Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Familien-Friedensverhandlungen der von Hohenfeldes -- Chat - RPG 23.01.203 n.d.A.

Famlie von Hohenfelde
Diese alte Adelsfamilie hat zahlreiche Geistmagier und Nekromanten hervorgebracht. Das Familienleben ist gepr├Ągt von Intrigen. Morde, auch innerhalb der eigenen Reihen, und arrangierte Ehen zur Erweiterung der Macht sind an der Tagesordnung. Als Familienmitglied ben├Âtigt man starke Nerven und gleicherma├čen ein H├Ąndchen f├╝r B├╝ndnisse und Hinterhalte. Unter der F├╝hrung des neuen Oberhauptes Linhard verlie├č die Familie Naridien und versucht nun in Souvagne ein neues Leben zu beginnen, fernab des dunklen Pfades.
Antworten
Benutzeravatar
Davard von Hohenfelde
Marquis
Beitr├Ąge: 427
Registriert: Mi 22. Feb 2017, 12:46
Guthaben: Gesperrt
Tempel: Gesperrt
Volk: Souvagner
Steckbrief: [ externes Bild ]

Familien-Friedensverhandlungen der von Hohenfeldes -- Chat - RPG 23.01.203 n.d.A.

#1

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Di 23. Jan 2018, 23:32

Familien-Friedensverhandlungen der von Hohenfeldes -- Chat - RPG 23.01.203 n.d.A.
Teil 1 & 2:


Brandur von Hohenfelde
Der Abend der Entscheidung war angebrochen. Brandur war mit den seinen im Wyvern angereist. Den Knochendrachen parkte er in einer Scheune, wof├╝r er dem Bauern eine gro├čz├╝gige Aufwandsentsch├Ądigung zahlte.

Archibald hatte sie bis nach Shohiro begleitet, doch er w├╝rde sich aus Daves Blickwinkel fernhalten, es sei denn, sein Eingreifen sollte erforderlich werden. Bei ihm war Damir und als logische Konsequenz davon auch Undorich Holzapfel. Diese drei bildeten die Verst├Ąrkung und sollten eine Flucht decken, sollte es eskalieren.

Marlo und Wolfram als Kampfmagier begleiteten Brandur und Linhard in die vereinbarte Taverne als eine kleine Leibgarde, w├Ąhrend Jesper mit seiner Anwesenheit daf├╝r Sorge tragen sollte, f├╝r Harmonie zu sorgen, falls die Stimmung zu kippen drohte. Das brisanteste Detail war jedoch Dunwins Geist, der sich in Brandurs Spazierstock beziehungsweise dessen kn├Âchernem Stilett befand. Brandur betrat mit seiner kleinen Delegation die Taverne, wo er die anderen bereits erblickte.


Davard von Hohenfelde
Dave musterte die eintretende Gruppe und nickte in deren Richtung damit seine Leute Bescheid wussten. An seiner Seite waren sein Ehemann Varmikan, sein Neffe Anwolf, seine Mutter Melisande, wie auch seine Tanta Maghilia, Osmund von Wigberg und Marcella sein Lehrling. Die Gruppe musterte die andere. In Daves Gesicht konnte man seine Gef├╝hle nicht ablesen, Melisande schaute genauso nerv├Âs wie Varmikan, Anwolfs Gesicht war eine steinerne Miene und Osmund schaute freundlich.


Maghila von Hohenfelde
ihr Gesicht verriet nichts. Sie war eine alte Hohenfelde. Dass Linhard es wagte unter ihre Augen zu treten nach allen was er getan hatte.


Marcella
schaute w├╝tend, sie hatte den Angriff nicht vergessen


Brandur von Hohenfelde
Brandur nickte kurz zum Gru├če. Sein Gesicht war so steinern wie das von Dave und Maghilia. Auch er beherrschte die Familientugend, seine Gef├╝hle zu verbergen, am Rande der Vollkommenheit. Er setzte sich Dave gegen├╝ber und gebot durch eine Geste, dass Linhard sich seinem Bruder gegen├╝bersetzen sollte. Keinesfalls sollte es wirken, als ob Linhard diesem auswich.

┬╗Ich nehme an, du sprichst f├╝r die Deinen┬ź, sagte er zu Dave. ┬╗Dir d├╝rfte bekannt sein, dass ich dies f├╝r die Meinen tue.┬ź


Linhard von Hohenfelde und Wolfram von Wigberg
Linhard setzte sich wie gew├╝nscht hin, w├Ąhrend sich Wolfram auf die andere Seite von Brandur setzte. Im Gegensatz zu den anderen schaute er ebenfalls freundlich und nickte seinem Verwandten Osmund freundlich zu.


Davard von Hohenfelde
Dave erwiderte den Gru├č von Brandur mit einen knappen Nicken seinerseits.
"Das ist korrekt, ich spreche f├╝r meine Familie. Kommen wir zum wesentlichen, Du hast die Herausgabe Deines Erbes gefordert und Anwolf kam dem nach. Was Du w├╝nscht, k├Ânnen wir uns denken, aber wir w├╝rden es gerne h├Âren", antwortete Dave ohne Brandur nur eine Sekunde aus den Augen zu lassen.


Anwolf von Hohenfelde
Anwolf schaute von Brandur zu Lin und verkniff es sich die Arme vor der Brust zu verschr├Ąnken.


Marcella
Was Brandur wollte war Marcella klar, er wollte sie alle umbringen. Und vielleicht hatte er Ansgar schon get├Âtet. Sie blieb ganz nah bei ihren Meister.


Maghilia
schaute sich die Gruppe an. Ein Wigberg, ein Falkenberg und die zwei Verr├Ąter aus der eigenen Familie. Marlo schaute zur├╝ck. Es war was her, seit er Varmikan und Dave gesehen hatte. Er stellte sich genau hinter Wolfram


Brandur von Hohenfelde
Brandur beobachtete w├Ąhrend des Gespr├Ąches die Gesichter, H├Ąnde und K├Ârperhaltungen der Anwesenden.

┬╗Gut. Halten wir uns nicht unn├Âtig mit dem Austausch von H├Âflichkeiten auf. Ich bin gekommen, um mit euch ├╝ber die Zukunft der Familie zu sprechen, deren Platz als rechtm├Ą├čiges Oberhaupt ich eingenommen habe. Nat├╝rlich auch, um euren Treueschwur zu verlangen, doch nicht bevor ihr wisst, woran mir gelegen ist.

Ich habe vierzehn Jahre im Exil verbracht und mich entgegen meiner fr├╝heren Ansicht f├╝r eine R├╝ckkehr entschieden und daf├╝r, die Geschicke der Familie in die eigene Hand zu nehmen, da ich mit Ansgars F├╝hrung nicht einverstanden war. Damit meine ich weniger den Status der Unrechtm├Ą├čigkeit, als vielmehr seine Art, die Familie zu f├╝hren.

In der Vergangenheit wurde viel Blut vergossen, niemand hat dies eindr├╝cklicher erfahren, als ich. Ein Hohenfelde ist des Hohenfeldes schlimmster Feind, so war es seit jeher.
Ansgar hat eine ├ära des instabilen Friedens geschaffen, doch es war absehbar, dass dies nicht lange halten wird. Ich bin zur├╝ckgekehrt, um zu verhindern, dass es eine zweite Nacht des Blutes geben wird.┬ź


Varmikan
stupste seinen Mann mental an, da er nicht verstand worauf Brandur hinaus wollte. Die Familie seines Mannes hatte zig Geheimnisse von denen er vermutlich nicht mal die H├Ąlfte des Grauens kannte. Er kannte allein das Grauen von Dave und Ansgar und das reichte ihm eigentlich schon aus. Was Brandur sagte, klang eigentlich ganz vern├╝nftig in seinen Ohren, aber es konnte bei diesen Leuten auch genau das Gegenteil bedeuten.


Osmund von Wigberg
"Ich ergreife einmal das Wort und hoffe damit etwas die eisige Stimmung zu lockern. Du sprichst davon, dass Du Deinen Platz als rechtm├Ą├čiges Oberhaupt eingenommen hat Brandur. Das hat Dir hier niemand verwehrt. Anwolf hat Dir sogar ohne jedes Z├Âgern Dein Erbe ├╝berlassen. Er genau wie Dave oder jeder andere hier, ist sich bewusst, dass es Dir nun einmal zusteht. Du m├Âchtest die Geschicke der Familie lenken und Dir war der Frieden von Ansgar zu instabil? Nun man k├Ânnte schlussfolgern, Du m├Âchtest ihn damit vom Tisch wischen oder Du w├╝nscht einen dauerhaften Frieden. Ich vermute Letzteres, da Du einen Treueschwur einforderst von den Anwesenden.

Ich pers├Ânlich bin hier nicht anwesend um Euch zu drohen, sondern nur im Notfall einzuschreiten. Du wirst Dir auch R├╝ckendeckung besorgt haben, andernfalls w├Ąrst Du keiner unserer Sippe. Mir selbst liegt seit sehr langer Zeit daran, dass Ihr - sprich Eure Familie dass sinnlose Morden in Euren eigenen Reihen unterlasst. Ich sehe keinen Sinn darin. Ihr verschwendet Leben und Ihr verschwendet Potential. Mag die Macht eines Get├Âteten noch so klein sein, jeder hat doch seine N├╝tzlichkeit. Vielleicht nicht die Worte eines Nekromanten, aber eines sehr alten Familienmitglieds, der zu viele eigene Leute elendig verrecken sah, f├╝r etwas Macht die innerhalb von 20 Jahren sp├Ątestens beendet war. Ihr schadet damit nicht nur Euch selbst als Familie, Ihr schadet der Sippe und Ihr schadet auch Euren Kindern. Nun nennt mich weich oder zu nachsichtig, aber solltest Du tats├Ąchlich eine Umkehr w├╝nschen, bist Du mit Deinem Wunsch doch gar nicht so weit weg, wie Dave oder Ansgar es waren", erkl├Ąrte Osmund freundlich.


Davard von Hohenfelde
Dave nickte knapp, ehe er selbst das Wort ergriff.
"Zuerst, Osmund hat Recht. Ansgar und ich hatten nicht vor eine Blutnacht auszurufen. Aber Dunwin und Alastair mussten sterben, damit wir leben konnten. Du wei├čt sehr wohl was Dein Bruder uns angetan hat. Leugnen zwecklos. Wie h├Ątten wir uns anders befreien sollen?

Er stand doch so auf Tradition, ebenso wie Alastair, sie beide haben Tradition bekommen in Form von 30 cm langem Stahl. Wir wollten keinen Krieg, wir wollten es besser machen als die beiden.

Frag doch Linhard wie oft Ansgar ihn geschlagen, gequ├Ąlt, gefoltert oder jemandem ├╝berlassen hat. Ich glaube die Z├Ąhlung liegt bei null. Soll ich aufz├Ąhlen wann es anfing und wann es aufh├Ârte? Ich wei├č nicht was Du oder Dunwin oder Ihr alle stets von uns gewollt habt. Ich habe nichts anderes als meine Ruhe und Frieden gewollt, aber das wolltet Ihr nicht oder? Was wollt Ihr jetzt?

Ich bin nicht w├╝tend auf Dich, Du warst f├╝r mich ein Bruder im Leid, ebenso wie meine Mutter. Aber genau wie meine Mutter kannte ich Dich kaum. Nur hast Du uns nicht als Mitleidende gesehen, sondern als Ursache f├╝r irgendetwas. Vielleicht benennst Du es mal. Bevor wir hier von Treueschw├╝ren reden. Ich m├Âchte es gerne h├Âren", antwortete Dave ruhig.


Maghilia von Hohenfelde
dr├╝ckte Dave seine Hand damit er sich nicht aufregte. Sie war anderer Meinung als Osund und Dave. Siek├Ânnten es jetzt beenden, dann w├Ąre Ruhe. Brandur tot und Linhard tot und die sache w├Ąre in gute Bahnen. Aber sie sagte nichts sie l├Ąchelte nur.


Marcella
Marcella fand das Osmund viel zu freundlich zu dem abscheulichen Brandur war. Scheinbar hatte Osmund vergessen was der auf der Hochzeit getan hatte. Marcella funkelte ihn w├╝tend an


Brandur von Hohenfelde
Brandur bemerkte die feindseligen Blicke von Marcella. Er h├Ârte sich die Worte Osmunds und Daves an, ohne sie zu unterbrechen. Nebenbei tastete sein Geist routiniert nach der Anwesenheit von Toten und Untoten. Dunwin lag sicher im Stilett, wartend. Es war eine alte Gewohnheit, sich der richtigen Position seiner Waffen zu versichern auf einem Familienzusammentreffen.

