Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Krafttanken in der Komb├╝se

Die souvagnische Brigg Choucas f├Ąhrt unter dem Kommando von Kapit├Ąn Silvano de Mancini Patroullen auf der Azursee. Getrieben von den pers├Ânlichen Rachegel├╝sten seines Kapit├Ąns f├Ąhrt das Schiff mitunter auch inoffizielle Kurse.
Die Brigg Choucas f├Ąhrt unter dem Kommando von Kapit├Ąn Silvano de Mancini Patroullen auf der Azursee. Getrieben von den pers├Ânlichen Rachegel├╝sten seines Kapit├Ąns f├Ąhrt das Schiff mitunter auch inoffizielle Kurse.
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Costantino Marchesi
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Beitr├Ąge: 5
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Krafttanken in der Komb├╝se

#1

Beitrag von Costantino Marchesi » Di 25. Sep 2018, 16:36

Krafttanken in der Komb├╝se


Sacha Bonnet
Sacha kletterte vom Kr├Ąhennest herunter, wo er Angelo Gesellschaft geleistet hatte, damit das Ausschauhalten nicht so langweilig war. Conni und Fran waren heimgekehrt und Sacha wollte sie begr├╝├čen. Flink hangelte er sich die Taue hinab und bog in die Komb├╝se ein, in der sie verschwunden waren. Dort sa├čen sie schon und lie├čen sich eine hei├če Suppe schmecken. ┬╗Hey, ihr zwei┬ź, gr├╝├čte Sacha und goss ihnen auch noch jedem ein Glas rum ein und setzte sich dazu. ┬╗Wie ist es gelaufen? Ihr seht irgendwie fertig aus. Ich glaub, deine Schminke ist sogar verwischt, Conni.┬ź

Costantino Marchesi
Costantino, genannt Conni, hielt mitten beim Essen inne. Er legte den L├Âffel fast theatralisch wieder in die Suppe z├╝ckte seinen Handspiegel und klappte ihn auf. Nach einer ausf├╝hrlichen Begutachtung seines Gesichts, kam er zu dem Schluss, dass kein Nachschminken n├Âtig war. Fran a├č w├Ąhrend der Zeit unger├╝hrt weiter. Er setzte nur die Brille ab, da diese von der hei├čen Suppe beschlug. Conni klappe den kleinen Handspiegel, der die Form einer Jakobsmuschel hatte, wieder zusammen. "Mon Cher Sacher, wieso musst Du mich so erschrecken?", antwortete Conni und drohte ihm grinsend mit dem L├Âffel ehe er weiter a├č. "Stell Dir vor wir mussten f├╝r unseren Auftrag in den Palast. Mon Dieu Du hast keine Ahnung, es war aufregend und langweilig zugleich. So einen seltsamen Auftrag kann uns nur der K├Ąptn aufs Auge dr├╝cken. Wir mussten zwei K├Âpfe, B├╝cher und nun halt Dich fest... einen Teppich bergen. Einen Teppich ma Puce. Was es mit diesen seltsamen Dingen auf sich hat, hat Vano uns nicht verraten, aber dieser neue der das Weibsbild an Bord schleppte hat damit zu tun. Er scheint ein Verb├╝ndeter zu sein und der K├Ąptn rettete ihm den Hintern. Der Teppich war wirklich sch├Ân, zeigte eine unbekannte Landschaft. Ich bin ohne Probleme in den Hof hineingekommen, jemand anderes nicht. Aber dar├╝ber verliere ich kein Wort Mon Cher. Es hat schon was mit dem Auftreten zu tun, ob die Leute erkennen wer adelig ist", grinste Conni und a├č weiter, w├Ąhrend Fran so kaute als h├Ątte er Conni zwischen den Z├Ąhnen.

Sacha Bonnet
┬╗Der Neue, dem die K├Âpfe und der Teppich geh├Âren, das ist mein Vater┬ź, erkl├Ąrte Sacha. ┬╗Aber ich habe bisher nicht weiter mit ihm gesprochen. Ich glaube, er interessiert sich nicht sonderlich f├╝r mich, aber was will man auch erwarten, nachdem wir zwei getrennte Leben gelebt haben. Und der mit den langen Haaren, das ist mein Opa. Ich wei├č aber nicht, was die mit diesem ganzen Kram wollen und warum ihr daf├╝r extra in den Palast einbrechen musstet. Und du bist echt als Adliger durchgegangen?┬ź Sacha musterte Connis abgetragenen Schlafanzug, der unter dem offenen Samtmantel hervor blitzte.

Costantino Marchesi
"Nat├╝rlich bin ich das, dass stand auch au├čer Frage. Dein Vater sagst Du und Dein Gro├čvater? Er h├Ątte wohl ├ärger bekommen, wegen diesen Dingen und der K├Ąptn wollte ihn besch├╝tzen. Vermutlich wollte er Dich besch├╝tzen und nicht diesen Fremden. Du solltest versuchen mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Vielleicht ist das Deine einzige Chance Mon Cher, denk gut dar├╝ber nach. Falls Du m├Âchtest, komme ich mit und helfe Dir", bot Conni an, w├Ąhrend der Doc grinsend seine Suppe l├Âffelte.

Sacha Bonnet
┬╗Du grinst so, Fran. Was gibt es zu grinsen?┬ź, erkundigte sich Sacha, w├Ąhrend es leise an der Komb├╝sent├╝r klopfte. ┬╗Komm rein┬ź, bat Sacha, ohne zu wissen, wer es war. ┬╗Lieb, dass du mitkommst. Das Angebot nehm ich gern an. Aber mal unter uns, dein Schlafanzug ist inzwischen v├Âllig vergilbt, du musst den mal bleichen oder am besten weghauen und einen neuen kaufen. Der passt ├╝berhaupt nicht zu deinem Mantel und deinen Schuhen und noch weniger zu deiner Schminke und deiner Per├╝cke!┬ź

Costantino Marchesi
"Ich liebe meinen Schlafanzug und er ist nicht vergilbt, er ist antik, genau", schmollte Conni und schaufelte grimmig die Suppe in sich hinein.

Nathan
Nathan trat ein und guckte sich um. ┬╗Gu-guten Tag, die Herren. Ich suche den Schiffsarzt. Mir wurde gesagt, er sei gerade heimgekehrt und jetzt hier zu finden.┬ź

Francois Grimard
"Mon Cher es gibt keine antiken Schlafanz├╝ge, zudem nennt man den Lappen Pyjama. Das klingt so widerw├Ąrtig wie der Lappen aussieht. Stell ihn einfach in die Ecke und kauf Dir einen neuen Conni. So schwer kann das nicht sein, oder ├╝berfalle einen Obdachlosen Nardier", bot Fran gro├čzigig an. "Na bei Connis Ausf├╝hrungen muss man grinsen", warf der Doc ein und musterte dann Nathan. Er setzte sich seine Brille auf um ihn besser sehen zu k├Ânnen. "Ich bin der Schiffsheiler, wie kann ich Dir helfen?", fragte Fran Nathan freundlich.

Nathan
"Ich habe einen Vampir in der Hose", erkl├Ąrte Nathan mit gesenkter Stimme. "Und der hat langsam Hunger, er ist schon ganz unruhig und bewegt sich immer. "

Francois Grimard
Nun war es Fran der mitten beim L├Âffeln inne hielt und Nathan ├╝ber die Gl├Ąser seiner Brille streng musterte. "Einen Vampir in der Hose? Junge Du hast Filzl├Ąuse!", sagte der Arzt hart.

Nathan
┬╗Ich habe da wirklich einen Vampir, guck!┬ź Nathan lockerte den G├╝rtel und fasste sich vorn in den Schritt. Es war schon dunkel, so dass er keinen Lichteinfall durch die T├╝r oder das Fenster f├╝rchten musste. Seine Finger schlossen sich vorsichtig um Archibald, der sich mit seinen F├╝├čchen an seinen Schamhaaren festhielt und zog ihn vorsichtig heraus. Er streckte dem Heiler die kleine Fledermaus entgegen und zeigte sie ihm.

