Die alten Hochkulturen von Asamura sind gefallen. Sie hinterließen Relikte, deren Erforschung noch in den Anfängen liegt. Die überlebenden Völker beginnen zu ahnen, dass der Schlüssel zur Herrschaft über Asamura in den Relikten liegt. Jedes Volk entwickelt seine eigenen Strategien in diesem Wettlauf. Während die Almanen auf Altbewährtes setzen, treiben die Naridier den Fortschritt voran. Die Geheimbünde der Schatten sehen in der Magie die mächtigste Waffe und für die Rakshaner ist Krieg die passende Antwort. Auf welchem Weg wirst du deine Spuren hinterlassen?

Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenkönig Dunkelerz

Souvagne ist politisch neutral und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Die Souvagner sind bekannt für ihre Sturheit, vor allem aber für die Mauer, die ihr Land umschließt.
Großherzogtum Souvagne
Das almanische Großherzogtum Souvagne ist geprägt von sanfte Hügeln, auf denen Weinbau betrieben wird, fruchtbaren Feldern und weiten Obstplantagen. Souvagne hält sich aus Kriegen größtenteils heraus und hat sich als einziges Großherzogtum nicht am Feldzug gegen das Chaos beteiligt. Stattdessen setzt Duc Maximilien Rivenet de Souvagne auf politische Neutralität. Von allen Herrschern ist er der Gemäßigtste. Die Grenzen Souvagnes wurden inzwischen größtenteils durch eine Wallanlage gesichert. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Maximilien Rivenet de Souvagne

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Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenkönig Dunkelerz

#1

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Do 4. Jan 2018, 19:40

Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenkönig Dunkelerz

Am Hofe in Beaufort angekommen wurde Comte Maurice de la Cantillion in Begleitung von Zwergenkönig Dunkelerz von einer schwer gerüsteten Truppe der königlichen Leibgarde in Empfang genommen. Die Gesichter der Gardisten waren ausdrucklos.

Die Pferde wurden den beiden Männer abgenommen und beide wurden auf direktem Wege in den Palast des Duc geführt. Vorbei an reich verzierten Wänden, geschmückt mit ausladenden Schnitzereien und verfeinert mit Bildern ging es schnurstracks zu einer durch Wachen gesicherten Doppeltür.

Maurice deutete König Dunkelerz an einen Augenblick zu warten. Der Comte trat an einen Diener heran, dem er kurz etwas zuflüsterte. Der Mann verneigte sich knapp und klopfte dann dreimal an die gewaltige Doppeltür. Diese wurde von den Wachen im Inneren geöffnet.

Der Diener trat vor seinen Duc und verbeugte sich sehr tief.

"Eure Allerdurchlauchigste Hoheit Duc Maximilien Rivenet de Souvagne, ich kündige Euch seine königliche Hoheit Dunkelerz in Begleitung des Comte Maurice de la Cantillion an", verkündete der Mann. Verbeugt ging er rückwärts bis zur Doppeltür. Als er sich aufrichtete, nickte ihm der Duc einmal knapp zu.

"Tretet bitte ein", erklärte der Diener und machte eine einladende Handgeste.

Comte Maurice de la Cantillion ging strammen Schritten an den aufgereihten Leibgardisten vorbei und trat auf die Empore seines Herrschers zu. Der Comte blieb in einem ausreichend gebührlichen Abstand stehen und beugte ein Knie.

Der Duc saß auf seinem Thron, neben ihm seine Hauptfrau und Beifrau. Der Rest seiner Familie war um den Thron gescharrt, ebenso ein gerüsteter Mann in komplett schwarzer Rüstung, wie eine scheinbar uralte Frau, die kaum mehr als Fetzen am Leib zu tragen schien.

"Eure Hoheit, in meiner Begleitung befindet sich der Zwergenkönig Dunkelerz, dieser bat Euch um eine Audienz, zwecks Unterredung", erläuterte der Comte Ihr Erscheinen. Zeitgleich gab er dem Zwergenkönig ein Zeichen sich vorzustellen.

"Wir heißen Euch willkommen König Dunkelerz. Was genau ist Euer Begehr?", antwortete der Duc und musterte beide freundlich.
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Re: Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenkönig Dunkelerz

#2

Beitrag von Skaldor Dunkelerz » Do 4. Jan 2018, 20:00

Der gesamte Hof war eine des Ducs war wahrlich eine Augenweide, gut für zwergische Verhältnisse etwas wenig Fels und Stein dennoch beeindruckend und wunderschön anzusehen. Als er gebeten wurde einzutreten sah er sich in einem Thronsaal wieder der Gebieter selbst thronte dort und schaute auf ihn herab, er war ein Mann der ein Herscher war daran bestand kein Zweifel. Seine ganze Familie war zugegen und waren das etwa mehr als eine Frau? Das musste bei den Menschen offenkundig normal sein, er selbst war nicht vermählt und das hatte bei Zwergenfrauen auch tatsächlich etwas gutes aber dazu ein anderes mal mehr.

Skaldor selbst ertappte sich dabei wie er den Raum musterte und ebenso die Familie des Ducs, sein Blick jedoch blieb für einen flüchtigen Moment an der Tochter des Ducs hängen. Es war ein flüchtiger Moment dennoch war er da, diese Augen waren hell und leuchteten förmlich schon fast heller als die hellsten Edelsteine die er jemals zu Gesicht bekam, ihr Haar war so rein und hell wie Gold das aus den Tiefen der Berge geschürft und verarbeitet wurde die er selbst gesehen hatte.