Er l├Ąchelte d├╝nn. Innerlich war er jedoch aufgebracht, von dem Moment an, als Dave so respektlos von der Ermordung Dunwins sprach. Das konnte er auch.

┬╗Ich bin nicht hier, um in der Vergangenheit zu w├╝hlen und alte Kamellen hervorzukramen. Ja, es wurden Fehler gemacht, sonst h├Ątte auch ich ein anderes Leben gef├╝hrt! Nein, ich spreche Dunwin ebenso wenig von der Schuld daran frei, wie mich selbst. Ich bin hier, weil ich m├Âchte, dass die Zukunft sich ├Ąndert. Du meinst, ich solle Ansgar fragen, wie er mit Linhard umging? Nun, ich habe Linhard gefragt.┬ź

Ein Gef├╝hl beunruhigte ihn jedoch. Dort, wo er den Wyvern geparkt hatte, sp├╝rte er nicht nur Knochen, sondern eine untote Wesenheit, die er als Vampir identifizierte. Einen Moment lang fragte er sich, ob Kasimir sich in den Wyvern geschlichen hatte, doch dann erkannte er wer das war. Er verkniff sich einen lauten Fluch, doch man sah, dass seine Kiefermuskulatur sich anspannte.


Linhard von Hohenfelde
Linhard nickte zustimmend.
"Bevor Du antwortest, lass mich antworten Dave", sagte Lin und schaute seinen Onkel ernst an.

"Ihr habt mir zugeh├Ârt, ich h├Âre Dir zu", sagte Dave etwas umg├Ąnglicher als noch vor einigen Minuten.

"Gut Du fragst wie oft mich Ansgar geschlagen oder sonst wie misshandelt hat? K├Ârperlich so wie Dich die Bestie niemals. Aber er hat mich seelisch misshandelt. Du wei├čt wie es sich anf├╝hlt v├Âllig allein zu sein.

Jetzt stell Dir vor Dich h├Ąlt 18 Jahre lang Dein Vater f├╝r einen schwachsinnigen Idioten der bestenfalls dazu taug, als Kanonenfutter zu dienen, falls es mal hart auf hart kommt. Nichts anderes war ich f├╝r ihn... f├╝r Euch alle. Oder woher der liebensw├╝rdige Spitzname "nichtmagischer Bastard" oder die freundliche Umschreibung er versteht nicht alles, ihm fehlt was im Kopf?

Mir fehlt nichts! Euch fehlt was, Verst├Ąndnis oder Mitgef├╝hl f├╝r andere. Ihr seid doch nichts Besseres! Wir allerdings auch nicht Dave. Was hatten wir uns denn in der K├╝che versprochen? Eine Familie soll zusammen halten. Deine Idee, Omas Idee, Ansgar sagt zu, Fingard sagt zu.

Gehalten hat sich wer dran? Keine Sau. Einen Tag drauf war alles wie immer. Ich h├Ątte auch unsichtbar sein k├Ânnen. Wei├čt Du nur weil ich jemanden mag, hei├čt dass nicht das er mich m├Âgen muss. Weh tut es trotzdem wie der letzte Dreck und wie Schei├če behandelt zu werden. Wie ein Werkzeug, wobei die hat er besser behandelt, denen hat er ja Aufmerksamkeit geschenkt. Ich rede Dein Leid nicht klein Dave, dass war gro├čes Unrecht. Aber tue nicht so, als w├Ąre Ansgar mein Vater gewesen, er war mein W├Ąrter. Nur seine Mittel waren wei├č... Du wei├čt was das hei├čt", erkl├Ąrte Linhard ernst.


Davard von Hohenfelde
"Ja ich wei├č was das hei├čt und ich wei├č auch, was ich Ansgar damals sagte. Und was ich Dir sagte, als ich Dich zu uns eingeladen habe. Ich habe meinen Vermittlungsversuch ernst gemeint Lin, ebenso dass Du bei mir arbeiten k├Ânntest.

F├╝r Ansgars Fehlverhalten oder das von Fingard kann ich nichts. F├╝r mein eigenes schon und das habe ich bereut. Ich wollte nicht dass Du zu ihm wirst, dass Du zu einem zweiten Dunwin wirst. Man sagt Kinder die nicht geliebt werden, werden Erwachsene die nicht lieben. Ich wollte Dir helfen und Du hattest jeden Grund auf mich genauso w├╝tend zu sein.

Aber ich habe Dir gegen├╝ber mein Wort gehalten Lin. Ich habe Dich sogar gewarnt, wo ich es nicht sollte. Aber gut, ich gebe Euch beiden Recht, da es nicht dazu beitr├Ągt, an der jetzigen Situation etwas zu ├Ąndern. Du kannst nichts f├╝r meine Vergangenheit Lin. Ich f├╝r Deine schon, ich habe genauso den Mund gehalten wie seinerzeit Brandur, damit w├Ąren wir wohl auf patt was die gegenseitigen Vorw├╝rfe angeht", antwortete Dave.


Wolfram von Wigberg
"Das stimmt, wenn jeder jedem eine alte Rechnung stellt, dann wird es nie enden. Zudem, da Du Spr├╝che magst, sich an die Vergangenheit krallen, ist der beste Weg die Zukunft zu verlieren Dave. Wir sind hier um etwas zu ver├Ąndern. F├╝r alle und zwar positiv. Wollte Brandur Dich oder generell einen von Euch t├Âten, dann h├Ątte er sich sicherlich nicht offen mit Euch getroffen.

Gleichg├╝ltig was Dein Lehrling gerade f├╝r ein Gesicht zieht, auf der Hochzeit hat kein t├Âdlicher Angriff stattgefunden. Denn sind wir ehrlich, t├Âdliche Angriffe in unserer Familie laufen t├Âdlich ab. Wenn wir eines k├Ânnen dann das. Leider und das sehr facettenreichen. Demzufolge beruhigt Euch bitte und redet auch ruhig miteinander. Daf├╝r sind wir hier, nur daf├╝r ich verb├╝rge mich daf├╝r Dave", warf Wolfram ein.


Marlo von Falkenberg
Marlo streichelte seinen Mann den R├╝cken. Er hatte gut gesprochen. Er selber war das T├Âten leid. Nicht generell. Aber eine Familie sollte sich nicht vor ihre Angeh├Ârigen f├╝rchten, sondern sie besch├╝tzen. Er f├╝hlte das Brandur, Linhard und Wolfram es gut meinten. "Jede Form von Folter ob sichtbar oder nicht auf den K├Ârper ist grausam. Und deine Familie hat nur andere Methoden Osmund. Ein n├╝tzliches Ding zu sein ist genauso Scheisse wie unsichtbar oder misshandelt. Ein ganz neuer Weg das meint Brandur. H├Ârt euch doch sein Vorschlag an, amstatt die kacke zu erz├Ąhlen. Das bringt uns nur in Wut. H├Ârt ihm zu und stellt euch dann vor, wie es in so einer Familie w├Ąr."


Brandur von Hohenfelde
Brandur ├Ąrgerte sich, dass Marlo Wolfram ausgerechnet jetzt den R├╝cken streicheln musste. Er war hier, um Eindruck zu schinden und nicht, um wie ein verliebter Weichling dazustehen! Brandur warf ihm einen kurzen Blick zu, der zwischen Marlos Hand und Marlos Gesicht hin und her huschte, damit er verstand, dass das nicht der richtige Augenblick war. Marlo fuhr die eiserne Fassade viel zu zeitig runter.

┬╗Dem ist nichts hinzuzuf├╝gen. Mein Wunsch ist es, die innere Fehde zu beenden. Wir sollten zusammenhalten, denn ich glaube an die St├Ąrke einer funktionierenden Gemeinschaft. Dazu geh├Ârt auch, die Vergangenheit ruhen zu lassen, sonst findet all das nie ein Ende. Ich m├Âchte, dass die Familie stark wird, um sich dem Au├čen stellen zu k├Ânnen. Es gibt so vieles, was wir gemeinsam erreichen k├Ânnten, doch momentan sind wir nur eine Anh├Ąufung von Splittergruppen, die zuf├Ąllig den selben Nachnamen tragen.┬ź

Er blickte in die Runde.

┬╗Ich m├Âchte, dass wir endlich eine Familie werden. Eine Gemeinschaft, die im Inneren zusammenh├Ąlt und ihre geballte Macht nach au├čen richten kann, w├Ąhrend im Inneren ein sicherer Raum entsteht, indem man Entspannung erfahren kann. So wie wir hier versammelt sind, sind wir bereits eine Macht, welche die der meisten naridischen Familien ├╝bertrifft und wir sind nur ein kleiner Teil der Familie, der wir h├Ątten sein k├Ânnen, h├Ątte es die Nacht des Blutes nicht gegeben und all die anderen Morde. Wenn wir meine Br├╝der, deren Kinder und alle Enkel hier sitzen h├Ątten, w├Ąren wir eine Armee!┬ź

Brandur umschloss den Spazierstock fest mit der Hand.


Anwolf von Hohenfelde
Wolfi musterte Brandur, er h├Ątte gerne dessen Geist abgetastet, aber daf├╝r war er zu schwach, er w├╝rde nicht an der mentalen Barriere von Brandur vorbei kommen. Also musste er verbal kl├Ąren, was er zu kl├Ąren hatte.

"Eine Armee, sicher die w├╝rde Dir gefallen, mit dem Geld dass Dir zur Verf├╝gung steht, kannst Du Dir doch eine Privatarmee leisten. Zuz├╝glich der Schatten bist Du doch f├╝r alle Eventualit├Ąten ger├╝stet.

Und wo steht mein Vater hier in dem ganzen Spiel? Sicher soll man die Vergangenheit ruhen lassen, dass sehe ich ein. Aber die Vergangenheit Linhard, hat Ansgar zu dem gemacht wer er war. Vielleicht hat er gar nicht bewusst so entschieden, vielleicht kannte er es nicht anders. So wie Du Verrat, dass hast Du sicher von Mutter... ich meine Fingard.

Mal ehrlich Deine Worte Brandur ja, sind nichts weiter als ein Schlag ins Gesicht. Das h├Ąttest Du doch auf der Hochzeit von Dave meinem Vater sagen k├Ânnen. Du h├Ąttest auch ihm sagen k├Ânnen, ich verlange mein Erbe. Er ist genauso wenig auf den Kopf gefallen wie ich. Du versuchst hier doch nur eines, Du bietest uns die Hand aber in der anderen hast Du den Dolch im Roben├Ąrmel.

So war es immer und so wird es bleiben. Vielleicht m├Âchtest Du kein Mord mehr, dass kann sein. Aber da erinnere ich gerne an die weisen Worte von Veyd, nichts t├Âtet einen Mann mehr als in finanziell zu vernichten. Und genau das hast Du vor. Du bist hier um einen Vorwand zu haben um uns den Geldhahn abzudrehen und uns aus der Familie zu schmei├čen.

So ohne triftigen Grund s├Ąhe das vor Lin ganz sch├Ân willk├╝rlich aus. Drum sucht Du keine Aussprache, sondern einen Streit. Mich f├╝hrst Du nicht hinters Licht. Wo ist mein Vater? Hast Du ihn umgebracht?", fragte Anwolf eisig.


Davard von Hohenfelde
Nun war es an Dave seinen Neffen mental anzustupsen.
`Ruhig Wolfi, ich verstehe Deine Wut und Deine Angst, aber Du wei├čt nicht, ob er sein Angebot tats├Ąchlich ernst meint. Und falls Du Ansgar helfen m├Âchtest, provoziere Brandur nicht┬┤, ├╝bermittelte Dave, ehe er sich an Brandur wandte.

"Ich sage es offen heraus, Dein Wunsch gef├Ąllt mir. Wie stellst Du Dir die Umsetzung vor? Anwolf spricht im Zorn, da er um seinen Vater f├╝rchtet. Falls Du es ernst meinst, was ich hoffe beantworte bitte seine Frage. Wo ist Ansgar?

Nun ich wei├č gar nicht mal wer es vor einiger Zeit sagte, ich glaube es war Marcella oder Osmund? Einer von beiden, wenn alle die get├Âtet wurden gelebt h├Ątten, w├Ąren wir sehr viele. Allein die Kinder die nicht geboren wurden. Das stimmt Brandur", gestand Dave ihm ein.


Melisande von Hohenfelde
"Es ist doch nicht nur das, es ist auch das Heiraten nach Vorgabe. Ich wei├č nicht warum mich Dunwin derma├čen gehasst hat, wir h├Ątten auch nebeneinander her leben k├Ânnen. Aber Tatsache ist, er hat an mir seine unermessliche Wut ├╝ber unsere Heirat ausgelassen. Weder er noch ich haben uns das ausgesucht. Sollte dies nicht auch ge├Ąndert werden? Soll man nicht selbst sein Gl├╝ck finden d├╝rfen?", wagte nun auch Melisande etwas einzuwerfen.