Costantino Marchesi
"Mon Dieu bei Ainuwars Eiern! Ein Vampir in der Hose, er ┬┤├Ąngt ┬┤offentlich nicht an Deiner Nudel? Wie kam die Bestie denn in Dein Untergewand? Sowas geschieht nur, wenn man nicht ordentlich und luftig gekleidet ist. Dann setzt sich das Ungeziefer fest. Hast Du es mit Sp├╝len versucht? Meerwasser soll helfen. Ob gegen Vampire wei├č ich nicht. Fran vielleicht hilft ihm der L├Ąusepuder", bot Conni eifrig an.

Nathan
"Ich habe ihn dort versteckt vor der Sonne", erkl├Ąrte Nathan. "Ich will ihn nicht pudern, er soll gef├╝ttert werden."

Costantino Marchesi
"Vampire trinken Blut! Vielleicht hat der Smut noch was Blut ├╝brig. Ansonsten m├╝sste jemand Blut spenden, aber wer m├Âchte zum Vampir werden? Horrible", st├Âhnte Conni und stupste den Vampir mit der Gabel an.

Francois Grimard
Francois schaute sich die kleine Fledermaus genau an, ehe er sie mit spitzen Fingern an den Ohren packte und mit einem Ruck abriss. "Weniger fest als eine Zecke, hier ist er. Hand auf", sagte Fran und reichte Nathan Archibald, der w├╝tend seine kleine Schnauze ge├Âffnet hatte und seine messerscharfen, wei├čen Z├Ąhnchen entbl├Â├čte.

Sacha Bonnet
Sacha dr├╝ckte Constantins Hand mit der Gabel zur Seite. ┬╗H├Âr auf, du pikst ihn ja. Woran sieht man jetzt, dass das ein Vampir ist? Ehrlich gesagt finde ich, dass das wie eine ganz normale Fledermaus aussieht. Sie hat Angst, du solltest sie frei lassen.┬ź

Nathan
┬╗Aber das ist wirklich ein Vampir┬ź, beharrte Nathan. ┬╗Er kann mein Blut haben. Dazu soll der Schiffsheiler ja einen Aderlass machen, wurde mir gesagt.┬ź

Francois Grimard
Fran setzte die Fledermaus einfach auf den Tisch. "Ich bin Arzt kein Nekromant, vermutlich gibt es keinen Unterschied Sacha. Vampire werden zu Flederm├Ąusen, also es ist sowas wie eine magische Krankheit, w├╝rde ich es mal umschreiben. Aber ich bin Arzt, kein magischer Kurpfuscher, der mit Heile-Heile-G├Ąnschen und Zaubertanz Leuten das Geld aus der Tasche zieht. Es gibt nur eine M├Âglichkeit es zu testen, sie verwandelt sich zur├╝ck, oder eben auch nicht. Sie m├╝sste bei Licht zu Staub zerfallen oder verbrennen. Irgendsoetwas in der Art. Sicher bin ich mir nicht. Manche behaupten wie gesagt Vampirismus ist Magie, andere nennen es deformierte Nekromantie immerhin sind es Untote, andere sagen es ist eine Krankheit Vampiris irgendwas. Aber man kann f├╝r jeden Schabernack einen medizinischen Namen erfinden. Du hast Klabautermanis und nun ein Klabauter?", schmunzelte Fran.

Archibald von Dornburg
Die Fledermaus rieb sich mit ihrem Daumen ├╝ber die Nase und funkelte den Heiler an. Sie richtete sich auf ihre winzigen Stummelbeinchen auf und verwandelte sich in ihre menschliche Gestalt zur├╝ck. "Rei├č mich noch einmal an den Ohren und Du ben├Âtigst einen Kollegen oder einen guten Bestatter!", zischte Archibald w├╝tend und sprang wie eine Raubkatze vom Tisch. "├ärzte, nimm Nathan Blut ab, ich habe Hunger oder ich suche mir selbst etwas", knurrte Arch.

Costantino Marchesi
"Mon Dieu es ist wahr!", keuchte Conni. "Wir haben noch lecker Beauforter Fischeintopf, bedient Euch Kind der Schatten", grinste Conni einladend, w├Ąhrend Fran von Arch zu Conni schaute und dann Nathan scharf musterte.

Nathan
┬╗Oh, Archi┬ź, rief Nathan erfreut. ┬╗Ich dachte schon, du w├Ąrst krank, weil du so lange als Fledermaus geblieben bist. Du kannst so viel von mir trinken, wie du willst!┬ź Er bemerkte den Blick des Heilers, h├Ârte auf zu l├Ącheln und guckte zu Boden, obwohl er nicht wusste, was er falsch gemacht hatte.

Francois Grimard
"Du m├Âchtest tats├Ąchlich Blut spenden?", fragte Francois absolut ernst. "Du wirst Dich hier an niemandem bedienen Vampir, sonst ist es das Letzte was Du tust. Wir spendieren Dir einen Ausflug aufs Sonnendeck, also halte Dich bedeckt, Dein F├╝rsprecher steht noch in der Gunst des K├Ąptn, noch", warnte Fran.

Nathan
"Archi darf nicht in die Sonne, sonst stirbt er", erkl├Ąrte Nathan besorgt und streckte dem Heiler seinen Arm hin. "Darum war er ja die ganze Zeit in meiner Hose drin."

Archibald von Dornburg
Arch strich Nathan liebevoll ├╝ber den Kopf. "Mir geht es gut, ich musste nur der Sonne entkommen. Robere? Du verwechselst da was Doc. Aber dar├╝ber mache ich mir jetzt keine Gedanken. Das Wort von Robere soll Euch ausreichen und ich halte mich ebenso daran. Aber ich lasse mich trotzdem nicht an den Ohren ziehen. Und Nathan hat Recht, wo h├Ątte ich mich verstecken sollen? Soweit ich wei├č, habt Ihr Euch doch geweigert, den ├ältesten an Bord zu nehmen. Wie dem auch sei, Du beh├Ąltst Deine Griffel bei Dir und ich meine bei mir. Dann sollten wir gut miteinander auskommen...", s├Ąuselte Arch und kraulte Nathan.

Nathan
Nathan drehte seinen Kopf in Archibalds kraulende Hand hinein und betrachtete ihn verliebt. ┬╗Hat der Heiler mich mit Robby verwechselt? Robby hat aber schwarze Haare und ist viel gr├Â├čer und au├čerdem hat er spitze Z├Ąhne. Den ├ältesten finden wir bestimmt wieder, mach dir keine Sorgen, Archi. Er hat ja jetzt einen gesunden und starken K├Ârper und auch eine M├Ânchskutte. Der Mann da im Schlafanzug redet wie ein Dupont, das ist lustig.┬ź Er streckte dem Heiler seinen Arm noch deutlicher hin, da dieser ihn ignorierte. ┬╗Sie k├Ânnen ruhig meine Ader aufschneiden┬ź, sagte er tapfer. ┬╗Mir macht das nichts aus. Archibald muss was essen, sonst ist er bald kein lieber Archibald mehr.┬ź

Francois Grimard
"Ich schneide Dir nichts auf, ich nehme Dir Blut mit einer Spritze ab. Und Archibald wird lieb bleiben, glaub mir. Gleichg├╝ltig wie gro├če T├Âne er spuckt, er ist doch auf unsere Gunst angewiesen und wir nicht auf seine. Da er untot ist, kann er ja unter Wasser nachts Fische jagen und bei├čen. Folge mir in meine Kaj├╝te Nathan, ich k├╝mmere mich um Dich", sagte Fran und stand auf. Er warf Sacha und Conni einen kurzen Blick zu, der klar machte, was sie mit dem Vampir tun sollten, w├╝rde dieser weiter herumzicken. "Nathan komm", sagte der Heiler und gab den Weg vor.

