Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Bellamy Bourgeois [Souvagner]

Eine Gruppe von Menschenfressern und Vampiren, die sich ihren Lebensunterhalt als Leibwache von Prince Ciel verdienen.
Antworten
Benutzeravatar
Bellamy Bourgeois
Palaisin
Beiträge: 44
Registriert: Do 25. Jan 2018, 19:47
Volk: Souvagner
Steckbrief: [ externes Bild ]

Bellamy Bourgeois [Souvagner]

#1

Beitrag von Bellamy Bourgeois » Sa 20. Jan 2018, 21:23

[ externes Bild ]


Kurzinformation Bellamy Bourgeois

Name: Palaisin Bellamy Bourgeois
Volk: Souvagnischer Almane/Souvagner
Alter: 43 Jahre
Größe: 176 cm
Gewicht: 70 kg
Haarfarbe: schwarz
Augenfarbe: blau
Statur: trainiert
Herkunft: Beaufort
Derzeitiger Wohnort: Beaufort
Sprachen: Asameisch
Familienstand: ledig
Glaube: Ainuwar

Beruf:
Palaisin (Paladin)/Schwertmeister des Duc
Oberbefehlshaber der Souvagnischen Armee
Berater des Duc in Militärangelegenheiten, Officier généraux de Souvagne, Stratege

Palaisin Bellamy Bourgeois ist Palaisin (Paladin)/Schwertmeister des Duc und somit dessen persönlicher Streiter, sowie Beschützer.


Aussehen:
Bellamy Bourgeois ist ein 43 Jahre alter Souvagner. Bellamy ist von durchschnittlicher Größer, aber nicht von durchschnittlicher Statur, da es zu seiner Aufgabe gehört, im Notfall seinen Herrn gegen jede Bedrohung zu verteidigen, so dass er im waffenlosen wie bewaffneten Kampf äußerst gut geschult und trainiert ist.

Bellamy hat rabenschwarze, kurze Haare, einen sonnengebräunten Teint und extrem hellblaue Augen. Die Dienstkleidung des Palaisin ist eine komplett schwarze Rüstung.

Link:
https://i.imgur.com/L9dxeKg.jpg


Charakter und Mentalität/Lebenslauf:
Bellamy hat einen sachlichen, pragmatischen Charakter. Sein Hauptaugenmerk als Palaisin ist es, den Duc sowie dessen Interessen zu schützen. Dennoch verfügt er über eine humorvolle Seite, die in seinem Beruf allerdings nicht häufig zu Tage tritt.

Entgegen anderer Schwertmeister, hat Bellamy keine Ausbildung als Adliger genossen, da er kein Adliger ist. Bellamy Bourgeois ist ein gebürtiger Unfreier des Marqius Jules Auriville de Beaufort. Sein Leben begann er in dessen Burg und führte ihn dort in dessen Waffendienst. Später als junger Mann wurde er von diesem in den Dienst des Duc überstellt.

Bellamy begann seine Laufbahn als Gardist am Hofe, arbeitete sich in die Leibgarde des Duc hinauf und schaffte es aufgrund seiner Leistung sogar letztendlich bis zum Rang des Palaisin.


Fähigkeiten - Schwertkampf/Schwertfechten - Kampfkunst:
Bloßfechten, Schwertkampf ohne Rüstung
Harnischfechten, Schwertkampf in Rüstung
Messerfechten, Kampf mit dem langen Messer, vergleichbar einem kurzen, einschneidigem Schwert oder Säbel
Ringen am Schwert, der Kampf an der Waffe, bei dem eine freie Hand oder ein Bein zum Ringen benutzt wird. Jeweils Bestandteil des Bloß- und Harnischfechtens
Rossfechten, Schwertkampf zu Pferd
Schwert & Schild, Schwertkampf mit Faustschild und Stechschild
Ergänzend zu den v.g. Waffengattungen - Umgang mit dem Scheibendolch und einigen Stangenwaffen.


