Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterlie├čen Relikte, deren Erforschung noch in den Anf├Ąngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. W├Ąhrend die Urv├Âlker auf Altbew├Ąhrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. Geheimb├╝nde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Adieu und Abflug

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt.
Gro├čherzogtum Souvagne
Das almanische Gro├čherzogtum Souvagne ist gepr├Ągt von sanfte H├╝geln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne h├Ąlt sich aus Kriegen gr├Â├čtenteils heraus und hat sich als einziges Gro├čherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralit├Ąt. Von allen Herrschern ist er der Gem├Ą├čigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen gr├Â├čtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Linhard von Hohenfelde
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Adieu und Abflug

#1

Beitrag von Linhard von Hohenfelde » Do 28. Jun 2018, 17:44

Adieu und Abflug


Er wusste wie Sex roch und er wusste dass er heute keinen gehabt hatte.
Ihre Vereinbarung war gebrochen worden. Die Vereinbarung besagte, dass nichts ohne das Wissen des anderen geschah.

Jemanden im Nachhinein zu informieren, war nicht das was er als Wissen wertete. Wobei er war nicht einmal informiert worden. Er hatte ihr gemeinsames Schlafzimmer betreten und seine Nase hatte ihn informiert. Er hatte seine Nase ins Bettzeug gedr├╝ckt und war angewidert und entt├Ąuscht zur├╝ckgewichen.

Auf die Frage ÔÇ×Wer?ÔÇť hatte er nichts weiter zur Antwort erhalten, als einen beschw├Ârenden Blick und Schweigen. Ein weiterer Grund, der seinen Blutdruck in ungeahnte H├Âhen schnellen lie├č.

Er ballte die F├Ąuste, bis seine Fingergelenke knackten. Wobei Ihr gemeinsames Schlafzimmer? Der Raum war gar nicht ihr gemeinsames Schlafzimmer, er geh├Ârte seiner besseren H├Ąlfte, er geh├Ârte allein Verrill.

Schlagartig d├Ąmmerte ihm, warum s├Ąmtliche M├Ąnner in seiner Familie neben ihren Ehefrauen eine Geliebte hatten. Bis auf einige Ausnahmen, aber wenn er genau dar├╝ber nachdachte, hatten auch diese Ausnahmen Geliebte. Sein Erzeuger Ansgar war noch mit seiner Mutter verheiratet und lebte mit seiner neuen Freundin zusammen. Sein Onkel Dave war mit Varmikan verheiratet, aber eigentlich geh├Ârte er zwei M├Ąnnern. Es gab keine Ausnahme und er war auch keine mehr.

Selbst sein Vater Brandur bildete da keine Ausnahme. Sie alle heirateten der Gabe, dem Stand und dem Geld entsprechend. Das Private suchten sie sich nach der Eheschlie├čung.

Er hatte sich niemanden gesucht, er wurde vor vollendete Tatsachen gestellt.
So wie stets, so wie immer.
Es ├Ąnderte sich nie.

Was Verrill ihm die ganze Zeit ├╝ber verwehrt hatte, hatte sie freim├╝tig einem anderen geschenkt. Wem, war eigentlich gleichg├╝ltig. Lin taxierte sie von oben bis unten, als k├Ânnte er auf ihrem K├Ârper lesen, wer sie angefasst und genommen hatte.

Es gab einige Kandidaten, die in Gregoire Verrills Beuteschema passten und die in ihrer Gunst standen. Einschlie├člich Melville de la Cantillion. Aber keiner der ├╝blichen Verd├Ąchtigen war am Hof. Was nichts bedeuten musste, Verrill konnte sich genauso gut einen neuen Spielgef├Ąhrten gesucht haben.

Aber f├╝r Linhard kam eigentlich nur ein Schuldiger in Betracht ÔÇô Ciel.

