Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenk├Ânig Dunkelerz


Gro├čherzogtum Souvagne
Nicht alle Almanen waren damit einverstanden, die eigenen Truppen zu opfern, um die Zwerge vor dem Chaos zu retten. Souvagne verlie├č daher das Kaisho- Abkommen und begann, alle Grenzen zu sichern. Nur erlesenen Personen ist die Einreise nach strengen Kriterien noch gestattet.
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Maximilien Rivenet de Souvagne
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Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenk├Ânig Dunkelerz

#1

Beitragvon Maximilien Rivenet de Souvagne » Do 4. Jan 2018, 19:40

Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenk├Ânig Dunkelerz

Am Hofe in Beaufort angekommen wurde Comte Maurice de la Cantillion in Begleitung von Zwergenk├Ânig Dunkelerz von einer schwer ger├╝steten Truppe der k├Âniglichen Leibgarde in Empfang genommen. Die Gesichter der Gardisten waren ausdrucklos.

Die Pferde wurden den beiden M├Ąnner abgenommen und beide wurden auf direktem Wege in den Palast des Duc gef├╝hrt. Vorbei an reich verzierten W├Ąnden, geschm├╝ckt mit ausladenden Schnitzereien und verfeinert mit Bildern ging es schnurstracks zu einer durch Wachen gesicherten Doppelt├╝r.

Maurice deutete K├Ânig Dunkelerz an einen Augenblick zu warten. Der Comte trat an einen Diener heran, dem er kurz etwas zufl├╝sterte. Der Mann verneigte sich knapp und klopfte dann dreimal an die gewaltige Doppelt├╝r. Diese wurde von den Wachen im Inneren ge├Âffnet.

Der Diener trat vor seinen Duc und verbeugte sich sehr tief.

"Eure Allerdurchlauchigste Hoheit Duc Maximilien Rivenet de Souvagne, ich k├╝ndige Euch seine k├Ânigliche Hoheit Dunkelerz in Begleitung des Comte Maurice de la Cantillion an", verk├╝ndete der Mann. Verbeugt ging er r├╝ckw├Ąrts bis zur Doppelt├╝r. Als er sich aufrichtete, nickte ihm der Duc einmal knapp zu.

"Tretet bitte ein", erkl├Ąrte der Diener und machte eine einladende Handgeste.

Comte Maurice de la Cantillion ging strammen Schritten an den aufgereihten Leibgardisten vorbei und trat auf die Empore seines Herrschers zu. Der Comte blieb in einem ausreichend geb├╝hrlichen Abstand stehen und beugte ein Knie.

Der Duc sa├č auf seinem Thron, neben ihm seine Hauptfrau und Beifrau. Der Rest seiner Familie war um den Thron gescharrt, ebenso ein ger├╝steter Mann in komplett schwarzer R├╝stung, wie eine scheinbar uralte Frau, die kaum mehr als Fetzen am Leib zu tragen schien.

"Eure Hoheit, in meiner Begleitung befindet sich der Zwergenk├Ânig Dunkelerz, dieser bat Euch um eine Audienz, zwecks Unterredung", erl├Ąuterte der Comte Ihr Erscheinen. Zeitgleich gab er dem Zwergenk├Ânig ein Zeichen sich vorzustellen.

"Wir hei├čen Euch willkommen K├Ânig Dunkelerz. Was genau ist Euer Begehr?", antwortete der Duc und musterte beide freundlich.
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Skaldor Dunkelerz
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Re: Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenk├Ânig Dunkelerz

#2

Beitragvon Skaldor Dunkelerz » Do 4. Jan 2018, 20:00

Der gesamte Hof war eine des Ducs war wahrlich eine Augenweide, gut f├╝r zwergische Verh├Ąltnisse etwas wenig Fels und Stein dennoch beeindruckend und wundersch├Ân anzusehen. Als er gebeten wurde einzutreten sah er sich in einem Thronsaal wieder der Gebieter selbst thronte dort und schaute auf ihn herab, er war ein Mann der ein Herscher war daran bestand kein Zweifel. Seine ganze Familie war zugegen und waren das etwa mehr als eine Frau? Das musste bei den Menschen offenkundig normal sein, er selbst war nicht verm├Ąhlt und das hatte bei Zwergenfrauen auch tats├Ąchlich etwas gutes aber dazu ein anderes mal mehr.

Skaldor selbst ertappte sich dabei wie er den Raum musterte und ebenso die Familie des Ducs, sein Blick jedoch blieb f├╝r einen fl├╝chtigen Moment an der Tochter des Ducs h├Ąngen. Es war ein fl├╝chtiger Moment dennoch war er da, diese Augen waren hell und leuchteten f├Ârmlich schon fast heller als die hellsten Edelsteine die er jemals zu Gesicht bekam, ihr Haar war so rein und hell wie Gold das aus den Tiefen der Berge gesch├╝rft und verarbeitet wurde die er selbst gesehen hatte.

Als er seine Fassung wieder zur├╝ck hatte hoffte er, das seine Verbl├╝ffung ├╝ber die Menschen und ihr Herrschersitz nicht als schlechte Manieren aufgefasst wurden. "Mein Name habt ihr so eben erfahren dennoch m├Âchte ich mich, selbst vorstellen mein Name ist Skaldor Dunkelerz" er senkte das Haupt um den Respekt aufzubringen der von N├Âten war. "Ich bin von dem Rat der 13 gew├Ąhlt worden, somit bin ich K├Ânig und Repr├Ąsentant des Zwergenvolkes, mein Begehr ist es eine L├Âsung f├╝r die Hohe Mark zu finden". Er machte eine Pause und fuhr fort "dieser Krieg muss enden, er wird eines Tages enden doch mein Volk leidet ebenso wie das Volk der Almanen somit auch der Menschen leidet. Wir haben Fl├╝chtlinge aufgenommen wir k├Ânnen sie ern├Ąhren ihnen Schutz bieten, doch wissen wir selbst nicht was hier vorgefallen ist....." er schwieg einen Moment er sch├Ąmte sich doch sprach er weiter so gut er konnte.

