Die alten Hochkulturen sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den AnfĂ€ngen liegt und die Karten der Macht werden neu gemischt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien. WĂ€hrend die Urvölker auf AltbewĂ€hrtes setzen, treiben die Siedler den Fortschritt voran. GeheimbĂŒnde sehen die Zukunft in der Magie. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen? Ob Krieger, Gelehrter oder Magier oder welcher Berufung auch immer du sonst folgen wirst - ihr seid jene, welche die Geschichte Asamuras gemeinsam schreiben.

Souvagnische Seemannskultur

Die souvagnische Brigg Choucas fĂ€hrt unter dem Kommando von KapitĂ€n Silvano de Mancini Patroullen auf der Azursee. Getrieben von den persönlichen RachegelĂŒsten seines KapitĂ€ns fĂ€hrt das Schiff mitunter auch inoffizielle Kurse.
Die Brigg Choucas fĂ€hrt unter dem Kommando von KapitĂ€n Silvano de Mancini Patroullen auf der Azursee. Getrieben von den persönlichen RachegelĂŒsten seines KapitĂ€ns fĂ€hrt das Schiff mitunter auch inoffizielle Kurse.
Antworten
Silvano de Mancini
Chevalier
BeitrÀge: 101
Registriert: Sa 18. Aug 2018, 21:53
Auszeichnungen: 2
Volk: Souvagner

Die fleißige Feder in Bronze Rote Laterne

Souvagnische Seemannskultur

#1

Beitrag von Silvano de Mancini » Mo 10. Sep 2018, 12:44

Souvagnischen Seemannskultur


Als Seemannskultur bezeichnet man die in der Seefahrt herkömmlichen wie auch geschichtlich gewachsenen kulturellen Besonderheiten.



Das Schiff und sein Name
Die Seefahrt ist ausschließlich eine mĂ€nnliche DomĂ€ne (unabhĂ€ngig anderer Behauptungen). Das Schiff selbst, ist unabhĂ€ngig seines Namens weiblich und wird auch demzufolge so bezeichnet.
SchiffsrĂŒmpfe haben immer schon an weibliche Formen erinnert, zudem ist in der Regel eine weibliche Galionsfigur bei einer rein mĂ€nnlichen Besatzung wesentlich beliebter als eine neutrale oder mĂ€nnliche Figur.

Aufgrund dieser Tradition, wird den Schiffen grĂ¶ĂŸtenteils ein weiblicher Namen gegeben.
SelbstverstĂ€ndlich gibt es auch Ausnahmen, so dass ein Schiff einen mĂ€nnlichen Namen tragen kann, dennoch heißt es in Souvagne dann „die Prince Linhard Xavier de Souvagne Marquis von Hohenfelde“.


****


Die Schiffstaufe
Bei der Schiffstaufe erhÀlt das Schiff beim Stapellauf seinen Namen. Hierzu wird feierlich eine Flasche Sekt am Schiffsrumpf zerschlagen und es bekommt seinen Namen verliehen.
Normalerweise wird es erst danach vom Stapel gelassen. Ausnahmen bestÀtigen die Regel.


****


Die Galionsfigur
Die Galionsfigur ist das Bildnis des Schiffes, also das Abbild seiner Seele. Formen und Vielfalt der möglichen Galionsfiguren sind enorm, vorrangig werden in Souvagne aber Vögel bevorzugt, zum Beispiel trĂ€gt die Mouette – die Möwe logischerweise eine Möwe als Galionsfigur, wie die Choucas – die Dohle, eben eine Dohle als Galionsfigur ihr Eigen nennt.

Dennoch findet man auch Chevalier, Reeder, Frauengestalten jeglicher Art, Fabelwesen wie Einhörner oder Meerjungfrauen aber auch andere Tiere wie Wölfe und Löwen als Galionsfigur vor.
Die Galionsfigur ist der Talisman, der Schutzpatron des Schiffes. Man sagt von ihr hÀngt das Gelingen einer Reise ab.

