Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Die Heimkehr und der Rat der 13

Das unterirdische Zwergenreich Niewar liegt unter den Roten Bergen. Mehrere mächtige Festungen sichern die Zugänge. Die Bewohner leben bewusst möglichst isoliert vom Rest Asamuras. Festung Dunkelbruch fiel in die Hände des Chaos, doch der Wille der Zwerge ist ungebrochen.
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Skaldor Dunkelerz
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Die Heimkehr und der Rat der 13

#1

Beitrag von Skaldor Dunkelerz » Do 10. Mai 2018, 13:44

Sie ritten eine Nacht und den darauffolgenden Tag durch, sie machten zwar Pausen doch waren die kurz und nicht von erholsamer Dauer. Die Zerstörung in der hohen Mark war allgegenwärtig überall waren zerstörte Fuhrwerke und Häuser zu sehen, doch sah man hier und da auch Menschen die sich an den Wiederaufbau machten und die Trümmer weg schafften und ihre Verluste beisetzten. Es gab viele Blicke der Missgunst für die Zwerge hier und da wurde ihnen auch zugerufen diesen Krieg verloren zu haben, damit sie fein raus waren. Diese Einstellung war verständlich ebenso verletzend die Zwerge waren doch für den einfachen Mann oder die einfache Frau, offenkundig die Schuldigen doch war da nicht auch ein Fünkchen Wahrheit dran? Hätten sie den Krieg gewonnen dann wäre ihnen alles erspart geblieben, doch das war wohl nun Geschichte und wie man nur zu gut wusste war die Geschichte nie zu ändern.

Gegen Nachmittag des zweiten Tages kam das Gebirge endlich in Sicht. Sie blieben auf dem Weg der direkt zu Zwergenpforte Silberhein führte und wurden dort auch, freundlich empfangen. Der Kommandant der sie verabschiedet hatte, war recht froh seinen König wohl auf zu sehen. Die Folgen des Krieges sowie der Befehl alle Pforten auszubauen hatte auch diese erreicht. Man sah Steinmetze die, die ganze Zeit daran arbeiteten diese Feste noch wehrhafter zu machen als sie es ohnehin schon war. "Sehr gut, wir dürfen keine weitere Pforte verlieren" sagte Skaldor zu ihm und sie ritten weiter gen Niewar.

Der Stollen den sie entlang ritten war an den Wänden voll mit zwergischen Runen, hier und dort stand ein Wegweiser ebenso mit Runen beschriftet. Diese Stollen fungieren als Straßen und sind ebenso gepflastert man merkte wie die Anspannung von einem wich desto tiefer sie ins Zwergenreich vor stießen. Nach einer letzten Kurve war es endlich soweit, sie kamen an einer Art Podest heraus von dem man aus die Hauptstadt sah. Niewar lag direkt vor ihnen, riesig und imposant, man sah Rauchschaden hinaufsteigen das musste von den zahlreichen Schmieden der Fall sein ebenso hörte man den klirrenden Klang von Hämmern die auf Stahl oder Ambossen schlugen. Ebenso sah man die Stadtmauern und die Brücken die von der Stadt weg führten und mehrere Übergänge über den Graben schufen. An dem Graben selbst sah man Konstruktionen wie Fahrstühle die mit klirrenden Ketten bedient wurden, um Zwerge in die Tiefe zu befördern, ebenso sah man an den Wänden Wege die in den Stein hinein geschlagen wurden, damit es auch die Zwerge etwas einfacher haben in höhere Ebenen vorzudringen.

Das Kronjuwel jedoch war der große Kristall der direkt über der Stadt hing, dieser sorgte für das Licht in der Haupthöhle. Diese Haupthöhle war die größte die es in dem Zwergenreich gab und wurde gestützt, von den acht Säulen des Clawis. Auf jeder einzelnen war der Gott und Erschaffer der Zwerge zu sehen, auf jeder in einer anderen Pose. Auf einer holte er mit einem gigantischem Hammer aus, auf der anderen schaute er glücklich zu seinen Geschöpfen herab und lächelte sichtlich. "Endlich wieder Zuhause" sprach Skaldor sichtlich ergriffen, dann gab er seinem Widder die Zügel und sie ritten hinab zum einem der Haupttore. Ein Ausguck auf der Mauer erkante ihn und rief "der König ist zurück!" doch als sie das Tor erreichten und durch dieses in die Stadt ritten war der Empfang alles andere als glücklich.