"Ich ersuche euch um Hilfe diesen Krieg zu beenden und ich m├Âchte mit euch eine L├Âsung finden, damit diese Menschen in ihre Heimat zur├╝ckkehren k├Ânnen" er wollte keine Waffenhilfe erbitten, sein Ansehen war gr├Â├čer er musste mit dem Duc einen Weg finden das Chaos daran zu hindern hier einen neuen Staat bilden zu k├Ânnen. "Ich frage euch von einem K├Ânig zum anderen, ist das wohl der Menschen es nicht wert jetzt zu handeln, ganz gleich auf welcher Art und Weise dennoch bin ich fest entschlossen, die Hohe Mark zur├╝ck zu erobern, sie muss jedoch verwaltet und regiert werden, wo sind die anderen Herscher? Was ist hier geschehen?" er ertappte sich erneut wie er die Tochter des Ducs anschaute jedoch nur kurz.

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Maximilien Rivenet de Souvagne
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Re: Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenk├Ânig Dunkelerz

#3

Beitragvon Maximilien Rivenet de Souvagne » Do 4. Jan 2018, 20:52

W├Ąhrend sich der Zwergenk├Ânig im Thronsaal umschaute, blieb sein Blick f├╝r einen Moment an Olivie h├Ąngen, der Tochter des Duc. Die junge Frau musterte den Zwerg scheu, ehe sie ihrem Vater einen verstohlenen Seitenblick zuwarf.

Ein kaum merkliches Schmunzeln umspielte f├╝r einen Sekundenbruchteil des Ducs Lippen. Ihm war es also ebenfalls aufgefallen. Gut den Augen ihres Vaters entging meist nichts, dem Wappentier gleich schien er Adleraugen zu haben.

Olivie ebenso, denn anderen w├Ąre diese minimale Geste des Duc vermutlich nicht einmal aufgefallen, aber f├╝r Olivie war sie ein beruhigendes Zeichen. Dieser fremde K├Ânig, hatte nicht geschaut um ihr B├Âses zu wollen.

Nun er sprach auch nicht b├Âsartig, im Gegenteil er sprach davon, den Krieg beenden zu wollen. F├╝r einen Augenblick schaute sie zur├╝ck ehe sie den Blick h├Âflich abwandte, sie wollte den fremden K├Ânig schlie├člich nicht ungeb├╝hrlich anstarren.

Der Duc hingegen musterte den Zwergenk├Ânig offen und freundlich, er quittierte die Respektsbekundung mit einem wohlwollenden Nicken. Als er die Stimme erhob, war es absolut still im Saal.

"Unsere Person ist rechtm├Ą├čiger Herrscher ├╝ber die Souvagne und wir sind gerne bereit Euch bei der L├Âsung dieses Problems zur Seite zu stehen. Sofern die L├Âsung friedlicher Art ist K├Ânig Dunkelerz.
Um direkt zum Punkt zu kommen, wir stimmen mit Euch ├╝berein, dass dieser Krieg enden muss.
Wir gehen sogar einen Schritt weiter und behaupten, dass dieser Krieg nie h├Ątte stattfinden d├╝rfen.

Aber die Vergangenheit ist nicht zu ├Ąndern, man kann lediglich aus ihr seine Lehren ziehen.
Wir sind gerne bereit Euch zu erl├Ąutern was geschah. Bedenkt dass dies die Informationen sind, die uns vorliegen. Ob diese vollst├Ąndig sind, entzieht sich unserer Kenntnis.

Euer Volk f├╝hrte Krieg gegen die Rakshaner. Soweit uns bekannt ist, ereilten die umliegenden L├Ąnder erst Hilferufe, als Euch und Eurem Volke eine vernichtende Niederlage drohte. Vorab habt Ihr keines der anderen V├Âlker um Unterst├╝tzung gebeten, gleichg├╝ltig in welcher Hinsicht. Uns liegen zudem keine Kenntnisse dar├╝ber vor, dass Ihr versucht h├Ąttet mit den Rakshanern zu verhandeln.

Dies ist gewiss keine Anschuldigung unsererseits, sondern dies sind unsere vorliegenden Fakten.

Die einfachste M├Âglichkeit etwas zu erhalten ist zu fragen.
Es ist sogar auf dieser Basis m├Âglich, Frieden zu erreichen.

Es war Gro├čherzogs Roderichs Entscheidung, Eurem Volk zur Hilfe zu eilen und sein Land schutzlos zur├╝ckzulassen. Er stationierte keine Truppen zur Eigensicherung seines Volkes und Landes, sondern zog mit der gesamten Streitmacht des restlichen Kaisho-Abkommens in den Krieg, um Euch zu unterst├╝tzen.

Wir selbst haben uns diesem Krieg nicht angeschlossen. F├╝r Belang ist f├╝r uns mit oberster Priorit├Ąt Souvagne. Mein Volk erwartet von mir zu Recht Schutz und Schirm und dies gew├Ąhren wir, indem wir grunds├Ątzlich jeden Angriffskrieg ablehnen, dennoch verteidigen wir uns.

Vor Jahren trennten sich die Almanen sowie die Goblins von der Handelsallianz um ihre Werte und Traditionen zu sch├╝tzen. Um ihren Volkscharakter zu sch├╝tzen und nicht in einem bunten V├Âlkergemisch unterzugehen. Aus diesem Grund wurde das Kaisho-Abkommen ins Leben gerufen. Bei dem Kaisho-Abkommen handelte es sich um einen Pakt von vier autarken Gro├čherzogt├╝mern der Almanen, sowie dem goblinischen K├Ânigreich Evalon.