Die BeschĂ€digung oder gar Zerstörung der Galionsfigur ist ein schlechtes Omen und deutet auf ein großes UnglĂŒck hin. Das Schiff sollte aufgegeben werden, das es damit zu einem UnglĂŒcksschiff wurde.

Es gibt viele Seemannsgeschichten, die den Bezug der Mannschaft zur Galionsfigur und ihrer Macht wiedergeben.
Eine der uralten Legenden besagt, als einmal ein Segelschiff nicht so lief, wie der KapitĂ€n es sich wĂŒnschte, befahl dieser einem seiner Matrosen, der Galionsfigur – einem Rasseweib, mit dem Schrubber sanft ĂŒber das Gesicht zu fahren und dabei zu sagen:

Lauf, mein MĂ€dchen, lauf! Im ĂŒbertragenen, freundlichen Sinne von nun mach mal, oder komm aus dem Knick. Nach wenigen Augenblicken kam auch ein gĂŒnstigerer Wind auf, und das Schiff machte gute Fahrt.

Das Kriegsschiff Chevalier Tristan Jean-Luc de Dueraux fĂŒhrte eine Galionsfigur von großer Ähnlichkeit mit dem besagten maritimen Kriegshelden. Als das Schiff von seinem eigenen KapitĂ€n im Jahre 150 n.d.A. vor Sturmfels versenkt werden musste, um nicht in die HĂ€nde des Feindes zu fallen, bestand die Mannschaft darauf, den alten Chevalier de Dueraux zu retten. Trotz heftiger KĂ€mpfe wurde noch wĂ€hrend des Kenterns die Galionsfigur abgesĂ€gt und in einem Boot an Land in Sicherheit gebracht.


****


Schutzheiliger – Saint Tristan Jean-Luc de Dueraux
Saint Tristan Jean-Luc de Dueraux ist der Schutzheilige/Patron der Souvagnischen Seefahrer, Schiffer, Fischer und SchiffbrĂŒchigen.


****


Seemannsgruß

Seemannsgruß - Handelsschiffe
Mit dem Wort dippen bezeichnet man den Seemannsgruß unter Handelsschiffen.
GegrĂŒĂŸt wird hier durch Niederholen und Wiedervorheißen der der Landes- bzw. Nationalflagge. SĂ€mtliche Handelsschiffe haben gegenĂŒber den Kriegsschiffen die Pflicht zum ersten Gruß!

Handelsschiffe grĂŒĂŸen sich nur dann, wenn sie der gleichen Reederei angehören gehören oder wenn die KapitĂ€ne der beiden Schiffe befreundet sind.

Die Pflicht, zum ersten Gruß hat bei Vorbeifahrt:
Das ĂŒberholende Schiff gegenĂŒber dem Schiff das gerade ĂŒberholt wird.
Das in Fahrt befindliche Schiff gegenĂŒber dem vor Anker liegenden Schiff.
Das auf der Ausreise befindliche Schiff gegenĂŒber dem heimkehrenden Schiff.
Hier wird der Heimkehrer, der eine beschwerliche, lange Segelschiffsreise hinter sich hat, von dem Ausreisenden geehrt.

Der Seemannsgruß des Dippens wird niemals unter Kriegsschiffen erwiesen!
Das Dippen leitet sich ursprĂŒnglich aus dem Streichen der Segel her, sprich dem Streichen der Flagge. Das Streichen bedeutet schlicht die Unterordnung, Unterwerfung, also Kapitulation vor dem Feind. Mit dem Streichen der Flagge wird das Schiff dem Feind ĂŒbergeben.


Seemannsgruß – Kriegsschiffe
Der gebrĂ€uchliche Gruß zwischen Kriegsschiffen ist die Front!
Die Front ist eine Ehrerweisung der Mannschaft auf Kriegsschiffen. GewĂ€hrt wird diese Ehre dem KapitĂ€n/Kommandanten des eigenen Schiffes sobald er dieses in Uniform erreicht, Befehlshabern, Botschaftern und altehrwĂŒrdigen Schiffen.