Überall war der Tod, man sah wie Fuhrwagen mit den Soldaten beladen wurden, die in Dunkelbruch ihr Leben gelassen hatten. Es gab mehrere solcher Höhlen wie die Hauptstadt in der Niewar erbaut worden war, dadurch gab es auch mehr Städte auch wenn diese kleiner waren als Niewar selbst. Doch waren die Soldaten nicht alle aus der Hauptstadt, also wurden sie auch nicht hier bei gesetzt. Es war in den meisten Fällen so das fast jede Zwergenpforte eine Stadt direkt unter oder hinter sich hatte. Das bildete bei Dunkelbruch eine Ausnahme, diese lag strategisch einfach nur nah an der Hauptstadt, doch wie zum Beispiel Dunkelerz oder Silberhein gab es kleinere Höhlen die ebenso Städte innewohnten. Doch viele aus Dunkelbruch wohnten in der Hauptstadt, da der erste Ring von Niewar aus Häusern bestand wo die Zwerge lebten sah man auch hier, viele Familien trauern und den König mit schmerzenden Blicken anschauten als er langsam durch die Straßen ritt.

"Mein König wir können auch schneller reiten" sprach einer der Soldaten ihn an, doch der König hob die Hand und seine Miene war zu Stein geworden "nein, ich muss das hier erleben was wäre ich für ein König wenn ich nicht mit meinem Volk fühlen könnte". Sie ritten langsam in den zweiten Ring der Stadt und direkt auf die Festung zu, die so erbaut worden war das sie genau in der Mitte der acht Säulen lag. Diese Festung wurde als erstes erbaut von den Zwergen danach kam alles andere. Die Stufen hinauf zum Tor war ebenso viele und er schritt sie mit seinem Berater Greifenfeder hinauf, die Soldaten kümmerten sich um die Widder. Als sie die Festung betraten wurde es still um sie, sie schritten durch zahllose Gänge und immer wieder kam eine Treppe die hinauf stiegen niemals hinab.

Die Türen die sich nun vor ihm befanden waren geschlossen und dahinter hörte man wilde Rufe durcheinander brüllen, es wurden Anschuldigungen gemacht und hier und da war ein altzwergischer Fluch zu hören. Als die Türen auf gingen und Skaldor eintrat sah er, die 13 Zwerge die den Rat bildeten. Sie waren offenkundig dabei lautstark zu diskutieren und hielten ein als sie ihn sahen. Der Gang des Königs war geradlinig und er schritt auf seinen Thron zu der reich an Verzierungen war, als er sich setzte nahm er die Krone des Königs und setzte sie sich auf. Jeder einzelne Zwerg des Rates setzte sich ebenfalls die Tische der Mitglieder waren wie ein Halbkreis geformt, der Thron stand quasi an ihrer Stirnseite so das er ihnen quasi gegenüber saß.

Für einen Moment war es ruhig im Saal geworden, man hätte eine Nadel fallen hören können. Wenn man wollte gab es sogar de wunderschönen Ausblick auf die Hauptstadt den sie waren, in dem höchsten Raum der Festung. "Mein König was konntet ihr mit den anderen Repräsentanten der anderen Fraktionen erreichen?" fragte, der Steinmetzmeister direkt heraus. "Wir haben Frieden geschlossen, wir werden von nun an mit diesen Völkern keinen Krieg mehr führen".

Der Kriegsmeister stand auf und lachte laut auf, er war zwar in die Jahre gekommen und hier und da waren seine schwarzen Haare von silbernen Strähnen durchzogen doch, war er ein Sinnbild für zwergische Krieger. "Wollt ihr uns auf den Arm nehmen?! Ihr habt es einfach so hingenommen das wir Dunkelbruch verloren haben?! Eine der stärksten und ältesten Festungen die aus der alten Zeit noch übrig ist?! Darüber hinaus habt ihr mit diesem Abschaum aus Alkena und diesem Ziegenficker Tarkan Frieden geschlossen?!" als er diese mehr Anschuldigungen als Fragen gestellt hatte spuckte er aus und erntete dabei auch noch Beifall von vielen Zwergen.

