Herkunft und Bedeutung von Ländernamen
(noch in Arbeit)
Almanien
- al = alle
- man = Mensch
- Alamani = alle Menschen
- Almanien = Land aller Menschen
Der Name dieses Landes ist wohl jenes, das auf die längste Geschichte zurückblicken kann. Die sprachlichen Ursprünge sind schon lange vergessen, denn die Sternenreisenden brachten ihn von ihrer Heimatwelt mit. Die Alamannen waren auf der Erde ein Stamm, der sich aus Menschen zusammensetzte, die während kriegerischer Auseinandersetzungen versprengt worden waren. In diesem neuen Stamm waren "alle Menschen" willkommen, egal, welchem Stamm sie vorher angehört hatten. Als das Sternenschiff Menkalinan bemannt wurde, wählte die Besatzung demokratisch (aber keineswegs einstimmig) diese historische Eigenbezeichnung, um auf dem Zielplaneten nicht nur als "Menschen", sondern als Volk zu siedeln, das sich von seinen alten Staatsangehörigkeiten auf der Erde lösen wollte.
Naridien
- nari = frei
- (d)ia = Volk, das Fugen-d wird eingefügt, wenn der Präfix auf einen Vokal endet
- -ier = Suffix mit der Bedeutung "Mitglied des Volkes"
- -ien = Suffix mit der Bedeutung "Land des Volkes"
- Naridien = Land des freien Volkes
Nicht alle Besatzungsmitglieder des Sternenschiffs waren mit den Ideen der Almanen einverstanden, die eine feudale Gesellschaftsordnung unter der Herrschaft des früheren Raumschiffkapitäns und seiner Offiziere anstrebten. Sie sollten gemäß der Almanen künftig als König und sein Adel auftreten. Die Opposition hingegen setzte sich ausschließlich aus den Mannschaftsdienstgraden zusammen. Sie wählten die Eigenbezeichnung Naridier, "Freies Volk", und gingen nach der Landung ihrer eigenen Wege. Wenn Naridien sich heute als "Freie Republik Naridien" bezeichnet, ist das also eine inhaltliche Dopplung.
Rakarien
Name des Landes
- rak = wild, chaotisch
- Rakarien = Wildes Land, Land des Chaos
- Rakshanien = Land der Wilden Söhne und Töchter, auch: Land der Söhne und Töchter des Chaos
Name der Einwohner
- Shan / Shani = Sohn / Tochter
- Rakshan = Wilder Sohn, auch: Sohn des Chaos
- Rakshani = Wilde Tochter, auch: Tochter des Chaos
Neben den Almanen und Naridiern, die eine organisierte Gesellschaftsordnung anstrebten, gab es auch Besatzungsmitlieder, die sich überhaupt keiner Herrschaft beugen wollten. Sie wollten frei von einer Regierung leben, frei von Zwängen, und ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen. Diese Menschen verteilten sich in den heißen, trockenen Regionen von Asamura, wo sie nomadisch lebten und Familien gründeten, aus denen mit der Zeit Stammesgemeinschaften hervorgingen. Sie nannten die Region, die ausdrücklich kein Staat sein sollte, Rakarien - Wildes Land oder Land des Chaos. Gelegentlich wird es auch Rakshanien genannt, Land der Wilden Söhne und Töchter, doch das ist eine Fremdzuschreibung anderer Völker. Sie selbst nennen es nur Rakarien.
Besonderheit
Die Menschen von Rakarien haben eine Eigenbezeichnung gewählt, die sich von denen anderer Menschenvölker bewusst abhebt. Die Einwohner von Rakarien nennen sich nicht Rakarier, was Wilde Leute bedeuten würde, oder gar Rakardier, was Wildes Volk hieße, sondern Rakshaner - Wilde Söhne und Töchter. Das hebt die Bedeutsamkeit des Einzelnen hervor, anstatt die Menschen zu einem Volk zusammenzufassen. Die Rakshaner verstehen sich nicht als Volk, sondern als Freigeister, die eine ähnliche Weltanschauung teilen und deshalb einer ähnlichen Lebensweise folgen.
Kult des Rakshor
- rak = wild, chaotisch
- Shor = Verschlinger
- Rakshor = Wilder Verschlinger
- pali = groß
- -ion = Suffix, um Eigenschaften zu personifizieren
- Palion = der Große
- Palishor = Großer Verschlinger
Im Laufe der Geschichte entwickelte sich in der Wüste der Kult um Rakshor, einen rakshanischen Anführer, der eine ganze Armee von Plünderern um sich scharte. Sein Geburtsname war Palion, was "der Große" bedeutet und sich auf seine Körpergröße bezog. Sein Kampfname heißt "Wilder Verschlinger". Nach seinem Tod wurde er von seinen Anhängern vergöttlicht, um Beistand angerufen und verehrt. In einem Wortspiel mit seinem Geburtsnamen wird er dabei oft auch Palishor genannt, "Großer Verschlinger". In vielen Liedern kommt die poetische Anrufung beider Namen vor: Rakshor! Palishor! - "Wilder Verschlinger! Großer Verschlinger!" Seltener hört man Narishor - "Freier Verschlinger", oder Alshor - "Allesverschlinger".