Stärken und Schwächen

Stärken:
Palaisin (Paladin)/Schwertmeister des Duc
Schwertmeister - offensiver und defensiver Kampfstil
Beherrscht verschiedenste Schnitt-, Hieb- und Stichwaffen
Sehr guter Nahkämpfer, offensiver und defensiver Kampfstil
Unumstößliche Treue und Loyalität zum Duc
Pragmatisch, logisch, taktisch denkend

Schwächen:
Ehemaliger Unfreier/Leibeigener - keine Ausbildung zum Adligen
Höfische Etikette spät und nur teilweise erlernt
Hat sich aufgrund seiner Herkunft mit einigen Vorurteilen herumzuschlagen


Schwert de Souvagne de Palaisin
Das Schwert de Souvagne (Reichsschwert) ist ein Teil der Krönungsinsignien. Im Allgemeinen ist dies die Bezeichnung eines Schwertes, das als Staatssymbol einer Monarchie die Macht, Stärke und Wehrhaftigkeit eines Landes darstellt. Das Schwert des Palaisin ist ein Amts- und Ehrschwert für den Schwertmeister des Duc persönlich.

Link:
http://www.kitrae.net/fantasy/images/Sk ... ul_2SM.jpg

(Oben Palaisin/Paladin-Ehrenschwert, unten Schwert de Souvagne)


Pferd: Askat

Link:
https://orig00.deviantart.net/d09e/f/20 ... 9gnpln.png

Benutzeravatar
Tekuro Chud

Rote Laterne
Beißer
Beiträge: 99
Registriert: Mi 4. Apr 2018, 14:19
Volk: Souvagner
Steckbrief: Tekuro

Re: Bellamy Bourgeois [Souvagner]

#2

Beitrag von Tekuro Chud » Di 24. Apr 2018, 01:39

Bellamys Bruder
:pfeil: Link

Boldiszàr Boucher ("Boldi") ist 39 und dient als Coutilier von Unitè B.
Bellamy und Boldiszàr wissen nichts davon, dass sie Brüder sind.

Infos zur Leibgarde des Ducs und Unitè B: Link
"Not all those who wander are lost."
J.R.R. Tolkien

Benutzeravatar
Silvano de Mancini

Die fleißige Feder in Bronze Rote Laterne
Chevalier
Beiträge: 199
Registriert: Sa 18. Aug 2018, 21:53
Volk: Souvagner

Re: Bellamy Bourgeois [Souvagner]

#3

Beitrag von Silvano de Mancini » Mi 19. Sep 2018, 03:25

Charbogen-Ergänzung:

Erfahrene Informationen durch Rückführung/Auslesung von Jules - 27.08.203 n.d.A.
(Die Altlasten der Agenten der Autarkie, S. 1):


Eltern von Silvano Giovanni de Mancini (Delancy Desnoyer):
Mercer Desnoyer - Vater
Genevre Desnoyer - Mutter

Eltern von Boldiszar Boucher und Bellamy Bourgeois (Boldiszar Bovier und Bellamy Bovier):
Berzan - Bovier
Mariette - Mutter


....Ein Mann mit schwarzen Haaren und stahlblauen Augen grinste ihn schräg an und wusch ihm vorsichtig mit einem Lappen das Gesicht sauber. "So schlimm war das doch gar nicht", sagte er liebevoll und strich Boldi die Haare aus dem Gesicht. "Hier nimm einen Schluck, das heilt jeden Quallenbrand!", sagte ein Mann hinter seinem Vater Berzan. Onkel Mercer reichte ihm einen Krug und Boldi nahm einen kräftigen Schluck. "Was gibst Du dem Jungen da?", fragte eine blonde Frau kopfschüttelnd und lachte. "Limonade!", rief Boldi bevor sein Onkel antworten konnte. Auch ihren Namen kannte Boldi, Tante Genevre, die Frau von Onkel Mercer. Die Mama von Del, mit ganzen Namen Delancy, sein bester Kumpel und hinterhältiger Quallenwerfer. Seine eigene Mama gesellte sich dazu und die Frauen beobachteten belustigt wie Berzan Boldi verarztete, während dieser Apfellimonade schlüpfte. Mariette so hieß ihre Mama. Sein Bruder hatte Del eingefangen und schliff den Übeltäter zu Boldi. Die Entschuldigung war ein breites Grinsen und Boldi reichte Del seinen Limonadenhumpen. "Ich trinke Bier! Wie alle Männer", verkündete er und nickte auffordernd, was die Gruppe loswiehern ließ.
Ein Blutbad bleibt ein Blutbad - auch wenn man zu den Überlebenden gehört

Benutzeravatar
Maximilien Rivenet de Souvagne

Die fleißige Feder in Bronze Rote Laterne
Duc
Beiträge: 309
Registriert: So 8. Okt 2017, 15:04
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Bellamy Bourgeois [Souvagner]

#4

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » So 7. Okt 2018, 00:13

Charbogen-Ergänzung - 06.10.203:

Die Agenten der Autarkie wurden mit sofortiger Wirkung von unserer Person postum rehabilitiert.