Nathan
Mit einem ├Ąngstlichen Blick in Richtung Archibald folgte Nathan dem Heiler. "Wie hei├čt du ├╝berhaupt?", wollte er wissen. "Ich bin Nathan und ich bin Archibalds Freund und auch sein Leibdiener, glaube ich, zumindest k├╝mmer ich mich so um ihn, als wenn ich es w├Ąre."

Francois Grimard
"Ich bin Francois Grimard, der Schiffsheiler hier an Bord der Choucas, wie Du richtig erkannt hast. Nun dann ist der Vampir ein Adliger? Vermutlich Naridier oder? Nun ich habe nichts gegen Dich oder dieses untote Subjekt, aber er soll sich mit seinen ├äu├čerungen zur├╝ckhalten. Auch sein Hunger rechtfertigt nicht den Bruch der Gastfreundschaft. Dann k├Ânnte sich jeder daneben benehmen der eine Di├Ąt macht. Wir nehmen Dir nicht zu viel Blut ab, nicht dass Du krank wirst", erkl├Ąrte Fran und f├╝hrte Nathan in seine Heilkaj├╝te und deutete auf den Behandlungsstuhl. "Setz Dich bitte", bat Fran.

Nathan
Nathan setzte sich nerv├Âs. Er hatte etwas Angst, aber er wollte nicht jammern. ┬╗Ja, Archibald von Dornburg ist ein Adliger! Aber er hat seine ganze Familie verloren und durfte nie Spielzeug haben, darum ist er manchmal etwas eigen. Aber er ist im Herzen sehr lieb und ich mag ihn sehr gern. Er hat auch Tekuro, also Robby, geholfen, seinen Papa wiederzufinden. Ganz selbstlos, er ist sehr hilfsbereit!┬ź

Francois Grimard
Fran schaute Nathan ├╝ber die Schulter an, als er die Spritzen desinfizierte. "Du sprichst sehr liebevoll ├╝ber ihn. Nun Nathan f├╝r den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Aber Menschen k├Ânnen sie gew├Ąhren. M├Âglicherweise ist er wirklich nur ein Di├Ątopfer wie manche arme Frau die sich ins Korsett hungert. Ich werde ├╝ber seinen unversch├Ąmten Ton einmal hinwegsehen f├╝r Dich. Nach dem Mahl sollte er sich angemessen verhalten. Vermutlich sagt es nichts ├╝ber die Person aus, ob sie ein Vampir ist oder etwas anderes. Letztendlich ist dies nur ein Zustand wie krank. Und daf├╝r verurteile ich niemanden. Ich hoffe er wei├č was er an Dir hat, wo Du Dich so aufopferungsvoll um ihn k├╝mmerst und derma├čen f├╝r ihn sprichst. Auf der anderen Seite, wer w├╝rde schon freiwillig einen Vampir in der Hose tragen. Ich hielt Dich vorhin gelinde gesagt f├╝r verr├╝ckt", sagte der Heiler und setzte seinen Dreispitz ab. Er desinfizierte Nathans Arm, dann band er ihm die Blutzufuhr ab. "Schau weg, falls Du kein Blut sehen kannst. Ich bin vorsichtig, hab keine Angst", sagte Fran beruhigend. Den Einstich der Nadel merkte Nathan kaum, so dass Fran ihm einige Spritzen Blut abnahm und auf einem Tablett bereitlegte. Behutsam l├Âste er das Band und gab Nathans Arm wieder frei. Er dr├╝ckte ihm ein kleinen Tupfer auf die Stelle. "Dr├╝ck feste zu, bis es aufh├Ârt zu bluten. Dann bekommst Du keinen blauen Fleck. Ich denke das ist ungef├Ąhr die Menge einer Tasse. Ein Aderlass ist eine andere Sache Nathan, soviel nehme ich Dir nicht grundlos ab. Und der Verlust ist zu schnell, zu rapide", erkl├Ąrte Francois und f├╝llte das Blut in einen Becher um. "Dies sollte Deinem Freund f├╝rs erste ausreichen", erkl├Ąrte der Heiler und gab Nathan den verschlossenen Becher.

Nathan
┬╗Ich hab ihn ja auch lieb, aber von einer Tasse wird er nicht satt! Er trinkt sonst ganze Menschen aus und ist sehr hungrig. Er war so tapfer die ganze Zeit, obwohl sein kleiner Fledermausmagen geknurrt hat.┬ź Er nahm den Tupfer weg und hielt Francois den Arm ein zweites Mal hin.

Francois Grimard
"Die Lebenden vor den Toten Nathan", sagte Fran und sch├╝ttelte langsam den Kopf. "Er wird Selbstbeherrschung ├╝ben m├╝ssen. Ich wei├č nicht wieviel Du gegessen hast und in welcher Verfassung Du bist. Ich opfere keinen gesunden Menschen f├╝r eine wandelnde Leiche, gleich wie nett sie tats├Ąchlich ist oder charmant sie heuchelt", antwortete Fran freundlich.

Nathan
┬╗Aber wenn er hungrig ist ... dann neigt er zur Selbstbedienung. Er kann doch nicht hungern gelassen werden. Oder wir fragen die anderen Bei├čer, ob sie teilen!┬ź, schlug Nathan vor. ┬╗Archibald heuchelt nicht, er heuchelt nie, er ist einfach ein so netter Mensch, dass man es manchmal gar nicht glauben kann.┬ź

Francois Grimard
Fran rieb sich angestrengt die Nasenwurzel und dachte einen Moment lang nach. "In Ordnung", stimmte der Heiler zu und zog seinen langen, schweren Mantel aus und krempelte sich sein Hemd hoch. Er desinfizierte seinen Arm, band ihn sich ab in dem er seine freie Hand und seine Z├Ąhne dazu benutzte und nahm sich dann selbst mehrere Spritzen Blut ab. Danach lockerte er das Band wieder und stillte sich selbst die Blutung ehe er Nathan einen zweiten Becher aush├Ąndigte. "Hier Nathan, dass ist f├╝r heute alles. Und frage die Bei├čer, wer bereit ist zu spenden. Oder was sie bereit sind zu spenden, wenn sich hier Leute finden, die ihren Vampir mitern├Ąhren. Dies hier an Bord sind alles hartarbeitende, rechtschaffene Leute. Niemand kann ihren befehlen f├╝r eine Kreatur Blut zu spenden, die davon lebt andere zu t├Âten. Meine Spende betraf Dich. Merke Dir das gut Nathan", erkl├Ąrte der Heiler und zog sich wieder an.

Nathan
┬╗Oh, das ist so lieb┬ź, freute Nathan sich und dr├╝ckte den Heiler. ┬╗Ich werd das Archi sagen, dann ist er zu dir besonders lieb.┬ź Dann hopste er mit den beiden Bechern zur├╝ck zur Komb├╝se. ┬╗Archi┬ź, rief er gut gelaunt. ┬╗Abendbrot!┬ź Er schaute, ob Archibald noch da war - und ob die beiden Matrosen noch lebten.

Francois Grimard
"F├╝r die Mannschaft Nathan und f├╝r Dich. Denk dran Deine Leute zu fragen", sagte Fran und klopfte ihm kurz auf den R├╝cken, als ihn Nathan umarmte und befreite sich dann vorsichtig um das Besteck ordentlich wegzur├Ąumen, w├Ąhrend Nathan aus der Heilstube hopste

Archibald von Dornburg
Arch hatte sich entspannt in eine dunkle Ecke gehockt und wartete auf Nathan. Als dieser mit dem Blut zur├╝ckkam, lief ihm das Wasser im Mund zusammen. "Du bist der Beste Nathan", freute sich der Vampir und riss die beiden Becher regelrecht an sich. "Du hast was bei mir gut. Aber das hast Du ja immer Natti", freute sich Arch w├Ąhrend er ganz langsam das Blut trank um soviel wie m├Âglich davon zu haben. "Ich werde zwar keine Fische bei├čen, aber ich werde Dir einen schnitzen. Damit Du eine Erinnerung an unsere Seereise hast Nat", grinste Arch mit blutigen Lippen und trank weiter.