Als er seine Fassung wieder zurück hatte hoffte er, das seine Verblüffung über die Menschen und ihr Herrschersitz nicht als schlechte Manieren aufgefasst wurden. "Mein Name habt ihr so eben erfahren dennoch möchte ich mich, selbst vorstellen mein Name ist Skaldor Dunkelerz" er senkte das Haupt um den Respekt aufzubringen der von Nöten war. "Ich bin von dem Rat der 13 gewählt worden, somit bin ich König und Repräsentant des Zwergenvolkes, mein Begehr ist es eine Lösung für die Hohe Mark zu finden". Er machte eine Pause und fuhr fort "dieser Krieg muss enden, er wird eines Tages enden doch mein Volk leidet ebenso wie das Volk der Almanen somit auch der Menschen leidet. Wir haben Flüchtlinge aufgenommen wir können sie ernähren ihnen Schutz bieten, doch wissen wir selbst nicht was hier vorgefallen ist....." er schwieg einen Moment er schämte sich doch sprach er weiter so gut er konnte.

"Ich ersuche euch um Hilfe diesen Krieg zu beenden und ich möchte mit euch eine Lösung finden, damit diese Menschen in ihre Heimat zurückkehren können" er wollte keine Waffenhilfe erbitten, sein Ansehen war größer er musste mit dem Duc einen Weg finden das Chaos daran zu hindern hier einen neuen Staat bilden zu können. "Ich frage euch von einem König zum anderen, ist das wohl der Menschen es nicht wert jetzt zu handeln, ganz gleich auf welcher Art und Weise dennoch bin ich fest entschlossen, die Hohe Mark zurück zu erobern, sie muss jedoch verwaltet und regiert werden, wo sind die anderen Herscher? Was ist hier geschehen?" er ertappte sich erneut wie er die Tochter des Ducs anschaute jedoch nur kurz.

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Maximilien Rivenet de Souvagne

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Re: Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenkönig Dunkelerz

#3

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Do 4. Jan 2018, 20:52

Während sich der Zwergenkönig im Thronsaal umschaute, blieb sein Blick für einen Moment an Olivie hängen, der Tochter des Duc. Die junge Frau musterte den Zwerg scheu, ehe sie ihrem Vater einen verstohlenen Seitenblick zuwarf.

Ein kaum merkliches Schmunzeln umspielte für einen Sekundenbruchteil des Ducs Lippen. Ihm war es also ebenfalls aufgefallen. Gut den Augen ihres Vaters entging meist nichts, dem Wappentier gleich schien er Adleraugen zu haben.

Olivie ebenso, denn anderen wäre diese minimale Geste des Duc vermutlich nicht einmal aufgefallen, aber für Olivie war sie ein beruhigendes Zeichen. Dieser fremde König, hatte nicht geschaut um ihr Böses zu wollen.

Nun er sprach auch nicht bösartig, im Gegenteil er sprach davon, den Krieg beenden zu wollen. Für einen Augenblick schaute sie zurück ehe sie den Blick höflich abwandte, sie wollte den fremden König schließlich nicht ungebührlich anstarren.

Der Duc hingegen musterte den Zwergenkönig offen und freundlich, er quittierte die Respektsbekundung mit einem wohlwollenden Nicken. Als er die Stimme erhob, war es absolut still im Saal.

"Unsere Person ist rechtmäßiger Herrscher über die Souvagne und wir sind gerne bereit Euch bei der Lösung dieses Problems zur Seite zu stehen. Sofern die Lösung friedlicher Art ist König Dunkelerz.
Um direkt zum Punkt zu kommen, wir stimmen mit Euch überein, dass dieser Krieg enden muss.
Wir gehen sogar einen Schritt weiter und behaupten, dass dieser Krieg nie hätte stattfinden dürfen.

Aber die Vergangenheit ist nicht zu ändern, man kann lediglich aus ihr seine Lehren ziehen.
Wir sind gerne bereit Euch zu erläutern was geschah. Bedenkt dass dies die Informationen sind, die uns vorliegen. Ob diese vollständig sind, entzieht sich unserer Kenntnis.

Euer Volk führte Krieg gegen die Rakshaner. Soweit uns bekannt ist, ereilten die umliegenden Länder erst Hilferufe, als Euch und Eurem Volke eine vernichtende Niederlage drohte. Vorab habt Ihr keines der anderen Völker um Unterstützung gebeten, gleichgültig in welcher Hinsicht. Uns liegen zudem keine Kenntnisse darüber vor, dass Ihr versucht hättet mit den Rakshanern zu verhandeln.

Dies ist gewiss keine Anschuldigung unsererseits, sondern dies sind unsere vorliegenden Fakten.

Die einfachste Möglichkeit etwas zu erhalten ist zu fragen.
Es ist sogar auf dieser Basis möglich, Frieden zu erreichen.

Es war Großherzogs Roderichs Entscheidung, Eurem Volk zur Hilfe zu eilen und sein Land schutzlos zurückzulassen. Er stationierte keine Truppen zur Eigensicherung seines Volkes und Landes, sondern zog mit der gesamten Streitmacht des restlichen Kaisho-Abkommens in den Krieg, um Euch zu unterstützen.