Maghilia von Hohenfelde
Maghilia schaute Wolfi an.
"Rede keinen Unsinn. Das Angebot von Brandur wirst du annehmen."
Dann redete sie in Gedanken zu ihm.

'Denk logisch und denke kalt. Brandur wird nicht auf seinen Bruder verzichten. Das bedeutet, solange du weisst wo Brandur ist, weisst du genauso wo sich Dunwin und Linhard befinden. Das ist doch ganz einfach. Sie sind nicht dumm. Solange Brandur Dunwin und Linhard noch braucht, wird er seine Gruppe nicht aufl├Âsen. In ihre St├Ąrke liegt gleichzeitig ihre Schw├Ąche. Gemeinsam sind sie stark, genau wie wir. Aber sie sind auch berechenbar, denn sie werden immer nur in der Gruppe auftreten und zuschlagen.

Brandur wird sich auf die Puriebastarde verlassen. Und sie sich auf ihn als Nekromant. Drum nimm sein Angebot an, wenn du Linhard tot sehen willst. Sollte es in der Gruppe Streit geben, l├╝ge, heuchele, tue alles damit diese Gruppe bestehen bleibt. Sag von mir aus, dass du Linhard hasst, aber dass du ihn f├╝r alle ignorierst. Eine L├╝ge wird leichter geschluckt, wenn ein St├╝ckchen Wahrheit beim runterschlucken hilft. Es ist die Wahrheit dass du die anderen magst und ihnen nichts b├Âses willst.

Ich werde diesen verr├Ąterischen Bastard t├Âten und nicht du. Da mache dir keine Gedanken. Deine Tante Maghilia wird ihn sehr sorgf├Ąltig t├Âten. Und um Dunwin werden wir uns genauso k├╝mmern. Aber eines musst du dir merken, du musst stets wissen was deine Feinde planen. Und noch wichtiger ist, du musst wissen wo sie sind.

Und nun sei ein guter Junge, nimm das Angebot von den Verr├Ątern an und l├╝ge Brandur ins Gesicht dass sich die Balken biegen.'
Maghilia kniff Wolfi liebevoll in die Backe.


Marlo von Falkenberg
Marlo schaute Brandur entschuldigend an. Er nahm die Hand schnell weg.


Brandur von Hohenfelde
Brandurs Gesicht nahm nun einen wohldosierten Ausdruck von Verachtung an, als Anwolf sich echauffierte. Aber auch ihn unterbrach er nicht, wie sehr er sich ├╝ber dessen Anma├čung auch ├Ąrgerte.

┬╗Wo Ansgar sich befindet, entzieht sich meiner Kenntnis. W├Ąre er aufgrund meines Trachtens einem tragischen Unfall zum Opfer gefallen, h├Ątte ich mir seinen Kadaver aufgehoben und etwas Sch├Ânes aus ihm gebastelt, dessen sei dir gewiss.

Es ist daher anzunehmen, dass er noch unter den Lebenden weilt, sofern ihn nicht ein tats├Ąchlicher Unfall niederstreckte.

Das Familienverm├Âgen geh├Ârt mir bereits, Anwolf. W├Ąre mir daran gelegen, euch den Geldhahn zuzudrehen, dann w├╝rde ich genau das tun, genau, wie wenn ich an Ansgars Ableben interessiert w├Ąre. Halte mich nicht f├╝r jemanden, der einen Vorwand ben├Âtigen w├╝rde, um seinen Willen umzusetzen.┬ź

Er tauschte die Herablassung gegen die alte ausdruckslose Maske, versehen mit einem Hauch Weichheit um die Augen herum.

┬╗Fakt ist, dass ich die Familie gar nicht einen kann, so sehr ich es mir w├╝nsche. Das kann kein einzelner Mann. Ihr seid es, die das tun m├╝sst. Ihr m├╝sst eine Vereinigung der Familie wollen, andernfalls kann ich diese auch nicht herbeizaubern und ein anderer ebenso wenig. Darum lautet meine Frage: Wollt ihr das ├╝berhaupt?┬ź

Er blickte in die Runde und sprach weiter, er war noch nicht fertig.

┬╗Auch ich werde einen Treueeid leisten. Ich schw├Âre, dass ich als euer Familienoberhaupt alles daran setzen werde, f├╝r die Sicherheit aller Familienmitglieder zu sorgen und weiteres Blutvergie├čen zu verhindern, wenn ihr euch dazu entscheidet, mir diese Gelegenheit zu geben. Dass dies nicht immer nur mit Worten funktioniert, d├╝rfte jedem hier klar sein und das will ich auch nicht unter den Teppich kehren. Gegebenenfalls sind konkrete Schritte zu unternehmen, wenn sich jemand entscheidet, gegen die Familie zu agieren und das Eigenwohl ├╝ber das Gesamtwohl zu stellen.┬ź

Er sah nun Dave an.

┬╗Wie genau ich dies bewerkstelligen will, kann ich dir sagen. Wir werden den alten Pfad verlassen und ich werde dar├╝ber wachen, dass ihn niemand mehr beschreitet, solange ich Oberhaupt dieser Familie bin.

Ich werde alles daran setzen, Streitigkeiten anders beizulegen in einer Art familieninternen Schiedsgericht. Wer ein ernstes Problem miteinander hat, dass nicht durch Gespr├Ąche l├Âsbar zu sein scheint, kommt zu mir und ich werde mir alles anh├Âren und dann eine Entscheidung treffen, die sich am Gemeinwohl orientiert. Auch stimme ich Melisande zu, was die Zwangsheirat anbelangt. Es ist eine h├Ąssliche Tradition, die abgeschafft geh├Ârt zugunsten von einer unverbindlichen Beratung durch die Eltern.┬ź


Osmund von Wigberg
Als Anwolf ansetzte etwas zu sagen, bekam er einen Sto├č von Osmund, der alte Nekromant sch├╝ttelte den Kopf, als Zeichen daf├╝r, dass sich Wolfi seine weiteren Kommentare sparen sollte. Das Wolfi gekr├Ąnkt war, hatte auch so jeder begriffen, dennoch nahm sich Osmund des Jungen an.

"Seine Worte sind seiner Jugend und seinem Verlust geschuldet, dass wei├čt Du ebenso wie wir Brandur. Und genauso wei├č Anwolf, dass Du ihm mit der Herausgabe Aufforderung zeitgleich eine Versto├čung h├Ąttest zukommen lassen k├Ânnen. Du ben├Âtigst keinen Vorwand f├╝r eine schlechte Tat, den ben├Âtigt niemand. Rechtfertigen muss man sich meist f├╝r gute Absichten. Also ich halte dies f├╝r eine durchaus erstrebenswerte und praktikable L├Âsung", antwortete Osmund zustimmend.


Anwolf von Hohenfelde
"Ich m├Âchte trotzdem noch was zum Thema sagen, also fragen", bat Wolfi Dave leise.
"Frag aber in einem vern├╝nftigen Ton", fl├╝sterte Dave.

"Gut betrifft Dein Wunsch jeden aus unserer Familie, auch meine Eltern? Oder die nicht? Falls es sie ebenso betrifft wie uns, dann ist die Idee nicht schlecht. Auch wenn ich es nicht soll, frage ich es trotzdem. Beantworte mir das ja? Wenn Dir so an der Familie liegt, warum hast Du meine zerst├Ârt?", fragte Anwolf mit unterdr├╝ckter Wut.


Linhard von Hohenfelde
"Das hat nicht Brandur getan, sondern Ansgar. Er hat die Situation eskalieren lassen. Er hat uns angegriffen, er hat mich von Dave angreifen lassen. Er hat sich von Mama abgewandt oder Anwolf?

Und wenn Du ehrlich bist, hat er Dich mit dem ganzen Drumherum auch alleine gelassen. Denk mal dr├╝ber nach, wie das auf der Hochzeit abgelaufen ist. Das Mama weg ist, daf├╝r kann Brandur nichts. Und dass sich Ansgar verdr├╝ckt hat, nachdem er das pure Chaos hinterlie├č auch nicht", erinnerte Lin seinen Bruder.

Anwolf musterte seinen ├Ąlteren Bruder zuerst hart, schien aber tats├Ąchlich ├╝ber die Worte nachzudenken, denn nach einem Augenblick schaute er nur noch ernst, nickte knapp und schaute weg.

"Wolfi...", setzte Linhard an.
"Alles Bestens", gab Wolfi zur├╝ck.


Varmikan
"Also ich bin zwar Au├čenstehender aber trotzdem betroffen und ich finde, es in der Gemeinschaft zu probieren, hat viel gr├Â├čere Chancen auf Erfolg, als wenn sich dies eine Person allein auf die Fahne schreibt. Wie ich doch bereits auf unserer Hochzeit sagte, wenn Ihr alles es wollt, dann wird es funktionieren. Mir w├╝rde es gefallen, dass aus Eurer Familie tats├Ąchlich eine Familie wird. Ist es da nicht eigentlich gleichg├╝ltig, wer das Oberhaupt ist?", fragte Varmikan.


Davard von Hohenfelde
"Nein ist es nicht Varmikan, aber so ungern ich es zugebe, ich traue Brandur durchaus die F├╝hrung unserer Familie und sogar Sippe zu. Er selbst wei├č nur zu gut was falsch lief. Jemand der unsere Struktur nicht kennt oder nicht in der Lage ist eine manchmal auch unbequeme Entscheidung zu treffen, kann die Familie nicht regieren.

Eine Sanktion ist vielleicht manchmal n├Âtig, aber sie kann ja v├Âllig anders aussehen, als wir das gew├Âhnt waren. Sprich ohne dass die Person dabei umkommt. Schiebe ich zur Seite, dass ich Dir sehr ├╝bel nehme, wenn Du beschworen hast und vergesse ich, dass Du dies auf meiner Hochzeit getan hast Brandur, sieht die Sache anders aus.

Ich betrachte es einfach im Moment einmal so, als sehen wir uns gerade zum ersten Mal wieder. Und rein von der Idee, gef├Ąllt mir Dein Vorschlag. Ich bin daf├╝r.

Du darf Wolfi nicht daf├╝r verurteilen, dass er verletzt dar├╝ber ist, dass er seine Familie verlor. Wir k├Ânnten ihm gemeinsam eine neue geben. Ob Ansgar noch lebt, wissen wir selbst nicht. Er ist nicht im Nexus zu sp├╝ren.

Wie ich gerade Lin sagte, ich habe es bereits auf meine Art versucht und ich bin bereit es auf Deine Art zu versuchen. Aber daf├╝r verlange ich ebenso etwas wie Du, als Zeichen Deines guten Willens.

Keine Sanktion wird beinhalten Wolfi jemals aus der Familie zu versto├čen. Er ist jung, bedenk das bitte. Ein gegenseitiger Treueeid w├Ąre ein guter Anfang. Zudem dass Du Deine mentale Barriere herunter nimmst. Ich lese Dich aus und Du mich.

Oder Du antwortest mir einfach mental - dort ist keine L├╝ge m├Âglich. Sag mir wie ernst es Dir damit ist. Meinst Du es absolut ernst, Wort f├╝r Wort, folge ich Dir", antwortete Dave aufrichtig.


Marcella
Marcella nahm von Wolfi die Hand. Das alles war so schrecklich kompliziert. Sie wusste nicht was sie denken sollte und stsnd ihren Freund bei.


Maghilia von Hohenfelde
Maghila schaute Brandur genau an. Sie war gespannt ob er die Wahrheit sagte oder sie alle verarschte. Sie dachte das er noch ein Trick auf Lager hatte die alte Schlange


Brandur von Hohenfelde
Brandur w├Ąhlte seine Worte mit Bedacht. Anwolf und Linhard waren nicht die Einzigen hier, die aufgebracht waren. Nur, dass er selbst seine Gem├╝tslage aufgrund seiner um Jahrzehnte l├Ąnger w├Ąhrenden Erfahrung, den abstumpfenden Erlebnissen und seiner h├Ąrteren Erziehung besser verbergen konnte.

┬╗Wenn ich von jedem aus der Familie sprach, meine ich jeden. Was im Umkehrschluss auch hei├čt, dass jemand, der aus der Familie versto├čen wurde, nicht mehr dazugeh├Ârt und nicht mehr dem Schutzauftrag des Familienoberhauptes unterliegt.

Schutz orientiert sich immer an der gesamten Familie, auch wenn es nicht in jedem Fall leicht fallen mag, den Einzelnen, der einem vielleicht besonders am Herzen liegt, hinter das Gemeinwohl zur├╝ckzustellen.