Den Kindern der Agenten der Autarkie wurde nach der Hinrichtung der Hochverräterin ihre vollständige Erinnerung zurückgegeben.

Ferner wurden die Kinder der Agenten der Autarkie gleich welchen Standes sie waren, als Wiedergutmachung in die Freiheit und den Stand des Nennadels erhoben.

Folglich lautet Euer Name nun wie folgt:


Chevalier Bellamy Bovier
[ externes Bild ]

"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
"Eine Entscheidung für etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."

Benutzeravatar
Bellamy Bourgeois
Palaisin
Beiträge: 44
Registriert: Do 25. Jan 2018, 19:47
Volk: Souvagner
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Bellamy Bourgeois [Souvagner]

#5

Beitrag von Bellamy Bourgeois » Do 7. Mär 2019, 23:54

Charbogen-Ergänzung:

07.03.204 n.d.A. - Vampirwerdung
Biss von Tekuro Chud


Die Beißer in Ehveros - Bellamys Biss
Ü18-Story
Link:
viewtopic.php?f=41&p=16491#p16491


Aussehen von Bellamy als Fledermaus
Link:
https://4pg6ytlewbav5wl8-zippykid.netdn ... 10x500.jpg


****

Benutzeravatar
Bellamy Bourgeois
Palaisin
Beiträge: 44
Registriert: Do 25. Jan 2018, 19:47
Volk: Souvagner
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Bellamy Bourgeois [Souvagner]

#6

Beitrag von Bellamy Bourgeois » Fr 15. Mär 2019, 21:51

Charbogen-Ergänzung:

10.03.204 n.d.A. - Liebesgeständnis
- Bellamy und Tekuro gestehen sich ihre Liebe


Die Beißer in Ehveros - Pyjamaparty in Ehveros
Ü18-Story
Link:
viewtopic.php?f=41&t=2076#p16499


Bellamy Bourgeois
Bellamy keuchte und wusste nicht mehr wie ihm geschah. Er presste sich eine Hand auf die Stirn, dann biss er zu. Seine Zähne versanken in Tekuros herrlichem Fleisch und er fing genüsslich an zu saugen, nur ein bisschen nicht fiel. Als sich Tekuro in ihm ergoss, gab es auch für Bellamy kein halten mehr. Tekuro war überall in ihm, alles an seinem Körper war pure Verzückung und dort wo Teku ihn berührte, da schrie sein Körper vor Wolllust und Geilheit. Teku und er schwangen sich zu nie geahnten Höhen der Lust auf. Während er kam und ein Brüllen wie ein Stier ausstieß, drückte er sich so fest an Tekuro, dass seine Rosette schmerzte. »Ich liebe Dich«, wimmerte er in Tekus Ohr kaum hörbar.

Tekuro Chud
Durch das Gehör fanden die Worte ihren Weg in Tekuros Gehirn und, tiefer noch, sie sickerten in sein Herz. Es dauerte eine Weile, ehe er sie wirklich begriffen hatte. Er zuckte fast ängstlich zusammen dabei. Als das Nachzucken ihrer Schwänze verebbt war, zog sich Tekuro vorsichtig aus Bellamy zurück und nahm ihn in die Arme, als wäre er aus Porzellan. Er hielt diesen Schrank von einem Mann wie einen zerbrechlichen Schatz, der jeden Moment kaputt gehen konnte. Seine Augen suchten Bellamys Mimik ab auf der Suche nach der Lüge, die sich, wenn er falsch reagierte, in ein schallendes Lachen verwandelte, in eine hässliche Fratze, in ein Fortstoßen, auf ihn rotzen, in die Seite treten und gehen. Tekuros Hand betastete Bellamys Wange, als müsse er prüfen, ob Bellamy echt sei. Strichen vorsichtig über sein Haar. Dann senkte er den Blick, zog seinen Spielgefährten und Wahlbruder noch näher an sich und bettete sein Gesicht an das des gefallenen Palaisin. Sie hatten alles zusammen erlebt, was man erleben konnte und stets zusammengehalten. Nie hatte es auch nur einen Augenblick des Zweifels gegeben. Bellamy war auf seine Weise ein Ehrenmann. Jeder bekam von ihm das, was er verdiente, Freunde wie Feinde. Und sie waren mehr als nur Freunde. Das wussten sie beide. »Ich liebe dich auch ... Belly«, flüsterte er noch leiser. Fast unhörbar bewegte er die Lippen dabei. Dann vergrub er sein Gesicht an Bellamys blutig gebissenem Hals.