Ein anderer Meister stand auf es war der Gold- Silberschmiedmeister "unser König hat in unserem Sinne gehandelt, wir müssen ab jetzt an uns denken, unsere Grenzen sichern und den Zugang zur Festung Dunkelbruch versiegeln und dafür sorgen das, sie niemals diesen wieder frei legen können!".

Der König mischte sich erneut ein "wir waren der Schild der Almanien schützte doch, dieses Reich gibt es nicht mehr länger, die Menschen können sich selbst schützen und das tun sie unter äußerst fähigen Herrschern! Also ja Kriegsmeister ich habe Frieden geschlossen und mein Wort ist Gesetz! Auch für euch!" doch der Kriegsmeister dachte erst gar nicht daran jetzt klein bei zu geben. "Wir können euch absetzen! Vergesst das nicht König! Wir müssen diese Festung zurück fordern mit allem was wir haben!".

Auch bei diesem Satz erntete er Beifall und der König erschrak wie viele Zwerge diesem Aufruf auch noch folgen wollten. Er schenkte Golir einen Blick das er doch auch etwas sagen sollte, doch der Gießermeister mischte sich ein. "Was ist mit Eisenhand?! Er war dort soll er uns etwas darüber berichten schließlich war er dort, los Eisenhand! Tretet ein!" es war ein abgekartetes Spiel sie hatten das geplant. Die Nebentür ging auf und erneut wurde es still, im Saal. Alle Augen waren auf den Eingang gerichtet und aus dem dunkeln schritt eine Gestalt herein, es war Barlok Eisenhand und er sah nicht müde aus sondern, war die Ruhe selbst. Was würde er wohl sagen? Würde er für oder gegen die Zurückforderung für Dunkelbruch sein?

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Golir Greifenfeder
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Re: Die Heimkehr und der Rat der 13

#2

Beitrag von Golir Greifenfeder » Sa 26. Mai 2018, 13:55

Golir betrat kurz nach seinem König den Saal des Rates. Er ging raschen Schrittes zum Tisch der dem Afteraktmeister galt. Er war verziert mit einem Kreis in dem zwei Dreiecke in einander verschlungen lagen. Der Kreis wurde umschlossen von verschieden Runen. Der amtierende Artefaktmeister Golir nickte seiner Vertretung kurz zu und nahm dessen Platz ein.

Nach den Sticheleien des Kriegsmeister seufzte er, es war genau wie er es hatte kommen sehen.
Greifenfeder erhob sich und begann mit kräftiger Stimme zu sprechen.

„IHR NARREN.....glaubt ihr wir könnten tatsächlich die Feste wieder zurückerobern?. Wir könnten unsere ganze Armee dort hin schicken, ja. Vermutlich wäre Dunkelbruch wieder in unserem Besitz.
Aber zu welchem Preis Frage ich euch...,“ Golir schaute ernst die anderen Mitglieder des Rates an.

„Wir hätten weitere hohe Verluste zu beklagen und würden andere Festen empfindlich schwächen. Wir würden riskieren das eine andere fällt und sogar die Stadt dahinter. WOLLT IHR DASS?“
Der Artefaktmeister hämmerte auf den Tisch.

Golir senke seine Stimme wieder etwas:
„Der Friedensvertrag hilft uns. Die Menschen werden uns helfen wenn er von den Rakshaner gebrochen werden sollte. Wir haben Dunkelbruch verloren....Aber etwas anderes bekommen, Partner. Den Dunkelbruch hat uns gezeigt. Alleine werden wir nicht bestehen.“

Mit diesen Worten setzte sich der Artefaktmeister wieder und blickte zu Eisenhand der eintratt.

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Barlok Eisenhand

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Re: Die Heimkehr und der Rat der 13

#3

Beitrag von Barlok Eisenhand » Di 29. Mai 2018, 13:51

Der gesamte Rat war versammelt ebenso der König war zugegen jeder der wichtig war und was zu sagen hatte, war in dem Saal. Der Meister der Artefaktmagie hatte gerade seine Meinung zum besten gegeben, doch die Erfahrungen aus der Schlacht gegen Tarkan hatte keiner von ihnen, den niemand war dort als es passierte. Außer Er selbst, als Barlok eintrat erinnerte er sich daran. Wie die Reste der Armee die in Dunkelbruch war, wieder nach Niewar zurück verlegt wurde. Viele Tote waren zu beklagen und noch höher die Zahl derjenigen die man gar nicht mehr gefunden hatte da sie von Ghulen zerfetzt oder von Magiern für ihre Zwecke entfremdet wurden um das Böse zu stärken.