Nathan
Nathan streichelte Archibald, w├Ąhrend der sich das Blut schmecken lie├č. ┬╗Der Heiler Francois hat auch was von sich dazu gegeben. Einer der Becher ist von ihm. Er wollte mir nicht so viel Blut abnehmen, aber notfalls kannst du das ja machen. Wir sollen die anderen Bei├čer fragen, ob sie auch was spenden f├╝r dich. Du siehst sch├Ân aus, Archi .. hab dich lieb.┬ź

Sacha Bonnet
┬╗Ich w├╝rd gern mitkommen mit Conni┬ź, meldete sich Sacha zu Wort. ┬╗Wir wollten meinem Vater die Sch├Ądel und alles geben. Stimmt`s, Conni?┬ź

Archibald von Dornburg
Arch kraulte Nathan den Sch├Ądel. "Der Heiler hat mir Blut gespendet? Schau an, ich habe mich gewundert, er schmeckt anders als Du. Du schmeckst nach Liebe, er schmeckt anders, aber gut. Deinen Geschmack mag ich lieber, aber ich m├Âchte ihn nicht ├Âfter trinken als n├Âtig. Irgendwann vielleicht. Wenn Du das m├Âchtest Nathan...", sagte Arch und drehte sich zu Sacha um. "Gerne, ich denke das wird Tekuro freuen. Die Sch├Ądel sind etwas besonderes. Einer der Sch├Ądel ist der seines Vaters und der andere ist der von seiner Mutter Arkan. Das trifft es wohl am besten. Der Teppich wurde von seiner Oma vor Urzeiten gekn├╝pft und sein Vater Kazrar trug ihn stets bei sich, eine der wenigen Erinnerungen die ihn an Zuhause geblieben waren. Und B├╝cher, seltsame B├╝cher, er wird sich freuen alles in H├Ąnden zu halten", sagte Arch.

Costantino Marchesi
Conni verschr├Ąnkte die Arme vor der Brust und zog eine Augenbraue hoch. Der Sch├Ądel seines Vaters, w├Ąhrend ihn sein Vater begleitet. Also entweder hat der nun eine weiche Birne oder Du l├╝gst Mon Dieu", hielt Conni dagegen.

Nathan
┬╗Du kannst mich ruhig im Notfall austrinken, Archi. Dazu bin ich da┬ź, sagte Nathan ergeben und putzte mit einem Taschentuch etwas aus Archibalds Ohrmuschel. ┬╗Oh, du warst da wirklich zu lange als Fledermaus, ich muss dich saubermachen, neu rasieren und deine Z├Ąhne putzen und alles. Das machen wir am besten, sobald wir uns fertig unterhalten haben.┬ź Conni gab einen nicht sehr klugen Kommentar von sich, auf den hin Nathan die Brauen hob. ┬╗Das ist doch ganz einfach zu verstehen. Der Sch├Ądel war der alte Kopf von Kazrar, er hat jetzt einen Neuen. Hast du ausgetrunken, mein Archi?┬ź, fragte er und tupfte an Archibalds Mundwinkel herum.

Costantino Marchesi
"Bei den neun Eiern Ainuwars, Naridiern w├Ąchst der Kopf nach, wenn er abgeschlagen wurde? Das sollte jemand dem Duc verraten, der Block ist nicht sehr effektiv, wenn der Kopf nachw├Ąchst. Und ich stelle mir das auch recht widerlich vor", schauderte Costantino angewidert.

Nathan
"Kazrar ist doch ein Arashi", korrigierte Nathan. "Und der Kopf ist auch nicht nachgewachsen, der war einfach so neu. Den gab es zusammen mit dem neuen K├Ârper."

Costantino Marchesi
"Ehm, ihm wurde ein neuer K├Ârper gegeben? Wie denn bittesch├Ân das und weshalb? Irgendwie klingt das alles nicht sehr gesund. Ist das so Arashizeug? Wo bleibt der Doc wenn man ihn braucht", fragte Conni Sacha, w├Ąhrend Fran sich wieder zu ihnen gesellte. Wie ├╝blich verpackt in seinen langen schwarzen Mantel. Er go├č sich und den anderen Rum nach und nah meinen kr├Ąftigen Schluck. "Fran, kann man K├Âpfe nachwachsen lassen oder ganze K├Ârper tauschen?", fragte Costantino zweifelnd.

Francois Grimard
Fran grinste Conni freundlich an. "Du es reicht wenn Du den Pyjama wechselst", antwortete der Doc trocken.

Nathan
┬╗Ja klar geht das, frag ihn doch selber┬ź, sagte Nathan ein kleines bisschen zickig. Er mochte es nicht, dass Constantino ihn f├╝r einen L├╝gner hielt. ┬╗Kommt mit. Und bitte vergesst nicht die K├Âpfe von Tekuros Eltern.┬ź Er kontrollierte noch einmal Archibalds Aussehen, k├Ąmmte ihm das Kopfhaar mit den Fingern zurecht und grabschte dann seine Hand, um h├Ąndchenhaltend den Weg zu den Bei├čern vorzugeben, die sich im Unterdeck in der letzten Kaj├╝te einquartiert hatten, die eigentlich ein Lagerraum war. Nathan verstand nicht, warum sie sich so abschotteten. Aber sie hatten es sich hier recht gem├╝tlich gemacht und einige breite Ballen Tuch als Betten zurechtgelegt.

Francois Grimard
"Na dann, folgen wir dem jungen Mann einfach", sagte Fran und trank seinen Rum aus, um Nathan zu folgen. Conni tippte Sacha aufmunternd an und zog ihn mit sich, als er dem Heiler folgte.

Sacha Bonnet
Da niemand ihm half, buckelte Sacha die ganze Kiste samt dem dar├╝ber liegenden Teppich und den beiden darauf prangenden schwarzen Sch├Ądeln allein. Die Sch├Ądel waren ihm etwas unheimlich, insbesondere, weil sie eigentlich seinen Gro├čeltern geh├Âren sollten.

Costantino Marchesi
"Komm Du musst Deine Chance ergreifen Mon Cher, ich bin bei Dir. Gleich was der Doc oder der kleine Giftpilz dort sagt, dass darf uns nicht beeindrucken. Bedenke, wenn Du diese Leute nie wieder siehst, wirst Du Dir das nie verzeihen. Rede mit ihnen, versuche es. Vielleicht sind sie anders als Du sie Dir vorgestellt hast. Ganz sicher sogar. Sogar in der Erinnerung verblassen die Details wei├čt Du Sacha? Leute werden gr├Â├čer, m├Ąchtiger, sch├Âner, weiser. Manchmal werden sie zu Monumente, gewaltige Statuen an die scheinbar kein lebender Mensch mehr heranreicht. Weil man sie aus Liebe auf einen Sockel stellt, der sie gottgleich erscheinen l├Ąsst. Dabei waren sie einst genauso sterblich wie wir, mit allen St├Ąrken und Schw├Ąchen, mit Witz und pers├Ânlichen Unzul├Ąnglichkeiten. Denk an Davet und Vano. Er kann die Statue in seinen Gedanken stehen lassen, aber er hat gleich ein zweites Monument gebaut. Was ist mit Dir? Hast Du eines gebaut? Hast Du Dir eine Vorstellung in Stein gemei├čelt wie Dein Vater wohl war, sein k├Ânnte oder gar ist? Ich rate Dir eines, rei├č es ein bevor wir im Bug ankommen Sacha. Denn gleich was immer Du geglaubt oder gehofft vielleicht sogar gef├╝rchtet hast, es trifft nicht zu. Dieser Mann ist auch nur ein Mensch. M├Âglicherweise wusste er von Dir und hatte Angst vor der Verantwortung. Oder er wusste nichts und h├Ątte gerne Verantwortung getragen. Und dazwischen gibt es soviel, was Du in Deiner besten Vorstellung gar nicht alles erfassen kannst. Denn was Du auch vorweg nimmst, entweder bist Du unfair zu ihm oder zu Dir. Letzteres m├Âchte ich verhindern", sagte Conni und strubbelte ihm durch die Haare.

