Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Verflucht nochmal - Flüche und ihre Nebenwirkungen

Auf dem Grunde der Skallischen See, mehr als siebentausend Meter unter dem Meeresspiegel, liegt in stiller Dunkelheit die Weltenbibliothek. Jeder, der den Willen und den Mut dazu hat, darf hier in den Schriften stöbern oder sich in der Magie unterrichten lassen.
Intermagische Akademie
Uralte Schätze der Weisheit, ja, das gesamte Wissen über diese Welt liegen an diesem Ort verborgen, gehütet von der Göttin Xerzai. Der Weg in ihr Reich erfordert allerdings ein mutiges Herz. Es ist zu vermuten, dass die ganze Anlage sich früher über Wasser befunden hat und erst vor einigen hundert Jahren versank, vielleicht versenkt wurde, um das Wissen der alten Hochkulturen zu schützen.
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Yeriel Iolanthe
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Re: Verflucht nochmal - Flüche und ihre Nebenwirkungen

#11

Beitrag von Yeriel Iolanthe » Fr 7. Apr 2017, 20:31

"Ach was soll es, raus mit der Sprache - ich bin nicht gut in sowas Lady Iolanthe.
Also nehmt es mir bitte nicht übel, falls ich einfach nichts zu sagen weiß.
Das richtet sich nicht gegen Euch, ich bin halt sonst kein guter Gesellschafter. Vermutlich da ich sonst nicht allzu oft in Gesellschaft bin. Ich werde mich allerdings bemühen, ein angenehmer Gesprächspartner zu sein"
, erklärte Dave.
Yeriel blickte ihn etwas konsterniert an.
Da versuchte sie schon einmal freundliche Konversation zu machen, und dann geriet sie an einen Mann, der sich ebenfalls als schlechter Gesellschafter betitelte. Das konnte ja noch gut werden.

Anstatt ihre Frage zu beantworten, kaute er scheinbar genüsslich auf seinem Fleisch herum und wirkte dabei völlig entspannt. Der Glückliche fühlte sich in der Umgebung anscheinend um einiges wohler als sie selbst. Gerade als es langsam unhöflich wurde, liess er sich zu einer Antwort herab.
"Das Fleisch schmeckt, die Kartoffeln nicht. Wo ich herkomme, isst man genauso wie es der persönliche Geschmack vorgibt Lady Iolanthe. Jedenfalls wenn Ihr meine Herkunftsfamilie meint - von Hohenfelde. Man wünschte etwas zu essen, und genau diese Speise wurde einem serviert. Es sei denn, es war ein Familienessen angeordnet worden - dann ass man am besten so langsam und so wenig wie möglich", schmunzelte Dave.

«Nun, wenn ich so Euren Ausführungen zu der Herkunftsfamilie lausche, brauche ich Euch erst gar nicht nach dem Kontostand zu fragen», meinte Yeriel und versuchte die Menschen an den anderen Tischen auszublenden.
«Wenn einem Speisen serviert werden nach Lust und Laune, dann kann der Geldbeutel nicht zu knapp bemessen sein», wandte sie ein und nahm damit Bezug auf seine Antwort zu den Ängsten, der er gekonnt ausgewichen war.
«Und habt Ihr Euch aus Trotz gegenüber Eurer Familie geweigert die Nekromantie zu erlernen?»

Familienessen… so etwas gab es für Yeriel schon sehr lange keine mehr. Ihre Eltern hatten sie verstossen, wie auch der Rest ihres Volkes und sogar ihre Gottheit es getan hatten.
Einen Moment war Bedauern in ihrem Gesicht zu erkennen, dann verdrängte sie die Gedanken wieder.
«Bei mir ist genau anders herum. Ein klein wenig war es wohl meinem jugendlichen Trotz geschuldet, dass ich die Nekromantie durchgesetzt habe. Mein Volk hat es mich büssen lassen. Vielleicht wisst Ihr darüber Bescheid, aber meine Magie ist bei meinesgleichen geächtet», sie zuckte gelassen mit der Schulter und schob sich ein Broccoli in den Mund. Etwas mehr Salz hätte das Grünzeug ihrer Meinung nach vertragen.

