Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Dunwins Ende -- 12.03.202 n.d.A

Famlie von Hohenfelde
Diese alte Adelsfamilie hat zahlreiche Geistmagier und Nekromanten hervorgebracht. Das Familienleben ist gepr├Ągt von Intrigen. Morde, auch innerhalb der eigenen Reihen, und arrangierte Ehen zur Erweiterung der Macht sind an der Tagesordnung. Als Familienmitglied ben├Âtigt man starke Nerven und gleicherma├čen ein H├Ąndchen f├╝r B├╝ndnisse und Hinterhalte. Unter der F├╝hrung des neuen Oberhauptes Linhard verlie├č die Familie Naridien und versucht nun in Souvagne ein neues Leben zu beginnen, fernab des dunklen Pfades.
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Davard von Hohenfelde
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Dunwins Ende -- 12.03.202 n.d.A

#1

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Do 19. Okt 2017, 20:26

Dunwins Ende -- 12.03.202 n.d.A


Dave ging vor, w├Ąhrend ihm Dunwin folgte.

"Wir sind fast da, das sind Alastairs Gem├Ącher. Was immer Du hier m├Âchtest Davard, Du gehst vor... ich folge Dir...", sagte Dunwin misstrauisch.

"Eure Sorge ist unbegr├╝ndet. Ich gehe alleine, Ihr bleibt hier... Vater...", antwortete Dave freundlich.
"Was? Wieso?", fragte Dunwin verdutzt.

Dave drehte sich blitzartig um und rammte seinem Vater seinen Dolch in den Schulter. Er zog die Waffe sofort wieder mit einem brutalen Ruck heraus.

"Weil Du tot bist "Papa"...", zischte Dave und schlitzte erneut nach seinem Vater.

Dunwin zuckte gerade noch rechtzeitig zur├╝ck. In der Sekunde, die Dunwin brauchte um sich sch├╝tzend wegzudrehen und einen Ausfallschritt zu machen, wurde er noch dreimal in den R├╝cken gestochen, aber seine Panzerung fing einen Teil der Stiche ab.

Allerdings breitete sich von der ersten Schulterwunde ein starkes Taubheitsgef├╝hl aus, nicht wirklich K├Ąlte, aber grau und dicht wie Nebel f├╝hlte sich die Vergiftung an.

ÔÇ×Du wei├čt nicht mit wem Du Dich angelegt hastÔÇŽÔÇť, zischte Dunwin.
ÔÇ×Dito..ÔÇť, antwortete Dave knapp.

Dave glitt hin und her, auf den Fu├čballen balancierend, und lie├č sich von seinem Instinkt leiten, um eine M├Âglichkeit f├╝r einen n├Ąchsten Angriff zu finden.

Die Zeit verlangsamte sich, wie sie es oft tat, wenn nur das Handeln wichtig wurde, und wurde dabei von Dunwins Instinkt unterst├╝tzt. Er wollte schon mit blo├čen F├Ąusten den ersten Schlag setzen, aber da sein Angreifer genauso wie ein Schlange hin und her zuckte, nahm Dunwin sich die Zeit eine Stilett artige, kurze Klinge zu ziehen. Er taxierte seinen Sohn und lauerte ebenso auf eine Schwachstelle und eine L├╝cke in dessen Deckung.

Warme Fl├╝ssigkeit lief seine Schulter und seinen R├╝cken herunter, und er musste das Messer in die rechte Hand nehmen, weil sein linker Arm langsam taub wurde.

Dave gab nur einen ver├Ąchtlichen Schnaub-Laut von sich.

Dunwin schlug eine Finte, aber sein Sohn wich zur├╝ck und wartete einfach darauf, dass sein Gift Wirkung zeigte. Dunwin nahm sich einen Moment, um sich zu beruhigen und so den Giftfluss in seiner Blutbahn zu verlangsamen und sich Zeit zu verschaffen. Er versuchte zu erschmecken mit welcher Form von Gift sein Sohn ihn attackiert hatte, vermutlich Schlangengift.

Von Daves Dolch in seiner linken Hand tropfte Blut, Dunwins Blut. Der Nebel breitete sich langsamer in Dunwins K├Ârper aus, w├Ąhrend sein K├Ârper langsam aber sicher den Gehorsam verweigerte. Dunwin blieb auf den Beinen und hatte einen klaren Blick auf seinen Sohn - seinen Gegner.