Sacha Bonnet
┬╗Danke f├╝r deinen Rat, Conni┬ź, ├Ąchzte Sacha und stapfte Schritt f├╝r Schritt mit der Kiste hinter dem nackten Archibald und seinem kleinen Giftpilz her, ┬╗ich hab mir meinen Vater nicht mit spitzen Z├Ąhnen vorgestellt. Das hat mich ganz sch├Ân verwundert. Und auch nicht schwarzhaarig, sondern blond wie ich und nicht so grimmig. In meinen Gedanken war er immer liebevoll, wir haben viel gelacht und getobt. Und jetzt sieht er so aus ... ich konnte das erst gar nicht glauben, dass das stimmt, aber von der Gesichtsform her sind wir wirklich ├Ąhnlich. Ich hoffe, wenigstens ist Opa ein bisschen zug├Ąnglicher. Wo wohnen deine Eltern eigentlich, Conni?┬ź

Costantino Marchesi
"Sacha, die Form seiner Z├Ąhne sagt nichts ├╝ber die Art aus, wie er mit Dir umgehen w├╝rde. Auch mit spitzen Z├Ąhnen kann man lachen. Es geht sogar ganz ohne. Blond, so wie unser K├Ąptn? Eine richtige m├Ąnnliche Blondine? Wie kommst Du darauf? Vielleicht war Deine Mutter blond wie die Sonne Sacha, alles dass, was Du ihn fragen kannst. Damit Du Deine Wurzeln kennenlernst. Es ist wichtig zu wissen woher man kommt, das macht einem vieles leichter. Du verstehst vielleicht urpl├Âtzlich, warum Du Dinge tust oder nicht tust. Glaube es mir, Fran hat es mir einmal erkl├Ąrt, auch der Mensch verf├╝gt ├╝ber vererbte Erinnerungen oder Verhaltensweisen. Nimm es einfach so hin, dass habe ich auch, denn seine Erkl├Ąrungen habe ich nicht ganz verstanden. Aber den Kern worum es ging schon. Wenn Dein Vater J├Ąger war, hast Du die Jagd vielleicht im Blut wie Deine ganze Linie. Oder wenn er schon immer das Meer liebte, oder die Berge. Du sp├╝rst dann einen Ruf dazu. Genauso k├Ânnen ganz schreckliche Erinnerungen vererbt werden. Sozusagen um die Nachkommen vor der Gefahr zu warnen, die einst einer von ihnen durchmachen musste. Das ist seltsam und irgendwie ein Wunder der Natur, aber es ist m├Âglich. Du wirst das nicht genau wissen, was irgendwer Deiner Vorfahren tat, aber Du hast ein Gef├╝hl f├╝r richtig oder falsch Sacha. Meine Eltern stammen aus Lanteigne, dort leben sie an der K├╝ste. Ich glaube die meisten von uns haben Salzwasser in den Adern anstatt Blut Sacha. Du vielleicht auch, wer wei├č? Mein Vater war Seemann genau wie unsere Matrosen, aber seine Knochen machten nicht mehr mit. Er h├Ąlt sich eine kleine Herde Schafe auf den Salzwiesen und er bekommt immer ein Drittel meines Soldes. Sie kommen aus, aber ich wei├č wie schwer es ist von der Viehzucht zu leben. Und mein Vater ist ein stolzer Mann, er w├╝rde nicht zu seinem Lehnsherrn gehen und um neue Tiere bitten. Drum lege ich etwas f├╝r ihn zur Seite. Familie Mon Cher, die Mannschaft aus der wir aus den Tiefen emporsteigen um auf den Schiffen fahren zu k├Ânnen. Mein Traum war es immer zur See zu fahren, navigieren zu lernen, auf der anderen Seite war das sehr teuer. Aber mein Vater hat es mir mit seiner H├Ąnde Arbeit finanziert. Er hat daf├╝r geschuftet, er ist daf├╝r in die Wanten geklettert und er hat daf├╝r sich so manche Verletzung zugezogen. Und als es soweit war hatte ich Angst vor meiner eigenen Courage Mon Dieu. Mein Vater gab mir eines mit auf den Weg Sacha und das sage ich nun Dir. Ein Schiff ist im Hafen sicher, aber daf├╝r sind Schiffe nicht gemacht. Du musst Dich schon was wagen, Du bist jung, Du bist hart, Du bist taff. Mehr als das er nichts von Dir wissen will, kann Dir nicht passieren. Denn eine Familie bleibt Dir immer, die Mannschaft und eine Liebe bliebt Dir immer, die See. Das sagte mir ein Vano. Recht hat Blondie oder w├╝rdest Du den K├Ąptn in Frage stellen oder mich? Also Arsch zusammenkneifen und Deinen Vater ansprechen, ansonsten den Opa".

Sacha Bonnet
┬╗Ich wusste gar nicht, dass du so sch├Âne Dinge sagen kannst┬ź, sprach Sacha. ┬╗Das musst du ├Âfter mal machen. Dann w├╝rde man dir vielleicht den Adligen auch eher abkaufen. Danke f├╝r die lieben Worte, mon cher. Ein bisschen Angst habe ich trotzdem noch, aber sicher vergeht sie dann. Ich habe ihn mir immer blond vorgestellt, weil ich selbst blond bin. Er sah immer aus wie ich in meinen Gedanken und jedes Mal habe ich ihn lachen gesehen. Und nun schau ihn dir an ... ich wei├č nicht, ob er ├╝berhaupt l├Ącheln kann. Aber ich m├Âchte ihm gern eine Chance geben. Vielleicht ist er in Wahrheit ganz anders, als er nach au├čen zur Schau tr├Ągt. Aber bleib bitte bei mir, ja? Falls eine peinliche Schweigepause eintritt oder so, dann sagst du einfach so was Sch├Ânes, wie gerade eben und die Situation ist gerettet.┬ź Sie hatten das Unterdeck durchquert und Nathan hielt ihnen mit einer einladenden Geste die T├╝r auf. Die Bei├čer, wie das Gr├╝ppchen sich nannte, l├╝mmelte faul herum. Sie hatten sich gerade unterhalten und die Gespr├Ąche verstummten j├Ąh, als Sacha die Kiste vor Tekuro und Kazrar abstellte. ┬╗F├╝r euch┬ź, sagte er und trat sch├╝chtern einen Schritt von der Kiste zur├╝ck, w├Ąhrend sein Vater ihn mit seinen schwarzen Augen regelrecht durchbohrte. Und dann tat er etwas sehr Seltsames - er verkroch sich hinter Kazrar. Sacha wusste nicht, wie er sich verhalten sollte und schaute hilflos seinen Gro├čvater an.