Entsprechend muss ich auch Davards Forderung ablehnen. Anwolf kann nicht f├╝r den Rest seines Lebens Narrenfreiheit erhalten oder sonst einen Sonderstatus innehaben. Den hatte er zeit seines Lebens genug genie├čen k├Ânnen und innerhalb deiner Gilde magst du ihm zugstehen, was immer du f├╝r richtig h├Ąltst. F├╝r die Familie von Hohenfelde gilt das nicht und kann es nicht gelten.

Den Zorn dar├╝ber, dass er seine Familie verlor, wie sollte ausgerechnet ich ihm diesen ver├╝beln? Mit dem Unterschied, dass seine Familie noch lebt. Ich verlor sie vollst├Ąndig, mit Mann und Maus, Frau und Kind, Br├╝dern und Neffen.

Dass ich deine Hochzeit sabotieren musste, tut mir aufrichtig leid, Davard. Das lag nicht in meiner Absicht. Es war aber ein Nebeneffekt.┬ź

Er wandte sich an Varmikan.

┬╗Auch dir gilt meine Entschuldigung. Wirklich wieder gut machen kann man so etwas nicht, aber ich werde mir einen Ausgleich einfallen lassen.┬ź

Sein Blick richtete sich wieder auf Dave.

┬╗Ich stimme einer Auslesung zu. Sie wird nicht nur uns beide betreffen, sondern alle Anwesenden. Wir sollten als angehende Gemeinschaft wissen, woran wir einander sind. Wir haben vier anwesende Geistmagier. Ist eine Gruppenverbindung unter diesen Voraussetzungen m├Âglich?

Andernfalls sollte nacheinander jeder mit jedem gemeinsam verbunden werden. Die Auslesung sollte nicht allumf├Ąnglich sein und nicht die Vergangenheit betreffen, sondern nur den gegenw├Ąrtigen Gem├╝tszustand und die Aufrichtigkeit des Treueeides ├╝berpr├╝fen. Ich bin mir sicher, dass einige der hier Anwesenden nicht w├╝nschen, dass sie in der kompletten Nacktheit ihrer Seele entbl├Â├čt vor den anderen stehen.┬ź


Davard von Hohenfelde
Dave nickte zustimmend.
"Solange sich niemand gegen eine Verbindung str├Ąubt m├╝sste es m├Âglich sein. Zwischen den Magier eh, Nichtmagier haben wir ja nicht viele unter uns. Dass hei├čt Linhard und Deine Begleitung van Verling m├╝ssen wir als Gruppe mit einbeziehen", erkl├Ąrte Dave freundlich.

"Ich m├Âchte nicht mit ihm verbunden werden", antwortete Anwolf.
"Wolfi, denk einen Moment nach. Ohne ein Entgegenkommen von uns, in dem Fall Dir wird es auch keines von den anderen geben", erkl├Ąrte Dave leise.

Anwolf von Hohenfelde
Anwolf wusste nicht wie er empfinden sollte. Das Versprechen war schwammig. Jedem aus der Familie galt der Schutz und wie lange war sein Vater noch Familienangeh├Âriger? War er das ├╝berhaupt noch? Wie es sich anf├╝hlte versto├čen zu werden wusste Linhard, Ansgar hatte ihn versto├čen und er selbst f├╝rchtete sich davor. Er wollte nicht ausgelesen werden, aber hatte er eine Wahl?

Maghilias Angebot war verlockend. Linhard und Brandur tot und endlich Ruhe, aber dazu w├╝rde es nicht kommen. Und eigentlich wollte er niemanden tot sehen, er wollte nur selbst nicht sterben. Er brauchte eine Pause und eine Rauchstange.

Er f├╝hlte sich gerade jetzt ohne Ansgar hilflos. Wolfi musterte kurz Linhard. Wie sich sein Bruder all die Jahre gef├╝hlt hatte, konnte er so langsam nachvollziehen. Aber h├Ątte da nicht reden geholfen? Auf der anderen Seite redeten sie jetzt. Wolfi ├╝berlegte wor├╝ber er sich aufregte, dabei musterte er Dave von der Seite. Sein Onkel Varmikan hatte mal gesagt, dass man auf so eine Familie gut verzichten k├Ânnte. Anwolf sah es mittlerweile ganz ├Ąhnlich. Er schob seine Hand in seine Robentasche und umfasste die goldene Brosche in seiner Tasche. Das war alles was er von seinem Vater noch hatte.

Ihre Familie war krank, wahnsinnig. Er hatte nicht gewusst was mit seinem Vater, Dave oder der Generation davor tats├Ąchlich geschehen war. Und er glaubte nicht, dass Ansgar Linhard schaden wollte mit seiner Sichtweise. Er wusste es nicht besser, er hatte es Jahrzehnte lang eingetrichter bekommen durch Alastair und durch Dunwin.

Ansgar konnte nur nach den Regeln spielen die er kannte, wie jeder von ihnen. Dave hatte vor sich der Gruppe anzuschlie├čen und es zu versuchen. Wolfi ├╝berlegte was er selbst tun sollte. Er konnte sich von allen abwenden und es allein versuchen. Aber dann w├╝rde er den Rest seiner Familie verlieren, dann h├Ątte er ├╝berhaupt niemanden mehr.

Weder Dave, noch Varmikan, noch Puschel oder Marcella. Wenn er ging war er auf sich allein gestellt. Ob Maghilia noch zu ihm hielt, sobald er kein Familienmitglied mehr war, wusste er nicht. Er wollte nicht allein und schutzlos zur├╝ck gelassen werden. Und was hatte er schon gro├č mit den anderen Verwandten zu tun?

Er w├╝rde wie immer seiner Arbeit nachkommen, seine Lehre beenden und in ein paar Jahren sah es mit seinem Wegzug schon ganz anders aus. Zwei Jahre, in denen er weder Brandur noch Linhard ├╝ber den Weg laufen musste, wo er keinem aus der Familie gro├č ├╝ber den Weg laufen musste bevor er gehen konnte. Wunderbar, so hatte Lin immer gedacht, nun hatten sie die Rollen getauscht. Und die Rolle von Lin schmeckte wirklich bitter.

"Von mir aus, versuchen wir es. Also einverstanden, aber es wird nur gelesen was gelesen werden muss. Meine Privatgedanken gehen keinen was an", gab er klein bei.


Davard von Hohenfelde
"So soll es sein", pflichtete Dave bei.
"Du er├Âffnest Brandur", wandte sich Dave an ihn.


Maghilia von Hohenfelde
Maghilia musste ├╝berlegen wie sie handeln wollte. Alle waren daf├╝r. Sie konnte dagegen stimmen, aber das war ohne Auswirkung. Am besten war, sie stimmte zu. Die meisten Probleme wie Brandur l├Âsten sich allein


Marcella
Marcella wischte ihre H├Ąnde an ihre Robe ab. Sie war nerv├Âs. Sie traute den fremden Magiern nicht. Sie hatten sie schon mal verraten. Aber ihr Meister wollte es so und wolfi genauso. Sie musste das hinnehmen

Brandur von Hohenfelde
"Einverstanden. Ich bin der Geistmagie nicht m├Ąchtig. Darf ich bitten, Dave?"

Davard von Hohenfelde
Dave nickte knapp zur Best├Ątigung und verband seinen Geist mit dem von Brandur, ehe er die anderen anwesenden Magier anstubste und sich mit ihnen verband. Anwolf und Wolfram kamen der Aufforderung nach und verbanden sich ebenfalls mit Dave. Dave wiederum bezog danach Marcella, Osmund und Maghilia als Nekromanten mit in die Verbindung ein. Varmikan verband sich von sich aus mit Dave.

Wolfram bezog alle anderen Anwesenden aus seiner Gruppe ein und zwar Marlo, Jesper, Linhard und zu guter Letzt auch Brandur, so dass sich der Personenkreis als Verbindung komplett schloss.

`Hier w├Ąren wir. Als Intro da ich die Verbindung er├Âffnete, es freut mich dass alle der Verbindung beiwohnen. Mein Vorschlag w├Ąre jeder sagt mental seine pers├Ânliche Meinung dazu, so hat kann ein jeder von uns sofort den Wahrheitsgehalt ├╝berpr├╝fen, denn l├╝gen ist mental nicht m├Âglich. Wer einfordert f├Ąngt auch an, ergo in dem Falle ich. Ich bin mit der Vereinbarung einverstanden und ich habe mir nie etwas anderes als Frieden gew├╝nscht. Ich schlie├če mich dem Vorhaben an und hoffe es gelingt uns, dass Blutvergie├čen zu beenden┬┤, ├╝bermittelte Dave.


Varmikan
`Ich bin so frei und antworte als zweiter. Ich w├╝nsche mir nichts anderes als mit meinem Mann und meiner Familie in Ruhe und Frieden leben zu k├Ânnen. Dies sagte ich bereits auf der Hochzeit und dazu stehe ich immer noch. Eine Familie muss zusammenhalten und darf sich nicht gegenseitig angehen. Absolutes daf├╝r von mir┬┤, ├╝bermittelte Varmikan.


Anwolf von Hohenfelde
`Ich beuge mich der mehrheitlichen ├ťbermacht┬┤, antwortete Wolfi knapp.


Osmund von Wigberg
`Gut scheinbar machen wir das Seiten weise, wobei wir die Seiten abschaffen wollen, kleine Erinnerung. Ich bin eindeutig daf├╝r und w├╝rde mich sehr freuen, wenn unsere Vereinbarung tats├Ąchlich Fr├╝chte tragen w├╝rde. Das w├Ąre sehr sch├Ân, ich werde mich nach Besten Wissen und Gewissen bem├╝hen. Oder auch falls n├Âtig, jemandem beistehen, der damit noch Probleme hat┬┤, warf Osmund ein.


Anwolf von Hohenfelde
`Danke Osmund, nicht n├Âtig Du hast schon genug geholfen. Sie sprachen von Frieden, nicht von Freundschaft. Sie wollen es, sie bekommen es┬┤, gab Anwolf seinen Senf dazu.


Marcella
Marcella dr├╝ckte Wolfis Hand und hoffte das die anderen nicht w├╝tend waren. Er hatte nur Angst, wie sie.
'Ich folge meinen Meister', sprach sie gedanklich.


Maghilia von Hohenfelde
Maghilia lehnt sich zur├╝ck. 'Ich weiss nicht was an den alten Wege so schlecht war. Sie haben uns zur St├Ąrke gef├╝hrt. Keiner von uns ist ein Weichling. Einige Jammerlappen im auf ihre alten Tage ausgenommen. Aber ich bin alt und weise genug zu erkennen, dass der neue Weg neue Chancen bietet. Ich werde mit euch gehen. Versagt ihr wisst ihr was passiert. Das ist keine Drohung, dass ist der Lauf der Familie, nicht meiner. F├╝r Friede m├╝sst ihr k├Ąmpfen, nicht nur schwatzen. Denk dran, haltet euch dran, sonst holt euch der alte Weg ein. Daf├╝r'


Brandur von Hohenfelde
Brandur sp├╝rte sehr gr├╝ndlich nach, was in allen Anwesenden vorging, w├Ąhrend sie mental sprachen. Auch er ergriff er das Wort. ┬╗Ich w├╝nsche mir Frieden f├╝r diese Familie. Als Familienoberhaupt setze ich alles daran, dass wir den alten Weg verlassen und einen Neuen finden, der nicht Dezimierung, sondern Wachstum zum Ziel hat und die geballte Kraft der von Hohenfeldes nach au├čen richtet anstatt nach innen.

Ich werde ├╝ber die Einhaltung dessen wachen, wenn ihr mich als Familienoberhaupt annehmt. Jedes Familienmitglied, dass Treue schwor, unterliegt hernach dem Schutz der Familie, ungeachtet pers├Ânlicher Vorlieben und Abneigungen und entsprechend ist sich gegenseitig beizustehen in der Not. F├╝r Streitf├Ąlle biete ich mich als Schlichter an und werde eine Entscheidung f├Ąllen, der sich alle zu beugen haben, wenn keine Einigung untereinander m├Âglich ist.┬ź


Davard von Hohenfelde
Brandur sp├╝rte ebenso dass es alle anderen Anwesenden ernst meinten, genau wie Dave und die seinen sp├╝rten, dass es Brandur absolut ehrlich damit war, was er ihnen mental mitteilte. Auch die Ansprache von Maghila war was sie war, grundlegend ehrlich. Es lag in ihren H├Ąnden, ob ihr Plan im vollen Umfang aufgehen oder letztendlich scheitern w├╝rde. Aber da dem Gro├čteil am Frieden gelegen war und jeder bereit war seinen Teil beizutragen, waren sie auf einem guten Weg. Ein erster Schritt war geschafft, den es bis dato vorab noch nicht in ihrer Familie, ja nicht einmal in ihrer Sippe gegeben hatte.