V├Âllig eigenm├Ąchtig entschied Gro├čherzog Roderich die Truppenmobilisierung des Kaisho-Abkommens und eilte Euch mit fast allen Streitm├Ąchten, au├čer der unseren, zur Hilfe.

Weder wurde vorher ein Rat der Herrschenden einberufen, noch gab es Absprachen in dieser Sache.
Schlimmer er annektierte unsere Schiffe f├╝r seine Truppenverladung um Euch K├Ânig Dunkelerz zur Hilfe zu eilen. Selbstredend lie├čen wir unsere Schiffe, sprich unser Eigentum von unseren Mannen zur├╝ckholen. Viele Existenzen h├Ąngen an diesen Schiffen, souvagnische Existenzen.

Mit seiner Handlung h├Ątte Gro├čherzog Roderich unser Land in einen Krieg verwickeln k├Ânnen, der nicht der unsere ist!

Wir sahen und sehen diese Handlung als Aufk├╝ndigung des Kaisho-Abkommens an.
Aus diesem Grunde haben wir direkt nach Kunde dieser Information die Zugeh├Ârigkeit zum Kaisho-Abkommen aufgek├╝ndigt.

Wir lassen keinen Souvagner f├╝r Fremdlinge sterben, m├Âgen es andere Herzogt├╝mer halten wie es ihnen beliebt. Uns geht es allein um den Schutz und das Wohl unseres Volkes.
Dies zu unserer Entscheidung.

Die Kunde die uns unsere Himmelsaugen mitteilten, teilen folgendes mit K├Ânig Dunkelerz.
Der Draken wurde verstopft. Er ├Ąnderte seinen Lauf, so dass die Hohe Mark nunmehr trocken liegt und Ledwick im eigenen Sumpf ertrinkt. Laut unseren Sp├Ąhern stehen dort ├╝berall circa 10-20 cm Wasser und dies, obwohl Ledwick bereits seit jeher ein Sumpfgebiet gewesen ist.

Die Hohe Mark verf├╝gt ├╝ber keine Landwirtschaft mehr. Alle Felder und Scheunen wurden gebrandschatzt, es gibt fast keine Vorr├Ąte mehr f├╝r den Winter.

Alle auffindbaren Gargoyles wurden erschlagen.
Ebenso wurde jede Person erschlagen, die nach einem Krieger aussah.
Es gab und gibt keinerlei Gefangenen.

Die einzige Ausnahme war Gro├čherzog Roderichs Familie, deren K├Âpfe nun auf Spie├čen auf dem Marktplatz der Hauptstadt ausgestellt sind.

Soweit uns durch unsere Sp├Ąher bekannt ist, hatte es ein Ultimatum von zwei Wochen an den Gro├čherzog gegeben, sich in seiner Heimat einzufinden. Auf das Ultimatum wurde nicht reagiert. Proklamiert hat es ein Sprecher der Eroberungstruppen. Einem Herold gleich rief es dieser Tiefling von einer Statue auf einem Platz. Das Ultimatum verstrich fruchtlos, so kam es zur Hinrichtung der gro├čherzoglichen Familie.

Aber es gibt auch etwas erfreulichere Kunde.
Die St├Ądte und Burgen sind noch intakt, ebenso nahezu alle Geb├Ąude.
Wer zu fl├╝chten gedenkt, wird gegenw├Ąrtig nicht aufgehalten und darf abziehen. Ferner sicherte der neue Machthaber wohl jedem Unversehrtheit zu, der bereit sei ihm seinen Treueeid zu leisten.

Das Gro├čherzogtum Ehveros m├╝sste ebenfalls gr├Â├čtenteils von der Zerst├Ârung verschont geblieben sein. Solltet Ihr passende Kunde w├╝nschen, werde ich danach schicken lassen. Welches einzelne Schicksal die jeweiligen drei Gro├čherzoge ereilte, oder welche Schicksal der goblinischen K├Ânigin zu Teil wurde, entzieht sich momentan unserer Kenntnis.

Dies ist die Kunde die wir Euch geben k├Ânnen.
Auf Grundlage dieser Informationen m├╝ssen wir versuchen eine Einigung zu erzielen.

Wir sind gerne gewillt, Euch bei Friedensverhandlungen zu unterst├╝tzen. Bei Kriegshandlungen hingegen nicht K├Ânig Dunkelerz. Wir sollten zur Verhandlung in den Kriegsraum wechseln. Dort haben wir passendes Kartenmaterial um uns einen direkten Blick ├╝ber die Lage verschaffen zu k├Ânnen",
erl├Ąuterte der Duc freundlich.

Olivie schaute von ihrem Vater zum Zwergenk├Ânig. Ihr Blick wurde aber unterbrochen, da sich der Gro├čherzog der Souvagne erhob. Als der Duc sich vom Thron erhob, gingen zeitgleich alle seine anwesenden Untertanen auf die Knie. Sein Leibdiener zog seinen Mantel zurecht, so dass der Duc ihm folgend den Raum verlie├č.

Comte Maurice de la Cantillion wartete ab, bis die Familie und die Berater seinem Herrn gefolgt waren, dann gab er K├Ânig Dunkelerz ein Zeichen, sich ebenfalls der Prozession anzuschlie├čen. Im Kriegs- und Kartenraum fanden sich alle wieder ein. Der Duc stand neben seinen S├Âhnen Dreux und Ciel, einen Schritt hinter ihm sein treuer Leibdiener Fabien. Etwas abseits bei ihrer Mutter, stand Olivie.

