Tanz der DĂ€mmerung

Das gemĂ€ĂŸigte Klima bietet beste Bedingungen, aber ist es auch wert, umkĂ€mpft zu werden. Das Herzland ist die Heimat der Urvölker Asamuras, wĂ€hrend die Invasoren des Chaos sich von der Steppe aus verbreiteten und die alten Kulturen bedrohen.

Das Herzland
Das gemĂ€ĂŸigte Klima bietet beste Bedingungen, aber ist es auch wert, umkĂ€mpft zu werden. Das Herzland ist die Heimat der Urvölker Asamuras, wĂ€hrend die Invasoren des Chaos sich von der Steppe aus verbreiteten und die alten Kulturen bedrohen.
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Vanaja
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Re: Tanz der DĂ€mmerung

#11

Beitragvon Vanaja » Mo 14. Dez 2015, 15:20

Genau deshalb vermochte sie der Gesellschaft anderer humanen Wesen nicht viel abzugewinnen. Und das sie heute hier her kam, hatte sie auch mehr ihrer Neugier zu verdanken als ihrem Willen.
Aber offenbar mußte sie noch mehr lernen sich aus allen herraus zu halten. Noch mehr lernen unsichtbar zu sein, den wenn sie das nicht tat, sah man ja wo es endete.
Ihr Blick schweifte zwischen Viktor und dem Wirt hin und her und ihre Augen verengten sich leicht als der Vampir sich ihr nÀherte.
Kaiko war auch schon aufgebracht und besaß weniger Geduld als sie, doch irgendwas ließ sie glauben das der Vampir nicht so primitiv so leicht durchschaubar handeln wĂŒrde, und so legte die Wandlerin beruhigend eine Hand auf Kaikos RĂŒcken worauf dieser dann doch kein Feuer auf Viktor spie, wenn auch eher widerwillig.


Noch nicht Kaiko...warte ab.

Und so Unrecht sollte sie scheinbar nicht haben, den der Vampir schob sich vor sie und fing an von irgendwas zu erzÀhlen, was im Moment gar nicht relevant war. Aber das verwirrte dumme Gegner meist erst recht.
Und auch der Wirt sah erstmal reichlich irritert aus.

Langsam rutschte Vanaja von dem Tisch, den die Situation schien offenbar gleich wieder zu eskalieren. SpÀtestens nach dem Viktor zu erkennen gegeben hat was er war.
Und schon kam der Wirt auf sie zugepoltert. Anders konnte man es nicht nennen, sie spĂŒrte deutlich unter ihren nackten FĂŒĂŸen die Vibration des Bodens, bei jedem Schritt den der dickleibige Mann tat.

Die Halbfarisin war nicht unbedingt gerne eine KĂ€mpferin, aber sie spĂŒrte wie tief in ihr ein Instinkt wach wurde.
Und dann sah sie wie Viktor in sich zusammen sackte...

Kaiko..zeig dem Fackeltyp was Feuer ist


Der kleine Drache ließ es sich nicht zwei mal sagen. Und dann schoß plötzlich ein Feuerball an dem Ohr des Vampir vorbei direkt in das Gesicht des Mannes welcher die Fackel hielt.
Dieser ließ sogleich davon ab, ließ die Fackel fallen und rannte schreiend davon. Vermutlich um sein Gesicht am nahen Bach zu kĂŒhlen.

Im nĂ€chsten Augenblick hörte man hinter Viktor etwas, was klang wie das zereisen von Kleidung , und im nĂ€chsten Moment stĂŒrzte direkt neben ihm sich eine tiefschwarte WIldkatze auf den Kerl mit dem KnĂŒppel.
Entgegen jeden Vorsatzes siegte hier das Tier. So beließ sie es nicht nur dabei den Mann von seinen FĂŒĂŸen zu reißen, sondern ihre spitzen ZĂ€hne fanden sich sogleich an dessen Kehle wieder.
Was danach folgte war ein Toter mit blutender Kehle.

Der schwarze Leopard aber beließ es nicht dabei, er fauchte drohend in die Menge, wo zugleich noch ein paar sich in der Flucht versuchten, spĂ€testens dann als das Tier direkt auf sie zusprang.
So schaffte Vanaja es eine Schneise in den Mob zu bringen und hinaus in die kĂŒhle Nacht zu gelangen.

Dort drehte sie sich wieder zum Eingang um ihren Feinden nicht den RĂŒcken zuzudrehen, doch das war wohl eine Fehlentscheidung. Den den jungen Burschen der von der Seite kam, bemerkte sie zu spĂ€t, und schon traf dessen Keule sie unsanft in die Seite. Jaulend wurde sie ein gutes StĂŒck zurĂŒck gestoßen, fand sich aber nach einem Sturz wieder katzentypisches, rasch auf allen vier Pfoten wieder.

Der Bursche war nicht sehr krÀftig, zumindestens nicht so krÀftig das er ihr mit dem Schlag gleich alle Knochen gebrochen hÀtte, aber dennoch stark genug, das das noch passieren könnte wenn sie nicht aufpasste.

Zu ihrem UnglĂŒck war er nicht der Einzige der sich versuchte mit der Wildkatze anzulegen. Nur das der Zweite ein Schwert trug.

Ein wenig wisch sie zurĂŒck, das menschliche in ihr behielt Obacht auf den zweiten Gegner, doch das Tier fixierte den Einzigen der ihr geschadete hatte.
Und schon sprang es auf ihn zu, schaffte es sogar mit der Kralle ihn kurz am Unterarm zu erwischen, doch da bemerkte sie aus den Augenwinkeln ein herran nahendes Schwert.
Instinktiv sprang sie zur Seite doch das Schwert streifte sie an der Schulter und hinterließ eine blutige Schnittwunde.

Fauchend fixierte sie nun den Mann mit dem Schwert, was dem Burschen mit der Keule nochmal eine Chance gab, und ehe sich Vanaja versah purzelte erneut jaulend/wimmernd eine getroffene Wildkatze ĂŒber die Wiese, wo sie diesmal einen Moment liegen blieb, den der Schlag war heftiger gewesen und sie spĂŒrte es sehr in ihren Knochen.
DIe MĂ€nner aber hielten unbeirrt auf sie zu....
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Re: Tanz der DĂ€mmerung

#12

Beitragvon Viktor van Blutar » Di 15. Dez 2015, 13:25

Ein gekonnter tritt beförderte ihn zu Boden. Er sah noch wie Vanaja sich in eine schwarze große Katze verwandelte und aus der TĂŒr stĂŒrmte. Mutig war sie ihre wahre Natur vor den Menschen zu zeigen. Eine Faust traf ihm ins Gesicht. Jetzt reichte es! Genug der Menschlichkeit! Er hatte diese verirrten Subjekt lange genug geschont. Es war Zeit ihnen zu geben was sie wollten den Vampir, den DĂ€mon. Viktors Bewusstsein schwand langsam und machte einer Kraft Platz die keine Gnade kannte. Er war Zuschauer in seinem eigenen Körper. Er kannte dieses GefĂŒhl von frĂŒher. Ein Mensch kniete sich nun neben ihn hin und lachte bevor er sagte „Diese Vampire sind doch gar nicht so stark wie immer behauptet wird! Reich mir mal das Schwert da!“ HĂ€nde griffen in seine Haare und zogen daran. Sein Kopf hob sich und vor ihn erschien ein Rattenartiges Gesicht. Viktor spĂŒrte den Hass in sich aufsteigen. Reflexartig hob er die Arme und legte seine beiden HĂ€nde auf die Hand die ihn festhielt. Das Schauspiel konnte beginnen.

