Mo versus Jo -- Mail-RPG -- 09.05.2017

Nirgendwo sonst liegen GlĂŒck und Verderben nĂ€her beieinander. Am Grund der HĂ€userschluchten Obenzas vegetiert ein Morast von Armut und Verbrechen, wĂ€hrend reiche Bandenbosse durch die blĂŒhenden DachgĂ€rten flanieren.

Freie Stadt Obenza
Nirgendwo sonst liegen GlĂŒck und Verderben nĂ€her beieinander. Am Grund der HĂ€userschluchten Obenzas vegetiert ein Morast von Armut und Verbrechen, wĂ€hrend reiche Bandenbosse durch die blĂŒhenden DachgĂ€rten flanieren.
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Jozo
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Mo versus Jo -- Mail-RPG -- 09.05.2017

#1

Beitragvon Jozo » So 14. Mai 2017, 16:54

Mo versus Jo

Morasa
kauerte oben auf dem Dachsims und beobachtete den Goblin. Der Alb sprang lautlos auf den Boden, seinen kurzen Bogen hatte er locker in der Hand.

"Ich hÀtte dir beinahe einen Pfeil in den Hals gejagt. Dann hab ich dich erkannt. Bestie aus Obenza, genannt gelber Goblin. Du bist in Kalthorst, mein Gebiet", sagte der Alb.


Jozo
Jos Ohren zuckten nach hinten und binnen eines Sekundenbruchteils drehte er sich zu der Person um. Ein Alb. GebrÀunte Haut, die fast golden wirkte, die Augen von einer Àhnlichen Farbe, nur etwas dunkler.

Wie die der meisten Alben war die Augenfarbe extrem intensiv. Das Alter von dem Alben konnte Jozo nicht schĂ€tzen, da sein Haar weiss-grau gefĂ€rbt war. Der Kerl hatte einige Falten und einige Narben. Zwei davon parallel nebeneinander ĂŒber dem Mund. Alles in allem ein attraktiver Kerl. Jo beschloss, dass Gesicht des Alben zu ernten.

Er witterte kurz nach seinem Gegner. Der sonstige, frische und Ă€ußerst leckere Blumen und Obstgeruch den Wald- und Lichtalben verströmten ging nicht von diesem Alben aus.

Er roch etwas anderes. Etwas Bekanntes, etwas Vertrautes. Der Alb roch entfernt nach Blut. Jozos Ohren zuckten vergnĂŒgt nach hinten und er lĂ€chelte freundlich.

"Ich bin umgezogen", sÀuselte Jo.


Morasa
"In die falsche Gegend Gelber. Hier ist kein Platz fĂŒr zwei. Zieh weiter, oder ich besuch dich nachts und mach dich kalt", sagte der Alb ungerĂŒhrt.


Jozo
Jozo musterte den Alben erstaunt. Er witterte keine Angst. Jo legte den Kopf schief. Kein Platz fĂŒr zwei sagte der Alb. Sein Jagdrevier? Einer seiner Art? Schlagartig war Jozos Interesse auf andere Art geweckt.

"Wer bist Du? Dein Jagdrevier Alb? Du machst Witze. Fechten wir es aus. Der Gewinner bleibt. Der Verlierer verliert mehr als sein Revier, seine Unschuld, seine Unversehrtheit, vielleicht sein Leben", grinste Jozo und zĂŒckte so schnell sein Messer, dass es scheinbar wie durch Geisterhand auf einmal in seiner Hand erschienen war.


Morasa
Der Goblin guckte direkt auf den gespannten Bogen. Ein Pfeil zeigte auf seinen Hals.

"Morasa. Die Feiglinge von BĂŒttel nennen mich goldener Schuss, gelber Goblin. Dein Name, es muss ja was auf dem Schild stehen, wenn dein Kopf ĂŒber mein Kamin hĂ€ngt", sagte der Alb.


Jozo
Jo schlackerte vergnĂŒgt mit den Ohren.
"Morasa, kurz Mo. Ich heisse Jozo, kannst Jo sagen. Goldener Schuss klingt geil.
Verkaufst Du Drogen?", fragte Jo gut gelaunt.


Morasa
"Nee", lachte der Alb und bliess sich eine HaarstrÀhne aus den Gesicht.
"Banane! Das hat mich noch keiner gefragt. Ich bin ein JĂ€ger, keiner Dealer. Mein Dope ist fĂŒr mich Goblin".