"Lasst uns verhandeln", erkl├Ąrte der Duc.
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Ciel Felicien de Souvagne
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Re: Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenk├Ânig Dunkelerz

#4

Beitragvon Ciel Felicien de Souvagne » Do 4. Jan 2018, 23:42

Als Ciel die Nachricht erhielt, dass der Zwergenk├Ânig Skaldor Dunkelerz um eine Audienz am Hof ersucht hatte, machte der Prince sich umgehend auf den Weg. Es war der Wunsch seines Vaters, dass auch seine Kinder bei diesen Verhandlungen zugegen waren, um zu sehen, wie Verhandlungen abliefen und auch zu lernen, sp├Ąter selbst Verhandlungen zu f├╝hren. So gelangte Ciel auch in Beaufort an, einen Tag eher als der Zwergenk├Ânig, auf den er schon sehr gespannt war. Bei Hofe traf er auch wieder auf seinen Berater Jules und seinen Leibdiener Khawa, die in seinem Auftrag unterwegs gewesen waren, nun jedoch eigens zu diesem Anlass zum Hof zur├╝ckgekehrt waren.

Nun, einen Tag sp├Ąter, standen sie hier versammelt, die gesamte Familie de Souvagne, doch der Anlass war bedr├╝ckend. Es ging um den Krieg. Die Lage in der Hohen Mark war ern├╝chternd.

Ciel betrachtete w├Ąhrend des Gespr├Ąchs interessiert den Zwerg. Er sah mitgenommen aus, man sah die Sorge, in der er sich befunden hatte. Dennoch war er nach wie vor ein ehrfurchtgebietender Mann. Nur, dass er nach seiner Schwester ├Ąugte, gefiel Ciel wenig. Aber er lie├č sich nichts anmerken.

Auch sein rakshanischer Leibdiener Khawa musterte den Zwerg. Jetzt war Ciel froh, dass der Rakshaner einen Turban samt Gesichtsschleier trug, denn er war sicher, dass Khawas Miene ganz und gar nicht freundlich war. Aber Khawa wusste sich zu benehmen, sonst w├Ąre er nicht Leibdiener geworden.
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Skaldor Dunkelerz
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Re: Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenk├Ânig Dunkelerz

#5

Beitragvon Skaldor Dunkelerz » Fr 5. Jan 2018, 13:11

Der Kartenraum in den er dem Duc sowie seinem ganzen Hofstaat folgte war gro├č, ebenso war es eine W├Ąrme die von dem dunklen Holz ausging. Die Sonne schien durch die Fenster hinein was den Raum selbst nicht dunkel wirken lie├č. An den W├Ąnden hingen Gem├Ąlde vermutlich von irgendwelchen Verwandten, die zu Lebzeiten hier ihre Taktiken besprochen hatten ebenso wie der Duc es nun tat. Ein massiver Tisch stand in der Mitte er war gro├č und auf ihm ruhten mehrere Karten, der Duc jedoch wies ihm eine spezielle zu.

Das war also die aktuelle milit├Ąrische Lage sie war wirklich nicht gut besonders nicht, f├╝r die Zwerge sie waren eingekesselt und die Heere des Kaishos und der Almanen waren ihnen zur Hilfe gekommen, der Preis daf├╝r war ihm und allen die sich um den Tisch versammelt hatten bekannt, er war zu hoch viel zu hoch. Es kribbelte den Zwerg regelrecht Pl├Ąne zu schmieden um die Hohe Mark anzugreifen, sie zur├╝ck zu erobern um die alte Ordnung wieder herzustellen. Doch das w├╝rde weitere Opfer fordern waren nicht bereits genug Zwerge, gestorben f├╝r einen Krieg den niemand wirklich wollte?

"Ich muss sagen die Lage sieht nicht gut aus, mein Begehr ist es die Menschen aus den Gebieten der F├╝rstent├╝mer zur├╝ck in ihre Heimat zu schicken". "Die jetzige Situation ist aus den Fugen geraten, daher ist es mein Anliegen mit eurer Hilfe, als Diplomat mit dem Verwalter des Chaos der in der Hohe Mark nun regiert zu verhandeln, damit wir wissen was auch mit den s├╝dlichen" er zeigte auf Ehveros und Ledwick "geschieht". Er schaute den Duc an und fuhr fort "ich m├Âchte nicht das sich, das Chaos auch noch diese Gebiete einverleibt das ist nicht in meinem Interesse und in eurem sollte, es auch nicht sein". "Rodrig hatte die Streitmacht angef├╝hrt was ist mit Ehvelos? Wer regiert dort? Oder seid ihr der einzige der Menschen herscher in Almanien der ├╝brig geblieben ist?"

Der Zwerg musterte die anderen die in dem Raum waren und fuhr fort "solange es Frieden gibt und dieses, mit einem Abkommen gesichert ist ├╝berlassen die Zwerge die Hohe Mark, dem Chaos aber auch nur dann wenn wir, f├╝r die s├╝dlichen Reiche der Menschen eine annehmbare L├Âsung finden". Sein Blick hatte wieder den von der Frau getroffen die, die Tochter des Ducs sein musste jedoch nur kurz, er wollte nicht unh├Âflich sein daher sah er den Duc an.

"Dieser Krieg hat vieles ver├Ąndert es ist an uns, einen weiteren daraus zu verhindern!" er schaute etwas bedr├╝ckt drein und fuhr fort "wie es aussieht sind wir in den Herzlanden als einzige ├╝brig, verehrter Duc".