Die Bevölkerung war entsetzt doch sinnten viele im Volk auf Rache, die Zwerge waren ein Volk das nicht so schnell etwas vergessen würde. In diesem Fall wollten sie Tarkan hängen sehen, oder verfaulen in einem der dunklen Verließe die es in dem Zwergenreich zur genüge gab. Doch wurde nichts unternommen, der König war im Süden bei den Verhandlungen, es wurde abgewartet bis er zurück kehrte und nun saß er wieder hier. Auf seinem schicken Thron und herrschte das was der Rat durcheinander brüllte hatte auch vieles für sich, sowohl die eine als auch die andere Sichtweise.

Der Moment war gekommen der General Eisenhand betrat den Saal. Es war auf einmal still geworden und niemand sagte auch nur ein Wort. Barlok selbst sah mitgenommen aus, die Spuren der Schlachten sah man ihm noch deutlich an. Sein Blick hatte etwas bösartiges und sogar etwas fremdes, er schritt soweit vor das er vor dem Thron stehen blieb. Der Rat saß an ihren Tischen und er stand quasi in der Mitte des Kreises, er sprach kein Wort und vor ihm tat es ebenso niemand.

Die Spannung in dem Saal war fast greifbar, doch letzten Endes brach Eisenhand diese Ruhe. "Nun" begann er ruhig und mit fester Stimme. "Diesen Krieg haben wir verloren, daran gibt es nichts auszusetzen".

"Wir haben zudem unsere Feste verloren" fügte er hinzu, er blickte in die Runde und fuhr fort "wir haben uns in unser Reich zurück gezogen um was zu tun?! Das ist es doch was jetzt hier besprochen wird oder etwa nicht?!". Der Tonfall des Generals wurde lauter und wütender "wir haben die Menschen bisher immer verteidigt! Die Feste Dunkelbruch galt mehrere Jahrhunderte als Auge des Nordens und gegen das Chaos schon immer war dem so!".

Er erntete Beifall von vielen aus dem Rat im Sinne von Zurufen und dem Klopfen der Stiefel auf den Boden. "Doch jetzt stehen wir da wie die letzten Narren!" er schaute den König erneut an ebenso Golir "ihr habt Frieden mit den Menschen geschlossen, ihr habt jedoch genauso gut mit Tarkan verhandelt ebenso wie ich es tat zum wohle unseres Volkes!" er schaute den Rat an ebenso den Kriegsmeister. "Was wir nun entscheiden müssen ist ob wir die Feste zurück holen die uns genommen wurde, oder ob wir gegen wen anders in die Schlacht ziehen, doch all das würde uns weitere Söhne kosten, die Clawis beweinen würde sollten sie fallen" er schlug mit der Hand auf den Tisch an dem die Mitglieder saßen und brüllte "und sie werden fallen!!!!".

"Der König hat entschieden wir haben Frieden mit allen Nachbarn unseres Reiches! Diesen sollten wir nutzen um uns von den Wunden des Krieges zu erholen, wir sollten unsere Toten mit Würde bestatten, ebenso sollten wir die Pforten verstärken doch wenn ich es mir recht überlege sollten wir sie, vielleicht versiegeln!". Das hatte noch nie jemand vorgeschlagen und in Eisenhands Augen lag eine Spur von Wahnsinn, er schaute wütend zu Golir. "Die Menschen haben uns im letzten Krieg nicht unterstützt! Die Armee der Hohe Mark hat nichts getan ebenso die der Lichtalben oder gar der Goblins! Dieser Duc oder was auch immer er für ein Amt inne hat, hat uns nicht unterstützt!".