Jozo
"Meinst Du mit Banane mich? Das könnte mich provozieren. Was jagst Du Mo? Außer Dein UnglĂŒck, indem Du unschuldige Passanten als Banane beleidigst", fragte Jo schmollend.


Morasa
"Banane ist deine Frage. Ich jage alles, auch Personen Jo. Andere sagen zu mir Mörder. Stimmt nicht, nur wenn ich Alben jagen wĂŒrde", sagte Morasa.


Jozo
"Da verwechselst Du was Mo. Ein JÀger mordet, ein Mörder jagt.
Du meinst Kannibale. Du bist ein Kannibale, wenn Du Dein eigenes Volk verspeist.
Wenn ich Goblins esse, bin ich ein Kannibale.
Wenn Du Alben isst, bist Du einer.

Mörder und JĂ€ger sind wir beide scheinbar. Was jagst Du denn noch? Spaß vielleicht?", grinste Jo und griff im selben Augenblick an.

Der Goblin duckte sich unter der Schusslinie hinweg und hechtete mit einer Halbdrehung auf den Alben zu um ihm aufzuschlitzen.


Morasa
wich flink aus. Der Alb vollfĂŒhrte einen Sprung, rollte sich ĂŒber Jo seine Schulter ab und trat den Goblin in den Arsch beim Aufkommen.

"Spass? An was denkst du?", fragte Mo.


Jozo
Jo wirbelte herum und starrte Morasa an. Der Alb war geschickter ausgewichen, als es der Gelbe vermutet hatte. Der Kerl war schnell. Schnell, wendig und geil. Irgendwie liefen ihn im Moment nur FiletstĂŒcke ĂŒber den Weg.

Zuerst der brachiale Tiefling, ein HĂŒne von einem Kerl, mit Pranken wie ein BĂ€r, einem Stiernacken der den Namen verdiente und einem Paket zwischen den Beinen, dass Jo rattig werden ließ. Und nun hier dieser seltsame Mörder-Alb mit der schönen Haut und den schönen Augen.

Jo starrte den Alben in den Schritt. Beinahe hĂ€tte er vergessen zu kontrollieren wie der Alb bestĂŒckt war, als er an den leckeren und brandgefĂ€hrlichen Tiefling dachte.

Jo nickte zufrieden. Einen Alb konnte man nicht mit einem Tiefling vergleichen, ebenso wenig wie Himbeeren mit Melonen.

Aber fĂŒr seine Art war der Alb ebenso ein FiletstĂŒck wie der dicke Tiefling eines unter seiner Art war.

Jo senkte demonstrativ sein Messer und ging ganz langsam auf den Alb zu.
"Mo also. Jo und Mo, passt doch. Was fĂŒr ein Alb bist Du Mo?", fragte Jo neugierig.


Morasa
"Ein stinkiger, du treibst dich in meinen Revier rum".


Jozo
Jo blinzelte kurz.
"Nein ich meine was fĂŒr ein Alb. Ein Lichtalb, ein Frostalb, ein Waldalb - was genau bist Du?", fragte Jozo wissbegierig.


Morasa
"Ein Waldalb, ein Baumkuschler", schob er nach und grinste zurĂŒck. Das Grinsen erreichte nicht seine Augen. Der Blick von Jozo war ihm nicht entgangen.
"Was willst du?", fragte der Alb.


Jozo
"Im Moment? Ein GemĂŒsebrot mit extra viel KĂ€se und Peperoni“, sagte Jozo und schlackerte mit den Ohren.


Morasa
Der Waldalb schnaubte verĂ€chtlich, "du mĂŒsst vollkommen verrĂŒckt sein“.


Jozo
„Gut keine Peperoni
.“, schmollte Jozo und musste dann losprusten vor Lachen.
"Wie scharf bist Du denn? Ein Waldalb. Das sind doch eigentlich friedliche Alben oder nicht?", fragte Jozo gut gelaunt.


Morasa
quittierte den Kommentar von Jozo mit einen schiefen Grinsen.
"Meine Pfeile sind sehr scharf. Willst du einen ins Auge fassen?".


Jozo
"Nein Danke, nett dass Du fragst", antwortete Jozo.
Bevor Morasa schnell genug reagieren konnte, zischte etwas an seinem Gesicht vorbei und wand sich um seinen Hals. Es war ungewöhnlich geschmeidig und glÀnzte schwarz-violett metallisch.

Die Zeit verlangsamte sich fĂŒr Jo, wie sie es oft tat, wenn nur das Handeln wichtig wurde. Die Peitsche wurde mit großer Kraft eingesetzt.