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Maximilien Rivenet de Souvagne
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Re: Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenk├Ânig Dunkelerz

#6

Beitragvon Maximilien Rivenet de Souvagne » Fr 5. Jan 2018, 15:09

Seine Gefolgschaft wie auch sein Gast der Zwergenk├Ânig waren dem Duc in den Kriegsraum gefolgt. Einem gro├čen Saal der von vielen Fenstern erhellt wurde. Sie alle standen um einen gro├čen Tisch herum, auf dem Holzfiguren standen, der das Land der Almanen und die jeweiligen Grenzen darstellte.

Die Figuren stellten die derzeitigen Truppenbewegungen der einzelnen Parteien nach ihrem Informationsstand dar. Sie waren farblich markiert als auch mit vielen Differenzen versehen, so dass man die verschiedenen Gruppierungen leicht auseinander halten konnte.

Der Duc h├Ârte den Ausf├╝hrungen des Zwergenk├Ânigs aufmerksam zu. Ihm gefiel die Einsicht und die Sichtweise dieses Mannes. Einem wahren Herrscher ging es nicht darum, seine pers├Ânliche Meinung durchzusetzen, sondern genau jene zum Wohl und zu Gunsten seines eigenen Volkes in den Hintergrund zu stellen. Und dies hatte Dunkelerz mit seinem Vorschlag getan. Sicher gel├╝stete es den Mann nach Rache, welchem Manne w├╝rde es nicht danach gel├╝sten in diesem Zustand? Aber diesen Gef├╝hlen durfte ein Herrscher nicht nachgeben, denn ansonsten starben f├╝r die eigenen Gef├╝hle unschuldige Personen.

"Eure Sicht ist weise und findet unseren absoluten Wohlgefallen K├Ânig Dunkelerz. Wir stehen Euch bei und werden alles in unserer Macht stehende tun, um auf diese Weise den Frieden zur├╝ck in die restlichen Almanischen Gro├čherzogt├╝mer zu bringen. Seit dessen versichert.

Nun als erstes sollten wir den neuen Herrscher der Hohen Mark zu uns einladen, im Wege der Friedensverhandlungen. Erkl├Ąrt er sich zu Verhandlungen bereit und folgt unserer Einladung, sind wir schon einen Schritt weiter.

Sollt er der neue Herrscher der Hohen Mark damit einverstanden erkl├Ąren, sich ausschlie├člich mit der Hohen Mark zufrieden zu geben, die Menschen in ihre Heimat zur├╝ckkehren zu lassen und zu seinem gegebenen Wort zu stehen, n├Ąmlich die Menschen in seinem Protektorat als seine Schutzbefohlenen zu sehen, w├Ąre ein Frieden m├Âglich. Sogar sehr gut m├Âglich unserer Ansicht nach.

Was mit den Herrschern von Ledwick und Ehveros geschah, entzieht sich unserer Kenntnis. Vermutungen und Spekulationen bringen uns aber im Moment nicht weiter K├Ânig Dunkelerz. Wir k├Ânnten Boten oder Himmelsaugen entsenden.

Jules wir ben├Âtigen Eure Dienste. Unsere Person wird eine Einladung an den neuen Machthaber der Hohen Mark entsenden. Ihr werdet diese mit Eurem Uhu zustellen. Beobachtet, nehmt wahr wie Ihr es ├╝blicherweise zu tun pflegt. Sollte es Besonderheiten geben informiert uns ├╝ber diese umgehend",
erkl├Ąrte der Duc, dabei stand er vorn├╝ber gebeugt vor dem Tisch und betrachtete die taktische Karte, als w├╝rde er in einem Buch lesen.

Auf die gleiche Weise betrachtete Olivie den Zwergenk├Ânig und versuchte sich einen Reim auf diesen fremden, aber dennoch ├Ąu├čerst starken Mann zu machen.

Fabien eilte von dannen und kehrte umgehend mit Feder und Papier zur├╝ck, damit sein Herr eine Botschaft schreiben konnte. Zeitgleich hielt er ein Schreibbrett so, dass der Duc dieses als Schreibunterlage verwenden konnte. Der Duc verfasste eine Botschaft an den neuen Herrscher der Hohen Mark und reichte diese Jules.

"Versendet diese unverz├╝glich Jules, dies hat h├Âchste Dringlichkeit", erkl├Ąrte Maximilien.
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Jules de Mireault
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Re: Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenk├Ânig Dunkelerz

#7

Beitragvon Jules de Mireault » Fr 5. Jan 2018, 15:50

Ein hagerer, durchtrainierter Mann, dem eine Narbe quer ├╝ber den Mund verlief und ihm ein noch m├╝rrischeres Aussehen verlieh trat vor. Auf seiner Schulter hockte ein riesiger Uhu. Mit tiefer Verbeugung nahm der die Nachricht entgegen.

"Wie Ihr befehlt Eure Hohheit", antwortete Jules ergeben.

De Mireault musterte kurz den Zwergenk├Ânig. F├╝r einen winzigen Moment sah er gedanklich den Mann auf Gufos R├╝cken in die Schlacht reiten. Gepasst h├Ątte das Bild, aber f├╝r solche Sp├Ą├če war keine Zeit. Sein Vogel wie der Zwergenk├Ânig waren beides entschlossene Pers├Ânlichkeiten. Ebenso sein Herr der Duc und Jules selbst.

Der Chevalier befestigte die Nachricht an Gufos Bein und weckte den Uhu der auf seiner Schulter eingeschlafen war. Gufo ├Âffnete seine riesigen, orangefarbenen Augen und starrte Jules erwartungsvoll an. Jules zog seinen Handschuh ├╝ber und nickte in die Richtung. Gufo flatterte kurz auf und lie├č sich mit leicht ge├Âffneten Schwingen auf Jules Arm nieder, seine Klauen gruben sich in das derbe Leder des Handschuhs.