Von k├Ârperlicher Treue hatte Verrill ein anderes Verst├Ąndnis, das minderte allerdings nicht Linhards Schmerz und das Gef├╝hl hintergangen worden zu sein. Wozu vertrauten sie sich sonst alles an und hielten fest zusammen, wenn dies mit einem einzigen Akt ausgehebelt werden konnte?

Nun eigentlich interessierte ihn das auch nicht mehr. Das Warum zu ergr├╝nden war m├╝├čig, es machte den Betrug nicht ungeschehen. Aber weder konnte er Verrill noch Ciel bestrafen und eine Strafe machte es ebenso wenig ungeschehen, wie seine Wut und Entt├Ąuschung.

Aber ein Gedanke schlich sich wie ein nachtschwarzer Schatten in seine Gedanken und breitete dort seine ersten, zarten Wurzeln des Schreckens aus.
Was wenn Ihre Zweisamkeit Fr├╝chte getragen hatte?

Linhard sp├╝rte wie dieser Gedanke eine gut versiegelte T├╝r in seinem Verstand ├Âffnete und ihm die Welt jenseits seiner eigenen Beteuerungen zeigte. Eine Welt schw├Ąrzer als der Abgrund, mit all ihren Facetten und M├Âglichkeiten sich solcher Probleme ├Ąu├čerst befriedigend anzunehmen.

Der Pfad dahin war jedem Hohenfelde bekannt, er sang in ihrem Blut und sie fanden ihn zielsicher. Seine Anziehungskraft konnte seine Familie leiten, wie das Magnetfeld Asamuras Zugv├Âgel an den richtigen Zielort lotste.

Er sp├╝rte wie sich ein wahnsinniges Kichern in seinem Sch├Ądel ausbreitete und sich seinen Hals entlang nach unten k├Ąmpfte. Aber er hielt die Lippen fest verschlossen, denn ein einziges ver├Ąchtliches, irres Lachen trennten ihn davon den schwarzen Pfad zu beschreiten.

Es trennte ihn davon Verrill zu demonstrieren, wie weh sie ihm getan hatte mit all der Kunst, die einem Hohenfelde daf├╝r zur Verf├╝gung stand.

Linhards dunklen Augen bohrten sich in die hellblauen von Verrill.

Nur unter gr├Â├čter Anstrengung riss er den dunklen Schatten samt seiner Wurzeln aus seinen Gedanken und sperrte ihn dahin zur├╝ck, woher er gekommen war. Denn trotz allem liebte er Verrill und er wollte ihr nicht schaden.

Eigentlich hatte er es sich zur Aufgabe gemacht sie zu besch├╝tzen. Und ihm wurde klar, dass er dies vermutlich nur auf eine Art gew├Ąhrleisten konnte, er musste sie verlassen. Jedenfalls f├╝r eine gewisse Zeit um sicher zu gehen, dass dieses Abenteuer keine Fr├╝chte getragen hatte. Solange dies nicht feststand, musste er sich von ihr fernhalten. Was er im gegenteiligen Fall tun sollte, wusste er nicht.

Er schaue ihr noch einmal ins Gesicht, drehte sich wortlos um und verlie├č das Gemach.


****


Unterwegs zu den Stallungen z├╝ndete sich Lin eine Rauchstange an und inhalierte tief den bitteren Tabak, der ein klein wenig seine aufgew├╝hlten Nerven beruhigte. Er w├╝rde es so halten wie sein Gro├čvater Dunwin, er w├╝rde auf dem Papier verheiratet bleiben, seinen Pflichten nachkommen und sich eine neue Frau suchen. In Souvgane konnte er sogar diese Frau problemlos heiraten.

Mit seiner Hochzeit hatte er den h├Âchsten Titel angenommen, den jemals ein Hohenfelde erreicht hatte. Einen Titel der sogar unvergleichlich in der gesamten Sippe war, er war royal! Prince Linhard Xavier de Souvagne, Marquis von Hohenfelde. So etwas hatte bis dato niemand in seiner Sippe geschafft! Nicht einmal einer der Magier.