Wir selbst haben uns diesem Krieg nicht angeschlossen. Für Belang ist für uns mit oberster Priorität Souvagne. Mein Volk erwartet von mir zu Recht Schutz und Schirm und dies gewähren wir, indem wir grundsätzlich jeden Angriffskrieg ablehnen, dennoch verteidigen wir uns.

Vor Jahren trennten sich die Almanen sowie die Goblins von der Handelsallianz um ihre Werte und Traditionen zu schützen. Um ihren Volkscharakter zu schützen und nicht in einem bunten Völkergemisch unterzugehen. Aus diesem Grund wurde das Kaisho-Abkommen ins Leben gerufen. Bei dem Kaisho-Abkommen handelte es sich um einen Pakt von vier autarken Großherzogtümern der Almanen, sowie dem goblinischen Königreich Evalon.

Völlig eigenmächtig entschied Großherzog Roderich die Truppenmobilisierung des Kaisho-Abkommens und eilte Euch mit fast allen Streitmächten, außer der unseren, zur Hilfe.

Weder wurde vorher ein Rat der Herrschenden einberufen, noch gab es Absprachen in dieser Sache.
Schlimmer er annektierte unsere Schiffe für seine Truppenverladung um Euch König Dunkelerz zur Hilfe zu eilen. Selbstredend ließen wir unsere Schiffe, sprich unser Eigentum von unseren Mannen zurückholen. Viele Existenzen hängen an diesen Schiffen, souvagnische Existenzen.

Mit seiner Handlung hätte Großherzog Roderich unser Land in einen Krieg verwickeln können, der nicht der unsere ist!

Wir sahen und sehen diese Handlung als Aufkündigung des Kaisho-Abkommens an.
Aus diesem Grunde haben wir direkt nach Kunde dieser Information die Zugehörigkeit zum Kaisho-Abkommen aufgekündigt.

Wir lassen keinen Souvagner für Fremdlinge sterben, mögen es andere Herzogtümer halten wie es ihnen beliebt. Uns geht es allein um den Schutz und das Wohl unseres Volkes.
Dies zu unserer Entscheidung.

Die Kunde die uns unsere Himmelsaugen mitteilten, teilen folgendes mit König Dunkelerz.
Der Draken wurde verstopft. Er änderte seinen Lauf, so dass die Hohe Mark nunmehr trocken liegt und Ledwick im eigenen Sumpf ertrinkt. Laut unseren Spähern stehen dort überall circa 10-20 cm Wasser und dies, obwohl Ledwick bereits seit jeher ein Sumpfgebiet gewesen ist.

Die Hohe Mark verfügt über keine Landwirtschaft mehr. Alle Felder und Scheunen wurden gebrandschatzt, es gibt fast keine Vorräte mehr für den Winter.

Alle auffindbaren Gargoyles wurden erschlagen.
Ebenso wurde jede Person erschlagen, die nach einem Krieger aussah.
Es gab und gibt keinerlei Gefangenen.

Die einzige Ausnahme war Großherzog Roderichs Familie, deren Köpfe nun auf Spießen auf dem Marktplatz der Hauptstadt ausgestellt sind.

Soweit uns durch unsere Späher bekannt ist, hatte es ein Ultimatum von zwei Wochen an den Großherzog gegeben, sich in seiner Heimat einzufinden. Auf das Ultimatum wurde nicht reagiert. Proklamiert hat es ein Sprecher der Eroberungstruppen. Einem Herold gleich rief es dieser Tiefling von einer Statue auf einem Platz. Das Ultimatum verstrich fruchtlos, so kam es zur Hinrichtung der großherzoglichen Familie.

Aber es gibt auch etwas erfreulichere Kunde.
Die Städte und Burgen sind noch intakt, ebenso nahezu alle Gebäude.
Wer zu flüchten gedenkt, wird gegenwärtig nicht aufgehalten und darf abziehen. Ferner sicherte der neue Machthaber wohl jedem Unversehrtheit zu, der bereit sei ihm seinen Treueeid zu leisten.

Das Großherzogtum Ehveros müsste ebenfalls größtenteils von der Zerstörung verschont geblieben sein. Solltet Ihr passende Kunde wünschen, werde ich danach schicken lassen. Welches einzelne Schicksal die jeweiligen drei Großherzoge ereilte, oder welche Schicksal der goblinischen Königin zu Teil wurde, entzieht sich momentan unserer Kenntnis.

Dies ist die Kunde die wir Euch geben können.
Auf Grundlage dieser Informationen müssen wir versuchen eine Einigung zu erzielen.

Wir sind gerne gewillt, Euch bei Friedensverhandlungen zu unterstützen. Bei Kriegshandlungen hingegen nicht König Dunkelerz. Wir sollten zur Verhandlung in den Kriegsraum wechseln. Dort haben wir passendes Kartenmaterial um uns einen direkten Blick über die Lage verschaffen zu können",
erläuterte der Duc freundlich.

Olivie schaute von ihrem Vater zum Zwergenkönig. Ihr Blick wurde aber unterbrochen, da sich der Großherzog der Souvagne erhob. Als der Duc sich vom Thron erhob, gingen zeitgleich alle seine anwesenden Untertanen auf die Knie. Sein Leibdiener zog seinen Mantel zurecht, so dass der Duc ihm folgend den Raum verließ.