Kommen hohe GĂ€ste an Bord oder verlassen das Schiff, wenden sich alle Mannschaftsmitglieder an Oberdeck der Person in Grundstellung zu – sie machen Front.

Auf See werden alte und berĂŒhmte Schiffe auf der Steuerbord Seite ĂŒberholt. Die Besatzung tritt nebeneinander in Passieraufstellung an die Backbordseite und grĂŒĂŸt das Schiff per Front.
Begegnen sich zwei Kriegsschiffe auf See in Hörweite, bei Tageslicht, wird Front mit der Bootsmannpfeife gepfiffen. Dabei erweist das Schiff mit dem im Rang niedrigeren Kommandanten die Ehrerweisung zuerst.


****


Die Beflaggung des Schiffes

Flaggen – Handhabung und Symbolik
GrundsĂ€tzlich ist jedes Schiff verpflichtet, die Flagge seines Landes wĂ€hrend des Tages am Flaggstock zu zeigen. Sie wird bei Sonnenaufgang vorgeheißt sprich gesetzt und bei Einbruch der AbenddĂ€mmerung niedergeholt.

Die Ausnahmen bilden Standarten von StaatsoberhÀuptern, Admiralsflaggen sowie Kommandantenwimpel, diese werden von Mond und Sonne beschienen.

Die Flagge auf halbmast bedeutet, dass man an Bord in Sack und Asche trauert, wenn der KapitÀn des Schiffes verstorben ist. In dem Fall werden Takelage und Rahen bewusst in Unordnung gebracht.

Die Flaggengala auch Flaggenschmuck genannt, wird bei festlichen Gelegenheiten gesetzt. Dabei werden die Signalflaggen aneinandergereiht lĂ€ngsschiff ĂŒber die Mastspitzen/die Toppen gesetzt. Daher die Bezeichnung ĂŒber die Toppen flaggen.

Die Nationalflagge des Landes in dessen GewĂ€sser sich das gerade Schiff aufhĂ€lt, wird unter die Steuerbordsalinge des Großmastes gesetzt.

Beim Einlaufen in den ersten eigenen Hafen kann eine Gala bestehend aus allen Flaggen der unterwegs angelaufenen LĂ€nder gesetzt werden.

Das Abschiedssignal auf einem Schiff, das binnen 24 Stunden den Hafen verlĂ€sst, ist der blaue Peter - genannt Signalflagge P. Sie dient ferner dazu die Mannschaft aufzufordern, sich unverzĂŒglich an Bord zu begeben.

Die Hausflagge oder Reedereiflagge genannt, dient zuerst als Unterscheidungssignal, da sich die Segelschiffe oft Àhneln. In diesen Reedereiflaggen sind meist die Anfangsbuchstaben der Reederei zu finden, Bildsymbole sind selten zu finden.


****


Seefahreralltag oder Wissenswertes

KapitĂ€nskajĂŒte
Die KapitĂ€nskajĂŒte oder auch Kammer genannt liegt immer Steuerbord, denn diese Seite gilt als die gute Seite.


HĂ€ngematte
Die HÀngematte ist der platzsparende Schlafplatz auf einem Schiff. Auf einigen Schiffen ist die HÀngematte auf die Mannschaft beschrÀnkt, Offiziere haben dort Schwingkojen. Man kann sich diese Kojen als offene Kisten vorstellen, die an Seilen hÀngen.


Wache
Eine Wache dauert auf See jeweils vier Stunden. Sie wird durch das Glasen der Schiffsglocke verkĂŒndet. Alle halbe Stunde erfolgt ein Schlag mehr, ausgehend von 12 Uhr mittags – 8 Glasen.
Eine mögliche Ausnahme besteht in der kupierten Hundewache, die um Mitternacht – 8 Glasen beginnt und bis morgens um 6 Uhr – 4 Glasen andauern kann.