Mit einem Mal verlagerte Viktor sein Gewicht in Richtung Boden und zog die Hand des Rattengesichtes nach mit sich. Dieser schrie auf als sich sein Handgelenk ĂŒberdehnte. Diese Schreie stachelten den DĂ€mon in Viktor an. Er stellte sich auf. Das Rattengesicht hatte derweilen seinen Griff gelockert und versuchte aus dem Griff zu entkommen. Er hörte schnelle Schritte hinter sich und ein Schrei der Entschlossenheit besaß. Viktor merkte wie sich sein Mund zu einem Grinsen verzog. Er hob sein Bein und zog es bis zur Brust. Langsam zĂ€hlte er die Schritte welche sich nĂ€herten. Noch nicht, noch nicht, noch nicht, Jetzt. Er ließ seinen Fuß herab sausen und landete auf etwas festes was jedoch schnell nah gab. Ein OhrenbetĂ€ubender Aufschrei in dem Wut und Schmerzen lagen. Ein Knacken was das bersten von Knochen betonte. Viktor musste das Rattengesicht schnell los werden. Mit einem krĂ€ftigen Ruckdrehte er den Arm weiter nach oben. Die Schmerzensschreie gingen in ein Jammern ĂŒber. Dann ein Ekelhaftes Knacken und der Arm des Rattengesichts hing in einem ab normalen Winkel zum Körper. Viktor löste den Griff und stieß das Rattengesicht zu Boden. Dann eine schnelle Drehung und ein platzierter Tritt welcher die Rippen des hinteren Angreifers brechen ließ. Er wollte schreien jedoch schnappte er nach Luft. Seine Gesichtsfarbe wich und er wurde blass. Der Körper sackte in sich zusammen. Hinter ihm ertönte von draußen ein Jaulen, das einer Katze. Schnell wandte sich Viktor um. Die ĂŒbrigen GĂ€ste flohen nach draußen. Der Wirt stand mit seiner Axt im TĂŒrrahmen und lachte „Wenn wir euch nicht beide töten können so können wir doch wenigsten einen von Euch in die Unterwelt zurĂŒck schicken!“ Er lachte böse. Der DĂ€mon von Viktor verstand nicht was er damit meinte. Doch er wusste ein was. Das dieser Fette Kerl sterben wĂŒrde. Das Rattengesicht lag vor ihm auf den Boden und hielt sich seinen verletzten Arm. Die Beine waren an die Brust herangezogen. Schnell ging Viktor zu dem Körper und zog den Mann an den Harren so dass er die Kehle frei legte. Dann Kniete sich Viktor auf den Hals des Mannes der versuchte nun nach Luft zu schnappen. Ein irres Lachen entfuhr Viktors Kehle. Doch innerlich schrie er. Was tat er da nur. Ein Biss und die Sache wĂ€re beendet gewesen. Musste man diesen Mann noch quĂ€len. Das Zucken wurde schwĂ€cher und hörte dann ganz auf. Der Mann war tot. Nun vernahm er schwere ErschĂŒtterungen des Holzbodens. Al er aufsah erblickte er den Wirt welcher sein Beil ĂŒber den Kopf hielt und es auf Viktor niedersausen ließ. Dieser machte aber einen Sprung zurĂŒck und so spaltete das Beil den Kopf des Leichnams mit dem Rattengesicht. Der Wirt schrie verzweifelt auf. Fluchte und spuckte. Er zog die Klinge aus dem Leichnam. Viktor lachte wieder auf. Wut entbrannt stĂŒrmte der fette Wirt auf ihn zu. Sein Beil hielt er dieses Mal seitlich und lies es als er in der NĂ€he von Viktor war zur anderen Seite sausen. Viktor duckte sich unter den Beil weg und machte aus der Hocke einen Satz nach vorne. Dabei rammte er seine Faust in die Magengrube des Wirtes. Dieser sackte nach vorne und Viktor zog seine Faust zurĂŒck und versetzte den Wirt mit der freien Faust einen Haken in die Nierengegend. Der Schmerz lies den Wirt etwas seitlich nach vorne beugen. Kommen wir zum Ende. Viktor sprang etwas nach oben und als die Schwerkraft ihn wieder nach unten zog verpasste er den Wirt einen Fausthieb auf die freie Wange. Die Wucht des Fausthiebes war enorm und der fette Wirt landete auf den Boden bĂ€uchlings. Schnell war Viktor ĂŒber ihn zog den Kopf an den Haaren hoch und versenkte seine ZĂ€hne seitlich in den Hals des Wirtes. Und er soff. Das Blut hatte etwas Alkoholisches und es betörte Ihn. Er soff und sog den lieblichen Geschmack ein. Dann vernahm er wieder ein jaulen welches von einer Katze kam. Er ließ den Wirt zu Boden fallen und richtete sich auf. Noch mehr zum abschlachten?

Als er vor die TĂŒr trat sah er zwei MĂ€nner, die eine schwarze große Katze in Richtung Wald getrieben hatte. Einer mit einem Schwert bewaffnet, der Andere mit einem KnĂŒppel. Der Geruch von Gestaltwandler lag in der Luft. Er rannte auf die beiden zu. Beide achteten nicht auf ihn und waren auf die Katze fokussiert. Er bremste seine Schritte ein paar Meter vor ihnen ab und schlich sich an sie heran. Der eine sagte „Na Los Hexe verwandle dich wieder in ein Mensch!“ beide lachten dreckig. Der Andere sagte „Ja komm schon wir wollen doch noch ein bisschen Spaß haben!“ Wieder lachten beiden und da packte Viktor sie im Genick. „Denn will ich auch haben“ sagte er mit einem Wahnsinn in der Stimme. Die beiden versuchten mit ihren Waffen nach hinten zu schlagen. Er erhöhte den Druck auf ihre Genicke und sagte dann „Fallen lassen sonst haben wir doch keinen Spaß!“ er lachte ein hohes grausames Lachen. Die beiden ließen die Waffen fallen. Mit zwei Tritten in die Kniekehlen beförderte Viktor sie auf die Knie ohne seine Griffe zu lockern. Innerlich schrie er denn er wusste was sein DĂ€mon vorhatte. Mit dem Wahnsinn in der Stimme sagte er „Zuerst entschuldigt ihr euch bei der Katze!“ Der SchwerttrĂ€ger antworte darauf hin „Bei einem Hexenbiest niemals“ Viktor erhöhte den Druck auf das Genick. Der Mann schrie auf. Viktor wendete sich dem KnĂŒppeltrĂ€ger zu und sagte dann mit leiser kalter Stimme „Und wie sieht es mit dir aus?“. Der JĂŒngling schaute zu der Katze und sagte dann „Entschuldigung!“ Viktor ließ ihn los und sage „Verschwinde und lauf so schnell du kannst!“ der JĂŒngling er lief weg. Nun wandte sich Viktor dem SchwerttrĂ€ger zu und roch an ihm. Angstschweiß regte ihn noch mehr an. „Eine Frage“ begann er „ Was geht durch alle Gassen, klopf an jede TĂŒr und jedes Fenster und wird doch niemals gesehen?“ Der SchwertkĂ€mpfer verstand nicht und sagte „Was?“ Viktor lachte und neigte dabei den Kopf des Mannes etwas zur Seite „Der Tod!“ sagte er und stieß dann seine ZĂ€hne in den Hals des Mannes der schrie. Blut saufend bemerkte er nicht wie ein Feuerball hinter ihm kam. Er traf ihn im RĂŒcken und lies sein Hemd lichterloh in Flammen aufgehen. Mit weit aufgerissen Augen schrie er die Nacht an. Wut stieg in ihm auf. Wer wagte es einen Vampir anzugreifen. Schnell warf er sich auf den Boden und wĂ€lzte sich herum. Die Flammen erstickten. Der Schmerz auf seinen RĂŒcken war groß. Als er aufblickte sah er einen kleinen geflĂŒgelten Drachen. Diese Miestvieh wĂŒrde bĂŒĂŸen dafĂŒr. Er wĂŒrde ihm den Hals umdrehen. Nun regte sich was in seinem Innern. Es bereitet ihn Kopfschmerzen und er wĂ€lzte sich auf den Boden hin un her und dann begann er zu sprechen „Nein ihn wirst du nicht töten!“ sagte er mit freundlicher angsterfĂŒllter Stimme. „Doch ich werde ihn seinen Hals umdrehen!“ kam die Antwort aus seinem Munde mit dieser rauen wahnsinnigen Stimme. Diese Schmerzen in seinem Kopf nahmen zu und brachten ihn um den Verstand. „Nein wirst du nicht!“ meldete er sich wieder mit der freundlichen Stimme und die raue Stimme antworte Ihm „Wer will mich daran hindern? Du etwa?“. Die Schmerzen waren unertrĂ€glich und sein Kopf fĂŒhlte sich an als ob er jeden Moment platzen wĂŒrde. Da setzte er seine HĂ€nde an seinen Hals und begann sich selbst zu wĂŒrgen. „NEIN DAS TUST DU NICHT“ schrie die raue Stimme. SchwĂ€rze legte sich ĂŒber Viktor und langsam verdrĂ€ngte er den DĂ€mon in seinem Kopf