Bellamy Bourgeois
Es gab keine Lüge, es gab nichts was Bellamy vor ihm verheimlicht hatte. Seine Seele lag wie ein offenes Buch vor Tekuro. Bellamy hätte niemals über ihn gelacht, denn er hatte ihm etwas gesagt, ihm etwas anvertraut, was er zuvor noch nie jemandem gesagt hatte. Sie hatten beide die Panzer abgelegt, aber auch die Waffen. Die Zeit der Masken war schon lange vorbei und Bellamy hatte in seinem großenlosen Glück und in seiner einmaligen Befriedigung einfach das gesagt, was er aus tiefstem Herzen empfand. Da war kein Hohn, da war nur Zuneigung in reinster Form. Bellamys Erregung ebbte in Tekuros Armen ab und machte einer tiefen Zufriedenheit Platz. Er hätte selbst nicht beschreiben können was es war, aber er fühlte sich in diesen Armen Zuhause.

Tekuro Chud
Tekuro genoss es mit jedem Fingerbreit seiner Haut, Bellamy so entspannt in seinen Armen zu spüren, nachdem sie beide etwas für sie so ungeheuerliches offenbart hatten. Er konnte seine Augen nicht von denen von Bellamy wenden. So viele Fragen hatte er ... keine davon gehörte in diese Runde. Niemand würde sie verstehen, niemand. Nur sie verstanden sich. Sie waren in ihrer Seele so ähnlich, dass man hätte meinen können, sie seien Zwillinge, dabei stammten Bellamys Vorfahren aus Souvagne und die von Tekuro aus dem hohen Norden. Tekuro fragte sich, ob sein Vater sah, was zwischen ihnen beiden war. Ob sonst jemand es sehen konnte. Und wenn ja, was sie darüber dachten. Hielten sie die beiden für die letzten Weicheier? Würde ihnen noch je einer den Titel eines Beißers abkaufen? Ein Grund mehr, Jaques zu suchen. Gemeinsam. Tekuro küsste Bellamy lange, die Augen immer nur einige Male kurz geschlossen. Er wollte ihn sehen, damit er nicht plötzlich wieder verschwand. »Ich lade dich zum Essen ein nach Ehveros«, versprach Tekuro, während er Bellamys Haar streichelte.


****

Benutzeravatar
Bellamy Bourgeois
Palaisin
Beiträge: 44
Registriert: Do 25. Jan 2018, 19:47
Volk: Souvagner
Steckbrief: [ externes Bild ]

Re: Bellamy Bourgeois [Souvagner]

#7

Beitrag von Bellamy Bourgeois » So 21. Apr 2019, 03:01

Charbogen-Ergänzung:


Bellamys Selbst- und Weltsicht
Kapitel 19 - Die Beißer in Souvagne - Die Auftrennung der Scherbenseele,
Zweimal schwarzer Kater