Donnerstag ist Seemanns-Sonntag
Der Seemanns-Sonntag ist der Donnerstag. An diesem Tag gibt es stets ein besonders gutes Essen, meist mit Vor- und Nachspeise, am Nachmittag gibt es Kuchen.


Bootsmannpfeife
Die Bootsmannpfeife ist eine Signalpfeife, die zur Weitergabe von Befehlen an die Mannschaft genutzt wird. Sie hat einen hohen, durchdringenden Ton, der selbst bei schwerstem Wetter noch in der Takelage des Fockmastes zu hören ist.


Shanty
Der Shanty ist Matrosengesang der beim Arbeiten gesungen wird.


Meuterei
Meuterei ist das Nichtbefolgen eines Befehls, gleichgĂŒltig ob von einem Offizier oder dem KapitĂ€n erteilt. Meuterei wird ausnahmslos mit dem Tod bestraft.

Ein Befehl, den Du ausfĂŒhrst, ist Dienst.
Ein Befehl, den Du nicht ausfĂŒhrst, ist Meuterei!


Durch die Daggen laufen
Spießrutenlaufen auf Seemannart. Hierbei handelt es sich um eine PrĂŒgelstrafe mit einem ungefĂ€hr 80cm langen Tauende.


Die GrÀting aufriggen
Die GrĂ€ting aufriggen bedeutete, dass ein Holzgitter an der Rigg hochgezogen wird, um einen Matrosen daran festzubinden und mit der neunschwĂ€nzigen Katze/Peitsche zu verprĂŒgeln. Die ĂŒbliche Anzahl der SchlĂ€ge bewegte sich zwischen einem Dutzend bis zu 500, wobei der Mann dann in der Regel von einem Kriegsgericht dazu verurteilt wurde, „durch die Flotte gepeitscht zu werden“. Dies kommt einem Todesurteil gleich.


Kielholen
Das Kielholen ist wohl die bekannteste seemĂ€nnische Strafe unter Landratten. Mit Kielholen bezeichnet man das Durchholen unter dem Kiel auf See. Bei dieser Form der Bestrafung hĂ€ngt die Überlebenschance davon ab, ob der zu bestrafende Seemann schiffslĂ€ngs oder quer kielgeholt wird.
Zudem ob man langsam am vorher unter dem Kiel durchgeholten Seil zieht, an dessen Ende der Seemann angeleint wird, dass der die Chance hat, selbst zu schwimmen oder zu tauchen und dadurch einen gewissen Abstand zum Rumpf einhalten kann. Oder ob man das Seil so schnell einholt, dass er keine Chance hat, Abstand zum Kiel zu halten.

Entgegen der landlĂ€ufigen Meinung ertrinken die Kielgeholten nĂ€mlich fast nie, sondern verletzten sich am Muschelbewuchs, der sich am Unterwasserschiff befindet. Beim schnellen Einholen des Seils, wĂ€hrend der Seemann in SchiffslĂ€ngsrichtung kielgeholt wird, ist das Kielholen tödlich. Er wird seinen schweren Schnittverletzungen erliegen. Beim langsamen Einholen des Seils, wĂ€hrend der Seemann quer zum Schiff kielgeholt wird, ist die Überlebenschance um deutlich höher.


****


Wettervorhersagen und Wetterweisheiten
Wenn das Barometer auf hoher See verrĂŒcktspielt, vertraut kein Seemann auf die Wettervorhersagen so mancher selbsternannter Wetterfrösche. Nicht umsonst gibt es die Wetterweisheiten!

Wenn das SeegeflĂŒgel bleibt am Strand,
Gibt es schönes Wetter.
Zieht sie aber weit ins Land,
Pfeifen bald die Götter.

Bei Tiefstand zeigt des Glases Klettern
Vermehrte Kraft von Sturm und Wettern.

FĂ€llt das Glas wie Stein vom Turm,
Dann kommt Sturm.


****


Wahrheit und Legenden

Augenklappe
Entgegen der landlĂ€ufigen Meinung sind Augenklappen bei der Seefahrt gar nicht so selten, ich selbst trage eine. Allerdings werden sie nicht nur zur Überdeckung von fehlenden Augen benutzt, sondern auch von gesunden Augen.