Costantino Marchesi
Conni legte Sacha einen Arm um die Schulter. "Die Dinge wurden mir einst selbst gesagt, als ich Zweifel hatte. Ich gebe sie nur mit einigen Ausschm├╝ckungen weiter, da Du mein Freund bist. Und sicher bleibe ich", fl├╝sterte Costantino Sacha zu. Er musterte nun seinerseits die Bei├čer. "Werte G├Ąste, ich bin Castantino Marchesi, 8. Offizier an Bord der Choucas und dies ist Sacha Bonnet. Wir gehen davon aus, dass es sich bei Sacha um Euren Sohn handelt. Die Kiste enth├Ąlt Eure pers├Ânlichen Wertgegenst├Ąnde, die wir auf Befehl unseres K├Ąptn f├╝r einen Maat - ergo Freund, sichern sollte. Ferner wurde uns aufgetragen alles zu sichern, was Eure Sicherheit am Hofe gef├Ąhrden k├Ânnte. Gesichert wurden zwei Sch├Ądel, ein kleiner Teppich, B├╝cher. Sollte jemand Euer Quartier betreten, wird es keinen Grund zu wilde Spekulationen geben. Ihr werdet nicht umsonst als Menschenfresser tituliert. Die beiden K├Âpfe stammen angeblich von Eurem Vater. Da er seinen Kopf noch hat, waren wir am r├Ątseln, was es damit auf sich hat. Aber all dies kann warten, denn dieser junge Mann wartet schon sein ganzes Leben darauf seinen Vater kennenzulernen. Die Dinge in der Kiste haben Zeit. Sprecht bitte mit ihm, dass hat er verdient. Und wenn Ihr meint, ihm selbst st├╝nde nichts zu, dann bedenkt wo Ihr seid, wer Euch besch├╝tzt und wer f├╝r Euch diese Gegenst├Ąnde wiederbeschaffen lie├č. Genau jene Mannschaft m├Âchte, dass Ihr mit Sacha sprecht", erkl├Ąrte Conni ernst.

Kazrar
Kazrar schaute zu Sacha hoch und breitete seine Arme aus. "Komm her", bat er Sacha freundlich. "Tekuro hat genauso viel Angst wie Du oder wie ich. Setz Dich zu uns, stell uns Deine Fragen. Vielleicht m├Âchtest Du den kleinen Teppich einmal anschauen und Tekuro erlaubt es? Du bist einer von uns, dass kann niemand leugnen. Wo stammst Du her? Erz├Ąhle", bat Kaz.

Sacha Bonnet
Sacha legte Constantino den Arm um die H├╝fte und zog ihn kurz dankbar an sich heran. ┬╗Danke┬ź, fl├╝sterte Sacha und dr├╝ckte ihn etwas fester, ehe er sich von ihm l├Âste. Constantino war ein schr├Ąger Vogel, aber er hatte das Herz auf dem rechten Fleck. Und er war nicht halb so dumm, wie er manchmal wirkte, davon war Sacha ├╝berzeugt. Sacha tapste an seinen Gro├čvater heran, w├Ąhrend er ihm unverwandt ins Gesicht schaute und dann traute er sich und umarmte ihn. Er hielt ihn ganz fest, das erste Familienmitglied, was er je bewusst ber├╝hrte. Kazrar hatte einen harten, muskul├Âsen K├Ârperbau. Er war sehr trainiert und im Gegensatz zu Sacha, der von seiner Arbeit trainiert wurde, trainierte Kazrar vermutlich bewusst. ┬╗Wie darf ich dich nennen?┬ź, fragte er vorsichtig. ┬╗Ich stamme aus Saint Aumery, wie dein Sohn. Dann war ich im Waisenhaus in Mancini. Von dort aus kam ich auf See, weil es direkt an der K├╝ste liegt. Sind diese Sch├Ądel da wirklich meine Gro├čeltern?┬ź, fragte er zweifelnd.

Kazrar
"Du nennst mich Kaz. Es ist eine lange Geschichte, aber ich werde sie Dir in K├╝rze berichten. Ich wuchs auf in Arashima. Frostalben t├Âteten meinen Vater, einen Almanen der bei uns in der K├Ąlte lebte. Mein Vater und meine Mutter waren bis zu diesem Tag gl├╝cklich, denn sie liebten einander und sie liebten mich. Das letzte Liebesgeschenk dass mein Vater meiner Mutter und mir machte war Zeit. Zeit in der wir vor den schneewei├čen Feinden fliehen konnten. Und so flohen wir. Durch L├Ąnder, weiter als ein Junge und eine einsame Frau fliehen sollten. Meine Mutter wollte nach Naridien, zu ihren Schwiegereltern. Der Weg war lang, beschwerlich und forderte so manchen Tribut, den ich nicht bereit bin zu erl├Ąutern. Wir erreichten Naridien ein Land voller bunter M├Âglichkeiten, wenn man ├╝ber Geld verf├╝gt. Ohne Geld ist man in Naridien ein Nichts. Der Mensch, die Person, was immer Du bist ist wertlos. Nur darin sind alle Naridier gleich Sacha - in ihrer Wertlosigkeit ohne Rang, Namen, Geld oder Beziehungen. Wir hatten von alle dem nichts. Aber wir fanden meine anderen Gro├čeltern. Hoffnung keimte in uns auf, aber sie starb in dem Moment als man uns die T├╝r vor der Nase zuschlug. Die Arashi-Schlampe die ihren Sohn raubte und deren Bastard wollten die Naridier nicht durchf├╝ttern... die Liebe ihres Sohnes, sein eigen Fleisch und Blut, ihre Schwiegertochter und ihr Enkel... es war ihnen gleich. Wir kamen aus der K├Ąlte, aber bei uns Zuhause war es niemals so kalt, wie an diesem Tag in Naridien in den Herzen dieser beiden Unmenschen. In jener Nacht starb meine Mutter. Wir waren dazu verdammt auf der Stra├če zu leben. In einer schmuddligen Seitengasse wurden wir ├╝berfallen. Man raubte meiner Mutter ihren ├ťberwurf. Sie starb f├╝r einen Fetzen stoff, man t├Âtete sie f├╝r einen alten abgetragenen Mantel. Und da hockte ich, ein kleiner Mischling in keiner Welt Zuhause. Weder in Arashima noch in Naridien, nirgendwo wollte man mich haben. Niemand brauchte mich. Aber eine Frau reichte mir ihre helfende Hand, wie aus dem Nichts. Er war die Baronin und sie geh├Ârte dem Zirkel an. Dort wurde ich aufgenommen. Dort verbrachte ich viele Jahre. Und dort war es, wo ich Archibald von Dornburg kennenlernte und ihm als M├╝ndel, also Auszubildenden zugeteilt wurde. Archibald nahm sich meiner und meiner Ausbildung an. Er war ein Bei├čer, ein Menschenfresser, ein Mann der bewusst jagt, der sich nicht verstellt, der das Gegenteil in der Gesellschaft bildet, die Dein Doc hier darstellt. Dort wo er Leben schenkt, vernichtet Archibald die Schwachen. Er d├╝nnt die Herde aus, damit der Rest daran erstarkt. Archibald gab mir sp├Ąter Arbeit. Und so wurde ich Stabler, also ein Gardist von Dunwin von Hohenfelde. Es war ein gutes Leben, ein wertes Leben. Freiherr Dunwin von Hohenfelde war nicht nur gro├čz├╝gig, sondern auch skrupellos. Wir durften unser Leben weiter leben, jeder erdenklichen Neigung fr├Ânen, sogar mit seinen eigenen S├Âhnen. Und so zeugte ich Tekuro mit einem meiner Spielzeuge. Wohlwissend wer oder was ich bin, gab ich sie frei um ihn zu besch├╝tzen. Es war das einzige Geschenk was ich ihm machen konnte. Die Zeit verging, die Jahreszeiten zogen ins Land und so wie die Jahreszeiten das Anlitz der Welt ver├Ąndern, so ver├Ąnderten die Jahre mich. Ich wurde ├Ąlter, aber niemals verga├č ich meinen Sohn. Er war das erste am Tag woran ich dachte und das Letzte wenn ich einschlief. Trotz dass ich ihn nie im Arm halten durfte, liebte ich ihn. Dann wurde es erneut eisig, denn erneut brach der Winter in meine Welt, aber diesmal in anderer Form. Die Beute lehnte sich gegen den J├Ąger auf, es gibt kein gr├Â├čeres Unrecht. Der Sohn Dunwins, Ansgar, den ich so oft erzogen hatte, dass er es h├Ątte besser wissen m├╝ssen... t├Âtete mich. Und so verlor ich mein Leben und mein Leichnam wurde hinab in die Eingeweide des Herrenhauses der Hohenfelde gebracht. Dort lag ich neben meinem Mann, den sie ebenfalls ermordet hatten. Mein eisiges Grab w├Ąhrte eine Ewigkeit, bis eine Gruppe noch weiter in die Eingeweide des Herrenhauses hinabstieg. Sie betraten das Heiligtum - sie betraten den Tempel der Trinit├Ąt, der ├ältesten. Und sie vernichteten zwei Teile von ihm. Er war eins mit dem Haus, eins mit der Welt, eins mit der Magie und sie sch├Ąndeten ihn. Archibald mein alter Meister hingegen hatte in Souvagne meinen Sohn entdeckt und sich seiner angenommen. So wie es Meister und M├╝ndel einander versprechen. Er hatte Tekuro in das Herrenhaus gef├╝hrt, da dieser nicht nur wissbegierig war, sondern mich auch sehen wollte. In diesem Moment kamen sie mit dem ├ältesten in Kontakt. Archibald nahm den uralten Gott in sich auf um ihm einen neuen Fleischtempel, also einen K├Ârper zu schenken. Der ├älteste beschwor mich als Geist, so dass ich endlich, nach all den Jahren meinem Sohn gegen├╝berstand. Es war das Sch├Ânste Erlebnis, dass ich bis dato hatte.