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Re: Tanz der DĂ€mmerung

#13

Beitragvon Vanaja » Di 15. Dez 2015, 15:38

Schmerzen, jeder einzelne Knochen schien gebrochen, so fĂŒhlte es sich.
Noch benommen sah sie eine dritte Gestalt in ihre Richtung laufen. Und schon befĂŒrchtete sie, das es um ihr Leben geschehen war. Doch irritierender Weise wollte die dritte Gestalt nicht ihr Leben, sondern das Jener welche sie angriffen.

Langsam erhob sie sich vom kĂŒhlen Boden und als ihr Verstand langsam aufklarte sah sie nur noch wie die dritte Gestalt, welche als Einzige aufrecht stand, aufschrie und mit brennendem Hemd sich auf den Boden warf. Hin und her wĂ€lzend erstickte er die Flammen, und doch war das nicht das Ende des Schauspiels.
Irgendwie schien die Gestalt mit sich selbst zu sprechend und irgendwie auch nicht.

Aber kannte sie das nicht irgendwoher? Ihr Blick traf auf Kaiko, welcher offenbar fĂŒr das brennende Hemd verantwortlich war und sie wollte ihm schon danken.
Dann schlich sie aber erstmal langsam nÀher an die, inzwischen reglos, am Boden liegende Person und beschnupperte sie irritiert, bevor ihr klar wurde, wer es war.
Der Vampir, aber er war offenbar bewußtlos, oder gar tot? Wie ĂŒberprĂŒfte man bei einem Untoten ob er noch lebte?
Andererseits vieleicht sollte sie ihn einfach liegen lassen. Seine Schuld war vermutlich beglichen und somit konnte Jeder wieder seines Weges gehen.
Doch dann traf ihr Blick, auf die letzen ĂŒbrig gebliebenen des Mobs, welches noch etwas unsicher vor der Taverne standen.
Murrend griff sie nach einem Schuh des Vampirs und zerrte ihn mit sich Richtung Wald.
Was, auch wenn sie durchaus krÀftig war, nur langsam vorran ging.

Kaiko hilf mir

schickte sie dem Kleindrachen in Gedanken zu, und der kleine Freund verstand. Obwohl er es eher widerwillig sah das Vanaja dem Untoten half.
Dennoch spie er erneut immer mal wieder Feuer Richtung des Mobs um sie auf Abstand zu halten, wÀhrend die schwarze Wildkatze langsam mit dem Vampir zwischen den BÀumen verschwand.

Irgendwann...sie vermochte nicht mehr zu sagen, wie lange es bereits her war, nur das ihre Kraft allmÀhlich schwand, machte sie halt.
Verborgen unter der tiefen Krone einer alten Weide legte sie Viktor ab.

Schnaufend hielt sie nach ihrem kleinen GefĂ€hrten Ausschau, welcher aber, wie zu erwarten bereits anwesend war und von einem Ast aus den scheinbar noch bewußtlosen Vampir im Auge behielt.
Keuchend fing die WIldkatze plötzlich an zu zucken und fauchte. Das Fauchen wich allmÀhlich einem menschlichen Schrei wÀhrend das Fell schwand und die Tiergestalt, der Gestalt eines Mensch wisch.
Schwer atmend lag dann dort, direkt neben dem Untoten eine vollkommen entblĂ¶ĂŸte junge Frau.

Vanaja gönnte sich noch ein paar MInuten, bevor sie sich erneut aufraffte und große BlĂ€tter sammelte, welche sie mit viel geschick und der Hilfe weitere Naturmaterialen zu KleidungsstĂŒcken baute.
Zwar war es sehr karg, aber es bedeckte zumindestens Brust und Scham.
Die schlanken Arme und der freie Bauch zierten zusĂ€tzlich zu den, an manchen Stellen vertretenen Schuppen, nun auch einige blaue Flecke, in verschiedenen GrĂ¶ĂŸen.
Dank ihrer Kenntnisse vermochte sie es, mit den richtigen KrÀutern auch die Schnittwunde am Oberarm zu versorgen, ehe erneut ihr Blick auf Viktor fiel.

Nachdenklich betrachtete sie ihn eine Weile, ehe sie erneut im Unterholz verschwand. ZurĂŒck kam sie mit nassen KrĂ€uttern und ein paar großen BlĂ€ttern. Ohne lĂ€nger inne zu halten, drehte sie den Vampir auf den Bauch und befreite den RĂŒcken von den Fetzen des Hemdes.
Mit wissender Sorgfalt zerdrĂŒckte sie die KrĂ€uter und legte sie auf die Verbrennungen. ein kĂŒhler Saft trat aus den Pflanzen und der Geruch nach KrĂ€utern verbreitete sich.
Die großen BlĂ€ter wurden noch nass gemacht und sie legte diese obendrauf.
So ließ sie den Vampir zurĂŒck unter Aufsicht von Kaiko, der das bitter ernst nahm und eher widerwillig den Untoten am Leben ließ.
WĂ€hrend dessen durchstreifte die Halbfarisin den Wald. Dank ihrer zweiten Gestalt war der Weg schnell zurĂŒck gelegt und sie konnte einem ihrer Verstecke etwas Kleidung und den Bogen samt Pfeile entnehmen.
Zwar war diese Kleidung lediglich auf ein kurzes bauchfreies Lederhemd und einen knappe Lederhose, welche fast nur ein Lendenschurz war beschrĂ€nkt. Aber es wĂŒrde definitv besser halten als das BlĂ€tterwerk.

Ihr SpĂŒrsinn und das sie sich gut auskannte in diesem Wald, fĂŒhrte sie, nun zu Fuß schnell wieder zurĂŒck an den Platz, wo sie bei Kaiko oben verborgen im Baumwipfel sich dazu setze und von da heimlich Viktor beobachtete, sofern er den wirklich noch lebte.
Aber soviel wußte Vanaja nun nicht ĂŒber Vampire um das beurteilen zu können. Sie wußte nicht mal ob der KrĂ€uterbrei bei Untoten half. Bei Lebenden jedenfalls war er gut gegen Brandwunden.
Um sich die Zeit zu vertreiben, jagde sie ein paar Vögel welche sie mit Hilfe von Kaiko auf die schnelle Art braten konnte und sich hungrig darĂŒber her machte. ein paar der Knochen landeten achtlos an der Wurzel des Baumes.
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Re: Tanz der DĂ€mmerung

#14

Beitragvon Viktor van Blutar » Di 15. Dez 2015, 18:16

Er war in einem dunklen Raum und hatte keine Orientierung. Die Dunkelheit war so stark das er seine Hand vor Augen nicht sah. Sein Körper schmerzte. Es war ein Schmerz des Zuges, als ob tausende FĂ€den in seiner Haut waren und jemand daran zog. Auf ein Mal fiel ein Lichtkegel wie aus dem Nichts auf ihn. Das grelle weiße Licht blendete ihn und fĂŒgte noch weiteren Schmerz hinzu. Er schlug seine HĂ€nde vor die Augen. Plötzlich ertönte eine Stimme und sagte „So schwach!“. Der Klang dieser Stimme war ihm vertraut es war seine eigene. Sie klang rau und verzerrt und kein GefĂŒhl schwang in ihr mit. Nun bemerkte er dass er auf den Boden lag und nackt war. Langsam gewöhnten sich seine Augen an das Licht. „So schwach und so Verletzlich. Ein Kind geblieben!“ sagte seine eigene Stimme. Er kniff die Augen zusammen und versuchte in der Dunkelheit etwas zu erkennen. Langsam erhob er sich. Die Schmerzen schwanden langsam.