Comte Maurice de la Cantillion wartete ab, bis die Familie und die Berater seinem Herrn gefolgt waren, dann gab er König Dunkelerz ein Zeichen, sich ebenfalls der Prozession anzuschließen. Im Kriegs- und Kartenraum fanden sich alle wieder ein. Der Duc stand neben seinen Söhnen Dreux und Ciel, einen Schritt hinter ihm sein treuer Leibdiener Fabien. Etwas abseits bei ihrer Mutter, stand Olivie.

"Lasst uns verhandeln", erklärte der Duc.
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Ciel Felicien de Souvagne

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Re: Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenkönig Dunkelerz

#4

Beitrag von Ciel Felicien de Souvagne » Do 4. Jan 2018, 23:42

Als Ciel die Nachricht erhielt, dass der Zwergenkönig Skaldor Dunkelerz um eine Audienz am Hof ersucht hatte, machte der Prince sich umgehend auf den Weg. Es war der Wunsch seines Vaters, dass auch seine Kinder bei diesen Verhandlungen zugegen waren, um zu sehen, wie Verhandlungen abliefen und auch zu lernen, später selbst Verhandlungen zu führen. So gelangte Ciel auch in Beaufort an, einen Tag eher als der Zwergenkönig, auf den er schon sehr gespannt war. Bei Hofe traf er auch wieder auf seinen Berater Jules und seinen Leibdiener Khawa, die in seinem Auftrag unterwegs gewesen waren, nun jedoch eigens zu diesem Anlass zum Hof zurückgekehrt waren.

Nun, einen Tag später, standen sie hier versammelt, die gesamte Familie de Souvagne, doch der Anlass war bedrückend. Es ging um den Krieg. Die Lage in der Hohen Mark war ernüchternd.

Ciel betrachtete während des Gesprächs interessiert den Zwerg. Er sah mitgenommen aus, man sah die Sorge, in der er sich befunden hatte. Dennoch war er nach wie vor ein ehrfurchtgebietender Mann. Nur, dass er nach seiner Schwester äugte, gefiel Ciel wenig. Aber er ließ sich nichts anmerken.

Auch sein rakshanischer Leibdiener Khawa musterte den Zwerg. Jetzt war Ciel froh, dass der Rakshaner einen Turban samt Gesichtsschleier trug, denn er war sicher, dass Khawas Miene ganz und gar nicht freundlich war. Aber Khawa wusste sich zu benehmen, sonst wäre er nicht Leibdiener geworden.
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Re: Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenkönig Dunkelerz

#5

Beitrag von Skaldor Dunkelerz » Fr 5. Jan 2018, 13:11

Der Kartenraum in den er dem Duc sowie seinem ganzen Hofstaat folgte war groß, ebenso war es eine Wärme die von dem dunklen Holz ausging. Die Sonne schien durch die Fenster hinein was den Raum selbst nicht dunkel wirken ließ. An den Wänden hingen Gemälde vermutlich von irgendwelchen Verwandten, die zu Lebzeiten hier ihre Taktiken besprochen hatten ebenso wie der Duc es nun tat. Ein massiver Tisch stand in der Mitte er war groß und auf ihm ruhten mehrere Karten, der Duc jedoch wies ihm eine spezielle zu.

Das war also die aktuelle militärische Lage sie war wirklich nicht gut besonders nicht, für die Zwerge sie waren eingekesselt und die Heere des Kaishos und der Almanen waren ihnen zur Hilfe gekommen, der Preis dafür war ihm und allen die sich um den Tisch versammelt hatten bekannt, er war zu hoch viel zu hoch. Es kribbelte den Zwerg regelrecht Pläne zu schmieden um die Hohe Mark anzugreifen, sie zurück zu erobern um die alte Ordnung wieder herzustellen. Doch das würde weitere Opfer fordern waren nicht bereits genug Zwerge, gestorben für einen Krieg den niemand wirklich wollte?

"Ich muss sagen die Lage sieht nicht gut aus, mein Begehr ist es die Menschen aus den Gebieten der Fürstentümer zurück in ihre Heimat zu schicken". "Die jetzige Situation ist aus den Fugen geraten, daher ist es mein Anliegen mit eurer Hilfe, als Diplomat mit dem Verwalter des Chaos der in der Hohe Mark nun regiert zu verhandeln, damit wir wissen was auch mit den südlichen" er zeigte auf Ehveros und Ledwick "geschieht". Er schaute den Duc an und fuhr fort "ich möchte nicht das sich, das Chaos auch noch diese Gebiete einverleibt das ist nicht in meinem Interesse und in eurem sollte, es auch nicht sein". "Rodrig hatte die Streitmacht angeführt was ist mit Ehvelos? Wer regiert dort? Oder seid ihr der einzige der Menschen herscher in Almanien der übrig geblieben ist?"

Der Zwerg musterte die anderen die in dem Raum waren und fuhr fort "solange es Frieden gibt und dieses, mit einem Abkommen gesichert ist überlassen die Zwerge die Hohe Mark, dem Chaos aber auch nur dann wenn wir, für die südlichen Reiche der Menschen eine annehmbare Lösung finden". Sein Blick hatte wieder den von der Frau getroffen die, die Tochter des Ducs sein musste jedoch nur kurz, er wollte nicht unhöflich sein daher sah er den Duc an.