Als er fortfuhr und erklärte, dass seine Mitbewohner dankbar seien, dass er keine Kochkünste ausübe, hätte sie sich beinahe am Gemüse verschluckt. Ein auflockerndes Lächeln hatte sich in ihren markanten Zügen gebildet und liess eine Reihe weisser Zähne aufblitzen.
«Nun, da ergeht es uns etwa gleich», nuschelte sie und dachte daran zurück, wie ihre Goblindienerin einmal Händeraufend durch die Küche gezuckelt war, um die Hühnchensuppe zu retten, die Yeriel ihrer Ansicht nach völlig versalzen hätte. Aus purer Sturheit hatte die Hausherrin darauf bestanden, dass dem nicht so sei und hatte es sich schlussendlich selbst zu verdanken, dass sie die (eben doch versalzene) Suppe mit zusammengebissenen Zähnen alleine auslöffeln musste. Ihr Stolz hatte es natürlich verboten, auch nur ein Wort darüber zu verlieren.

«Mitbewohner? Keine Bediensteten?», hakte Yeriel neugierig nach. Inzwischen begann ihr das Gespräch sogar ein wenig Spass zu bereiten, und solange sie seinen Ausführungen lauschte, vergass sie die ungemütliche Umgebung.
"Ihr spracht davon, genug Fellnasen zu haben. Welche Art von Tieren haltet Ihr? Meine Fellnasen sind ein Wolfshund und im Moment zwei Pferde. Eines davon übrigens ein nekrotisches Schlachtross, dass bereits meinem Ur-Ur-Ur-Großvater diente. Es heißt Nachtmahr, sehr zuverlässiger Bursche", sagte Dave.
Er schob den halb leeren Teller von sich weg, macht es sich etwas gemütlich und kraulte den kleinen Affen.

Die Lichtalbin beobachtete, wie seine Hand durch das weiche Fell des Äffchens streichelte, dann blickte sie wieder den Herren von Hohenfelde direkt an. Seine graublauen Augen fielen ihr nun deutlich auf und sie fragte sich, welche Farbe er wohl im Nexus besass. Manche behaupteten, dass die Augen der Spiegel zur Seele seien. Sie hätte ihn gerne gefragt, ob da wirklich ein Zusammenhang bestand, verkniff sich die Frage jedoch fürs Erste.
Vielleicht hielt er sie dann für zu neugierig, oder für einfältig. Schliesslich stimmten die Melodien der Seelen auch nicht unbedingt mit den Klängen ihrer irdischen Stimmen überrein.

«Nun, oftmals beherberge ich Katzen, aber auch Hunde, Ratten, Fledermäuse, Schlangen, was grad so im Angebot ist», meinte sie.
«Aber selten behalte ich die Tiere für lange Zeit. Die meisten haben einen Zweck zu erfüllen und leben nicht ewig. Da ich in einer kleinen Stadt wohnte, habe ich mir nur selten grössere Kadaver angeschafft. Die Leute beäugen mich schon so misstrauisch genug. Obwohl mir ihre Meinung im Grunde egal ist, bin ich trotzdem auf sie angewiesen. Interessant, ein solches Pferd zu besitzen. Es könnte bestimmt von unzähligen Erlebnissen berichten aus der Vergangenheit, wenn man es denn liesse. Ihr mögt Tiere», stellte sie fest.
«Wenn Ihr Euren Hund einmal wiederhaben möchtet, könnt Ihr gerne bei mir anklopfen.»