Vor allem Piraten nutzen sie, um ihre Augen fĂŒr die Nacht zu trainieren. Indem sie ein Auge auch tagsĂŒber im Dunkel halten, können sie damit nachts besser sehen, so zumindest der Glaube.
Tatsache ist, dass viele Seeleute auf einem Auge durch den Gebrauch des Gradstocks erblindeten. Mit dem Gradstock musste man die Sonne anvisieren, weshalb so mancher Seemann auf einem Auge erblindete. Ein Gradstock oder Kreuzstab, ist ein frĂŒheres astronomisches Instrument zur Winkelmessung und zur mittelbaren Streckenmessung. Es wurde vor allem in der Seefahrt und Astronomie verwendet. Der Jakobsstab war in der VorlĂ€ufer des Sextanten.

Da auf einem Schiff oft schwere Helligkeitsunterschiede, zwischen den LichtverhÀltnissen an Deck, in der prallen Sonne und den dunklen, kaum beleuchteten RÀumen unter Deck bestehen, tragen viele Seeleute Augenklappen, um vor allem in kritischen Situationen sich die ansonsten recht lange Wartezeit zu sparen, bis sich das Auge an die Dunkelheit gewöhnt hat. Augenklappen sind somit keine Legende, sondern eine Tatsache.


Holzbeine
Auch Holzbeine sind keine Erfindung von einfallsreichen Landratten, um die Geschichten rund um die Seefahrt spannender zu gestalten. In der Souvagnischen Marine ist es ĂŒblich, verdienten wie kampfversehrten Seeleuten die Stelle des Smut/Schiffskochs zu ĂŒberlassen. Das Holzbein entspricht somit auch der RealitĂ€t und ist kein Mythos.


Papageie und andere bunte Vögel
Seeleute brachten von ihren Reisen in fremde LÀnder von je her gerne Vögel und andere exotische Tiere als mit. Vögel sind in Souvagne besonders beliebt und je exotischer ein Tier ist, umso teurer kann man es verkaufen. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich Papageien aufgrund ihrer SprachfÀhigkeit.

Auch an Bord sind sie gerne gesehen, sie setzten Farbtupfer, lernen zur Belustigung der Mannschaft sprechen und sind an Bord leichter zu halten als andere Tiere. Der Papagei auf so mancher Schulter ist damit auch real und keine Legende.


****


Der Aberglaube

Der Aberglaube ist bei Seeleuten weit verbreitet und keiner tut ihn mit einem LĂ€cheln ab!


Frauen und Priester an Bord
Frauen an Bord bringen genauso UnglĂŒck wie Priester, aus diesem Grund werden sie besonders misstrauisch betrachtet. Trotzdem kam und kommt es immer wieder vor, dass man solche Personen auf dem Schiff befördern muss. GlĂŒcklich schĂ€tzt sich jeder KapitĂ€n, der von diesem UnglĂŒck verschont bleibt.
In der Geschichte der Seefahrt kam es schon öfter vor, dass sich Frauen an Bord befanden, die sich als MÀnner ausgaben, ebenso Priester als normale MÀnner.
Andererseits ist es auf einigen Kriegsschiffen durchaus ĂŒblich, dass Frauen ihre MĂ€nner auf den Fahrten begleiten, ebenso wie sie als Passagiere mitreisen.


Kratzen am Stag bringt Wind
(Stag ist stehendes Gut, damit werden diejenigen Teile des Tauwerks bezeichnet, die als Absteifungen der Masten dienen. Der Name erklÀrt sich dadurch, dass diese bei Manövern meist nicht bewegt werden).


Pfeifen
Das Pfeifen mit dem Mund an Bord ist nicht erlaubt, man könnte dadurch Sturm heranpfeifen.
(WofĂŒr gibt es die Bootsmannspfeife?)


