieren. Vielleicht kann Jeanne mir ja ein klein wenig mehr beibringen als nur kochen... backen┬┤, lachte Maurice mental. "Keine Sorge, ich werde auf Dich achten und Dir alles beibringen was ich ├╝ber Stand wei├č. Manche Dinge habe ich vielleicht selbst vergessen, aber das sieht man uns hoffentlich nach. Ich werde mich informieren. Dich zurecht machen, dass bekomme ich hin. Und das mit dem verbunden bleiben, ist eine gute Sache. Auch f├╝r Deine Sicherheit Remy, soweit musst Du nun auch denken. Du bist nicht mehr ein einfacher Mann, Du bist ein Mitglied der Krone. Von daher ist es schon gut, dass wir die V├Âgel behalten. Zur Not kann ich Dich so verteidigen, nat├╝rlich auch mit dem Schwert und mit Magie. Du bist auch nicht wehrlos, aber Deine Frau, ihre Zofe und Tano sind es. Wir bleiben einfach im Bunde, so machen wir das. Wir sind Kronenaugen", grinste Maurice.

Remy de Remuer
ÔÇ║Du machst was falschÔÇ╣, stellte Remy fest. ÔÇ║Wie alt bist du ├╝berhaupt? Ich glaub, dein Arsch ist zu flach geworden und deine Schultern waren auch schon mal kr├Ąftiger, aber hey, ich bin Prince! Wenn die Weiber nicht zu dir kommen, dann bestell ich sie einfach zu dir und sie m├╝ssen dir zu Willen sein! V├Âllig egal, wie du aussiehst! Ich versuch seit unserer Ehe schon, Oli rumzukriegen f├╝r einen Dreier mit Jeanne. Hier schau, darum!ÔÇ╣ Er ├╝bermittelte ihm eine Erinnerung von Jeannes gigantischen frei schwingenden Br├╝sten unter dem Nachthemd. ÔÇ║Aber Oli hat sich albern damit ... voll pr├╝de! Schei├če, hab ich das grad laut gesagt? Nein, wir reden mental, puh.ÔÇ╣ Maximilien bekam vermutlich mit, dass die beiden mental sprachen, da sie schon sehr lange schwiegen, aber sich anschauten und lebhafte Mimik zeigten. ┬╗├äh, wir sind unh├Âflich. Also wie haben ja alles gekl├Ąrt. Hol deine Sachen und schlepp sie in das Quartier von Olivie, du kannst sofort einziehen.┬ź

Maurice de la Cantillion
`Remy ich bin 57 Jahre alt und ich bin nicht mein Bruder Melville. Vielleicht ein unfairer Vergleich, aber wenn Du so einen Bruder hast, bringst Du keine Frau mit nach Hause, weil Du wei├čt er testet sie an. Er testet jede Frau und er hatte vermutlich bei uns schon jede Frau. Ich liebe Melville, aber daf├╝r h├Ątte ich ihn schon ├Âfter erw├╝rgen k├Ânnen. Wobei seine Frauen auch. Ehe ich aus dem Knick komme, steckt er seinen wieder in die Hose. Manchmal war ich stinkig, manchmal war ich neidisch. Ich hatte fr├╝her immer gedacht, vielleicht lerne ich eine im Orden kennen. Aber es war keine dabei, die mich anmacht. Freundinnen, Kameradinnen habe ich viele. Sie sollte eine gute Mischung sein, zwischen Frau und Krieger, Du verstehst? Tja stimmt ich war mal besser in Form, ich bin was faul geworden in letzter Zeit. Vielleicht k├Ânnen wir uns gegenseitig motivieren? Hast Du Lust? Na Deine Frau gehe ich nicht an, bei Ainuwar! Ich denke auch Maximilien ist ein Mann und hat drei Frauen, ob er schon mal alle drei... wobei nein. Nicht die Nummer eins. Aber ob er seine beiden Schneckchen schon mal im Bett hatte? Vielleicht mag Jeanne es ja zu zweit. Eine sch├Âne Frau mit was f├╝r wundervollen Hupen. Hast Du sie schon mal ber├╝hrt?┬┤, fragte Maurice und nickte auf die Aufforderung hin. "Ich hole meine Sachen. Danke Eure Majest├Ąt", sagte Maurice und eilte davon.