Dann Plötzlich hörte er seine Stimme hinter sich. „Hallo Viktor!“ sagte sie. Er schnellte herum und sah in sein Angesicht. Das konnte nicht wahr sein. Er hob die Hand und wollte das Gesicht, sein Gesicht berĂŒhren. Da griff sein Ebenbild nach seiner Hand und hielt sie fest. „So weit sind wir noch nicht Viktor!“ sagte es mit kalter Stimme. In seinen Augen stand der nackte Wahnsinn gepaart mit der Grausamkeit. „Wer bist du?“ fragte Viktor. Sein Ebenbild lachte nur und antworte dann „Du!“. Viktor verstand nicht. „Ich?“ fragte er. Sein Ebenbild nickte. „Lass uns doch noch mal die schönen Momente anschauen“ sagte es und der Raum begann sich aufzulösen.

Stattdessen kam ein Sternenklarer Himmel zum Vorschein in dessen Mitte der Mond stand. Eine Ebene wo eine kleine Gruppe stand. Sie hatten Jemanden eingekreist. Er vernahm einen Stoß in den RĂŒcken, leicht nur so dass er nach vorne lief. Je nĂ€her sie kamen der Gruppe desto deutlicher sah er wen sie umringt hatten. Ihn. „Erinnerst du dich an die VampirjĂ€ger?“ fragte sein Ebenbild. Als er zu ihm schaute sah er Freude in dessen Gesicht. „Ich mich schon! Den einen habe ich geköpft, den anderen habe geteilt, oh die beiden dort“ er zeigte auf zwei Gestalten „Die habe ich ausgespielt das sie sich töten. Den dort habe das Genick gebrochen und dem habe ich gefoltert bis er mich anflehte ihn zu töten.“ in den letzten Worte schwang Freude mit. Viktor sah zu wie das was sein Ebenbild gesagt hatte geschah. Der erste der ihn Angriff köpfte er und die anderen Ereignisse traten auch ein. Der Himmel zerbröckelte in kleine StĂŒcken und die Umgebung verschwamm als sei sie aus Wasser.

Eine KĂŒche mit einem Kind und einer Frau tauchte plötzlich auf „Ah meine Lieblingsszene!“ sagte das Ebenbild. Erinnerst du dich Viktor?“ Viktor sah das Kind an und erkannte sich selbst. Sich mit sieben Jahren. Die Frau war Anni seine Amme. Sie hatte einen Kuchen gebacken. Viktor wusste was gleich geschehen. Wurde. „Schön du erinnerst dich dran!“ Sagte sein Ebenbild und lachte kalt. Die TĂŒr zu KĂŒche wurde aufgestoßen und Viktors Vater kam herein. Er packte Anni und zerriss ihre Kleider Viktor wollte ihr zu Hilfe eilen, der Erwachsene. Doch als er seinen Vater erreichte und ihn packen wollte glitt er hindurch wie ein Geist. Ein verrĂŒcktes, hohes und kaltes lachen kam von seinem Ebenbild. Viktor sah zu wie sein Vater seine Amme schĂ€ndete und ihr dann vor den Augen des schreienden Kindes den Kopf abtrennte. „NEEEEIIIINNN!“ schrie Viktor und bekam von seinem Ebenbild nur zurĂŒck geschrien „DOOOOOOOOCH!“.

Dann zerfiel der Raum und wich der Dunkelheit. „Der Vater ist mir völlig unbekannt, keine Mutter hat mich je geboren, aus meinen Bauch ein Nabel wĂ€chst und spendet mir den Lebenshauch, ich bin geschaffen und erdacht und wurde nie geboren!“ sagte das Ebenbild zur Viktor. „Du nennst mich DĂ€mon und doch war ich der Krieger. Ich habe unserem Körper so viele Male davor bewahrt zu sterben. Leider verdrĂ€ngst du mich immer wieder an diesen Ort! Die Dunkelheit ist mir bekannt!“ fuhr es fort. „Ich wart geboren als du das sahst wie die Frau die wie eine Mutter war zu dir von dem Monster geschĂ€ndet wurde und dann getötet wurde. Du hast mich dann immer wieder herauf geholt wenn dies sich wiederholte.“ Sagte es mit einer Verzweiflung in der Stimme. „Ich rebellierte gegen ihn und sah die Konsequenz meines Handelns! Die Gewalt machte mich stark Viktor machte mich STARK!“ Viktor ĂŒber kam trauer und er merkte wie eine TrĂ€ne seine Wange herunter lief. Der salzige Geschmack breite sich in seinem Mund aus. Das kalte lachen war wieder zu hören und das Ebenbild sprach „So schwach, deine GefĂŒhle sind die eines SchwĂ€chlings. Trauer empfindest du genauso wie Liebe und GĂŒte, alles SchwĂ€chen.“ Nun wanderte sein Ebenbild um ihn herum „Hass, Wut, Verzweiflung sind StĂ€rken!“ Plötzlich spĂŒrte er wie die Schmerzen wieder kamen wie sie in seinen Kopf flossen. Er hielt sich seine HĂ€nde an die SchlĂ€fen und schrie „AUFHÖREN!“ Doch die Stimme und das Gesicht seines Ebenbildes verschwanden nicht. Stattdessen wurden sie lauter. Nun hörte dieses laute kalte Lachen und schrie wieder „AUFHÖREN! HÖR AUF!“ Etwas packte ihn am Arm und hob ihn empor in die LĂŒfte. Vor seinem Innerem Auge tauchte ein Gesicht einer jungen Frau auf. Er flĂŒsterte „Vanaja!“ Dann durchfuhr kĂŒhle Luft seine Nase und drang in seine Lungen ein. Wie nach einer Zeit unter Wasser schnappte er nach Luft und schlug die Augen auf. Vor ihm war aber nicht Vanaja sonder ein etwas lĂ€ngliches Gesicht mit schuppen. Zwei große Augen schauten ihn böse an und eine leichte WĂ€rme war zu spĂŒren welche von dem leuchten aus dem Maul mit den spitzen ZĂ€hnen stammte. „Wo bin ich“ fragte Viktor erschrocken 
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Re: Tanz der DĂ€mmerung

#15

Beitragvon Vanaja » Mo 4. Jan 2016, 06:57

Tief unter ihr flog der Wald dahin, BĂ€ume und Wiesen verschwammen regelrecht, und sie fĂŒhlte sich so frei, frei von aller Last. Sie und der Himmel waren eins. Nie fĂŒhlte sie sich Is'emi nĂ€her als in diesem Moment. Doch dann verĂ€nderte sich etwas, Sie spĂŒrte etwas, konnte den Grund , die Ursache nicht erfassen. Doch plötzlich tauchte neben ihr ein anderes Getier auf. Sie stieß einen warnenden Schrei aus, diese kleine Fledermaus könnte ihr Beutetier bleiben. Und tatsĂ€chlich schien das Geschöpf zu verschwinden, nur im nĂ€chsten Moment wieder aufzutauchen. Doch nun ging sie in den Sturzflug ĂŒber, wie ein Pfeil schoß sie hinab, die BĂ€ume rasten auf sie zu und umschlangen sie dann wie schĂŒtzende Arme ehe sie am Boden ihre menschliche Gestalt annahm. Doch die Fledermaus war noch immer da und wie ein Wirbel schien sie zu wachsen ehe ihr gegenĂŒber ein Mann stand.
Sie kannte ihn. Er war Feind aber irgendwie auch Vertrauter. Er war die Nacht, sie der Tag. Er war Tod und sie das Leben, KĂ€lte und sie das Feuer. Sie waren vollkommen unterschiedlich und doch so gleich. Langsam hob sie die Hand und er tat es ihr gleich, ganz zaghaft streckte sie einen Finger aus um ihn zu berĂŒhren. Und wie ein Spiegelbild tat er es gleich. Und als sich ihre Finger berĂŒhrten schienen sie zu schmelzen, zu verschmelzen ehe sie fast zu verschmelzen schienen, eine Woge aus Schatten und eine aus Feuer welche umeinander woben wie eine Spirale. Da war Respekt, Anziehungskraft, Faszination, Vorsicht..es war nicht zu beschreiben.