Der Magier ├Âffnete eines der Fenster und nahm auf dem Boden Platz. Im gleichen Moment wo er Gufo mit kurzem Ruck in die H├Âhe warf, lie├č sich Jules in den Nexus fallen und verband seinen Geist mit dem seines Vogels. Mit gro├čen Fl├╝gelschl├Ągen verschwand Gufo innerhalb weniger Minuten aus ihrem Sichtfeld.

Unter ihm zog die Landschaft von Beaufort hinweg und der gro├če Vogel ├╝berquerte die naheliegende Grenze zur Hohen Mark. Einzelne W├Ąchter auf den dortigen Wehrg├Ąngen schauten dem Vogel nach, andere winken, wieder andere w├╝nschten ihm bei seiner Aufgabe viel Gl├╝ck - welche immer das auch sein m├Âge. Ein Vogel der Himmelsaugen flog niemals umsonst in feindliches Gebiet.

Gufo folg den mentalen Befehlen von Jules folgend die Hauptstadt der Hohen Mark an. Dort wo zu Letzt der Herold der Tieflinge zu den Almanen gesprochen hatte, dort vermutete er auch den neuen Machthaber. Gufo flog nicht nur einfach, er erkundete die Gegend. Seine riesigen Augen nahmen alles in sich auf um die Bilder und seine Empfindungen an Jules weiterzuleiten.

Der Uhu flog den ehemaligen Herrensitz des Gro├čherzogs Roderich an. Lautlos wie er flog, so landete der gro├če Uhu auch auf dem Fenstersims. Mit einem Ruf machte das Tier auf sich aufmerksam und starrte den Tiefling mit dem wei├čen Haaren an. Der Uhu hob ein Klauen bewehrtes Bein, so dass die Botschaft sichtbar wurde. Erneut stie├č er einen Schrei aus und schlug mit den Schwingen.

Als Tsaagan die Botschaft entrollte, las er folgenden Inhalt:

Einladung an den neuen Machthaber der Hohen Mark.

Wir, Duc Maximilien Rivenet de Souvagne rechtm├Ą├čiger Herrscher der Souvange,
sowie der Zwergenk├Ânig Skaldor Dunkelerz,

laden Euch zu einer Unterredung nach Beaufort in die Souvagne ein.

Wir w├╝nschen mit Euch gemeinsam ├╝ber den Frieden in unserer Region zu verhandeln.
Sicher wird Euch genauso daran gelegen sein wie uns.

Eine schnellstm├Âgliche Antwort Eurerseits w├Ąre w├╝nschenswert.
Nutzt hierzu den Greifvogel, der Euch diese Botschaft ├╝bermittelte.

In besten Erwartungen

Duc Maximilien Rivenet de Souvagne
Zwergenk├Ânig Skaldor Dunkelerz



W├Ąhrend der neue Herrscher der Hohen Mark die Nachricht las, wartete Gufo geduldig ab. Durch seine Augen war es Chevalier Jules Seymour de Mireault der als erstes einen Blick auf den neuen Herrscher der Hohen Mark werfen konnte.

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Re: Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenk├Ânig Dunkelerz

#8

Beitragvon Baxeda » Fr 5. Jan 2018, 16:45

Tsaagan

Was Gufo sah, war ein Tiefling von scheinbar 40 Jahren, der nicht sehr gro├č war, aber dennoch aufgrund seiner K├Ârpersprache und der hochwertigen Kleidung ein enormes Ma├č an Autorit├Ąt ausstrahlte. Der Mann war schlank, trainiert und von aufrechter K├Ârperhaltung mit einem speergeraden R├╝cken. Das schlohwei├če Haar war nach hinten zwischen die spitz gefeilten H├Ârner gek├Ąmmt und in einer geraden, waagerechten Kante auf H├Âhe der Schulterbl├Ątter abgeschnitten. Seine Gesichtsz├╝ge wirkten aristokratisch mit einer kurzen, leicht gekr├╝mmten Nase. Die Wangenknochen waren scharf geschnitten und seine Mimik wirkte ausgesprochen ungn├Ądig, w├Ąhrend er das Pergament las. Seine Augen mit den leicht schielenden rosafarbenen Iriden zuckten beim Lesen hin und her. Er hielt das Pergament dabei nur wenige Zentimter von seinen Augen entfernt. Auff├Ąllig waren zum einen sein Fl├╝gelpaar, das er fest hinter dem R├╝cken geschlossen trug und der lange, fleischfarbene Schweif, an dessen Ende eine auff├Ąllig volumin├Âse Wei├če Fellquaste wuchs. Auch hier war das Haar zu einer schnurgeraden Kante abgeschnitten. Es war nicht erkennbar, welche Gedanken der frischgebackene F├╝rst des neuen Landes hegte, da sein Gesicht bereits vor der Lekt├╝re so abweisend dreingeblickt hatte.

"Schreibutensilien."

Sein Leibdiener, ein D├╝sterling, beeilte sich, das Gew├╝nschte auf einem polierten Silbertablett zu bringen, dass er dem F├╝rsten so entgegenhielt, dass er es als Schreibunterlage verwenden konnte. Tsaagan schrieb nur:

An seinen Allerdurchlauchigsten
Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

Wir werden der Einladung entsprechen
und begeben uns zeitnah auf den Weg.

Seine hochf├╝rstliche Durchlaucht
https://s1.imagebanana.com/file/180105/RhLVbVas.png


Der Leibdiener musste die Nachricht nun an das Bein des riesigen Uhus binden. Er stellte sich damit selten ungeschickt an, aber er schaffte es schlie├člich. Da er nicht wusste, wie er den gro├čen Greifvogel losschicken sollte, verjagte er ihn mit einem Staubwedel.