«Und Ihr seid also hier, weil Ihr in Geistmagie weiter ausgebildet werden wollt? Ich habe vor langer Zeit mit jenem Studium angefangen und dann damit gebrochen, zugunsten der Nekromantie. Nun bin ich hier, um die Lehre wiederaufzunehmen», sie war selbst darüber erstaunt, plötzlich so viel zu erzählen. Normalerweise gab sie kaum etwas von sich preis, egal ob es sich dabei um Belanglosigkeiten oder persönlichere Dinge handelte. Doch irgendwie schien ihr der Herr von Hohenfelde gar nicht so unähnlich zu sein.
Zwei ruhige Einzelgänger schiene sich gefunden zu haben.
Dafür meisterten sie ihre Konversation doch ganz passabel.

Du hast den Test bestanden. Kannst wieder etwas abhaken, beglückwünschte Yeriel sich selbst mit einer Portion trockenem Humor.
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Davard von Hohenfelde

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Re: Verflucht nochmal - Flüche und ihre Nebenwirkungen

#12

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Sa 8. Apr 2017, 13:03

Dave schaute in seinen leeren Kaffeebecher und überlegte ob er sich noch einmal anstellen sollte. Das amüsante Gespräch, seine Höflichkeit und die Bequemlichkeit siegten über seine Kaffeesucht. Der Naridier blieb sitzen.

"Damit habt Ihr Recht. Ich arbeite weil ich es möchte, nicht weil ich muss. Meine Arbeit könnte man wohl als Trotzreaktion meinem Vater gegenüber bezeichnen. Die Wahl meiner Magieausrichtung nicht.

Ich habe mich nie zur Nekromantie hingezogen gefühlt, im Gegensatz zu einem Großteil meiner Familie. Ich teile die gleiche Leidenschaft für die Magie und ich lebe meine Form mit Passion aus. Aber meine Form ist die Geistmagie.

Wenn man es als Auflehnung bezeichnen will, sich trotz aller Widrigkeiten treu zu bleiben, dann war es eine Trotzreaktion. Ich persönlich sehe es eher so, dass ich meiner Liebe treu geblieben bin. Es hätte meine ganze Familie dafür oder dagegen sein können, ich übe Geistmagie aus. Ihre Meinung war in dem Punkt einmal nicht von Belang. Meine Gabe ist etwas ganz intimes und persönliches, da hat mir niemand reinzureden. Schon gar nicht meine Familie.

Ich habe ja auch nicht versucht, sie von ihrem Weg abzubringen. Jeder soll auf seine Art mit seiner Gabe und der dazugehörigen Befähigung glücklich werden. Ich bin allerdings nicht der Einzige der es so sieht. Mein Neffe sieht es ähnlich wie ich. Eine meiner Tanten ebenso.

Nekromantie lehne ich auch nicht vollständig ab. Es gibt nur einige Sparten in den nekrotischen Lehren die ich persönlich nicht gutheiße. Aber das ist unbedeutend für andere, wie deren Meinung über meine Magieform für mich.

An Geldmangel leide ich nicht, dass ist korrekt. Der Spruch war allerdings auch nur ein halber Spaß und kein eitles Getue. Ich wollte nur das Thema der Ängste umgehen",
antwortete Dave.

"Bei mir ist genau anders herum. Ein klein wenig war es wohl meinem jugendlichen Trotz geschuldet, dass ich die Nekromantie durchgesetzt habe. Mein Volk hat es mich büssen lassen. Vielleicht wisst Ihr darüber Bescheid, aber meine Magie ist bei meinesgleichen geächtet", erklärte Lady Iolanthe.

Dave nickte verstehend.

"Nun dann teilen wir eine Sichtweise. Wir beide sind treue Seelen was die Magie angeht. Egal wie hoch der Preis auch ist, wir haben an unserer Liebe festgehalten.

Wisst Ihr, es ist schon verwunderlich. Wofür Ihr bei Eurem Volk geächtet wurdet, dafür würde man Euch bei uns in der Familie lieben. So unterschiedlich sind die Meinungen, nicht wahr?",
sagte Dave.

"Nun wenn Ihr so schlecht kocht und Magie liebt wie ich, teilen wir bereits zwei Sichtweisen. Wie schlecht kocht Ihr denn? Geht es noch als zumutbarer Fraß durch, oder könntet Ihr es als Gift verkaufen?