~ Vanaja...~

Der Wind schien ihren Namen zu flĂŒstern aber irgendwie passte es nicht. Stirnrunzelnd schlug sie die Augen auf und blinzelte. Sie brauchte einen Moment um zu begreifen wo sie war. Das sie hoch oben auf einem Ast saß, den RĂŒcken an den krĂ€ftigen Stamm gelehnt der ihr Schutz und Halt war. Blinzelnd sah sie zu Kaiko der den Blick genauso blinzelnd erwiederte,aber wacher zu sein schien als sie. Und dann fiel es ihr wieder ein. Er hatte ein waches Auge auf den Untoten gehabt, traute er ihm noch weniger als sie es tat.
Die Halbfarisin sah hinab und entdeckte das er wach war. Wie lange hatte sie geschlafen? Jedenfalls lange genug, ein Blick an den Horizont verriet ihr das in wenigen Stunden die DĂ€mmerung gefolgt vom Tag einbrechen wĂŒrde. Aber noch funkelten die Sterne am blauschwarzen Himmelszelt.
Wieder wanderte ihr Blick hinab zu Viktor der eine Baumwurzel ansah als wĂ€re sie ein Biest das ihn gleich anspringen wĂŒrde. Die GlĂŒhwĂŒrmchen welche eben noch um diese Wurzel herumschwirrten suchten nun beim Erwachen des Vampirs das Weite.
Vanaja warf einen prĂŒfenden Blick zu Kaiko doch der beteuerte nichts mit dem erschrockenen Blick des Untoten zu tun zu haben.

Die großen BlĂ€tter mit den KrĂ€utern klebten noch immer auf dem nackten RĂŒcken des Vampirs. Zugegeben im Mondlicht schimmerte seine blasse Haut schön. Es war eine unsterbliche Schönheit und erneut mußte sie sich ins GedĂ€chtnis rufen das er gefĂ€hrlich und unberechenbar war. Wer wußte schon ob er sie nicht irgendwann doch als Mahlzeit nutzen wĂŒrde.

Sollte sie runter gehen? Viktor schien noch zu brauchen. War ihm nicht zu verdenken. Er war an einem fremden Ort, sein Hemd lag zerissen neben ihm und auf seinem RĂŒcken klebten KrĂ€uterverschmierte BlĂ€tter.
Aber sie war hungrig und er vieleicht auch. So glitt sie lautlos vom Baum und verschwand im Wald.
Es dauerte eine gute Weile bis sie zurĂŒck kehrte. In einer Hand ein totes Waldhuhn und in der anderen Hand einen fetten Hasen. Sie klemmte sich das Huhn zwischen die ZĂ€hne und kletterte zurĂŒck auf den Baum. Dort schnitt sie dem Hasen die Kehle auf und warf das blutige Tier hinab zu dem Vampir.
Ihn beobachtend rupfte sie die Feder von dem Huhn.
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Re: Tanz der DĂ€mmerung

#16

Beitragvon Viktor van Blutar » Di 12. Jan 2016, 14:54

Dieses verdammte Vieh dachte er sich.! Wieso kann es an stellen auftauchen und dann einfach wieder verschwinden? Dazu noch Feuer. Doch war er dem kleinen Drachen und seiner Herrin? Nein seiner Freundin dankbar das sie ihm wie auch immer aus dem Tal der Finsternis geholt hatten. Es hatte sich alles so real angefĂŒhlt und doch war es nicht war gewesen. Kleine Lichter kreisten um ihm. Die Menschen nannten sie GlĂŒhwĂŒrmchen. Bei seinem Erwachen mussten sie etwas auf Abstand gegangen sein. Kein Wunder der „Gestank“ des Todes hing an ihm. Plötzlich hörte er ein Sausen und einen dumpfen GerĂ€usch welches neben ihm auftauchte.

Er erschrak als das leblose Tier auf dem Boden aufschlug. Sofort schnellte er nach oben und begab sich in die Hocke. Seine FangzĂ€hne schoben sich nach vorne und ein Fauchen entrann seiner Kehle. Sein Blick suchte wild die Gegend ab. Um ihn herum waren Große dicke BĂ€ume die mit ihren BlĂ€tterwerk fast den Himmel verdeckten. Zu mindesten sah es von hier unten so aus. Ein Lagerfeuer brannte neben ihm und verströmte seine WĂ€rme. Jetzt erst bemerkte er das sein Oberkörper frei war. Als sein Blick auf den Boden sank und den trockenen Waldboden absuchte entdeckte er, erst spĂ€t, sein zerrissenes angesengtes Hemd. Langsam und vorsichtig erhob er sich. Er lauschte auf die Umgebung.Eine Eule schrie dreimal, dann jaulte ein Wolf in der Ferne. Die mĂ€chtigen Äste sĂ€uselten im Wind mit ihren BlĂ€ttern.

Er war nicht alleine das wusste er. Noch jemand war hier zu mindesten derjenige welcher ihn her gebracht hatte. Doch vernahm er keinen Laut der denjenigen verriet. DafĂŒr verriet ein Knurren ihn. In dem Schreck hatte er seinen Hunger fast vergessen. Er schnappte sich das tote Tier was bereits eine ordentliche Blutlache gebildet hatte und rammte seine ZĂ€hne in das Fleisch. Der metallische Geschmack verschwand nicht und wurde sĂŒĂŸer. Tierblut schmeckte ihm nicht doch im Moment war es besser als gar nichts. Der Hunger legte sich und er atmete tief ein. Da war es! Dieser Geruch von Katze und noch etwas. Die Erinnerungen und die Bilder schossen durch seinen Kopf. Die Taverne, das verpatzte Treffen, der Kampf, die Rettung durch die Gestalwandlerin, das GesprĂ€ch mit ihr, Ihre Flucht, der Kampf in der Taverne. An letzteres erinnerte er sich nur bruchstĂŒckhaft. Noch wusste er wie er hier her gekommen war. Plötzlich vernahm er ein ziehen auf dem RĂŒcken. Leicht und doch unangenehm. Er griff mit einer Hand danach. Da war etwas. Er fasste es und zog es nach vorne. BlĂ€tter? Wer hatte sie ihm drauf gelegt und was war das fĂŒr eine Pflanze? Er roch dran. Kein pflanzlicher Geruch stieg ihm in die Nase sondern eher ein tierischer. Wieder Katze. Er schmiss das Blatt weg und entfernte die anderen BlĂ€tter von seinem RĂŒcken. Sein Blick wanderte ĂŒber den Boden und suchte sein Schwert. Er fand es nicht und innerlich fluchte er. Es hatte zwar keinen emotionalen Wert fĂŒr ihn doch sah er sich wieder Nachts durch die StĂ€dte schleichen und bei Schmieden einbrechen um einen Ersatz zu finden. Doch dazu musste er erst mal wissen wo er war. Sollte er es wagen? Die Verwandlung in eine Fledermaus war schmerzhaft und nicht gerade lange. Außerdem verbrauchte sie Kraft. Wertvolle Kraft welche er noch benötigte. Langsam sank er an einen Baum herab und stieß ein Seufzen aus. Er hasste seine Unsterblichkeit. Sie hatte ihn in die Einsamkeit getrieben, hatte ihn Leid zugefĂŒgt und brachte ihm nichts als Ă€rger. Sein Vater so vermutet er ist daran zerbrochen und zu einer Bestie geworden. Da hörte er ein Knacken was vom Baum ĂŒber ihn kam. Sofort sprang er auf, machte eine Drehung und ließ die FangzĂ€hne hervor schnellen. Die Arme seitlich abgespreizt. Sein Blick wanderte nach oben und entdecke auf einen Ast hocken die Gestaltwandlerin. Ein LĂ€cheln war auf ihren Lippen. Er fuhr seine ZĂ€hne wieder ein und entspannte sich „Wollt ihr gnĂ€diges FrĂ€ulein nicht mir Gesellschaft leisten hier unten am warmen Feuer?“ fragte er mit freundlicher doch leicht spöttischer Stimme und machte eine einladende Verbeugung.
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Re: Tanz der DĂ€mmerung

#17

Beitragvon Vanaja » Fr 15. Jan 2016, 18:05

Still saß sie dort oben im Schutze der Baumkrone und beobachtet ihren untoten und ungeplanten GefĂ€hrten. Wobei was heißt GefĂ€hrte, vermutlich wĂŒrden sich ihre Wege bei der nĂ€chst besten Gelegenheit wieder trennen.
Was vieleicht auch besser so war. Sie waren eine Gefahr fĂŒreinander, ein ungleiches Paar und doch wieder so Ă€hnlich.