Dieser Titel war ein Monument, ein Berg aus Privilegien und Pflichten, er kam fast einer Allmacht gleich. Aber je h├Âher Berge waren, je eisiger waren sie auch. Daran bestand f├╝r ihn kein Zweifel mehr.

Als er seine Rauchstange aufgeraucht hatte, schnipste er den Stummel einfach beiseite. Einige Gardisten und Diener schauten etwas irritiert, hielten sich mit ihrer Meinung aber zur├╝ck.

Linhard machte entgegen seiner ersten Entscheidung einen Abstecher zum Hofmarschall. Er betrat die Amtsstube, in der es ehr nach einer H├Ąhnchengrillstube roch. Ger├╝che waren heute nicht seine Freunde, stellte Linhard fest, er hatte im wahrsten Sinne des Wortes die Nase voll davon. Er bat Adrien seinen Stab, sowie Verrill schriftlich dar├╝ber zu informieren, dass er nach Hohenfelde abgereist sei. Sein Stab sollte ihm bitte folgen und jemand sollte sich zeitgleich seines Pferdes Noir annehmen und es mitbringen.

Nach diesem Abstecher suchte Linhard den Stall von Aquillia auf. Lin sattelte sein Tier und f├╝hrte es nach drau├čen. Dort redete er beruhigend auf das gro├če Wesen ein und streichelte ihren Kopf. Er hatte heute Morgen erst einen gro├čen Rundflug mit dem Drachenhuhn unternommen, aber Auqilla war jederzeit f├╝r einen Rundflug zu haben.

Er konnte sie gut verstehen, auf ihrem R├╝cken f├╝hlte er sich frei und von allen Sorgen losgel├Âst. Linhard schwang sich in den Sattel und Auquillia hob mit einem Sprung und einem m├Ąchtigen Fl├╝gelschlag ab. Das Drachenhuhn gewann schnell an H├Âhe. Linhard lie├č das m├Ąchtige Tier einmal ├╝ber dem Hof von Souvagne kreisen.

ÔÇ×Adieu und AbflugÔÇť, fl├╝sterte er leise, klopfte Aquillia auf den Hals und flog Richtung Hohenfelde davon.


****


Aquilla flog mit ruhigen Fl├╝gelschl├Ągen Richtung Hohenfelde. Linhard genoss den Flug, auch wenn der Wind ihm die Tr├Ąnen in die Augen trieb. Seiner Meinung nach, war es der Wind und nichts anderes. Es war unsinnig nach Hohenfelde zu fliegen, falls ihn jemand suchte, war das die erste Adresse die man aufsuchen w├╝rde.

Er lie├č sein Drachenhuhn in einer gro├čen Schleife wenden und steuerte Naridien an. Der Flug dauerte einige Stunden, Aquilla flog hoch, so dass die Luft wirklich eisig wurde und Linhards Atem in wei├čen Wolken von seinen Lippen gerissen wurde. Dann endlich kam das Gebirge von Daijan in Sicht.

Linhard lie├č Aquilla tiefer gehen und suchend ├╝ber dem Gebirge kreisen. Als er das verborgene Tal von Wolfram entdeckte landete er mit seinem Drachenhuhn mitten im Tal. Lin blieb noch einen Moment auf Aquilla sitzen und schaute sich um.

Hierhin hatte es Brandur, Dunwin und ihn verschlagen. Wolfram hatte ihnen Unterschlupf gew├Ąhrt und es war eine der sch├Ânsten Zeiten seines Lebens gewesen. Jetzt lag das kleine Haus, wie das gesamte Tal verlassen da. Der Garten war bereits etwas verwildert, das Haus war dunkel.

Linhard ├Âffnete die Sicherheitsgurte und lie├č sich von Aquilla rutschen. Er musste sich an seinem Drachenhuhn festklammern, denn er ben├Âtigte einen Moment, bis er wieder richtig stehen konnte. Mit leisem ├ächzen rieb er sich die eingeschlafenen Beine und kraulte danach Aquilla, ehe er mit steifen Gelenken ins Haus stapfte.