Alsdann half er Tsaagan, sich mit Reitkleidung einzukleiden und reisefertig zu machen und stellte zwei Satteltaschen zusammen. Sie begaben sich in die Stallungen. Anstelle von Pferden, die allesamt geschlachtet worden waren, standen dort nun diverse Chaosgesch├Âpfe unter, unter anderem jedoch auch ein Greif mit wei├čem Gefieder und der Physionomie einer Schneeeule, ein Kriegsgefangener aus Hymaya, dessen Willen schon vor vielen Jahren gebrochen worden war. Das sch├Âne Tier wurde mit Rotem Zaumzeug ausgestattet und einem dazu passenden Sattel gesattelt und die Taschen angebracht, ehe Tsaagan sich mit ge├╝bter Bewegung darauf schwang. Sein Leibdiener setzte sich auf einen grauen Greifen und folgte seinem Herrn reitend in geringm├Âglichem Abstand. Sie hoben ab und flogen dem gro├čen Uhu hinterher, der nun zu seinem Herrn zur├╝ckkehren w├╝rde.

Es dauerte per Luftweg nicht allzu lange. In Sichtweite der Grenze zu Souvagne landeten sie, stiegen ab und gingen zu Fu├č bis zur Grenze, wo man sie hoffentlich anst├Ąndig empfangen w├╝rde.
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Re: Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenk├Ânig Dunkelerz

#9

Beitragvon Jules de Mireault » Fr 5. Jan 2018, 17:25

Wie stets ├╝bertrug Gufo das Wahrgenommene an Jules weiter. Etwas erbost lie├č sich der gro├če Uhu von dem Leibdiener auf diese unsanfte Art zum Abflug auffordern. Jules ├╝bermittelte ihm beruhigende Gedanken. Der Diener hatte sich scheinbar vor dem nicht gerade kleinen Vogel mit den messerscharfen Krallen gef├╝rchtet.

Gufo flog voran, w├Ąhrend ihm zwei Greife folgten. Der Chevalier regisrierte dies, genauso wie zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt die Ankunft des neuen Herrschers der Hohen Mark. Jules fand ins Bewusstsein zur├╝ck, als Gufo auf dem Fenstersims im Kartenraum landete. Der Uhu flatterte kurz auf und hockte sich auf die Schulter seines Herrn.

De Mireault ben├Âtigte einen Augenblick um wieder im Hier und Jetzt zu sein. Vorsichtig nahm der den Zettel von Gufos Bein, aber auch so wusste er schon, dass der neue Herrscher der Einladung gefolgt war. Jules stand auf und ├╝berreichte dem Duc mit einer Verbeugung die Nachricht.

"Eure Hoheit, die Nachricht wird positiver Natur sein. Der neue Herrscher der Hohen Mark ist soeben vor unserer Grenze in Begleitung eines Dieners eingetroffen. Angereist sind beide auf Greifen. Ich schlage vor, dass ich ihn geb├╝hrend empfange und zu Euch geleite Herr.

Einige Informationen die ich Dank Gufo erhalten habe. Der neue Herrscher der Hohen Mark residiert im alten Herrschaftshaus von Gro├čherzog Roderich.

Die Personenbeschreibung des Tieflings Herr. Der Mann ist circa 40 Jahre alt, von mittlerer Gr├Â├če, aber von einer aristokratischen K├Ârpersprache. Seine Kleidung ist exqusit, seinem Stand entsprechend. Seine Statur ist schlank, trainiert, seine Haltung ist aufrecht. Seine Hautfarbe ist rosa, seine Haarfarbe ist wei├č. Er tr├Ągt Schwingen auf dem R├╝cken und einen Schweif am... naja Ihr wisst wo Herr. Der Schweif hat eine wei├če Quaste. Sein Gesicht ist markant geschnitten. Eine gekr├╝mmte Nase ziert sein Gesicht und scharfe Wangenknochen. Ferner scheint er nicht sonderlich gut sehen zu k├Ânnen, da er Eure Botschaft sehr nah vor die Augen hielt. Dies sind meine ersten Anmerkungen zu seiner Person",
erkl├Ąrte Jules h├Âflich.

"Habt Dank Jules, Ihr d├╝rft den Mann umgehend abholen, sobald wir seine Botschaft verlesen haben", erkl├Ąrte der Duc und entrollte die Botschaft.

"Nun die an uns ├╝bermittelte Botschaft lautet wie folgt.

An seinen Allerdurchlauchigsten
Duc Maximilien Rivenet de Souvagne

Wir werden der Einladung entsprechen
und begeben uns zeitnah auf den Weg.

Seine hochf├╝rstliche Durchlaucht
Tsaagan Lyridime von und zu Alkena-Hohe Mark.

Uns deucht, der Mann scheint nicht nur aristokratische Gesichtsz├╝ge und Kleidung sein eigen zu nennen.
Begr├╝├čt ihn entsprechend Jules und geleitet ihn umgehend zu uns",
befahl Maximilien.

"Wie Ihr befehlt meine Hoheit", antwortete Jules und machte sich sofort auf den Weg, den Befehl des Duc umzusetzen.

F├╝rst Tsaagan Lyridime von und zu Alkena-Hohe Mark hatte man an der Grenze angehalten. Misstrauisch wurden seine Reittiere, sein Begleiter aber vor allem er betrachtet. Als er die Einladung des Duc vorzeigte, ├Ąnderte sich das Bild minimal, aber es ├Ąnderte sich.

Es dauerte nicht lang, bis ein schweres, gewaltiges Streitross angalopiert kam und knappe Befehle dem F├╝rsten Eintritt verschafften. Man lie├č ihn samt seiner Reittiere wie auch seines Begleiters die Grenze passieren. Jules deutete im Sattel eine Verbeugung an.