Nachdem Viktor eine Weile wie ein wildes Tier umherhĂŒpfte und bei Jedem GerĂ€usch zusammen schreckte, knackte der Ast unter ihr und sofort fixierte sein Blick sie und im leicht spöttischen Ton hieß er sie hinab zu kommen.
Warum auch nicht. WĂ€hrend Kaiko den Luftweg nahm kletterte Vanaja katzengleich flink den Baum hinab, das letzte StĂŒck sprang sie hinab und landete ein StĂŒck vor Viktor auf allen vieren.
Langsam richtete sie sich wieder auf und sah den Vampir mit Vorsicht an, auch wenn ihre vollen Lippen ein leichtes Schmunzeln umspielten.
Der flackernde Schein des Feuers umspielte ihre Gestalt welche lediglich von einem bauchfreien einfachen hemd und einen kurzen Lederhose welche mehr einem Lendenschurz glich, bedeckt wurden.
So konnte man neben den dutzenden Blessuren welche sie sich bei dem Kampf zugezogen hatte, auch die Schuppen entdecken welche hier und da auf ihrem Körper zu finden waren. Schuppen gleich wie die von Drachen.

"Soviel Spott fĂŒr Jene die euer untotes Leben retteten? Vieleicht hĂ€tte ich euch doch der Meute ĂŒberlassen sollen. Ich schĂ€tze die freute sich schon mal wieder einen Scheiterhaufen errichten zu können."

Vanaja schmunzelte und hockte sich ans Feuer, etwas dichter als wohl Anderes es tun wĂŒrden, aber sie schien die Hitze nicht zu stören.
Auf einen Stock stecke sie den gerupften Vogel und hielt ihn ĂŒbers Feuer wĂ€hrend das ungleiche Augenpaar Viktor beobachtete.

"Wie geht es deinem RĂŒcken?"

fragte sie unvermittelt aber diesmal ohne jegliches Schmunzeln, die Frage war ihr ernst. Zum einen wollte sie durchaus das es ihm besser ging und zum Anderen interessieres es sie ob solche Heilmethoden ĂŒberhaupt bei Untoten halfen.
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Re: Tanz der DĂ€mmerung

#18

Beitragvon Viktor van Blutar » Di 19. Jan 2016, 17:32

Ein LĂ€cheln stahl sich auf seine ovales Gesicht als sie sagte "Soviel Spott fĂŒr Jene die euer untotes Leben retteten? Vielleicht hĂ€tte ich euch doch der Meute ĂŒberlassen sollen. Ich schĂ€tze die freute sich schon mal wieder einen Scheiterhaufen errichten zu können.". Humor hatte sie. Er beobachte sie wie sich bewegte. So sanft und sinnlich, so vorsichtig und anmutig. Ihre Kleidung lud zu etwas ein was er schon lange nicht mehr gemacht hatte. Nicht das es an Damen gemangelt hĂ€tte, nein er fĂŒrchte sich die Kontrolle zu verlieren. Viktor ertappte sich dabei wie er auf ihren Busen schaute welcher sich gleichmĂ€ĂŸig hob und senkte. Peinlich berĂŒhrt wendete er seinen Blick ab. Sie setzte sich ans Feuer. Sehr nah ans Feuer dachte er. Andere hĂ€tten es dort nicht ausgehalten doch sie schien es nicht zu stören. Auf einmal wandte sie ihren Kopf zu ihm und fragte „Wie geht es deinem RĂŒcken?“. Erstaunt antwortete Viktor „Gut, danke der Nachfrage!“. Er ĂŒberlegte kurz wie er die Konversation aufrecht erhalten konnte. Irgend etwas reizte ihn an dieser Gestalwandlerin und ihren kleinen Begleiter der den Götter sei Dank nicht hier war. Nun schaute er ihr ins Gesicht und versank fast in ihren zwei unterschiedlichen Augen, doch bevor das geschah fragte er „Wie geht es euren Wunden?“.

Doch bevor sie ihm antworten konnte zischte er und seine Hand fuhr zu ihren Mund. Er roch etwas und hörte dann etwas. Er packte sie und zog sie unter Protest ins GebĂŒsch. Wie aus dem Nichts tauchte ihr Begleiter auf und biss ihm ins Ohr. Viktor unterdrĂŒckte den Schmerzensschrei. Vanaja wehrte sich, war ihr auch nicht zu verĂŒbeln. Er hĂ€tte dies auch gemacht. Zum GlĂŒck fĂŒr ihn war etwas stĂ€rker als Vanaja und so hielt er sie eng bei sich. Ihr Freund bereitet sich gerade auf einen erneuten Angriff auf Viktor vor als eine Gestalt auf der Lichtung landete. Staub wirbelte auf und verschleierte im ersten Moment den Flieger. Ein Tiefling mit einer Axt in der Hand. Er war nur mit Hosen bekleidet und so sahen sie seinen von Narben gezeichneten Oberkörper. Peitschenhiebe vermutete Viktor und Brandmale. Die Augen des fremden Tieflings wanderten die Lichtung umher. Er hob die Nase und roch. Viktor lies langsam seine Hand von Vanajas Mund gleiten. Dann beugte er sich zu ihr herunter und flĂŒsterte „Entschuldigt das ich euch nicht warnte, er war bereits zu nahe“. So dicht bei ihm roch er sie. Der Geruch von Katze war unterschwellig, sie roch nach dem Wald, nach dem Baum auf dem sie ihn beobachtet hatte.

Plötzlich brummte der Tiefling „Verdammt wir haben sie verpasst!“. Da traten zwei weitere Personen auf die Lichtung. Einer von ihnen war ein Goblin der andere ein Ork. Der Ork sprach „Sie können noch nicht weit sein" und zeigte auf das Kaninchen. Seine dunkle Stimme vibrierte in Viktors Brustkorb nach. Die beiden beobachten die Gruppen weiter. Der Goblin schlich um das Feuer herum und sprach leise und mit einer KĂ€lte in der Stimme „Wertsachen hatten sie nicht, es waren zwei Personen. SchĂ€tze ein Mann und eine Frau.“ Nun war der Goblin an der Stelle wo Viktor sich die BlĂ€tter abgemacht hatte. Dieser bĂŒckte sich, hob eines der BlĂ€tter auf und roch daran. Sofort verzog er die Nase und warf das Blatt ins Feuer. Ohne ein Wort schlich er weiter. Erreichte das Kaninchen, hob es auf und betrachtete es. Leise sagte er „Kein Blut.“ Dann warf er das Tier achtlos auf den Boden und zog aus seinem ledernen Mantel einen Dolch. Der Ork schaute ihn fragend an? Der Goblin ignorierte ihn und sagte „Sie hatten keine Zeit ihre Spuren zu verwischen. Sie sind noch in der NĂ€he. Flaxa! Du wirst von Oben schauen!“ Der Tiefling nickte und stieg in die Höhe.