"Souvagne ist nicht der Feind von Niewar doch Freunde sind sie auch nicht, diese Menschen denken an sich wir haben im letzten Krieg versucht nicht nur an uns zu denken, doch das war ein Fehler!". "Ich schlage vor unsere Pforten zu befestigen oder sie gar zu versiegeln die Menschen wollen uns nicht! Da sie im letzten Krieg nicht an unserer Seite gekämpft haben brauchen wir sie auch nicht mehr!". Eine beachtliche Anzahl der Zwerge standen auf und jubelten Eisenhand zu, die anderen jedoch blieben sitzen und schwiegen. Es zeichnete sich ein Bild ab was äußerst beunruhigend war, der König Skaldor Dunkelerz auf der einen Seite zu seiner rechten sein Berater mit weiteren Mitglieder des Rates. Auf der anderen Seite Barlok Eisenhand der viele Fürsprecher hatte ganz vorn mit dabei der Kriegsmeister der bereits weitere Projekte in der Zukunft sah.

Das war eine Richtung die nichts gutes verheißen würde.

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Golir Greifenfeder
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Re: Die Heimkehr und der Rat der 13

#4

Beitrag von Golir Greifenfeder » So 3. Jun 2018, 19:08

Der alte Zwerg konnte bei so viel Engstirnigkeit nur den Kopf schütteln.
Er fragte sich ob die Brutalität der Schlacht und die vielen toten Eisenhand den Verstand gekostet haben. Viele im Rat schienen ihm aber mit Applaus recht zu geben. Wie Golir fürchtete waren sie der Vernunft nicht mehr sehr zugänglich. Er seufzte es gab für das Zwergenvolk nun endlich die Möglichkeit mit anderen zusammen zu arbeiten und nun scheiterte es am stolz und Sturheit einiger.

Der Afteraktmagier fragte sich ob sie mit dieser Wahl nicht den Untergang von ihnen auf lange Sicht heraufbeschwören würden. Ein Szenario das er sich an dieser Stelle ausmalen musste war Bürgerkrieg unter den Zwergen. Golir unternahm einen letzten Anlauf die Lage noch etwas zu retten:

„Ja ihr habt recht die Menschen sind uns nicht zu Hilfe gekommen. Aber, haben wir überhaupt nach ihrer Hilfe erfragt Eisenhand? Oder waren wir einfach zu stolz. Hätten wir ihre Hilfe überhaupt akzeptiert frage ich euch? Es ist einfach den Sündenbock bei jemanden anderen zu suchen und sich zu verkriechen wie ihr es vorschlägt. Das ist aber nach meiner Auffassung das verhalten eines Feiglings und nicht eines stolzen Kriegers. Das zurückziehen in unser unterirdisches Reich ist meiner Meinung nach nur ein langsamer Untergang unseres Volkes. Wenn ihr das nicht alle seht....habe ich eure Intelligenz wohl überschätzt.“

Es waren harte und auch beleidigende Worte in die Richtung von Eisenhand. Aber Golir sah nur in dem Angriff an Barlocks Ehre noch eine Möglichkeit sie zur Vernunft zu bringen.

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Re: Die Heimkehr und der Rat der 13

#5

Beitrag von Skaldor Dunkelerz » Sa 16. Jun 2018, 18:04

"Genug es reicht!" meldete sich nun der König selbst zu Wort. Die Worte von Golir hatte dennoch ihre Wirkung nicht verfehlt, der Ausdruck in dem Gesicht von Eisenhand wurde ruhiger und er schien darüber nachzudenken. "Wir haben alle viel verloren doch wir werden, noch mehr verlieren wenn wir uns jetzt und hier entzweien, wir müssen jetzt mehr den je zusammen stehen!". Skaldor stand auf und trat genau zwischen die Fronten die sich in der hitzigen Debatte gebildete hatte und sprach fordernd weiter. "Unser Volk erwartet eine Entscheidung doch diese wurde bereits getroffen, wir können Dunkelbruch zurück fordern doch, habe ich zum Wohle unseres Volkes gehandelt ebenso wie ihr Eisenhand, wir werden Dunkelbruch daher nicht erneut angreifen!".