Leer, kalt, unbewohnt - so lag das Haus vor ihm, dass damals mehr W├Ąrme ausgestrahlt hatte, als es das Herrenhaus je gekonnt hatte. Es war klein, geradezu beengt, aber irgendwie hatte hier jeder seine kleine Nische gefunden und hatte sich wohlgef├╝hlt.

Linhard z├╝ndete das Feuer im Kamin an und l├╝ftete etwas durch. M├╝de rieb er sich ├╝ber die Augen und machte es sich in Wolframs Schlafzimmer bequem. Lin zog sich bis auf die Unterw├Ąsche aus und kroch in das kalte Bett von Wolfram. Morgen fr├╝h w├╝rde er Aquilla etwas aus dem Vorratsschuppen holen. Einige Tage wollte er hier in der Ruhe des verborgenen Tals verbringen um ├╝ber Verrill und sich nachzudenken. Er vermisste Greg, aber mehr noch vermisste er seinen Paps Brandur und seinen Rat. Sein Magen knurrte, aber Linhard schob das Hungergef├╝hl zur Seite. M├╝de wickelte er sich in seinen Reisemantel und deckte sich damit zu. Die W├Ąrme des Kamins und das Prasseln des Feuers lullten ihn in einen friedlichen Schlaf.


****


Lin wachte mitten in der Nacht auf. Irgendetwas stimmte nicht. Seine Schulter tat ihm weh, ein seltsames schmatzendes Ger├Ąusch lie├č ihn aufhorchen. M├╝de drehte er den Kopf Richtung Kamin und blickte in ein gelbes Gesicht, dass tief und fest in seine Schulter gebissen hatte und Blut aus ihm nuckelte.

Kreischend sprang Linhard auf und schlug zeitgleich zu. Seine Faust traf mitten in das gelbe Gesicht und riss den Kopf seines Angreifers brutal in den Nacken. Kaum war Lin auf den Beinen, klappte er vor dem Bett zusammen. Gerade als er sich wieder aufrappeln wollte, war der gelbe Angreifer ├╝ber ihm und riss ihn brutal zur├╝ck ins Bett.

"Nai nai!", br├╝llte er wie besessen und hieb mit seinen spinnenartigen Fingern brutal auf Lin ein, um ihn gef├╝gig zu machen. Linhard warf sich herum, k├Ąmpfte sich ein St├╝ck frei und gerade als ihn der Gelbe wieder greifen wollte, knallte er ihm den Fu├č mit brachialer Gewalt mitten ins Gesicht.

Seine Schulter brannte wie eine Fackel des Abgrund und er sp├╝rte dass sein Hemd klatschnass war. Er musste bluten wie ein Schwein, aber er konnte kaum noch etwas sehen, alles war verschwommen. Lin krabbelte auf allen vieren Richtung Ausgang. Er stemmte sich an der Haust├╝r hoch, als er h├Ârte wie hinter ihm der gelbe Widersacher st├Âhnend auf die Beine kam und die Verfolgung aufnahm.

"Nai!", br├╝llte der Gelbe wie wahnsinnig und grabschte Linhards Fu├čgelenk. Wie wild zerrte er an ihm, um ihn von der T├╝r wegzubekommen. Linhard kreischte seinerseits auf und trat wie ein Maulesel um sich. Einer der Tritte erwischte den gelben Kerl seitlich vor den Kopf und lie├č ihn zur Seite fliegen.

Linhard riss die T├╝r auf und st├╝rzte nach drau├čen. Er stolperte mehr, als dass er rannte. Panisch schaute er sich nach Aquilla um. Auf allen vieren rannte er zum Vorratsschuppen und riss die T├╝r auf. Ein bestialischer Gestank schlug ihm entgegen, so als h├Ątte er gerade die T├╝r zum Abgrund aufgerissen.

Leichen.
Dutzende von ausgesaugten und verwesenden Leichen.