Link:
viewtopic.php?f=84&t=2136&p=16675#p16675


...Bellamy Bourgeois
Bellamy hörte Patrice aufmerksam zu, während seine Finger über den schlanken Körper von Patti glitten. Das was er sagte und vor allem wie er es sagte, schnürte Belly die Kehle zu. Aber davon sah man seinem Gesicht nichts an, bestenfalls sah man es in seinen Augen, die für einen Moment getrübt aussahen, so als wären Wolken über einen blauen Postkartenhimmel heraufgezogen. "Das werde ich", sagte er fest. Ein Versprechen, dass nicht nur Patrice galt, sondern ebenso Tekuro, der gesamten Familie und auch sich selbst. Nur für einen Zweck geschaffen worden zu sein und dann für einen derart schmerzhaften, ging Belly nahe. Er selbst hatte sich immer gefragt, was eigentlich der Sinn seines Leben war, wo er doch zu niemandem gehörte und trotz aller Leute die ihn umringten, stets alleine durch Leben schritt. Wozu war er dann überhaupt da? Was nützten die besten Fähigkeiten, wenn man sie nur dazu einsetzte sich von einen Tag zum nächsten zu kämpfen? Mit dem Problem war er nicht allein, es gab zig Waisen seiner Art. Und dennoch, selbst wenn es ein Heer von ihnen gab, jeder stand für sich allein. Sie schlossen sich nicht zusammen, sondern sie kämpften verbittert um das bisschen, was es für sie gab. Im Leid gab es keine Gemeinschaft, nicht in diesem Leid. Eines hatte er festgestellt, es war schlimm genug, dass sie niemand wollte. Aber der eigentliche Frevel war, dass sie sich selbst untereinander nicht wollten. Ändern konnte er daran nichts. Weder damals noch heute. Zur Gemeinschaft aufzurufen, wo es keine gab, bedeutete zu verzichten und dem anderen sein Futter überlassen zu müssen. Es bedeutete Schwäche und die bedeutete den Tod. Aber wozu lebten sie? Das war doch die Frage. Jeder hatte eine Bestimmung und diese herauszufinden, war das Bestreben eines jeden Menschen. Bellamy war vor einer Ewigkeit zu dem Schluss gekommen, dass es vermutlich seine Bestimmung war, aus dem tiefsten Dreck in die höchsten Ränge aufzusteigen. Allein, ohne jede Hilfe, nur aufgrund seiner Leistung. Vorbei an allen mit Eltern gesegneten Kindern, vorbei an den Freien, vorbei an den Adligen, nur um zu zeigen, dass allein auch Leistung zählte. Nur für wen hatte er das der Welt bewiesen? Wer freute sich mit ihm? Alles in seinem Leben hatte einen faden Beigeschmack wie die billige Hirsepampe die sie im Heim in die Fressschalen geklatscht bekamen. Nun hatte sich seine Welt gewandelt und das erste Mal im Leben hatte er eine Familie. Er hatte sogar einen Teil seiner tatsächlichen Familie wieder, seinen Bruder Boldi. Und er hatte erfahren, wer seine Familie war. Weder hatte er sich an das Gesicht seiner Eltern erinnern können, noch an das Haus. Aber die Stimme, die Stimme seiner Mutter war eine Erinnerung, die ihm niemand hatte rauben können. Und er hatte sie gehütet wie einen geistigen Schatz, denn genau das war sie. Nun hatte er ein Bild zu jener Frau, die mit einer Liebe zu ihm gesprochen hatte, die es in der Realität nicht für ihn gab. Heute sprach Tekuro ganz ähnlich zu ihm, denn sie liebten sich und Belly war dankbar dafür. Die Suche hatte ein Ende. Bruder, Partner, Schwager, Schwiegervater, Freunde... hätte ihm dies einer vor einem Jahr oder zwei erzählt, hätte er herzlich gelacht und überlegt, ob jemand ebenfalls Bellamy hieß. Und nun dagegen Patrice, der Vergleich hinkte, aber er musste ihn ziehen. Geschaffen um zu lieben und Liebe zu empfangen. Geschaffen für diesen Zweck, für diese Bestimmung. Eine Bestimmung die er niemals suchen musste, eine Bestimmung die sein Lebensinhalt war. Aber jene Liebe, war die eines Sogs. Patrice wurde davon verschlungen, fast vernichtet, von etwas dass sich vermutlich jeder insgeheim wünschte und sich danach sehnte. Ihn hatte es fast das Leben gekostet und den Verstand. Und dennoch war er heute hier, allein, frei und der Patrice, der er immer sein wollte. Es lag nicht an der Bestimmung, es lag nur am menschlichen Verständnis und was er daraus machte. Bellamy küsste Patrice lange, liebevoll und so zärtlich wie er konnte. "Was Gutes tun, jederzeit Patti", sagte er mit wehmütigem Grinsen und küsste ihn auf die Stirn. "Bruder", flüsterte er leise.


****

Antworten

Zurück zu „Beißer“