Sie fanden meist zusammen um einige Familienmitglieder los zu werden. Es war eine Premiere, dass sich Personen trafen um eine gro├če Einheit herbeizuf├╝hren, ob nun auf famili├Ąrer Freundschaft heraus, oder sogar aus weitaus mehr.


Linhard von Hohenfelde
`Ich hoffe man h├Ârt mich einfach so, keine Ahnung ich habe sonst nie so mit wem geredet. Also ich bin selbstverst├Ąndlich daf├╝r, sonst w├Ąre ich hier nicht erschienen. Zudem bin ich der Auffassung, dass wir uns schon darum bem├╝hen sollten, uns auch zu verstehen.

Wozu soll denn Frieden herrschen, wenn der eine dem anderen z├Ąhneknrischend aus dem Weg geht? Das w├Ąre bestenfalls ein Waffenstillstand und kein Frieden. Und eine Familie ist es erst Recht nicht.

Entschuldigt ganz ehrlich? Ob mich Ansgar ignoriert, oder Wolfi oder sonst wer, dass brauche ich mir nicht nochmal geben. Daf├╝r war das alles hier nicht gedacht. Oder das wir uns weiterhin kleine Spitzfindigkeiten um die Ohren schlagen. Ihr k├Ânnt es glauben oder lassen, aber ich denke jeder von Euch hat selbst schon solche Situationen erlebt wo er sich danach noch Tage lang richtig mies gef├╝hlt hat.

Du ebenso Wolfi, sonst w├╝rdest Du nun nicht schmollen. Ich schmiere Dir nichts aufs Brot, aber Deine Zeit gegen meine ist doch wohl ein Witz. Und wir sind hergekommen um Euch die Hand zu reichen.

Ich habe den Traum gesehen, mehr sage ich dazu nicht. Falls Brandur Euch je den Traum zeigen m├Âchte, oder vielleicht nur ausgew├Ąhlten Personen, dann soll er dies bitte tun. Der Traum zeigt wie es sein k├Ânnte und so h├Ątte ich gerne unsere Familie.

Ich m├Âchte mich nicht mit Dir streiten Wolfi, ich m├Âchte weder Dich noch Marcella oder sonst wen umbringen. Noch m├Âchte ich gezwungen sein, wen umbringen zu m├╝ssen. Es spricht nichts dagegen das wir uns verstehen.

Du musst anderen nicht die Fehler von Ansgar ankreiden. Lass Ansgar einfach mal Ansgar sein, dass Du ihn liebst wissen wir hier alle. Denk einfach mal dr├╝ber nach, was Du Dir selbst w├╝nscht und wie Du Deine Familie gerne h├Ąttest.

Darum geht es hier. Und ich bin selbstverst├Ąndlich daf├╝r dass Brandur die Familie f├╝hrt und diese folglich auch lenkt oder ├╝ber diese entscheidet. Ansgar hat es immerhin nicht hinbekommen, wo ist er denn, wenn Du oder wir alle ihm wichtig w├Ąren? Er hat sich verdr├╝ckt.

Brandur ist hier, obwohl schon Maghilia allein gef├Ąhrlich genug f├╝r uns alle w├Ąre. Sicher Ihr wolltet R├╝ckendeckung, die haben wir auch. Dennoch sind wir hier, wir haben Euch die Hand gereicht. Wir h├Ątten es auch einfach per Brief erledigen k├Ânnen und Euch unsere Vorgaben diktieren k├Ânnen. Friss Vogel oder stirb. Kurzum nehmt die Bedingungen an, oder verschwindet aus der Familie.
Hat das Brandur getan? Nein, er ist hier und reicht Euch die Hand. Also denkt dar├╝ber mal nach bevor Ihr ihm irgendetwas unterstellt. H├Ątte er davon irgendetwas gewollt, h├Ątte er es schon l├Ąngst getan. Also ich bin daf├╝r, dass wir es als Familie versuchen und wir auch als Br├╝der Wolfi┬┤, erkl├Ąrte Linhard seine Gedanken.


Jesper van Verling
`Dem kann ich mich nur voll anschlie├čen, falls meine Meinung dazu z├Ąhlt┬┤, f├╝gte Jesper an.


Wolfram von Wigberg
`Dito, ich habe damals die Familie verlassen, weil es f├╝r mich einfach unertr├Ąglich war. Hauen, Stechen, Morden, Betr├╝gen das ist keine Familie. Ich w├╝nsche mir genau dass was Brandur und Lin erkl├Ąrt haben, eine Familie ├╝ber deren Besuch man sich jederzeit freut und nicht wo man beim ersten Anzeichen eines Verwandten die Waffen im Haus zusammenkratzt. Eine Familie die zusammen Spa├č haben kann, die zusammen feiern kann, eben dass was Familien sonst tun Leute. Einfach gemeinsam gl├╝cklich leben┬┤, antwortete Wolfram freundlich.


Marlo von Falkenberg
'Keiner soll gezwungen sein einen anderen zu t├Âten. Die die Leute wie uns gebrauchen, sind selber zu feige die Waffe zu f├╝hren. Nicht weil die Angst h├Ątten wen zu t├Âten, sondern weil die f├╝rchten selber dabei zu sterben.

Ich hab mich zuerst Wolf angeschlossen, weil ich nicht wusste wohin nach dem Streit auf der Hochzeit und da ich zu Brandur hielt. Ansgar wusste wer er ist und h├Ątte anders handeln m├╝ssen. Wollte er aber nicht. Danach wollte nicht zur├╝ck zu meiner Familie und den Auftraggebern. Ich folgte Wolfram da er f├╝r Frieden war. Und dort fanden wir zusammen. Ich bin das st├Ąndige geheuchele, l├╝gen und morden leid. Ich versuche es.'

Marlo ├╝bermittelte was er dachte, genauso ├╝ber ein Teil wie die anderen Wigbergs dachten und wie sie Leute wie Waffen benutzten.

Benutzeravatar
Davard von Hohenfelde
Marquis
Beitr├Ąge: 427
Registriert: Mi 22. Feb 2017, 12:46
Guthaben: Gesperrt
Tempel: Gesperrt
Volk: Souvagner
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Familien-Friedensverhandlungen der von Hohenfeldes -- Chat - RPG 23.01.203 n.d.A.

#2

Beitrag von Davard von Hohenfelde » So 28. Jan 2018, 22:39

Teil 3 - Chat--RPG 28.01.203

Brandur von Hohenfelde
Brandur war erleichtert. Er h├Ątte einen weiteren Familienkrieg gef├╝hrt, wenn er es gemusst h├Ątte, er h├Ątte es f├╝r seinen Sohn getan. Doch lieber war es ihm, sie in einer Zeit des Friedens zu f├╝hren - wenn sie denn seine F├╝hrung ├╝berhaupt annahmen. Sie waren mit einer Vers├Âhnung einverstanden, doch waren sie bereit, ihm zu vertrauen? Vertrauen ... ein schwieriges Wort f├╝r die von Hohenfeldes. Doch alles nacheinander. An erster Stelle stand die Vers├Âhnung. `Danke f├╝r eure Worte. Eine Familie ... das h├Ârt sich gut an. Ich stimme dem vorbehaltlos zu. Lasst es uns als Familie versuchen.` Er reichte Davard die Hand.


Davard von Hohenfelde
Jeder hatte sich seine ganz pers├Ânlichen Gedanken um die Auss├Âhnung der Familie gemacht. Sie alle wollten es versuchen, aber sie alle hatten auch ihre eigenen Zweifel und Vorbehalte. Die galt es nun als erstes zur Seite zu schieben, damit sie sich selbst ├╝berhaupt erst Mal eine Chance zum ersten Schritt gaben. Dave versteifte sich f├╝r eine Sekunde als Brandur ihm die Hand reichte. Solche Gesten waren bei ihnen nicht ├╝blich. Allerdings hatte Marcella ihm auch zur Besiegelung ihres Lehrlingsvertrages die Hand gereicht. Und wenn er sich nun als erstes wegen so einer kleinen Geste str├Ąubte, war das mehr als ein schlechtes Zeichen. Dave meinte es ehrlich, folglich musste er dies auch beweisen. Dave nahm die Hand von Brandur an und sch├╝ttelte diese.


Anwolf von Hohenfelde
Wolfi musterte Lin eisig. 'Du hast so wenig Interesse daran wie ich mittlerweile. Erinnerst Du Dich an unsere Unterhaltung, als Du das Fleisch f├╝r Morasas Ghul vorbei gebracht hast? Das war das letzte Mal in meinem Leben, dass ich Dir hinterher gelaufen bin Linhard. Ich soll Ansgar aus dem Spiel lassen, gut. Es geht nur um uns beide. Ich habe mich immer um Dich bem├╝ht und versucht mit Dir befreundet zu sein. Wer nicht wollte, warst Du. Du warst auch der jenige, der seine Wut auf Ansgar an mir ausliess. Auch ich kann nichts daf├╝r wie er Dich sah oder mich. Ich habe das letzte mal bei der Fleischlieferung versucht mit Dir klarzukommen. Ich habe freundlich mit Dir geredet. Ich habe Dich auf einen Kaffee reingebeten, Du hast mich wie den letzten Arsch vor Mo behandelt mir das Fleisch in den Arm geknallt und mich stehen lassen. Und jetzt wo es Dir auf einmal in den Kram passt, einen Bruder zu haben, soll ich Spalier stehen? Nein. Du kannst Frieden haben, aber keine Freundschaft. Wenn Freundschaft mit Dir Pflicht ist, bin ich raus. Und ja richtig, ich weiss wie sich sowas Tage sp├Ąter noch anf├╝hlt, nicht nur Du', erkl├Ąrte Wolfi.


Linhard von Hohenfelde
'Was Brandur und Dave k├Ânnen, k├Ânnen wir auch Anwolf. Wolfi, dass ich mich so verhalten habe war genauso bl├Âde wie jetzt das mauern von Dir. Du wolltest mit mir auskommen, ich wollte nicht. Ich will mit Dir auskommen, Du willst nicht. Wie w├Ąre es mit einem Schlussstrich unter all dem und wir beide wollen es? Ich mag Dich und ich wollte Dir nie etwas antun, frag Brandur. Und Du magst mich doch auch. Wir haben uns oft genug richtig gut verstanden. Wir sind Br├╝der und solkten zusammenhalten. Wenn Du so oft ├╝ber Deinen Schatten gesprungen bist, schadet einmal mehr auch nicht. Ich verspreche es Dir. Lass es uns versuchen Wolfi.Vers├Âhnung na komm', bat Lin.
'Naja... Ja. Abgemacht Vers├Âhnung', stimmte Wolfi zu.


Marcella
Marcella war erleichtert, dass sie sich vers├Âhnt hatten. Sie hoffte Linhard und Brandur logen nicht. Aber ihr Meister sagte, l├╝gen war gedanklich nicht m├Âglich. Sie hoffte es sehr. Maghilia schaute Brandur und Dave an. Sie hatten sich die Hand gegeben es es besiegelt. Die Vereinbarumg galt. Marlo freute sich ├╝ber den Frieden, behielt das aber lieber f├╝r sich diesmal. Er wollte nicht noch einen Anschiss kassieren.


Brandur von Hohenfelde
Brandur umfasste Daves Hand. Es war ein sehr eigenartiges Gef├╝hl und er konnte nicht von sich behaupten, dass es angenehm war. Doch er zwang sich, es auszuhalten und seinen Geist offen zu lassen, anstatt pl├Âtzlich zu blocken. Er sah Dave fest in die Augen. Er rief sich in Erinnerung, dass dies kein fremder Mann war, sondern der Neffe, dessen Kindheit geraubt worden war. Der Neffe, den er als kleinen Jungen gekannt hatte. Er hatte ├╝berlebt und all das Geschehene hatte seine Spuren an ihm hinterlassen. Doch er lebte und aus ihm war kein zweiter ... Alastair geworden. Brandur sp├╝rte ein Stechen in der Brust, als er beiseiteschob, wer wirklich der Grund f├╝r Davards und Ansgars Martyrium gewesen war. Alastair hatte den Weg bereitet, doch den Vollstrecker seines Willens hielt er nun als Geist, wohlbeh├╝tet, in einem Stilett bei sich. Und er liebte ihn noch immer, seinen kleinen Bruder. Er w├╝nschte, er k├Ânnte sich daf├╝r sch├Ąmen, als ein weiteres Mal stur die Wahrheit auszublenden.

