Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Licht am Horizont

Tarrik Tarkan entfesselte die Hauptstreitmacht des Chaos, um Zwergenfestung Dunkelbruch zu erobern. Nach Jahren des Kampfes waren alle Seiten erschöpft und man verhandelte über Frieden. Dunkelbruch gelangte in die Hände des Chaos und die Hohe Mark fiel an Souvagne.
Die Hauptstreitmacht des Chaos wurde entfesselt, um die Zwergenfestung Dunkelbruch zu erobern. Das Kaisho-Abkommen und Avinar kamen den Zwergen zur Unterstützung. Nach Jahren des Kampfes waren die Truppen aller Seiten erschöpft und man verhandelte in Ehveros über Frieden. Das Kaisho-Abkommen zerbrach an dieser Schlacht, Dunkelbruch gelangte in die Hände des Chaos und die Hohe Mark fiel an Souvagne.
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Baldur Ferin Ballivòr

Die Ordnung
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Licht am Horizont

#1

Beitrag von Baldur Ferin Ballivòr » Mi 18. Okt 2017, 17:30

... die Lichtalben marschieren nach Dunkelbruch. Was zuvor geschah ...


Die Ereignisse überschlugen sich und begannen Baldur über den Kopf zu wachsen. Noch vor ein paar Wochen hatte er ein beschauliches, ruhiges Leben als Handwerker und Familienvater geführt und nun würde er eine Streitmacht in den Krieg begleiten. Er war nicht sicher, ob die Bedeutung überhaupt schon in voller Gänze in seinem Verstand angekommen war… in den Krieg ziehen… Das war eine Sache, die er immer so fern von sich selbst gewähnt, dass er nie wirklich darüber nachgedacht hatte, was das bedeutete. Bis zuletzt… bis sie ihm eröffnet hatten, dass er sie begleiten würde.
„Wann seid Ihr bereit, abzureisen, Baldur Ferin?“, hatte Oberst Felon Tharmor Blitzsohn ihn eines Tages in einer der Krisensitzungen gefragt. Dass er dort überhaupt dabei gewesen war, war noch kaum zu begreifen.
„Abreisen? Wohin?“, hatte er etwas verdutzt gefragt und eilig noch ein „Oberst, Sir“ hinten angefügt.
„Ihr werdet uns begleiten. Wir benötigen einen Mittelsmann für die Verhandlungen mit den Zwergen.“
Baldurs Augen waren groß geworden. „Aber ich bin Handwerker. Ich verhandle Güter, keine Kriegspolitik, ehrenwerter Oberst.“
„Das ist einerlei. Zwerge handeln nur unter Vertrauensbasis zu fairen Konditionen. Die haben wir nicht, Ihr aber schon. Es ist beschlossene Sache. Also: wann seid Ihr bereit?“
Das war es gewesen. Baldur hatte kaum einmal geblinzelt und jetzt war er hier, unter der Erde, mit einer Delegation aus Vanyar und Noldor, auf dem Weg in den Krieg. Die Zwerge hatten um Hilfe gebeten und die Lichtalben folgten nun – endlich, wie Baldur dachte – dem Ruf, auch wenn die Details noch verhandelt werden sollten. Baldur widerstrebte der Gedanke ein wenig. Er musste die Verhandlungen leiten und die Forderungen der lichtalbischen Befehlshaber weitertragen. Forderungen an einen Bündnispartner… das erschien Baldur falsch um der Sache selbst Willen, doch er verstand auch nicht viel von Politik. Überhaupt hatte er durch die Teilnahme an einigen Krisensitzungen das Gefühl, dass die Triebkraft seines Volkes eher ökonomischer Natur war. Die ersten Rufe für das Einschreiten waren aus Falathri gekommen, dem Zentrum von Handwerk und Wissenschaft, nicht etwa aus Noldor oder Vanyar, wo doch alle militärischen Handlungen ausgetüftelt und beschlossen wurden. Man fürchtete um den Zusammenbruch des Straßennetzes und sämtlicher Handelsbeziehungen mit den Zwergen. Zuvor hatte der Fokus militärischer Einsätze auf der Südgrenze Avinars und Befestigung der Städte gelegen. Das erklärte vorrangige Ziel der Lichtalben war die Gebietserhaltung. Baldur erinnerte sich noch genau an die ersten Besuche aus Falathri. Dabei ging es immer um Informationen über die Pläne des Chaos‘ bezüglich Avinar, die er von den Zwergen einholen sollte. Erst als er die Nachricht mitbrachte, dass Straßennetz könne bald aufgegeben werden, wurden die Abgeordneten hellhörig.
Baldur ging an der Spitze der Gruppe, die den Oberst, seinen Major und eine kleine Truppe Fußsoldaten umfasste. Würden die Verhandlungen ein positives Ende nehmen, sollte ein Batallion über den Landweg folgen, ebenso eine Truppe Lichtreiter. Die berittenen Elitekrieger hatten den Weg durch die Steppe ausgekundschaftet, wo man ausgehend von der zerstörten Zeltstadt Cheron hoffte, möglichst reibungslos bis nach Dunkelbruch zu kommen.
Die Diskussionen um die Größe der Streitmacht waren zäh gewesen. Vor allem das Thema Kampfmagier schien besonders sensibel zu sein.
„Mein lieber Kollege“, hatte der Magier Blitzsohn einmal wütend eingeworfen, „wenn wir die von Ihnen gewünschte Anzahl Magier von hier abziehen, werden wir bald keine mehr haben! Wir können unsere Reihen auf der Astralebene unmöglich derart schwächen, sonst wird es dort oben bald ganz schön frostig und ich meine das wörtlich!“
„Und wenn wir zu wenige schicken, brauchen wir gar nicht erst losziehen! Gegen all die verschiedenen Magier in Tarkans Truppen sind Schwerter alleine nutzlos.“
„Was ist denn mit Euren neusten Entwicklungen in der Militärtechnik, Major Wolkenehrer? Ihr forscht schon seit Jahren. Gibt es hier auch einmal etwas Brauchbares?“
„Tatsächlich gibt es das! Wir haben Wege gefunden, Partikel von Runensteinen in die Schilde und Wurfgeschosse unserer Soldaten einzubringen. Wenn ein Lichtreiter ein solches Geschoss abwirft, wird jeder Feind in einem Umkreis von fünf Metern weggeschleudert und…“
Und so hatten sich die Diskussionen hingezogen bis Anzahl, Zusammensetzung und Ausrüstung der Abteilungen feststand. Jetzt ging es darum, die Bedingungen festzulegen. Die Lichtalben forderten nicht weniger als 100 Runensteine als Gegenleistung für ihre Hilfe, um das Kontingent an den eigenen Grenzen aufzustocken. Ebenso sollte ein Zwergenmeister nach Avinar reisen, um den vereinzelten lichtalbischen Elementarmagiern Feinheiten bei der Herstellung dieser Steine zu lehren. Obwohl sie in der Vergangenheit bereits Fortschritte hatten erzielen können, kam nicht eines ihrer Erzeugnisse denen der Zwerge nahe.

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