"F├╝rst Tsaagan Lyridime von und zu Alkena-Hohe Mark, ich hei├če Euch im Namen des Allerdurchlauchigsten
Duc Maximilien Rivenet de Souvagne in unserem Land willkommen. Mein Name ist Chevalier Jules de Mireault und ich geleite Euch zu unserer Majest├Ąt. Wenn Ihr mir bitte folgen w├╝rdet",
erkl├Ąrte Jules h├Âflich und gab die F├╝hrung.

Es dauerte nicht lange und die Drei erreichten den Hof des Duc. Da die Wachen Jules als einen pers├Ânlichen Berater des Duc kannten und sie ├╝ber die Friedensverhandlungen instruiert worden waren, durften sie ohne weiteres passieren.

Nachdem sie ihre Reittiere abgegeben hatten, f├╝hrte Jules mit angemessenem Schritt den F├╝rsten und seinen Diener bis zum Kartenraum. Dort verharrte er einen Moment und klopfte an. Von innen wurde ihnen von zwei Dienern aufgetan.

Jules trat vor seinen Duc und kniete nieder.

"Eure Hoheit, ich verk├╝nde Euch den Besuch Eures Gastes - F├╝rst Tsaagan Lyridime von und zu Alkena-Hohe Mark", erkl├Ąrte Jules ├Ąu├čerst respektvoll ohne aufzuschauen.
"Habt Dank Jules", erkl├Ąrte der Duc und entlie├č sein pers├Ânliches Himmelsauge damit aus der Pflicht.

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Re: Verhandlungen zwischen dem Duc de Souvagne und Zwergenk├Ânig Dunkelerz

#10

Beitragvon Maximilien Rivenet de Souvagne » Fr 5. Jan 2018, 17:48

Der Duc wandte sich seinem neuen Gast zu, ebenso taten es alle Anwesenden im Kartenraum. Maximilien musterte den F├╝rsten freundlich. Da dieser ihrer Einladung entsprochen hatte, schien auch ihm an einer friedlichen Einigung gelegen zu sein, allerdings w├╝rde sich herausstellen m├╝ssen, zu welchem Preis.

"F├╝rst Tsaagan Lyridime von und zu Alkena-Hohe Mark mein Gast Zwergenk├Ânig Skaldor Dunkelerz, sowie wir hei├čen Euch an unserem Hofe willkommen. Es freut uns, dass Ihr unserer Einladung gefolgt seid. Dies ist f├╝rwahr ein erster guter Schritt in eine, so hoffen wir, friedliche Zukunft.

Das Bestreben mit dem sich K├Ânig Dunkelerz an uns gewandt hat, k├Ânnte nicht ehrenvoller sein, seine Person strebt Frieden in der almanischen Region an. Wir unterst├╝tzen diesen Wunsch vollumf├Ąnglich. Hierzu wurden von uns erste Gedanken ausgearbeitet, die wir gerne mit Euch weiter er├Ârtern w├╝rden. Gesellt Euch bitte zu uns",
erkl├Ąrte der Duc h├Âflich.

"Der vorgetragene Grundgedanke F├╝rst von und zu Alkena-Hohe Mark umfasst grob nachfolgende Punkte.

Der Krieg solle umgehend beendet werden.
Die Menschen, Fl├╝chtlinge wie auch die Armee, sollen in ihre Heimat zur├╝ckkehren k├Ânnen.
Die Hohe Mark muss verwaltet und regiert werden.

Wie uns bekannt ist, habt Ihr den Menschen Schutz und Schirm gegen den Treueeid zugesichert.
Ferner habt Ihr jene ziehen lassen, die fliehen wollten, ohne diesen ein Leid zuzuf├╝gen.
Solche Entscheidungen trifft keine Person leichtfertig, sondern Ihr werdet Euch genau wie K├Ânig Dunkelerz Gedanken um die Euren gemacht haben.

Verhandlungsstand unsererseits w├Ąre folgender.

Ihr sichert uns zu, die Kriegshandlungen mit sofortiger Wirkung einzustellen.
Ihr werdet keine weiteren Eroberungskriege in unserer Region f├╝hren, weder heute noch zuk├╝nftig.
Ihr werdet die Menschen, die einst der Bev├Âlkerung der Hohen Mark angeh├Ârten in ihre Heimat zur├╝ckkehren lassen und diese unter Euer Schutz und Schirm stellen. Ihr werdet Sie als die Euren behandeln.

Im Gegenzug sind wir bereit, Euch als den rechtm├Ą├čigen Herrscher der Hohe Mark anzuerkennen.
Ebenso versichern Euch die Zwerge, die Kriegshandlungen sofort einzustellen.
Wir versichern Euch, gegen Euch keine kriegerischen Handlungen einzuleiten, weder heute noch zuk├╝nftig.

Souvagne sichert den Zwergen wie auch Euch zudem Hilfe zur Selbsthilfe zu, um den Wiederaufbau zu unterst├╝tzen. Wir sind bereit Euch mit fachkundigem Wissen zu unterst├╝tzen. Gegebenenfalls k├Ânnten wir ├╝ber Winterhilfe verhandeln, sollten beide Parteien bereit sein diese Forderungen zu akzeptieren.

Dies w├Ąre das Angebot unserer Seite F├╝rst Tsaagan Lyridime von und zu Alkena-Hohe Mark. Wie steht Ihr dazu?
Falls Ihr etwas anf├╝gen m├Âchtet K├Ânig Dunkelerz, bitte",
erl├Ąuterte der Duc h├Âflich.
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"Der Edle verlangt alles von sich selbst. Der Primitive stellt nur Forderungen an andere."
"Eine Entscheidung f├╝r etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen vieles andere."