"Was jetzt wichtig ist, sind unsere Beziehungen zu unseren Nachbarn an der Oberfläche ebenso, ist es unsere Aufgabe unsere Pforten zu verstärken". Auf dem Boden des Saales war Niewar abgebildet mit jeder Pforte und jeder Stadt die dahinter war. "Wir müssen unsere Städte schützen Dunkelbruch war die Pforte die unsere Hauptstadt am nächsten liegt! Nun müssen wir unser Augenmerk auch auf die weit entfernten legen zum Beispiel Bartglanz und Felsblut im Südosten". Er zeigte auf die beiden Pforten im Osten "ebenso wie unsere beiden Pforten im Osten dunkelerz und Schimmerstein" es waren die Pforten die weit im Osten lagen, die Schimmersteiner waren für ihr gutes Handwerk bekannt doch waren sie auch eigen, dennoch gehörten sie dazu. Die Zwerge die aus Dunkelerz kamen waren für ihren Stolz und ihre Sturheit unter den Zwergen berüchtigt. Skaldor selbst entstammte diesem Clan was sein Name offensichtlich machte, doch war er nicht ganz so starrköpfig wie seine Verwandten, was die jüngsten Ereignisse bewiesen. "Zu guter letzt haben wir noch unsere Pforten Turzwacht und Silberhöhe, diese sind jedoch in jüngster Vergangenheit verstärkt worden mir wurde versichert das Souvagne ein wachsames Auge auf, die Einwanderer hat die gen Süden ziehen".

Man merkte es förmlich das die Spannung im gesamten Saal etwas weniger wurde, dennoch waren manche aus dem Rat nicht zufrieden. "Wir sollen also nichts tun?!" sprach einer wütender drein als vielleicht beabsichtigt. "Das habe ich nicht gesagt!" donnerte Skaldor "wir werden, unsere Städte sichern und weitere Bündnisse schließen damit wir nicht noch eine Stadt oder Pforte verlieren! Das Volk darf den Glauben in uns nicht verlieren!". Die Strategie des König war es ihre Städte zu sichern und sich von diesem Krieg zu erholen, das Volk hatte am meisten gelitten doch eine weitere Stadt zu verlieren, würde das Volk vielleicht ins Chaos stürzen und der einzige der sein Veto dagegen einlegte war der König. Doch hatte der Rat der 13 die Macht ihn abzusetzen, mit der Mehrheit und diese war in diesem Moment nicht gegeben.

"Wir entsenden einfach Abgesandte in die Städte um uns zu vergewissern das, unsere Befehle durchgesetzt werden?" fragte Barlok Eisenhand skeptisch jedoch auch interessiert. "Genauso ist es General" pflichtete ihn der König bei. Eisenhand dachte einen Moment nach ehe er sagte "nun gut, ich stimme dem König zu wer ist dafür? Ich bin es Aye! Für das Wohl unsere Volkes!" viele stimmten mit einem lautem "Aye" mit ein. Der Kriegsmeister gab sich einen Ruck "wenn es der Wille des Rates und unseres Königs ist! Aye! Verflucht nochmal!".

Nach langer Zeit war sich der Rat endlich wieder einig, es wurde ausgewählt wer wohin gehen würde. Der König sowie Golir würden nach Turzwacht und Silberhöhe gehen um dort nach dem rechten zu sehen. Diesen Moment würden sie nutzen um gleich nach Souvagne zu ziehen um mit dem Duc weitere Bündnisse zu schließen sofern Souvagne dafür offen war. Der Kriegsmeister sowie der Baumeister würden nach Schimmerstein und Dunkelerz ziehen, der Baumeister musste sich vergewissern was für Arbeiten an diesen Pforten vorgenommen werden mussten, denn diese zählten mit Dunkelbruch zu den ältesten jedoch auch massivsten Festungen im gesamten Zwergenreich. Zu guter letzt würde Barlok Eisenhand gen Südosten ziehen um sich mit den Festungen Felsblut und Bartglanz auseinander zu setzen. Dazu kam noch der Befehl an Eisenhand mit den Counts von Ledwick zu verhandeln, sollten diese Verhandlungen gut ausgehen hatte er die Order nach Ehveros weiter zu ziehen um dort ebenfalls seine Interessen zu vertreten.

Der gesamte Rat würde also nicht die Hauptstadt verlassen, doch das war auch genauso gewollt. Als die verschiedenen Mitglieder den Saal verließen blieben nur, sein Berater Golir und er zurück. Schweren Hauptes sank Skaldor auf dem Thron nieder "das war noch einmal knapp was alter Freund?" sprach er sichtlich erschöpft. Gerade so konnte eine Spaltung des Zwergenvolkes verhindert werden, jeder Abgesandte würde natürlich eine stattliche Anzahl an Kriegern zum Schutze mit bekommen soviel war klar.