`Es tut mir leid, Davard`, sprach Brandur. `So leid ... es gibt nichts, wie ich mein Versagen als Onkel jemals wieder gut machen k├Ânnte. Aber vielleicht kann ich es zumindest als Gro├čonkel.`
Er betrachtete Anwolf. `Anwolf, ich sp├╝re so wie jeder andere hier, dass du nicht mit ganzem Herzen bei der Vers├Âhnung dabei bist. Es sind Dinge geschehen, die unverzeihlich sind, auf allen Seiten. Wie k├Ânnte ich Davard und Ansgar je verzeihen, was sie mit Dunwin anstellten? Nein, es w├Ąre gelogen, w├╝rde ich das behaupten. Aber vers├Âhnen sollten wir uns, damit die Zukunft eine andere ist. Wenn ich es richtig deute, ist Marcella deine Geliebte, vielleicht auch deine Verlobte. Ihr werdet euch vielleicht Kinder w├╝nschen. Es ist nicht nur unsere, sondern auch ihre Zukunft, die wir heute hier entscheiden.`


Davard von Hohenfelde
Dave neigte knapp den Kopf, als Zeichen seines Verstehens.
`Was niemand aus der Familie leisten konnte oder wollte, leistete Pavo. Er hat mir das Leben gerettet, vor Jahren und Varmikan hat gemeinsam mit Urako eines daraus gemacht. Ich nehme Deine Entschuldigung an. Weder Du noch ich haben uns unsere Familie ausgesucht. Vermutlich h├Ątte ich f├╝r meine eigenen Kinder genauso geschwiegen wie Du f├╝r Deine.

Mir nahm er meine Kindheit und Dir Deine Kinder, Deine ganze Familie. Er nahm Ansgar die Kindheit, wie er Melisande das bisschen Leben nahm, dass sie hatte. Wie Ansgar einst sagte, vom Alter her, h├Ątte er sogar mit uns befreundet sein k├Ânnen, aber er w├╝nschte es nicht. Er hasste und verachtete uns, f├╝r was auch immer.

Vermutlich f├╝r unsere pure Existenz. Wobei Ansgar ebenso sagte, dass Dunwin vor langer Zeit von Alastair gebrochen wurde. Das mag sein, aber er h├Ątte auch den Weg w├Ąhlen k├Ânnen uns vor dem gleichen Schicksal zu bewahren. Das tat er zu Lebzeiten nicht. Er war hier, er bereut scheinbar seine Taten. Inwieweit er es ehrlich meint, wei├č ich nicht. Aber er klang aufrichtig. Ich werde ihm pers├Ânlich dies weder vergeben noch jemals vergessen, aber Dir vergebe ich.

Dunwin war nicht allein, er hatte seine Spie├čgesellen, er hatte die Bestie als Waffe. Manchmal suche ich nach ihr um mich zu vergewissern, dass sie weit weg ist. Manchmal findet man sie nicht, sie tr├Ągt immer irgendwas bei sich das sie verbirgt. Falls Du wei├čt wo sie ist, verrate mir das, ich m├Âchte sie sehen.

Ich kann nicht nachvollziehen, warum Du Dunwin immer noch liebst. Oder warum Du ihn ├╝berhaupt liebst. Aber Liebe entbehrt ja oft jeder Logik, nicht wahr?┬┤, ├╝bermittelte Dave und musterte kurz Jesper.

`Ich m├Âchte Dich um etwas bitten Brandur. Es liegt etwas im Herrenhaus, was mir viel bedeutet hat, aber f├╝r Euch wertlos ist. Es ist ein Spielzeug. Ich m├Âchte es mir holen d├╝rfen, ich zeige es Dir danach falls Du m├Âchtest. Das w├╝rde mir etwas bedeuten. Es ist klein und aus Holz, es ist ein Pferd und es liegt versteckt.

Und ich hoffe Dein Schwur gilt genauso f├╝r meine Kinder Brandur, wieso sollte sich nur Anwolf Kinder w├╝nschen? Dies muss ich gleich von vornherein klarstellen. Gleichg├╝ltig woher meine Kinder stammen, sie geh├Âren zur Familie. Akzeptiere das bitte┬┤, ├╝bermittelte Dave.


Anwolf von Hohenfelde
Anwolf schaute von Brandur zu Dave und knuffte seinen Onkel kurz.
`Marcella und ich sind zusammen, aber Kinder haben noch etwas Zeit. Paps und Dave haben sich von ihrem Peiniger befreit. H├Ąttest Du Alastair nicht genauso get├Âtet? Gut aber das w├Ąren wieder Vorhaltungen und wir wollten das lassen. Ich bin auch daf├╝r dass die Zukunft anders verl├Ąuft, als das was jetzt st├Ąndig passiert. Ich denke mir kann keiner ├╝bel nehmen, dass ich dar├╝ber w├╝tend bin wie Ihr ├╝ber meinen Vater sprecht. Ihr tut gerade so, als h├Ątte Ansgar sich das ganze verdammte Spiel einfallen lassen. Das hat er aber nicht, er hat nur versucht bei dem Spiel zu ├╝berleben. Vergesst das mal nicht. Und so wie Du Dunwin liebst, warum auch immer, so liebe ich meinen Vater. Jeder hat jemanden den er aus der Familie mag oder liebt. Und es gibt garantiert auch immer eine Person, die genau jene Person hasst. Ich bin w├╝tend Brandur, aber ich bin nicht uneinsichtig. Und ja ich bin auch entt├Ąuscht┬┤, gestand Wolfi.


Marlo
fragte sich, was in diese Familie alles als normal galt. Was sie sich antaten, damit sie zu Waffen wurden und dann allein nachts in die Kissen zu heulen zu was sie geworden waren. Jeder von ihnen und keiner h├Ârte mit den Wahnsinn auf. Marlo fragte nicht worum es ging. Er war ja nicht bl├Âd er verstand das ohne genaue Erkl├Ąrung. Dagegen waren Schl├Ąge und Verletzungen bei ├ťbungen l├Ącherlich. Wobei das manchmal grausamer war kein gutes Wort zu erfahren, als eine Ohrfeige von Vater zu bekommen. Aber das sprengte das Mass von allen. Marlo war froh, dass Brandur den ganzem Dreck ausr├Ąuchen wollte. Ein neues Leben f├╝r sie alle klang gut.


Brandur von Hohenfelde
Brandurs kaltes Gesicht wurde etwas milder, als ihn Trauer erf├╝llte. `Es freut mich, dass du nun ein Leben hast, welches diese Bezeichnung auch verdient. Ja, es freut mich wirklich. F├╝r mich kommt all das zu sp├Ąt. Ich bin alt. Was ich tue, tue ich nicht mehr f├╝r mich, sondern f├╝r Linhard und f├╝r die n├Ąchste Generation.

Ja, das schlie├čt auch deine Kinder mit ein, Dave, so du welche haben wirst. Hole dir nur dein Pferd, ich werde dem nicht im Weg stehen. Hol dir alles, was du brauchst, nur Alastairs und Dunwins K├Ârper, die geh├Âren mir und die Gem├Ąlde der Familie. Nein, ich h├Ątte Alastair nicht get├Âtet. Weder h├Ątte ich es gewollt, noch gekonnt. Denn auch in ihm schlummerte etwas Gutes, so wie in jedem von uns.`

Er umklammerte den Gehstock etwas fester. `Dunwin war mein kleiner Bruder. Ich kann ihn nicht hassen. Es gab etwas, wovon ich tr├Ąumte ...` Brandur blinzelte und sein Blick wirkte entr├╝ckt, dann sch├╝ttelte er kurz den Kopf. Es hatte keinen Sinn, daran zu denken, der Traum war tot und nur kaltes Gebein. Doch die Zukunft lebte. Darauf musste er sich konzentrieren. Er blickte hin├╝ber zu Jesper, dann zu Linhard, dann zu Wolfi. Dann wieder zu Davard.

`Archibald ist bei uns, Davard. Ich k├Ânnte dir nat├╝rlich sagen, wo genau. Oder auch nicht. Doch warum willst du das wissen?`

Maghilia von Hohenfelde
Maghilia nahm die Hand von Brandur. 'Das ist eine gute Geste von dir. Das h├Ątte ich dir nicht zugetraut. Wir wussten es nicht. Aber wir h├Ątten es wissen sollen. Genauso bei dir und deine Br├╝der und bei Alastair. Ja er war grausam, aber so wurde keiner von uns geboren. Wir haben nur die F├Ąhigkeiten Dinge zu tun wo andere sich scheuen. Aber grausam kommen ganz wenige zur Welt. Alastair hatte genauso einen Vater und er war selber keiner. Und keine der Frauen hielt jemals ihren Mann auf. Melisande konnte es nicht. Andere schon.aber es interessierte sie nicht. Wir interessieren uns nur f├╝r uns selber, dass muss sich ├Ąndern. Begrsb die zwei und mit denen den Hass'


Davard von Hohenfelde
Dave schaute Brandur genau in die Augen.
`Ich verstehe dass, ich k├Ânnte Ansgar ebenso wenig etwas antun. Nun damit hast Du wohl oder ├╝bel Recht. Nimmt man es genau, sind wir alle M├Ârder und Opfer. Ich danke Dir f├╝r Deine freundlichen Worte. Was genau war Dein Traum?
Was ich von der Bestie m├Âchte? Am liebsten m├Âchte ich ihn Dunwin hinterher schicken. Am liebsten w├╝rde ich ihm einmal antun, was er mir antat. Aber vermutlich w├Ąre ich nicht dazu in der Lage. Aber ich m├Âchte noch etwas viel dringender, als ich leiden lassen. Ich m├Âchte ihn etwas fragen, ich m├Âchte... nein ich muss etwas von ihm wissen. Ich muss wissen warum. Warum hat er das getan? Warum ich? Was habe ich ihm getan, dass er mich ausw├Ąhlte? Ich will dass er mir das beantwortet und dass er mir das ins Gesicht sagt. Zeitgleich gibt es nichts mehr was ich f├╝rchte als eine Begegnung mit ihm oder Dunwin.
Eventuell bist Du Linhard ein besserer Vater als es Ansgar je war. Jedenfalls scheint Ihr beiden Euch besser zu verstehen. Du solltest um seinetwillen vorsichtig mit der Wahl Deiner Begleiter sein. Du wirst Dich vermutlich irgendwann einmal mit Dunwin verstanden haben, irgendwann in einer weit zur├╝ckliegenden Jugend. Aber das hei├čt nicht, dass Du seine Freunde ├╝bernehmen solltest. Dunwin hatte dort einen sehr eigenwilligen und abstrakten Geschmack. Nun nicht alle waren so, aber die Bestie ist kein harmloser Begleiter, dem Du auf die Finger klopfen kannst, wenn Dir etwas nicht passt. Merke Dir das in Deinem eigenen Interesse.
Das Pferd werde ich mir holen, Dankesch├Ân. Es ist alles was ich mir holen m├Âchte. Mehr erwarte ich nicht, mehr ben├Âtige ich nicht. Ich besa├č sonst nichts, woran mein Herz hing au├čer Siman vielleicht. Vielleicht hole ich ihn dort weg und vergrabe ihn woanders, dass hat er verdient als in diesem Boden zu liegen. Nun von mir aus bestatte Dunwin und Alastair, wir taten es nicht aus Angst. Wir dachten steif gefroren wird sie niemand aufwecken, was ja nur teilweise gestimmt hat┬┤, gestand Dave.


Maghilia von Hohenfelde
Maghila 'steifgefroren n├╝tzt kein Gul was. So war der Gedanke schon richtig. Aber als Geist wurde er beschworen. Ob dir der Kerl die Wahrheit sagt, weisst du nicht Dave. Und du weisst nicht was mit ihm los ist. Das gibt Dunwin keine solche Rechte, aber keiner macht sowas mal einfach auf Befehl'

Brandur von Hohenfelde Heute, 21:43
Brandur zuckte etwas zusammen, als Maghilias kalte, harte Hand seine umschloss. Die eisige Aura, die diese machtvolle alte Frau umgab, war sogar f├╝r jemanden wie ihn einsch├╝chternd. Brandur begegnete selten Nekromanten, die machtvoller waren als er selbst, doch Maghilia wie auch Osmund geh├Ârten beide dazu. Und so kalt wie Maghilias Klaue auch war, ihre Worte waren es nicht. Es sprach W├Ąrme aus dem alten Hexenherz.
`Das ist der Alte Weg, von dem ich sprach. Der Weg des Blutes, den wir verlassen m├╝ssen, so weit wir das verm├Âgen. Versteht mich nicht falsch, mir ist nicht daran gelegen, diese Familie zu einer Gruppe zahnloser Weichlinge zu formen. Nein, ganz und gar nicht. Doch die gewaltige Macht, ├╝ber die wir gemeinsam verf├╝gen, sollten wir nach au├čen richten, anstatt uns gegenseitig zu zerfleischen. Die Summe aus eins und eins ist nicht zwei. Wenn wirn miteinander zusammenarbeiten, potenzieren statt summieren sich unsere F├Ąhigkeiten. So ist es immer, das ist es, was uns Menschen von minderen V├Âlkern unterscheidet.`
Er wandte sich wieder an Dave.