Ich habe mich einmal daran versucht und es war eine Katastrophe. Also ich muss sagen, so praktisch die Freiheit auch ist, nicht ständig Personal um sich zu haben, Kochen ist etwas dass man den Bediensteten überlassen sollte. Oder einfach jemanden, der es wirklich kann. Ich gehöre weder zur ersten noch zur zweiten Sorte.

Korrekt Mitbewohner - statt Bedienstete. Luxus kann auch erdrückend sein, wie alle Dinge von denen man zu viel erhält. Auch wenn das niemand glaubt.
Mein Leben war purer Luxus. Wenn ich etwas wünschte, musste ich den Wunsch nur äußern und er wurde erfüllt. Ich hatte sogar einen eigenen Pool. Die Liegen die drum herum standen waren von Necclar und schlugen mit 3.000 Taler pro Stück zu Buche. Davon leben andere Familien Jahre.

Meine Bude war riesig, ich besaß alles was man sich wünschen kann. Sogar Sicherheit im Übermaß. Meine "Wohnungstür" innerhalb unseres Anwesens war aus eineinhalb Meter dickem Stahl. Eines der wenigen Dinge die ich nicht besaß war dafür ein Türschlüssel.

Alles hat seinen Preis.
Dafür lebte ich als Zweitbesetzung der Erbfolge wie die Made im Speck.

Ansgar und meine Geburt war gewaltig "kostspielig", denn es musste eine passende Frau mit ausreichender Gabe gefunden werden.

Selbst wenn ich meinem Vater als Person nichts bedeutete, ist allein mein finanzieller Wert so hoch, dass er kein unnötiges Risiko einging mich zu verlieren. Ansgar und ich sind mit die besten Pferde im Stall, was die Gabe in unserer gesamten Familie angeht.

Und gesattelt wurden wir nur für den Kampf, wenn es unvermeidlich war.
Damit meine ich internen Machtkampf.

Ich persönlich hatte ständig ein Gruppe von Diener um mich herum. Mein persönlicher Stab. Dabei drehte sich alles um mich. Jeder Sohn von Hohenfelde hat seine Leute, seine persönlichen Diener.

Wir sind von Belang für den Erhalt der Erblinie, für den Fortbestand des Namens. Frauen sind in unserer Familie unbedeutend - ihnen kommt laut Ewigkeiten nur eine Aufgabe zu - Söhne gebären.

In die Ausbildung von Töchtern wird kein einziger Taler investiert.
In die Ausbildung der Söhne hingegen Unsummen.

Was ein Schwachsinn. Einige der mächtigsten Magier sind weiblich.
Ich würde jeden fördern, der es sich wünscht und mir wäre auch gleich gewesen, ob ich eine Tochter oder einen Sohne bekommen hätte.

Aber so wurde ich von meinem Vater und Großvater aufgezogen und gehätschelt. Ich bekam alles. Alles was ich mir wünschte, benötige, was mein Körper laut meinem Vater oder meines Großvaters brauchte - gleichgültig. Ich bekam es frei Haus geliefert. Von Hauslehrern bis hin zu... nunja.

Als junger Mann hatte ich einen Reitunfall, der mich fast das Leben gekostet hat. Mein Pferd ist auf mich gestürzt und hat mir die Knochen zerschmettert. Das ist kein Geheimnis.

Ein sehr guter Heiler und nun seit einer Ewigkeit mein bester Freund, rettete mir damals das Leben. Den Reitunfall hatte ich im Herbst. Als ich das erste Mal wieder bewusst zu mir kam, war im Sommer darauf. Knapp zwölf Monate hat sich der Mann um mich gekümmert.

Mein Vater war kein einziges Mal vor Ort um nach mir zu sehen. Er hat sich schriftlich erkundigt, wie es mir geht. Und er hat selbstverständlich dem Heiler versichert, dass egal wie lange oder kostspielig meine Behandlung wäre, die Kosten weiterhin übernommen werden würden, bis zu meiner vollständigen Genesung.

