Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Hinrichtung f├╝r Hochverrat

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagne
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Maximilien Rivenet de Souvagne
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Hinrichtung f├╝r Hochverrat

#1

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Sa 6. Okt 2018, 15:43

Hinrichtung f├╝r Hochverrat

Der Morgen graute und Nebelschwaden zogen ├╝ber die Felder hinweg, w├Ąhrend das Vieh mit unsichtbaren Beinen auf den Weiden stand und wei├če Dampfwolken ausatmete. Kalt und klamm war dieser Morgen.

Der Gro├čherzog von Souvagne sp├╝rte an diesem Morgen eine ganz andere K├Ąlte in seine Knochen kriechen. Fabien sein treuer Leibdiener r├╝stete an diesem Morgen den Duc de Souvagne in volle Kampfmontur. Lediglich den Helm ersparte sich Maximilien, denn es galt nicht nur Haltung und W├╝rde, sondern auch Gesicht zu zeigen.

Der Richtplatz war ├╝ber Nacht von flei├čigen H├Ąnden direkt vor der gro├čen Prunktreppe des Palastes aufgebaut worden. Der Block ragte Unheil verhei├čend auf der Mitte empor. Mahnend und knochenwei├č stand er dort im Morgennebel, als die ersten Sonnenstrahlen durch die Nebelschwaden brachen.

Schon bald w├╝rde seine wei├če, makellose Oberfl├Ąche mit Blut getr├Ąnkt werden, dem Blute einer Hochverr├Ąterin. Und der Duc de Souvagne w├╝rde sie pers├Ânlich richten.


****


Der gesamte Hofstaat hatte sich rund um den Richtplatz versammelt, ebenso die Gro├čherzogliche Familie. Der Duc stand gemeinsam mit seinen Frauen, S├Âhnen und Schwiegers├Âhnen auf der Empore der Treppe. An seiner Seite befanden sich ebenso die de Cheverettes, welche zur Zeit am Hofe zugegen waren.

Eine Unite der Leibgarde f├╝hrte die alte Duchesse in schweren Ketten auf den Richtplatz. W├╝rdevoll und mit grimmigem Gesicht schritt sie dem Richtplatz entgegen. Der Wind frischte auf und wehte ├╝ber die Zuschauer hinweg und zerrte an dem Henkerskleid der alten Frau.

Genau vor dem Block blieb die Unite stehen und schaute zur Empore herauf. So kalt wie der Wind wehte, so eisig blickte der Duc auf die alte Frau herab.

"Aufgrund von Hochverrates an der Krone durch die Ermordung von Duc Alain Etienne de Souvagne, sowie dessen erstgeborenem Sohn Bernard Pomeroy de Souvagne, sowie Verschw├Ârung und Ausl├Âschung des Ordens der Agenten der Autarkie verurteilen wir Euch Duchesse Francoise Esme de Souvagne, geborene Cheverette zum Tode.

Euch pers├Ânlich werden von uns mit sofortiger Wirkung s├Ąmtliche Titel, Rechte, sowie Privilegien entzogen. Ihr seid mit sofortiger Wirkung aus unserer Familie versto├čen. Gleiches gilt f├╝r die Familie de Cheverette. Ihr seid mit sofortiger Wirkung ebenfalls aus dieser Familie versto├čen.

Beide Familie - die de Souvagnes wie die de Cheverettes sagen sich vollumf├Ąnglich von Euch los.

Unsere Trauer gilt allen Opfern Eures abscheulichen Verrates.
Dem unter anderem ebenso die Agenten der Autarkie und deren Angeh├Ârige zum Opfer fielen. Der Orden der Agenten der Autarkie gilt mit sofortiger Wirkung postum als rehabilitiert.

Den Kindern der Agenten der Autarkie wird nach Eurer Hinrichtung ihre vollst├Ąndige Erinnerung zur├╝ckgegeben.
Gleich welchen Standes sie sind, werden sie als Wiedergutmachung in die Freiheit und den Stand des Nennadels erhoben.

Sterbt in dem Wissen, dass Euer Verrat von einem Mann und zwar unserem Sohn Ciel Felicien de Souvagne aufgedeckt wurde. Und zwar gemeinschaftlich mit drei S├Âhnen der Agenten der Autarkie. Sterbt mit dem Wissen, dass auf der anderen Seite jene auf Euch warten werden, die ebenfalls noch eine Rechnung mit Euch offen haben, allen voran Eure Helfershelfer", erkl├Ąrte der Duc frostig.

Der Gro├čherzog schritt in voller R├╝stung die Prunktreppe herab, dicht gefolgt von seinem Leibdiener Fabien Lacomb, der auf einem seidenen Kissen das Reichsschwert Souvagnes trug.

Einer der Gardisten zwang die alte Duchesse auf die Knie, wickelte sich kurz ihre Haare um die Hand und schnitt diese ab, bevor er ihren Kopf auf den Richtblock dr├╝ckte. Er verneigte sich vor seiner Majest├Ąt tief und ging einige Schritte r├╝ckw├Ąrts um dem Duc Platz zu machen.

Maximilien blieb hinter seiner Mutter stehen und schaute auf diese herab.

Er versp├╝rte einen Anflug von Kummer, dar├╝ber wie das Schicksal seinen grausamen Lauf genommen hatte und weshalb zwei gute M├Ąnner hatten sterben m├╝ssen, ebenso ein ganzer Ordnen wie dessen Angeh├Ârige. Alles nur f├╝r die wahnwitzigen Ideen einer Frau, die einfach nur h├Ątte sprechen m├╝ssen. Stattdessen w├Ąhlte sie Mord.

Es mag dauern wie es dauern mag, die Sonne bringt es an den Tag...

So hie├č ein altes Sprichwort und sein Sohn Ciel hatte den Verrat ans Tageslicht gezerrt. Maximilien sp├╝rte Wut in sich aufsteigen, eine gerechte Wut auf eine Frau die alles gehabt hatte und dennoch nicht genug bekam. Wie bescheiden und dem├╝tig war dagegen sein Sohn.

Der Gro├čherzog streckte die rechte Hand nach dem Reichsschwert aus. Fabien sein treuer Leibdiener reichte ihm das Kissen und die gepanzerte Hand von Max schloss sich um das Heft der Klinge.

"Habe ich ein paar letzte Worte die ich an meinen Sohn richten darf?", fragte die alte Frau mit bebender Stimme, als sich das Licht der Sonne auf der rasiermesserscharfen Waffe brach.

"Ihr habt weder Familie, noch Kinder", antwortete Maximilien.

Sonnenlicht tauchte den Richtplatz unerwartet in goldenes Leuchten. Als das sich brechende Licht der Waffe beim Einschlag in das Fleisch aufloderte, gab es einen nass-dumpfen knirschenden Aufschlag. Einen Sekundenbruchteil sp├Ąter fiel der abgeschlagene Kopf der Hochverr├Ąterin zu Boden.

Der Wind lie├č Maximiliens Haare wehen, als er das blutige Reichsschwert mit unbewegter Miene als Zeichen der hoheitlichen Vollstreckung ├╝ber den Kopf erhob. Als der Duc das Schwert zur├╝ck auf das Kissen legte gingen alle anwesenden Untertanen auf die Knie.

Der Gro├čherzog lie├č seinen Blick ├╝ber den Hofstaat schweifen, ehe er Fabien ein minimales Zeichen gab. Der Duc schritt die Prunktreppe wieder empor und begab sich in seinen Palast.

Zur├╝ck blieben seine knieenden Untertanten und eine gerichtete Hochverr├Ąterin.
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"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
"Eine Entscheidung f├╝r etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."

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