"Wer hätte gedacht das wir den Duc sobald wieder sehen würden?" sprach er grinsend zu Golir.

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Re: Die Heimkehr und der Rat der 13

#6

Beitrag von Golir Greifenfeder » So 17. Jun 2018, 20:18

Golir seufzte.
Auch er setzte sich erschöpft auf seinen Platz. Er sprach mit einer etwas kraftlosen Stimme:
„Ja,....fast schon zu knapp für meinen Geschmack. Ich bin froh das meine und eure Worte etwas bei diesen Sturköpfen gebracht haben. Allerdings fürchte ich das es nur eine Frage der Zeit ist bis wir wieder an diesen Punkt stehen. Deswegen muss unsere diplomatische Mission und die der anderen ein Erfolg werden. Nächstes mal halten wir sie nicht mehr so einfach auf.“
Der Artefaktmagier trank einen Schluck aus seinem Becher. Es tat seinem Durst gut aber auch seiner Stimme.
„Keiner von uns, er vermutlich genauso wenig. Aber es ist notwendig. Ansonsten droht uns ein Bürgerkrieg wohl möglich. Werden wir dem Duc diese Tatsache mitteilen?,“
Golir lächelte leicht und schüttelte dann den Kopf,“ Nein besser nicht.“

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Re: Die Heimkehr und der Rat der 13

#7

Beitrag von Skaldor Dunkelerz » Mo 2. Jul 2018, 20:16

Skaldor lachte auf "nein um Clawis Willen der Duc und auch sonst keiner, soll erfahren wie es um die Einigkeit hier steht". Er hielt es für besser es könnte dir Zwerge schwach erscheinen lassen und das wollte er nicht riskieren, dazu kommt noch das der Duc ein Mann war mit dem man reden und verhandeln konnte. "Mein Bestreben ist eine friedliche Zukunft und Bündnisse von denen beide Völker was haben, vielleicht haben wir die Möglichkeit Beistandsbündnisse zu schließen". Sicher waren die Zeiten nicht, sicher sie hatten Frieden geschlossen aber es hatte nicht viel gefehlt und Tarkans Kopf wäre gerollt, doch Greifenfeder hatte seinen Posten als Berater des Königs aus dem Rat mehr als gut ausgeführt. Somit war ein Friedensvertrag unterzeichnet worden, doch mehr nicht. Das reichte für den Moment aus, doch was würde alles in der Zukunft auf sie zukommen? Er musste nun die Weichen stellen um einen erneuten Krieg zu verhindern, selbst wenn es einen Krieg geben würde, dann sollte kein Volk und erst recht nicht die Zwerge alleine da stehen um zu kämpfen.

Sie verließen die Zitadelle und sie sahen die acht Säulen des Clawis vor sich, die riesige Halle in der ihre Haupstadt errichtet worden war vor vielen Jahrhunderten. Man spürte die Jahre in der Stadt es war ein ehrfürchtiger Anblick, der König schoss eine Träne ins Auge auch wenn die Zeiten nie gut für die Zwerge standen, war diese Stadt doch das Herzes des Zwergenreiches. Sie ist sozusagen das Erbe der Zwerge ihre Heimat und der Ursprung allen Reichtums in ganz Niewar, egal in welcher Stadt der Zwerge man war. Hier wurde das meiste Erz geschürft die edelsten Diamanten gewonnen und noch vieles mehr.

Man sah viele Zwerge ihre täglichen Erledigungen nachgehen, viele verneigten sich vor dem König doch manche nickten nur da sie in Eile waren. Die Zeremonien um die Toten wurden bereits vollzogen, doch war auch noch hier die Trauer deutlich zu sehen und auch zu spüren. Der Tempel des Clawis war sein Ziel, ebenso wie Niewar selbst war der Eingang mit acht Säulen besäumt die jede, auf einer anderen Art Clawis selbst zeigte. Golir und er schritten an Wachen vorbei die sofort Haltung annahmen, als sie hinein schritten staunte der König jedes mal aufs neue. In der Kathedrale selbst war der gesamte Boden ausgelegt mit dem edelsten Marmor den die Zwerge im Stande waren aufzubereiten, es gab selbst hier Säulen die mit Gold verziert waren und überall waren Runenzeichen der Zwerge zu finden. An der Decke waren Muster angebracht die, den Gott selbst zeigten dieses Muster bestand aus Diamanten und zeigte den Gott wohlwollend lächelnd zu ihnen hinunter blicken.