Maximilien Rivenet de Souvagne
Maximilien zog fragend eine Augenbraue hoch und sch├╝ttelte kurz den Kopf. "Nun das denke ich Remy... Du kennst unsere Vereinbarung oder? Ihr beide habt so rote Ohren... Du wei├čt wer Deine Frau ist, einen Leibdiener hast Du zugesprochen bekommen, keinen Mann hm?", schmunzelte Max.

Remy de Remuer
Maurice schien regelrecht zu fl├╝chten, doch er konnte Remy nicht entkommen. Er blieb nat├╝rlich mental mit ihm verbunden. Zu sehr hatte er es vermisst, auf diese Weise mit jemandem eins zu sein. Maurice war nur eine Einzelperson, aber eine, mit der er besonders h├Ąufig zu tun gehabt hatte, auch in den Frequenzen des Nexus. ÔÇ║Was, 57 bist du schon? Da darf der Arsch nat├╝rlich auch langsam ein wenig flach werden, aber f├╝r das hohe Alter siehst du echt noch gut aus! Du sollst meine Frau doch nicht angehen, geht`s noch? Wir reden wegen dem Dreier von der Zofe, die mit den Megatitten!ÔÇ╣ Wie er das dachte, riss Maximilien ihn aus seinen Gedanken. ┬╗Oh, Entschuldigung, es ist nur die Freude, endlich wieder mit jemandem im Nexus zu plauschen┬ź, log er.

Maximilien Rivenet de Souvagne
"Wer es glaubt Remy, stell nur keinen Unsinn an, den Du bereuen w├╝rdest und mach mir keine Schande. Und nun geh endlich Deinem neuen Leibdiener nach, ehe Du noch platzt!", grinste Max und verabschiedete ihn kurz per Handzeichen.

Maurice de la Cantillion
Maurice musste unterwegs lachen und blieb abrupt stehen, als ihm Remy erkl├Ąrte, wenn er zum Vernaschen geplant hatte. `Entschuldige, aber ich war gerade etwas in Panik. Danke f├╝r das Kompliment, aber es ist wahr. Ich k├Ânnte Dein Vater sein. Tano ist in Deinem Alter und er ist der Sohn von meinem Bruder. Also was denkst Du? Nun vielleicht sollten wir Jeanne mal allein fragen. Von der Optik her ist die Frau der Hammer, sie sieht lecker aus. Also wo treffen wir uns? Wo bist Du? Komm her und wir gehen gemeinsam┬┤, ├╝bermittelte Maurice.

Remy de Remuer
Remy stand auf und verneigte sich. ┬╗Ich werde keinen Unsinn anstellen, wir haben nur etwas fantasiert┬ź, gestand Remy, ehe Maximilien ihm wieder Domi nachschickte. Er hob die Faust, auf der sein Habicht Francois landete, verlie├č die Amtsstube und beeilte sich, Maurice aufzust├Âbern. ÔÇ║Warte, bleib stehen, ich bin gleich da! Also es ist so ... es ist so, ich hab eine Sperre von Max auferlegt bekommen. Ich darf nicht rumpoppen. Also muss Oli dabei sein. Dann z├Ąhlt es nicht als Betrug. So h├╝bsch Oli ist, aber sie hat ganz sch├Ân kleine Br├╝ste. Ich hoffe, die wachsen noch irgendwie.ÔÇ╣ Er bog um die Ecke und da stand Maurice. Remy grinste ihn an. ┬╗Zu deinem neuen zu Hause geht es da lang.┬ź

Maurice de la Cantillion
Maurice grinste zur├╝ck. "Dann geh vor, ich komme mit. Niemand verbietet Dir das zugucken oder? Dir und Oli. Aber so wie Du von der hei├čen Fahrt und dem hei├čen Ritt mit ihr erz├Ąhlt hast, scheint sie mir nicht so pr├╝de wie Du gerade sagtest", antwortete Maurice und knuffte Remy gl├╝cklich. `Melville war mal mit Gregoire zusammen eine ganze Zeit lang. Er war regelrecht s├╝chtig nach ihm, wenn Oli nach ihrem Bruder kommt dann warte mal ab. Da hast Du noch eine Menge Sport vor Dir und zwar gewaltig guten┬┤.