Lange Rede, kurzer Sinn. Als mir der Heiler anbot bei ihm zu bleiben und ihn beruflich als Buchhalter zu unterstützen nahm ich das Angebot an. Diesen bürgerlichen Beruf könnte man als Trotz werten. Genauso mein unabhängiges Leben außerhalb seines Zugriffs. Ich kehrte nicht nach Hause zu meinem Vater zurück. Was sollte ich da?

Der einzige der mich wohl öfters besuchen kam, war mein Bruder. Daran habe ich leider keine Erinnerung. Aber mein Kumpel sagte, er war fast jedes Wochenende da. Dann wird es auch stimmen.

Allerdings lebt mein Vater nicht mehr, was zur Beruhigung innerhalb der Familie beigetragen hat. Eine glückliche Fügung, so traurig das klingen mag. Man kann dem Mann leider nichts Gutes nachsagen. Weder meine Mutter, noch mein Bruder oder ich konnten das. Nicht mal seine Enkel, sie hätten lügen müssen.

Keine Ahnung warum ich Euch das alles erzählte.
Ich meine Ihr lebt vermutlich in Verbannung, ich bin eigentlich nur "ausgerissen".
Falls es Euch langweilt, sagt es ruhig offen",
erklärte Dave freundlich.

Als Lady Iolanthe ihn kurz genau musterte, wusste Dave nicht wie er diesen Blick zu deuten hatte. Aber direkt im Anschluss berichtete sie von den Tieren, die sie bereits bei sich aufgenommen hatte. Und vermutlich auch verarbeitet hatte, fügte der Naridier innerlich an.

"Eine erstaunliche Anzahl von Lebewesen. Eine Fledermaus wäre generell mal interessant anzufassen. Haben die eigentlich Fell? Man sieht sie ja sonst nicht, man hört nur von ihnen. Eine lebendige oder tote Fledermaus habe ich noch nicht gesehen. So ein Wesen kann ziemlich nützlich sein, wenn es Eurem Willen unterworfen ist Lady Iolanthe", grinste Dave.

"Für das Angebot bezüglich meines Hundes danke ich Euch. Ich werde darüber nachdenken, wenn die Zeit dafür reif ist.

Vorher möchte ich nicht daran denken, versteht das bitte.

Er bedeutet mir mehr, als die meisten ermessen könnten. Für andere mag er nur ein Tier sein, aber für mich ist er das nicht.

Das ich Tiere mag stimmt. Ihr scheinbar ebenfalls. Generell sind meine Tier für mich nicht einfach Tiere und damit minderwertige Geschöpfe, sondern Familienmitglieder - im positiven Sinn.

Wir beide Lady Iolanthe - oder jeder Nekro- und Geistmagier weiß es besser als jeder andere, dass sie ebenso Seelen haben wie jeder von uns. Zumal Tiere einem auch dann ein Freund sind, wenn man sonst keine hat",
erklärte Dave freundlich.

"Richtig, ich möchte die Prüfung zum vierten Rang ablegen und hoffentlich in einigen Jahren auch die zum fünften. Aber ein Schritt nach dem anderen.

Das freut mich zu hören, dass Ihr Euch erneut der Geistmagie widmen wollt. Aus welchem Grund habt Ihr sie aufgegeben, wenn ich fragen darf? Und was hat Euch bewogen, Euch wieder der Geistmagie zuzuwenden?

Da Geistmagie und Nekromantie eigentlich den selben Ursprung haben, wäre es doch eine Überlegung wert, ob Ihr nicht auf eine Magiesparte umsteigen könntet. Vielleicht mit magischen Hilfsmitteln?

Je nachdem natürlich was Euch mehr liegt, könntet Ihr Euch so vollständig der Geistmagie oder der Nekromantie widmen, wenn es eine magische Revidierungsmöglichkeit bezüglich einer Magiesparte gibt. Solche Informationen müssten gerade hier zu finden sein.