Linhard ├╝bergab sich ger├Ąuschvoll, wischte sich den Mund sauber und warf sich herum, nur um schnellstm├Âglich von diesem Vorratslager zu verschwinden. Er prallte gegen einen K├Ârper. Keinen Augenblick sp├Ąter, verpasste ihm der Gelbe einen brutalen Schlag in den Magen, der ihn zusammenklappen lie├č.

"Nai!", knurrte sein Angreifer geifernd und hasserf├╝llt, dabei entbl├Â├čte er zwei gewaltige Fangz├Ąhne.

Linhard ignorierte seinen rebellierenden Magen und kroch so schnell er konnte r├╝ckw├Ąrts. Lin knallte mit dem R├╝cken gegen die T├╝r sah gerade noch, wie der Vampir eine Keule hochriss und mit einem urgewaltigen Schrei auf ihn losging.

Der Vampir f├╝hrte den Hieb niemals zu Ende.

Es kam etwas in Sicht, dass sich Linhard zuerst gar nicht erkl├Ąren konnten. Etwas Riesiges schob sich von oben ├╝ber den gelben Vampir, eine blitzartige, schnappende Bewegung, ein gewaltiger Schnabel blitzte auf und der Vampir war nur noch ein kopfloser Torso der in sich zusammenbrach.

Vor ihm stand Aquilla sein Drachenhuhn. Erneut schnappte sie zu, erwischte den Torso in der Seite und schleuderte ihn wild hin und her, dass man die Knochen des K├Ârpers brechen h├Ârte. Urpl├Âtzlich lie├č sie ihn los und der kopflose Leichnam flog in der Nacht wie ein Geschoss davon.

"Aquilla", st├Âhnte Linhard und kroch auf sein Drachenhuhn zu.

Die gro├če Urvogelhenne legte den Kopf schief und be├Ąugte ihn mit einem Auge, ehe sie ihre gro├čen Schwingen um ihn schloss und ihn huderte. Linhard rollte sich zwischen den w├Ąrmenden Schwingen zitternd zusammen. Etwas stimmte nicht, etwas stimmte ganz und gar nicht mit ihm. Er rollte sich auf den Bauch und kotzte sich die Seele aus dem Leib.

Dann fiel es ihm schlagartig ein. Er war von einem Vampir gebissen worden, er wusste nicht wie viel Blut er verloren hatte, aber es musste viel sein, so schwach und erb├Ąrmlich wie er sich f├╝hlte. Wenn er jetzt einschlief war es vorbei, er w├╝rde als Blutsauger wieder aufwachen.

Mit letzter Kraft zerrte er sich an Aquilla hoch und klammerte sich an ihr Geschirr. Mehr tot als lebendig lenkte er sein treues Drachenhuhn zum n├Ąchst gelegenen Tempel. Vor den Stufen rutschte er von Aquilla, auf der Schwelle brach er zusammen.

Linhard wachte in einem kleinen Krankenzimmer auf, als die Morgensonne durch sein Fenster schien und ihn weckte. Eine uralte Heilerin stand vor ihm.

"Ihre Infectio vampirius demortuus wurde geheilt junger Mann. Sie hatten gro├čes Gl├╝ck, unwahrscheinlich gro├čes Gl├╝ck. Ihr Greif oder was das f├╝r ein Gesch├Âpf ist, hat vor dem Tempel randaliert, so dass wir Sie rechtzeitig gefunden haben. Soll ich irgendwen f├╝r Sie benachrichtigen lassen?", fragte die uralte Heilerin.

"Marquis Brandur von Hohenfelde in Beaufort - Souvagne, meinen Vater bitte. Und Danke", fl├╝sterte Linhard, ehe er m├╝de die Augen schloss und lautlos Auqilla f├╝r seine Rettung dankte.
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"Niemand wendet sich gegen die Familie, sonst wendet sich die Familie gegen Dich" - Linhard von Hohenfelde

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