Shakorz
Name des Landes
- Shak = Heimat
- orz = unser(e)
- Shakorz = Unsere Heimat
Name des Volkes
- Ork = Einer von uns
- Orks = Viele von uns
Trotz ihrer rauen Natur wohnt dem Volk der Orks eine Geselligkeit inne, welche die der anderen Völker übertrifft. Ein einsamer Ork ist ein zu Tode betrübter Ork. Diesen ausgeprägten Gemeinschaftssinn vermittelt auch ihre Sprache. Ork heißt "Einer von uns". Das Wort Orks bedeutet nichts anderes als "Viele von uns". Von Ork widerum leitet sich "unser" in all seinen Formen ab: orz heißt "unseres" oder "etwas, das unser ist" Shak bezeichnet "Heimat". Shakorz bedeutet also "Unsere Heimat".
Ledvic
Name des Landes
- Led = Licht
- Vic = Küste
- Ledvic = Lichtküste
Name des Volkes
- Van = Wanderer
- Ledvan = (ein) Lichtwanderer
- Ledvani = (die) Lichtwanderer
Ledvic ist ein almanisches Herzogtum, das an der Küste der Azursee liegt. Der Landesname bedeutet „Lichtküste“. Der erste Bestandteil Led verweist auf die weißen Strände, die im Sonnenlicht blendend hell erscheinen und nachts durch ein bestimmtes Mineral fluoreszieren. Zugleich wohnt dem Licht im Sonnenkult eine heilige Tiefe inne. Vic bedeutet „Küste“.
Das Volkswort lautet Ledvani, der Singular Ledvan. Es wird als „Lichtwanderer“ gedeutet und bewahrt die Erinnerung an die alte Lebensweise der Ledvani, die als Seenomaden mit ihren Schiffen und Booten entlang der Küste und über das Meer zogen. Der Legende nach folgten ihre Vorfahren dem Sonnenlicht auf den Wellen, mit dem ihnen Alvashek den Weg zur Lichtküste wies.
Suvanien
- Su = Süden
- Vania = Weg
- Suvania = Südweg
- Suvanien = Land des Südwegs
Suvanien ist ein almanisches Herzogtum, das manchmal auch Suvania oder auch die Suvanie genannt wird. Es liegt in einem trockenen, warmen Landstrichs im Osten des Landes. Geprägt von einer warmen Meeresströmung wehen die Winde hier trotz der kontinentalen Lage viel milder, als man erwarten würde. Die Salzstraße, eine wichtige Handelsstraße, quert Suvanien von Nord nach Süd. Wer von Alkena im Norden Almaniens nach Süden wollte, reiste durch diese Region. Su bedeutet "Süden", Vania kann mit "Weg" übersetzt werden. Daher bedeutet Suvania "Südweg" oder "Weg nach Süden". In der Form Suvanien kann der Name auch "Land des Südweges" bedeuten.
Eskar
- Esk =Asche
- Ar = Siedlung
- Eskar = Aschesiedlung
Eskar ist das jüngste almanische Herzogtum. Sein Name bedeutet Aschesiedlung. Zu Beginn des zweiten Zeitalters der Asche, als das Land noch unter eine grauen Schicht lag, wurde Eskar als befestigtes Lager des almanischen Heeres gegründet. Esk heißt "Asche" und -ar ist eine typische Endung für Siedlungen.
An der wilden Nordgrenze errichtet, diente Eskar zunächst als vorgelagerte Schutz gegen das neu gegründete Naridien, bewachte aber auch die Salzstraße, die im Kriegsfall als rascher Aufmarschweg aus dem Norden hätte genutzt werden können. Zugleich sollte der Stützpunkt das wilde Alkena befrieden, ein schroffes Grasland zwischen Almanien und Naridien, wo Gesetzlose und Wegelagerer außerhalb beider Herrschaften hausten. Zwar konnte Alkena nicht gebändigt werden, aber die Gesetzlosen wurden spürbar von Almanien zurückgedrängt. Die Händler konnten ihre Waren nun sicher von Norden nach Süden transportieren.
Für seine Verdienste um die Landesverteidigung wurde der Feldherr dieses Lagers geadelt und zum Herzog von Eskar erhoben. Die Erhebung war verbunden mit dem Auftrag, aus dem Wehrlager ein vollständiges Herzogtum zu formen, das als Puffer gegen Naridien und Alkena bestehen sollte. Der Name des Mannes war Drevan von Eskar.
Khilar
Name des Landes
- Khil = Basalt
- Ar = Siedlung
- Khilar = Basaltsiedlung
Name der Bewohner
- An = (der) Bewohner
- Ani = (die) Bewohner
- Khilani = Basaltbewohner
Khilar ist die alte Bezeichnung der Vulkaninsel, auf der einst die Khilani lebten. Der Name setzt sich aus Khil für „Basalt“ und -ar für „Siedlung“ zusammen und bedeutet wörtlich „Basaltsiedlung“. Die Bewohner heißen Khilan im Singular und Khilani im Kollektiv; beide Formen bewahren die Erinnerung an die ursprüngliche Inselgemeinschaft der Basaltbewohner. Als die Khilani ihre Insel verließen, wurden sie zu den Seenomaden, die sich Ledvani nannten - Lichtwanderer. Der Legende nach folgten sie dem Sonnenlicht auf den Wellen, das ihnen den Weg in die neue Heimat wies.