`Du liegst ganz richtig. Meine Br├╝der und ich verbrachten eine Jugend, die man h├Ątte als gl├╝cklich bezeichnen k├Ânnen, wenn Alastair sie nicht zur H├Âlle gemacht h├Ątte. Wir waren einst gute Freunde, bis wir zu alt daf├╝r wurden. Fortan waren wir Todfeinde. Mein Traum ... er war gro├č. Und weltfremd. Utopisch. Ein Traum eben.`
Er blickte Davard nachdenklich an.

`vielleicht, wenn du ihn siehst, vielleicht glaubst du mir dann, wie ernst es mir ist mit dieser Familie.` Brandur musste sehr mit sich k├Ąmpfen. `Davard, m├Âchtest du mit mir an den Ort meines Exils reisen? Ein schwarzes Herz ruht dort. Das m├Âchte ich dir zeigen, damit du verstehst. Es liegt dort begraben. Schwarz, dunkel, aber ein Herz. Das m├Âchte ich dir zeigen, wenn du bereit bist, zu sehen.`

Ihm war nicht wohl. Er musste die Ber├╝hrung ihrer H├Ąnde l├Âsen und griff nach denen von Linhard.

`Du m├Âchtest also tats├Ąchlich deiner Vergangenheit ins Auge sehen. Deiner verlorenen Kindheit. Wenn du die Begegnung mit Archibald wagen willst, werde ich dem nicht im Wege stehen, wenn Archibald selbst einwilligt. Es ist, wie du sagst, man kann ihm nicht leicht Befehle erteilen, sehr zu meinem Bedauern, ich kann ihn also nicht dazu zwingen. Eine Bitte jedoch, sollte auch er dich sehen wollen: Geh nicht allein zu ihm. Euer beider Hass aufeinander ist sehr stark, es w├╝rde eskalieren. Ich w├╝rde es begr├╝├čen, wenn Jesper dabei w├Ąre, er hat eine positive Wirkung auf Archibald. Vermutlich sollte auch der treulose Kasimir, mein sogenannter Leibdiener, anwesend sein. Dies ist nat├╝rlich nur eine Empfehlung. Archibald ist inzwischen noch gef├Ąhrlicher als zuvor. Ich darf euch dar├╝ber informieren, dass er zu einem Vampir wurde.`


Linhard von Hohenfelde
Linhard ergriff die Hand von Brandur und dr├╝ckte sie ganz fest.
`Du solltest Dir den Traum ansehen Dave. Sobald Du ihn siehst, wirst Du Dir eingestehen, dass dieses Gespr├Ąch l├Ąngst n├Âtig war. Und Du wirst mit nur einem Blick verstehen worum es Brandur tats├Ąchlich geht. Mir erging es so, ich durfte es sehen. Und sogar Dunwin erging es so, er hat begriffen was er verloren hatte, oder nie besa├č. Ganz wie Du es drehen und wenden magst. Es ist ein sch├Âner Traum und ich schw├Âre Dir bei allem was mir heilig ist, er wird Dir gefallen. Du wirst es verstehen, da Du solchen Dingen auch Wert beimisst. Mehr sage ich nicht, Du sollst es Dir anschauen Dave┬┤, erkl├Ąrte Linhard freundlich.


Davard von Hohenfelde
Dave gab Brandurs Hand frei, er sp├╝rte warum sich dieser befreite. Er dachte einen Moment ├╝ber das Angebot und Linhards Erkl├Ąrung nach.

"Das Angebot klingt etwas verwirrend, aber verlockend. Ich werde es mir sehr gerne anschauen, auch wenn ich momentan nicht begreife, was ein Ort erkl├Ąren soll, aber ich vermute ich erfahre es vor Ort. Also ja, ich bin dabei und nehme Dein Angebot an.

Ich m├Âchte der Bestie gar nicht alleine begegnen, da ich das nicht kann. Ich w├╝rde vermutlich keinen Ton heraus bekommen oder schlimmer noch abrutschen und die Genugtuung gebe ich dem Kerl bestimmt nicht. Es reicht, wenn Du ein Treffen auf einige Meter Entfernung arrangierst, oder das Du ihn f├╝r mich fragst. Du musst das nicht tun, aber ich h├Ątte diese Frage gerne beantwortet. Jene die ich an Dunwin hatte, hatte er mir beantwortet. Mal eine Frage, wer beim Abgrund ist so wahnsinnig die Bestie in einen Vampir zu verwandeln? Du wei├čt was er ist? Du kennst seinen Spitznamen? Menschfresser? Das ist KEIN Spitzname.

Ich schulde Dir noch etwas, vielleicht m├Âchtest Du es haben Brandur. Dunwin trug stets immer eine besondere Kette. Ich habe sie ihm abgenommen als er starb. Woher sie stammt, oder was sie bedeutet, entzieht sich meiner Kenntnis┬┤, erkl├Ąrte Dave und dr├╝ckte Brandur die Kette in die Hand.

Link:
https://vignette.wikia.nocookie.net/eld ... 0509171312


Maghilia von Hohenfelde
Maghilia stimmte zu was Brandur sagte. Sie sollten ihre St├Ąrke b├╝ndeln gegen gemeinsame Feinde.


Marcella
Marcella schaute sich die Kette an. Sie sah alt aus, wie aus eine an deren Zeit. Aber trotzdem h├╝bsch.


Marlo von Falkenberg
Marlo musste schlucken. Ein Vampir? Er hatte freundlich gewirkt wie Kasimir. Der war genauso ein Vampir. Wer denn alles noch? Sein Mann war keiner, da war er sich sicher. Sonst wollte der sicher morgens nicht in die Tannen. Marlo versuchte die Tannen zu vergessen. Ehe die anderen das mit bekamen


Brandur von Hohenfelde
Brandur nahm die Kette und betrachtete sie ger├╝hrt, w├Ąhrend er mit der anderen Hand die Finger seines Sohnes fest umfasst hielt. Er w├╝rde Dunwin fragen, was die Kette bedeutete, doch selbst wenn sie nur ein Schmuckst├╝ck war, war sie f├╝r ihn von unsch├Ątzbarem Wert, denn sie geh├Ârte seinem kleinen Bruder.

┬╗Danke, Davard. H├Ąttest du sie behalten, h├Ątte ich nicht davon erfahren. Ich wei├č die Geste zu sch├Ątzen. Nun habe ich ein Andenken an ihn, aber auch an dich. Wir k├Ânnen schnell in mein Exil gelangen, da wir den Wyvern nehmen k├Ânnen. Von hier aus sind wir in einem halben Tag dort.

Jesper, bitte sei so gut und frage Archibald, ob er einer Unterredung mit Davard zustimmt. Ein Geistmagier hilft uns hier nicht weiter, das muss auf pers├Ânlichem Wege erfolgen.

Dass Archibald ein tats├Ąchlicher Menschenfresser ist, ist mir bekannt. Wir haben seine H├Âhle ausgehoben und die Opfer zum Orden der Ardemia gebracht, bis auf eines, das nun bei uns lebt.

Wer w├Ąre so wahnsinnig, Archibald zu einem Vampir zu machen? Nun, das kann ich dir beantworten! Eben jener treulose Kasimir, der mir die Treue schwor, daf├╝r, dass ich ihm sein ekelerregendes Unleben rettete!┬ź
Brandur blickte in Richtung von Marlo. Der Mann wirkte ziemlich angespannt.


Jesper van Verling
Jesper schaute sich die Kette an.

`Die Kette geh├Ârte Archibalds Mutter. Er hat sie Dunwin geschenkt, da dieser mehr Verwandter f├╝r ihn war, als seine Geb├Ąrerin jemals sein konnte. So verr├╝ckt dass f├╝r Euch klingt, er schenkte sie ihm tats├Ąchlich aus reiner Zuneigung und br├╝derlicher Liebe heraus. Und Dunwin hat die Kette stets getragen, er hat sie niemals abgelegt. Sie bedeutete ihm sehr viel. Der Rubin ist ein besonderer Rubin, sehr selten, rein und teuer - er tr├Ągt den passenden Namen, Das Herz der Grausamkeit. Die Kette selbst ist glaube ich auch Rotgold. Nur damit ihr die Herkunft der Kette kennt. Ich werde Archibald fragen, aber ich denke er w├╝rde dem zustimmen. Aber ich warne Dich vorher Dave, seine Antwort wird Dir garantiert nicht passen┬┤, erl├Ąuterte Jesper. Der gro├če Mann stand auf, dr├╝ckte kurz Brandurs Schulter und verlie├č das Lokal.


Davard von Hohenfelde
`Nun welche Frau sucht sich so eine Kette aus? Aber der passende Mann trug das passende Schmuckst├╝ck. Wie die Antwort ausf├Ąllt ist mir gleichg├╝ltig, dass sie mir nicht passen wird ist klar. Dennoch m├Âchte ich eine Antwort. Es freut mich aus tiefstem Herzen, dass Du seine H├Âhle ger├Ąumt und seine Opfer befreit hast. Im Gegensatz zu uns, hatten sie niemanden der sagt bis hierher und nicht weiter. Das bis hierher, war schon der Abgrund an Qualen. Dazu muss man am Ende nicht noch aufgefressen werden. Kasimir war doch Dein Leibdiener oder ist es immer noch? Ich habe ihn nur einmal kurz auf der Hochzeit gemeinsam mit Wolfram gesehen und da machte er einen ganz netten Eindruck. Vermutlich wurde er get├Ąuscht Brandur, ich kann mir nicht vorstellen dass Kasimir so etwas bewusst tun w├╝rde.

Fliegen? Naja ja gut, d├╝rfen mich Varmikan und Osmund begleiten? Maghilia k├Ânntest Du dann bitte solange auf Wolfi ein Auge haben, w├Ąhrend wir weg sind?┬┤, bat Dave.

Benutzeravatar
Davard von Hohenfelde
Marquis
Beitr├Ąge: 427
Registriert: Mi 22. Feb 2017, 12:46
Guthaben: Gesperrt
Tempel: Gesperrt
Volk: Souvagner
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Familien-Friedensverhandlungen der von Hohenfeldes -- Chat - RPG 23.01.203 n.d.A.

#3

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Di 30. Jan 2018, 22:21

Teil 4 - Chat--RPG 30.01.203


Brandur von Hohenfelde
ÔÇ×Ja, Kasimir ist mein Leibdiener. Oberfl├Ąchlich kann er sehr freundlich sein, doch im Inneren ist er hinterh├Ąltig und falsch, von seiner Faulheit ganz zu schweigen. Ich werde mich um Ersatz k├╝mmern. Varmikan und Osmund m├Âgen bitte hier bleiben, so wie jeder andere, der nicht mit den Geschehnissen in irgendeiner Form zu tun hatte. Anwolf w├Ąre willkommen, so er denn w├╝nscht. Am Wichtigsten ist jedoch, dass du es siehst, Davard.ÔÇť


Davard von Hohenfelde
Dave dachte einen Moment lang nach und musterte seinen Neffen. Anwolf nickte knapp zur Best├Ątigung, dass er seinen Onkel begleiten w├╝rde.

"Wir beide werden Dich begleiten Brandur, also vielmehr werden wir Euch begleiten. Aber Deine Schutzpersonen bleiben hier. Vor allem bleibt die Bestie hier. Ich reise nicht mit ihr gemeinsam, was Du sicher verstehen kannst. Bezogen auf Kasimir, Du bist doch ein Nekromant, nichts sprich gegen einen Ghul. Aber ein Vampir ist etwas anderes. Selbst wenn er einst ehrlich war, irgendwann wird er Dich angreifen aus Verzweiflung und Hunger. Oder andere Personen, sie k├Ânnen nur leben indem sie anderen schaden. Wie Parasiten, das hei├čt ├╝brigens nichts anders als lebt von anderen. Kasimir hat gut gew├Ąhlt, wenn er zu einem Mega-Parasiten erhoben hat. Nun aber daf├╝r kannst Du nichts und Du siehst genauso gl├╝cklich aus dar├╝ber wie ich Brandur. Wann m├Âchtest Du los? Und ist Jesper ihn fragen gegangen? Ich m├Âchte auf die Gesellschaft von ihm verzichten, erstens wegen mir selbst, zweitens wegen Wolfi", erkl├Ąrte Dave.