Allerdings wäre es schon erstaunlich, wenn sich damit noch niemand befasst hat. Letztendlich ist beides Geistmagie nur die Anwendung der Nekromantie geht einen Schritt weiter, sie nutzt auch die Seelen der Toten, wie Ihr vorhin eindrucksvoll bewiesen habt. Vielleicht solltet Ihr Euch hier nach so einer Möglichkeit erkunden, wenn Ihr daran Interesse habt",
schlug Dave freundlich vor.

"Wie steht es um Eure Familie, wenn Ihr die Frage erlaubt und vielleicht beantworten möchtet. Habt Ihr trotz der Ächtung wenigstens zu Eurer Familie noch Kontakt? Falls dieser Kontakt je freundlicher Natur war?

Ich frage Euch das nicht um Euch auszuhorchen, sondern aus tatsächlichem Interesse.

Wisst Ihr zwei Fremde können sich seltsamer weise öfter mehr offenbaren und sich helfen, als man mit Bekannten, Freunden oder gar der Familie teilen würde.

Vermutlich liegt es daran, dass eine fremde Person einfach keine Erwartungen an einen hat. Die Personen mit denen man täglich zu tun hat, haben Erwartungen und haben einen in eine bestimmte Schublade geschoben. Erfüllt man durch eine für sie merkwürdige Konversation die Erwartungen nicht mehr, hängt bestenfalls der Haussegen schief. Schlimmstenfalls - nunja, muss man mit sehr unangenehmen Konsequenzen rechnen.

Zudem können sich Fremde nicht schaden. Vielleicht sieht man sich nie wieder und dennnoch konnte man etwas von der anderen Person mitnehmen - sei es auch nur ein Tipp oder eine Lebensweisheit.

Mir liegt jedenfalls nichts daran Euch zu schaden, im Gegenteil. Seid dessen versichert. Seltsamer weise kann ich unbefangen mit Euch sprechen, was sonst nicht meine Stärke ist. Dies meine ich selbstverständlich als Kompliment für Euch.

Wie war Eure Familie? Und wie ist es in einer Welt aufzuwachsen, in der Magie viel tiefer verwurzelt ist, als in unserer? Soweit ich weiß, sind Alben-Magier sogar dazu in der Lage das Trias zu betreten, wenn sie mächtig genug in der Geistmagie sind.

Stimmt das? Wart Ihr einmal dort, durch Mitnahme? Ich meine hat Euch ein Kollege einmal den Zutritt zum Trias gewährt? Falls ja, würdet Ihr mir beschreiben wie es dort ist und wie es sich anfühlt?",
bat Dave freundlich.

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Davard von Hohenfelde

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Re: Verflucht nochmal - Flüche und ihre Nebenwirkungen

#13

Beitrag von Davard von Hohenfelde » Mo 17. Apr 2017, 19:46

Die beiden saßen noch eine ganze Weile beisammen und unterhielten sich gut gelaunt und angeregt. Was seltsam begann, endete mit einem netten und unterhaltsamen Gespräch in der Kantine der Akademie.

Allein hätte wohl keiner der beiden gerne in dem ohrembetäubenden Trubel gesessen. Aber so konnten sie die anderen ausblenden und sich auf ihr Essen, wie auch auf ihr Gespräch konzentrieren.

Und nicht nur dass, entgegen jeder Vermutung war Dave sogar noch mit einem neuen Haustier beschenkt worden. Zwar ein untotes, aber er hatte davon mittlerweile so viele in seinem Leben gesehen, dass ihm der nekrotische Affe völlig normal erschien. Er war ähnlich wie Nachtmahr, nur einige Nummern kleiner.

Die Nekromantin und der Geistmagier beendeten ihr Mal.

Dave wünschte Lady Iolanthe für ihren neuen Lebensweg an der Akademie als Lehrkraft alles Gute. Lady Iolanthe wünschte ihm ihrerseits für seine bevorstehende Prüfung viel Glück.
Gut gelaunt und frisch gestärkt ging jeder der beiden wieder seiner Wege um sich seiner Aufgabe zu widmen.

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