Remy de Remuer
ÔÇ║Das w├Ąre ja ein TraumÔÇ╣, lechzte Remy. ÔÇ║Den besten Spa├č genau in den eigenen vier W├Ąnden, ohne dass man rausgehen und wen klar machen muss! Echt, Melville war mit dem Zickenprince von und zu Sch├╝rhaken zusammen? Komischer Geschmack, das w├Ąre genau so, wie wenn einer auf Ciel stehen w├╝rde. Wir machen das anders, wir machen es uns mit den zwei Weibern hier richtig gem├╝tlich!ÔÇ╣ Remy klopfte. Das m├╝sste er nicht, aber er war ja Galan. Immerhin wusste sie noch nicht, dass er einen Leibdiener anschleppen w├╝rde.

Maurice de la Cantillion
`Gregoire kann ziemlich handzahm sein, oder auch ziemlich wild, er ist laut Melv einfach eine Wucht im Bett. Aber gut, Prince hat Melv abges├Ągt nach einigen Jahren. Melv hat die falsche Frage gestellt, dass passiert. Da fragt man sich, was Lin so drauf hat, dass Gregoire hier wollte. Wobei, es sei ihnen geg├Ânnt. Ich kann mir Greg auch nicht als Nummer drei von wem vorstellen. Privat war er zu mir immer ganz umg├Ąnglich, meist sogar richtig nett wenn er zu Besuch war. Ciel ist eine ganz andere Hausnummer. Er hasst mich. Ich helfe ihm, ich diene ihm, er will mich umbringen lassen, hinrichten lassen. Dabei habe ich nur meinen Job gemacht. Keine Ahnung was er gegen mich hat. Ich habe mich immer bem├╝ht, naja vielleicht wird das noch. Abwarten. Wobei, jetzt bin ich Dein Leibdiener. Ich muss ja keine Himmelsaugenaufgaben mehr erledigen. Deine Frau guckt vielleicht gerne mal zu. Viele m├Âgen das. Da kann man sich gute Ideen holen. Ich gucke selbst auch gerne zu┬┤, grinste Maurice und klopfte ebenfalls. Jeanne ├Âffnete die T├╝r und gab mit freundlichem L├Ącheln den Weg frei. Maurice nickte dankbar und lie├č Remy den Vortritt, dabei guckte er heimlich auf die Theke von Jeanne.

Remy de Remuer
┬╗Guten Abend, Jeanne┬ź, gr├╝├čte Remy h├Âflich und begab sich, ohne sie weiter anzuschauen, zu seiner Frau. Daf├╝r guckte sein Habicht. ÔÇ║Melville hat `nem Prince einen Antrag gemacht? Das nenne ich mutig, der Mann hat es echt drauf! Zu mir ist Gregoire ├╝berhaupt nicht nett, der hat mir zwar noch nicht den Sch├╝rhaken angedroht, aber er steht gut mit Ciel und den Rest kannst du dir herleiten. Ciel will dich was?! Er will dich hinrichten?! Wieso das denn? Jetzt darf er es nicht mehr, du geh├Ârst ja nun mir, oder darf er das trotzdem?ÔÇ╣ Remy k├╝sste seine Frau. ┬╗Hey, Liebling! Schau mal, wen ich mitgebracht habe! Meinen neuen Leibdiener.┬ź

Maurice de la Cantillion
"Dankesch├Ân Jeanne", sagte Maurice dankbar. `Ich wei├č es nicht, er hat mich besonders auf dem Kieker. Vielleicht war ich versehentlich unh├Âflich, oder er mag mich einfach nicht. Daf├╝r kommt er mit Massimo wunderbar aus. Ja Melv sah Greg nicht nur als seinen Liebling, sondern auch als Statussymbol. Er mag ihn heute noch, er h├Ąngt an ihm. Aber Melville h├Ąngt auch an jeder seiner Leibeigenen, von daher, er h├Ątte wohl gerne eine Herde┬┤, lachte Maurice mental.

Olivie Solaine de Souvagne
Olivie eilte Remy entgegen und umarmte ihren Mann zur Begr├╝├čung liebevoll. "Ah Maurice!", grinste sie breit. "Maurice ist nun Dein Leibdiener? Nun warum nicht? Wie kam es dazu?", fragte sie neugierig und k├╝sste Remy.