"Dieser Krieg hat vieles verändert es ist an uns, einen weiteren daraus zu verhindern!" er schaute etwas bedrückt drein und fuhr fort "wie es aussieht sind wir in den Herzlanden als einzige übrig, verehrter Duc".

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Maximilien Rivenet de Souvagne

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Re: Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenkönig Dunkelerz

#6

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Fr 5. Jan 2018, 15:09

Seine Gefolgschaft wie auch sein Gast der Zwergenkönig waren dem Duc in den Kriegsraum gefolgt. Einem großen Saal der von vielen Fenstern erhellt wurde. Sie alle standen um einen großen Tisch herum, auf dem Holzfiguren standen, der das Land der Almanen und die jeweiligen Grenzen darstellte.

Die Figuren stellten die derzeitigen Truppenbewegungen der einzelnen Parteien nach ihrem Informationsstand dar. Sie waren farblich markiert als auch mit vielen Differenzen versehen, so dass man die verschiedenen Gruppierungen leicht auseinander halten konnte.

Der Duc hörte den Ausführungen des Zwergenkönigs aufmerksam zu. Ihm gefiel die Einsicht und die Sichtweise dieses Mannes. Einem wahren Herrscher ging es nicht darum, seine persönliche Meinung durchzusetzen, sondern genau jene zum Wohl und zu Gunsten seines eigenen Volkes in den Hintergrund zu stellen. Und dies hatte Dunkelerz mit seinem Vorschlag getan. Sicher gelüstete es den Mann nach Rache, welchem Manne würde es nicht danach gelüsten in diesem Zustand? Aber diesen Gefühlen durfte ein Herrscher nicht nachgeben, denn ansonsten starben für die eigenen Gefühle unschuldige Personen.

"Eure Sicht ist weise und findet unseren absoluten Wohlgefallen König Dunkelerz. Wir stehen Euch bei und werden alles in unserer Macht stehende tun, um auf diese Weise den Frieden zurück in die restlichen Almanischen Großherzogtümer zu bringen. Seit dessen versichert.

Nun als erstes sollten wir den neuen Herrscher der Hohen Mark zu uns einladen, im Wege der Friedensverhandlungen. Erklärt er sich zu Verhandlungen bereit und folgt unserer Einladung, sind wir schon einen Schritt weiter.

Sollt er der neue Herrscher der Hohen Mark damit einverstanden erklären, sich ausschließlich mit der Hohen Mark zufrieden zu geben, die Menschen in ihre Heimat zurückkehren zu lassen und zu seinem gegebenen Wort zu stehen, nämlich die Menschen in seinem Protektorat als seine Schutzbefohlenen zu sehen, wäre ein Frieden möglich. Sogar sehr gut möglich unserer Ansicht nach.

Was mit den Herrschern von Ledwick und Ehveros geschah, entzieht sich unserer Kenntnis. Vermutungen und Spekulationen bringen uns aber im Moment nicht weiter König Dunkelerz. Wir könnten Boten oder Himmelsaugen entsenden.

Jules wir benötigen Eure Dienste. Unsere Person wird eine Einladung an den neuen Machthaber der Hohen Mark entsenden. Ihr werdet diese mit Eurem Uhu zustellen. Beobachtet, nehmt wahr wie Ihr es üblicherweise zu tun pflegt. Sollte es Besonderheiten geben informiert uns über diese umgehend",
erklärte der Duc, dabei stand er vornüber gebeugt vor dem Tisch und betrachtete die taktische Karte, als würde er in einem Buch lesen.

Auf die gleiche Weise betrachtete Olivie den Zwergenkönig und versuchte sich einen Reim auf diesen fremden, aber dennoch äußerst starken Mann zu machen.

Fabien eilte von dannen und kehrte umgehend mit Feder und Papier zurück, damit sein Herr eine Botschaft schreiben konnte. Zeitgleich hielt er ein Schreibbrett so, dass der Duc dieses als Schreibunterlage verwenden konnte. Der Duc verfasste eine Botschaft an den neuen Herrscher der Hohen Mark und reichte diese Jules.

"Versendet diese unverzüglich Jules, dies hat höchste Dringlichkeit", erklärte Maximilien.
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Re: Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenkönig Dunkelerz

#7

Beitrag von Jules de Mireault » Fr 5. Jan 2018, 15:50

Ein hagerer, durchtrainierter Mann, dem eine Narbe quer über den Mund verlief und ihm ein noch mürrischeres Aussehen verlieh trat vor. Auf seiner Schulter hockte ein riesiger Uhu. Mit tiefer Verbeugung nahm der die Nachricht entgegen.

"Wie Ihr befehlt Eure Hohheit", antwortete Jules ergeben.

De Mireault musterte kurz den Zwergenkönig. Für einen winzigen Moment sah er gedanklich den Mann auf Gufos Rücken in die Schlacht reiten. Gepasst hätte das Bild, aber für solche Späße war keine Zeit. Sein Vogel wie der Zwergenkönig waren beides entschlossene Persönlichkeiten. Ebenso sein Herr der Duc und Jules selbst.

Der Chevalier befestigte die Nachricht an Gufos Bein und weckte den Uhu der auf seiner Schulter eingeschlafen war. Gufo öffnete seine riesigen, orangefarbenen Augen und starrte Jules erwartungsvoll an. Jules zog seinen Handschuh über und nickte in die Richtung. Gufo flatterte kurz auf und ließ sich mit leicht geöffneten Schwingen auf Jules Arm nieder, seine Klauen gruben sich in das derbe Leder des Handschuhs.