Viktor beugte sich wieder zu Vanaja her runter und raunte „ Das sind RĂ€uber! Und wie es aussieht haben sie nichts gutes im Sinn. Ein Kampf mit ihnen ist ausgeschlossen. Ein Ork und ein Tiefling ohne Waffen.“ Viktor machte eine Pause um seine Worte wirken zu lassen. Nach kurzer Zeit fuhr er fort. „Wir werden uns jetzt langsam zurĂŒck ziehen! Ein Schritt nach den anderen, bleibt dicht bei mir dran!“ und gingen sie langsam und Vorsichtig rĂŒckwĂ€rts. Zwischen Viktor und Vanaja entstand ein kleiner Abstand und Viktor spĂŒrte die KĂ€lte welche entstand als er sich von ihr löste. Der Goblin und der Ork der nun ein grobes Schwert in der Hand hielt kamen in ihre Richtung und kĂŒrzten das Dickicht . Nicht mehr lange und sie wĂŒrden sie sehen. Da ertönte ein trockenes Knacken die Luft. Verdammt Viktor war auf einen kleinen Ast getreten. Der Goblin schrie „Da hinten sind sie schnappt sie Euch!“.
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Re: Tanz der DĂ€mmerung

#19

Beitragvon Vanaja » Di 26. Jan 2016, 00:26

Seine Antwort beruhigte sie, offenbar haben die KrĂ€uter ihre Wirkung nicht verfehlt. Zufrieden wande sie den Blick den wĂ€rmenden Flammen entgegen. Seine Blicke ĂŒber ihre Gestalt waren ihr entgangen. Doch nun war er an der Reihe zu fragen den gerade als sie wieder zu ihm sah und ihn mit ihren Ă€hnlichen und doch so verschiedenen Augen musterte erhob er seine Stimme zu einer Frage. Ihre Wunden, oh stimmt daran hatte sie gar nicht mehr gedacht, aber sie schmerzten auch nicht mehr. Gerade wollte sie ihm das antworten als er ihr den Mund zuhielt. FĂŒr einen Moment war sie so irritiert das sie zu spĂ€t reagierte. Er hatte sie bereits gepackt und zerrte sie Richtung GebĂŒsch. Murrend , fauchend und in seine Hand murmelnd protestierte sie dagegen, doch er schien es zu ignorieren und als sie sich körperlich wehrte spĂŒrte sie seinen festen Griff um ihre Tallie mit welchem er die Wandlerin fest an sich drĂŒckte. Was bei allen Göttern hatte er vor, er wĂŒrde doch nicht etwa.... . Sie wagte es nicht den Gedanken zu beenden. Selbst Kaiko war inzwischen da und biss dem Vampir in sein Ohr. Na geschah ihm ja recht.
Vanaja ließ ihren kleinen Freund ihre Zustimmung fĂŒr sein Handeln wissen , da dies alles telepatisch stattfand hinderte sie auch nicht die Hand vor dem Mund davor.
Der kleine Drache machte sich bereit zum nĂ€chsten Angriff auf diesen RĂŒpel der es wagte sie so anzufassen da erschien plötzlich eine Gestalt auf der Lichtung. Genau da wo sie einen Moment vorher noch gesessen hatte.
Wie konnte das sein, wie konnte ihr sein Kommen entgangen sein? Vermutlich hatte sie den GerÀuschen nicht zuviel Bedeutung gegeben, es war immerhin Nacht und im Wald.
Nur Viktor schien sie rechtzeitig bemerkt zu haben, wie er sie leise wissen ließ. Kaiko unterließ seinen Angriff auf den Untoten und beobachtet misstrauisch den Eindringling, oder besser gesagt die Eindringlinge. Den kurz nach dem Ersten, welcher sich als Tiefling enpuppte tauchten zwei weiter Gestalten auf. Ein Ork und ein Goblin.

Und sie waren hinter ihnen her? RĂ€uber? Ihr irritier Blick traf kurz Viktor als dieser von RĂ€ubern sprach. Warum sollten RĂ€uber hinter ihnen her sein. Sie hatten doch nichts von Wert, oder doch.
Ihr Blick glitt prĂŒfend ĂŒber den Untoten als erwarte sie das sich dadurch eine Antwort auf diese RĂ€tsel auftat. Doch es blieb ihnen keine Zeit, der Goblin war nicht dumm, und so mußten sie sich zurĂŒck ziehen.

Langsam und wie auf Samtpfoten schlichen sie rĂŒckwĂ€rts. Alles schien gut, sie mußten sich nur beeilen. Doch dann unterbrach ein trockenes Knacken die Stille. Verdammt, Vampire waren eindeutig nicht fĂŒr den Wald geeignet.
Doch nun hatten sie ein ganz anderes Problem. Man hatte sie entdeckt.

Diesmal war es die Halbfarisin welche schnell handelte.

"Kannst du nicht irgendwie verschwinden, dich auflösen, verwandeln, fliegen.....irgendwas?!?"

Vanaja war der Meinung mal irgendwo gelesen zu haben das Vampire FĂ€higkeiten besitzen und so hoffte sie instĂ€ndig das Viktor die richtige besaß.
Kaiko machte sich schon eifrig an die Verteidigung. FeuerbÀlle flogen den Angreifern entgegen, welche etwas perplex schienen im Angesicht des kleinen Drachen.
Und dieser Moment der Überraschung reichte aus. Ein Feuerball erwischte den Goblin am Kopf und dieser rannte schreiend mit brennendem Haar davon.
Der Ork hingegegen sah dem Goblin dĂŒmmlich hinterher.

Jetzt war der Moment passend. Die junge Wandlerin sah hinter zu Viktor. Der Vampir hatte es tatsÀchlich geschafft und sich in eine Feldermaus verwandelt.

"Folge mir."

Wieß sie ihn an, und im nĂ€chsten Moment tauchte an der Stelle an welcher Vanaja eben noch hockte ein Falke auf. FĂŒr diese Vogelart hatte er eine ungewöhnliche FederfĂ€rbung aber das war gleich. Die Kleider welche sie eben noch trug fielen zu Boden.
Ohne weiter Umschweife flog sie hinauf in die Luft.

Der Untote schien fĂŒr einen Moment erschrocken zumindestens schreckte er zurĂŒck. Gut fĂŒr einen Falken war selbst eine Fledermaus durchaus eine Mahlzeit. Aber er schien zu begreifen und folgte ihr sogleich.
Direkt auf den Tiefling der eben zum Landen ansetze steuerten sie zu, Jener versuchte sie noch zu greifen, verfehlte aber.
Sein wĂŒtender Schrei hallte ihnen noch nach.

Vanaja ahnte das er ihnen folgen wĂŒrde, und sie sollte Recht behalten. Hinter ihnen ertönte das Rauschen eines krĂ€ftigen FlĂŒgelschlags.
Doch sie und Viktor hatten den Vorteil das sie bedeutend kleiner waren, und so konnten sie ihm immer wieder ausweichen.

Dennoch schien es als hĂ€tte die Gestaltwandlerin ein Ziel, was dem wĂŒtenden Tiefling aber nicht aufzufallen schien.

SIe wußte in dem Dunkelwald, so nannte manche Einheimische das WaldstĂŒck auf welches sie zusteuert, lebte ein Dravac und er lebte dort in einem Rudel. Er hatte Familie das wußte sie.
Öfters war sie dem Raubtier begegnet und sie respektierten einander. Sie drang nicht in sein Revier und er ließ ihr dafĂŒr den Freiraum im restlichen Wald.
Es war ein heikles Unterfangen den Tiefling dort hinein zu locken. Gegen das Rudel wĂŒrde er keine Chance haben, aber sie mußten es geschickt anstellen damit er sie nicht gleich als Nachspeise ansah.
Andererseits vieleicht wĂŒrde er es verstehen, zumal er ihr noch was schuldig war. Sie hatte ihn einst gerettet als er von einem JĂ€ger angeschoßen wurde. Und das gab ihr ein gewisses Maß an Sicherheit.