Kazrar
Und dann, ich konnte mein Gl├╝ck kaum fassen, dann beauftragte der ├älteste auf Bitten meines Sohnes sogar diesen damit, mir einen neuen K├Ârper zu suchen. Ja ich war tot. Ja man hatte mir den Kopf abgeschlagen. Ja ich wurde beschworen und ja man schenkte mir durch g├Âttliche Gnade diesen neuen Leib f├╝r meine Loyalit├Ąt und Treue dem ├ältesten gegen├╝ber. So geschah es Sacha, dass dort mein Kopf in der Kiste ruht. Der Kopf mit dem mich einst meine Mutter gebar. Dieser K├Ârper hier ist ein Geschenk. Und leider habt Ihr jene Wesenheit am Hafen stehen lassen, nicht begreifend, wer und was er ist. Ihr habt den Einfl├╝sterungen dieses verwunschenen und wahnsinnigen Prinzen geglaubt. Jener Person, die sich anma├čen will, einen Gott zu t├Âten! Du bist von unserem Blut Sacha, f├╝hlst Du es? Sp├╝rst Du es? H├Ârst Du es manchmal singen?", fragte Kaz liebevoll.

Sacha Bonnet
Sacha hockte sich vor Kazrar und lauschte verwirrt den Dingen, die er erz├Ąhlte. Derweil hockte Tekuro hinter ihm und tat, als w├╝rde das alles ihn nichts angehen. Sacha verstand es nicht und es machte ihn traurig. Ebenso wenig verstand er seinen Gro├čvater. Es war viel, was dieser Mann erz├Ąhlte. Manche Dinge h├Ârten sich glaubw├╝rdig an, manche wie Erfindungen eines kranken Geistes, vielleicht Tr├Ąume oder Alptr├Ąume geboren aus den Traumata, die er als Kind hatte erleben m├╝ssen. Obgleich Kazrar freundlich schaute, machte er Sacha Angst und Schuld daran trugen nicht nur die Z├Ąhne. ┬╗Ihr esst wirklich Menschen?┬ź, fragte er. ┬╗Warum macht ihr das? Ja, mein Blut singt ... es singt den Gesang der See, den der M├Âwen und des Windes. Es singt das Rauschen in meinen Ohren, wenn ich tauche und alle sonstigen Ger├Ąusche verstummen, wenn die M├Âwen und der Wind und die Wellen schweigen. Was singt dein Blut, Kaz? Singt unser Blut das selbe Lied?┬ź

Kazrar
Kaz strich Sacha ├╝ber die Wange. "Einst vor langer Zeit konnte ich auch den Ruf der See h├Âren. Es ist gut m├Âglich, dass ich ihn heute noch h├Âre, denn ich m├Âchte meinem Sohn unbedingt unsere Heimat zeigen. Unsere Heimat war ein kleines Fischerdorf in dem das Auskommen und die Arbeit hart und die M├Ąnner noch h├Ąrter waren. Aber trotz der eisigen K├Ąlte und der rauen See, waren wir eine Gemeinde voller Herzensw├Ąrme. Jeder Nachbar kannte den anderen und jeder stand f├╝r den anderen ein. So wie bei Euch Eure Mannschaft. Wir waren eine Mannschaft auf dem Lande, deren M├Ąnner der See ihren Lebensunterhalt abtrotzten. Und wenn sie hart genug k├Ąmpften, dann gab die See oft mehr, als man erk├Ąmpft hatte. Mein Vater h├Ârte die See, er wusste wann die Fische bei├čen, er wusste wann er sein Netz im Trocknen liegen lassen konnte. Er verstand die uralte Sprache des Meeres, jene Sprache die keiner Worte bedarf, jene die man tief in der Seele sp├╝rt. Du hast vermutlich diese Gabe von Deinem Urgro├čvater geerbt. Er war ein Almane, ein naridischer Almane, ein Mann wie ein B├Ąr, hart und k├Ąmpferisch wie die See selbst und er liebte sie, so wie Du. Es gab nur eines was er mehr liebte - seine Familie. Es ist in unserem Blut zu jagen. Schau Dich doch um, es gibt Raubfische und es gibt Beutefische. Der Hai hat sich seine Natur nicht ausgesucht, auch nicht der Beutefisch. Wer sind wir, wer bist Du, oder wer w├Ąre ich dar├╝ber zu entscheiden dem Hai seine Beute zu verwehren? Rette ich den Beutefisch stirbt der Hai. Darf ich mir das anma├čen? Nein. Beide haben ihre Daseinsberechtigung Sacha. Nur der Mensch ist nicht bereit und gewillt einzusehen, dass auch f├╝r ihn ein Raubtier, ein Gegenst├╝ck existiert. Und da er alle externen Feinde ausrottete, schuf die Natur interne - jene die so aussehen wie er und die ihn zum Fressen gern haben. Das sind wir - die Bei├čer", erkl├Ąrte Kaz freundlich.

Sacha Bonnet
Sacha zeigte Kazrar die Kette, die er um seinen Hals trug. ┬╗Haiz├Ąhne┬ź, erkl├Ąrte er. ┬╗Vom Makohai. Es gibt auf See Tiere, die jagen Menschen. Dieser hier hatte einen von uns beim Baden geholt und dann holte ich meinerseits den Mistkerl. Hab ihn mit der Bordharpune getroffen. Ich habe lange daf├╝r gebraucht, er war schlau und lie├č sich nicht so leicht k├Âdern. Ich sollte die Jagd eigentlich schon abblasen, weil wir dachten, er sei schon l├Ąngst wieder in seinem nassen Reich verschwunden, aber ich wollte ihn unbedingt erwischen. Wir haben ihn uns schmecken lassen und ich durfte die Z├Ąhne behalten. Ich komme also nach meinem Urgro├čvater? Das w├╝rde erkl├Ąren, warum ich blonde Haare habe und keine schwarzen, so wie du und Tekuro. Wie hie├č der Mann? Und was sind das f├╝r Menschen, die ihr esst? W├╝rdet ihr mich auch essen oder Conni?┬ź, fragte Sacha besorgt.