Remy de Remuer
┬╗Ich brauchte einen und kann ihn gut leiden. Und er ist Comte! Es hat doch Stil, seinen eigenen Lehnsherren als Leibdiener zu haben, sag mir, dass das Stil hat, Schatz!┬ź Er k├╝sste sie verlangend zur├╝ck. ┬╗Gut aussehen tut er auch, da hast du was zu gucken.┬ź Er grinste zufrieden.

Olivie Solaine de Souvagne
"Nat├╝rlich hat das Stil und sicher auch Style, aber nun bist Du kein Chevalier mehr Remy, sondern Prince. Wo wird er ├╝bernachten?", fragte Oli gut gelaunt.

Remy de Remuer
┬╗Ich dachte bei Jeanne. Oder auf dem Sofa. Was meinst du? Oh, ich wollte dich bei der Gelegenheit was fragen!┬ź Er k├╝sste sie besonders z├Ąrtlich. ┬╗Hattest du mal ├╝ber meinen Vorschlag nachgedacht? Wir zwei und Jeanne?┬ź

Olivie Solaine de Souvagne
"Ja ich habe dr├╝ber nachgedacht, aber wir m├╝ssen dar├╝ber in Ruhe reden. Nicht solche Heimlichkeiten Remy. Bitte", sagte Oli ernst und k├╝sste ihn.

Remy de Remuer
"Heimlichkeiten?", rief Remy entsetzt. "Liebling, Schatz aller Sch├Ątze, mein Rubin, ich rede offen mit dir!"

Olivie Solaine de Souvagne
"Ja aber ich meine im Bett Remy, da darf es keine Geheimnisse geben, oder das Du heimlich Leute ins Bett anschleppst, die Deinen Job erledigen und ich wei├č nicht mal wer... und f├╝hle mich alleingelassen. Drum bitte, sei ehrlich zu mir. Ich wei├č, dass war alles sehr viel f├╝r Dich und Du bist noch total geschw├Ącht, aber Vater meinte es gut", sagte Oli.

Remy de Remuer
┬╗Heimlich Leute anschleppen? Ich habe Maurice, den sehr gut aussehenden, als Leibdiener und zu deiner visuellen Freude hergebeten. Wie kommst du auf solche Gedanken? Wenn ├╝berhaupt, also WENN, dann w├╝rde ich dich offen fragen, so wie gerade eben. Ich bin nicht geschw├Ącht, ich strotze vor Energie!┬ź

Olivie Solaine de Souvagne
Olivie nahm Remys H├Ąnde in ihre und schaute ihm lange in die Augen. Sie sagte keinen Ton, sondern nickte dann knapp. "Ich liebe Dich Remy de Remuer und ich finde Dich scharf. Ich begehre Dich wie ich niemals zu vor einen Mann begehrt habe. Ich verzehre mich nach Deinem harten... K├Ârper. Du hast mir sogar noch mehr Freude geschenkt als Nathan und er war unheimlich lieb und einf├╝hlsam. Ich m├Âchte nicht, dass Du mich irgendwann langweilig oder nicht mehr begehrenswert findest. Ciel war vom Herzen her ein so guter Mann, aber ich glaube ich war ihm einfach zu langweilig. Ich konnte kein Feuer in ihm entfachen. Wir waren uns nahe, zu nahe, dass hat die flammende Glut erstickt. Ich hoffe er ist mit Ferrau gl├╝cklich, dass w├╝nsche ich ihm. Aber ich w├╝nsche mir ebenso eine hei├če, innige, z├Ąrtliche und wilde Liebe, wie er sie genie├čt und wie wir sie schon genossen haben Remy. Drum bitte, egal bei was, sei ehrlich. Wir reden und einigen uns. Nur schiebe Deine eheliche Pflicht nicht auf andere ab. Sage mir, wenn Dir etwas nicht gef├Ąllt. Das ist mir wichtig. Maurice kann bei Jeanne ├╝bernachten. Und ich denke er wird Dir gut tun. Er tr├Âstet Dich etwas", sagte Olivie liebevoll.

(Fortsetzung folgt)
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"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
"Eine Entscheidung f├╝r etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."

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