Elmsfeuer
Elmsfeuer bei Gewitter an den Toppen der Masten und den Spieren findet die unterschiedlichsten Deutungen. Sie reicht vom Feuerteufel/Schiffsbrand ĂŒber Vorzeichen fĂŒr gutes oder schlechtes Wetter bis zur VorankĂŒndigung des nahen Todes eines Besatzungsmitgliedes.


Freitag
Der UnglĂŒckstag ist der Freitag. Freitags lĂ€uft man nicht aus dem Hafen aus, Sonntag ist immer der gute Tag.
(Merke - Donnerstag ist Sonntag, Sonntag ist ein guter Tag z.B. zum Auslaufen, Freitag sollte man sich nichts Wichtiges vornehmen)


MĂŒnzenwurf bei Fahrtbeginn
Bei Fahrtbeginn werden MĂŒnzen ĂŒber Bord geworfen, um eine gute Fahrt zu bekommen.


Katzen bringen GlĂŒck!
Katzen an Bord bringen GlĂŒck. Die Samtpfote an Bord unterstĂŒtzt die Schiffshygiene und schĂŒtzt die wertvollen, knappen Nahrungsmittel durch Beseitigung von MĂ€usen und Ratten.


Flossen annageln
Das Annageln einer Haifischflosse oder Walflosse am KlĂŒverbaum sollten Kraft und Schnelligkeit auf das Schiff ĂŒbertragen.
(Als KlĂŒverbaum bezeichnet man auf ein Rundholz das ĂŒber das Vorschiff eines Segelschiffes hinausragt. Anders als der Bugspriet ist ein KlĂŒverbaum theoretisch beweglich. Allerdings ist er in der Regel fest angeschlagen und kann nicht ohne weiteres entfernt werden).


Sturmvögel
Die Seelen von toten Seeleuten wohnen in Sturmvögeln wie Möwen.


Klabautermann
Der Klabautermann ist ein kleiner Kobold und solange er an Bord bleibt, macht das Schiff gute Fahrt. Der Klabautermann sorgt sich um sein Schiff und seine Anwesenheit beschĂŒtzt das Schiff.
Als guter Schiffsgeist warnt er meinst unsichtbar den KapitÀn bei Gefahren. Es hilft zudem beim Schiffbau und beim Abdichten des Schiffsdecks.

Meist treibt der Klabautermann unsichtbar an Bord seines Schiffes Schabernack. Er klopft, rumpelt und rumort, so dass man eigentlich immer von seiner Anwesenheit weiß, auch wenn man ihn nicht sieht. Generell macht er sich durch eine Handvoll GerĂ€usche bemerkbar.

Man sagt -Wenn er klopft, bleibt er, wenn er hobelt, geht er.

Durch sein Erscheinen, zeigt er den möglichen Untergang des Schiffes an, ebenso zeigt sein Verschwinden vom Schiff großes Unheil an. Normalerweise wacht er ĂŒber die Ordnung auf dem Schiff.

So sanktioniert er schĂ€ndliches Verhalten an Bord. Vorzeitiges Drehen der Sanduhr beim Glasen zur VerkĂŒrzung der eigenen Wache gilt als asoziales Verhalten. Bei rĂŒckfĂ€lligem VerkĂŒrzen erscheint der Klabautermann um den Seemann fĂŒr sein asoziales Verhalten zu verprĂŒgeln.

Nach einem alten Seemannsbrauch gehört auf jedes Schiff ein Huhn zur Abschreckung des Klabautermanns.

Vom Aussehen her gleicht der Klabautermann einem Matrosen mit Hammer und Pfeife oder Seemannskiste. Er hat rote Haare und grĂŒne ZĂ€hne.

Zeigt er sich, so ist dies ein schlechtes Zeichen.
Er verlÀsst das Schiff erst, wenn es untergeht.


****


Seemannsgarn
ErzĂ€hlungen der Seeleute ĂŒber ihre Erlebnisse, wobei dieser Begriff ausdrĂŒcklich fĂŒr ĂŒbertriebene oder LĂŒgengeschichten steht.

Antworten