Der Magier öffnete eines der Fenster und nahm auf dem Boden Platz. Im gleichen Moment wo er Gufo mit kurzem Ruck in die Höhe warf, ließ sich Jules in den Nexus fallen und verband seinen Geist mit dem seines Vogels. Mit großen Flügelschlägen verschwand Gufo innerhalb weniger Minuten aus ihrem Sichtfeld.

Unter ihm zog die Landschaft von Beaufort hinweg und der große Vogel überquerte die naheliegende Grenze zur Hohen Mark. Einzelne Wächter auf den dortigen Wehrgängen schauten dem Vogel nach, andere winken, wieder andere wünschten ihm bei seiner Aufgabe viel Glück - welche immer das auch sein möge. Ein Vogel der Himmelsaugen flog niemals umsonst in feindliches Gebiet.

Gufo folg den mentalen Befehlen von Jules folgend die Hauptstadt der Hohen Mark an. Dort wo zu Letzt der Herold der Tieflinge zu den Almanen gesprochen hatte, dort vermutete er auch den neuen Machthaber. Gufo flog nicht nur einfach, er erkundete die Gegend. Seine riesigen Augen nahmen alles in sich auf um die Bilder und seine Empfindungen an Jules weiterzuleiten.

Der Uhu flog den ehemaligen Herrensitz des Großherzogs Roderich an. Lautlos wie er flog, so landete der große Uhu auch auf dem Fenstersims. Mit einem Ruf machte das Tier auf sich aufmerksam und starrte den Tiefling mit dem weißen Haaren an. Der Uhu hob ein Klauen bewehrtes Bein, so dass die Botschaft sichtbar wurde. Erneut stieß er einen Schrei aus und schlug mit den Schwingen.

Als Tsaagan die Botschaft entrollte, las er folgenden Inhalt:
Einladung an den neuen Machthaber der Hohen Mark.

Wir, Duc Maximilien Rivenet de Souvagne rechtmäßiger Herrscher der Souvange,
sowie der Zwergenkönig Skaldor Dunkelerz,

laden Euch zu einer Unterredung nach Beaufort in die Souvagne ein.

Wir wünschen mit Euch gemeinsam über den Frieden in unserer Region zu verhandeln.
Sicher wird Euch genauso daran gelegen sein wie uns.

Eine schnellstmögliche Antwort Eurerseits wäre wünschenswert.
Nutzt hierzu den Greifvogel, der Euch diese Botschaft übermittelte.

In besten Erwartungen

Duc Maximilien Rivenet de Souvagne
Zwergenkönig Skaldor Dunkelerz

Während der neue Herrscher der Hohen Mark die Nachricht las, wartete Gufo geduldig ab. Durch seine Augen war es Chevalier Jules Seymour de Mireault der als erstes einen Blick auf den neuen Herrscher der Hohen Mark werfen konnte.

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Baxeda

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Re: Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenkönig Dunkelerz

#8

Beitrag von Baxeda » Fr 5. Jan 2018, 16:45

Tsaagan

Was Gufo sah, war ein Tiefling von scheinbar 40 Jahren, der nicht sehr groß war, aber dennoch aufgrund seiner Körpersprache und der hochwertigen Kleidung ein enormes Maß an Autorität ausstrahlte. Der Mann war schlank, trainiert und von aufrechter Körperhaltung mit einem speergeraden Rücken. Das schlohweiße Haar war nach hinten zwischen die spitz gefeilten Hörner gekämmt und in einer geraden, waagerechten Kante auf Höhe der Schulterblätter abgeschnitten. Seine Gesichtszüge wirkten aristokratisch mit einer kurzen, leicht gekrümmten Nase. Die Wangenknochen waren scharf geschnitten und seine Mimik wirkte ausgesprochen ungnädig, während er das Pergament las. Seine Augen mit den leicht schielenden rosafarbenen Iriden zuckten beim Lesen hin und her. Er hielt das Pergament dabei nur wenige Zentimter von seinen Augen entfernt. Auffällig waren zum einen sein Flügelpaar, das er fest hinter dem Rücken geschlossen trug und der lange, fleischfarbene Schweif, an dessen Ende eine auffällig voluminöse Weiße Fellquaste wuchs. Auch hier war das Haar zu einer schnurgeraden Kante abgeschnitten. Es war nicht erkennbar, welche Gedanken der frischgebackene Fürst des neuen Landes hegte, da sein Gesicht bereits vor der Lektüre so abweisend dreingeblickt hatte.

"Schreibutensilien."

Sein Leibdiener, ein Düsterling, beeilte sich, das Gewünschte auf einem polierten Silbertablett zu bringen, dass er dem Fürsten so entgegenhielt, dass er es als Schreibunterlage verwenden konnte. Tsaagan schrieb nur:
An seinen Allerdurchlauchigsten
Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

Wir werden der Einladung entsprechen
und begeben uns zeitnah auf den Weg.

Seine hochfürstliche Durchlaucht
https://s1.imagebanana.com/file/180105/RhLVbVas.png
Der Leibdiener musste die Nachricht nun an das Bein des riesigen Uhus binden. Er stellte sich damit selten ungeschickt an, aber er schaffte es schließlich. Da er nicht wusste, wie er den großen Greifvogel losschicken sollte, verjagte er ihn mit einem Staubwedel.