Marcella
Marcella war nicht begeistert, dass ihr Meister und Wolfi mit Brandur mitreisen wollen. Und sie hatte Angst vor dem Vampirheini den ihr Meister f├╝rchtete. Der alte Knacker schleppte nur so schaurige Gestalten mit sich rum. Und das war scheinbar der Kerl, der ihr Meister misshandelt hat. Marcella wollte ihn am liebsten umbringen. Aber der Drecksack war so gef├Ąhrlich dass es niemand konnte und ein Vollpfosten hatte ihn zum Vampir gemacht. "Meister pass auf dich auf"


Jesper van Verling
Jesper kam zur├╝ck und betrat die Taverne. Er blieb stehen und beugte sich kurz zu Brandur. "Arch w├Ąre bereit mit ihm zu reden, hier. Ich w├╝rde hinter ihm stehen bleiben falls er sich hier hin setzt. Es w├Ąre gut, falls Kasimir ebenfalls herkommen w├╝rde. Solange er sitzt und ich hinter ihm stehe, kann ich ihn festhalten. Er wird nichts versuchen, solange Kasi oder ich hier sind, Du kennst ihn. Soll ich ihn reinholen?", fragte Jesper.


Brandur von Hohenfelde
Brandur nickte. "Kasimir soll mit hereinkommen." Dann blickte er fragend in Davards Richtung. "Bist du bereit?"


Davard von Hohenfelde
Dave schaute Brandur ernst an und packte Varmikans Hand. "Solange er sitzen bleibt und die H├Ąnde auf dem Tisch liegen l├Ąsst ja. Er soll sich setzen und er soll nicht mit den H├Ąnden rumfuchteln. Ma m├Âchtest Du rausgehen?", fragte Dave Melisande. Meli sch├╝ttelte den Kopf und setzte sich ganz nah zu ihrem Sohn. "Ich werde nur zuh├Âren, aber er soll nicht nach uns fassen", fl├╝sterte sie leise. "Du hast es geh├Ârt Brandur. Falls er etwas versucht, sollte Jesper oder zur Not Lin einschreiten. Oder Du Marlo", bat Dave inst├Ąndig.


Marlo von Falkenberg
Marlo stimmte zu. "Wir passen auf, solange er sitzt wird er dir nicht tun. Jesper h├Ąlt ihn fest. Ich stehe genauso, da muss er erstmal hin, aber er ist alt und schnell. Er wird dir hier nichts tun. Er weiss wer hier ist."


Brandur von Hohenfelde
Brandur war der selben Meinung. "Ihr habt es geh├Ârt. Aber tut ihm nach M├Âglichkeit nichts. Das gilt f├╝r alle. Fixiert ihn nur, wenn das n├Âtig sein sollte und m├Âglich ist." Er hatte nicht vergessen, dass Linhard die Zeugung eines Kindes mit Archibalds Tochter in Erw├Ągung zog. Und ohne Archibald w├╝rden sie diese kaum finden. "Marlo, Wolfram, haltet euch bereit. Du auch, Linhard."


Archibald von Dornburg
Jesper nickte knapp, ging kurz nach drau├čen und kam mit Archibald gemeinsam zur├╝ck. Dave musterte seinen alten Nemesis als w├Ąre eine gewaltige Giftschlange in die Taverne gekrochen. Varmikan packte Daves Hand fester. Der Blick von Arch schweifte einmal durch den Raum, ehe er Jespers Aufforderung folgte und auf dem Stuhl gegen├╝ber von Dave Platz nahm. Dave zwang sich keinen Milimeter zur├╝ck zu zucken, w├Ąhrend Melisande den Mann mit unverholener Panik anstarrte. "Hallo...Dave. Du bist alt geworden... Gr├╝├če Melisande... der Rest...", gr├╝├čte Arch freundlich.


Maghilia von Hohenfelde
Maghilia starrte Archibald an. Sie erinnerte sich an Dunwins Freund. Es war lange her.
"Du bist genauso alt geworden und bleib ruhig sonst wirst du nicht alter Blutsauger." Marcella schaute von ihren Meister zu Archibald ihre H├Ąnde wischt sie an ihre Robe ab. Marlo behielt Arch im Auge


Kasimir
Kasimir hatte sich neben Archibald gesetzt, anstatt stehen zu bleiben. Es tat ihm weh, zu h├Âren, wie man sich hier gegenseitig begr├╝├čte. Und vor allem, die vielen feindseligen Blicke zu sehen, die Archibald von allen Seiten begegneten. Er stupste Archibald unter dem Tisch kurz mit dem Knie an, damit er wusste, dass er auf seiner Seite war.


Archibald von Dornburg
Jesper legte Archibald beruhigend wie mahnend eine Hand auf die Schulter und hielt ihn so vorsorglich fest. Die Blicke lie├čen Archibald kalt, die meisten Gef├╝hle gleichg├╝ltig ob positiv oder negativ ihm gegen├╝ber lie├čen ihn absolut kalt. Wobei die positiven sehr selten waren. Er selbst empfand nur positiv f├╝r seine Familie und dies war Dunwins Stab.

Aber als Kasimir ihn zum Zeichen des Beistands anspupste musste er sich ein erstauntes wie auch ger├╝hrtes Blinzeln verkneifen. Auf Jesper war immer Verlass, allerdings ging es seinem Kumpel hier nicht um Archibalds Angelegenheiten, sondern um Brandurs und Daves. Das unterschied ihn somit eindeutig von Kasimir. Sein Meister... sein Bissvater war ohne jeden Grund bedingungslos auf seiner Seite. Arch merkte sich dies genau. Kasimir verdiente wirklich die Bezeichnung Vater und nicht dieses Subjekt Undorich dass er vor 46 Jahren weggewischt hatte.
Arch wartete ab und schaute von Melisande zu Dave. Einem nach dem anderen schaute er in die Augen. Maghilia, Varmikan, Osmund, Marcella und Wolfi schenkte er sein freundlichstes L├Ącheln. Arch faltete die H├Ąnde auf dem Tisch zusammen, so dass man seine scharfen Krallen sah und schaute Dave unverwandt in die Augen. "Du wolltest mich sprechen, dann solltest Du was sagen", sagte Arch freundlich und grinste.


Davard von Hohenfelde
"Ich m├Âchte von Dir eine Antwort Bestie, ich m├Âchte wissen warum. Warum Du mir das angetan hast", zischte Dave leise und streckte mental seine F├╝hler nach Arch aus. Brandur hatte die Wahrheit gesagt, man kam an den Geist von diesem "Ding" nicht mehr heran. Dave atmete einmal durch um sich zu beherrschen.


Archibald von Dornburg
"Weil ich es durfte, ich hatte die Erlaubnis von Dunwin. Du warst sein Eigentum, folglich konnte er mit Dir tun was er wollte. Und das erlaubte er mir auch. Ist ja nicht so, dass Du gro├č zu Schaden gekommen w├Ąrst hm? Solange Du h├Âren konntest, musstest Du nicht f├╝hlen", schmunzelte Arch.
"Du widerw├Ąrtiges Mis...", fl├╝sterte Melisande, schwieg aber sofort als Arch sie anstarrte.
"Wag Dich das nicht nochmal Ihr gegen├╝ber", warf Varmikan ein.


Davard von Hohenfelde
"Ich m├Âchte nicht wissen ob Du die Erlaubnis von ihm hattest, sondern ich will Deinen pers├Ânlichen Grund wissen MIR DAS anzutun!", knurrte Dave drohend.


Archibald von Dornburg
Arch kratzte sich irritiert am Kinn und dachte nach. "Weil ich Dich mochte, Du warst niedlich, Du hast mir gefallen, Du warst mein Sch├╝tzling und vor allem warst Du so wunderbar.... still...", schmunzelte Archibald.


Davard von Hohenfelde
Dave starrte Archibald an und wandte sich an Varmikan. "Ich muss hier raus, lass mich durch, ich ben├Âtige frische Luft", bat Dave seinen Mann.

Varmikan sch├╝ttelte den Kopf und hielt ihn fest. "Er wird Dir nichts tun und Du musst ihn nicht mehr f├╝rchten", erkl├Ąrte Varmikan aber starrte dabei Arch unumwunden in die Augen. Wem die Info wirklich galt war klar. Dave schaute Brandur an und zuckte die Schultern. Er wusste nicht was er noch sagen sollte.


Kasimir
Kasimir war betr├╝bt. Alle Welt schien gegen Archibald zu sein. Keiner hatte wirklich geh├Ârt, was er gesagt hatte. "Er mochte Sie, Davard", wiederholte Kasimir leise.

Es konnte doch nicht sein, dass niemand hier begriff, dass Archibald keine Bestie war, sondern liebte. Dass er schlichtweg nicht in der Lage war, Liebe auf nat├╝rlichem Wege zu zeigen. Wie konnte man jemanden f├╝r seine Art zu lieben hassen? Besser war es, ihm auf den Weg zur├╝ckzuhelfen, ihm zu zeigen, wie man es richtig machte. Hass war nicht die richtige Antwort.


Maghilia von Hohenfelde
Maghilia starrte grimmig. "Verschwinde und lass dich nie wieder in seine N├Ąhe sehen Dornburg, sonst siehst du den Sonnenaufgang und dann geht dir sicher ein Licht auf. Du krsnker Bastard hast hier nichts verloren. Heute schenk ich dir"


Davard von Hohenfelde
Dave musterte Kasimir und schaute den Vampir lange an.
"Du hast keine Ahnung wie seine Form der Zuneigung meist endet, oder wie sie bei mir aussah. Selbst wenn er mich mochte, h├Ątte er mich doch in Ruhe lassen k├Ânnen. Ich verstehe was Du mir sagen m├Âchtest, aber verstehe Du was ich Dir zu sagen versuche. Bist Du gerne ein Vampir geworden? Hast Du Dich ├╝ber das Geschenk gefreut? Falls ja, gut es sei Dir geg├Ânnt. Falls nicht, sein Geschenk ist ebenso ein Fluch. Zuneigung in der Form kann es nur unter gleichen freien Personen geben. Du hast keine Ahnung davon was er mir angetan hat Kasimir", erkl├Ąrte Dave so ruhig wie m├Âglich.


Archibald von Dornburg
Arch zuckte die Schultern. "Aber das kann ich ihm doch sagen. Ich habe ihn geliebt, ich habe ihn besch├╝tzt, ich habe ihn zum Heiler geschleppt, wenn sein Vater ihm die Knochen gebrochen hat und falls er nicht gehorcht hat, dann habe ich ihn erzogen. Und ich habe mich um ihn gesorgt. Frag Brandur, keiner meiner Sch├╝tzlinge war krank oder sowas. Du verdrehst die Tatsachen und erinnerst Dich nur daran woran Du Dich erinnern willst Dave. Aber das ist Dein Problem und nicht meins. Damals als Du noch etwas wert warst, habe ich Dich von ganzen Herzen gemocht, aber nun.... tja bist Du das dort... alt und verwelkt und zu nichts mehr zu gebrauchen. Ich habe versucht Dich davor zu bewahren, ich kann nicht die ganze Welt retten und ich kann nicht ├╝berall sein", gab Arch zur├╝ck.


Jesper van Verling
Archibald wollte noch etwas anf├╝gen aber Jesper hielt ihm mit seiner Pranke den Mund zu. "Bitte nicht, h├Âr auf, Du verstehst es falsch, nicht Dave. Sei leise Arch, bitte", fl├╝stere Jesper. Arch nickte knapp. Jesper tippte Arch an. "Warte drau├čen auf mich", bat van Verling. Jesper wartete bis Arch nach drau├čen verschwunden war.

"Ich wei├č ich habe kein Anrecht darauf und ich wei├č, dass ich mehr noch als jeder andere ihn h├Ątte aufhalten k├Ânnen, aber ich bitte um sein Leben. Seine Familie war Eurer ├Ąhnlich, sie legten gro├čen Wert auf absolute Gef├╝hlslosigkeit. Der Ausdruck von Gef├╝hlen galt als Schw├Ąche und wurde unterbunden. Niemand zeigte dort Gef├╝hl, au├čer an ihren letzten Tag. Er ist nicht grundlos was er ist. Ich versuche ihn unter Kontrolle zu halten, ich hoffe es gelingt mir diesmal. Er bem├╝ht sich, vor allem Dank Kasimir. Er sieht ihn als etwas H├Âheres. Ich verstehe was er Dir antat und ich entschuldige mich zutiefst f├╝r mein Versagen, ebenso wie Brandur. Mehr noch als Brandur. Er ist nicht b├Âse, er ist tats├Ąchlich extrem krank im Kopf", erkl├Ąrte Jesper hilflos.


Davard von Hohenfelde
Dave packte die Hand von Varmikan so fest, dass der Alb fast aufquiekte.
"Schaff es mir einfach aus den Augen. Ich habe meine Antwort, ich...", brach Dave ab und lie├č den Satz unvollendet.

Antworten