Kazrar
"Wir verspeisen niemals einen unserer Art, deshalb markieren wir uns, damit wir uns gegenseitig erkennen. Und deshalb schickte ich einst meinen kleinen Tekuro fort, damit ihm kein Leid geschieht. Manchmal ist das gr├Â├čte Liebesgeschenk jemanden gehen lassen Sacha. Und so gab ich Tekuro fort, damit er vor mir sicher ist. Ich wei├č nicht ob ich h├Ątte wiederstehen k├Ânnen. Kann ein ganzer Zirkel wiederstehen? Nein, ich musste ihn fortgeben, bis er alt genug war in den Zirkel zur├╝ckzukehren. Aber als dem so war, war ich bereits tot", sagte Kazrar und bef├╝hlte ehrf├╝rchtig die Kette mit den Haiz├Ąhnen. "Ein J├Ąger der einen anderen J├Ąger get├Âtet hat, eine wahrhaft ehrw├╝rdige Beute und eine Troph├Ąe die Dir die eigenen Z├Ąhne einbringen w├╝rde. Mit einer Harpune, schau an. Ich war nicht dabei, aber ich bin sehr stolz auf Dich. Kannst Du mit der Harpune k├Ąmpfen? Lehrt man Euch dies hier?", fragte Kaz neugierig. "Dein Urgro├čvater hie├č Berengar Chud Sacha, der Mann der das Herz der See in sich trug so wie Du. Du kannst das Netz wie die Harpune werfen und tauchen wie ein Fisch, dass hast Du von ihm", sagte Kaz und dr├╝ckte Sacha lange und fest an sich. "Wie bist Du an Bord dieses Schiffes gekommen? Du bist so jung", freute sich Kaz. "M├Âchtest Du Deinen Sohn nicht in der Familie willkommen hei├čen?", fragte Kazrar Tekuro sanft.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro, der die ganze Zeit mit dem R├╝cken zu Sacha hinter seinem Vater gesessen hatte, drehte sich nun um. Er hockte sich zu ihnen und betrachtete die Halskette, die Kazrar gerade bef├╝hlte. ┬╗Das Baby hat schon seine Z├Ąhne┬ź, murmelte er. ┬╗Aber um den Hals!┬ź Er starrte Sacha an. ┬╗Dein Name, den ich dir als dein Vater gebe, lautet Mako Berengar Chud. Mako wie der Hai, den du get├Âtet hast und Berengar wie dein Urgro├čvater, in dem das Meer sang wie in dir. Du bist mein Sohn, Mako und Kazrars Enkel. Du geh├Ârst zu uns. Du kannst hier auf dem Schiff arbeiten, aber wenn wir es verlassen, wirst du uns begleiten! Du wirst f├╝r immer bei uns sein. Du wirst die Z├Ąhne nicht mehr nur um den Hals tragen, sondern im Gesicht und wirst selbst zu einem Hai, so wie ich zum Skorpion wurde und Kazrar zum Biest.┬ź

Kazrar
Kazrar zog Tekuro in seine Arme. "Redet man so streng mit einem gerade geborenen Bei├čer? Augen ├Âffnen, Herz ├Âffnen, dass ist Dein Kleiner, er hatte vor uns die Z├Ąhne Tekuro, vor uns beiden. Das hei├čt doch was", sagte Kaz und k├╝sste zuerst Tekuro dann Sacha auf die Stirn.

Robere Tekuro Chud-Moreau
┬╗Er darf nicht weggehen┬ź, sprach Tekuro und hielt sich an Kazrar fest. ┬╗Ich bin sein Vater und verbiete es ihm. Er hat Z├Ąhne, weil er es sp├╝rt, dass er zu uns geh├Ârt! Wir m├╝ssen ihn markieren, sicher ist sicher.┬ź

Kazrar
Kaz l├Ąchelte milde. "Er geht nirgendwohin, denn wir bleiben auch hier. Und Du verbietest ihm noch gar nichts. Du lernst den Jungen jetzt erstmal kennen. Dass sagt Dir Dein Vater!", grinste Kaz.

Robere Tekuro Chud-Moreau
┬╗Ich hab ihn l├Ąngst kennengelernt. Ich hab ihm zugeh├Ârt und ihn die ganze Zeit beobachtet. Meinst du, er ist mir egal? Er hat den selben Geschmack wie ich, er wanzt sich an Patti ran. Das ist gut, das darf er. Aber ich wei├č nicht, was ich mit ihm anstellen soll. Das braucht Zeit und die haben wir nicht ewig. Wir m├╝ssen das Schiff irgendwann verlassen, wenn wir nach Arashima wollen. Soll ich ihn hierlassen, ja? Papa, das kannst du nicht ernst meinen! Ich wollte ihn erst nach dir benennen, aber ich habe mich umentschieden. Tanuki wird deinen Namen tragen und Mako den seines Urgro├čvaters, der f├╝r dich starb. Der das Meer liebte wie Mako es nun liebt. Und der auch braunes Haar trug oder blond, je nachdem, wie diese komische Farbe da hei├čt.┬ź

Kazrar
Kaz t├Ątschelte Tekuro beruhigend den Kopf. "Ich bin das Bindeglied zwischen Euch beiden, ich bekomme das schon hin. Sei etwas entspannter und freue Dich doch einfach. Keiner sagt, dass Du ihn zur├╝ckl├Ąsst. Vielleicht mag er mitkommen. Die See kennenlernen, die seine Sehnsucht gebar", sagte Kaz versonnen.

Robere Tekuro Chud-Moreau
┬╗Und wenn nicht?┬ź, rief Tekuro aufgebracht. ┬╗Du hast geh├Ârt, was er zum Menschenfressen sagte! Was, wenn er nicht will?┬ź

Kazrar
Kaz schaute seinen Sohn ernst an. "Warum bist Du so hysterisch? Ruhe in Dir selbst und werde friedlich. Du machst dem Kind Angst, beiden Kindern!", mahnte Kaz.

Robere Tekuro Chud-Moreau
Tekuro atmete durch und lie├č seinen Kopf an seinen Vater sinken. ┬╗Weil ich nicht will, dass er wieder weggeht.┬ź

Kazrar
Kaz sch├╝ttelte den Kopf. "Anders herum bitte. Du m├Âchtest das er bleibt, so sagt man das. Bei der Familie immer positiv denken. Du w├╝nscht Dir das er bleibt. Wir alle w├╝nschen uns dass er bleibt", sagte Kaz und dr├╝ckte Sacha.

Sacha Bonnet
Sacha dr├╝ckte Kazrar zur├╝ck. Mit diesem Mann f├╝hlte er sich verbundener als mit seinem Vater, zumindest im Moment. Aber er hatte schon von vielen geh├Ârt, dass sie eine bessere Beziehung zu ihren Gro├čeltern hatten als zu ihren Eltern. Er hoffte, sein Vater w├╝rde sich vielleicht noch beruhigen, aber momentan machte er ihm tats├Ąchlich Angst, so wie Kazrar es prophezeit hatte. ┬╗Die Reise wird lange dauern. Wir sind meist Wochen und Monate unterwegs. Vielleicht habt ihr dann ja auch genug von mir, denn ich habe keinen Appetit auf Menschen. Ich esse lieber Fisch. Und ich habe mich an Patti nicht rangewanzt, ich wollte mich gern mit ihm anfreunden, weil er in meinem Alter ist und freundlich aussieht. Aber ich verspreche euch, dass wir in Kontakt bleiben, auch wenn ihr nach Arashima geht und ich auf der Choucas bleiben sollte!┬ź

Kazrar
"Du ├Ąnderst vielleicht noch Deine Meinung noch. Denn die Liebe zur See schwemmt auch Neugier in den Geist. Warte ab, lerne uns kennen und h├Âre auf Dein Herz. Danach rede mit Deinem Kapit├Ąn, aber jetzt mach es Dir bei mir gem├╝tlich. Dein Vater ist viel zu aufgeregt um das Treffen richtig genie├čen zu k├Ânnen. Verstehe Tekuro nicht falsch. Er liebt Dich und gerade deshalb ist er so aggressiv. Er k├Ąmpft f├╝r nicht gegen Dich. Macht es Euch gem├╝tlich und Danke f├╝r Eure Hilfe, Eure Unterst├╝tzung und Eure Obhut. Ich glaube Dir, Du bist jung und brauchst Freunde. Wieso nicht Deinen Opa?", grinste Kaz.

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