Alsdann half er Tsaagan, sich mit Reitkleidung einzukleiden und reisefertig zu machen und stellte zwei Satteltaschen zusammen. Sie begaben sich in die Stallungen. Anstelle von Pferden, die allesamt geschlachtet worden waren, standen dort nun diverse Chaosgeschöpfe unter, unter anderem jedoch auch ein Greif mit weißem Gefieder und der Physionomie einer Schneeeule, ein Kriegsgefangener aus Hymaya, dessen Willen schon vor vielen Jahren gebrochen worden war. Das schöne Tier wurde mit Rotem Zaumzeug ausgestattet und einem dazu passenden Sattel gesattelt und die Taschen angebracht, ehe Tsaagan sich mit geübter Bewegung darauf schwang. Sein Leibdiener setzte sich auf einen grauen Greifen und folgte seinem Herrn reitend in geringmöglichem Abstand. Sie hoben ab und flogen dem großen Uhu hinterher, der nun zu seinem Herrn zurückkehren würde.

Es dauerte per Luftweg nicht allzu lange. In Sichtweite der Grenze zu Souvagne landeten sie, stiegen ab und gingen zu Fuß bis zur Grenze, wo man sie hoffentlich anständig empfangen würde.
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Re: Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenkönig Dunkelerz

#9

Beitrag von Jules de Mireault » Fr 5. Jan 2018, 17:25

Wie stets übertrug Gufo das Wahrgenommene an Jules weiter. Etwas erbost ließ sich der große Uhu von dem Leibdiener auf diese unsanfte Art zum Abflug auffordern. Jules übermittelte ihm beruhigende Gedanken. Der Diener hatte sich scheinbar vor dem nicht gerade kleinen Vogel mit den messerscharfen Krallen gefürchtet.

Gufo flog voran, während ihm zwei Greife folgten. Der Chevalier regisrierte dies, genauso wie zu einem späteren Zeitpunkt die Ankunft des neuen Herrschers der Hohen Mark. Jules fand ins Bewusstsein zurück, als Gufo auf dem Fenstersims im Kartenraum landete. Der Uhu flatterte kurz auf und hockte sich auf die Schulter seines Herrn.

De Mireault benötigte einen Augenblick um wieder im Hier und Jetzt zu sein. Vorsichtig nahm der den Zettel von Gufos Bein, aber auch so wusste er schon, dass der neue Herrscher der Einladung gefolgt war. Jules stand auf und überreichte dem Duc mit einer Verbeugung die Nachricht.

"Eure Hoheit, die Nachricht wird positiver Natur sein. Der neue Herrscher der Hohen Mark ist soeben vor unserer Grenze in Begleitung eines Dieners eingetroffen. Angereist sind beide auf Greifen. Ich schlage vor, dass ich ihn gebührend empfange und zu Euch geleite Herr.

Einige Informationen die ich Dank Gufo erhalten habe. Der neue Herrscher der Hohen Mark residiert im alten Herrschaftshaus von Großherzog Roderich.

Die Personenbeschreibung des Tieflings Herr. Der Mann ist circa 40 Jahre alt, von mittlerer Größe, aber von einer aristokratischen Körpersprache. Seine Kleidung ist exqusit, seinem Stand entsprechend. Seine Statur ist schlank, trainiert, seine Haltung ist aufrecht. Seine Hautfarbe ist rosa, seine Haarfarbe ist weiß. Er trägt Schwingen auf dem Rücken und einen Schweif am... naja Ihr wisst wo Herr. Der Schweif hat eine weiße Quaste. Sein Gesicht ist markant geschnitten. Eine gekrümmte Nase ziert sein Gesicht und scharfe Wangenknochen. Ferner scheint er nicht sonderlich gut sehen zu können, da er Eure Botschaft sehr nah vor die Augen hielt. Dies sind meine ersten Anmerkungen zu seiner Person",
erklärte Jules höflich.

"Habt Dank Jules, Ihr dürft den Mann umgehend abholen, sobald wir seine Botschaft verlesen haben", erklärte der Duc und entrollte die Botschaft.

"Nun die an uns übermittelte Botschaft lautet wie folgt.

An seinen Allerdurchlauchigsten
Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

Wir werden der Einladung entsprechen
und begeben uns zeitnah auf den Weg.

Seine hochfürstliche Durchlaucht
Tsaagan Lyridime von und zu Alkena-Hohe Mark.

Uns deucht, der Mann scheint nicht nur aristokratische Gesichtszüge und Kleidung sein eigen zu nennen.
Begrüßt ihn entsprechend Jules und geleitet ihn umgehend zu uns",
befahl Maximilien.

"Wie Ihr befehlt meine Hoheit", antwortete Jules und machte sich sofort auf den Weg, den Befehl des Duc umzusetzen.

Fürst Tsaagan Lyridime von und zu Alkena-Hohe Mark hatte man an der Grenze angehalten. Misstrauisch wurden seine Reittiere, sein Begleiter aber vor allem er betrachtet. Als er die Einladung des Duc vorzeigte, änderte sich das Bild minimal, aber es änderte sich.