Er verzog den Mund zu einem h├Ąmischen Grinsen, das eher einem Z├Ąhnefletschen gleichkam.

"Was Du so drauf hast, sobald Du musst Davard...", zischte Dunwin.

├ťberzeugt davon, dass sein Angriff Dunwin gel├Ąhmt hatte, duckte sich Dave und griff seinen Vater erneut an. Dunwin bewegte seinen Oberk├Ârper zur Seite, Davards Klinge, die Hand und der Arm seines Sohnes zischten an Dunwin Millimeter breit vorbei.

Im gleichen Augenblick grabschte Dunwin zu und wie eine Schraubzwinge schloss sich seine Hand um den Arm von Dave.

Der ├╝berraschte Dave krachte gegen seinen Vater, seine Schulter gegen dessen Brust und pl├Âtzlich standen sie sich Auge in Auge gegen├╝ber.

Dunwin starrte seinen Sohn noch eine Sekunde an, dann stie├č er mit einer schnellen Bewegung seinen Kopf vor, so dass seine Stirn hart gegen den Sch├Ądel von Dave krachte. Mit der freien Hand brachte Dunwin das Messer nach vorne und presste die Spitze in das weiche Fleisch knapp unterhalb eines Auges von Dave.

"Gut, aber nicht gut genug... Davard... ", zischte Dunwin und starrte seinem Sohn in die Augen.

Dave starrte zur├╝ck. Der seltsame Blick nahm Dunwin gefangen. Tief in den dunklen Abgr├╝nden wo eine Pupille sein m├╝sste, war nichts als ein merkw├╝rdiger Nebel. Dunkel, langsam und wundersch├Ân.

F├╝r einen Augenblick verlor Dunwin das Gef├╝hl daf├╝r wo er sich befand. Dave schlug mit der freien Hand nach Dunwins Kopf und seine Faust traf den Sch├Ądel seines Vaters wie ein Vorschlaghammer. Nur durch sein Jahrzehnte langes Training, l├Âste sich Dunwins Griff nicht, als sein Kopf zur Seite ruckte und ein scharfer Schmerz durch seinen Sch├Ądel schoss.

"Das kann ich auch wie Du wei├čt... ich pr├╝gele Dir auch in dem Alter Respekt ein Davard....", knurrte Dunwin und fing an, Dave mit Schl├Ągen zu bombardieren.

Dave riss den Kopf sch├╝tzend nach hinten und trat wirkungslos gegen die gepanzerten Beine von Dunwin. Dun f├╝hlte sich als w├╝rde er durch Schlamm waten, aber sein Griff war so stark, dass sich Dave trotz aller Zappelei nicht befreien konnte.

Dave wich dem n├Ąchsten Schlag mit einer Halbdrehung aus und trieb seinen Dolch in den Hals von Dunwin. Es war mehr ein Gl├╝ckstreffer, denn ein geplanter Hieb. Dave erwischte Dunwin schr├Ąg unter dem Kiefer, und riss die Waffe dann zur Seite weg, um gr├Â├čtm├Âglichen Schaden anzurichten.

Eine Wolke schwarzen Blutes, schoss dem Magier entgegen.

Dave trat mit aller Wucht zu und riss sich zeitgleich los. Dunwin prallte einige Meter weiter entfernt auf den Boden. Er keuchte, r├Âchelte und spuckte Blut w├Ąhrend er sich beide H├Ąnde auf den aufgeschlitzten Hals presste.

Mit jedem Atemzug traten blutige Blasen aus seiner Kehle. Kaum dass er auf dem Boden aufschlug, war Dave ├╝ber ihm. Dunwin sp├╝rte im gleichen Moment wie sich Daves Dolch erneut in seinen K├Ârper bohrte...

...in seine Schulter, in seinen Bauch, in seine Brust... unz├Ąhlige Male stach Dave wie besessen auf seinen Vater ein. Solange, bis Ansgar ihn von dem zerschundenen Leichnam ihres Vaters wegzerrte.

"Er ist tot Davy, er wird Dir nie wieder etwas antun. Du bist frei", fl├╝sterte Ansgar und dr├╝ckte seinen kleinen Bruder sch├╝tzend an sich.
"Wir sind frei Ansgar, wir sind endlich frei...", fl├╝sterte Dave zur├╝ck.

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