Sie schritten einen Gang hinunter der von Bänken zur ihrer rechten und linken aufgereiht waren. Hier und dort sah man Zwerge sitzen und Gebete an den Gott ihres Volkes beten, am Ende des Ganges stand ein Altar der so alt wie Niewar selbst war. Es war der Clawisaltar er war aus purem Granit, vor ihm stand ein Zwerg in einer Robe gewandt die ebenso grau war und mit reichlich Runen verziert. Ein Mann des Glaubens der Zwerge sozusagen, er betete offenbar doch drehte er sich herum und schaute den König und Greifenfeder an. "Mein König seid gegrüßt, Golir Greifenfeder Clawis sei mit euch" gab er kund und verbeugte sich kurz, es war ein alter Zwerg das sah man deutlich an seiner mit der Zeit gebrechlichen Haltung und deutlich dünner werdendem Körper. "Sei gegrüßt Belegar mein alter Freund" sprach Skaldor höflich und fügte hinzu "haben wir alle Toten in würde bestatten können?" er wollte sich vergewissern das alles, den richtigen Weg nahm. "Ja mein König sie sind bereits auf dem Weg in die ewige Halle des Clawis der sie, gewiss dort freudig empfangen wird, schließlich haben sie in seinem Namen gefochten" sprach der alte Zwerg freudig aus.

Bei den Zwergen war die Bestattung immer eine Sache des Standes im Volk selbst, viele hohe Clans hatten Grüfte in denen ihre Toten beigesetzt wurden. Doch die Clanlosen Zwerge die es deutlich öfters gab, wurden auf Friedhöfen beigesetzt die tief unter der Erde lagen. Sie wurden in Sarkophagen beigesetzt, damit sie sich gleich nach dem Begräbnis, sich auf machen konnten, um in die ewige Halle des Clawis Einzug halten konnten. "Sehr gut wir brechen sogleich auf um nach Souvagne zu reisen, ich wollte mich nur vergewissern das es keine Probleme in dieser Hinsicht gab" die Ahnen und die Toten zu ehren war für sein Volk äußerst wichtig. Belegar nickte langsam und fügte hinzu "mein König, ich bitte euch gebt auf euch acht, diese Menschen sind anders als wir, es ist ein junges Volk das man nicht so leicht unterschätzen darf" der alte fügte hinzu "geht in Frieden und Clawis sei mit euch König Dunkelerz". Daraufhin verließen Skaldor und Golir den Tempel, sie wurden bereits von zwei Widderreiter Empfangen die noch zwei Tiere mit sich führten. "Wir reisen zu der Pforte Silberhöhe von dort aus, ohne Eskorte" der König wollte kein Misstrauen sähen indem er erneut mit einer Streitmacht, vor der Grenze Souvagnes stand.

Als sie auf dem Plateau standen von dem man aus, die gesamte Stadt sah blickte er erneut zurück. "Sobald ich zurück bin, werden wir mehr als nur Frieden haben" flüsterte er ehrfürchtig. Skaldor wollte der König sein, der für sein Volk einstand und es in die Zukunft führte die sich für die richtige erwies. Gegen jeden Protest des Kommandanten der Pforte verließen sie, nur zu zweit und ohne jegliche Eskorte das Gebirge und hielten auf Souvagne zu. Die Worte des Kommandanten waren noch deutlich in seinem Gedächtnis verankert. "Mein König die Menschen beobachten uns, das ist mir nicht geheuer Frieden hin oder her! Verzeiht mir aber sie, denken wir würden es nicht mit bekommen. Gut sie bewegen sich wirklich flink und geben sich mühe dennoch, wir sind hier im Gebirge Zuhause und das macht uns alle hier langsam etwas nervös!" der Kommandant hatte recht das war, in der Tat beunruhigend.

Nach einer Tagesreise kamen sie an der Grenze zu Souvagne an, er hoffte inständig das man ihn erkannte, doch rief er dem Grenzposten zu. "Mein Name ist König Skaldor König von Niewar, ich bin hier da ich ein Anliegen habe an euren Herscher bitte richtet ihm aus das wir hier sind".

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