Es dauerte nicht lang, bis ein schweres, gewaltiges Streitross angalopiert kam und knappe Befehle dem Fürsten Eintritt verschafften. Man ließ ihn samt seiner Reittiere wie auch seines Begleiters die Grenze passieren. Jules deutete im Sattel eine Verbeugung an.

"Fürst Tsaagan Lyridime von und zu Alkena-Hohe Mark, ich heiße Euch im Namen des Allerdurchlauchigsten
Duc Maximilien Rivenet de Souvagne in unserem Land willkommen. Mein Name ist Chevalier Jules de Mireault und ich geleite Euch zu unserer Majestät. Wenn Ihr mir bitte folgen würdet",
erklärte Jules höflich und gab die Führung.

Es dauerte nicht lange und die Drei erreichten den Hof des Duc. Da die Wachen Jules als einen persönlichen Berater des Duc kannten und sie über die Friedensverhandlungen instruiert worden waren, durften sie ohne weiteres passieren.

Nachdem sie ihre Reittiere abgegeben hatten, führte Jules mit angemessenem Schritt den Fürsten und seinen Diener bis zum Kartenraum. Dort verharrte er einen Moment und klopfte an. Von innen wurde ihnen von zwei Dienern aufgetan.

Jules trat vor seinen Duc und kniete nieder.

"Eure Hoheit, ich verkünde Euch den Besuch Eures Gastes - Fürst Tsaagan Lyridime von und zu Alkena-Hohe Mark", erklärte Jules äußerst respektvoll ohne aufzuschauen.
"Habt Dank Jules", erklärte der Duc und entließ sein persönliches Himmelsauge damit aus der Pflicht.

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Maximilien Rivenet de Souvagne

Die fleißige Feder in Bronze Rote Laterne
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Re: Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenkönig Dunkelerz

#10

Beitrag von Maximilien Rivenet de Souvagne » Fr 5. Jan 2018, 17:48

Der Duc wandte sich seinem neuen Gast zu, ebenso taten es alle Anwesenden im Kartenraum. Maximilien musterte den Fürsten freundlich. Da dieser ihrer Einladung entsprochen hatte, schien auch ihm an einer friedlichen Einigung gelegen zu sein, allerdings würde sich herausstellen müssen, zu welchem Preis.

"Fürst Tsaagan Lyridime von und zu Alkena-Hohe Mark mein Gast Zwergenkönig Skaldor Dunkelerz, sowie wir heißen Euch an unserem Hofe willkommen. Es freut uns, dass Ihr unserer Einladung gefolgt seid. Dies ist fürwahr ein erster guter Schritt in eine, so hoffen wir, friedliche Zukunft.

Das Bestreben mit dem sich König Dunkelerz an uns gewandt hat, könnte nicht ehrenvoller sein, seine Person strebt Frieden in der almanischen Region an. Wir unterstützen diesen Wunsch vollumfänglich. Hierzu wurden von uns erste Gedanken ausgearbeitet, die wir gerne mit Euch weiter erörtern würden. Gesellt Euch bitte zu uns",
erklärte der Duc höflich.

"Der vorgetragene Grundgedanke Fürst von und zu Alkena-Hohe Mark umfasst grob nachfolgende Punkte.

Der Krieg solle umgehend beendet werden.
Die Menschen, Flüchtlinge wie auch die Armee, sollen in ihre Heimat zurückkehren können.
Die Hohe Mark muss verwaltet und regiert werden.

Wie uns bekannt ist, habt Ihr den Menschen Schutz und Schirm gegen den Treueeid zugesichert.
Ferner habt Ihr jene ziehen lassen, die fliehen wollten, ohne diesen ein Leid zuzufügen.
Solche Entscheidungen trifft keine Person leichtfertig, sondern Ihr werdet Euch genau wie König Dunkelerz Gedanken um die Euren gemacht haben.

Verhandlungsstand unsererseits wäre folgender.

Ihr sichert uns zu, die Kriegshandlungen mit sofortiger Wirkung einzustellen.
Ihr werdet keine weiteren Eroberungskriege in unserer Region führen, weder heute noch zukünftig.
Ihr werdet die Menschen, die einst der Bevölkerung der Hohen Mark angehörten in ihre Heimat zurückkehren lassen und diese unter Euer Schutz und Schirm stellen. Ihr werdet Sie als die Euren behandeln.

Im Gegenzug sind wir bereit, Euch als den rechtmäßigen Herrscher der Hohe Mark anzuerkennen.
Ebenso versichern Euch die Zwerge, die Kriegshandlungen sofort einzustellen.
Wir versichern Euch, gegen Euch keine kriegerischen Handlungen einzuleiten, weder heute noch zukünftig.

Souvagne sichert den Zwergen wie auch Euch zudem Hilfe zur Selbsthilfe zu, um den Wiederaufbau zu unterstützen. Wir sind bereit Euch mit fachkundigem Wissen zu unterstützen. Gegebenenfalls könnten wir über Winterhilfe verhandeln, sollten beide Parteien bereit sein diese Forderungen zu akzeptieren.

Dies wäre das Angebot unserer Seite Fürst Tsaagan Lyridime von und zu Alkena-Hohe Mark. Wie steht Ihr dazu?
Falls Ihr etwas anfügen möchtet König Dunkelerz, bitte",
erläuterte der Duc höflich.
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"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
"Eine Entscheidung für etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."

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