HĂ€tte es der Goblin darauf angelegt, dass spĂŒrte Mo, wĂ€ren mit Sicherheit nicht nur seine Finger durchtrennt worden. Doch so demonstrierte der Gelbe nur die Möglichkeit die sich ihm mit dieser Waffe bot. Der grausame schneidende Zug seines Möchtegern-Mörders blieb aus.

"Hab Dich", grinste Jozo, zwinkerte dem Alben verschwörerisch zu und zog ihn ganz langsam auf sich zu.


Morasa
"Was du nicht sagst", sagte der Waldalb.
Morasa sprang auf den gelben Goblin zu, damit sich der Zug von seinen Hals löste. Das durchhĂ€ngende StĂŒck Peitsche wickelte er um Jozo seinen Hals, so dass sie aneinander gekettet waren. "Fröhliches sĂ€beln, dann sĂ€bele ich auch".
Mit seinen Dolch tippte er Jo zwischen die Beine.


Jozo
Der gelbe Goblin musterte den Waldalben verdutzt. Er hatte damit gerechnet, dass sich der Alb wie ein Pferd aufbĂ€umen und an seinen Fesseln zerren wĂŒrde. Das sich der Kerl genau in "das Lasso" warf und es damit fĂŒr sich nutzte, hatte noch nie bei einem seiner Opfer erlebt.

Gut die meisten hatte er auch direkt geschreddert, aber diesen Alb wollte er noch etwas am Leben lassen. Genau wie den Tiefling.

Zudem hatte Jozo noch nie seine eigene Peitsche um den Hals hĂ€ngen gehabt. Der Alb stand durch die Fesselung so nah, dass kein Blatt mehr zwischen sie passte und er jede Körperfaser von ihm spĂŒrte. Dem Goblin gefiel was er zu spĂŒren bekam, bis auf den Dolch, der seine Eier bedrohte.

"Du mieses MiststĂŒck", kicherte Jozo leise.

Jo grinste vergnĂŒgt ĂŒber beide Ohren und schnupperte an der Halsbeuge von seinem Opfer.

"Du riechst lecker", gurrte Jozo.

"Mein Hals mag es nicht, wenn man ihn stranguliert. Nein nein. Ehrlich nicht, nicht lustig sowas. Gut ich möchte meine Eier behalten und Du Deinen schönen Schwanenhals.

Was meinst Du? Patt? Oder wollen wir uns mit den Messern aufschlitzen und umbringen? Wir zwei könnten uns aber auch anders miteinander beschÀftigen", grinste Jozo zÀhnefletschend und streichelte den Alben mit der freien Hand durch die Haare.


Morasa
"Patt. Lass mich frei, dann geb ich dich frei. UnterschÀtze nie einen Gegner", mahnte Morasa, "du stinkst wie ich nach Blut".
Der Alb lĂ€chelte kĂŒhl.


Jozo
Der gelbe Goblin musterte den Alben aus schmalen Augen. Er griff auf die Gabe des Artefakts zurĂŒck und ließ sich Kigyo vorsichtig von Mo lösen, damit er sich selbst befreien konnte. Danach schlang sich die Peitsche wieder wie ein Armband um sein Handgelenk.

Kaum dass sich Kigyo gelöst hatte, machte Jozo einen gewaltigen Satz nach hinten um sich aus der Reichweite des Albendolches zu bringen.


Morasa
tippte sich mit zwei Finger an die Stirn.
Dann war der Waldalb auf dem Dachsims und verschwunden.


Jozo
Der gelbe Goblin schaute dem Alben noch einen Moment nach, obwohl dieser schon nicht mehr zu sehen war.

"Was ein leckeres MiststĂŒck. Kalthorst ist ein herrlicher Ort! Wir werden Spaß haben Waldalb! Glaubs mir, wir zwei werden unheimlich viel Spaß haben", rief Jozo ihm vergnĂŒgt hinterher.


Morasa
sein Pfeil bohrte sich fingerbreit neben Jozo seinen Hals in die Wand.
"Wie du meinst, es wÀre schade um dich", hörte der Goblin den Antwortruf.


Jozo
Der gelbe Goblin zog den Pfeil aus der Wand und schnupperte daran, ehe er einmal darĂŒber leckte um den Geruch auch geschmacklich in sich aufzunehmen. Den Geruch von diesem verfluchten Alben wĂŒrde er sich ganz genau einprĂ€gen. So wie den von seinem brutalen Tiefling.

"Schade ist, dass ich Euch nicht schon frĂŒher kennengelernt habe", gurrte Jozo verzĂŒckt.
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