Immer dunkler wurde es, der Dunkelwald hatte seinen Namen nicht umsonst, die BĂ€ume hatten hier so weite dichte Kronen das kaum etwas vom Nachthimmel hinab drang, weshalb der Waldboden auch kaum bewachsen war.

Und da roch sie ihn, sie spĂŒrte seine und die Anwesenheit seines Rudels. Er wußte bereits das sie anwesend war und spĂŒrte instinktiv das sie auf der Flucht, und nicht allein war. Gelbe Augen beobachteten sie aus dem Unterholz.
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Re: Tanz der DĂ€mmerung

#20

Beitragvon Viktor van Blutar » Fr 29. Jan 2016, 19:36

Er hasste Höhe und er hasste fliegen. Und nun verband es sich zu einem zusammen. Aber Vanaja hatte recht behalten fliegen war das einzige was an Flucht ĂŒbrig blieb. Der Wind rauschte unter seinen FlĂŒgeln die er nun in Windeseile bewegte um nicht auf den harten Boden zu landen. Wie andere Vampire daran gefallen finden konnten. Blieb ihm ein RĂ€tsel. Genau so wie diese Gestaltwandlerin, erst war sie eine Katze und dann plötzlich verwandelt sie sich in einen Falken. Was kam als nĂ€chstes? Ein Reh?Oder Fuchs? Oder gar ein Drache. Bei diesem Wort fiel ihm der kleine, lĂ€stige, Feuer um sich werfende aber tapfere GefĂ€hrte ein. Ihm war kein Volk bekannt gewesen welche solche Geschöpfe als Begleiter hatten. Viktor sah nach unten und trauerte bereits jetzt um seine Hose. Verflixt erst sein Schwert, dann sein Hemd, Hui warum drehte sich die Welt auf einmal unter ihm. Und nun noch seine Hose. VerrĂŒckter konnte es nicht werden. Und da war es wieder. Diese Übelkeit. Das einzige was ihn noch davon abhielt nicht ohnmĂ€chtig zu werden war der Wind, welcher sanft unter seinen FlĂŒgeln strich, ihm frech im Gesicht streichelte.

Auf ein Mal hörte er ein Zischen und entdeckte als er sich umdrehte den Tiefling, welcher wild mit einer Axt um sich hieb. Ihr GlĂŒck war das er keine Intelligenzbestie war, und einen Hieb so krĂ€ftig ausfĂŒhrte das die Axt ihm aus der Hand glitt und gen Boden fiel. Doch der Tiefling gab nicht auf. Nun vollfĂŒhrte der Falke vor ihm einen Sturzflug. Oh ihr Götter dachte Viktor und folgte. Der Kalte Wind peitschte ihn nun statt ihn zu streicheln und der verhasste Boden kam immer nĂ€her und nĂ€her. Viktor schloss die Augen den Aufprall bereits spĂŒrend. Da blinzelte er und sah das Vanaja und wieder in die Horizontale glitt und knapp ĂŒber dem Boden schoss. So galant wie sie schaffte er es nicht doch blieb ihm der Aufprall erspart. Plötzlich regte sich was in ihm. Nein dachte Viktor, verflucht nein, nicht jetzt. Er hatte es ganz verdrĂ€ngt. Wieder drehte sich die Welt und der nĂ€chtliche Himmel wurde noch schwĂ€rzer, dazu diese Übelkeit. Ein dumpfes GerĂ€usch hinter ihm weckte ihn auf. Eine Staubwolke stieg gen Himmel als es sich umdrehte. Aus dieser schoss der Tiefling hervor. Lange wĂŒrde er das nicht mehr aushalten. Wo wollte Vanaja hin? Wie ein Pfeil schoss sie wieder gen Himmel und Viktor folgte ihr etwas unfreiwillig. Je höher sie stiegen desto mehr musste er sich beruhigen. Vor ihnen tauchten BĂ€ume auf und Viktor ahnte böses, denn die BĂ€ume wurden dichter und dunkler. Er hatte keine Ahnung wo er war. Sein blick fiel auf Vanaja die geschickt den Ästen aus zuweichen schien. Er hingegen machte fast immer eine Vollbremsung vor jeden Ast und ĂŒberlegte ob er nun oben oder unten fliegen solle. Doch das zerbersten der Äste hinter ihnen nahm ihm die Entscheidung meist ab. Angst schoss es durch seine Gedanken. Auf den Schlachtfelder nie gespĂŒrt befiel sie ihn nun jetzt

Immer tiefer flogen sie in den Wald rein. Die Äste wurden dichter und da passierte es Viktor krachte gegen einen dicken Ast und fiel. Der Wind sauste um ihn und umfing ihn. Halb verschwommen kam der Laubboden nĂ€her. Nur noch ein paar Meter und Schmerzen wĂŒrden ihn durchziehen. Auf ein mal packte ihn etwas. Als er seinen Blick nach oben richte sah er Vanaja. Sie hatte ihn gegriffen und zog nun nach Oben um mit ihm eine Halbwegs saubere Landung zu vollfĂŒhren. Beide schlitterten auf dem Boden entlang und voll zogen ihre RĂŒckwandlung in Menschengestalt. Sie kamen zum stehen. Vanaja lag unter ihm und er sah in ihre unterschiedlichen Augen, die etwas in ihm hervor riefen. Er beugte sich weiter zu ihr, wollte ihre Lippen mit seinen berĂŒhren. Ihre Haut fĂŒhlte sich so weich an. Nur noch Millimeter trennten ihre MĂŒnder, da durchfuhr ihm ein drĂŒckender Schmerz im GesĂ€ĂŸ und Viktor richtet sich schnell auf. Dieses kleine, miese Biest dachte er und unterdrĂŒcke den Schmerzensschrei. Diese kleine Miniaturausgabe eines Drachen hatte ihn in den Hinter gebissen. Wo war er her gekommen. Wie zum Geier hatte er sie gefunden. Vanaja stand auf. Ihre Körper war wunderschön und perfekt proportioniert. Er schluckte schwer. Ohne das er es wollte musterte er sie von Oben nach unten. Etwas in ihrer Haltung verriet ihm das sie Angst hatte. Durch die Zweige von brach der Tiefling mit einem triumphierenden Grinsen durch. Abscheulich musterte er Vanaja und lachte auf „Wenn ich mit dem fertig bin widme ich mich dir!“ sagte er mit einem dreckigen Ausdruck im Gesicht. Viktor stellte sich instinktiv vor Vanaja und sagte mit fester Stimme „Dann musst du erst an mir vorbei!“ dabei beugte er sich ein wenig nach vorne und zeigte seine FangzĂ€hne, hinter ihm spĂŒrte er das auch Vanaja in eine defensive Haltung ging. Und dann trug der Wind einen Geruch ihm zu den er nicht kannte. Wolf? Hund? Nein keines von beiden. Und dann sah er die Kreatur. Sie schlich sich aus dem Unterholz hinter dem Tiefling der noch grinste. Dieses Tier hatte er noch nie gesehen. Es war von athletischer Statur und die Muskeln waren so stark trainiert das sie sich abhoben. Ein Meter Zwanzig groß schĂ€tzte er es. Sein großer SchĂ€del mit den gelben Augen musterten die drei. Seine LĂ€ftzen hoben sich und seine hervorstehenden ZĂ€hne wurden noch deutlicher. Der Tiefling machte einen Schritt nĂ€her auf sie zu. Fehler. Das Vieh ducke sich und sprang und Viktor sah wie es sich dem Tiefling griff, direkt im Genick. Dieser schrie entsetzlich auf. Ein Kreischen mehr als ein Schrei. Dann war ein Knacken zu vernehmen und der Tiefling wehrte sich nicht mehr.

Nun ließ das Monster die Leiche auf den Boden fallen und begann mit seinen Klauen seine Beute aufzuschlitzen und sich an ihr zu laben. Viktor und auch Vanaja blieben wie angewurzelt stehen. „Was ist das?“ zischte Viktor nach hinten ohne das Biest aus den Augen zu lassen „Und wie kommen wir hier weg?“ harkte er nach.
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